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Salzsieden
Salinentechnik · Das Eindampfen der Sole über Feuer, bis das Salz auskristallisiert — der älteste und energiehungrigste Teil der Produktion.
Der Eintrag
Salzsieden
SalinentechnikAuch: Versieden, Sieden, Salzsott
Das Eindampfen der Sole über Feuer, bis das Salz auskristallisiert — der älteste und energiehungrigste Teil der Produktion.
Ausführlich
Salzsieden heißt: Wasser wegkochen, bis nur Salz übrig bleibt. Der Prozess ist einfach und maßlos teuer, weil er Brennstoff frisst. Bei fünfprozentiger Rohsole müssen für ein Kilo Salz rund 19 Kilo Wasser verdampft werden — genau deshalb war die Gradierung so wichtig, die einen Großteil dieser Arbeit kostenlos an Wind und Sonne abgab. Der deutsche Salinenbetrieb war bis 1800 einer der größten Waldvernichter überhaupt.
In der Salzbibel: Das Glossar zerlegt das Sieden in Verfahrensschritte mit eigenen Wörtern: feuern, setzen, zulassen, zulegen, Gänse fangen, Streitwerk, Zündsole — erklärt auf der Seite Technik. Bd. 2, S. 503, 555, 577, 578
Siehe auch: Siedepfanne, Siedemeister, Allendorfer Windofen, Gradierung
Quelle: www.bergbaumuseum.de
Begriffe, die hierher verweisen
Allendorfer Windofen · Briquetage · Gesöde · Pfannenstein · Salzgarten · Salzknecht · Siedehaus · Siedemeister · Siedepfanne · Steinsalz · Trockenkammer
Weitere Begriffe aus „Salinentechnik“
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