Forschung · Begriffe
Kote
Salinentechnik · Soodener Wort für eine einzelne Siedestätte samt Pfanne, Herd, Gebäude und dem Recht, dort zu sieden.
Der Eintrag
Kote
SalinentechnikAuch: Kot, Koth, Kothe, Siedekot, Salzkot, Plural: Koten
Soodener Wort für eine einzelne Siedestätte samt Pfanne, Herd, Gebäude und dem Recht, dort zu sieden.
Ausführlich
Eine Kote ist mehr als ein Haus — sie ist eine Rechtseinheit. Wer eine Kote besaß, besaß einen Anteil an der Sole und damit an der Salzproduktion. Genau deshalb sind Koten zählbar und verhandelbar: 42 bürgerliche, 40 fürstliche, 44 verpachtete. Die Schreibweisen schwanken stark (Kot, Kote, Kothe, Koth), und der Plural „Koten“ ist die in Sooden übliche Form. Der Pachtzins der 1. Lokation von 1540 wurde pro Kot berechnet: 200 Kammergulden jährlich.
In der Salzbibel: „Kothe. Es sind ihrer im Salzwerk 87. Davon sind unseres gnädigen Fürsten und Herrn — 43“ „und der Pfänner — 44.“ „Ein Bothe ist ungefähr 35 Schuh weit, 49 Schuh lang und 20½ Schuh hoch.“ Ein neues Bothe kostet 77 Gulden 8½ Albus zu bauen, mit aller Ausrüstung 139 Gulden 16 Albus. Bd. 2, S. 518, 519, 521, 580
Siehe auch: Soth, Siedehaus, Pfännerschaft, Lokation
Quelle: gradierwerk.heimatkunde-bsa.de
Begriffe, die hierher verweisen
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