Forschung
Orte
Wo die Salzbibel spielt — von Sooden bis Wolgast
Nach Nähe geordnet
Die Salzbibel nennt Hunderte von Orten, und sie nennt sie in Kreisen: Sooden und Allendorf in fast jedem Satz; dann die Wälder, Flüsse und Ämter, aus denen Holz, Stroh, Hafer und Eisen kamen; dann die Städte Hessens, die für den Landgrafen bürgten und sein Salz kauften; dann die fremden Salzwerke, die Rhenanus bereiste; und zuletzt die Orte des Fernhandels, an denen Sooder Salz verkauft oder fremdes abgewehrt wurde. Diese Seite folgt den Kreisen. Zu jedem Ort steht ein Absatz, was er in der Handschrift bedeutet, und darunter die Fundstellen im Volltext — automatisch aus der Übersetzung gezählt, mit Verweis auf das Faksimile. Bei Namen wie Halle oder Salza sind Verwechslungen mit anderen Wörtern durch die Suchmuster ausgeschlossen, soweit das möglich war; die Zählung ist eine Orientierung, kein Register.
Wo Rhenanus selbst gewesen ist, zeigt die Karte auf der Seite Rhenanus’ Wirken; die beiden großen Reisen erzählt die Seite Die Reiseberichte.
Die Orte
Die Liste vereint zwei Bestände: die Orte, an denen Rhenanus gelebt hat, die er bereist hat oder in denen er gewirkt hat — sie stehen mit ihren Belegen auch auf der Karte Rhenanus’ Wirken —, und die Orte, die die Salzbibel nennt, nach Nähe zum Salzwerk geordnet. Beides lässt sich nach Art und Umkreis eingrenzen und durchsuchen.
Abterode und das Bergwerk
Die Region: Wälder, Ämter, Hütten in der Salzbibel genannt
Aus Abterode am Meißner kamen die „Werkverständigen“ von 1550 — die Richter, Bergleute, keine Salinenleute. Der Griff in den benachbarten Erzbergbau war üblich: Wer unter Tage zimmern und Wasser heben konnte, konnte es auch in einem Salzbrunnen.
Im Volltext: Bd. 1, S. 969, 974; Bd. 2, S. 242, 243, 246, 300, 926, 1010 (und 1 weitere Seiten; 9 Seiten insgesamt)
Allendorf
Der Ort selbst in der Salzbibel genannt
Die Stadt, in der die Pfänner wohnten — „die Geschlechter und Bürger zu Allendorf und anderswo, die Erbschaft und Anteil an den 44 Pfannen haben“. Der Rat, der Schultheiß, das Brückentor mit der Konstitution über die Gehölze (Bd. 2, S. 98), die Kirchen des Heiligen Kreuzes und St. Nikolaus mit dem Eichmaß der Pfanne an der Wand. Rhenanus leitet den Namen von „Hallendorf“ her; das ist ausgeschlossen, er kommt von „zu dem alten Dorfe“ — und die Urkunden, die er abschreibt, lauten in der kritischen Edition Aldendorph und Aldindorf. Er hat den Gegenbeweis beim Abschreiben wegmodernisiert.
Im Volltext: Bd. 1, S. 27, 39, 40, 44, 51, 52, 80, 87 (und 425 weitere Seiten; 433 Seiten insgesamt)
Allendorf an der Werra
heute: Bad Sooden-Allendorf (Allendorf), HessenLebensort 1555–1589 auf der Karte
Die Stadt gegenüber dem Salzwerk, Sitz der Pfänner. In der Instruktion von 1568 heißt Rhenanus „Salzgraf zu Allendorf an der Werra“; von Allendorf brach er am 10. März 1584 nach Pommern auf.
- Bd. 2, S. 729 Lesetext — Instruktion: „Salzgraf zu Allendorf an der Werra“
- Bd. 2, S. 852 Lesetext — Aufbruch nach Pommern „zu Allendorf“, 10. März 1584
- Bd. 2, S. 994 Lesetext — Konvolut „Sooden gegen die von Allendorf“
Anklam
heute: Anklam, Mecklenburg-VorpommernReise 1584 nach Pommern 1584 auf der Karte
Beginn der zweiten Reise am Sonntag, dem 12. April, nach der Predigt. Im Feld um Anklam findet Rhenanus keine Mineralien — nur das Kraut Kali, „das sonst nur an salzigen Orten zu wachsen pflegt“, in großer Menge.
- Bd. 2, S. 857 Lesetext — Aufbruch am 12. April; das Kraut Kali
- Bd. 2, S. 865 Lesetext — Rückkehr nach Anklam am 18. April
Artern
heute: Artern, ThüringenReise 1568 (und 1569) 1568 und 1569 auf der Karte
Reiche Sole, ein zerstörter Berg und ein verschlossenes Bothe der Nürnberger „Künstler“, in das Rhenanus nicht gelassen wird. Die Probe: 98½ Lot roh, knapp 8 Lot Salz. Mit einem Alchimisten tauscht er Wissen gegen Wissen. 1569 verhört er hier Doktor Landeler.
- Bd. 2, S. 768 Lesetext — Das verschlossene Bothe der Nürnberger
- Bd. 2, S. 769 Lesetext — Der ausgehöhlte Berg; die Probe: 98½ Lot
- Bd. 2, S. 770 Lesetext — Wünschelruten und Kristallschauen
- Bd. 2, S. 771 Lesetext — Der Künstler, der den Berg verdämmte
- Bd. 2, S. 773 Lesetext — Die kupferne Blase, das Branntweinzeug
- Bd. 2, S. 774 Lesetext — Die Probe nach dem Zentner ist falsch
Artern
Die auswärtigen Salzwerke in der Salzbibel genannt
Das Salzwerk der Grafen von Mansfeld und der Ort des Alchimisten, mit dem Rhenanus Auskunft gegen Auskunft tauschte; 1569 berichtete er dem Kurfürsten von Sachsen darüber (Bd. 2, S. 768–786).
Im Volltext: Bd. 2, S. 729, 746, 768, 775, 776, 779, 790, 1027
Aschersleben
heute: Aschersleben, Sachsen-AnhaltReise 1568 (und 1569) 1568 auf der Karte
Zwanzig Jahre Bauen, über 40.000 Gulden, „ein verwirrtes Chaos“ von Künstlern aus Nürnberg, Lüneburg und Meißen. Eine Wechselpumpe nach Agricola hebt die Sole 57 Ellen; auf dem Weg zur Stadt gehen von 28 Zubern 10 verloren. Rhenanus rät zu Bleiröhren. Probe: 7 Lot 3½ Quentchen.
- Bd. 2, S. 826 Lesetext — Die beiden Salzgrafen Müller
- Bd. 2, S. 827 Lesetext — Hundert Jahre Bauen; Jörg Behm
- Bd. 2, S. 828 Lesetext — Georg Rose von Lüneburg; das verwirrte Chaos
- Bd. 2, S. 829 Lesetext — Über 40 000 Gulden; 60 Kunstpferde
- Bd. 2, S. 831 Lesetext — Wechselpumpe nach Agricola; von 28 Zubern kommen 18 an
- Bd. 2, S. 832 Lesetext — Rat zu Blei; die Probe: 7 Lot 3½ Quentchen
Aschersleben, Staßfurt, Groß Salza
Die auswärtigen Salzwerke in der Salzbibel genannt
Die Salzwerke im Magdeburgischen. Aus Aschersleben schrieb Jörge Behm 1549, er wisse keine andere Kunst zur Hebung der Sole; in Staßfurt sieht Rhenanus die von Hakeborn und den „Hakenborn“. Alle diese Orte liegen über den Salzlagern des Zechsteins — dreihundert Jahre später entstand hier die Kaliindustrie.
Im Volltext: Bd. 1, S. 77, 812; Bd. 2, S. 196, 202, 218, 227, 729, 789 (und 12 weitere Seiten; 20 Seiten insgesamt)
Auleben
heute: Auleben (Heringen/Helme), ThüringenReise 1568 (und 1569) 1568 und 1569 auf der Karte
Bei Meister Hans Wetzel, dem Zimmermann, der einst den Sooder Brunnen fasste. Die Sole hält nur gut drei Lot, die Künste aber sind vorbildlich. 1569 kehrt Rhenanus als Mitglied einer kursächsischen Kommission zurück und rät vom Weiterbau ab.
- Bd. 2, S. 756 Lesetext — Meister Hans; die Probe: 3 Lot 3 Quentchen
- Bd. 2, S. 757 Lesetext — Die Sole in den Wildwasserschacht abgewichen
- Bd. 2, S. 758 Lesetext — Kommission des Kurfürsten von Sachsen, 23. November 1569
- Bd. 2, S. 761 Lesetext — Bis man eine fünf- oder sechslötige Sole findet
- Bd. 2, S. 762 Lesetext — Unterschriften: „Johann Rhenanus, hessischer Salzgraf“
- Bd. 2, S. 764 Lesetext — Wetzels Probiergerät auf Allendorfer Eich
Bergen auf Rügen
heute: Bergen auf Rügen, Mecklenburg-VorpommernReise 1584 nach Pommern 1584 auf der Karte
Landung auf Rügen. Am 25. April werden die Salzrügen bei Tetzitz befahren — „obwohl der Name vom Salz kommt, gleichwohl an diesen Orten nichts Erhebliches angetroffen“.
- Bd. 2, S. 869 Lesetext — Zu Bergen gelandet
- Bd. 2, S. 870 Lesetext — Tetzitz, die Salzrügen; aufs Mönchgut
Braunschweig und Wolfenbüttel
Die auswärtigen Salzwerke in der Salzbibel genannt
Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel, der Schwiegervater Ernst Ludwigs von Pommern-Wolgast, war es, der Rhenanus 1583/84 nach Pommern empfahl. Von braunschweigischen Salzwerken handelt das Reisebuch nicht; Braunschweig begegnet in der Salzbibel als Urkundenaussteller (Herzog Otto, Herzog Albrecht) und im Weserzoll-Streit.
Im Volltext: Bd. 1, S. 63, 92, 105; Bd. 2, S. 891, 915, 1020, 1031
Bremen
heute: BremenWirkungsort (ein Besuch ist in der Salzbibel nicht beschrieben) 1568–1576 auf der Karte
Ziel des Nachtrags zur Instruktion: Rhenanus soll sich nach Bremen „verfügen“ und den Torf („Bois“) erkunden. Das Reisebuch schweigt darüber; die Miszellen zeigen einen Briefwechsel mit dem Bremer Bürgermeister und eine Instruktion für Rhenanus’ Diener, der nach Bremen reiste.
- Bd. 1, S. 793 Lesetext — Salzversand die Weser hinab nach Bremen
- Bd. 2, S. 731 Lesetext — Nachtrag zur Instruktion: nach Bremen verfügen
- Bd. 2, S. 732 Lesetext — Der Bois: Menge, Preis, Transport
- Bd. 2, S. 1002 Lesetext — Quittung für den Bürgermeister Daniel von Büren
- Bd. 2, S. 1017 Lesetext — Offenes Patent an den Weserstrom, 1541
- Bd. 2, S. 1026 Lesetext — Rhenanus an Bremen: Steinkohlen genügend
Bremen, Höxter, Minden
Der Fernhandel und die weite Welt in der Salzbibel genannt
Das Ende des Weserwegs: Der zweite Salzgraf soll „den Salzversand die Weser hinab nach Höxter, Minden und Bremen versehen lassen“. Im Archivverzeichnis liegt ein Schreiben des Bürgermeisters zu Bremen zu einem Probierwerk; der Streit um Weserzoll und Schifffahrt füllt die letzten Blätter der Miszellen.
Im Volltext: Bd. 1, S. 793, 798; Bd. 2, S. 731, 897, 898, 904, 913, 914 (und 10 weitere Seiten; 18 Seiten insgesamt)
Darmstadt
Hessen: Regierung, Städte, Absatz in der Salzbibel genannt
Die zweite Salzfaktorei, für das Oberfürstentum. „Zu Darmstadt gilt jetzt eine Pfanne — 27 Gulden 18 Albus; das sind 10 Mainzer Malter.“ Nach der Landesteilung von 1567 teilt Wilhelm IV. den Erlös mit seinem Bruder Landgraf Georg.
Im Volltext: Bd. 1, S. 796, 904, 905, 908, 909, 910, 1036; Bd. 2, S. 497 (und 6 weitere Seiten; 14 Seiten insgesamt)
Das Eichsfeld und Duderstadt
Die Region: Wälder, Ämter, Hütten in der Salzbibel genannt
Das Nachbargebiet jenseits der Werra, kurmainzisch. Hans Wetzels Revers verbietet ihm, dort zu arbeiten; von Duderstadt kommt 1550 der Werkverständige Gauler. Die Wellenberge „jenseits der Werra zum Eichsfeld hin“ werden unter die Bürger verlost.
Im Volltext: Bd. 1, S. 53, 54, 919, 920; Bd. 2, S. 243, 250, 325, 436 (und 1 weitere Seiten; 9 Seiten insgesamt)
Der Meißner
Die Region: Wälder, Ämter, Hütten in der Salzbibel genannt
Der Berg mit der Kohle. Im ersten Buch beschreibt Rhenanus ihn als Melibocus der Alten, mit einer Kräuterliste und der Bemerkung über das Steinkohlenbergwerk, „welch großen Nutzen dasselbe dem Salzwerk, dem Hüttenwerk, den Schmieden und den Haushaltungen zuwege bringt“. Von dort werden die Steinkohlen ins Salzwerk gefahren; der Bergvogt ist „jeden Samstag am Meißner bei der Bezahlung zugegen“. Die Holzberge um Sooden — Großer und Kleiner Hain, Loebach, Mattenrode, Arnsberg, Horst — stehen mit ihren Stammgeldern im Glossar (Bd. 2, S. 574–576).
Im Volltext: Bd. 1, S. 65, 66, 69, 70, 73, 772, 781, 851 (und 16 weitere Seiten; 24 Seiten insgesamt)
Der Rhein
Der Fernhandel und die weite Welt in der Salzbibel genannt
Die Richtung des Fernabsatzes aus dem Oberfürstentum: „Salzversand an den Rhein“. Schon 1538 will der Landgraf sein Salz „allein außer Landes zu Wasser und zu Lande, nach dem Rhein“ verkaufen, um den Pfännern den Absatz nicht zu nehmen.
Im Volltext: Bd. 1, S. 56, 57, 68, 163, 264, 265, 266, 321 (und 3 weitere Seiten; 11 Seiten insgesamt)
Der Salzbrunnen und die Werra
Der Ort selbst in der Salzbibel genannt
Der Fluss ist Transportweg und Gefahr zugleich. Auf ihm kommt das Flößholz vom Seulingswald herab, durch die sächsischen Ämter Gerstungen und Creuzburg, zoll- und geleitsfrei seit dem Brief Herzog Johann Friedrichs von 1538 (Bd. 1, S. 799 f.); an ihm stehen die Leitern und Böcke, mit denen das Holz aufgefangen wird — „gegen 60 an Zahl, groß und klein“. Und aus ihm dringt das wilde Wasser in den Brunnen. Das Salz geht flussabwärts „bis ans Wasser beim Neuen Haus“ und von dort zu Schiff nach Kassel.
Im Volltext: Bd. 1, S. 51, 53, 54, 58, 65, 82, 83, 123 (und 149 weitere Seiten; 157 Seiten insgesamt)
Die Ämter Beilstein, Ludwigstein und Bilstein
Die Region: Wälder, Ämter, Hütten in der Salzbibel genannt
Die landgräflichen Ämter der Umgebung, die mit Fuhren, Holz und Dienstvolk helfen müssen. Dem Dienstvolk „in den Ämtern Beilstein und Ludwigstein gibt man beim Ausbringen des Flößholzes von jedem Klafter — 5 Heller“, und es wird ihm das Forstgeld zur Hälfte erlassen.
Im Volltext: Bd. 1, S. 57, 66, 81, 142, 163, 164, 660, 678 (und 47 weitere Seiten; 55 Seiten insgesamt)
Die bürgenden Städte
Hessen: Regierung, Städte, Absatz in der Salzbibel genannt
In jeder Lokation stehen sie: „Kassel, Eschwege, Homberg, Hersfeld, Rotenburg, Spangenberg, Sontra, Witzenhausen, Grebenstein, Lichtenau, Wolfhagen, Gudensberg und Melsungen“ für das Niederfürstentum, Marburg, Gießen, Alsfeld, Grünberg, Nidda, Treysa, Rauschenberg und Biedenkopf für das obere. Ein halbes Land haftete für einen Salzbrunnen — und hatte damit ein Mitspracherecht.
Im Volltext: Bd. 1, S. 7, 9, 57, 72, 78, 110, 111, 114 (und 78 weitere Seiten; 86 Seiten insgesamt)
Erfurt, Leipzig, Wittenberg
Der Fernhandel und die weite Welt in der Salzbibel genannt
Die drei Universitäten, bei denen die Pfänner 1538 auf eigene Kosten Rechtsgutachten einholten — Rechtsberatung als Waffe gegen den Landesherrn (Bd. 1, S. 203–361).
Im Volltext: Bd. 1, S. 203, 204, 205, 206, 598, 726; Bd. 2, S. 38, 785 (und 1 weitere Seiten; 9 Seiten insgesamt)
Eschwege
Die Region: Wälder, Ämter, Hütten in der Salzbibel genannt
Amt und Stadt flussaufwärts; der Rentmeister zu Eschwege liefert den Hafer für die Kunstpferde, aus dem Amt kommt das Kornstroh für die Dächer, und die Stadt bürgt in jeder Lokation mit. Beim Holzkauf gilt: „zwischen Eschwege und Wanfried — 5 Albus“ je Klafter, „unterhalb Eschwege — 2½ Albus“.
Im Volltext: Bd. 1, S. 66, 87, 142, 380, 381, 383, 384, 385 (und 58 weitere Seiten; 66 Seiten insgesamt)
Frankenhausen
heute: Bad Frankenhausen, ThüringenReise 1568 (und 1569) 1568 auf der Karte
Die erste Messung der Reise: 102 Lot rohe Sole, 16 Lot Salz — und zum Vergleich die Auleber Sole mit gut zwei Lot. Brunnen, Wasserkünste, 117 Kothen, Löhne und Zoll werden beschrieben. Die Salzgrafen kennen als Probe nur das frische Ei.
- Bd. 2, S. 741 Lesetext — Die Probe: hundertzwei Lot rohe Sole
- Bd. 2, S. 742 Lesetext — Sechzehn Lot Salz; Auleber Sole zum Vergleich; der Brunnen aus Gipsgrund
- Bd. 2, S. 743 Lesetext — Damm von zwanzig Ellen; Wasserkunst mit 216 Kämmen
- Bd. 2, S. 744 Lesetext — Solekunst mit 36 Schläuchen
- Bd. 2, S. 745 Lesetext — Die Frage nach der Sole; die Eierprobe
- Bd. 2, S. 746 Lesetext — Die neuen Künstler; 117 Kothen
Frankenhausen
Die auswärtigen Salzwerke in der Salzbibel genannt
Das reichste Salzwerk Thüringens — „So reich ist der Brunnen zu Frankenhausen, der wegen seiner Menge für den vornehmsten in deutschen Landen gehalten wird.“ Rhenanus verwirft es im ersten Buch als Ort der Salzschlacht, weil es „erst zur Zeit Friedrichs I. aus den Sümpfen und Morasten mit großer Mühe erbaut worden“ sei, und beschreibt es 1568 mit 117 Kothen, der Eierprobe und dem Befund, dass dort trockene Jahre bessere Sole bringen — das Gegenteil von Sooden.
Im Volltext: Bd. 1, S. 52, 76, 78, 193, 200, 201; Bd. 2, S. 427, 627 (und 15 weitere Seiten; 23 Seiten insgesamt)
Friedewald
Die Region: Wälder, Ämter, Hütten in der Salzbibel genannt
Das Amt am Seulingswald — und der Ort der Szene von 1539, in der Landgraf Philipp die Gesandten der Pfänner in Zorn empfing. Das Protokoll stammt aus der Feder eines der beiden Gesandten; man wird es im Wortlaut nicht verbürgen wollen.
Im Volltext: Bd. 1, S. 452, 453, 459, 462, 466, 795, 962; Bd. 2, S. 280 (und 5 weitere Seiten; 13 Seiten insgesamt)
Die Wege des Verfassers
Zwei Reisen sind aus Rhenanus’ eigener Feder überliefert: die Fahrt durch Thüringen, Sachsen und das Magdeburgische ab 1568 mit der Instruktion des Landgrafen, und die Reise nach Pommern 1584. Die Stationen beider Reisen — Sondershausen, Frankenhausen, Auleben, Artern, Sulza, Kösen, Halle, Aschersleben, Staßfurt, Groß Salza; Leimbach, Wolgast, Greifswald, Rügen, Usedom — sind auf der Karte Rhenanus’ Wirken verzeichnet, mit den Tagesdaten, soweit die Handschrift sie nennt. Diese Seite hier nennt nur, was die Orte für die Salzbibel bedeuten; die Wege selbst gehören auf die Karte.
Korrekturen und Ergänzungen zu dieser Seite nimmt das Feedbackformular entgegen; Näheres zur Arbeitsweise steht auf der Seite Editionsgrundsätze.