ZusammenfassungBd. 1, S. 599–629 · Das zweite Buch
… Behm wird zehn Jahre später zur Hauptfigur des fünften Buches: Dort steht seine Rosskunst im Verdacht, den Brunnen zu verderben, er weiß keinen Rat mehr, und am Ende bekommt er den Befehl, sie abzubauen. Hier, 1540, wird er auf Lebenszeit eingestellt. Was …
Wortlaut der HandschriftBd. 1, S. 811 · Das vierte Buch
… Herr, hieuor im verschienenn vierzig siebenden Jar ernnstlich beuohlenn, das die Roßkunst vffm Salzbronn zun Bodenn, dergestalt schedtlich were, wie dismahls durch sfgl. Lanndtvogt Sigmundenn vonn Boÿneburgk, schrifftlich anngezeigt wordenn, das als dann …
… und Herr zuvor im vergangenen Jahr siebenundvierzig ernstlich befohlen hat, dass die Rosskunst am Salzbrunnen zu den Siedehäusern, sofern sie so schädlich sei, wie es damals durch Seiner Fürstlichen Gnaden Landvogt Sigmund von Boyneburg schriftlich angezeigt …
ZusammenfassungBd. 1, S. 811–822 · Das vierte Buch
… des Salzwerks. Der Befund ist unmissverständlich: Die von Jörg Behem errichtete Rosskunst am Salzbrunnen sei „zu schwer und zu stark gebaut“ und mit „mit ihrer großen, heftigen Bewegung dem Salzbrunnen schädlich“. Mit Behem sei vielfach verhandelt worden, sie …
Wortlaut der HandschriftBd. 1, S. 813 · Das vierte Buch
Das Vierdte Buch wie der Pfenner Salzgreuenn begernn, vnnd das die Roßkunst abgestelt soll werdenn, vfrichtenn, erhaltenn, vnd daruber sich verpflichttenn soll, vnnd will, wie nachvolgtt. Vnnd erstlich Dieweil solch neue kunstwerck duppell sein muß, vermuge …
Das Vierte Buch — wie es die Salzgrafen der Pfänner begehren und damit die Rosskunst abgestellt werden könne. Er soll und will sie errichten, erhalten und sich darüber verpflichten, wie folgt. Erstens: Weil ein solches neues Kunstwerk doppelt sein muss — …
ZusammenfassungBd. 2, S. 103–183 · Das fünfte Buch
… aber gibt es einen Verdächtigen — und der ist eine Maschine. Der Streit um die Rosskunst. Seit 1546 klagen die Sieder, sie bräuchten mehr Holz für dieselbe Menge Salz. Schuld sei, sagen viele, die Rosskunst des Meisters Jörge Behm aus Nürnberg — jenes von …
Redaktionelle AnmerkungBd. 2, S. 103–183 · Das fünfte Buch
Der Streit um Jörge Behms Rosskunst ist ein früher Fall eines Musters, das man aus der Technikgeschichte kennt: Ein auswärtiger Spezialist bringt eine neue Maschine, das Werk verschlechtert sich, die Maschine bekommt die Schuld. Die Quellen lassen offen, ob …
Wortlaut der HandschriftBd. 2, S. 105 · Das fünfte Buch
Welches etzlich der Roßkunst, so Meister Jörge Behm vom Nürnbergk darauf gesatzt, vnnd ein zeitlang mit pferdenn, die Sohle aus dem Saltzbronn gelanget vnnd geschepffet hat, schuldt gebenn, das er Jörge dann nit gestehen wollenn,
Daran gaben einige der Rosskunst die Schuld, die Meister Jörge Behm von Nürnberg darauf gesetzt hatte und die eine Zeit lang mit Pferden die Sole aus dem Salzbrunnen förderte und schöpfte – was dieser Jörge freilich nicht zugestehen wollte.
Wortlaut der HandschriftBd. 2, S. 158 · Das fünfte Buch
das der Salzbronn durch die schwerenn laste, vnnd teglich erregenn der Roßkunst[?], in so mercklichenn verderbt vnnd abgenommenn, das dieselbige mit grosser fahr vnd vnnkostenn, gannz schwerlich wiederumb in besserung zubringenn,
dass der Salzbrunnen durch die schweren Lasten und das tägliche Erregen der Rosskunst so merklich verdorben und zurückgegangen ist, dass dieselbe nur mit großer Gefahr und Unkosten ganz schwerlich wieder in Besserung zu bringen ist,
Wortlaut der HandschriftBd. 2, S. 159 · Das fünfte Buch
Jr wollet mit allem vleis darob sein, das die Roßkunst, Jnn vnnd vf dem Bronne zum forderlichenn abgeschafft, vnd die Eimer wie vonn alters wiederumb vfgericht vnd gebraucht werdenn mügtenn,
ihr wollt mit allem Fleiß darauf bedacht sein, dass die Rosskunst in und auf dem Brunnen aufs Förderlichste (schnellstens) abgeschafft und die Eimer wie von alters her wieder aufgerichtet und gebraucht werden mögen.
ZusammenfassungBd. 2, S. 184–225 · Das fünfte Buch
… „mit welchem Fug“ sie jetzt umschwenken sollten, nachdem sie zuvor „heftig gegen die Rosskunst“ geredet hätten. Mitten in diesen Briefen steht dann etwas ganz anderes — eine Tabelle mit der Überschrift „Haltung der Sole“: Auf Nikolaus im Jahr 48 hat ein Quart …
Redaktionelle AnmerkungBd. 2, S. 184–235 · Das fünfte Buch
… technischer Rückschritt aus, ist aber eine Entscheidung über Beherrschbarkeit: Eine Rosskunst zieht gleichmäßig und stark, und genau dieser Zug holte das wilde Wasser mit herein. Dieselbe Urkunde steht auch im vierten Buch, und die beiden Abschriften weichen …
Wortlaut der HandschriftBd. 2, S. 212 · Das fünfte Buch
… dann die fassung des Bronns ein vberaus lannge zeitt vor vnnd ehr der gefehrlichenn Roßkunst vnuersehrt ann dem grunde vnnd fundament gestanndenn, das daraus wohl noch vber vnnser menschenn gedennckenn, den Bronn ann seiner fassung also zubleibenn, nicht …
… denn die Fassung des Brunnens hat eine überaus lange Zeit vor der gefährlichen Rosskunst unversehrt an Grund und Fundament gestanden, sodass daraus wohl noch über Menschengedenken hinaus dem Brunnen nicht allein zu verhelfen gewesen wäre, in seiner Fassung so …
Wortlaut der HandschriftBd. 2, S. 213 · Das fünfte Buch
… vbell nicht erger gemacht werde, wissenn, dieweil wir dann Jegenn die Pompenn, auch Roßkunst, nicht soltenn gehört werdenn, Müssenn wir solchen Rath, weg vnnd weise, den schliß in wesenntlichenn Baw zuenndthaltenn, vnnd das der Bronn, nach außganng der …
… damit das Übel nicht ärger gemacht werde, weil wir gegen die Pumpen und auch die Rosskunst nicht gehört werden sollten. Wir müssen solchen Rat, Weg und Weise, den Verschleiß in wesentlichem Bau zu halten und dass der Brunnen nach Ausgang der Location so gut, …
Wortlaut der HandschriftBd. 2, S. 216 · Das fünfte Buch
… Nun wistenn wir Je nichtt, mit was fugenn, die weil wir hefftigk Jegenn die Roßkunst gebettenn die wieder vnnser güte verwilligung deste weniger nicht als ein vhrsache alles schadenns, dennoch vfgericht, Wir darzu weitter soltenn Baukostenn hinder den …
… Nun wüssten wir ja nicht, mit welchem Fug wir — nachdem wir heftig gegen die Rosskunst gebeten haben, die gegen unsere gute Verwilligung, nichtsdestoweniger als eine Ursache allen Schadens, dennoch aufgerichtet wurde — dazu weiter gedrungen werden sollten, …
Wortlaut der HandschriftBd. 2, S. 218 · Das fünfte Buch
… geuhrsacht, aber vleissigk vnnd zum höchstenn Jegenn die gewaltigenn, aufbeuwe vnd Roßkunst gebettenn, nicht wissenn zurathenn, noch zuthatenn, So achtenn wir einenn sonnderlichen außschos zuuermeidung vieler vnncostenn, nichtt nötigk sein, Darumb wir dann …
… verursacht, sondern fleißig und aufs Höchste gegen die gewaltigen Aufbauten und die Rosskunst gebeten haben, nichts zu raten noch zu tun wissen, so erachten wir einen besonderen Ausschuss zur Vermeidung vieler Unkosten nicht für nötig. Darum haben wir …