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Salzbibel

Die Salzbibel

Das Werk als Zeitleiste: Wortlaut, Übersetzung, Zusammenfassung und Anmerkungen — frei kombinierbar

Das Werk der Reihe nach

Die Salzbibel in der Reihenfolge der Handschrift, Seite für Seite: Wortlaut, Übersetzung, Zusammenfassungen und redaktionelle Anmerkungen. Jede Ansicht und jeder der dreizehn Abschnitte lässt sich an- und abschalten; weitere Filter grenzen auf Seiten mit Abbildungen, Tabellen, Randvermerken oder unsicheren Lesungen, auf einen Band, einen Seitenbereich oder ein Suchwort ein. Der Zustand steht in der Adresszeile.

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V · 5. Buch · Band 2 · Fortsetzung

Der Brunnenbau

Das fünfte Buch · 456 Seiten · Aufbau des Werks

ZusammenfassungS. 184–225

Der Aktenkrieg. Zwischen dem Befund und dem ersten Spatenstich liegen anderthalb Jahre Papier. Was Rhenanus hier abschreibt, ist der vollständige Schriftwechsel zwischen Kassel und Sooden — und er liest sich streckenweise wie ein Verwaltungsvorgang von heute.

Der Ton der Beteiligten unterscheidet sich deutlich. Aus Kassel kommen Bescheide, Termine und die Aufforderung, „einen stattlichen Ausschuss mit vollkommener Gewalt“ zu schicken. Aus Sooden kommt Ungeduld. Ein Satz der Betroffenen steht dazwischen wie ein Fremdkörper: „Auch hat man uns Arme allzeit hingehalten: Man wolle den Born bauen, und hält uns arme Leute hin.“

Denn es sind nicht nur Gutachter betroffen. Boder und Kärrner klagen „heftig über das Abnehmen der Sole“ — sie brauchen mehr Holz und mehr Zeit für dieselbe Menge Salz und verdienen weniger. Man behilft sich mit Notmaßnahmen; einmal wird sogar angeordnet, „jede Salzgans in fünf Stücke“ zu zerteilen, bis die Pfänner zusammenkommen.

Fachlich kreist alles um eine Frage: Soll man stückweise flicken oder von Grund auf neu bauen? Die Pfänner sind zunächst nur zum Flicken bereit — der Neubau wäre teuer, und sie müssten mitzahlen. Der Landesherr drängt auf den Grund. Und die Salzgrafen manövrieren dazwischen mit einem Satz, der ihre Lage genau beschreibt: Sie wüssten nicht, „mit welchem Fug“ sie jetzt umschwenken sollten, nachdem sie zuvor „heftig gegen die Rosskunst“ geredet hätten.

Mitten in diesen Briefen steht dann etwas ganz anderes — eine Tabelle mit der Überschrift „Haltung der Sole“: Auf Nikolaus im Jahr 48 hat ein Quart soundso viel gehalten, und so fort. Es ist eine Messreihe. Man streitet nicht mehr nur mit Meinungen, sondern legt Zahlen vor.

Redaktionelle AnmerkungS. 184–235

Die erste Messreihe. Die kleine Tabelle „Haltung der Sole“ mitten in den Briefen von 1548/49 ist der älteste datierte Zahlenbeleg des Werks. Von hier an ändert sich die Art des Streitens: Wo vorher Meinungen von Fachleuten gegeneinander standen, stehen jetzt Werte mit Datum. Das ist die eigentliche Neuerung dieses Buches — nicht die Zimmerung.

Der Fehlalarm zu Silvester zeigt eine Fehlerquelle, die jede Messreihe hat: den Zustand der Anlage. Die schlechte Probe stammte aus dem Kaltleger, dem Stillstand über die Feiertage — nicht aus dem Brunnen. Die Pointe ist nicht der Irrtum, sondern die Reaktion: Die Salzgrafen reiten nachts hin und prüfen nach, statt der Meldung zu glauben.

Von Pferden zurück zu Menschen. Dass Hombergs Bestallung „Leute und keine Pferde“ vorschreibt, sieht wie ein technischer Rückschritt aus, ist aber eine Entscheidung über Beherrschbarkeit: Eine Rosskunst zieht gleichmäßig und stark, und genau dieser Zug holte das wilde Wasser mit herein. Dieselbe Urkunde steht auch im vierten Buch, und die beiden Abschriften weichen im Wortlaut leicht voneinander ab. Wer daraus zitiert, sollte Band und Seite angeben.

HandschriftS. 184 Bl. 90v

Wortlaut der HandschriftSeite 184

1

harre aufs new gefast vnnd gebawet werdenn, wie ohnn gefahr wohl beschehenn kann, Wann nur E.

2

f. gl. erlediget, so werdenn wohl zurathenn1, Habenn also dieser zeit E. f. gl. erledigung halber, mitt den Pfennernn vnnd Bödernn füglich vnnd glimpfflich hanndelnn, vnnd vnns duldenn müßenn, damit derowegenn keine klage fürlieffe, dann wo die Location nit were, so hettenn die auslenndischenn Pfenner den nahmenn gehabt, durch anndere zugehert2[?], vnnd were ohnn hefftige klage nit abganngenn, also berichtet der Baw des Saltzbronns noch wie vor, Darnach als die Bay.3[?] Commissarien Hanns Jorg Schade vnnd seine zugeordenntenn zu Cassell abgeschiedenn, habenn sie vfs Saltzwergk ziehenn, vnnd sich vnns wegs abweisenn lassenn wollenn, das Saltzwergk vnnd die kunst daselbst zubesichtigenn, des wir sehr erschrockenn wordenn, vnnd vnns nit gnugsamb verwundernn könnenn, vonn weme das herkeme, seindt also für Jhnenn da gewest, vnnd zum bestenn alle sachen verwart, aber wir seindt Jnnenn wordenn, das Jorge Behm4[?] seiner kunst halber, sie dahin zukommenn anngestifft,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: zurathenn — Wortgrenze zu/rathenn unklar
  2. Z. 9: zugehert — Lesung unsicher
  3. Z. 12: Bay. — Abkuerzung vor Commissarien unsicher
  4. Z. 20: Behm — Behm oder Böhm

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HandschriftS. 185 Bl. 91r

Wortlaut der HandschriftSeite 185

1

Sie seindt aber vf den tagk zu Cassell lanngsamb vfgewesenn, des wegs vnkundigk, vnnd also spadt gein Allenndorff kommenn, vnnd des abendts nichts geschafft, dann wir sie in der nacht mit dem Essenn vffgehaltenn, das sie morgenns vngeferde in die dritte stunde besichttiget, darnach zu mittage geßenn, vnnd des tags noch bis gein Eschwege gerittenn.

2

Wir habenn aber das Saltzwerck1 ganntz vnnd gar gering geacht, vnnd gesagt, das etliche auslenndische vom Adell vnnd Burger theile darann hettenn, welches E.

3

f. gl. vonn Jhnenn ein zeitlanng dar, vmb eine Jerliche Pension locirt, stunde E. f. gl. alleine nit zu, So were auch das Lanndt zu Hessenn, wie sie der ortt zwischenn Cassell vnd da gesehenn, Ein sehr Raw, wildt, vnfruchtbar böse Lanndt, Eytell grosse Berge vnnd thall, Wir gestattenn auch des orts niemanndts zu Jhnenn zu kommenn, bliebenn bey Jhnenn, bis sie wieder aus der Stadt warenn, da liessenn wir sie nach Eisenach geleiten, Aber da die Pfenner erfuhrenn, das sie Jorgenn Behmen kunst halber da gewest, seindt sie ganntz vber Jhnenn vnrichtigk wordenn, so seindt Ime die Böder auch zu wieder,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 8: Saltzwerck — t kaum sichtbar
  2. Z. 1: vfge= — vfge/vffge unsicher

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HandschriftS. 186 Bl. 91v

Wortlaut der HandschriftSeite 186

1

Dieweil er dann vonn den Commissarien seiner kunst halber hoch vertröst, so acht er nit hoch diesenn diennst, wie wir vnns dunckenn lassenn, vnnd klagenn die Böder für vnnd für, das er Jhnenn zu rechter zeit nach nottturfft nit Sohle gnug verschaffte, Derwegenn der Pfenner Saltzgreuenn vnnd wir kurtz vor mein Jostenn1[?] Jtzigs abreitenn Jhnenn vnnd die Böder fürgehabt, vnnd Jegenn einannder verhort.

2

Also hat er letzlich die anntwort gebenn, er könne der Böder klagenn für vnnd für nit warttenn, Sonndern wolt ein ablegung vonn beider Herschafft nehmenn, vnd abstehenn, das wir dann gernn gehort, Jnn sonderheit dieweil der Lanndtvogt hievor E.

3

f. gl. geschriebenn, seine Jorgenn kunst solt dem Saltzbronn schadenn thun, vnnd seindt der Pfenner Saltzgreuenn nit vngeneigt, Jres theils Jorgenn, da es leiderlich were, helffenn abzulegenn, Wollens aber hinder sich bringe2[?], So soltenn wir das auch ann E.

4

f. gl. gelanngen lassenn, Darauf ist vonn der Pfenner Saltzgreuenn vnnd vnns vor gut anngesehenn, das auf kunste zu ausbringung der sohle gedacht werde, das die Böder [gestrichen: knechtte3[?]] das

Unsichere Lesungen

  1. Z. 7: Jostenn — Name/Wort unsicher
  2. Z. 17: bringe — Endung mit Kuerzung unklar
  3. Z. 21: knechtte — gestrichenes Wort unsicher

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HandschriftS. 187 Bl. 92r

Wortlaut der HandschriftSeite 187

1

lohnn vnnter sich selbst verdiennttenn, könnte mann desto mehr leute da erhaltenn, vnnd fordert das Saltzwergk, dann Jorge hat Jtzo Jars1 Funffhundert guldenn vnnd mehr, des ist niemanndt dann er gebeßert, Sagt aber es gehe Jme alle Jars vf pferde, knechte vnnd gesinde, wie wir wohl gleubenn könnenn, dann er mit großem vnrath haus helt, Nun möchtenn E.

2

f. gl. vnnd die Pfenner Jhnenn Jorgen zimlich ablegenn lassenn dieselbige kunst ein zeitlanng selbst vnnderhaltenn, vnnd das geldt daJegenn Jnnehmen, könnte mit gutem nutzenn beschehenn, Derwegenn E.

3

f. gl. Stadthalter vnnd Räthenn beuelch zuthun habenn, Mitler zeit könnt mann vf wege gedennckenn, wie anndere kunste möchtenn darzu diennlich erdacht werden, das die Böder das geldt wie zuuor verdienntenn, wie wir dann albereit mit Heintzenn vom Lüttern2 der Pfenner Saltzgreuenn vnnd anndernn kunst verstenndigenn dauonn geredt vnnd gerathschlagt, auch zimbliche mittell erfundenn habenn, Wir seindt auch Jtzo im wercke zum vorrath der Sohl

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: Jars — Jars/Jarb, Lesung nach Zoom
  2. Z. 17: Lüttern — Lüttern oder Lüdern

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HandschriftS. 188 Bl. 92v

Wortlaut der HandschriftSeite 188

1

einenn großenn steinernn kumpff, so für zweyenn Jarenn durch E. F. G.1 selbst verdingt, zu setzenn, wirdt in kurtzem fertigk sein.

2

Darumb vngelegenn, das Ich Jost Jtzo desorts nit sein kann, Jnn sonnderheit dieweil Muldener2 abermahls zu Cassell Burgermeister ist, vnnd in Stadt sachenn, auch mit vfrichtung des Interims zuschaffenn hatt, wie E.

3

f. gl. wohl erachtenn könnenn, aber Ich hab genntzlich verhofft, bin auch darumb mitgezogenn, das E.

4

f. gl. Jtzo solt erledigt werdenn, Müßenn aber das Gott dem almechtigenn, gedult vnnd gnade zuuerleyhenn, bittenn vnnd beuehlenn, Wolt E.

5

f. gl. Ich vnnderthenigklich vnanngezeigt nit lassenn, Darauf wo vonn nötenn weitterm bericht zuthun, Signatum Speyr den letztenn Augusti Anno 48 E.

6

F. G. vnnderthenniger schuldiger vnd ganntz vleiswilliger diener, Jost Berker vonn Hombergk sst3[?]

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: E. F. G. — Kuerzel abweichend geschrieben
  2. Z. 5: Muldener — Name; Muldener/Müldener
  3. Z. 21: sst — Kuerzel nach Unterschrift unklar

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HandschriftS. 189 Bl. 93r

Wortlaut der HandschriftSeite 189

1

Hieruff ist meins gnedigenn furstenn vnnd herrenn bescheidt, das Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, auch die Saltzgreuenn vnnd anndernn darzu verstendigenn, sampt den Pfennernn, was sie am Saltzbronnenn bedenncken zubeßernn, mit gutem furbedachtem Rath thun mögenn, ea conditione, das mann nit vbell erger mache, Jm gleichnis wie sie mit Meister Jorgenn den handell betrachtenn, das es gefordert werde, Jst s.

2

f. gl. gnediglich auch zufriedenn, doch der gestalt, das nit der Pfannen eins theils niedergelegt, vnnd feyrenn durfftenn, vnd vonn Bödernn newe klage beschehe, dann dennoch bisher Meins gnedigenn herrnn Pfannenn nebenn denn anndernn vonn Meister Jorgenn gnug Sohl gehanndtreicht wordenn, Signatum Speyr den 31 Augusti Anno 48 Ex Commissione P.1[?] Reinhardt Abell sst2[?] Vber das habenn Jr.

3

f. gl. nachuolgennde Zettell dem Hern Stadthalter auch vberschickt, welche vmb den Saltz

Unsichere Lesungen

  1. Z. 17: P. — Kuerzel nach Commissione unklar
  2. Z. 18: sst — Kuerzel nach Unterschrift unklar
  3. Z. 19: Jr. f. gl. — Kuerzel Jr./dr. unsicher

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HandschriftS. 190 Bl. 93v

Wortlaut der HandschriftSeite 190

1

greuenn also behanndiget wordenn. Mit dem Saltzwerck soll mann mit gutem rath seiner f. gl.

2

zu nutzen bawenn, vnnd nit vbell erger machen, auch vleissig vfsehenn, das das trewlich verwalttet werde, Signatum Speyr den 5 Septembris Anno 48 Philips L1 zu Hessenn Reinhardt Abell sst2[?] Vnnd des habenn die Böder Supplicirt, vnnd bescheidt darauf kriegt, des Jnnhalts wie volgtt Ernuester Gestrenger Herr Stadthalter, vnnd anndere Furstliche Hochgelerten Rethe, E.

3

G. gebenn wir vnnderthenniglich zuuerstehenn, das die Saltzgreuen vnd vnnsere verordennte obrigkeit, vnns wollenn zwingenn, das wir sollenn rechte mas gebenn, damit die kerner vffm Lannde vber vnns nit zu klagenn habenn des meßens halbenn, vnnd darauf den Schetzernn ein vleißigs vffsehenns zuhabenn beuohlenn, vnnd so wir also meßenn soltenn, wie vnns beuohlenn ist, müstenn wir armen zeitlich dauonn lauffenn, dann der Saltzbronn kann

Unsichere Lesungen

  1. Z. 6: L — Kuerzel L (Landgraf) unsicher
  2. Z. 7: sst — Kuerzel nach Unterschrift unklar

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HandschriftS. 191 Bl. 94r

Wortlaut der HandschriftSeite 191

1

es nit ertragenn, auch so hat mann vns armenn alzeit vfgehaltenn, mann wolte den Bornn bawenn, vnnd helt vnns arme leute auf, aus einem tage Jnn den anndernn, damit kommenn wir armenn gleichwohl vmb das vnnser, vnnd vnnser veterlich Erbe, Man hat vnns aber in dem erstenn solchs nit zugesagt, man solt doch billich die Bruderliche liebe ann vnns erzeigenn, damit wir auch ein stuck brodts mochtenn erwerbenn, vnnd vnns doch nit so gnaw haltenn, gleich wie mann einenn Hundt helt, dem gebe mann doch das er bey seinem Herrnn bleibenn könne, vnnd da vnns armenn solchs nit gedeyenn [gestrichen:

2

kann], müstenn wir stehenn vnnd liegenn laßenn, vnnd dauonn gehenn, Vor zeiten des nit lanng ist, Hat mann in 18.

3

oder 20. stundenn vfs lenngste ann einem wercke gesottenn, Jtzo mus mann 30. oder mehr stunde darzu habenn, das vnns armenn dann zu schwer wirdt, wie anngezeigt, so vnnser gnediger fürst vnnd Herr will, das wir bey s.

4

f. gl. bleibenn sollenn, So begerenn wir das s. f. gl. das holtz schicke, So wollen wir die Hannd arbeit thun, doch das vnns auch zimbliche

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: [gestrichen: kann] — Streichung nicht sicher

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HandschriftS. 192 Bl. 94v

Wortlaut der HandschriftSeite 192

1

belohnung dauonn werde, wie mann vf anndern Saltzwerckenn gibt, oder gebreuchlich ist, Da aber das nit beschehenn könnte oder möchte, wurdenn wir dadurch verursacht, vnns vnder anndere herschafft zuwendenn, vnns vnnd den vnsernn das Brodt zuerwerbenn, welches wir dann gar vngernn thun woltenn, So es bey vnns gemachtt wurde, das wir bey vnnserm anngebornenn Naturlichenn furstenn vnnd herrnn gebleibenn könntenn, welchs vnns s.

2

f. gl. hat zugesagt, So wollenn wir doch bey s. f. gl. leib, lebenn, gut vnnd ehre setzenn vnnd lassen, Bittenn demnach E.

3

G. vnns ein gunstige anntwort, Was wir dann E. G. tagk vnnd nacht gedienenn könntenn, seindt wir alzeit geflessenn, Datum den 12 Nouembris Anno 48.

4

E. G. Willigenn vnnd gehorsamen Meister in Bodenn, Hierauff Stadthalter vnnd Räthe bescheidt, das ein

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HandschriftS. 193 Bl. 95r

Wortlaut der HandschriftSeite 193

1

Jede Saltzgans in funff stucke zertheilt werdenn soll, bis vf der Pfenner zusammenn kommenn, Signatum Cassell den 12 Nouembris Anno 48 Nach der zeit hab Ich Jost nicht desto weniger vmb erbawung des Saltzbronns anngehaltenn, Derwegenn Stadthalter vnnd Rethe zum zweytenn mahl der Pfenner Saltzgreuenn, wie volgt geschriebenn, Vnnsernn gunstigenn willenn vnnd freundtlich diennst zuuor, Erbarnn vnnd achtparnn gute Gönner vnnd freunde, Kurtz hieuor hat vnns Jost Berker vnter anndernn anngezeigt, das ihr vonn vnns begert, euch vnnser bedennckenn, erbawung des Saltzbronns halbenn, zuuerstenndigenn, damit ihr solches gemeinenn Pfennernn, dieweil ihr die derwegenn schirstkunfftigenn den 3.

2

Decembris zusammenn beschriebenn habt, furhaltenn könnet, Wollenn euch darauf gunstiger guter meinung nit verhaltenn, das beide die Böder vnnd kerner hefftigk vber das abnehmenn der Sohl klagenn, Derwegenn die Böder die kerner vnnd Ladeleute vortheiln, vnnd

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HandschriftS. 194 Bl. 95v

Wortlaut der HandschriftSeite 194

1

dann die kerner das Lanndt vbernehmenn, vnnd klagenn doch die kerner, wie Jr dann desmahls gemeltenn Jostenn auch vnter andern eroffnet, das einer so sechs achteil geladenn, vber sein ausgelegt kaufgeldt, die zehrung vnnd vnkostenn vngerechnet, Nur Neun alb1 solt gelost habenn, Dieweil dann der manngell also augennscheinlich furhanndenn, vnnd Jr selbst wisset, das die fassung des Saltzbronns, durch lennge der zeit manngelhafftigk auch vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Lanndtgrauenn Philipsenn zu Hessenn, den zubawenn beuelch vnnd meinunge, das der nit vbell erger gemachtt werde, vnnd solchs mit ewerm Rath vnnd vorwißenn geschehe, So ist vnnser enndtlich Rath vnnd bedenckenn, das der Saltzbronn vfs vleißigst vnnd beste zum aller furderlichstenn ernewert vnnd gefast werde, dann solt mann wie vorm Jar dauonn geschlossenn darann etwas flickenn vnnd tappenn, vnnd nit aus dem grunde bawenn, So were zu besorgenn, das damit doch dem wercke nit geholffenn, noch die klage der Böder

Unsichere Lesungen

  1. Z. 6: alb — Strich: Kuerzung oder Streichung

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HandschriftS. 195 Bl. 96r

Wortlaut der HandschriftSeite 195

1

mit bestanndt könnt abgelehnet, noch ordenung gehaltenn werdenn. Damit nun das ganntze werck dem furstennthumb, gemeiner Ritter vnd Lanndtschafft, vnnd Jnn sonnderheit zu ewerm eigenn selbst bestenn, wie die eußerste not erfordert, schleunig genewert vnnd gefast werdenn magk, So wollenn wir ann stadt vnnd vonn wegenn Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, alles das Jenige darzu thun, das die nottturfft erfordert, vnnd muglich ist, vnnd soll darann s.

2

f. gl. theil nichts mangeln, da Jr aber darann nachmahls bedennckenn haben wurdet, So mugenn wir ann stadt hochgedachts vnnsers gl.

3

fl. vnnd herrnn, in krafft der vfgerichtenn vertrege, etlicher vom Adell, vnnd der darin benenttenn vonn Stedtenn erkanndtnus wohl leidenn, Was nun ewer vnnd gemeiner Pfenner enndtlich beschließliche meinung hierauf sein wirdt, Das wollet vns zum aller furderlichstenn, durch einenn Stadtlichenn ausschoß, der volkommenen gewalt vnnd beuelch habe, ohnn hinder sich bringenn, mit vns darin enndtlich zuschliessenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: gl. fl. — Kuerzel unsicher

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HandschriftS. 196 Bl. 96v

Wortlaut der HandschriftSeite 196

1

verstenndigenn, damit mann dü1[?] schleuniger zureitung kommenn, vnnd mit Jnn die Harre den baw vfziehenn durffe, Wir auch solches eilennts ann vnnsere gnedige Junge Herrenn, vnnd die abwesenden Rethe konnenn gelanngenn lassenn, Dieweil auch Jorge Behem wie er aus Ascherslebenn geschriebenn, vnnd Jr gelesenn hapt, kein annder Kunst zu ausbringung der Sohl gedennckt, oder weis vfzurichtenn, vnnd dann gedachte vnsere G.

2

Her: Bevehlhaber vnnd Jr euch, Jhnenn Jorgenn dinnlich2[?] seine Rew3[?] abzulegenn enndtschlossenn, Kraucht4[?] sich darann etlicher massenn, wie Jhr wist begebenn, So lassenn wir vnns gefallenn, das es darmit dahin gericht werde, das die Boderknecht solch geldt zumtheil selbst verdienenn, vnnd was dann vberigk, das solchs beidenn Herschafftenn, Jerlichs zu gut kommenn möchtte, Wie vnns dann Müldener vnnd Jost dauonn mundtlichenn bericht gethann habenn, Dergestalt das solchs dermassenn zu

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: dü — kurzes Wort mit Kürzungsbogen
  2. Z. 11: dinnlich — auch dienlich möglich
  3. Z. 11: Rew — Lesung unsicher
  4. Z. 12: Kraucht — Anfangsbuchstabe K oder B

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HandschriftS. 197 Bl. 97r

Wortlaut der HandschriftSeite 197

1

gericht, das solchs zu erbawung des Bronns, vnnd auch schöpffung der Sohl Jederzeit, sonnder nachteil zugebrauchenn, doch das solchs nit vf den Saltzbronn gesetzt, oder gebraucht werde, Es sey dann durch vnnsers gnedigenn Herrenn, oder vnns die Rethe vnnd gemeine Pfenner sempttlichenn, vor nutzlicher, bequemer vnnd besser Sohle damit zuschöpffenn, dann mit Jtziger Jorgen Kunst, im augennschein selbst besehenn, erkenndt vnnd anngenommenn, Solches woltenn wir euch vf euer bitlichs begerenn, günstiger, freundtlicher, vnnd guter meinung nit vorhalten vnnd euch zu günstigemm freundtlichem willenn seindt wir geneigt Datum Cassell den letztenn tage Nouembris Anno 48.

2

Stadthaltter vnnd verordente Rethe zu Cassell Denn Erbarnn vnnd achtparnn vnsernn günstigenn gutenn Gönnernn vnnd freundenn Johann Riddenstein,

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HandschriftS. 198 Bl. 97v

Wortlaut der HandschriftSeite 198

1

Thias Thoreij1, vnnd Weigell Riegenrodt, Burgermeister zu Allenndorff ann der Werra, vnnd Gemeiner Pfenner Saltzgreuenn zun Bodenn daselbst sampt vnnd sonndernn, Zweite Antwort Stadthalter2 vnnd Rethe zu Cassell den Pfennernn erbawung des Saltzbrons halbenn gegebenn den 9.

2

Decembris Anno 48. Vnsernn günstigenn willenn vnnd freundlich dienst zuuor Erbarnn vnnd achtparnn gute Gönner vnnd freunde, Wir habenn ewer wieder schreibenn vnnd anntwort, vnns vf vnnsernn Rath vnnd bedenckenn, erbawung des Saltzbronns halber, so Jr vonn vnns begert, gethann, alles Jnnhalts nach der lennge verlesenn, vnnd hettenn vnns genntzlich versehenn, Dieweil ihr solannge Zeit zu ewer zusammen kunfft gehapt, Jr hettet euch darin [übergeschrieben:

3

endtlich] enndtschlossenn, vnd vnns ewer gemüet, durch einenn stadtlichen ausschos

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: Thias Thoreij — T-Glyph wie C geschrieben
  2. Z. 5: Stadthalter — h in Zierschrift wie s

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HandschriftS. 199 Bl. 98r

Wortlaut der HandschriftSeite 199

1

zu schleuniger hanndelung verstenndigt, vnnd solches nit in die lenng vfgezogenn, aber wie dem allem, dieweil ihr nachmahls zimbliche geraume zeit, die dinge ann ewer mitterbenn gelanngenn zulassenn, bittenn, Wollet ihr zum förderlichstenn Jmmer müglich, solchs auszurichtenn euch befleissigenn, vnnd euch ewers gemüts, wies euch in dem fall zubewilligenn, vnnd zuthun sein will, erclerenn, vnnd vnns zuerkennenn gebenn, Wie wohl nun vonnötenn das mann sich alle stunde zu der Bereitschafft des Bawes schickenn solt, So wollenn wir euch doch nachmahls einenn Monat zeit zugelassenn, vnns nach ausgannge desselbigenn darauf enndtlich, beschlieslich anntwort vnnd bescheidt zugebenn, Solchs woltenn wir euch am stadt vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn zu Hessenn, hinwieder nit verhalten, vnd euch zu allem gutenn seindt wir geneigt Datum Cassell den 9.

2

Decembris Anno 48. Stadthalter vnnd verordente Rethe zu Cassell.

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HandschriftS. 200 Bl. 98v

Wortlaut der HandschriftSeite 200

1

Den Erbarnn vnnd achtparnn vnsernn gutenn Gönnern vnnd freundenn Saltzgreuenn vnnd gemeinenn Pfennernn zu Allenndorff ann der Werra / Darauf sie die Furstlichenn Herrenn Stadthalter vnnd Rethe, Jr Rath vnnd bedennckenn gebettenn, das ich dann dem Herrnn Stadthalter, vnnd also anngezeigt das nutzlich vnndt gut were, das der Saltzbronn gantz new gefast wurde, Derhalbenn Stadthalter vnd Rethe Jhnenn den Pfennernn wieder vnns geschriebenn, also, etc.

2

Vnsernn günstigenn willenn vnnd freundtlich dienst zuuor Erbarnn vnnd achtparnn gute Gönner vnnd freunde, Vnns hat kurtz hieuor Jost Berker anngezeigt, was ihr vnnter anndernn begert, das wir euch vnser bedennckenn, erbawung des Saltzbronns halber verstenndigenn woltenn, damit Jhnen solchs gemeinen Pfennernn, dieweil Jr sie derwegenn schirstkunfftigenn den 3.

3

Decembris zusammen beschriebenn habt, furhaltenn konnenn, Wollenn euch

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HandschriftS. 201 Bl. 99r

Wortlaut der HandschriftSeite 201

1

darauf günstiger guter meinung nit verhaltenn, das beide die Böder vnnd Kerner hefftigk vber das abnehmenn des Saltzbronns klagenn, derwegenn die Böder die Kerner vnnd Ladeleute vorteiln, vnnd dann die Kerner das Lanndt vbernehmenn, vnnd klagenn doch die Kerner, wie Jr dann desmahls gemeltenn Jostenn auch anngezeigt, das einer so sechs achteil geladenn, vber sein ausgelegt geldt, die Zehrung vngerechet, nur Neun albos solt gelöst habenn, Dieweil dann der manngell also scheinbarlich fürhanndenn, vnnd Jhr wist, das das gebeue1 des Saltzbronns manngelhafftigk, So ist vnnser enndtlich bedennckenn, das der Saltzbron vfs vleißigst vnnd bestenndigst, gemacht vnnd gefast werde, Dann solt mann wie vorm Jare dauonn geschloßenn, darann etwas flickenn vnnd Lappenn, So ist zubesorgenn, das darmit da dem wercke nit geholffenn, noch die klage der Böder mit bestanndt were abgelegt, Damit nun das werck dem ganntzenn Furstennthumb wie gemeiner Ritter vnnd Lanndtschafft, vnnd Jnnsonnderheit zu ewerm selbst bestenn zuerneuernn, die

Unsichere Lesungen

  1. Z. 11: gebeue — auch geheure lesbar

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HandschriftS. 202 Bl. 99v

Wortlaut der HandschriftSeite 202

1

eüßerste noth erfordert, So wollenn wir an stadt vnnd vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnd Herrenn zu Hessenn, alles das Jenig darzu thun, das mennschlich vnnd müglich ist, vnnd soll daran nichts manngelnn, Was nun euer vnnd gemeiner Pfenner bedennckenn, vnnd enndtlich schliessenn hierauff sein wirdt, das wollet vnns zum aller furderlichsten durch einenn Stadtlichenn ausschos, der volkommenn gewalt, vnnd beuelche habe, ohnn hindersich bringen, mit vnns enndtlich dauonn zuschliessenn, verstenndigk, damit mann zu schleuniger zurichtung kommenn, Nach dem auch mit Jorgenn Behmenn seiner Kunst halben vf bessere wege zutrachtenn, ein zeither gedult getragenn, vnnd er aber vonn vnns, auch euch mehr als einmahl sich vernehmenn, vnnd Jtzo letzlich aus Ascherslebenn ann gedachte V.

2

G. Herrnn Saltzgreuenn vf derselbigenn schreibenn zur Antwort gebenn, das er seine Kunst also gebauet, das er die nit besser machenn könne, vnnd er sich dann hieuor vor vnnsers gnedigenn Herrnn beuelchhaber vnd

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  1. Z. 16: V. G. — Kürzel, Lesung unsicher

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HandschriftS. 203 Bl. 100r

Wortlaut der HandschriftSeite 203

1

euch gemeiner Pfenner Saltzgreuenn hat hörenn lassen, mit ausdrucklichenn worttenn, er könne der Böder klagenn nit altzeit warttenn, Darumb möcht er leiden, das er solcher Jtzigenn Kunst, dieweil sie den Bödernn nit dienlich, abgelegt werde, das dann auch Jhr von beider Herschafft Saltzgreuenn ann Jre Herrnn vnnd mit Pfenner gelanngenn wollenn lassenn, Dieweil nun vonn Jörgenn weitter besserung nit zugewartenn, auch die Böder das verderbenn des Bornns seiner Kunst vnnd gebeue zulegenn, wie sie, So erfordert die notturfft mit verennderung der Kunst vf mittell vnnd wege zugedennckenn, die dem Saltzwergk zutreglicher seyenn, vnnd laßenn wir vnns wohl gefallenn, das es damit vfs aller furderlichste, dahin gerichtet werde, das die Boderknechte solch geldt mit dem Schöpffenn zum theil selber verdienenn, auch beiden Herschafftenn daruonn, Jerlichs zu erhaltung desselbigk1[?], könnt etwas heraus gebenn werdenn, Wie dann vns des Müldener vnnd Jost Berber, das solchs also Jns werck zubringenn bestelt, mundtlichenn berichtt gethann habenn, das solchs zu erbawung des Bronns

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  1. Z. 17: desselbigk — Endung gekürzt

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HandschriftS. 204 Bl. 100v

Wortlaut der HandschriftSeite 204

1

vnnd auch ausschöpffung der Sohl zugebrauchenn, doch das solchs nit vf den Bronn gesetzt oder gebraucht werde, Es sey dann durch vnnsers gnedigenn Herrnn oder vnns die Räthe vnnd gemeine Pfenner vor nutzlicher vnnd bequemlicher, Sohl damit zuschepffenn, dann mit der Jtzigenn Jorgenn Kunst, im augennschein selbst besehenn, erkanndt vnnd anngenommen, Solches woltenn wir euch, vf ewer begert, günstiger freundtlicher vnnd guter meinung nit verhaltenn, vnd seindt euch zu günstigenn freundtlichenn willenn geneigt, Datum Cassell den 17.

2

Nouembris Anno 48 Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell. Denn Der Pfenner Saltzgreuen, Darauff Saltzgreuenn vnnd gemeine Pfenner zu Allendorff, den Furstlichenn Herrnn Stadthalter Canntzler vnnd anndernn Rethenn schrifftlich anntwort geben, des Jnhalts

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HandschriftS. 205 Bl. 101r

Wortlaut der HandschriftSeite 205

1

Edlenn Gestrenngenn vnnd Ernuestenn Hochgelerten Herrnn Stadthalter, Canntzlar vnnd fürstliche Räthe, gebietennde günstige Herrnn, die schrifftenn so E.

2

G. vf annbringenn Jostenn Berbers vnnd Heinrich Muldeners, manngels vnnd gebrechenns des Saltzbronns auch der Böder vnnd Kerner klage halbenn, ann vnns ausgehenn lassenn, habenn wir mit erbietung vnser schuldigenn willigenn dienste, in vnderthenigkeit endtpfanngenn, vnnd daraus vnnsers gnedigenn fürsten vnd Herrnn beuelch, vnnd E.

3

G. gemüte verstanndenn, Nemlich welcher gestalt der Saltzbronn vom grundt auff mit der Pfenner Rath vnnd willenn, das also, das nitt vbell erger gemacht werde, erneuert vnnd gebessert werdenn solt, vnnd das vnserm derhalbenn vorigenn gethanen Rathschlage als schlichwerck1 nicht zu volgenn, oder etwas damit auszurichtenn sey, mit weitterm annhange, da wir deshalbenn Jnrede oder Jegenn bedennckenn zuhabenn vermeintenn, das als dann E.

4

G. ann stadt hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn not weisung der fürstlichenn aufgerichtenn vertrege, vor etlichenn des Adels vnnd Stedtenn, erkanndt vns

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  1. Z. 15: schlichwerck — auch schlechtwerck lesbar

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HandschriftS. 206 Bl. 101v

Wortlaut der HandschriftSeite 206

1

darumb zugewarttenn, vnnbeschwert, vnd das wir zu der furderung einenn stadtlichenn ausschos, mitt volkommenem gewalte, ohnn hintersich bringenn abfertigenn soltenn, der vnnser meinung vnnd gemüte zuerclerenn, vnnd sampt ewer G.

2

sich Jorgenn Behmen vnnd annderer Kunst halbenn zuenndtschliessenn hette, Darauf wollenn wir E.

3

G. in vnderthenigkeit nit verhaltenn, Nach dem in der Location zwischenn hochgemeltenn vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vnnd gemeinenn Pfennernn auffgericht, vnter anndernn ausdrucklichenn abgeredt vnnd verschriebenn, das vnser gnediger fürst vnnd Herr alle gebeuwe am Saltzbron, Bodenn, Sohlgrabenn, Jnn vnnd vmb die Bodenn, vnd allem was darzu gehörigk, die zeit der bewilligtenn Location, vf seiner fgl.

4

kostenn erhaltenn sollen vnd wollenn, Das auch Gemeine Pfenner zu keinem neuenn gebeuenn, die Jhnenn beschwerlich vnnd dem Saltzwerck gefehrlich sein möchtenn, vber Jren willen verstrickt oder obligirt sein sollenn, Jn dem Jst in gedachter Location vnnter anndern1[?] Cler

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  1. Z. 20: anndern — Wortende korrigiert

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HandschriftS. 207 Bl. 102r

Wortlaut der HandschriftSeite 207

1

lich versehenn, das vnnser gnediger fürst vnnd Herr zu annfanng der Location den Pfennernn Jr ganntzes Saltzwerck, sampt allenn seinenn Jnn vnnd zugehörungenn Jnn so wesenntlichenn baw vnnd besserung, als das in zeit der Location anngenommenn, gestanndenn, wiederumb einreumenn vnnd zustellenn soll, vnnd ob vber das an Bodenn, Pfannenn oder sonnst am Saltzwergk etwas gebessert were, das alles soll gemeinenn Pfennernn, Jren Erbenn vnnd nachkommenn, ohne enndtgeltnus zugute reichenn, ohnne alles geuerde, Derhalbenn so könnenn wir vf E.

2

G. meinung vnnd begerenn dieser zeit ohnn vorwissenn vnnd bewilligung der auslenndisch1[?] Pfenner, vnnd zuwieder der Location, vnns zu einiche gebeuwe, hanndelung, vnnd rechtfertigung nit Jnngelassen, wie E.

3

G. vnnd menniglich das aus Erbarem billichen verstannde, bey sich selbst zuermessenn habenn [gestrichen:

4

habenn], Nun seindt wir nicht vngeneigt nach vnnserm bestenn verstannde, vnnd vermügenn, vor alle vorgefallenn beschwerung helffenn zurathenn, Doch das wir dadurch zuwieder der Location, vnnd anndernn vertregenn, nit möchtenn beschwert werdenn, habenn auch derowegen

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  1. Z. 12: auslenndisch — Endung gekürzt

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HandschriftS. 208 Bl. 102v

Wortlaut der HandschriftSeite 208

1

Das fünffte Buch. Auff des Gestrengenn vnnd Ernuestenn Sigmundts vonn Beyneburgks Landtvogts ann der Werra, vnnsers gebietendenn Herrenn, Jostenn Berkers1[?] vnnd Heinrich Wuldeners anregenn, der furgefallenn gebrechen des Saltzbronns, vnnd anderer obererzehltenn2 beschwerungk halbenn, alle außlendische Pfenner vf nehistverschienenn dinstagk nach andere, vf vnserm Rathause zuerscheinenn, vnnd nebenn vnns, wie solche schedenn vorkommenn vnnd abgeschafft werdenn mochtenn, zurathschlagenn vnnd zuschliessenn, beschriebenn, tröstlicher hoffnung, sie soltenn in betrachtung der vorstehenden not, stadtlicher annkommenn sein, So seindt doch mehrertheil die vom Adell durch andere mergkliche geschäffte, die zeit zuerscheinenn, behindert wordenn vnnd aussenn bliebenn, Das wir derwegenn der fürstehenndenn gebrechenn halben, vnnd was wir vff E.

2

G. weitter erfordernn, zu anntwort gebenn soltenn, nichts habenn schliessenn könntenn, oder mögenn, vnd vns in so wichtigenn sachenn, ohnne bewilligung aller Pfenner, etwas vonn vnns zuschreibenn, nit geziemen noch

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  1. Z. 4: Berkers — Berkers oder Beckers
  2. Z. 6: obererzehltenn — Lesung unsicher
  3. Z. 13: meh= — eher mih geschrieben

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HandschriftS. 209 Bl. 103r

Wortlaut der HandschriftSeite 209

1

Das fünffte Buch. gebürenn will, So bittenn wir vnnderthenigs vleisses, E. G. wollenn vnns nachmahls zimbliche geraume zeit, diese dinge ann vnnser miterbenn1 gelanngenn zulassenn, gnediglich vergönnenn, wollenn wir dan furderlichsten Immer muglich, solchs außzurichtenn, vnns befleissigen, vnnd vnnser gemüte, wes vnns in diesem fall auff E.

2

G. gnediges gesinnenn zubewilligenn vnnd zuthun sein will, erklerenn vnnd zuerkennenn gebenn, vnnd seindt E.

3

G. in gehorsamer vnnderthenigkeit, vber die Pflichte zuuerdienenn geneigt, Datum Freitags nach Nicolai anno etc.2

4

48. E. G. Gehorsame vnnderthan. Saltzgreuenn vnnd Gemeine Pfenner zu Allenndorff. Vnd dieweil sie desmahls kein enndtlich anntwortt gebenn, habenn sie hernach diese schrifft vberschickt, Den Edlenn Gestrenngenn, vnnd Ernuestenn Hochge

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  1. Z. 4: miterbenn — Lesung unsicher
  2. Z. 12: etc. — Kürzelschleife vor 48

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HandschriftS. 210 Bl. 103v

Wortlaut der HandschriftSeite 210

1

Das fünffte Buch. lertenn Herrenn Stadthalter Cantzlar vnnd anndernn Fürstlichenn Rethenn zu Cassell, Vnnserenn gebietendenn Herrenn, Edtle, Ernueste, Gestrenngenn, Hochgelertenn vnnd Erbare, Furstliche ehr1[?] Stadthalter vnnd verordennte Rethe, Liebenn Herrn vnnd gunstige güte freünde, E.

2

G. seindt vnnsere freundtwillige gehorsame vnnd vnnderthenige diennste zuuor ann bereit, Wir habenn E.

3

G. vnnd gunstenn, des Saltzbronns vnnd seines gebeudes erhaltung wegenn vielleicht vf des Erbarnn Jost berkers annzeigenn zugeschriebenn bedennckenn verstanndenn, vnnd mügenn E.

4

G. vnnd gunstenn dagegen freündtlicher gehorsamer vnnd vnnderthenniger güter meinung nicht pergenn, aber dieweil dasselbe E.

5

G. vnnd gunstenn bedennckenn in mancherley artickell verfasset, das wir das notwendigste wiederumb zuerholenn, vnnd dann darauff vnnderschiedtliche antwort thun müssenn, nötig erachtenn, vnnd anfangs sagt E. G. vnnd gunstenn schrifftlich.

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  1. Z. 6: ehr — kurzes Wort unklar

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HandschriftS. 211 Bl. 104r

Wortlaut der HandschriftSeite 211

1

Das fünffte Buch. Das beide die Söder vnnd Bernner1 hefftigk, vber das abnehmenn der Sohlenn klagenn, derwegenn die Söder, Bernner vnnd Ladeleute2[?] verteilnn, vnnd dann die berner das lanndt vbernehmenn, Den artickell befindet mann klagbar, zu dem weisett es das siedenn vnnd die vbertracht des holtzes vnd feürwergks auß, Ob nun die Sohle abnimmet, oder mit dem wildenn wasser vberladenn, wirdet die Prob vnnterrichtenn, Wir besorgenn aber, dieweil der grundt des Bronns, durch die schwerenn gewaltigenn gebeude vnd schleichtenn also durschellet3, vnnd außgezogenn, das das wilde wasser zu einem einfluß Irgenndt geuhrsacht worden, aber die vhrsachenn hinzuthun, vnnd nun das wilde wasser abzusonndernn, Besorgenn wir vber vnnser vermügen, Erachtenn vnns auch darann mit nicht schuldigk zusein, Derhalbenn wollenn wir dem zuuorkommenn, E.

2

G. vnnd Hochgelerten gunstenn ann stadt vnnsers gnedigenn Lanndtfurstenn vnnd Herrnn, die sachenn ohnn vnnser weitter zuthun freundtlich hiemit beuohlenn habenn, Ewer G.

3

vnd Hochgelerten Gunstenn annder Artickull.

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  1. Z. 2: Söder vnnd Bernner — Sieder/Brenner, Schreibung unsicher
  2. Z. 4: Ladeleute — Anfangsbuchstabe L oder T
  3. Z. 12: durschellet — Lesung unsicher

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HandschriftS. 212 Bl. 104v

Wortlaut der HandschriftSeite 212

1

Das fünffte Buch. Item dieweil dann der manngell augennscheinlich befundenn, vnnd Ihr selbst wist das die fassung des Saltzbronns durch lennge der zeit manngelhafftigk, auch vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn Lanndtgraf Philipsenn zu Hessenn, den zu bauenn beuelch vnnd meinunge, doch das nit vbell erger gemacht werde, vnnd solchs mit ewerm Rath vnnd verwissen geschehe, Diesem artickell könnenn wir schwerlich gleubenn, dann die fassung des Bronns ein vberaus lannge zeitt vor vnnd ehr der gefehrlichenn Roßkunst1 vnuersehrt ann dem grunde vnnd fundament gestanndenn, das daraus wohl noch vber vnnser menschenn gedennckenn, den Bronn ann seiner fassung also zubleibenn, nicht allein zuuerhelffenn, Besonnder auch zubeschliessenn gewesen, Wes aber vf vnnser weigerung vnnd embsigs bittenn, die beschwerliche Roßkunst, die nicht annders dann dieses augennscheinlichenn schadenns, ein gewisse vhrsach ist, außgebliebenn, vnnd dann oder darnach der Bronn ann seiner fassung, vonn dem wir zuuor Sohlen schepffen, Inn diesenn anngebenn gerathenn, Hettenn wir das

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  1. Z. 11: Roßkunst — oder Rothkunst

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HandschriftS. 213 Bl. 105r

Wortlaut der HandschriftSeite 213

1

Das fünffte Buch beydenn, dann lennge der zeit, zuerkennenn mögenn, Vnnd wollenn derhalbenn E.

2

G. vnnd Hochgelertenn gunstenn, werdenn vor mehr1[?] der gewilligtenn anngenommenn vnnd eingetrettenn Location, ann stadt vnnsers gnedigenn Lanndtsfurstenn vnnd Herrnn, darfür sein, das solcher verschliß des grundts, in wesentlichenn Baw ohnne vnnsernn kostenn bracht vnnd erhaltenn werde, genntzlichenn versehenn vnnd vertröstenn, Wir könnenn aber nun nicht vf was weise solches beschehenn möchte, vor vnnser Person, damit vbell nicht erger gemacht werde, wissenn, dieweil wir dann Jegenn die Pompenn, auch Roßkunst, nicht soltenn gehört werdenn, Müssenn wir solchen Rath, weg vnnd weise, den schliß in wesenntlichenn Baw zuenndthaltenn, vnnd das der Bronn, nach außganng der Location, so gut wie er empfanngenn, geliefert werde, E.

3

G. vnnd Hochgl. G. aus derenn Rath diesem geuhrsachtenn schadenn vorkommenn werden kann, freündtlichenn heimstellen,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 4: vor mehr — vielleicht vermöge

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HandschriftS. 214 Bl. 105v

Wortlaut der HandschriftSeite 214

1

Das fünffte Buch. Auff E. G. vnnd Hochgl. G. drittenn Artickell. Item so ist vnnser enndtlich Rath vnnd bedennckenn, das der Saltzbronn vfs vleissigst vnnd beste zum aller furderlichstenn erneuert, vnnd gefasset werde, dann solt mann wie vorm Jar dauonn geschlossenn darann etwas flickenn vnnd Lappenn, vnnd nicht auß dem grunde bauenn, So were zubesorgenn, das darmitt dem wercke doch nit geholffenn, Den Rath vnnd bedennckenn wissenn wir nicht, wo sich der im wercke, vnnd der geschichte begebenn will, zuermessenn, Wir woltenn aber mann hette sich zuuor mit allem vleis des geuhrsachtenn schadens erkündet, vnnd mit verstenndigernn werckmeistern, daraus geredt, Irenn Rath anngehört, vnnd sich dann fernner nach gelegennheit des anngewertigen1 gebawes, das der dem schadenn zum fürschube bliebe, vnnd dann der grundtschlies wiederumb in wesenntliche gebeuwe bracht, darinnenn bleibenn vnnd behaltenn werden möcht, vnnderrichtenn lassenn gerathenn haben,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 17: anngewertigen — Lesung unsicher

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HandschriftS. 215 Bl. 106r

Wortlaut der HandschriftSeite 215

1

Das fünffte Buch. Da aber solchs E. G. vnnd Hochgl. G. nicht annehmlich sein will, vns aber vnnser verstanndt darinnen weitterung zuersuchenn beschwerlich sein, da es aber ohnn vnnser zuthun in ein besserung bracht werdenn kann, das woltenn wir am liebstenn wissenn, dann wir aus vnnser seligenn vorfahrn Bawregister vnnd verwarungenn1 derin nicht geringe besorgk vnd schreckenn habenn, derhalbenn vns die vfgerichte bestanndtnus oder Location in kunfftigenn schadenn den doch Got der Herre gnedigk verhüetenn wolle, nicht dringenn kann, Der Vierdt Artickell.

2

Item So wollenn wir ann stadt vnnd vonn wegenn Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn alles das Jenige darzu thun, das die notturfft erfordernn vnnd muglich ist, vnnd soll darann ann Fstl.2

3

theil nichts manngelnn, Aus diesem annschlage habenn wir soltenn Jmgleichen mit gebeuwe benebenn vnnserm gnedigenn Lanndtsfurstenn vnnd Herrnn, den mit außzufurenn, gefordert

Unsichere Lesungen

  1. Z. 8: verwarungenn — Lesung unsicher
  2. Z. 17: Fstl. — Kürzel unsicher

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HandschriftS. 216 Bl. 106v

Wortlaut der HandschriftSeite 216

1

Das fünffte Buch. werdenn zuermessenn, Nun wistenn wir Je nichtt, mit was fugenn, die weil wir hefftigk Jegenn die Roßkunst gebettenn die wieder vnnser güte verwilligung deste weniger nicht als ein vhrsache alles schadenns, dennoch vfgericht, Wir darzu weitter soltenn Baukostenn hinder den vertregenn der Location hin, mit zuerlegenn, gedrungenn soltenn werdenn, vnns zuenndtsinnenn, Der fünfft artickell.

2

Item So Jr aber darann nachmahls bedennckenn habenn würdet, So mögenn wir ann stadt Hochgedachts vnnsers gnedigenn Herrnn, Inn Crafft der vffgerichtenn vertrege etlicher vom Adell, vnnd der darin benenntenn vonn Stedtenn, erkanndtnus wohl leidenn, Das wir nicht in bedennckenn allein sonndernn auch hohe vnnd hochste beschwerunge in geferliche vnnsers erachtenns nicht schuldige gebeuw, abermahls, vnd den vertragk der Location, nach befindunge des schadenns, zuwiedder vnns zutringenn zulassen haben,

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HandschriftS. 217 Bl. 107r

Wortlaut der HandschriftSeite 217

1

Das fünffte Buch. kann ein Jeglicher verstendiger leichtlich ermessenn, vnnd möchtenn wir dennoch des schadenns kein vrsachere sein, Wir Ja billich mit solchenn schwerenn vnncostenn des mitgebeuts1 vnuerschonetenn, das wir aber vff E.

2

G. begerenn vber die beschwerung vnnd bedennckenn, so vonn wegenn der Location, als eines sonndernn vnnd neuenn Vertrags eruolget, dem welchem Contracto Locationis Inn die Richtter des vorigenn vertrags nicht gewilligt, erkandtnus gewarttenn2 soltenn, Ist vnns in viele wege zubedenckenn, fürnehmlich das der Contract der Location daruonn kein meldung thut, Zu dem so seindt der mehrer vnnd fürnembste theil der vom Adell vnnd Stedten, in anngeregter Location selbst schuldige Bürgenn, vnnd mit fart wordenn, Derowegenn sie dann in diesem fall nicht Richter sein könnenn, oder mügenn, Wir auch Inn sie keins wegs gehelet oder gewilliget haben wollenn, dauonn wir vnns bedingenn, Der Sechst artickell sagt.

3

Item Was nun Ewer vnnd gemeiner Pfenner endt

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: mitgebeuts — Lesung unsicher
  2. Z. 11: gewarttenn — langer Strich, evtl. gestrichen

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HandschriftS. 218 Bl. 107v

Wortlaut der HandschriftSeite 218

1

Das fünffte Buch. lich beschließlich meinung hieruf sein will, das wollet vnns zum aller furderlichstenn, durch einenn stadtlichenn außschos, der vol kommenn gewalt vnnd beuelch habe, ohnn hindersich bringenn, Mitt vns darin enndtlichenn zuschliessenn verstenndigenn, Dieweil wir in dem annschlage noch zur zeit nach befindung der sachenn, vnnd sonnderlich nach dem wir den schadenn nicht geuhrsacht, aber vleissigk vnnd zum höchstenn Jegenn die gewaltigenn, aufbeuwe vnd Roßkunst gebettenn, nicht wissenn zurathenn, noch zuthatenn1, So achtenn wir einenn sonnderlichen außschos zuuermeidung vieler vnncostenn, nichtt nötigk sein, Darumb wir dann desto weniger nit vnnsere bedennckenn dan einfeltigstenn auffs Papier bringenn, vnnd vbersenndenn lassenn, Der Siebennde Artickell.

2

Item Dieweil Jörge Behm, wie er aus Ascherßlebenn geschriebenn, vnnd Jr gelesenn hapt kein annder kunst zu außbringung der Sohlenn gedennckt oder weis vfzubringenn, vnnd dann gedachte vnsers

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: zuthatenn — Lesung unsicher

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HandschriftS. 219 Bl. 108r

Wortlaut der HandschriftSeite 219

1

Das fünffte Buch. gnedigenn Herrnn Beuelchaber, vnnd Jr euch Ihnnen Jorgenn zimblich seiner Beuwe1[?], abzulegenn enndtschlossenn, Er auch sich darin etlicher maß, wie ihr wist, begebenn, So lassenn wir vnns gefallenn das es dahin gericht werde, Das wir Jorgenn Behmenn seiner schedtlichenn gebeuw, erlegenn, oder Jme sonnst darfur etwas zugebenn in zeit der Location enndtschlossenn habenn soltenn, Wissenn wir vnns der massenn nicht zuerInnernn wir seindt dessenn auch ann diesem tag wenig geneigt, Hette vnnser gnediger Lanndtsfurst vnd Her Jme aber, das er seine kunst sonnst vnnd nicht vff dem Saltzbronn gebraucht eine güte verehrung geben, die woltenn wir gernne habenn bezahlenn helffenn, Da aber Jegenn vnnd wieder das vngelt so Jorgenn Behmenn vor sein kunst gegebenn Inn annder mittell, damit mann ohne solche gewaltige erschüllung2[?], Reissen vnnd vfziehenn, des grundts, Sohlenn, des Bronns gelanngt vnnd gezogenn werdenn möchte, anngelegtt vnnd gericht, möchtenn wir gernne hörenn, sehenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: Beuwe — Bewe oder Beuwe
  2. Z. 18: erschüllung — evtl. erschüttung

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HandschriftS. 220 Bl. 108v

Wortlaut der HandschriftSeite 220

1

Das fünffte Buch. vnnd vernehmenn, Das aber solches Jn vnnserm Nathe, vber vorige alte kunst vnnd arbeit so mit den Eimernn beschehenn solt, vnns vnmüglich sein zuendtschliessenn, Darumb müstenn wir da mit in rühen stehenn, vnnd das E.

2

G. vnnd Hochgl. G. Als Gott lob den verstenndigenn, freündtlichen vnnd vnnderthenig heim gebenn vnnd beuehlen, Vnnd nach dem dann vnnser gnediger fürst vnnd Herr, sich in anngenommener Location, anstrengklich1[?] verpflicht, das Ihr f.gl.

3

die zeit derselbenn alle gebeuw des ganntzenn Saltzwergks in wesenntlichem bauwe vf Jrer f.gl.

4

Costenn, ohne zuthün gemeiner Pfenner, auch zu ausganng der Location Jnen den Pfennern in so wesenntlichenn bauwe vnnd besserung, als Jre f.gl.

5

das anngenommenn, ohnne erlegung einicher gebeuwe, wiederumb einreümenn vnnd vberantwortenn sollenn vnnd wollenn, So seindt wir der vnnderthenigenn tröstlichenn hofnung, E.

6

G. vnnd Hochgl. G. ann stadt hochgedachts vnnsers gnedigenn fürsten vnnd Herrnn, werdenn in betrachtung der billicheit

Unsichere Lesungen

  1. Z. 10: anstrengklich — Lesung unsicher

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HandschriftS. 221 Bl. 109r

Wortlaut der HandschriftSeite 221

1

Das fünffte Buch. vnnd vnnsers vnnderthenigenn gütenn willenns, das wir vf Jr f.gl. gnedigs begerenn, Jrenn f.gl.

2

vnnd der ganntz1 Lanndtschafft zugüt in vnnserm wohlerbautenn Erbe des Saltzwercks, darann sich sonnder zweiuell viele vnnser Voreltternn ehe sie das in so bestenndigenn [übergeschrieben:

3

ge]bauw vnnd nutzung gebracht, zu Betthlern gebauwet, ohne erlegung einicher gebeuw einenn so herlichenn grossen nutzenn zuhabenn, ganntz vnnderthenig vergonnett, vnns derhalbenn zu wieder der Location zu keinenn vnuerpflichtenn gebeuwenn oder rechtfertigung, vnnd sonnst zu keinenn vnbillichenn Costenn nichtt tringenn, Vnnd ist demnach ann E.

4

G. vnnd hochgelerten Gunsten, vnnser freündtlich, vleißige, vnnderthenige bitt, E. G. vnnd G.

5

wollenn vnns derhalbenn, das wir E. G. gethane vorschlege, aus erzehltenn vnnd anndernn mehr gegründtenn vrsachenn, nicht annehmen, noch verfolgenn könntenn, günstiglich enndtschuldigt nehmenn, vnnd doch ann stadt Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vnnd zum fürder

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: ganntz — Zeilenende mit Zierstrich

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HandschriftS. 222 Bl. 109v

Wortlaut der HandschriftSeite 222

1

Das fünffte Buch. lichstenn mit wohlbedachtenn zeitigenn Rathe verstenndiger Bauleuthe, vnnd werckmeister wie E.

2

G. vnnd Hochgl. G. als die verstenndigenn wohl zuthün wissenn, darann sein, das der manngelhafftige Saltzbronn, mit Gottlicher verleyhung, ohne alle geuerliche fürnehmenn, damit nit vbell erger gemacht werde, vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, Lanndt vnnd leutenn, vnnd vnns mit zum bestenn wiederumb in wesenntlichen bauw vnd besserung bracht, vnnd behaltenn werdenn, vnnd die theurenn Gotlichenn gabenn des Saltzwercks, vnnd deßelbigenn gedeyenn, durch verseumnus vnd vnvleis nicht verwarlost, vnnd das der Contract der Location gehaltenn werde, Das seindt wir vmb E.

3

G. vnnd Hochgl. günstenn vnnsers höchstenn vleißes in gehorsamer vnnderthenigkeit zuuerdienenn schuldig vnnd ganntz willigk.

4

Datum Sonnabenndts nach Anthonij Anno 49. Saltzgreuenn vnnd Gemeine Pfenner zu Allenndorff ann der Werra.

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HandschriftS. 223 Bl. 110r

Wortlaut der HandschriftSeite 223

1

Das fünffte Buch. Vnnd ist die Sohle probirt vnnd fundenn wordenn, wie volgt, Haltung der Sohle, Vff Nicolai anno 48.

2

hat ein quart sohle — 3. lot — 2 quenten Saltz gebenn, gehort zu einer Pfannen Saltzes — 16 füder j ohm 62 quart.

3

Mitwochenn nach Conuersionis pauli Anno 49 Hat ein Quart sohl gebenn — 3 lot 3 q1[?], thut zu einer Pfann — 15 füder j Ohm 2 quart, Montags den 18 Februarij Darnach hat gebenn ein quart sohle — 4 lot 2 quenten, thut zu einer Pfann — 12 füder 3 ohm 98 quart.

4

Donnerstags den 28 Februarij hat ein quart gebenn — 5 lot Saltzes, thut zu einer Pfann — 11 füder 2 ohm, 32 quart, Nota.

5

Wann ein quart 5 loth Saltz gibt, so ist ebenn das achtzehendt lot am sohl saltz, oder das achtzehent theil gut, Darauff es dann mit Rath, wissenn vnnd willenn der

Unsichere Lesungen

  1. Z. 9: q — Kürzel, wohl quenten

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HandschriftS. 224 Bl. 110v

Wortlaut der HandschriftSeite 224

1

Das fünffte Buch. Fürstlichenn Herrnn Stadthalter vnnd Räthe, dieweil sie die Pfenner Stuckweis1[?], vnnd nit vom neuwem zubauwenn willigenn woltenn, Jnn bedennkenn genommenn, dann sich das 49.

2

Jar das siedenn zimlich wohl gehaltenn, Jnnsonnderheit ist der Saltzbronn im Monat Martio bis ann das Loch vf ein zoll nahe hoch gestiegenn, das er zuuor nit gethan hat, vnnd dieweil sich die erledigung hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vber die vielfaltige, vnnderthenigste flehlichste vnnd fleißigst beschene bitt verweilt, hat mann den Bauw das Jar anngestelt, der tröstlichenn hoffnung vnnd zuuersicht, Jr f.gl.

3

soltenn erledigt werdenn, vnnd selbst diesem wercke rathenn helffenn, aber nicht desto weniger ist der vorrath laut vorigs abschiedts darzu verordennt vnnd bestelt wordenn, So hab ich Jost auch das Jar in der Conuention G.

4

Nassaw dienenn müssenn, Jnn des habenn Jr f.gl. nachvolgennde erinnerung thün lassenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: Stuckweis — evtl. Stuhlweis
  2. Z. 18: G. Nassaw — Kürzel vor Nassaw

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HandschriftS. 225 Bl. 111r

Wortlaut der HandschriftSeite 225

1

Das fünffte Buch. Die Saltzgreuenn sollenn zugedenckenn habenn vff Beuelchs vnnsers G. F. vnnd Herrnn Das sie zum vleißigstenn zum Saltzwergk sehenn, das solchs nit in abnehmenn oder verderbenn komme, Solchs habenn fgl.

2

bey Jrem diener dem Schömwaldenn Jzo annhero ernnstlichenn beuohlen Signatum den 27. Martij Anno 49.

3

Jm selbenn Jare hat mann das Bornmeister ampt verenndert, vnnd annders bestelt, wie volgt, Vnnd ist Jorge Behem sonnder vorwissenn vnnser der Saltzgreuenn, zuwieder seinenn gethanenn eidenn vnnd pflichtenn, gelobtenn, geschworenenn, vnnd verbürgtenn Vhrphedenn2[?], sampt seinem weibe vnnd hausgesinde heimblich hinwege gezogenn, dauonn dann ein sonndere hanndelung ist, vnnd laut die Jzige bestellung des Sohlziehenns Also Wir des Durchleuchtigenn Hochgebornnenn Furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsenn, Lanndtgrauen zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogenn, Diz.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 7: Schöm=waldenn — Name, evtl. Schönwald
  2. Z. 15: Vhrphedenn — Anlaut unsicher, Urfehde

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ZusammenfassungS. 226–235

Silvester 1549 — eine Nacht, in der alles zu kippen scheint. Hier steht, wörtlich eingerückt, die Bestallung Christoph Hombergs zum Brunnenmeister, dieselbe Urkunde, die auch im vierten Buch überliefert ist: Die Rosskunst Jörg Behems sei zu schwer gebaut und dem Brunnen schädlich, Behem wisse keinen Rat, also solle die Sole künftig „Leute und keine Pferde zu gebrauchen“ gehoben werden.

Und dann folgt das dramatischste Dokument des ganzen Buches: ein Brief Hombergs vom letzten Tag des Dezember 1549: Das neue Kunstwerk sei „gestern um die Vesperzeit eingesetzt“ worden — also am 30. Dezember — und dann zum ersten Mal gelaufen. „Als es gegangen ist, ungefähr eine Viertelstunde, habe ich die Sole geschmeckt und befunden, dass sie im Geschmack ganz untauglich gewesen ist.“ Auch die Söder probieren sie und sind „nicht recht zufrieden“. Homberg weiß sich keinen Rat und bittet, man möge sofort kommen.

Die Antwort der Salzgrafen ist ein Satz, in dem man das Erschrecken hört: „Über welche Schrift wir sehr erschrocken sind, weshalb wir zur Stunde in der Nacht dorthin zum Soden geritten sind.“ Sie schöpfen den Brunnen aus — und finden die Sole „wiederum so gut gewesen wie zuvor“. Der Schreck war ein Fehlalarm; die schlechte Probe stammte aus dem Kaltleger, dem Stillstand über die Feiertage.

Aber der Schreck wirkt. Er ist der Auslöser dafür, dass die Sache nun entschieden wird: „Weil dann die hohe Not erforderte, dass gebaut werden sollte und musste, sonst würde es auf die Länge am Holz mangeln.“ Nicht ein Gutachten gibt den Ausschlag, sondern ein nächtlicher Ritt.

HandschriftS. 226 Bl. 111v

Wortlaut der HandschriftSeite 226

1

Das fünffte Buch. Ziegennhain vnnd Nidda, Vnnsers gnedigenn fürsten vnnd Herrnn verordennte Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell, thün kundt hierann offenntlich gein menniglichenn bekennende, als Hochgedachter vnser gnediger fürst vnnd Herr, hieuor im verschienen 47.

2

Jar ernnstlich beuohlenn, da die Stoßkunst vfm Saltzbronn zum Sodenn dergestalt schedtlich were, wie desmahls durch s.fgl.1

3

Lanndtvogt, Sigmunden von Beyneburgk schrifftlich anngezeigt wordenn, das als dann dieselbige zum furderlichstenn abgeschafft vnnd vf anndere kunst zu anbringung der Sohl gedacht werdenn soll, Dieweil dann wir selbst, vnnd auch die Beuelchhaber des orts befundenn, das sie durch Jörgenn Behmenn hieuor vfgerichte kunst vfm Saltzbronn zu schwer, vnd starck gesezt, mit Jrem grossenn hefftigenn bewegenn, dem Saltzbronn schedtlich ist, auch mit gedachtem Jorgenn in viel wege gehanndelt vnnd geredt, solch kunst in anndere vnnd besser wege, leichtfertiger zuzurichtenn vnnd hinueranndernn2[?], des er dann ver

Unsichere Lesungen

  1. Z. 9: s.fgl. — Kürzel unsicher
  2. Z. 21: hinueranndernn — Lesung unsicher

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HandschriftS. 227 Bl. 112r

Wortlaut der HandschriftSeite 227

1

Das fünffte Buch. müge seiner hieuor aus aschersleben gethann schrifft zuthün nit gewüst hat, vnnd dann durch beider Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnd Herrnn vnnd gemeiner Pfenner Saltzgreuenn hieuor geschlossenn vnd abgeredt, das besser, nützlicher, vnnd dem Saltzwercke zutreglicher sey, vf anndere künste zutrachtenn, vnd zuerfindenn, zu ausbringung der Sohl, leute vnnd keine pferde zugebrauchenn, also that hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn Jziger Saltzwardt zum Sodenn Christoffer Hombergk vff annhaltenn der Saltzgreuenn, zu forderung des Saltzwergks solchenn notwendigenn dingenn, dermassenn nachgetracht, allerley mittell vnnd wege erdacht, vnd versucht, wie vnnd was gestalt solche kunst, könnt oder möchte vfgerichtet vnnd gebraucht werdenn, vnnd daraus souiel raths erfundenn, das er solchen manngell dieselbe kunst zu ausbringung der Sohl mit leutenn zuhaltenn, wie der Pfenner Saltzgreuenn begert, vnnd das die Stoßkunst, abgestelt soll werdenn vfrichtenn vnderhaltenn, vnd darüber sich verpflichtenn soll vnd will, wie nachuolgett.

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HandschriftS. 228 Bl. 112v

Wortlaut der HandschriftSeite 228

1

Das fünffte Buch Vnnd erstlich, dieweil solch neuwe kunstwerck duppell sein muß, vermüge der erstenn des Bornmeisters ampts bestellung halben, gehabten abrede, vnnd dann Jzo diese kunst das erste hept, aus dem Saltzbronn zwenntzigk vier schue hoch, da dann die Sohl in einer Rennenn vngeuehrlich bey dreißigk schuenn vom Saltzbronn laufft, daselbst dann fürter noch ein mahl Jnn die höhe als hoch es von nötenn, das es in alle vorrath kümpffe vnnd Bodenn, gelauffenn magk gehabenn werdenn muß, Solches alles vf sein Christoffer eigenn Costenn zu vnnterhaltenn, Soll er vom Jedem wercke, so gesottenn wirdet, dritthalbenn alb.

2

habenn, allermassenn wie die Roßkunst gehabtt hat, Derwegenn er vnns ann stadt Hochgedachtes vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, Jzo gelübte, Eide vnnd pflichte gethann, dasselbe Bornnmeister ampt den Saltzbronn vnnd alles was dem annhengt, vnnd zugehört, mit allem treuwenn vleis so tage so nachtt, zuuerwaltenn, den Saltzbronn Jnnsonnderheit in seiner verwarung zuhabenn, die Sohl

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HandschriftS. 229 Bl. 113r

Wortlaut der HandschriftSeite 229

1

Das fünffte Buch. gnugsamb aus dem Saltzbronn, aldieweil dero furthandenn, zuuerschaffenn vnnd dem treulich vnnd vleißigk vorzusein, seiner f.gl.

2

schadenn zuwarnenn, bestes zuwerbenn, vnnd alles das Jenige zuthün, das ein treuwer diener seinem Herrnn zuthün schuldigk vnnd pflichtigk ist, Jnmassenn er vnns dann solchs gelobt, geschworn, vnnd seinenn Reuersbrieff darüber gebenn hatt.

3

Doch soll er zuuor solcher kunstwergk zum erstenn der eins vfschlagenn, vnnd durch vnnser darzu verordente vnnd beider theil Saltzgreuenn die besichtigenn lassenn, zuerkennenn obs dem Saltzwercke nützlicher sey, oder nit, vnnd so solchs also gestadt vnnd zugelassenn wirdet, So soll er Christoffer nach setzung vnnd vfrichtung der kunst zu Jederzeit souiel Sohl aus dem Saltzbronn, als zu allenn gesodenn vonnotenn, vnnd der Saltzbronn ertragenn kann, vnuergerlich zulanngk vnnd zuuerschaffenn schuldigk sein, darann ganntz vnnd gar anndere kein manngell sein lassenn soll, noch will, Vnnd dieweil berurter Christoffer allenn vnkosten

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HandschriftS. 230 Bl. 113v

Wortlaut der HandschriftSeite 230

1

Das fünffte Buch. zu vfrichtung solcher kunst vnnd gebeuwe Jzo selbst vf seinenn eigenn Costenn verlegt vnnd vfgericht, darauf Jme dann viel mühe vnnd vnkostenn gangk vnnd noch weitter Costenn wirdet, So soll er solch obgesezt lohnn vonn Jedem wercke die zeit der Jzigenn Location zwischenn Hochgedachtem vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vnd gemeinenn Pfennernn vfgericht, für sich vfhebenn, die knechte vnnd Leute, vnnd sonnst allenn vnkostenn, daruon verlegenn vnnd erhaltenn, vnnd was vbrigk, dasselbe für seine bestellung, mühe vnnd arbeit, haben vnnd behaltenn, aber nach ausganng der Location stehet solch ampt nach beider Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn vnnd gemeiner Pfenner bedennkenn, in anndere wege, da sie Jhnen Christoffernn darbey lennger nit bleibenn lassen woltenn, zubestellenn, vnnd zuuerordenen, Doch das es ein annder vnnd besser kunst, die dieser nit gleich, oder hieuonn genommenn oder erdacht were,

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HandschriftS. 231 Bl. 114r

Wortlaut der HandschriftSeite 231

1

Das fünffte Buch. Da aber kein besser oder nützlicher werck erfundenn würde, Sonndernn dis werck vnnd kunst in gannge bliebe, So soll er Christoffer, aldieweil er solchs dermassenn versiehet, das sein vnnd der kunst halben kein werck verseumpt wirdet, vnnd ann der Sohl kein manngell sey, darbey vnnsert halbenn sein lebenn lang bleibenn vnnd gelassenn werdenn Darumb er auch für vnnd für desto vleißiger vnnd treuwlicher solchs versehenn, vnnd verwaltenn soll, vnnd ob sichs ein oder mehr Jare zutrüge, dieweyl Jedes Jars nit gleich gesottenn wirdet, das das Pompengeldt, so die Söder vonn ausbringung der Sohl, Nemblich vonn Jedem wercke, so gesottenn wirdet, drithalben alb.

2

wie obstehet zugebenn, aller vf die arbeiter Leute vnnd knechte, so die kunst, Schliß vnnd anndernn vnkostenn ginge, vnnd nichts vberreichen würde, So sollenn doch die Herrnn Jme weitters darauff zugebenn, nichts schuldigk sein, dann ein Jar Jms annder das vergleichenn soll vnnd muß, Es were dann das der

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HandschriftS. 232 Bl. 114v

Wortlaut der HandschriftSeite 232

1

Das fünffte Buch. schade so groß, das sie nach billichem erkanndtnus solchs zuuergleichenn, vhrsach vnnd bewegnus hettenn, könte er auch durch Gottes verleyhung solch kunst, doch in alwege ohn[?]1 schadenn vnnd nachteil des Saltzbronns dermassenn zurichtenn, das Ime weniger vnnkost, dann Itzo darauf ginge, vnnd er die Sieder licher[?]2 erhalten könnte, das soll Ime die zeit seines lebenns, vnnd so lannge er darbey bleibt, nebenn annderer seiner verwaltung zugut kommenn, Da er Christoffer aber, in zeit der Itzigenn stehenndenn Location mit todt abginge, Dieweil er dann Itzo ein gute Summa zuerbawung vnnd anrichtung derselbenn kunst darauf hat verwendenn mussenn, So soll seiner Haußfrauwenn vnnd kindernn vnnd Erbenn, nach billichem erkanndtnus, vor dieselbigenn vfgerichten kunstwercke vnnd gebeuwe, Auch gehapte mühe vnnd arbeit ein zimbliche ablegung vnnd erstattung geschehenn, Wie dann ohne zweiuell die Herschafften

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: in alwege ohn[?] — Wortgrenzen undeutlich
  2. Z. 7: licher[?] — evtl. liechter

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HandschriftS. 233 Bl. 115r

Wortlaut der HandschriftSeite 233

1

Das fünffte Buch. vff bericht der ampts verwalter vnnd beuelchhaber des orts zu Jederzeit sich in dem aller gebuere wohl zuhaltenn wissenn werdenn, alles sonnder geuerde, Vnd des zu vrkunde habenn wir Stadthalter vnnd Rethe hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn Secret hieruff thun truckenn, vnnd darnebenn die beide ffgl.[?]1 Saltzgreuenn hierunter sich gezeichnet, Gebenn vnnd geschehenn zu Cassell am 14 Octobris Anno 49.

2

Justus Pistoris sst.[?]2 Den letztenn Decembris des 49. Jars ist vnns den Saltzgreuenn nachuolgende schrifft vom Saltzwarttenn zu kommenn, Wie volgt, Den Erbarnn vnnd Wohlachtparn Heinrich Müldenernn, vnnd Jost Berkernn beidenn Saltzgreuenn zun Sodenn, Meinenn liebenn Schwögernn, Mein ganntzwillig diennst zuuor liebenn Schwöger, dem letztenn abscheide vnnd beuelch nach, hab Ich

Unsichere Lesungen

  1. Z. 8: ffgl.[?] — Abkürzung, Lesung unsicher
  2. Z. 11: sst.[?] — Unterschriftszeichen

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HandschriftS. 234 Bl. 115v

Wortlaut der HandschriftSeite 234

1

Das fünffte Buch. das newe kunstwerck, als gesternn vmb Vesper zeitt eingesetzt vnnd gefertigt, vnnd als es ganngenn, vnd ein virtell einer stunde vngeuerlich, hab Ich die Sohle geschmeckt, vnnd befundenn, das sie gar vnduchtigk am geschmack gewesenn, hab das dem Bornnmeister anngezeigt, auch habenn sie die Söder auch versucht, die dann nit wohl zufriedenn sein, kann aber nit wissenn, Wie es ein gestalt hat, sonndernn Das ich denncke, ob es des schuldt sey, das er diesenn kaldtleger still gestanndenn, dann wo er außgezogenn, vnnd dann mit besser sohle keme, wer es schrecklich, derhalbenn bin ich beschwert, mit meinem werck ohne ewer vorbesichtigung etwas zuhanndelnn, vnnd ist allerley zubesichtigenn hoch nötigk, das ihr vom stundt ann euch anher verfügt, Wolt ich euch nit verhaltenn, vnd bin euch sonnst zudienenn ganntz willigk, Datum Sodenn den letztenn tagk Decembris Anno 49 E. W. S.[?]1 Christoffer Hombergk.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 20: E. W. S.[?] — Kürzel, Zierbuchstaben

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HandschriftS. 235 Bl. 116r

Wortlaut der HandschriftSeite 235

1

Das fünffte Buch. Welcher schrifft wir sehr erschrockenn, darumb wir zu stunde in der nacht dahin zum Sodenn gerittenn, solchs besichtiget, aber als wir vorigenn gebrauche, vnd vnser wissennschafft nach den Saltzbronn geöst, Ist die Sohl wiederumb also gut, Wie zuuor dem kaldtleger gewesenn, habenn aber solchs nit desto weniger als balde den Herrnn Stadthalter vnnd Rethenn anngezeigt, vnnd darauf Rath gehaltenn, Dieweil dann die hohe not erfordert, das solt vnnd must gebawet sein, sonnst wurdt es die lenng am holtz mangelnn, So habenn Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell derwegenn gemeiner Pfenner verordenten Saltzgreuen abermahls im augennschein zuerscheinen betagtt, auch darnebenn Hermann vonn Hundelshausenn, Amptman zu Reichennbach, Heintz vonn Lütter Hauptmann zu Ziegennhain, Johann Nordeck, vnnd Valtenn Schülden, zu solcher hanndelung beschriebenn wie volgt.

2

Vnnsernn grus zuuor Erbarnn gute Gönner vnd freunde, Wir habenn Itzo abermahls vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn zu Hessenn Lanndtvogt Sigmundt

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ZusammenfassungS. 236–258

Die Kommission. Am 3. Februar 1550 versammelt sich in Allendorf, was Rang und Sachkunde hat: der Landvogt Sigmund von Boyneburg, Hermann von Hundelshausen als Amtmann zu Reichenbach, Heinz von Lütter, Hauptmann zu Ziegenhain, Johann Nordeck, Valten Schülde, dazu Kanzler Günterode aus Kassel — und die Pfänner mit „etliche[n] der Ältesten … vom Adel und sonst Verständige[n]“.

Neben ihnen steht eine zweite Gruppe, und die ist die eigentlich interessante: die Werkverständigen. Hans Schelpach, Jacob und Gall Richter aus Apteroda, Meister Paul der Zimmermann, Christoph Gaugler von Duderstadt, Hans Prediger, Curt Rüland, Bernhard Wallis. Bergleute und Handwerker, die aus dem Bergbau der Umgebung geholt wurden, damit jemand sagen kann, was unter der Erde geschieht.

Ihre Aussagen sind erfrischend unbeamtet. Der eine erklärt, man könne „mit Krummlingen helfen, wenn die Adern nicht so nahe am Fass aufgehen“ — aber das wilde Wasser falle unter das Fass. Der andere räumt ein, er sei vor zwei Jahren gar nicht bis auf den Grund gekommen. Es wird gestritten, ob man beim alten Anschlag bleibt oder neu baut.

Der Abschied fällt schließlich für den Neubau: Der Damm wird geöffnet und von Grund auf neu gedämmt, die Abzucht herausgenommen und erneuert, der Brunnen ringsum vom Grund bis oben „vertont“ — mit Ton abgedichtet. Die Urkunde wird doppelt gefertigt und von allen eigenhändig unterschrieben. Man kennt die Namen der Männer, die ihre Unterschrift daruntersetzten.

Redaktionelle AnmerkungS. 236–330

Woher die Fachleute kamen. Die „Werkverständigen“ von 1550 — Schelpach, die Richter aus Apteroda, Gaugler von Duderstadt — sind Bergleute, keine Salinenleute. Der Griff in den benachbarten Erzbergbau war üblich: Wer unter Tage zimmern, wettern und Wasser heben konnte, konnte es auch in einem Salzbrunnen. Die Namensliste ist damit zugleich eine Karte des Fachkräftemarkts im mittleren Deutschland.

Der Fund der älteren Fassung — und was er nicht beweist. Dass man ringsum eine fünfzehn Schuh weite alte Fassung fand, ist ein sicherer Befund. Jost Beckers Deutung — die Alten hätten den Brunnen absichtlich enger gemacht, um die Menge zu begrenzen — ist es nicht. Eine engere Fassung liefert nicht zwangsläufig weniger Sole, und es gibt nüchterne Erklärungen: Sie ist billiger, leichter dicht zu halten, und nach einem Einsturz baut man kleiner wieder auf. Beckers Satz ist als Zeugnis für das Misstrauen zwischen den Generationen wertvoll, nicht als Beweis für eine Mengenpolitik.

Die Stundenzahlen sind das härteste Erfolgsmaß des Werks. Dreißig Stunden je Werk vorher, sechzehn, dann elf bis dreizehn nachher — dieselbe Größe, vor und nach dem Eingriff gemessen. Nur eine Einschränkung gehört dazu: Becker war Bauherr und Berichterstatter in einer Person.

Eine Risikoentscheidung, die man heute genauso träfe. Man bohrt fünf Schuh tiefer, findet Sand und Wasser und hört auf, „zumal man aus Erfahrung weiß, dass andere gute Salzwerke dadurch ganz verdorben“ worden seien. Das ist sachlich richtig: Wer die stauende Schicht unter einem Solehorizont durchstößt, kann Süßwasser hereinlassen und die Quelle dauerhaft verderben. Erfahrungswissen, das eine geologische Regel trifft, ohne sie zu kennen.

HandschriftS. 236 Bl. 116v

Wortlaut der HandschriftSeite 236

1

Das fünffte Buch. vonn Boyneburgk, vnnd ffgl. Saltzgreuenn, Erbawung des Saltzbronns halbenn zum Sodenn, zu vnns erfordert, vnnd vnns allerley darvonn vnnterredt, vnnd dieweil wir nun euch auch hier beschreiben woltenn, So ist doch vor gut anngesehenn, das von solchs gebewenn im augennschein besser dann alhie geredt, vnnd gerathschlagt kann werdenn, Darumb wir verordnet, das gemelter Lanndtvogt, vnnd anndere vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Räthe vnnd diener vff schierstkunfftigenn Montage den 3 Februarij gegenn abenndt bey zu allenndorff annkommen, vnnd davonn mit euch enndtlich Rathschlagenn vnd schliessenn sollenn, vonn wegenn hochgedachts vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn gesinnends, Vor vnd gutlich begerennde, Jr wollet etlich der elttestenn ewer mitpfenner vom Adell vnnd sonnst verstenndige, auch etliche [gestrichen:

2

k[?]] Werckleute vnnd Bawleute, als dann bey euch habenn, vnnd davonn aller gehaptenn vnnterredung vnnd handelung, wie vnnd welcher gestaltt, solchem manngell geholffenn vnd gerathen möchtt.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 18: [gestrichen: k[?]] — einzelner getilgter Buchstabe

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HandschriftS. 237 Bl. 117r

Wortlaut der HandschriftSeite 237

1

Das fünffte Buch. schliessenn helffenn, Das woltenn wir euch zu ewernn selbst bestenn, guter meinung nit verhaltenn, Thun vnns des also versehenn, Vnnd seindt euch mit allem gunstigenn willenn geneigtt Datum Cassell den 12 Januarij Anno 50 Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell.

2

Den Erbarnn vnnsernn gutenn Gonnern vnd freunden, Gemeiner Pfenner verordenntenn Saltzgreuen zum Sodenn fur allenndorff an der Werra Vnnser freundtlich diennst zuuor Ernuester freundtlicher lieber Ohm, Schwager vnnd guter freundt, Aus sonnderlichenn furgefallenenn vhrsachenn, habenn wir etliche aus vnns, vnnd anndere, vf schirstkunfftigenn Montage, den 3.

3

Februarij Jegen abenndt zu allenndorff ann der Werra Jnzukommenn verordennt, daselbst im augennschein vonn erbawung des Saltzbronns zum Sodenn zurathschlagenn vnnd zuschliessenn, darbey ihr dann auch dienlich

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HandschriftS. 238 Bl. 117v

Wortlaut der HandschriftSeite 238

1

Das fünffte Buch. vnnd nutzlich sein könnt, Darumb vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnd herrnn, vnnser begert, vor vnns freundtlich bittennde, Jr wollet bestimbts Montags Jegenn abenndt daselbst zu allenndorff auch annkommenn, vnnd von solchenn sachenn zu vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, vnnd dem Saltzwergk zum bestenn, anrathen helffenn, Das kömpt ffgl.

2

zu gnedigenn wohlgefallenn, Des wir vnns versehenn, vnnd es freundtlich zuuerdienenn geneigt sein wollenn, Datum Cassell den 12.

3

Januarij Anno 50. Stadthalter vnnd anndere verordente Räthe zu Cassell. An Hermann vonn Hundelshausenn, Vnnsernn gunstigenn grus vnnd freundtlichen dienst zuuor, Erbar guter freundt, Nach dem ihr vnd anndere Bawverstenndige, nebenn etlichenn aus vnns hieuor vonn wegenn vnnsers gnedigen fursten

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HandschriftS. 239 Bl. 118r

Wortlaut der HandschriftSeite 239

1

Das fünffte Buch. vnnd herrnn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogk etc. vf Jrer f. gl. beuelch, erbawung des Saltzbronns halbenn zum Sodenn für allenndorff ann der Werra erscheinenn, vnnd den manngell besichtigenn helffen, vnnd doch sieder der zeit aus vhrsachenn, das darmit teglichs vf erledigung, hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, erwarttet, vnnd auch ein zeit sich der Saltzbronn gebessert, vnnd dann geringer wordenn, vfgezogenn ist, Dieweil aber Itzo abermahls in nehist verganngenenn kaldtlager zu Weynachtenn, das wilde wasser mehr dann zuuor Jm Saltzbronn sich eingeschlossen soll habenn, die verordentenn Saltzgreuenn vnns solchs, vnnd das darann gebawet werdenn müste, anngezeigt, derowegenn wir dann den Lanndtvogt, vnnd auch die Saltzgreuenn herbeschriebenn, vnd davonn vnnterredung gehaltenn vnnd geschlossen, das nachmahls das werck besichtiget, vnnd im augennschein, vf vorige vfgerichte abschiede, wie vnd welcher gestalt, das mit vbell erger gemacht, gebawet werdenn könnte, berathschlagt vnd darauff

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HandschriftS. 240 Bl. 118v

Wortlaut der HandschriftSeite 240

1

Das fünffte Buch. beuohlenn, das sie vnnd etliche aus den alten Pfennernn, vf schirstkunfftigenn Montage den 3 Februarij gegenn abenndt zu allenndorff Jnnkommenn, solchenn manngell des Saltzbronns nachmals zubesichtigenn, vnnd vf vorige gehabte abrede zurathschlagenn, wie vnnd welcher gestaltt, mit dem baw solt anngefanngenn, vnnd fortgefahren werdenn, Darzu wir dann etliche vonn den Rethenn auch schickenn, vnnd euch auch darbey gern habenn wollenn.

2

Gütlich vnnd freundtlich begerennde, Jr wollet sampt dem Schultheissen Merti[?]1 Anthonienn, vnnd dem Zimmermann Meister Leonnhardenn bey euch als Bawverstenndigenn, bestimpts Montags Jegenn abenndt gewislich daselbst zu allenndorff ann der Werra Jnnkommenn, vnnd vonn solchem Baw rathschlagen zu helffenn, vnnd das nit weigernn noch abschlagen, dann hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn mergklich darann gelegenn sein will, So hat auch ffgl.

3

zu euch in dem als der der dinge mehr dann anndere verstenndigk, ein sonnder

Unsichere Lesungen

  1. Z. 13: Merti[?] — Vorname, evtl. Mertin abgekürzt

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HandschriftS. 241 Bl. 119r

Wortlaut der HandschriftSeite 241

1

Das fünffte Buch. gnediges vertrauwenn, Da ihr euch auch einiger gefahr besorgt, So könnt ihr mit Reisigenn vnnd zu fus so starck ziehenn, das ihr sicher sein mögtt, vnnd Jnn sonnderheit da es euch gelegenn, So wöllet alhier zuziehenn, vnnd vf den Sonntagk zuuor Jegenn abenndt hie annkommen, sollenn die anndern hierzu verordenntenn, des Montags mit euch hinvber reitenn, Das woltenn wir euch guter meinung nit verhaltenn, vnnd ihr thut darann, hochgedachtem vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn sonnder gnedigs wohlgefallenn des wir vnns genntzlich versehenn, vnnd seindt es für vnsere Personn zuuerdienenn willigk, Datum Cassell Sonntags den 12 Januarij Anno 50 Stadthalter, Canntzlar vnnd andere verordennte Rethe zu Cassell.

2

An Heintzenn vonn Lutter zu Ziegenhain. Darnebenn seindt der Lanndtvogtt Sigmundt von Boyneburgk, der Marschalck Wilhelm von Schachtten,

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HandschriftS. 242 Bl. 119v

Wortlaut der HandschriftSeite 242

1

Das fünffte Buch. Doctor Günterodt Canntzlar, sampt den beiden Saltzgreuenn, auch dahin verordennt, vnnd etliche verstenndige Werckmeister, als der Schulthes vnd der Zimmermann zu Ziegennhain, auch etliche Werckverstenndige zu apteroda, darzu beschrieben, also seindt des tags den 5.

2

Februarij Anno 50 daselbst zu allenndorff Jnnkommenn, vnnd erschienen, habenn verhanndelt vnnd des mahls verabschiedt Inmassenn hernach volgt.

3

Nemblich Sigmundt vonn Boyneburgk, Lanndtvogt ann der Werra Hermann vonn Hundelshausenn, Amptmann zu Reichennbach, Wilhelm vonn Schachtenn Hoffmarschalck, Doctor Günterodt Canntzlar, Johann Nordeck, Valtin Schülde, Heinrich Müldener } Saltzgreuenn, Jost Berker[?]1 } Johann Bartholmes Renndtmeister } zum Sodenn, Christoffer Hombergk Saltzwardt } Werckleute Schultheis zu Ziegennhain, M. Anthonius

Unsichere Lesungen

  1. Z. 18: Berker[?] — evtl. Berber

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HandschriftS. 243 Bl. 120r

Wortlaut der HandschriftSeite 243

1

Das fünffte Buch. Hanns Schelpach Werckverstenndiger Jacob Richtter. Gall Richtter } Von apteroda.

2

Meister Paul Zimmermann } Ausschos vonn wegenn gemeiner Pfenner Weisseler[?]1 Schwamflügell vonn Göttingen, Christoffer Gauler vonn Vderstadt Johann Niedennstein, Johann Schaffnit.

3

Hanns Reut. Curt Rülanndt, Thias Thorey, Bernnt Wallis Hanns Prediger Christoffer Baumgartt.

4

Erstlich ist der Saltzbronn im augennschein besichtigett, vnnd Jede ader insonnderheit geschmackt wordenn, vnnd nach gehaptem bedacht, hat der Lanndtvogtt den Pfennernn furgehaltenn, dieweil gebawet werden

Unsichere Lesungen

  1. Z. 8: Weisseler[?] — Vorname unsicher

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HandschriftS. 244 Bl. 120v

Wortlaut der HandschriftSeite 244

1

muß, Ob mann vf vorigem annschlag vnd abschiedt bleibenn, oder ob vonn newem gebawett werdenn soll Darauf sich die geschicktenn der Pfenner bedacht, vnnd sagt Niedennstein nach Repetirung des furhaltens, wehrenn den vorigenn Rathschlage vnnd abschiedt nitt zuwidernn nach Ihrer1[?] verbessernn, Da aber die Rethe annder mittell zum bawenn2, die nit so sorglich vnnd vnnschedtlich werenn, furhettenn, wolten sie gernn annhörenn, doch mit der bedingung, das sie sich zu keiner verlegung hiedurch verpflicht habenn wöllenn, Landtvogt sagt, das mann nit darumb hie sey, zu schedtlichenn bawenn[?] zurathenn, oder sie in beschwerung zubringenn, darumb der protestation vonn vnnöten, vnnd siehet vor gut ann, das die Werckleute durch die Rethe vnnd pfenner in sampt abgehört werdenn, sein die Pfenner willigk, vnd hat der Landtvogt dem Schultheissenn vonn ziegenhain vnnd Schelpachenn die meinung auch furgehaltenn, Ob vf vorigen abschiedt oder vf anndere wege zubawenn, vnnd dem wercke

Unsichere Lesungen

  1. Z. 7: Ihrer — Ihrer oder Ihrem
  2. Z. 13: bawenn — eher bewenn geschrieben

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HandschriftS. 245 Bl. 121r

Wortlaut der HandschriftSeite 245

1

zuhelffenn sey, Darauff sich die beide bedacht vnnd gesagt, das Scheltpach zuuor vor zweyenn Jarenn nit hie gewesenn, aber sie meinenn, das mann keinenn Beuttell mache, vnnd die mit durrem Moß fulle, dieselbigenn vntenn im Born allennthalbenn Imfülle, das nichts ledigk bleibe, Darnach soll mann dielenn vor die löcher im grunde Inn raumenn, vnnd da sich die haltenn, im grunde krumbling zulegenn eins schuchs dick, die könnenn die dielenn ann das faß behebe1[?] annhaltenn, vnnd das dann die augzucht gantz rundt vmb den Saltzbronn herstelle, könt mann sehenn, ob es helffenn wolle oder nit, Jacob vnnd Gallenn Richter vnnd Schweinhanns2 bedennckenn, das dem wercke wohl zuhelffen stehe, denn das wilde wasser falle in der augzucht vnnter sich, vnnd lauffe nit starck.

2

Obenn her im Sohlgrabenn must vfgehabenn, vnnd mit Thon ausgefurtt werdenn, vnnd das der Thonn wohl gearbeit werde, dann dieser manngell sey nit so sorglich als mann gemeint hette, dieweil die Saltzadernn mittenn im Borne sein, aber Innwendigk im Bornn köntt

Unsichere Lesungen

  1. Z. 10: behebe — Lesung unsicher
  2. Z. 13: Schweinhanns — evtl. Schwein hanns getrennt

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HandschriftS. 246 Bl. 121v

Wortlaut der HandschriftSeite 246

1

mann mit krumbling helffenn, wann die adern nit so nahe am fasse vfgehenn aber das wilde wasser falle vnnter den Pfelenn vnnter sich, darumb sey der Thon in vorigenn zeitenn nit recht gemachtt, Innsonnderheit sich nit geburt Pfele in den Thonn zuschlagenn, Das wilde wasser bringt den Thonn nit aus dem Tam, darumb ist der grundt des Saltzbronns Itzo schlamechtigk vnnd schwartz, vnnd die Sohl nit so gut als zuuor, Vom tage herunter zubawenn ist besser dann durchstollen, der Fluede1 halbenn muß der Bornn wie Itzo so hoch gebawet werdenn, Vnnd Je grüener das holtz Inns wasser kömpt, Je besser vnnd wehrhafftiger es ist Paul Zimmermann vonn apteroda bedenncken ist auch also, Vff der Werckmeister bedennckenn, habenn sich die Pfenner bedacht, vnnd gesagt, das sie nachmals bey vorigem Rathschlag beruhenn, doch dergestalt,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: Fluede — Lesung unsicher

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HandschriftS. 247 Bl. 122r

Wortlaut der HandschriftSeite 247

1

das der Tam geoffnet, vnnd vonn newem aus dem grunde gedempt werde, Darnach die augzucht ausgenommenn, vnnd newe gemacht, Da dann daselbst kein manngell, das dann der vmbgang vmb den Bornn gefurt werde, aber in dem Bornn zubawenn, mit krömbling oder annders, tragenn sie vorsorge, das der adern etlich verstopfft wurdenn, So ist auch nit zurathenn, das das gewelbe tieffer solt gesucht werdenn, Landtvogt, das die beide Rethe vnnd Werckleute vor gut annsehenn, das vom tage obenn herab der vmbgang vnnd etwas weitter gebawet werde Die abgestossenn Reiffe im Faß des Saltzbronns sollen vnnd müssenn wiederumb gemacht werdenn, zuuor vnnd ehe mann zu bawenn annfehet, Item vier Pompenn könnenn den Itzigenn Bornn haltenn, aber zum vorrath müssenn auch etliche Pompen gemacht werdenn, Vonn allenn theilenn geschlossenn, das zum furderlichsten zu wettertagenn die decke vffm Tam des Saltzbrons geoffnet, vnnd der Tam gantz vmbher1[?] renouirt werde, darzu vonn wegenn vnnsers gnedigenn Herrnn et

Unsichere Lesungen

  1. Z. 20: vmbher — eher vnncher geschrieben

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HandschriftS. 248 Bl. 122v

Wortlaut der HandschriftSeite 248

1

liche verstenndige Bawleute, desgleichenn die Pfenner auch etliche aus Ihnenn namhafftig darzu ordenenn, vnnd soll mitler zeit alle bereitschafft laut voriger abrede, darzu verschafft werdenn, Innhalt volgennts abschiedts.

2

Zuwissenn vnnd kundt sey allermenniglichen, Nach dem ein zeit darhero der Saltzbronn zum Sodenn vor allenndorff ann der Werra, etwas durch allerley zustehennde menngell vnnd furnemblich durch vervhr=1[?] sachung der schwerenn Roßkunst, in abnehmen kommenn, vnnd baufellig wordenn, Derowegenn im nechstverschienenn acht vnnd vierzigsten Jar, vf was massenn dem vorzukommen vnnd geholffenn werdenn solt, verabschiedt ist, aber Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, die vorsorge getragenn, das damit dem wercke nit möchte geholffenn werdenn, vnd aus anndernn Itzo ermeltenn mündtlichen vhrsach damit bis annhero verzogenn, Dieweil aber die klage vom tage zu tage grosser wirdett, vnnd der manngell augennscheinlich furhanden,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 9: vervhr= — eher verkhr geschrieben

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HandschriftS. 249 Bl. 123r

Wortlaut der HandschriftSeite 249

1

So habenn vonn wegenn des durchleuchtigenn Hochgebornenn furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsen Landtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnpogk ⁊c.1

2

vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, ffgl2 gedachte Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, vnns nachbenenttenn, Nemblich Sigmundt vonn Boyneburgk Landtvogt ann der Werra, Hermann vonn Hundelshausenn, amptmann zu Reichennbach, Wilhelm vonn Schachtenn Marschalck, Thilemann Gunterodt Doctor vnnd Canntzlar, Johann Nordeck vnnd Valtin Thulde3[?] vogt zu Wannfriedenn, die Beuelchhaber vnnd amptknechte zum Sodenn, Heinrich Muldener, Jost Berker vonn Hombergk, Johann Bartholmes vnnd Christoff Hombergk heut Dato alhier in augennschein verordtnet, darzu auch Gemeine Pfenner beschriebenn, vonn dero vnd Irer selbst wegenn, darbey vnnd mit vnns zum Sodenn in besichtigung erschienenn seindt, mit nahmenn Johann Niedennstein, Johann Schaffnit der Elter, Hanns Neut4, Geiseler Schwannflugell von Gottingk,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: ⁊c. — Kürzelschleife für etc.
  2. Z. 4: ffgl — Kürzel, fürstlich gnädig
  3. Z. 11: Thulde — Thulde oder Schulde
  4. Z. 20: Neut — Lesung unsicher

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HandschriftS. 250 Bl. 123v

Wortlaut der HandschriftSeite 250

1

Thias Thorey1, Curt Rulanndt, Bernnhardt Wallis, Christoff Gaugler2[?] vonn Duderstadt, Hanns Frediger vnnd Christoff Baumgart, vnnd habenn anfennglich alle derwegenn ergangnen vorige schrifften Rathschlege vnnd abschiede verlesenn, Darnach den Saltzbronn besichtiget, die vornembstenn Saltzadernn Innsonnderheit geschmeckt, vnnd ann Irer rechten naturlichenn substantz |:

2

Gott lob :| gut vnnd gerecht, aber am gebeuwe vmb den Saltzbronn etwas manngell befundenn, Welche gebrechenn etliche aus vnns vonn beidenn theilenn, sampt den Itzo alhie erfordertenn Werckmeisternn, Bauverstenndigenn vnnd Werckleutenn, notturfftiglichenn besichtigenn lassenn, vnnd nach Ingenommenen bericht vnnd allerley vnnderredung vnns einmütiglichenn beschlossenn vnnd verglichenn, das vermöge voriges obanngeregtenn abschiedts nachmahls alle bereitschafft, vnnd was zum Baw vonn nöten sein will, durch hochgedachts vnnsers gnedigen furstenn vnnd Herrnn Beamptenn zum Sodenn, be

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: Thorey — Lesung unsicher
  2. Z. 2: Gaugler — Gaugler oder Gangler

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HandschriftS. 251 Bl. 124r

Wortlaut der HandschriftSeite 251

1

stelt vnnd verschafft werdenn, vnnd sollenn zum furderlichenn vmb den Saltzbronn mit abbrechung des Kunsthauses, so Meister Jorge Behem1 erbawet, vnd zweyer oder dreyer Bode, so dem Saltzbronn zu nahe stehenn Raum vnnd platz machenn, als viel die noturfft erfordert, doch soll vonn wegenn hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn Gemeinen Pfennernn ann stadt vnnd vonn wegenn dero darin beerbtenn Pfennernn, dargegenn souiel Bodenn, als der abgebrochenn seindt, vonn Irer f gl.

2

Bodenn vf der kleinenn Wistenn, so balde dargegenn vbergebenn, zugestalt, vnnd versichert werdenn, bis so lanng vonn wegenn Irer f gl.

3

dieselbigenn abgebrochenn Boden wiederumb erbawet, vnnd in ganng bracht worden seindt, als dann sollenn ffgl.

4

Ire Bode souiel der seindt, wiederumb zugestelt, vnnd Ingereumbt werdenn, sonnder alle ausflucht vnnd wegerung.

5

Furter soll in diesem Frueling zum furderlichstenn zu wetter tagenn der Baw des Saltzbronns nachuolgennder gestalt vorgenommenn vnnd ausgefurtt

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: Behem — Lesung unsicher

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HandschriftS. 252 Bl. 124v

Wortlaut der HandschriftSeite 252

1

werdenn, darzu dann etliche verstenndige Werckvnnd Baw leute, auch vonn wegenn hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn vnnd Gemeinenn Pfennernn, sechs oder acht personen, die solchs am bestenn verstanndt habenn, denselbigen trew, vleissigk vor, vnnd ob zusein verordenntt, vnnd Innwenndigk Monats frist, den nechstenn nach dato, vonn beider herschafft wegenn nambhafftigk gemacht, vnnd einannder zugeschrieben werdenn, Die sollenn annfenngklich die decken vffm Tam des Saltzbronns zwischenn beiden fassen öffenn, denselbigenn Tam stuckweis vonn obenn herab bis zu grunde, ein stuck nach dem anndern ausnehmenn, das faß im grunde auswenndigk, da es baw oder manngelhafftigk befundenn, mitt dielenn, krumbling, holtz vnnd anndernn, was die notturfft erfordert, vnnd die gelegennheitt annzeigenn wirdt, zum bestenn wohl verbawen, vnnd dann wiederumb mit gutem Thon, der recht wohl mit sonndernn vleis gearbeitt, vnd zubereit,

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HandschriftS. 253 Bl. 125r

Wortlaut der HandschriftSeite 253

1

vom grunde bis obenn aus vertennenn1[?], vnnd das also gerings vmbher fuerenn, Dergestalt, das mann gewis sey, das zun seittenn her nichts zu oder aus dem Saltzbronn fliessenn kann, vnnd so die arbeit vnnd der Baw also anngefanngenn wirdt, So sollenn die darzu verordennte dem Schultheissenn zu Ziegennhain Meister anthonienn abe vnnd zu zureitenn, auch Jacob Richtern vnnd Hannsenn Scheltbach zu sich beschreibenn, vnnd vmb geburliche belohnung mit zusehenn, vnnd annrathenn helffenn lassenn, damit in dem nichts verseumpt, noch verwarlost werde, vnnd sollenn vor annfanng des bawes vnnd eroffnung der deckenn, vier oder funf reiffe, souiel dero vonnötenn, Innwenndigk Inn das faß des Saltzbronns, Inmassenn wie die hieuor darin gewesenn, gemacht, oder sonnst das faß vnuerruckt starck stehenn bleibe, Wann dann solcher Tam also renouirt vnnd gebessert, vnnd vmb das gantz faß ausgefurt wirdt, So kann mann dann weitter sehenn, da sich das siedenn bessert, wie vnnd welcher

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: vertennenn — evtl. vertemmenn

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HandschriftS. 254 Bl. 125v

Wortlaut der HandschriftSeite 254

1

gestalt auswenndigk vmbher, vnd auch in der abzucht des vmbgangs, denselbigenn auch zu renouiren vnnd zuuerbessernn, vnnd gerings vmbher vmb den Saltzbronn her zufurenn, furzunehmenn sein will, vnnd sollenn vnnd wollenn der ausschos gemeiner Pfenner vnnd Ire verordennte vffseher des Bawes, alles was hierin nutzlich vnnd gut ist, vnnd sie zum bestenn verstehenn könnenn, Jederzeit trewlich mit annrathenn helffenn, ohnn weigerung, doch das sie mit Irem Itzigenn vnnd kunfftigenn trewenn Rath vfsehenn, vnnd befurderung des berurtenn gebawes, den furstlichenn vfgerichtenn vertregenn, der Location vnnd allenn anndernn Irenn gerechtigkeitenn nichts zuwieder wollenn gewilligt, gehanndelt, oder begebenn habenn, das sey Ihnenn hiemit ausdrücklichenn vorbehaltenn, alles sonnder geferde vnnd argeliste, Vnd ist dieser abschiedt heut dato vonn vnns obbenantenn allenn, also einmütiglichenn anngenommenn, belibt vnnd bewilligt, dem also allennthalbenn

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HandschriftS. 255 Bl. 126r

Wortlaut der HandschriftSeite 255

1

nachzukommenn vnnd zugelebenn, Welcher abschiedt duppell1[?] gefertiget, durch vnns obbenenten alle mit eigenn hanndenn vnterzeichnet, vnnd Jedem theile einenn zugestelt, vnnd gebenn wordenn ist zum Sodenn am 6 des Monats Februarij anno 1550.

2

Justus Pistoris Sigmundt vonn Boyneburgk Hermann vonn Hundelshausenn, Wilhelm vonn Schachten Thilomann Gunterodt Canntzlar, Johann Nordeck, Heinrich Muldener Johann Bartholmes Christoffer Hombergk Johann Nidennstein, Johann Schaffnit.

3

Geiseler Schwannflugell Thias Thorey, Christoff Baumgart, Hanns Neuth2

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: duppell — duppell oder zuppell
  2. Z. 21: Neuth — Lesung unsicher

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HandschriftS. 256 Bl. 126v

Wortlaut der HandschriftSeite 256

1

Bernnt Waldis Churt Wulandt1 Hanns Prediger Vff Jtzt Inserirten abschiedt vnnd beschene Relation habenn die Furstlichenn Herrenn Stadthalter vnnd Räthe, vermuge desselbigenn abschiedts, von wegenn hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnd herrnn, sfgl.2

2

Rethe vnnd diener, als drey personn mit nahmenn, die Edtlenn Ernvestenn, Wolachtparn vnnd Erbarnn Juncker Hermann vonn Hundelshausenn zu Cromin3[?], Amptmann zu Reichennbach, Johan Nordeckenn vnnd Valtin Thuldenn Vogt zu Wenfriedenn solchenn Bauw benebenn den Beambtenn zum Bodenn, vnnd den dreyenn Personenn, so die Pfenner darzu ordenenn werdenn, fur zusein verordennt vnnd beschriebenn, vnnd solchs den Pfennern anngezeigt, auch wiederumb vonn Ihnenn beantworttet wordenn, wie volgt, Vnsernn gunstigenn grus zuuor, Erbar, Ersamenn vnnd Weysenn gute Gönner vnnd freunde.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: Wulandt — Wulandt oder Wielandt
  2. Z. 8: sfgl. — Abkürzung, Lesung unsicher
  3. Z. 11: Cromin — Ortsname unsicher

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HandschriftS. 257 Bl. 127r

Wortlaut der HandschriftSeite 257

1

Jungstenn des Saltzbronns erbauung halbenn genommenn abschiedt nach, ernennenn wir ann stadt des durchleuchtigenn Hochgebornenn vnnsers gnedigen furstenn vnnd herrnn, nachuerzeichnete drey Personenn, Nemblich Hermann vonn Hundelshausenn, Amptmann zu Reichennbach, Johann Nordeckenn, vnnd Valten Thuldenn Vogt zu Wennfriedenn1, dieselbenn sollenn vonn wegenn sfgl.2

2

mit vnnd nebenn den euernn, vf erforderung der Saltzgreuenn, solchenn Bauw mit vleis furzusehenn, vnnd zusehenn, das nit3[?] vbell erger gemacht werde, Solches woltenn wir euch vermuge obanngeregtes abschiedts guter meinung nit verhaltenn, Dann euch zu gunstigen vnnd freundtlichenn willenn seindt wir geneigt.

3

Datum Cassell den 23 Februarij anno 50. Stadthalter, Canntzlar vnnd Räthe zu Cassell Den Erbarnn, Ersamenn vnnd weisenn, vnsern gutenn Gönner vnndfreundenn, Gemeinenn Pfennern vnnd Iren geordentenn Saltzgreuenn zu allenndorff ann der Werra.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 7: Wennfriedenn — Lücke im Wort, Lesung unsicher
  2. Z. 8: sfgl. — Abkürzung
  3. Z. 10: nit — nit oder mit

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HandschriftS. 258 Bl. 127v

Wortlaut der HandschriftSeite 258

1

Den Erbarnn vnnd Wohlachtparnn Jostenn Beckern, Saltzgreuenn sampt anndernn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Beuelhabern zum Bodenn, vnnsernn gutenn Gönnernn, Vnnser freundtlich diennst zuuor Erbarnn vnnd Wohlachtparnn gute Gönner vnnd freunde, Nach dem vnns Itzo die Edtlenn Gestrenngenn vnnd Ernuesten Herrnn Stadthalter, Canntzlar vnnd anndere Rethe zu Cassell, des letzt genommenen abschiedts, erbauung des Saltzbronns halbenn, Im nahmenn vnnsers gl.

2

fl. vnnd herrnn zu Hessenn geschriebenn, vnd drey Personenn, welche vonn sfgl.1 zu solchenn bauw verordennt, Nemblich Hermann vonn Hundelshausenn, amptmann zu Reichennbach, Johann Nordecken, vnnd Valtin Thuldenn Vogt zu Wennfriedenn, So habenn gemeine Pfenner, vonn Irer wegenn zu solchenn Bauw Johann Niedennstein, Johann Schaff[gestrichen:

3

nit]nit den Elternn vnnd Thias Thorey verordennt verordennt, Solches wollenn wir euch vermöge des abschiedts guter wohlmeinung nit verhalten

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: sfgl. — Abkürzung
  2. Z. 17: [gestrichen: nit] — gestrichene Buchstaben unsicher

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ZusammenfassungS. 259–277

Was ein Bau von 1550 braucht. Bevor gegraben wird, wird gerechnet, geworben und eingekauft — und weil der Salzgraf Jost Becker alles notiert, weiß man heute, was ein frühneuzeitlicher Großbaustellenbetrieb kostete.

Die Löhne stehen fest: Dem Meister gibt man „für Kost und Lohn die Woche einen Taler“, dem Arbeiter einen Ortsgulden Münze, „desgleichen am Sonntag eine Mahlzeit“. Spaten werden auf Vorrat beschafft. Am Mittwoch nach Quasimodogeniti soll auf dem Dickenberg zu graben begonnen werden — dort holt man den Ton.

Und dann eine Zeile, die den ganzen Betrieb in einem Bild zeigt: „Der Forsthafer zu Roßbach muss heraufgeschafft werden, denn zu Eschwege und Wanfried will kein Hafer mehr vorhanden sein.“ Wenn man einen Brunnen baut, muss man zuerst wissen, wovon die Pferde leben.

HandschriftS. 259 Bl. 128r

Wortlaut der HandschriftSeite 259

1

vnnd seindt euch freundtlich zu wilfahrenn geneigt. Datum Allenndorff den 6 Martij Anno 50.

2

Gemeine Pfenner zu Allendorff ann der Werra. Aus beueles des Herrnn Stadthalters ist hierauff den letztenn Februarij Anno 50.

3

vnnserm gnedigenn Herrn des Saltzbronns erbawung vnnd Muldeners seligenn tödtlichenn abganngs halbenn in schrifftenn bericht geschehenn, Also Durchleuchtiger Hochgeborner Fürst, E.

4

F. Gl. sein mein vnnderthenig schuldigk, vnnd ganntz vleiswilligk diennst altzeit zuuor, Gnediger fürst vnd herr, Vhnn zweiuell werdenn E.

5

f. gl. sich noch gnediglich zuerInnernn wissenn, Was gestalt Efgl. Ich als sie am letztenn mit Kayr:

6

Mayt: verschienen 48. Jars zu Speyr gewesenn, alle gelegennheitt des Saltzwergks zum Bodenn fur Allenndorff an der Werra Innsonnderheit des Saltzbronns erbawung

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: E. F. Gl. — Abkürzung, Buchstaben unsicher

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HandschriftS. 260 Bl. 128v

Wortlaut der HandschriftSeite 260

1

halber nach der lennge mit allenn vmbstenndenn bericht gethann, Darauf dann E. fgl. des mahls, vnnd sieder auch hernach alwege den Beuelch geben, das mann am Saltzbronn also bauwenn solt, das nit vbell erger gemacht werde, Dieweil sich aber sieder E.

2

f. gl. der Saltzbronn Jedes Jars im Frueling gebessert, das die Böder zufriedenn gewesenn, vnnd ann der Sohl nit grossenn manngell gehabt, bis vngeuehrlich Jedes Jars vmb Jacobi oder Bartholomei, wann die Laubrost1 annfielt, bis wiederumb vf den Frueling sich die Sohl geringertt, So hat mann mit dem Bauw vfgezogenn, vnnd verhofft, es solt E.

3

f. gl. erlediget werdenn, vnnd solch bauw, dieweil der etwas sorglich vnnd schwere, selbst verordenet habenn, das sich dann, leider Gott erbarmbs, bis noch in die lennge vertzogenn, also hat der Saltzbronn verschienen Weynachtenn im Saltzlager, da die Böder in acht tagenn kein Saltz sieden, wie dann zuuor mehr geschehenn ist, sich gantz sehr verendert, das mann sich besorgt, das mehr weilt2[?]

Unsichere Lesungen

  1. Z. 10: Laubrost — Lesung unsicher
  2. Z. 20: weilt — Wortende unsicher

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HandschriftS. 261 Bl. 129r

Wortlaut der HandschriftSeite 261

1

wasser dann zuuor sich darin vnnter gemischt haben möcht, Als wir aber denn Saltzbronn ganntz erschepfft, vnnd Jörgenn Behmenn so vonn E.

2

f. gl. vnnd der Pfenner wegenn vor einenn Bornmeister zugleich bestelt gewesenn, gemuglich1 beuhrlaubt, vnd sein Rosdinst hinwegk gethann, hat mann gesehenn, das die Saltzadernn Got lob noch also volkomlich, als die alwege gewesenn, starck gnug ganngenn, alleine das das fas vffenn Bodenn etwas manngelhafftigk, Vnnd wiewohl vor dreyenn Jarenn verabschiedett, wie mann bauwenn solt, welchenn abschiedt E.

3

F. G. Ich auch desmahls zu Speyr annzeigenn lassen, So habenn doch E. f. gl. Stadthalter vnnd Räthe, nebenn vnns die fursorge getragenn, solches auch den Pfennernn geschriebenn, ob der Bauw schonn also solt furgenommenn werdenn, das damit dennoch dem Haupt werck, nit mocht stadtlich gnugsamb geholfenn, vnnd den Bödernn Ire klage abgelegt sein, zu dem das die Pfenner solchs fur ein Schlisswergk, vnnd keinenn neuwenn Bauw achtenn, vnd derwegl2[?] den halbenntheil des Bauwgelts zuerlegenn, nitt

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: gemuglich — Lesung unsicher
  2. Z. 20: derwegl — wohl derwegen, Kürzung

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HandschriftS. 262 Bl. 129v

Wortlaut der HandschriftSeite 262

1

bewilligenn, Sonndernn das allein vf E. f. gl. tringenn wollenn, Welches dann also allein vonn E.

2

f. gl. wegenn, soll mann annders zum bauwenn kommenn, verlegt werdenn mus, vnnd damitt mann sich enndtlich, wie vnnd welcher gestaltt, wohl vnnd nutzlich gebauwet, vnnd nit vbell erger gemacht wurde, enndtschlosse, So hatt man abermahls nechstuerschienenn den 6 Februarij dis Itzigenn Jars zu Allenndorff mit den Pfennernn einenn tagk gehaltenn, vnnd sich darauf abermahls eines abschiedts verglichenn, wie E.

3

f. gl. ab Innliegennder Copien, gnediglich zuuernehmenn habenn, demselbenn abschiedt wirdt mann also allennthalbenn mit vleis nachsetzenn, Wie wir dann solchs vnnd alle anndere gelegenheit des Saltzwergks im augennschein zum Bodenn, am nechstvergangenenn Sontag nach Esto mihi E.

4

f. gl. diener Reinhardt Abell mündtlich bericht vnnd geweisenn habenn, aber mitler zeit, als nechstuerschienenn Dinstags nach Inuocauit, den 25 dieses Monats Februarij zu Mittage zwischen

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HandschriftS. 263 Bl. 130r

Wortlaut der HandschriftSeite 263

1

Elff vnnd zwolff vhrenn, Ist E. f. gl. diener Henrich Muldener, dem E. f. gl. sonnderlich solchs neben mir beuohlenn vnnd vertrauwet, Plutzlich vnnd subito mit todt abganngenn, vnnd alhie zur erdenn bestadt wordenn, der almechtig wolle der seelenn gnedig vnd barmhertzigk zu sein geruhenn, vnnd kann Ich seiner gelegennheit nach, dieweil Ime altzeit der athem sehr kurtz nit annders erachtenn, dann das die Lunge Ime vfgestiegenn, vnnd Inenn erstickt habe, das dann nit allein E.

2

f. gl. sonndernn auch diesem Bauw, Gemeiner stadt Cassell, vnnd sein weib vnnd kindern, zu mercklicher vnwiederbringlicher grossen beschwerung gereicht, Wie dann Reinhardt E.

3

f. gl. auch solchs mündtlich berichtenn wirdt, Nun will der Bauw lennger nit vfgezogenn, sondernn anngefanngenn vnnd volnnfuhrt sein, Dartzu dann sondere verstenndige Bauwleute hoch vonnötenn, Innsonderheit das zuuor vnnd ehr ein solcher verwalter, wie Muldener seliger gewesenn, welchem E.

4

f. gl. vertrauwenn, vnnd der auch auffs bauwenn verstanndt habe, geordent werde. So habenn die Herrn

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HandschriftS. 264 Bl. 130v

Wortlaut der HandschriftSeite 264

1

Stadthalter, Canntzlar vnnd Räthe sich mitt mir daruonn nach nottturfft vnnderredt, Wissenn aber noch zur zeit sonnder vorwissenn E.

2

f. gl. vf keinenn zuschliessenn, dann die Jehnenn so dartzu zugebrauch, anngezeigt, der ist einer ein Pfenner nitt, der annder dahin verwanndt, dem drittenn möchtenn E.

3

f. gl. nit vertrawenn, So verstehenn der Vierdte, oder sie mehrertheils der oder solcher grundtbeuwe nichtt darumb einer annsehnlichenn verstenndigenn vnnd auch beglaubtenn Personn dartzu zuordenenn vonnötenn, Dieweil aber nicht desto weniger will vnnd mus bestellung oder bereitschafft, zu solchem bauw furgefahrenn werdenn, So ist vor notwenndigk vnnd gut anngesehenn, das mitler zeitt bis vf E.

4

f. gl. weitternn beuelch ann Muldeners seligenn stadt, Johann Nordeck, der der dinge mehr dann anndere verstanndt, auch bey E.

5

f. gl. glauben hatt, solt gebraucht, vnnd mit Ime sich darin nitt zubeschwerenn furderlich gehanndelt werdenn, der zuuersicht, da er annder geschefftte halbenn dartzu thun

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HandschriftS. 265 Bl. 131r

Wortlaut der HandschriftSeite 265

1

kann, Er werde sich darin weigernn, bis solanng das E. F. G. sich erklere, wie vnnd welcher gestalt es damit gehaltenn werdenn solt, dann warlich wie E.

2

F. G. wohl wissenn, So hab Ich der sorglichen schwerenn grundtbeuwe keinenn sonnderlichenn verstanndt, vnnd well hierann mercklich vnnd viel gelegenn sein, So wissenn E.

3

F. G., das mann vonn annfanng bis daher des Saltzbronn, als das Heuptgut, vnnd Auge apfell zuerbauwenn viel bedenckens vnnd fursorge gehapt hat, vnnd noch, vnnd stehet solches vielen leuten zuuertrauwenn, allerley vhrsach halbenn in bedenckenn, Welches E.

4

f. gl. Ich in vnnderthenigkeit gestaltenn sachenn nach, mit beschwertem gemüte, nit habenn könnenn verhaltenn, dieselbig Gott dem almechtigenn in seinenn schutz vnnd schirm, vnnd mich Inn vnnderthenigkeit zu gnadenn thue beuehlenn, derselbe sie zum aller furderlichstenn gnediglich zuerledigenn geruhen wolle Datum Cassell den letzten Februarij anno 50.

5

E. F. G. Schuldiger vndganntz vleiswilliger diener Jost Becker von Hombergk

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HandschriftS. 266 Bl. 131v

Wortlaut der HandschriftSeite 266

1

Dem Erbarnn vnnd Wohlachtparnn Jost Beckernn Saltzgreuenn im Bodenn, Meinem gunstigenn Herrn vnnd freunde, Mein ganntz willig diennst altzeit zuuor Ernnhaffter gunstiger Herr vnnd freundt, Vnnserm Jungst genommenn abschiedt nach hab ich die ding des Saltzwercks halb ann meinenn gnedigenn Herrnn bracht, auch sfgl.1

2

was ehr mich sehenn lassenn, vnnd darneben beuohlenn, berichtett, vnd ist Erstlich sein F.

3

G. vmb Muldeners seligen tödtlichenn abganng betrubt, vnnd ganntz gnediglich mitleidigk, Sagt wo er vmb acht tausenndt gulden wieder zubringenn were, die woltenn sfgl.

4

gernne vmb Inenn gebenn, Darnach ist sfgl. souiel den Bauw am Saltzbronnenn betrifft, auch gnediglich zufriedenn, das mann darmit wercklich furtfahre, wie das abgeredt worden, vnnd Ihrs furhapt, Auch lest sfgl. Ihnenn gefallenn, das Nordeck euch

Unsichere Lesungen

  1. Z. 8: sfgl. — Abkürzung

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HandschriftS. 267 Bl. 132r

Wortlaut der HandschriftSeite 267

1

ann Muldeners seligenn stadt, vfs Saltzwergk zuzusehenn, zuuerordennt wordenn, doch das Irs beide bey der vorigenn Ordenung, so Muldener seliger gehaltenn, sollet in alwege bleibenn lassenn, vnnd kein neuwerung ohnne meins gnedigenn Herrnn vorwissen ann die hanndt nehmenn, Das solt ich euch dem ich zudienenn willigk also eroffnenn, datum Vdenardenn den 11[?] Aprilis Anno 50.

2

Reinhardt Abell Darauf den Secretarien dienern bringenn am Osterabenndt den 5 Aprilis zu Cassell mir Jostenn zugestelt Anno 50.

3

Das Henrich Muldener gestorbenn ist mir treulich leidt, ist not das ihr nebenn Jost Beckernn einenn setzet, der geschickt, treuw vnnd erfahrenn sey, vfzusehenn, vff den Saltzbronn zu Allenndorff.

4

Vnnd ladt2 das Saltzwerck in allem wesenn vnnd orde

Unsichere Lesungen

  1. Z. 8: 1 — Tageszahl, Lücke, unsicher
  2. Z. 18: ladt — Lesung unsicher

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HandschriftS. 268 Bl. 132v

Wortlaut der HandschriftSeite 268

1

nung haltenn, wie es bey Henrich Muldenernn gehaltenn wordenn mit allenn dingenn, desgleichenn mit dem holtzfließenn, holtzkauff vnnd anndernn, mit verschließenn des Saltzkauffs, Vmfuhre herab Inns Lanndt, Saltz wieder hinanfarn[?] Seyne[?], auch mit Vberreichung2[?] des Vbens Im dinsthauß zu Cassell vf dem Platz.

2

Ich laß mir gefallenn, das Nordeck3[?] ann Henrich Muldeners stadt zu dem Itzigenn Baw des Bronns gesatzt, bisolang ich mich resoluire, wer enndtlich an Muldeners stadt bleibenn soll, vnnd das derselbige so gesetzt wirdet, nach seinem kopff nicht hanndele, Sonnder alle dinge laß bleibenn, wie es Muldener geordnet hatt.

3

Das der Saltzbronn gebauwet, laß ich mir gefallenn, doch wolt vfsehenn, das souiel muglich nichtts böses gemachtt.

4

So habenn habenn die Furstliche Herrnn Stadthalter vnnd Rethe nachuolgendenn offenenn

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: hinanfarn Seyne — beide Wörter unsicher
  2. Z. 6: Vberreichung — oder Vberrechnung
  3. Z. 8: Nordeck — Name, Endung unklar

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HandschriftS. 269 Bl. 133r

Wortlaut der HandschriftSeite 269

1

brieff des Bawes halbenn gebenn Wir des Durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnpogenn etc Vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn verordennte Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell, Fugenn hiemit allenn vnd Jedenn ffgl amptknechtenn1[?] vnnd dienernn zu Eschwege Beylstein, Wanfriedt, Allenndorff, Witzennhausenn, Ludwigstein, Reichennbach, vnnd Lichtenaw zuwissenn, das wir vonn hochgedachts vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd herrnn wegenn verordnet haben, am Saltzbronn zun Sodenn zubauwenn, vnnd den nach notturfft zubessernn.

2

Darumb beuehlenn wir euch vonn hochgedachts vnnsers gnedigenn fursten vnd herrnn wegenn, ganntz ernnstlich, vor vnns guetlich begerennde, das ihr alles das Jenige, darumb ihr zu solchem Baw, vonn denenn darzu verordenntenn angesucht werdet, vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, dahin verschaffet, vnnd darann ganntz vnnd gar nichts manngeln lassett.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 8: amptknechtenn — oder amptleuthenn

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HandschriftS. 270 Bl. 133v

Wortlaut der HandschriftSeite 270

1

Das kompt hochgedachtenn vnnsernn gnedigenn fursten vnnd herrnn, gemeiner Lanndtschafft vnnd euch selbst zum bestenn.

2

Das wir vnns genntzlich versehenn, vnnd wollens fur vnns gernn beschuldenn, Inn Vrkunde Vnnter hochgedachts vnnsers gnedigen furstenn vnnd herrnn hieraufgetrucktenn Secret Gebenn zu Cassell den 14.

3

Aprilis Anno 50. Cammermeister Vnnd ist darauff durch die verordenntenn berathschlagt zu Allenndorff ann der Werra, den 11.

4

Aprilis Anno 50. wie volgt, Anno 1550 den 11. tag Aprilis vff schrifftlichenn beueles der Herrn Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell.

5

Habenn sich die Nachuerzeichnete verordenntenn zu dem Baw des Saltzbronns, vf nachuolgennde Articul vnnderredt, vnnd verglichenn wie nachstehett, also, wir verordenntenn seindt Hermann vonn Hundelshausenn, Johann Nordeck, Valtin Schuldt1[?], Jobst

Unsichere Lesungen

  1. Z. 19: Schuldt — oder Thuldt

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HandschriftS. 271 Bl. 134r

Wortlaut der HandschriftSeite 271

1

Becker, vnnd die amptknechte zun Sodenn vonn wegen vnnsers gnedigenn herrnn, vnnd dann die Burgermeister zu Allenndorff, Schaffnit[?], Niedernstein[?], vnnd Mathias Thorey2[?], als Saltzgreuenn vnnd verordennte vonn wegenn gemeiner Pfenner vnnd Irer selbst.

2

Erstlich ist allenn vmbstenndenn vnnd gelegennheiten, nach allem furgehabtenn notturfftigenn Rathschlage vnnd bedennckenn fur gut anngesehenn, das der Baw vf den nehistkunfftigenn Montage nach Jubilate Im nahmenn des herrnn, mit gutem stattenn angefanngenn werdenn soll, darzu dann nachuolgende werckleute bestelt werdenn, vnnd sollenn obbenente verordennte, vf donnerstags nach Jubilate Jegenn abenndt als dann gewißlich wiederumb zun Soden annkommenn.

3

Zimmerleute. Zu werckleutenn sollenn gebraucht werdenn, Meister Hanns Wetzell, soll sich mit verstenndigenn zunechtenn geschickt machenn, denenn soll mann geburliche taglohnn, vnnd Ime Meister Hannsenn Jedes tags

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: Schaffnit, Niedernstein — Namen, Lesung unsicher
  2. Z. 4: Thorey — Name, Lesung unsicher

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HandschriftS. 272 Bl. 134v

Wortlaut der HandschriftSeite 272

1

wenn er arbeit vor kost vnnd lohnn Ein ortts guldenn1 Muntz gebenn, Desgleichenn den Sonntage ein Malzeit, Wurde er aber des Sonntags auch arbeitenn mussenn, so soll im obberurt taglohnn zur Malzeit auch gebenn werdenn, vnnd soll Ime noch ein geschickter vnnd erfahrner zimmermann zugeordent werdenn, Desgleichenn ein verstenndiger Werckmann, die vf wasser vnnd zimmer verstanndt haben, Mit denenn soll mann sich auch vor kost vnnd Lohn des taglohnns vergleichenn.

2

Da mann auch den zimmermann vnnd schultheißenn zu Ziegenhain habenn kann, sollenn sie dabey sein, vermuge des abschiedts, Derwegenn sie zur notturfft hieher zubeschreibenn sein Vor ainenn Walmeister soll vonn Cassell Meister Curt sich mit zehenn gutenn knechttenn, die Inn Irer arbeit bestenndig verharrenn, vnnd treulich arbeitenn, gefast machenn, vnnd das sie Ire Spadenn mit sich bringenn, doch sollenn zum vorrath auch

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: ortts guldenn — rot unterstrichen, Wortgrenze unklar

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HandschriftS. 273 Bl. 135r

Wortlaut der HandschriftSeite 273

1

etlich Spadenn, Inn vorrath alhie verschafft werdenn, vnnd soll mann zur kost vnnd lohnn dem Meister die wochenn einenn thaler gebenn, vnnd einem Jeden knechte des tags vor kost vnnd lohnn, vfs meiste — 4 alb, vnd sollenn verpflicht sein, nach gelegennheit der notgebeuw, außerhalb der zeit vnnd stunde, wie sie zu arbeitenn pflegenn, sich tage vnnd nacht gutwillig brauchen lassenn.

2

Dargegenn soll mann Ihnenn vergleichung oder vf anndere stunde enntsetzung thun. Der Thon Meister soll sein.

3

Heintz Horchappell, der soll den Thonn schlagenn vnnd bereitenn mit Hanns Schilpachs Rath vnnd zuthun, vnnd den Lam aus dem grunde wohl setzenn, einschlagenn vnnd verwarenn, vnnd soll der deupffer1 Hanns Frannck2[?] zu Cassell vff Donnerstagk nach Jubilate, auch hieruber beschriebenn werdenn, vnnd soll Heintz Horchappelnn vor kost vnnd Lohnn die wochenn ein guldenn Muntz gebenn werdenn, vnd was er vor bereitschafft bedarff, soll Ime alsbaldt verschafft werdenn, Soll mit Thongrabenn als

Unsichere Lesungen

  1. Z. 14: deupffer — Lesung unsicher
  2. Z. 15: Frannck — Name, Endung unklar

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HandschriftS. 274 Bl. 135v

Wortlaut der HandschriftSeite 274

1

baldt vff nehistkunfftigenn Mitwochenn, nach Quasimodogeniti vffenn Dickennberge1 annfahenn zugrabenn.

2

derwegenn Bernnt vonn Bischoffshausenn Itzo geschriebenn, vnnder solchs zugestattenn, gewilliget hat, doch das ann der Sat kein schaden thue, Item Jacob Richternn vnnd Gallenn auch hier zubeschreibenn, Wann es die notturfft erfordert, vnnd etwa sonnst nach einem verstenndigenn Werckmann vonn Iba oder Elmbach2[?] wann in grundt kömpt, Vnnd ob es die notturfft erfordert, das mann Meurer habenn muste, So soll mann vf Hannsenn vonn Franckfurdt, vnnd sonnst nach einem geschicktenn Meister sonnderlich der vf grundtbeuwe im wasser gearbeitt habe, vnnd wo es vonn nötenn, Inn die vier hundertt fuder steine in vorrath brechenn zulassenn, das man die in der eyle, habenn vnnd brauchenn könne, Vnnd furs aller erste, sollenn zwischenn hie vnnd Jubilate Innwenndigk Inn den Saltzbronn vier Reiffe vonn Krömbling gemacht werdenn, wie der abschiedt vermagk, die das faß steiff haltenn, vnnd derwegen

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: Dickennberge — Ortsname, Lesung unsicher
  2. Z. 9: Elmbach — Ortsname, Lesung unsicher

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HandschriftS. 275 Bl. 136r

Wortlaut der HandschriftSeite 275

1

keiner befahrt zubesorgenn, wie dann der zimmermann Itzo notturfftig bericht ist, Darnach soll die Decke geoffnet vnnd der Tham stuckweis, vnnd nit ganntz vf einmahl ausgefuhrt werdenn, wie solchs die gelegennheit gebenn wirdt, Des Raums halbenn vmb den Saltzbronn, ist Itzo noturfftige besichtigung geschehenn, vnnd soll also bey dem furgenommenn Raum bleibenn, bis zu weitter noturfft, als dann hat mann sich weitter derwegen zuvergleichenn, Vnnd ist hieruf vonn allem notwenndigenn vorrath geredt vnnd befundenn, das albereit im vorrath eichenn holtz, Eichenn dielenn, Krömblinge, Schupffenn, karren, Spadenn, Strennge, Seyle vnnd Thon gefurt, vnnd vor augenn ist, vnnd soll noch Itzo zum furderlichstenn mehr Thon gegrabenn vnnd gefurt werden, Desgleichenn ein gute notturfft arm Mose1[?] zun vorrath als balde holenn zulassenn, vnnd sollenn etlich Leinenn Beuttell, klein vnnd groß Itzo auch darzu gemacht werdenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 17: arm Mose — Lesung unsicher

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HandschriftS. 276 Bl. 136v

Wortlaut der HandschriftSeite 276

1

Der forsthaffer1[?] zu Roßbach muß herauff verschafft, dann zu Eschwege vnnd Wannfriedt kein Haffer mehr sein will, wie die amptknechte berichtenn, darumb mann sich erkundenn, Haw vnnd stro muß auch anhero verordent sein, darumb vonnötenn, das die Vchsenn zu Eschwege abgeschafft werdenn, kann mann daselbst haw vnd stro enndtrathenn, muß dem kuchenmeister anngezeigtt werdenn, Es soll auch aller vnnkost, beide das Bawgeldt, zerung vnnd annders, alles was sich in diesem Baw auszugebenn notturfftig zutregt, klar vnnd eigentlich vonn Ih[?] zu Ihu[?] verzeichnet, vnnd alwege wochenntlich den Sambstage Jeder wochenn, vor vns verordenntenn etlichenn, vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, damit in dem rechtschaffene vfrichtige vnnd gleiche ordenung gehaltenn, die verrechennt, vnnd Jede wochenn Rechnung vonn vns etlichenn anngehört, vnnd als balde dieselben wochenrechnung vnnterschriebenn werdenn, Das

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: forsthaffer — Lesung unsicher
  2. Z. 13: Ih zu Ihu — Abkürzungen unklar

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HandschriftS. 277 Bl. 137r

Wortlaut der HandschriftSeite 277

1

habenn wir hieruntenn benenntenn zu Vrkunde vns hieruntenn namhafftigk gezeichnet, Geschehenn zu Allenndorff ann der Werra, den 12 Aprilis Ao 50.

2

Hermann vonn Hundelshausenn Johann Nordeck. Valtin Schuldt1[?]. sst2[?]. Johann Niedenstein sst[?].

3

Justus Pistoris Memorial in erbawung vnnd besserung des Saltzbronns zun Sodenn Anno 50. verzeichnet.

4

Anno 50. Dinstags nach Jubilate den 29 Aprilis habenn vonn gedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnd herrnn zu Hessenn etc wir ffgl.

5

Saltzgreuenn, Renndtmeister vnnd Saltzwardt zun Sodenn, Jost Becker von Hombergk, Johann Bartholmes vnnd Christoffer Homberg, vnnd vonn Gemeiner Pfenner wegenn, die Saltzgreuenn vnnd Burgermeister, Johann Niedennstein, Johann Schaffnit vnnd Thias Thorey, vermöge vnnd Innhalt der wegenn vfgerichts abschiedts, heut vor mittage, die vier reiffe vonn Krömblingen

Unsichere Lesungen

  1. Z. 6: Schuldt — oder Thuldt
  2. Z. 6: sst — Unterschriftskürzel, zweimal

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