Forschung · Orte
Marburg
Lebensort · 1548 bis 1553/54 · heute Marburg, Hessen
Der Eintrag
Marburg
heute: Marburg, HessenLebensort 1548 bis 1553/54 auf der Karte
Studienort. Nach der Literatur immatrikulierte sich Rhenanus 1548 in Marburg, wurde 1553 ordiniert und war kurz Diakon in Marburg. Die Salzbibel erwähnt Marburg als Universitätsstadt, an der ein Allendorfer Professor war und Allendorfer Stipendiaten studieren sollten.
Die Universität Marburg ist der Ort, an dem aus dem Melsunger Pfarrerssohn der Magister wurde, als der er sich auf dem Titelblatt der Salzbibel nennt: „M. (Magister) Johannes Rhenanus“. Nach der Neuen Deutschen Biographie ließ er sich 1548 als Theologiestudent einschreiben; 1553 wurde er durch Adam Krafft ordiniert und war kurz darauf Diakon in Marburg — nebenbei, so die NDB, als Buchdrucker tätig.
Dass dieser Mann ein Gelehrter war, sieht man der Salzbibel an jeder Seite an: Er zitiert Tacitus, streitet mit Kosmographen über die Lage des Melibocus, kennt Agricola und Mathesius. Im ersten Buch beruft er sich auf den „seligen Magister Petrus Nigidius, der aus Allendorf gebürtig und zu Marburg Professor gewesen ist“.
Marburg begegnet in der Handschrift sonst als Verwaltungsort: als Sitz des Statthalters an der Lahn in den Streitigkeiten der Pfänner von 1539, und als Ort, an den ein Allendorfer Stipendiat „vor die Professoren der Universität“ geschickt werden soll, „damit man daraus Pfarrherren erziehen möge“.
Über Rhenanus’ eigene Studienjahre schweigt die Salzbibel. Wer mehr wissen will, ist auf Cramer (1879) und die Marburger Matrikel angewiesen.
- Bd. 1, S. 7 Lesetext — Titelblatt: „M. (Magister) Johannes Rhenanus“
- Bd. 1, S. 89 Lesetext — Petrus Nigidius, aus Allendorf, Professor zu Marburg
- Bd. 1, S. 847 Lesetext — Allendorfer Stipendium zum Studium in Marburg
Derselbe Ort im anderen Bestand
Marburg (in der Salzbibel genannt)
Auf der Karte: Marburg auf „Rhenanus’ Wirken“.
Dauerhafte Adresse: https://salzbibel.de/ort.php?id=marburg.
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