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Jasenitz
Reise 1584 nach Pommern · 1584 · heute Jasienica (Police), Polen
Der Eintrag
Jasenitz
heute: Jasienica (Police), PolenReise 1584 nach Pommern 1584 auf der Karte
Amt des Hauptmanns Moritz von Rammin. Die verfallene Hammerhütte, „guter Eisenstein“ im Verbentiner Bruch und in der Buchhorst, Schlacken der Jasenitzer Mönche. Rhenanus rät, den alten Hammer als Rennwerk neu zu bauen — und Pech aus den Kiefernstöcken zu brennen.
Jasenitz, heute Jasienica bei Police nördlich von Stettin, war ein Klosteramt mit alten Eisenhütten: „vor dieser Zeit bereits Eisenhütten bei Jasenitz in Gebrauch gewesen sind“, heißt es in der Vorgeschichte. Am 13. April kommt die Gesellschaft über die Ueckermünder Heide hierher und hat die alte verfallene Hammerhütte „besehen und dabei einen sehr guten Eisenstein befunden — nur dass er nicht viel, aber gutes Eisen gibt“.
Rhenanus wundert sich, „warum eine so herrliche gute Gelegenheit in den Wind geschlagen und man eine wohl erbaute Hütte hat verfallen lassen, wo doch Holz, Wasser und Eisenstein genug zur Hand sind“. Am 14. April geht es nach Stettin und zurück; abends „das Verbentiner Bruch unter dem Hammer neben dem Fuchsberg“, „worin sich guter Eisenstein zeigt“. Auch die Buchhorst hat „viele Stein- und Erzgruben“, und es liegen noch „Schlacken oder Sinter“ — „dass auch die Jasenitzer Mönche dort Schmelzwerk und Eisenhütten gehalten haben sollen“.
Am 15. April die Buderhorst und die Birkenhorst; die Brüche des Seel- und Alten-Hagens sind „wegen des vielen Wassers“ nicht zu befahren. Rhenanus’ Bilanz für das Amt: Kein anderes Metall ist hier zu gewinnen, „weil es sumpfig und niedrig liegt“; aber Holz zu Kohlen, Wasser für den Hammer und Eisenstein „wenn auch armer“ sind in Menge da.
Sein Rat an den Amtmann und den Sekretär: „den alten Eisenhammer von neuem zu erbauen und ein Rennwerk, aber nicht einen Hochofen, wieder einzurichten“. Und ein Nachtrag, den er „beinahe vergessen“ hätte: Auf der Heide liegen „viele Kiefernstöcke und auch Lagerholz“, aus denen man „Pech oder Wagenschmiere“ brennen könne; der Amtmann will „in den nächsten Tagen einen Ofen oder zwei anrichten lassen“. Der Herzog gibt ihm auf, sich notfalls „auf meiner Heimreise am Harz nach guten Pechbrennern umtun“ zu wollen.
- Bd. 2, S. 848 Lesetext — Alte Eisenhütten bei Jasenitz
- Bd. 2, S. 857 Lesetext — Über die Heide nach Jasenitz, 13. April
- Bd. 2, S. 858 Lesetext — Die verfallene Hammerhütte; das Verbentiner Bruch
- Bd. 2, S. 859 Lesetext — Die Buchhorst; Schlacken der Jasenitzer Mönche
- Bd. 2, S. 860 Lesetext — Sumpfig und niedrig; kein anderes Metall
- Bd. 2, S. 861 Lesetext — Rat: Rennwerk, nicht Hochofen; Pech aus Kiefernstöcken
Auf der Karte: Jasenitz auf „Rhenanus’ Wirken“ · Die Reiseberichte.
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