Forschung
Personen
Wer in der Salzbibel vorkommt
Wie diese Datenbank entstanden ist
Die Handschrift schreibt Namen nach Gehör. Derselbe Salzgraf heißt Jost Becker, Berker, Berber, Verkernn und Justus Pistoris; der Baumeister von 1489 Curt Mardorff und Kurt Mardtorff. Diese Datenbank fasst zusammen, was sicher oder mit hoher Wahrscheinlichkeit dieselbe Person meint, und nennt die Schreibvarianten mit. Grundlage ist die Übersetzung; Seitenzahlen sind die des Digitalisats, nicht die Blattzahlen der Handschrift. Jeder Beleg führt auf das Faksimile bei ORKA.
Die Einträge wurden getrennt für Band 1 (80 Personen) und Band 2 (206 Personen) erarbeitet und hier zusammengeführt. 23 Personen kamen in beiden Bänden vor — darunter Christoph Homberg, Dietrich, Edelherr zu Plesse, Ernst von Bischoffshausen, Georg Behm von Nürnberg, Georg von Kolmitzsch, Hans Kremer, Hans Wagener, Heinrich Lersner und andere — und sind zu je einem Eintrag verschmolzen: Der ausführlichere Text blieb, Varianten und Belege beider Bände wurden vereinigt, abweichende Zeitangaben stehen nebeneinander. Fünf Zusammenlegungen beruhen auf einer Zuordnung des Bearbeiters und sind im Eintrag vermerkt. Übrig bleiben 263 Personen.
Was aus der Quelle nicht hervorgeht, steht nicht hier. Die Zählung der hessischen Landgrafen (Heinrich I., Wilhelm II.) ist eine Zuordnung des Bearbeiters; die Handschrift selbst zählt nicht. Der Vermerk „Zuordnung“ sagt, wie sicher die Identifizierung ist: belegt heißt, Name und Funktion stehen so in der Quelle; wahrscheinlich und vermutet heißen, dass Varianten oder Ämter erschlossen wurden; unsicher heißt, dass auch die Person selbst nicht sicher zu greifen ist.
Die Datenbank
Die Liste lässt sich nach Gruppe, Zeitraum, Sicherheit der Zuordnung, Abschnitt der Belege und Ort eingrenzen; das Suchfeld durchsucht Namen, Schreibvarianten, Funktion und Text. Jeder Eintrag hat eine eigene Adresse, unter der man ihn verlinken kann.
Curt Rummel
Gruppe: Handwerker und Werkmeister · Funktion: Hammerschmied zu Schweina · Zeit: belegt 1561 · Ort: Schweina · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Verdingzettel vom 1. Januar 1561 über Pfanneneisen.
- Bd. 2, S. 949 Lesetext — Verdingzettel 1561
Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen
Varianten: Johann Friedrich, Herzog zu Sachsen und Kurfürst, Herzog Johann Friedrich, Johann Friedrich der MittlereGruppe: Auswärtige · Landesherren und ihre Familien · Funktion: Kurfürst von Sachsen · Zeit: Geleitbrief für das Holzflößen, undatiert wiedergegeben (vor 1547) (Bd. 1) · belegt 1543, 1562 (Bd. 2) · Zuordnung: vermutet · Quelle: Band 1 und 2Erteilt Landgraf Philipp die Erlaubnis, Scheitholz aus dem Seulingswald durch die sächsischen Ämter Gerstungen und Creuzburg auf der Werra zu flößen. Sein offener Brief an Geleitsleute und Zöllner ist im Holzkapitel des vierten Buches im Wortlaut aufgenommen; er nennt darin seinen Bruder Johann Ernst, Herzog zu Sachsen, als Mitherrn. Der Brief ist die Grundlage des im Holzkapitel genannten „Eisenacher Vertrag“ über die Flöße.
- Bd. 1, S. 799 Lesetext — Offener Brief zum Holzflößen
- Bd. 2, S. 900 Lesetext — Schreiben wegen Mühlhausen und Salzungen, 1543
- Bd. 2, S. 1023 Lesetext — Patent wegen der Holzflöße, 1562
Hans Sadebosch
Gruppe: Auswärtige · Funktion: Lakai · Zeit: belegt 1584 · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Führt Rhenanus im März 1584 nach Leimbach zu Georg von Verbentin.
- Bd. 2, S. 852 Lesetext — Führer nach Leimbach
Georg Sauchler der Ältere
Varianten: Jörg SauchlerGruppe: Pfänner · Funktion: Pfänner · Zeit: belegt 1539 · Ort: Allendorf · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1Zeigt am 23. März 1539 dem Ausschuss an, er wolle wegen des schlechten Salzabsatzes mit dem Sieden aufhören; die Pfänner bitten ihn, sich „noch eine Zeit lang, wie es andere gemeine Pfänner tun müssen“, zu gedulden. Er antwortet, „im Namen Gottes, wenn es je nicht anders sein könne, müsse er auch wie ein anderer auf die Besserung hoffen“.
- Bd. 1, S. 387 Lesetext — Ankündigung, das Sieden einzustellen
Bartolus de Saxoferrato
Varianten: Bartolus, Bartol.Gruppe: Gelehrte · Funktion: Rechtsgelehrter des 14. Jahrhunderts · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1Der am häufigsten zitierte Jurist der Gutachten des zweiten Buches (rund vierzig Nennungen). Seine Aussprüche dienen beiden Seiten: zur Frage, ob ein Fürst an Verträge seiner Vorgänger gebunden ist, und zur Ersitzung von Rechten durch langen Gebrauch.
- Bd. 1, S. 289 Lesetext — Bartolus zur Bindung an Verträge
- Bd. 1, S. 304 Lesetext — Bartolus und Felinus zur Verjährung
Wilhelm von Schachten
Varianten: Wilhelm von Schachten, Hofmarschall, der MarschallGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Hofmarschall · Zeit: belegt 1550 · Ort: Kassel · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Als Marschall gehört er der Kommission an, die am 5. und 6. Februar 1550 in Allendorf den Brunnenbau beschließt, und unterschreibt den Abschied.
- Bd. 2, S. 241 Lesetext — Zur Kommission verordnet
- Bd. 2, S. 255 Lesetext — Unterschrift des Abschieds vom 6. Februar 1550
Hans Georg Schade
Varianten: Hans Jorg SchadeGruppe: Auswärtige · Funktion: Kaiserlicher Kommissar · Zeit: belegt 1548 · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Besichtigt 1548 mit seinen Zugeordneten überraschend das Salzwerk — nach Jost Beckers Vermutung von Jörg Behm angestiftet. Die Salzgrafen halten die Kommissare mit dem Abendessen hin, reden das Werk klein und schildern Hessen als „ein sehr raues, wildes, unfruchtbares, böses Land“.
- Bd. 2, S. 184 Lesetext — Ankunft der Kommissare
- Bd. 2, S. 185 Lesetext — Ablenkungsmanöver der Salzgrafen
- Bd. 2, S. 972 Lesetext — Erwähnung im Archivverzeichnis
Johann Schaffnit der Ältere
Varianten: Johann Schaffnitt, Johann Schaffnicht, Johann Schaffeit, Johann Schaffnit, der alte Schaffnit, Johann SchaffGruppe: Pfänner · Funktion: Pfänner, Ratsmitglied, Bürgermeister zu Allendorf · Zeit: belegt 1538–1540 (Bd. 1) · belegt 1547–1551 (Bd. 2) · Ort: Allendorf · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1 und 2Von der ersten Gesandtschaft 1538 bis zum Vertrag von 1540 in fast jeder Delegation der Pfänner. 1539 wählt ihn die Gemeinde in den Rat; im Winter 1539/40 gehört er zu den dreien, bei denen Becker und Muldener die gütliche Handlung wieder anregen. Am 1. August 1540 verhandelt er als „Bürgermeister“ mit Kanzler Feige und Georg Behm. Er betreibt einen eigenen Koten „samt seiner Gesellschaft“.
- Bd. 1, S. 156 Lesetext — Gesandtschaft 1538
- Bd. 1, S. 435 Lesetext — In den Rat gewählt, 1539
- Bd. 1, S. 543 Lesetext — Vermittlung im Winter 1539/40
- Bd. 1, S. 599 Lesetext — Als Bürgermeister im Vertrag von 1540
- Bd. 2, S. 112 Lesetext — Aussage 1547
- Bd. 2, S. 167 Lesetext — Urteil über die Sole 1548
- Bd. 2, S. 258 Lesetext — Bauherr 1550
- Bd. 2, S. 421 Lesetext — Unterschrift Juli 1551
Johann Schaffnit der Jüngere
Varianten: Findell der junge SchaffnitGruppe: Pfänner · Funktion: Pfänner · Zeit: belegt 1548–1551 · Ort: Allendorf · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Unter den Pfännern bei der Verhandlung 1548 und im Ausschuss 1550/51; unterschreibt den Abschied vom 20. Juli 1551.
- Bd. 2, S. 163 Lesetext — Verhandlung Januar 1548
- Bd. 2, S. 421 Lesetext — Unterschrift 1551
Schelhammer
Varianten: einer, der Schelhammer heißtGruppe: Auswärtige · Funktion: Nürnberger Künstler zu Artern · Zeit: belegt 1568 · Ort: Nürnberg, Artern · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Einer von „etliche von Nürnberg“, die nach Rhenanus’ Bericht 1568 das dritte Bothe zu Artern innehaben und mit einer geheimen Kunst die Hälfte des Holzes sparen wollen; Rhenanus wird nicht hineingelassen. Der Wirt verrät, „der ganze Handel sei wie ein Branntweinzeug eingerichtet“.
- Bd. 2, S. 768 Lesetext — Verschlossenes Bothe zu Artern
- Bd. 2, S. 773 Lesetext — Die kupferne Blase und das Branntweinzeug
Hans Scheltpach
Varianten: Hans Schelpach, Hans Schilpach, Hans Scheltbach, ScheltparchGruppe: Handwerker und Werkmeister · Funktion: Werkverständiger, Berater beim Ton und Grundbau · Zeit: belegt 1550 · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 21550 als „Werkverständiger“ zu den Beratungen gezogen; er soll mit dem Tonmeister den Ton „rechtschaffen und gut“ bearbeiten lassen, ist beim Leerschöpfen des Brunnens dabei und wird gegen Belohnung zum Zusehen bestellt.
- Bd. 2, S. 243 Lesetext — Als Werkverständiger genannt
- Bd. 2, S. 273 Lesetext — Berater des Tonmeisters
- Bd. 2, S. 287 Lesetext — Beim Leerschöpfen 13. Mai 1550
Jakob Schlot
Varianten: Jakob SchlotsGruppe: Handwerker und Werkmeister · Funktion: Pfannenschmied · Zeit: belegt 1550–1562 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Begehrt 1550, wieder als Pfannenschmied aufgenommen zu werden; seine Schulden beschäftigen bis 1562 den Rentmeister zu Schmalkalden.
- Bd. 2, S. 942 Lesetext — Schulden 1562
- Bd. 2, S. 949 Lesetext — Wiederaufnahme 1550
Georg von Scholley
Gruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Landgräflicher Beamter zu Kassel, zuständig für den Salzverkauf · Zeit: belegt 1575–1579 · Ort: Kassel · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Begehrt 1575 ein geeichtes Maß, um das Salz im Weißenhof zu Kassel zu verkaufen, bestellt 1576 Salz für Graf Johann von Nassau und die Landgräfin zu Leuchtenberg und schreibt 1579 wegen der Glashütten zu Kassel. Sein Amt wird nicht genannt.
- Bd. 2, S. 998 Lesetext — Glashütten zu Kassel, 1579
- Bd. 2, S. 1003 Lesetext — Salz für Nassau, 1576
- Bd. 2, S. 1016 Lesetext — Geeichtes Maß, 1575
Christoph Schönleben
Varianten: Christoff Schönleben, Christoff SchornlebenGruppe: Bergleute · Funktion: Oberhüttenmeister bzw. Oberhüttenverwalter des Bergwerks Freiberg · Zeit: belegt 1569 · Ort: Freiberg · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Mitglied der kursächsischen Kommission 1569; im ersten Gutachten „Oberhüttenmeister“, im zweiten „Oberhüttenverwalter des Bergwerks Freiberg“.
- Bd. 2, S. 762 Lesetext — Gutachten Auleben
- Bd. 2, S. 778 Lesetext — Gutachten Artern
Jakob Schröder
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Schultheiß · Zeit: belegt 1553 · Ort: Allendorf · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1Unterzeichnet als Schultheiß neben Pistoris, Schuldt, Bartholomäus und Homberg die Verordnung vom 14. April 1553.
- Bd. 1, S. 843 Lesetext — Unterschrift 1553
Valentin Schuldt
Varianten: Valtin SchuldtGruppe: Salzgrafen · Funktion: Fürstlicher Salzgraf zu Allendorf und Sooden · Zeit: belegt 1553–1554 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1Unterschreibt 1553 und 1554 als verordneter Salzgraf neben Pistoris; im März 1554 richtet der Landgraf einen Befehl „An unsere Salzgrafen zu Allendorf und den Sooden und lieben Getreuen Jost Berber und Valentin Schuldt“. Die Handschrift schreibt eindeutig „Schuldt“. Ob damit der anderweitig für 1551–1559 bezeugte Salzgrebe Valentin Thölde gemeint ist, lässt sich aus der Quelle nicht entscheiden; die Vermutung liegt nahe, ist aber nicht belegt.
- Bd. 1, S. 766 Lesetext — Hochzeitsordnung, November 1554
- Bd. 1, S. 843 Lesetext — Unterschrift, Marburg 14. April 1553
- Bd. 1, S. 852 Lesetext — Als Salzgraf angeschrieben, März 1554
Hermann Schütz
Varianten: der Bergkhauptmann Hermann SchützGruppe: Bergleute · Funktion: Berghauptmann · Zeit: belegt 1568–1576 · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Muss 1568 auf Befehl des Landgrafen nach Sooden kommen, als der Brunnen ungewöhnlich wenig Sole gibt, um zu prüfen, ob in der Nähe Brunnen gegraben wurden. 1576 steht er an der Spitze derer, die das Schmelzen mit Steinkohlen versuchen sollen.
- Bd. 2, S. 696 Lesetext — Besichtigung 1568
- Bd. 2, S. 1026 Lesetext — Schmelzversuch 1576
Johann Schwalbach
Varianten: SchwalbachGruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Erster Holzvogt zu Sooden · Zeit: belegt 1540 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Im Archivverzeichnis als „Schwalbachs, des ersten Holzvogts zu Sooden“ Holzrechnung von 1540 verzeichnet; er schreibt 1540 mit Johann Bartholomäus an Kanzler Feige.
- Bd. 2, S. 907 Lesetext — Holzrechnung 1540
- Bd. 2, S. 908 Lesetext — Schreiben an Feige
Geißler Schwanflügel
Varianten: Geyseler Schranckflügell, Gißler Schwannflugell, Geißlar Schwannflugel, Sittlar SchwanflugelnGruppe: Pfänner · Funktion: Pfänner, Ausschuss- und Ratsmitglied · Zeit: belegt 1538–1540 · Ort: Allendorf · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1Seit 1538 im Ausschuss der Pfänner, 1539 vom Rat in die Gemeinde gewählt, 1539/40 einer der drei Männer, über die Becker und Muldener die Verhandlung wieder anknüpfen; an ihn ist deren Missive gerichtet. Die Schwanflügel gehören nach Rhenanus zu den alten Pfännergeschlechtern. Ein Christoffer und ein Hans Schwanflügel werden 1540 daneben genannt.
- Bd. 1, S. 203 Lesetext — Im Ausschuss 1538
- Bd. 1, S. 435 Lesetext — In die Gemeinde gewählt, 1539
- Bd. 1, S. 544 Lesetext — Adressat der Missive Muldeners und Beckers
Lorenz Straube zu Schweina
Varianten: Lotz StraubeGruppe: Handwerker und Werkmeister · Funktion: Blechschmied zu Schweina · Zeit: belegt 1550–1566 · Ort: Schweina · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Wohl Verwandter Melchiors. Verding wegen des Pfanneneisens 1550; Bestallung 1556, ein Jahr lang Blech zu schmieden, mit Verdingzetteln 1551–1560 und 1566; 1556 bietet er den Zentner Eisen für 4½ Gulden nach Sooden an.
- Bd. 2, S. 941 Lesetext — Bestallung 1556
- Bd. 2, S. 968 Lesetext — Verding 1550
- Bd. 2, S. 989 Lesetext — Preis 1556
Rudolf Schenck zu Schweinsberg
Varianten: Rudolph Schenck, Rudolff Schenck, der alte Rudolf Schenck, Rudolf Schenck, der Herr StatthalterGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Landvogt an der Werra, Amtmann zu Eschwege, später Statthalter · Zeit: belegt 1538–1552 (Bd. 1) · belegt 1540–1551 (Bd. 2) · Ort: Eschwege · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1 und 2Als „Landvogt an der Werra“ und „Amtmann zu Eschwege“ ist er der fürstliche Beamte vor Ort. Er vermittelt 1538 den Tausch mit denen von Hundelshausen und unterschreibt ihn „eigenhändig“, erscheint im Februar 1539 mit Rentmeister und Sekretär in Urban Thöldes Haus, um den Pfännern die Salzlieferung vorzuschreiben, und gehört der Kommission der Landstände an. Im Vertrag von 1538 wird er unter den Räten „der alte Rudolf Schenck“ genannt; 1552 nennt ihn Philipp „unser Statthalter Rudolf Schenck“.
- Bd. 1, S. 369 Lesetext — Die Pfänner suchen ihn in Kassel auf, Januar 1539
- Bd. 1, S. 383 Lesetext — Verhandlung in Urban Thöldes Haus, 17. Februar 1539
- Bd. 1, S. 777 Lesetext — Als Statthalter erwähnt, 1552
- Bd. 1, S. 791 Lesetext — Eigenhändige Unterschrift unter dem Tausch von 1538
- Bd. 2, S. 111 Lesetext — Beratung 11. Juli 1547
- Bd. 2, S. 115 Lesetext — Besichtigung 1. September 1547
- Bd. 2, S. 288 Lesetext — Ankunft auf der Baustelle, 13. Mai 1550
- Bd. 2, S. 417 Lesetext — Befehl wegen der Pumpen, 1551
Hans Schweitzer
Varianten: Hans SchweitzersGruppe: Bürger · Funktion: Sieder zu Sooden · Zeit: belegt 1550–1568 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2In der Schätzerliste 1550; 1568 lässt der Salzgraf die Beißsole aus „Hans Schweitzers Beißtrog“ holen und probt sie: elf Lot.
- Bd. 2, S. 381 Lesetext — Schätzerliste 1550
- Bd. 2, S. 695 Lesetext — Probe der Beißsole 1568
Schwellenberg, Bürger zu Witzenhausen
Gruppe: Bürger · Funktion: Erbauer eines gescheiterten Schöpfrads vor 1489 · Zeit: vor 1489 · Ort: Witzenhausen · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2„der sich vermaß, eine Kunst (ein Pumpwerk) vor dem Gewölbe zu bauen … nämlich ein Rad mit vielen Eimern“; trotz vieler Kosten war es „ganz umsonst geschehen“.
- Bd. 2, S. 83 Lesetext — Gescheiterter Versuch
Georg Seifridt
Varianten: George Sieforts, George Sieffridt, Georgenn Sieffertt, Georg DieffridtGruppe: Pfänner · Funktion: Pfänner, Ausschuss- und Ratsmitglied · Zeit: belegt 1538–1539 · Ort: Allendorf · Zuordnung: wahrscheinlich · Quelle: Band 1Im Ausschuss von 1538, 1539 nach Kassel abgefertigt, vom Rat in die Gemeinde gewählt und Verordneter für den Protest. Die Zusammenführung der Schreibungen (auch „Dieffridt“) ist wegen der gleichen Rolle in denselben Gremien wahrscheinlich, aber nicht sicher.
- Bd. 1, S. 203 Lesetext — Im Ausschuss 1538
- Bd. 1, S. 363 Lesetext — Nach Kassel abgefertigt, 1539
- Bd. 1, S. 435 Lesetext — Ratswahl 1539
Sigismund, Erzbischof von Magdeburg
Varianten: Erzbischof Sigismund, der Administrator zu MagdeburgGruppe: Landesherren und ihre Familien · Funktion: Erzbischof und Administrator, Lehnsherr des Salzwerks Halle · Zeit: erwähnt 1568 · Ort: Halle · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Der Salzgraf zu Halle berichtet, der Erzbischof habe sich als Pate seines Sohnes angetragen und ihn „mit einem Anfall im Wert von acht- oder zehntausend Gulden begnadet“. Landgraf Wilhelm habe in Halle in Beisein Sigismunds den Brunnen befahren und mit vielen Fragen die Halloren angeregt, ihre Ordnung fleißiger zu lesen.
- Bd. 2, S. 802 Lesetext — Begnadung des Salzgrafen
- Bd. 2, S. 806 Lesetext — Besuch Landgraf Wilhelms in Halle
Namenslisten für die Familienforschung
An etlichen Stellen zählt die Salzbibel Dutzende von Namen auf einmal auf — Bürgen, Unterzeichner, Kommissionen, die vereidigten Schätzer mit ihren Siedern. Solche Listen sind für die Familienforschung oft wertvoller als jeder Einzeleintrag, weil sie einen ganzen Ort zu einem Datum zeigen. Sie sind hier nicht Person für Person aufgelöst, sondern als Fundstellen verzeichnet: mit Titel, Seiten und einer Beschreibung, welche Familien vorkommen. Wer einen Namen sucht, sollte diese Seiten im Faksimile aufschlagen und dabei mit Schreibvarianten rechnen — Hilwig und Hilm, Corey und Chorey, Nidernstein und Niedenstein meinen dieselben Leute.
- Bürgen der Location von 1540 Bd. 2, S. 28, 30 (Seiten 28–30) · im Lesetext
Die Grafen zu Solms, Wittgenstein, Waldeck und der Edelherr zu Plesse, dazu je fünfundzwanzig Adlige und Städte des Nieder- und Oberfürstentums als Bürgen und Selbstschuldner Landgraf Philipps: von der Malsburg, Schenck zu Schweinsberg, von Wallenstein, von Hundelshausen, von Baumbach, Meysenbug, von Bodenhausen, Diede, von Griffte, von Berlepsch, Keudel, von Boyneburg, von Kolmatsch, Riedesel, Rau, von Breidenbach, Hund, Schleier, von Weitershausen, von Lauterbach, von Dörnberg, von Rückershausen, von Leutenstein, jeweils mit Amt.
- Bürgen der Bestätigung von 1586 Bd. 2, S. 45, 47 (Seiten 45–47) · im Lesetext
Grafen zu Solms, Wittgenstein und Waldeck; Statthalter Eckbrecht von der Malsburg, Erbmarschall Georg Riedesel, Landvogt Johann Meysenbug und weitere Adlige und Beamte beider Fürstentümer (von Berlepsch, Guden, von Boyneburg, von Dörnberg, von Schachten, Diede, von Pappenheim, von Bergen, von Hundelshausen, vom Cram, Rau, Schutzbar genannt Milchling, von Linsingen, Clauer, Schenck, Döring, vom Scheuerschloss, von der Rabenau, von Breidenbach, Lewenstein) sowie 24 Städte.
- Beteiligte am Brunnenbau von 1489 Bd. 2, S. 51, 63 (Seiten 51–63) · im Lesetext
Widmungsempfänger Geyselers (Junker, Bürgermeister, Salzgraf), die Unterhändler des Kerbzettels vom Dezember 1489, Hofbesitzer in Sooden (Huschenbeck, Gunteram, Beltzer) und die acht aus den Pfännern gewählten Baumeister: Hanemann, Rueland, Wolfferam, Casselmann, Lawir, Breule, Gundelach, Geyseler.
- Teilnehmer der Beratungen 1547 Bd. 2, S. 111, 116 (Seiten 111–116) · im Lesetext
Beamte des Landgrafen und Verordnete der Pfänner bei den Verhandlungen zu Kassel (11. Juli 1547) und Allendorf (1. September 1547); die Pfännerliste vom 1. September nennt u. a. von Bischhausen, von Eschwege, Löber, Freundt, Schaffnit, Nidernstein, Casselmann, Meuth, Meinhardt, Chorey, Ruland, Gauwler, Möller, Jordan, Wallis.
- Unterschriften des Abschieds vom 22. Januar 1548 Bd. 2, S. 178 · im Lesetext
Landvogt, Salzgrafen, Rentmeister, Statthalter, Räte und die Pfänner Riedenstein, Schaffnit, Wiegenrodt, Meuth, Corey, Teichmann.
- Kommission und Pfännerausschuss vom Februar 1550 Bd. 2, S. 242, 256 (Seiten 242–256) · im Lesetext
Räte, Beamte, Werkleute (aus Ziegenhain und Abterode) und der zehnköpfige Ausschuss der Pfänner bei der Besichtigung am 5./6. Februar 1550, mit den Unterschriften des Abschieds auf S. 255–256.
- Geschworene Schätzer, Sodemeister und Bothe 1550 Bd. 2, S. 377, 382 (Seiten 377–382) · im Lesetext
Die zehn im Oktober 1550 vereidigten Salzmesser (Schätzer) und die ihnen zugeordneten Sodemeister bzw. Bothe, rund neunzig Namen der Sooder Siederfamilien: Grunewald, Urber, Hilwig, Schimpf, Jener, Sperber, Burckhardt, Köler, Gill, Seltzer, Kell, Beutler, Ludwig, Schmidt, Mentze, Scheuffeler, Ties, Roth, Deinhardt, Marschalck, Muschelmann, Klinckerfus, Rubig, Windaus, Gilm, Steffan, Schweitzer, Behr, Peter, Wolff, Landgraf, Schossers, Clarich, Strube, Kremer, Mönch, Spor, Schlem, Hill, Rotfuß, Haderheintz, Solgraben, Bartel, Franck — auch einige Frauen (Anna Gilm, Gertraud Hilm, Anna Schossers).
- Unterschriften der Abschiede von 1551 Bd. 2, S. 393, 421 (Seiten 393–421) · im Lesetext
Beamte und Pfänner unter den Abschieden vom 5. Mai und 20. Juli 1551 (Becker, Bartholomäus, Homberg, Schaffnit, Niedenstein, Nuland, Iring, Thuldt, Waldis, Boyneburg, Hundelshausen, Nordeck, Schuldt, Thorey).
- Kursächsische Kommission 1569 Bd. 2, S. 762, 778 (Seiten 762–778) · im Lesetext
Unterzeichner der Gutachten über Auleben und Artern: von Ebeleben, Rhenanus, Schönleben, Flicke.
- Archivverzeichnis (Miszellen) Bd. 2, S. 885, 1032 (Seiten 885–1032) · im Lesetext
Das Verzeichnis der bei Rhenanus liegenden Akten nennt in Regestenform Hunderte Absender und Empfänger von Briefen 1538–1580 — Beamte, Pfänner, Handwerker, Städte und Fürsten. Nur die Personen mit erkennbarer Funktion sind oben einzeln erfasst; weitere Namen (z. B. Hans Gill, Hans Preusser, Claus Appell, Peter von Beyneburg, Kilian Witting, Philipp Thue, Paul Kremer, Adam Arnfeld, Tonges Müller, Hermann von Uffeln, Berthold von Uffern, Wolff Deuchell, Hans Ziegel, Jochim Gittel) sind dort über die Seitenangaben auffindbar.
- Gewünschte Beisitzer der Landstände 1539 Bd. 2, S. 962 · im Lesetext
Von den Pfännern erbetene Beisitzer: Friedrich Trott, Ewald Baumbach (Lizentiat), Adolf Rau; Johann Laube (Homberg), Johann Blankenheim (Marburg), Heinrich Goldschmied (Eschwege), Bürgermeister.
- Ausschuss der Pfänner 1540 Bd. 2, S. 973 · im Lesetext
Werner Trott, Ernst von Bischoffshausen, Georg Frund, Johann Niedenstein, Gieseler Schwanflügel, Johann Schaffnit bei den Verhandlungen über die Location.
- Unterzeichner des sächsischen Flößpatents 1562 Bd. 2, S. 1023 · im Lesetext
Johann Friedrich der Mittlere, Kanzler D. Christianus Brugk, Christianus Harsach, die Notare Johannes Weyser und Johann Schelhase.
- Beauftragte des Steinkohlenschmelzens 1576 Bd. 2, S. 1026 · im Lesetext
Berghauptmann Hermann Schütz, Rhenanus, Georg Gerke, Georg Berk, Adam Arnfeld, Salm und Jacob Richter.
- Rechnungsabschied vom 23. Januar 1568 Bd. 3, S. 9, 23 (Seiten 9–23) · im Lesetext
Landesherrliche Entscheidungen zur Salzwerksrechnung; genannt werden Jost Meicher, Wentzel, Wilhelm Pfeilsticker, der Gegenschreiber Meier, Jörg Bock, Heinrich Ising und Christoph Hombergs Witwe.
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