Forschung
Personen
Wer in der Salzbibel vorkommt
Wie diese Datenbank entstanden ist
Die Handschrift schreibt Namen nach Gehör. Derselbe Salzgraf heißt Jost Becker, Berker, Berber, Verkernn und Justus Pistoris; der Baumeister von 1489 Curt Mardorff und Kurt Mardtorff. Diese Datenbank fasst zusammen, was sicher oder mit hoher Wahrscheinlichkeit dieselbe Person meint, und nennt die Schreibvarianten mit. Grundlage ist die Übersetzung; Seitenzahlen sind die des Digitalisats, nicht die Blattzahlen der Handschrift. Jeder Beleg führt auf das Faksimile bei ORKA.
Die Einträge wurden getrennt für Band 1 (80 Personen) und Band 2 (206 Personen) erarbeitet und hier zusammengeführt. 23 Personen kamen in beiden Bänden vor — darunter Christoph Homberg, Dietrich, Edelherr zu Plesse, Ernst von Bischoffshausen, Georg Behm von Nürnberg, Georg von Kolmitzsch, Hans Kremer, Hans Wagener, Heinrich Lersner und andere — und sind zu je einem Eintrag verschmolzen: Der ausführlichere Text blieb, Varianten und Belege beider Bände wurden vereinigt, abweichende Zeitangaben stehen nebeneinander. Fünf Zusammenlegungen beruhen auf einer Zuordnung des Bearbeiters und sind im Eintrag vermerkt. Übrig bleiben 263 Personen.
Was aus der Quelle nicht hervorgeht, steht nicht hier. Die Zählung der hessischen Landgrafen (Heinrich I., Wilhelm II.) ist eine Zuordnung des Bearbeiters; die Handschrift selbst zählt nicht. Der Vermerk „Zuordnung“ sagt, wie sicher die Identifizierung ist: belegt heißt, Name und Funktion stehen so in der Quelle; wahrscheinlich und vermutet heißen, dass Varianten oder Ämter erschlossen wurden; unsicher heißt, dass auch die Person selbst nicht sicher zu greifen ist.
Die Datenbank
Die Liste lässt sich nach Gruppe, Zeitraum, Sicherheit der Zuordnung, Abschnitt der Belege und Ort eingrenzen; das Suchfeld durchsucht Namen, Schreibvarianten, Funktion und Text. Jeder Eintrag hat eine eigene Adresse, unter der man ihn verlinken kann.
Reinhard Abel
Varianten: Reinhard Abel, Pfennigmeister, Heinrich AbelGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Pfennigmeister, Begleiter Landgraf Philipps in der Gefangenschaft · Zeit: belegt 1548–1550 · Ort: Speyer, Oudenaarde, Mecheln · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Über ihn läuft der Schriftverkehr mit dem gefangenen Landgrafen: Er unterzeichnet 1548 in Speyer den Bescheid zum Brunnenbau, schreibt am 1. April 1550 aus Oudenaarde über Muldeners Tod und am 10. Juli 1550 aus Mecheln, der Landgraf sei über den Baufortschritt „nicht wenig erfreut“. Jost Beckers Briefe an ihn sind die wichtigsten Zusammenfassungen des Baus. Die Schreibung „Heinrich Abel“ im Archivverzeichnis meint offenbar dieselbe Person.
- Bd. 2, S. 189 Lesetext — Bescheid aus Speyer, 31. August 1548
- Bd. 2, S. 267 Lesetext — Brief aus Oudenaarde, 1. April 1550
- Bd. 2, S. 309 Lesetext — Brief aus Mecheln, 10. Juli 1550
- Bd. 2, S. 948 Lesetext — „Heinrich Abel“ im Archivverzeichnis
Burkhard Hund zum Altenstein
Varianten: Christoff HundGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Adliger zum Altenstein, Grundherr Melchior Straubes · Zeit: belegt um 1543–1550 · Ort: Altenstein · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Der Landgraf bittet ihn, Melchior Straube bei den alten Preisen zu halten; 1550 schreiben die Räte in derselben Sache an Christoff Hund.
- Bd. 2, S. 954 Lesetext — Schreiben des Landgrafen
- Bd. 2, S. 955 Lesetext — Christoff Hund 1550
Anland Anland
Varianten: AnlandGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Amtmann zu Münden · Zeit: belegt 1541 · Ort: Münden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Klagt in Briefen an Jost Becker über die Salzgrafen der Pfänner, schreibt wegen des Mühlenkaufs und will 1541 die Location nicht siegeln. Der doppelt geschriebene Name ist so überliefert.
- Bd. 2, S. 903 Lesetext — Will nicht siegeln
- Bd. 2, S. 907 Lesetext — Briefe an Becker
- Bd. 2, S. 914 Lesetext — Antwort an den Rentmeister
Ludwig von Baumbach
Varianten: Ludwig von Baumbach zu Rinsfort, Ludewig von Baumbach zu Binsfurt, Ludwig von Baumbach zu BimfurtGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Mitglied der Landstände, Bürge · Zeit: belegt 1539–1540 · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1Von den Landständen im Herbst 1539 in die achtköpfige Kommission berufen, die bei Solemangel zwischen Fürst und Pfännern entscheiden soll; er unterschreibt deren Spruch und bürgt 1540 für den Pachtzins. Der Beiname seines Sitzes wird dreimal verschieden geschrieben.
- Bd. 1, S. 489 Lesetext — In die Kommission der Landstände berufen
- Bd. 1, S. 501 Lesetext — Unterschrift
- Bd. 1, S. 716 Lesetext — Unter den Bürgen 1540
Simon Bing
Gruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Kanzleibeamter zu Kassel · Zeit: belegt 1550 · Ort: Kassel · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Stellt Jost Becker am Osterabend 1550 einen Zettel mit der Entscheidung des Landgrafen zu, Nordeck an Muldeners Stelle zu setzen.
- Bd. 2, S. 946 Lesetext — Zettel am Osterabend 1550
Sigmund von Boyneburg
Varianten: Sigmund von Böyneburgk, Sigmund von Boyneburg, Statthalter zu Kassel, Junker Sigmund von Boyneburg, der LandvogtGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Statthalter zu Kassel · Zeit: belegt 1538–1547 (Bd. 1) · belegt 1540–1553 (Bd. 2) · Ort: Kassel · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1 und 2Am 22. Januar 1538 erscheint der „gestrenge und ehrenfeste Sigmund von Böyneburgk, Statthalter zu Kassel“, in Allendorf und trägt „vor Rat, Zünften und ganzer Gemeinde“ das Angebot des Landgrafen mündlich vor. Er gehört zu den Räten, die 1539 mit den Pfännern verhandeln, verkündet 1539 „öffentlich unter der Glocke“ die fürstliche Absicht und nimmt 1541 den Siedern die Erbhuldigung ab. 1547 zeigt er dem Landgrafen schriftlich an, dass die Rosskunst dem Salzbrunnen schade — der Anstoß zur Bestallung Christoph Hombergs. Er steht an erster Stelle der Bürgen des Pachtvertrags von 1540.
- Bd. 1, S. 170 Lesetext — Auftritt in Allendorf, Januar 1538
- Bd. 1, S. 418 Lesetext — Als Rat zu Verhandlungen verordnet, 1539
- Bd. 1, S. 760 Lesetext — Erbhuldigung der Sieder 1541
- Bd. 1, S. 811 Lesetext — Anzeige über die schädliche Rosskunst, 1547
- Bd. 2, S. 28 Lesetext — Statthalter zu Kassel, Bürge 1540
- Bd. 2, S. 167 Lesetext — Verhandlung in Allendorf, Januar 1548
- Bd. 2, S. 399 Lesetext — Ankunft in Sooden, 11. Juli 1551
- Bd. 2, S. 413 Lesetext — Rat, die Pumpen zu behalten
Engelhardt Breul
Gruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Forstbeamter, wohl der Oberförster · Zeit: belegt 1561–1575 · Ort: Abterode, Rotenburg · Zuordnung: vermutet · Quelle: Band 2Verhandelt 1562 mit Jost Becker und Rhenanus in Witzenhausen den Anschlag aller für Sooden bestimmten Gehölze, regelt mit Rhenanus die Zulage der Landknechte im Amt Rotenburg, bescheidet Rhenanus nach Abterode, berichtet über prügelnde Förster und Sturmschäden und legt 1575 die Klagen des Landvogts über die Pfannenschmiede am Meißner vor. Dass er der mehrfach genannte „Oberförster“ ist, liegt nahe, wird aber nicht gesagt.
- Bd. 2, S. 958 Lesetext — Anschlag der Gehölze, 1562
- Bd. 2, S. 1007 Lesetext — Zulage der Landknechte, 1562
- Bd. 2, S. 1010 Lesetext — Nach Abterode beschieden, 1563
- Bd. 2, S. 1013 Lesetext — Sturmschaden, Förster
Dietrich der Jüngere, Edelherr zu Plesse
Varianten: Herr Dietrich der Jüngere, Graf von Plesse, Herr Dietrich zu PlesseGruppe: Hofbeamte und Räte · Landesherren und ihre Familien · Funktion: Beisitzer und Bürge für den Landgrafen · Zeit: belegt 1540 (Bd. 1) · belegt 1505, 1540, 1567 (Bd. 2) · Zuordnung: vermutet · Quelle: Band 1 und 2Im Januar 1540 in Kassel Beisitzer „von wegen unseres gnädigen Fürsten und Herrn“ bei der dreitägigen Verhandlung über Anlass und Revers; im Pachtvertrag von 1540 einer der vier gräflichen Bürgen. Den Lehnsbrief der Plesser über Hundelshausen erwähnt der Tausch von 1538.
- Bd. 1, S. 553 Lesetext — Beisitzer in Kassel, Januar 1540
- Bd. 1, S. 716 Lesetext — Unter den vier Grafen als Bürge
- Bd. 2, S. 28 Lesetext — Bürge 1540
- Bd. 2, S. 911 Lesetext — Lehnbrief von 1505
- Bd. 2, S. 1009 Lesetext — Salzbestellung 1567
Hans von Dörnberg
Varianten: Junker Hans von Dörnberg, Hofmeister zu MarburgGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Hofmeister zu Marburg · Zeit: belegt 1489 · Ort: Marburg · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Gibt den Pfännern seinen Rat und „verwies die Pfänner an Meister Curt Martorff“.
- Bd. 2, S. 85 Lesetext — Empfehlung Mardtorffs
Claus Friedrich
Gruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Landvogt an der Werra und Oberförster · Zeit: belegt 1538 · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1Vermittelt gemeinsam mit Rudolf Schenck den Tausch mit denen von Hundelshausen; die Gegenurkunde nennt ihn „Seiner Fürstlichen Gnaden Landvogt an der Werra und Oberförster“. Mehr ist nicht überliefert.
- Bd. 1, S. 789 Lesetext — Vermittler des Tauschs von 1538
Otto Goldkammer
Gruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Schultheiß zu Grebenstein · Zeit: belegt 1539 · Ort: Grebenstein · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Berichtet 1539, dass Salz auf den nach Bremen abgefertigten Schiffen untergegangen sei.
- Bd. 2, S. 913 Lesetext — Verlorenes Salz auf der Weser
Tilemann Günterode
Varianten: Doktor Günterode, Dr. Thilo Gunterrodt, Tilemann Günterode, Doktor und KanzlerGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Kanzler zu Kassel · Zeit: belegt 1548–1550 · Ort: Kassel · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Kanzler während der Gefangenschaft Philipps. 1548 verpflichtet er Jost Becker zum Pfennigmeisteramt; Rhenanus nennt ihn dabei bereits den „seligen Kanzler“. Er unterschreibt die Abschiede vom 22. Januar 1548 und 6. Februar 1550.
- Bd. 2, S. 151 Lesetext — Beratung im Januar 1548
- Bd. 2, S. 179 Lesetext — Bescheid an Jost Becker, „seliger Kanzler“
- Bd. 2, S. 255 Lesetext — Unterschrift 6. Februar 1550
Christoph Harsack
Varianten: Christoff Harsach, Christianus HarsachGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Sekretär · Zeit: belegt 1560–1562 · Ort: Kassel · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Schreibt 1560 wegen des verkauften Hauses zu Eschwege für den Bau von Schloss Beilstein und 1561 an Rhenanus, der Landgraf wolle, dass aus dem Salzwerk „nicht einer, sondern alle berichten sollen“. 1562 vergleicht er die Abschrift des sächsischen Flößpatents.
- Bd. 2, S. 969 Lesetext — Schreiben an Rhenanus, 1561
- Bd. 2, S. 1001 Lesetext — Haus zu Eschwege, 1560
- Bd. 2, S. 1023 Lesetext — Kollation des Patents, 1562
Georg von Harstall
Varianten: Georg vom Harstall, Georg HarstallGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Amtmann zu Kreuzburg und Gerstungen · Zeit: belegt 1559–1568 · Ort: Kreuzburg · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Verhandelt 1560 mit Jost Becker über Holzflöße und Holzkauf; 1566 meldet er, das Wasser habe sein Wehr zerrissen. 1568 schreibt er Rhenanus „wegen seiner neu erfahrenen Kunst, Holz zu ersparen“, und bittet, sie beim Landgrafen zu befördern; Rhenanus antwortet ihm.
- Bd. 2, S. 951 Lesetext — Schreiben des Landgrafen wegen Harstall, 1559
- Bd. 2, S. 1005 Lesetext — Verhandlung über Holzflöße, 1560
- Bd. 2, S. 1009 Lesetext — Wehr und Holzsparkunst, 1566/68
- Bd. 2, S. 1014 Lesetext — Antwort Rhenanus’
Heinrich Hesberg
Gruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Kanzleibeamter Landgraf Wilhelms · Zeit: belegt 1568 · Ort: Kassel · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Unterzeichnet mit „Heinrich Hesberg, selbst“ den Nachtrag zur Instruktion von 1568, Rhenanus solle sich auch nach Bremen begeben und sich über den „Bois“ erkundigen.
- Bd. 2, S. 732 Lesetext — Nachtrag zur Instruktion 1568
Hermann von Hundelshausen
Varianten: Hermann von Hundelshausen zu Cromin, Junker Hermann von Hundelshausen, HundelshausenGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Amtmann zu Reichenbach, Bauherr des Brunnenbaus 1550/51 · Zeit: belegt 1540–1586 · Ort: Reichenbach · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Bürge der Location 1540 und der Bestätigung 1586. Als Amtmann zu Reichenbach wird er 1550 zu einem der drei landgräflichen Bauherren bestimmt, reitet immer wieder nach Sooden und schlägt am 15. August 1550 „den ersten Nagel“ in die neue Fassung. 1551 rät er, die Adern in Stöcken so zu verbauen, „dass die Werke keinen Schaden nehmen“.
- Bd. 2, S. 29 Lesetext — Bürge 1540
- Bd. 2, S. 46 Lesetext — Bürge 1586
- Bd. 2, S. 256 Lesetext — Verordnung zum Bauherrn, Februar 1550
- Bd. 2, S. 343 Lesetext — Schlägt den ersten Nagel ein
- Bd. 2, S. 413 Lesetext — Rat im Juli 1551
Hans Klauer
Varianten: Hans Klaur, der Vogt zu FriedewaldGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Vogt zu Friedewald · Zeit: belegt um 1544–1550 · Ort: Friedewald · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Zuständig für die Holzflöße vom Seulingswald; er schreibt deswegen und „begehrt Geld“. 1550 soll der Vogt zu Friedewald zwei Wagen Hafer zur Baustelle schicken.
- Bd. 2, S. 280 Lesetext — Hafer für den Bau, 1550
- Bd. 2, S. 901 Lesetext — Holzflöße, Geldforderung
- Bd. 2, S. 905 Lesetext — Flöße am Seulingswald
Georg von Kolmatsch
Varianten: Jörgen von Kolmetsch, Georg von Colmitsch, Georg vom Kolmitsch, Georg von Colmetsch, Georgs von KolmitzschGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Statthalter zu Marburg (an der Lahn) · Zeit: belegt 1538–1540 (Bd. 1) · belegt 1539–1540 (Bd. 2) · Ort: Marburg · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1 und 2Als „Statthalter zu Marburg“ beziehungsweise „Statthalter an der Lahn“ vertritt er die Ritterschaft des Oberfürstentums. Er unterzeichnet mit Hermann von der Malsburg und Bürgermeister und Rat zu Marburg den Vorschlag der Landstände vom Herbst 1539, empfängt im Dezember 1539 das Notariatsinstrument der Pfänner und behält es „etliche Tage“ bei sich, was die Pfänner protokollieren lassen. Bei den Räten des Vertrags von 1538 steht er an zweiter Stelle.
Die Einträge „Georg von Kolmatsch“ (Bd. 1) und „Georg von Kolmitzsch“ (Bd. 2) sind hier als Schreibvarianten desselben Rats zusammengeführt; die Gleichsetzung ist eine Annahme.
Die Einträge „Georg von Kolmatsch“ (Bd. 1) und „Georg von Kolmitzsch“ (Bd. 2) sind hier als Schreibvarianten desselben Rats zusammengeführt; die Gleichsetzung ist eine Annahme.
- Bd. 1, S. 498 Lesetext — Vorschlag der Landstände, Herbst 1539
- Bd. 1, S. 531 Lesetext — Empfang des Notariatsinstruments
- Bd. 1, S. 535 Lesetext — Seine Antwort an die Pfänner
- Bd. 1, S. 660 Lesetext — Unter den Räten von 1538
- Bd. 2, S. 29 Lesetext — Bürge 1540
- Bd. 2, S. 971 Lesetext — Siegelung des Abschieds 1539
- Bd. 2, S. 1001 Lesetext — Urteil der Landschaft
Heinrich Lersner
Varianten: Kanzler Lersner, Heinrich LersnersGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Kanzler Landgraf Philipps · Zeit: belegt 1554 (Bd. 1) · belegt 1541–1555 (Bd. 2) · Ort: Kassel · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1 und 2Unterschreibt am 1. Mai 1554 in Allendorf die Verschreibung über die städtischen Gehölze „eigenhändig“ neben dem Landgrafen und wird im selben Jahr mit dem Salzgrafen Jost Becker nach Allendorf verordnet, um die Beschwerden der Siedemeister anzuhören. Damit ist er der Nachfolger Feiges im Kanzleramt, soweit die Quelle reicht.
- Bd. 1, S. 862 Lesetext — Unterschrift unter der Gehölzverschreibung, 1554
- Bd. 1, S. 863 Lesetext — Anhörung der Siedemeister mit Becker
- Bd. 2, S. 898 Lesetext — Schreiben wegen der Siegelung, 1541
- Bd. 2, S. 978 Lesetext — Auftrag wegen der Sieder, 1555
- Bd. 2, S. 988 Lesetext — Bericht über den Bornmeister, 1555
Johann Feige von Lichtenau
Varianten: Johann Feig, Johann Feyge, Kanzler Feige, des seligen Kanzlers FeigeGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Kanzler Landgraf Philipps · Zeit: belegt 1538–1540; 1552 als verstorben erwähnt (Bd. 1) · belegt 1538–1540 (Bd. 2) · Ort: Kassel · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1 und 2Kanzler des Landgrafen und dessen wichtigster Verhandler. Er unterzeichnet 1539 das fürstliche Schreiben an die Pfänner, erscheint am 4. Mai 1540 mit Rudolf Schenck in Allendorf, um die letzten Beschwerden entgegenzunehmen, und führt am 1. August 1540 die Verhandlung mit Meister Georg Behm über das Brunnenmeisteramt; das Protokoll trägt seine Unterschrift. Bei den Räten des Vertrags von 1538 ist er als „Johann Feige, Kanzler“ aufgeführt. Die Regierungsordnung von 1552 spricht bereits von „der selige Kanzler Feige“.
- Bd. 1, S. 473 Lesetext — Unterschrift unter Philipps Schreiben, Oktober 1539
- Bd. 1, S. 589 Lesetext — Mit Schenck in Allendorf, 4. Mai 1540
- Bd. 1, S. 607 Lesetext — Unterschrift unter der Notel mit Behm, 1. August 1540
- Bd. 1, S. 777 Lesetext — „der selige Kanzler Feige“
- Bd. 2, S. 887 Lesetext — Randvermerk am ersten Vertrag
- Bd. 2, S. 908 Lesetext — Vertrag mit Georg Behm
- Bd. 2, S. 913 Lesetext — Konzept 1539
Bernd Liebdell
Varianten: der Rentmeister zu SchmalkaldenGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Rentmeister zu Schmalkalden · Zeit: belegt 1548–1558 · Ort: Schmalkalden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Liefert Nägel, Dielen, Feuerhaken und Pfannenblech nach Sooden und treibt die Schulden der Blechschmiede ein; 1558 schlägt der Rentmeister einen neuen Blechschmied zu Herrenbreitungen vor.
- Bd. 2, S. 942 Lesetext — Nägelpreise, neuer Blechschmied
- Bd. 2, S. 950 Lesetext — Schreiben 1551
Heinz von Lutter
Varianten: Heinz von Lüder, Heintz von Luttern, Heinz von Lütter, Heinz vom Lüttern, Heinz LutherGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Hauptmann zu Ziegenhain, Bau- und Bergverständiger · Zeit: belegt 1547–1554 · Ort: Ziegenhain · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Der bauverständige Rat, zu dem der Landgraf „als dem, der diese Dinge mehr als andere versteht“, besonderes Vertrauen hat. 1547 berichtet er, in Lothringen lägen viele Salzwerke im Moorgrund, und rät, dort Leute zu holen; 1550 wird er samt Schultheiß und Zimmermann von Ziegenhain zur Baustelle gebeten. Er beschäftigt sich mit Wasserkünstlern und Eisenschmieden; ein Vorschlag von ihm, die besten Adern des Brunnens zu fassen, liegt im Archiv. 1554 schreibt er wegen der Eisenschmiede zu Nauses.
- Bd. 2, S. 127 Lesetext — Bericht über lothringische Salzwerke
- Bd. 2, S. 240 Lesetext — Einladung zur Baustelle mit Bauverständigen, 1550
- Bd. 2, S. 895 Lesetext — Vorschlag zur Fassung der Adern
- Bd. 2, S. 976 Lesetext — Eisenschmiede zu Nauses, 1554
Hermann von der Malsburg
Gruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Vertreter der Ritterschaft des Niederfürstentums · Zeit: belegt 1538–1540 (Bd. 1) · belegt 1539–1540 (Bd. 2) · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1 und 2Unterzeichnet 1539 mit Georg von Kolmatsch „von wegen derer von der Ritterschaft“ den Vorschlag der Landstände und gehört zu den Räten des Vertrags von 1538 sowie zu den Bürgen des Pachtvertrags von 1540. Ein Amt wird bei ihm nicht genannt.
- Bd. 1, S. 498 Lesetext — Unterschrift für die Ritterschaft
- Bd. 1, S. 716 Lesetext — Unter den Bürgen des Pachtvertrags
- Bd. 2, S. 28 Lesetext — Bürge 1540
- Bd. 2, S. 971 Lesetext — Siegelung 1539
Johann Meckbach
Varianten: Johann MerkbachGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Sekretär · Zeit: belegt 1553 · Ort: Kassel · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Meldet 1553 Jost Becker den Befehl von Statthalter, Kammermeister und Kammerschreiber, eine Ordnung für den Salzabsatz zu machen, und begehrt ein Exemplar der neuen Salzwerksordnung für die Kanzlei.
- Bd. 2, S. 924 Lesetext — Schreiben wegen der Absatzordnung, 1553
- Bd. 2, S. 988 Lesetext — Exemplar der Ordnung
Johann Meysenbug
Varianten: Johann MeisenbugGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Haushofmeister (1540), Landvogt an der Werra (1566–1586) · Zeit: belegt 1540–1586 · Ort: Eschwege · Zuordnung: vermutet · Quelle: Band 21540 als Haushofmeister unter den Bürgen; 1566 und 1568 schreibt er als Landvogt an Rhenanus wegen der Wege im Kleb und der Sache zwischen Andreas von Hagen und Arnfeld; 1586 ist er als Landvogt an der Werra Bürge der Bestätigung. Ob der Haushofmeister von 1540 und der Landvogt der 1560er Jahre dieselbe Person sind, sagt die Quelle nicht.
- Bd. 2, S. 29 Lesetext — Haushofmeister, Bürge 1540
- Bd. 2, S. 46 Lesetext — Landvogt, Bürge 1586
- Bd. 2, S. 983 Lesetext — Landvogt, Wege im Kleb 1566
- Bd. 2, S. 1014 Lesetext — Sache von Hagen gegen Arnfeld, 1568
Namenslisten für die Familienforschung
An etlichen Stellen zählt die Salzbibel Dutzende von Namen auf einmal auf — Bürgen, Unterzeichner, Kommissionen, die vereidigten Schätzer mit ihren Siedern. Solche Listen sind für die Familienforschung oft wertvoller als jeder Einzeleintrag, weil sie einen ganzen Ort zu einem Datum zeigen. Sie sind hier nicht Person für Person aufgelöst, sondern als Fundstellen verzeichnet: mit Titel, Seiten und einer Beschreibung, welche Familien vorkommen. Wer einen Namen sucht, sollte diese Seiten im Faksimile aufschlagen und dabei mit Schreibvarianten rechnen — Hilwig und Hilm, Corey und Chorey, Nidernstein und Niedenstein meinen dieselben Leute.
- Bürgen der Location von 1540 Bd. 2, S. 28, 30 (Seiten 28–30) · im Lesetext
Die Grafen zu Solms, Wittgenstein, Waldeck und der Edelherr zu Plesse, dazu je fünfundzwanzig Adlige und Städte des Nieder- und Oberfürstentums als Bürgen und Selbstschuldner Landgraf Philipps: von der Malsburg, Schenck zu Schweinsberg, von Wallenstein, von Hundelshausen, von Baumbach, Meysenbug, von Bodenhausen, Diede, von Griffte, von Berlepsch, Keudel, von Boyneburg, von Kolmatsch, Riedesel, Rau, von Breidenbach, Hund, Schleier, von Weitershausen, von Lauterbach, von Dörnberg, von Rückershausen, von Leutenstein, jeweils mit Amt.
- Bürgen der Bestätigung von 1586 Bd. 2, S. 45, 47 (Seiten 45–47) · im Lesetext
Grafen zu Solms, Wittgenstein und Waldeck; Statthalter Eckbrecht von der Malsburg, Erbmarschall Georg Riedesel, Landvogt Johann Meysenbug und weitere Adlige und Beamte beider Fürstentümer (von Berlepsch, Guden, von Boyneburg, von Dörnberg, von Schachten, Diede, von Pappenheim, von Bergen, von Hundelshausen, vom Cram, Rau, Schutzbar genannt Milchling, von Linsingen, Clauer, Schenck, Döring, vom Scheuerschloss, von der Rabenau, von Breidenbach, Lewenstein) sowie 24 Städte.
- Beteiligte am Brunnenbau von 1489 Bd. 2, S. 51, 63 (Seiten 51–63) · im Lesetext
Widmungsempfänger Geyselers (Junker, Bürgermeister, Salzgraf), die Unterhändler des Kerbzettels vom Dezember 1489, Hofbesitzer in Sooden (Huschenbeck, Gunteram, Beltzer) und die acht aus den Pfännern gewählten Baumeister: Hanemann, Rueland, Wolfferam, Casselmann, Lawir, Breule, Gundelach, Geyseler.
- Teilnehmer der Beratungen 1547 Bd. 2, S. 111, 116 (Seiten 111–116) · im Lesetext
Beamte des Landgrafen und Verordnete der Pfänner bei den Verhandlungen zu Kassel (11. Juli 1547) und Allendorf (1. September 1547); die Pfännerliste vom 1. September nennt u. a. von Bischhausen, von Eschwege, Löber, Freundt, Schaffnit, Nidernstein, Casselmann, Meuth, Meinhardt, Chorey, Ruland, Gauwler, Möller, Jordan, Wallis.
- Unterschriften des Abschieds vom 22. Januar 1548 Bd. 2, S. 178 · im Lesetext
Landvogt, Salzgrafen, Rentmeister, Statthalter, Räte und die Pfänner Riedenstein, Schaffnit, Wiegenrodt, Meuth, Corey, Teichmann.
- Kommission und Pfännerausschuss vom Februar 1550 Bd. 2, S. 242, 256 (Seiten 242–256) · im Lesetext
Räte, Beamte, Werkleute (aus Ziegenhain und Abterode) und der zehnköpfige Ausschuss der Pfänner bei der Besichtigung am 5./6. Februar 1550, mit den Unterschriften des Abschieds auf S. 255–256.
- Geschworene Schätzer, Sodemeister und Bothe 1550 Bd. 2, S. 377, 382 (Seiten 377–382) · im Lesetext
Die zehn im Oktober 1550 vereidigten Salzmesser (Schätzer) und die ihnen zugeordneten Sodemeister bzw. Bothe, rund neunzig Namen der Sooder Siederfamilien: Grunewald, Urber, Hilwig, Schimpf, Jener, Sperber, Burckhardt, Köler, Gill, Seltzer, Kell, Beutler, Ludwig, Schmidt, Mentze, Scheuffeler, Ties, Roth, Deinhardt, Marschalck, Muschelmann, Klinckerfus, Rubig, Windaus, Gilm, Steffan, Schweitzer, Behr, Peter, Wolff, Landgraf, Schossers, Clarich, Strube, Kremer, Mönch, Spor, Schlem, Hill, Rotfuß, Haderheintz, Solgraben, Bartel, Franck — auch einige Frauen (Anna Gilm, Gertraud Hilm, Anna Schossers).
- Unterschriften der Abschiede von 1551 Bd. 2, S. 393, 421 (Seiten 393–421) · im Lesetext
Beamte und Pfänner unter den Abschieden vom 5. Mai und 20. Juli 1551 (Becker, Bartholomäus, Homberg, Schaffnit, Niedenstein, Nuland, Iring, Thuldt, Waldis, Boyneburg, Hundelshausen, Nordeck, Schuldt, Thorey).
- Kursächsische Kommission 1569 Bd. 2, S. 762, 778 (Seiten 762–778) · im Lesetext
Unterzeichner der Gutachten über Auleben und Artern: von Ebeleben, Rhenanus, Schönleben, Flicke.
- Archivverzeichnis (Miszellen) Bd. 2, S. 885, 1032 (Seiten 885–1032) · im Lesetext
Das Verzeichnis der bei Rhenanus liegenden Akten nennt in Regestenform Hunderte Absender und Empfänger von Briefen 1538–1580 — Beamte, Pfänner, Handwerker, Städte und Fürsten. Nur die Personen mit erkennbarer Funktion sind oben einzeln erfasst; weitere Namen (z. B. Hans Gill, Hans Preusser, Claus Appell, Peter von Beyneburg, Kilian Witting, Philipp Thue, Paul Kremer, Adam Arnfeld, Tonges Müller, Hermann von Uffeln, Berthold von Uffern, Wolff Deuchell, Hans Ziegel, Jochim Gittel) sind dort über die Seitenangaben auffindbar.
- Gewünschte Beisitzer der Landstände 1539 Bd. 2, S. 962 · im Lesetext
Von den Pfännern erbetene Beisitzer: Friedrich Trott, Ewald Baumbach (Lizentiat), Adolf Rau; Johann Laube (Homberg), Johann Blankenheim (Marburg), Heinrich Goldschmied (Eschwege), Bürgermeister.
- Ausschuss der Pfänner 1540 Bd. 2, S. 973 · im Lesetext
Werner Trott, Ernst von Bischoffshausen, Georg Frund, Johann Niedenstein, Gieseler Schwanflügel, Johann Schaffnit bei den Verhandlungen über die Location.
- Unterzeichner des sächsischen Flößpatents 1562 Bd. 2, S. 1023 · im Lesetext
Johann Friedrich der Mittlere, Kanzler D. Christianus Brugk, Christianus Harsach, die Notare Johannes Weyser und Johann Schelhase.
- Beauftragte des Steinkohlenschmelzens 1576 Bd. 2, S. 1026 · im Lesetext
Berghauptmann Hermann Schütz, Rhenanus, Georg Gerke, Georg Berk, Adam Arnfeld, Salm und Jacob Richter.
- Rechnungsabschied vom 23. Januar 1568 Bd. 3, S. 9, 23 (Seiten 9–23) · im Lesetext
Landesherrliche Entscheidungen zur Salzwerksrechnung; genannt werden Jost Meicher, Wentzel, Wilhelm Pfeilsticker, der Gegenschreiber Meier, Jörg Bock, Heinrich Ising und Christoph Hombergs Witwe.
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