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Salzbibel

Die Salzbibel

Das Werk als Zeitleiste: Wortlaut, Übersetzung, Zusammenfassung und Anmerkungen — frei kombinierbar

Das Werk der Reihe nach

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IV · 4. Buch · Band 1 · Fortsetzung

Die Salzordnungen

Das vierte Buch · 334 Seiten · Aufbau des Werks

HandschriftS. 953 Bl. 474r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 953

1

gelegt werdenn, vnnd sollenn gleicher gestalt die Holtzmesser, Beamptenn vnnd furster gute achtung gebenn, das nichts verkuntraut1 werde, auch da es vonnötenn, bisweilenn das holtz bey nacht bewachenn lassenn, Wir achtenns auch fur nötigk, damit den Leutenn ann Eckernn vnnd Wiesenn kein schadenn zugefugt werde, das allennthalbenn aus den geholtzenn vnnd Bergenn, da mann scheidt vnnd wellenn ausfueret, solchs beschehenn solle, Wenn die Ecker vnnd wiesenn vnbesahmet, vnnd ohnne gras stehenn, also das man vber die Wiesenn bis zwischenn Walpurgis, vber die Ecker bis vf Osternn im Frueling vnnd in der Ernde zeit acht tage lanng vber die Wiesenn wann die gemehet, vnnd vber die Ecker so lannge die Brach liegen, fahrenn magk, Wer ausser dieser zeit vnnd hieruber holtz will ausfuhrenn, soll sich mit den Inhabernn der liegenndenn gueter abfindenn, Doch sollenn die fuhrleut gar keinenn mutwillenn in diesem allenn brauchenn, Oder da sie dessenn können vberwiesenn werdenn, von vnnsernn Beamptenn zu

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: verkuntraut — Lesung unsicher

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HandschriftS. 954 Bl. 474v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 954

1

geburlicher straff genommenn, vnnd denenn, so vnbillichenn schadenn erlittenn, geburliche erstattung geschehenn, Die liefferung am Wasser soll anngenommenn werden, gleich wie im walde, als zuuor gedacht, Annstellung der Flös. Wann die Liefferung beschehenn, sollenn vnnsere Beamptenn, Lanndtknechte vnnd furster Jedes ortts vnnd ampts vnnser vnnderthanenn darzu erfordern, vnnd denselbigenn vferlegenn vnnd beuehlenn, das die scheide als baldt zu flossenn eingeworffenn werdenn, DarJegenn wollenn wir Inenn Bier vnd Brodt abennts vnnd morgenns reichen vnd austheilenn lassenn, Wir wollenn auch ganntz ernnstlich vnnsernn Saltzgreuen vnnd allenn anndernn verordentenn zur flösse vnnd Beamptenn, eingebundenn, aufferlegt, vnnd bey vngnediger straff beuohlenn habenn, das sie sich Jegl die Sachsischenn amptleuth, vnnd sonnstenn in allem nach anweisung volgenndes Extracts genntzlich verhaltenn,

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HandschriftS. 955 Bl. 475r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 955

1

Isennachischer vertragk. Nach dem aber ein sonnderlicher Punct vnnsers des Lanndtgrauenn Herrnn vatters holtzflössenns halben, auf dem Wasserstromb der Werra hinab, durch vnser Herzoge Johann Friderichs, vnnd vnnsere freundtlichenn liebenn bruedere Furstenthumb erregtt wordenn, vnnd bis annhero vnuerglichenn vff widerruffenn gestanndenn, Habenn wir vns in betrachtung vnnser allerseits nahenn bluts verwandtnus, freundtschafft vnnd Erbuerbruederunge, vnnd also zu anntzeigung vnnsers freundtlichenn vetterlich, schwegerlichenn, vnnd bruederlichenn willenns, derselbigenn holtzflös halbenn, nachuolgennder gestalt Enndtlich, Erblich, vnnd vnwiederrufflich vereinigt, verglichenn vnnd verwilliget, Nemlich das wir Herzoge Johann Friderich vnnsere freundtlichenn liebenn Bruedere, vnnd vnnser allerseits Erbenn vnnd nachkommenn, gedachtenn vnnsern freundtlichenn liebenn Vetternn, Bruedern vnd Vattern, den Lanndtgrauenn zu Hessenn, vns seiner Liebenn Erben berurte Holtzflös, auff dem Wasser der Werra, durch

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HandschriftS. 956 Bl. 475v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 956

1

vnnser Furstenthumb, frey vnnd vnuerhindert, alle Jar vnnd Jedes mahls, so offt es Irenn Liebten gefelligk, zu Irer Liebtenn Saltzwerck Jegenn Allendorf verstattenn wollenn vnnd sollenn, Doch der ogestalt vnnd also, das berurte Holtzflösse, zu rechtter wetter zeit zwischenn Walpurgis vnnd Pfingstenn, oder nach Laurentij, wanns wasser starck gnug ist, anngestelt, auch nicht eher vorgenommenn werde, dann das solchs vnnsernn Amptleutenn vnnd Beuelhhabernn, zu Creutzburgk vnnd Gerstungenn, eine vierzehenn tage zuuornn anngekundigtt, auch der ortt, da das holtz anngefuhrt, vnnd eingeworffenn werden soll, vermeldet sey, vff das diese vnnsere vnnderthanenn, schadenn halbenn, so Inenn daraus enndtstehe mochte, zeitlich gnug warnenn mugenn, DardeJegenn habenn wir Lanndtgraff Wilhelm von wegenn offtermeltes vnnsers gnedigenn liebenn Herrnn vnnd vatters, vns verwilliget, vnnsernn liebenn vetternn den Herzogenn zu Sachssenn, vnnd derselbigl nachkommenn, alle Jahr vnnd Jedes Jars besonnder Ein Hundert achteil Allenndorffisch, des bestenn vnd

Unsichere Lesungen

  1. Z. 4: der oge= — wohl dergestalt, Schreibfehler

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HandschriftS. 957 Bl. 476r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 957

1

kein schmiersaltz, in welchem Jare eins oder viel mahls geflöst wurdet, Da aber in einem oder mehr Jarenn nicht geflöst wurde, dennoch vnnd gleich sowohl Funfftzigk achteil Jedes Jars zugebenn, Welche abmeßung der achteil dann alwege zu Allenndorff, auf den tagk Jacobi apostoli in Jegennwertigkeit eines Sachßischenn darzu verordenntenn dieners, beschehen, vnnd volgenndts Jegenn Wyla1, vf vnnsers des Lanndtgrauenn Herrnn vatters, vnnd seiner G. nachkommen vnnkostenn gelieffert werdenn solle, Wann aber die furstenn zu Hessenn solche flösse ganntz vnd ewiglichenn abschaffenn, vnnd nicht mehr gebrauchen wurdenn, als dann sollenn sie auch nicht mehr solchen Saltzzins zugebenn schuldigk sein, Daruber wirdt auch vnnser des Lanndtgrauenn Herr vatter, allenn vnnd Jedenn schadenn, welcher vnnsernn Vettern, den Herzogenn zu Sachssenn, ann Irenn selbst, oder derselbigenn vnnderthanenn eigennthumbs, als Bruckenn, Stegenn, Wehrenn, Muhlenn fachenn, Befruchteten feldernn, Wiesennwachs, vnnd dergleichen, durch

Unsichere Lesungen

  1. Z. 8: Wyla — Ortsname, wohl Wila/Vacha?

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HandschriftS. 958 Bl. 476v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 958

1

offtgemelte Holtzflössenn zugefugt wurde, nach billichem werth vnnd ermessung Jedes orts einwönere, nach geschworner Schöpffenn pflicht, vergleichung vnnd erstattunge, so offt solche schedenn vorfallenn mochtenn, thun lassenn, Inmassenn bis annhero auch geschehenn, DaJegenn aber die Sachßische ampts beuelchhaber mit ernnst verschaffenn sollenn, das den furstenn zu Hessen, vonn dem flösholtz durch die vnnderthanenn Jedes orts nichts verunntrauet werde, Vnnd ist dis also der Innhalt souiel diesem Holtzhanndell anlanngt, des Eisenachischenn vertrags, wollenn nun in der furgenommenen Ordenunge vortfahrenn, Vortfurderunge der Flöß. Vnnd nach dem sich das Scheidtholtz im flossenn allenthalbenn auf den Klengenn, ann herdenn, vfernn, vnnd Weren pflegt zu hemmenn, vnnd nicht wohl kann furtkommenn, So wollenn wir nicht allein, das vnnser vnnderthanenn, vonn ampt zu amptenn, die flös vortfordernn vnnd annregenn, Sonndern auch

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HandschriftS. 959 Bl. 477r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 959

1

das vf vnnser Kostenn besonndere flösser mit hackenn, Nachlenn, vnnd stanngenn, Jerlich verordennt sollenn werdenn, Welche allennthalbenn auff den Wehrenn, vnnd wo es vonn nötenn, zum theil zusehenn, vleißigk mit der hanndt selbst annregenn, vnnd die vnderthanenn zur arbeit vermanenn, zum theil auch in funff schiffenn, welche wir Jerlich darzu zumachenn, vnnd zuuerfertigenn hiermit wollenn nachgebenn habenn, der flös allennthalbenn nachuolgenn, damit Je souiel muglich nichts vmbkomme, noch veruntrauet werde, Auffseher vnnd Wechter bey der flös. Vber das sollenn auch bey Jederm dorff, vnnd da es sonst vonn nötenn, tag vnnd nacht leuthe vf vnnsernn Kostenn gehaltenn werdenn, welche hin vnnd wiedder zusehenn, das nichts abgetragenn oder gestolenn werde, vnnd da sie Jemanndts befundenn, sollenn sie das vonn stundt ann, annzeigenn, vnnd die vbertretter nach anweisung des Eysenachischenn vertrags vnnd vnnsers schrifftlichenn offenn brieffs gestrafft werdenn,

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HandschriftS. 960 Bl. 477v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 960

1

Damit nun disfals alles also gehanndthabt vnnd volntzogenn werdenn, So soll vnnser Schultheis zu Allenndorff in beuelch habenn, die ganntze flösse furnemblich zubestellenn, zuuersehenn, zuuerlegenn, vnnd zuuerwartenn, vnnd sollenn Ime alle vnnser Beambtenn, so vnnter wegenn wohnenn, obgedachte gedingte flösser, vnnd anndere vnnderthanenn, Inn allem bey vnngnediger straffe gehorsamb vnnd geuolgig sein, Wie wir dann solchs hiermit eins vor alles geordent vnnd gesetzt wollenn habenn, Doch habenn wir zu mehrem vnnderricht, vnnd auff das die flösse Je desto furderlicher vnnd bestenndiger muge gehanndthabt vnnd furgenommenn werdenn, Nachuolgennde neue Ordnungk bedacht, Constituiret, vnnd wollenn das daruber in allem gehalten werde, Nach dem wir berichtet werdenn, das etliche vnnser ambtknechte, vnnd vnnderthanenn am Werrastromb Im scheidtflossenn, so wir Jars vom Seulingswalde, zu vnsern Saltzwerck gein Allenndorff thun lassenn, vnvleißig sein, in dem das sie die flösscheide im fliessenn

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HandschriftS. 961 Bl. 478r Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 961

1

nicht in guter hudt, vfsicht vnnd verwarung habenn, auch dieselbenn nicht Jedes orts, vnnd sonnderlich wenn sie sich auf den Klenngenn1[?] wogenn vnnd anstossenn, mit grossenn hauffenn samblenn vnnd schutzenn, mit Immer vnnd geburlich durch frischenn fliessenn anregenn, sonndern vorgehenn, wenn diese gleich abgeregt, legenn sich doch sobaldt anndere ann die stedt, vnnd bedennckenn nicht Je lenger die scheidt im wasser liegenn, Je mehr sie mit schlam belegt, durchaus2[?] naß vnnd soviel schwerer, vnnd enndtlich gar zu grundtfelligenn dunckenn werdenn, vnnd ob sie schonn vonn vnnsernn Saltzgrevenn vnnd Beamptenn vielmahls darumb anngelanngt werdenn, sie doch gleichwohl Jres willenns thun, ab welchenn wir nicht geringes vngnediges misfallenns tragenn, Habenn derowegenn, damit solcher vnfleis abgestelt, vnnd die flöß vmb soviel mehr gefordert vnnd den armen vnnderthanenn erleichtert wordenn, auch in annderer betrachtung, das vnns ann solchenn flössenn Jedes mahl ein grosses gelegenn, nachvolgende Ordenung wie es Jzo vnnd hinfuro in solchenn flössenn genzlich gehalten werden soll, stellenn lassenn.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: Klenngenn — Lesung unsicher
  2. Z. 9: durchaus — Kürzel, Lesung unsicher

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HandschriftS. 962 Bl. 478v Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 962

1

Ambter so zur Flös verbundenn sein. Vnnd bevehlenn darauf allenn vnnd Jedenn vnnsernn Saltzgrevenn vnnd Beambtenn in Bodenn, Desgleich vnnsernn Renndtmeisternn Schultheißenn vnnd Vogten, auch Grevenn vnnd vorstehernn, sambt allenn anndernn vnnsernn vnnderthanenn Ingemein, der Ampter Friedewaldt, Rotenbergk, Sonntra, Sonnenn1[?], Riegelsdorff, Herleshausenn, Treffurt, Wannfriedenn, Eschwege vnnd Beilstein, Das sie ob dieser vnser Ordenung stet vnnd fest halttenn, vnnd in gemein vnnd sonnders darwiedder nichts furnehmenn, sonndern dero in allenn Puncten bey vermeidung vnnsern vngnedigenn vnnd ernnstlichenn straffenn vleißigk vnnd Embsig nachsezenn, Damit vnns ann keinem ort, ann vnnser flös, hindernus, vfhalt, noch schadenn beschehe, vnnd kein nachteil zugefugt werdenn muge, Zwischenn Walpurgis vnnd Pfingstenn soll geflöst werdenn. Demnach wollenn wir erstlich das Jedes Jars die

Unsichere Lesungen

  1. Z. 8: Sonnenn — Ortsname unsicher (Sontra/Sonnenn?)

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HandschriftS. 963 Bl. 479r Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 963

1

Flös zwischenn Walpurgis vnnd Pfingstenn, wann das wasser vnnd Wetter hierzu am bequemblichstenn ist, anngestellet werde, Flöss soll den Sachssischenn zuuor vermeldet werdenn Vnnd solchs alwege durch vnnsere Saltzgrevenn den Sachsischenn Beamptenn zu Creuzburgk, vnnd Gerstungenn, ein vierzehenn tage zuuor zugeschriebenn werdenn solle, wie solchs der Eysenachische vertragk Klerlich ausweisset, Holtzmessenn fur der Flöss Darnach wenn vnnsere Beamptenn zur stett, da die scheidt Ingeworffenn werdenn könnenn, sollenn sie erstlich die scheidt vonn den vnnderthanenn im Eysennas1 frobirt, nach anweisung vnnser deshalbenn in Anno 68 vfgerichter Ordenung gelieffert vnnd gemessenn annehmenn, vnnd sich der messung mit einem Jedenn Ampt gnugsamb vergleichenn, damit deshalb in der bezahlung kein Irthumb vorfallenn möge, Schultheis zu Allenndorff soll alle Wehr vnd Flutbette besehenn vnnd verschlagenn.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 14: Eysennas — Ortsname, Lesung unsicher

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HandschriftS. 964 Bl. 479v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 964

1

Zuuor aber vnnd vnnder des soll vnnser Schultheis zu Allenndorff alle flutbette, Wehr vnnd Tachenn1 die Werra hinnuf, bis ann die stette da die scheide liegenn, mit allem vleis besichtigenn, die Tachenn Jedes ortts mit Leutternn beschlagenn lassenn, vnnd was sonnsten notwendig, bestellenn, auch Jedes orts den ambttknechtenn die flös annmeldenn vnnd bevehlenn, dero vnnd darauff, al dieweil die weret, mit den darzu gehörigenn vnnderthanenn zu warttenn, Annstellung der flöss Volgenndts wenn also wiegemelt die scheide aller gemessen vnnd geleffert, vnnd derenthalbenn richtigk gemacht werdenn, So soll mit dem einwerffenn in dem nahmenn Gottes anngefanngenn, vnnd solchs durch vnnsere vnnderthanenn, Inmassenn bisdahero geschehenn, verrichtet werdenn, Doch sollenn vnnsere Amptknechte, sonnderlich die Schultheissenn vnnd Lanndtknechte, Jeder Ambts darbey sein, das volck hierzu annhaltenn, damit das einwer=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: Tachenn — Lesung unsicher

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HandschriftS. 965 Bl. 480r Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 965

1

fenn vonn stettenn gehe, vnnd die flös soviel muglich beysammenn gehaltenn werde, Furt forderung der Flöss So baldt nun die scheide eingeworffenn, so soll vnnser Schultheis zu Allenndorff, vom annfanng bis zum ende darbey bleibenn, mit allem vleis die Werra auff vnnd abreitenn, vfsicht habenn vnnd annregenn, das Jedes orts die scheide zu flössenn anngeregt, vnnd keines ortts einige scheidt stehenn bleibe, oder vber hauffenn gesamblet werde, Sonnderlich soll er darann sein, das die hinderste scheidt aller mitbracht, vnnd die so zu grunde gefallenn, oder zu tuckenn1 wordenn, aufs Landt gefurt, vnnd ann Klaffter gelegt werdenn, damit wir nicht vergeblich darumb kommenn, oder vnns wie hiebeuor ein so grosse Summa Klaffter in abganng zugerechnet werdenn, Hierzu sollenn Ime beide im annregenn, vfsehenn vnnd verwarenn, vnnsere amptknechte eines Jedenn ortts, vnnd so weit eines Jedenn ambt vnnd gebiete reichet

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: zu tuckenn — Lesung unsicher

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HandschriftS. 966 Bl. 480v Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 966

1

trew, vnnd gewertig sein, vnnd nebenn Ime dem Schultheissenn enndtweder vor sich vnnd annder gleich als ob Ime alleine befohlenn, vleißigk vfsicht habenn, so weit sich sein ambt erstreckt, vnnd dieweil diese flös weret, ab vnnd aufreitenn, die Vnnderthanenn annhaltenn, die scheite annzuregenn, die keines wegenn vber hauffenn samblenn lassenn, auch Jedesmahl ernnstlich gebietenn, sich des austragenns vnnd stelenns der scheide zuenndthalttenn, Schultheis zu Heringenn verrichtung. Sonnderlich aber soll vnnser Schultheis zu Heringenn, die flösse in vfsicht vnnd furtbringenn mit haltenn helfenn, vom annfanng des orts da die scheide Inngeworffenn werdenn, bis gein Berka vnnder die Brucka1, Lanndtknecht zu Rotenbergk Vonn dem ort soll denn vnnser Lanndtknecht zu Rotenbergk Jzo Jacob Scheidt, die flösse versehenn helffenn bis gein Salmerhausenn, vnnter die Muhle,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 15: Brucka — Endung unsicher

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HandschriftS. 967 Bl. 481r Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 967

1

Schultheis zu Sonntra Daselbstenn soll sie vnnser Schultheis zu Sonntra Jzo Bastiann Scharff annehmenn, vnnd mit sampt den Sontraischenn, auch den vnnderthanenn zu Konnenn1[?], vnnd Riegelsdorff fortbringenn, bis gein Newenhof vnnter das wehr, Furters soll sie der Schultheis zu Allenndorff versehen, bis gein Creuzburgk vnnter die Bruckenn, vnnd soll hierzu gebrauchenn vnnsernn Schultheissenn, vnnd vnderthanenn zu Herleshausenn, Der Schultheis zu Weissennborn Daselbstenn soll dann vnnser Dorff Schultheis zu Weissenbornn im ampt Wannfriedenn, Claus Beyfeldt2, mit sampt den vnnderthanenn zu Weißennbornn, vnd Rausbach, die scheidt versehenn, annregenn vnnd fortflössenn, vor Mihla vber bis gein Franckenroda Inn die Vogtey Treffurt, Vogt zu Treffurdt. Zu Franckenroda soll sie vnnser Vogt zu Treffurt

Unsichere Lesungen

  1. Z. 4: Konnenn — Ortsname unsicher
  2. Z. 13: Beyfeldt — Name, Lesung unsicher

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HandschriftS. 968 Bl. 481v Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 968

1

Bastiann Cholde1 annehmenn vnnd versehenn, bis gein Grossenn Burssell. Vogt zu Wannfriedenn Des orts soll sie dann vnnser Vogt zu Wannfriedenn, mit seinenn mitbeamptenn fortbringenn vnnd versehen, bis Inns ampt Eschwege, bey den Munchefordt2 Jegen der Aue, Schultheis zu Eschwege Ann dem ortt soll sie dann vnnser Schultheis zu Eschwege annehmenn, vnnd mit den Vnnderthanenn zu Grebenndorff bis vnnder die Muhlenn zu Eschwege bringenn, Dorff Schultheis zu Obernnhona. Nachdemm soll sie furters der Dorff Schultheis zu Obernnhona annregenn, vnnd furtbringenn bis gein Allenndorff Vnnd sollenn obgedachte vnnsere amptknechte dahin verdacht sein, das sie in diesem allen, wie oberzehltt, vnnd was sonnstenn zur flös dienlich, furderlich

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: Cholde — Name, Lesung unsicher
  2. Z. 6: Munchefordt — Ortsname unsicher

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HandschriftS. 969 Bl. 482r Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 969

1

vnnd nuzlich, als mit ausbringung der tucker1, vnd bewarhung der scheidt, vnnd was dergleichenn sein magk, ann Ihnenn gar keinenn vleis erwendenn lassenn, auch so offt sie vonn vnnsernn Salzgrevenn vnnd Schultheissenn, auch anndernn Beamptenn zun Bodenn hierumb ersucht vnnd anngelanngt werdenn, Ihnenn als dann vonn vnnsert wegenn, gehör vnnd volge gebenn, Mit dero eigenntlichenn vnnd gewissenn verwarnung, Wenn sie vnnsere Salzgrevenn vnnd Beamptenn, an der Werra auff vnnd abreytenn, vnnd ann einem oder mehrenn vnnfleis vnnd vngehorsamb befindenn, vnnd vnns solchs, wie wir Ihnenn aufferlegt, annzeigenn werdenn, Das wir als dann denenn oder dieselbigenn, so dieser Ordenung wiederstrebenn, vnnd darin vngehorsamb vnnd vnfleissigk befundenn, mit vngnedigenn Augenn annsehenn, vnnd darzu ernnstlich straffenn wollenn, Lanndtknecht zu Apteroda Wir wollenn vnnd bevehlenn auch hiermitt vnnsernn Lanndtknecht zu Apteroda, so baldt vnnd wenn die Scheyde zu Allenndorff vor denn Bödenn annkommen

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: tucker — Lesung unsicher

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HandschriftS. 970 Bl. 482v Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 970

1

vnnd er vonn vnnserm Holzvogt erfordert wirdt, das er als dann sich Jedes mahls so [übergeschrieben: tag] so nacht, mit dem darzu gehörigenn dinstvolck Jegenn Allenndorff verfugenn, vnnd die scheide aus dem wasser vf annweisung vnd Ordenung vnnsers Holzvogts, vfs trockenn bringenn, vnd ann geburliche hauffenn vnnd Klafftern legenn, vnd da dannen nicht abziehenn, bis die scheide aller vnd gennzlich ausbracht, vnnd sich hierann gannz vnnd gar nichts abhaltenn vnnd verhindernn lassenn soll, bey vermeydung vnnser vngnadt, Flösser Vnnkostenn Vnnser Schultheis zu Allenndorff, weil der den Flöskostenn verlegt, soll auch darauff sehenn, das es mit der zehrung vnnser Ordenung gemes vnnd sonnsten geburlich vmbganngenn, vnnd kein vnnotige gerunge2 oder vnnkostenn, vfgewenndet werde, denn wir Ihme den vberflus, vnnd was vnnsere Ordenung nicht mitbringt, keins wegs Passirenn zu lassenn bedacht, Er soll auch so balde nach enndtschafft der flös allenn kostenn, was er aufgewenndet, zu klarer rechnung bringen, die

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: so tag so nacht — tag übergeschrieben, Folge unklar
  2. Z. 15: gerunge — Lesung unsicher

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HandschriftS. 971 Bl. 483r Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 971

1

vnnsernn Salzgrevenn vorlegenn vnnd vnderschreiben lassenn, vnnd als dann solch Register vnnserm Holzvogt bey sein Rechnung zustellenn, der Ihme sobaldt solch Flöskostenn, was die Salzgrevenn vnnderschriebenn, Jegenn geburliche quitanz vonn vnnsert wegenn erstattenn soll, Was auch vnnser Schultheis zu Allenndorff also wie obstehet, ann zehrungenn vnnd anndernn vnnkostenn, vf die flos wenndenn werdet, soll er darauf bedacht sein, das auch das Jenige was er verrechnet, den leutenn allenthalbenn bezahlet werde, Sonnst soll Jztgemelter vnnser Schultheis vonn vnnsert wegenn den Vnnderthanenn so annregenn, das geordente brodt austheilenn, vnnd sollenn die Beamptenn in allen enndenn verordenenn, das solch brodt ann die ortter gefurt werde, da sie arbeitenn, damit sie nichts vonn der flös abzugehenn, zur vhrsach furwendenn mugen, Aber vnnser Salzgrevenn sollenn auf vnd nieder reytenn, vnnd allennthalbenn, wo sie auch weiderwertigs vnd hindersolligs1 befinden, dasselbige abschaffenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 20: hindersolligs — Lesung unsicher

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HandschriftS. 972 Bl. 483v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 972

1

Zuuor aber vnnd ehe das scheidtholz Inns wasser zur flös geworffenn werdet, soll vnnser Holzvogt zu Allendorff, die Börke1 bey den Holzplezenn daselbst die Leytternn vnnd Rechenn einsezenn, vnnd beschlagenn lassen, vnnd dero massenn verwarenn, das sie nit leichtlich hinwegk fliessenn konnenn, Fur allenn dingenn wollenn wir das gannz vnnd gar keine flösse werde furgenommenn, es sey vnns dann solchs vierzehenn tage furhero anngezeigt, vnnd wir vnns des schrifftlich zuuor was beschehenn solle, resoluirt habenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: Börke — Lesung unsicher

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HandschriftS. 973 Bl. 484r Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 973

1

Ausbringung der Scheider zu Allenndorff. Das Scheidtholz, wann es die Werra herab, bis fur die Börk Jegenn Allenndorff kommenn, sollenn vnnsere vnnderthanenn beider ampter Beylstein vnnd Ludwigstein auszubringenn Jederzeit schuldigk sein, vnnd sollenn sie vnnsere Beamptenn ernnstlich darzu erfordernn, mit vleis annhaltenn, auch da vf die tage, wann sie gefordert werdenn, einer oder mehr, aussen bleibenn, vnnd sich zum ausbringenn nicht Innstellen, sollenn sie so mannichmahl solchs beschicht, mit einem guldenn verbrussenn1, oder am leib gestrafft werden, Denn zubesorgenn, wo hieruber nit mit ernnst gehalten wurde, das etwo einmahl sich in der eyll vngeferlich ein Plazregenn oder vngewitter zutruge, das das gewesser gros möchte werdenn, vnnd Börke vnnd gehölze miteinannder hinwegk nehmenn, Da aber auch vnnsere diener im ampt Beylstein, vnnd Ludwigstein, nicht trew vleißige forderung hierzu thetenn, Wollenn wir sie gannz vngnedigk an leib vnd gut straffenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: verbrussenn — Lesung unsicher (verbüßen)

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Rhenanus’ eigene Ordnung, 1567

HandschriftS. 974 Bl. 484v Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 974

1

Vnnderthanenn so das Flössholtz helffen ausbringenn, befreyung. Wir verordenenn auch hiermit, das gedachter beider Ampter Vnnderthanenn, vber das, das wir Ihnenn vf Jede Klaffter funff heller erlegenn lassenn, des halben forsts vnnd Stamgelts, auf Ire heuslicher befeurung, sollen gefreyet sein, vnnd sie hieruber vnnser Ober: vnnd Vnder furster ann allenn enndenn, nicht sollenn beschwerenn, Also soll es auch mit den vnndersassenn derenn vom Adell zu Hilzeroda1[?], welche sich gutwilligk diesem dienst, des Holzauswerffenns zutragenn, haltenn vnnderworffenn, in allem gehaltenn werdenn, vnnd sollenn vnnsere furster schuldigk sein, dieselbigenn mitt glimpff zu notwenndigenn Irem Brennholz, Jederzeit zubefordernn, In ausbringung sollenn sie die Klaffter legenn Inns mas, welchs wir darzu besonnders verordnet habenn, vnnd nach anweisung vnnsers Holzvogts, Lanndtknechts zu Apteroda, vnnd Wehrmeisters zu Allenndorff welche hierauff sonnderlich verordnet sein, vnnd Ire

Unsichere Lesungen

  1. Z. 10: Hilzeroda — Ortsname unsicher

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HandschriftS. 975 Bl. 485r Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 975

1

belohnung dauonn vnnd Ipfanngenn1, das alles verrichtenn, Vnnd wann es also auf die Plege2 gelegt vnnd ausgebracht ist wordenn, soll dasselbige durch vnnsere Beamptenn, sonnderlich aber dem Holzvogt in guter hudt vnd verwarung gehaltenn werdenn, also das nichts darvonn vervntrawet noch endtfrembt werde, alles nach answeisung seiner des Holzvogts bestellung, also lautende, HoltzVogts Ambt. Der Holzvogt soll bey allem Klaffter holz, wenn das zu behuf vnnsers Salzwercks, vber oder vnnter demselbigenn anns Wasser gefurt, sein, vnnd zusehenn, das solchs rechtschaffenn gemessenn vnnd gelieffert werde, vnnd wann solchs holz vor Allenndorff durch die Flöß annkommenn, So soll er aufsehenn, das solchs durch vnsere ampt Beylsteins vnnd Ludwigsteins vnndersassenn, wie bishero beschehenn, vleißigk vnnd trewlich ausbracht, vnnd in Klafftern gelegt werde, daruber ordenntliche Register haltenn, vnnd derowegenn die Hieruber breuchliche zeichenn gebenn, vnd nehmenn sollen,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: Ipfanngenn — Lesung unsicher (empfangen)
  2. Z. 3: Plege — Lesung unsicher

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HandschriftS. 976 Bl. 485v Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 976

1

Was auch zu schiff die Werra herauff fur holz zu diesem behuff annbracht werdet, solchs soll er gleicher gestalt in Klaffter legenn lassenn, vnnd daruber seine besonnder Register vnnd Rechnung haltenn, Alles scheidtholz, so berurter massenn, oder sonnstenn zu vnnserm Salzwerck anngebracht, soll er in vleißiger vffsicht vnnd verwarung habenn, vnnd dermassenn legenn lassenn, das keine fluth noch Eisfarth darann schadenn thun mögenn, Ein Jede Klaffter solchs holzes im Eisenmas gemessenn, soll er vmb ein guldenn groschenn genanndt thaler, wie das Jungstlich gesezt ist, verkeuffenn, doch alleine den Bödermeisternn zum Salzsiedenn, vnnd sonnstenn niemandts annderst, Damit mann aber desto weitter mit dem Holz reichenn, vnnd nicht Inner wenig Jarenn vnnser geholz die wir Ihm1 vnnd wieder zum Salzwerck verordenet, Plutzlich abnehmenn, sonndernn auch vnnser erbenn vnnd nachkommenn ein gewis bestenndiges Salzwerck finden, vnnd behaltenn mügenn, So soll keinem

Unsichere Lesungen

  1. Z. 17: Ihm — Lesung unsicher (Itzt?)

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HandschriftS. 977 Bl. 486r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 977

1

Södermeister1 auf ein wercke mehr als ein klaffter verkaufft vnnd zugelassenn werdenn, Als sie dann vf den fall, wann man etwa in der Erndte, vnnd arber zeit2, nicht fuhrleute habenn köndte, soll nach aller vnnser Saltzgrevenn vnnd Beamptenn Rathschlagenn, ein tage oder etzliche, zwo klaffter anzunehmenn erleubt werdenn, auf das Je die zahl der siebennthausennt vnnd nicht mehr wercker Jerlich gesottenn werdenn. Alles daraus gelöste geldt, soll er in sein Register zur Einnahme setzenn, davonn auf bevelch der Saltzgrevenn den kauff, auch die hawung, ausfurung vnnd flössung des Holtzes, vnnd andernn hierzu gehörigenn vnkosten verlegenn, vnnd vns darvonn vfrichtige Rechnung Jedes Jars thun. Jegaw3[?] HoltzRegister Vber welchenn Holtzverkauff denn vnser Jtziger Pfarher, als Saltzgreve in Sodenn ein Jegenn Register heltet, Welches vom Saltzgrevenn vnnd Schultheissen Jederzeit in der abzahlung vnderschriebenn werdett, Böck Reitternn4[?] Pfele.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: Södermeister — Anfangsbuchstabe unsicher
  2. Z. 3: arber zeit — Lesung unsicher
  3. Z. 15: Jegaw — Überschrift, Ortsname unsicher
  4. Z. 20: Reitternn — Endung unsicher

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HandschriftS. 978 Bl. 486v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 978

1

Was auch ann Böckenn Reitternn, Pfelenn, vnnd ander Rustunge zum flössenn gebraucht wirdet, soll er der Holtzvogt in seiner verwarung haltenn, die mengell darann Jederzeit bessernn lassenn, vnnd solche ding wohl vfhebenn, damit mann zu erhaltung derselbigenn nit Jedes mahl newenn schwerenn vnkostenn auffwendenn müsse. Wann er mit Holtz anzuthun vnnd dem Warttenn ampt nicht zuschaffenn, soll er mit vf die gehöltze reitenn, vnd alle gelegennheit vnnd furnehmenns mit berathschlagenn helffenn, Soll aber kein1[?] ann Söder ann seine stadt das Holtz anzuthun noch in klaffter zulegenn lassen, weil solchs ohnne verdacht nicht zugehet. Holtzleger. Der Holtzleger soll furnemblich mit vleis Jederzeit zusehenn, dieweil er teglich beim Holtz ist, das nichts davonn gestolenn, abgetragenn, noch entfrembt werde, vnd da er Jemanndts betrapte, soll er solches den Saltzgrevenn vnnd Holtzvogte annzeigenn, vnnd gar niemanndts verschonenn, Darnach soll er mitt

Unsichere Lesungen

  1. Z. 11: kein — Wort gestrichen/überschrieben, unsicher

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HandschriftS. 979 Bl. 487r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 979

1

vleis alles vnnser Scheidtholtz ins Eisenmas ohne allenn vortheil vnpartheilichen legenn, vnd den Södermeisternn nach ausweisung der zahl auf den lossen, vnuerechtigt austheilenn, oder da er solchs vbertrete, vnnd einige geschenncke nehme, soll er ann leib vnnd gut gestrafft werdenn, Was sonnst sein bestellung vnnd befelch ist, wurde aus baldt volgenndenn articulnn klar werdenn, in welchen allen er vnnsernn Saltzgrevenn vnnd Holtzvogt |: vnnsernn nutzenn trewlich zu befordernn :| soll gehorsamb leistenn, vnnd sich denenn nicht wiedersetzen, Er soll in das geordennte Eisennmas alles flösholtz, was vnnd wieviel dessenn der Holtzvogt Jederweile den Södermeisternn zum Saltzwerck verkauffenn wirdt, Zu klafftern ann enndt vnnd örttern in der Holtzvogt annweisenn wirdt, vleissiges, recht, vnnd vol kemlich1[?], eine klaffter wie die ander legenn, also das mann dessenn alweg zum Saltzsiedenn gnugsamb, vnd an Jme dis fals [gestrichen: kein] kein[?] versaumnus erscheine. Die gelegtenn klafftern, soll er ordenntlichenn, nach

Unsichere Lesungen

  1. Z. 16: vol kemlich — vermutlich volkömlich
  2. Z. 19: kein versaumnus — Streichung, Lesung unsicher

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HandschriftS. 980 Bl. 487v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 980

1

der zahl 1. 2. 3. vnnd so forthann zeichenn vnnd einem Jedem Söder, welche Jme das los gegebenn, zeigenn, vnnd darin bey vngnediger straff keinen finantz, vortheil oder betrugk suchenn, Er soll auch keinem Söder, wer der sey keins wegs anzeigenn, welche hauffenn ann der zahl gut oder böse, oder was einer vor dem anndernn an der zahl halte, Damit niemanndts im losenn vorteil zusuchenn, vnnd sich hierzu, weder durch geldt oder Saltz geschenck bewegenn lassenn, Soll auch keinem Söder oder fuhrmann gestattenn, eynig klaffter holtz vonn der legestadt abzufuhrenn, er habe Jme dann zuuor das los zeichenn vom Holtzvogtt vnnd Jegenn zeichenn vom Pfarher oder Wollenn schreiber1 zugestelt vnnd gelieffert, vnnd in dem allen ordnung vnnd richtigkeit, wie bishero beschehenn, halten, Gleicher massenn vnnd ebenn also soll er auch mit dem Schiffholtz, was dessenn die Werra herauf bracht wirdet, haltenn, vnnd solchs selbst durch mitthulf der schiffknechte legenn, vnnd keines wegs die ohne

Unsichere Lesungen

  1. Z. 14: Wollenn schreiber — Lesung unsicher

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HandschriftS. 981 Bl. 488r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 981

1

seinem beysein, die schiffknechte oder anndere legenn lassenn, Die schlitter so er vnter das Eisenmas, solchs wieder zu lanngenn, legenn mus, soll er allemahl vonn demselbigenn gelegtenn hauffenn, wieder abnehmenn, damit nicht mehr, dann Jns Eisen mas gehöret, hinzugebenn werde, Vnnd soll Jme Jm scheidtlegenn keinen Södermeister noch vffter knecht1 helffenn lassenn, Wenn es aber die nottturfft, nach gelegennheit der zeit erfordernn wirdt, also das ers selbst, mit aller erlegenn kann, Soll Jme sein gesinde, oder sonnstenn einem taglöhner so vfrichtig zugelassenn sein, doch das er denenn zuuor dem Holtzvogte annzeige, vnnd solches mit dessenn furwissenn beschehe, er auch selbst mit zusehe, das er im legenn keinenn finantz brauche, Die Holtzzeichenn, was Jme dahero die Söder gelieffert, soll er nicht vonn sich thun, es sey dann das sie Montags durch die Saltzgrevenn vnnd beamptenn abgezelet werdenn, Die abfallennde schalenn, knuttell2 vnnd Splitter,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 9: vffter knecht — Lesung unsicher
  2. Z. 21: knuttell — Anfang unsicher

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HandschriftS. 982 Bl. 488v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 982

1

welche Jns Eisenmas zulegenn vntuchtigk, soll er alwegenn trewlich zusammenn legenn, davonn was Jme zu seiner haushaltung am fewrwergk vonnötenn, soll Jme vergönnet werdenn, mit dem vbrigenn sollenn sich die Pfortner |: bis vf wieder abschaffenn :| behelfenn, Doch sollenn sie das nicht abtragenn Ehe vnnd zuuor es durch vnnsernn Holtzvogt besichtiget wirdet, sonnst soll er vonn allem holtz oder schalenn, klein oder gross nichts heimtragenn, oder sonnstenn vergebenn, oder verparthierenn, Er soll auch ohnne vorwissenn des Holtzvogts nichts vornehmenn, auch vf dessenn geheiß sich zur flösse vnnd annderer notturfft des holtzes gutwillig gebrauchen lassenn, Das holtz auf allenn holtzpletzenn in guter achtung vnnd vleissiger aufsicht halttenn, vnnd habenn, also das darvonn nichts genommenn, noch enndttragenn werde, vnnd aber dessenn etwas Jnnenn wurde, solches Jederweil dem Holtzvogt annzeigenn, vnnd sich in allem halttenn, wie einem getrewenn diener vnnd Holtzlegernn gebuert, Jederzeit hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn Schadenn

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HandschriftS. 983 Bl. 489r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 983

1

warnenn, vnnd bestes werbenn, denn wo das nicht beschehenn wurde, Wollenn wir Jnen Jederzeitt dieses diennsts wieder zu enndtsetzenn, vorbehaltenn habenn, Wie er dann dem allem also nachzukommen mit hanndtgegebener trew zugesagt, vnnd einenn leiblichenn eidt zu Gott geschworenn. Weitters wollenn wir das sonnst kein Södermeister oder Jemanndts einige klaffter noch fuder scheide Jnner Sodenn, oder sonnstenn wohin fuhrenn lassenn, er habe dann endtweder mit gepurlicher bezahlung oder nach ausweisung seiner bestellung vnnd Beuelchs seine geburliche klafftern vnnd fuhrzeichenn beim Holtzvogte gelöst vnnd ann sich bracht, geholet, vnnd dieselbigen dem Holtzleger gelieffert, Wurde aber solchs einer oder mehr vberschreitenn, soll solchs so offtt es geschicht, Mitt ein thaler verbuessenn, vnnd des holtzes beraubet sein, Pförtmeister. Es soll auch vnnser Pfortmeister keine einige klaffter scheide vonn der Holtzflös einfuhrenn lassenn,

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HandschriftS. 984 Bl. 489v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 984

1

Er habe dann zuuor Jedes fuder |: welches alwege vf die helffte geschetzt wirdt :| ein fuhr zeichenn eingenommenn, auch bey vngnediger leibstraff. Abzehlenn. Nach ausgang einer Jedenn wochenn sollenn alwegenn, auf den volgenndenn Montage die klaffter vnd fuhrzeichenn, so beide vonn vnnsernn Holtzvogt zuuor, vnd volgennts durch vnnsernn Pfarhernn, die verkauffte zalklafftern, ausgebenn seindt wordenn, Jnn beysein vnserer Beamptenn, so zur stette seindt abgezehlet, vnd zugleich Jnns Holtzvogts Register, durch vnnsernn Pfarhernn, vnnd in vnnsers Pfarhers Jegenn Register durch vnnsernn Holtzvogt beiderseits geschriebenn werden, auf welche beide Register zu ausgang Jars die gantze holtzrechnunge soll geschlossenn werdenn. Schiffholtz. Wir habenn auch fur dieser dieser zeit verordenet, das Jerlich vonn vntenn die Werra herauff aus vnsern Weldenn vnnd sonnstenn ein gute annzahl holtzes zum Saltzwergk zu schiffe anngefuhrett.

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HandschriftS. 985 Bl. 490r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 985

1

vnnd furtters verkaufft wurdet, Nun wollen wir wie obenn gemelt, das es in hawenn vnnd annfurenn, des wassers halbenn in Höhe, breite, vnnd lenge, der klafftern gleich wie ann anndernn ortern, da wir holtz hawenn lassenn, gehaltenn werde. Schultheissenn zu Witzennhausenn Beuelch. Der Schultheis aber zu Witzennhausenn vnnd der Gerichts knecht daselbst sampt dem furster am Tanngennberge, oder wen wir an derselbigenn stadt Jederzeit verordenenn wollenn, oder durch vnnsere Saltzgrevenn verordenenn lassenn, sollenn dasselbige scheidt holtz, Jnn vnnd ausser Waldes Jnn Jrer verwarung vnnd versehung habenn. Doch soll der Schultheis die verlegung aufschawenn vnd annfuhrenn, bey vnnsernn Holtzvogtt zun Sodenn enndtpfangenn, dasselbige vfrichtigk denen sie gebueret verrichtenn, Daruber klare Register vber Einnahm vnnd ausgabe haltenn, vnnd Jerlich vor der Saltzrechnung wann er gefurdert wurdt.

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HandschriftS. 986 Bl. 490v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 986

1

klare Rechnung zu thun verpflichtet sein. Der Furster am Tanngennberge, sols nach vollem maß vonn Hawernn annehmenn, vnnd darauff sehenn, das er klare Rechnung vnnd Liefferung am Wasser thun könne, Desgleichenn soll der Gerichts knecht am wasser von fuhrleutenn die gehawene scheidt mit vollem mas annehmenn, geburliche zeichenn, darauf sie vom Schultheisenn bezahlet werdenn sollenn, ausgebenn, vnnd sich also in seinem diesem beuelch verhaltenn, das auch ohnne abgang souiel muglich auff den Holtzpletzen furm Sodenn könne eingewechßelt werde, Wurdenn aber diese drey einer oder mehr in verrichtung Jrer beuelch seumigk oder vnfleissigk befundenn, sollenn sie darumb gestrafft werdenn, Jederzeitt nach gelegennheitt. Wie der Wasserstromb zuhaltenn Wemt1 auch offenntlich am tage ist, das durch gelegenheit des Wasserstrombs der Werra vnnserm Fursten=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 18: Wemt — wohl für Weil, unsicher

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HandschriftS. 987 Bl. 491r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 987

1

thumb vnnd Saltzwerck viel nutzenn geschafft, denn beide vonn obenn herab, vnnd vonn vntenn hinauff holtz vnnd Proviant, vnnd hin wieder Saltz vnnd annders hinwegk zu schiffe gefurt, vnnd verhandelt wurdet, So wollenn wir dernach, ist auch vnnser ernstlich gebott vnnd beuelch, das der Wasserstromb vnnd Leinennpfadt, sonnderlich vonn vntenn herauf in gutem wesenn erhaltenn werde, darzu wir Jerlich ein namhaffte Summa geldts verordnet habenn, Welches furter vnnser Schultheis zu Allenndorff vonn vnnserm Holtzvogt, soll enndtpfangenn, einnehmenn, vnnd mit Rath, furwissenn, vnnd beuelch vnnserer Saltzgrevenn ausgebenn, verbawenn, vnnd verrechnen, Darzu wir denn auch vnnsernn Wehrmeister zu Allendorff, sonnderlich wollenn verordenet habenn, das er hierauf vleißigk sehe, den Baw nach beuelch der Saltzgrevenn, vmb sein taglohn helffe annstellenn, vnnd verfertigenn, Hannsteinisches Wehr. Vnnd Nach dem sich vielfeltige vnrichtigkeitenn, vnd

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HandschriftS. 988 Bl. 491v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 988

1

verenderungenn dero vom Hannstein wehrbaws vntern Ludwigstein wegenn bis vf diese zeit zugetragen, So wollenn wir hiermit zum vberflus nachmals mit allem ernnst vnnsernn Lanndtvogt ann der Werra allenn Saltzgrevenn, Schultheissenn zu Allenndorff vnnd Witzennhausenn, so Jtzt vnnd in kunfftige zeitt sein werdenn, gebottenn vnnd beuohlenn habenn, das sie kurzumb nit gestattenn, noch vf einicherley weise nachgebenn, das die vom Hannstein durch nicht ein geringes heruber vf vnnser halbe theil, dessenn wir ohn einrede, im wasser berechtiget sein, zubawen sich vnternehmenn, Sondernn sie sollenn in allem darauff sehenn, das sie auf Jener seittenn bleiben, vnnd vns im wasserstrom vnnd der Schiffart vnuerhindert lassenn, Wurde aber solchs vonn einem theil verechtlich gehaltenn, Wollenn wir Jederzeit wie sie gestrafft sollenn werdenn, wohl wissenn, darnach sich ein Jeder zurichtenn, Vnnd dieweil viel frembt Holtzleute, Jhr ann sich gebrachte gehöltze zum Saltzwergk bringenn, vnd aller=

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HandschriftS. 989 Bl. 492r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 989

1

meist dargegenn Saltz wieder ladenn, So wollenn wir, vf das zwischenn Jnenn vnnd den Sodermeisternn keine vnrichtigkeit enndtstehenn könne, das vnnser Holtzwurdiger in einem besonndernn Eisenmas, welchs wir darzu habenn machenn lassenn, das scheidtholtz alle so annkömpt, gleich wie vnnser Holtzleger legenn, das Holtz volgennds setzenn, schetzenn vnnd wurdigenn, was es nach Jeder art werth, vnnd wohl geltenn kann, also das kein theil sich schadenns oder verfortheilung durffe zubeklagenn habenn, Holtzwurdiger Hieruber sollenn vnnser Jtztgedachte Holtzwurdiger, welche wir dann auch auf die baldt volgennde ganntze Holtzhandelung, nach ausweisung dieser Ordenung angenommenn, bestellet vnnd beeidiget, gesetzt sein, Alle scheidt vnnd Wellenn Holtz sollenn sie, sie werdenn erfordert oder nicht, so offt Jnner Sodenn vonn Bothenn zu Bothenn |: welchs die wochenn zweymahl beschehenn soll :| vmbhero gehenn, auch ausser Soden auf den fletzenn, vnnd wann es sonnst in Sodenn gefurt,

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HandschriftS. 990 Bl. 492v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 990

1

zu wurdigenn vnnd zu schatzenn macht habenn sollen, vnnd wie sie dasselbige setzenn, vnnd wurdigenn, also, vnnd nicht annderst, soll es gegebenn werdenn, Wurde aber einer oder mehr solchs vbertrettenn, es sey gleich Holtzmann oder Söder, soll gestrafft werden, der Holtzmann sich ein Jar des Saltzwergks genntzlich zu eussernn, der Söder soll der Meisterschafft enndtsetzt sein, Vnnd wann die Wurdiger hierin Jemanndt werdenn vbersehenn, vnnd dieselbigenn nicht annzeigenn, auch vielleicht vnder der deckenn liegenn, sollen erstlich Jres ampts mit vnehrn, desgleichenn Jrer Meisterschafft enndtsetzt sein, vnnd vber das vnnser gnadt vnnd vngnadt gewarttenn. Holtz Tax. Damit sie aber kein vnwissennheit furwenndenn mügenn, Wollenn wir Jhnenn, wie ein Jedes Holtz gesetzt vnnd geschetzt werdenn soll, hiermit furstellen Es soll hinfuro das Well vnnd scheidtgehöltze, so in Sodenn verkaufft wirdt, Jnn die grubenn gelieffert

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HandschriftS. 991 Bl. 493r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 991

1

vnnd bezahlet werdenn, Ein schock Wagenn welnn fur — ½ thaler, Siebenn Steige Esels welnn vor — j thaler, Ein hauffenn Eichenn holtz, so flösholtz höhe vnnd lennge hatt, zwanntzigk Neun alb1, doch alles nach ermessigung der Holtzwurdiger. Wann auch ausser dieser Ordenung die Wellenn zu klein, die scheide zu kurtz gehawenn, vnnd Jns Saltzwergk in die grubenn oder vf die fletze gebracht werdenn, sollen sie souiel einschlagenn, vnnd ann der zahl zu, vnnd am gelde absetzenn, das kein theil verfortheilt werde, alles bey vermeydung obenngedachter straff. Vnnd sollenn in diese Ordenung gezogenn werdenn, all vnnser gehöltze, welche wir dieses orts im Meissner, Furkennberge, Romberge, Tanngennberge, Rorbennberge, vmb Eschwege hero, vnnd ann anndernn hierumb gelegenenn enndenn habenn, die wollenn wir in ordentliche hawung austheilenn, den Sodernn vnnd fuhrleutenn vmb ein geburlich Stamgeldt zukommenn lassen, daruber dann vnnser Saltzgrevenn vnnd Furster mitt allenn trewenn vleissigk vnd vfrichtig haltenn sollen, Schultheissenn zu Allenndorff Beuelch.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 4: zwanntzigk Neun alb — Zahl und Kürzel unsicher
  2. Z. 14: Furkennberge, Romberge, Rorbenn=berge — Bergnamen unsicher

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HandschriftS. 992 Bl. 493v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 992

1

Jnnsonderheit aber soll vnnser zu Allenndorff Schultheis, dieselbigenn aller in sonndernn beuelch habenn, aufrichtige Register haltenn, vnnd Jerlich vonn dem eingenommenenn forstgelde, klare rechnung thun, Ordnung vnnd Sehweise1, wie weit der Meissner dem Saltzwerck zugetheilt Vnd wollenn dis orts krefftiglich bestettiget vnd Ratificiret habenn, die Ordnunge, welche vnnser Lanndtvogt ann der Werra, Oberfurster, Saltzgrevenn zun Sodenn, Schultheis zu Allenndorff, vnnd Renndtmeister zu Eschwege, berathschlagtt habenn, Doch mit vorbehalt, das wir Jederzeit dieselbige Ordenung vnnd vergleichung wollenn zu mehrenn vnnd zu mindernn macht habenn vnnd behaltenn, vnnd lauttet dieselbige vonn worttenn zu worttenn also, Wir habenn vmb verhuetung willenn kunfftiger vnrichtigkeit, vnnd das beyde das Saltzwerck vnnd vnderthanenn, desgleichenn das Schlos, Muhlenn, Beamptenn vnnd Wehr zu Eschwege, auch Jre notturfft habenn mugenn, fur gut vnnd nutzlich anngesehenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: Sehweise — Überschrift, Lesung unsicher

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HandschriftS. 993 Bl. 494r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 993

1

Das hinfuro der gantz einhanng am Meißner nach dem Saltzwerck zu, nach anweisung vnsers Landtvogts ampts Instruction, der Saltzwercks Ordenung vnnd Resolutionibus allein zum Saltzwerck ohn alle einrede, vnd Inbruch, soll gehegt, vnnd zu gewönlichem zeitenn durchs Loß außgehauwenn, außgetheilet, vnnd Ins Saltzwergk gebraucht werdenn. Vnnd sollenn in diesem bezirck verstandenn werdenn |: wie zum theil obenn gedacht :| alle geholtze, so im gantz ampt Beilstein gelegenn, als sonnderlich der Steinbergk Rombergk, Rodebergk, Farßrodt, Seybergk, vnnd Petersbergk mit seinem anhanng, zusampt dem gantz einhanng des Meißners nach dem Saltzwergk zu, angehenndt vom Weißenbachschen Heüweg1[?], am Brambrodt ann, schnur strack biß vf die Hohe des Meißners, vnnd wendenn in der Vierbach auch schnur stracks biß obenn vff. Was aber weitters hindenn vnnd obenn vffm Meißner vnd am Kriegenisch2[?] am geholtze wachsenn wirdt, dahin sollenn die vndersassenn durch die fürster Jederzeit allein zu Irer auch des Schloßes Mühlenn, Beamptenn Besen3[?]=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 14: Heüweg — Flurname unsicher
  2. Z. 19: Kriegenisch — Flurname unsicher
  3. Z. 21: Besen — Wortende unsicher

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HandschriftS. 994 Bl. 494v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 994

1

rung vnnd zum Wehrbaw anngewiesenn werdenn, also das in kunfftige zeit vom des Saltzwergks wegenn, daselbst nichts soll gehauwenn, noch zu etwas gebraucht werdenn Doch habenn wir dem Steinkolenn Bergkwergk zum besten einen ort geholtzes abgehenn lassenn, soll hierein nit gerechnet werdenn, Der Dorffschafftenn Geholtz. Auch sollenn in diese vergleichung nicht gerechnet werdenn die Geholtze so die dorffschafftenn etwa hin vnnd wieder gemeine habenn, welche die dorffschafftenn selbst für sich zugebrauchenn habenn sollenn, Doch sollenn die fürster auf dieselbige Geholtze nicht minder vleissige achtung vnnd auffsehenns habenn, |: das die rechte schoffenn1 geheget mügenn werdenn :| als vf vnnser geholtze, Wie dann Inenn solches durch abgedachte vnnsere diener ist vferlegt wordenn, Schmiedde. Nach dem auch bis annhero die Pfannennschmiede zu Allenndorff auch die anndernn schmiedte zu Eschwege

Unsichere Lesungen

  1. Z. 15: schoffenn — Lesung unsicher

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HandschriftS. 995 Bl. 495r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 995

1

vnnd im ampt Beylstein gesessenn Ihr Kohlennholtz am Meißner habenn zuhauwenn pflegenn, die dorffschafften auch hinder dem Meißner allenthalb darab Ir feurwerck gehabt, vnnd aber vmb noturfftiger vnnderhaltung willenn des Saltzwercks, vnnd auch der vnderthanenn im ampt Beylstein |: welche denn teglich viel Brennholtz zum Saltzwergk vnnd dannenn wieder heraus Saltz außfuerenn müssenn :| hinfuro nicht wohl gestattet [gestrichen: kann] werdenn, So sollenn von diesem tage ann hinfuro gar [gestrichen: keine] schmiede am Meißner zukohlenn zugelassenn, sonndernn ann gelegene ortter am Innhanng des Langennbergs nach almeroda zu, welchs sonnstenn zum Saltzwergk nicht gebraucht werdenn kann, vnnd sonnstenn ann vnnderschiedtliche ortter, Die dorffschafftenn aber hinder dem Meißner nach der Lichtenaw zu, vnnd daselbst hinaus soviel Immer müglich anngewiesenn werdenn, Sie sollenn sich auch nun hinfuro ann die Steinkolenn haltenn, vnnd nurt in einer gewissenn annzahl Holtzes zu kohlenn, welche sie zu den pfannenn allein zugebrauch1[?], nach verordenung vnser Saltzgreuen vnd Beampten verhalten,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 20: zugebrauch — Wortende verschliffen

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HandschriftS. 996 Bl. 495v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 996

1

Da auch etwas hindenn, vornenn oder Obenn vffm Meißner noch vngestrupffet lege, vnnd nicht in gemeyliche hege gebracht were wordenn, dieselbige ortter sollen die forster mit furwissenn des oberfursters vnnd der Beamptenn zum Bodenn strupffenn, in Heyge bringen, vnnd die Storck1[?] vnnd gestende, so zum Bode Wellenn nit tüglich, Davon nach gelegennheit den dorffschafftenn zu kommenn lassenn, also das allennthalb Inn allenn geheuenn, ein ordenntliche volkommene vnnd richtige heygünge durchaus gehaltenn werde, Dergleichenn sollenn auch hierin alle die Gehöltze der Pfenner durck2 genennt, sie seyenn gleich vnnser eygenn, der Stadt allenndorff oder anndernn, gezogen werdenn, Doch werdenn hierenn ausgenommenn, die geholtze, so der Pfenner eigennthumb seindt, vnnd zum sondernn vortheil, das die Bödermeister desto besser im Siedenn bleibenn konnenn, vmb ein Erbstamgeldt Jerlich ein Bergk oder zwene auf die Bothe außgetheilet werdenn, wie hierneben zusehenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 6: Storck — Wort korrigiert, unsicher
  2. Z. 13: durck — Lesung unsicher

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HandschriftS. 997 Bl. 496r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 997

1

Verzeichnus vnnd Nahmenn derenn Geholtzenn vnnd Bergenn, so der Pfenner Eigennthumb seindt, vnnd die Södermeister vmb ein Erbstambgeldt, Wann sie gressig seindt, zu bawenn pflegenn. Der Grosse Hain ann der Winterleidenn — 8 Die Sommerliedenn im Grossenn hain — 5 Die Halbe Marck — 4 Der kleine Hain — Der Loebach2 die Winterleiden vnd Wattenrodt — 8 Die Sommerleidenn im Loebach — 5 Vber dem Hegebergk gibt der Kirchen in Soden — 2 Die Volckmers Bachne1[?] — 7 1/2 Des arnebergs Sommerliedenn — 12 Die Wintterliede — 8 Wie dann auch die kleine vnnd grosse Horst, welche der Södermeister gemeine seindt, die mügenn die Söder Wenn sie gressig, vnnd von vnsernn Saltzgreuenn erleubt wurdenn, hauenn, vnnd vf wagenn, karrenn, schleyffen dennstenn, wie sie könnenn heimbringenn,

Tabelle der Handschrift, S. 997

Klammer rechts mit Beischrift „Marck“; kleiner Hain ohne Zahl

Tabelle der Handschrift, S. 997
GeholtzMarck
Der Grosse Hain ann der Winterleidenn8
Die Sommerliedenn im Grossenn hain5
Die Halbe Marck4
Der kleine Hain
Der Loebach die Winterleiden vnd Wattenrodt8
Die Sommerleidenn im Loebach5
Vber dem Hegebergk gibt der Kirchen in Soden2
Die Volckmers Bachne[?]7 1/2
Des arnebergs Sommerliedenn12
Die Wintterliede8

Unsichere Lesungen

  1. Z. 14: Bachne — Flurname unsicher
  2. Z. 11: Loebach — Lesung unsicher

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HandschriftS. 998 Bl. 496v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 998

1

Hegebergk vnnd Geweige1 Beim Sodenn, Desgleichenn der Hegebergk auch, welcher soviel als das bawholtz annlanngt, soll genntzlich gehegt, vnnd gefreyet sein, das Vollholtz aber soll in stehennder Location vnnserm Gerichtsknecht für sein belohnung, Wie dann auch das gewöge2 dem Holtzvogt fur sein Accidentarium gelassenn werdenn, So hat es auch sein sondere Ordenung, wie es mit austheilung der stadt allenndorff gehöltze vnnd gemeinenn soll gehaltenn werdenn, welche sie mit den Södern, vnnd denen vom Riedenn vnnd Cammerbach haben, welche wir hiehero mit krefftiger Ratification wollenn wiederholenn, Erb vnnd Lehenn Geholtze. Mitt denn Erb vnnd Lehenn gehöltzenn derenn vom Adell, Burger vnnd Bawrenn in gemeltenn zirck gelegenn, könnenn wir kein Ordenung machenn, Bevehlenn aber vnsernn Saltzgreuenn vnnd Beampten, das dieselbigenn mit vleis sehenn, vnnd verhütenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: Geweige — Lesung unsicher
  2. Z. 7: gewöge — Lesung unsicher

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HandschriftS. 999 Bl. 497r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 999

1

damit der Holtzkauff, durch derselbigenn ersteigerungt nicht vertheuret werde, Ludwigsteinises Geholtze Die Ludwigsteinische geholtze aber sollenn nachvolgender massenn getheilet sein vnnd pleibenn, Alle Holtzberge sollenn in Neun theil getheilet vnnd verglichenn werdenn, derenn halber theil Jerlich eins Ins Saltzwergk, die annder helffte zur befurung der vndersassenn im ampt, vnnd der Haushaltung des Ludwigsteins gebraucht sollenn werdenn, Anfanngs liegt ein bergk bey der Wietzenbree1, heist die Schoenhardt, darzu soll mann thun ein ortt vnnter dem Habichstein, diese beide sollenn ein theil sein, Jegenn dem Habichstein nach dem Monrodt ligt auch ein ort geholtzes, darzu soll so weit der Heidegrabenn daran stosset, genommenn, vnnd sollenn die beide Ortter zusammenn, das annder heupttheil machenn, Zwischenn dem Senngellhardt, Elberoda2, vnnd Sultzgrabenn, ligt das gemenge, soll zwey theil gebenn, Wegenn dem gemenge aber, [übergeschrieben: nach] Ruberoda3 zum theil auch

Unsichere Lesungen

  1. Z. 11: Wietzenbree — Flurname unsicher
  2. Z. 18: Elberoda — Ortsname unsicher
  3. Z. 20: Ruberoda — Ortsname unsicher

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HandschriftS. 1000 Bl. 497v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1000

1

vnnterm Vorkennberge1, ligt das Elberodt, stösset ann einer seittenn ann der vom Bergenn, annder anndern ann der vom döringennberge gehöltz, ist mit Mahlsteynenn richtigk allennthalbenn gescheidenn, sollen vf drey Jar gehauwenn vnnd außgetheilt werdenn, Darnach soll der Sultzegrabe, welcher zwischenn der vom döringennbergk gehöltze, vnnd dem Mulandts2 berge, sich sehenn lest ein theil sein, Desgleichenn das Monrodt, welches benebenn dem Senngelhardt liegt, soll auch ein theil sein, Dieser theile soll Jedes Jars eins wie obenngemelt, halb Inns Saltzwerck gepraucht, davonn den beihabernn des Haus Ludwigsteins die Stammiedt3 erlegt, vnnd alwege als baldt in vleissige hege gelegt werdenn, Vnnd sollenn vnnser Saltzgreuenn vnnd Beamptenn darob mit vleis haltenn, das Ihnenn hierinn [gestrichen: kein] Inntragk noch vergerung vonn Jemanndts beschehenn, Wurde sich aber einer daruber sperrenn, vnns solches Jederzeit vermeldenn, vnnd vnnsers fernerenn be=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: Vorkennberge — Flurname unsicher
  2. Z. 7: Mulandts — Flurname unsicher
  3. Z. 13: Stammiedt — Lesung unsicher

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HandschriftS. 1001 Bl. 498r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1001

1

scheidts, sich enndtlich darnach zurichtenn habenn, erwarttenn. Sie sollenn auch mit nichte gestattenn, das ann einem ende, im ganntzenn ampt Ludtwigstein |: wie denn auch sonnst allennthalbenn :| geordnet, noch durch das Viehe das gehöltze verderbet werde, Wie wir dann hiemit solches mit sonndernn ernnst allenn vnnd Jedenn Inn Ihre eydt vnnd pflicht wollenn eingebunden haben, Vnderthanenn Gehöltz. Aber der vndersassenn, in gedachtenn ampt eigenn gehöltze, sollenn in diese theilung nicht gerechnet sein, vnnd sollenn dieselbigenn damit nach Irer bestenn gelegennheit zuthun vnnd zulassenn habenn, Doch das sie die nit verwüstenn, noch mit dem viehe abätzenn, vnnd was sie darvonn enndtrathenn können, allein dem Saltzwerck zuwendenn, Holtzleut in der Stadt sollenn mit Holtz allein partiren, vnnd nicht die Handtwercks leuth. Auff das aber die Holtzführleut vnnd Esell treiber

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HandschriftS. 1002 Bl. 498v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1002

1

Inn der Stadt allenndorff desto bas bleibenn, dem Holtzfurenn vleissigk obliegenn mügenn, vnd das brodt Ihnenn nicht aus dem munde genommenn werde, So wollenn wir hiermit verordennt, vnd ernnstlich gebottenn vnnd bevohlenn habenn, das die anndernn Burger vnd Handtwergks leute Inn der Stadt allenndorff, sie seyenn gleich wer sie wollenn, mit dem holtze zuhanndelnn, zu Partirenn, oder vorkauff damit zutreibenn, heimlich oder offenntlich sich nit sollenn vnternehmenn, sonndernn in annsehung das sie sonnst mit anndernn Irenn Zunfften, Hanndtwerckenn vnd Hanndthirungenn Irer notturfft nach, sich zubetragenn habenn, die gedachte fuhrleut vnnd Eseltreyber dami[gestrichen: t]1 allein gewehrenn lassenn. Kein Loß soll theurer als es gekaufft, verkaufft werdenn. Da aber einer oder mehr in austheilung der Gehöltze, Eine maß oder Loß bekeme, vnnd zu Irer Haus befeurung des Holtzes nicht bedurfftigk, soll solchs

Unsichere Lesungen

  1. Z. 14: dami[gestrichen: t] — Streichung am Wortende

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HandschriftS. 1003 Bl. 499r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1003

1

vonn stundt nach anweisung der Holtzordenung, so obenn anngezeigt, vmb das Loßgeldt ohn alle ersteigerung vnnd vervortheilung, denn Holtzleutenn zukommenn lassenn, Wurde aber einer diese puncten beide vberschreitenn, soll mit ganntzem ernnst vngnedig gestrafft werdenn Söder sollenn mit keinem Burger vor sich mit Holtz partiren, sonnder die Fhurleut damit gewehren lassenn. Gleichergestalt soll kein Söder sich mit einigem Burger Im Holtzkauff oder Parthirung, ohn allein mit denn fuhrleutenn vnnd Eseltreibernn einlassenn, vbertrete es aber einer, soll vonn stundt ann der Meisterschafft enndtsetzt sein, vnnd hierin niemanndts verschonet werdenn Kein Söder soll mehr Holtz, denn vff sein Rots1 habenn, vnnd mit Holtz nicht partiren Wir wollenn auch kurtzumb nicht gestattenn, noch gestattet habenn, das einicher Södermeister, so etwan

Unsichere Lesungen

  1. Z. 17: Rots — Lesung unsicher

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HandschriftS. 1004 Bl. 499v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1004

1

vermüglich, vnnd es verlegenn kann, mehr Holtzes an sich bringenn, Dann er vf erhaltung eines Boths bedurfftigk, Dann es nicht ohn verdacht zugehett, Wann ein Meister dem anndernn lesset holtz zu kommenn, Darjegenn Saltz lieffert, vnnd es weytters seines gefallenns verparthieret, Sonndernn was einer enndtrathenn kann, magk er vmb geldt, vnnd nicht vmb Saltz der Ordnung gemes einem anndernn lassenn zugehenn, Wer solchs vbertritt, soll zur straff erlegenn — Der Edelleut Holtzhanndell. Mitt den Edelleutenn vnnd anndernn so vmbs Saltzwergk hero wohnenn, vnnd Holtz zuverkauffenn pflegenn, soll kein Söder, Inn ganntz keine wege Hanndelung vmb Holtz vnternehmenn, Er thue dann solchs mit furwissenn vnnser Saltzgreuenn, Wie dann solchs vor dieser zeit verordennt wordenn, Heiner1 sollenn in den Nahe gelegenen Bergenn, kein Holtz an sich bringenn So soll keinem Heyner2 oder sonnst anndernn fuhrman

Unsichere Lesungen

  1. Z. 18: Heiner — Lesung unsicher
  2. Z. 20: Heyner — Lesung unsicher

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HandschriftS. 1005 Bl. 500r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1005

1

Holtz ann sich zubringenn, zu keuffenn vnnd zufuhrenn, noch zuverkeuffenn oder zuverpartirenn, in den nechst gelegenenn Gehöltzenn vmb allenndorff hero gestattet werdenn, Sonndernn es sollenn allein die fuhrleut vnd Eseltreiber zu allenndorff damit zu parthierenn, vnd zuhanndelnn macht habenn, Wurde aber einer solchs vberschreittenn, solle Ihme der Melnschreiber1 kein zeichl gebenn, Ime soll darauf kein Saltz geladenn, Sonnder allein sein fuhrlohnn, mit gelde bezahlet werden, Wellenbergk Hawunng Es soll kein Wellenbergk außgethann werdenn zu hauwenn, Er sey dann siebenn Järig vnnd gressigk, sey auch zuvor durch etliche vnsere Beamptenn besichtiget wordenn, Austheilung der Wellenberg Die Wellennberge aber so hin vnnd wieder Jerlich gressig vnnd außgehauwenn werdenn, sollenn in gleichem mas in Wollenn abganngenn vnnd gekurckt2 werdenn, nach Zahl der Beamptenn, Södermeister, fuhrleut, vnd Esell=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 7: Melnschreiber — Wort teils gestrichen, unsicher
  2. Z. 18: gekurckt — Lesung unsicher

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HandschriftS. 1006 Bl. 500v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1006

1

treiber auf welche die geholtze sollenn, mit gewisser Zahl außgethann gemerckt werdenn, In austheilung aber derselbigenn soll nach Itztgedachter Zahl Papiren Loß gemacht, Inn ein Hudt gelegtt, vnnd vnpartheilich, ohn allenn vortheil, in beysein einer oder zweyer vnnser Beamptenn vnnd fürster, außgetheilet werdenn, Doch das ein Jeder, der ein Los hept, was auf das außhauenn ganngenn ist, pro rata, soviel Im gebueret zuvor erlege, Vnnd soll den Holtzwurdigernn1, vnd den Jenigenn so die Loß außhauwenn, auf Jedenn tagk so lannge sie außhauwenn, Ein schreckenberger zu lohn erlegt werdenn, Nach dem sich vielmahl zutregt, das Inn Weldenn, auf den Holtzpletzenn, vnnd Im Bodenn, aus vnwissenheit oder fursetzlich, das Holtz einer dem anndern enndtfuret, vnnd enndtwendet, vnnd dann ein Jeder Södermeister vnnd Holtzman sein gewönlich merck, auch in Weldenn sein gewissenn ort hatt, darauff er hauwenn lest. So wollenn wir hiermitt die

Unsichere Lesungen

  1. Z. 11: Holtzwurdigernn — Lesung unsicher

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HandschriftS. 1007 Bl. 501r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1007

1

alte Ordenung wiederholet habenn, Nemblich, Wann einer Holtz so sein ist, Es sey gleich wo vnnd bey wem ers findet, anntrifft, vnnd mit dem Merckstamb, oder annderer Kundtschafft, die warheit kan beybringenn, soll er ohne alle enndtgeltnus dasselbige zu sich nehmenn, vnnd seiner gelegennheit nach gebrauchenn, Feur Verwahrung. Es weis menniglich wie ganntz vnverwaret die Baw1 Inn der Bodenn seindt, desgleichenn das Inner vnd ausser den Bothenn die Meister Ir Holtz vnnd feuerunge behaltenn müssenn, also, das, wo mann nit fursichtiglich hierin zusehe, vnnd ordenung hieltte, leichtlich ein vnverwindtlicher schadenn |: welchenn Gott gnediglich verhütenn wolle :| durch feurs noth sich zutragenn könnte, Demnach so Ordenenn vnnd wollenn wir, das vnsere Beamptenn, Holtzwurdiger2 vnnd schetzer darauf ein vleissiges aufsehenns habenn, das Inn vnnd vor einem Jedenn

Unsichere Lesungen

  1. Z. 9: Baw — Lesung unsicher
  2. Z. 18: Holtzwurdiger — Lesung unsicher

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HandschriftS. 1008 Bl. 501v Das Vierde Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1008

1

Bothe ein Meister vber zwey werck holtzes nicht habe, Wurde aber einer solchs vbertrettenn, soll vf soviel wercke er vbrigk, vf Jedes werck drey thaler bus erlegenn, Die Södermeister oder afftetknecht1, Innwohner vnd alle manns vnnd weibspersonenn Inn der Bodenn, sollenn vber die Gassenn noch in die Bothe kein feur noch liecht tragenn, sie tragenns dann verborgenn in döpffenn oder in Leuchtenn, Wurde aber dies einer vbertrettenn, soll solches so mannchmahl solchs beschicht, mit einem thaler verbuessenn, Wie wir denn auch gleichermassenn wollenn, das sie nicht gestattenn, das Innerhalb zehenn Wochenn lanng einigk hauffenn Wellenn, oder Scheidtholtz, vmb die Bödenn vnnd zeune herumb auf die pletze gesatzt werde, so offt solchs wurde vbertrettenn, soll auch mit ein thaler Buß vnnachlesslich gestrafft werdenn, Vnnd sollenn hierin vnnser Beampten, Holtzwirdiger2 vnnd schetzer ein sonnders ernnsts vnnd vleissigs auffsehenns Jederzeit habenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: afftetknecht — Lesung unsicher
  2. Z. 19: Holtzwirdiger — Lesung unsicher

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HandschriftS. 1009 Bl. 502r Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 1009

1

Holtzhanndels Annschlagk. Nachuolgender massenn soll aller arth geholtzes so wir selbst nicht fur vnns bestellenn lassenn, zu hawenn, gehawenn, verlonet, verforstet vnnd gelegt werdenn, Ein schock Wagenn wellenn, so kaufmanns gut ist, soll belohnet werdenn, zu hawenn, mit. Dauonn stambgeldt Ein schock Eselwellenn kaufmannsgut Dauonn stambgeldt Ein klaffter Wagennscheidt, so nach dem Eisennmas in höhe, breyte, vnnd lennge volkommenn ist Dauonn stambgeldt Ein klaffter Eselscheidt, so nach dem mas gehawenn vnnd gelegt, welchs vnnser holtzwurdiger bey sich habenn, vnd drey schue lanng seindt, mit Dauonn stambgeldt Vnnd auf ein Jedes schock oder klaffter soll vber dis alles

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HandschriftS. 1010 Bl. 502v Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 1010

1

den fursterenn —— trannckgeldt1, vnnd nichtt mehr erlegt werdenn, Darjegenn dann auch die forster schuldige sein sollenn, zuzusehenn, das niemanndt sein gehöltze im walde enndtfrembt werde, Holtztaxt Sonnst soll der Taxt einer Jedenn art holtzes den holtzwurdigernn Inn Ihre eyde Jederzeit gebundenn sein, doch das sie keines höher vnnd theurer schetzenn, dan die zuuorobermelte Ordenung mitbringt Vnnd sollenn sie sich mit hinderkommenn lassenn, das sie Jemanndts zuliebe oder leidt falsch messenn, das holtz annzunehmenn erkennenn, noch zutheur noch zu wolfeil schetzenn, Wurde aber solches auff sie außkundigk gemacht, sollenn sie vber die schmeliche enndtsetzung, vnns ann leib vnnd gut zu straffenn, alles wie obgemelt, verfallenn sein, Belohnung der Holtzwurdiger Damit sie aber Irem ampt desto besser abwarttenn könnenn, soll ein Jeder döder2 Jerlichen ——

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: trannckgeldt — Wortende undeutlich
  2. Z. 19: döder — Lesung unsicher

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HandschriftS. 1011 Bl. 503r Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 1011

1

dem Zölner erlegenn, daruonn soll Ihnenn gelohnet werdenn, Darzu sollenn sie vonn Jeder frembdenn Schiff klaffter —— Heller zu legegelt einnehmenn, vnnd sich damit benugenn lassenn, Thorwartenn Beuelch.

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HandschriftS. 1012 Bl. 503v Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 1012

1

Auch sollenn sie Innhalt Irer bestellunge alles saltz, so nicht bey ganntzenn Pfannenn vnnd achteilenn verzollet, vnnd offenntlich geladenn wordenn, sondernn heimlich zuuerpartirenn mit eintzelnn genngstenn1 in korbenn, seckenn, beuttelnn, Eimernn oder sonnstenn, wie das zuuerdenckenn, vnnd Ihnenn am Thore fur kömpt, zu sich nehmenn, dem Renndtmeister als baldt

Unsichere Lesungen

  1. Z. 4: genngstenn — Lesung unsicher

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HandschriftS. 1013 Bl. 504r Das Vierde Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 1013

1

bringenn, dieselbigenn so es gehabt annzeigenn, Soll der Renndtmeister das Saltz furters, wie er beuelch hatt behaltenn, Innsonnderheit verrechnenn, vnd die vbertretter, beide dieJenigenn so das saltz gegebenn, oder verpartiret, vnnd bey denenn das saltz gefundenn, vnngedigk gestrafft werdenn, Soll der furderste thormeister am Soderthor2, kein geflöst oder Schiffholtz, so vonn vnnsernt wegenn verkaufft, Inn die Sodenn führenn lassenn, Es werde dann bey Jedes fuder ein Zeichenn, so darzu sonnderlich gemacht seindt, gegebenn, Niemanndts außgescheidenn, Wurde aber einer mit solchenn scheidenn dem anndern Thorwarttenn furkommenn, soll dasselbige vonn stundt ann dem Holtzvogte, sich ferners amptshalber daJegl1 zu haltenn, anngezeigt werdenn, Rueß vnnd Bluet. Was aber Rueß vnnd bluet zun Sodenn bringt, vnd fur Saltz vertauschenn will, soll sich den Thormeisternn im eingang annzeigenn, dieselbigenn sollenns zuuor besichtigenn, damit wann die Jenigenn so getauscht

Unsichere Lesungen

  1. Z. 14: daJegl — Wortende undeutlich, wohl daJegen
  2. Z. 7: Soderthor — Lesung unsicher

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HandschriftS. 1014 Bl. 504v Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 1014

1

habenn wieder außgehenn, sie das holtz besichtigenn vnd ermessenn mugenn, das sie nit mehr außtragenn, dan sich zugebenn geburt, Dorffleut so Saltz in der Stadt gekaufft sollenn nicht durch die Soden gehenn. Damit nicht vnrichtigkeit ann Thorenn sich zutrage, Sollenn die Thormeister die dorffleuthe, so aus der Stadt kommenn, daselbst saltz gekaufft habenn, vnnd heimgehenn wöllenn, nit durch die Sodenn, mit dem Saltz gehenn lassenn, Sondernn mit dem Saltz benebenn hin zugehenn weisenn, Siechenleut vnnd Bettler. Soviel die armenn Siechennleut vnnd anndere so saltz Bettelnn zupflegenn, annlanngt, darinnenn werden die Thorwarttenn, wie auch zuuor gedacht, Jederzeit nach gelegennheit, Was sich Jegenn die oder anndere verhaltenn sollenn, vom Pfarher oder Renndtmeister beuelch enndtpfanngl1 Vber das alles, sollenn sie auch mit vleis acht nehenenn, das

Unsichere Lesungen

  1. Z. 18: enndtpfanngl — Wortende undeutlich

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HandschriftS. 1015 Bl. 505r Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 1015

1

ein Jeder der Saltz geladenn hat, vnnd außführenn will, auf das geladene saltz die gepurlichenn vnnd darzu geordentenn Zollzeichenn, Ehr vnnd zuuor er hinaus fehret, erlegenn, Da sie aber vermerckte, das einer minder verzolt hett, dann er vf denn Wagenn, karrnn, Pferdenn, körbenn, oder sonnst außführtenn, oder außtrugenn, sollenn sie solchs zu stundt ann dem Renndtmeister, oder wer sonnst zur stette ist, annzeigenn, Die sollenn weitters hanndtlen, was sich darin gebueret, Holtz vff der seittenn da die Sodenn liegenn, soll nit in die Stadt gebraucht werdenn. Sie sollenn nicht gestattenn, das ausser Sodenn, noch aus den Weldenn dißseits der Werra holtz Inn die Stadt gefuret, getriebenn noch getragenn werde, Wie denn gleicher massenn den Pfortnernn in der Stadt soll Inngebundenn sein, solchs nit nachzugebenn, oder da sich Jederweylenn zutrüge, solchs als baldt annzeigenn, Denn die Burger mit dem gehöltz hinder der Stadt sich wohl befeurenn könnenn,

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HandschriftS. 1016 Bl. 505v Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 1016

1

Befreyung der Thorwartenn. Vnnd soll hiermit menniglich bey vngnediger straffe gewarnet, vnnd gebottenn sein, die Thorwarttenn in vorgehendenn Irem beuelch, vnnd außrichtung Ires Ampts, weder mit worttenn noch mit werckenn zubeleidigenn, Dann sie vonn vnns dermassenn versichert vnnd befreyet sein sollenn, Das vnnsere Saltzgreuenn vnnd beamptenn vber Ihnenn mit allem ernst haltenn, vnnd sie genntzlich hanndthabenn vnnd schutzen sollenn, darnach wisse sich ein Jeder zu richtenn, Aschenn Ordenung. Das der aschenn hanndell rechtschaffenn gehanndthabt vnnd getriebenn werde, Ist nit alleine des Saltzwergks wegenn hochvonnötenn, sondernn es könnenn auch die Glasener zu behuff Ires glasmachenns der aschenn nit emtperenn, Wollenn demnach nachgesetzte aschenn Ordenung wie volgt ratificiren vnnd bestettigenn. Ein Jeder Södermeister so zun Sodenn Meisterschafft

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HandschriftS. 1017 Bl. 506r Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 1017

1

helt, vnnd aschenn zuuerkauffenn hat, soll im aschen kauf seinem hüttennmeister vier Malter aschenn fur ein thaler kaufmanns gut liefernn vnnd gebenn, Die Södermeister sollenn zwene fromme aufrichtige Meister ordenenn, vnnd wehlenn, die alle Monat ein mahl vmbhere gehenn, die aschenn besehenn, das kaufmannsgut gemacht werde, vnnd wo sie vnndüchtige aschenn findenn, sollenn sie annzeigenn, vnnd derselbige Meister so sie hette als baldt furs thor Ins farwerck sanndt1 tragenn vnnd hinein werffenn, Da aber etliche Meister wehrenn, denenn Ir aschenn liegenn bleibt, vnnd doch kaufmanns gut hettenn, dieselbigenn sollenn alwegenn anngehenndes Jars, dieselb sobaldt die aschenn thür anngehet, Ehe dann sonst einige aschenn geladenn, verkeufftenn, vnnd der enndtlediget werdenn, nach laut des verordenntenn kaufs, Damit sich auch die armenn Södermeister nit zuberlagen2, das sie in Irer noth auf solchenn geordenntenn kauf nichts borgenn könntenn, Dieweil die Hüttennmeister den kauf wissenn, vnnd damit vergewissiget

Unsichere Lesungen

  1. Z. 10: farwerck sanndt — Lesung unsicher
  2. Z. 17: zuberlagen — Lesung unsicher

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HandschriftS. 1018 Bl. 506v Das Vierde Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 1018

1

sein, vnnd aber auch die Hüttennmeister Ir geldt nicht vergeblich außleyhenn, oder außthetenn, So bewilligenn wir vnnd lassenn zu, das die Jenigenn so geldt vonn den Glesenernn borgenn wollenn, auff solch, fur einenn Jedenn thaler funffthalb Malter aschenn, vnnd auch nit mehr gebenn mugenn, doch nicht mehr also bezahlenn, dann souiel sie thaler vom glasener enndtpfanngenn habenn, Damit auch alles aufrichtigk in der Ladung zugehe, So soll ein Jeder Meister, wann er aschenn geladenn, zum Zölner gehenn, vnnd Innzeichenn lassenn, Darnach sie verzolt werde, alles bey vngnediger straff, Auch vf das die Meister sich auf beidt seittenn mit dem borgenn nicht zuberlagenn1, vnnd nicht verderbtenn, So soll hiemit gebottenn sein, das kein Södermeister auf seine aschenn ein Jar vber zehenn thaler borgenn soll, Wurde aber einer solches thun, soll darumb gestrafft, auch den Glesenernn weitters nicht, dann vf zehenn thaler verholffenn werdenn, Doch sollenn die Glasener auch niemanndts borgenn, sie wissenn dann

Unsichere Lesungen

  1. Z. 14: zuberlagenn — Lesung unsicher

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HandschriftS. 1019 Bl. 507r Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 1019

1

zuuor das dieJenigenn Meisterschafft haltenn, denen sie leyhenn, Baw Ordenung. Nach dem vonnötenn das vmb bestendigkeit, vnnd stetiger erhaltunge des Saltzwergks willenn, alle Bew, Wege vnnd stege, Inner vnnd ausser Sodenn, in gutem wesenn, vnnter der hanndt erhaltenn werdenn, also das nicht etwa vf ein Jar der kostenn zu hoch lauffen, oder wann die Bew verfallenn, nicht souiel wie Jtzt gesottenn werde. —— So wollenn wir, das vnser Saltzgreuenn vnnd Beamptenn mit vleis darauff sehen, das Jederzeit das was notwendigk, ordenntlich erbawet, verbessert vnnd erhaltenn werde Vnnd demnach, wann ein Bodt vonn newenn zu bawen vonnötenn, sollenn sie darauff bedacht sein, das sie dieselbigenn an gelegenenn enndenn Inn vnsernn nahen gelegenenn Weldenn, oder aber außgeflöstenn Bauholtz vom Seulingswalde herab, mit furweisenn vnnsers Oberfursters vnnd der vnnderfurster auffhawenn lassenn, dauonn sollenn sie erlegenn,

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HandschriftS. 1020 Bl. 507v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1020

1

Zimmerlohn —— Fuhrlohn dem ambt Beylstein1 —— Zu kleibenn —— Zu deckenn —— Zu Forstenn —— Thürenn darann zu machenn —— Fur sonnst gemeinenn kostenn, —— Wann aber sonnstenn ann Bewenn etwas zu bessernn vnnd zuflickenn, Es sey gleich ann vnnser Beamptenn wonungenn, vnnsernn Saltzkastenn, Saltzbothenn, Strobothenn, Rennenn, Sohlgrabenn, oder sonnst gemeinen Bewenn, Soll solchs nicht ohne vnnserer Saltzgreuenn Rath vnnd mitwissenn furgenommenn werdenn, vnd ob sie nicht Jederzeit aller zur stette sein könnenn, sollenn doch die so zu Jegenn zu rath gezogenn, vnnd Ires beuelchs gelebt werdenn, Vnnser Renndtmeister, Jegennschreiber, Brunnen vnd wegemeister /: dieweil die stetigs beim Saltzwerck bleibenn :/ sollenn vleissigk darauf sehenn, das die arbeiter vnnd taglöhner zu rechtter zeitt zu vnd

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: Beylstein — Ortsname, Lesung unsicher

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HandschriftS. 1021 Bl. 508r Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 1021

1

vonn der arbeit gehenn, vnnd stetigs vleissig arbeiten, vnnd wo Immer muglich, vnnötiger kostenn verhuetet werde, Deckerlohnn Der decker hat seinenn gewissenn lohnn, vnnd gibt man Im Ordenntlich vonn einem ganntzenn dach, wie obengemelt, Wann er aber flicket vnnd stopffet, vonn einem gebundt schaube zuuerstopffenn zu lohn —— Desgleichenn Wann sonnst ein dach halb oder ganntz abscheust, vnnd mann deshalb keine weit geding kann machenn, gibt mann taglohnn, Alt kots1 Holtz. Das alt holtz so vonn bothenn kömpt, was mann dauon nit wieder zu notwendigenn Bewenn kann gebrauch?2, soll zusammenn verwarlich gelegt, vnnd wann mans ein gutenn vorrath hat, aufs theurste verkaufft werdenn, Doch sollenn vnsere Beamptenn vnserm Sohlenmeister vnnd Bronnennknechtenn auch in die Pfennigstubenn, nach Irem gutbedunckenn etwas hieruon zuwendenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: kots — Lesung unsicher
  2. Z. 14: gebrauch? — Wortende Zierhaken, unklar

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HandschriftS. 1022 Bl. 508v Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 1022

1

Verbesserung Wege vnd Stege Wann ann Wegenn, stegenn, manngell geklagtt wirdt, sollenn furnemblich vnser Schultheis zu Allenndorf vnnd Wegemeister solchs besichtigenn, vnnd als baldt ohnne vffzugk verbessernn lassenn, vnnd sollenn hierein ganntz vnnd gar kein vleis sparenn, Damit die strassenn richttigk vnnd bestenndigk ann allenn enndenn, da das Saltzwerck zuthun, erhaltenn werdenn, Außwertige wege so gleichwohl zum Saltzwergk gehörenn. Gleichwohl wollenn wir hiermit nicht gemeint habenn, die Wege vnnd strassenn, so anndernn zuhaltenn gebuerenn, Sondernn alleine die welche vonn den altenn Pfennernn auf vnns seindt bracht wordenn, doch sollenn vnnsere obgedachte diener bey mennigklich da vnnsere Saltzstrassenn, sich hin erstreckenn, das die in gutem Wesenn erhaltenn werden, anhalten, Vnnd auf das vnnsere Saltzgreuenn vnnd Beamptenn

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HandschriftS. 1023 Bl. 509r Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 1023

1

wissenns habenn, welche wege sie vnnsert halbenn Jederzeit schuldigk sein, Wollenn wir dieselbigen dißorts namhafftigk machenn, vnnd seindt benentlich diese, Das vnter vnnd Oberkleb1, der Grosse vnnd kleine Hain, Weitter Beuelch des Sohlmeisters Der Sohlmeister soll vber das, so obenn in seiner verwaltung anngezogenn, den Sohlgrabenn vnnd die auszuchten allenthalb benebenn dem Bronnenmeister in guter hut haltenn, vnnd Jederzeit da manngell darann vorleufft, sollenn sie solchs annzeigenn vnnd darann sein, das es verbessert werde, Wenn auch troge, knebenn2, oder Wechßell gerinnen, sonnstenn gerinnenn manngelnn oder schadthafft werdenn, soll er zeitlich gnugsamb Jederweilenn annzeigh?3, damit was manngelt, allerhanndt bestellet, gemacht, vnnd zur stette desto ehe gebracht, oder verbessert werde, vnnd soll mann zun knebenn das holtz am Seulingswalde hawenn, die Troge aber sollenn am Wolfsberge vnnd Tanngenberge4 durch eingeschicktenn

Unsichere Lesungen

  1. Z. 4: Oberkleb — Ortsname, Lesung unsicher
  2. Z. 13: knebenn — Lesung unsicher
  3. Z. 15: annzeigh? — Wortende Zierhaken
  4. Z. 20: Tanngenberge — Ortsname, Lesung unsicher

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HandschriftS. 1024 Bl. 509v Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 1024

1

Trogkmacher gemacht werdenn, dauonn soll mann Zu macherlohnn erlegenn —— Zu Fuhrlohnn Inn die Sodenn —— vom Wechßelgerin dem schuch —— vom Tanngenngerin dem schuch —— vom Sohlengerinnenn im Bodt —— Sohlgraben feger Es ist auch ein besonnder arbeiter darzu bestelt, der den Sohlgrabenn Rein helt, dem gibt mann Jerlich zu lohnn —— Der Bottener1 hat wie volgt seinenn gewissenn lohnn darbey wollenn wirs bleibenn lassenn —— Was auch solche Bew vnnd alle verlegung gehet, soll vnser Renndtmeister verrichtenn vnnd Wochentlich dauonn vnserenn Saltzgreuenn, zu ennde Jars in vnnser Renndt Cammer wie herbracht, klare vnnd richtige Rechnung thun, Vom gemeinenn Regiment, Statuten Satzungenn vnnd straffenn, nach brauch des Saltzwergks.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 11: Bottener — Lesung unsicher

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HandschriftS. 1025 Bl. 510r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1025

1

Das Vierdte Buch. Es ist löblich geburlich vnnd billich, das alle wohlanngestelte Regimennt vnnd Policeij, mit Gottseligkeit, danck vnnd lobsagunge, Jegenn Gott Jrenn annfanng, mittell vnnd ennde nehmenn, furnemblich aber an den ortternn, da Gott aus sonnderer fursichtigkeitt, besonndere annzeigunge seiner gnadenn offenntlich ereuget vnnd sehenn lest, Demnach habenn die alten Pfenner vom annbegin des Saltzwergks, vber die acht hundert Jar ein besonnder fest, auf Sanct Bonifacij tagk, als Jres erweltenn Patronen, Jerlich gehaltenn, seindt semptlich mit weib vnnd kindernn alle Jar ein mahl auf den Bronnenn Persönnlich ganngenn, vnd zu erzeigunge Jrer Gotseligkeit, danck, vnnd lobsagung, Jegenn Got, mit sonnderenn Ceremonien procession gehaltenn, Meßgelesenn, vnnd almusenn ausgetheilet, darauf sie dann eine besonndere Erbstifftunge, solches zuuerlegenn bestettiget habenn, Dieweil nun solcher Papistischer misbrauch billich abgeschafft wordenn, vnnd dagegenn Christlich vnnd geburlich were, das ein rechter Christlicher gebrauch eingefuret vnnd bestetiget wurde, welcher bey den nachkommen bliebe,

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HandschriftS. 1026 Bl. 510v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1026

1

Das Vierdte Buch. Besonndere Feste in Sodenn zu haltenn. So wollenn wir demnach Gott zu lobe vnnd zu ehrenn, auch zu erklerung vnser danckbarkeit Jegenn Gott, hiermit bestenndiglich gesetzt, geordtnet, vnnd bestetiget habenn, das alle Jar vnnd ein Jedes Jars besonders, ann stadt des altenn Papistischenn Bonifacij fest ein Christlich bett, lob vnnd danck tagk, auff Dinstagk nach Pfingstenn |: wann mann doch ohnne des Saltleger1[?] heltet :| soll gehaltenn vnnd beganngk2[?] werdenn, Vf dennselbigenn tage, sollenn beide vnser vnnd der Pfenner Saltzgrevenn Beamptenn Beuelchhaber vnnd diener volgennts alles was vermuglich ist, Jungk vnnd alt, vonn Pfennernn vnnd Sodernn, mit sonnderer demut, vnnd anndacht, sich morgenns vmb siebenn vhr Jnner Sodenn Jn die Pfarkirchenn befugenn, etliche Christliche lob vnnd danck Psalmenn singenn, vnd darauf ein Christlich vermanung vnnd Predigte, darin in genere alle gabenn Gottes, vnnd in specie die Be=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 11: Saltleger — Lesung unsicher
  2. Z. 11: beganngk — Endung gekürzt

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HandschriftS. 1027 Bl. 511r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1027

1

Das Vierdte Buch. sonndernn gabenn Gottes des Saltzbrunnenns geruhmet vnnd gepriesenn werdenn, beschehenn, Nach gethaner Predigt soll Jedermann mit sonndernn vleis vnnd ernnst sich mit rechter demutiger anndachtt zum Gebet begebenn, die Litaney gesungenn, mitt einem besonndernn gebet geschlossenn, der segen gesprochenn, almusenn gegebenn, vnnd die ganntze gemeine dimittirt werdenn, vnnd soll dis fest also ein ewiges in diesem Saltzwerck sein vnnd bleibenn, Vier heubt fest. Ohne das heltet mann sonnst im ganntzenn Jare vier heuptfeste |: welche mann vmb des willenn, das als dann in acht tagenn nicht gesottenn wirdet :| Saltleger1[?] nennet, als da seindt des Herrenn Fastnacht, Osternn, Pfingstenn, Weynachtenn, die sollenn auch vmb des willenn gehaltenn werdenn, das erstlich als dann die Soder vleißigk zur kirchenn gehenn vonn Jrer strenngenn arbeit einmahl ruhe habenn,

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  1. Z. 16: Saltleger — Saltleger oder Saldtleger

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HandschriftS. 1028 Bl. 511v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1028

1

Das Vierdte Buch. Dieselbigenn viermahl vnser Saltzgrevenn vnnd Beamptenn zusammenn kommenn, vnser Ordtnung mit einannder vleißigk durchlesenn, Desgleichenn Location, vertrege vnnd Resolution darnebenn Conferiren, ob dieselbige wie geburlich gehaltenn wordenn, vnnd vf was wege, vnser, vnd des Saltzwergks nutzenn, muge geschafft werden, So etwas am Bronnenn, Kunstenn, Sohlengefessen, oder sonnst verbrochenn vnnd manngelhafft, gebawet vnnd gebessert werde, das holtz sich samble, vnnd die Södermeister Jre herde ausbreche, vnnd die gesöde verbessernn muge, Bettage alle vierzehenn tage Vber das sollenn auch besonndere Bettage alle vierzehenn tage einmahl im Saltzwerck gehalten werdenn, das volck vleißigk zur kirchenn gehen, Sonnstenn alle anndere vnnotwenndige feste, sollen aufgehabenn sein, vnnd verbleibenn, Jn dem andernn kirchenn Regimennt soll mann sich nach

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HandschriftS. 1029 Bl. 512r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1029

1

Das Vierdte Buch. anweisunge vnser deshalbenn aufgerichtenn kirchOrdenunge im Saltzwerck verhaltenn, Nach dem bey den altenn Pfennernn ein hergebrachte gewonheit gewesenn ist, das Jm altenn Saltzwergk vonn gemeiner Pfenner Baurschafft wegenn, vber das ganntze Regiment |: Ohne die hohe Obrigkeitt, welche Jederzeit vnserer vorelternn Schultheissenn mit gebot, verbot, vber hals vnnd hanndt, schuldt, vnnd schadenn, verwaltet habenn :| zweenn Saltzgrevenn, Ein zinßmeister, vnnd zweene Saltzwartenn gehaltenn wordenn sein, welche alle sachen des Saltzwercks desselbigenn heil, vffkommenns, vnnd verbesserung, auch volgennts was allenn nutz, einkommenns, ausgabe, vnnd verwaltung belangt, wie das alles Jederzeit geschaffet, erhaltenn vnnd gebessert [übergeschrieben: hat1[?]] mugen werdenn, in besonndernn Eidenn vnd pflichttenn, vnnd auch vber das die Meister vnd affterknechte vnnd alles gesinde zu Regirenn, vnd zur arbeit annzuhaltenn, Jnn Jrer macht vnnd befelch gehabt, also das sich disfals Jhnenn niemands

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  1. Z. 17: hat — Einschub klein, hat oder Rat

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HandschriftS. 1030 Bl. 512v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1030

1

Das Vierdte Buch. nicht wiedersetzenn durffte, Vnnd dann nach der hanndt vnser Herr Vatter Christlicher gedechtnus, das Saltzwerck nun ann sich nach ausweisung der vfgerichtenn vertrege vnnd Location zwischenn seinenn gnadenn vnnd gemeinenn Pfennernn gebracht, vnnd erweitternn lassen, auch wir mit Gottes hulffe dasselbige nicht zuuerkleinernn in bestenndigenn furhabenns seindt, Dieweil nun nach Jtziger gelegennheit des Saltzwergs, vnnd instehennder Location, vnns höchlich vonnötenn, das wir darnach trachtenn, das nicht allein das Saltzwergk volkommenlich erhaltenn werde, Sonndernn auch die versprochene Pension den Pfennernn vonn Monat zu Monatenn gutlichenn zuliefernn vnns schuldigk erkennenn, So habenn wir bedacht, das ein solcher hanndell nichtt alleine Jnner Sodenn, Sonndernn auch aussen vffm Lannde, allennthalb des holtzes vnnd Saltzschliessenns halbenn, vnnd vber das alles allenthalbenn vf den Weldenn, vnnd geholtzenn musse

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HandschriftS. 1031 Bl. 513r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1031

1

Das Vierdte Buch. gefordert vnnd getriebenn werdenn, vnnd also nit durch wenig personenn [gestrichen: könne] verrichtet werdenn, Saltzgrevenn. Vnnd demnach fur dieser zeit noch bey lebenn vnsers gnedigenn Herrnn Vatters Hoch: Christlicher gedechtnus anngeregt, vnnd vor gut mit anngesehenn, lassens vnns auch nachmahls gefallenn, das nunmehr drey Saltzgrevenn, ohne die anndernn Empter deren oben herab gedacht wordenn, vnnd baldt gedacht soll werdenn, sein vnnd pleibenn sollenn, derenn ambt vnd verwaltung auch beuelch seindt, zum theil obenn herab erzehlet, vnnd wir wollenn dieses orts hiemit dieselbigenn weitters setzenn, ordenenn vnd bestetigenn, Vnnd dieweil es ann dem ist, das auf allenn ausslenndischenn Saltzwerckenn der Brauch ist, das zu dem Saltzgrevenn ampt die verstenndigste vnnd vleißigste menner genommenn werdenn, welche alle gegenn[?]nus vnnd gelegennheit der Saltzwerck kram2[?] erfahr=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 20: gegenn= — Wortende unklar
  2. Z. 21: kram — kam oder kram

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HandschriftS. 1032 Bl. 513v Das Vierdte buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1032

1

Das Vierdte buch nestenn seindt, vnnd damit sie ohnne hinderunge alleine der wolfart vnnd vfkommenns des Saltzwergks nachtrachtenn mugenn, mit gemeinenn gerichtlichenn henndeln, schuldt, schadenn, vnnd deshalb gebot vnnd verbot sachenn nit vmbzugehn pflegenn, wie auch solchs den Thal vnnd Stadt vogtenn, Richternn vnnd fronbottenn befolenn, vnnd denn solchs bis dahero Jnn vnserm Saltzwergk also herbracht ist wordenn, So wollenn wir auch Jederzeit zu solchem die erfarnestenn vnnd verstenndigstenn Menner ordenen, vnnd in krafft dieser vnser Ordenung alle Jegenwertige vnnd kunfftige vnsere Saltzgrevenn, |: weyl sie ohne das nit stetigs im Saltzwergk zu Jegenn sein könnenn :| vonn solchenn sachenn, so in Jhr ampt nicht hörenn, genntzlich eximiren, vnd dieselbenn dem Renndtmeister, welcher denn vnser Schultheis zun Sodenn mit ist, beuohlenn haben, Renntmeister ist Schultheis in Sodenn desselbigenn Ambt.

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HandschriftS. 1033 Bl. 514r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1033

1

Das Vierdte Buch. Der soll nechst vnns in allenn teglichenn Burgerliche gemeinenn henndelnn schuldt, schadenn, vnnd dergleichenn sachenn, gebot, verbot, vnnd Execution anzulegenn, vonn Hoher Obrigkeit wegenn, macht vnd befelch habenn, vnnd solches allein Jm Saltzwerck, doch mit der Moderation, da Jme etwas furfiele, so zu schwer vnnd er nit zuenndtscheidenn wuste, soll er sich Raths ann den Saltzgrevenn zuerholenn haben, Wie dann auch sie die freye macht sollenn behaltenn, wo der Renndtmeister etwas furnehme, das dieser vnser Ordenung, vnnd dem rechtenn vngemes, oder zuwieder wehre, soll Jhnenn sampt vnnd besonders, darein zuredenn, vnnd solches genntzlich oder zum theil annders zuuerordenenn frey stehenn, Die1[?] aber die Saltzgrevenn sollenn sampt vnnd besonders vber dieser Ordenunge, vertregenn vnd Location halttenn, Darnach bey Jrer seelenn seligkeit, in betrachtung Jrer eidt vnnd pflichtt, stetigs denckenn, vnnd sich befleissenn, wie mit bestenndiger wolfart, nutzlichenn vnnd vnbeschwer=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 16: Die — Die oder Sie

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HandschriftS. 1034 Bl. 514v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1034

1

einhem1[?] auffkommenn, mit Gott vnnd ehrenn durch allerley wege das Saltzwergk müge erhaltenn, vermehret vnnd gebessert werdenn, Sohall2[?] habenn sie macht vber die gewonliche Zusammenkunfftenn, nach Jederzeit gelegennheitt für sich alleine, da es Ihnenn gefelt, in geheime zusammenn zukommenn, vonn sachenn zuredenn, oder die annderenn Beamptenn auch zu sich zufordernn, vnnd was sie sich vereinigenn, als baldt zu exequiren, vnnd was dem Saltzwergk zum bestenn kömpt, Ins werck zusetzenn, zubevehlenn, oder in wichtigenn dingenn, vnns weitters in schrifftenn endtdeckenn, vnnser ratification begerenn, vnnd was wir Ihnenn bevehlenn werdenn, darnach sich genntzlich richtenn vnnd haltenn, Doch da sie sich nit vereinigenn köntenn, soll einem gewehret sein, seinenn fürschlagk vnnd bedenckenn für sich selbst, vnns zuzuschreibenn, welichs Ime vonn den annderenn nit soll verkeret, noch vbell außgelegt werdenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: einhem — erstes Wort unklar
  2. Z. 4: Sohall — Wort nach Initiale unklar

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HandschriftS. 1035 Bl. 515r Das Vierdte buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1035

1

Wenn aber sonnst ordinarie wochenntlich vnnsere Saltzgrevenn vnnd Beamptenn sampt vnnd besonnders, beyeinannder versamblet seindt, sollenn sie fein friedlich vnnd einig alle sachenn fürnehmenn vnnd verhanndtlenn, auch sich bisweilenn miteinannder erlustigenn, Darzu wir dann Ihnenn wochenntlich Ein virtell ehrenn weins verordenet habenn, als dann sollenn sie Erstlich vnnsers Renndtmeisters Register, volgennts der annderenn Beampten, so Register haltenn, fürnehmen vnnd mit vleis in allenn Puncten vnnd Clausulen besichtigenn, vberlegenn, vnnd was darin vnrichtigk, richtigk machenn, vnnd verendernn, also das sie vff die Jarrechnunge vnns richtige, Ordenntliche vnnd vntaddelhaffte Register, Inn vnnser Renndt Cammer vberliefferen könnenn, Darnach sollenn alle vnnd furnemblich der Renndtmeister, als der mit gemeinenn, vnnd Bawsachen stetigs zuthun hatt, was im Regiment so er nit enndtscheidenn kann, vnnd Bawenn vonnötenn,

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HandschriftS. 1036 Bl. 515v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1036

1

oder fürgelauffenn, anzeigenn, Damit mann denselbigenn ordenntlich rathschlagenn könte, eins Jeden bedennckenn annhörenn, vnnd was als dann für rathsamb erkennet würdet, Wohin die meistenn stimmenn der Saltzgrevenn gefallenn, dem soll also [gestrichen: gelebt1] gelebt werdenn, doch mit der moderation wie obenngedacht, das niemanndts |: da er ein bessere meinung habenn würde :| soll gewegert werdenn, solchs weitters ann vnns gelangk zulassenn, Dis soll also vnnserer Saltzgrevenn fürnembster vnd gemeiner bevelch vnnd ampt sein, Darnach soll ein Jeder sich nach volgennder vnnser Ordenung verhaltenn, vnnd in den stückenn, so einem Jedenn besonnders bevohlenn, bis vff den fall der not keiner dem annderenn in sein ampt nit fallenn, Vnnser Erster Saltzgreve, soll fürnemlich bevelch habenn, den Saltzhanndell nach Cassell vnd Darmbstadt notturfftiglich zubestellenn, vnnd wie derselbige auffs nutzlichste müge verbessert werden,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 6: gelebt — erstes gelebt gestrichen

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HandschriftS. 1037 Bl. 516r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1037

1

Jederzeit mit vnnserm vorwissenn Ins werck zusetzDarnach soll er die Blechhüttenn in seiner verwaltung habenn, daselbsthin als offt es vonn nötenn, reyten, vnnd alles nach notturfft bestellenn, also das es im Saltzwergk, ann Pfannen Eisenn, Eisernen Sese1 stanngenn, vnnd was sonnstenn Eisennwergks vonnötenn, nichts manngele, Weitters soll er mit vleis darnach trachtenn, das zu erbawung der Bode Jederzeit ann gelegenen ortern, mann notwendigk Bawholtz vnnd anndere bereitschafft, auch Pfannennbrunt, müge bekommenn vnnd habenn, Inn welchem er doch stetigs vnnsern Schultheissenn zu Allenndorff, als drittenn Saltzgrevenn, vnnd die Förster Jedes ortts soll fordernn, vnnd ohnne derselbigenn vnnd des Schultheissenn mitwissenn hierinne nichts schliessenn, Vber das soll er benebenn vnnserm Lanndtvogt vnnd Schultheissenn zu Allenndorff, die Grenntze vnnd geleite zubereitenn, auch vnnsere hohe Obrigkeitt zuerhaltenn, Inn seinem ambt vnnd bevelch haben,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: Sese — Sesestanngenn, Lesung unsicher

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HandschriftS. 1038 Bl. 516v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1038

1

vnnd bey alle anndere sachenn, Inner Stadt Allendorff, welche vnnser hoheit vnnd buß anlanngen, sein, also das nichts ohne seinenn beysein dis fals fürgenommenn werde, So Iderlich1 Scheidtholtz zum Saltzwerck soll gehauen werdenn, soll er mit vnnsernn Beamptenn vnd fürsternn Jedes orts besichtigenn, mit demselbigenn sich berathschlagenn, vnnd was für Rathsamb angesehenn würdt, vnns weitters zuerkennenn gebenn, vnnd was wir darauf bevehlenn werdenn, demselbigenn gelebenn, Hierzu soll vnnser Pfarher, als zweiter Saltzgreff, auch gezogen werden, Des Annderenn Saltzgreuen Beuelch. Des annderenn Saltzgrevenn besonnders ampt soll sein, das er vff vnnser scheidtholtz, so Jederzeit gehawenn, angeführet, geflösset, zu schiffe anngebracht werdenn soll, vnnd würdet, vleissige achtung nehme, das dasselbige zu rechter zeit vnnd

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: So Iderlich — Wortanfang nach Initiale unsicher

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HandschriftS. 1039 Bl. 517r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1039

1

gebüer gehawenn, gelieffert, geflöst, außgebracht, bezahlet, verkaufft, vnnd zu Register gebracht würdet, Wenn er aber Inner Bodenn ist, So sollenn all vnsere Beamptenn Register wochenntlich Ime fürgelegt, durch Ihn selbst gelesenn, durch die annderenn beide Saltzgrevenn gelegt, vnnd alle sachenn bewogenn werdenn, also das im Saltzwergk nichts fürgenommen, gerathschlagt, noch beschlossenn werde, Es sey gleich in newenn Bewenn, Ordenungenn, vnnd allem was zuerhaltung des Saltzwercks dienlich geschehen würdet, es sey dann er selbst Persönlich darbey gewesenn, sein Rath vnnd bedennckenn gehöret, vnnd mit seinenn eigenn hanndenn bestetigt vnnd vnderschrieben, Wie wir dann auch im vfferlegt habenn wollenn, das, da vnns oder vnnserm Saltzwergk dessenn Ordenung, vertregenn vnnd Location zugegenn gehanndelt würde, soll er sich Jederzeit mit den annderenn vnnsernn Beamptenn, wie solchs abzuschaffenn sey, mit glimpflichenn wortenn beredenn, vnnd wo mann sich nit

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HandschriftS. 1040 Bl. 517v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1040

1

Ime dis fals nit vergleichenn köntte, soll er solchs vnns trewlich vnnd vfrichtigk vermeldenn, also das er darin weder die annderenn Saltzgrevenn grob oder kleine Beamptenn nicht annsehe, Sonnst soll er nach Jederzeit vnnser vnnd vnnserer Saltzgrevenn vnnd Beamptenn erfordernn, auch für sich selbst alleine vff die Welde, vnnd wo sonnst etwas fürhanndenn, daran gelegenn, ziehenn, vnnd stetigs darann sein, das alle sachenn vnnser Saltzwergk belanngenndt, in eintracht verrichtet müge werdenn, Des drittenn Saltzgreuenn Ambt. Des drittenn Saltzgrevenn Bevelch soll sein, das er ausserdem, das er Schultheis zu Allenndorff ist, vnnd solchs ampt, nach ausweisung seiner bestellunge, zuverwaltenn hatt, darauf fürnemblich vleissigk acht nehme, das er vnns, vnnd dieser vnnser Saltzwercks ordenung zuwiedder, nichts Inner oder ausser1 der Stadt, es sey gleich vonn grob oder kleinhannsenn, fürgenommenn werde, vnnd da er

Unsichere Lesungen

  1. Z. 19: ausser — Lesung des Wortes unsicher

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HandschriftS. 1041 Bl. 518r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1041

1

solches vermerckte, soll ers vonn stundtann abschaffen, vnnd sich darin also verhaltenn, das wir spürenn, vnd befindenn mügenn, das er nicht vnns, vnnserm Saltzwergk vnnd dieser Ordenung zugegenn, mit andern vnter deckenn liegenn, Darnach soll er vf alle wege vnnd stege, die vonn fuhrleutenn dem Saltzwergk zu gutenn stetigs gebraucht werdenn, ganntz vleissigk achtung habenn, vnnd da es vonn nötenn, Jederzeit daran sein, das die in stetigem gutenn baw vnnd wesenn erhalten werdenn, das darüber niemanndts zuclagenn habe, Darzu Ime dann vnnsere Beamptenn sampt vnnd besonnders, vnnd wem sonnst hin vnnd wieder die Wege zuhaltenn, vnnd zuerbawenn gebüeret, gutenn Rath hülffe vnnd beystanndt sollenn leistenn, Zu dem soll er sonnderlich alle vnnser gehöltze vnnd Wellennberge, die wir zum Saltzwergk verordenet, auch Ime nach ausweisung des vertrags, stetigs benebenn den annderenn geordenntenn fürsternn bereytenn, Inn guter hege vnnd hutt halttenn, damitt

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HandschriftS. 1042 Bl. 518v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1042

1

er Jederzeit, nach erforderung der not, könne den annderenn vnnserenn Saltzgrevenn vnnd Beampten bericht thun, welche geholtze am gresbigstenn1 vnnd am bequemlichstenn zuhawenn seyenn, vnd sie sich desto besser darnach zurichtenn habenn, Würdenn sie aber vnverhindert annderer Irer verwaltung selbst vf die Welde ziehenn vnnd zusehenn, Darann thun sie vnns sonnderenn gefallenn, Vber die Gehöltze vnnd Berge soll der Schultheis richtige Register haltenn, vnnd Jerlich davonn das Stambgeldt, so Jederzeit gefelt, vonn den annderenn vnnderfürsternn aufnehmenn, vnnd darvonn weitters vnnserenn Saltzgrevenn durch den Vogt vonn Beilstein2 Clare Rechnung thun lassenn, auf das die Innahme darvonn darvonn3 Inns Renndtmeisters Heupt Register gebracht vnnd vnns verrechnett werde, Was weitters sein befelch vnnd ampt der Flös vnnd Leinenn Pfadts wegenn sey, ist obenn herab gedacht wordenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: gresbigstenn — Lesung unsicher
  2. Z. 14: Beilstein — Ortsname, Lesung unsicher
  3. Z. 15: darvonn darvonn — Dittographie in Vorlage

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HandschriftS. 1043 Bl. 519r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1043

1

Renndtmeister Des Renndtmeisters ampt ist auch in vorigenn erzelungenn gnugsamb anngezeigt wordenn, also das es dis orts zuwiederholenn ohnne noth, Dieweil er aber wie auch zuvor gedacht Schultheis in Bodenn zugleich mit ist, So soll er demnach gericht vnnd gerechtigkeit vonn vnnsernt wegenn haltenn, vnnd hanndthabenn, vnnd Jederzeit da gerichttliche Burgerliche henndell, vmb ehr vnnd glimpff, geldt oder gut, schuldt oder schadenn fürlauffenn, niemanndts ders begeret des recht zueroffnenn, weigernn, Welches er auch fürters wie herbracht, mit Schopffenn aus den Schossernn1 zum Bodenn vnnd den Rath zu Allenndorff besetzenn, Hegenn haltenn, zuerkennenn annstellenn, vrtheil schepffenn lassenn, vnnd darüber als ein Richtter ertheilenn soll, Mit Peinlichenn sachenn, soll es vmb gewisser vhrsach willenn, wie dann solches im Saltzwerck nicht herbracht ist wordenn, gar nichts zuthun habenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 13: Schossernn — Lesung unsicher

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HandschriftS. 1044 Bl. 519v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1044

1

sich derselbigenn auch nicht annmassenn, Ohne das in notfellenn, da er vbeltheter betrapte, sich etwa vnnversehene todtschlege, diebstall oder anndere vnnthatenn zutrügenn, magk er dieselbigenn zu haffte bringenn, vnnd vfs erste Jegenn Allenndorff, oder Jegenn Cassell verwarlich vberliefferenn lassenn, Vber das so etwas Inner Bodenn zu Marckte kömpt, Es sey gleich brodt, oder was dergleichenn Victualien seindt, soll er mitt den zweyenn Regirendenn Schossernn1 taxiren vnnd würdigenn, das es nicht zu theur verkaufft werde

Unsichere Lesungen

  1. Z. 10: Schossernn — Lesung unsicher

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HandschriftS. 1046 Bl. 520v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1046

1

Das Vierdte Buch. Schöffer vnnd Burgermeister Ambt zum Sodenn. Vonn der gantzenn Gemein wegenn sollenn sehs1 redtliche menner, welche mann Schöffer nennet, erwehlet, vnnd mit besonderenn eydenn, das sie der gantzenn gemeine wollenn treulich fürstehenn, derselbigenn schadenn warnenn, vnnd nutzen schaffen, Jederzeit bestettigt werdenn, derselbigenn ampt sol sein, was sonnst in Stedtenn der Rathspersonenn ampt ist, deßhalbenn sie denn auch Jerlich aus sich ann Burgermeisters stadt zweene wehlenn sollen, welche sich furnemblich das Jar aller gemeiner sachenn, annehmenn, D.2[?] vnnd das gemeine siegell Inn Ihrer verwarung habenn, Sie sollenn aber schuldig sein, das Geschos Innsonderheit vonn allenn Södtenn, sampt den Erbzinsenn der Gemeine vfzuhebenn, Darvon der Stadt Allenndorff Ire gebuerenndt antheil, Nemblich — 40 fl. zuerlegenn zweene wechter zu vnnderhaltenn, das Hochzeit haus, Schoshaus, Hirdthaus, steinernn wasserbrunnen,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 4: sehs — wohl sechs, so geschrieben
  2. Z. 14: D. — Zeichen zwischen den Kommas unklar

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HandschriftS. 1047 Bl. 521r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1047

1

Das Vierdte Buch. in gutem wesenn, Bau vnnd besserung zu haltenn, vnd vonn dem allenn klare Rechnung Jerlichenn vnserm Beamptenn vf ein benanntte zeit zuthun, Desgleichenn sollenn sie auf erfordernn vnnsers Rendtmeisters die Gericht Inn Sodenn, als Schöpffenn, benebenn zweyenn der vonn Allenndorff Schöpffen zubesitzenn schuldigk sein, Vnnd das etwas den gemeinenn nutzenn belangendt, furleufft, soll durch sie solchs fur vnns oder vnser Beamptenn furgetragenn werdenn, Doch sollenn sie mit1 macht habenn, ohnne furwissenn vnser Beamptenn die glockenn zu leutenn, noch die gemeine zusammenn zufordernn, damit sie nit fur Meuterer, noch vfrurer geachtet werdenn, Sie sollenn nicht nachgebenn, das Jemanndt Inn der Gemein zum Sodenn sich nehre, mit dem Bronnen oder Saltzmachenn vmbgehe, er sey dann zuvor Eidthafft, vnnd erlege zum gemeinen nutz, dem Ordenntlichenn schos, vnnd soll hierin niemanndts dann die Beamptenn vnnd Befelchhaber,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: mit — wohl nit gemeint, so geschrieben

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HandschriftS. 1048 Bl. 521v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1048

1

Das Vierdte Buch. ausgenommenn sein, Was aber vnsers Gerichts knechts, der Fürster Wechter Flurschützenn, vnnd annderer, so geringe verwaltung habenn, Befelch vnnd ampt sein soll, werdenn Jederzeit vnnsere Saltzgrevenn vnnd Beamptenn zuverordenenn wissenn, Wir wollenn nun in der Ordenung furtschreyten, vnnd was für gemeine vnnd besondere Constitutiones wir in vnnserm Saltzwerck wollenn gehaltenn vnnd gehanndthabt habenn, kurtze vnnderschiedtliche anntzeigung thun, Gemeine Constitutiones Wer auf dem Bronnenn ein frevel oder mutwillen ausrichttet, sich mit anndernn mit scheltworttenn einlest, oder denselbigenn verunreiniget, soll so offt solchs beschicht, als ein vbertretter des Bronnens freyheit, mit busse gestrafft werdenn, nach ermessung der vberfahrung Wer Gott lestert soll nach ausweisung vnsers Herrn

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HandschriftS. 1049 Bl. 522r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1049

1

Das Vierdte Buch. vatters Christlicher gedechtnis ausgangener, vnd vnser Lanndtordenung gestrafft werdenn, Wer vnnter der Predigt auf dem Kirchoff oder sonsten in der Gassenn, sich mussigk stehenndt befindenn lest, soll zu straff erlegenn ein ort thalers, Wie es denn auch gleichergestalt mit denenn soll gehaltenn werdenn, so Ire kinder nit vleissigk zur kinderlehr annhalttenn, Faustwerck1. Wann einer denn anndernn Wundt schlegt, vnnd die Wunde des Oberstenn fingers nagels tieff, vnnd gliedts lanng ist, Soll Jar vnnd tagk vonn weib vnd kindt, vnnd aller arbeit Inn Sodenn, ausgewiesenn werdenn, auch die Meister der Meisterschafft, gentzlich enndtsetzt sein, vnnd sich vnter des Inn der feldtmarckt nicht findenn lassenn, Liesse er sich aber gelustenn, das er mitler zeit in der feldtmarck sich betrappenn liesse, soll vonn dem tage an sein Jar wergk wieder vonn neuem angehenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 10: Faustwerck — Zwischenüberschrift, wohl Faustwerck

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HandschriftS. 1050 Bl. 522v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1050

1

Das Vierdte Buch. Vnnd wenn schonn das Jar herumb ist, soll doch er nit für sich selbst, weder Inns Saltzwergk gehenn, noch darinnenn sich findenn lassenn, Er thue es denn mit vnnsers Renndtmeisters furwissenn, vnnd habe sich zuvor mit seiner wiederpart genntzlichenn vertragenn, Wurde er solches vberschreitenn, soll Inns gefenngnus gebracht, vnnd als ein freveler gestrafft werdenn, Gebe aber einer vrsach hierzu, vnnd solches könte erwiesenn werdenn, dem soll ebenn so wohl als dem theter Jachrwerck1 zuhaltenn ausgebotten werdenn, Wurde aber einer todt geschlagenn, vnnd der theter enndtkeme, soll derselbige Inner Hundert Jarenn vnnd einem tag, nach ausweisung der altenn Constitution nicht wieder eingelassenn werdenn, darwieder in gantz vnnd gar keine freyheit soll schutzenn, Wurde er aber mitler zeit anngetroffenn, soll Im sein recht wiederfahrenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: Jachrwerck — Schreibung des Wortes unklar

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HandschriftS. 1051 Bl. 523r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1051

1

Das Vierdte Buch Wenn sichs1 zutruge, das Junge oder altte Personenn sich zusammenn fleischlich vermischtenn, soll ein darumb vonn vnnserm Renndtmeister beiderseits zu hafft gebracht, vnnd vnnserm Stadthalter vnnd Rethenn zuerkennenn gegebenn werdenn, welche weitters darin werdenn schaffenn, vnnd befehlenn was recht ist, vnnd der Renndtmeister sich verhaltenn soll, Inn Sodenn aber soll Ihnenn nit zugelassenn werdenn, wie herbracht, offenntliche Hochzeit zuhalten, Sonnder der Pfarher so Jederzeit daselbst sein wirdt, soll sie nach geleisteter offenntlicher Poenitentz ohn alles geprenng zusammenn gebenn, vnnd also hin ziehenn lassenn, Keine offene tenntze sollenn im Saltzwerck gestattet werdenn, ohnn allein vf Hochzeite, da mann nitt mehr als drey Reygenn, durchaus dem reichenn wie dem armenn erleubenn soll, Auff die Pfingst feyrtage aber, Wenn die Söder semptlich vf der Wiesenn versamblet sein, Habenn vnsere Beamptenn Wenn sie selbst zugegenn sein, vnnd die

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: sichs — Wort teils überschrieben

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HandschriftS. 1052 Bl. 523v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1052

1

Das Vierdte Buch. knechte burgenn setzenn1 Ihnenn etliche Reigenn zuerleubenn, wer hierwieder sundiget soll zu busse gebenn — Wer mit eins anndernn Hausfrauenn ann offenen Reigenn tanntzet, soll einenn thaler zu busse geben, Wer im feldt schadenn sich lest findenn soll so offt er dessenn beklagt wirdt, drey wochenn Inn er2 gefenngnus gesetzt werdenn, vnnd darzu ein thaler zur bus erlegenn, Wer Inn Sodenn Gennse will haltenn, soll denselbigenn damit sie nit im felde schadenn thun könnenn, Jeder ein flögell abhauenn, oder der Gense beraubet sein, Alle vnnd Jede Spieler, so offt mann sie dessenn hinderkompt, sollenn — 5 fl. zur busse erlegenn, auch da sie sich nit bessernn wollenn, enndtlich das spielenn zuverschwerenn gezwungenn werdenn, Offene diebe, wie dann alle anndere lasterhafftige

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: burgenn setzenn — Lesung des Satzanfangs unsicher
  2. Z. 8: Inn er — so getrennt geschrieben

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HandschriftS. 1053 Bl. 524r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 1053

1

Das Vierdte Buch. sollenn im Saltzwerck nit geduldet, da sie aber sich findenn liessenn, sollenn durch vnnsernn Renndtmeister oder Schultheissenn zu Allenndorff in hafft gebracht vnnd weitters Jegenn sie wie obenn anngezeigt wieder sie verfahrenn lassenn, Wer denn anndernn schmehet oder schilt, soll dasselbige verbuessenn so offt er beklagt wirdt mit —1 buesse, vnnd soll weitters ans recht gewiesenn werdenn, Es ist in vnnserm Saltzwergk herbracht, wann ein Söder Holtzes, Saltzes, oder Aschenn wegenn mit frembdenn zuthun, So magk er ohnn ordenntlichenn Proceß seinem schuldtmann, durch den Renndtmeister, das Saltzwerck nicht darin zuhanndeln, so lannge offentlich verbietenn lassenn, bis er sich mit Ime der schuldenn wegenn abfindet, solches soll hinfuro auch bleibenn, Es soll auch kein Söder, Schosbare gueter der Burger habenn, noch keuffenn, Er sey dann aus dem Saltzwergk in die Stadt gezogenn, vnnd daselbst Burger wordenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 8: — — Lücke für Bußbetrag, leer

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