Forschung
Personen
Wer in der Salzbibel vorkommt
Wie diese Datenbank entstanden ist
Die Handschrift schreibt Namen nach Gehör. Derselbe Salzgraf heißt Jost Becker, Berker, Berber, Verkernn und Justus Pistoris; der Baumeister von 1489 Curt Mardorff und Kurt Mardtorff. Diese Datenbank fasst zusammen, was sicher oder mit hoher Wahrscheinlichkeit dieselbe Person meint, und nennt die Schreibvarianten mit. Grundlage ist die Übersetzung; Seitenzahlen sind die des Digitalisats, nicht die Blattzahlen der Handschrift. Jeder Beleg führt auf das Faksimile bei ORKA.
Die Einträge wurden getrennt für Band 1 (80 Personen) und Band 2 (206 Personen) erarbeitet und hier zusammengeführt. 23 Personen kamen in beiden Bänden vor — darunter Christoph Homberg, Dietrich, Edelherr zu Plesse, Ernst von Bischoffshausen, Georg Behm von Nürnberg, Georg von Kolmitzsch, Hans Kremer, Hans Wagener, Heinrich Lersner und andere — und sind zu je einem Eintrag verschmolzen: Der ausführlichere Text blieb, Varianten und Belege beider Bände wurden vereinigt, abweichende Zeitangaben stehen nebeneinander. Fünf Zusammenlegungen beruhen auf einer Zuordnung des Bearbeiters und sind im Eintrag vermerkt. Übrig bleiben 263 Personen.
Was aus der Quelle nicht hervorgeht, steht nicht hier. Die Zählung der hessischen Landgrafen (Heinrich I., Wilhelm II.) ist eine Zuordnung des Bearbeiters; die Handschrift selbst zählt nicht. Der Vermerk „Zuordnung“ sagt, wie sicher die Identifizierung ist: belegt heißt, Name und Funktion stehen so in der Quelle; wahrscheinlich und vermutet heißen, dass Varianten oder Ämter erschlossen wurden; unsicher heißt, dass auch die Person selbst nicht sicher zu greifen ist.
Die Datenbank
Die Liste lässt sich nach Gruppe, Zeitraum, Sicherheit der Zuordnung, Abschnitt der Belege und Ort eingrenzen; das Suchfeld durchsucht Namen, Schreibvarianten, Funktion und Text. Jeder Eintrag hat eine eigene Adresse, unter der man ihn verlinken kann.
Johann Bartholomäus der Ältere
Varianten: Johann Barthelmes, Johann Bartholmes, Johann Bartelmes, Rentmeister BartholomäusGruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Rentmeister zu Allendorf und zu den Siedehäusern · Zeit: belegt 1539–1553 (Bd. 1) · belegt 1540–1561 (Bd. 2) · Ort: Allendorf · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1 und 2Der fürstliche Rentmeister vor Ort über die ganze Streitzeit hinweg. Er überbringt den Pfännern Botschaften des Landgrafen, wird von Philipp direkt angeschrieben, nimmt 1540 die halbe Pfanne des Pfarrers für den Fürsten in Besitz und gehört zu den Unterhändlern des Vertrags von 1540. Die Regierungsordnung von 1552 bestätigt ihn: Er habe sich verpflichtet, „uns sein Leben lang zu dienen“ und in den Siedehäusern zu wohnen; er nimmt den ganzen Gewinn ein, darf ohne Befehl der Salzgrafen nichts ausgeben und „mit der Münze keinen Wechsel und keinen Zwischenhandel treiben“.
- Bd. 1, S. 383 Lesetext — Als Rentmeister in Allendorf, Februar 1539
- Bd. 1, S. 470 Lesetext — Schreiben Philipps an ihn
- Bd. 1, S. 584 Lesetext — Beschwerde wegen der halben Pfanne
- Bd. 1, S. 801 Lesetext — Bestätigung im Rentmeisteramt, 1552
- Bd. 2, S. 115 Lesetext — Rentmeister zum Sooden, 1547
- Bd. 2, S. 277 Lesetext — Beginn des Baus, 29. April 1550
- Bd. 2, S. 431 Lesetext — Abrechnung des Brunnenbaus
- Bd. 2, S. 997 Lesetext — Bericht über Unwetter und Holzrechen, 1539
Georg Berk
Varianten: Georg Berck, Georg Berber, Georg BerbGruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Beamter, mit dem Steinkohlenbergwerk am Meißner befasst · Zeit: belegt 1564–1578 · Ort: Sooden, Meißner · Zuordnung: vermutet · Quelle: Band 2Richtet 1564 mit Rhenanus und Christoph Homberg die Holz- und Salzordnung auf; 1576 wird er neben Georg Gerke, Hermann Schütz und Rhenanus mit dem Schmelzen durch Steinkohlen beauftragt und verschafft „in der Eile 72 Maß Kohlen“ nach Sooden; 1578 begehrt er von Rhenanus Geld für das Bergwerk. Der Schultheiß zu Kreuzburg schreibt 1576 an „Rhenanus und Georg Berber“. Ob er mit Georg Gercke identisch ist, bleibt unsicher; die Nennung beider nebeneinander 1576 spricht dagegen.
- Bd. 2, S. 998 Lesetext — Geld für das Bergwerk 1578
- Bd. 2, S. 999 Lesetext — Holz- und Salzordnung 1564
- Bd. 2, S. 1026 Lesetext — Schmelzversuch 1576
- Bd. 2, S. 1028 Lesetext — 72 Maß Kohlen
Jörg Bock
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Gewesener Hüttenschreiber zu Blankenberg, 1568 als Gegenschreiber vorgesehen · Zeit: belegt 1568 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Soll 1568 an die Stelle des Gegenschreibers Meier treten.
- Bd. 3, S. 14 Lesetext — Einsetzung als Gegenschreiber
Hartmann Böler
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Zöllner zu Sooden (Bewerber) · Zeit: belegt 1565 · Ort: Sooden · Zuordnung: vermutet · Quelle: Band 2Für ihn wird 1565 geschrieben, ihn zum Zöllner in Sooden aufzunehmen. Ein Hartmann Höler antwortet 1578 wegen Dielen aus Melsungen; ob es dieselbe Person ist, bleibt offen.
- Bd. 2, S. 1005 Lesetext — Hartmann Höler, Dielen 1578
- Bd. 2, S. 1021 Lesetext — Empfehlung zum Zöllner
Philipp Died
Varianten: Balthasar Diede, Georg DiedeGruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Pfandinhaber des Schlosses Beilstein · Zeit: belegt 1551–1559 · Ort: Beilstein · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Erhält 1551 die Pfandverschreibung über Schloss Beilstein; Jost Becker schreibt später wegen der Einlösung des Hauses von ihm. Ein Balthasar Diede ist 1540, ein Georg Diede 1586 Bürge — vermutlich derselben Familie.
- Bd. 2, S. 891 Lesetext — Pfandverschreibung 1551
- Bd. 2, S. 951 Lesetext — Einlösung Beilsteins
Wermer Fasshauer
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Holzleger zu Sooden · Zeit: belegt 1559 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Seine Bestallung als neuer Holzleger von 1559 ist in Abschrift vorhanden.
- Bd. 2, S. 1030 Lesetext — Bestallung 1559
Hans Geilmann
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Schultheiß von Homberg · Zeit: belegt 1547 · Ort: Homberg (Efze) · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Auf landgräflicher Seite bei der Besichtigung am 1. September 1547.
- Bd. 2, S. 115 Lesetext — Besichtigung 1547
Georg Gercke
Varianten: Georg Gerke, Georg Gerthes, Georg EreckGruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Beamter des Salzwerks zu Sooden, mit dem Steinkohlenbergwerk befasst · Zeit: belegt 1562–1579 · Ort: Sooden, Germerode · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 21562 gehört er zu den Beamten, die mit Rhenanus den Holzhandel neu ordnen wollen; 1569 berichten beide dem Landgrafen „wegen zweier schöner Probierverfahren“. 1577 lädt er Rhenanus nach Germerode zum Steinkohlenbergwerk und schickt ihm aus dem Weißenhof zu Kassel „aller Sieder Zeichen, auf Papier gerissen und in Blei geschlagen“. 1579 schreibt er mit Rhenanus und Hans Wagener über Jeremias Renners Kunst. In Landgraf Wilhelms Brief von 1567 ist er nach Rhenanus als zweiter Adressat genannt. Der 1576 daneben genannte Georg Berk ist offenbar eine andere Person.
- Bd. 2, S. 967 Lesetext — Vorschlag zum Holzhandel 1562
- Bd. 2, S. 1004 Lesetext — Probierverfahren 1569
- Bd. 2, S. 1005 Lesetext — Steinkohlenbergwerk 1577
- Bd. 2, S. 1031 Lesetext — Siederzeichen aus Kassel
- Bd. 3, S. 30 Lesetext — Adressat des Landgrafen 1567
Hensel Glner
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Vogt zu Wanfried · Zeit: belegt 1547 · Ort: Wanfried · Zuordnung: vermutet · Quelle: Band 2Schreibt 1547 wegen der Holzflöße. Die Namensform ist in der Transkription unsicher.
- Bd. 2, S. 956 Lesetext — Holzflöße 1547
Heintz Harsack
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Landknecht · Zeit: belegt 1551 · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Soll 1551 siebzig Stämme Holz aus dem Langenberg nach Sooden führen.
- Bd. 2, S. 919 Lesetext — Holzfuhr 1551
Heinrich Hartmann
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Schultheiß des Landgrafen zu Allendorf · Zeit: belegt 1489 · Ort: Allendorf · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2„unseres gnädigen Herrn Schultheiß“ beim Verding mit Mardtorff 1489.
- Bd. 2, S. 57 Lesetext — Verding 1489
Wenzel Hilm, genannt Schlim
Varianten: Henkel SchlimGruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Zöllner zu den Siedehäusern · Zeit: belegt 1541; vor 1552 gestorben · Ort: Sooden · Zuordnung: wahrscheinlich · Quelle: Band 1In der Ordnung von 1541 soll „Henkel Schlim wegen des Zolls und der Schatzheller“ alle Werke verzeichnen; 1552 heißt es, Balthasar Gerlach sei „nach dem Tod des seligen Wenzel Hilm, genannt Schlim“ bestellt. Dass beide Nennungen denselben Mann meinen, ist wegen des gleichen Amtes und Beinamens wahrscheinlich. Eine „Gertrud Hilm“ ist 1550 Siedemeisterin.
- Bd. 1, S. 732 Lesetext — Zollführung in der Ordnung von 1541
- Bd. 1, S. 808 Lesetext — Als verstorben erwähnt, 1552
Christoph Homberg
Varianten: Christoff Hombergk, Christoff Homberg, Christoffer Homberg, Christof, Christoffer, der Salzwart, Christoffer, der BornmeisterGruppe: Verwaltung des Salzwerks · Salzgrafen · Funktion: Salzwart, ab 1549 Bornmeister, später Salzgraf zu Sooden; Verfasser des Spezial-Probierbuchs · Zeit: belegt 1541–1553; Bestallung vom 14. Oktober 1549 (Bd. 1) · belegt 1541–1567, vor 1568 gestorben (Bd. 2) · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1 und 21547 Salzwart zu Sooden; die Salzgrafen sind seine „lieben Schwäger“. Nach Jörg Behms Abgang erhält er 1549 die Bestallung als Bornmeister mit der Auflage, eine von Menschen getriebene Kunst auf eigene Kosten zu errichten; er lernt in diesem Jahr, die Sole „mit der kleinen Probe zu prüfen“, und führt von da an das Probiertäfelchen, das Rhenanus als Spezial-Probierbuch übernimmt. Am letzten Dezember 1549 meldet er den Salzgrafen, das neue Kunstwerk sei eingesetzt, die Sole aber „im Geschmack ganz untauglich“. Während des Brunnenbaus probiert er die Sole und unterschreibt die Abschiede. 1567 schreibt Landgraf Wilhelm an ihn als Salzgrafen, er solle Rhenanus beim Salzbuch helfen, und tadelt ihn, „dass du dich diesem Werk widersetzt“. Das Probierbuch nennt ihn den „seligen Christoff Homberg“; 1568 wird das Inventar seiner Witwe erwähnt.
- Bd. 1, S. 46 Lesetext — Begründer des Spezialprobierbuchs
- Bd. 1, S. 731 Lesetext — Salzwart in der Ordnung von 1541
- Bd. 1, S. 811 Lesetext — Bestallung zum Oberbrunnenmeister, 1549
- Bd. 1, S. 821 Lesetext — Befehl Philipps, Marburg 26. April 1553
- Bd. 2, S. 115 Lesetext — Salzwart zum Sooden, 1547
- Bd. 2, S. 227 Lesetext — Bestallung zum Bornmeister mit neuer Kunst, 1549
- Bd. 2, S. 234 Lesetext — Brief vom letzten Dezember 1549
- Bd. 2, S. 411 Lesetext — Soleproben Juli 1551
Christoph Hülsing
Varianten: Christoff Hülsing, Hülsing, HülsungGruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Inhaber des Ludwigsteins · Zeit: belegt 1550er–1567 · Ort: Ludwigstein · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Ein Verzeichnis beschreibt, „wie der Ludwigstein an Christoff Hülsing gekommen ist“; ein Konvolut von 21 Stücken betrifft seinen Streit mit dem Landgrafen. Er schreibt wegen der Gehölze im Amt Ludwigstein, Bauern klagen in zehn Artikeln über ihn, und 1567 wird die Abschrift seines Lehnbriefs erbeten.
- Bd. 2, S. 890 Lesetext — Ludwigstein
- Bd. 2, S. 955 Lesetext — Konvolut 21 Stück
- Bd. 2, S. 980 Lesetext — Klagen der Bauern
- Bd. 2, S. 1021 Lesetext — Lehnbrief 1567
Berthold Kempf
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Beamter des Salzwerks zu Sooden · Zeit: belegt 1552–1576 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Unterschreibt 1552 mit Becker, Rhenanus, Bartholomäus und Homberg die Verordnung, dass man trotz des Visitators nach der Sonntagspredigt arbeiten dürfe; 1562 schlägt er mit Rhenanus eine Erhöhung des Holzhandels vor und schreibt wegen Hans Wetzels und der kupfernen Platten. 1576 vertritt er den Landvogt beim Probewerk. Sein Amt wird nicht genannt.
- Bd. 2, S. 958 Lesetext — Schreiben wegen Wetzel
- Bd. 2, S. 967 Lesetext — Vorschlag zum Holzhandel 1562
- Bd. 2, S. 990 Lesetext — Unterschrift 1552
- Bd. 2, S. 1030 Lesetext — Probewerk 1576
Sigmund Kirchmeier
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Beamter zu Sooden · Zeit: belegt 1562 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Unterzeichnet 1562 mit Rhenanus, Gercke, Kempf und Homberg den Vorschlag zur Erhöhung des Holzhandels.
- Bd. 2, S. 967 Lesetext — Vorschlag zum Holzhandel
Hans Kremer
Varianten: Kremer HansGruppe: Handwerker und Werkmeister · Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Unterbrunnenmeister (Solemeister), geschworener Schätzer · Zeit: belegt 1550–1552 (Bd. 1) · belegt 1550 (Bd. 2) · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1 und 21550 als „Kremer Hans“ einer der acht geschworenen Schätzer mit acht zugeordneten Siedehäusern, 1551 unter den dreizehn Schätzern. Die Ordnung von 1552 nennt ihn als Unterbrunnenmeister oder Solemeister: Er hat die Vorratskumpen, Kufen und Tröge „friedlich mit Sole“ zu füllen und darf keinen Sieder bevorzugen.
- Bd. 1, S. 821 Lesetext — Als Solemeister, 1552
- Bd. 1, S. 828 Lesetext — Schätzerliste 1550
- Bd. 1, S. 834 Lesetext — Schätzerliste 1551
- Bd. 2, S. 311 Lesetext — Aussage über die Siedezeiten
- Bd. 2, S. 382 Lesetext — In der Schätzerliste
Jost Meicher
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Führer des Brennregisters · Zeit: belegt 1568 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 21568 zum Brennregister bestellt; dem bisher damit betrauten „Wentzel“ sollen die 20 Gulden gleichwohl weiter gezahlt werden.
- Bd. 3, S. 13 Lesetext — Bestellung zum Brennregister
Johann Mölz
Varianten: Johann MötzGruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Opfermann zu den Siedehäusern, Gegenschreiber, Schätzer · Zeit: belegt 1550–1552 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 11550 als „Opfermann Johann Mötz“ Schätzer für acht Siedehäuser; 1552 als „Opfermann zu den Siedehäusern“ zum dritten Gegenschreiber neben Schätzer- und Salzmesseramt verordnet. Der Opfermann (Küster) gehörte damit zum Kontrollsystem des Werks.
- Bd. 1, S. 809 Lesetext — Dritter Gegenschreiber, 1552
- Bd. 1, S. 826 Lesetext — Schätzerliste 1550
Wilhelm Pfeilsticker
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Gewesener Salzfaktor · Zeit: belegt 1568 · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Bleibt 1568 „anderthalb Pfannen Salz und sechzehn halbe Fuder“ schuldig.
- Bd. 3, S. 14 Lesetext — Schuldenvermerk
Hermann Pflandt
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Schultheiß zu Sooden · Zeit: belegt 1539 · Ort: Sooden · Zuordnung: wahrscheinlich · Quelle: Band 1Unterzeichnet am 16. Oktober 1539 mit Schöffen und Gemeinde die Supplikation für den Kotenknecht Diezel Chürling. Die Lesung des Namens ist in der Übersetzung mit Fragezeichen versehen.
- Bd. 1, S. 393 Lesetext — Unterschrift unter der Supplikation
Jakob Schröder
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Schultheiß · Zeit: belegt 1553 · Ort: Allendorf · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1Unterzeichnet als Schultheiß neben Pistoris, Schuldt, Bartholomäus und Homberg die Verordnung vom 14. April 1553.
- Bd. 1, S. 843 Lesetext — Unterschrift 1553
Johann Schwalbach
Varianten: SchwalbachGruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Erster Holzvogt zu Sooden · Zeit: belegt 1540 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Im Archivverzeichnis als „Schwalbachs, des ersten Holzvogts zu Sooden“ Holzrechnung von 1540 verzeichnet; er schreibt 1540 mit Johann Bartholomäus an Kanzler Feige.
- Bd. 2, S. 907 Lesetext — Holzrechnung 1540
- Bd. 2, S. 908 Lesetext — Schreiben an Feige
Johann Sille
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Vermesser · Zeit: belegt um 1559 · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Hat den ganzen Langenberg vermessen; die Vermessung liegt im Konvolut zum Vertrag mit denen von Hundelshausen.
- Bd. 2, S. 911 Lesetext — Vermessung des Langenbergs
Christoph Tromberg
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Holzvogt zu den Siedehäusern · Zeit: im Amt seit 1541, belegt 1552 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1Die Regierungsordnung von 1552 bestätigt ihn als Holzvogt: „er hat es vom Jahr 41 bis hierher verwaltet“. Er verwahrt das geflößte Scheitholz, lässt es mit dem eisernen Maß messen, verkauft die Klafter an die Siedemeister und muss ein halbes Schiff oder einen Kahn halten; dafür erhält er zehn Gulden im Jahr.
- Bd. 1, S. 803 Lesetext — Bestätigung im Holzvogtamt, 1552
Namenslisten für die Familienforschung
An etlichen Stellen zählt die Salzbibel Dutzende von Namen auf einmal auf — Bürgen, Unterzeichner, Kommissionen, die vereidigten Schätzer mit ihren Siedern. Solche Listen sind für die Familienforschung oft wertvoller als jeder Einzeleintrag, weil sie einen ganzen Ort zu einem Datum zeigen. Sie sind hier nicht Person für Person aufgelöst, sondern als Fundstellen verzeichnet: mit Titel, Seiten und einer Beschreibung, welche Familien vorkommen. Wer einen Namen sucht, sollte diese Seiten im Faksimile aufschlagen und dabei mit Schreibvarianten rechnen — Hilwig und Hilm, Corey und Chorey, Nidernstein und Niedenstein meinen dieselben Leute.
- Bürgen der Location von 1540 Bd. 2, S. 28, 30 (Seiten 28–30) · im Lesetext
Die Grafen zu Solms, Wittgenstein, Waldeck und der Edelherr zu Plesse, dazu je fünfundzwanzig Adlige und Städte des Nieder- und Oberfürstentums als Bürgen und Selbstschuldner Landgraf Philipps: von der Malsburg, Schenck zu Schweinsberg, von Wallenstein, von Hundelshausen, von Baumbach, Meysenbug, von Bodenhausen, Diede, von Griffte, von Berlepsch, Keudel, von Boyneburg, von Kolmatsch, Riedesel, Rau, von Breidenbach, Hund, Schleier, von Weitershausen, von Lauterbach, von Dörnberg, von Rückershausen, von Leutenstein, jeweils mit Amt.
- Bürgen der Bestätigung von 1586 Bd. 2, S. 45, 47 (Seiten 45–47) · im Lesetext
Grafen zu Solms, Wittgenstein und Waldeck; Statthalter Eckbrecht von der Malsburg, Erbmarschall Georg Riedesel, Landvogt Johann Meysenbug und weitere Adlige und Beamte beider Fürstentümer (von Berlepsch, Guden, von Boyneburg, von Dörnberg, von Schachten, Diede, von Pappenheim, von Bergen, von Hundelshausen, vom Cram, Rau, Schutzbar genannt Milchling, von Linsingen, Clauer, Schenck, Döring, vom Scheuerschloss, von der Rabenau, von Breidenbach, Lewenstein) sowie 24 Städte.
- Beteiligte am Brunnenbau von 1489 Bd. 2, S. 51, 63 (Seiten 51–63) · im Lesetext
Widmungsempfänger Geyselers (Junker, Bürgermeister, Salzgraf), die Unterhändler des Kerbzettels vom Dezember 1489, Hofbesitzer in Sooden (Huschenbeck, Gunteram, Beltzer) und die acht aus den Pfännern gewählten Baumeister: Hanemann, Rueland, Wolfferam, Casselmann, Lawir, Breule, Gundelach, Geyseler.
- Teilnehmer der Beratungen 1547 Bd. 2, S. 111, 116 (Seiten 111–116) · im Lesetext
Beamte des Landgrafen und Verordnete der Pfänner bei den Verhandlungen zu Kassel (11. Juli 1547) und Allendorf (1. September 1547); die Pfännerliste vom 1. September nennt u. a. von Bischhausen, von Eschwege, Löber, Freundt, Schaffnit, Nidernstein, Casselmann, Meuth, Meinhardt, Chorey, Ruland, Gauwler, Möller, Jordan, Wallis.
- Unterschriften des Abschieds vom 22. Januar 1548 Bd. 2, S. 178 · im Lesetext
Landvogt, Salzgrafen, Rentmeister, Statthalter, Räte und die Pfänner Riedenstein, Schaffnit, Wiegenrodt, Meuth, Corey, Teichmann.
- Kommission und Pfännerausschuss vom Februar 1550 Bd. 2, S. 242, 256 (Seiten 242–256) · im Lesetext
Räte, Beamte, Werkleute (aus Ziegenhain und Abterode) und der zehnköpfige Ausschuss der Pfänner bei der Besichtigung am 5./6. Februar 1550, mit den Unterschriften des Abschieds auf S. 255–256.
- Geschworene Schätzer, Sodemeister und Bothe 1550 Bd. 2, S. 377, 382 (Seiten 377–382) · im Lesetext
Die zehn im Oktober 1550 vereidigten Salzmesser (Schätzer) und die ihnen zugeordneten Sodemeister bzw. Bothe, rund neunzig Namen der Sooder Siederfamilien: Grunewald, Urber, Hilwig, Schimpf, Jener, Sperber, Burckhardt, Köler, Gill, Seltzer, Kell, Beutler, Ludwig, Schmidt, Mentze, Scheuffeler, Ties, Roth, Deinhardt, Marschalck, Muschelmann, Klinckerfus, Rubig, Windaus, Gilm, Steffan, Schweitzer, Behr, Peter, Wolff, Landgraf, Schossers, Clarich, Strube, Kremer, Mönch, Spor, Schlem, Hill, Rotfuß, Haderheintz, Solgraben, Bartel, Franck — auch einige Frauen (Anna Gilm, Gertraud Hilm, Anna Schossers).
- Unterschriften der Abschiede von 1551 Bd. 2, S. 393, 421 (Seiten 393–421) · im Lesetext
Beamte und Pfänner unter den Abschieden vom 5. Mai und 20. Juli 1551 (Becker, Bartholomäus, Homberg, Schaffnit, Niedenstein, Nuland, Iring, Thuldt, Waldis, Boyneburg, Hundelshausen, Nordeck, Schuldt, Thorey).
- Kursächsische Kommission 1569 Bd. 2, S. 762, 778 (Seiten 762–778) · im Lesetext
Unterzeichner der Gutachten über Auleben und Artern: von Ebeleben, Rhenanus, Schönleben, Flicke.
- Archivverzeichnis (Miszellen) Bd. 2, S. 885, 1032 (Seiten 885–1032) · im Lesetext
Das Verzeichnis der bei Rhenanus liegenden Akten nennt in Regestenform Hunderte Absender und Empfänger von Briefen 1538–1580 — Beamte, Pfänner, Handwerker, Städte und Fürsten. Nur die Personen mit erkennbarer Funktion sind oben einzeln erfasst; weitere Namen (z. B. Hans Gill, Hans Preusser, Claus Appell, Peter von Beyneburg, Kilian Witting, Philipp Thue, Paul Kremer, Adam Arnfeld, Tonges Müller, Hermann von Uffeln, Berthold von Uffern, Wolff Deuchell, Hans Ziegel, Jochim Gittel) sind dort über die Seitenangaben auffindbar.
- Gewünschte Beisitzer der Landstände 1539 Bd. 2, S. 962 · im Lesetext
Von den Pfännern erbetene Beisitzer: Friedrich Trott, Ewald Baumbach (Lizentiat), Adolf Rau; Johann Laube (Homberg), Johann Blankenheim (Marburg), Heinrich Goldschmied (Eschwege), Bürgermeister.
- Ausschuss der Pfänner 1540 Bd. 2, S. 973 · im Lesetext
Werner Trott, Ernst von Bischoffshausen, Georg Frund, Johann Niedenstein, Gieseler Schwanflügel, Johann Schaffnit bei den Verhandlungen über die Location.
- Unterzeichner des sächsischen Flößpatents 1562 Bd. 2, S. 1023 · im Lesetext
Johann Friedrich der Mittlere, Kanzler D. Christianus Brugk, Christianus Harsach, die Notare Johannes Weyser und Johann Schelhase.
- Beauftragte des Steinkohlenschmelzens 1576 Bd. 2, S. 1026 · im Lesetext
Berghauptmann Hermann Schütz, Rhenanus, Georg Gerke, Georg Berk, Adam Arnfeld, Salm und Jacob Richter.
- Rechnungsabschied vom 23. Januar 1568 Bd. 3, S. 9, 23 (Seiten 9–23) · im Lesetext
Landesherrliche Entscheidungen zur Salzwerksrechnung; genannt werden Jost Meicher, Wentzel, Wilhelm Pfeilsticker, der Gegenschreiber Meier, Jörg Bock, Heinrich Ising und Christoph Hombergs Witwe.
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