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Salzbibel · Lesetext · 3. Appendix

Der dritte Appendix · S. 675–684

Hombergs Anfang · S. 675–684 · Bl. 336r–340v · Band 2

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Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Hombergs Anfang

S. 675–699 · Bl. 336r–348v · Bd. 2 · Zeitleiste: 3. Appendix

S. 675

Bl. 336rBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix

1

Der dritt Appendix. Special Probierbuch vff Saltzwerck Soden. Auch Christoff Hombergs seligen Probir Täfflein, wie viel Sohle Federzeit zu einer Pfann Saltzes gehöre, vnd sein bedenckenn der Sohl halbenn

Der Dritte Appendix. Besonderes Probierbuch für das Salzwerk Sooden. Auch des seligen Christoff Homberg Probiertäfelchen, wie viel Sole zu jeder Zeit auf eine Pfanne Salz gehört, und sein Bedenken wegen der Sole.

Aufnahme der Handschriftenseite Bd. 2, S. 675 (Bl. 336r)
Der dritte Appendix: das Probierbuch für das Salzwerk Sooden Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 675 · Digitalisat · Public Domain Mark 1.0

S. 676

Bl. 336vBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix

1

Der dritt Appendix. Zu wissenn Ein füder Allendorffisch mas, hatt —— 6 Ohm, oder — 720 quart Ein Ohm —— 120 quart, oder 20 virtell Ein Pfann gut trückenn1 Saltz soll wiegenn, —— 1240 ℔ Oder ein achttell2 —— 155 ℔ Pfundt —— 1240 Ein Pfann hatt Loth —— 39680 Quenten —— 158720.

Der Dritte Appendix. Zu wissen: Ein Fuder Allendorfer Maß hat —— 6 Ohm oder — 720 Quart. Ein Ohm —— 120 Quart oder 20 Viertel.

Eine Pfanne gutes trockenes Salz soll wiegen —— 1240 Pfund, oder ein Achtel —— 155 Pfund.

Eine Pfanne hat: Pfund —— 1240, Lot —— 39 680, Quentchen —— 158 720.

Unsichere Lesungen

  1. trückenn — Vokalzeichen unsicher (Z. 6)
  2. achttell — Lesung unsicher (Z. 8)
  3. din Rechn. — Marginalie, Abkürzungen unsicher (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)

S. 677

Bl. 337rBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix

1

Der dritt Appendix. Christoffs Hombergs seligenn bedencken der Sohle wegen Ob wohl die Bodermeister vnn1[?] Bodenn sagenn, Je trockener die zeit, Je besser all Bodenn die sohle sey, So hab ich doch, Nach dem ich Anno c[?] 49. anngefanngenn, vnnd die Sohle mit der kleinen Prob zu probiren gelernet, vnnd dieser sachenn vnnd wie sich der Brunnenn in seinem quellenn erzeigt, auch annderer nebenn wahrzeichenn mehr achtung genommenn, mit der zeit gar das wieder spiel fundenn, Vnnd kann nit annderst sagenn, denn Je nesser Jar, Je besser vnnd mehr Sohlenn ist, sonnderlich im Frueling, Darentkegenn Je trockener Jar sein, Je geringer vnnd weniger der Sohlenn wirdt, sonnderlich im Herbst, vnnd vmb Martini

Der Dritte Appendix. Des seligen Christoff Homberg Bedenken wegen der Sole.

Obwohl die Bodemeister in Sooden sagen, je trockener die Zeit sei, desto besser sei die Sole in allen Bothen, so habe ich doch, nachdem ich Anno 49 angefangen habe und gelernt habe, die Sole mit der kleinen Probe zu prüfen, und auf diese Sache und darauf, wie sich der Brunnen in seinem Quellen zeigt, sowie auf andere Wahrzeichen mehr achtgegeben habe, mit der Zeit gerade das Gegenteil gefunden.

Und ich kann nicht anders sagen, als: je nasser das Jahr, desto besser und mehr Sole ist da, besonders im Frühling; dagegen: je trockener die Jahre sind, desto geringer und weniger wird die Sole, besonders im Herbst und um Martini.

Unsichere Lesungen

  1. vnn — Kürzel, evtl. vnnd (Z. 4)
  2. Anno c 49. — Kürzel zwischen Anno und 49 (Z. 6) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)

S. 678

Bl. 337vBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der drit Appendix

1

Der drit Appendix. Probir Täfflein durch Christoff Hombergk seligenn gestellet, darinnenn befunden wirdt, wieviel Sohle Federtzeit zu einer gantzen Pfann Saltzes gehöret, wenn in der kleinen Prob ein Quart heltet. So kompt vff ein Pfann

Der Dritte Appendix. Probiertäfelchen, vom seligen Christoff Homberg aufgestellt, worin sich findet, wie viel Sole zu jeder Zeit auf eine ganze Pfanne Salz gehört. Wenn in der kleinen Probe ein Quart hält —, so kommt auf eine Pfanne —.

Tabelle der Handschrift, S. 678 — Unlinierte Spaltentabelle; Werte in Federzeichen. Nach jeder Quenten-Angabe ein waagerechter Füllstrich bis zur Füder-Spalte; die halben Quenten-Zeilen sind ohne Werte (nur Strich). Zwischen dem 3-Lot- und dem 4-Lot-Block steht die Zwischenzeile 'So kompt vff ein Pfann' (Zeile 8). Brüche als 'ganze Zaehler/Nenner'. Untere Seitenhälfte leer.
LotQuentenFüderOhmQuarten
301746 2/3
31/217397 3/5
3116589 3/13
31 1/2
3215457 1/7
32 1/2
3314421 1/3
33 1/2
So kompt vff ein Pfann
4013480
41/2
4112596 8/17
41 1/2
4212156 7/9
42 1/2
4311.373 13/19
43 1/2

S. 679

Bl. 338rBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)tabelle

Der dritt Appendix

1

Der dritt Appendix. So kömpt vff ein Pfann

Der Dritte Appendix. So kommt auf eine Pfanne —.

Tabelle der Handschrift, S. 679 — Fortsetzung des Probir-Täffleins (5 und 6 Lot), unliniert; nach jeder Quenten-Angabe ein Füllstrich, halbe Quenten ohne Werte. Zwischenzeile 'So kömpt vff ein Pfann' (Zeile 8). Brüche als 'ganze Zaehler/Nenner'; '118 2/21' in der Vorlage mit Abstand '1 18'. Untere Seitenhälfte leer.
LotQuentenFüderOhmQuarten
5011016
51/2
51102118 2/21
51 1/2
5210014 6/11
52 1/2
539360 20/23
53 1/2
So kömpt vff ein Pfann
609113 1/3
61/2
6184108 20/25
61 1/2
6282104 8/13
62 1/2
6380108 14/27
63 1/2

Unsichere Lesungen

  1. 118 2/21 — Tabelle Z.2, Schreibung '1 18' (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)

S. 680

Bl. 338vBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix

1

Der dritt Appendix Wenn ein Quart heltet. So kömpt vf ein Pfan Nota. Was die halbenn Quentenn sein stehet in Christoffer Hombergs nicht, also auch die zugethanenn Brüche, Hab ich hinbey gesezt, Nõ:1[?] aus einem alten Zittell Ch: Hombergs geschrieben, Anno c[?] 48 vf Nicolai hat ein Quart Sohle gehaltenn —— 3 1/2 loth,

Der Dritte Appendix. Wenn ein Quart hält —, so kommt auf eine Pfanne —.

Anmerkung: Was die halben Quentchen sind, steht bei Christoff Homberg nicht; ebenso die hinzugefügten Brüche — die habe ich hinzugesetzt.

Anmerkung: Aus einem alten Zettel Christoff Hombergs, geschrieben Anno 48: Auf Nikolai hat ein Quart Sole gehalten —— 3½ Lot.

Tabelle der Handschrift, S. 680 — Schluss des Probir-Täffleins (7 Lot, 8 Lot), unliniert; Füllstriche nach der Quenten-Angabe, halbe Quenten ohne Werte. Die Zwischenzeile 'So kömpt vf ein Pfan' steht hier klein auf dem Füllstrich der Zeile 7 Lot / 2 Quenten (Zeile 4). Brüche als 'ganze Zaehler/Nenner'.
LotQuentenFüderOhmQuarten
707528 4/7
71/2
717373 3/29
71 1/2
72 So kömpt vf ein Pfan7210 2/3
72 1/2
737080
73 1/2
806540

Unsichere Lesungen

  1. Nõ: — Kürzel, wohl Nota (Z. 8)
  2. Anno c 48 — Kürzel zwischen Anno und 48 (Z. 9) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)

S. 681

Bl. 339rBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix

1

Der dritt Appendix Anno c[?] 49. 3 lot 3 quenten Mitwochen nach Conuersionis Pauli 4 lot 2 quenten den 18 } Februarij.2 5 lot den 28 } Nota. Wann j quart 5 lot saltzes gibt, so ist ebenn das 18 lot ann sohle saltz, oder das —— 18 theil gut, Kleine Saltzprobenn durch Christoff Hombergk seligenn Anno 1549. Das Jar ist gesottenn —— 4692 Pfann, Vmb Osternn hat ein quart gehaltenn —— 4 Lot, Im Herbst nach Martini, als die Sohle am aller schwechstenn gewesenn —— 3 Lot j quent Nota. Was aber die Sohle vor diesem, ehe dann mein gl. f. vnnd herr, Jm die Bodenn gebauwet, vnd bis vff dis — 49. Jar gehaltenn, ist vnwißendt, Es hettens denn die Pfenner vfgeschriebenn,

Der Dritte Appendix. Anno 49: 3 Lot 3 Quentchen am Mittwoch nach Conversionis Pauli; 4 Lot 2 Quentchen den 18. Februar; 5 Lot den 28.

Anmerkung: Wenn 1 Quart 5 Lot Salz gibt, so ist eben das 18. Lot an Sole Salz, oder der 18. Teil ist gut.

Kleine Salzproben durch den seligen Christoff Homberg, Anno 1549. In diesem Jahr sind gesotten worden —— 4692 Pfannen. Um Ostern hat ein Quart gehalten —— 4 Lot; im Herbst nach Martini, als die Sole am allerschwächsten gewesen ist —— 3 Lot 1 Quentchen.

Anmerkung: Was aber die Sole vor dieser Zeit gehalten hat, ehe mein gnädiger Fürst und Herr die Bothe gebaut hat, und bis auf dieses Jahr 49, ist unbekannt; es hätten es denn die Pfänner aufgeschrieben.

Unsichere Lesungen

  1. Anno c 49. — Kürzel zwischen Anno und 49 (Z. 2) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
  2. Februarij. — Klammer fasst Z.4-5 zusammen (Z. 4)
  3. N3 — Marginalie, Lesung unsicher (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)

S. 682

Bl. 339vBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix

1

Der dritt Appendix. Anno 1550. Gesottenn — 5638 pfan. Im Bronnenn baw, als die altenn geternne1 vnnd fastung des Bronnens ausgenommenn, der Platz gereumet, die gutenn adernn zusammen brachtt, vnd das wilde wasser besonnders Inns gewelbe gehalten wardt, abzufliessenn, Hat vf Visitationis Mariæ den 2 Julij ein quart gehaltenn —— 6. lot, Nota. Vnnd ist diß die zeit darin die Bödermeister die Sohle am bestenn gewesenn zusein lobenn, aber damahls war noch nicht geordnet, das das Saltz durch Böste2 muste gemessenn werdenn,

Der Dritte Appendix. Anno 1550: gesotten — 5638 Pfannen.

Beim Brunnenbau, als die alten Gerinne und die Fassung des Brunnens herausgenommen, der Platz geräumt, die guten Adern zusammengebracht und das wilde Wasser gesondert ins Gewölbe zum Abfließen gehalten wurde, hat auf Visitationis Mariae, den 2. Juli, ein Quart gehalten —— 6 Lot.

Anmerkung: Und dies ist die Zeit, von der die Bodemeister rühmen, die Sole sei damals am besten gewesen; damals aber war noch nicht angeordnet, dass das Salz durch Roste gemessen werden musste.

Unsichere Lesungen

  1. geternne — Lesung unsicher (Z. 3)
  2. Böste — Lesung unsicher (Z. 14)

S. 683

Bl. 340rBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix

1

Der dritt Appendix. Anno 1551. Gesottenn —— 5785 Pfann, Ein quart Sohle hat gehaltenn 7 Lot vmb Osternn. War die Werra flutig gewesen. 6 Lot j quent den 21 Julij Im Herbst ist die Werra flutigk gewesenn, Deshalb nicht Probirt wordenn, Anno 1552 Gesottenn —— 6254 Pfann 7 Lot vmb Osternn 5 1/2 Lot im Herbst. War ein trockenn zeitt Nota. Dis Jar ist geordnet, das das saltz durch die Böste1 muste gemessenn werdenn, darumb sich der Bödermeister klagenn vber die Borngebeuw2 wieder anngefanngen,

Der Dritte Appendix. Anno 1551: gesotten —— 5785 Pfannen. Ein Quart Sole hat gehalten 7 Lot um Ostern — die Werra war Hochwasser gewesen; 6 Lot 1 Quentchen den 21. Juli. Im Herbst ist die Werra Hochwasser gewesen, deshalb ist nicht geprobt worden.

Anno 1552: gesotten —— 6254 Pfannen. 7 Lot um Ostern, 5½ Lot im Herbst — es war eine trockene Zeit.

Anmerkung: In diesem Jahr ist angeordnet worden, dass das Salz durch die Roste gemessen werden musste; darum haben die Bodemeister wieder angefangen, sich über die Brunnenbauten zu beklagen.

Unsichere Lesungen

  1. Böste — Lesung unsicher (Z. 14)
  2. Borngebeuw — Lesung unsicher (Z. 16)

S. 684

Bl. 340vBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix

1

Der dritt Appendix Anno 1553. Gesotten — 6460 pfan. 7 Lot vmb Osternn 5 1/2 Lot Im Herbst Anno 1554 Gesotten 6151 Pfan. Dis Jar seindt beide im winter vnnd Sommer wenig flute gewesenn, 6 Lot j quent vmb Osternn 5 Lot j quent im Herbst, War trocken zeit. Anno 1555 Gesotten 5980 Pfan 7 Lot j q1[?] vmb Osternn Ist ein naß Jar gewesenn, deshalb sich die Sohle wohl gehaltenn, vnnd nicht weitter probirt wordenn, Anno 1556. Gesotten — 6767 Pfan. 7 1/2 Lot vmb Osternn, ( ist viel gewessers2 gewesen. 5 1/2 Lot Im Herbst ( Ist ein trockener Sommer gefolgt,

Der Dritte Appendix. Anno 1553: gesotten — 6460 Pfannen. 7 Lot um Ostern, 5½ Lot im Herbst.

Anno 1554: gesotten 6151 Pfannen. In diesem Jahr sind sowohl im Winter als auch im Sommer wenig Hochwasser gewesen. 6 Lot 1 Quentchen um Ostern, 5 Lot 1 Quentchen im Herbst — es war trockene Zeit.

Anno 1555: gesotten 5980 Pfannen. 7 Lot 1 Quentchen um Ostern. Es ist ein nasses Jahr gewesen, deshalb hat sich die Sole gut gehalten, und es ist nicht weiter geprobt worden.

Anno 1556: gesotten — 6767 Pfannen. 7½ Lot um Ostern — es ist viel Gewässer gewesen; 5½ Lot im Herbst — es ist ein trockener Sommer gefolgt.

Unsichere Lesungen

  1. j q — Kürzel für quent (Z. 11)
  2. gewessers — Lesung unsicher (Z. 16)

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