Salzbibel · Lesetext · 5. Buch
Das fünfte Buch · S. 301–310
Das Bautagebuch 1550/51 · S. 301–310 · Bl. 149r–153v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Das Bautagebuch 1550/51
S. 278–439 · Bl. 138r–218r · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch
S. 301
Bl. 149rBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)Vnnd soll das Senncken zwischenn hie vnnd Donnerstags geschehenn, dabey sollenn sein Johann Nordeck1[?], Valtin Schuldt, Scheltpach, Wiedennstein2[?], Thias Thorey, vnnd Gall Richtter, Vnnd sollenn die verordenntenn nehist Donnerstags aller wieder zum Bodenn bey einannder sein, Montags den 16.
Und das Senken soll zwischen heute und Donnerstag geschehen; dabei sollen sein: Johann Nordeck, Valtin Schuldt, Scheltpach, Wiedenstein, Thias Thorey und Gall Richter. Und die Verordneten sollen am nächsten Donnerstag alle wieder zu Sooden beisammen sein. Montag, den 16.,
dinstags den 17. } Junij Mitwochenn den 18. Habenn die Senncker vom Bergkwergk, auswenndig der altenn fassung in der abzucht, vnter dem drittenn Lichtloch zugesenckt, vnnd stehet die alte fassung sehr tieff, Habenn aber des Verrwassers3[?] halbenn nit vnter sich kommenn könnenn, Darumb ist solcher Schacht wieder zugefult, darnach habenn sie allenn Schlam vf den Kreß oder gries vmb den Saltzbronn zwischenn der altenn fassung vnnd dem Saltzbronn ausgehaspelt.
Dienstag, den 17., Mittwoch, den 18. Juni haben die Senker vom Bergwerk außerhalb der alten Fassung in der Abzucht unter dem dritten Lichtloch eingesenkt, und die alte Fassung steht sehr tief. Sie haben aber des Zuwassers wegen nicht nach unten kommen können; darum ist dieser Schacht wieder zugefüllt worden. Danach haben sie allen Schlamm auf dem Kies oder Gries um den Salzbrunnen zwischen der alten Fassung und dem Salzbrunnen ausgehaspelt.
Unsichere Lesungen
- Nordeck — Name, Anfangsbuchstabe unsicher (Z. 2)
- Wiedennstein — Anfangsbuchstabe W/R unsicher (Z. 3)
- Verrwassers — Wort unklar (Z. 13)
S. 302
Bl. 149vBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)Da hat mann die Wilde Wasserquell oder ader benebenn dem Saltzbronn gegenn dem drittenn Lichtloch starck fundenn, Vnnd damit die vom Saltzbronn bracht vnnd abgesondert wurde, Hat mann ann der Wilden quell her starck Bolenn in einannder gespundt funff schue tieff Inrammenn lassenn, also das dieselbe quelle allein fleust, wirdt mann furter besser fassenn, das die mit zu den gutenn adernn in Saltzbronn kommen kann, Donnerstags den 19.
Da hat man die wilde Wasserquelle oder -ader neben dem Salzbrunnen gegen das dritte Lichtloch stark vorgefunden. Und damit sie vom Salzbrunnen weggebracht und abgesondert würde, hat man an der wilden Quelle entlang starke Bohlen ineinander gespundet fünf Schuh tief einrammen lassen, so dass diese Quelle für sich allein fließt. Man wird sie weiterhin besser fassen, damit sie mit zu den guten Adern in den Salzbrunnen kommen kann. Donnerstag, den 19.
Junij Ist der Saltzbronn geöst1, vnd hat mann gesehenn, dieweil die wilde quell gesondert das der Zuflus im fasse des Saltzbronns nit so starck wie zuvor gewesenn, Vnnd seindt die verordenten heut wieder beyeinander annkommenn zum Bodenn, Freytags den 20.
Juni, ist der Salzbrunnen leergeschöpft worden, und man hat gesehen: weil die wilde Quelle abgesondert ist, war der Zufluss im Fass des Salzbrunnens nicht mehr so stark wie zuvor. Und die Verordneten sind heute wieder zu Sooden beisammen eingetroffen. Freitag, den 20.
Junij ist geschlossenn, das der Zimmermann die neue fassung weitter machenn, vnd noch vier Seulenn, zu den sechzehenn seuln Inschiessen soll, also reicht dieselbige fassung vf vier schue nahe ann die alte fassung, vnnd soll die abezucht
Juni, ist beschlossen worden, dass der Zimmermann die neue Fassung weiter machen und noch vier Säulen zu den sechzehn Säulen einschießen soll; so reicht diese Fassung bis auf vier Schuh nahe an die alte Fassung heran. Und die Abzucht soll
Unsichere Lesungen
- geöst — Lesung unsicher (Z. 10)
S. 303
Bl. 150rBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)darzwischenn Inn den vier schuenn weit gerings Innwenndigk vmbher gehenn, Sambstags den 21 Junij hat der Zimmermann die abreissung gemacht, wie das werck gefast werdenn soll, das er dann also fertigenn soll, Vnnd mögenn die verordenntenn zu Hause ziehenn, bis das sie wieder beschriebenn werdenn, Vnnd soll Lichtenaw Sechzigk wagenn holtz, Vnnd Beylstein1 vierzigk Krombling2[?] furenn, Diese wochenn seindt gesottenn ——— 122 werck Vnnd habenn die Böder bekanndt, das sie in sechzehen stundenn zulassenn vnnd Saltz machenn, Wie wir das warhafftig fundenn habenn, Sonntags den 22 Montags den 23.
dazwischen in den vier Schuh Breite ringsum innen herumgehen. Samstag, den 21. Juni, hat der Zimmermann den Riss angefertigt, wie das Werk gefasst werden soll; das soll er dann so ausführen. Und die Verordneten mögen nach Hause ziehen, bis sie wieder beschieden werden. Und Lichtenau soll sechzig Wagen Holz und Beilstein vierzig Krümmlinge fahren.
Diese Woche sind gesotten worden ——— 122 Werk. Und die Boder haben eingeräumt, dass sie in sechzehn Stunden ablassen und Salz machen, wie wir das wahrhaftig befunden haben.
Sonntag, den 22., Montag, den 23.,
dinstags den 24 Mitwochenn 25 } Junij Zimmerleut vnd thonDonnerstags 26 greber habenn Ire arbeit Freytags 27 zufertigen fortgefahren, Sambstags 28
Dienstag, den 24., Mittwoch, den 25., Donnerstag, den 26., Freitag, den 27., Samstag, den 28. Juni: Zimmerleute und Tongräber haben mit ihrer Arbeit fortgefahren.
Unsichere Lesungen
- Beylstein — Ortsname, Schreibung unsicher (Z. 8)
- Krombling — Wort unklar (Z. 9)
S. 304
Bl. 150vBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)Diese wochenn seindt gesottenn ——— 124 werck, Sonntags den 29 } Junij Montags den 30. dinstags den 1 Mitwochenn den 2 } Julij Zimmerleut vnd thonDonnerstags den 3 greber gearbeit vnnd Freytags den 4.
Diese Woche sind gesotten worden ——— 124 Werk. Sonntag, den 29., Montag, den 30. Juni, Dienstag, den 1., Mittwoch, den 2., Donnerstag, den 3., Freitag, den 4.
Ire arbeit alle fertig geSambstags den 5 macht, Diese wochenn seindt gesottenn ——— 128 werck, Vnnd ist den erstenn Julij gelegennheit des Saltzwercks vnnserm gnedigenn furstenn vnd herrnn annzutragenn1, Reinhardt Abeln2 Pfennigmeisternn Bericht geschehenn, also.
und Samstag, den 5. Juli haben Zimmerleute und Tongräber gearbeitet und ihre Arbeit ganz fertiggestellt. Diese Woche sind gesotten worden ——— 128 Werk.
Und am ersten Juli ist an Reinhard Abel, den Pfennigmeister, folgendermaßen berichtet worden, um unserem gnädigen Fürsten und Herrn den Stand des Salzwerks vorzutragen:
Mein freundtlich dienst, vnnd alles guts zuvor Erbar vnnd achtpar besonnders guter freundt, Euer mir Jungst gethann schreibenn, am dato den 143 Aprilis des Jars haltenndt, das Saltzwerck betreffenndt, Hab ich alles Innhalts verlesenn, vnnd ist vermöge derselbigenn Johann Nordeck4[?] am Mülewerck
Meinen freundlichen Dienst und alles Gute zuvor, ehrbarer und achtbarer, besonders guter Freund. Euer mir jüngst zugegangenes Schreiben vom 14. April dieses Jahres, das Salzwerk betreffend, habe ich seinem ganzen Inhalt nach gelesen. Und ihm gemäß ist Johann Nordeck an des Mühlenwerks
Unsichere Lesungen
- annzutragenn — Endung abgekürzt (Z. 11)
- Abeln — Name unsicher (Z. 12)
- 14 — Zahl unsicher (Z. 16)
- Nordeck — Name unsicher (Z. 19)
S. 305
Bl. 151rBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)seligenn stadt, aber Itzo erst in acht tagenn, vf mein stetigs annhaltenn, vf ewer schrifft verordenet, wirdt vnnbeschwert sein, allenn muglichenn vleis annzukerenn, Vnnd damit Mein gnediger furst vnnd herr wiße, wie es Itzo mit dem Baw am Saltzbronn stehe, So will Ich Euch nit verhaltenn, das vonn wegenn Sfgl.
seligen Stelle gesetzt worden, aber erst jetzt vor acht Tagen, auf mein beständiges Drängen und auf Euer Schreiben hin; er wird unbeschwert allen möglichen Fleiß aufwenden.
Und damit mein gnädiger Fürst und Herr wisse, wie es jetzt mit dem Bau am Salzbrunnen steht, will ich Euch nicht verhalten, dass von wegen Seiner Fürstlichen Gnaden
Zu solchenn Baw Hermann vonn Hundelshausenn, Johan Nordeck1[?] vnnd Valtin Schuldt, nebenn mir, vnnd dan etliche vonn der Pfenner wegenn verordennt sein, Habenn nun darann Inn die zehennde wochenn arbeiten lassenn, vnnd Gott lob den schadenn fundenn, das ein starcke quell vnnd wilde wasser ader vnnder dem Sam2[?] Inn Saltzbronn gebrochenn, die habenn wir abgesondert, Vnnd da die Böder vormahls dreyssigk stunde ann einer Pfann Saltz gesottenn, da siedenn sie Itzo nit lennger denn Sechzehenn stundt, vnnd hoffen noch mehr besserung, Wirdt ein mercklichs ann holtz erspartenn, vnnd Zutragenn, zu dem habenn wir noch zehenn oder zwölff guter Saltzadernn im
zu diesem Bau Hermann von Hundelshausen, Johann Nordeck und Valtin Schuldt neben mir und dann etliche von wegen der Pfänner verordnet sind. Wir haben nun in die zehnte Woche daran arbeiten lassen und, Gott sei Lob, den Schaden gefunden: dass eine starke Quelle und wilde Wasserader unter dem Sammler in den Salzbrunnen gebrochen war; die haben wir abgesondert. Und wo die Boder vormals dreißig Stunden an einer Pfanne Salz gesotten haben, da sieden sie jetzt nicht länger als sechzehn Stunden, und wir hoffen noch auf weitere Besserung. Das wird eine merkliche Ersparnis an Holz eintragen. Dazu haben wir noch zehn oder zwölf gute Salzadern im
Unsichere Lesungen
- Nordeck — Name unsicher (Z. 9)
- Sam — Wort unklar (Z. 14)
S. 306
Bl. 151vBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)Sam1[?] fundenn, die vormahls im Saltzbronn nit gewesen sein, Vnnd werdenn die Zimmerleut, der wir Itzo achtzehenn ann der arbeit habenn, diese wochen fertigk, das wir alle gute Saltzadernn fassenn, vnnd die wilden quell davonn bringenn wöllenn, das Gott lob, nunmehr kein zweiuell oder gefahr darbey ist, dann wir wollenn mit Gottes hulff, Erger, besser, vnd nit vbell erger machenn, damit ihr auch Hochgedachtenn mein gnedigenn furstenn vnnd Hernn, dester besser berichtenn könnt, So schick ich euch Innliegennde abgerissenn, Wie die newe fassung gemacht, vnnd das alte fas ganntz hinwegk gethann werdenn soll, dann vnter den schwellenn des alten fasses quellenn die bestenn Saltzadernn, Vnnd habenn in vorigenn Zeitenn die altenn das Itzige fass darumb so enge gemacht, das vielleicht sie nitt mehr Sohl habenn wollenn, Was vhrsach ist leichtlich zuerachtenn, aber wir habenn im Erdreich, ein alte fassung, funffzehenn schue weidt, gerings vmb den Itzigenn Saltzbronn fundenn, da
Sammler gefunden, die vormals nicht im Salzbrunnen gewesen sind. Und die Zimmerleute, von denen wir jetzt achtzehn an der Arbeit haben, werden diese Woche fertig, so dass wir alle guten Salzadern fassen und die wilde Quelle davon abbringen wollen. Es ist, Gott sei Lob, nunmehr kein Zweifel oder Gefahr dabei, denn wir wollen mit Gottes Hilfe eher bessern und nicht verschlimmern.
Damit Ihr auch meinem hochgenannten gnädigen Fürsten und Herrn desto besser berichten könnt, schicke ich Euch beiliegend den Riss, wie die neue Fassung gemacht und das alte Fass ganz weggenommen werden soll; denn unter den Schwellen des alten Fasses quellen die besten Salzadern. Und in vorigen Zeiten haben die Alten das jetzige Fass deshalb so eng gemacht, weil sie vielleicht nicht mehr Sole haben wollten — aus welchem Grund, ist leicht zu erraten. Wir haben aber im Erdreich eine alte Fassung, fünfzehn Schuh weit, ringsum den jetzigen Salzbrunnen gefunden, von der
Unsichere Lesungen
- Sam — Wort unklar (Z. 1)
S. 307
Bl. 152rBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)vonn kein mennsch gewust, auch der Pfenner Buch davonn nichts meldet, das mann Itzo bessern grunde im Saltzbronn, vnnd darumb hero, dieweil wir solchs mit Pompenn haltenn vnnd ausösenn könnenn, trockenn gehenn könnenn, vnnd ist so gros siedenn Itzo in zeit des Baues als vor nie gewest, gemeinlich die wochenn Hundert vnnd etlich Pfannenn saltzes werdenn gesottenn, also das kein werck des Baues halben verseumpt wordenn, vnnd dieweil diese newe fassung nun vonn wegenn Sfgl.
kein Mensch gewusst hat und von der auch das Buch der Pfänner nichts meldet — so dass man jetzt besseren Grund im Salzbrunnen und ringsherum hat und, weil wir das mit Pumpen halten und ausschöpfen können, trocken gehen kann. Und es ist jetzt zur Zeit des Baus ein so großes Sieden wie nie zuvor: gemeinhin werden in der Woche hundert und etliche Pfannen Salz gesotten, so dass kein Werk des Baus wegen versäumt worden ist. Und weil diese neue Fassung nun von wegen Seiner Fürstlichen Gnaden
erbawet, vnnd besser dann zuvor gemacht wirdt, So könnenn nunmehr die Pfenner vnnd Ire nachkommenn, Sfgl.
errichtet und besser gemacht wird als zuvor, so können nunmehr die Pfänner und ihre Nachkommen desto weniger von Seiner Fürstlichen Gnaden
vnnd derselbenn Erbenn desto weniger heraus bringenn, Solches wolt ich euch vor ein gute botschafft, meinem gnedigenn furstenn vnnd herrnn annzuzeigenn, guter meinung nit verhaltenn, vnnd wolt Gott der almechtigk, das ihr mir wiederumb die erledigung Sfgl.
und deren Erben herausbringen. Dies wollte ich Euch als eine gute Botschaft, um sie meinem gnädigen Fürsten und Herrn anzuzeigen, in guter Meinung nicht verhalten; und wollte Gott der Allmächtige, dass Ihr mir wiederum auch von der Erledigung Seiner Fürstlichen Gnaden
auch schreibenn könttet, Will damit Sfgl. vnnd euch Gott dem almechtigenn bevohlenn habenn, mit wünschung aller glückseligen
schreiben könntet. Will damit Seine Fürstlichen Gnaden und Euch Gott dem Allmächtigen befohlen haben, mit Wünschung aller glückseligen
S. 308
Bl. 152vBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)wolfart, vnnd womit ich euch viel freundtschafft erzeigenn könnte, thart ihr mich geneigt vnnd gantz willigk, Datum Cassell den 1.1
Wohlfahrt; und worin ich Euch viel Freundschaft erweisen könnte, dazu findet Ihr mich geneigt und ganz willig. Gegeben zu Kassel, den 1.
Julij Anno 50. E. W.2 Jobst Berber3[?] vom Hombergk Saltzgreue zum Bodenn, An Reinhardt Abeln Pfennigmeisternn, Sonntags den Sechstenn Julij darauff nachvolgende anntwort Innkommenn, ann Johann Nordecken4[?], vnnd Jost Berbernn5[?], beide Saltzgreuenn zum Boden, Mein ganntz geflissenn, willig diennste, vnnd alles guts zuvornn, Hochachtparnn, Gunstige liebe Hern, Was ihr beide des Saltzbronns halbenn zu Allenndorff im Bodenn, mir geschriebenn, Hab Ich zu hanndenn bekommenn, vnnd alles meinem gnedigenn furstenn vnnd herrnn anngezeigt, darab dann Sfgl.
Juli Anno 50. Euer Würden Jobst Becker vom Homberg, Salzgraf zu Sooden. An Reinhard Abel, Pfennigmeister.
Sonntag, den siebten Juli, ist darauf die nachfolgende Antwort eingekommen, an Johann Nordeck und Jobst Becker, beide Salzgrafen zu Sooden:
Meine ganz geflissenen, willigen Dienste und alles Gute zuvor. Hochachtbare, günstige liebe Herren, was Ihr beide mir wegen des Salzbrunnens zu Allendorf in Sooden geschrieben habt, habe ich zu Händen bekommen und alles meinem gnädigen Fürsten und Herrn angezeigt; darüber sind Seine Fürstlichen Gnaden
nit wenig erfrewet wordenn, vnnd ist Sfgl. gnedigs begerenn, ihr wollet nachmahls gutenn vleis darbey annwenndenn, wie auch Sfgl.
nicht wenig erfreut worden. Und es ist Seiner Fürstlichen Gnaden gnädiges Begehren, Ihr wollet auch weiterhin guten Fleiß darauf verwenden, wie Seine Fürstlichen Gnaden
Unsichere Lesungen
- 1. — Tageszahl unsicher (Z. 3)
- E. W. — Initialen unsicher (Z. 5)
- Berber — Name, B/V unsicher (Z. 6)
- Nordecken — Name unsicher (Z. 10)
- Berbernn — Name, B/V unsicher (Z. 11)
S. 309
Bl. 153rBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)euch vertrawenn, Wo auch muglich sollet ihr darann sein, dieweil die sohl gebessert, vnnd mehr dann zuvor vor augenn, auch die Böder Itzo ein werck in — 16.
Euch auch vertrauen. Wo es möglich ist, sollt Ihr darauf hinwirken — weil die Sole gebessert und mehr als zuvor vorhanden ist und auch die Boder jetzt ein Werk in 16
stundenn, da sie zuvor — 30 gehabt, ab siedenn könntenn, das noch ein Pfann Itzo mehr dann zuvor gesottenn, vnnd aus bereitet werdenn müge, Welches Ich euch zur wideranntwort eröffnenn sollen, denenn ich mit meinem geringenn vermügenn alzeit zudienenn gutwilligk, Datum Mecheln denn 10.
Stunden ablassen können, wo sie zuvor 30 gebraucht haben —, dass jetzt noch eine Pfanne mehr als zuvor gesotten und ausbereitet werden möge. Das sollte ich Euch zur Antwort eröffnen; dem ich mit meinem geringen Vermögen allzeit zu dienen gutwillig bin. Gegeben zu Mecheln, den 10.
Julij Anno 50. E. A. W.1 Reinhardt Abell Pfst2[?] Montags den 7 Julij seindt die verordenntenn Bawherrnn zum Bodenn aller beyeinannder wiederumb annkommenn, annzufahenn das new werck zusetzenn, dinstags den 8 Julij hat mann den gries vnnd den Saltzbronn hero verglichenn, vnnd ausgezogenn, vnd habenn hart am Saltzbronn, noch ein starcke quell wilt wassers fundenn, die auch vnnter den schwellen
Juli Anno 50. Euer Achtbaren Würden Reinhard Abel, Pfennigmeister.
Montag, den 7. Juli, sind die verordneten Bauherren zu Sooden alle wieder beisammen eingetroffen, um anzufangen, das neue Werk zu setzen. Dienstag, den 8. Juli, hat man den Gries und den Salzbrunnen ringsum eingeebnet und ausgezogen, und man hat hart am Salzbrunnen noch eine starke Quelle wilden Wassers gefunden, die auch unter den Schwellen
Unsichere Lesungen
- E. A. W. — Initialen unsicher (Z. 11)
- Pfst — Abkürzung, wohl Pfennigmeister (Z. 12)
S. 310
Bl. 153vBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)des altenn fasses in Saltzbronn geflossenn, Hatt mann das alte fas daselbst verstopfft, den Saltzbron ganntz trockenn geöst, vnnd fundenn, das der erste Innflus ganntz gering wordenn, Mus dieselbe quell auch gefast, vnnd vom Saltzbronn bracht werdenn, Vnnd habenn etlich beglaubte Böder bekenndt, das sie Itzo vber — 14 stunde nit siedenn, so siht man auch Itzo augennscheinlich am siedenn, am zulassenn, vnnd das viel holtz ersparet wirdt, Darumb haben wir heut die Sohl im saltzbronn probirt, vnnd helt zu einer Pfann Neun fuder, vnnd ist die Sohl in hundert vnnd mehr Jarenn nie so gut vnnd gesundert gewest, wie Itzo Gotlob, Es ist auch heut das newe werck vf den Saltzbronn gefurt, der grundt zur schwellenn zugerichtt, vnnd anngefangenn wordenn, die fassung zusetzenn, vnnd geschlossenn, das die newenn schwelnn, eins schuchs tieffer in gries gesenckt, dann die schwellen am fas des Itzigenn Borns liegenn, Mitwochenn den 9.
des alten Fasses in den Salzbrunnen geflossen ist. Man hat das alte Fass dort verstopft, den Salzbrunnen ganz trocken geschöpft und gefunden, dass der erste Zufluss ganz gering geworden ist. Auch diese Quelle muss gefasst und vom Salzbrunnen weggebracht werden. Und etliche glaubwürdige Boder haben eingeräumt, dass sie jetzt nicht über 14 Stunden sieden; so sieht man auch jetzt augenscheinlich am Sieden und am Ablassen, dass viel Holz erspart wird.
Darum haben wir heute die Sole im Salzbrunnen geprobt, und sie hält auf eine Pfanne neun Fuder; und die Sole ist in hundert und mehr Jahren nie so gut und rein gewesen wie jetzt, Gott sei Lob. Es ist auch heute das neue Werk auf den Salzbrunnen gefahren, der Grund für die Schwellen hergerichtet und angefangen worden, die Fassung zu setzen; und es ist beschlossen worden, dass die neuen Schwellen einen Schuh tiefer in den Gries gesenkt werden als die Schwellen am Fass des jetzigen Borns liegen. Mittwoch, den 9.
Julij hat mann ann der alten fassung Jegenn der wildenn quell sechs schue lanng vnnd drey
Juli, hat man an der alten Fassung gegenüber der wilden Quelle sechs Schuh lang und drei