Salzbibel · Lesetext · 5. Buch
Das fünfte Buch · S. 241–250
Berkers Baubericht von 1550 · S. 241–250 · Bl. 119r–123v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Berkers Baubericht von 1550
S. 103–277 · Bl. 50r–137v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch
S. 241
Bl. 119rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Das fünffte Buch. gnediges vertrauwenn, Da ihr euch auch einiger gefahr besorgt, So könnt ihr mit Reisigenn vnnd zu fus so starck ziehenn, das ihr sicher sein mögtt, vnnd Jnn sonnderheit da es euch gelegenn, So wöllet alhier zuziehenn, vnnd vf den Sonntagk zuuor Jegenn abenndt hie annkommen, sollenn die anndern hierzu verordenntenn, des Montags mit euch hinvber reitenn, Das woltenn wir euch guter meinung nit verhaltenn, vnnd ihr thut darann, hochgedachtem vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn sonnder gnedigs wohlgefallenn des wir vnns genntzlich versehenn, vnnd seindt es für vnsere Personn zuuerdienenn willigk, Datum Cassell Sonntags den 12 Januarij Anno 50 Stadthalter, Canntzlar vnnd andere verordennte Rethe zu Cassell.
Das fünfte Buch. gnädiges Vertrauen. Falls Ihr Euch auch irgendeiner Gefahr besorgt, so könnt Ihr mit Reisigen und zu Fuß so stark ziehen, dass Ihr sicher sein mögt; und insbesondere, wenn es Euch gelegen ist, so wollet hierher ziehen und am Sonntag zuvor gegen Abend hier ankommen; dann sollen die anderen hierzu Verordneten am Montag mit Euch hinüberreiten. Das wollten wir Euch in guter Meinung nicht vorenthalten, und Ihr tut daran hochgedachtem unserem gnädigen Fürsten und Herrn ein besonderes gnädiges Wohlgefallen, dessen wir uns gänzlich versehen, und wir sind es für unsere Person zu verdienen willig. Datum Kassel, Sonntag, den 12. Januar anno 50. Statthalter, Kanzler und andere verordnete Räte zu Kassel.
An Heintzenn vonn Lutter zu Ziegenhain. Darnebenn seindt der Lanndtvogtt Sigmundt von Boyneburgk, der Marschalck Wilhelm von Schachtten,
An Heinz von Lütter zu Ziegenhain. Daneben sind der Landvogt Sigmund von Boyneburg, der Marschall Wilhelm von Schachten,
S. 242
Bl. 119vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Das fünffte Buch. Doctor Günterodt Canntzlar, sampt den beiden Saltzgreuenn, auch dahin verordennt, vnnd etliche verstenndige Werckmeister, als der Schulthes vnd der Zimmermann zu Ziegennhain, auch etliche Werckverstenndige zu apteroda, darzu beschrieben, also seindt des tags den 5.
Das fünfte Buch. Doktor Günterode, Kanzler, samt den beiden Salzgrafen auch dorthin verordnet und etliche verständige Werkmeister, wie der Schultheiß und der Zimmermann zu Ziegenhain, auch etliche Werkverständige zu Apteroda dazu beschrieben worden. So sind sie an dem Tag, den 5.
Februarij Anno 50 daselbst zu allenndorff Jnnkommenn, vnnd erschienen, habenn verhanndelt vnnd des mahls verabschiedt Inmassenn hernach volgt.
Februar anno 50, dort zu Allendorf eingekommen und erschienen, haben verhandelt und damals verabschiedet, wie hernach folgt.
Nemblich Sigmundt vonn Boyneburgk, Lanndtvogt ann der Werra Hermann vonn Hundelshausenn, Amptmann zu Reichennbach, Wilhelm vonn Schachtenn Hoffmarschalck, Doctor Günterodt Canntzlar, Johann Nordeck, Valtin Schülde, Heinrich Müldener } Saltzgreuenn, Jost Berker[?]1 } Johann Bartholmes Renndtmeister } zum Sodenn, Christoffer Hombergk Saltzwardt } Werckleute Schultheis zu Ziegennhain, M. Anthonius
Nämlich: Sigmund von Boyneburg, Landvogt an der Werra; Hermann von Hundelshausen, Amtmann zu Reichenbach; Wilhelm von Schachten, Hofmarschall; Doktor Günterode, Kanzler; Johann Nordeck; Valtin Schülde; Heinrich Muldener und Jost Berker, Salzgrafen; Johann Bartholmes, Rentmeister zum Soden; Christoph Homberg, Salzwart. Werkleute: der Schultheiß zu Ziegenhain, Meister Anthonius,
Unsichere Lesungen
- Berker[?] — evtl. Berber (Z. 18)
S. 243
Bl. 120rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Das fünffte Buch. Hanns Schelpach Werckverstenndiger Jacob Richtter. Gall Richtter } Von apteroda.
Das fünfte Buch. Hans Schelpach, Werkverständiger; Jacob Richter, Gall Richter, von Apteroda.
Meister Paul Zimmermann } Ausschos vonn wegenn gemeiner Pfenner Weisseler[?]1 Schwamflügell vonn Göttingen, Christoffer Gauler vonn Vderstadt Johann Niedennstein, Johann Schaffnit.
Meister Paul, Zimmermann. Ausschuss von wegen der gemeinen Pfänner: Weisseler Schwamflügel von Göttingen, Christoph Gauler von Duderstadt, Johann Niedenstein, Johann Schaffnit,
Hanns Reut. Curt Rülanndt, Thias Thorey, Bernnt Wallis Hanns Prediger Christoffer Baumgartt.
Hans Reut, Curt Rüland, Thias Thorey, Bernd Wallis, Hans Prediger, Christoph Baumgart.
Erstlich ist der Saltzbronn im augennschein besichtigett, vnnd Jede ader insonnderheit geschmackt wordenn, vnnd nach gehaptem bedacht, hat der Lanndtvogtt den Pfennernn furgehaltenn, dieweil gebawet werden
Erstlich ist der Salzbrunnen im Augenschein besichtigt und jede Ader insbesondere geschmeckt worden, und nach gehabtem Bedacht hat der Landvogt den Pfännern vorgehalten, weil gebaut werden
Unsichere Lesungen
- Weisseler[?] — Vorname unsicher (Z. 8)
S. 244
Bl. 120vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)muß, Ob mann vf vorigem annschlag vnd abschiedt bleibenn, oder ob vonn newem gebawett werdenn soll Darauf sich die geschicktenn der Pfenner bedacht, vnnd sagt Niedennstein nach Repetirung des furhaltens, wehrenn den vorigenn Rathschlage vnnd abschiedt nitt zuwidernn nach Ihrer1[?] verbessernn, Da aber die Rethe annder mittell zum bawenn2, die nit so sorglich vnnd vnnschedtlich werenn, furhettenn, wolten sie gernn annhörenn, doch mit der bedingung, das sie sich zu keiner verlegung hiedurch verpflicht habenn wöllenn, Landtvogt sagt, das mann nit darumb hie sey, zu schedtlichenn bawenn[?] zurathenn, oder sie in beschwerung zubringenn, darumb der protestation vonn vnnöten, vnnd siehet vor gut ann, das die Werckleute durch die Rethe vnnd pfenner in sampt abgehört werdenn, sein die Pfenner willigk, vnd hat der Landtvogt dem Schultheissenn vonn ziegenhain vnnd Schelpachenn die meinung auch furgehaltenn, Ob vf vorigen abschiedt oder vf anndere wege zubawenn, vnnd dem wercke
muss, ob man bei vorigem Anschlag und Abschied bleiben oder ob von Neuem gebaut werden soll. Darauf haben sich die Abgesandten der Pfänner bedacht, und Niedenstein sagt nach Wiederholung des Vorhaltens, sie wären dem vorigen Ratschlag und Abschied nicht zuwider noch wollten sie ihn ihrerseits verbessern; wenn aber die Räte andere Mittel zum Bauen, die nicht so bedenklich und die unschädlich wären, vorhätten, wollten sie es gern anhören, doch mit der Bedingung, dass sie sich hierdurch zu keiner Kostenverlegung verpflichtet haben wollen. Der Landvogt sagt, dass man nicht deshalb hier sei, zu schädlichen Bauten zu raten oder sie in Beschwerung zu bringen, darum sei die Protestation unnötig, und er sieht es für gut an, dass die Werkleute durch die Räte und Pfänner insgesamt angehört werden. Die Pfänner sind willig, und der Landvogt hat dem Schultheißen von Ziegenhain und Schelpach die Meinung ebenfalls vorgehalten, ob nach vorigem Abschied oder auf andere Weise zu bauen und dem Werk
Unsichere Lesungen
- Ihrer — Ihrer oder Ihrem (Z. 7)
- bawenn — eher bewenn geschrieben (Z. 13)
S. 245
Bl. 121rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)zuhelffenn sey, Darauff sich die beide bedacht vnnd gesagt, das Scheltpach zuuor vor zweyenn Jarenn nit hie gewesenn, aber sie meinenn, das mann keinenn Beuttell mache, vnnd die mit durrem Moß fulle, dieselbigenn vntenn im Born allennthalbenn Imfülle, das nichts ledigk bleibe, Darnach soll mann dielenn vor die löcher im grunde Inn raumenn, vnnd da sich die haltenn, im grunde krumbling zulegenn eins schuchs dick, die könnenn die dielenn ann das faß behebe1[?] annhaltenn, vnnd das dann die augzucht gantz rundt vmb den Saltzbronn herstelle, könt mann sehenn, ob es helffenn wolle oder nit, Jacob vnnd Gallenn Richter vnnd Schweinhanns2 bedennckenn, das dem wercke wohl zuhelffen stehe, denn das wilde wasser falle in der augzucht vnnter sich, vnnd lauffe nit starck.
zu helfen sei. Darauf haben sich die beiden bedacht und gesagt, dass Scheltpach zuvor vor zwei Jahren nicht hier gewesen sei, aber sie meinen, dass man Beutel mache und diese mit dürrem Moos fülle und dieselben unten im Born allenthalben einfülle, sodass nichts leer bleibe. Danach soll man Dielen vor die Löcher im Grund einräumen, und wenn die sich halten, im Grund Krummlinge einen Schuh dick legen; die können die Dielen an dem Fass fest anhalten. Und wenn man dann die Abzucht ganz rund um den Salzbrunnen herstellte, könnte man sehen, ob es helfen wolle oder nicht. Jacob und Gall Richter und Schweinhans bedenken, dass dem Werk wohl zu helfen sei, denn das wilde Wasser falle in der Abzucht nach unten und laufe nicht stark.
Obenn her im Sohlgrabenn must vfgehabenn, vnnd mit Thon ausgefurtt werdenn, vnnd das der Thonn wohl gearbeit werde, dann dieser manngell sey nit so sorglich als mann gemeint hette, dieweil die Saltzadernn mittenn im Borne sein, aber Innwendigk im Bornn köntt
Oben her im Solegraben müsste aufgehoben und mit Ton ausgeführt werden, und der Ton müsse gut gearbeitet werden; denn dieser Mangel sei nicht so bedenklich, wie man gemeint hätte, weil die Salzadern mitten im Born seien, aber inwendig im Born könnte
Unsichere Lesungen
- behebe — Lesung unsicher (Z. 10)
- Schweinhanns — evtl. Schwein hanns getrennt (Z. 13)
S. 246
Bl. 121vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)mann mit krumbling helffenn, wann die adern nit so nahe am fasse vfgehenn aber das wilde wasser falle vnnter den Pfelenn vnnter sich, darumb sey der Thon in vorigenn zeitenn nit recht gemachtt, Innsonnderheit sich nit geburt Pfele in den Thonn zuschlagenn, Das wilde wasser bringt den Thonn nit aus dem Tam, darumb ist der grundt des Saltzbronns Itzo schlamechtigk vnnd schwartz, vnnd die Sohl nit so gut als zuuor, Vom tage herunter zubawenn ist besser dann durchstollen, der Fluede1 halbenn muß der Bornn wie Itzo so hoch gebawet werdenn, Vnnd Je grüener das holtz Inns wasser kömpt, Je besser vnnd wehrhafftiger es ist Paul Zimmermann vonn apteroda bedenncken ist auch also, Vff der Werckmeister bedennckenn, habenn sich die Pfenner bedacht, vnnd gesagt, das sie nachmals bey vorigem Rathschlag beruhenn, doch dergestalt,
man mit Krummlingen helfen, wenn die Adern nicht so nahe am Fass aufgehen; aber das wilde Wasser falle unter den Pfählen nach unten, darum sei der Ton in vorigen Zeiten nicht recht gemacht worden; insbesondere gebühre es sich nicht, Pfähle in den Ton zu schlagen. Das wilde Wasser bringt den Ton nicht aus dem Damm; darum ist der Grund des Salzbrunnens jetzt schlammig und schwarz und die Sole nicht so gut wie zuvor. Vom Tage herunter zu bauen ist besser als durchzustollen; der Fluten halber muss der Born wie jetzt so hoch gebaut werden. Und je grüner das Holz ins Wasser kommt, desto besser und dauerhafter ist es. Paul Zimmermanns von Apteroda Bedenken ist ebenso. Auf der Werkmeister Bedenken haben sich die Pfänner bedacht und gesagt, dass sie nochmals bei vorigem Ratschlag beruhen, doch dergestalt,
Unsichere Lesungen
- Fluede — Lesung unsicher (Z. 12)
S. 247
Bl. 122rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)das der Tam geoffnet, vnnd vonn newem aus dem grunde gedempt werde, Darnach die augzucht ausgenommenn, vnnd newe gemacht, Da dann daselbst kein manngell, das dann der vmbgang vmb den Bornn gefurt werde, aber in dem Bornn zubawenn, mit krömbling oder annders, tragenn sie vorsorge, das der adern etlich verstopfft wurdenn, So ist auch nit zurathenn, das das gewelbe tieffer solt gesucht werdenn, Landtvogt, das die beide Rethe vnnd Werckleute vor gut annsehenn, das vom tage obenn herab der vmbgang vnnd etwas weitter gebawet werde Die abgestossenn Reiffe im Faß des Saltzbronns sollen vnnd müssenn wiederumb gemacht werdenn, zuuor vnnd ehe mann zu bawenn annfehet, Item vier Pompenn könnenn den Itzigenn Bornn haltenn, aber zum vorrath müssenn auch etliche Pompen gemacht werdenn, Vonn allenn theilenn geschlossenn, das zum furderlichsten zu wettertagenn die decke vffm Tam des Saltzbrons geoffnet, vnnd der Tam gantz vmbher1[?] renouirt werde, darzu vonn wegenn vnnsers gnedigenn Herrnn et
dass der Damm geöffnet und von Neuem aus dem Grund gedämmt werde; danach die Abzucht herausgenommen und neu gemacht werde; wo dann dort kein Mangel sei, dass dann der Umgang um den Born geführt werde. Aber in dem Born mit Krummlingen oder anderem zu bauen, tragen sie Sorge, dass etliche der Adern verstopft würden. So ist auch nicht zu raten, dass das Gewölbe tiefer gesucht werden sollte. Landvogt: dass die beiden Räte und Werkleute es für gut ansehen, dass vom Tage oben herab der Umgang und etwas weiter gebaut werde. Die abgestoßenen Reifen im Fass des Salzbrunnens sollen und müssen wiederum gemacht werden, zuvor und ehe man zu bauen anfängt. Item: Vier Pumpen können den jetzigen Born halten, aber zum Vorrat müssen auch etliche Pumpen gemacht werden. Von allen Teilen beschlossen, dass zum Förderlichsten bei Wettertagen die Decke auf dem Damm des Salzbrunnens geöffnet und der Damm ganz umher renoviert werde, wozu von wegen unseres gnädigen Herrn et
Unsichere Lesungen
- vmbher — eher vnncher geschrieben (Z. 20)
S. 248
Bl. 122vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)liche verstenndige Bawleute, desgleichenn die Pfenner auch etliche aus Ihnenn namhafftig darzu ordenenn, vnnd soll mitler zeit alle bereitschafft laut voriger abrede, darzu verschafft werdenn, Innhalt volgennts abschiedts.
liche verständige Bauleute, desgleichen die Pfänner auch etliche aus ihnen namhaft dazu verordnen, und es soll mittlerweile alle Bereitschaft laut voriger Abrede dazu verschafft werden, nach Inhalt folgenden Abschieds.
Zuwissenn vnnd kundt sey allermenniglichen, Nach dem ein zeit darhero der Saltzbronn zum Sodenn vor allenndorff ann der Werra, etwas durch allerley zustehennde menngell vnnd furnemblich durch vervhr=1[?] sachung der schwerenn Roßkunst, in abnehmen kommenn, vnnd baufellig wordenn, Derowegenn im nechstverschienenn acht vnnd vierzigsten Jar, vf was massenn dem vorzukommen vnnd geholffenn werdenn solt, verabschiedt ist, aber Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, die vorsorge getragenn, das damit dem wercke nit möchte geholffenn werdenn, vnd aus anndernn Itzo ermeltenn mündtlichen vhrsach damit bis annhero verzogenn, Dieweil aber die klage vom tage zu tage grosser wirdett, vnnd der manngell augennscheinlich furhanden,
Zu wissen und kund sei jedermann: Nachdem eine Zeit her der Salzbrunnen zum Soden vor Allendorf an der Werra durch allerlei zustehende Mängel und vornehmlich durch Verursachung der schweren Rosskunst etwas in Abnahme gekommen und baufällig geworden ist, weswegen im nächstvergangenen achtundvierzigsten Jahr verabschiedet worden ist, auf welche Weise dem vorgebeugt und geholfen werden sollte, aber Statthalter und Räte zu Kassel die Sorge getragen haben, dass damit dem Werk nicht geholfen werden möchte, und aus anderen jetzt erwähnten mündlichen Ursachen damit bis hierher gezögert worden ist; weil aber die Klage von Tag zu Tag größer wird und der Mangel augenscheinlich vorhanden ist,
Unsichere Lesungen
- vervhr= — eher verkhr geschrieben (Z. 9)
S. 249
Bl. 123rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)So habenn vonn wegenn des durchleuchtigenn Hochgebornenn furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsen Landtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnpogk ⁊c.1
so haben von wegen des durchlauchtigen, hochgeborenen Fürsten und Herrn, Herrn Philipp, Landgrafen zu Hessen, Grafen zu Katzenelnbogen etc.,
vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, ffgl2 gedachte Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, vnns nachbenenttenn, Nemblich Sigmundt vonn Boyneburgk Landtvogt ann der Werra, Hermann vonn Hundelshausenn, amptmann zu Reichennbach, Wilhelm vonn Schachtenn Marschalck, Thilemann Gunterodt Doctor vnnd Canntzlar, Johann Nordeck vnnd Valtin Thulde3[?] vogt zu Wannfriedenn, die Beuelchhaber vnnd amptknechte zum Sodenn, Heinrich Muldener, Jost Berker vonn Hombergk, Johann Bartholmes vnnd Christoff Hombergk heut Dato alhier in augennschein verordtnet, darzu auch Gemeine Pfenner beschriebenn, vonn dero vnd Irer selbst wegenn, darbey vnnd mit vnns zum Sodenn in besichtigung erschienenn seindt, mit nahmenn Johann Niedennstein, Johann Schaffnit der Elter, Hanns Neut4, Geiseler Schwannflugell von Gottingk,
unseres gnädigen Fürsten und Herrn, Ihrer f. Gn. gedachte Statthalter und Räte zu Kassel uns Nachbenannte, nämlich Sigmund von Boyneburg, Landvogt an der Werra, Hermann von Hundelshausen, Amtmann zu Reichenbach, Wilhelm von Schachten, Marschall, Tilemann Günterode, Doktor und Kanzler, Johann Nordeck und Valtin Thulde, Vogt zu Wanfried, die Befehlshaber und Amtsknechte zum Soden, Heinrich Muldener, Jost Berker von Homberg, Johann Bartholmes und Christoph Homberg, heute dato hierher zum Augenschein verordnet, dazu auch die gemeinen Pfänner beschrieben, von deren und ihrer selbst wegen dabei und mit uns zum Soden zur Besichtigung erschienen sind, mit Namen Johann Niedenstein, Johann Schaffnit der Ältere, Hans Neut, Geiseler Schwanflügel von Göttingen,
Unsichere Lesungen
- ⁊c. — Kürzelschleife für etc. (Z. 3)
- ffgl — Kürzel, fürstlich gnädig (Z. 4)
- Thulde — Thulde oder Schulde (Z. 11)
- Neut — Lesung unsicher (Z. 20)
S. 250
Bl. 123vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Thias Thorey1, Curt Rulanndt, Bernnhardt Wallis, Christoff Gaugler2[?] vonn Duderstadt, Hanns Frediger vnnd Christoff Baumgart, vnnd habenn anfennglich alle derwegenn ergangnen vorige schrifften Rathschlege vnnd abschiede verlesenn, Darnach den Saltzbronn besichtiget, die vornembstenn Saltzadernn Innsonnderheit geschmeckt, vnnd ann Irer rechten naturlichenn substantz |:
Thias Thorey, Curt Rüland, Bernhard Wallis, Christoph Gaugler von Duderstadt, Hans Prediger und Christoph Baumgart, und haben anfänglich alle deswegen ergangenen vorigen Schriften, Ratschläge und Abschiede verlesen, danach den Salzbrunnen besichtigt, die vornehmsten Salzadern insbesondere geschmeckt und an ihrer rechten natürlichen Substanz —
Gott lob :| gut vnnd gerecht, aber am gebeuwe vmb den Saltzbronn etwas manngell befundenn, Welche gebrechenn etliche aus vnns vonn beidenn theilenn, sampt den Itzo alhie erfordertenn Werckmeisternn, Bauverstenndigenn vnnd Werckleutenn, notturfftiglichenn besichtigenn lassenn, vnnd nach Ingenommenen bericht vnnd allerley vnnderredung vnns einmütiglichenn beschlossenn vnnd verglichenn, das vermöge voriges obanngeregtenn abschiedts nachmahls alle bereitschafft, vnnd was zum Baw vonn nöten sein will, durch hochgedachts vnnsers gnedigen furstenn vnnd Herrnn Beamptenn zum Sodenn, be
Gott sei Lob — gut und gerecht, aber am Gebäude um den Salzbrunnen etwas Mangel befunden. Welche Gebrechen etliche aus uns von beiden Teilen samt den jetzt hierher erforderten Werkmeistern, Bauverständigen und Werkleuten notdürftig haben besichtigen lassen, und wir haben nach eingenommenem Bericht und allerlei Unterredung einmütig beschlossen und uns verglichen, dass gemäß vorigem oben angeregtem Abschied nochmals alle Bereitschaft und was zum Bau vonnöten sein will, durch hochgedachten unseres gnädigen Fürsten und Herrn Beamte zum Soden be
Unsichere Lesungen
- Thorey — Lesung unsicher (Z. 1)
- Gaugler — Gaugler oder Gangler (Z. 2)