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Salzbibel · Lesetext · 5. Buch

Das fünfte Buch · S. 141

Berkers Baubericht von 1550 · S. 141 · Bl. 69r · Band 2

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Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Berkers Baubericht von 1550

S. 103–277 · Bl. 50r–137v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch

S. 141

Bl. 69rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)

Das fünffte Buch

1

Fortsetzung von der vorigen Seitemöcht gewartenn,

(…) gewartet werden möchte.

2

Es habenn aber vnns der Pfenner Salzgreuenn1 den 12. Decembris die anntwort gebenn, das die auslenndischenn Pfenner des mahls aller aussenn bliebenn, vielleicht aus vhrsachenn, das der zeit alle wasser dieser Lanndtart vber aus sehr grob vnnd fluetigk gewesenn, das niemanndt hab wanndern könnenn,

Die Salzgräfen der Pfänner haben uns aber am 12. Dezember die Antwort gegeben, dass die auswärtigen Pfänner damals alle ausgeblieben seien – vielleicht aus dem Grund, dass zu jener Zeit alle Gewässer dieser Landesgegend überaus stark angeschwollen und reißend gewesen seien, sodass niemand habe reisen können.

3

Sie woltenn aber alle auslenndische Pfenner, dieweil die das meiste ann Irem Salzwercke habenn, zu stundt vf nechstkünfftige Weynachtenn wiederumb gein Allenndorf zukommenn beschreibenn,

Sie wollten aber alle auswärtigen Pfänner – weil diese den größten Anteil an ihrem Salzwerk haben – sogleich schriftlich laden, auf das nächstkommende Weihnachtsfest wieder nach Allendorf zu kommen,

4

der zuuersicht, sie wurdenn erscheinenn, vnnd was sie sich als dann enndtschliessenn, vnns vfs furderlichst zuuerstendigenn, des wir dann gewarttenn müssenn,

in der Zuversicht, sie würden erscheinen; und was sie alsdann beschließen, wollten sie uns aufs Förderlichste mitteilen, worauf wir nun warten müssen.

5

Was vnns nun vonn Ihnenn zu anntwort wierdet, wie vnnd welcher gestalt sie zu bauwenn willigenn, wollenn E. fgl.2 wir vfs eilennts verstendigenn,

Was uns nun von ihnen zur Antwort wird und wie und auf welche Weise sie in den Bau einwilligen, davon wollen wir Eure Fürstlichen Gnaden aufs Eiligste verständigen.

6

Wo sie dann zum Baw oder Je zum wenigstenn den Tam vmb den Salzbronn hero zu renouiren, vnnd zu ernewerenn willigenn, so will vonn nötenn sein, das E. fgl. leute darzu verordtnen, die der sachenn vnd bawennLäuft auf der nächsten Seite weiter

Wenn sie dann in den Bau oder wenigstens darin einwilligen, den Damm rings um den Salzbrunnen zu renovieren und zu erneuern, so wird es vonnöten sein, dass Eure Fürstlichen Gnaden Leute dazu verordnen, die von der Sache und vom Bauen (…)

Unsichere Lesungen

  1. Salzgreuenn — Lesung des Anfangsbuchstabens (S) nach Kurrent-Duktus; gemeint sind die Salzgräfen
  2. E. fgl. — Abkürzung für 'Euer fürstliche Gnaden'; erster Buchstabe im Duktus zwischen E und L

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