Salzbibel · Lesetext · Band 3
Der dritte Band · S. 28
Das fürstliche Schreiben · S. 28 · Band 3
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Das fürstliche Schreiben
S. 9–30 · Bl. 5–15 · Bd. 3 · Zeitleiste: Band 3
S. 28
Bd. 3Band 3 · Das fürstliche SchreibenFaksimile (ORKA)M: Johannes Renanus in sonderliche Capita und Articul alhier ufgerichtet und Vollends zu Allendorff ins Werck zubringen Vorhabens ist, .
Magister Johannes Rhenanus, hier in einzelne Kapitel und Artikel gefasst, und er hat vor, es in Allendorf vollends ins Werk zu setzen,
wie du Von ihm ferner zuVernehmen. hast. Dieweil nun du hierVon allen gründlichen bericht des gantzen handels am besten weist;
wie du von ihm weiter erfahren wirst. Weil nun du von all dem den gründlichsten Bericht des ganzen Vorgangs am besten weißt,
Alß ist Unser Gnädiges begehren, du wollest zu beforderung dieses hochnötigen Wercks gedachtem PfarrHerrn hierzu iertig1[?] seyn, und solch buch zum besten neben ihm stellen helffen, und hierin an deinem fleiß nichts laßen erwinden, so zu einem beständigen bericht der posterität und guter ordnung und erhaltung dero Gottes gab mag gedeyen, da sich nun hierin zwiefaltige meinung derer ihr beyder euch unter einander nicht entscheiden könnet zutrügen, alß wollet unß solche auch beyderseits rationes von beyden theilen schriftlich zu erkennen geben, wollen Wir Unß darauff jegen euch hinwider gnädiglichen resolviren.
so ist unser gnädiges Begehren, du wollest zur Förderung dieses hochnötigen Werks dem genannten Pfarrherrn dabei zu Diensten sein, ihm das Buch aufs Beste mit erstellen helfen und es an deinem Fleiß nicht fehlen lassen, damit es der Nachwelt zu beständigem Bericht und dieser Gabe Gottes zu guter Ordnung und Erhaltung gereiche. Solltet ihr beide dabei zu geteilten Meinungen kommen und euch untereinander nicht einigen können, so gebt uns die Gründe beider Seiten schriftlich zu erkennen; wir wollen euch darauf gnädig entscheiden.
Woltest also hierin Unserer gnädigen zuVersicht keinen fleiß sparen, seind Wir hinwider jegen dir in Gnaden zuerkennen.
Du wollest also hierin unserer gnädigen Zuversicht gemäß keinen Fleiß sparen; wir sind dir dafür in Gnaden gewogen.
geneigt Datum Cassell d 24t Februarij Anno Domini– 1567./ Wilhelm LZ Heßen Unserm Saltzgrefen in Soden und Lieben getreuen Christoffel Homberg.
Gegeben zu Kassel, den 24. Februar im Jahr des Herrn 1567. Wilhelm, Landgraf zu Hessen. — An unseren Salzgrafen in Sooden und lieben Getreuen Christoph Homberg.
Hier Von befindet sich das Original in der Söden=AmtsRepositur.
Hiervon befindet sich das Original in der Amtsregistratur Sooden.
Unsichere Lesungen
- iertig — Wort vor 'seyn' unklar; dem Sinn nach 'bereitwillig/erbötig', Lesung unsicher
- Söden=Amts=Repositur — Vermerk jüngerer Hand, Endung von 'Repositur' nicht ganz sicher (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)