Salzbibel · Lesetext · 4. Appendix
Der vierte Appendix · S. 797
Die Reise von 1568: Halle in Sachsen · S. 797 · Bl. 397r · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Die Reise von 1568: Halle in Sachsen
S. 794–825 · Bl. 395v–411r · Bd. 2 · Zeitleiste: 4. Appendix
S. 797
Bl. 397rBd. 24. Appendix · Die Reise von 1568: Halle in SachsenFaksimile (ORKA)Der Vierdt Appendix
Ob aber die Bronnenn alle vier, Inmassenn sie Itzt gebauenn, in Bau vnnd wesenn gestanndenn seyenn, könne er gleicher gestalt nit sagenn, So finde er auch nichts dauonn beschriebenn, denn etwas weniges bey Agricola vnnd Mathesio. Sieuiel die fassung der Bronnenn vnnd abfuerung des wildenn wassers annlanngt, dauonn wisse er oder niemanndts nichts bestenndigs, Das sey aber nicht ohnn, sonnder war, das der grundt im teuschenn Bronnenn, wie dann auch in den anndernn Grau weisser Sibs1[?] oder Salckgrundt2[?] sey, auf welchem Bronnenn die Schacht mit Kleis3[?] gelegt, vnnd dermassenn wie vermutlich in ein annder gefuegt, vnnd darhinder mit Thonn oder anndernn zehenn Erdtreich verwaret seindt wordenn, das das wilde bey Ihnenn nit einbrech4[?] noch schadenn schaffenn könnte, wie dann solchs ab dem nahenn fliessenndenn flus der Saal |: welche bisweilen auch obenn auf die Bronnenn steige :| were anzunehmen, Sagte auch klar, das Inn vnnd bey Irer Sohlenn kein wilt
Der Vierte Appendix. Ob aber alle vier Brunnen so, wie sie jetzt gebaut sind, in Bau und Wesen gestanden haben, könne er gleichfalls nicht sagen; er finde auch nichts darüber beschrieben außer etwas Weniges bei Agricola und Mathesius.
Soviel die Fassung der Brunnen und die Abführung des wilden Wassers betrifft, davon wisse weder er noch sonst jemand etwas Beständiges. Das sei aber wahr, dass der Grund im Deutschen Born, wie auch in den anderen, grauweißer Gips- oder Salzgrund sei, auf welchen Brunnen die Schächte mit Dichtungen gelegt und dermaßen, wie zu vermuten, ineinandergefügt und dahinter mit Ton oder anderem zähen Erdreich verwahrt worden seien, dass das wilde Wasser bei ihnen nicht einbrechen noch Schaden anrichten könne; wie dies von dem nahe fließenden Fluss der Saale — die bisweilen auch oben auf die Brunnen steige — anzunehmen sei.
Er sagte auch klar, dass in und bei ihrer Sole kein wildes
Unsichere Lesungen
- Sibs — Lesung unsicher (Z. 11)
- Salckgrundt — evtl. Kalckgrundt (Z. 11)
- Kleis — evtl. Kleib (Z. 12)
- einbrech — Endung mit Zeichen abgekürzt (Z. 15)