Salzbibel · Lesetext · 4. Appendix
Der vierte Appendix · S. 775
Die Reise von 1568: von Sondershausen bis Kösen · S. 775 · Bl. 386r · Band 2
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Die Reise von 1568: von Sondershausen bis Kösen
S. 733–793 · Bl. 365r–395r · Bd. 2 · Zeitleiste: 4. Appendix
S. 775
Bl. 386rBd. 24. Appendix · Die Reise von 1568: von Sondershausen bis KösenFaksimile (ORKA)Der Vierdt Appendix
gebettenn, welche Ich Iztgedachtem Alchimisten abzuschlagenn nit gewust, vnnd dieselbige etlicher massen vertrauwter weise eroffnet habe, Der zuuersicht, |: wie dann auch beschehenn :| er wurde mich darJegenn auch etlicher geheimnus theilhafftigk machenn, Ob nun wohl ich keinen beuelch gehabt, auff Sulza oder Kosernn, derenn dieses dem Churfurstenn, Jenes dem Herzogenn zu Sachssenn, zustenndigk zuziehenn, So hat mich doch meine reise dahin zuwendenn bewegt, dieweil ich vnnter anndernn verstannden, das ann den beidenn ortenn, die Kunstler Irenn vnnderschlief habenn soltenn, vnnd deshalb mich alsbaldt nach essens vfgemacht, vnnd nach Sulza gezogenn, vnnd Jegenn abenndt daselbst einkommenn, do hat mich auch der eine Salzgreue zu Artern eine forderungs schrifft an des einenn Kunstlers diener mitgetheilt, das er mich zur besichtigung Irer Kunstirung wolte zulassenn, wie dann vielleicht auch beschehenn were, wo ich nicht ebenn den Kunstirer selbst alda zur stedte in der Herberge, darin ich gekeret antroffenn hette,
Der Vierte Appendix. gebeten, die ich dem genannten Alchimisten nicht abzuschlagen wusste und die ich ihm einigermaßen vertraulich eröffnet habe — in der Zuversicht, wie es denn auch geschehen ist, er werde mich dagegen auch etlicher Geheimnisse teilhaftig machen.
Obwohl ich nun keinen Befehl hatte, nach Sulza oder Kösen zu ziehen — deren dieses dem Kurfürsten, jenes dem Herzog zu Sachsen zusteht —, so hat mich doch meine Reise bewogen, mich dorthin zu wenden, weil ich unter anderem verstanden hatte, dass die Künstler an diesen beiden Orten ihren Unterschlupf haben sollten. Deshalb habe ich mich sogleich nach dem Essen aufgemacht und bin nach Sulza gezogen und gegen Abend dort eingetroffen. Da hat mir auch der eine Salzgraf zu Artern ein Empfehlungsschreiben an den Diener des einen Künstlers mitgeteilt, dass er mich zur Besichtigung ihrer Kunst zulassen solle; wie es denn vielleicht auch geschehen wäre, wenn ich nicht eben den Künstler selbst dort zur Stelle in der Herberge, in der ich eingekehrt war, angetroffen hätte.