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Salzbibel · Lesetext · 4. Appendix

Der vierte Appendix · S. 740

Die Reise von 1568: von Sondershausen bis Kösen · S. 740 · Bl. 368v · Band 2

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Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Die Reise von 1568: von Sondershausen bis Kösen

S. 733–793 · Bl. 365r–395r · Bd. 2 · Zeitleiste: 4. Appendix

S. 740

Bl. 368vBd. 24. Appendix · Die Reise von 1568: von Sondershausen bis KösenFaksimile (ORKA)

Der Vierdt Appendix

1

zu gemeinenn Jarenn, vber siebenn hundert gulden lösenn konnenn, So habenn auch sonnst seine gnedige herrenn die Grauenn zu Schwartzburgk stetigs funff wagenn geschir, welche nichts dann holtz in seulenn kaufft zu Marckt fuhrenn, dauonn sie dann ein zimblichenn stattlichenn gewinst einnehmen, Vnnder des sein wir zum Stollenn kommenn, dadurch vonn alters die Wipper, welche die Kunst zu Franckennhausenn treibt, mit grossenn vncostenn geleitet wordenn, seindt abgestiegenn, vnnd hat mir der Baumeister alle gelegennheit gezeigt, vnnd berichttet das der Stollenn vonn einem mundtloch zum andern sey lanng — Ein hundert zwanntzigk rutenn, vnd am hochstenn ort tieff zwanntzigk vier Ehlenn, sonst ist die art des bergs eyttell leymenn, ist sehr vnformlich gebauet, hat viel leuchtschachtenn, derenn einer oder zwenn dem Berge gleich obenn ausgefurt, also das leichtlich in vnstetiger Winter zeit dem Saltzwergk durch eingang des Stollenn, grosser schadenn begegenenn kann, Wie dann auch

Der Vierte Appendix. in gewöhnlichen Jahren über siebenhundert Gulden lösen können. So haben auch sonst seine gnädigen Herren, die Grafen zu Schwarzburg, ständig fünf Wagengespanne, die nichts als Holz in Säulen gekauft zu Markte fahren; davon nehmen sie dann einen ziemlich stattlichen Gewinn ein.

Unterdessen sind wir zum Stollen gekommen, durch den von alters her die Wipper, die die Kunst zu Frankenhausen treibt, mit großen Unkosten geleitet worden ist. Wir sind abgestiegen, und der Baumeister hat mir alle Umstände gezeigt und berichtet, dass der Stollen von einem Mundloch zum anderen 120 Ruten lang und am höchsten Ort 24 Ellen tief sei. Sonst ist die Art des Berges lauter Lehm; er ist sehr unförmlich gebaut und hat viele Lichtschächte, deren einer oder zwei dem Berg gleich oben ausgeführt sind, so dass in unbeständiger Winterzeit dem Salzwerk durch den Eingang des Stollens leicht großer Schaden entstehen kann, wie denn auch

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