Salzbibel · Lesetext · 5. Buch
Das fünfte Buch · S. 414
Das Bautagebuch 1550/51 · S. 414 · Bl. 205v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Das Bautagebuch 1550/51
S. 278–439 · Bl. 138r–218r · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch
S. 414
Bl. 205vBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)Die verordenntenn der Pfenner habenn bedencken genommenn vnnd gesagt, durch Niedennstein, das sie der herrnn bedennckenn anngehört, vnd darauf ertzehlt, dieweil die herrnn aller gelegenheit gut wissenns habenn, das sie Ir bedennckenn anzeigenn, wollenn sie Ir gut meinung auch darsagenn, Die Herrnn sagtenn darauff, sie hettenn albereitt Ire meinung gehort, vnnd sey die frage, wie im zuthun sey, das der schade nit grosser werde, Darauf geschlossenn, das Jeder theil sich einer meinung enntschliesse, die wir dann zusammen trage, vnd sich dann darnach enndtlich einer meinung vergleiche, Meister Hanns vnnd Christoffers bedennckenn ist, vnd schliessenn, das mann die adernn in stockenn wieder vertenne, vnnd die ann der mittelstenn wanndt fasse, vnnd in den Vberstenn kastenn fure, doch das mann den Thamb noch drey schue vffreume, vnnd mach ein Beulein dahin, das mann Jederzeit
Die Verordneten der Pfänner haben Bedenken genommen und durch Niedenstein gesagt, sie hätten das Bedenken der Herren angehört, und dann vorgetragen: weil die Herren von allen Umständen gute Kenntnis hätten, sollten sie ihr Bedenken anzeigen; dann wollten sie ihre gute Meinung auch dazu sagen. Die Herren sagten darauf, sie hätten bereits ihre Meinung gehört, und die Frage sei, wie zu handeln sei, damit der Schaden nicht größer werde. Darauf ist beschlossen worden, dass jeder Teil sich auf eine Meinung festlege, die wir dann zusammentragen, und dass man sich danach endgültig auf eine Meinung vergleiche.
Meister Hans' und Christoffers Bedenken ist und sie schließen, dass man die Adern in Stöcken wieder verdämme und die an der mittleren Wand fasse und in den obersten Kasten führe — doch so, dass man den Damm noch drei Schuh aufräume und eine kleine Öffnung dorthin mache, damit man jederzeit