Salzbibel · Lesetext · 5. Buch
Das fünfte Buch · S. 289
Das Bautagebuch 1550/51 · S. 289 · Bl. 143r · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Das Bautagebuch 1550/51
S. 278–439 · Bl. 138r–218r · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch
S. 289
Bl. 143rBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)Gries, wie die altenn gethann bleibenn soll, aus allerleij bedennckenn geschlossenn, das mann mit dem Itzigenn Baw nit tieffer dann die altenn senncken vnnd ausfuerenn, sonndernn vf dem kies oder gries bleibenn, vnnd sollenn dem schadenn vnnd Innfluß auswenndigk dem Saltzbronn im Tham nachsuchenn vnd vleisthun1[?], das mann denselbenn Innfluß Innsonnderheit fassenn könne, dann das alte der Pfenner Buch sagt eigenntlich, das des orts vor Sechtzigk Jarenn ein Saltzader, vnnd darnebenn ein quelle wiltwassers eins arms dick gewesenn sein, die habenn sich durch Flotz2[?] schlagenn im vmbgannge gemindert, die sein ohnn zweiuel vnnter sich gefallenn, vnnd fliessenn nun mit einannder zugleich in Saltzbronn, Der zimmermann Hanns Wetzell soll annfahenn, vnnd die neue fassung vf acht eckenn zurichtenn, soll mittenn in den Tham sechs schue weit vom Saltzbron gesetzt werdenn, das mann dazwischenn mit Thonn wohl vertemmenn könne, vnnd sollenn die Bretter vf einannder wohl gefugt, Inngeschlossenn, vnnd mit dielenge gesetzt werdenn,
Gries bleiben soll, wie es die Alten getan haben, nach allerlei Erwägung beschlossen, dass man mit dem jetzigen Bau nicht tiefer als die Alten senken und ausfahren, sondern auf dem Kies oder Gries bleiben soll. Und man soll dem Schaden und Zufluss außerhalb des Salzbrunnens im Damm nachgehen und sich bemühen, dass man diesen Zufluss gesondert fassen könne. Denn das alte Buch der Pfänner sagt ausdrücklich, dass an dieser Stelle vor sechzig Jahren eine Salzader und daneben eine Quelle wilden Wassers von der Dicke eines Arms gewesen sind; die haben sich durch das Flözschlagen im Umgang vermindert und sind ohne Zweifel nach unten gesunken und fließen nun miteinander zugleich in den Salzbrunnen.
Der Zimmermann Hans Wetzel soll anfangen und die neue Fassung achteckig herrichten; sie soll mitten in den Damm sechs Schuh weit vom Salzbrunnen gesetzt werden, damit man dazwischen mit Ton gut verdämmen könne. Und die Bretter sollen gut aufeinander gefügt, eingeschlossen und mit Dielen gesetzt werden.
Unsichere Lesungen
- vleisthun — Wort unsicher (Z. 7)
- Flotz — Wort unsicher (Z. 12)