Salzbibel · Lesetext · 5. Buch
Das fünfte Buch · S. 145
Berkers Baubericht von 1550 · S. 145 · Bl. 71r · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Berkers Baubericht von 1550
S. 103–277 · Bl. 50r–137v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch
S. 145
Bl. 71rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Das fünffte Buch
Fortsetzung von der vorigen Seiterechtschaffenn wohl gefast vnnd gebawet werdenn,
… rechtschaffen wohl gefasst und gebaut werden.
Vnnd wem sie solchs nebenn der Pfenner darzu verordenntenn, da sie zubawenn willigenn werdenn, vertrawenn vnnd beuehlenn wollenn, wohl nachzudenckenn,
Und [es ist] wohl nachzudenken, wem sie solches neben den Pfennern dazu verordnen, anvertrauen und befehlen wollen, sodass diese zu bauen willig werden.
Dann warlich, wie E. fgl. zurathenn, derselbenn vnnd dem gantzenn Lannde viel vnnd mercklich daran gelegenn sein will, Innsonderheit dieweil die Altenn solchenn Saltzbronn nie recht zugrunde gefast habenn,
Denn wahrlich, wie Euren Fürstlichen Gnaden zu raten ist, wird denselben und dem ganzen Lande viel und merklich daran gelegen sein, insbesondere weil die Alten solchen Salzbrunnen nie recht bis auf den Grund gefasst haben,
Wie mann dann im Bericht1 der letztenn bawung des Borns so vor Vertzigk2 Jarenn vngefehrde geschehenn ist, zusehenn hatt,
wie man das im Bericht über den letzten Ausbau des Brunnens, der vor ungefähr vierzig Jahren geschehen ist, sehen kann.
So weis Gott das wir beide vnns solcher sorglicher schwerenn grundt bewe, nit verstehenn, So seindt auch in diesenn E. f. gl. Lanndenn dergleichenn gebewenn nit furhanndenn gewesenn,
So weiß Gott, dass wir beide uns auf solche heiklen, schweren Grundbauten nicht verstehen; auch sind in diesen Landen Eurer Fürstlichen Gnaden dergleichen Bauwerke bisher nicht vorhanden gewesen.
Vnnd kompt ebenn dieser gebreche, vnnd manngell zu anndernn vnnfall, vnd vngelegener zeit, damit Je ein vngluck nit allein sey,
Und eben dieses Gebrechen und dieser Mangel kommen zu anderem Unglück und zu ungelegener Zeit hinzu, damit ja ein Unglück nicht allein bleibe.
Gott der almechtige wolle gnedige mittell zugluckseliger furderlicher E. fgl. erledigung vnnd enndtschafft, gnediglich verleyhenn,
Gott der Allmächtige wolle gnädige Mittel zu einer glückseligen, förderlichen Erledigung und Beendigung [der Sache] für Eure Fürstlichen Gnaden gnädiglich verleihen;
alsdann konttenn E. fgl. selbst nebenn den Pfennernn im augennschein mittLäuft auf der nächsten Seite weiter
alsdann könnten Eure Fürstlichen Gnaden selbst neben den Pfennern in Augenschein …
Unsichere Lesungen
- Bericht — Wort stark abgekürzt/verschliffen, Lesung ‚Bericht‘ aus dem Kontext; auch ‚Bucht‘ denkbar
- Vertzigk — Zahlwort mit Zierstrich; Lesung ‚vierzig‘