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Salzbibel · Lesetext · 5. Buch

Das fünfte Buch · S. 135

Berkers Baubericht von 1550 · S. 135 · Bl. 66r · Band 2

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Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Berkers Baubericht von 1550

S. 103–277 · Bl. 50r–137v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch

S. 135

Bl. 66rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)

Das fünffte Buch

1

Fortsetzung von der vorigen Seitemetz, Burger zu Hombergk Jnn Hessenn, E. f. gl.1 Bawmeister zu Ziegennhain Anthonius, Meister Hanns Guldennkopff vonn Weynmar Jn duringenn, welcher mehr Saltzwercke gebawet, vnnd dann einen Zimmermann Hanns Wizell genanndt,

…metz, Bürger zu Homberg in Hessen, Euer fürstlichen Gnaden Baumeister zu Ziegenhain Anthonius, Meister Hans Guldenkopf von Weimar in Thüringen, der mehrere Salzwerke gebaut hat, und dazu einen Zimmermann namens Hans Wetzel,

2

so E. f. G. etlich Jar Im Bodenn ann allerley bewenn gearbeit, Inn den Saltzbronn zu grunde zusteigenn, vnnd allen manngell zubesichtigenn, verordennt wordenn, dem wir dann also gelebt vnnd nachkommenn sein,

der Euer fürstlichen Gnaden etliche Jahre im Siedehaus (Boden) an allerlei Bauten gearbeitet hat; sie wurden verordnet, in den Salzbrunnen bis auf den Grund hinabzusteigen und alle Mängel zu besichtigen — dem sind wir dann auch so nachgelebt und nachgekommen.

3

Da habenn wir eigenntlich vnnd augennscheinlich befundenn, das das fas im Saltzbronn vffm grunde, auch der Tam2 mangellhafftigk, vnnd wir habenn vnter dem fasse hin Inn den Tam mehr dann einer ehlen lanng greiffenn könnenn,

Da haben wir genau und augenscheinlich befunden, dass das Fass im Salzbrunnen auf dem Grund und auch der Damm mangelhaft sind, und wir haben unter dem Fass hindurch mehr als eine Elle weit in den Damm hineingreifen können.

4

Nach solcher besichtigung vf vnnd vmb den Saltzbron, Sohlgrabenn, Kunste vnnd annders des tags vnnd artts3 geschehenn,

Nach dieser Besichtigung auf und um den Salzbrunnen, den Sohlgraben, die Pumpwerke (Künste) und anderes, wie sie an diesem Tag und in dieser Weise geschehen ist,

5

Habenn die Pfenner den Saltzbronn mitt einer Wardeln oder Leynenn, darann Bleyenn Zeichl4 vnnd feddern gehanngen, Inn die Höge tieffe, weitte vnnd lennge, Inn vnnd auswenndigk zumessenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

haben die Pfänner begonnen, den Salzbrunnen mit einer Wardel oder Leine, an der bleierne Zeichen und Federn hingen, nach Höhe, Tiefe, Weite und Länge innen und außen zu vermessen,

Unsichere Lesungen

  1. E. f. gl. — Abkürzung mit Schlaufenbuchstabe; Auflösung als 'Euer fürstlichen Gnaden' aus dem Kontext (Bericht an den Landgrafen), Lesung des ersten Buchstabens nicht ganz sicher
  2. Tam — Anfangsbuchstabe T mit Querstrich; auch Lesung 'Cam' (Kamm) denkbar, gemeint ist der Damm um das Brunnenfass
  3. artts — Wohl 'orts' gemeint (des Tages und Ortes); Vokal sieht wie a aus
  4. Zeichl — Wortende undeutlich; wohl bleierne Zeichen/Senkbleie an der Messleine

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