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Salzbibel

Die Salzbibel

Das Werk als Zeitleiste: Wortlaut, Übersetzung, Zusammenfassung und Anmerkungen — frei kombinierbar

Das Werk der Reihe nach

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App. IV · 4. Appendix · Band 2 · Fortsetzung

Das Reisebuch

Der vierte Appendix · 158 Seiten · Aufbau des Werks

HandschriftS. 777 Bl. 387r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 777

1

stucke, nit hat anntwortenn wollenn1, vnnd dann ann dennselbigenn, am meinstenn gelegenn, E. Churf. gl. liessenn sich nach Iziger zeit, vnnd aller vmbstennde gelegennheit, nit weitter Jegenn Ihnenn den Doctor in dieser sachenn ein, bis solanng er vff dieselbigenn fragstucke E. Churf. gl. richtigenn vnnd grundtlichen bescheidt gebenn, Dann ob schonn Sohle gnug furhanndenn, Er der Doctor auch sich ruemet, vnnd hören lest, er wolle mit einem drittentheil holzes, so viel als ein annder mit 3/3 außrichtenn, So hat er im doch das lassenn enndtfallenn, das er vnter anndernn hat außgesagt, er muste zu absiedung — 5. fuder wassers — 7. schock wollenn[?] holz habenn, aus welchem, vnnserm verstanndt nach, nit grosse abkurzung des vnncostenns am holz kann abgenommen werdenn, vnnd were demnach vnnser einfeltigs bedennckenn, Wo mann Je disfals etwas vornemen wolte, das erstlichenn — 2. Probwerck gesotten werdenn, Inn welchenn mann, auf seine art, vnd denn auf meine des Salzgreuenn, die feurherde

Unsichere Lesungen

  1. Z. 13: wollenn — oder wellenn

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HandschriftS. 778 Bl. 387v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 778

1

annstellete, mit dem holz sparenn oder nicht, Sonsten ohnne das wissenn wir weitters desfals nicht zu rathenn, Solches habenn Euer Churf. gl. wir vnnderthenigst nicht verhaltenn sollenn, vnnd seindt derselbigen zudienenn verpflicht, schuldig vnnd gannz geflissen willigk, Datum Anno Domini 69. den 25. Nouembris Michell vonn Ebelebenn Haubtmann zu Sanngerhausenn Johann Rhenanus Hessischer Salzgreue Christoff Schornlebenn1[?], Ober Huttenverwalter des Bergkwergks Freyburgk, Mathias Flicke2[?], Bergkvogtt zu Sanngerhausenn

Unsichere Lesungen

  1. Z. 13: Schornlebenn — Name, o/e unsicher
  2. Z. 16: Flicke — Name, oder Flirke

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HandschriftS. 779 Bl. 388r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 779

1

Fragstuck so dem Herrnn Doctori Landeler vonn Nurmbergk, nach außweisung des Churfl. Sechssischenn beuelchs des Saltzwercks Artern wegen seindt vorgehaltenn wordenn, vnnd was er darauff geanntwort. Ob der Saltzbronn bestenndiglich gefast sey, anntwort, Er sey nit gefast, vnnd wann er schonn nicht gefast werdenn solte, konne er doch mit bestenndigem nuzenn bey Iziger gelegennheit des Bronnenns bleibenn, Er verhoffe aber Ihnenn nachmahls mit Göttlicher verleyhung dermassenn zuerbauenn, vnnd in besserung zubringenn, das 100 oder 1000 Pfannenn gesezt werdenn konttenn, So wolle auch er aus dem abflus, also viel Salzes als aus dem Bronnenn machenn, vnnd sey die Izige fassung nur ein absonnderunge, vnd steygerung, Damit nit die vnreine Sohle, Inn die Pfannenn komme, sey gennzlich bedacht, den Bronnenn zufassenn, so baldt er nur durch hulff vnsers gnedigstenn Churfurstenn vnnd herrnn konne befordert werdenn, Vff welche mas vnnd weise er dieselbige fassung wolle

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HandschriftS. 780 Bl. 388v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 780

1

furnehmenn, anntwort, Darzu bedarf er verstenndiger vnnd erfahrner leute Rath, verhoffe leutt zuwegenn zubringenn, die Ime darzu tuchtigk sein konnenn, Doch wolle er nit tieffer senncken, Sonndernn vielmehr, da er Ja bauenn wolte, wolte er eine gute weite vom Bronnenn ein Stollenn vom Bergk herausfuhrenn, damit er also die wildenn wasser verschrotenn, abfuhrenn, vnnd die Sohlen allein behaltenn muge, Was solcher Baw kostenn werde, Sagt solches könne er nit eigenntlich wissenn, so sey es auch ann dem, das sich der Baw selbst könne verlegenn, so er im stetigenn siedenn bleibt, Doch könnt mann mitt — 1000 fl. in solchem baw viel außrichtenn, Ob er die Sohle vor rein vnnd gut achte, anntwort, die sey gemischt, wie dann alle Sohlenn bis vf — 33. lötige, Wieuiel Sohlenn der quell alle stunde, vnnd ob er dieselbigenn alle versiedenn wolle, berichttet, Er sey so reich vom Quallenn1[?] ann der meinge, das er

Unsichere Lesungen

  1. Z. 20: Quallenn — wohl Quellenn

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HandschriftS. 781 Bl. 389r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 781

1

gannz Teutschlanndt damit speisenn wolle, getrau es auch wolfeiler als zu Halle zumachenn vnnd zuuerkauffenn, Wie Reich die Sohle am halt sey, sagt der Centner habe — 6 lb.1 reichlich. Ob zuhoffenn, das durchbauenn der Bronn könne verbessert werdenn, Sagt er sey der gennzlichenn hofnunge vermittelst Göttlicher hulffe, wann der Baw nach obgesazter seiner meinung Inns werck gesezt werde. Was fur art er brauchen wolle, die Sohle zuuerbessern, Sagt, Es sey ein frage in Heiligenn Geist, Er hab albereit vnnsernn gnedigstenn Churfurstenn vnnd herrn, dauonn berichtet, wolle es auch nachmahls thun, konne sich aus bedenncklichenn vhrsachenn vff diese frage Jegenn vnns nicht erclerenn, Wieuiel Bodt vnnd Pfannenn vonn den Bronnenn fur vnd fur, bestenndiglich konntenn gefordert werdenn, Sagt souiel als mann wolle, vnnd souiel als man Holz

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: lb. — Pfundzeichen

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HandschriftS. 782 Bl. 389v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 782

1

bekommenn konntte, Er sey aber mit seiner Kunst gefast, das er mit einem drittenntheil holzes souiel außrichtenn will, als ein annder mit — 3/3, Hatt sich auch weitters erkleret, das er zu absiedenns — 5. fuder wassers — 7. schock Wellenn, vnnd nitt mehr bedurffe, wolle auch wohl ohnne holz siedenn, Wie gros vnnd tieff die Pfannenn sey, anntwort, Diese frage ist, Noli me tangere, Er könne aber mitt grossen vnnd kleinenn Pfannenn siedenn, Wieuiel dreßnischer Schöffell er auff ein siedenn vnd pfannenn außbringe, anntwort, auff ein siedenn bringe er aus — 4. Schöffell, welche drey Hallische machenn, er siede dieselbigenn in — 6 oder 8. stundenn, gebe wochenntlich zu lohnn — 2 fl. vnnd lieffernn Izo die Söder wochenntlich — 100 stuck, hoffe es aber vf — 150 stuck zubringenn, Wieuiel holz auff Jeders siedenn aufgewenndet werde, anntwort, wiewohl dieser artickul auch noli

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HandschriftS. 783 Bl. 390r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 783

1

me tangere seÿ, vnnd er deshalb mehrhöchstes ernenten vnsern gl. f. vnnd herrn solches berichtenn wolle, do durffte er doch nach Jtziger gelegennheit, da er allein den drittentheil seiner kunst Jnns werck gesetzt, die anndern zweÿtheil aber, ohne kaiserliche priuilegien Jnns werck zusetzen, nit bedacht seÿ, mit mehr denn — 4 schock wellen, deren Jedes — 3 groschenn gelte, da zu Franckenhausenn eins achtte gellett. 13. Was fur feurwergk er wolle brauchenn, vnnd vf was art der feurherdt seÿ anngestellet, Sagtt er wolle brauchenn Holtz, Stro, Schilff, Steinkohlenn, vnd dorff1[?], So seÿ sein herdt auff zuegk, trieb vnnd windt anngestellet. 14. Jnn was kauff vnnd werth das holtz Jtzo seÿ, Jst Jtzo erkleret, Jedoch könne er Jtzo, wann ers Sambskauffs thut, den acker schlagholtz, vmb — 2. 3. 4. oder 5 fl. keuffenn vnnd ann sich bringen, 15 Ob mann es auch in solchem werth könne bestendig=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 13: dorff — d oder t (Torf)

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HandschriftS. 784 Bl. 390v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 784

1

lich erhaltenn, sagt, darnach mann viel vnnd wenig köthe annstellet, Hoffe aber wo vnnser gnedigster herr etwas Jme auf geburliche zins vnnd volgende bezahlung wurdenn versetzenn, er wolle durch fügliche mittell die vmbliegennde Geholtz wohlfeiler vnnd bestenndiglicher ann sich bringenn, Erblich, oder vf wiederlauffennde Jar, wo aber nitt So muste er aus einem kleinenn Bronnenn auch trinckenn, denn zugrossenn hanndelnn gehören grosse beuttell 16. Ob auch holtz gnugsamb fürhanndenn, sagt weren bis in — 50. oder 60000 acker zukauffe, vnnd könne vf — 1000 ackernn gemeines Reisholtz, souiel holtz zuwegenn bringenn, das er damitt — 200000 ste1[?] absiedenn könne, Mitt denn Waerterischenn2[?] holtze aber, welchs besser seÿ, könne er mit — 1000 ackernn — 300000 ste3[?] befordernn, Solte er aber die Sohle alle versiedenn, So würde in der Düringer vnnd Hartzwaldt.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 15: ste — Abkürzung, wohl Stück
  2. Z. 16: Waerterischenn — Name des Holzes unklar
  3. Z. 17: ste — Abkürzung, wohl Stück

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HandschriftS. 785 Bl. 391r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 785

1

Ja alle vmbliegennde geholtze zuwenig sein, 17. Wie lannge mann ohne steigerung des Holtzkauffs sich holtzes erholenn könne, Sagt, Hierinne könne er kein mas noch ziel setzenn, dann es seÿ ein handell der steigenn vnnd fallenn könne, 18 Welche Geholtze diesem Saltzwergke am nehestenn gelegenn seindt, wie sie heissenn, vnnd wo sie liegen, Sagt, er stehe in hanndelung mit denenn vonn Werternn vmb — 16000 acker, So seyenn Jme die Witzlebischenn1[?], Werterische Rasennburgische2[?], Sapennburgische3[?], Schöffische4[?], vnnd Euerfordische5[?] gehöltz am bestenn gelegenn, versehe sich auch, er wolle flösse annstellenn, vnnd zuwegenn bringk. 19. Ob das Saltz auch gut vnnd düchtigk, sagt, Seÿ gut, stelle es vf die Proba. 20 Ob auch grosse nachfrage vnnd bestenndiger Schlis könne anngestellet werdenn, Sagtt. Dauon habe er seinenn vorschlage mehr hochstermeltem vnserm G. fürstenn vnnd herrnn, schonn eroffnett.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 10: Witzlebischenn — Name
  2. Z. 10: Rasennburgische — Name
  3. Z. 11: Sapennburgische — Name, evtl. Sachsenburg
  4. Z. 11: Schöffische — Name
  5. Z. 11: Euerfordische — Name, evtl. Erfurt

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HandschriftS. 786 Bl. 391v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 786

1

wie es in seiner Churf. gl. Lanndenn gehalttenn werdenn könne, Jtzo aber zeit er ann, Ladenn beÿ Jme Franckenn, Wittlennder1[?], auch zu Zeittenn Reinlennder, so seÿ vorm Jar es beÿ Jhnenn im winter sehr sperung2[?] vmb saltz gewesenn, als mann zu Franckennhausenn ein zeitlang nicht sieden könnenn, Habe vf einmahl — 800 stk im vorrath gehabt, vnnd dis Jar vber heupt — 3000 stuck vnnd darüber gemacht, Stehe mit den Nürnberger in hanndelung, wisse auch wege, wie er mitt den fürleutenn ganntz wolfeÿl vnnd leichtlich beÿ Centnern, das holtz abzuführenn verdingenn könne, 21. Was der Ertzbischoff zu Magdeburgk als Lehenherr, darann vor gerechtigkeit habe, was für bewilligung vnnd Consens er vonn Jtztgedachtem Ertzbischoff habe, Was dieselbige bewilligung Jnnhalte, vnnd wie lannge sie stehe, Darauf anntwort er, Es seÿ wohl Ertzbischofflich Lehenn, aber es seÿ in dem Lehennbrieffe, welche seine gnedige Herrnn die

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: Wittlennder — Herkunftsname unklar
  2. Z. 5: sperung — Wort unklar

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HandschriftS. 787 Bl. 392r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 787

1

Grauenn vonn Mannsfeldt habenn austrucklich das Saltzwergk Jnnerleibt, vnnd stehenn nur alleine den 3/5. Graff Hanns Jorgenn vnnd S. Gn. bruedernn zu, vnnd habenn die anndernn Grauenn nichts darann zufordernn, vnnd das dem also seÿ, Erbeut er sich mit den Lehennbrieffenn zubeweisenn. Wir habenn auch die altenn gewerckenn, die vornembsten abgehöret, vnnd aus Jrer anntwort befundenn, das sie vnnd alle alte Gewerckenn, mit Doctor Landeler1[?] wohl zufriedenn, Wollenn auch am Saltzwerck, kein beforderung mehr habenn, dann was die Vergleichung mitbringt. Sultza. Als ich nun zu Sultza war, hab ich mit vielenn freundtlichenn vnnd glimpfflichenn worttenn, gedachtenn kunstler anngeredt, vnnd vonn wegenn meines gnedigenn fürstenn vnnd herrnn, zur besichtigung zugelassenn zuwerdenn begeret, Hab ich doch nichts

Unsichere Lesungen

  1. Z. 9: Landeler — Personenname

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HandschriftS. 788 Bl. 392v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 788

1

erhaltenn mugenn, dann er mir stetigs zur anntwort gebenn, Es seÿ im ganntz vngelegenn, seine kunst, darauf er ein merckliche vnnd grosse gewendet vnnd gewagt, einigenn mennschenn, ohnne gnugsame vndtgeltnus1[?] zuzeigenn, da aber mein gnediger fürst vnnd Herr sich mit Jme einzulassenn, vnnd ein stadtliche nambhafftige vergleichung versichernn wurde, wert er vnderthenigk erbuetigk seine kunst auch in ffgl. Saltzwergk Sodenn annzustellenn, Darauf ich zur anntwort gebenn, das mein gl. f. vnnd herr, noch in ffgl. Saltzwergk keinenn manngell befundenn, nicht leichtlich allenn Geisternn gleubte, vielweniger sich in einige vngewisse Contrahirunge einlassen wurde, So könnte auch seine kunst, wanns Jnns wergk gesetzt wurde, nicht lanng verborgenn bleibenn, Aus diesem gesprech hat er vber tisch, abendts vnnd morgenns, sich mit viel ruhmreistigenn redenn vernehmenn lassenn, das keiner im Reich wert,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: vndtgeltnus — Lesung unsicher

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HandschriftS. 789 Bl. 393r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 789

1

der sich auf Saltzwergk, vnnd Saltzprobiren, besser als er verstunde, vnnd insonderheit das er die Sohla zu Sultza, die doch sehr gering were, ohnne zuthun einiges feurwergks, dermassenn gescheidenn hette, das der Centner — 18 ℔1 hielte, Solches hab ich in seinem werth vnnd vnwerth beruhenn lassenn, vnnd seine Sohl zuhabenn begeret, welche er mir auch zugestelt, aber dermassenn ist sie vnschmackhafft vonn Saltze gewesenn, das ich sie nitt werdigk geschetzt habe zu probiren, dieweil vnnser weltwasser reicher ist am geschmack dann die Sola, vnnd es seÿ dann, das ein besonnder heimblicher betrugk dahinder stecke, dauonn ich drundenn weitters beÿ Ascherslebenn meldunge thun will, So mus ich das dis orts rundt schliessenn, das kein bestenndig Saltzwergk in ewigkeit da werdenn könne, Es kunstiere zugleich der kunstierer was er wolle, Er berichtet aber vnter anndern, das der Bronnenn — 18. Lachter tieff were, so hoch voll Sohlenn stunde, vnnd mit Schepff eimernn gereicht würde,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: ℔ — Pfundzeichen, Lesung Zeichen

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HandschriftS. 790 Bl. 393v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 790

1

Als ich aber dis orts weitters nicht habe ausrichtenn könnenn, hab ich mich vfgemacht, vnnd bin dannenn gezogenn, Dieweil aber gleich vor Sultza der kunstler seine kunstirung aufgericht gehabt, habe ich dieselbigenn vber zeune vnnd grabenn hin soviel anngesehenn, das ich befundenn, das daselbst ein kodt vfgericht mit einem Schornnstein, gleich wie zu arternn, vnnd nicht weit dauonn etliche andere schmale lannge gebeue, vngefehr acht oder neun schue breit, Jnn der Lennge vnnd höhe aber vngleich vfgericht gewesenn seindt, welche mit strogedeckt, vnnd etwann zwene schue hoch vber der Erdenn, darin flache tröge, vngefehr halbes schuchs hoch, zwölff schue lanng, vonn dennen dielenn zusammenn gefügt, vnnd getrunngenn gewesenn, vber denselbigenn habenn gehanngenn Stroernn oder Schilferne ketzenn1[?], welche wie ich sonnst berichtet wordenn, er darzu braucht, das er die Sohlenn darauff mit schauffelnn lecket, welche darnach in die tröge abtreiffenn, vnnd fürters vonn einem troge zum

Unsichere Lesungen

  1. Z. 17: ketzenn — Wort unklar

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HandschriftS. 791 Bl. 394r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 791

1

anndernn |: derenn vngefehr in die vierzehenn ich gezehlet :| ableuffet, vnnd soll also durch solchs leckenn vnnd leitenn, die Sohla gebessert werdenn, Boserne1[?] Folgennts tags binn ich vff Weissennfels vnnd nach Bosernn verreiset, daselbst auch die gelegennheit des daselbst fürgenommenn Saltzwergks bau zuerlernen, vnnd dieweil zu Weissennfels ein Bürger, mitt nahmenn zacharias hoffmann genanndt, welcher für einenn zimblichenn verstenndigenn Philosophum anngebenn wardt, auch kurtz zuuor mit den kunstlernn auf dem Bronnenn zu Bosernn gewesenn, vnnd dauonn zuberichtenn wissenn hatte, Hab ich denselbigenn zu mir erfordert, vnnd nach essenns auff meinem wagenn mit mir nach Bosernn genommen, dieser hat mich berichtet, das er vonn altenn leutenn erfahrenn, wie weÿlanndt der Hochlöbliche fürst Hertzogk George zu Sachssenn, denselbigenn Saltzbronnenn zubauenn erstmahls vngefehr vor — 50. Jarenn vnderstanndenn, habe auch darauff ein

Unsichere Lesungen

  1. Z. 4: Boserne — Ortsname, wohl Poserna

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HandschriftS. 792 Bl. 394v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 792

1

merglichs vnnd grosses gewenndet, den Bronnenn vber — 40 ehlenn tieff gesenncket, viel kunst: vnd Schepffwergk daselbst vfgericht, habe aber nichts zu wegenn bracht, sonnder souiel tieffer er in weichenn Steinechtenn grundt gesenncket, souiel mehr seÿ das wilde wasser herzugedrungenn, welchs enndtlich die arbeiter dermassenn vberwaltigt, das sie vonn der arbeit ablassenn mustenn, vnnd seÿ also das vorgenommene Saltzwergk zu wustenn rechtenn1[?] liegenn bliebenn, bis auf den Jtzigenn Churfürstenn zu Saxenn, Hertzogenn Augustum, beÿ dem habenn die Nürnbergischenn kunstler vmb belehnung anngesuchtt, aber noch zur zeit nichts erhaltenn könnenn, Als ich nun Jnns dorff Bosernn kommenn, habe Jch zwenn alte menner, vf alle die Jtzt erzelten Puncten, Jre wissennschafft zueroffnenn, im augennschein vff dem Bronnenn gefragt, seindt die dem allenn zugetrettenn, vnnd darbenebenn anngezeigt, das in zeit des fürgenommenn Baues nichtt allein an einem

Unsichere Lesungen

  1. Z. 9: wustenn rechtenn — Lesung unsicher

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HandschriftS. 793 Bl. 395r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 793

1

sonndernn ann zweyenn dreyenn enndenn eingesenckt, vnnd nichts ausgericht were wordenn, wie dann solchs der augennschein mit sich brechtte. Weitters habe ich die Sohlenn zu probiren begeret, Nach dem aber der Bronnenn schacht, wie tieff er auch ist, mit Sohl vnnd wiltwasser bis obenn aus der erdenn gleich erfült gewesenn, auch vmb vnnd vmb ein kreuchechtigk[?] gemöhr[?] vorhanndenn, Hab Jch zur Sohlenn nit kommenn mügenn, bis solanng ich vf fürschlagenn obgedachts Weissenfelssischenn Burgers, ann einer lanngenn Leynenn, vber ein lange stanngenn ein kruglein mit annhanngenndem gewichte eingelassenn, vnnd die Sohle aus der tieffe zureichenn, fürgenommenn, Jst aber vmb der vielenn strebenn willenn, so im Schacht seindt, nichts zuwegenn bracht, denn der krugk am stricke zerbrochenn, Souiel vonn diesem Saltzwerck, das annder wirdt sich in gemeinem bericht wohl findenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 8: kreuchechtigk gemöhr — Lesung unsicher

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HandschriftS. 794 Bl. 395v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 794

1

Hall in Sachssenn Zu Hall in Sachssenn einkommenn, vnnd als baldt meinenn diener zum Secretario Kitzingenn1[?] abgefertiget, durch eine zettell, meine Jegennwertigkeit eroffnet, vnnd vonn Jm freundtlich begeret, das er beÿ den Herrnn Rethenn |: vnnter welchenn auch der Saltzgreue mit war :| in abwesenns des Ertzbischoffs mich wolte anngebenn, welches er gethann, vnnd mir annzeigenn lassenn, das die Hern Rethe mich vonn stundt ann hörenn woltenn, auf solche anntwort hab ich mich als baldt auf die Cantzleÿ verfügt, bin zu den Rethenn eingelassenn werdenn, Habe meine werbung nach gelegenheit fürgetragenn, meine Credentz vbergebenn, welche sie mit sonnderlicher Reuerentz anngenommenn, vnnd bin ich nach gethaner werbung abgetrettenn, Jr anntwort weitters erwarttenndt, vber ein gar kleine weile, habenn sie mich zu sich wieder erfordert, meine gethane werbung vnd Credentz

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: Kitzingenn — Personenname

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HandschriftS. 795 Bl. 396r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 795

1

Ihres Innhalts in allenn stuckenn wiederholet, vnnd darauf dir antwort gebenn, das sie vonn wegen Ires gnedigstenn furstenn vnnd herrnn des Administrators zu Magdeburgk, nicht allein geneigt werenn, Meinem gnedigenn furstenn vnnd herrnn ssgl1[?] begerenn zu wilfahrenn, sonndernn dieweil sie auch spuretenn, das solchs weder Irem Saltzwergk, noch Iemandts zu nachteil, aber viel mehr zu beforderunge des gemeinenn nutzenn gereichete, erkennetenn sie sich schuldig, dis fals meinem gnedigenn furstenn vnnd herrnn, aller gelegennheitt Ires Saltzwergks auf mein weitters ansuchenn vnd frage berichtenn zu lassenn, sie hettenn auch albereit den Saltzgreuenn, der da zur stedte zu Iegenn2[?] sesse, vonn wegenn hochgedachts Ires gnedigstenn herrn beuohlen, mir dis fals was notwendigk nichts zu verhaltenn, denn sie darann mit nichtenn zweyfeltenn, es stundenn die sachenn zwischenn Irem G. F. vnnd herrnn dem Administratorn, vnnd meinem gnedigenn herrnn dem Landtgrauenn, also, das

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: ssgl — Kürzel unklar, evtl. seinem
  2. Z. 14: zu Iegenn — evtl. zugegenn

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HandschriftS. 796 Bl. 396v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 796

1

sie auch beiderseits in noch einem grössern einer dem andernn eine freundtliche bitt nicht abschlagenn wurde, Als nun alsbaldt der Saltzgreue auch sich darzu gutwillig erbottenn, hab ich mich dagegenn geburlich bedannckt, mit angehenngter zusage, das ich Itztgedachte Ire gute antwort vnnd willenn, meinem gnedigen furstenn vnnd herrnn mit ruhm vermeldenn wolte, Vnnd hab ich furters zu bericht vom Saltzgreuenn eingenommenn, wie folgt, Vom erster annkunfft des Saltzwercks zu Hall wiste er grundtlichs nichts zusagenn, Ohne das in der Merseburgischenn Chronickenn ergeschriebenn befundenn, das der grosse Keiser Otto, das Saltzwergk daselbst, dem Ertzbischoff zu Magdeburgk vbergeben, vnnd sey damahls die Stadt noch ein Dorff gewesenn, welches mit Hall geheissenn habe, Hat weitters hinzu gesetzt, dieweil Itztgedachter Kaiser Otto daselbige verschennckt gehabt, das es damahls schonn ein Saltzwergk gewesenn sey,

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HandschriftS. 797 Bl. 397r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 797

1

Ob aber die Bronnenn alle vier, Inmassenn sie Itzt gebauenn, in Bau vnnd wesenn gestanndenn seyenn, könne er gleicher gestalt nit sagenn, So finde er auch nichts dauonn beschriebenn, denn etwas weniges bey Agricola vnnd Mathesio. Sieuiel die fassung der Bronnenn vnnd abfuerung des wildenn wassers annlanngt, dauonn wisse er oder niemanndts nichts bestenndigs, Das sey aber nicht ohnn, sonnder war, das der grundt im teuschenn Bronnenn, wie dann auch in den anndernn Grau weisser Sibs1[?] oder Salckgrundt2[?] sey, auf welchem Bronnenn die Schacht mit Kleis3[?] gelegt, vnnd dermassenn wie vermutlich in ein annder gefuegt, vnnd darhinder mit Thonn oder anndernn zehenn Erdtreich verwaret seindt wordenn, das das wilde bey Ihnenn nit einbrech4[?] noch schadenn schaffenn könnte, wie dann solchs ab dem nahenn fliessenndenn flus der Saal |: welche bisweilen auch obenn auf die Bronnenn steige :| were anzunehmen, Sagte auch klar, das Inn vnnd bey Irer Sohlenn kein wilt

Unsichere Lesungen

  1. Z. 11: Sibs — Lesung unsicher
  2. Z. 11: Salckgrundt — evtl. Kalckgrundt
  3. Z. 12: Kleis — evtl. Kleib
  4. Z. 15: einbrech — Endung mit Zeichen abgekürzt

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HandschriftS. 798 Bl. 397v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 798

1

wasser mehr wehre, vnd als ich darwieder disputirete, bleib er gleichwohl auf seiner gefastenn meinunge, Damit ich dann nach gelegennheit zufriedenn sein muste, Darbenebenn hat er aber auch berichtet, das allennthalbenn im ganntzenn thal, da das Saltzwergk liegt, wo mann einsenncke, sich Sohlenn findenn lasse, auch obenn in der fleche, wie aber solchs zugehe, vnnd woher die kumme, wisse er nicht zusagenn, Es sey aber bey Ihnenn bey hals hennckenn verbottenn, das kein Her1 oder wircker die Sohlenn enndtplössenn, noch versiedenn dorffe, Innhalt des daruber haltenndenn artickels in Irer Ordenung. Vonn der tieffe der Bronnenn hat er nichts berichtenn könnenn, desgleichenn auch der austheilung nicht, vnnd darumb dis fals mich ann die Bronnenmeister, Bronnennknechte, vnnd vorschleger volgenndes tags Irenn bericht anzuhörenn gewiesenn, gleichwol hat er mit hinzu mir das gemeine Lehennbuch nach allenn Bronnenn vnnd Stennenn gezeigt.

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  1. Z. 10: Her — evtl. Herr

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HandschriftS. 799 Bl. 398r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 799

1

Weyl aber die theilung darin vngleich in allenn stuckenn, hab ich mich nicht darin richtenn könnenn, wie dann auch noch nicht, vnnd deshalb gebettenn, das er vnnbeschwert sein wolte, mir aus gedachtem Lehenbuch die Heuptaustheilung durch seinenn Schreiber abschreibenn zulassenn, welchs er dann gutwilligk gethann, vnnd erhelttet sich dieselbige wie folgtt, Teutsche Born Der Teutsche Born hat zwey vnnd dreissigk Stuele, ein Stuel hat vier Verteil, ein Vierteil ist — 12. Pfannenn, vnnd ein Ertzbischoff zu Magdeburgk soll in diesem Borne, vber acht Stuele, vnnd vnter siebenn stuele weniger nicht habenn, Metritz Born Der Metritz Born hat achtzigk virtell, ein virtell ist Siebennzehenn Pfannenn, vnnd in diesem Borne mag ein Ertzbischoff zu Magdeburgk auffs meiste vnnd daruber nicht habenn einenn Stuel.

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HandschriftS. 800 Bl. 398v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 800

1

Gutiars Born Der Gutiars Born, hat vier vnnd achtzigk virtell, vnnd ein virteil ist — 12 Pfannenn, vnnd in diesem Borne magk ein Ertzbischoff zu Magdeburgk aufs höchste vnnd daruber nicht habenn drey stuele, Hackebornn Der Hackebornn hat drey vnnd dreissigk Nössell vnnd nicht vierteil, ein Nössell ist — 6 ½ Pfanne, Inn diesem Borne magk ein Ertzbischoff zu Magdeburgk aufs höchste vnnd daruber nicht habenn einen halbenn Stuel, Ein Stuel ist vier Nössell. Vnnder des hab ich gefragt, Nach dem wie obenn gehört die theilung in allem vngleich, dem Bischoff in einem Bronnenn mehr dann in anndernn zugeeigenet sey, auch Pfannenn im Lehennbuch genennet werdenn, wie es doch hierumb eine gelegennheit habe, ob der Bischoff alwegenn die theilung gehalt, oder auch mehr theil ann sich bringenn müge, wie es vmb die Lehennschafft geschaffenn, Ob dieselbige mann oder Erb=

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HandschriftS. 801 Bl. 399r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 801

1

gut sey, vnnd enndtlich was in Irem Saltzwergk ein Pfannenn heisse, auf diese frage hat er mir vnnderschiedtlich geanntwort, vnnd erstlich anngezeigt, Das vonn alters her die Bischoffe nicht mehr dann die Erblehennschafft, Erbrennth1 |: so etwas geringe gewesenn :| hohe Obrigkeit vnnd schutz, ann vnnd in dem Saltzwergk gehabt, biss so lanng das der ErtzBischoff Ernnst, welcher ein gebornner Hertzogk zu Sachssenn, vnnd Lanndtgraue zu Duringenn gewesenn, durch vbermut, pracht, vnnd vngehorsamb der Pfenner zu Hall ein Vrsach genommenn, das er sie nit allein vmb den vierdtenn theil des ganntzenn Saltzwercks gestrafft, dasselbige furters ein gros theil ann Gottes diennst vnnd die armen ausgespenndet, Sonndernn auch dahin enndtlich mit ernnst gehaltenn, das sie vonn Ihm, vnnd allenn nachuolgenden Bischoffenn, souiel die vbrigenn drey virtheil des Saltzwercks annlanngt, die renndtpfannigenn vnnd tragenn habenn müssenn, Solchs werde bis vf diese stunde noch gehaltenn, also das

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  1. Z. 5: Erbrennth — Lesung unsicher
  2. Z. 19: renndt=pfannigenn — Lesung unsicher

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HandschriftS. 802 Bl. 399v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 802

1

Itzo der Ertzbischoff mit dem so den Stifftenn zugeordennt ist, bis vf gar ein geringes, das ganntze halbe Saltzwergk allein einhabe, So habe auch die letzte Lehenn eintreferung1[?] dem ErtzBischoff vber Sechs Tausenndt guldenn getragenn, vnnd sey ganntz vnnd gar kein Erbgut vorhanndenn, dann das ein Ertzbischoff ein Furst vonn annhalt gewesen, seiner freundtschafft in Iedem Bronnenn einenn Stul erblich zugeeigenet hatt Sonnstenn sagte der Saltzgreue, damit die Bischoue nit dafur anngesehenn werdenn durfftenn, als woltenn sie das Saltzwergk gar aus der Burger hanndt ann sich bringenn, so pflegenn sie die anngestorbene Pfannenntheil etliche Iar lanng, Irenn wohl verdienetenn dienernn zu leibguth, auch wohl zu Erbmannlehenn auszuthun, vnnd zu leyhenn, vnnd Ire diener damit zubegnadigen, wie dann im selbst wiederfahrenn sey, vom ErtzBischoff Sigismundo hochlöblichster gedechtnus, welcher nicht allein zu erclerunge seiner furst=

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  1. Z. 4: eintreferung — evtl. einlieferung

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HandschriftS. 803 Bl. 400r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 803

1

lichenn gnedigenn neigunge Iegenn Ihnenn vnnd die seinenn, sich zu einem Geuatternn seines letztenn sohns anngetragenn, Sonndernn auch mit einem annfall der acht oder zehenn tausenndt guldenn werth, begnadiget habe, Mitt den Pfannenn aber habe es die gelegennheitt nicht, wie bey vnns im Saltzwergk Sodenn, wie er dann das albereit in Iegennwertigkeit Meines gl. f. vnnd herrnn berichtet habe, Sonndernn es sey solchs ebenn eintheilung wie auff Bergkwergkenn, die Ganngk1, welche ein Iar mehr dann die anndern tragenn, darnach das feurwergk theur oder wolfeiler sey, vnnd das wohl oder vbell abgehe, Ich hab ihnn auch weitters gefragt, was sie vor gute beschriebene Ordenung habenn, Item wie es vmb Ihr Regiment vnnd verwaltung geschaffenn, auch wer die Personn sein die daruber gesetzt, was sie in beuelch habenn, vnnd ob Ire Empter bestenndige oder wechssell Empter seyenn, Darauff er mir zur antwort gebenn, sie habenn

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  1. Z. 10: Ganngk — Lesung unsicher

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HandschriftS. 804 Bl. 400v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 804

1

eine beschriebene Ordenung, welche er der stunden nit bey hanndenn hette, wolte sie aber folgenndes morgenns frue mir zustellenn, mich dieselbigenn durch aus lesenn lassenn, wiewohl er genntzlich wuste, das ich oder niemanndt, so aus frembtenn Saltzwerckenn wehrenn, sich daraus enndtscheiden könttenn, Wiewohl ich aber die Ordenung zuuor bey mir gehabt, vnnd dieselbigenn in der archiuenn zu Cassell furhanndenn ist, Hab ich doch solch erbietung mit freundtlicher dannck sagunge aufgenommenn, vnnd das es morgenns geschehenn möchte, aufs vleissigste begeret, Das Regiment sagt er, sey Erstlich Ime darnach dem Thalvogt, folgenndts zweyenn Obernn Bronnennmeisternn, zweyenn vnternn Bronnenmeistern, vier Beschlagernn, einem Bronnenschreiber, vnnd einem augler1 beuohlenn, das annder sein vnter Empter, welche keinenn beuelch habenn, Ohne das was Ihnenn vonn Itztgemeltenn nach gelegenheit beuohlenn wirdt,

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  1. Z. 18: augler — Amtsbezeichnung unsicher

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HandschriftS. 805 Bl. 401r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 805

1

Was nun dieser er1 aller vnnd eines Iedenn besonnder beuelch sey, wehre wohl notwenndigk, das dis orts dauonn bericht geschehe, Ich wils aber kurtze willenn vnterlassenn, Doch kan ich Ihrer aller einigkeit, leutseligkeitt, vnnd freundtlichkeit nit gnugsamb lobenn, Bey Itztgedachtenn gesprech, Ist es dieses tags bliebenn, vnnd bin ich in mein Herberge vmb funff vhr zu tisch ganngenn, daselbst hin ich dann einenn Saltzknechtt gefordert habe, der mich aller gelegennheit, wie es vmb das Saltzwerck geschaffenn, berichtet hat, wie druntenn ann seinem ort weitters anngezeigtt soll werdenn, Nachgehenndes tags hat der Saltzgreue mir von neuem ein Bottenn geschickt, vnnd darbenebenn ann mich gesinnenn lassenn, das ich zu mittags sein gast sein wolte, Darauf ich als baldt zu Ime ganngenn, vnd nach wiederholung seiner gesterigenn zusage, die Ordenung zubesehenn begeret, welche er mir gezeiget, vnnd daruber manncherley gesprech, frag vnnd

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  1. Z. 1: dieser er — so getrennt geschrieben

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HandschriftS. 806 Bl. 401v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 806

1

anntwort mit mir gehalttenn, also das die zeitt vngefehr verlauffenn, vnnd der tisch gedeckt wordenn, Er hat aber mir vnnder anndernn anngezeigt, das mein gnediger furst vnnd herr, als sfgl.1[?] daselbst zu Hall gewesenn, mit Ime in beysein des Ertzbischoffs gleicher gestalt auch manncherley frage vnnd anntwortt gepflogenn, ganntz frölich gewesenn, vnnd mit solchl2 vielenn fragenn, dem ErtzBischoff Sigismundo vnd anndernn Vhrsach gegebenn, den sachenn weitters nachzutrachtenn, die Ordenung vleissiger zulesenn, vnnd Iren schanntzenn besser, dann zuuor geschehen, war zunehmenn, Innsonnderheit aber hat er gedacht, das mehr hochermelter mein gl. f. vnnd herr, eine sonnderliche kurtzweilige frölicheit zuwegenn bracht, mit dem Basilisco, vonn dem mann sagt, das er den ganntzenn Bronnenn, vor etlichen vielenn Iarenn, solte verstopfft vnnd verhindert habenn, da doch der Basiliscus so ein geringes thierlein sey, das manns auch in einer hanndt

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  1. Z. 4: sfgl. — Kürzel, wohl S. F. Gl.
  2. Z. 7: solchl — so, wohl solchen

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HandschriftS. 807 Bl. 402r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 807

1

wohl haltenn könne, solch gesprech hat zwischen1[?] Ihm vnnd mir, vonn morgens ann, bis zu essenns zeit gewehret, Vber tische hat er mit mir vielerley vom holtzhandell geredt, vnnd vnter anndernn gedacht, Nach dem sie aus dem Churfurstennthumb vnnd Stifft Merseburgk nicht mehr feurwergks wie vonn alters bekommenn mügenn, vnnd dennach der holtzhandell sehr geschwinde werde, sey er mit etzlichenn anndernn Pfennernn des fürhabenns, habs auch schonn Inns werck gesetzt Jerlich vonn dem fürstenn zu anhalt ein stattliche Summa ann sich die Saal heraüf zubringen, Was sonnst sein gesprech gewesenn, daraus allerley kann abgenommenn werdenn, will ich ann seinem ort, vnnd zu seiner zeit wohl einzubringen wissen Darnach hab ich in seinem haus ein Stück Saltz messen lassenn, welchs vnnserer geeichtenn maß — 10 ½ hatt gehaltenn, vnnd dieweil ich vnter des in

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  1. Z. 1: zwischen — Endung abgekürzt mit Schleife

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HandschriftS. 808 Bl. 402v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 808

1

meiner Herberge meine diener die Sohlenn Proba hab annstellenn lassenn, vnnd mein diener solchs zu der zeit annzeigete, Hat der Saltzgreue begeret, Ihme dieselbige zueröffnenn, wie dann auch beschehenn, vnnd stehet dieselbige Proba, wie volgtt. Der teutsche Bronn die quart —— 24 lot. Sohl thut rothe1[?] —— 106 lot. Metritz die quart —— 22 lot. Gut Jahr —— 22 lot ½ q2[?] Hacke Bronn ein quart —— 20 lot 1½ q3[?] Vnnter des hat er alle die vber die Bronnenn beuelch habenn, auf den Bronnenn durch den Thalvogtt, /: ist Richter oder wie manns alhier nennett Schultheis :/ fordernn lassenn, vnnd als ich mit im vf die Bronnenn ganngenn, daselbst alle gelegennheit der Bronnenn, des austheilenns der Sodt, siedenns, Saltzausbringenns, vnnd Saltzderrenns, augennscheinlich besichtiget, erforschet, doch bin ich des mehrenntheils zuuor durch den Hall knecht /: dauon ich drobenn meldung gethan :/ berichtet gewesen.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 7: rothe — Wort unklar
  2. Z. 9: q — Kürzel, wohl quintlein
  3. Z. 10: q — Kürzel, wohl quintlein

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HandschriftS. 809 Bl. 403r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 809

1

Die Bronnenn aber seindt tieff nach gründtlicher anzeigunge der Bronnenn verwalter —— 60. ehlen, ohnne der Guttjars Bronnenn, dauonn auch bener1[?] gründtlich berichttet. Der Teutsche Bornn wirdt mit einem haspell getriebenn, darann vor vnnd vor acht knechte in Schicht haspelnn, weret die Schicht zwo stundt, wirdt besetzt vf ein virtell /: welchs —— 12. Pfannen ist, mit —— 60. Zubernn. Der Metritz wirdt mit einem besser2[?] ausgetrieben, laufftenn Je zwo stunde in einer Schicht zwene, wirdt besetzt auf ein vierteil mit zehenn Zubernn, denn dieser Bronnenn allwegenn am ersten geschepfft wirdt. Gut Jars Bronnenn wirdt getriebenn mit dem besser3[?] lauffen Jede zwo stundenn in einer Schicht zwene knechte, wirdt besetzt aufs viertheil mit — 40. Zubernn. Hackebronn wirdt auch mit dem besser4[?] gehabenn, laufftenn gleicher gestalt Je zwo stünde zwene

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: bener — Wort unklar
  2. Z. 10: besser — Gerätename, Lesung unsicher
  3. Z. 15: besser — wie Z. 10
  4. Z. 19: besser — wie Z. 10

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HandschriftS. 810 Bl. 403v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 810

1

knechte, ein Schicht wirdt besetzt, aufs Vertell1[?] mit zehenn Zubernn, Das aber die austheilung der Sohlenn so vngleich vonn alters hero gehaltenn, vnnd nach sonnderer proportion ausgetheilet ist wordenn, darin ist meines verstanndts die vorsichtigkeit der altenn Pfenner, billich zulobenn, welche nicht alleine, nach dem sie die gelegennheit der Bronnenn gewust, dieselbigenn nicht einmahls aller ausösenn wöllenn, Sonndernn auch fürnemblich darauff gesehenn, das nicht einer die gute Sohlenn, der annder die geringe enndtpfinge, damits vfs aller gleicheste ausgetheilt werdenn möchtte. Inn fernner austheilung der Sohlenn, enndtpfehet erstlich der Bischoff sein theil nach anntzahl der stuel, vnnd vierteil, welche er in Bronnen hatt, Darnach zum anndernn die Geistlichenn armenn vnd Arbeiter, zum drittenn die Beamptenn vnnd Beuelchhaber, Enndtlich die gemeinenn Pfenner, vnnd laufft also aller vnncostenn allein vf den Bronnen

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: Vertell — wohl virtell, Schreibung unklar

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HandschriftS. 811 Bl. 404r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 811

1

dauonn ein Jeder bezahlt wirdt, Doch wer kein eigenn kodt, oder ein ganntz gerenthe, welches — 12 Pfannenn seindt, hat, darff nicht selbst siedenn, auch nicht siedenn lassenn, Sonndernn mus dieselbigenn Sohlen anndernn, so kode habenn, zu voller erstattung Irer gerenntte, vmbs geldt, wie die Jederzeit gesetzt wirdt, zukommenn lassenn, vnnd weis ein Jeder wohin er sein verdiennte Sohlenn, nach ausweisung der vorschleger liefernn soll, Die Sohle wirdt vonn kodenn zu kodenn, in Zubbernn getragenn, aus einem Jedenn Bronnenn nach seiner anntzahl, Da aber einer nicht seudet, bleibt die vbrige Sohlenn im Brunnen, wie solchs Jederzeit der Bronnennschreiber vnnd Bronnenmeister nach gelegennheit verordenenn, Vnnter des ich auf dem Bronnenn gewesenn, hab ich den full eymer vnnd Zubber einen eichen lassen, helt Jeder füll eymer —— 8 quart der Zuber vier full eymer tregt vf ein werck

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HandschriftS. 812 Bl. 404v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 812

1

wann —— 4½ Zuber eingegossenn werdenn —— 324. quart, seindt —— 54 virtell oder —— 5. Zuber 4½ virteil, Ist nach bey vnns nicht gar ein halb fuder, denn sechsthalb virteil darann manngelnn. Dieweil aber wie drobenn gedacht, Jeder stucke eines Elfftehalb metzenn macht, kann weitters die vergleichung leichtlich gemacht werdenn, wie viel Hellischer Sohl bey vnns ein werck machet. Ich bin auch weitters vf dem Bronnenn bericht wordenn, das niemanndts darauf /: wie auf anndernn Saltzwerckenn beschicht :/ durchs Jar Sohlenn holenn dörffe, weder vmb geldt, oder vmb sonnst, ohnn allein auf den Oster abenndt, als dann magk ein Jeder souiel Sohlenn holenn, als er will, vnd weret die austheilung einenn halbenn tagk, Aber vf dem Gut Jar theilet mann alle Sonntagk morgenn, auf alle mennschenn die es begerenn, ein Pfennig aus, vonn gemeinenn Pfennernn, vnnd des ganntzenn Saltzwergks wegenn.

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HandschriftS. 813 Bl. 405r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 813

1

Vnnd damit Je weder in Beuenn, Bestellungenn, vnnd anndernn gemeinenn vnncostenn, Inn die Heupt Rennthe nicht gegriffenn dürffe werden, seindt wie Ich bericht eingenommenn, dartzu fünff besonnder kodt geordennt. Der Saltzgreue aber hat für sein theil den gantzen1[?] Zoll, Nemblich vonn Jedem Saltzwagenn ein groschen2[?] vnnd dartzu alle Buts so im thal felt, ohnn etliche Saltzgerenntte, welchs er doch nicht hoch achttet. Gleicher massenn wirdts auch zu Franckennhausenn, Stasfurt, vnnd grossenn Saltza, mit dem gemeinenn vnncostenn gehaltenn, Volget nun vom siedenn, Wenn ein Herr voll gerenntte, vnnd ein Vierker3[?] voll siedenns hat, magk er wochenntlich — 40 werck siedenn, Dieweil aber etliche nicht voll gerenntte, auch nicht voll siedenns habenn könnenn, Ist der gemein annschlagk —— 70. stück wochenntlich gemacht, welche wann das Saltz wohl abgeht, Inn Jedem

Unsichere Lesungen

  1. Z. 6: gantzen — Endung abgekürzt mit Schleife
  2. Z. 7: groschen — Endung abgekürzt mit Schleife
  3. Z. 15: Vierker — Wort unklar

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HandschriftS. 814 Bl. 405v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 814

1

kodt durchs ganntze Jar gesottenn werdenn könnenn, dieselbigenn multipliciret mit — 102. kodenn, so stets im schwangk gehenn, tregts die wochenn vf alle kodt zusammenn. —— 7140. stuck, wiederumb multiplicirt mit wochenn, denn mann kein kaldtleger durchs ganntze Jar nur zwey auf Mitfastenn vmbs Thalsgerichts, vnnd vf Pfingstenn, vmb Irs Pfingstbiers /: wie sie es nennenn :/ willenn helt, thut vfs ganntze Jar, vnnd alle kodenn — 71400 stuck, derenn gilt Jedes ein halbenn thaler, tregt Jerlich —————————— 35700 thaler Welche das Saltzwerck Hall gewislich vnnd ohnne hindersall Jerlich kann ertragenn, Sonnstenn heltet mann auch gebotte kaltleger, wenns Saltz nicht wohl abgehet, oder sonnst mangell fürleufft, Es mus aber der Herr eines Jedenn kodts das Holtz, /: welchs alzeit im kauff vngewis ist :/ Pfannen vnnd anndere Rüstunge, auff seinenn kostenn selbst

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HandschriftS. 815 Bl. 406r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 815

1

verschaffenn vnnd bezahlenn, vnnd da er nit gnugsam gerenntte hat, dieselbigenn ann sich wochenntlich keuffenn, dem wircker lohnenn, vnnd fürters warttenn, was gewin oder verlust im daraus eruolge. Doch halttenn die vorschleger den gebrauch, das sie vmb bestenndiges nutzenn willenn, so den Gutherrnn hieraus eruolgenn kann, die Sohlenn vnnd holtz Jederzeit nach gelegennheit im kaufgeldt auff vnnd absetzenn, wie sie dann destenn alle Sonntag, wie es hierin volgennde wochenn gehaltenn werdenn sollenn, ein zettell offenntlich annschlagenn lassenn. Benebenn diesem, vnnd als ich auff den Bronnenn mich wie gehort, aller gelegennheit erfragt gehabt, Hab ich meinenn diener Inns kodt abgefertiget, daselbst sich zuerlernenn, wie die Herde vnnd Gesöde angestellet, wie die Pfannenn aufgesetzt, Wieuiel Pfannennkennn vnnd harkenn gebraucht werdenn, wie mann das Saltz ausbrechtte, wie manns derrette.

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HandschriftS. 816 Bl. 406v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 816

1

Wie gros die Pfannenn, Wie offt mann sie fegete, wie lanng ein Pfann stehenn könnte, Was mann vonn Jeder arbeit zu lohne gebe, Item Was für Instrumenta vnnd werck zeugk mann brauche, vnnd wie dieselbigenn genennet würdenn, auch was sonnst in gemein desfals vom siedenn, Sothenn, fegenn, vnnd Saltzmachenn, furnemblich zuwissen vonnötenn, Gemelter mein diener hat mir nachuolgenndenn bericht bracht. Der Herdt wirdt nachuolgennder weise mit Schlotter /: welchs sie foet1[?] nennenn :/ gemacht, ist vntenn einer ehlenn, obenn aber annderthalbenn Elaffter weit, zwo ehlenn tieff, Es wirdt das Pfannloch vonn der erdenn bis ann die Pfann mitt gebackenn steinenn eines schuchs weit, da mann das holtz hinein wirfft, gemacht, Mann steckt auch ein Eisenn zweyer ehlenn lanng, vornne Inns Pfannenn loch, so mann mit dem stro seudet, das es nit vf dem herde zusammenn falle, Sonndern vf dem Eisenn sich zertheile, vnd desto besser brennen müge,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 11: foet — Fremdwort, Lesung unsicher

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HandschriftS. 817 Bl. 407r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 817

1

Die Pfannenn so vf Jtztgedachtenn Herdt gesetzt, ist —— 4½ schuch breit —— 6½ schuch lanng, vnnd ein halbenn schuch tieff, zweyer finger hoch, vff dem Herde auff Hornnsteine gesetzt, wirdt darnach etwas vmbhero offenn mit Oseln /: wie sie es genennet :/ rings vmb die Pfann zugelegt, Es werdenn vf Jeder seittenn nebenn der Pfannenn, zwo staffelnn in die Erde gesetzt, darauff werdenn vber die Pfann zwenn Pfannenn beume, /: welche sie Behrstebe1[?] nennenn :/ gelegt, kostenn einen orts thalers, dartzwischenn werdenn zwey Harkscheide gesteckt, welche vber die Pfann hindenn darann zwenn Eiserne Bordtharkenn2[?], welche die Pfannenn haltenn, gehenncket, Vber das sein auch drey kurtze Beumlein, einer ehlenn lanng mitten vber gelegt, darann Nein Pfannenn harkenn, welche die Pfann haltenn, gehenncket. Wenn mann seudet so wirdt eingegossenn alle werck —— 36. Eimer Inn die Pfannenn, vnnd so mann —— 20 gefüllet, thut mann in denn —— 21 Eymer ein Nepflein[?] Rindes farbe[?],

Unsichere Lesungen

  1. Z. 10: Behrstebe — Fachwort, Lesung unsicher
  2. Z. 13: Bordtharkenn — Anfangsbuchstabe B/V unklar
  3. Z. 21: Nepflein Rindes farbe — Wortlaut unsicher

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HandschriftS. 818 Bl. 407v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 818

1

Welchs die Sohlenn klar reiniget, vnnd wanns aufgewellet, scheumet manns, darnach seudett mann drey virteil stundt, bis zum voll schütten, vnnd vfschlagenn gehenn zwo stundtenn, thut zusammenn ——1 stundenn, darin ein werck volkomblich bereitet wirdt, darnach tregt mann die stück ab, setzt die obenn auff die da zubereitetenn Saltzstedte, damit das Saltz recht trockenn werde, vnd Je lennger es darauf stehet, Je herter vnnd trockener es wirdt. Es werdenn aber die Pfannenn, dauonn drobenn anngezeigt, Jede wochenn dreymahl abgezogenn, vnd gereiniget, vnnd wann mann abziehenn will, mus der Saltztreger, vnnd des meisters knecht sie vom herde ziehenn, hinaus ans kodt richtenn, Nimpt ein Schüssell, schwemmket2[?] darein, darnach leget er sie nieder, vnndersetzet sie vf einer seittenn mit einer stebbelnn, macht mit einem bundt stro ein feur darunder, störet mit einer stanngen zu, bis es gnug ist, darnach müssenn sie die knechte wie=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: —— — Zahl nach Strich ausgelassen
  2. Z. 16: schwemmket — Wort unklar

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HandschriftS. 819 Bl. 408r Der Vierdt Appendix.

Wortlaut der HandschriftSeite 819

1

Der Vierdt Appendix. derumb anns bodt aufrichttenn, vnnd was noch von Schebenn, vnnd vnreints darann, klopfft der Wirt[?]er mit einem eiser hemmerlein, vnnd einem holtzernn Instrument, welchs ein Heigenn genenndt wirdt vollents ab, vnnd wann sie gar rein ist, bestreicht er sie mit kleister, damit sie nicht außlauffe, lesset sie wieder auff den Herdt tragenn, hat auch ein Holtzern Bordt hanngenn2[?], damit er die Bortte zu rechte rucket, vnnd stellet die Pfann also wiederumb auf den Herdt zu rechte, Solcher Pfann kann eine ein virtell Jars stehenn, vnnd gebraucht werdenn, kostet ein neue Pfann zu machenn — 18 fl. zu zwanntzigk groschenn, wie mich die knechte berichttet habenn, Die bode seindt anngestellet, eins ist ann dreyenn ortenn vnderscheidenn, ann einem welchs zu vnderst, wirdt die stro stedte genennet, dahin das Stro, holtz, vnnd feurwergk gelegt, zum anndernn da die Pfannenn stehet, vnnd am drittenn vnd höchstenn ortte, da das Saltz gederret, die Saltzstette.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: Wirt= — Wirt/Wirck, Trennung unklar
  2. Z. 9: hanngenn — Anfangsbuchstabe h/d

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HandschriftS. 820 Bl. 408v Der Vierdt Appendix.

Wortlaut der HandschriftSeite 820

1

Der Vierdt Appendix. Es ist auch vber der Pfann ein holtzernn deck, vonn dunnenn1[?] Bretternn gelegt, damit nichts vnreynes Inn die Pfann fallenn magk, Die Wergkzeugk so zum Saltzmachenn gebraucht, seindt diese wie volgt, Erstlich hat mann ein groß2[?] Sohlfaß, welchs einestheils zum bodt hinaus gehet, also das die Sohlenntreger auswendigk dem bode, einschuttenn konnenn, daselbst ist ein geflachtent3[?] weidenn hort aufgelegt, das nicht stro oder vnreinigkeit, muge hinein kommenn, einenn full eimer, mit einem darann gemachtenn langen harkenn, ein Gabbelnn, einenn harkenn, Saltzkorbe, Saltzschauffelnn, werdenn Soegstiele4[?] genennet, fege hemer vnnd Heigenn, Schuffenn vnnd Aschenn krukenn, ein Schrapteisenn5[?], ein hanndtfaß, ein Hoselein6[?], Es muß auch ein Jeder wercker in seinem bodt, ein grosse messingt oder kupfferne sprutzenn habenn, vnnd ein Pfannenn breth, Arbeiter lohnn, vnnd was mann vonn Jeder arbeit

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: dunnenn — dunnenn/dennenn
  2. Z. 6: groß — groß/grob
  3. Z. 10: tent — Wortende unklar
  4. Z. 14: Soegstiele — Vokale unsicher
  5. Z. 16: Schrapteisenn — t unsicher
  6. Z. 17: Hoselein — Lesung unsicher

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HandschriftS. 821 Bl. 409r Der Vierdt Appendix.

Wortlaut der HandschriftSeite 821

1

Der Vierdt Appendix. zu lohnn gibt, der Wircker nimpt alles geldt furs Saltz ein, Verechnet Jede wochenn den Junckernn, Jedoch emtpfenngt er vonn Jedem stuck ein groschen, thut die woch — 80 groschenn, dauonn lohnet er dem gesinde, gibt einem knecht die wochenn — 11 groschenn, darzu gibt im der Gast vonn Jedem stuck — 2 d.2 dem Jungenn gibt der wircker die wochenn — 8 groschenn, vonn einem gantz herde zu machenn gibt mann — 3 schock, Jedes zu 20 gr. Ein Sohlzieger verdienet vonn einem herde annzuziehenn — j gr. der Grinder verdienet vonn einem werck zu Grindenn, vnnd auszururenn — 2 d. zahlet der wircker, der treger verdienet vonn Jedem stuck — j d. der leder1[?] — 8. gr. vonn — 4 stuckenn, der stopffer vonn Jedem stuck — j d., darzu gibt der gast — 6 d. ein werck furzuziehenn — 2 d. zufullenn zur notturfft, Sonstenn brauchtenn sie ganntz vnnd gar keinenn vortheil zum siedenn, ob sie es schonn thun könnttenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 15: leder — leder/lader
  2. Z. 8: d. — Pfennigzeichen, so aufgelöst

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HandschriftS. 822 Bl. 409v Der Vierdt Appendix.

Wortlaut der HandschriftSeite 822

1

Der Vierdt Appendix. vnnd wann mann Ihnenn dauonn sagt, habenn sie Irenn spot vnnd hohnn darauff Als ich weitters auf dem bronnenn fragte, ob auch die Sohlenn ab vnnd zunehme, im ab vnnd zunehmenndes Jars, oder in trockenn vnd nassenn wetter, hab ich in gemein zur anntwort bekommenn, das sie es solchs niemahls acht gegebenn, viel weniger gefrobiret gehabt, So sey es auch bey Ihnenn vonn vnnötenn, dieweil sie Jederzeit das Saltz bey Ihnen nach dem stucke, vnnd nicht nach dem mas verkeuffenn, denn ein stuck gelte souiel als das annder, es sey gleich gros oder kleine, Ich hab auch weitters gefragt, ob auch vmb das Saltzwergk halle hero sich hin vnnd wieder etwa Sehe, Erdtfall, Sumpff, vnnd gemohr, gleich wie bey allenn anndernn Saltzwerckenn, ereugtenn, darauff mir der Saltzgreue zur anntwort gebenn, das nichtt weit vonn Hall ein See, der Rebelinger1[?] Sehe genanndt, vorhanndenn sey, vnnd bey demselbigen Sehe wurcke die Sonne Sommerzeit auf der ebene

Unsichere Lesungen

  1. Z. 19: Rebelinger — Ortsname, e/o unsicher

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HandschriftS. 823 Bl. 410r Der Vierdt Appendix.

Wortlaut der HandschriftSeite 823

1

Der Vierdt Appendix. weiß Saltz, so stehe das ganntze Saltzwerck auff einem Gemohr, so finde mann nit weit vonn der Stadt, auch tieffe Erdtfell, Innsonderheit einenn die Grietgenns1[?] grubenn genennt, welchs stetigs mit wasser stehet. Als auch Ich in des Saltzgreuenn Hause mit allem vleis annhielt, desgleichenn auch auf dem Bronnenn, in beysein der anndernn Beuelchhaber zu ettlichenn mahlenn wiederholete, vnnd zur besichtigung der Bronnenn in grundt zugelassenn zu werdenn, begerte, Ist mir solchs erstmahls durch den Saltzgreuenn abgeschlagenn wordenn, dann er vor vnnötigk schetzte, dieweil schonn mein gnediger furst vnnd herr Persönlich eingefahren, wie er mich berichttet, das ich nachmals darzu gelassenn wurde, Dieweil es were Res rari exempli Ohnne versamblung des Raths zu Hall, vnnd der furnembstenn Pfenner, nicht durffe geschehenn, vnnd mit hinzu auch dem Saltzwergk, weil mann mit dem Sohl=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: Grietgenns — Eigenname unsicher

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HandschriftS. 824 Bl. 410v Der Vierdt Appendix.

Wortlaut der HandschriftSeite 824

1

Der Vierdt Appendix. schepffenn still haltenn müste, zu hindersall gereichte, als ich aber gleichwohl nit ablassenn wolte, hab ich enndtlich zur anntwort bekommen, das den nechstvolgenndenn donnerstagk, welcher der tagk Marien Magdalenen were, sie vonn alters hero solemiter1[?] herbracht, das sie die Bronnen mit gewalt erschepffenn liessenn, vnnd als dann müste der Saltzgreue die Bronnenn meister, vnnd benebenn Ihnenn des Thals zimmermann, einfahrenn, die Bronnenn allennthalb mit vleis beleuchtenn, vnd besichtigenn, ob die auch etwa manngell oder schadthafft werenn, darzu brauchte der zimmermann sein eigenn mas, vnnd da er manngell befunde, müste er als baldt denselbigenn bussenn vnnd verbessernn, darbey sie es also furters bleibenn liessen, Sie habenn mir auch durch glaß, dadurch die Sonnen geschienenn, den teutschenn Bronn eigenntlich segenn lassenn, also das ich Ihrenn hab quellen sehenn, vnnd weitters mich beanntwort, wo Ich bis vf gedachtes fest daselbst bleibenn wurde, wol=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 7: solemiter — solemniter, m/nn unklar

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HandschriftS. 825 Bl. 411r Der Vierdt Appendix.

Wortlaut der HandschriftSeite 825

1

Der Vierdt Appendix. tenn sie mich vnweigerlich mit den Saltzgreuen einfahrenn lassenn, Welches aber meine gelegenheit nicht war, hab ich Ihnenn desmahls gedannckt, vnnd es hierbey bleibenn lassenn, vnnd weitters nicht viel gesprech mehr gepflogenn, Sonnst that auch der Saltzgreue fur sein Personn schlißen wollenn, vnnd kam1[?] ich im darin gentzlich nit abgefallenn, das gemeinlich alle Sohlenn so im grunde der Bronnenn gefundenn werdenn, Saltzreich seyenn, das mann sie obenn aber nicht Saltzreich am geschmack finde, sey allein der tieffe schuldt, dieweil die Sohle zu grundt weiche, vnd das wilde wasser obenn auffschwimmet, Diese frage will ich baldt bey aschersleben aufflösenn, Souiel vom Saltzwerck Hall in Sachßen, was noch manngelt, wirdt sich in der Ordenung wohl findenn.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 8: kam — kam/kann/bin

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HandschriftS. 826 Bl. 411v Der Vierdt Appendix.

Wortlaut der HandschriftSeite 826

1

Der Vierdt Appendix. Aescherslebenn1[?] Zu Aescherslebenn annkommenn, vnnd als baldt die gelegennheit des Saltzwercks besehenn, dieweil auch der Bronnenn da er gefast, weit vber der Stadt ist, hab ich den erstenn tagk nit darbey gethann könnenn, habe aber nicht desto minder mich bey beidenn Saltzgreuenn, so alle beidt mit dem zunahmen Muller genennt, des orts, derenn einer damals Burgermeister war, durch meinenn diener annzeigenn lassenn, vnnd begeret, das ich volgennts morgenns frue gehöret werdenn möchte, Volgennts morgenns habenn beide Saltzgreuenn mich zu sich erfordert, vnnd benebenn Irenn anndernn gewerkenn, vnnd dem Stadtvogt, mein werbung anngehort, die Credenz angenommenn, vnd benebenn erbietung Ires geneigtenn willenns, gegenn meinem gl. f. vnnd herrnn, nachuolgenndenn bericht einhelliglich gethann.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: Aescherslebenn — Ae-Ligatur, Zwischenüberschrift

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HandschriftS. 827 Bl. 412r Der Vierdt Appendix.

Wortlaut der HandschriftSeite 827

1

Der Vierdt Appendix. Die erste annkunfft des Saltzwergks wissenn sie nicht weitters, denn das vor Hundert Jarenn, sagt der Burgermeister, sey erstmals die Sohle, enntplosset, aber nichts geschafft wordenn, Darnach vor viertzigk acht Jarenn hat mann wiederumb anngefanngenn, vnnd mit einer wasser kunst, das wilde wasser abgehabenn, vnnd die Sohlenn so doch gering gewesenn, besonnders geschepfft vnnd versottenn, Enndtlich aber for zwanntzigk Jarenn, habe mann zubauenn mit aller gewalt anngefanngenn, wie solchs der augennschein außweiset, vnnd sey damahls Jörge Behm2 Ir Baumeister gewesenn, der sie in manchfaltigenn schadenn gefuhrt, vnnd Je lennger dieser zu seinerkenn1[?] anngehaltenn, vnnd durch ein gleichnus sie darzu vberredet, vom wein vnnd wasser, Bey diesem habenn sie einenn Stollenn vnnd grabenn, einer virteil meyl wegs lanng, mit grossem kostenn erbauet, darnach habenn sie einenn kunstmeister

Unsichere Lesungen

  1. Z. 16: seinerkenn — Wort unklar
  2. Z. 14: Behm — Personenname, e/ö

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HandschriftS. 828 Bl. 412v Der Vierdt Appendix.

Wortlaut der HandschriftSeite 828

1

Der Vierdt Appendix. vonn Lüneburgk1[?], George Rose2[?] genanndt, bekommenn, welcher den vorigenn grabenn wieder eingerissenn, neue kunste wieder umb vfgerichttet, anndere kothe gebauet, vnnd sey doch nichts daraus wordenn, Darnach habenn sie kunstler vonn Nurmbergk, vom Mansfeldt, aus Meissenn, Duringenn vnnd allennthalbenn hero gehabt, welche Je einer es besser denn der annder hat machenn wollenn, bis enndtlich ein Confusium Chaos daraus ist wordenn, denn ob schonn mit grossem kosten, sie ein Bronnenn fassunge die noch fur augenn anngestelt, sey doch dieselbige vonn vngeschicklichkeit wegenn der furlegung vonn sich selbst hoher dann drey ehlenn zu Berge gestiegenn, deshalbenn sie aus der not eintugennt habenn müssenn machenn, vnnd ein Rörenn durch das wilde wasser zu grunde des Bronnenn einsennckenn, dadurch sie Itziger zeit die Sohlenn aufziehenn, Als sie aber in Itztgedachtem bauenn gewesenn vnd

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: Lüneburgk — Ortsname, Vokal unsicher
  2. Z. 2: Rose — Personenname

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HandschriftS. 829 Bl. 413r Der Vierdt Appendix.

Wortlaut der HandschriftSeite 829

1

Der Vierdt Appendix. darmit vmbganngenn, habenn sie viel vnnd mancherley Bronnenn fassunge, kunste, vnnd dergleichenn furgenommenn, Ins werck gesetzt, ann vnnd abgeschafft, also das Ihnenn Inner zwanntzigk Jarenn vber — 40000 guldenn darauff ganngk seindt, Sie habenn gehabt Roßkunste, wasserkunste, welche die Wipper getriebenn, darann sie schleuche pomppenn, Schepff vnnd Hentzennkunst, allerley anngestelt, vnnd vf ein zeit beyeinannder — 60 kunstpferde gehabt, derenn Je in einer Schicht — 6 gelauffenn, Ist aber alles vergebens gewesenn, am aller vnschedtlichstenn aber vnnter allenn kunstenn, achtenn sie aus gewisser erfahrunge, seyenn die pompenn kunste, welche nicht viel erschütterung machenn, Die Itzige Bronnennfassunge so noch stehet, vnnd wie obenn gedacht, vonn sich selbst zu berge gestiegenn, ist — 32 ehlenn tieff, mit Tennenn holtz aufgefuret, gleich wie die Bronnenn zu Hall in Sachßenn.

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HandschriftS. 830 Bl. 413v Der Vierdt Appendix.

Wortlaut der HandschriftSeite 830

1

Der Vierdt Appendix. Die Pfenner aber so hierann gebauenn habenn die ganntze gewerckschafft ist in — 32 theil getheilet, derenn sie erstlich — 2. den armenn aus gemeinem Beuttell zu gutenn gebauenn, die andernn — 30. werdenn — 6. durch die Stifftherrn zu Halberstadt — 6. vonn gemeiner Stadt daselbst, — 6. vonn wegenn Marx müllers, so der diesenn Bau bis dahero mit grossem vleis getriebenn, vnnd nunmehr ein verlebter mann ist, vnnd — 12. vonn den Gemeinenn Pfennernn verlegt, gehet Ihnenn allenn pro rata zu gewinst vnnd verlust, vnnd tragenns zu Erblehenn vom Bischoff zu Halberstadt. Sie habenn auch ein ganntz vierteil meyl wegs lang die Sohlenn durch Steinene Rörenn zur Stadt gefurt, in ein Closter, welchs sie vom Bischoff zu Halberstadt vmb ein liederlichs zu kauffe bekommen habenn, darinnenn sie Neun kothe vfgerichtet habenn, Inn derenn dreyenn man Itzunder seudet.

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HandschriftS. 831 Bl. 414r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 831

1

Ehe aber vnnd zuuor die Sohlenn Jn der Rörenn kömpt. wirdt sie — 32 ehlenn hoch vber erdenn mitt einer gewechseltenn1[?] pomppenn kunst, ann einem wasser radt, nach anngebenn des agricola gehabenn, hat ein Meißner anngestelt, also das die Sohlenn aus der dieffe, bis in die höhe zum fasse, daraus sie Jnn die Rörenn felt — 57 ehlenn hoch aufgezogenn wurdet. Vnnd habenn mich der Stadtvogt vnnd ein Saltzgreue, welche mit mir zum Bronnenn gefahrenn, auf mein frage berichttet, das wann sie — 28. zuber Sohlenn auß dem Bronn richtenn, Jnn die Rörenn abgiessenn, vnnd weitters durstadt2[?] ein virteil wegs |: wie obenn gedacht :| fliessenn lassenn. so finde sich der abgang, das nur — 18. im Saltzwergk annkommenn, habenn wir augennscheinlich auch gezeigt, wie die Sohlenn allennthalben, im felde, durch Jre heimliche durchtringung, als lanng die Rörenn sein, vnnd mit obenn im wechssell3[?] vf den erbenn vnnd wiesenn verursache, das nichts

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: gewechseltenn — Wort undeutlich
  2. Z. 13: durstadt — Lesung unsicher
  3. Z. 19: wechssell — Lesung unsicher

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HandschriftS. 832 Bl. 414v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 832

1

daraufft wechst, als breit die Rörenn seindt, da sie doch zimbliche tieff, Nemblich bis in die drey schue, vnnder erdenn gesenncket seindt, vnnd als sie insonnderheit begerttenn, das ich Jhnenn meinenn rath eröffnenn wolte, was sie doch für ertz |: dieweil sie schonn Erdene vnnd Holtzerne Rörenn versucht gehabt :| wohl brauchenn möchtenn, das sie einenn solchenn grossenn abganngk, nicht erfahrenn durfftenn, hab ich Jhnenn zu Bley gerathenn, welches sie Jhnenn gefallenn habenn lassenn, zweiuelt auch nicht darann, wo obgedachter alter mann Marcus Muller lennger lebenn wurde, Er werde vnderstehenn solches Jnns wergk zubringenn. Volgennts hab ich die Sohlenn probirt, vnnd wie volgt befundenn, Helt die quart Sohle — 96. lot. vnnd ann Saltz beim Bronnenn — 7 lot 3½ q.1 die letzte aus dem Bode helt — 6½ lot ½ q.2 Mit dem siedenn aber vnnd anndernn darzu gehörigen sachenn, wirdts wie hiernechst gehaltenn.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 17: q. — Kürzel, wohl Quintlein
  2. Z. 18: q. — Kürzel, wohl Quintlein

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HandschriftS. 833 Bl. 415r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 833

1

Der Herdt ist mit schloter gemacht — 12 schue weit einwenndigk vnnter der Pfannenn, auf beidenn seitten, mit schlotter ausgefult, also das die Pfannenn ein Ehlennbogenn hoch vber dem Herde stehet, mittenn durch gehet ein Grabenn, darfür ist das Pfannloch, da das feuer hin ein geworffenn wirdt, Jst eines schuchs weit, liegenn auf dem Herde vier grosse eysenn vberlegt, darauf das Holtz vnnd feuerwergk geworffenn wirdt, Die Pfann so darauf gesetzt, seindt Breit — 7 schuch vnnd — 9½ schue lanng minus 1 zoll, 8. zoll tieff, wirdt vf Hornnstein1[?] dreyer finger hoch ob den Herdt gesetzt, dahindenn noch ein klein Pfennlein stehet. — 6½ schue lanng, vnnd — 3½ schuch breit, die tieffe ein schuch minus 1 zoll, wirdt aus dem Herde der fordernn Pfannenn, durch ein darunter gehenndt gewelbe, bis zur Saltzstubenn gehitzt, daselbst ist ein Schornnstein, durch welchenn der Rauch aufzüchet, vnnd stehet ein Rörstock vnebenn2[?] der pfannenn, Hat einen Hanen

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: Hornnstein — Lesung unsicher
  2. Z. 20: vnebenn — Lesung unsicher

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HandschriftS. 834 Bl. 415v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 834

1

welchenn mann aufdrehet, so mann einlassenn will. So lest mann auch dreymahl ein Jedes wercke, vnd so erst mann einlest, lest mann das kleine Pfennlein Jnn die grosse, vnnd lest sie auch allemahl aus dem stock wiederumb voll lauffenn, Sonnst hat die Heupt pfann auf Jeder seittenn der seittewenndt ein gesenckte staffelnn stehenn, auf welchenn die pfannbeume ruhenn, vber welche Pfannennbeume oder behrstebe1, noch anndere kleine beumlein liegenn, ann welchenn die Pfannen in zwelff harbenn2 henncket, damit dieselbige im strecke erhaltenn, vnnd nicht beuchig werde, vnd keret mann dieses orts grossenn fleis darauf, das wochenntlich die Pfannenn abgezogenn, gefegett, vnnd vonn neuenn bestrichenn werde, welches der Saltzknecht, welcher zugleich auch ein Pfannschmidt daselbst ist, für sehr zutreglich achttet, wiewohl Jch Jme nit kann beyfallenn. Jnn der zubereitunge zum siedenn braucht mann

Unsichere Lesungen

  1. Z. 9: behrstebe — Lesung unsicher
  2. Z. 11: harbenn — Lesung unsicher

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HandschriftS. 835 Bl. 416r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 835

1

dis orts auch beiste1, welchs aus dem Herde vnnd gesöde wirdt genommenn, vnnd zuuor klein zerschlagenn, Jnns Sohlfas vf ein Herdt geschüttet, vnnd zerlassenn wirdet, dauonn haltenn sie viel. Jm siedenn aber setzet mann drey fegeseblein ein, darin der schaum, sanndt vnnd vnreinigkeit gesamlet, vnnd ausgehabenn wirdt, Mann seudet vier stunde, vnnd wanns zu Saltz gehet, schwennckett mann Bier ein, lessets darauff ein stunde sochenn, vnnd wann mann ausbringenn, vnnd Saltz machen will, So legt zuuor der Saltzknecht, ein Brett voller löcher vber die Pfannenn, Vff die Behrstebe, setzt darauf als baldt ein Büttenn, zeuhet das Saltz zusammenn, schlegets auf, bis das er ein Büttenn voll, vnnd also ein stucke verfertiget hatt, auff der einenn seyttenn, also fehret er fort auff der annder seittenn, vnnd wechsselt eine seittenn vmb die anndernn, bis das er vier stucke ausbrachtt, welcher fürters Jedes — 8. gl2[?] giltt, vnnd bey nahe vnser gewichttenn metzenn — 6. heltet,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: beiste — Lesung unsicher
  2. Z. 19: gl — Münzkürzel undeutlich

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HandschriftS. 836 Bl. 416v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 836

1

Souiel vonn diesem Saltzwergk. Wie wohl ich in willenns war, alle Saltzwergk nach der lennge, wie dann die nottürfft solchs erfordert, zubeschreibenn, doch dieweil ich vnter der handt war genommenn, das das werck zu grob gewachssenn, Hab ich für gut anngesehenn, hinfüro allein die fürnembstenn Heuptstucke eines Jedenn Saltzwercks zubeschreibenn, vnnd es darbey wenndenn zulassen, Stasfurth. Vonn Ascherslebenn auff Stasfurdt gezogenn, vnnd vnnter wegenn im felde allennthalbenn schwartze Erde, vnnd darauff Saltz von der Sonnenn gewircket, dermassenn befundenn, das das feldt ganntz vmb vnnd vmb weis geschienenn, Vnnd als Jch hinein kommenn, mich vonn stundt an den beidenn Saltzgreuenn |: warenn zweenn vom Adell, darunter ein Brösigke1 :| annzeigen lassen, welche zu mir selbst in die Herberge kommenn.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 17: Brösigke — Familienname, Lesung wahrscheinlich

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HandschriftS. 837 Bl. 417r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 837

1

mein Credenntz vnnd werbunge, mit geburlicher Reuerenntz, vnnd höchster leutseligkeit, anngenommen, vnnd sich aller vnnderthenigenn gutwilligkeitt, Jegenn meinem gnedigenn fürstenn vnnd herrn, vnnd mich erbottenn. Als ich nun auf Jre zulassunge allennthalbenn das Saltzwergk besichtiget, vnnd mich allerley erkundiget, Hab ich befundenn, Erstlich das dieses Saltzwercks annkunfft, wie dann auch dessenn zu Großen Saltza, vber — 600 Jar sich erstreckt, welchs sie mit brieffenn zubescheinenn sich erbottenn, Denn damahls sagenn sie habe ein Graue vonn Harkekenn2[?] aus Hall, Erstlich den Harkebrunnen, also dieses orts genennet, erbauet, vnnd denselbigen damahls dermassenn verteffelt3[?], vertammet, verdarrest, vnnd verwaret, das mann nicht in Registernn geschriebenn finde, das seidt hero Jemahls darann gebauet sey wordenn, ist tieff — 34. klaffter, der grundt aber ist, wie sie mich berichtet grauer Gips,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: Harke= — Name, Trennung unklar
  2. Z. 13: kenn — Namensende unsicher
  3. Z. 15: verteffelt — Lesung unsicher

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HandschriftS. 838 Bl. 417v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 838

1

Vonn dem anndernn Bronnenn, der nicht minder wohl verwaret ann seinenn wenndenn ist, wissen sie gar nichts zusagenn, wissenn auch nichtt wie tieff er sey. Das Saltzwerck ist der Pfenner daselbst vonn anbegin frey erb eigenn gewesenn, wie dann auch zu Saltza, Es habenn aber mit der zeit die Pfenner selbst, als sie sich adelnn lassenn dem Ertzstifft zu Madeburgk dasselbige mehrertheils zu mannlehenn aufgetragenn, also das mit der zeit die alten Burger stemme ann diesenn beidenn enndenn sehr dauonn kommenn, vnnd nu mehrertheils die vom adell alles Jnnhabenn. Dieweil aber dieselbigenn nicht selbst alzeit darbey sein könnenn, die Saltzknechte mit Jhnenn, am Holtz vnd Saltz der vntreu spielenn, vnnd das Saltz nit alzeit wohl abgehet, auch sich viel vnneynigkeit vnnter den Pfennernn erhaltenn, Haben sie es nicht alle gleichenn frommenn,

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HandschriftS. 839 Bl. 418r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 839

1

Die Sohle ist des orts sehr gut, helttet die quart — 16. loth, vnnd im anndernn Bronnenn — 14. wurdet mit Roßkunstenn1[?] darann eymer seindt, geschepft, vnnd fürters vonn kothenn zu kothenn, ohnne gewisses mas geleitet in — 32 kodt, Jnn welcher Jedem wochenntlich — 50. werck gesottenn werdenn, derenn helttet Jedes zwey stucke, vnnd wurdet Jedes stucke Saltzes für — 8 groschenn verkauft, Sonnst hats in diesem Saltzwergk kein besondere Ordenung, dieweil ein Jeder Pfenner, sein eigenn gesinde helt. Es hat aber zwey Bau kothe daselbst, vonn welchenn alle gemeine Beu erhaltenn werdenn. Der kothe seindt vmb des willenn, das mann Holtz, Pfannenn vnnd saltz alles darein beyeinannder in vorrath hat, sehr gros, wie gleicher massenn auch zu Saltza, seindt mit hohenn Beunenn, gleich wie die glashuettenn aufgerichttet, habenn sehr dicke dache bis auf die Erdenn, vnnd ist in denselbigenn, vmb des stetigenn siedenns willenn ein grosse

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: Roßkunstenn — Ros-/Rost- unsicher

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HandschriftS. 840 Bl. 418v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 840

1

Hitze, also das auf diesenn beidenn Saltzwerckenn, die knechte viel schwertzer, denn auf anndern vonn der Hitz wegenn, welchs darumb beschicht, Dieweil im obertheil des kodts, alwegenn das Saltz gederret mus werdenn, welches auch also lannge vf der Saltzstedte vielmahls stehet, das es ganntz schwartz wirdet, vnnd deshalb vonn neuenn Jnn die Sayße1 geschüttet, vnnd erleuttert werden muß, wie dann auch der ganntze boden dieser Saltzstetten, vom abtrieffenn sehr gut wirdet, vnnd Jerlich ausgebrochenn vnnd verbeisett werdenn mus. Vnnd wiewohl es daselbst gute Saltzknechte hatt, brauchenn sie doch sonnderlich kein vortheil, ohn allein mit der Beisse, denn sie gar kleine Saltz machenn, vnnd viel vnnutzes holtzes auffuren denn. Das Saltz gehet zu Staßfurt vmb der nahe liegenden Saltzwercker, vnnd des vnndtlegenenn2[?] Elbe: vnd

Unsichere Lesungen

  1. Z. 8: Sayße — Lesung unsicher
  2. Z. 19: vnndtlegenenn — Wort undeutlich

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HandschriftS. 841 Bl. 419r Der Virdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 841

1

Saalsstrambs1 willenn seltenn wohl ab, wann aber anndere Saltzwercker, ein zeitlanng vngewitters halber still haltenn müssenn, werdenn sie Jres vorraths ein mahl los, vnnd hab ich mich berichtenn lassenn, das auch bisweilenn vnnsere fuhrleute dahin kommenn. Mit dem sieden vnnd Saltzhanndell wirdets nachuolgennder massenn gehaltenn. Zu Staßfurt wirdt die Beiße im Sohlfasse gebraucht, wie zu Ascherslebenn, Mann hat aber daselbst zwene Herde, so der einer Reiffe vnnd gute Beisse hat, zeuhet mann die Pfannenn ab, setzt sie auff den anndernn Herdt, der tieff in der Erdenn liegtt, also das die Pfann so darauff gesetzt, ein wenigk vber der Erdenn stehet. Es wirdt der new Herdt vnntenn vnnd auf den seittenn, vonn grundt wiederumb mit Schleter auffgefuret, vnnd ausgefullet, ist — 2 ehlenn tieff, acht ehlenn lanng, vnnd — 6 ehlenn die breidt.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: Saalsstrambs — Schreibung unsicher

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HandschriftS. 842 Bl. 419v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 842

1

Darauff wirdt die Pfannenn gesetzt, welche — 7. schue lanng, — 6 ¼ breidt ist, Es stehenn auff Jeder seittenn nebenn der Pfannenn zwene staffelnn, in die Erdenn gesenncket, darauff zwene dicke Pfannennbeume liegenn, vber der Pfannen, vber welche anndere geringere beume liegenn, — 6. geleget seindt, ann welche die Pfannenn harbenn, der — 12. seindt, anngehenncket. Mann geust auch alle wercke in die Pfannenn — 36. eimer, seudet darann ein halbe stunde, vnnd als dann thut mann schwenncke1 bier ein, rürett bey den kolenn aus, wenns nu gnugsamb zu saltze wordenn, setzet mann die Saltzkörbe auff, welche drey spannenn lanng, zwo breit, vnnd obenn ein spann hoch sein, zwischenn die zwenn grossenn Pfannenn beume, welche sie Behrbeume nennenn, bringet das saltz auff Jeder seittenn zusammenn, schlegts mit einer Saltzschauffelnn auf den korb, bißolanng2 der korb voll ist, Darnach

Unsichere Lesungen

  1. Z. 11: schwenncke — Wortende undeutlich
  2. Z. 19: bißolanng — Schreibung unsicher

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HandschriftS. 843 Bl. 420r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 843

1

schlagenn sie das Saltz benebenn dem Korbe, auff die Beune, also das das stuck zwo pfannenn breit, dreÿ lanng, vnnd funff hoch wirdt, derenn werdenn auf Jedes werck zweÿ bereitet, vnnd mann sendet die vorhenn in Jedem Bodt, welcher — 32. seindt — 50 wercke, denn Je in dreÿ stundenn ein werck bereitet wirdt, thun — 100 stucke, Werckzeuge, so alhier zum Saltzmachenn gebraucht werdenn seindt diese wie volgt, Erstlich ein Groß sohlenn faß, darein ein gezeunete hordt lieget, darauff die Seiße1[?] zergehet, vnnd die Sohle damit gebessert wirdt, einenn full eÿmer, henget ann einem schwenngell, damit die Sohlenn Jn die Pfann gefullet werde, Ein handtfaß darin die werckzeuge gereiniget werdenn, — 4. Saltzschauffelnn, damit die stucke gemacht, Saltzkörbe, darauff die Stöcke geschlagenn werdenn, die stucke werdenn mit stoernn2[?] bandenn vmblegt, vnnd etliche nicht, dreÿ fegefesser, darin sich der dreck vnnd vnreÿnigkeit setzt /: welchen

Unsichere Lesungen

  1. Z. 11: Seiße — Wort undeutlich
  2. Z. 18: stoernn — evtl. stroernn

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HandschriftS. 844 Bl. 420v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 844

1

sie schlam nennenn :| beÿ vnns aber sannck genennet wirdt . Arbeiterlohnn, dem Meister geburt vonn Jedem stuck — 6 ₰1[?] thut die woche — 50 groschen, der knecht verdiennt — ½ thaler die wochen, vnnd am heiligenn abenndt hat er beÿ dem meister die malzeit, die vnderstörerin verdienet die woche — 8 gl2[?] vnderzustörenn, Grossenn Saltza. Dieses Saltzwergk ist in allem beÿ nahe anngestellet, wie das zu Staßfurdt, hat auch daselbst zwenn bronnenn, vnnd wirdt die Sohle mitt zweÿenn Roßkunstenn geschepfft, doch ist die eine gleich wie die zu Staßfurt, die beide mit grossen schepffeimernn derenn einer vmb den anndern wechselt, anngestellet, die annder aber mitt schleuchenn, Die kunst mit den schleuchenn ist in dem grundt=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 4: ₰ — Münzkürzel, Pfennig/Denar
  2. Z. 8: gl — Münzkürzel unklar

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HandschriftS. 845 Bl. 421r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 845

1

losenn Bronnenn, in welchem obenn auf die Sohle sehr geringe, vnnd allein die Sörenn1[?] mit den Schleuchenn in die tieffe gereichet wirdt. Die kunst mit den Eÿmernn steget auf dem anndernn Bronnenn, welcher vber — 50. ehlenn tiefft. Sonnst verhelttet sichs mit dem Saltzwergk in allem beÿ nahe, wie mit Staßfurdt, ist so alt als daßelbige, die Bronnenn seindt vonn dem Grauen vom harckelbronnen2[?], wie Staßfurdt erbauwenn, gleich gefaßet, mit Tennenn holtz, die Bode also — 32 gebauwenn, also das die ohnne noth, solchs alles zu wiederholenn, Doch hatt in diesem Saltzwergk ein furzogk fur Staßfurdt, dieweil vmb der nahe annfließenden Sala vnnd Elba willenn, sie wohl holtz konnen bekommenn, das Saltz wohl abgehet, vnnd gros getrennge darumb ist, also das die Pfenner auch kaum Jrenn Saltzknechtenn, die finantzereÿ, damitt

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: Sörenn — Anfangsbuchstabe unklar
  2. Z. 10: harckelbronnen — Name, evtl. hackelbronnen

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HandschriftS. 846 Bl. 421v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 846

1

sie vmbgehenn, werenn könnenn, wirdet beÿ hennckenn, vnnd hohenn leib vnnd geldt straffen verbottenn, aber wenig gehalttenn, Vnnd ob schonn der mehrertheil Pfenner, so bis vf gar wenige alle vom adell seindt mehrertheils seßhafft, vnnd das gantze Regiment vber die Stadt vnnd das Saltzwerck habenn, so ist doch das stetigenn Banckedirenn, pranngenn, vnnd hoffarts souiel, das seltenn einer befundenn wirdet, der furtreffliche narung hatt, vnnd stehenn disfals die Staßfurtter etwas besser. Weitters vonn anndernn Saltzwerckenn zuschreiben hab Jch vnnötigk gearchttet, da mann aber Je dauonn bericht begeret, werdet in meinen Miscellaneis anngezeigt werdenn, wo derselbig zufinden, Volget nun beschreibung meiner Reise, so vff beuelchs meines gnedigen Fürsten vnnd Herrnn Jch Jnn1[?] Pommern verrichtet.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 18: Jnn — evtl. Jnner; Zeilen 16-18 rot

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HandschriftS. 847 Bl. 422r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 847

1

Nach dem der Durchleuchtiger Hochgebornner Fürst vnnd Herr, Herr Ernnst Ludwig Hertzogk zu Stettin, Pommernn, der Caßubenn vnnd Wendenn, Fürst zu Rügenn, vnnd Graue zu Gutzkaw, in anfang sfgl.1 Regirung befundenn, das allennthalb in sfgl. Furstennthumb vnnd lanndenn, beide ann Eisenn vnd ann Saltz groser manngell vorhanndenn, vnnd mit schwerem vnkostenn, vnnd theurer bezahlunge aufbracht werdenn müssenn, habenn dieselben mit allem vleis darauf gedacht; wie doch solchem mangell zeittig begegnet, vnnd Jrenn Lanndenn vnnd Leuthen, mit ersprißlichenn nutzenn gedienet, vnnd mitt hinzu sfgl. Cammergut ermehret werdenn mochte/ Dieweil nun allennthalb in beidenn Fürstenthumenn Pommernn vnnd Rügenn, auch vffm Landt Vsethumb2[?] ein groster vorrath ann Holtz, sonnderlich aber beÿ Jasenitz, Vckermünden, Klempenaw, vnnd Pudekglaw3[?] beÿ hanndenn, vnnd denn vor dieser

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: sfgl. — Kürzel S.F.G., zweimal
  2. Z. 17: Vsethumb — Usedom, Schreibung unsicher
  3. Z. 19: Pudekglaw — Ortsname Pudagla?

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HandschriftS. 848 Bl. 422v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 848

1

zeit alberreits Eisennhüttenn beÿ Jaßnitz im brauch gewesenn, auch allennthalb die Bronnenn Saltzigk, vnnd der Erdtbodenn im Sommer Jegenn der Sonnenn Saltz schlecht vnnd apriciret, als hat hochgedachter furst eine neue Eisennhüttenn, beÿ der Neuenn Mühlenn im Vckermündischenn ampt bauwenn lassenn, daselbst zuuersuchenn, ob sfgl. aus Schwedenn Osemundt mit vorteil ann sich bringenn, volgennts verschmidenn, vnnd also dem theurenn kauff des Eisenns zuuorkommenn mochtenn/ Desgleichenn habenn sfgl. auch beÿ Coblenntz vnnd Krugsdorff, wie denn auch beÿ Golckenn1[?] im ampt Klempenaw nach Saltzquellenn durch Jrenn besteltenn Bronnenkunstmeister Hannsenn Fritzen senckenn, die gesenncktenn grubenn, mit Holtz verbauwenn, vnnd alles wasser darein außösenn2 lassen, ob vielleicht gute Saltzquellenn annzutreffenn werenn, aber so lannge sfgl. sich bemühett, vnnd grossenn kostenn darauff gewenndet, auch

Unsichere Lesungen

  1. Z. 13: Golckenn — Ortsname unsicher
  2. Z. 17: außösenn — evtl. außschösenn

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HandschriftS. 849 Bl. 423r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 849

1

so tieffer dieselbigenn (: in hoffnung das in der tieffe die rechte Sohlenn annzutreffenn :) habenn sencken lassenn, souiel mehr ist das wilde wasser zugefallenn, also das sfgl. hieruonn ablassenn müssenn, So hat es auch mit vorgenommenen Osemundts Eisennhanndell ein annstanndt genommenn, derselbige ist im kauff höher gestiegenn, vnnd habenn sfgl. hierann auch keinenn vorteil (: außerhalb der vngewißheit :) nicht findenn könnenn. Wenndt1[?] denn es furstlich Christlich vnnd wohl gethann ist, das ein Jeder vor die seinenn, sonnderlich aber vor sein Vatterlanndt sorget, vnnd derselben nutzenn vnnd frommenn sucht. Nihil enim dulcius est quam patriæ bene prodesse bono publico (: wie auch der Heide Cicero sagt :) als hat hochgedachter fürst nit ruhenn noch feÿrenn wollenn, biß solanng sfgl. im grundt wissenn mochtenn, ob auch nachmahls in Jrenn Fürstennthumbenn vnnd Landen etwas ersprißlicher nutzenn geschafft, vnnd obenn

Unsichere Lesungen

  1. Z. 10: Wenndt — evtl. Weill

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HandschriftS. 850 Bl. 423v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 850

1

gedachter manngell, auf tregliche mittell ergentzet werdenn möchtte, Habenn dennach beidt in vnnd außer Lanndes sich nach verstenndigenn Leutenn vmbgehöret, auch ann Churfürstenn vnnd anndere geschriebenn, aber niemanndts zu wegenn bringenn könnenn, darauf mann sich zuuerlassenn hette, biß solanng das der Edtle vnnd Ernuest Georg vonn Verbentin1[?], Vber vffseher der Graffschafft Mannsfeldt sfgl. vnderthenniglich berichtet, das im Lanndt zu Hessenn leut annzutreffenn werenn derenn Rath vnnd bedenncknus sfgl. dieses fals erforschenn, vnnd nach gelegennheit volgenn möchttenn, Darauff hat mehr hochgedachter Hertzogk zu Pommernn ann den Herrnn Lanndtgrauenn zu Hessenn, wie denn auch sfgl. Gemahl vnnd Schwiegervatter zu etlichenn mahlenn geschriebenn, vnd enntlich zuwegenn bracht, das Jtztgedachter fürst, der Lanndtgraue zu Hessenn, M. Johannem Rhe=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 8: Verbentin — Familienname unsicher

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HandschriftS. 851 Bl. 424r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 851

1

nanum sfgl. Pfarhernn vnnd Saltzgreuenn zun Sodenn beÿ allenndorff, heraus Jnns Lanndt zu Pommernn habenn volgenn lassenn, Wann nun derselbe annkommenn, Was er außgerichttet, wo er vmbher gezogenn, auch was er Jedes orts vnterschiedtlich ann Ertzenn Mineris vnnd Mineralibus befundenn, Was sein Rath, bedencken, vnnd fürschlegs gewesenn, dessenn hat er nachfolgenndenn schrifftlichenn bericht ad æternam rei memoriam, auff mehr hochgedachtes fürsten des Hertzogenn zu Pommernn gnediges begerenn, mit seiner eigenenn hanndt vnderzeichnett hinderlassenn, Als auff freundtliches annsuchenn vnnd begerenn, des mehr hochgedachtenn Durchleuchtigenn hochgebornnenn fürstenn vnnd herrnn, Herrnn Ernnsten Ludewigenn, Hertzogenn zu Stetin Pommernn der Cassubenn vnnd Wendenn, Fürstenn zu Rügen, vnnd Grauenn zu Gutzkaw, beÿ dem auch durchleuchtigenn hochgebornnenn fürstenn vnnd herrn,

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HandschriftS. 852 Bl. 424v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 852

1

Herrnn Wilhelmenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnpogenn, Dietz, ziegenhain vnnd Nidda, beider meiner G. F. vnnd Herrn, Jch mich den 10. Martÿ zu Allenndorff vff die Reise gemacht, vnnd vnterwegenn obgedachten Georgenn vonn Verbentin1[?] in der Graffschafft Mannsfeldt zu Leimbach (: dahin mich der Lackeÿ Hanns Sadebosch2[?] gefueret :) anngesprochenn, beÿ demselbenn allerleÿ gelegennheit im Lanndt zu Pommernn, mich erkundiget, bin ich nechst annruffung Gottes mit freudenn furt gezogenn, vnd durch verleÿhung Götlicher hulff den 31 Martÿ zu Wolgast gesundt vnnd frisch annkommenn, volgenndes tages in der herberge bliebenn, den 2 vnnd 3 Aprilis aber die Sohlenn so ich aus dem Lanndt zu Hessenn, aus meines gl. f vnnd Herrnn Saltzwergk Sodenn, pro fundamento mitgebracht, wie denn auch die dreÿerleÿ, welche zu Dreptaw vnnd Klempenaw, in beÿsein des Strenngenn, Edtlenn vnnd Ernuestenn

Unsichere Lesungen

  1. Z. 6: Verbentin — Familienname unsicher
  2. Z. 8: Sadebosch — Name unsicher

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HandschriftS. 853 Bl. 425r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 853

1

Bußo vonn Rammin hauptmanns daselbst Jch selbst geschepfft, Jhnen versieglenn lassenn, vnnd mitt genommenn, in Jegennwertigkeit meines gl. F. vnnd Herrnn des Hertzogenn zu Pommernn, sfgl. Gemahlin, Canntzlers, etzlicher Rethe vnnd furnembstenn dienern probiret, Jnn der Hessische Sohlenn — 6½ lot, vnnd in den anndernn nichts befundenn, Als aber Jch zu Klempenaw vonn dem Hauptmann daselbst berichttet wordenn, das zu Grieb[?]waldt Sohlenn furhanndenn, vnnd daselbst vor dieser zeit Saltz gesottenn, aber aus manngell holtzes eingestellet wordenn, hab ich dessenn benebenn den Probenn, vnnd sonnsten vber Taffell gedacht,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 10: Grieb= — evtl. Griebs=

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HandschriftS. 854 Bl. 425v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 854

1

Die Erste Reise Darauff mein Gnediger fürst vnnd Herr, den Hern Canntzlar Henning1 vonn Rammin mir gnediglich zugeordenet, Wir beide seindt den 4 Aprilis daselbst hin gezogenn, die Sohlenn mit einem eingelassenenn, vnnd mit steinenn beschwertenn Krugk, aus der tieffe geschepfft, auch die obenn aufft besonnders gefast, vnnd zugleich mit nach Wolgast zurucke genommenn, dieselbigenn volgennts den 5. probiret, vnnd die aus der tieffe nicht gar — 3. lötig, die obenn vff aber ein lötig befundenn, Als nun sfgl. solchs gesehenn, habenn sfgl. mich gnediglich gefragt, was mein bedennckens disfals were, hab ich für gut anngesehenn, das man einem oder zwen verfallene Bronnenn, deren daselbst sechs vonn alters gewesenn, eröffnen vnnd außfegenn solte, vnnd als dann ad ipsas

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: Henning — Vorname, evtl. Hemming

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HandschriftS. 855 Bl. 426r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 855

1

Scaturigines1 die Sohlenn schopffenn vnnd probiren, Solchs habenn sfgl. Ihnenn gnediglich gefallenn lassenn, sich selbst enndtschlossenn, das sfgl. selbst mit nacher Griefßwaldt2 ziehenn, vnnd daselbst solanng verharrenn wolten, bis solchs also volnnzogenn, Wie denn auch beschehenn, denn sfgl. benebenn Irer Gemahlin, Cantzlar vnnd vornembstenn dienern nach Griefßwaldt volgenndts den 6. Aprilis verruckt, die außfegung des Bronnenns mit vleis bestellenn lassenn, bißolanng den 9. vnnd 10 Aprilis die Sohle gewunnenn, vnnd alsbaldt probiret, auch reichlich — 3. lot befundenn wordenn, Darauff sfgl. weitters gnediglich begertt zuwissenn, was mich gut deuchte, vnnd das ich einenn annschlagk machenn solte, ob etwa nutzenn des orts zuschaffenn were, Ob nun wohl die Sohlenn sehr geringe, vnnd die helffte so gut als die Vnnsere ist, Iedoch so habe ich in betrachtung das ein Cent=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: Scaturigines — lateinisch, Lesung wahrscheinlich
  2. Z. 4: Griefßwaldt — Ortsname, Schreibung unsicher

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HandschriftS. 856 Bl. 426v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 856

1

ner Saltzes, dieses orts wohl ein guldenn gelten kann, vnnd das Holtz wohl annbracht werdenn magk, auch vf den notfall zur vermehrung Soij1[?] anngebracht, vnnd mit nutzenn gebraucht werdenn kann, Jegenn vnnser Saltzwergk per regulas conuersam2 vnnd proportionum, mit dem Herrnn Cantzlar einenn annschlagk gemacht, vnnd fundenn, das vber die bezahlung Holtzes, Mein g. f. vnnd herr bey zwenn guldenn ann zwölff Centner erobernn kennenn, vnnd es weitters sfgl. zubedennkenn heimgestelt, was Ihnenn zuthun, oder zulassenn wollte wohlgefallenn, Dieselbenn habenn vor gutt anngesehenn, das der Bronnenn wie er Jtzt vffgereumet, vnnd enndtblöst, mit bretternn wohl zu gedeckt, vnnd mit erdenn darauff beschutt, damit nichts bis vff weitter berathschlagung darein geworffen wurde, Solchs hat M. Hans Fritz

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: Soij — Wort am Zeilenende unklar
  2. Z. 6: conuersam — lateinisch, Endung unsicher

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HandschriftS. 857 Bl. 427r Der Vierdt Appendix.

Wortlaut der HandschriftSeite 857

1

der Bronnenleiter also verrichttet. Die annder Reise. Sonntags den 12 Aprilis nach gehaltener Predig, Hat Hochgedachter mein g. f. vnnd Herr mich benebenn dem Hauptmann zur Jaßnitz1[?], Moritz vonn Rammin2, vnnd dem Secretario appelmann nacher annckelheim3[?] abgefertigett, Habe daselbst das feldt vnnd die gelegennheit besichtiget, aber kein gelegennheit noch anntzeigung einiger Mineralium befundenn, ohnne das das kraut kali (: welchs sonnst nurt vf Saltzechtenn orttenn zuwachsenn pflegt :) daselbst mit grosser mennge sich sehenn lassenn, seindt furt vf Vckermundenn furtgeruckt, vnnd nichts vernommenn, Montags den 13. vnnser Reise vber die vckermundische Heide nacher Jaßnitz4[?] genommenn, vnderwegenn die Heide durchfahrenn, die alte ver=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: Jaßnitz — Ortsname, Schreibung unsicher
  2. Z. 6: Rammin — Familienname, Lesung wahrscheinlich
  3. Z. 7: annckelheim — Ortsname nach Zoom unklar
  4. Z. 17: Jaßnitz — Ortsname, Schreibung unsicher

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HandschriftS. 858 Bl. 427v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 858

1

fallene Hamerhuttenn besehenn, vnnd darbey einenn sehr gutenn Eisennstein (: ohnne das er nicht viel aber gut eisenn gibt :) befundenn, Als das michs wunder genommenn, warumb ein so herliche gute gelegennheit in windt geschlagenn, vnnd mann ein wohl erbauete Huttenn verfallenn lassenn, da doch Holtz, wasser vnnd Eisennsteins gnug bey hanndenn, Dinstags den 14. vonn der Jaßnitz1[?] nach Stettin verruckt, vnnd durch die Lesische2[?] Gehöltz gezogenn, im hin vnnd wieder reisenn, aber nichts befundenn, ohnne das daselbst ein guter vorrath ann Holtz ist, dieses tags als wir wiederumb zur Jaßnitz[?] annkommenn, Habenn wir das Verbetinische3[?] Bruch vnnder dem Hamer benebenn dem fuchsberge besehenn, darein guter eisennstein sich ereuget, vnnd berichtenn die Libenhagischenn4[?] Eisenngewerckenn, das dessenn daselbst, in grosser menge sein soll,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 9: Jaßnitz — Ortsname, Schreibung unsicher
  2. Z. 10: Lesische — Ortsadjektiv, Anfangsbuchstabe unsicher
  3. Z. 14: Verbetinische — Ortsadjektiv unsicher
  4. Z. 17: Libenhagischenn — Ortsadjektiv unsicher

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HandschriftS. 859 Bl. 428r Der Vierdt Appendix.

Wortlaut der HandschriftSeite 859

1

Gleicher massenn ist auch die Buchhorst in augennschein genommenn, vnnd sein daselbst hin vnnd wieder viel Stein, Ertzgrubenn vorhanndenn, Welche alle gutenn Eisennstein gebenn, vnnd vor dieser Zeit zu dem nunmehr verfallenenn Hamer verbraucht wordenn, Wie denn auch daselbst Schlackenn oder Sinder noch gelegenn, Vonn welchenn mann sagt, das auch die Jaßnitzischenn1[?] Munche daselbst Schmeltzwergk vnnd Eisennhuttenn gehaltenn sollenn habenn, Den 15 Aprilis des morgenns frue nach der Bu[?]der horst gezogenn, allennthalbenn gutenn Eisennstein, welcher doch nicht viel eysenn gibt, befundenn, in gleichenn in der Birkennhorst, ist sehr weicher eisennstein bey hanndenn, Wir habenn auch im vortreisenn das Seel3[?] vnnd alte Hagensch bruch, Wie denn auch das Weißenbreitiger bruch befahrenn wollenn, aber nur den Tractum die lennge durchgezogenn, vnd vns

Unsichere Lesungen

  1. Z. 8: Jaßnitzischenn — Ortsadjektiv, Schreibung unsicher
  2. Z. 11: Bu= — Ortsname, erste Silbe unsicher
  3. Z. 16: Seel — Flurname unsicher

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HandschriftS. 860 Bl. 428v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 860

1

des vielenn wassers willenn, so allennthalb in den Grubenn, vnnd darumb hero gestanndenn, dartzu nit kommenn mögenn, Habenn aber in gemein grundtlichenn bericht eingenommenn, das Eisennstein daselbst die Mennge vorhannden sein solle, Sonnstenn ist in diesem ampt nichts weitters zufindenn gewest, denn dieweils sumpffich vnnd niedrigk, darein kein annder Metall, wenns schonn sich ertzeigte, erbauet werdenn kann, in betrachtung, das mann kein Stollen noch Schacht, weder treibenn noch senckenn, vielweniger einige wasserkunst derenn orter wohl annstellenn kann, Wennt1[?] aber wie obenn berichtet, Holtz zu volenn, Wasser vf den Hamer vnnd Eisennstein, aber schon arm ist, in gedachtem ambt die mennge beyhandenn, vnnd Jtziger zeit der Osemundt schwer anntzubringenn, das Eisenn aber allennthalb im Lande sehr theur ist, So habe demnach ich Jegenn wohl=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 14: Wennt — Wortende unklar

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HandschriftS. 861 Bl. 429r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 861

1

gedachtenn amptmann zur Jaßnitz1[?], auch den Secretarium mich erkleret, das mein treuer Rath were, das der alte Eisennhamer, vonn neuenn erbauenn, vnnd ein Rennwerck, aber nicht ein hoherofenn, wieder anngestellet wurde, Wie denn solchs ebennmessigk, auch meinem g. f. vnd hern in meiner wiederkunfft ich enndeckt habe. Eins het ich bey nahe vergessenn, das als ich vff der Heyda hin vnnd wieder gefahrenn, allennthalbenn viel kiefernn stöck2[?], auch lagerholtz befundenn, Dieweil nun ohnne verletzung des grunenn wachsendenn holtz, mann daselbst wol bech oder Wagenntzehr, mit meines gnedigenn furstenn vnnd herrnn frommenn, brennen kan, auch die Heidenn desto besser gereumet werdenn möchtenn, als habe ich solches dem amptmann zur Jaßnitz3[?] anngezeigt, vnnd hat er sich vernehmenn lassenn, das er erstes tags ein Ofenn oder Zwenn annrichtenn wolte lassenn, Welchs also hinfurters

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: Jaßnitz — Ortsname, Schreibung unsicher
  2. Z. 10: stöck — ck oder rk
  3. Z. 17: Jaßnitz — Ortsname, Schreibung unsicher

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HandschriftS. 862 Bl. 429v Der Vierdt Appendix.

Wortlaut der HandschriftSeite 862

1

mehr hochgedachtenn furstenn, Ich in meiner zuruck kunfft enntdeckt, vnnd habenns sfgl. Ihnen gnediglich gefallenn lassenn, mit der anngehengten erklerung, Wo alhier Bechbrenner1 nicht anntzutreffenn, das als denn ich in meinem heimtziehenn mich nach gutenn Bechbrennern am Hartz vmbthun wolte, Den 16. Aprilis nach Torgelaw verruckt, aber vnnderwegenn viel gehöltz, sonnstenn nichts denn sanndt vnnd sumpffe befundenn, zu Torgelaw aber habenn wir noch desselbigenn abenndts vnns vf den Scharmutzell2[?] bey die Pferde kopffen begebenn, vnnd ob schonn daselbst nach kalck allennthalb mit dem Borenn vnnd sonnstenn nachgesucht wordenn, kann mann doch vmb der sumpffigkeit willenn, weil auch der kalck so sich ereuget, nicht guter kalck, sonndernn viel mehr Mergell, ist gar nicht zubauenn, Es lies sich aber in mittelst zwischenn Torgelaw vnd dem

Unsichere Lesungen

  1. Z. 4: Bechbrenner — Anfang B oder V
  2. Z. 12: Scharmutzell — Flurname, Lesung wahrscheinlich

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HandschriftS. 863 Bl. 430r Der Vierdt Appendix.

Wortlaut der HandschriftSeite 863

1

ortt annsehenn, als ob alaun Ertz sich enndtblöste, Dieweil aber daselbst zuviel feldt, steine, vnnd die gelegennheit sehr sumpffigk magk auch nichts anngerichtet werdenn, Den 17. des morgenns mit dem tage nach krugsdorff vnnd Coblenntz vnnsere Reise genommenn, daselbst bey die vorm Jar gemachte grubenn gezogen, vnnd alle gelegennheit in augennschein genommenn, Inn der Grubenn hinder der Eißfortenn2[?] nichts weniger als Saltz befundenn, Darnach vber den Thamb vnns begebenn, vnnd des orts die drey auch vom M. Hannsenn außgeworffenenn grubenn, vnnd bescheut3[?] gebeu besehenn, auch die Sohlenn zur probenn geschepfft, vnnd mit nacher Wolgast im heimreisenn genommenn, Dieweil aber des orts vmb vnnd vmb nichts denn Gemöhr vnnd See in flachenn ebenenn vnd feuchtem felde seindt, vmb welches willenn zu ewigenn zeitenn, wenn schonn die aller beste Sohlen dar zufindenn, mann nicht bauenn, vielweniger

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: krugs=dorff — Ortsname, Lesung wahrscheinlich
  2. Z. 9: Eißfortenn — Flurname unsicher
  3. Z. 13: bescheut — Wort unklar

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HandschriftS. 864 Bl. 430v Der Vierdt Appendix.

Wortlaut der HandschriftSeite 864

1

feurherde vnnd Pfannenn zum siedenn vfrichtenn kann, auch wenn manns Ja thun wolte, auf solchenn bau vber zwo Tonnenn goldes lauffenn wurdenn, vnnd dennest gleichwohl vonn wegenn der bösenn demme, das Holtz nicht hintzu, wie denn auch das Saltz nicht abfuerenn konnte, als kann vnnd will Ich nimmermehr rathenn, das ein einiger Pfennig daselbst mehr verbauet werde, Inn sonnderlicher betrachtunge, das die beste sohlenn in den dreyenn sumpffenn, nurt ein lötigk ist, Nach Mittag desselbigenn tages durch Baselick1[?] auf Schonewaldt furtgeeilt, daselbst die Sun[?]dischenn Berge allennthalbenn durchzogenn, besichtiget, vnnd hat sich kein Rotenn Bronnen Verker3[?] vnnd Dupffstein ereuget, (: wo aber Verker4[?] ist, da hat mann sich allennthalb auch Eisenns zuvermutenn :) aber im furtziehen

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: Baselick — Ortsname unsicher
  2. Z. 13: Sun= — Ortsadjektiv, erste Silbe unsicher
  3. Z. 16: Verker — Mineralbezeichnung unklar
  4. Z. 17: Verker — wie Zeile 16

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HandschriftS. 865 Bl. 431r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 865

1

seindt wir ann einenn Bach in Jasenitzischenn Bergen, die Flederbach1 genennet kommenn, vnnd weil sich annsehenn lies, als ob derselbige Bach im schlich etwa Miner oder gemmas mitfurenn möchte, hab ich aus der Bach sanndt vnnd steine genommenn, aber nichts befundenn, Mann möchte aber daselbst vnd Jegenn vber liegenden gebirge weitters mit der Rutenn gehenn, vnnd sonnst nachschlagenn lassen, Ob vielleicht, weil daselbst ziegellettenn vnnd Thonngrubenn, auch Steinkolenn möchtenn gefundenn werdenn, Der Eisennstein der dieser orter im Torgelaschenn ambt sich ereuget, ist geringe, möchte aber besser, wenn ihme nachgesucht wurde, mit der Zeit werdenn, Den 18 Aprilis vonn Torgelaw wiederumb auf annckelheim2[?] verruckt, vnnd vnnderwegenn morgenns frue als der tag annbrach den neu gebautenn Hamer im vckermundischenn ampt bey der neuenn Muhlenn besichtiget.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: Flederbach — Bachname, Lesung wahrscheinlich
  2. Z. 16: annckelheim — Ortsname unklar, wie 857

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HandschriftS. 866 Bl. 431v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 866

1

Daselbst hab ich befundenn, das wohl wassers ein zimbliche notturfft vorhanndenn, vnnd ein grosses auf denselbenn neuenn Hamer ann Baugeldt aufgangenn, gleichwohl derselbe noch nichtt volkommenn anngestellet, Vnnd magk wohl vf Osemundt zugerichtet sein, aber zum Rennwerckenn vnnd frischenn ist er damahls nicht diennlich gewesenn, Welches viel hochgedachtem Meinem gnedigenn fursten vnnd herrnn ich also vnndertheniglich entdeckt, vnnd volgennts gerathenn, das sfgl. auffs furderlichste nicht allein nach Rennwerckern, sonndernn auch nach Grubenn, Kölernn, vnnd Steingrebernn sich vmbzuthun, vnnd vfs furderlichste den Eisennhamer wiederumb ann die hanndt nehmenn, vnnd Inns werck richtenn sollenn, denn solchs ohnne nutzenn nicht abgehenn könntte. Als wir nun wiederumb hinderruck zu Wolgast

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HandschriftS. 867 Bl. 432r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 867

1

annkommenn, ist die mitgenommene Sohlenn von Cöbelenntz1[?] in beysein Meines gl. f. vnnd Herrnn, sfgl. Gemahlin, Canntzlars vnnd anndere Rethe den Osterdinstagk probiret, vnnd mein bedennckens durchaus gnediglich gehort wordenn, vnnd dieweil in der bestenn Sohlenn, nur ein loth ausbracht, habenn sfgl. gnediglich gefragt, was mich vonn der Griepswaldischenn Sohlenn deucht, ob nicht dieselbenn mit nutzenn gebauet werdenn möchte, Darauff sfgl. ich voriges annschlags, welchenn der herr Canntzlar vnnd ich gemacht, vnderthenniglich erJnnert, Darbenebenn aber anngezeigt, das in meinem vermügenn nicht stünde, die Sohlenn annders vnnd besser zuschaffenn, denn sie Gott gebenn, ohne das woll etwas im feurherde vnnter der Pfannenn durch fleiss ausgerichttet, auch etwas das zufallenn tag oder wiltwasser durchstollenn, wie im Hessischenn Saltzwergk beschehenn möchte abgewenndet, vnnd also die Sohlenn verbessert

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: Cöbelenntz — Ortsname, Lesung unsicher

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HandschriftS. 868 Bl. 432v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 868

1

werdenn möchttenn, hab ichs mit wiederachttet1, Sonnst hab ich gesagt. Ego non sum Creator sed Creatoris peccator. Weil aber sfgl. nicht ablassenn wollenn, habe denselbenn ich vnderthenniglich gerathenn, Damit sfgl. zum grundt kommenn, vnnd eintlichs wissenns habenn möchtenn, Was mann sich vf die Griepswaldische Sohlenn zuuerlassenn, das mann eine grosse Pfannenn vnnd ordenntlichenn Herdt annstellete, So würdenn sfgl. im grundt befindenn, was mann thun oder lassenn möchte. Vnnd ob viellicht in der Griepswaldischenn Sohlen nichts möchte zugewinnenn sein, So könnttenn doch sfgl. solannge mit foy2[?] benebenn derselbenn Sohlenn leutternn vnnd hiernechst siedenn lassenn, bis die Pfannenn reichlich bezahlet, vnnd sfgl. deshalb keinenn schadenn hettenn, oder möchte das Eisenn sonnst zu Eisenn thürenn, oder annders verbrauchenn, das also sfgl nicht mehr als das

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: mit wiederachttet — mit/nit unklar
  2. Z. 14: foy — Wort unklar

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HandschriftS. 869 Bl. 433r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 869

1

macherlohnn vonn der Pfannenn zuuerlierenn hetten, Darauff alsbaldt meins g. f. vnnd herrnn harnischmacher M. anndres vonn Stettin zu sfgl. erfordert wordenn, wie desgleichenn der kupfferschlager zu Griepswaldt, vnnd ist mit Ihnenn gehanndelt, das M. anndres das blecheisenn zu Stettin einkauffen, zu Griepswaldt aber der kupfferschlager die Pfannenn machenn solte, Wie Ime denn dieselbige durch den herrnn Canntzlarn vnnd mich verdingt, vnnd zu macherlohnn —— 11 thaler zugesagt seindt wordenn. Die dritte Reise. Naher dem fürstennthumb Rügenn zum Sundt, da wir ganntz herlich tractiret wordenn, mitt mehrernentem Secretario appelmann vber Meer geschiffet, vnnd zu Bergenn anngelenndet, den 25 Aprilis desselbigenn tages auff Tißkau1[?] die Saltz=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 17: Tißkau — Ortsname, Lesung unsicher

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HandschriftS. 870 Bl. 433v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 870

1

rügenn befahrenn, aber ob schonn der nahm vom Saltz kompt, gleichwohl nichts erheblichs derenn orter anntroffenn, Montags den 27 2.1[?] morgenns aufs aller früest, Erstlich vfs Münchegut gefahrenn, vnnd vf demselbigenn benebenn den ortternn, so vnnter wegs wir durchzogenn vnnd besichtiget, volgennts das Riedthenser2[?] Heupt, Tizower Heupt, Lüttigen zirckes heupt, Grossenn zirckes vnnd Gawers heupte, Jt den Gorerbergk3[?] besehenn, aber ann keinem ort die geringste anntzeigung einigs Ertzes noch Saltzquellenn abgenommenn. Weil aber vfm Grossenn zircker vnnd Gawersheupt, die Berg zimblich hoch, Ist mirs nit zuwieder, das mit der Rutenn daselbst nachgeschlagenn werde, ob etwas anntzutreffenn, Desselbenn tags vf Jasmundt naher Sager gezogenn, daselbst benachtet, vnnter wegenn aber nichts anntroffenn, ohne das zwischenn Strawe vnd

Unsichere Lesungen

  1. Z. 4: 27 2. — Zeichen nach Zahl unklar
  2. Z. 8: Riedthenser — Ortsname unsicher
  3. Z. 10: Gorerbergk — Ortsname unsicher

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HandschriftS. 871 Bl. 434r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 871

1

Cerdtnitz1[?] vnns durch ein Baurenn Martin Eisennbort zu Reyt2[?] anngezeigt, auch Sandstein exhibiret wordenn, welche daselbst am Meer gefunden werdenn soltenn, Darumb wir vnns auch dahin verfuget, selbst etliche dergleichenn Ertzstein annsterant3[?], aber keinenn gewissenn ganng noch gebirge, sonndernn kalck vnnd Mergell am vfer hartt darbey benebenn einem geringenn Eisennstein befundenn, Vnnd halte ich das dieser Ertz in sich Schweffell, kobolt, Spisglas, wenig Eisenn, etwas Bley vnd Silber Quod libetice habenn solte, Wir aber solches vonn einannder zuscheidenn, vnnd ein Jedes Miner zu nutzenn gebraucht werdenn könne, Weil ich damit nit vmbganngenn, hat mein gl. f. vnnd herr ann [übergeschrieben: andern] örternn zuerfragenn Den 28 seindt wir vf Jasmundt allennthalb vmbhero gezogenn, Erstlich den Schogner4[?] Bronnen, in welchem gesagt wirdt, das Saltz vorhanden sein solte,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: Cerdtnitz — Ortsname, Initiale C/L/S unklar
  2. Z. 2: Reyt — Ortsname unsicher
  3. Z. 6: sterant — Wort unklar
  4. Z. 18: Schogner — Name unsicher

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HandschriftS. 872 Bl. 434v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 872

1

aber als wir darbey kommenn, vnnd der Gardtvogt hanns Erbstedt1[?] vnns dabey gefurtt, keinenn geschmack einiges saltzes abnehmenn könnenn, Sonndernn gesehenn, das zwischenn zweyenn sussenn bronnenn, ein besonndere quellenn, so die Steine, im flüßlein weis ferbet herfür kompt, hab ichs darfür gehaltenn, das solchs das vnterliegendt gebirge, entweder die kreiden, oder etwa ein ander Mineer, so mir vnbekanndt, ausschlage, Item Turneiser sagt, das die weissen wasser halten alaun, Gibsspat, albaster, auch etwa zin vnnd Bley, Ich aber weis es nicht, denn ich dergleichen2[?] keins mehr gesehenn. Sodannenn als wir nach dem Meer furttgeruckt, die Saßnitzer Bach auch anngesehenn, vnd weil daselbst der Bach hoch vom Gebirge |: wie es dann daselbst sehr hoch ist :| herab felt, halt ich dafür, das daselbst viellicht Ertz anngetroffenn werdenn möchte, Weil mann aber fingers breit durchs gebirge nit sehenn kann, mags mein g. f. vnnd

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: Erbstedt — Personenname unsicher
  2. Z. 12: dergleichen — Endung abgekürzt

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HandschriftS. 873 Bl. 435r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 873

1

herr, ferners mit der Rutenn erforschenn. Weitters vmb das promontorium herumb im Schiff bis zu dem Roten wasser, vnnter der Stubnitz gefahrenn, daselbst benebenn dem kreiten, kalck, vnd Mergelberg diesenn hohenn abfallenndenn Bronnenn besichtiget, suess am geschmack gespüret, aber ichs habs genntzlich darfür gehaltenn, das er vom Eisennstein heraus falle, wie sich denn auch dergleichenn geringe Steinlein im kalck habenn sehenn lassenn. Volgennts den ganntzenn Buchwaldt, Stubenn kammer vnnd königstul durchzogenn, aber nichts den kreitenn vnnd kalck in den letztenn zweyenn findenn könnenn, Sonnst im fortziehenn vf Wittau gar nichts anntreffenn, Den 29. vonn Wittau auf hüttemsee1 vnnser reise genommenn, daselbst wiederumb nichts vernommen, ohne das im hinüber schiffenn nit weit vom Closter Hüttemsee mittenn im Meer sich als Sohlen

Unsichere Lesungen

  1. Z. 16: hüttemsee — Ortsname, Vokale unsicher

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HandschriftS. 874 Bl. 435v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 874

1

im Geruch ereuget, ich dieselbenn als baldt geschmeckt, vnnd als sie hiernechst probiret, am gehalt ein lot befundenn wordenn. Den j 2.1[?] Maij wiederumb zu Wolgast anngelangt, alsbaldt meinem gl. f. vnnd herrnn benebenn vbergebung der Sanndsteyne relation, sfgl. habenn Jnenn die Sanndtsteine gnediglich gefallenn, volgennts durch den Goltschmidt, hanns kerchenn2[?] Probiren lassenn, weil aber derselbige kein gelegennheit, die Mineer ein Jedes besonnders darvon zu seigernn weis, that er dieselbig alle vff der Cappelnn verrauchenn lassenn, aber gleichwohl nichts befundenn, Deshalb viel hochgedachter mein gl. f. vnnd herr bewegt, Georgenn vonn Verkentin, welcher vmb diese zeit im Lannde gewesenn, der Sandtstein einenn zuzustellenn, Damit er denselbenn in der Grafschafft Mansfeldt, da gute probirer vnnd Seygerer sein, gründtlich probiren, vnnd vnderschiedtlichenn Clarenn bericht sfgl zuschribenn könne.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 4: j 2. — Tageszahl mit Zeichen unklar
  2. Z. 8: kerchenn — Personenname unsicher

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HandschriftS. 875 Bl. 436r Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 875

1

Die Vierdte Reise. Naher dem Lanndt zu Vsethumb benebenn dem Herrnn Marschalck hannsenn vonn Erbstettenn den 4 Maij vfgewesenn, zu Pudeglaw annkommenn, vnd nach essenns die Stiegische1[?] Sohlenn, da Saltz vermutet wardt, besehenn, aber nichts fundenn, doch dis waßer zur Proba mitgenommenn, Weil aber des orts die leut, Jnnsonnderheit aber der heuptmann Jacob kußau2[?] berichtenn, das wenn der Nordtosten windt gehe, das Meer sehr Saltzecht seye, vnnd weit vfs vffer ausschlage, als mag bedacht werdenn, ob apricationes mit der zeit daselbst annzustellenn seyenn, oder nicht, Den 5 eiusdem das ganntze Lanndt Vsethumb Jnsonnderheit die Krüschwenntzer3[?] Berge, vnnd die Perau4[?] vmb vnnd durchzogenn, Weil aber daselbst der Müller vf der Newenn Mühlenn berichttet, das gedachte gebirge vielmahls mit dampff vnnd dunst sich sehenn lassenn, Solche

Unsichere Lesungen

  1. Z. 5: Stiegische — Ortsadjektiv unsicher
  2. Z. 9: kußau — Personenname unsicher
  3. Z. 15: Krüschwenntzer — Ortsname unsicher
  4. Z. 16: Perau — Ortsname, Initiale P/B unklar

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HandschriftS. 876 Bl. 436v Der Vierdt Appendix

Wortlaut der HandschriftSeite 876

1

dampff aber wo die seindt, anntzeigung gebenn, eines holenn feuchtenn gebirges, darein viellicht, benebenn dem kalck auch Ertz, Jnnsonnderheit aber kupffer Ertz anntroffenn werdenn möchte, als stehets Meinem g. f. vnnd herrnn frey, ob sfgl. sich daselbst auch mit der Rutenn wollenn erkundigenn, vnnd erlernenn lassenn, Denn Je vonn wegenn der gelegennheit des holtzes vnnd wasser, da etwas erhabenn würde, Schmeltzhüttenn anngerichtet werdenn könnttenn. Sonnstenn ausser der kalck grubenn hat sich in diesem Lannde nichts mehr herfür gethann, denn wir das gebirge Gellenn vnnd zemmin, Jtem das dorff katzgau des Bronnenns wegenn bey Bratheringsbusch1[?] zwischenn Melbentin vnnd Neypermin durchzogenn vnnd besehenn, aber weniger denn nichts befundenn. Die fünffte Reise. Den 8. Maij naher Stolpenn benebenn zu

Unsichere Lesungen

  1. Z. 15: Bratheringsbusch — Flurname unsicher

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