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Salzbibel

Die Salzbibel

Das Werk als Zeitleiste: Wortlaut, Übersetzung, Zusammenfassung und Anmerkungen — frei kombinierbar

Das Werk der Reihe nach

Die Salzbibel in der Reihenfolge der Handschrift, Seite für Seite: Wortlaut, Übersetzung, Zusammenfassungen und redaktionelle Anmerkungen. Jede Ansicht und jeder der dreizehn Abschnitte lässt sich an- und abschalten; weitere Filter grenzen auf Seiten mit Abbildungen, Tabellen, Randvermerken oder unsicheren Lesungen, auf einen Band, einen Seitenbereich oder ein Suchwort ein. Der Zustand steht in der Adresszeile.

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II · 2. Buch · Band 1 · Fortsetzung

Die Entwicklung unter Landgraf Philipp dem Großmütigen

Das zweite Buch · 510 Seiten · Aufbau des Werks

HandschriftS. 350 Bl. 172v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 350

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteLanndenn gesessenn, allein zu hanndtlung gefordert, die Innlenndischenn Pfenner vonn den auslenndischenn, vnnd so ausserhalb des Lanndes zu hessenn gesessenn, in diesem hanndell scheidenn, vnnd also trennen mugenn, darauff ist zuanntworttenn, Ob wohl hochgedachttenn fürstenn kein mas zugebenn ist, Wenn Fgl. in diesem hanndell oder auch sonnstenn bescheidenn, vnnd zu sich fordernn wollenn, So ist es doch an deme, das Fgl. in diesem hanndell der Pfenner semptliche vnnd vnnzertheilige gerechttigkeit belanngennde, mit denn Einlenndischenn Pfennernn, ob die gleich darin heletenn[?] vnnd willigtenn, ohne der auslenndischenn Pfenner wissenn, willen, vnnd verfawortenn[?], krefftiglich nichts schliessenn, noch orttern magk, Es habenn auch die Einlenndischenn Pfenner, nicht fugk ohnn beysein oder willenn der auslenndischenn, in diesem hanndell obangezeigte Gerechtigkeitt belanngennde, weder guetlich oder rechtlich zuverfahrenn, Vhrsach, dann diese sache, Ob sie gleich vmb vnnzertrennliche Gerechttigkeit, vorfellet, belangt sie doch die Pfenner alle in sonnderheit, darumb kan auch ohnn Ihr aller verwilligung darin nichts geschlossen werdenn, Sonnderlich auch, weil die auslenndischenn, sich des hanndels nit enndtschlagenn, sonndernn erbietigk seindt, sich nebenn denn Einlenndischenn der sachenn anzunehmenn, So könnenn in diesem fall, vnnd nach gelegennheit dieses hanndels, die Einlenndischenn auch als kriegsverwanndtenn vnnd Consortes litis, der auslenndischenn halbenn, weil sich dieselbigenn des hanndels nicht enndtschlagenn, sonndernn darbey sein wöllenn, ohnne derselbenn ausdrucklichenn beuelch hierin nichts hanndelnn oder vornehmenn,

2

Vnnd darumb soltte gut sein, ob gleich die auslenndischen Pfenner zum hanndell nicht erfordert, das sie gleichwol nebenn den Einlenndischenn, durch sich oder Ire Volmechttige, den anngesetztenn tagk besucht hettenn, vnnd sich in diesem hanndell, aus dapfferen wichtigenn Vhrsachenn nicht liessenn scheidenn, Sondern so fernn Ire erscheinenn anngefochtenn vnnd anngezogenn wurde, im hanndell zum glimpfflichstenn antragenn liessenn, Ob wohl der tag zettell vermochte, das vf anngesetztenn Termin die Pfenner so im Fürstenthumb Hessenn gesessenn, allein erscheinenn solttenn, Weil aber die anndernn Pfenner, ausserhalb Lanndts gesessen, anndem Saltzwergk nicht weniger als die Einlenndischẽ berechttigt, So were auch der Pfenner vnderthenige hoffnung, es wurde Fgl. gemüt vnnd sin nicht sein,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Rechtsgutachten

HandschriftS. 351 Bl. 173r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 351

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnd darumb soltte gut sein, ob gleich die auslenndischen Pfenner zum hanndell nicht erfordert, das sie gleichwol nebenn den Einlenndischenn, durch sich oder Ire Volmechttige, den anngesetztenn tagk besucht hettenn, vnnd sich in diesem hanndell, aus dapfferen wichtigenn Vhrsachenn nicht liessenn scheidenn, Sondern so fernn Ire erscheinenn anngefochtenn vnnd anngezogenn wurde, im hanndell zum glimpfflichstenn antragenn liessenn, Ob wohl der tag zettell vermochte, das vf anngesetztenn Termin die Pfenner so im Fürstenthumb Hessenn gesessenn, allein erscheinenn solttenn, Weil aber die anndernn Pfenner, ausserhalb Lanndts gesessen, anndem Saltzwergk nicht weniger als die Einlenndischẽ berechttigt, So were auch der Pfenner vnderthenige hoffnung, es wurde Fgl. gemüt vnnd sin nicht sein,

2

die auslenndischenn Pfenner zu abbruch Irer gerechtigkeit, vonn denn einlenndischenn zusondern, Innorderst1[?] weil Fgl. gnediglich zubetrachttenn, das in diesem fall, da alle Pfenner gleiche vnnzertheilte Gerechttigkeit habenn, ein theil ohne das anndere nicht wohl zuschliessen, habe, vnnd darumb, damit deswegenn in diesem hanndell nicht möchtte hinderung vorfallenn, hettenn sich die auslenndischenn Pfenner vnderthenniger wohlmeinunge,

3

vnnd zu forderung des hanndels, auch dahin gefugt, Inn vnderthenniger zuuersicht Fgl. wurdenn solche der Pfenner wohlmeinung gnediglich vermercken, vnnd wie nun solchs mit bestem glimpff,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Innorderst — wohl zuuorderst

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Rechtsgutachten

HandschriftS. 352 Bl. 173v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 352

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd zu forderung des hanndels, auch dahin gefugt, Inn vnderthenniger zuuersicht Fgl. wurdenn solche der Pfenner wohlmeinung gnediglich vermercken, vnnd wie nun solchs mit bestem glimpff,

2

das mann sich in diesem hanndell am höchstenn befleissigenn soltte, magk vorbracht werdenn, Breuiter probatur ista decisio per Vulgatam regulam.

3

Quod omnes tangit ab omnibus debet approbari, c̄1[?] reg. iur.

4

Lib.

5

VI.

6

Cum igitur istud negocium ad omnes Salinarum dominos æqualiter spectet, et eorum vt singulorum res agatur non Video quo pacto quidam ex eis absq; aliorum consensu et approbatione cum Illustrissimo Hassiæ principe, possint pacisci, transigere, contrahere, uel conuenire.

7

Nec obstat c. 1. et vlt. extra De his quæ fiunt à maiore parte cap. et etiam alia iura disponentia,

8

quod in causis contingentibus capitulum uel uniVersitatem maior pars capituli siue uniuersitatis potest statuere etiam minori parte contradicente, non obstante quod etiam ibi omnes tangit negocium.

9

Atq; ita in simili dicendum Videbatur esse istos dominos Salinarum in ducatu Hassiæ commorantes Vel maiorem partem posse conuenire cum principe cæteris alibi commorantibus numero minorib. etiam multis.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. c̄ — Kürzel vor reg. iur. unklar

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Rechtsgutachten

HandschriftS. 353 Bl. 174r Das Annder Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 353

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteAtq; ita in simili dicendum Videbatur esse istos dominos Salinarum in ducatu Hassiæ commorantes Vel maiorem partem posse conuenire cum principe cæteris alibi commorantibus numero minorib. etiam multis.

2

Quia ℞1 contrarium procedere in his quæ spectant ad plures ut uniuersos, quia tunc maior pars concludit, nisi minor pars fuerit Sanior, et rationabiliter contradicat ut dicit tex. in d. c. 1.

3

De his qui fuit[?] à moior[?]. ibi Nisi à pauciorib. et inferiorib. rationabiliter aliquid obiectum fuerit, secus autem est in his q̄ pertinent ad plures ut singulos (: sicuti est hic in casu nostro ubi lucrum et damnum proueniens ex iure de quo iam disceptatur redundat ad omnes :) q̄a tunc necesse est omnes consentire,

4

neq; sufficeret consensus maioris partis, ita ℞ glos. quam seq̄ntur Dÿ. et alÿ in d. c. qq2[?] omnes.

5

Nec etiam obstat tex. in L. 2.

6

C. de consortib. eiusd. litis, ubi dr̄, quod commune negocium potest per unum ex consortib. expediri, altero absente.

7

Quia ℞ hoc Verum esse quando consors apparet uoluntate uel p̄ter Voluntatem alterius consortis, et ita consorte ignorante seu permittente, secus autem esset si uellet agere contra Voluntatem consortis,

8

sicuti est in casu nostro, quia tunc non admitteretur per tex. in L. si petitor in fin ff. de iudicÿs.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. ℞ — Kürzel, wohl Respondetur); fuit à moior (wohl fiunt à maior
  2. qq — Kürzel unklar

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HandschriftS. 354 Bl. 174v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 354

1

Fortsetzung von der vorigen Seitesicuti est in casu nostro, quia tunc non admitteretur per tex. in L. si petitor in fin ff. de iudicÿs.

2

Nec. n. (: inquit Celsus :) quisq̄ alienam actionem inuito cohærede in iudicium producere potest et ita respondet Bald. post glos. in d.

3

L. 2.

4

Addo tex. in simili. in L.

5

Pomponius § fin ff. de procurator. ubi etiam coniuncta persona repellitur si constiterit de contraria Voluntate ipsius, pro quo interuenit, De quo pulch.

6

Felin. in c. coram IIII. sum extra De off. et delegat. potesta.

7

Nec obstat mā1[?] leg. 1.

8

C. eo tit.

9

De consortib. litis ubi iuxta g̃em2[?] lecturam, ut dicit Salÿcet, quilibet ex consortib. potest pro parte agere uel conueniri, q̄a ℞ duplic̄.

10

Primo quod dicta lex iuxta gloss. et Doctores habet locum in ÿs tacitum3[?] quæ procedunt ān litis contestationem.

11

Ergo quantum ad ca℞4[?] decisionem attinet nihil disponit.

12

Secundo dico quod L. 1. loq̄tur in casu, quando nonnulli ex consortib. sunt absentes et non comparet, hoc Vult tex, ibi, Nec adiuncta præsentia, Ergo consortib. omnib. præsentib. siue comparere Volentibus non possunt pro parte conueniri et hoc sensit Castrensis in d.

13

L. 1. dum allegat pro commentario, d. legis 1.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. mā — Kürzel unklar
  2. g̃em — Kürzel, wohl generalem
  3. tacitum — wohl tantum
  4. ca℞ — Kürzel, wohl causae

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HandschriftS. 355 Bl. 175r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 355

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteL. 1. dum allegat pro commentario, d. legis 1.

2

L. si pariter ff.

3

De liberal. causis quæ lex expresse ita declarat, ut habeat ista mā1[?] locum, altero ex consortib. absente, dum dr̄ quod si nondum finito negocio superuenerit absens ipse, eum ad eundem iudicem mittendum Cum igitur isti consortes non citati, non sint absentes neq; contumaces,

4

sed offerant se defensioni una cum alÿs Salina℞ Dominis, non Video quid obstet, quo minus omnes admittantur, maxime cum ius istud, de quo iam contentio est,

5

sit indiuisibile, ita ut nullus de parte istius iuris ut sua et ab alio℞ iure separata possit conueniri Auff die funffte frage.

6

Ob der Hochberuembte Lanndtgraff auff wiedderstattung, der funff tausenndt guldenn, so Sfgl.2[?] Vatter, vonn den Pfennernn vf[?] vrälbernn=[?] tem Contract enndtpfangenn, wieder durück3[?] ziehenn, vnnd auffhebenn muge, Darauff ist geanntwortenn, das Hochbenanntter Furst zu wiederruffung vnnd durück4[?] ziehung gehalttener Vertrege vnnd Contracten auch auff gepurliche erlegunge des Jenigenn so die Pfenner darauff gegebenn, wieder der Pfenner willenn mit rechtte nicht kommen möge,

Unsichere Lesungen

  1. mā — Kürzel unklar
  2. Sfgl. — Kürzel, S.f.g. lieber?); vf vrälbernn= (Lesung unsicher
  3. durück — Anlaut d oder z
  4. durück — Anlaut d oder z

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HandschriftS. 356 Bl. 175v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 356

1

Nam siue contractus isti fuerint nominati siue innominati iamtam1 nisi omnibus qui contraxerunt consentientib. non possunt reuocari, neq; proderit quicq̄ poenitentia, Si enim fuerint contractus nominati,

2

tunc res est clara, quia in contractibus nominatur non est locus poenitentiæ neq; reuocationi. tex. est in L. sicunt2, ubi, Legistæ C. de actio. et oblig.

3

Sicuti (: inq̄t Imperator :) ab initio libera potestas unicuiq; est habenda Contractus, ita renunciare semel constitutæ obligationi, aduersario non consentiente, minime, minimè potest,

4

Similis est tex. in L. in commodato § sicut autem Voluntatis. ff. commodat. tex in c. licet uniuersis liberum sit arbitrium. et ibi Panor. et alÿ Canonist. extra de Vot. et Vot. redemp.

5

Et est hoc in tantum Verum, ut etiamsi in istis contractibus nominatur una pars contrahentium, non obseruet conuenta, quod tamen altera pars, non ad restitutionem, sed ad implementum contractus agere possit, tex. est in L. in ciuile C. de rei Vendicatione.

6

Si autem fuerint contractus innominati, tunc quamuis liceat poenitere in istis contractib.

7

L. si pecuniam in princip. ibi, Sed cum liceat poenitere. ff.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. iamtam — wohl iam tamen
  2. sicunt — wohl sicut

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HandschriftS. 357 Bl. 176r Das Annder Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 357

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteL. si pecuniam in princip. ibi, Sed cum liceat poenitere. ff.

2

De condict. ob caus. tamen hoc procedit re integra.

3

Aliàs enim et re non integra secus est, nec admittitur Poenitentia, etiam in istis contractibus innominatis tex. est in L. ex placito.

4

C.

5

De rerum permuto. ibi, Nulla re secuta, et ita etiam sentit glos. in d.

6

L. si pecuniam, in principio. in Verb.

7

Sed cum liceat, ibi, Caue tamen quia re integra tantum possum poenitere et non postea et ibi approbat hanc glos.

8

Bart.

9

XI1. et Jason V summario, ubi de hoc planè.

10

Cum igitur isti Domini Salinarum seu eorum prædecessores, Vigore istorum contractuum soluerint Patri Illustrissimi Hassiæ Ducis, quinq; millia florenorum et annuatim ducentos aureos, et ita res non sit integra, Ergo non potest locum habere poenitentia, maximè ex parte principis tanquam partis cui est impletum.

11

Et quod ista omnia etiam locum habeant in Principe contrahente, eleganter probat Jason consil.

12

XCIII. tertiæ partis.

13

Non omitto cum hic in casu nostro interuenerint etiam transactiones.

14

Quod quamuis transactio sit contractus innominatus probatur per legem. cum proponas qͣ, ibi nullam ex transactione actionem natam C. de pact. tex. in L. 1. conuentionis ff. de pactis. ubi transactio et contractus ponuntur,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. XI — Zahl mit Überstrich

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HandschriftS. 358 Bl. 176v Das Annder Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 358

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteQuod quamuis transactio sit contractus innominatus probatur per legem. cum proponas qͣ1, ibi nullam ex transactione actionem natam C. de pact. tex. in L. 1. conuentionis ff. de pactis. ubi transactio et contractus ponuntur,

2

ut diuersa, et ibi notat Bartolus atq; pluribus firmat idem Bartolus in L. siue apud acta XXI. summario C. de contractionibus.

3

Tamen in transactione non habet locum poenitentia etiam re integra, et in hoc imitatur naturam Contractuum nominatorum, tex. est in L.

4

Fratris tui in fin. et clarus textus in L quamuis C.

5

De transactionib9 Vbi quamuis q̄ pactus est statim poeniteat, transactio tamen rescindi et lis instaurari non potest.

6

Auff die Sechste vnnd Letzte frage.

7

Ob den Pfennernn rechtlich oder Suenliche vnnd guetliche Ertterung2[?] dieser gebrechenn, am zutreglichstenn, Ist in alwege zurathenn, das sich Gemeine Gebauerschafft, mit Hochbenanttem Lanndtgrauenn, als Irem Lanndtsfurstenn vnnd Herrnn, souiel Immer mehr muglich, gutlich vertragenn, vnd ohn vnreidliche3[?] notturfft, in keinenn verdrieslichenn Zanck ein lassenn, ob sie auch gleich darueber einenn leidtlichenn nachteil duldenn solttenn, Vhrsach, Dann die erfahrung gibt, Wo zwischenn der Obrigkeit vnnd den Vnderthanenn beschwerlicher wiederwille einfeltt, das solches, zu dem das es selbst ann sich selbst ergerlich,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. qͣ — Kürzel, q mit a
  2. Ertterung — wohl Erörterung
  3. vnreidliche — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Rechtsgutachten

HandschriftS. 359 Bl. 177r Das Annder Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 359

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteOb den Pfennernn rechtlich oder Suenliche vnnd guetliche Ertterung[?] dieser gebrechenn, am zutreglichstenn, Ist in alwege zurathenn, das sich Gemeine Gebauerschafft, mit Hochbenanttem Lanndtgrauenn, als Irem Lanndtsfurstenn vnnd Herrnn, souiel Immer mehr muglich, gutlich vertragenn, vnd ohn vnreidliche[?] notturfft, in keinenn verdrieslichenn Zanck ein lassenn, ob sie auch gleich darueber einenn leidtlichenn nachteil duldenn solttenn, Vhrsach, Dann die erfahrung gibt, Wo zwischenn der Obrigkeit vnnd den Vnderthanenn beschwerlicher wiederwille einfeltt, das solches, zu dem das es selbst ann sich selbst ergerlich,

2

alle wolfart vnnd gedeyenn der Vnderthanenn hindert, Vnnd darumb Ob gleich die Pfenner Ire gerechttigkeitt zu rechtte gentzlich erhieltenn, so were doch zubesorgenn, das die abgunst Ires Lanndtsfurstenn, in anndernn sachenn allerley beschwerung möchtte Verursachenn, Vnnd darumb ist sicherer,

3

wo sie Ire gerechttigkeit gentzlich in der guete, durch flehliche vnderthenige bitte, nicht erhalttenn könnenn, das sie darann, souiel ohn Ihrenn Vertrefflichenn1[?] nachtteil beschehenn kann, etwas lassenn schwindenn, Ohne zweiuell Hochberumbter Furst wirdet sie als S.

4

F.

5

G.

6

Vnderthanenn, nach einreumung2[?] Irer habendenn gerechtigkeit gar nicht, oder doch Je Vber die masse nicht beschwerenn.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Vertrefflichenn — Lesung unsicher
  2. einreumung — oder einrehmung

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HandschriftS. 360 Bl. 177v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 360

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteVnderthanenn, nach einreumung[?] Irer habendenn gerechtigkeit gar nicht, oder doch Je Vber die masse nicht beschwerenn.

2

Solltte aber Je in der guete nit was findenn werdenn, des mann sich doch zum Hochstenn befleissigenn soll, So möchten die Pfenner Hochberuembtenn Irenn Lanndtsfursten, vnderthenigklich vnnd mit bestem glimpff anlangen, das Sfgl.1[?] der gerechttigkeit zusteure, vnnd den Pfennernn zugnadenn,

3

diese sache bey einer beruffenner[?] Vniuersitet wolltte versprechenn lassenn, Damit Sfgl.3[?] zuspurenn, das sie die Pfenner nichtts liebers wolttenn, dann mit Sfgl.4[?] auffs schleunigste enndtscheidenn zusein, Ad prædicta benè facit, quod scribit Salustius, Concordia paruas res crescere, discordia magnas dilabi.

4

Testatur enim ipsa Veritas, omne regnum in se diuisum desolari, Secuti enim concordia operatur constructionem, ita eius oppositum Discordia dissipationem et Destructionem.

5

Atq; hoc est quod leges statuerunt concordiam omni lucro esse præferendam, nullum enim lucrum est tàm magnum,

6

ut cum bono pacis et concordiæ possit pensari. tex est in L. repræhendenda tu magis est ibi, Oportet præferre lucro concordiam maritalem et ibi notat Baldus C. de Institutio. et substitutionib.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Sfgl. — Kürzel, S.f.g. lieber?
  2. beruffe=nner — wohl beruembter, Lesung unsicher
  3. Sfgl. — Kürzel wie oben
  4. Sfgl. — Kürzel wie oben

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Rechtsgutachten

HandschriftS. 361 Bl. 178r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 361

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteut cum bono pacis et concordiæ possit pensari. tex est in L. repræhendenda tu1 magis est ibi, Oportet præferre lucro concordiam maritalem et ibi notat Baldus C. de Institutio. et substitutionib.

2

Et propter bonum pacis et concordiæ et ratione Scandali Vitandi aliquando receditur ab expressa legis dispositione ut probatur in l. qui decem ff. ad leg.

3

Cornelium de Sicar. c. cum tenteamur2[?] extra de præbend. et dignitatibus.

4

Atq[ue] ad istud propositum plura egregiè cumulauit d.

5

Marianus Socinus in consilio CLXV. summario XIX. cum sequentibus partis secundæ.

6

Magnum igitur lucrum accedet dominis Salinarum si nonnihil, absq[ue] tamen enormi præiudicio, de iure suo remittendo concordiæ studuerint, atq[ue] ita sumptus pericula atq[ue] alias molestias litis Vitauerint.

7

LAVS DEO.

8

HÆC VTCVNQVE CONGESTA BONI CONsulite, non enim poterant in tam angusto temporis spatio, accuratius elaborari, ideoq[ue] omnia dicta sint, absq[ue] præiudicio potioris et eruditioris sententiæ iuxta L.

9

Claudius Foelix. in fin. ibi, Sed sine p[rae]iudicio prioris Sententiæ ff. qui potiores in pignore habeantur.

Unsichere Lesungen

  1. tu — u-Haken, evtl. tum
  2. tenteamur — evtl. teneamur

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Rechtsgutachten

HandschriftS. 362 Bl. 178v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 362

1

Was nach diesem Consilijs zwischenn vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, vnnd den gemeinenn Pfennernn bis vff Mitwochenn nach Fabiani vnnd Sebastiani Anno 39 vorgelauffenn, daruonn hab ich keine nachrichtung findenn können, Es erscheinet aber aus baldt volgendem tractationibus, das vnser gnediger furst vnnd herr mit dem bawenn der Saltzbodenn vnnd dem Saltzsiedenn vortgefahrenn, vnnd solches aus dem grunde, dieweil Sfgl.1 solches die Lanndtstennde zuerkanndt, so wirdets auch ohnnötig erachttet, das solches alles nach der lennge, wanns schonn gefundenn wurde, inserirt solte werdenn,

2

Doch ist Immittelst dieser zeitt der erste vertragk, so drindenn im drittenn buch inserirt solle werdenn, abgehanndelt vnnd verglichenn wordenn, Nota. alles was weitters hiernechst in diesem andern buch volget, ist mir aus der archiuen gemeiner Pfenner benebenn den vorhergehenden Consilijs, communicirt worden,

3

denn sonst in F. g. f.[?] vnd hern Repositur hieruon nichts vorhanden, Auff heut Mitwochenn nach Fabiani vnnd Sebastiani Anno ec. 39. seindt beide Rethe sampt den verordenntenn des Ausschosses vnd Ampttreger Gemeiner Pfenner beyeinannder gewesenn, vnnd seindt Inenn sachenn vorgelauffenn, Wie volget.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Sfgl. — Kürzel, Lesung unsicher); F. g. f. (Kürzel unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Verhandlungen und Zwischenfälle

HandschriftS. 363 Bl. 179r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 363

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedenn sonst in F. g. f.[?] vnd hern Repositur hieruon nichts vorhanden, Auff heut Mitwochenn nach Fabiani vnnd Sebastiani Anno ec. 39. seindt beide Rethe sampt den verordenntenn des Ausschosses vnd Ampttreger Gemeiner Pfenner beyeinannder gewesenn, vnnd seindt Inenn sachenn vorgelauffenn, Wie volget.

2

Erstlich beclagenn sich Johann Niedennstein der Eltter Hanns Lorper1[?] sampt Irer geselschafft, das Ihnenn Ihr Bodt vngeuehrlichenn bey funfftzehen wochenn Ires knechts mit nahmen Henckell Schweizers halbenn wust gelegenn, Welcher sie zuwidder dem furstlichenn vffgerichttenn vertrage,

3

ohnn alle schuldt, vnnd sache verurlaubet, in mercklichenn Iren schadenn, vnnd furdert der annder knecht, welchenn sie hinein zunehmenn willenns — 13½ fl. als im nehmenn — 4.

4

Wimmunge2[?], Darauff habenn obenngemelte der ausschos vnnd ampttreger gemeiner pfenner aus beweglichenn Vhrsachen enndtlich beschlossenn, Nach dem Henckelnn vnnd Clawes vom Vrbenn, Innhalt dem furstlichenn aufgerichttenn vertrage, durch Saltzgreuenn vnd Wartten3[?] ausgebottenn, vnnd sie daruber der Pfenner Ordenung vnnd gebott verachttet, sollenn sie vff mit wissenn des Renntmeisters alttem herkommenn nach gefenglich angenommenn, vnnd verwart werdenn, Item Nach dem der annder knecht, den Johann Schaffnit sampt seiner geselschafft annzunehmenn willenns, den Pfennernn vormahls nicht eidthafftigk gewesenn, Ist vor nutz vnnd gut, grossernn schadenn zuuerkommenn, vom obenngerurtenn dem ausschus vnnd ampttregern, anngesehenn wordenn, das demselbenn wohl ein zimlichs zugebenn sey, aber mit den knechttenn, so den Pfennern vormahls eidthafftig, soll es vermuge der Ordenung vnnd annders, nicht gehalttenn werdenn, Desselbigenn tags ist vom obgerurtenn vor gut anngesehen, vnnd verordenet, das Johann Niedennstein, Johann Casselmann, Vrbann Eholdt, George Sieffridt, vnnd Constantin Casselmann gein Cassell abgefertiget wordenn, Furstlichen gnadenn Irer der Pfenner beschwerung dieser nachuolgenndenn artickell Innhalt der Instruction vnderthenigklich annzuzeigen, vnnd derselbigenn gnedigenn abschaffung zubitten, Zum erstenn, Belanngendt das Sohlennziehenn vnd Pompenn in dem Bornne, Zum anndernn das Saltzmessen vnnd liefernn, Zum drittenn Sfgl. die form des Eidts, so der Pfenner knechtte Jerlichenn thun söllen, vnderthenigklich zuubergebenn, Instructio, vnnd Gewalt, Was die Saltzgreuenn, Warttenn vnnd annder Gemein Pfenner, Nemblich Johann Nidennstein, Johann Casselmann, Vrbann Eholdt, George vom Cappell, vnnd Constantin Casselman, vonn wegenn der Bawerschafft, vnnd aus beuehl des ausschosses gemeiner Pfenner, ann vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn zutragenn, vnnd volle macht haben sollenn, vnnd vf die beschwerten artickell gnedige abschaffung zubittenn, Erstlich, Nach dem hiebeuornn zu mehrmahlen an Sfgl. ist gelanngt, vnnd gebettenn wordenn, das der artickell, Betreffenn das Sohlennziehenn, dermassen mochtte vom Sfgl. knechttenn, vnd vff Sfgl. seittenn gebraucht wordenn, das es vonn Armenn Pfennernn ohnne schadenn sein möchtte, gnedigenn Rath vnnd wohlgut meinung, darmit der vertragk mit gebrenncket[?], sonnder gehalttenn, mitzutheilenn, Darauff vor gut anngesehenn wordenn, das Sfgl. etliche Pompenn gesatzt,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Lorper — Name, Anfangsbuchstabe unsicher
  2. Wimmunge — Minimfolge unklar
  3. Wartten — evtl. Vartten

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HandschriftS. 364 Bl. 179v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 364

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteWimmunge[?], Darauff habenn obenngemelte der ausschos vnnd ampttreger gemeiner pfenner aus beweglichenn Vhrsachen enndtlich beschlossenn, Nach dem Henckelnn vnnd Clawes vom Vrbenn, Innhalt dem furstlichenn aufgerichttenn vertrage, durch Saltzgreuenn vnd Wartten[?] ausgebottenn, vnnd sie daruber der Pfenner Ordenung vnnd gebott verachttet, sollenn sie vff mit wissenn des Renntmeisters alttem herkommenn nach gefenglich angenommenn, vnnd verwart werdenn, Item Nach dem der annder knecht, den Johann Schaffnit sampt seiner geselschafft annzunehmenn willenns, den Pfennernn vormahls nicht eidthafftigk gewesenn, Ist vor nutz vnnd gut, grossernn schadenn zuuerkommenn, vom obenngerurtenn dem ausschus vnnd ampttregern, anngesehenn wordenn, das demselbenn wohl ein zimlichs zugebenn sey, aber mit den knechttenn, so den Pfennern vormahls eidthafftig, soll es vermuge der Ordenung vnnd annders, nicht gehalttenn werdenn, Desselbigenn tags ist vom obgerurtenn vor gut anngesehen, vnnd verordenet, das Johann Niedennstein, Johann Casselmann, Vrbann Eholdt1, George Sieffridt, vnnd Constantin Casselmann gein Cassell abgefertiget wordenn, Furstlichen gnadenn Irer der Pfenner beschwerung dieser nachuolgenndenn artickell Innhalt der Instruction vnderthenigklich annzuzeigen, vnnd derselbigenn gnedigenn abschaffung zubitten, Zum erstenn, Belanngendt das Sohlennziehenn vnd Pompenn in dem Bornne, Zum anndernn das Saltzmessen vnnd liefernn, Zum drittenn Sfgl. die form des Eidts, so der Pfenner knechtte Jerlichenn thun söllen, vnderthenigklich zuubergebenn, Instructio, vnnd Gewalt, Was die Saltzgreuenn, Warttenn vnnd annder Gemein Pfenner, Nemblich Johann Nidennstein, Johann Casselmann, Vrbann Eholdt, George vom Cappell, vnnd Constantin Casselman, vonn wegenn der Bawerschafft, vnnd aus beuehl des ausschosses gemeiner Pfenner, ann vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn zutragenn, vnnd volle macht haben sollenn, vnnd vf die beschwerten artickell gnedige abschaffung zubittenn, Erstlich, Nach dem hiebeuornn zu mehrmahlen an Sfgl. ist gelanngt, vnnd gebettenn wordenn, das der artickell, Betreffenn das Sohlennziehenn, dermassen mochtte vom Sfgl. knechttenn, vnd vff Sfgl. seittenn gebraucht wordenn, das es vonn Armenn Pfennernn ohnne schadenn sein möchtte, gnedigenn Rath vnnd wohlgut meinung, darmit der vertragk mit gebrenncket[?], sonnder gehalttenn, mitzutheilenn, Darauff vor gut anngesehenn wordenn, das Sfgl. etliche Pompenn gesatzt,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Eholdt — Name, Lesung unsicher

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HandschriftS. 365 Bl. 180r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 365

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteWimmunge[?], Darauff habenn obenngemelte der ausschos vnnd ampttreger gemeiner pfenner aus beweglichenn Vhrsachen enndtlich beschlossenn, Nach dem Henckelnn vnnd Clawes vom Vrbenn, Innhalt dem furstlichenn aufgerichttenn vertrage, durch Saltzgreuenn vnd Wartten[?] ausgebottenn, vnnd sie daruber der Pfenner Ordenung vnnd gebott verachttet, sollenn sie vff mit wissenn des Renntmeisters alttem herkommenn nach gefenglich angenommenn, vnnd verwart werdenn, Item Nach dem der annder knecht, den Johann Schaffnit sampt seiner geselschafft annzunehmenn willenns, den Pfennernn vormahls nicht eidthafftigk gewesenn, Ist vor nutz vnnd gut, grossernn schadenn zuuerkommenn, vom obenngerurtenn dem ausschus vnnd ampttregern, anngesehenn wordenn, das demselbenn wohl ein zimlichs zugebenn sey, aber mit den knechttenn, so den Pfennern vormahls eidthafftig, soll es vermuge der Ordenung vnnd annders, nicht gehalttenn werdenn, Desselbigenn tags ist vom obgerurtenn vor gut anngesehen, vnnd verordenet, das Johann Niedennstein, Johann Casselmann, Vrbann Eholdt1, George Sieffridt, vnnd Constantin Casselmann gein Cassell abgefertiget wordenn, Furstlichen gnadenn Irer der Pfenner beschwerung dieser nachuolgenndenn artickell Innhalt der Instruction vnderthenigklich annzuzeigen, vnnd derselbigenn gnedigenn abschaffung zubitten, Zum erstenn, Belanngendt das Sohlennziehenn vnd Pompenn in dem Bornne, Zum anndernn das Saltzmessen vnnd liefernn, Zum drittenn Sfgl. die form des Eidts, so der Pfenner knechtte Jerlichenn thun söllen, vnderthenigklich zuubergebenn, Instructio, vnnd Gewalt, Was die Saltzgreuenn, Warttenn vnnd annder Gemein Pfenner, Nemblich Johann Nidennstein, Johann Casselmann, Vrbann Eholdt, George vom Cappell2, vnnd Constantin Casselman, vonn wegenn der Bawerschafft, vnnd aus beuehl des ausschosses gemeiner Pfenner, ann vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn zutragenn, vnnd volle macht haben sollenn, vnnd vf die beschwerten artickell gnedige abschaffung zubittenn, Erstlich, Nach dem hiebeuornn zu mehrmahlen an Sfgl. ist gelanngt, vnnd gebettenn wordenn, das der artickell, Betreffenn das Sohlennziehenn, dermassen mochtte vom Sfgl. knechttenn, vnd vff Sfgl. seittenn gebraucht wordenn, das es vonn Armenn Pfennernn ohnne schadenn sein möchtte, gnedigenn Rath vnnd wohlgut meinung, darmit der vertragk mit gebrenncket[?], sonnder gehalttenn, mitzutheilenn, Darauff vor gut anngesehenn wordenn, das Sfgl. etliche Pompenn gesatzt,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Eholdt — Name, Lesung unsicher
  2. Cappell — evtl. Lappell

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HandschriftS. 366 Bl. 180v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 366

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteWimmunge[?], Darauff habenn obenngemelte der ausschos vnnd ampttreger gemeiner pfenner aus beweglichenn Vhrsachen enndtlich beschlossenn, Nach dem Henckelnn vnnd Clawes vom Vrbenn, Innhalt dem furstlichenn aufgerichttenn vertrage, durch Saltzgreuenn vnd Wartten[?] ausgebottenn, vnnd sie daruber der Pfenner Ordenung vnnd gebott verachttet, sollenn sie vff mit wissenn des Renntmeisters alttem herkommenn nach gefenglich angenommenn, vnnd verwart werdenn, Item Nach dem der annder knecht, den Johann Schaffnit sampt seiner geselschafft annzunehmenn willenns, den Pfennernn vormahls nicht eidthafftigk gewesenn, Ist vor nutz vnnd gut, grossernn schadenn zuuerkommenn, vom obenngerurtenn dem ausschus vnnd ampttregern, anngesehenn wordenn, das demselbenn wohl ein zimlichs zugebenn sey, aber mit den knechttenn, so den Pfennern vormahls eidthafftig, soll es vermuge der Ordenung vnnd annders, nicht gehalttenn werdenn, Desselbigenn tags ist vom obgerurtenn vor gut anngesehen, vnnd verordenet, das Johann Niedennstein, Johann Casselmann, Vrbann Eholdt, George Sieffridt, vnnd Constantin Casselmann gein Cassell abgefertiget wordenn, Furstlichen gnadenn Irer der Pfenner beschwerung dieser nachuolgenndenn artickell Innhalt der Instruction vnderthenigklich annzuzeigen, vnnd derselbigenn gnedigenn abschaffung zubitten, Zum erstenn, Belanngendt das Sohlennziehenn vnd Pompenn in dem Bornne, Zum anndernn das Saltzmessen vnnd liefernn, Zum drittenn Sfgl. die form des Eidts, so der Pfenner knechtte Jerlichenn thun söllen, vnderthenigklich zuubergebenn, Instructio, vnnd Gewalt, Was die Saltzgreuenn, Warttenn vnnd annder Gemein Pfenner, Nemblich Johann Nidennstein, Johann Casselmann, Vrbann Eholdt, George vom Cappell, vnnd Constantin Casselman, vonn wegenn der Bawerschafft, vnnd aus beuehl des ausschosses gemeiner Pfenner, ann vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn zutragenn, vnnd volle macht haben sollenn, vnnd vf die beschwerten artickell gnedige abschaffung zubittenn, Erstlich, Nach dem hiebeuornn zu mehrmahlen an Sfgl. ist gelanngt, vnnd gebettenn wordenn, das der artickell, Betreffenn das Sohlennziehenn, dermassen mochtte vom Sfgl. knechttenn, vnd vff Sfgl. seittenn gebraucht wordenn, das es vonn Armenn Pfennernn ohnne schadenn sein möchtte, gnedigenn Rath vnnd wohlgut meinung, darmit der vertragk mit gebrenncket1[?], sonnder gehalttenn, mitzutheilenn, Darauff vor gut anngesehenn wordenn, das Sfgl. etliche Pompenn gesatzt,

2

vnnd auch den Pfennernn, doch dem vertrage vnabbruchlich etliche Pompen zusetzenn bewilligt, Ob dardurch der manngell vnnd klage abgeschafft werdenn möchtte, seindt alle mittell vnnd wege furgenommenn, vnnd versucht, Dieweil es sich aber aus Vhrsachen so am tage nicht schickenn will, oder aber auch die Pompenn dem Bornne nicht gut thun werdenn, zubittenn, das sie in dem, weitter dann der vertragk mitbringet, nit zubeschwerenn, Sonnder annzuhaltenn, das es im ziehenn vnnd siedenn, Innhalts dem vertrage gehalttenn werde, Zum anndernn, dieweil aus dem artickell eruolget, das es im verkauffe, vnnd ladung des Saltzes auch manngell gesehret2[?], vnnd doch damit der Pfenner Saltz erst verkaufft vnnd geladenn werden solle, Im vertrage vff zwene wege gestelt, die Sfgl. vorbehalttenn, Doch in alwege zugebrauchenn, das es den Pfennernn ohn nachtteil vnnd schadenn sein soll, So habenn Sfgl. erstlich furgehapt, als auch verschiebenn, das der Pfenner Saltz erst abgeladenn, vnnd kein Saltz geschatzt werdenn solle,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. gebrenncket — Lesung unsicher
  2. gesehret — evtl. gespuret

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HandschriftS. 367 Bl. 181r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 367

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd auch den Pfennernn, doch dem vertrage vnabbruchlich etliche Pompen zusetzenn bewilligt, Ob dardurch der manngell vnnd klage abgeschafft werdenn möchtte, seindt alle mittell vnnd wege furgenommenn, vnnd versucht, Dieweil es sich aber aus Vhrsachen so am tage nicht schickenn will, oder aber auch die Pompenn dem Bornne nicht gut thun werdenn, zubittenn, das sie in dem, weitter dann der vertragk mitbringet, nit zubeschwerenn, Sonnder annzuhaltenn, das es im ziehenn vnnd siedenn, Innhalts dem vertrage gehalttenn werde, Zum anndernn, dieweil aus dem artickell eruolget, das es im verkauffe, vnnd ladung des Saltzes auch manngell gesehret[?], vnnd doch damit der Pfenner Saltz erst verkaufft vnnd geladenn werden solle, Im vertrage vff zwene wege gestelt, die Sfgl. vorbehalttenn, Doch in alwege zugebrauchenn, das es den Pfennernn ohn nachtteil vnnd schadenn sein soll, So habenn Sfgl. erstlich furgehapt, als auch verschiebenn, das der Pfenner Saltz erst abgeladenn, vnnd kein Saltz geschatzt werdenn solle,

2

der Pfenner saltz sey dann erst Innhalts dem vertrage verkaufft, So habenn doch Sfgl. aus besorgung, das Sfgl. knechtte ein solches beschwert, vnnd den anndernn artickell, als das Sfgl. ein solches der Pfenner gesottenn saltz vffschuttenn wolle, vnnd in dem Innhalts dem vertrage zugelebenn, auch darzu etlichenn behalt gemachtt, Dieweil aber in dem liebbernn1[?] vnnd vffschuttenn des Saltzes ein beschwerung, den Pfennernn vorfellet, vnd sonnderlich in dem das Ire knechtte das Saltz allererst, Wann die dritte pfann vber dem fewre die zwo gesottene,

3

vnnd vffgehabene Pfann Saltzes Sfgl. bezahlet, zumessenn sollenn, vnnd ann annder arter liefernn, dann sie Je vnnd alwege dem Ladegast geliefert, wissenn sie keines wegs zuthun, vnnd wo sie des vermöge dem vertrage nicht mögen verschonet werdenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. liebbernn — wohl liefernn

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HandschriftS. 368 Bl. 181v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 368

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd vffgehabene Pfann Saltzes Sfgl. bezahlet, zumessenn sollenn, vnnd ann annder arter liefernn, dann sie Je vnnd alwege dem Ladegast geliefert, wissenn sie keines wegs zuthun, vnnd wo sie des vermöge dem vertrage nicht mögen verschonet werdenn,

2

könnenn sie nicht einenn knecht auff Irer seittenn behalttenn, Bittenn hierauff das Sfgl. dem artickell ein anndern weg gebenn wolle, darmit die Pfenner vnnd Ire knechtte aus Crafft Irer Erbgerechttigkeit, Ires Saltzes von erst abwerdenn1, vnnd Sfgl.

3

Saltz, welch Sfgl. mitt geringerm schadenn thun kann, vffschuttenn lassen, Zum drittenn, Nach dem Sfgl. gnedigklich begert, den eidt, wie vnnd welcher gestalt die knechtte hinfurtter Sfgl. zu seinem rechttenn, vnnd den Pfennernn vnnd guthern, zu Irem rechttenn lobenn vnnd schwerenn sollenn, zuzustellenn, Vbergebenn sie Sfgl. diesenn begriff, vnnd wollenn, das Sfgl. sie vnnd Ire knechtte aus Crafft gerurtter Erbgerechttigkeitt, vnnd Innhalts dem vertrage, das der Pfenner knechtte, niemandts dann Ihnenn eidthafftig sein sollenn, sie darbey gnedigklich lasse, schutze, schirme, vnnd vertheidinge, vnnd zuuerhutenn in dem kunfftigenn misuerstanndt, diesen Concept gnedigklich vnderschreibenn, vnnd ver Declariren, Das wollenn sich Gemein Pfenner zu Sfgl. vnderthenig lich verhoffenn, Es geschehe vonn rechts wegenn, vnnd sich gnediger vertröstung vnnd zusage nach billich,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. abwerdenn — Lesung unsicher

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HandschriftS. 369 Bl. 182r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 369

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSaltz, welch Sfgl. mitt geringerm schadenn thun kann, vffschuttenn lassen, Zum drittenn, Nach dem Sfgl. gnedigklich begert, den eidt, wie vnnd welcher gestalt die knechtte hinfurtter Sfgl. zu seinem rechttenn, vnnd den Pfennernn vnnd guthern, zu Irem rechttenn lobenn vnnd schwerenn sollenn, zuzustellenn, Vbergebenn sie Sfgl. diesenn begriff, vnnd wollenn, das Sfgl. sie vnnd Ire knechtte aus Crafft gerurtter Erbgerechttigkeitt, vnnd Innhalts dem vertrage, das der Pfenner knechtte, niemandts dann Ihnenn eidthafftig sein sollenn, sie darbey gnedigklich lasse, schutze, schirme, vnnd vertheidinge, vnnd zuuerhutenn in dem kunfftigenn misuerstanndt, diesen Concept gnedigklich vnderschreibenn, vnnd ver Declariren, Das wollenn sich Gemein Pfenner zu Sfgl. vnderthenig lich verhoffenn, Es geschehe vonn rechts wegenn, vnnd sich gnediger vertröstung vnnd zusage nach billich,

2

vnnd wollenn es in aller vnderthenigkeitt zuuerdienen, willig erfundenn werdenn, Des in bedenckh1[?] Ob den Gesandtenn heraus so sie weitter nit einreumenn werdenn, dann der vertragk mittbringet, vnnd diese artickell anweisenn, einiche vngnadt oder schade entstunde, des wir vnns der pillichkeitt nach nit verhoffenn, denn vnnd allenn beweislichenn schadenn, so dahero flüsse, wollenn gemeine Pfenner, vnnd sonnderlich der anschos,

3

schadens enthebenn vnnd benehmenn, Habenn wir Burgermeister vnnd Rath der Stadt allenndorff gebetten, diese Instruction zuuersiegelnn, Welchs wir vmb Irer bitt willenn, doch vns vnnd vnsern nachkommenn, ohnn schadenn, gethann habenn,

4

Donnerstags nach Fabiani seindt die verordentenn hievor genennt gen2[?] Cassell annkommenn, aber den Lanndtsfurstenn nicht anheimisch fundenn, den Lanndtvogtt, Rudolff Schenckhenn angesucht, vnnd Ime die mittgegebenn artickell Innhalt der Instruction angezeigt.

Unsichere Lesungen

  1. bedenckh — Wort undeutlich
  2. gen — evtl. zu

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HandschriftS. 370 Bl. 182v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 370

1

Nachmals vff der Cannzley vor dem Stadthaltter, Cannzlar, Rudolff Schennck, vnnd anndernn Verordentten Räthenn furkommenn, aber enndtlich nichts fruchtbarlichs erlanngenn, noch ausrichttenn mogenn, Freytags nach Conuersionis Pauli Anno ut supra, seindt Saltzgreuenn vnnd Warttenn, sampt den Verordenten des ausschosses gemeiner Pfenner bey ein gewesenn, vnnd nach dem Ire geschicktenn hiebeuor gemelt, den Lanndtsfurstenn nicht antroffenn, auch der gerurtenn artickell halbenn, Innhalt der Instruction bey den gewaltigenn nichts ausrichttenn mögenn, habenn sie vff volgende meinung gerathschlagt vnd geschlossen, Erstlich, das vffs furderlichste ein förmbliche Supplication gerurter beschwerter artickell halbenn, an vnsernn gnedigenn furstenn vnnd herrnn, gefertigt, vnd vberanntwort werdenn solle,

2

Zum anndernn solle den Süthernn anngesagt werdenn, das sie sich in Jedem Bode, mit seckenn oder Pfannen tüchernn, darinne die knechtte das gesotten Saltz reinlich vffhebenn, vnnd bis zu der liefferung behalttenn mogenn, geschickt machen, Vnnd wenn also das saltz gesottenn, soll es dem Rennthmeister, vff das er benebenn den Schetzernn bey dem messen,Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 371 Bl. 183r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 371

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteZum anndernn solle den Süthernn anngesagt werdenn, das sie sich in Jedem Bode, mit seckenn oder Pfannen tüchernn, darinne die knechtte das gesotten Saltz reinlich vffhebenn, vnnd bis zu der liefferung behalttenn mogenn, geschickt machen, Vnnd wenn also das saltz gesottenn, soll es dem Rennthmeister, vff das er benebenn den Schetzernn bey dem messen,

2

vnnd vffhebenn sey, anngezeigt, auch in den seckenn versiegelt werdenn, Ob er sich aber des beschwert befünde, als dann soll solches vonn den Verordentenn der Pfenner beschehenn, vnnd bis die dritte pfanne, vber dem feuer Innhalts des vertrags in dem Bothenn also versiegelt behalttenn werdenn.

3

Vnnd ob sichs auch in dem liefferenn vnnd durch messen befünde, das mann das mas nit volkommenn, wie zuuor liefferenn konntte, vnnd daraus etwas Saltzes abgehenn, oder verlorenn würde, solche verlust wollenn gemeine Pfenner vnntter sich tragenn, vnnd Ire knechtte damit nit beschwerenn, Doch das sie vmb solchenn schadenn mit dem Lanndtsfurstenn Innhalt dem vertrage mögenn verglichenn werdenn, Item Ist beschlossenn, das Saltzgreuenn vnnd Warttenn, die Boderknechtte furfordernn, vnnd Ine wie sie sich hinfurtter in dem Saltzvffhebenn, vnnd messenn, wie hiebeuor gerurt, halttenn sollenn, annsagenn, Item das Saltzgreuenn vnnd Warttenn vleissig vffsehenns habenn sollenn, das einem Jeglichenn seiner schuldenn, vnnd annderer notturfftigenn gebrechenn halbenn Innhalt der Ordenung möge verholffenn werdenn, auch vnntter ampter, als Holtzfurster vnnd andere zubestellenn, Item Nach dem sie bisanhero bey dem Renthmeister vnnd anndernn Furstlichenn Verordenntten Irer gebrechenn halber, betreffenn Cuntzenn apell vnd Hannsenn Heynemann, etzlich mahl anngesucht, vnnd doch weder rath noch hülff erlanngenn mögen, Habenn der ausschos, Saltzgrebenn, vnnd Wartten beuohlenn, dieselbigenn artickell dem Lanndtvogtt vff sein annkunfft Ingleichenn fall annzuzeigenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 372 Bl. 183v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 372

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnd ob sichs auch in dem liefferenn vnnd durch messen befünde, das mann das mas nit volkommenn, wie zuuor liefferenn konntte, vnnd daraus etwas Saltzes abgehenn, oder verlorenn würde, solche verlust wollenn gemeine Pfenner vnntter sich tragenn, vnnd Ire knechtte damit nit beschwerenn, Doch das sie vmb solchenn schadenn mit dem Lanndtsfurstenn Innhalt dem vertrage mögenn verglichenn werdenn, Item Ist beschlossenn, das Saltzgreuenn vnnd Warttenn, die Boderknechtte furfordernn, vnnd Ine wie sie sich hinfurtter in dem Saltzvffhebenn, vnnd messenn, wie hiebeuor gerurt, halttenn sollenn, annsagenn, Item das Saltzgreuenn vnnd Warttenn vleissig vffsehenns habenn sollenn, das einem Jeglichenn seiner schuldenn, vnnd annderer notturfftigenn gebrechenn halbenn Innhalt der Ordenung möge verholffenn werdenn, auch vnntter ampter, als Holtzfurster vnnd andere zubestellenn, Item Nach dem sie bisanhero bey dem Renthmeister vnnd anndernn Furstlichenn Verordenntten Irer gebrechenn halber, betreffenn Cuntzenn apell vnd Hannsenn Heynemann, etzlich mahl anngesucht, vnnd doch weder rath noch hülff erlanngenn mögen, Habenn der ausschos, Saltzgrebenn, vnnd Wartten beuohlenn, dieselbigenn artickell dem Lanndtvogtt vff sein annkunfft Ingleichenn fall annzuzeigenn,

2

vnnd derselbenn Rath vnnd enderung zubittenn, Montags nach purificationis Mariæ seindt Saltzgreuenn vnnd Warttenn, sampt den Verordenttenn ausschos gemeiner Pfenner bey eingewesenn, Haben Ire Saltzknechtte alle in sampt fürgehapt, vnnd mit Inen des Saltzmessenns vnnd liefferenns halben, allerhande notturfftigs geredt, vnnd gehandelt, vnnd seindt die knechte In Summa einhelligk darauff verharret, das Inen nit muglich das saltz ohne schadenn vfzuhebenn, viel weniger zuruck zumessenn, vnd solchs keinswegs bewilligenn, noch vnderstehen wollen, Darauff Saltzgreuenn vnnd Warttenn, sampt dem Verordenntten ausschos, wie hieuor beschlossenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 373 Bl. 184r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 373

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd derselbenn Rath vnnd enderung zubittenn, Montags nach purificationis Mariæ seindt Saltzgreuenn vnnd Warttenn, sampt den Verordenttenn ausschos gemeiner Pfenner bey eingewesenn, Haben Ire Saltzknechtte alle in sampt fürgehapt, vnnd mit Inen des Saltzmessenns vnnd liefferenns halben, allerhande notturfftigs geredt, vnnd gehandelt, vnnd seindt die knechte In Summa einhelligk darauff verharret, das Inen nit muglich das saltz ohne schadenn vfzuhebenn, viel weniger zuruck zumessenn, vnd solchs keinswegs bewilligenn, noch vnderstehen wollen, Darauff Saltzgreuenn vnnd Warttenn, sampt dem Verordenntten ausschos, wie hieuor beschlossenn,

2

das die Süthernn Jeglichem knechtte — 16. secke, darin er das vfgehabenn Saltz behaltte, schaffenn sollen, vnnd so offt eine Pfanne Saltzes vfgehabenn, soll in beysein der Schetzer vnnd verordenttenn versiegelt, dergleich die annder, bis die dritte vber dem feuere,

3

vnnd als dann dem Renthmeister anngezeigt, vnnd zugleiche geliffert werdenn, Desselbigenn tages habenn der ausschos Johann Casselmann, vnnd Johann Niedennstein, als Saltzgreuenn mit volgennder Supplication ann den Lanndtsfurstenn abgeferttiget, Innhaltt derselbenn, gnedige abschaffung zubittenn, Supplicatio Durchleuchtiger Hochgebornner furst vnnd Herr, E.

4

F. gl. seindt vnnser vnderthenige vnnd ganntz willige diennste zuuor ann bereit, Gnediger furst vnnd herr, Wiewohl wir E.

5

F.

6

G. in diesen geschwinden leufftenn gernne klagenns vnnd annsuchenns verschonetenn, So zwingt vnns doch die hohe vnnd verderbliche notturfft, E. f. gl. als vnnsernn gnedigenn furstenn vnnd herrnn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 374 Bl. 184v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 374

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. in diesen geschwinden leufftenn gernne klagenns vnnd annsuchenns verschonetenn, So zwingt vnns doch die hohe vnnd verderbliche notturfft, E. f. gl. als vnnsernn gnedigenn furstenn vnnd herrnn,

2

ohn dieselbig wir nechst Gott wenig trost vnnd hülff, klagennde zubesuchenn, Vnnd zeigenn E. f. gl. wehmütiglich ann, nach dem E. f.

3

Gl.

4

Je zur zeit vermöge dem furstlichenn Contract gnediglich E.

5

F.

6

G. dienernn vnnd knechttenn, beuohlen zugelebenn, Wie wir vnns auch tröstlich versehen hettenn, demselbigenn wert vngewirret volge geschehenn, So begegenet vnns doch vonn E. f. gl. dienernn fur vnnd fur mercklich Sperrung, vnnd volgen dem vertragk mit vielenn artickelnn nicht, als dem Sohlenn ziehenn, Saltz verkeuffenn, knecht abniedenn, enndtziehung der Ladegest, vnnd viel annder wege, das also, vnanngesehenn vnnser flehlich darfür bittenn vnnd klagenn,

7

viel wiederunge dem Contract vorgenommenn werdenn, dardurch der vertragk, das doch ohnn nott, misverstenndig gemachtt, vnnd vnnser gebott vnnd verbott, so wir aus krafft vnnser Erbgerechtigkeit habenn, gekrenckt,

8

Wiewohl wir vnns E. f. gl. als vnnsern gnedigen Landts furstenn zu ehrenn vnnd gutem, aus viel bewegendenn vhrsachenn, gutwillig bis vf diese zeit, mit grossem mercklichenn schadenn gelittenn vnnd vbersehenn, der guten zuuersicht E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 375 Bl. 185r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 375

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteWiewohl wir vnns E. f. gl. als vnnsern gnedigen Landts furstenn zu ehrenn vnnd gutem, aus viel bewegendenn vhrsachenn, gutwillig bis vf diese zeit, mit grossem mercklichenn schadenn gelittenn vnnd vbersehenn, der guten zuuersicht E.

2

F.

3

G. wirdt durch Ire diener solch beschwerde gnediglich abwendenn lassenn, Nach dem wir aber nun vnnsernn so grossenn vnuerwindtlichenn schadenn, teglich vnnd Je mehr befindenn, vnd durch die wege baldt zum Bettelstabe, darzu wir vnsers wissenns nie vhrsach gegebenn, gerathen müssen, vnnd das dasselbige E.

4

F.

5

G. zuglauben, So ist war vnd am tage, das wir das vergangenn Jar in die Drey Tausenndt guldenn schadenn erlittenn,

6

Vnnd Itzo das new Jar bereitt In die Tausenndt guldenn schadenn habenn, Wie vnnser armenn weib vnd kinde derhalbenn manngell ann Irer leibsnerung1[?] zu lest leiden müssenn, Bittenn wir E.

7

F.

8

Gl. wollenn solchs als ein Hochberumbter vnnd Christlicher furst zu gnedigenn vnnd furstlichenn hertz nehmenn, vnd in dem gnedige vnnd furstliche versehung thun, Dann gnediger furst vnnd herr, solttenn wir armenn in dem wieder den Contract,

9

als wir vnns doch keins wegs versehenn wollenn, hülfflos gelassenn, vnd also teglich wieder den vertragk anngefochttenn werden, Wurdenn wir armenn, in grundt, welches an allen vmbstenndenn warhafftig sich erfindenn wirdett, verderbet, ohnne schuldt, Inns elenndt gefuret, Bittenn E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. leibsnerung — Schreibung undeutlich

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HandschriftS. 376 Bl. 185v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 376

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteals wir vnns doch keins wegs versehenn wollenn, hülfflos gelassenn, vnd also teglich wieder den vertragk anngefochttenn werden, Wurdenn wir armenn, in grundt, welches an allen vmbstenndenn warhafftig sich erfindenn wirdett, verderbet, ohnne schuldt, Inns elenndt gefuret, Bittenn E.

2

F.

3

G. aber vffs vnderthenigst, vmb Gotts vnnd seines ewigenn wortts willenn, E. f. gl. wollen das gnedig einsehenns thun, das wir in solch verderbenn nicht gesetzt werdenn, Sonnder dem Contract vnnd Ordenung gelebt werde, auch der erlittenn schedenn, zu guter ergetzung kommenn möchttenn, anngesehenn,

4

das wir Je zu Jederzeit, vnnd vor menniglich, vber das wir desselbigenn im vertrage mitt viel artickeln versichert, auch hoch vnnd gnedig vertröstet sein, vnnd müstenn auch als dann ausbreytunge der frembdenn, vnnd viel beschwerter aussage vnnd klagenns leidenn, seindt aber tröstlicher vnnderthenniger zuuersicht, E.

5

F.

6

G. werdenn vnns solcher beschwerde erledigenn, vnnd gnedig vnd furstlich Jegenn vns erzeigenn, vnns bey vffgerichtenn vertrage vnnd Ordenung gnediglich schutzenn, schirmenn, vnnd hanndthabenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 377 Bl. 186r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 377

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. werdenn vnns solcher beschwerde erledigenn, vnnd gnedig vnd furstlich Jegenn vns erzeigenn, vnns bey vffgerichtenn vertrage vnnd Ordenung gnediglich schutzenn, schirmenn, vnnd hanndthabenn,

2

den lohnn vom Gott enndtpfanngenn, so sein wirs vber die pflicht in aller vnderthenigkeit zuuerdienenn willigk, Gebenn dinstags nach purificationis Mariæ Anno 39.

3

E.

4

F.

5

G.[?] Vnderthenige, Gemeine Pfenner zu Allenndorff.

6

Nach dem nun die Geschickten hieuor genent gein Cassell kommenn, J. f. g. die Supplication behenndigt, habenn sie J. f. g. fürfordernn lassenn, vnnd gefragtt, in was artickeln gemeine pfenner, zuwieder dem vfgerichttenn vertrage, beschwert wurdenn, Darauff sie geanttwort, das Jhr grosse beschwerung in dreyenn artickelnn, wie volget, beruhe, Erstlich im Sohlenn ziehenn, dieweil J. f. g. etzliche Pumpen gestellet,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. E. F. G. — kalligraphische Sigle, Lesung unsicher); J. f. g. (Sigle, wohl Jhre fürstliche gnaden

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HandschriftS. 378 Bl. 186v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 378

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteNach dem nun die Geschickten hieuor genent gein Cassell kommenn, J. f. g. die Supplication behenndigt, habenn sie J. f. g. fürfordernn lassenn, vnnd gefragtt, in was artickeln gemeine pfenner, zuwieder dem vfgerichttenn vertrage, beschwert wurdenn, Darauff sie geanttwort, das Jhr grosse beschwerung in dreyenn artickelnn, wie volget, beruhe, Erstlich im Sohlenn ziehenn, dieweil J. f. g. etzliche Pumpen gestellet,

2

dardurch der pfenner knechtte nichtt so fuglich mit den eimernn, wie vor altters geschehenn, schopffenn könnenn, Derwegenn J. f. g. an die pfenner gesunnenn, das sie forderung der sache auch etliche Pompenn setzenn lassenn solttenn,

3

welches sie J. f. g. zu vnnderthenigenn gefallenn, anngefanngenn, Dieweil aber zubesorgenn, das durch die mennige des Pompennsetzenns, der Bornn beschwert, so wollenn sie in dem J. f. g.

4

Rath vnndertheniglich gebettenn habenn, ob sie damit auch sollenn fortfahrenn, dann die Jtzt gesetztenn Pompen den pfennernn mit Sohle gnug gebenn möchttenn, Dardurch die knechtte, wenn sie zugleich feyrenn, verhindert vnnd hoch beschwert werdenn, vnnd were ferner zubesorgenn, so mehr Pompenn wie vorhanndenn, gesetzt, das es als dann den Brun mit der Sohlenn, wenn die knechte zugleiche feyrenn, nit ertragenn werde, dardurch abermahls gemeine Pfenner verhindert vnnd beschweret wurdenn, derhalbenn J. f. g. vnndertheniglich gebettenn, das es im Sohlenn ziehenn, Inhalts dem vffgerichtenn vertrage, möchtte gehalttenn werdenn, Hierauff J. f. g. geanttwort J. f. g. könne annders bey sich nit findenn, dann das wir geneigt, J. f. g. nutz vnnd wolfart zu hindernn, gedenckenn vielleicht, es sey ein krieg vorhanndenn, derselbige gehe noch wohl so baldt ab als furo[?], J. f. g. wollenn es aber bey dem letztenn bescheidt des Sohlenn ziehenns pleibenn lassenn, wolle auch verordenenn, ob es den pfennerknechttenn, ann Sohle mangelnn wurde,Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 379 Bl. 187r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 379

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteRath vnndertheniglich gebettenn habenn, ob sie damit auch sollenn fortfahrenn, dann die Jtzt gesetztenn Pompen den pfennernn mit Sohle gnug gebenn möchttenn, Dardurch die knechtte, wenn sie zugleich feyrenn, verhindert vnnd hoch beschwert werdenn, vnnd were ferner zubesorgenn, so mehr Pompenn wie vorhanndenn, gesetzt, das es als dann den Brun mit der Sohlenn, wenn die knechte zugleiche feyrenn, nit ertragenn werde, dardurch abermahls gemeine Pfenner verhindert vnnd beschweret wurdenn, derhalbenn J. f. g. vnndertheniglich gebettenn, das es im Sohlenn ziehenn, Inhalts dem vffgerichtenn vertrage, möchtte gehalttenn werdenn, Hierauff J. f. g. geanttwort J. f. g. könne annders bey sich nit findenn, dann das wir geneigt, J. f. g. nutz vnnd wolfart zu hindernn, gedenckenn vielleicht, es sey ein krieg vorhanndenn, derselbige gehe noch wohl so baldt ab als furo1[?], J. f. g. wollenn es aber bey dem letztenn bescheidt des Sohlenn ziehenns pleibenn lassenn, wolle auch verordenenn, ob es den pfennerknechttenn, ann Sohle mangelnn wurde,

2

das J. f. g. knechte etzliche stunde still halttenn, vnnd verziehenn sollenn, das gemeine pfenner also gedüldenn müstenn, Doch den artickell des Sohlenn ziehenns, Innhalt dem vertrage, hiermit nicht begebenn, Zum anndernn, Mitt einziehung der knechte vnd gesindes, vnnd das die Jenigenn, den ausgebottenn in Boden, der Pfenner gebott, vnnd verbott verachttenn, Dieweil gemeine Pfenner diener, vonn den verordenten J. f. g. beuelchhabernn kein hülff vff Jr ansuchenn begegnette, Darauff J. f. g. beuohlenn, das J. f. g. verordenttenn,

3

gemeynenn pfennernn Jre knechtte in keinenn weg endtziehenn noch annehmenn sollenn, Vnnd dieweill den Pfennernn beschwerlich den Schultheissenn in dem so Jre knechtte Jre gebott vnnd verbott verachtten, annzusuchenn, auch alzeit nicht bey hanndenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. furo — Wort unklar

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HandschriftS. 380 Bl. 187v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 380

1

Fortsetzung von der vorigen Seitegemeynenn pfennernn Jre knechtte in keinenn weg endtziehenn noch annehmenn sollenn, Vnnd dieweill den Pfennernn beschwerlich den Schultheissenn in dem so Jre knechtte Jre gebott vnnd verbott verachtten, annzusuchenn, auch alzeit nicht bey hanndenn,

2

Dardurch solche verechtter vonn hanndenn vnnd die Pfenner zu keiner straffe kommenn könnenn, So hat J. f. g. gnediglich vergünt vnnd zugelassenn, das die Pfenner, oder Jre verordenntenn solche verechtter, wenns Jne vonnötenn annehmenn mögenn, bis an J. f. g.

3

Schultzenn, Zum drittenn, das wir in dem artickell des Saltzmessens vnnd liefferns beschwert, aus vhrsachenn, das vnser knechtte dasselbige annders dann vonn altters, vnd vor den Pfennernn liefernn vnnd messenn sollenn, des sie in keinenn weg gesinnet, sonnder wollenn daruor gemeinenn Pfennernn samptlich die schlüssel vbergebenn, welches so es beschehe gemeinenn Pfennernn zu vnuberwindtlichenn verderben gereichenn woltte, Derwegenn J. f. g. vnnderthenig gebettenn diesem fürschlage einenn anndernn gelindernn weg zugebenn, Darauff J. f. g. nach gehaptem bedennckenn, diese antwort gebenn, J. f. g. habe wohl vff einen weg gedachtt, damit diesem zuuorkommenn, wolle vnns aber doch dasselbig zubeschehenn nicht zugesagt habenn, Nemblich, das das frische Saltz, so vor der Pfannen verkaufft, in dem werth, wie es Jtzt gekaufft, bezahlt solle werdenn, Es wolle aber J. f. g. etliche Pfannen zur Proba vffschüttenn lassenn, vnnd was als dann J. f. g. im abgannge einer pfannenn befinde, das der keuffer[?] die vffgeschüttenn Pfannenn saltzes, souiel der abganng ertragenn müge, theurer bezahlenn solle, Enndtlich geschlossenn, das der Lanndtvogt zu Eschwege schirstkommenden Monttag zu Allenndorff erscheinenn, vnnd dieses artickels halbenn weitter mit vnns hanndelnn solle, Zum vierdenn das J. f. g. knechtte den Ladegestenn Jn Jre behausung vnnd zu Jegenn lauffenn, vnnd also den vnsernn die Ladegeste genntzlich enndtziehen, auch wenn sie alreith vor vnsernn Bodenn haltenn, die pferde bey den zäumenn vonn vnsernn vor die Jrenn enndtfürenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 381 Bl. 188r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 381

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSchultzenn, Zum drittenn, das wir in dem artickell des Saltzmessens vnnd liefferns beschwert, aus vhrsachenn, das vnser knechtte dasselbige annders dann vonn altters, vnd vor den Pfennernn liefernn vnnd messenn sollenn, des sie in keinenn weg gesinnet, sonnder wollenn daruor gemeinenn Pfennernn samptlich die schlüssel vbergebenn, welches so es beschehe gemeinenn Pfennernn zu vnuberwindtlichenn verderben gereichenn woltte, Derwegenn J. f. g. vnnderthenig gebettenn diesem fürschlage einenn anndernn gelindernn weg zugebenn, Darauff J. f. g. nach gehaptem bedennckenn, diese antwort gebenn, J. f. g. habe wohl vff einen weg gedachtt, damit diesem zuuorkommenn, wolle vnns aber doch dasselbig zubeschehenn nicht zugesagt habenn, Nemblich, das das frische Saltz, so vor der Pfannen verkaufft, in dem werth, wie es Jtzt gekaufft, bezahlt solle werdenn, Es wolle aber J. f. g. etliche Pfannen zur Proba vffschüttenn lassenn, vnnd was als dann J. f. g. im abgannge einer pfannenn befinde, das der keuffer1[?] die vffgeschüttenn Pfannenn saltzes, souiel der abganng ertragenn müge, theurer bezahlenn solle, Enndtlich geschlossenn, das der Lanndtvogt zu Eschwege schirstkommenden Monttag zu Allenndorff erscheinenn, vnnd dieses artickels halbenn weitter mit vnns hanndelnn solle, Zum vierdenn das J. f. g. knechtte den Ladegestenn Jn Jre behausung vnnd zu Jegenn lauffenn, vnnd also den vnsernn die Ladegeste genntzlich enndtziehen, auch wenn sie alreith vor vnsernn Bodenn haltenn, die pferde bey den zäumenn vonn vnsernn vor die Jrenn enndtfürenn,

2

Darauff J. f. g. geanntwort, was vnns daran ge legenn, das J. f. g. knechtte, die Ladegeste alle hettenn, Wenn vnns J. f. g. vnnser Saltz bezahlte, Die Gesanndtenn aber wiederumb J. f. g. diese anntwort gebenn, das sie der bezahlung halber Jnhalts dem vertrage wohl zufriedenn stundenn, das aber Jren knechttenn die Ladegest wie gemelt enndtzogenn, were Jnenn in allen wegenn beschwerlich, Zum fünfftenn habenn die Gesanndtenn J. f. g. anngezeigt, das der schetzer zu wenig, vnnd das Saltzmessenn, Jnnhalts der vffgerichttenn Ordenung nichtt gnugsame versehenn, vnnd gewahrenn könnenn, Derhalbenn sie bedacht, vff Jrer seittenn, so fer es J. f. g. nit zuwieder etliche mehr zuordenenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. keuffer — auch kenner lesbar

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HandschriftS. 382 Bl. 188v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 382

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDarauff J. f. g. geanntwort, was vnns daran ge legenn, das J. f. g. knechtte, die Ladegeste alle hettenn, Wenn vnns J. f. g. vnnser Saltz bezahlte, Die Gesanndtenn aber wiederumb J. f. g. diese anntwort gebenn, das sie der bezahlung halber Jnhalts dem vertrage wohl zufriedenn stundenn, das aber Jren knechttenn die Ladegest wie gemelt enndtzogenn, were Jnenn in allen wegenn beschwerlich, Zum fünfftenn habenn die Gesanndtenn J. f. g. anngezeigt, das der schetzer zu wenig, vnnd das Saltzmessenn, Jnnhalts der vffgerichttenn Ordenung nichtt gnugsame versehenn, vnnd gewahrenn könnenn, Derhalbenn sie bedacht, vff Jrer seittenn, so fer es J. f. g. nit zuwieder etliche mehr zuordenenn,

2

vnd einem Jedenn ein annzahl Bodenn zuuerwalten, einzuthünn, Diesenn fürschlag hat J. f. g. bewilliget, doch also, das mann Je zweyenn eine annzahl Bothenn samptlich zuuerwalttenn einthue, Vnnd hatt J. f. g. ferner zugelassenn, vnnd beuohlen, das der Pfenner Saltzgreuenn vnnd Karttenn1[?] auch vff J. f. g. seittenn vfsehenns habenn sollenn, damit J. f. g. knechtte,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Karttenn — Anfangsbuchstabe unsicher

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HandschriftS. 383 Bl. 189r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 383

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnd einem Jedenn ein annzahl Bodenn zuuerwalten, einzuthünn, Diesenn fürschlag hat J. f. g. bewilliget, doch also, das mann Je zweyenn eine annzahl Bothenn samptlich zuuerwalttenn einthue, Vnnd hatt J. f. g. ferner zugelassenn, vnnd beuohlen, das der Pfenner Saltzgreuenn vnnd Karttenn[?] auch vff J. f. g. seittenn vfsehenns habenn sollenn, damit J. f. g. knechtte,

2

auch dem vffgerichttenn vertrage gemes, im Saltzmessenn vnnd liefernn leben vnnd hanndelenn, Zum Sechstenn, habenn die Gesanndtenn J. f. g. vnderthenig gebettenn,

3

nach deme die pfenner J. f. g. im Wirttemberger zoge etliche Pfannenn saltzes vndertheniglich fürgestreckt, dauon Jhnenn noch Hundert güldenn ausstendigk, das J. f. g. dem Cammermeister, Jne dieselbigenn zugebenn, gnediglich beuelenn wolt.

4

Darauff J. f. g. geantwort, es sey billich, vnnd solle auch also geschehenn.

5

Zum Siebenndenn vnnd beschlieslich, habenn sie J. f. g. anngezeigt, das sie Jost Beckern, J. f. g.

6

Secretarien eine forme des eidts, welchenn Jre knechtte Jerlichenn zun Bodenn schwerenn sollenn, vbergebenn habenn, Mitt vnderthetiger bitt, das J. f. g. denselbigenn vmb verhüetung willenn künftiges misuerstanndts vnderschreibenn vnnd versiegelnn wolte, Darauff seine fürstliche gnadenn nach der ver lesung solches eidts, diese anntwort gegebenn, die Substantz des Eids wer wohl in sich nicht vnrecht, allein das er in der Ordenung vnförmlich gestelt, in dem das die Pfenner allennthalben forne, vnnd J. f. g. hindenn gesetzt sein, Darauff dem Canntzler denselbenn zu vbersehenn vnd formlich zusetzenn beuohlenn, vonn dem auch die Gesandenn, dem gegebenenn abscheide nach den eidt gefordert, vnnd nach dem er noch nicht gefertigt, Habenn die Gesanndtenn dem Canntzler zu vnderricht der sachenn anngezeigt, das sie kein andere forma des eidts, dann wie vbergebenn annzunemenn beuelch habenn, Derhalbenn gebetten, so baldt er dermassenn geferttigt, Jne zum fürderlichstenn zuzustellenn, Auff heut Monntag nach Scolastice Anno ut su. sendt Rudolff Schennck Lanndtvogt zu Eschwege, Johann Bartelmes Renntmeister, vnnd Jost Becker Secretari, Jn Vrbann[?] Thüldenn Hause erschienenn, habenn die Pfenner fürfordernn lassenn, vnnd Jne aus beuelch des Fürstenn des Saltzmessens vnnd liefferns halbenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 384 Bl. 189v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 384

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSecretarien eine forme des eidts, welchenn Jre knechtte Jerlichenn zun Bodenn schwerenn sollenn, vbergebenn habenn, Mitt vnderthetiger bitt, das J. f. g. denselbigenn vmb verhüetung willenn künftiges misuerstanndts vnderschreibenn vnnd versiegelnn wolte, Darauff seine fürstliche gnadenn nach der ver lesung solches eidts, diese anntwort gegebenn, die Substantz des Eids wer wohl in sich nicht vnrecht, allein das er in der Ordenung vnförmlich gestelt, in dem das die Pfenner allennthalben forne, vnnd J. f. g. hindenn gesetzt sein, Darauff dem Canntzler denselbenn zu vbersehenn vnd formlich zusetzenn beuohlenn, vonn dem auch die Gesandenn, dem gegebenenn abscheide nach den eidt gefordert, vnnd nach dem er noch nicht gefertigt, Habenn die Gesanndtenn dem Canntzler zu vnderricht der sachenn anngezeigt, das sie kein andere forma des eidts, dann wie vbergebenn annzunemenn beuelch habenn, Derhalbenn gebetten, so baldt er dermassenn geferttigt, Jne zum fürderlichstenn zuzustellenn, Auff heut Monntag nach Scolastice Anno ut su. sendt Rudolff Schennck Lanndtvogt zu Eschwege, Johann Bartelmes Renntmeister, vnnd Jost Becker Secretari, Jn Vrbann1[?] Thüldenn Hause erschienenn, habenn die Pfenner fürfordernn lassenn, vnnd Jne aus beuelch des Fürstenn des Saltzmessens vnnd liefferns halbenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

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  1. Vrbann — auch Erbann lesbar

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HandschriftS. 385 Bl. 190r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 385

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSecretarien eine forme des eidts, welchenn Jre knechtte Jerlichenn zun Bodenn schwerenn sollenn, vbergebenn habenn, Mitt vnderthetiger bitt, das J. f. g. denselbigenn vmb verhüetung willenn künftiges misuerstanndts vnderschreibenn vnnd versiegelnn wolte, Darauff seine fürstliche gnadenn nach der ver lesung solches eidts, diese anntwort gegebenn, die Substantz des Eids wer wohl in sich nicht vnrecht, allein das er in der Ordenung vnförmlich gestelt, in dem das die Pfenner allennthalben forne, vnnd J. f. g. hindenn gesetzt sein, Darauff dem Canntzler denselbenn zu vbersehenn vnd formlich zusetzenn beuohlenn, vonn dem auch die Gesandenn, dem gegebenenn abscheide nach den eidt gefordert, vnnd nach dem er noch nicht gefertigt, Habenn die Gesanndtenn dem Canntzler zu vnderricht der sachenn anngezeigt, das sie kein andere forma des eidts, dann wie vbergebenn annzunemenn beuelch habenn, Derhalbenn gebetten, so baldt er dermassenn geferttigt, Jne zum fürderlichstenn zuzustellenn, Auff heut Monntag nach Scolastice Anno ut su. sendt Rudolff Schennck Lanndtvogt zu Eschwege, Johann Bartelmes Renntmeister, vnnd Jost Becker Secretari, Jn Vrbann[?] Thüldenn Hause erschienenn, habenn die Pfenner fürfordernn lassenn, vnnd Jne aus beuelch des Fürstenn des Saltzmessens vnnd liefferns halbenn,

2

hanndelung wie volget furgeschlagenn, Daruff die so gesanndt gebettenn, das sie dem letzten abschiede zu Cassell nach bey dem verkauffe des Saltzes gehanndthabt werdenn möchttenn, vnnd es ffgl. seittenn, mit dem Saltzkauffe stille zuhaltenn, bisolanng das die Pfenner Ihr Saltz, Inhalt dem vertrage, verkaufft, vnnd abwerdenn, desgleichenn das Irenn Knechttenn die Ladegeste, wie bishero beschehenn, hinfurtter nicht möchten enndtzogenn werdenn, Wo sichs aber dann zutragen1[?] würde, das Irenn Saltz vbrigk vnnd liegen bliebe, So möchttenn sie deshalbenn hanndelunge, doch dem vertrage gemes, wohl duldenn vnd leidenn,

3

Hierauff sie der Lanndtvogt trewlich gewarnnet, vnd solches Irs furhabenn, besser zubedennckenn erinnert, dann wo sie darauff verharrenn, würde ffgl. vervrsacht, sich deshalbenn, mit Ihnenn rechtfertigenn zulassenn, daraus Ine gros vngnadt, wie zubesorgenn, enndtstehenn möchtte, Welches freundtlichenn Warnnes sich die so gesanndt,

4

Jegen seiner Gestrennge hertzlich bedannckt, vnnd derowegen[?] die Räthe sampt dem verordentenn Ausschos heischenn lassenn, Welche darauff wie volget gerathschlagt, vnnd eintrechttiglich geschlossenn, Das sie es bey gethaner bitt vnnd anzeigung nachmahls bleibenn lassenn wollenn, vnnd nach dem sein Gestrennge, vonn f.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. zutragen — Wortende abgekürzt

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HandschriftS. 386 Bl. 190v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 386

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteJegen seiner Gestrennge hertzlich bedannckt, vnnd derowegen1[?] die Räthe sampt dem verordentenn Ausschos heischenn lassenn, Welche darauff wie volget gerathschlagt, vnnd eintrechttiglich geschlossenn, Das sie es bey gethaner bitt vnnd anzeigung nachmahls bleibenn lassenn wollenn, vnnd nach dem sein Gestrennge, vonn f.

2

G. sie des zuhanndthabenn, keinenn beuelch, So müssenn sie sich, Wiewohl mit grosser beschwer nach gelegennheit vnd gestalt dieser sach ein zeitlanng gedüldenn vnnd die gethane furstliche furschlegk ann gemeine Pfenner beide Inn: vnnd auslennder gelanngenn lassenn, Ohne welcher beuelch vnnd bewilligunge sie ettwas dem vertrage zuwieder zubewilligenn, oder nachzugebenn, keinenn gewalt habenn, vnnd was sie als dann vonn dennselbigenn in antworte befindenn,

3

seyner Gestrennge zu gelegener zeitt vnderthenniger meinung wiederumb zuerkennenn gebenn, Vff Sonnabenndt nach Lætare Hat der Schultheis In Sodenn, zwene der Pfenner Knechtte wollenn zurbuße stellenn, Nemblich Hannsenn Neuß[?], darumb das er einem Lademann,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. derowegen — Endung abgekürzt

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HandschriftS. 387 Bl. 191r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 387

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteseyner Gestrennge zu gelegener zeitt vnderthenniger meinung wiederumb zuerkennenn gebenn, Vff Sonnabenndt nach Lætare Hat der Schultheis In Sodenn, zwene der Pfenner Knechtte wollenn zurbuße stellenn, Nemblich Hannsenn Neuß1[?], darumb das er einem Lademann,

2

soll sein zu haus ganngenn, vnnd Claus driebenn, das er das Saltz bessern kauf dann Itzo ganngkhafftigk, Nemblich vmb 4 fl.2 müntz, vnnd 2. thaler soll gegebenn habenn, Seint Sonntags Judica seindt beide [übergeschrieben:

3

Räthe] sampt Saltzgreuenn vnnd Warttenn, auch dem verordenttenn Ausschos beyein gewesenn, vnnd ist furgelauffenn wie volgett.

4

Das Georgk Sauchler senior anngezeigt, Nachdem augennscheinlich, das gemeine Pfenner ein zeitlang des Saltzabwerdenns halben grossenn schadenn erlitten, So wüste er doch vor sein Personn, souiel Ime Saltz gesottenn werdenn möchtte, wohl abzuwerdenn, derowegenn er auch seinenn mitgesellenn, sich mit Ime des Siedenns halbenn zuvergleichenn, etliche wege furgeschlagenn, aber nichts enndtlichs bey Ihnenn ausrichtenn könnenn, Welches er sich beschwert, vnnd meint, wenn er gleich sein saltz selbst nehmen, auch bessernn kauff, dann ein annder gibet, geben soltte, So were Je besser etwas dann gar nichts bekommen, verhofft auch, es soltte dem furstlichen vertrage nitt zu Jegenn sein, das enndtweder seine mitgesellenn Ime das Irte[?] absödenn, oder Ime das seine nach anzahl des Jars abzusiedenn gestattetenn, Darinne er Irenn Rath,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Neuß — Name unsicher
  2. fl. — Guldenzeichen

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HandschriftS. 388 Bl. 191v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 388

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDas Georgk Sauchler senior anngezeigt, Nachdem augennscheinlich, das gemeine Pfenner ein zeitlang des Saltzabwerdenns halben grossenn schadenn erlitten, So wüste er doch vor sein Personn, souiel Ime Saltz gesottenn werdenn möchtte, wohl abzuwerdenn, derowegenn er auch seinenn mitgesellenn, sich mit Ime des Siedenns halbenn zuvergleichenn, etliche wege furgeschlagenn, aber nichts enndtlichs bey Ihnenn ausrichtenn könnenn, Welches er sich beschwert, vnnd meint, wenn er gleich sein saltz selbst nehmen, auch bessernn kauff, dann ein annder gibet, geben soltte, So were Je besser etwas dann gar nichts bekommen, verhofft auch, es soltte dem furstlichen vertrage nitt zu Jegenn sein, das enndtweder seine mitgesellenn Ime das Irte1[?] absödenn, oder Ime das seine nach anzahl des Jars abzusiedenn gestattetenn, Darinne er Irenn Rath,

2

wes er sich in dem zuhalttenn mitzutheilenn, freundtlich gebettenn habenn wölle, Darauff die Räthe sampt dem verordenntenn ausschos eintrechttig beschlossenn, Dieweil solches bishero nit gebreuchlich gewesenn, dem furstlichenn vertrage auch nicht gemes, so sey dennach kein newerung vorzunehmenn noch zugestattenn, Sonnder nach dem gemeine Pfenner vormahls eintrechtig beschlossen, das sie solchenn schadenn, das siedenn belanngendt, samptlich vnnd alle gleich tragenn,

3

vnnd sich darumb vff die Rechnung vergleichenn wollenn, So bittenn sie das Jörge Sauchler vonn solchem furnehmenn abstehenn, vollent sich noch ein zeitlanng wie anndere gemeine Pfenner thun müssenn,

4

gedüldenn wolle, Hatt er geantwort im Nahmenn Gotts, Wenns Je nit anders gesein kann, müsse er auch wie ein annder der besserung hoffenn, Durchleuchtiger Hochgebornner Furst gnediger Herr, E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Irte — evtl. Ire

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HandschriftS. 389 Bl. 192r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 389

1

Fortsetzung von der vorigen Seitegedüldenn wolle, Hatt er geantwort im Nahmenn Gotts, Wenns Je nit anders gesein kann, müsse er auch wie ein annder der besserung hoffenn, Durchleuchtiger Hochgebornner Furst gnediger Herr, E.

2

F.

3

G. sein vnnser vnderthenig willig dinnste, vber schuldige pflicht zuuor, Gnediger Herr, Es haben sich gebrechenn zugetragenn zwischenn den Pfennernn in Allenndorff ann einem, vnnd Sitzell Keuling1[?] Boderknechtt in den Bodenn, anndern theils, als solcher gestalt, das derselbige sich vorm halbenn Jare, oder wohl lennger vngenehrlich Jegenn seinenn gutherrn beclagt, er könne seins altters vnnd leibs vnuermüglicheit halber Inen im Bode nit lennger gedienenn, vnnd derohalbenn einenn gunstigenn abscheidt begeret, Darauff Ime Jederzeit anntwort begegnet, das er gedult trage, vnnd pleib Ihr diener, sie wollenn Ime allenn vorttell so anndere gutherrnn Iren Knechtenn zugestalt, auch gebenn, darauff er gedult getragenn, bisolannge das Ime aus manngell des Tachs vff dem Bode, das Regennwasser schadenn gethann, denn er vonn Inenn zuerlegenn begert, aber in der guete nit bekommenn mügenn, Darumb er sie vorm Ersamenn Rath zu Allenndorff verclagt, gütlich bittennde, sie zuweisenn, das sein schade den er vff Fünff güldenn gewirdigt, erlegt werde, Darauff der Rath sie beide zum gütlichenn hanndell gewiesenn, den auch der Sitzell besucht, in dem sie dem Sitzell vier güldenn gebottenn, die er annzunehmen, vnd Inenn lennger zudienenn verwilliget, Ehe aber er sich desselbigenn sicher vermeint, habens die Pfenner vmbgezogenn, vnnd Ime solch geldt vor seinen schadenn zugebenn, nit verhenngenn noch gestatten wollenn vnnd den gütherrenn beuohlenn, Ime annzusagen[?], wo er Inenn nit lennger wolt siedenn, vnnd dienenn, So solt er der Bodenn verweist sein, dem die Gütherrn also geuolget, Ist vnnsers dennckenns der pillichkeit, auch Irer lanngenn hergebrachttenn Ordenung mit gemes, die in Irem Innhalt vnnder anndern mitbringt, Welcher meisterknecht ohne redtlich vhrsach,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Sitzell Keuling — Name unsicher

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HandschriftS. 390 Bl. 192v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 390

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. sein vnnser vnderthenig willig dinnste, vber schuldige pflicht zuuor, Gnediger Herr, Es haben sich gebrechenn zugetragenn zwischenn den Pfennernn in Allenndorff ann einem, vnnd Sitzell Keuling[?] Boderknechtt in den Bodenn, anndern theils, als solcher gestalt, das derselbige sich vorm halbenn Jare, oder wohl lennger vngenehrlich Jegenn seinenn gutherrn beclagt, er könne seins altters vnnd leibs vnuermüglicheit halber Inen im Bode nit lennger gedienenn, vnnd derohalbenn einenn gunstigenn abscheidt begeret, Darauff Ime Jederzeit anntwort begegnet, das er gedult trage, vnnd pleib Ihr diener, sie wollenn Ime allenn vorttell so anndere gutherrnn Iren Knechtenn zugestalt, auch gebenn, darauff er gedult getragenn, bisolannge das Ime aus manngell des Tachs vff dem Bode, das Regennwasser schadenn gethann, denn er vonn Inenn zuerlegenn begert, aber in der guete nit bekommenn mügenn, Darumb er sie vorm Ersamenn Rath zu Allenndorff verclagt, gütlich bittennde, sie zuweisenn, das sein schade den er vff Fünff güldenn gewirdigt, erlegt werde, Darauff der Rath sie beide zum gütlichenn hanndell gewiesenn, den auch der Sitzell besucht, in dem sie dem Sitzell vier güldenn gebottenn, die er annzunehmen, vnd Inenn lennger zudienenn verwilliget, Ehe aber er sich desselbigenn sicher vermeint, habens die Pfenner vmbgezogenn, vnnd Ime solch geldt vor seinen schadenn zugebenn, nit verhenngenn noch gestatten wollenn vnnd den gütherrenn beuohlenn, Ime annzusagen1[?], wo er Inenn nit lennger wolt siedenn, vnnd dienenn, So solt er der Bodenn verweist sein, dem die Gütherrn also geuolget, Ist vnnsers dennckenns der pillichkeit, auch Irer lanngenn hergebrachttenn Ordenung mit gemes, die in Irem Innhalt vnnder anndern mitbringt, Welcher meisterknecht ohne redtlich vhrsach,

2

von seynem gutherrnn, aus dem diennst bricht, der soll in einem Jare kein meisterknecht sein, Vnnd nun dieser Sitzell redtlicher vrsach gnug gehapt, das er seins leibs schwacheit halbenn, den arbeit in Irem dienst auszurichttenn vnuermüglich, zu dem das sie seinen schadenn Ihr bewilligung nach, nit gegüldenn, Dasselbige vnnd das vielgedachtes Sitzels weib, als eine Hebamme vnnsernn weibernn lannge zeit trewlich hat gedienett, also das wir derselbigenn schwerlich könnenn endtrathen, wir bedacht, vnnd habenn die Pfenner mit vier mannenn aus vnnser gemeine beschickt, vnnd sie aller nottürfft nach bescheidenn, vnnd güetlich bittenn lassenn, die sache vnnd das bey dem Sitzell kein vnbillichs befindenn, auch was vnnsernn weibernn in der gemeine, ann der wolbekanndtenn gütenn Hebammenn gelegenn, zubedenncken, vnnd vmb solches willenn, den Sitzell nit verJagenn, dann wo sie vff Irem furhabenn verharrenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. annzusagen — Endung abgekürzt

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HandschriftS. 391 Bl. 193r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 391

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevon seynem gutherrnn, aus dem diennst bricht, der soll in einem Jare kein meisterknecht sein, Vnnd nun dieser Sitzell redtlicher vrsach gnug gehapt, das er seins leibs schwacheit halbenn, den arbeit in Irem dienst auszurichttenn vnuermüglich, zu dem das sie seinen schadenn Ihr bewilligung nach, nit gegüldenn, Dasselbige vnnd das vielgedachtes Sitzels weib, als eine Hebamme vnnsernn weibernn lannge zeit trewlich hat gedienett, also das wir derselbigenn schwerlich könnenn endtrathen, wir bedacht, vnnd habenn die Pfenner mit vier mannenn aus vnnser gemeine beschickt, vnnd sie aller nottürfft nach bescheidenn, vnnd güetlich bittenn lassenn, die sache vnnd das bey dem Sitzell kein vnbillichs befindenn, auch was vnnsernn weibernn in der gemeine, ann der wolbekanndtenn gütenn Hebammenn gelegenn, zubedenncken, vnnd vmb solches willenn, den Sitzell nit verJagenn, dann wo sie vff Irem furhabenn verharrenn,

2

so würde die Hebamme Ihme als Irem Ehemanne volgenn müssenn, So dennach vnnser weiber manngels halbenn der Hebammenn, in nötenn verseumet würdenn, vnnd schaden nemen, wie solchs zuuerantworttenn, etc.1[?] Darauff die Pfenner geantwort, sie wollenn vnns vnnd vnser gantze2[?] gemeine gernne willige diennste erzeigenn, Sie wissen den Sitzell noch sein weib nit zuuerJagenn, sonndernn E. f. gl. habenn mit Inenn ein Ordenung gemacht,

3

daraus müssenn sie nit schreittenn, wissenn auch nit zuuerwilligenn noch zuuerantworttenn, das dem Sitzell ettwas besonders solle gegebenn werdenn, Nun habenn die Gütherrnn dem Sitzell seinenn gelittenn schadenn, mit vier oder fünff güldenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. etc. — Kürzel ⁊c
  2. gantze — Endung abgekürzt

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HandschriftS. 392 Bl. 193v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 392

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedaraus müssenn sie nit schreittenn, wissenn auch nit zuuerwilligenn noch zuuerantworttenn, das dem Sitzell ettwas besonders solle gegebenn werdenn, Nun habenn die Gütherrnn dem Sitzell seinenn gelittenn schadenn, mit vier oder fünff güldenn,

2

nicht gegolttenn, noch gelttenn wollenn, Sonndernn habenn dem Knechte, so sie newlichst anngenommenn, vierzehenndthalbenn güldenn zu verehrung gegebenn, ehe dann er das Bodt hat annehmenn wollenn, Ist das E.

3

F.

4

G. ordenung gelebt, lassenn wir in derselbigenn E. f. gl. erkanndtnus, wir versehenn vnns aber nit gnediger furst vnnd herr, wollenn auch zugrunde nicht gleubenn, das E.

5

F.

6

G. mit Ihnenn eins solchs vngehortenn solle eins werden sein, das Jemanndt bey poen der verweisung, vber seins leibs vnnd guts vermögennheit, wie sie fürgebenn, Ihnenn zu Irem nutz, in seinem schadenn, zudienenn solle verbundenn oder schüldigk sein, Das aber die Jenigenn so aus frechenn freuelenn muthwillenn, ohne redtliche vhrsachenn, vonn Irem guttherrn1[?] brechenn,

7

oder aber sonnst, wenn sie vermüglich, vnnd in müssig gannge nit arbeitenn wollenn, mit gebürlichenn2[?] Poenen gestrafft werdenn, achttenn wir nit vnnbillich,

8

Nun ist dieser Sitzell alt vnnd vnuermüglich schwerenn arbeit auszurichttenn, darzu auch zu arm den schadenn zutragenn, denn seine Gütherrnn Ires bawes halbenn verwarloset, Darumb vnderthenig wir bittenn E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. guttherrn — Schreibung unklar
  2. gebürlichenn — sieht wie gewurlichenn aus

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HandschriftS. 393 Bl. 194r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 393

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteNun ist dieser Sitzell alt vnnd vnuermüglich schwerenn arbeit auszurichttenn, darzu auch zu arm den schadenn zutragenn, denn seine Gütherrnn Ires bawes halbenn verwarloset, Darumb vnderthenig wir bittenn E.

2

F.

3

G. wolle zwischenn beiden theilen, vff eine gnedige verhörunge einenn gnedigenn stille standt machenn, vnnd der Diezell der verweisung bis solannge verschonet, auch vnser weiber der Gebanmenn1[?] nit beraubet werdenn,

4

das lohnn vonn Got nehmenn, Zu dem wollenn wirs vber alle schuldige pflicht gernne verdienenn, vmb gnedige anntwortt bittennde, Datum Donnerstags nach Calixti Anno ꝛc2[?] 39.

5

E.

6

F.

7

G. vnderthenige Hermann Pflandt3[?] Schultheis, Schöffen vnnd ganntze gemeine zu Bodenn vor allendorff an der Werra, Vff diese vorgehennde vnngegrundte Supplication, so Schultheis, Schöffen vnnd gemeine zu Bodenn, von wegen Diezell Chürlings anngelanngenn habenn lassenn, dagenn gemeine Pfenner kurtzlich, das sie Diezeln seiner erdichttenn vnuermuglicheit, damit er sein mutwillig furnehmenn zu defendiren vnderstehet, zu grunde nicht gestenndige sein, dann er habe Je vorm halbenn Jare zuuor, da Ime seine gutherrnn eine Vererunge[?] vff seine pflicht geschannkt, vnnd das Both trewlich zuuerwalttenn beuohlenn vnnd eingethann, gar keine vnuermuglicheit seins leibs anngezeigt, noch geclagtt, So Ime aber die vnuermuglicheit gesteckt, hatt sichs Jederzeit aus seiner anntwort, auch Itzo vbergebener Supplication augennscheinlich befundenn, sonnderlich da gesetzt, das Ime die gutherrnn — 4 fl. gebottenn, die er anntzunehmenn, vnnd Ine lennger zu dienenn verwilliget Darauff die Gutherrnn sagenn, sie sein nicht in abredenn, das sie Diezelnn, doch vff mitwissenn der Pfenner, vnnd mehr vmb glimpffs dann pflicht willenn Vier guldenn gebottenn, Er habe aber nit weniger denn — 5 fl. nehmen wollenn, sey auch darauff verharret,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. anmenn — Gebammen/Hebammen; Buchstaben unklar
  2. ꝛc — Kürzel vor 39 unklar
  3. Pflandt — Familienname unsicher

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HandschriftS. 394 Bl. 194v Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 394

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. vnderthenige Hermann Pflandt[?] Schultheis, Schöffen vnnd ganntze gemeine zu Bodenn vor allendorff an der Werra, Vff diese vorgehennde vnngegrundte Supplication, so Schultheis, Schöffen vnnd gemeine zu Bodenn, von wegen Diezell Chürlings1 anngelanngenn habenn lassenn, dagenn gemeine Pfenner kurtzlich, das sie Diezeln seiner erdichttenn vnuermuglicheit, damit er sein mutwillig furnehmenn zu defendiren vnderstehet, zu grunde nicht gestenndige sein, dann er habe Je vorm halbenn Jare zuuor, da Ime seine gutherrnn eine Vererunge2[?] vff seine pflicht geschannkt, vnnd das Both trewlich zuuerwalttenn beuohlenn vnnd eingethann, gar keine vnuermuglicheit seins leibs anngezeigt, noch geclagtt, So Ime aber die vnuermuglicheit gesteckt, hatt sichs Jederzeit aus seiner anntwort, auch Itzo vbergebener Supplication augennscheinlich befundenn, sonnderlich da gesetzt, das Ime die gutherrnn — 4 fl. gebottenn, die er anntzunehmenn, vnnd Ine lennger zu dienenn verwilliget Darauff die Gutherrnn sagenn, sie sein nicht in abredenn, das sie Diezelnn, doch vff mitwissenn der Pfenner, vnnd mehr vmb glimpffs dann pflicht willenn Vier guldenn gebottenn, Er habe aber nit weniger denn — 5 fl. nehmen wollenn, sey auch darauff verharret,

2

vnnd abgescheiden, Welches sich die gutherrnn beschwert, beclagt, vnd In Rath befundenn habenn, vff das sie Diezell fuglich schadenns nicht zuberlagenn, viel weniger vf seinem vnnbillichenn fürhabenn zubleibenn, redtliche Vrsache habenn, oder gewinnenn möchtte, So wolttenn sie die gutherrnn den anngezogenn schadenn, durch die Saltzgrebenn vnnd etliche verstenndige Meisterknechte zu Soden, besichtigenn æstimiren, vnnd wirdigenn, vnnd denn Dizel nach erkenntnus gnugsamb erlegenn, vnnd bezahlen lassenn, Das Ime abermahls gar nicht anntzunehmenn geliebet, sonnder gesagt, wolttenn sie Ime die 5 fl. so er gefordert gebenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Chürlings — Familienname unsicher
  2. Vererunge — wohl Verehrung; Schreibung unklar

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HandschriftS. 395 Bl. 195r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 395

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd abgescheiden, Welches sich die gutherrnn beschwert, beclagt, vnd In Rath befundenn habenn, vff das sie Diezell fuglich schadenns nicht zuberlagenn1, viel weniger vf seinem vnnbillichenn fürhabenn zubleibenn, redtliche Vrsache habenn, oder gewinnenn möchtte, So wolttenn sie die gutherrnn den anngezogenn schadenn, durch die Saltzgrebenn vnnd etliche verstenndige Meisterknechte zu Soden, besichtigenn æstimiren, vnnd wirdigenn, vnnd denn Dizel nach erkenntnus gnugsamb erlegenn, vnnd bezahlen lassenn, Das Ime abermahls gar nicht anntzunehmenn geliebet, sonnder gesagt, wolttenn sie Ime die 5 fl. so er gefordert gebenn,

2

Woltte er Ihnenn lennger siedenn vnnd dienenn, Wo aber nicht, möchttenn sie kurtzab nach einem anndernn knechte gedennckenn, Ist darmit trutzlich2 in zornn vnnd vnnwillenn abgescheidenn, Wie Ime nun darauff, krafft Furstlicher vffgerichter Ordtnung ausgebottenn wordenn ist, Habenn Schültheis, Schöffen vnnd gemeine zum Sodenn,

3

vngezweiuelt vf sein anregenn, vonn seinet wegenn, ein furbitt ann gemeine Pfenner thun lassenn, vff welche sie diese volgennde anntwort erlannget vnd bekommenn habenn, das gemeine Pfenner alle samptlich den vom Sodenn zu wilfarenn wohl geneigt, weusten aber Diezelnn des ausgebotts vber Furstlichenn vffgerichttenn vertrage.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. zuberlagenn — wohl zuuerclagenn; unklar
  2. trutzlich — Lesung unsicher

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HandschriftS. 396 Bl. 195v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 396

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevngezweiuelt vf sein anregenn, vonn seinet wegenn, ein furbitt ann gemeine Pfenner thun lassenn, vff welche sie diese volgennde anntwort erlannget vnd bekommenn habenn, das gemeine Pfenner alle samptlich den vom Sodenn zu wilfarenn wohl geneigt, weusten1 aber Diezelnn des ausgebotts vber Furstlichenn vffgerichttenn vertrage.

2

Ordenung, gebett, vnnd verbott der Pfenner nicht zuuerschonenn, sonnder das die fraw zu behuff einer Hebammenn in Sodenn bleibe, vnnd erhalttenn wurde, mochtenn sie wohl gönnen, Nach dem nun offenntlich am tage vnnd wahr, das Dizels anngezogenn schade, nit viel vber einenn guldenn werth geacht,

3

vnnd doch vff — 5 fl. nichts abzulassenn, vonn Ime geschatzt wordenn, vnnd sich also keiner billicheit hat weisenn wollenn lassenn, sonnder allein lautern mutwillenn,

4

das geldt, vnnd vnbilliche schatzung seiner gutherrnn, fursetzlich gesucht, vnnd nit die vnuermuglichkeit, vnnd dadurch seine gutherrnn, ohne redtliche vrsache verurlaubet, vnnd in mercklichenn schadenn gefurt.

5

So bittenn gemeine Pfenner alle samptlich, das in dem Jegenn Dizelnn gleich den andernn mutwilligenn krafft vffgerichtter Ordenung vorgenommenn volnfahrenn, vff das vmb seinenn mutwillenn gerurtter Contract, Ordenung, gebott vnd verbott der Pfenner nicht gekrenckt oder gebroch werdenn, Sontags Vocem Jucunditatis In versamblung beider Räthe, vnnd des ausschosses, ist furgelauffenn, das der Schultheis in Sodenn den vorigenn tage verbottenn habe, Niemanndenn in der Pfenner grabenn zusteigenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. weusten — wüsten; Lesung unsicher

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HandschriftS. 397 Bl. 196r Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 397

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSo bittenn gemeine Pfenner alle samptlich, das in dem Jegenn Dizelnn gleich den andernn mutwilligenn krafft vffgerichtter Ordenung vorgenommenn volnfahrenn, vff das vmb seinenn mutwillenn gerurtter Contract, Ordenung, gebott vnd verbott der Pfenner nicht gekrenckt oder gebroch1 werdenn, Sontags Vocem Jucunditatis In versamblung beider Räthe, vnnd des ausschosses, ist furgelauffenn, das der Schultheis in Sodenn den vorigenn tage verbottenn habe, Niemanndenn in der Pfenner grabenn zusteigenn,

2

gehen, noch zustehenn, also hoch vnnser gnediger furst vnnd herr zugebietenn habe, Darauff Itztgemelte Räthe, sampt dem ausschos eintrechtiglich beschlossenn, Dem Schultheissenn anzusagen, vnnd zugebietenn, das er sich der Pfenner grabenn dermassenn zuuerbietenn,

3

enndthalttenn, auch seine Meyde vnnd gesinde daraus bleibenn lassenn woltte, damit die Pfenner ann Irer Erbgerechttigkeitt, vber die vffgerichttenn Ordnunge nicht geletzt wurdenn, Seit2[?] Dinstags nach Vocem Jucunditatis Anno ꝛc 39.

4

Habenn beide Räthe, sampt Saltzgreuenn, Warttenn, vnd dem ausschos, den Renntmeister, Schultheissenn vnnd Warttenn zum Sodenn auffs Rathaus bitten lassen, vnnd mit Ihnenn gehanndelt, wie volgett, Erstlich, Ob sie auch bedacht, den Eidt, welcher Saltzgreuen vnnd Warttenn geburenn will, dem Furstlichen vfgerichttenn vertrage gemes zuthunde, Darauff der Renntmeister geantwort Schwalbach, als verordennter Wartte, Vnnser gnedigenn Herrn, seye erbuetigk vnnd willigk seinenn geburenndenn eidt zuthundt Innhalt dem Furstlichenn vfgerichttenn vertrage, Dieweil aber vnnser gnediger furst vnnd herr auch einen Saltzgreuenn verordennt, So sey sein bitt, die Pfenner wollenn, bißsolannge, das derselbige auch zur stette komme, vnnd bestettiget werde, mit dem eyde, doch dem Contract ohnn nachtteill, in ruhenn stehenn, vff das als dann der eidt vonn den beuelchhabernn in sampt geschehe, vnnd bestettigt werdenn möge, Wolle sich auch bis vff die zeitt in seinem ampt Jegenn gemeinenn Pfennern, als einem ehrlichenn frommenn wohl annstehet, dem vertrage gemes, aller gebuere erzeigenn vnnd halttenn, Darauff der Saltzgreue vonn wegenn der Pfenner geantwort, das sie seiner Personn halbenn, wohl zufriedenn, dieweil er sich den eidt dem vertrage gemes zuthun erbeut, so fernn doch das die bestellung des Saltzgrebenn, vffs fürderlichst geschehe, vnnd die Pfenner des mercklichenn schadenns, so sie ein zeitlanng aus gebrech der beuelchhaber erlittenn, furtter mochttenn verschonet werdenn, Zum anndernn, dieweil der vertragk klar mitbringt, das kein amptmann, Schultheis, oder beuelchhaber vber das Saltzwergk geordnet werdenn soll, er habe denn zuuor vff den vertragk gelobt vnnd geschworenn, so habenn die Pfenner ann den Renndtmeister gesonnenn, auch seinenn eidt zuthun, vff das sie zum Regiment, souiel desto fueglicher kommenn mochttenn, Darauff der Renntmeister geantwort, Er habe vber das Saltzwergk noch zur zeit nicht mehr beuehlichs, dann allein, das er bis vf annkunfft des Saltzgrebenn zum Sodenn, das Regiment solle helffenn warenn vnnd bestellenn, Zum drittenn, das die Pfenner sampt Irenn knechttenn beschwert, das, wiewohl vnnser gnediger Herr nu zur zeit selbst Bothenn vnnd saltzes gnug, aus Irenn der Pfenner Bothenn, die Pfanne saltzes vor — 6 fl. muntz soll gefordert vnnd genommenn werdenn, Wie sie dannal bereit ann ffgl. suppliciret,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. gebroch — Endung fehlt, Zierstrich
  2. Seit — Anfangswort unsicher

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HandschriftS. 398 Bl. 196v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 398

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteHabenn beide Räthe, sampt Saltzgreuenn, Warttenn, vnd dem ausschos, den Renntmeister, Schultheissenn vnnd Warttenn zum Sodenn auffs Rathaus bitten lassen, vnnd mit Ihnenn gehanndelt, wie volgett, Erstlich, Ob sie auch bedacht, den Eidt, welcher Saltzgreuen vnnd Warttenn geburenn will, dem Furstlichen vfgerichttenn vertrage gemes zuthunde, Darauff der Renntmeister geantwort Schwalbach1, als verordennter Wartte, Vnnser gnedigenn Herrn, seye erbuetigk vnnd willigk seinenn geburenndenn eidt zuthundt Innhalt dem Furstlichenn vfgerichttenn vertrage, Dieweil aber vnnser gnediger furst vnnd herr auch einen Saltzgreuenn verordennt, So sey sein bitt, die Pfenner wollenn, bißsolannge, das derselbige auch zur stette komme, vnnd bestettiget werde, mit dem eyde, doch dem Contract ohnn nachtteill, in ruhenn stehenn, vff das als dann der eidt vonn den beuelchhabernn in sampt geschehe, vnnd bestettigt werdenn möge, Wolle sich auch bis vff die zeitt in seinem ampt Jegenn gemeinenn Pfennern, als einem ehrlichenn frommenn wohl annstehet, dem vertrage gemes, aller gebuere erzeigenn vnnd halttenn, Darauff der Saltzgreue vonn wegenn der Pfenner geantwort, das sie seiner Personn halbenn, wohl zufriedenn, dieweil er sich den eidt dem vertrage gemes zuthun erbeut, so fernn doch das die bestellung des Saltzgrebenn, vffs fürderlichst geschehe, vnnd die Pfenner des mercklichenn schadenns, so sie ein zeitlanng aus gebrech der beuelchhaber erlittenn, furtter mochttenn verschonet werdenn, Zum anndernn, dieweil der vertragk klar mitbringt, das kein amptmann, Schultheis, oder beuelchhaber vber das Saltzwergk geordnet werdenn soll, er habe denn zuuor vff den vertragk gelobt vnnd geschworenn, so habenn die Pfenner ann den Renndtmeister gesonnenn, auch seinenn eidt zuthun, vff das sie zum Regiment, souiel desto fueglicher kommenn mochttenn, Darauff der Renntmeister geantwort, Er habe vber das Saltzwergk noch zur zeit nicht mehr beuehlichs, dann allein, das er bis vf annkunfft des Saltzgrebenn zum Sodenn, das Regiment solle helffenn warenn vnnd bestellenn, Zum drittenn, das die Pfenner sampt Irenn knechttenn beschwert, das, wiewohl vnnser gnediger Herr nu zur zeit selbst Bothenn vnnd saltzes gnug, aus Irenn der Pfenner Bothenn, die Pfanne saltzes vor — 6 fl. muntz soll gefordert vnnd genommenn werdenn, Wie sie dannal bereit ann ffgl. suppliciret,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Schwalbach — Name; Lesung plausibel

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HandschriftS. 399 Bl. 197r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 399

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteHabenn beide Räthe, sampt Saltzgreuenn, Warttenn, vnd dem ausschos, den Renntmeister, Schultheissenn vnnd Warttenn zum1 Sodenn auffs Rathaus bitten lassen, vnnd mit Ihnenn gehanndelt, wie volgett, Erstlich, Ob sie auch bedacht, den Eidt, welcher Saltzgreuen vnnd Warttenn geburenn will, dem Furstlichen vfgerichttenn vertrage gemes zuthunde, Darauff der Renntmeister geantwort Schwalbach, als verordennter Wartte, Vnnser gnedigenn Herrn, seye erbuetigk vnnd willigk seinenn geburenndenn eidt zuthundt Innhalt dem Furstlichenn vfgerichttenn vertrage, Dieweil aber vnnser gnediger furst vnnd herr auch einen Saltzgreuenn verordennt, So sey sein bitt, die Pfenner wollenn, bißsolannge, das derselbige auch zur stette komme, vnnd bestettiget werde, mit dem eyde, doch dem Contract ohnn nachtteill, in ruhenn stehenn, vff das als dann der eidt vonn den beuelchhabernn in sampt geschehe, vnnd bestettigt werdenn möge, Wolle sich auch bis vff die zeitt in seinem ampt Jegenn gemeinenn Pfennern, als einem ehrlichenn frommenn wohl annstehet, dem vertrage gemes, aller gebuere erzeigenn vnnd halttenn, Darauff der Saltzgreue vonn wegenn der Pfenner geantwort, das sie seiner Personn halbenn, wohl zufriedenn, dieweil er sich den eidt dem vertrage gemes zuthun erbeut, so fernn doch das die bestellung des Saltzgrebenn, vffs fürderlichst geschehe, vnnd die Pfenner des mercklichenn schadenns, so sie ein zeitlanng aus gebrech der beuelchhaber erlittenn, furtter mochttenn verschonet werdenn, Zum anndernn, dieweil der vertragk klar mitbringt, das kein amptmann, Schultheis, oder beuelchhaber vber das Saltzwergk geordnet werdenn soll, er habe denn zuuor vff den vertragk gelobt vnnd geschworenn, so habenn die Pfenner ann den Renndtmeister gesonnenn, auch seinenn eidt zuthun, vff das sie zum Regiment, souiel desto fueglicher kommenn mochttenn, Darauff der Renntmeister geantwort, Er habe vber das Saltzwergk noch zur zeit nicht mehr beuehlichs, dann allein, das er bis vf annkunfft des Saltzgrebenn zum Sodenn, das Regiment solle helffenn warenn vnnd bestellenn, Zum drittenn, das die Pfenner sampt Irenn knechttenn beschwert, das, wiewohl vnnser gnediger Herr nu zur zeit selbst Bothenn vnnd saltzes gnug, aus Irenn der Pfenner Bothenn, die Pfanne saltzes vor — 6 fl. muntz soll gefordert vnnd genommenn werdenn, Wie sie dannal bereit ann ffgl. suppliciret,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. zum — Lesung unsicher

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HandschriftS. 400 Bl. 197v Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 400

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteHabenn beide Räthe, sampt Saltzgreuenn, Warttenn, vnd dem ausschos, den Renntmeister, Schultheissenn vnnd Warttenn zum Sodenn auffs Rathaus bitten lassen, vnnd mit Ihnenn gehanndelt, wie volgett, Erstlich, Ob sie auch bedacht, den Eidt, welcher Saltzgreuen vnnd Warttenn geburenn will, dem Furstlichen vfgerichttenn vertrage gemes zuthunde, Darauff der Renntmeister geantwort Schwalbach, als verordennter Wartte, Vnnser gnedigenn Herrn, seye erbuetigk vnnd willigk seinenn geburenndenn eidt zuthundt Innhalt dem Furstlichenn vfgerichttenn vertrage, Dieweil aber vnnser gnediger furst vnnd herr auch einen Saltzgreuenn verordennt, So sey sein bitt, die Pfenner wollenn, bißsolannge, das derselbige auch zur stette komme, vnnd bestettiget werde, mit dem eyde, doch dem Contract ohnn nachtteill, in ruhenn stehenn, vff das als dann der eidt vonn den beuelchhabernn in sampt geschehe, vnnd bestettigt werdenn möge, Wolle sich auch bis vff die zeitt in seinem ampt Jegenn gemeinenn Pfennern, als einem ehrlichenn frommenn wohl annstehet, dem vertrage gemes, aller gebuere erzeigenn vnnd halttenn, Darauff der Saltzgreue vonn wegenn der Pfenner geantwort, das sie seiner Personn halbenn, wohl zufriedenn, dieweil er sich den eidt dem vertrage gemes zuthun erbeut, so fernn doch das die bestellung des Saltzgrebenn, vffs fürderlichst geschehe, vnnd die Pfenner des mercklichenn schadenns, so sie ein zeitlanng aus gebrech der beuelchhaber erlittenn, furtter mochttenn verschonet werdenn, Zum anndernn, dieweil der vertragk klar mitbringt, das kein amptmann, Schultheis, oder beuelchhaber vber das Saltzwergk geordnet werdenn soll, er habe denn zuuor vff den vertragk gelobt vnnd geschworenn, so habenn die Pfenner ann den Renndtmeister gesonnenn, auch seinenn eidt zuthun, vff das sie zum Regiment, souiel desto fueglicher kommenn mochttenn, Darauff der Renntmeister geantwort, Er habe vber das Saltzwergk noch zur zeit nicht mehr beuehlichs, dann allein, das er bis vf annkunfft des Saltzgrebenn zum Sodenn, das Regiment solle helffenn warenn vnnd bestellenn, Zum drittenn, das die Pfenner sampt Irenn knechttenn beschwert, das, wiewohl vnnser gnediger Herr nu zur zeit selbst Bothenn vnnd saltzes gnug, aus Irenn der Pfenner Bothenn, die Pfanne saltzes vor — 6 fl. muntz soll gefordert vnnd genommenn werdenn, Wie sie dannal bereit ann ffgl.1 suppliciret,

2

auch mit gnediger anntwortt vertröst sein, mit bitt, das sie darmit vonn den beuelchhabern bis auff weitternn beuelch möchttenn verschonet werden, Darauff der Renntmeister geanntwort, er habe verstanndenn, das solchs ein alt herkommenn gewonheit sey, Wisse derhalbenn solchs nit nachzulassenn, Dieweil aber die Haüse2 dis Jars bis vngeuehrlich vf zwey oder drey mit Saltze notturfftig versehenn, so sey er zufriedenn, das sie ein zeitlanng darmit verschonet werdenn, Doch so fern, das der furst, auffs furderlichst darumb ersucht werde, Zum vierdtenn, das sich der Pfenner knechtte beclagenn, der Schültheis in Sodenn habe sie etzlich mahl, mit vnngeschicktenn fluchenn anngefahrenn, vnnd getawet3 durch die Bothenn zulauffenn, daruor aber die Pfenner freundtlich gebettenn, vnnd das sich der Schültheis in Sodenn, solches hinfurter enndthalttenn, vnnd der Pfenner knechtte vber den Furstlichenn auffgerichtenn vertragk vnnd Ordenung mit bussenn vnnd anndernn nicht betruebenn oder vberfahrenn wolle, Darauff der Schültheis geanntwort, Wiewohl das es wahr seÿ, das er etliche Knechtte mit worttenn hart habe anngefahrenn, so seÿ er doch darumb nit bedacht, etwas mit gewalt,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. ffgl. — Kürzel, wohl Furstlich gnaden
  2. Haüse — Lesung unsicher
  3. getawet — Lesung unsicher

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HandschriftS. 401 Bl. 198r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 401

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteauch mit gnediger anntwortt vertröst sein, mit bitt, das sie darmit vonn den beuelchhabern bis auff weitternn beuelch möchttenn verschonet werden, Darauff der Renntmeister geanntwort, er habe verstanndenn, das solchs ein alt herkommenn gewonheit sey, Wisse derhalbenn solchs nit nachzulassenn, Dieweil aber die Haüse dis Jars bis vngeuehrlich vf zwey oder drey mit Saltze notturfftig versehenn, so sey er zufriedenn, das sie ein zeitlanng darmit verschonet werdenn, Doch so fern, das der furst, auffs furderlichst darumb ersucht werde, Zum vierdtenn, das sich der Pfenner knechtte beclagenn, der Schültheis in Sodenn habe sie etzlich mahl, mit vnngeschicktenn fluchenn anngefahrenn, vnnd getawet durch die Bothenn zulauffenn, daruor aber die Pfenner freundtlich gebettenn, vnnd das sich der Schültheis in Sodenn, solches hinfurter enndthalttenn, vnnd der Pfenner knechtte vber den Furstlichenn auffgerichtenn vertragk vnnd Ordenung mit bussenn vnnd anndernn nicht betruebenn oder vberfahrenn wolle, Darauff der Schültheis geanntwort, Wiewohl das es wahr seÿ, das er etliche Knechtte mit worttenn hart habe anngefahrenn, so seÿ er doch darumb nit bedacht, etwas mit gewalt,

2

oder weitters dann Ime vermöge des vertrags zugelassen, vnnd gebüere Jegenn Ihne vorzunehmenn, Item das der Schultheis sich der Söder1 grabenn eußernn, vnd seine meÿde2 darauß pleibenn lassenn woltte, dann sie gehörtenn den Pfennernn, vnnd müste darin niemandts gehenn, oder grasenn, es geschehe dann mit wissenn vnd willenn der Pfenner, Saltzgrevenn vnnd warttenn, Zum funfftenn, Nachdem etzliche Knechtte der Pfenner Heuse vnnd Berckfriede besitzenn, vnnd doch vff des Fürsten seittenn Bothenn habenn, vnnd arbeittenn, habenn die Pfenner gebettenn, das der Renndtmeister denselbigk, annsagenn wolle,

3

das sie sich nach anndernn Heusenn vnnd wonungenn vmbsehenn wollenn, vf das die Pfenner Ire behausungenn, vnnd Berckfriede Inne haben, vnnd Ire Knechtte soviel desto bequemblicher behalten mögenn, Darauff der Renndtmeister geantwort vnnd gebettenn, das die Pfenner bis nach den Pfingst Heilgenntagenn, gedult tragenn wolttenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Söder — Umlaut unsicher
  2. meÿde — Lesung unsicher

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HandschriftS. 402 Bl. 198v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 402

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedas sie sich nach anndernn Heusenn vnnd wonungenn vmbsehenn wollenn, vf das die Pfenner Ire behausungenn, vnnd Berckfriede Inne haben, vnnd Ire Knechtte soviel desto bequemblicher behalten mögenn, Darauff der Renndtmeister geantwort vnnd gebettenn, das die Pfenner bis nach den Pfingst Heilgenntagenn, gedult tragenn wolttenn,

2

als dann solltenn zweÿ Heuse auf des Fürstenn seÿttenn aufgericht vnnd gebawett werdenn, darin acht oder Neun Knechtte wohnenn vnd erhalttenn werdenn möchttenn, als dann solltenn auch die Knechtte, so vf des Fürstenn seÿttenn arbeittenn, der Pfenner behausungen reumenn, vnnd vff Fgl. seittenn ziehenn.

3

Zum sechstenn, Nach dem sich der Renntmeister hören hat lassenn, Wo die Pfenner Anndres Grittengen1 sein Haus nit bezahlenn wurdenn, oder wolttenn, woltte er Grittenngenn, das Haus vff der Pfenner seittenn abzubrechenn, vnnd vf des Fürstenn seittenn zusetzenn erlaubenn, darvor die Pfenner gebettenn, vnnd Ihnenn des artickels darüber sagennde, erinnert, Mitt [übergeschrieben: bitt] das er Ime annsagenn woltte, das er sein Haus den nachbarnn feÿle biete, vnnd nit vbersetze, als dann werde er ohn zweivell Kauffleute darzu bekommenn, vnnd des Hauses ohnne schadenn wolgelosen, Darauff der Renndtmeister geantwort, was in dem der vertragk mitbringt solle geschehenn, vnnd er wolle darüber keinenn hanndthabenn oder sterckenn, Zum siebenndenn, das Magnus Klinckerfus2 anngezeigt habe, wie das der Schultheis in Sodenn im anngesagtt, er solle dem Isenhütte den Hauffenn Holtzes, so Klawes Vrber gekaufft, vnnd im Bothe liegenn hatt lassenn, Inn vierzehenntagenn bezahlenn, oder er werde Ine Kalt legenn, Darvor auch die Pfenner gebettenn, das sich der Schultheis solches gebotts enndthalttenn, vnnd nicht vndernehmenn wolle, Darauff er geantwort, er habe gesagt, wolle Ime seine vierzehenn tage gebenn, vnnd keines Kaltlegers gedacht, Seit[?] Sonnabenndt nach Ascensionis Domini Habenn Clawes treiber, vnnd Hennckell Mors[?] vonn wegenn der Meister Knechtte zum Sodenn semptlichann Saltzgreven vnnd Warttenn begeret, vnnd gebettenn, das sie obgemelttenn Knechttenn furzu kommenn ein tage ernennenn wolttenn, dann sie hettenn etwas furzutragenn, daranne den Pfennernn vnnd Ihnenn gelegk wehre,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Grittengen — Eigenname, Lesung unsicher); Mitt / bitt (Korrektur, Zuordnung unklar
  2. Klinckerfus — Eigenname unsicher

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HandschriftS. 403 Bl. 199r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 403

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteZum sechstenn, Nach dem sich der Renntmeister hören hat lassenn, Wo die Pfenner Anndres Grittengen sein Haus nit bezahlenn wurdenn, oder wolttenn, woltte er Grittenngenn, das Haus vff der Pfenner seittenn abzubrechenn, vnnd vf des Fürstenn seittenn zusetzenn erlaubenn, darvor die Pfenner gebettenn, vnnd Ihnenn des artickels darüber sagennde, erinnert, Mitt [übergeschrieben: bitt] das er Ime annsagenn woltte, das er sein Haus den nachbarnn feÿle biete, vnnd nit vbersetze, als dann werde er ohn zweivell Kauffleute darzu bekommenn, vnnd des Hauses ohnne schadenn wolgelosen, Darauff der Renndtmeister geantwort, was in dem der vertragk mitbringt solle geschehenn, vnnd er wolle darüber keinenn hanndthabenn oder sterckenn, Zum siebenndenn, das Magnus Klinckerfus anngezeigt habe, wie das der Schultheis in Sodenn im anngesagtt, er solle dem Isenhütte1 den Hauffenn Holtzes, so Klawes Vrber gekaufft, vnnd im Bothe liegenn hatt lassenn, Inn vierzehenntagenn bezahlenn, oder er werde Ine Kalt legenn, Darvor auch die Pfenner gebettenn, das sich der Schultheis solches gebotts enndthalttenn, vnnd nicht vndernehmenn wolle, Darauff er geantwort, er habe gesagt, wolle Ime seine vierzehenn tage gebenn, vnnd keines Kaltlegers gedacht, Seit2[?] Sonnabenndt nach Ascensionis Domini Habenn Clawes treiber, vnnd Hennckell Mors[?] vonn wegenn der Meister Knechtte zum Sodenn semptlichann Saltzgreven vnnd Warttenn begeret, vnnd gebettenn, das sie obgemelttenn Knechttenn furzu kommenn ein tage ernennenn wolttenn, dann sie hettenn etwas furzutragenn, daranne den Pfennernn vnnd Ihnenn gelegk wehre,

2

Demnach habenn Saltzgrevenn vnnd Warttenn gedachten Knechttenn, den Donnerstagk nach Exaudi furzukommenn, vnnd Ir annliegenndt beger zuhörenn ernanndt, vnnd darzu beide Räthe, sampt dem Ausschus gemeiner Pfenner vff das Rathaus heischenn lassenn, In welcher Jegennwerttigkeit obgemelte Knechte, durch Peter Kellenn habenn lassenn furtragenn wie volgett, Nach dem sie den Pfennern samptlich als Iren güthernn mit eidenn vnnd pflichtenn verstrickt, Irenn frommen zuwerbenn, vnnd Irenn schadenn zuwarnenn, vnnd sich desselbigenn schuldige erkennenn, so wollenn sie gemeinenn Pfennernn samptlich güter meinung nicht bergenn, das sie den hanndell vnnd gelegennheit des Saltzwergks der gestalt befundenn, das sie sich ohne Irenn auch Irer güthernn verderblichenn schadenn, darbey lennger nicht wissenn zuerhalttenn, vnnd sonnderlich aus der vrsach, das sie Ihr saltz,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Isenhütte — Eigenname
  2. Seit — Anfangswort unklar); Hennckell Mors (Eigenname unsicher

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HandschriftS. 404 Bl. 199v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 404

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDemnach habenn Saltzgrevenn vnnd Warttenn gedachten Knechttenn, den Donnerstagk nach Exaudi furzukommenn, vnnd Ir annliegenndt beger zuhörenn ernanndt, vnnd darzu beide Räthe, sampt dem Ausschus gemeiner Pfenner vff das Rathaus heischenn lassenn, In welcher Jegennwerttigkeit obgemelte Knechte, durch Peter Kellenn1 habenn lassenn furtragenn wie volgett, Nach dem sie den Pfennern samptlich als Iren güthernn mit eidenn vnnd pflichtenn verstrickt, Irenn frommen zuwerbenn, vnnd Irenn schadenn zuwarnenn, vnnd sich desselbigenn schuldige erkennenn, so wollenn sie gemeinenn Pfennernn samptlich güter meinung nicht bergenn, das sie den hanndell vnnd gelegennheit des Saltzwergks der gestalt befundenn, das sie sich ohne Irenn auch Irer güthernn verderblichenn schadenn, darbey lennger nicht wissenn zuerhalttenn, vnnd sonnderlich aus der vrsach, das sie Ihr saltz,

2

welches sie wohl gesieden köntenn, nicht könnenn abwerdenn vnnd gelösenn, derhalbenn sie sich Ihnenn vnnd Ihrenn güthernn, in vnmerckliche schuldt teglich wirckenn vnd kommen, dann sie kaum et soviel saltzes verkauffenn könnenn, das wenn gleich das Saltzwerck Ihr erbe vnd eigen were vnnd Ihrenn güthernn davonn nichts reichen durfftenn, sich sampt Irenn weibenn vnd Kindern,

3

zur nott davonn erhalttenn möchttenn, vnnd Wiewohl Ine vor dieser zeitt der vertragk zwischenn vnserm gnedigenn herrnn vnnd den Pfennernn vfgericht, verlesenn, Welcher vnnder anndernn mitbringe, das sie der Pfenner Knechtte,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Kellenn — Eigenname); kaum et (Lesung unsicher

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HandschriftS. 405 Bl. 200r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 405

1

Fortsetzung von der vorigen Seitezur nott davonn erhalttenn möchttenn, vnnd Wiewohl Ine vor dieser zeitt der vertragk zwischenn vnserm gnedigenn herrnn vnnd den Pfennernn vfgericht, verlesenn, Welcher vnnder anndernn mitbringe, das sie der Pfenner Knechtte,

2

wie vonn alters alle wochenn zweÿmahl siedenn mögenn, vnnd das Fgl. zu verhinderung der Pfenner Saltz, Ires saltzes nicht verkauffenn lassenn wolte, So verkaufftenn doch Fgl.

3

Knechte teglich Ihr saltz, vnnd bleibe Ihnenn das Ihre liegenndt, Derhalbenn Ihr vleissig vnnd dienstlich bitt, das sie vermöge demselbigenn Fürstlichenn vertrage, vnnd der Pfenner beschehenn vertröstung nach, beÿ dem siedenn vnnd ververkauffe des Saltzes möchttenn gehanndthabet werdenn, damit sie Ihre nahrung erwerbenn, Ire güthern bezahlenn möchttenn, vnnd schuldt halbenn nicht endtweichenn durfftenn, Als dann wollenn auch sie ann Ihnenn nichts erwindenn lassenn, sonndernn alzeit Irenn müglichenn vleis vnd dienst trewlichenn Ihnenn vnnd Ihrenn güthernn zum bestenn beweisenn, vnd hierauff günstige antwortt gebettenn, Johann Riedenstein1 hatt aus bevelch der Pfenner, den Knechttenn, Ires freundtlichenn gethanenn anntragenns, vnnd schlislichenn erbietenns gedannckt, mit erbietung, das die Pfenner in gleichnus der Knechte schadenn vnvorkommenn, soviel Immer müglich geneiget, vnnd bedacht, Mit bitt sich nebenn den güthernn, welcher schade, Gott geklagt, auch nit kleine, ein zeitlanng zugeduldenn, dann es wolttenn die Pfenner,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Riedenstein — Eigenname unsicher

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HandschriftS. 406 Bl. 200v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 406

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteKnechte teglich Ihr saltz, vnnd bleibe Ihnenn das Ihre liegenndt, Derhalbenn Ihr vleissig vnnd dienstlich bitt, das sie vermöge demselbigenn Fürstlichenn vertrage, vnnd der Pfenner beschehenn vertröstung nach, beÿ dem siedenn vnnd ververkauffe des Saltzes möchttenn gehanndthabet werdenn, damit sie Ihre nahrung erwerbenn, Ire güthern bezahlenn möchttenn, vnnd schuldt halbenn nicht endtweichenn durfftenn, Als dann wollenn auch sie ann Ihnenn nichts erwindenn lassenn, sonndernn alzeit Irenn müglichenn vleis vnd dienst trewlichenn Ihnenn vnnd Ihrenn güthernn zum bestenn beweisenn, vnd hierauff günstige antwortt gebettenn, Johann Riedenstein hatt aus bevelch der Pfenner, den Knechttenn, Ires freundtlichenn gethanenn anntragenns, vnnd schlislichenn erbietenns gedannckt, mit erbietung, das die Pfenner in gleichnus der Knechte schadenn vnvorkommenn, soviel Immer müglich geneiget, vnnd bedacht, Mit bitt sich nebenn den güthernn, welcher schade, Gott geklagt, auch nit kleine, ein zeitlanng zugeduldenn, dann es wolttenn die Pfenner,

2

der vnnd annder gebrechenn vnnd furgefallenn beschwerung halbenn, ein formliche Supplication ann Irenn gnedigenn Fürstenn vnnd herrnn, durch Ihre gesanndtenn zum forderlichstenn, gelanngenn lassenn, der tröstlichenn zuversicht, Fgl. wurden die Pfenner, sampt Irenn Knechtenn, beÿ dem ver verkauffe des Saltzes, wie verschriebenn, Furstlich vnnd löblich bleibenn lassenn vnnd behalttenn, Damit sie beiderseits schadenns verschonet, vnnd hinfurter benommenn möchten werdenn, Freÿtags nach Exaudi seindt bede Saltzgrevenn,

3

sampt dem Stadtschreiber vonn dem ausschos gemeiner Pfenner mit volgennder Supplication, ann vnnsernn Landtsfürstenn vnnd herrnn abgefertiget, vnnd habenn Jtztgemeltte gesanndte nachvolgenndenn Sonnabenndt vmb siebenn vhr Fgl. zur Karthaus anntroffenn, vnd die Supplication Fgl. behenndiget,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. vnvor=kommenn — Lesung unsicher); ver verkauffe (Dittographie in Vorlage

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HandschriftS. 407 Bl. 201r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 407

1

Fortsetzung von der vorigen Seitesampt dem Stadtschreiber vonn dem ausschos gemeiner Pfenner mit volgennder Supplication, ann vnnsernn Landtsfürstenn vnnd herrnn abgefertiget, vnnd habenn Jtztgemeltte gesanndte nachvolgenndenn Sonnabenndt vmb siebenn vhr Fgl. zur Karthaus1 anntroffenn, vnd die Supplication Fgl. behenndiget,

2

hat sie Fgl. gein Cassell gewiesenn, daselbst vff bescheidt zugewarttenn, vnnd den Montagk nach Pfingstenn vngeverhlich vmb einem schlagk verfordernn lassenn, Durchleuchtiger Hochgeborner Furst vnnd herr, vnsere ganntz willige vnderthenige verpflichte diennste, seindt E.

3

F.

4

G. zuuor, gnediger herr, Weil vns vnd menniglichen vnuerborgenn, das E.

5

F. gl. als ein sonderlicher hochberumbter verstenndiger gerechtter Furst, derselbigenn E.

6

F.

7

G. arme gehorsame vnderthane vnnd alle anndere beÿ Irem rechttenn, soviel sie des befugt, vnnd berechttiget, gnediglichenn zuschutzenn, vnnd hanndthabenn geneigt, vnnd das sich E.

8

F.

9

Gl. aus anngeborner Furstlicher tugenndt vnnd milde, solches nicht beschwerenn lassenn, So seindt wir E.

10

F.

11

Gl. arme vnderthanenn auch ermanet, diese vnnsere Supplication ann E.

12

F.

13

Gl. vndertheniglichenn zuthun, vnnd vnnsere annliegenn ann dieselbigenn gelanngenn zulassenn, vngezweiuelter vnderthenniger zuuersicht, E.

14

F.

15

Gl. werdent des kein vngnedig gefallenn Jegenn vnstragenn, Nemblichen nach dem zwischent E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Karthaus — Ortsname); einem schlagk (Lesung unsicher

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HandschriftS. 408 Bl. 201v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 408

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteGl. werdent des kein vngnedig gefallenn Jegenn vnstragenn1, Nemblichen nach dem zwischent E.

2

F.

3

G. gnediglichenn, vnd vns vnderthenniglichenn ein vertragk des Saltzwercks halbenn, Inn E.

4

F.

5

G.

6

Stadt Allenndorff in kurtzverruckter zeit beredt vnnd bewilligt, vnnd in solchem vertrage vnnder anndernn, als in artickell sich anhebendt, vnnd zu weitter bekrefftigunge dieses vertrags Sonnderlichenn versehenn, vnnd verordenet, Wo es sich begebenn wurde, das zwischenn E.

7

F. gl. vnnd vns ein misuerstanndt, der Beholtzunge, abspannunge der Knechte, oder vmb verkauffung des Saltzes einfallenn wurde, wie vnnd welcher gestalt solcher misuerstanndt geortert, vnnd enndtscheidenn werdenn soltte, vnnd wir weitlicher zeit E.

8

Fgl. schrifftlichenn vnnd auch mündtlich, in aller vnderthennigkeit clagennde annzeigenn haben lassenn, Wie dann E.

9

Fgl. das vngezweiuelt, in gnedigem frischenn gedenckenn tragent, das wir vonn E.

10

F.

11

Gl. dienernn, am verkaufft des Saltzes, desgleichenn an giessenn vnnd schoppen, vf Sonntag vnd Mitwochenn, vnnd anndernn mehr, zuwidder3 Jegenn dem vertrage, vnns armenn leuthenn, nicht zu geringer beschwerunge, teglichenn verhindert wurdenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. vnstragenn — wohl vnserm tragenn, unklar
  2. weit=licher — Lesung unsicher
  3. zuwidder — Lesung unsicher

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HandschriftS. 409 Bl. 202r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 409

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteGl. dienernn, am verkaufft des Saltzes, desgleichenn an giessenn vnnd schoppen, vf Sonntag vnd Mitwochenn, vnnd anndernn mehr, zuwidder Jegenn dem vertrage, vnns armenn leuthenn, nicht zu geringer beschwerunge, teglichenn verhindert wurdenn,

2

Mitt furwenndung als soltte solches dem bewilligttenn vertrage nicht enntgegenn sein, das wir doch vnnser vnnmeidtlicher notturfft wegenn, nicht nachzugebenn wissenn, So ist vnnser ganntz vnnderthenig vleissig bitt, E.

3

Fgl. wollennt, zu volge des vertrags in berurtem artickell, dieses furgefallenenn misverstannds halbenn, Ire Räthe gein Eschwege, oder gein Allendorf, zu abhelffung dieser gebrechenn, gnediglich verordenen, vnnd allennthalbenn hierinnenn, wo es die notturfft erfordert,

4

wie der vertrage mitbringet, verfahren lassen, So soll es auch ann vnns ann nichtenn erwindenn, damit dem vertrage diesorts1[?] auch geburliche volge geschehe, Das seindt wir vmb E.

5

Fgl. in aller vnnderthenigkeit vber vnnsere schuldige pflichte dienste vngespartes leibes vnnd gutes zuuerdienenn allezeit sonnderlich willigk.

6

E.

7

F.

8

Gl. vnnderthenige Gemeine Pfenner zun Bodenn.

Unsichere Lesungen

  1. diesorts — Vokal unklar

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HandschriftS. 410 Bl. 202v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 410

1

Nach dem nun die Gesanndtenn, Saltzgreuenn, sampt dem Stadtschreiber vorkommenn sein, hatt S.

2

Fgl. anngehabenn, vnnd gesagt, die Supplication, welche sie S.

3

Fgl. zur Carthaus vberantwort, were etwas kurtz gestelt, vnnd konntte S.

4

Fgl. daraus nit verstehenn, wie sie gemeine Pfenner wolttenn gemeint habenn, sonnderlich dieweil sie allein vf zwenn artickell gestelt, als nemblich das sohlenn ziehenn, vnnd den vorverkauf des Saltzes, vnnd S.

5

Fgl. doch nit annders wuste, dann es wurde dem letzt gegebenenn abscheide nach in dem Sohlen ziehenn gelebt, vnnd möchte gerne wissenn, in was artickeln sonnstenn gemeine Pfenner beschwert wurden, Es lasse sich aber S.

6

Fgl. dunckenn, wie auch S.

7

Fgl. vonn den Ihrenn bericht, mann suche nichts annders, dann allein S.

8

Fgl. nutzunge zuuerhindernn, vnnd Ihr theil Saltzwercks zuuertrenckenn, Es wolte aber S.

9

Fgl. wenn sie gleich heut oder morgenn, sterbenn soltte, einenn Knoten daruor knupffenn, sie solttenn es dahin nimmermehr bringenn, S.

10

Fgl.

11

Saltzwergk nieder zulegenn1[?], Darauff Johann Niedennstein geantwort, sie wüstenn vonn keinem abscheide, der Ihne schrifftlich were zugestelt, es solttenn auch S.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. zulegenn — Endung gekürzt

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HandschriftS. 411 Bl. 203r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 411

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSaltzwergk nieder zulegenn[?], Darauff Johann Niedennstein geantwort, sie wüstenn vonn keinem abscheide, der Ihne schrifftlich were zugestelt, es solttenn auch S.

2

Fgl. nicht daruor achttenn, noch gleuben, das die Pfenner S.

3

Fgl.

4

Saltzwergk oder nutzung geneigtt1[?] werenn zuuerhindernn, dann wo S.

5

Fgl. der sachenn grundtlich vnnd recht bericht, wurde S.

6

Fgl. in warheit befinden, das die Pfenner keiner anndernn gestalt, dann allein Irer hohenn vnmeidtlichenn notturfft halbenn, anzusuch2[?] benotigenn3[?] hettenn, Mitt vnnderthenniger bitt, Dieweil gemeine Pfenner, nicht annders noch weitters, dann allein was der vertragk mitbrechte Supplicirten, S.

7

Fgl. woltte solchs in gnadenn vonn Ihne annehmenn, vnnd sie desselbigenn nicht verdennckenn, Wiederumb hatt S.

8

Fgl. anngehabenn, vnnd gefragt, Was dann sonnstenn vor artickell werenn, darinne die Pfenner beschwert, vnnd dieselbigenn anzuzeigenn, vnnd zuerzehlenn begert, Darauff Johann Nüdennstein4[?] geantwort, es hetten S.

9

Fgl. dieselbigenn artickell albereit, beidt schrifftlich vnnd mundtlich, aus vbergebener Supplication vnnd gethanem bericht, ohnn zweiuell notturfftig verstanndenn, vnnd wolte S.

10

Fgl. in vnnderthenigkeit nicht vergenn, das sie der beschwertenn artickell halbenn zuhanndlenn, weitter keinenn beuelch, sonnder allein S.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. geneigtt — Lesung unsicher
  2. anzusuch — Endung mit Schnörkel gekürzt
  3. benotigenn — Wort undeutlich
  4. Nüdennstein — S. 410 Niedennstein

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HandschriftS. 412 Bl. 203v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 412

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteFgl. in vnnderthenigkeit nicht vergenn, das sie der beschwertenn artickell halbenn zuhanndlenn, weitter keinenn beuelch, sonnder allein S.

2

Fgl. die Supplication zuubergebenn, vnnd vnnderthenig zubittenn, wie auch darinne gebetten, Aber zu vnnderrichtung der beschwerung des vorverkauffs halbenn, wolte er S.

3

Fgl. nicht verhalttenn, Wiewohl der vfgerichtte vertragk klerlich mitbrechtte, das S.

4

Fgl. zu verhinderung der Pfenner saltz, S.

5

Fgl. saltz nitt verkeufftenn lassenn wollte, so verkeufftenn doch S.

6

Fgl. knechtte, teglich Ir saltz, nebenn vnnd zuuor der Pfenner saltze, dardurch sie dann verhindert, vnnd Ihne Ihr saltz liegenn pleibe, vnnd Ire knechtte zu keinem friedenn kommenn könnttenn, derhalbenn auch die knechtte samptlich Donnerstags nach Exaudi, vor beidenn Räthen, sampt dem ausschus gemeiner Pfenner vorgetrettenn, Mit klage, wo Inenn nit geholffenn, das sie zum sieden wie vonn alters gewönnlich,

7

vnnd Itzo verschriebenn, kommenn, vnnd dardurch etwas erwerbenn mochtenn, mustenn sie samptlich schuldt halbenn enndtweichenn, vnnd Irenn gutherrnn die schlussell vbergebenn, Welches wir Ihnenn auch also bekennenn mustenn, aus vhrsachenn,

8

das vnns vonn Weÿnachttenn bis vff diese zeit iiij Tausenndt. 3. hundert vnnd etzliche guldenn, weniger gesottenn sein, dann vor einem Jare, Wann wir aber alle wochenn, wie vnns vonn S.Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 413 Bl. 204r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 413

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedas vnns vonn Weÿnachttenn bis vff diese zeit iiij Tausenndt. 3. hundert vnnd etzliche guldenn, weniger gesottenn sein, dann vor einem Jare, Wann wir aber alle wochenn, wie vnns vonn S.

2

Fgl. vnnd vonn alters zugelassenn, dreÿ mahl hettenn siedenn sollenn, so mangeltenn vnns, weniger zwanntzigk, vier Tausenndt guldenn, derhalbenn vnnderthenig gebettenn, das S.

3

Fgl. diese vnnser vbergebene Supplication in keinenn vngnadenn woltte annehmenn, Dargegenn S.

4

Fgl. gesagt, das Saltzwerck habe S.

5

Fgl. auch wohl beÿ iiij Tausenndt guldenn nicht so viel getragenn, als vor einem Jare, Wiewohl S.

6

Fgl.

7

Itzunder viel mehr Bodenn hettenn, dann vorm Jare, Was aber den Pfennern daran manngelte, kam1[?] Ine S.

8

Fgl.

9

Ihr saltz vor – 4 fl. müntz vnnd – 2 thaler bezahlte, aber sie wolttenn gerne die zehenn alb. mehr habenn, Wiewohl es der vertragk nit mitbrechte, zu dem das die Pfenner gerurte2[?] zehenn alb. vf den Saltzkauff, welches Ihnenn doch nicht gebueret, geschlagenn hettenn,

10

Darauff Johann Niedennstein geanttwort, das gemeine Pfenner nichts mehr dann allein, was der vertragk mitbrechtte, begertenn, Sie hettenn auch nie nichts auff den Saltzkauff geschlagenn, sonnder die zehenn alb. zu ausrichttung der gebeuw vnnd dinst vnnder sich vonn Irem erbe abgezogenn, Hat S.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. kam — evtl. kem
  2. gerurte — Lesung unsicher

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HandschriftS. 414 Bl. 204v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 414

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDarauff Johann Niedennstein geanttwort, das gemeine Pfenner nichts mehr dann allein, was der vertragk mitbrechtte, begertenn, Sie hettenn auch nie nichts auff den Saltzkauff geschlagenn, sonnder die zehenn alb. zu ausrichttung der gebeuw vnnd dinst vnnder sich vonn Irem erbe abgezogenn, Hat S.

2

Fgl. gesagt, mann ziehe den gebauw vielmahls ann, vnnd seÿ doch in etzlichenn Jarenn nichts gebawet, man solle die Register vorlegenn, vnnd S.

3

Fgl. berechnenn, Wo solche Innahme etzliche Jar hinkommenn, vnnd gebliebenn seÿ, Darauff Johann Niedennstein geantwort, es werdenn ohnn zweiuell solche Register beide der Innahme vnd ausgabe, noch wohl vorhanndenn sein, Wenn es auch die not erfordernn, vnnd den Pfennernn S.

4

Fgl. etwas rechennschafft daruonn zuthun geburenn wolt, acht ers daruor, sie wurdenn solche Register vnnd rechennschafft keinn scheu tragenn, Weitter hatt S.

5

Fgl. anngehabenn vnnd gesagt, aus dem das die Pfenner des Sohlenn ziehenns halbenn, so harte klagttenn, vnnd doch die knechte sagenn, das sie wohl beÿ einannder ziehenn könnenn, könne S.

6

Fgl. anders nicht merckenn, dann wie zuuor, das die Pfenner S.

7

Fgl. nutzunge zuuerhindernn geneigt, vnnd fragte den Renttmeister, ob auch derhalbenn clage wehre vorgelauffen, Welcher geanttwort, das er daruber keine clage vernommenn habe, Hierauff Johann Niedennstein geanttwort, es möchte sein, das noch bishero, dieweil die knechtte zum sieden nicht hettenn kommenn könnenn, auch kein klage gewesen, Wann aber die knechte wie vonn alters gewönnlich,Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 415 Bl. 205r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 415

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteFgl. nutzunge zuuerhindernn geneigt, vnnd fragte den Renttmeister, ob auch derhalbenn clage wehre vorgelauffen, Welcher geanttwort, das er daruber keine clage vernommenn habe, Hierauff Johann Niedennstein geanttwort, es möchte sein, das noch bishero, dieweil die knechtte zum sieden nicht hettenn kommenn könnenn, auch kein klage gewesen, Wann aber die knechte wie vonn alters gewönnlich,

2

vnd Itzo verschriebenn, siedenn solttenn, Were es vnmuglich, das sie beÿ einannder vnnd zugleiche ziehenn könntten, Mitt vnnderthenniger bitt, den Bornndtmeister darumb zufragenn, welcher stillschweigent,

3

darauff kein antwort gebenn hatt, Das aber die Pfenner den artickell des Sohlenn ziehens Jederzeit in Iren Supplication anngezogenn, keme aus der vhrsach, das S.

4

Fgl. diener sonnderlich Jost, denselbigenn annders dann der Buchstab mitbringet, deuten woltte, als nemblich, ob wohl im vertrage vnnderschiedtliche tage gesetzt, so soltte es doch dem vertrage nit zuJegenn sein, das S.

5

Fgl. knechtte, nebenn vnnd zugleiche der Pfenner knechtte, wenn sie könten, zöhenn, dann der artickell allein darauff gestellet, das keiner den anndernn hindernn soltte, Dieweil nu der vertragk deutlichenn vnnderschiedtliche tage mitbrechtte, Wüstenn gemeine Pfenner dem vertrage zuwedder, nicht daruonn abzutrettenn, Hierauff S.Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 416 Bl. 205v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 416

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteFgl. knechtte, nebenn vnnd zugleiche der Pfenner knechtte, wenn sie könten, zöhenn, dann der artickell allein darauff gestellet, das keiner den anndernn hindernn soltte, Dieweil nu der vertragk deutlichenn vnnderschiedtliche tage mitbrechtte, Wüstenn gemeine Pfenner dem vertrage zuwedder, nicht daruonn abzutrettenn, Hierauff S.

2

Fgl. anngehabenn, vnnd gesagt, S.

3

Fgl. wollenn den artickell selbst nit annders, dann allein das keiner den anndernn hindern solle, vnnd wie Jost daruonn geredt, gemeint habenn, vnnd könnenn S.

4

Fgl. noch nicht annders vermerckenn, dann das die Pfenner S.

5

Fgl. in allewege zuhindernn geneigt, Derhalbenn sollenn sie auch wiederumb vonn S.

6

Fgl. nicht viel gnade gewarttenn, vnnd dieweil S.

7

Fgl.

8

Ihre Räthe nit beÿ ein, wolle S.

9

Fgl. die Supplication noch ein viertzehn1[?] tage in bedennckenn nehmenn, vnnd ob S.

10

Fgl.

11

Ihre Räthe vermöge derselbigenn, gen Eschwege oder Allenndorff verordenenn wolle, vnnd vnnder anndernn angesagt, der vertragk seÿ den Pfennernn, vnnd nicht S.

12

Fgl. gemacht, mit weitter annzeige, das S.

13

Fgl.

Unsichere Lesungen

  1. viertzehn — Endung als Schnörkel

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HandschriftS. 417 Bl. 206r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 417

1

Räthe denselbigenn begrifft sfgl. verlesenn, vnnd sfgl habe denselbigenn zu enndernn, Dieweil dann der Pfenner Reuers, noch nicht alle versiegelt, vnnd der vertragk nicht volnkommenn volnzogenn, So wolle auch sfgl. bhuer1 habenn, denselbigenn zuhalten oder nicht, darumb protestirt, vnnd dem Cannzlar Mußfuller2 solche protestation zu signiren beuohlenn, vnd zu den gesanndtenn gesagt, das sagt ewerm Herrnn, Dennach hat Johann Riedennstein vnderthenig gebetten,

2

das sfgl. solch Ihr bedennckenn den Pfennernn auffs furderlichst, doch nach sfgl. gelegennheit, darnach sie sich zurichttenn, gnediglich zuschreibenn wolte lassenn, Hatt sfgl. geantwort, sie wehrenn Je nicht die vom Venedig,

3

solttenn in vierzehenntagenn oder vier wochenn wiederumb annsuchenn, Vnnd ist diese hanndtlunge geschehenn, in beysein Sigmundt vonn Boyneburgk, Stadthalters, Jorgenn Nußpickers3 Cannzlars, Alexannder vonn der Thannen, Johann Barthelmes, Henrich Muldeners vnnd Johann Schwalbachs.

Unsichere Lesungen

  1. bhuer — Lesung unsicher
  2. Mußfuller — Name, Lesung unsicher
  3. Nußpickers — Name, Lesung unsicher

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HandschriftS. 418 Bl. 206v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 418

1

Wiewohl nun vnnser gnediger furst vnnd herr Montags nach Pfingstenn zu Cassell in Jtztgenenter sfgl. beysitzennden Räthe, vnnd diener Jegennwertigkeit beschlislich verabscheidet hatte, das die Pfenner in vierzehen tagenn oder vier wochenn,

2

widerumb bey sfgl. ansuchen solttenn, So hat doch sfgl. nichts minder, vor außgang der vierzehenn tage, den Pfennernn durch Johann Barthelmes Renndtmeister annsagenn lassenn, sich nechtvolgennde wochenn, nach Medardi anheimisch zuhaltenn, dann sfgl.

3

Ihre Räthe, mit nahmenn Sigmundt vonn Boyneburgk, Stadthalter, Johann Feige Cannzlar, Rudolff Schenncke2 Lanndtvogt ann der Werra, vermöge der Pfenner vbergebenenn Supplication, auff den Mitwoch, oder Donnerstagk einzukommenn, vnnd mit den Pfennernn, Irer beschwerung halbenn zuhandtlenn verordent hette, Wie aber die Pfenner solchs also gewarttet habenn wolttenn, seindt Jtztgenente Räthe, vonn stundt ann in Vigilia Medardi Jegenn abenndt nachgevolgt, vnnd volgenndem Montags vmb ein Vhr mit den Pfennernn handtlunge annge fanngenn, Welche furtragenn habenn lassenn, wie nachuolget, Gestrenngenn, Ernuestenn vnnd achtparnn Furstliche Räthe, gebietennde Herrnn, Nach dem vnnd als sich mercklich beschwerung den Pfennernn zu Allenndorff, wieder vffgerichttenn bewilligtenn, vnnd anngenommen vertragk, zugetragenn habenn, Sonnderlich vnnd erstlich in dem, das sie im verkaufft des Saltzes in Furstennthumb zu Hessenn verhindert, vnnsers gnedigenn Fursten vnnd Herrnn Saltz geladenn, verkaufft vnnd verfuhret wirdt, vnd der Pfenner Saltz Ihnenn zu grossem schaden, nachteil vnnd fortters dem vertrage zu wieder, liegenn pleibt, Zum anndernn das sich sfgl. diener vnnd Saltzknechte zuwieder vfgerichttenn vertrage, auff die tage so Ihnenn nicht, sonnder der Pfenner knechttenn zuscheppenn, vnd zuziehenn zugetheilt, vnnd vorbehalttenn ist, zuschepffen vnnderstehenn, vnnd der Pfenner knechte darann vff die tage so Ihnenn allein zuziehenn geburenn, verhinderung thun, Zum drittenn, das sfgl. begert, das der Pfenner gesinde, vnnd Boderknechte, so sfgl. auch eidthafftig sein sollen, welches doch dem vertrage vnnd altem gebrauch ganntz zuwieder, der vnnd annder mehr beschwerung halber, die Pfenner verursacht wurdenn, sfgl. kurtz verschiener zeit zu mehrmahlenn, mit Supplication vnnd mundtlichem bericht, vmb gnedige abschaffung solcher beschwerde, vnnderthenniglich annzusuchenn, Dieweil aber die Pfenner Je mehr vnnd fernner beschwerung befundenn, habenn sie Jungst abermahls sfgl. vmb vorbescheidt,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. necht= — Lesung unsicher
  2. Schenncke — Name, Lesung unsicher

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HandschriftS. 419 Bl. 207r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 419

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteIhre Räthe, mit nahmenn Sigmundt vonn Boyneburgk, Stadthalter, Johann Feige Cannzlar, Rudolff Schenncke Lanndtvogt ann der Werra, vermöge der Pfenner vbergebenenn Supplication, auff den Mitwoch, oder Donnerstagk einzukommenn, vnnd mit den Pfennernn, Irer beschwerung halbenn zuhandtlenn verordent hette, Wie aber die Pfenner solchs also gewarttet habenn wolttenn, seindt Jtztgenente Räthe, vonn stundt ann in Vigilia Medardi Jegenn abenndt nachgevolgt, vnnd volgenndem Montags vmb ein Vhr mit den Pfennernn handtlunge annge fanngenn, Welche furtragenn habenn lassenn, wie nachuolget, Gestrenngenn, Ernuestenn vnnd achtparnn Furstliche Räthe, gebietennde Herrnn, Nach dem vnnd als sich mercklich beschwerung den Pfennernn zu Allenndorff, wieder vffgerichttenn bewilligtenn, vnnd anngenommen vertragk, zugetragenn habenn, Sonnderlich vnnd erstlich in dem, das sie im verkaufft des Saltzes in Furstennthumb zu Hessenn verhindert, vnnsers gnedigenn Fursten vnnd Herrnn Saltz geladenn, verkaufft vnnd verfuhret wirdt, vnd der Pfenner Saltz Ihnenn zu grossem schaden, nachteil vnnd fortters dem vertrage zu wieder, liegenn pleibt, Zum anndernn das sich sfgl. diener vnnd Saltzknechte zuwieder vfgerichttenn vertrage, auff die tage so Ihnenn nicht, sonnder der Pfenner knechttenn zuscheppenn1, vnd zuziehenn zugetheilt, vnnd vorbehalttenn ist, zuschepffen vnnderstehenn, vnnd der Pfenner knechte darann vff die tage so Ihnenn allein zuziehenn geburenn, verhinderung thun, Zum drittenn, das sfgl. begert, das der Pfenner gesinde, vnnd Boderknechte, so sfgl. auch eidthafftig sein sollen, welches doch dem vertrage vnnd altem gebrauch ganntz zuwieder, der vnnd annder mehr beschwerung halber, die Pfenner verursacht wurdenn, sfgl. kurtz verschiener zeit zu mehrmahlenn, mit Supplication vnnd mundtlichem bericht, vmb gnedige abschaffung solcher beschwerde, vnnderthenniglich annzusuchenn, Dieweil aber die Pfenner Je mehr vnnd fernner beschwerung befundenn, habenn sie Jungst abermahls sfgl. vmb vorbescheidt,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. zuscheppenn — Lesung unsicher

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HandschriftS. 420 Bl. 207v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 420

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteIhre Räthe, mit nahmenn Sigmundt vonn Boyneburgk, Stadthalter, Johann Feige Cannzlar, Rudolff Schenncke Lanndtvogt ann der Werra, vermöge der Pfenner vbergebenenn Supplication, auff den Mitwoch, oder Donnerstagk einzukommenn, vnnd mit den Pfennernn, Irer beschwerung halbenn zuhandtlenn verordent hette, Wie aber die Pfenner solchs also gewarttet habenn wolttenn, seindt Jtztgenente Räthe, vonn stundt ann in Vigilia Medardi Jegenn abenndt nachgevolgt, vnnd volgenndem Montags vmb ein Vhr mit den Pfennernn handtlunge annge fanngenn, Welche furtragenn habenn lassenn, wie nachuolget, Gestrenngenn, Ernuestenn vnnd achtparnn Furstliche Räthe, gebietennde Herrnn, Nach dem vnnd als sich mercklich beschwerung den Pfennernn zu Allenndorff, wieder vffgerichttenn bewilligtenn, vnnd anngenommen vertragk, zugetragenn habenn, Sonnderlich vnnd erstlich in dem, das sie im verkaufft des Saltzes in Furstennthumb zu Hessenn verhindert, vnnsers gnedigenn Fursten vnnd Herrnn Saltz geladenn, verkaufft vnnd verfuhret wirdt, vnd der Pfenner Saltz Ihnenn zu grossem schaden, nachteil vnnd fortters dem vertrage zu wieder, liegenn pleibt, Zum anndernn das sich sfgl. diener vnnd Saltzknechte zuwieder vfgerichttenn vertrage, auff die tage so Ihnenn nicht, sonnder der Pfenner knechttenn zuscheppenn, vnd zuziehenn zugetheilt, vnnd vorbehalttenn ist, zuschepffen vnnderstehenn, vnnd der Pfenner knechte darann vff die tage so Ihnenn allein zuziehenn geburenn, verhinderung thun, Zum drittenn, das sfgl. begert, das der Pfenner gesinde, vnnd Boderknechte, so sfgl. auch eidthafftig sein sollen, welches doch dem vertrage vnnd altem gebrauch ganntz zuwieder, der vnnd annder mehr beschwerung halber, die Pfenner verursacht wurdenn, sfgl. kurtz verschiener zeit zu mehrmahlenn, mit Supplication vnnd mundtlichem bericht, vmb gnedige abschaffung solcher beschwerde, vnnderthenniglich annzusuchenn, Dieweil aber die Pfenner Je mehr vnnd fernner beschwerung befundenn, habenn sie Jungst abermahls sfgl. vmb vorbescheidt,

2

vnnd abhelffung der beschwerde, gebetten, das nun hochgedachtter vnnser gnediger furst vnnd herr, euch Furstlichen Räthe, alhier zur stett gnediglich verordennt, auch annkommenn, solchs gnedigenn willenns vnnd stadtlicher schickunge, seindt wir gemeine Pfenner sfgl. dannckbar, mit erbietung, solchs vmb sfgl. vber schuldige pflicht zuuerdienenn, Dennach vor euch furstlichenn Rethen, bringenn die Pfenner zu Allenndorff Ire beschwerunge einfelttiger weise vor, vnnd sagenn, das Inenn der verkaufft des Saltzes Im Furstennthumb Hessenn vorbehalttenn, Innhalts vnnd vermöge des vffgerichttenn vertrages, Also das kein annder dann der Pfenner Saltz darin geladen, gefurt vnnd verkaufft werdenn soll, es wer dann sach, das es im Lannde ann saltz gebrechenn, vnnd manngeln wurde, also das der Pfenner saltz nit reichenn, vnnd die notturfft speisenn kunnt, oder mocht, als dann vnd nicht ehir, ist vnnserm gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn mit sfgl. saltz in solchem fall,Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 421 Bl. 208r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 421

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd abhelffung der beschwerde, gebetten, das nun hochgedachtter vnnser gnediger furst vnnd herr, euch Furstlichen Räthe, alhier zur stett gnediglich verordennt, auch annkommenn, solchs gnedigenn willenns vnnd stadtlicher schickunge, seindt wir gemeine Pfenner sfgl. dannckbar, mit erbietung, solchs vmb sfgl. vber schuldige pflicht zuuerdienenn, Dennach vor euch furstlichenn Rethen, bringenn die Pfenner zu Allenndorff Ire beschwerunge einfelttiger weise vor, vnnd sagenn, das Inenn der verkaufft des Saltzes Im Furstennthumb Hessenn vorbehalttenn, Innhalts vnnd vermöge des vffgerichttenn vertrages, Also das kein annder dann der Pfenner Saltz darin geladen, gefurt vnnd verkaufft werdenn soll, es wer dann sach, das es im Lannde ann saltz gebrechenn, vnnd manngeln wurde, also das der Pfenner saltz nit reichenn, vnnd die notturfft speisenn kunnt, oder mocht, als dann vnd nicht ehir, ist vnnserm gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn mit sfgl. saltz in solchem fall,

2

vnnd zu der notturfft zuuerkeuffenn, vnnd Inns Furstennthumb abführen zulassenn, nachgegebenn vnnd zugelassenn, Dieweil aber dem vertrage zuwieder nit allein, in der zeit der notturfft sonndernn auch allezeit bisher seindt dem vertrage, sfgl. diener vnnd Söder1, Ihr saltz den fhurleutenn geladenn, verkaufft, vnnd Inns Furstennthumb zu Hessenn führenn lassenn, also das den Pfennernn Ihr saltz liegenn bleibe, vnnd derhalbenn dis Jtzt Jegennwertige Jar,

3

mehr dann dritthalb Tausennt drey hundert guldenn, weniger dann vor einem Jar, bis vff diese zeitt gesottenn, Vnnd wann die Pfenner Ire wercke, so Ihnenn im vertrage, auch vormahls von alters her nachgelassenn,

4

hettenn siedenn mögenn, als sie des verkauffs vnnd abganngs halbenn verhindert wurden, wurde sich der außstanndt vnnd Rest, in die vier Tausennt guldenn vngeuehrlich erstreckenn, wie mitt der Pfenner, desgleichenn sfgl.Läuft auf der nächsten Seite weiter

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  1. Söder — wohl Sieder, Lesung unsicher

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HandschriftS. 422 Bl. 208v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 422

1

Fortsetzung von der vorigen Seitehettenn siedenn mögenn, als sie des verkauffs vnnd abganngs halbenn verhindert wurden, wurde sich der außstanndt vnnd Rest, in die vier Tausennt guldenn vngeuehrlich erstreckenn, wie mitt der Pfenner, desgleichenn sfgl.

2

Zoll Registern beweislich darzuthun, vnnd zubelegenn ist, Zum anndernn, Wiewohl im vertrage, mit klarenn hellenn worttenn, außtrucklich vnnd vnnderschiedtlich verleibt, vff was zeit vnnd tage der Pfenner, auch sfgl. knechte Sohlenn ziehenn vnnd schöpffenn mögle1, damit kein theil das annder verhindert, So vnnderstehenn sich doch sfgl. diener vnnd knechte zugleich neben der Pfenner knechten Sohlenn zuziehenn, Welches dem vertrage zuwieder, auch ohne verhinderung der Pfenner vnnd Irer knechte, ann Irer arbeit des Sohlen schepffenns nicht geschehenn kann oder magk, Derwegenn die Pfenner vnnderthenniglich bittenn, solches ann stadt sfgl. bey sfgl. dienernn in Bodenn abzuschafenn, vnnd sich in dem des vertrags gehalttenn, Inn annsehung, das es doch dem vertrage vnabbruchlich ein zeitlanng versucht, als ohne verhinderung hette geschehenn mogen, Dieweil aber befundenn, das es ohne der Pfenner verhinderung vnnd nachtteil, sonnderlich wann die zwey wercke alle wochenn gesottenn werdenn sollenn, nit geschehenn kann, oder magk, bittenn die Pfenner wie gebettenn, Wollenn auch fernner nit, dann der vertragk vermag gewilligt habenn, darvonn sie wie vormahls offenntlich vnnd solenniter protestiren, Zum drittenn, Nach dem zum theil in vorigenn Furstlichenn hochloblichenn gedechtnussenn verschreibungk, auch in dem auffgerichtenn vertrage vnnd ordenung verleibt, das der Pfenner diener vnnd gesinde zun Bodenn niemands annders dann Irenn guttherrnn, Eidthafftigk sein sollenn, Bittenn die Pfenner, sie vnd Ire gesinde darbey gnediglich bleibenn zulassenn, Vnnd vber solche drey Heupt artickell des vertrags befindenn sich die Pfenner nebenn anndern mehr beschwert, Nach dem sfgl. vornehmenn Saltzsieden vnnd gebeu Ine in nichtte nachteilig, vnnd schedtlich sein soll, So seindt etzlich behausung vnnd Bergkfriede auff der Pfenner Saltzwercke abgebrochenn, vnd vff sfgl. seittenn gesetzt, Bittenn die Pfenner vnndertheniglich, das Inenn solche Ire behausung vnnd Bergkfriede widderumb zugestellet mögenn werdenn, Desgleichenn das auch den Pfennernn vor den Raum, platz, vnnd grabenn, so sfgl. eingenommenn, vnnd zum theil bebawet, widderumb erstattung vnnd vergleichung geschehenn muge, der gemeine zum besten, Es gelanngt auch gemeinen Pfennern an, als soltt sfgl. gemuts vnnd willenns sein, noch mehr alte gebeuw abbrechenn zulassenn, Dieweil dann solchs den Pfennern nachteilig vnnd schedtlich, vnnd dem vertrage zuwieder, wollenn die Pfenner sie des zuuerschonenn, vnnd darvor gebettenn habenn, Nach dem auch Anndres Grittennhenn alias Steffan, vor einenn Söder vf sfgl. seittenn anngenommenn, vermeint die Pfenner zuzwingenn, Ime sein behausung seins gefallenns zubezahlenn, Oder aber Ime zubegunstigenn, dasselbe abzubrechenn, vnnd vff sfgl. seittenn zusetzenn, Darauff bittenn gemeine Pfenner, denselbenn vermuge der Ordenung zu vnnderweisenn, sein Haußfeile zubietenn, vnnd vmb ein zimblich kauffgeldt, des es werth, zu kauffe gebenn, vnnd vonn der vbermas die solch nicht werth, auch vermutlich nit geltenn kann, oder magk, abstehenn, damit er kauffleut bekommenn möge, Vnnd nach dem sich etlich Meister vnnd afftterknecht, vber die zal so sfgl. zugelassenn, auff sfgl. seittenn zu arbeittenn begebenn, vnnd dem vertrage zu wieder noch zur zeit in der Pfenner behausung wohnenn, Bitten die Pfenner vnderthenigklich, dieselbenn solch behausung zureumenn, weisenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

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  1. mögle — Lesung unsicher

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HandschriftS. 423 Bl. 209r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 423

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteZoll Registern beweislich darzuthun, vnnd zubelegenn ist, Zum anndernn, Wiewohl im vertrage, mit klarenn hellenn worttenn, außtrucklich vnnd vnnderschiedtlich verleibt, vff was zeit vnnd tage der Pfenner, auch sfgl. knechte Sohlenn ziehenn vnnd schöpffenn mögle, damit kein theil das annder verhindert, So vnnderstehenn sich doch sfgl. diener vnnd knechte zugleich neben der Pfenner knechten Sohlenn zuziehenn, Welches dem vertrage zuwieder, auch ohne verhinderung der Pfenner vnnd Irer knechte, ann Irer arbeit des Sohlen schepffenns nicht geschehenn kann oder magk, Derwegenn die Pfenner vnnderthenniglich bittenn, solches ann stadt sfgl. bey sfgl. dienernn in Bodenn abzuschafenn, vnnd sich in dem des vertrags gehalttenn, Inn annsehung, das es doch dem vertrage vnabbruchlich ein zeitlanng versucht, als ohne verhinderung hette geschehenn mogen, Dieweil aber befundenn, das es ohne der Pfenner verhinderung vnnd nachtteil, sonnderlich wann die zwey wercke alle wochenn gesottenn werdenn sollenn, nit geschehenn kann, oder magk, bittenn die Pfenner wie gebettenn, Wollenn auch fernner nit, dann der vertragk vermag gewilligt habenn, darvonn sie wie vormahls offenntlich vnnd solenniter protestiren, Zum drittenn, Nach dem zum theil in vorigenn Furstlichenn hochloblichenn gedechtnussenn verschreibungk, auch in dem auffgerichtenn vertrage vnnd ordenung verleibt, das der Pfenner diener vnnd gesinde zun Bodenn niemands annders dann Irenn guttherrnn, Eidthafftigk sein sollenn, Bittenn die Pfenner, sie vnd Ire gesinde darbey gnediglich bleibenn zulassenn, Vnnd vber solche drey Heupt artickell des vertrags befindenn sich die Pfenner nebenn anndern mehr beschwert, Nach dem sfgl. vornehmenn Saltzsieden vnnd gebeu Ine in nichtte nachteilig, vnnd schedtlich sein soll, So seindt etzlich behausung vnnd Bergkfriede auff der Pfenner Saltzwercke abgebrochenn, vnd vff sfgl. seittenn gesetzt, Bittenn die Pfenner vnndertheniglich, das Inenn solche Ire behausung vnnd Bergkfriede widderumb zugestellet mögenn werdenn, Desgleichenn das auch den Pfennernn vor den Raum, platz, vnnd grabenn, so sfgl. eingenommenn, vnnd zum theil bebawet, widderumb erstattung vnnd vergleichung geschehenn muge, der gemeine zum besten, Es gelanngt auch gemeinen Pfennern an, als soltt sfgl. gemuts vnnd willenns sein, noch mehr alte gebeuw abbrechenn zulassenn, Dieweil dann solchs den Pfennern nachteilig vnnd schedtlich, vnnd dem vertrage zuwieder, wollenn die Pfenner sie des zuuerschonenn, vnnd darvor gebettenn habenn, Nach dem auch Anndres Grittennhenn alias Steffan, vor einenn Söder vf sfgl. seittenn anngenommenn, vermeint die Pfenner zuzwingenn, Ime sein behausung seins gefallenns zubezahlenn, Oder aber Ime zubegunstigenn, dasselbe abzubrechenn, vnnd vff sfgl. seittenn zusetzenn, Darauff bittenn gemeine Pfenner, denselbenn vermuge der Ordenung zu vnnderweisenn, sein Haußfeile zubietenn, vnnd vmb ein zimblich kauffgeldt, des es werth, zu kauffe gebenn, vnnd vonn der vbermas die solch nicht werth, auch vermutlich nit geltenn kann, oder magk, abstehenn, damit er kauffleut bekommenn möge, Vnnd nach dem sich etlich Meister vnnd afftterknecht, vber die zal so sfgl. zugelassenn, auff sfgl. seittenn zu arbeittenn begebenn, vnnd dem vertrage zu wieder noch zur zeit in der Pfenner behausung wohnenn, Bitten die Pfenner vnderthenigklich, dieselbenn solch behausung zureumenn, weisenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 424 Bl. 209v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 424

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteZoll Registern beweislich darzuthun, vnnd zubelegenn ist, Zum anndernn, Wiewohl im vertrage, mit klarenn hellenn worttenn, außtrucklich vnnd vnnderschiedtlich verleibt, vff was zeit vnnd tage der Pfenner, auch sfgl. knechte Sohlenn ziehenn vnnd schöpffenn mögle, damit kein theil das annder verhindert, So vnnderstehenn sich doch sfgl. diener vnnd knechte zugleich neben der Pfenner knechten Sohlenn zuziehenn, Welches dem vertrage zuwieder, auch ohne verhinderung der Pfenner vnnd Irer knechte, ann Irer arbeit des Sohlen schepffenns nicht geschehenn kann oder magk, Derwegenn die Pfenner vnnderthenniglich bittenn, solches ann stadt sfgl. bey sfgl. dienernn in Bodenn abzuschafenn, vnnd sich in dem des vertrags gehalttenn, Inn annsehung, das es doch dem vertrage vnabbruchlich ein zeitlanng versucht, als ohne verhinderung hette geschehenn mogen, Dieweil aber befundenn, das es ohne der Pfenner verhinderung vnnd nachtteil, sonnderlich wann die zwey wercke alle wochenn gesottenn werdenn sollenn, nit geschehenn kann, oder magk, bittenn die Pfenner wie gebettenn, Wollenn auch fernner nit, dann der vertragk vermag gewilligt habenn, darvonn sie wie vormahls offenntlich vnnd solenniter protestiren, Zum drittenn, Nach dem zum theil in vorigenn Furstlichenn hochloblichenn gedechtnussenn verschreibungk, auch in dem auffgerichtenn vertrage vnnd ordenung verleibt, das der Pfenner diener vnnd gesinde zun Bodenn niemands annders dann Irenn guttherrnn, Eidthafftigk sein sollenn, Bittenn die Pfenner, sie vnd Ire gesinde darbey gnediglich bleibenn zulassenn, Vnnd vber solche drey Heupt artickell des vertrags befindenn sich die Pfenner nebenn anndern mehr beschwert, Nach dem sfgl. vornehmenn Saltzsieden vnnd gebeu Ine in nichtte nachteilig, vnnd schedtlich sein soll, So seindt etzlich behausung vnnd Bergkfriede auff der Pfenner Saltzwercke abgebrochenn, vnd vff sfgl. seittenn gesetzt, Bittenn die Pfenner vnndertheniglich, das Inenn solche Ire behausung vnnd Bergkfriede widderumb zugestellet mögenn werdenn, Desgleichenn das auch den Pfennernn vor den Raum, platz, vnnd grabenn, so sfgl. eingenommenn, vnnd zum theil bebawet, widderumb erstattung vnnd vergleichung geschehenn muge, der gemeine zum besten, Es gelanngt auch gemeinen Pfennern an, als soltt sfgl. gemuts vnnd willenns sein, noch mehr alte gebeuw abbrechenn zulassenn, Dieweil dann solchs den Pfennern nachteilig vnnd schedtlich, vnnd dem vertrage zuwieder, wollenn die Pfenner sie des zuuerschonenn, vnnd darvor gebettenn habenn, Nach dem auch Anndres Grittennhenn1 alias Steffan, vor einenn Söder2 vf sfgl. seittenn anngenommenn, vermeint die Pfenner zuzwingenn, Ime sein behausung seins gefallenns zubezahlenn, Oder aber Ime zubegunstigenn, dasselbe abzubrechenn, vnnd vff sfgl. seittenn zusetzenn, Darauff bittenn gemeine Pfenner, denselbenn vermuge der Ordenung zu vnnderweisenn, sein Haußfeile zubietenn, vnnd vmb ein zimblich kauffgeldt, des es werth, zu kauffe gebenn, vnnd vonn der vbermas die solch nicht werth, auch vermutlich nit geltenn kann, oder magk, abstehenn, damit er kauffleut bekommenn möge, Vnnd nach dem sich etlich Meister vnnd afftterknecht, vber die zal so sfgl. zugelassenn, auff sfgl. seittenn zu arbeittenn begebenn, vnnd dem vertrage zu wieder noch zur zeit in der Pfenner behausung wohnenn, Bitten die Pfenner vnderthenigklich, dieselbenn solch behausung zureumenn, weisenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Grittennhenn — Name, Lesung unsicher
  2. Söder — wohl Sieder, Lesung unsicher

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HandschriftS. 425 Bl. 210r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 425

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteZoll Registern beweislich darzuthun, vnnd zubelegenn ist, Zum anndernn, Wiewohl im vertrage, mit klarenn hellenn worttenn, außtrucklich vnnd vnnderschiedtlich verleibt, vff was zeit vnnd tage der Pfenner, auch sfgl.1 knechte Sohlenn ziehenn vnnd schöpffenn mögle, damit kein theil das annder verhindert, So vnnderstehenn sich doch sfgl. diener vnnd knechte zugleich neben der Pfenner knechten Sohlenn zuziehenn, Welches dem vertrage zuwieder, auch ohne verhinderung der Pfenner vnnd Irer knechte, ann Irer arbeit des Sohlen schepffenns nicht geschehenn kann oder magk, Derwegenn die Pfenner vnnderthenniglich bittenn, solches ann stadt sfgl. bey sfgl. dienernn in Bodenn abzuschafenn, vnnd sich in dem des vertrags gehalttenn, Inn annsehung, das es doch dem vertrage vnabbruchlich ein zeitlanng versucht, als ohne verhinderung hette geschehenn mogen, Dieweil aber befundenn, das es ohne der Pfenner verhinderung vnnd nachtteil, sonnderlich wann die zwey wercke alle wochenn gesottenn werdenn sollenn, nit geschehenn kann, oder magk, bittenn die Pfenner wie gebettenn, Wollenn auch fernner nit, dann der vertragk vermag gewilligt habenn, darvonn sie wie vormahls offenntlich vnnd solenniter protestiren, Zum drittenn, Nach dem zum theil in vorigenn Furstlichenn hochloblichenn gedechtnussenn verschreibungk, auch in dem auffgerichtenn vertrage vnnd ordenung verleibt, das der Pfenner diener vnnd gesinde zun Bodenn niemands annders dann Irenn guttherrnn, Eidthafftigk sein sollenn, Bittenn die Pfenner, sie vnd Ire gesinde darbey gnediglich bleibenn zulassenn, Vnnd vber solche drey Heupt artickell des vertrags befindenn sich die Pfenner nebenn anndern mehr beschwert, Nach dem sfgl. vornehmenn Saltzsieden vnnd gebeu Ine in nichtte nachteilig, vnnd schedtlich sein soll, So seindt etzlich behausung vnnd Bergkfriede auff der Pfenner Saltzwercke abgebrochenn, vnd vff sfgl. seittenn gesetzt, Bittenn die Pfenner vnndertheniglich, das Inenn solche Ire behausung vnnd Bergkfriede widderumb zugestellet mögenn werdenn, Desgleichenn das auch den Pfennernn vor den Raum, platz, vnnd grabenn, so sfgl. eingenommenn, vnnd zum theil bebawet, widderumb erstattung vnnd vergleichung geschehenn muge, der gemeine zum besten, Es gelanngt auch gemeinen Pfennern an, als soltt sfgl. gemuts vnnd willenns sein, noch mehr alte gebeuw abbrechenn zulassenn, Dieweil dann solchs den Pfennern nachteilig vnnd schedtlich, vnnd dem vertrage zuwieder, wollenn die Pfenner sie des zuuerschonenn, vnnd darvor gebettenn habenn, Nach dem auch Anndres Grittennhenn alias Steffan, vor einenn Söder vf sfgl. seittenn anngenommenn, vermeint die Pfenner zuzwingenn, Ime sein behausung seins gefallenns zubezahlenn, Oder aber Ime zubegunstigenn, dasselbe abzubrechenn, vnnd vff sfgl. seittenn zusetzenn, Darauff bittenn gemeine Pfenner, denselbenn vermuge der Ordenung zu vnnderweisenn, sein Haußfeile zubietenn, vnnd vmb ein zimblich kauffgeldt, des es werth, zu kauffe gebenn, vnnd vonn der vbermas die solch nicht werth, auch vermutlich nit geltenn kann, oder magk, abstehenn, damit er kauffleut bekommenn möge, Vnnd nach dem sich etlich Meister vnnd afftterknecht, vber die zal so sfgl. zugelassenn, auff sfgl. seittenn zu arbeittenn begebenn, vnnd dem vertrage zu wieder noch zur zeit in der Pfenner behausung wohnenn, Bitten die Pfenner vnderthenigklich, dieselbenn solch behausung zureumenn, weisenn,

2

darmit in dem fall dem vertrage auch gelebt werde, Nach dem auch den Pfennernn gnedigklich versprochenn, vnnd zugesagt, das der vfgericht vertragk vonn Ritterschafft vnnd Lanndtschafft des Furstennthumbs zu Hessen, bewilligt, auch vonn Chur: vnnd Furstenn zu Sachssen, Ratificirt werdenn solle, welches noch zu volstreckung des vertrags bis anhero vff vielfaltig ansuchenn der Pfenner, nit geschehenn, Bittenn sie nachmals vnndertheniges vleisses, das solchs noch vnuerzuglich vnd zum furderlichstenn volnnzogen, vnnd geenndet werde, Was sich als dann gleichfals vonn den Pfennernn der Reuersalia halbenn zugebenn geburenn will, seindt die Pfenner Ires theils willigk vnnd vhrbuetigk, Es habenn auch die Pfenner vonn alters hero, den gebrauch vnnd freyheit gehapt, das so sich etwann Irthumb vnd spaltung zwischenn einem knechte, vnnd seinen gutherrenn zugetragenn, Es were vmb das gesöde, oder Irer Rhinnung halbenn, das die Saltzgrebenn vnnd Warttenn, dieselbigenn gutherrenn vnnd knechte auff das Rathaus vor beide Rethe verbescheiden habenn, vnnd nach gnugsamer verhör, vnnd berichtt der warheit, sie vonn beidenn theilenn, der billichkeit gemes enntscheidenn, Dem zu wieder vnderstehet sich der Furstliche verordennte Renndtmeister die Pfenner ann solchem altenn hergebrachtenn gebrauch zuuerhindernn, Dergestalt, das er Inenn nit gestattenn will, Henrich Vll[?] vonn Vrbenn Irenn knecht, sampt seinem gutherrnn Ires Irthumbs halbenn, auff das Rathaus vorzubescheiden, Sonndernn Will sie, solche sache in den Bodenn zu rechttferttigenn, gewiesenn habenn, Welches Irem alten hergebrachten gebrauch, vnnd freyheit ganntz zu wieder ist, Bittenn derhalbenn diese beschwerung auch in die klage zustellenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. sfgl. — Abkürzung, wohl S. F. G.

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HandschriftS. 426 Bl. 210v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 426

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedarmit in dem fall dem vertrage auch gelebt werde, Nach dem auch den Pfennernn gnedigklich versprochenn, vnnd zugesagt, das der vfgericht vertragk vonn Ritterschafft vnnd Lanndtschafft des Furstennthumbs zu Hessen, bewilligt, auch vonn Chur: vnnd Furstenn zu Sachssen, Ratificirt werdenn solle, welches noch zu volstreckung des vertrags bis anhero vff vielfaltig ansuchenn der Pfenner, nit geschehenn, Bittenn sie nachmals vnndertheniges vleisses, das solchs noch vnuerzuglich vnd zum furderlichstenn volnnzogen, vnnd geenndet werde, Was sich als dann gleichfals vonn den Pfennernn der Reuersalia halbenn zugebenn geburenn will, seindt die Pfenner Ires theils willigk vnnd vhrbuetigk, Es habenn auch die Pfenner vonn alters hero, den gebrauch vnnd freyheit gehapt, das so sich etwann Irthumb vnd spaltung zwischenn einem knechte, vnnd seinen gutherrenn zugetragenn, Es were vmb das gesöde, oder Irer Rhinnung halbenn, das die Saltzgrebenn vnnd Warttenn, dieselbigenn gutherrenn vnnd knechte auff das Rathaus vor beide Rethe verbescheiden habenn, vnnd nach gnugsamer verhör, vnnd berichtt der warheit, sie vonn beidenn theilenn, der billichkeit gemes enntscheidenn, Dem zu wieder vnderstehet sich der Furstliche verordennte Renndtmeister die Pfenner ann solchem altenn hergebrachtenn gebrauch zuuerhindernn, Dergestalt, das er Inenn nit gestattenn will, Henrich Vll1[?] vonn Vrbenn Irenn knecht, sampt seinem gutherrnn Ires Irthumbs halbenn, auff das Rathaus vorzubescheiden, Sonndernn Will sie, solche sache in den Bodenn zu rechttferttigenn, gewiesenn habenn, Welches Irem alten hergebrachten gebrauch, vnnd freyheit ganntz zu wieder ist, Bittenn derhalbenn diese beschwerung auch in die klage zustellenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Henrich Vll — Eigenname, Lesung unsicher

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HandschriftS. 427 Bl. 211r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 427

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedarmit in dem fall dem vertrage auch gelebt werde, Nach dem auch den Pfennernn gnedigklich versprochenn, vnnd zugesagt, das der vfgericht vertragk vonn Ritterschafft vnnd Lanndtschafft des Furstennthumbs zu Hessen, bewilligt, auch vonn Chur: vnnd Furstenn zu Sachssen, Ratificirt werdenn solle, welches noch zu volstreckung des vertrags bis anhero vff vielfaltig ansuchenn der Pfenner, nit geschehenn, Bittenn sie nachmals vnndertheniges vleisses, das solchs noch vnuerzuglich vnd zum furderlichstenn volnnzogen, vnnd geenndet werde, Was sich als dann gleichfals vonn den Pfennernn der Reuersalia halbenn zugebenn geburenn will, seindt die Pfenner Ires theils willigk vnnd vhrbuetigk, Es habenn auch die Pfenner vonn alters hero, den gebrauch vnnd freyheit gehapt, das so sich etwann Irthumb vnd spaltung zwischenn einem knechte, vnnd seinen gutherrenn zugetragenn, Es were vmb das gesöde, oder Irer Rhinnung halbenn, das die Saltzgrebenn vnnd Warttenn, dieselbigenn gutherrenn vnnd knechte auff das Rathaus vor beide Rethe verbescheiden habenn, vnnd nach gnugsamer verhör, vnnd berichtt der warheit, sie vonn beidenn theilenn, der billichkeit gemes enntscheidenn, Dem zu wieder vnderstehet sich der Furstliche verordennte Renndtmeister die Pfenner ann solchem altenn hergebrachtenn gebrauch zuuerhindernn, Dergestalt, das er Inenn nit gestattenn will, Henrich Vll[?] vonn Vrbenn Irenn knecht, sampt seinem gutherrnn Ires Irthumbs halbenn, auff das Rathaus vorzubescheiden, Sonndernn Will sie, solche sache in den Bodenn zu rechttferttigenn, gewiesenn habenn, Welches Irem alten hergebrachten gebrauch, vnnd freyheit ganntz zu wieder ist, Bittenn derhalbenn diese beschwerung auch in die klage zustellenn,

2

Item Es habenn auch die Pfenner hiebeuor vnndertheniglich gebettenn, Nach dem nu sfgl.1 eigenn saltz siedenn lesset, vnnd zu sfgl. haushalttung etzlich pfann saltzes zukeuffenn lassenn |: als etwan wohl geschehen :| vnnotturfftigk, Bittenn sie noch wie vor, dieselbenn beschwerung, dieweil es nit ein altter gebrauch, sonndernn bey vorigenn Schultheissenn vffkommenn, das solchs gnedigklich abgethann, vnnd hinfurter damitt vnbelestiget bleibenn mögenn, dann es sonnst ohne der Pfenner schadenn vnnd nachteil, nit sein oder bestehenn kann, Dieweil auch die Ampte vffm2 Saltzwercke, auff sfgl. seittenn, bis anher, vermöge vfgerichter Ordenung, nit versehenn vnnd bestelt, Allein das Johann Schwalbach, in kurtzenn tagenn zum Warttenn veror dennt, den wir auch zu hanndthabung der Ordenung anngesucht, vnnd ann Im verhörung gehabt,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. sfgl. — Abkürzung, wohl S. F. G.
  2. vffm — vff im oder vffm

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HandschriftS. 428 Bl. 211v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 428

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteItem Es habenn auch die Pfenner hiebeuor vnndertheniglich gebettenn, Nach dem nu sfgl.1 eigenn saltz siedenn lesset, vnnd zu sfgl. haushalttung etzlich pfann saltzes zukeuffenn lassenn |: als etwan wohl geschehen :| vnnotturfftigk, Bittenn sie noch wie vor, dieselbenn beschwerung, dieweil es nit ein altter gebrauch, sonndernn bey vorigenn Schultheissenn vffkommenn, das solchs gnedigklich abgethann, vnnd hinfurter damitt vnbelestiget bleibenn mögenn, dann es sonnst ohne der Pfenner schadenn vnnd nachteil, nit sein oder bestehenn kann, Dieweil auch die Ampte vffm Saltzwercke, auff sfgl. seittenn, bis anher, vermöge vfgerichter Ordenung, nit versehenn vnnd bestelt, Allein das Johann Schwalbach, in kurtzenn tagenn zum Warttenn veror dennt, den wir auch zu hanndthabung der Ordenung anngesucht, vnnd ann Im verhörung gehabt,

2

ob er auch beuehlich, vnnd vermöge des vertrags geneigtt, der ordenung zugelebenn, vnnd seine geburliche eides pflicht zuthun, Darauff er vnns zur anntwort gebenn, das er vor sein Personn vnbeschwert, aber geneigt, Jedoch gebettenn, Ihnenn des bis solannge, das auch ein Saltzgreue verordenet zuuerschonenn, dieweil dann das Saltzgreuenn ampt, bisher vnnd noch vnbestalt gewest, vnns in allwege nachteiligk,

3

Bittenn die Pfenner, das demselbenn vermöge dem vertrage gelebt, die Personn vnnd ampt treger, vf vnsers gnedigenn herrnn seittenn, den vnnserm zugeordent werdenn mögenn, dann wir ohne das zu keiner hanndthabung vfrichter Ordenung,

4

gebottenn, vnnd verbottenn, nitt kommenn konnenn, Die Pfenner stehenn in manngell der gnedigenn verschreybunge des einenn Bodts, so Inenn vber die — 43.

5

Boten aus gnadenn zugelassenn, Bitten die Pfenner vnderthenigklich, sfgl. wollen Ine die gnedigklich zugeben beuehlen, Dieweil nun aus oberzehltenn vhrsachenn, beschwerungenn, vnnd misuerstannde, die Pfenner in mercklichenn nachteil, vnnd schadenn kommenn, vnnd des vermöge des vertrags billich benommenn, vnnd schadtlos gehalttenn werdenn sollenn, Welchenn schadenn die Pfenner vonn sfgl. vorgenommenn gebeur[?] Saltzsieden vnnd verhinderung des Saltzverkauffs, vnnd annder erlittenn vnnd enndtpfanngenn habenn, Derowegenn die Pfenner vnnderthenigklich vnnd mit höchstem vleis thun bittenn, sfgl. wolle solche schadenn den Pfennernn gnedigklich erstattenn, vnnd bezahlen lassenn, vnnd in den anndernn Artickeln gnedig vnnd furstlich erzeigenn, damit in allewege dem vffgerichtem vertrage, vnnd der ordenung nach gegangenn, gelebt, vnnd wir zukunfftiges nachteils vnnd schadens geubriget vnnd verschonet sein vnd bleibenn mögenn, Das alles wollenn wir vnns, zu vielhochgedachtem vnserm gnedigenn furstenn vnd herrnn, zugeschehen, tröstlich verhoffenn, vnnd wollenn das vmb sfgl. vnnderthenig, gehorsamblich, willig vnd gerne verdienen, Hierauff die Furstlichenn verordenttenn, der Stadt haltter, Canntzlar vnnd Lanndtvogt vorgenanndt, nach gehabtenn bedenckenn, durch den Canntzlar redenn habenn lassenn, das sie vonn Irem gnedigenn furstenn vnnd herrnn, auff Supplicirenn der Pfenner alhier verordennt, Mitt beuelch den Pfennernn anzuzeigenn, das sfgl. dem vfgerichtenn vertrage, in alwege furstlich nachzugehenn, vnnd zugelebenn geneigt, vnnd wolle dismahls die erzehlte hanndtlung Ires erachtens vf dreyenn heuptartickelnn beruhenn, So nun dieselbigenn durch mittell vnnd wege, so sfgl. vnnd den Pfennernn annzunehmenn, verglichenn werdenn mochttenn, wurde ohne zweiuell, in den anndernn Artickeln auch leichtlich gerathenn werden, Vnnd erstlich vf den Artickell des Sohlenn ziehenns diese anntwort gebenn, Es werde noch ann diesem heutigenn tag vonn sfgl. dienernn vnnd knechttenn geredt, das sie zugleich nebenn der Pfenner knechtte, vnnd gesinde, wohl ziehenn könnenn, derhalb sfgl. nicht wenig verwundert, Warumb die Pfenner vber gerurtenn Artickell, dieweil es ohnn Irenn schadenn wie die knechtte sagenn wollenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. sfgl. — Abkürzung, wohl S. F. G.

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HandschriftS. 429 Bl. 212r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 429

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteBoten aus gnadenn zugelassenn, Bitten die Pfenner vnderthenigklich, sfgl.2 wollen Ine die gnedigklich zugeben beuehlen, Dieweil nun aus oberzehltenn vhrsachenn, beschwerungenn, vnnd misuerstannde, die Pfenner in mercklichenn nachteil, vnnd schadenn kommenn, vnnd des vermöge des vertrags billich benommenn, vnnd schadtlos gehalttenn werdenn sollenn, Welchenn schadenn die Pfenner vonn sfgl. vorgenommenn gebeur1[?] Saltzsieden vnnd verhinderung des Saltzverkauffs, vnnd annder erlittenn vnnd enndtpfanngenn habenn, Derowegenn die Pfenner vnnderthenigklich vnnd mit höchstem vleis thun bittenn, sfgl. wolle solche schadenn den Pfennernn gnedigklich erstattenn, vnnd bezahlen lassenn, vnnd in den anndernn Artickeln gnedig vnnd furstlich erzeigenn, damit in allewege dem vffgerichtem vertrage, vnnd der ordenung nach gegangenn, gelebt, vnnd wir zukunfftiges nachteils vnnd schadens geubriget vnnd verschonet sein vnd bleibenn mögenn, Das alles wollenn wir vnns, zu vielhochgedachtem vnserm gnedigenn furstenn vnd herrnn, zugeschehen, tröstlich verhoffenn, vnnd wollenn das vmb sfgl. vnnderthenig, gehorsamblich, willig vnd gerne verdienen, Hierauff die Furstlichenn verordenttenn, der Stadt haltter, Canntzlar vnnd Lanndtvogt vorgenanndt, nach gehabtenn bedenckenn, durch den Canntzlar redenn habenn lassenn, das sie vonn Irem gnedigenn furstenn vnnd herrnn, auff Supplicirenn der Pfenner alhier verordennt, Mitt beuelch den Pfennernn anzuzeigenn, das sfgl. dem vfgerichtenn vertrage, in alwege furstlich nachzugehenn, vnnd zugelebenn geneigt, vnnd wolle dismahls die erzehlte hanndtlung Ires erachtens vf dreyenn heuptartickelnn beruhenn, So nun dieselbigenn durch mittell vnnd wege, so sfgl. vnnd den Pfennernn annzunehmenn, verglichenn werdenn mochttenn, wurde ohne zweiuell, in den anndernn Artickeln auch leichtlich gerathenn werden, Vnnd erstlich vf den Artickell des Sohlenn ziehenns diese anntwort gebenn, Es werde noch ann diesem heutigenn tag vonn sfgl. dienernn vnnd knechttenn geredt, das sie zugleich nebenn der Pfenner knechtte, vnnd gesinde, wohl ziehenn könnenn, derhalb sfgl. nicht wenig verwundert, Warumb die Pfenner vber gerurtenn Artickell, dieweil es ohnn Irenn schadenn wie die knechtte sagenn wollenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. gebeur — Wort unklar
  2. sfgl. — Abkürzung, wohl S. F. G.

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HandschriftS. 430 Bl. 212v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 430

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteBoten aus gnadenn zugelassenn, Bitten die Pfenner vnderthenigklich, sfgl.1 wollen Ine die gnedigklich zugeben beuehlen, Dieweil nun aus oberzehltenn vhrsachenn, beschwerungenn, vnnd misuerstannde, die Pfenner in mercklichenn nachteil, vnnd schadenn kommenn, vnnd des vermöge des vertrags billich benommenn, vnnd schadtlos gehalttenn werdenn sollenn, Welchenn schadenn die Pfenner vonn sfgl. vorgenommenn gebeur[?] Saltzsieden vnnd verhinderung des Saltzverkauffs, vnnd annder erlittenn vnnd enndtpfanngenn habenn, Derowegenn die Pfenner vnnderthenigklich vnnd mit höchstem vleis thun bittenn, sfgl. wolle solche schadenn den Pfennernn gnedigklich erstattenn, vnnd bezahlen lassenn, vnnd in den anndernn Artickeln gnedig vnnd furstlich erzeigenn, damit in allewege dem vffgerichtem vertrage, vnnd der ordenung nach gegangenn, gelebt, vnnd wir zukunfftiges nachteils vnnd schadens geubriget vnnd verschonet sein vnd bleibenn mögenn, Das alles wollenn wir vnns, zu vielhochgedachtem vnserm gnedigenn furstenn vnd herrnn, zugeschehen, tröstlich verhoffenn, vnnd wollenn das vmb sfgl. vnnderthenig, gehorsamblich, willig vnd gerne verdienen, Hierauff die Furstlichenn verordenttenn, der Stadt haltter, Canntzlar vnnd Lanndtvogt vorgenanndt, nach gehabtenn bedenckenn, durch den Canntzlar redenn habenn lassenn, das sie vonn Irem gnedigenn furstenn vnnd herrnn, auff Supplicirenn der Pfenner alhier verordennt, Mitt beuelch den Pfennernn anzuzeigenn, das sfgl. dem vfgerichtenn vertrage, in alwege furstlich nachzugehenn, vnnd zugelebenn geneigt, vnnd wolle dismahls die erzehlte hanndtlung Ires erachtens vf dreyenn heuptartickelnn beruhenn, So nun dieselbigenn durch mittell vnnd wege, so sfgl. vnnd den Pfennernn annzunehmenn, verglichenn werdenn mochttenn, wurde ohne zweiuell, in den anndernn Artickeln auch leichtlich gerathenn werden, Vnnd erstlich vf den Artickell des Sohlenn ziehenns diese anntwort gebenn, Es werde noch ann diesem heutigenn tag vonn sfgl. dienernn vnnd knechttenn geredt, das sie zugleich nebenn der Pfenner knechtte, vnnd gesinde, wohl ziehenn könnenn, derhalb sfgl. nicht wenig verwundert, Warumb die Pfenner vber gerurtenn Artickell, dieweil es ohnn Irenn schadenn wie die knechtte sagenn wollenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. sfgl. — Abkürzung, wohl S. F. G.

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HandschriftS. 431 Bl. 213r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 431

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteBoten aus gnadenn zugelassenn, Bitten die Pfenner vnderthenigklich, sfgl.1 wollen Ine die gnedigklich zugeben beuehlen, Dieweil nun aus oberzehltenn vhrsachenn, beschwerungenn, vnnd misuerstannde, die Pfenner in mercklichenn nachteil, vnnd schadenn kommenn, vnnd des vermöge des vertrags billich benommenn, vnnd schadtlos gehalttenn werdenn sollenn, Welchenn schadenn die Pfenner vonn sfgl. vorgenommenn gebeur[?] Saltzsieden vnnd verhinderung des Saltzverkauffs, vnnd annder erlittenn vnnd enndtpfanngenn habenn, Derowegenn die Pfenner vnnderthenigklich vnnd mit höchstem vleis thun bittenn, sfgl. wolle solche schadenn den Pfennernn gnedigklich erstattenn, vnnd bezahlen lassenn, vnnd in den anndernn Artickeln gnedig vnnd furstlich erzeigenn, damit in allewege dem vffgerichtem vertrage, vnnd der ordenung nach gegangenn, gelebt, vnnd wir zukunfftiges nachteils vnnd schadens geubriget vnnd verschonet sein vnd bleibenn mögenn, Das alles wollenn wir vnns, zu vielhochgedachtem vnserm gnedigenn furstenn vnd herrnn, zugeschehen, tröstlich verhoffenn, vnnd wollenn das vmb sfgl. vnnderthenig, gehorsamblich, willig vnd gerne verdienen, Hierauff die Furstlichenn verordenttenn, der Stadt haltter, Canntzlar vnnd Lanndtvogt vorgenanndt, nach gehabtenn bedenckenn, durch den Canntzlar redenn habenn lassenn, das sie vonn Irem gnedigenn furstenn vnnd herrnn, auff Supplicirenn der Pfenner alhier verordennt, Mitt beuelch den Pfennernn anzuzeigenn, das sfgl. dem vfgerichtenn vertrage, in alwege furstlich nachzugehenn, vnnd zugelebenn geneigt, vnnd wolle dismahls die erzehlte hanndtlung Ires erachtens vf dreyenn heuptartickelnn beruhenn, So nun dieselbigenn durch mittell vnnd wege, so sfgl. vnnd den Pfennernn annzunehmenn, verglichenn werdenn mochttenn, wurde ohne zweiuell, in den anndernn Artickeln auch leichtlich gerathenn werden, Vnnd erstlich vf den Artickell des Sohlenn ziehenns diese anntwort gebenn, Es werde noch ann diesem heutigenn tag vonn sfgl. dienernn vnnd knechttenn geredt, das sie zugleich nebenn der Pfenner knechtte, vnnd gesinde, wohl ziehenn könnenn, derhalb sfgl. nicht wenig verwundert, Warumb die Pfenner vber gerurtenn Artickell, dieweil es ohnn Irenn schadenn wie die knechtte sagenn wollenn,

2

wohl geschehen könnenn, so hartte halttenn, vnnd möge sfgl. wie hiebeuor auch gedacht daraus nichts annders befindenn, noch abnehmenn, dann das die Pfenner sfgl. nutzung vnnd Saltzwerck, in alwege zuhindernn geneigt, sonderlich dieweil sfgl. in arbeit wehre, etzliche Sohlenn kastenn zum lenngstenn in zweyenn Monaten zubauenn vnd vffzurichttenn lassenn, damit Je die Pfenner auff Ire tage, im Sohlenn ziehenn weitter vnnd furtter nichtt solttenn verhindert werdenn, Dargegenn die Pfenner redenn lassenn, Nach dem der vertragk vnnderschiedtliche tage, mit deutlichenn hellenn worttenn mitbrechte, So wustenn gemeine Pfenner in dem zuwieder dem Furstlichenn vffgerichten vertrage, nichts nachzugebenn, auff das aber, das die verordenntenn vorgenante Furstlichen Räthe anngezeigt, es were sfgl. willenns etliche Sohlenn kastenn, zum lenngstenn in zweyenn Monatenn zubauenn vnd anrichttenn zulassenn, wolttenn gemeine Pfenner aus vnnderthenigem gefallenn, sfgl. dienernn die zeit nebenn den Ihrenn zuziehenn vergonnenn, doch dem Artickell des Sohlenn ziehenns vnbegebenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. sfgl. — Abkürzung, wohl S. F. G.

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HandschriftS. 432 Bl. 213v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 432

1

Fortsetzung von der vorigen Seitewohl geschehen könnenn, so hartte halttenn, vnnd möge sfgl.1 wie hiebeuor auch gedacht daraus nichts annders befindenn, noch abnehmenn, dann das die Pfenner sfgl. nutzung vnnd Saltzwerck, in alwege zuhindernn geneigt, sonderlich dieweil sfgl. in arbeit wehre, etzliche Sohlenn kastenn zum lenngstenn in zweyenn Monaten zubauenn vnd vffzurichttenn lassenn, damit Je die Pfenner auff Ire tage, im Sohlenn ziehenn weitter vnnd furtter nichtt solttenn verhindert werdenn, Dargegenn die Pfenner redenn lassenn, Nach dem der vertragk vnnderschiedtliche tage, mit deutlichenn hellenn worttenn mitbrechte, So wustenn gemeine Pfenner in dem zuwieder dem Furstlichenn vffgerichten vertrage, nichts nachzugebenn, auff das aber, das die verordenntenn vorgenante Furstlichen Räthe anngezeigt, es were sfgl. willenns etliche Sohlenn kastenn, zum lenngstenn in zweyenn Monatenn zubauenn vnd anrichttenn zulassenn, wolttenn gemeine Pfenner aus vnnderthenigem gefallenn, sfgl. dienernn die zeit nebenn den Ihrenn zuziehenn vergonnenn, doch dem Artickell des Sohlenn ziehenns vnbegebenn,

2

auch dem vertrage vnnachteiligk, darvonn sie offenntlich vnd Solenniter protestiret, Welches obgemelte Furstliche Räthe, auch also ann sfgl. zubringenn, anngenommenn habenn, Zum anndernn souiel den Artickell des verkauffs belanngt, habenn die Furstliche Räthe diese antwort gebenn, sie lassenn sich dunckenn, sfgl. werde in den den vertragk nicht annsehenn, dann die kerner sagenn, das vff sfgl. seittenn, besser saltz gesottenn, auch besser mas gegebenn werde, als vff der Pfenner seittenn,

3

derwegenn dann auch ein Jeder fuhr vnd Lademann seines kauffenns vnnd Ladenns frey vnnverbundenn stehenn wolle, Darauff die Pfenner anntworttenn lassenn, das solches den kernernn gar nit zugleubenn, dann es musse Je vf der Pfenner seittenn,

4

so gut saltz gesotten werden, als vff sfgl. seittenn, Im fall aber, das es bey zeiten hartter gesottenn, vnnd derhalbenn nicht gleichs kleine zerbrochenn wurde, darinne konnte mann wohl ein annders vnnd bessers vfsehenns habenn.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. sfgl. — Abkürzung, wohl S. F. G.); in den den (Dittographie in Vorlage

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HandschriftS. 433 Bl. 214r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 433

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteso gut saltz gesotten werden, als vff sfgl. seittenn, Im fall aber, das es bey zeiten hartter gesottenn, vnnd derhalbenn nicht gleichs kleine zerbrochenn wurde, darinne konnte mann wohl ein annders vnnd bessers vfsehenns habenn.

2

Zum drittenn, die anntwort gebenn, das S.F.G.1[?] die Pfanne Saltzes nicht höher als vor – 4 fl. muntz vnnd 2 thaler, wie auch der vertragk, als sie in gudenn meinen, mitbrechte, bezahlenn wolle, anngesehenn,

3

das die letztenn zwenn thaler der knechte halbenn nachgegebenn, vnnd allein darumb, das mann den hanndell in schwannk brechte, vnnd sehe was der Holtzkauff thun wollte, vnd hiernebenn viel vnnd mancherley einrede, dem vortrage, vnnd der pfenner vorhabenn zuwieder anngezeigt.

4

Nachdem nun die Pfenner vonn dem vorkauffe zutrettenn keins wegs bedacht, So habenn sie zu wiederlegung dieses furschlages, vnnd aller furgetragenenn sache der Furstlichenn Räthe, durch den Burgermeister anndres Strecker,

5

die Rathschlege, so gemeine Pfenner in dieser sach habenn stellenn lassenn, vnnd wes sie in rechtenn, vermögt dieses vertrags befugt, lassenn verlesenn, vnnd vnderthenglich vmb abschaffung aller gebrechenn gebettenn.

Unsichere Lesungen

  1. S.F.G. — Kürzel, Lesung unsicher

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HandschriftS. 434 Bl. 214v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 434

1

Darauff die Rethe geantwort, es were beschwerlich, das mann in dieser sache dergestalt, wie die Pfenner begerten, solte volnfahrenn, des manncherley vhrsach anngezeiget vnnd gemeinenn pfennernn beuohlenn, vff andere mittell vnnd wege zugedenckenn, welche S.F.G.1[?] vnd den pfennernn annzunehmenn, vnnd treglich sein möchttenn.

2

Dieweil aber die Pfenner bey sich nit habenn könnenn findenn, durch was mittell oder wege Jnenn Jrer beschwerung annders dann Jnnhalt dem vertrage, möchte abgeholffenn werdenn, Habenn sie den Furstlichenn Rethenn heimbgestelt, solche mittell vnnd wege furzuschlagenn, Dieweil aber vonn demselbigen auch nichts befundenn, vnnd misverstanndt augennscheinlich vorhanndenn, Habenn die pfenner vnderthenglich gebettenn, das S.F.G.2[?] Jnnhalt dem vertrage, die Richter in gebuerlicher zeit, ordenn vnnd niedersezen wolte, wes als dann vonn demselbigenn erkanndt, das die Pfenner in rechtenn, vnnd vermöge dem vertrage S.F.G.3[?] nachzugebenn verpflicht, des wollenn sie sich als gehorsame vnderthane willigk vnnd gerne gehaltenn, Darauff die Furstliche verordenntte Räthe geandtwort dieweil die pfenner Je vff Jrem vernehmenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. S.F.G. — Kürzel, Lesung unsicher
  2. S.F.G. — Kürzel, Lesung unsicher
  3. S.F.G. — Kürzel, Lesung unsicher

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HandschriftS. 435 Bl. 215r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 435

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDieweil aber die Pfenner bey sich nit habenn könnenn findenn, durch was mittell oder wege Jnenn Jrer beschwerung annders dann Jnnhalt dem vertrage, möchte abgeholffenn werdenn, Habenn sie den Furstlichenn Rethenn heimbgestelt, solche mittell vnnd wege furzuschlagenn, Dieweil aber vonn demselbigen auch nichts befundenn, vnnd misverstanndt augennscheinlich vorhanndenn, Habenn die pfenner vnderthenglich gebettenn, das S.F.G.1[?] Jnnhalt dem vertrage, die Richter in gebuerlicher zeit, ordenn vnnd niedersezen wolte, wes als dann vonn demselbigenn erkanndt, das die Pfenner in rechtenn, vnnd vermöge dem vertrage S.F.G.[?] nachzugebenn verpflicht, des wollenn sie sich als gehorsame vnderthane willigk vnnd gerne gehaltenn, Darauff die Furstliche verordenntte Räthe geandtwort dieweil die pfenner Je vff Jrem vernehmenn2,

2

verharretenn, so wolttenn sie diese bitt ann S.F.G.[?] bringenn, versehenn sich aber nit, das S.F.G.[?] die Richter Jnnhalt des vertrags, niedersezenn werde, Es wollte auch S.F.G.[?] den vertrage zuhalttenn, oder nit zuhalttenn vnverbundenn sein, dieweil gemeine Pfenner das Reuersal, so derhalbenn vfgericht, in gepurlicher zeit nit alle versiegelt,

3

Sonnder werde sonnstenn, deshalbenn vor gemeiner Ritterschafft vnnd Lanndtschafft mit den pfennernn verkommenn, Was dann dieselbigenn den pfennernn, dieweil die zehenn alb zuwieder dem vertrage im Saltzkauff auffgeschlagenn,

4

erkennenn werdenn, Habenn sie wohl zubedennckenn, Hierauff abermahls die pfenner wie zuuor gebettenn, Sontags am tage Viti Jm 39.

5

Jare, sein beide Räthe des Raths, sampt dem verordenntenn Ausschos gemeyner pfenner, alhie zu Allenndorff auff dem Rathause versamblet gewesenn, vnnd nachdem etzlich beschwerung Punct vnnd artickell, dieser letztenn handelung halben, zuberathschlagenn furgefallenn, vnnd aber fur vnnötig geacht, auch bisweilenn vnnschicklich, den gantz=[?] Ausschos damit zubemuhenn, So habenn abgerurte Rethe vnnd ausschos alle semptlich vor nutz, notwendigk, vnnd gut anngesehenn, vnnd beschlossenn, das etzliche der Elttestenn verstenndigstenn Personenn, zu solchenn Rathschlage dienlich, aus dem Rath vnnd der gemeine, benebenn den Saltzgrevenn geordennt, der ausschos geengert, vnnd die anndernn darmit vnbemuhet vnnd verschonet werdenn, Darauff die gemeine Jn den Rath gekorenn, Johann Schaffnit den Elttern, Heintz Meinhardt, Michell Riegenrodt, vnnd Gabrieln Sauslernn[?], der Rath in die Gemeine, Gißler Schwannflugell, Johann Stein, Hermann Fischer, vnd Georgenn Sieffertt, doch also, ob bey weilenn einer oder mehr, vor Jetzgenenntten Personenn, verritte, vnnd nicht annheimisch befundenn wurde, das sie als dann etzliche anndere vnnd mehr Personenn, ann des oder derselbigenn abwesendenn stadt, aus dem Rath vnnd der gemeine,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. S.F.G. — Kürzel, Lesung unsicher
  2. vernehmenn — evtl. vornehmenn

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HandschriftS. 436 Bl. 215v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 436

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteJare, sein beide Räthe des Raths, sampt dem verordenntenn Ausschos gemeyner pfenner, alhie zu Allenndorff auff dem Rathause versamblet gewesenn, vnnd nachdem etzlich beschwerung Punct vnnd artickell, dieser letztenn handelung halben, zuberathschlagenn furgefallenn, vnnd aber fur vnnötig geacht, auch bisweilenn vnnschicklich, den gantz=1[?] Ausschos damit zubemuhenn, So habenn abgerurte Rethe vnnd ausschos alle semptlich vor nutz, notwendigk, vnnd gut anngesehenn, vnnd beschlossenn, das etzliche der Elttestenn verstenndigstenn Personenn, zu solchenn Rathschlage dienlich, aus dem Rath vnnd der gemeine, benebenn den Saltzgrevenn geordennt, der ausschos geengert, vnnd die anndernn darmit vnbemuhet vnnd verschonet werdenn, Darauff die gemeine Jn den Rath gekorenn, Johann Schaffnit den Elttern, Heintz Meinhardt, Michell Riegenrodt, vnnd Gabrieln Sauslernn2[?], der Rath in die Gemeine, Gißler Schwannflugell, Johann Stein, Hermann Fischer, vnd Georgenn Sieffertt, doch also, ob bey weilenn einer oder mehr, vor Jetzgenenntten Personenn, verritte, vnnd nicht annheimisch befundenn wurde, das sie als dann etzliche anndere vnnd mehr Personenn, ann des oder derselbigenn abwesendenn stadt, aus dem Rath vnnd der gemeine,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. gantz= — Wortende undeutlich
  2. Sauslernn — Familienname unsicher

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HandschriftS. 437 Bl. 216r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 437

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteJare, sein beide Räthe des Raths, sampt dem verordenntenn Ausschos gemeyner pfenner, alhie zu Allenndorff auff dem Rathause versamblet gewesenn, vnnd nachdem etzlich beschwerung Punct vnnd artickell, dieser letztenn handelung halben, zuberathschlagenn furgefallenn, vnnd aber fur vnnötig geacht, auch bisweilenn vnnschicklich, den gantz=[?] Ausschos damit zubemuhenn, So habenn abgerurte Rethe vnnd ausschos alle semptlich vor nutz, notwendigk, vnnd gut anngesehenn, vnnd beschlossenn, das etzliche der Elttestenn verstenndigstenn Personenn, zu solchenn Rathschlage dienlich, aus dem Rath vnnd der gemeine, benebenn den Saltzgrevenn geordennt, der ausschos geengert, vnnd die anndernn darmit vnbemuhet vnnd verschonet werdenn, Darauff die gemeine Jn den Rath gekorenn, Johann Schaffnit den Elttern, Heintz Meinhardt, Michell Riegenrodt, vnnd Gabrieln Sauslernn[?], der Rath in die Gemeine, Gißler Schwannflugell, Johann Stein, Hermann Fischer, vnd Georgenn Sieffertt, doch also, ob bey weilenn einer oder mehr, vor Jetzgenenntten Personenn, verritte, vnnd nicht annheimisch befundenn wurde, das sie als dann etzliche anndere vnnd mehr Personenn, ann des oder derselbigenn abwesendenn stadt, aus dem Rath vnnd der gemeine,

2

bey sich zufordernn, vnnd wann beschlossenn, Jrenn Rathschlag den Räthenn, sampt anndernn des ausschoßes annzuzeigenn, vnnd derselbigenn gutdunckenn, darauff annzuhörenn habenn, Dem vorigenn letztenn abschiede nach, hat vnnser gnediger furst vnnd Herr Sonntags Viti diese volgennde schrifft vnnd bedenckenn, gemeinenn Pfennernn zugeschickt, Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraff zu Hessen, Grave zu Catzennelnpogenn1 Liebenn Getrewenn, vnnsere Räthe so wir Jungst bey euch zu Allenndorff gehapt, habenn vnns berichttet, wes daselbst gehanndelt, des Punctenn halbenn, den Saltzverkauff belanngenndt, vnnd das sie sich deshalben,

3

vonn vnnsern wegenn, mit euch nit habenn vergleichen mögenn, welches wir nit gerne vernommenn habenn, dann wir Je lieber wolttenn, so es Gottes wille wehre, das es gutlich möchtte hingelegt werdenn, vnnd vonn vnns zu beidenn theilenn, keiner rechtfertigung bedürfte,

4

Nachdem in solcher hanndtlung allerley zubedennckenn sein will, Dieweil wir aber darvor halttenn, das der Jtzige manngell des verkauffs, aus dem enndtstehe, das die grosse theuerte, Jtzt vorhanndenn gewesenn, Wollenn wir verhoffenn, es solt baldt besser werdenn, so widder habernn[?] wirdet.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Catzennelnpogenn — Schlusszeichen, evtl. etc.

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HandschriftS. 438 Bl. 216v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 438

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteNachdem in solcher hanndtlung allerley zubedennckenn sein will, Dieweil wir aber darvor halttenn, das der Jtzige manngell des verkauffs, aus dem enndtstehe, das die grosse theuerte, Jtzt vorhanndenn gewesenn, Wollenn wir verhoffenn, es solt baldt besser werdenn, so widder habernn1[?] wirdet.

2

Derhalbenn haben wir gedacht, die dinge zwenn Monat lanng annzusehenn, ob es baß feyler, vnnd das saltz gulttiger werdenn, vnnd also abgehenn wollte.

3

Wurde es aber nit gultiger, oder das ihr hierüber die erkenndtnus der Lanndtschafft Je habenn woltet, So soll vnns das, des gemelttenn Punctenn halbenn, nit zuwiedder sein, doch also, was wir derowegenn gebrechenns habenn, das solch in gleichnus auch gehört, vnnd gerechtfertiget werde, vnnd dieweil vnns vngelegenn sein will, solchenn hanndell der bezahlung des Saltzes, der gestalt vor die Lanndtschafft zubringenn, als ob wir ersteigerung hettenn gemacht, So wollenn wir die zwenn thaler, so neulich vfgesazt sein, vnnsers theils zuuor fallenn lassenn,

4

auch ewers theils Jnnhalt des vertrags abschaffenn, was als dann die Lanndtschafft weytter vfsezt, oder bewilligett, so wir gehort sein werdet ihr wohl befindenn, Dann wir achttenn ohne das, das die zwene thaler, oder der new gemachte vfsatz, der zehenn alb, gemeinem nutz zu nachtteil,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. habernn — Wort undeutlich

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HandschriftS. 439 Bl. 217r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 439

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteauch ewers theils Jnnhalt des vertrags abschaffenn, was als dann die Lanndtschafft weytter vfsezt, oder bewilligett, so wir gehort sein werdet ihr wohl befindenn, Dann wir achttenn ohne das, das die zwene thaler, oder der new gemachte vfsatz, der zehenn alb, gemeinem nutz zu nachtteil,

2

nicht pleibenn mögenn, dann es beschwert die Lanndtschafftenn, vnnd thut dem Saltzwercke nicht ein kleine verhinderung, Solches wolttenn wir euch in bestenn nicht verhalten, euch darnach habenn zurichtenn, Datum Cassell Freitags Pg1[?] Medardi anno etc 39 Philips Lz2[?] zu Hessenn sst.

3

Vnnsernn liebenn Getrewenn, den pfenern zu Allenndorff Jnn Sodenn, Dem durchleuchttigenn Hochgebornenn Furstenn vnd Herrenn, Herrn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessenn, Gravenn zu Catzennelnpogen, Vnsernn gnedigenn Herrnn, Durchleuchtiger Hochgebornner Furst vnd Herr, E.

4

F.

5

G. seindt vnnsere gehorsame getrewe diennste, vber die pflicht zuuor, gnediger furst vnnd herr, das Jungst ann vnns gethane schreibenn, des datum stehet Freytags Pg3[?] Medardi, den hanndell E.

6

F.

7

G. zugehapten Rethenn, vnnd sonnderlich den einenn vnvermöglichen Punct, den Saltzverkauff belanngendt, vnd die anndernn alle so vnns, zuwieder dem vfgerichttenn Furstlichenn vertrage, vorgefallenn, vergessenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Pg — Kürzel, wohl post
  2. Lz — Kürzel Landgraf
  3. Pg — Kürzel, wohl post

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HandschriftS. 440 Bl. 217v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 440

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. zugehapten Rethenn, vnnd sonnderlich den einenn vnvermöglichen Punct, den Saltzverkauff belanngendt, vnd die anndernn alle so vnns, zuwieder dem vfgerichttenn Furstlichenn vertrage, vorgefallenn, vergessenn,

2

mit gnedigem bedennckenn, die gebettene Rechtfertigung des einenn artickuls, zwenn Monat lanng vfzuschieben vnnd doch auch der zweyer vffgesazter thaler halbenn die E.

3

F.

4

G.

5

Jres theils fallenn, vnnd wir vnnsers theils auch abzuschaffenn schreibt, Habenn wir vnderthenniglich |: wie wohl mit was hertzenn erkenn Gott :| verstanndenn, vnnd mögenn E.

6

F.

7

G. darauff getreuwer vnderthenniger meinung, wiederumb nicht pergenn, das wir weniger als E.

8

F.

9

G. verhofft diese sachenn, sonnderlich den Punct den Saltz verkauffs, der do ohnn anweisung vnnd richtigung, des vertrags, in sich selber klar, vnnd aus krafft vnser Erbgerechtigkeit, bey den pfennernn zuhabenn ruhet,

10

nebenn den anndernn erkenntnus dorffenn solle, vnd verthun1[?] wie wir vnns in annfanng des vertrags besorget, gnugsamb verwahret, auch gesichert, das wir aber nun allererst |:

11

Gott geclagt :| darumb rechttenn, vnd erkenndtnus vber E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. verthun — Wort undeutlich

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HandschriftS. 441 Bl. 218r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 441

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteGott geclagt :| darumb rechttenn, vnd erkenndtnus vber E.

2

F.

3

G. gnedig zusagenn, Innhalt der erstenn zugesteltenn artickell, vnnd vnnsers verstanndts nach vermeldung des vertrags, zweenn Monat in ruhenn stehenn, aus vrsachenn wie anngezeigt, wißenn wir nach ausweisung des vertrags,

4

darzu ohnn vnnsern groswichtigenn schadenn, darmit die armenn pfenner in dieser theurenn zeit, vnnd in dem Vrke[?]1 beschwertt, nit zuwilligenn, sonndern bittenn in dem, wie im abschiede, vor E.

5

F.

6

G.

7

Rethenn gebettenn, derer vnnd annderer beschwerung so vnns zuwieder dem vertrage vorlauffenn, vnns den tag der verhörung vnnd rechtfertigung, darzu die nieder gesazte E.

8

F.

9

G. geborne annzuzeigenn, damit wir auch die vnnsernn E.

10

F.

11

G anzeigenn mögenn, vff das E.

12

F.

13

G. als dann dieselbigen zu dieser hanndtlung aus furstlicher Obrigkeit semptlich zubescheidenn, vnnd zufordernn habe, Im fall dann E.

14

F.

15

G. gebrechenn zuwieder dem vertrage, vorgefallenn, mögenn wir auch inhalts des vertrags, erkenntnus leidenn, Aber soviel die zweenn auffgesaztenn thaler, so ohnn bewilligung Ritter: vnnd Lanndtschafft vfgesezt, Itzo wiederumb abzusezenn,

16

Wollen sich gemeine pfenner vor verhörung vnnd richtung allerley gebrechenn, sie also vngehorter sache, zuverderbenn, vnnd zubeleidigenn, darvor vnderthenglich gebettenn habenn, auch in dem gnedigs vnnd beßers zu E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Vrke[?] — Wort undeutlich

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HandschriftS. 442 Bl. 218v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 442

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteWollen sich gemeine pfenner vor verhörung vnnd richtung allerley gebrechenn, sie also vngehorter sache, zuverderbenn, vnnd zubeleidigenn, darvor vnderthenglich gebettenn habenn, auch in dem gnedigs vnnd beßers zu E.

2

F.

3

G. selbst vnnd derenn Lanndtschafft nuz in bedennckenn nehmenn, Im fall nicht, vnnd E.

4

F.

5

G. schreibenn in dem stadt habenn solte, werdenn wir Itzo vnnser knechte keinenn bezaltenn, es were dann, das wir zuwieder dem vertrage, vonn vnnser Einnung[?]1, wie wir vonn alters gehapt, abtrettenn, das den Pfennernn keins wegs zuthun, noch leidenn mögenn, So wirdt es E.

6

F.

7

G. hiernachmals nicht großen nuz gebenn, Welches wir mit gannz vnderthenniger getreuer bitt gnediglich in dem zuverstehenn, E.

8

F.

9

G. vnangezeigt nicht mochtenn laßenn, vnnd wollen nachmals vnderthenig gebettenn habenn, E.

10

F.

11

G. wollenn ohne vorgehennde erkentnus, sich des vertrages vnnd des buchstabenns darzu der pfenner bewilligung, auch gelittnenn schadenn, dahin weisenn laßenn, sich Jegenn sie in gnadenn, vnnd dem vertrage gemes erzeigenn.

12

Das seindt wir samptlich vnd sonderlich in aller vnderthenigkeit zuverdienenn willig.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Einnung[?] — Anfangsbuchstabe unklar

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HandschriftS. 443 Bl. 219r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 443

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDas seindt wir samptlich vnd sonderlich in aller vnderthenigkeit zuverdienenn willig.

2

Datum Allenndorff Monntags post Viti Anno etc. 39.

3

Pfenner zu Allenndorff ssl.[?]1 Am heut Mitwochenn post Johannis Baptistæ Anno etc. 45. seindt die Räthe sampt dem außschos gemeiner Pfenner, auff dem Rathause alhier zu Allenndorff bey einander gewesenn, daselbst etliche artickell, so durch den Renndtmeister Johann Bartholmes den beidenn Salzgrevenn anngezeigt wordenn, anngehort, vnnd darauff gerathschlagt, wie nachstehet, Erstlich ist des Renndtmeisters annzeigenn gewesenn, er wolle den meisterknechtenn in Bodenn, vff des Furstenn seittenn verbietenn, das sie hinfurter ihr salz keinem kermer vfschennckenn, oder verborgenn,

4

sondernn allein vor bahr geldt ladenn vnnd verkauffenn sollenn, Mit gesinnenn, das die Salzgrebenn vonn wegenn der pfenner solchs in gleichnus bewilligenn, vnd Iren knechttenn mit verbietenn helffenn woltenn, derer zuversicht, es werde dem furstenn, auch den pfennern ann Irer bezahlung,

5

darzu den Bödernn nicht ein kleines zutragenn, Hierauff eindtlich berathschlagt vnnd geschloßenn, das solch gebott vnnd neuerung den pfennernn keines wegs zu verwilligenn oder nachzugebenn sey, aus viel beweglichenn vhrsachenn, sonnderlich dieweil in der neuenn vfgerichttenn Ordnung nichts darvonn vermeldet.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. ssl.[?] — Unterschriftskürzel

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HandschriftS. 444 Bl. 219v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 444

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedarzu den Bödernn nicht ein kleines zutragenn, Hierauff eindtlich berathschlagt vnnd geschloßenn, das solch gebott vnnd neuerung den pfennernn keines wegs zu verwilligenn oder nachzugebenn sey, aus viel beweglichenn vhrsachenn, sonnderlich dieweil in der neuenn vfgerichttenn Ordnung nichts darvonn vermeldet.

2

Zum anndernn hat der Renndtmeister den Salzgreben anngezeigt, Es wert vonnötenn, das etliche mehr Schezer in Bodenn verordent, vnnd Jeglichenn ein anzahl Bode zuverwalttenn beuohlenn wurdenn, Damit das Salzwerck in ordnung gebracht, vnnd den fuhr: oder Ladeleutenn voll mas, vor vol volgewichte geldt gegebenn, vnnd deshalbenn keine klag gemacht werde, Darauff geschloßenn, Nach dem vf des Furstenn seitten noch bishero kein Salzgrebe, Wartte oder annder Ampt, Innhalt dem vertrage verordtnet, eindtlich bestelt oder bestettiget,

3

so sey auch Gemeinenn Pfennernn, vor dem das solches beschehenn, vnnd der Itzige gebettene verhör tagk gehalttenn, in dem nichts neues zuverwilligenn, oder annzufahenn, Zum drittenn hat der Renndtmeister ann die Salzgrebenn begert, nach dem die pfenner Jerlich zweyhundert guldenn pension,Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 445 Bl. 220r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 445

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteso sey auch Gemeinenn Pfennernn, vor dem das solches beschehenn, vnnd der Itzige gebettene verhör tagk gehalttenn, in dem nichts neues zuverwilligenn, oder annzufahenn, Zum drittenn hat der Renndtmeister ann die Salzgrebenn begert, nach dem die pfenner Jerlich zweyhundert guldenn pension,

2

Je das Quartal Funffzigk guldenn in Gottes ehr zureichenn verschriebenn, vnnd dero Itzo vff Johannis Baptistæ Hundert vertaget, das sie sich vonn wegenn der pfenner dieselbigenn in acht tagen auszurichttenn, vnnd zubezahlenn, wolttenn geschickt machenn.

3

Hierauff den Salzgrebenn beuohlenn, sie sollenn den Renndtmeister bittenn, das er noch ein Monat oder zweenn damit wolle in ruhe stehenn, vnnd gedult habenn, vnnder des woltenn sich die pfenner mit gelde geschickt machenn, vnnd mit der bezahlung gepurlich machenn,

4

vnnd sich recht erzeigenn, Dem Leztenn anntwort schreibenn nach, so gemeine pfenner ann vnnsernn gnedigenn furstenn vnnd herrenn etc. sfgl. bedennckenn gethann, habenn sfgl. diese volgennde schrifft den pfennernn wiederumb zugeschickt, Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Heßenn, Graue zu Cazenelnpogen, etc.Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 446 Bl. 220v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 446

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd sich recht erzeigenn, Dem Leztenn anntwort schreibenn nach, so gemeine pfenner ann vnnsernn gnedigenn furstenn vnnd herrenn etc. sfgl. bedennckenn gethann, habenn sfgl. diese volgennde schrifft den pfennernn wiederumb zugeschickt, Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Heßenn, Graue zu Cazenelnpogen, etc.

2

Liebenn Getreuenn, Euer anntwort schreibenn, des Datum steht Monntags post Viti, habenn wir enndtpfanngenn, vnnd verlesenn, vnnd hettenn vnns deßelbigenn nit versehenn, das was solches geschehenn, sonnderlich mit verziehung der zweyer Monatenn, zu erforschung, wie sich das vffschüttenn des Salzes schickenn wolle, ist euch zum bestenn geschehenn, Dann wir habenn solchs zuerfahrenn, zweenn karrn mit Salz genn Gießenn führenn, vnnd daselbst ausmeßen laßenn, darin sich dann etwas leichtter,

3

dann es sonst pflegt befundenn, Inn zuuersicht, es sollenn die wege mögenn befundenn werdenn, damit diese Irringe soviel leichtter mögenn verrichttet werdenn, derohalbenn wir das eigenntlich, grundtlich, vnnd gewißlich zuerfahrenn,

4

weittere vnnd mehr kundtschafft vffgelegt habenn, Vnnd ist darumb nachmahls vnnser gnedigs begerenn, ihr wollet die berurten zwen Monat, damit wir solches eigenntlich erforschenn mögen zuge warttenn vnnd still zustehenn, vnbeschwert sein.Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 447 Bl. 221r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 447

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteweittere vnnd mehr kundtschafft vffgelegt habenn, Vnnd ist darumb nachmahls vnnser gnedigs begerenn, ihr wollet die berurten zwen Monat, damit wir solches eigenntlich erforschenn mögen zuge warttenn vnnd still zustehenn, vnbeschwert sein.

2

Wo dann nach ausganng der zweyer Monat, wir zu beidenn theiln, zu williger vergleichung nicht kommen mögenn, als dann soll vnns die begerte erkenndtnus der Lanndtschafft, doch zu vnnser beidenn theilenn notturfft, solches puncten halbenn, den kauff vnnd das auffschüttenn des Salz belanngennde, nicht zuwiedder sein, dann Je so gernn als Ihr wolttet die vier thaler erhalttenn, Je so gerne wolttenn wir gemeinem nuze zu gute, das zum wenigstenn die zwene fallenn möchtten, dann wir nach achttung annderer Salzwercke, wo die hin vnnd wiedder in Lanndenn sein,

3

das dis salz zu theur ist, vnnd kann bey dem anndernn Salz nicht wohl gannghafftigk pleibenn, vnnd möcht mann noch mehr fallen laßenn, solt vnns auch nicht zuwieder sein, Darumb wollet es wohl bedennckenn, kompt es zu erkanndtnus, werdenn wir vnnser vnnd gemeiner Lanndtschafft notturfft des puncten halbenn auch nicht vergeßenn,

4

Dann die alte Einnung[?]1 wirdt |: wie wir berichttet :| nicht höher lauffenn, dann vff drey gulden, Wir dannckenn vnnd rechttenn nicht gerne mit vnnsernn vnderthanen, sonnst wurdenn wir den frembdenn die theurte des salzes nicht zu gut haltten.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Einnung[?] — Anfangsbuchstabe unklar

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HandschriftS. 448 Bl. 221v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 448

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDann die alte Einnung[?] wirdt |: wie wir berichttet :| nicht höher lauffenn, dann vff drey gulden, Wir dannckenn vnnd rechttenn nicht gerne mit vnnsernn vnderthanen, sonnst wurdenn wir den frembdenn die theurte des salzes nicht zu gut haltten.

2

Soviel aber anntrifft die ausziehung der Sohlen, Wollenn wir verschaffenn, solche ausziehung ohnn ewernn schadenn vnnd nachteil zugeschehenn.

3

So wir vnns nun des vfschüttenns vnnd verkauffs des Salzes vergleichenn vnnd einigk werdenn, Wollenn wir vnns vmb die anndernn Irrige punctenn |: welche bey vnns nichtt vergeßenn, dann dieselbenn nicht so wichttigk :| leichtlich vergleichenn.

4

Das alles habenn wir euch gnediger guter meinung hinwieder mit wißenn zuuerhalttenn, Vnnd wollenns vnns nachmals mitt gnadenn also gennzlich versehenn.

5

Datum Cassell Mitwochenns post Kiliani Anno etc. 39.

6

Vnnsernn liebenn Getreuenn den pfennernn In vnnsernn Bodenn zu Allenndorff.

7

Heut dinstags post Stephani inuentionis Anno etc. 45. seindt beide Räthe sampt den Salzgrebenn, Wartten, vnnd dem verordenttenn außschos gemeiner pfenner vffm Rathause bey einannder versamblet gewesenn, daselbst nach gelegenenn sachenn vor gut anngesehenn / eintrechtigk geschlossenn, vnnd beuohlenn, das alle pfenner in vnnd ausserhalb dem furstenthumb Hessenn gesessenn, vff schirstkunfftigenn Montags post assumptionis Mariæ Iegenn abenndt alhier einzukommenn, sollenn beschriebenn werdenn, Montags post assumptionis Mariæ Anno 39. seindt etliche vom adell vnnd anndere auslenndische pfenner, souiel derselbenn desmahls annkommenn, sampt beidenn Räthenn, vnnd anndernn pfennernn gemeinlich zu allenderst vff dem Rathause beyenannder versamblet gewesenn, daselbst alle furgefallene beschwerung vnnd handelung, so Ihnenn samptlich Inn Irem Saltzwerck vnnd Erbe vom verschienenn Weynachttenn bis dahero zu wiedder vnnd enndtgegenn dem furstlichenn vffgerichtten vertrage begegnet, Innhalt einer Registratur erholenn vnnd verlesenn lassenn, Damit ein Jeder pfenner dieselben annhörenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 449 Bl. 222r Das Annder Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 449

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteHeut dinstags post Stephani inuentionis Anno etc. 45. seindt beide Räthe sampt den Salzgrebenn, Wartten, vnnd dem verordenttenn außschos gemeiner pfenner vffm Rathause bey einannder versamblet gewesenn, daselbst nach gelegenenn sachenn vor gut anngesehenn / eintrechtigk geschlossenn, vnnd beuohlenn, das alle pfenner in vnnd ausserhalb dem furstenthumb Hessenn gesessenn, vff schirstkunfftigenn Montags post assumptionis Mariæ Iegenn abenndt alhier einzukommenn, sollenn beschriebenn werdenn, Montags post assumptionis Mariæ Anno 39. seindt etliche vom adell vnnd anndere auslenndische pfenner, souiel derselbenn desmahls annkommenn, sampt beidenn Räthenn, vnnd anndernn pfennernn gemeinlich zu allenderst vff dem Rathause beyenannder versamblet gewesenn, daselbst alle furgefallene beschwerung vnnd handelung, so Ihnenn samptlich Inn Irem Saltzwerck vnnd Erbe vom verschienenn Weynachttenn bis dahero zu wiedder vnnd enndtgegenn dem furstlichenn vffgerichtten vertrage begegnet, Innhalt einer Registratur erholenn vnnd verlesenn lassenn, Damit ein Jeder pfenner dieselben annhörenn,

2

vnnd seine wohl gut meinung darzu sagenn, vnd zum bestenn mit anrathenn helffenn möchttenn, Vnd wiewohl allennthalbenn befundenn, das der Landtsfurst wie aus hiebeuor sfgl.1[?] zugeschicktenn Registrirten schrif tenn zuersehenn, etwas weitters dann der vertragk mitpringt, begert vnd furgenommenn, habenn sie doch allesampt nach notturfftiger bewegung allerley sachenn einmutiglich verabscheidet, dahin gerathenn vnd beschlossenn, das sie sfgl. zu vnderthenigem diennst, vnd gnedigem gefallenn, nit aus pflicht,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. sfgl. — Kürzel, wohl S. f. g.

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