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II · 2. Buch · Band 1 · Fortsetzung
Die Entwicklung unter Landgraf Philipp dem Großmütigen
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteAd quartum, quod secundum Varietatem temporum statuta sint mutanda, concedimus, modo ius qsitum non lædatur, ac noua causa et inconsiderata tempore conditæ legis uel statuti emergat, ut inquit Bar. in d.l. ambitiosa.
Quoniam autem hominum frequentia et tempore concessi priuilegij considerari Verisimiliter poterat, neq; talis est, quæ si fuisset tunc considerata, à concedendo principem retraxisset.
Adde quod hominum frequentia impedimento non est, quo minus per dictum collegium tantum Salis coqui et confici possit, ut toti ditioni Hessiacæ sufficiat, modo accedat industria et diligentia presidum Vicos et oppida regentium, s31 ut debito tempore colligatur et in usus necessarios reseruetur.
Quapropter cum huic incommodo facile mederi possit principis et prouincialium industria sub eo prætextu, nemo in suo Jure ledendus est, sed ius suum uni cuiq; conseruandum.
Ita mihi Conrado Scipioni Corbachio inter utriusq; iuris Licentiatos minimo in hac specie de iure respondendum Videtur, saluo cuiuscunq; de iure melius sentientis Judicio C.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
s3 — Kuerzel Schaft-s mit 3-foermigem Haken, aufzuloesen als sed
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteIta mihi Conrado Scipioni Corbachio inter utriusq; iuris Licentiatos minimo in hac specie de iure respondendum Videtur, saluo cuiuscunq; de iure melius sentientis Judicio C.
Scipio Scæuola der Vortreffliche vnnd berümbte Jurisconsultus vnnderweiset vnns in l. quidam referunt §. 1. ibi, ut non ante iuris ratio quam persona quæratur ff.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
C. Scipio — In die Paraphe sind weitere Zuege eingeflochten (etwa sst / scripsit?), nicht sicher aufloesbar
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteScipio Scæuola der Vortreffliche vnnd berümbte Jurisconsultus vnnderweiset vnns in l. quidam referunt §. 1. ibi, ut non ante iuris ratio quam persona quæratur ff.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteScipio Scæuola der Vortreffliche vnnd berümbte Jurisconsultus vnnderweiset vnns in l. quidam referunt §. 1. ibi, ut non ante iuris ratio quam persona quæratur ff.
Das wir am ersten nichtt das recht, vnnd sein Vhrsach, sonnderm1 die Personen, die thätliche Hanndtlung vnnd ware geschicht, der anstehendenn sachenn, vnnd also ipsum factum suchenn, vnnd erfragenn sollenn.
Wann aus denselbigenn geschichttenn das rechtt erwechst vnnd enndtspringt, text. est in L. si ex plagis §. in cliuo, ibi Respondeo in causa (.i.2 in facto ut in terpretatur glossa .) ius esse positum ff. ad leg. aquil. text. in L. obligamur §. ex facto ff. de actionibus et obligat. ibi, in facto Summa quæstionis consistit, text, in L. duobus reis §. si ei qui debitorem, ibi, distinguendum est in facto, s33 ff. de iureiuran: text. in c. penul. extra de Ecclesijs ædificand. ibi,
tibi de iure non possumus deferre priuilegium, cum nulli canonici adhuc ibidem existant, Vnnd wann dann aus kleÿner4 verkerung vnnd annderunge der Geschichte, das ganntze recht wanndelt, vnnd auf ein anndere bahne, vnnd in ein wege gezogenn wirdt,
L. si in emptione §. item si emptor, in fin: ibi, mensura uero non eo proficit, text in L. cum ab eo, ibi, Videamus quid inter ementem et Vendentem actum sit ff. de contrahend. empt.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
sonnderm — Endbuchstabe m/n nicht sicher zu unterscheiden, evtl. sonndern
(.i. — Kuerzel in der Klammer, wohl .i. = id est
s3 — Kuerzel Schaft-s mit 3-foermigem Haken, aufzuloesen als sed
kleÿner — Querstrich durch die Oberlaengen k/l, wohl Zierstrich, keine Tilgung); in ein wege (Minimfolge nach vnnd schwer trennbar, evtl. in einwege / in ein wege
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteL. si in emptione §. item si emptor, in fin: ibi, mensura uero non eo proficit, text in L. cum ab eo, ibi, Videamus quid inter ementem et Vendentem actum sit ff. de contrahend. empt.
Vnnd das mehr zubewegenn, werdenn auch die Hochverstenndigenn vnnd gelarttenn, aus vnuerstanndt der Geschicht, vnnd thatlichenn Hanndtlung offt mahls Irre gefuhrt, tex: est in L. ij ibi facti autem interprætatio C. x.1
Vnnd darumb, damit solches alhier auch nicht verfalle, So habe Ich vor nottwenndig geachttet, diesen hanndell nicht wortlichenn vnnd nach der lennge, sonnderm2 da es nott, vnnd diesem gesuchttem Rathschlage diennstlich, zuerzehlenn,
zimeliche3 fragenn daraus zuziehenn, vnnd darauff souiel mir die rechtte zufallenn, vnnd in dieser hefftiger eÿle vnd vngelegener zeit beschehenn kann, zuantworttenn, wie Ich den Hanndell ann Ihm selbst, vnnd in warheit befinde.
L. cum ita Legatum sit, ibi, Si uerum amamus, ff. de condi: et demonstr. text. est in L. unic. ibi nos qui Veritatem colimus.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
C. x. — Zeichen nach C. nicht sicher, x-artiger Zug, evtl. Ziffer 2 oder 1
sonnderm — Endbuchstabe m/n nicht sicher zu unterscheiden
zimeliche — Wortbild mit u-Bogen, evtl. ziemliche/zimbliche
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteL. cum ita Legatum sit, ibi, Si uerum amamus, ff. de condi: et demonstr. text. est in L. unic. ibi nos qui Veritatem colimus.
CHRISTI Saluatoris benigni auxilium imploro, hoc enim fundamento deficiente, necesse est ædificium in totum corruere, text: in c. cum Paulus 1. q. 1.1 text. in c.
Fürstenthumbs vnnd Lannde zu Hessenn, ist ein Saltzwerck zu Allenndorff in den Sodenn genanndt, gelegenn, desselbigtenn3 Saltzwercks Pfenner, die Gebaurschafft genanndt, habenn vber mennschenn gedennckenn, vnnd gar eine lannge zeit, aus alttenn4 freÿheittenn, herkommen, vnnd gewonheittenn, des ortts vierzigk vnnd zweÿ Saltzbotenn vnnd darin souiel Pfannenn, darinnenn sie pflegenn Saltz zusiedenn, gehapt, vnnd sonnstenn mitt vielenn annderenn gnadenn vnnd rechttenn, vnnd sonderlich mit einem alttenn rechttenn, die Gebaurschafft genanndt, sampt seinem annhannge, welche alt herkommenn, befreÿung, vnnd gerechttigkeit, der Gebaurschafft von den hochlöblichenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Jedoch furbehaltlich ihrem fürstlichenn gnadenn gepurlichs zols, vonn einem fürstenn auff den annderenn, vonn dem Jare, nach Christi vnnsers liebenn Herrenn geburt, Tausendt dreÿ hundert, bis auf Jetzige zeit, vnnd also hochgenanttenn Lanndtgrauenn Philipsenn Jtzt Regierenden fürstenn bestettiget vnnd confirmiret, Nemblich also, das obgedachte gebaurschafft, vnnd Pfenner vorgemelt Ihr erbe vnnd Saltzwerck mit allenn seinenn herkommenn, rechtenn vnnd gewonheitten behalttenn, vnnd die zahl der Saltzbotenn vnnd Pfannen, welche zahl die fürstenn zu Hessenn, auch niemandts annders brechenn, sonnderm darin vierzigk vnnd zweÿ Saltzbotenn, vnnd souiel Pfannenn, nicht mehr noch weniger zu ewigenn gezeitenn bleibenn sollenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
1. q. 1. — q als 9-foermiges Kuerzel geschrieben
Catzennelnpogenn — Minimfolge im Namen nicht sicher zaehlbar; etc. als e-Kuerzel mit Schleife
bigtenn — Fortsetzung von dessel=; Wortbild eher bigtenn als bigenn, also desselbigtenn
alttenn — Endbuchstabe m/n nicht sicher, evtl. alttem
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteFürstenthumbs vnnd Lannde zu Hessenn, ist ein Saltzwerck zu Allenndorff in den Sodenn genanndt, gelegenn, desselbigtenn Saltzwercks Pfenner, die Gebaurschafft genanndt, habenn vber mennschenn gedennckenn, vnnd gar eine lannge zeit, aus alttenn freÿheittenn, herkommen, vnnd gewonheittenn, des ortts1 vierzigk vnnd zweÿ Saltzbotenn vnnd darin souiel Pfannenn, darinnenn sie pflegenn Saltz zusiedenn, gehapt, vnnd sonnstenn mitt vielenn annderenn gnadenn vnnd rechttenn, vnnd sonderlich mit einem alttenn rechttenn, die Gebaurschafft genanndt, sampt seinem annhannge, welche alt herkommenn, befreÿung, vnnd gerechttigkeit, der Gebaurschafft von den hochlöblichenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Jedoch furbehaltlich ihrem fürstlichenn gnadenn gepurlichs zols, vonn einem fürstenn auff den annderenn, vonn dem Jare, nach Christi vnnsers liebenn Herrenn geburt, Tausendt dreÿ hundert, bis auf Jetzige zeit, vnnd also hochgenanttenn Lanndtgrauenn Philipsenn Jtzt Regierenden fürstenn bestettiget vnnd confirmiret, Nemblich also, das obgedachte gebaurschafft, vnnd Pfenner vorgemelt Ihr erbe vnnd Saltzwerck mit allenn seinenn herkommenn, rechtenn vnnd gewonheitten behalttenn, vnnd die zahl der Saltzbotenn vnnd Pfannen, welche zahl die fürstenn zu Hessenn, auch niemandts annders brechenn, sonnderm2 darin vierzigk vnnd zweÿ Saltzbotenn, vnnd souiel Pfannenn, nicht mehr noch weniger zu ewigenn gezeitenn bleibenn sollenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
des ortts — Wortbild mit Zierstrich durch tt; Lesung ortts (des Orts), evtl. artt/achtt
sonnderm — Endbuchstabe m/n nicht sicher zu unterscheiden
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteFürstenthumbs vnnd Lannde zu Hessenn, ist ein Saltzwerck zu Allenndorff in den Sodenn genanndt, gelegenn, desselbigtenn Saltzwercks Pfenner, die Gebaurschafft genanndt, habenn vber mennschenn gedennckenn, vnnd gar eine lannge zeit, aus alttenn freÿheittenn, herkommen, vnnd gewonheittenn, des ortts vierzigk vnnd zweÿ1 Saltzbotenn vnnd darin souiel Pfannenn, darinnenn sie pflegenn Saltz zusiedenn, gehapt, vnnd sonnstenn mitt vielenn annderenn gnadenn vnnd rechttenn, vnnd sonderlich mit einem alttenn rechttenn, die Gebaurschafft genanndt, sampt seinem annhannge, welche alt herkommenn, befreÿung, vnnd gerechttigkeit, der Gebaurschafft von den hochlöblichenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Jedoch furbehaltlich ihrem fürstlichenn gnadenn gepurlichs zols, vonn einem fürstenn auff den annderenn, vonn dem Jare, nach Christi vnnsers liebenn Herrenn geburt, Tausendt dreÿ hundert, bis auf Jetzige zeit, vnnd also hochgenanttenn Lanndtgrauenn Philipsenn Jtzt Regierenden fürstenn bestettiget vnnd confirmiret, Nemblich also, das obgedachte gebaurschafft, vnnd Pfenner vorgemelt Ihr erbe vnnd Saltzwerck mit allenn seinenn herkommenn, rechtenn vnnd gewonheitten behalttenn, vnnd die zahl der Saltzbotenn vnnd Pfannen, welche zahl die fürstenn zu Hessenn, auch niemandts annders brechenn, sonnderm darin vierzigk vnnd zweÿ Saltzbotenn, vnnd souiel Pfannenn, nicht mehr noch weniger zu ewigenn gezeitenn bleibenn sollenn,
Das auch die furstenn zu Hessenn selbst, aber durch anndere die gedachtenn pfenner, mit annderm Saltzbotenn, Inn oder außwenndigk2 Ihrenn Bodenn, auf eine meÿl weges, vonn denselbenn Bodenn zurechnenn3, in keine weise vberbauwenn sollenn oder wollenn, Sonndernn es ist auch den pfennernn vber dieses vonn Herrenn zu Herrenn bestettigt, ihr alttes recht, das sie heissenn die Gebaurschafft, mit allem deme, das vor altters hero darann hannget: also das niemanndts soll oder magk, ann dem genanndtenn Saltzwergk vnnd Pfannenn theil habenn, dieselbenn besitzenn, oder Saltz siedenn lassenn,
er seÿ dann auß der gebaurschafft geborenn, Vnnd solche freÿheit, alt herkommenn, vnnd gerechtigkeit, erscheint vernemblich, souiel mann sich auß den alttenn brieffenn berichtenn kann, darauß, das etwa im dreÿzehennhunderten Jare, zwischenn dem Durchlauchttenn Hochgebornnenn Furstenn vnnd herrn, Herrnn Heinrichenn, Lanndtgrauenn zu Hessenn, hochloblicher gedechtnus,
vnnd den pfennernn des benanten Saltzwercks, Irrung vnnd gebrechenn sich zugetragenn, darumb das hochbenannter Lanndtgraue, mehr pfannenn vf das Saltzwerck zum Bodenn, hat setzenn wollenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
zweÿ — Anfangswort der Seite; nach Vergroesserung als zweÿ gelesen, Satz beginnt mitten im Text der Vorseite
außwenndigk — Endung mit Zierstrich, -igk oder -ig moeglich
zurechnenn — Lesung nach Vergroesserung; Anfangsbuchstabe z mit u-Bogen
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd den pfennernn des benanten Saltzwercks, Irrung vnnd gebrechenn sich zugetragenn, darumb das hochbenannter Lanndtgraue, mehr pfannenn vf das Saltzwerck zum Bodenn, hat setzenn wollenn,
des sich die pfenner beschweret befundenn, vnnd diesen gebrechenn enndtlich durch einenn vertragk, welchen der Lanndtgraue bewilligt, anngenommenn, vor sich, sfgl.1
mitt mehrerm Innhaltt. darkegenn auch die pfenner durch denselben vertragk, der am tage Walpurgis, des benanttenn dreÿzehenhunderttenn Jars datiret verpflicht wordenn, hochbenanttenn Lanndtgrauenn, vnnd sfgl.
Hieruber hatt auch Lanndtgraue Heinrich der ander, sich durch einenn offnenn vnnd versiegletenn brieff, des datum ist Sonnabenndt, nach der Auffart Christi, im dreÿzehenn hundertstenn vnnd zweÿ vnnd zwanntzigstenn Jare, gegenn der gebaurschafft verpflichttet,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
sfgl. — Abkuerzung (wohl seiner fuerstlichen gnaden/gnaden liebden), auch Zeile 7 Ende und Zeile 15; Buchstabenfolge sfgl nach Vergroesserung
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHieruber hatt auch Lanndtgraue Heinrich der ander, sich durch einenn offnenn vnnd versiegletenn brieff, des datum ist Sonnabenndt, nach der Auffart Christi, im dreÿzehenn hundertstenn vnnd zweÿ vnnd zwanntzigstenn Jare, gegenn der gebaurschafft verpflichttet,
das die Pfannenn zum Bodenn, wie sie zum selbigenn mahle befundenn, ewiglich bleibenn solttenn, wie dann die lenge vnnd breitte, auch die höhe darzumahl aus beuelch hochermeltes Lanndtgrauenn, vnnd in beÿsein sfgl.
Stadtlichenn Rathe, darzu geordenet, abgemessenn, vnd die maß vf obanngezeigtenn beuelch, in beide kirchenn zu Allenndorff, zum Heiligenn Creutz1, vnnd zu S.
Dergleichenn seindt solche obanngezeigte freÿheitenn vnd gerechttigkeittenn, alle durch den Hochgebornnenn Lanndtgrauenn Wilhelmen den mittlernn, des Itzigkhochberumbtenn Regierenden Lanndtgrauenn zu Hessen vetternn, als sfgl. die Regirung des Lanndes albereits anngenommenn, denn Pfennernn vertrags vnnd Contracts weise verschriebenn, wie dieselbige verschreibung, so Freÿtags post Dionÿsij, nach Christi geburt, dem2 vierzehenn hundertenn vnnd siebenn vnnd achzigsten datiret, nach der lennge klar vnnd herlich thut besagenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDergleichenn seindt solche obanngezeigte freÿheitenn vnd gerechttigkeittenn, alle durch den Hochgebornnenn Lanndtgrauenn Wilhelmen den mittlernn, des Itzigkhochberumbtenn Regierenden Lanndtgrauenn zu Hessen vetternn, als sfgl. die Regirung des Lanndes albereits anngenommenn, denn Pfennernn vertrags vnnd Contracts weise verschriebenn, wie dieselbige verschreibung, so Freÿtags post Dionÿsij, nach Christi geburt, dem vierzehenn hundertenn vnnd siebenn vnnd achzigsten datiret, nach der lennge klar vnnd herlich thut besagenn1,
Dargegenn dann die pfenner Innhalts derselbigenn verschreibung, sich verpflichttet, einem Lanndtgrauen zu Hessenn, auff ewigkeit alle Jar vber obanngezeigte Saltz dinse2, auf dem Sonntage Lætare, zweÿhundert guldenn zugebenn,
Welche zweÿhundert guldenn die Pfenner auch gebenn solttenn, nach anntzahl der Wustung, ob gleich das Saltzwerck genntzlich oder zum theil durch vhede4 oder Branndt verwustet oder zerstöret wurde.
Vnnd daruber habenn auch die pfenner, krafft solches vertrages, hochbenanttem Lanndtgrauenn Wilhelmenn dem mitlernn, funff thausenndt guldenn Reinischer wehrung gebenn mussenn, die sie dann auch bezahlt, wie sfgl. solches in einem anndernn brieffe,
des Datum ist Sonnabenndt nach Cathrinen, im Neun vnnd achzigstenn Jare, der weniger zahle, gestehet, die Pfenner deshalbenn quittiret, auch deutlich anzeigt, wohin vnnd zu was ablösung etlicher versatztenn Schlos vnnd ampter solche funfftausendt guldenn gebraucht.
Unsichere Lesungen
besagenn — Wortende verschliffen, Schriftbild eher besagl mit Schlussschleife
dinse — Saltz dinse: wohl fuer Zinse, Anfangsbuchstabe eher d als z
Wust= — Worttrennung Wust=ung; auch Rust= (Rustung) lesbar
vhede — wohl Fhede (Fehde); Anfangsbuchstabe v/f unsicher
Es thut auch sfgl. in derselbenn leztenn verschreibung, so zweÿ Jar nach anngenommener Regirung datiret, den vorigenn vertragk, gegebene priuilegien vnnd bestetigung derselbigenn wiederumb2 vernewrenn1, also das die Pfenner,
Vber dis alles seindt den Pfennernn solche oberwehnte, auch anndere befreÿung vnnd gerechttigkeit, nach tödtlichem abganng Lanndtgrauenn Wilhelms Itztgedacht, durch den Lanndthoffmeisternn vnnd anndere Regenten, des Furstennthumbs zu Hessenn, ann stadt Hochberumtes Lanndtgrauenn Philipsenn Itzt Regirenden Furstenn, vor sfgl. auch derselbigenn Erbenn, vnnd alle nachkommenn am Regiment, bestettigt, Also das die Pfenner vnd Ihre Erbenn, beÿ aller gnade, gewonheit vnnd gerechtigkeit,
in aller maß wie die brieffe vom Hochgedachtenn Lanndtgrauenn Wilhelmenn dem mitlernn daruber gegeben, vermugenn, bleibenn, auch darbeÿ geschuzt vnnd gehanndthabt werdenn sollenn, Vber des alles vngeachttet, Vnderstehet sich Hochberumbter Lanndtgraf Philips Itzo regirennder furst,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitein aller maß wie die brieffe vom Hochgedachtenn Lanndtgrauenn Wilhelmenn dem mitlernn daruber gegeben, vermugenn, bleibenn, auch darbeÿ geschuzt vnnd gehanndthabt werdenn sollenn, Vber des alles vngeachttet, Vnderstehet sich Hochberumbter Lanndtgraf Philips Itzo regirennder furst,
obanngezeigter befreÿung vnnd erlanngtenn gerechttigkeit der Pfenner zu abbruch noch mehr Pfannenn zubauwenn, vnnd also die zahl der pfannenn, vber alt hergebrachtenn brauch, gewonheit, vnnd erlanngtte gerechtigkeit zuerhöhenn, vnnd vermeint S.
Gl. des vernemblich aus nachvolgenndenn vhrsachen befugt zusein, Erstlich, das sfgl. glaublich vorkomme, wie das ann allen ortternn sfgl. furstennthumbs Saltz gebrech,
das auch vngewönlicher vnnd vnbillicher aufschlag vf das Saltz gemacht werde, also das beÿ armenn vnnd Reichenn Im furstennthumb Hessenn dieser zeit manngell am Saltz seÿe.
Lannde zu Allenndorff in den Bodenn reiche Saltz adern gegebenn, welche vielmehr Pfannenn, dann Itzo da sein, ertragenn mochttenn, So vermeint sfgl. vonn wegl:2 des gemeinenn nuzenn, der dadurch zuschaffenn sein solle, macht zuhabenn, mehr Pfannenn nebenn die anndernn zubauwenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
S. F. Gl. — Abkuerzung am Zeilenende, auch S. F. Ghl. lesbar (Seiner Fuerstlichen Gnaden)
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteLannde zu Allenndorff in den Bodenn reiche Saltz adern gegebenn, welche vielmehr Pfannenn, dann Itzo da sein, ertragenn mochttenn, So vermeint sfgl. vonn wegl: des gemeinenn nuzenn, der dadurch zuschaffenn sein solle, macht zuhabenn, mehr Pfannenn nebenn die anndernn zubauwenn,
damit desto mehr Saltzes erzeugt, vnd sfgl. vnderthanenn desto stadtlicher mit Saltz versehen werdenn mugenn, vnnd das solcher gemeiner nuze durch der Pfenner habennde verschreibung nicht könne oder magk verhindert werdenn, Zum anndernn, Ob gleich die Pfenner vom sfgl.
Herrnn vatternn brieff bekommenn, darinnenn Ihn Ihre vermeintte gerechttigkeit bestettiget wordenn sein soltte, So wehrenn doch solche brieue in desselbigl1 hochbenannttes Lanndtgrauenn Jungenn vnmundigl2 Jarenn außbracht, vnnd der wegenn vnbundigk3, Zum drittenn, So wehrenn dieselbigenn brieffe, allein bestettigungs brieffe, welche kein newe gerechtigkeit gebenn,
sonndernn allein die altte Gerechttigkeit erhalttenn möchttenn, Vnnd darumb wann auch gleich solche brieue vnnd verschreibunge bestenndigk werenn, So konnttenn sie doch den Pfennernn nichts mehr gebenn, dann was altte vorgehennde verschreibung darauf sich diese bestettigungs brieue ziehenn, vermögl:4
Lannde gesessenn, vnnd in der eile erlanngt werdenn mochttenn, einenn vorbescheidt gethann, nemblich auf den Sonntagk, den achtenn tagk post trium Regum, dieses lauffennden Jars mit voller gewalt der abwesenndenn, zu Cassell einzukommenn, ihre priuilegia vnnd brieffliche vhrkundenn vorzulegenn, vnnd hanndtlung zugewarttenn, Dieweil aber vnmuglich gewesenn, gemeine Pfenner so in die Gebaurschafft geerbet vnnd geborenn,
Habenn die Pfenner zum theil etliche zu ihrem mittell zu hochberumbtenn Lanndtgrauenn abgeferttiget, vmb erstreckung des tags zubittenn, vnnd vermagk die Instruction, dennselbigenn geschicktenn gegebenn, keinenn weitternn beuelch.
Als nun die Geschicktenn zu Cassell, vor furstlicher gnadenn erschienenn, vnnd Ire werbung verbracht, hatt sich sfgl. vnder viel anndernn, dreÿerleÿ vernehmenn lassenn, Erstlich das sfgl. das Saltz, so in sfgl.
Pfannenn gemacht wurde, außerhalb Lanndes, als am den Rhein vor Mein, vnnd in das Niederlanndt, vor andere fremande[?] woltte verfurenn, vnnd im Furstennthumb außerhalb vorfallennder nott nicht verkeuffenn[?] lassenn / Zum anndernn woltte ffgl. mit dem baw vortfarenn / Vnnd ob sich die pfenner liessenn dunckenn, das solchs ffgl. nicht gepurte, auch wieder Jeder pfenner priuilegia vnnd gerechttigkeit sein soltte, So hatt sich ffgl. auff Ritterschafft, Lanndtschafft, vnnd Stedte, des Furstennthumbs Hessenn zu recht erbottenn, Darauf habenn sich die Geschicktenn vernehmenn lassenn, wo sich gemeine pfenner in gutlicher hanndtlung mit ffgl. nicht vergleichenn möchttenn, so wurden benamtte pfenner ffgl. rechtlich darbietenn auf die Landtstennde des Furstenthumbs zu Hessenn, annehmenn / vnnd nicht abschlagenn, Daraus die gemeine pfenner eine besorge gefast, das ffgl. in forderer hanndlung vielleicht darauff dringenn werdenn, das die Gebawr[?]schafft, diesem der geschicktenn erbietenn nach, in der Lanndtschafft rechtliche enndtscheidung compromittiret vnnd gewilliget habenn Es gebenn auch die benenttenn Pfenner auf Hochgedachtes Lanndtgrauenn bedennckenn, dadurch ffgl. dieses vernehmens befugt sein will, diesem bericht, Obgleich dieses Jar ann Saltz einicherleÿ manngell vorgefallenn wer, das sie doch Jres verhoffenns, dadurch Jrer Priuilegien vnnd gerechttigkeitenn nicht verlustigt wurdenn, nach deme sich solches aus vervhrsachtes[?] gewitters, vnnd reuhenn[?] wintters aus Gottes willenn, vnnd ohnn Jhr schuldt zugetragenn, dafur sie auch nicht konnenn[?], zuweilenn auch nicht, solch weich gewitter, wurde auf anndernn Saltzwerckenn gleich als wohl als des ortts, hinderung gethann haben / Weil sie auch nun dreÿ hundert vnnd dreÿzehenn Jar beÿ Jhrenn Priuilegijs gelassenn, vnnd im Furstenthumb Hessenn, in solcher lannger zeit, vmb Saltz kein klage gewesenn, verhofftenn sich auch hinfuro darob zusein / damit Jres gnedigenn furstenn vnnd herrenn vnderthanen, mit Saltz notturfftiglich versorget wurdenn vnnd solchs konntte durch andere wege, sonnderlich wo sie sich auch selbst nicht seumbtenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vhrkun= — Worttrennung vhrkun=denn (Urkunden); Buchstabenfolge am Zeilenende verschliffen); als am (auch als ann lesbar (vor 'den Rhein' Zeile 22)); vor Mein (wohl Main; erstes Wort auch vnd lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePfannenn gemacht wurde, außerhalb Lanndes, als am den Rhein vor Mein, vnnd in das Niederlanndt, vor andere fremande[?]1 woltte verfurenn, vnnd im Furstennthumb außerhalb vorfallennder nott nicht verkeuffenn[?]2 lassenn / Zum anndernn woltte ffgl. mit dem baw vortfarenn / Vnnd ob sich die pfenner liessenn dunckenn, das solchs ffgl. nicht gepurte, auch wieder Jeder pfenner priuilegia vnnd gerechttigkeit sein soltte, So hatt sich ffgl. auff Ritterschafft, Lanndtschafft, vnnd Stedte, des Furstennthumbs Hessenn zu recht erbottenn, Darauf habenn sich die Geschicktenn vernehmenn lassenn, wo sich gemeine pfenner in gutlicher hanndtlung mit ffgl. nicht vergleichenn möchttenn, so wurden benamtte pfenner ffgl. rechtlich darbietenn auf die Landtstennde des Furstenthumbs zu Hessenn, annehmenn / vnnd nicht abschlagenn, Daraus die gemeine pfenner eine besorge gefast, das ffgl. in forderer hanndlung vielleicht darauff dringenn werdenn, das die Gebawr[?]schafft, diesem der geschicktenn erbietenn nach, in der Lanndtschafft rechtliche enndtscheidung compromittiret vnnd gewilliget habenn Es gebenn auch die benenttenn Pfenner auf Hochgedachtes Lanndtgrauenn bedennckenn, dadurch ffgl. dieses vernehmens befugt sein will, diesem bericht, Obgleich dieses Jar ann Saltz einicherleÿ manngell vorgefallenn wer, das sie doch Jres verhoffenns, dadurch Jrer Priuilegien vnnd gerechttigkeitenn nicht verlustigt wurdenn, nach deme sich solches aus vervhrsachtes[?] gewitters, vnnd reuhenn[?] wintters aus Gottes willenn, vnnd ohnn Jhr schuldt zugetragenn, dafur sie auch nicht konnenn[?], zuweilenn auch nicht, solch weich gewitter, wurde auf anndernn Saltzwerckenn gleich als wohl als des ortts, hinderung gethann haben / Weil sie auch nun dreÿ hundert vnnd dreÿzehenn Jar beÿ Jhrenn Priuilegijs gelassenn, vnnd im Furstenthumb Hessenn, in solcher lannger zeit, vmb Saltz kein klage gewesenn, verhofftenn sich auch hinfuro darob zusein / damit Jres gnedigenn furstenn vnnd herrenn vnderthanen, mit Saltz notturfftiglich versorget wurdenn vnnd solchs konntte durch andere wege, sonnderlich wo sie sich auch selbst nicht seumbtenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
fremande[?] — Erstes Wort der Seite (Satz beginnt auf Vorseite); Lesung des Wortanfangs unsicher, auch 'Iemande' denkbar
verkeuffenn[?] — k unsicher, koennte auch 'verbeuffen' gelesen werden; Sinn spricht fuer verkeuffenn
Gebawr[?]= — Anfangsbuchstabe der Trennfuge Gebawr=schafft unsicher, G oder S
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePfannenn gemacht wurde, außerhalb Lanndes, als am den Rhein vor Mein, vnnd in das Niederlanndt, vor andere fremande[?] woltte verfurenn, vnnd im Furstennthumb außerhalb vorfallennder nott nicht verkeuffenn[?] lassenn / Zum anndernn woltte ffgl. mit dem baw vortfarenn / Vnnd ob sich die pfenner liessenn dunckenn, das solchs ffgl. nicht gepurte, auch wieder Jeder pfenner priuilegia vnnd gerechttigkeit sein soltte, So hatt sich ffgl. auff Ritterschafft, Lanndtschafft, vnnd Stedte, des Furstennthumbs Hessenn zu recht erbottenn, Darauf habenn sich die Geschicktenn vernehmenn lassenn, wo sich gemeine pfenner in gutlicher hanndtlung mit ffgl. nicht vergleichenn möchttenn, so wurden benamtte pfenner ffgl. rechtlich darbietenn auf die Landtstennde des Furstenthumbs zu Hessenn, annehmenn / vnnd nicht abschlagenn, Daraus die gemeine pfenner eine besorge gefast, das ffgl. in forderer hanndlung vielleicht darauff dringenn werdenn, das die Gebawr[?]schafft, diesem der geschicktenn erbietenn nach, in der Lanndtschafft rechtliche enndtscheidung compromittiret vnnd gewilliget habenn Es gebenn auch die benenttenn Pfenner auf Hochgedachtes Lanndtgrauenn bedennckenn, dadurch ffgl. dieses vernehmens befugt sein will, diesem bericht, Obgleich dieses Jar ann Saltz einicherleÿ manngell vorgefallenn wer, das sie doch Jres verhoffenns, dadurch Jrer Priuilegien vnnd gerechttigkeitenn nicht verlustigt wurdenn, nach deme sich solches aus vervhrsachtes[?]1 gewitters, vnnd reuhenn[?]2 wintters aus Gottes willenn, vnnd ohnn Jhr schuldt zugetragenn, dafur sie auch nicht konnenn[?]3, zuweilenn auch nicht, solch weich gewitter, wurde auf anndernn Saltzwerckenn gleich als wohl als des ortts, hinderung gethann haben / Weil sie auch nun dreÿ hundert vnnd dreÿzehenn Jar beÿ Jhrenn Priuilegijs gelassenn, vnnd im Furstenthumb Hessenn, in solcher lannger zeit, vmb Saltz kein klage gewesenn, verhofftenn sich auch hinfuro darob zusein / damit Jres gnedigenn furstenn vnnd herrenn vnderthanen, mit Saltz notturfftiglich versorget wurdenn vnnd solchs konntte durch andere wege, sonnderlich wo sie sich auch selbst nicht seumbtenn,
vnnd solch Saltz zu bequemer zeitt abfuerenn vnnd holenn liessenn / ohnne zerruttung der pfenner Priuilegien, freÿheitenn, vnnd gerechttigkeittenn, geschehenn, So woltenn sie auch zu Gott hoffenn, es soltte nicht balde annderweit ein solcher weicher wintter einfallenn, deme sie doch souiel menschlichenn vleis möglichenn, hinfurtt auch vortrachttenn[?] wolttenn / Zum anndernn wustenn sie sich keiner auffsätze, die sie auffs Saltz gemacht, zuerinnernn, sonndernn gebenn das Saltz im alttenn kauffe, ob aber die Lader oder fuhrer, oder anndere arbeiter hinder Jrem willenn die leute vbersetztenn, das were Jnen selbst enndtgegen / wolttenn auch das solchenn vorkommenn werde, an Jrem muglichenn vleis nichts erwindenn lassenn / Zum drittenn, werenn Lanndtgraff Wilhelms des mitlernn priuilegia, vertrege vnnd annders zu der zeitt auffgerichttet, als ffgl. albereits die Regirung des Lanndes anngenommenn, auch zum theil zweÿ Jar darnach, daraus ihres verhoffenns notlich[?] volgte. das ffgl. zu derselbigenn zeitt mundig gewesenn were / Zum vierdtenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vervhrsachtes[?] — Lesung des Wortinneren unsicher (verursachtes)
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd solch Saltz zu bequemer zeitt abfuerenn vnnd holenn liessenn / ohnne zerruttung der pfenner Priuilegien, freÿheitenn, vnnd gerechttigkeittenn, geschehenn, So woltenn sie auch zu Gott hoffenn, es soltte nicht balde annderweit ein solcher weicher wintter einfallenn, deme sie doch souiel menschlichenn vleis möglichenn, hinfurtt auch vortrachttenn[?]1 wolttenn / Zum anndernn wustenn sie sich keiner auffsätze, die sie auffs Saltz gemacht, zuerinnernn, sonndernn gebenn das Saltz im alttenn kauffe, ob aber die Lader oder fuhrer, oder anndere arbeiter hinder Jrem willenn die leute vbersetztenn, das were Jnen selbst enndtgegen / wolttenn auch das solchenn vorkommenn werde, an Jrem muglichenn vleis nichts erwindenn lassenn / Zum drittenn, werenn Lanndtgraff Wilhelms des mitlernn priuilegia, vertrege vnnd annders zu der zeitt auffgerichttet, als ffgl. albereits die Regirung des Lanndes anngenommenn, auch zum theil zweÿ Jar darnach, daraus ihres verhoffenns notlich[?]2 volgte. das ffgl. zu derselbigenn zeitt mundig gewesenn were / Zum vierdtenn,
wurde aus denselbenn verschreibungen durch hochgedachttenn Lanndtgrauen Wilhelmenn den mitlernn, den Pfennernn gegebenn, vermerckt / das sich die pfenner zu einer schwerenn Jerlichenn Summa geldts, den Lanndtgrauenn zu Hessenn, auff ewigkeit zureichenn, hettenn verpflichttenn, auch darnebenn funff tausenndt guldenn barther[?] vberzehlenn mustenn, Derwegenn stundenn sie in hofnunge, das solcher hanndell mehr ein rechtter, redtlicher, aufrichttiger Contract, dann ein schlecht priuilegium, aber ein blos confirmation voriger Priuilegien gewesenn were, vnnd das derwegenn Furstliche durchleuchttigkeitt zu Hessenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vortrachttenn[?] — Lesung unsicher, auch 'vertrachttenn' moeglich
notlich[?] — auch 'nötlich' oder 'nothlich' lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen Seitewurde aus denselbenn verschreibungen durch hochgedachttenn Lanndtgrauen Wilhelmenn den mitlernn, den Pfennernn gegebenn, vermerckt / das sich die pfenner zu einer schwerenn Jerlichenn Summa geldts, den Lanndtgrauenn zu Hessenn, auff ewigkeit zureichenn, hettenn verpflichttenn, auch darnebenn funff tausenndt guldenn barther[?]1 vberzehlenn mustenn, Derwegenn stundenn sie in hofnunge, das solcher hanndell mehr ein rechtter, redtlicher, aufrichttiger Contract, dann ein schlecht priuilegium, aber ein blos confirmation voriger Priuilegien gewesenn were, vnnd das derwegenn Furstliche durchleuchttigkeitt zu Hessenn,
aus vorgewanttenn vhrsachenn alleine, zu rechtte nichtt vhrsach hetten, Gemeine Pfenner am Jrenn Priuilegien vnd gerechttigkeittenn zuhindernn, oder aber auch sie derselbigenn zuenndtsetzenn / Nach dem auch zu der Erbschafft vnnd gebaurschafft obgemelt,
viel leute vom Adell vnnd sonnstenn gehörenn, welche zum theil ausserhalb des Lanndes zu Hessenn, in den anstossendenn Lanndenn wohnenn, Vnnd aber hochgedachtter Lanndtgraff Philips zu solchem hanndell, Jnhaltts[?]2 des tagzettels, allenn die einlendischenn, vnnd so in ffgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteviel leute vom Adell vnnd sonnstenn gehörenn, welche zum theil ausserhalb des Lanndes zu Hessenn, in den anstossendenn Lanndenn wohnenn, Vnnd aber hochgedachtter Lanndtgraff Philips zu solchem hanndell, Jnhaltts[?] des tagzettels, allenn die einlendischenn, vnnd so in ffgl.
Lanndenn gesessenn, thut fordernn, vnnd ffgl. vielleicht hiedurch in vorhabenn sein soltte, die pfenner / nemblichenn die außlenndischenn vonn den einlenndischenn zutrennenn, verhofftenn die pfenner, das sie in solche trennung zu rechtt zuwilligenn nit schuldige,
sonndernn dieweil die außlenndischenn so wohl als die einlenndischenn Jnn die Erbschafft vnnd gebaurschafft gebornn, darein geheÿrathet, oder damit befellet, das sie sich auch zugleich vnnd ohnn alle zertrennung aller Priuilegien, freÿheitenn, vnnd gerechtigkeitenn zugebrauchenn, vnnd zuerfreuenn habenn sollenn / Fragenn.
Erstlich, ob hochgedachttenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, vonn rechts wegenn zugelassenn vnnd geburlichenn seÿ / Bode vnnd Saltzpfannenn, beÿ dem Saltzbrunnenn vnnd Adernn, so der gebaurschafft vnnd Pfennernn zustenndigk, bauenn zulassenn, vnnd des Saltz brunnens zugebrauchenn, vngeachttet der alttenn hergebrachttenn ruiglichenn[?] besitzung, erbschafft / gewonheit, gnadenn, freÿheitenn, gerechtigkeiten / der pfenner, auch der aufgerichttenn bewilligttenn vnnd anngenommenenn vertrege, oder aber, ob gemeine pfenner, solch ffgl. vornehmenn, durch benamtte Jre habennde priuilegia, vertrege vnnd anndere gerechttigkeit, in rechtt bestenndige, ablehnen mugl.[?] Zum anndernn, Ob befundenn wurde, das es gemeinem nutze diennstlich,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
allennthalbenne[?] — Zahl der Doppelkonsonanten in 'allenthalben' nicht sicher aufloesbar
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteErstlich, ob hochgedachttenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, vonn rechts wegenn zugelassenn vnnd geburlichenn seÿ / Bode vnnd Saltzpfannenn, beÿ dem Saltzbrunnenn vnnd Adernn, so der gebaurschafft vnnd Pfennernn zustenndigk, bauenn zulassenn, vnnd des Saltz brunnens zugebrauchenn, vngeachttet der alttenn hergebrachttenn ruiglichenn[?]1 besitzung, erbschafft / gewonheit, gnadenn, freÿheitenn, gerechtigkeiten / der pfenner, auch der aufgerichttenn bewilligttenn vnnd anngenommenenn vertrege, oder aber, ob gemeine pfenner, solch ffgl. vornehmenn, durch benamtte Jre habennde priuilegia, vertrege vnnd anndere gerechttigkeit, in rechtt bestenndige, ablehnen mugl.[?]2 Zum anndernn, Ob befundenn wurde, das es gemeinem nutze diennstlich,
vnnd die pfenner nachzugebenn schuldigk, das mehr pfannenn gesatzt wurdenn, Ob nicht solches crafft der vertrege vnnd gerechtigkeit der gemeinenn gebaurschafft vnnd erbenn des Saltzwercks mit mehrernn rechttenn, dann hochgedachtem Furstenn, oder Jemanndts anders geburte / Zum drittenn, ob darumb, das die geschicktenn der gemeinenn pfenner |:so allein beuelch gehabt,
vmb erstreckung des Termins zubittenn:| sich haben vernehmenn lassenn, das gemeine Pfenner der Lanndtschafft rechtlich erkanndtnus, nit werden abschlagenn, sonndernn annehmenn, es darfur ge achttet muge werdenn, das dadurch gemeine gebaurschafft, Jnn die Lanndtstännde als Richttere, gewilligt vnnd compromittiret hette ?↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
ruiglichenn[?] — ruhiglichen/ruwiglichen - Wortinneres nicht sicher lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevmb erstreckung des Termins zubittenn:| sich haben vernehmenn lassenn, das gemeine Pfenner der Lanndtschafft rechtlich erkanndtnus, nit werden abschlagenn, sonndernn annehmenn, es darfur ge achttet muge werdenn, das dadurch gemeine gebaurschafft, Jnn die Lanndtstännde als Richttere, gewilligt vnnd compromittiret hette ?
Zum vierdtenn, Ob die pfenner so im Lanndt zu Hessen wonhafftigk, schuldigk, sich in diesem hanndell vonn denn anndernn außlenndischenn Pfennern, die ebenn gleich mit Jhnenn berechttigt, zutrennen Zulassenn, oder was darumb allennthalbenn recht seÿe ?
Zum funfftenn, Ob hochberumbter Lanndtgraff sich erböte, den Pfennern Jhr gegebenn geldt wieder zugebenn, ob sie das annzunehmenn, vnnd vonn Jrer gerechttigkeit abzutrettenn schuldige ?
Zum sechstenn vnnd Letzlich, Ob den gemeinenn Pfennern zutreglicher, rechttliche oder söhnliche[?]1 örterung, diesem gebrechenn, mit hochberumbtem Landtgrauenn, als Jrem gnedigenn Herrenn vnnd Lanndtsfurstenn zugewarttenn ?
Was die Erste frage annlanngt, Dieweil darauffen[?]2 der Heuptgrundt dieser sachenn fast ruhet, will noth sein, beider theil gerechttigkeit, behelff vnd freÿheitenn gegenn einannder zusetzenn, vnnd mit vleis zubewegenn, dann dadurch kann mann mit Göttlicher hulffe deste gewisser zu enndtlichem schlus kommen / vnnd lesset sich der hanndell prima consideratione annsehenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
söhnliche[?] — auch 'sohnliche'/'sohmliche' lesbar (guetliche Eroerterung)
darauffen[?] — Wortende unklar, evtl. 'darauff en' oder 'darauff nu'
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWas die Erste frage annlanngt, Dieweil darauffen[?] der Heuptgrundt dieser sachenn fast ruhet, will noth sein, beider theil gerechttigkeit, behelff vnd freÿheitenn gegenn einannder zusetzenn, vnnd mit vleis zubewegenn, dann dadurch kann mann mit Göttlicher hulffe deste gewisser zu enndtlichem schlus kommen / vnnd lesset sich der hanndell prima consideratione annsehenn,
das der durchlauchte, Hochgebornne Lanndtgraue seines vornehmens zu rechte befugt, aus nachuolgenndenn grundenn vnnd vhrsachenn / Erstlich ist zubedennckenn, das hochberumbter Landtgraf, als ein löblicher furst, des Heiligenn Römischen Reichs, in ffgl.
Lanndenn, alle hohe herligkeit, vnnd præeminentz, vnnd also iura imperij habenn, also das Jhre f. gl. in Jhrenn Lanndenn vnnd furstenthumen1 alles das vermagk, welches einem Römischenn kaiser in vniuerso imperio zustehet, Vnnd darumb ob gleich die hochlöblichenn Lanndtgrauenn zu Hessen . verganngener zeit, gemeiner gebaurschafft, zu Allenndorff Jnner[?] Bodenn, aus sonnderlichenn gnedigk[?]2 willenn, allerleÿ befreÿungenn, priuilegien vnd wolthatenn gegebenn vnnd erzeigt, Weil aber Dennest[?] Jtzo[?] allerley vhrsachenn fürfallenn, dadurch ffgl. solche priuilegien gedenncken zu milttern[?], zuännderm, da soltte volgenn, das ffgl. krafft Jhrer Regalien,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
furstenthumen — Zahl der Minims am Wortende nicht sicher (furstenthumen/furstenthummen)); Jnner[?] Bodenn (auch 'Jrer Bodenn' oder 'Jnn Jre Bodenn' lesbar
gnedigk[?] — Wortende mit Kuerzungsschleife, evtl. 'gnedigem'
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteLanndenn, alle hohe herligkeit, vnnd præeminentz, vnnd also iura imperij habenn, also das Jhre f. gl. in Jhrenn Lanndenn vnnd furstenthumen alles das vermagk, welches einem Römischenn kaiser in vniuerso imperio zustehet, Vnnd darumb ob gleich die hochlöblichenn Lanndtgrauenn zu Hessen . verganngener zeit, gemeiner gebaurschafft, zu Allenndorff Jnner[?] Bodenn, aus sonnderlichenn gnedigk[?] willenn, allerleÿ befreÿungenn, priuilegien vnd wolthatenn gegebenn vnnd erzeigt, Weil aber Dennest[?] Jtzo[?]1 allerley vhrsachenn fürfallenn, dadurch ffgl.3 solche priuilegien gedenncken zu milttern[?]2, zuännderm, da soltte volgenn, das ffgl. krafft Jhrer Regalien,
Hocheit vnnd præeminentz, solches zuthun gut fug vnnd macht habe, Jnn ansehung das ein Römischer Kaiser, vnnd auch ein Fürst des Reichs, so in seinem Fürstenthumb iura imperij hatt, gegebene priuilegia, aus nachlassung der rechtten, wohl mage messigen, mindernn, oder aber auch gar auffhebenn,
wie solchs durch nachuolgennde iura beweret wirdt, Nam primum omnium præsuppono, id quod uidetur esse notorium in toto Ducatu Hassiæ, nempe quod Illustrissimus Landgrauius habeat iura imperij, & in suo Ducatu, omnia possit, quæ potest imperator in suo uniuerso imperio.
Sed hoc negari non potest, quod Imperator et Papa, ut sumi principes, possint priuilegia concessa, non modo moderari uel diminuere, tex. in c. 1. in prim. ibi,
declaratione irrefragabili diffinimus, et in c. ne aliqui in fin ibi, prohibemus priuilegia ad ordinariorum sententias extendi, & in c. ut Apostolicæ, ibi, ne ex priuilegio Scandala oriantur.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Dennest[?] Jtzo[?] — Zeilenanfang schwer lesbar; erste zwei Woerter unsicher (etwa 'Dennest Jtzo' = 'dennoch itzo').
milttern[?] — Wort mit Zierstrich durch tt; Lesung 'milttern' (mildern) aus dem Kontext, 'wilttern' palaeographisch moeglich.
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedeclaratione irrefragabili diffinimus, et in c. ne aliqui in fin ibi, prohibemus priuilegia ad ordinariorum sententias extendi, & in c. ut Apostolicæ, ibi, ne ex priuilegio Scandala oriantur.
Quia sæpe contingit, in fin, ibi, Quæ omnia priuilegia sʒ[?]1 reuocamus, cassamus, et irritamus, ac nullius deinceps Volumus esse firmitatis, De electione Lib.
Zum anndernn that3 diese miltterung vnnd entziehung der priuilegien gemeiner gebaurschafft, so hochgedachter Lanndtgraf zuthun bedacht, auch aus der vhrsachenn nicht ein gering annsehenn, das solche befreyung nunmahls zum misbrauch gereichenn wollenn, in dem das allerley auffseze[?]2 vnnd beschwerung vfs salz geschlagenn, vnnd auch die Lanndtleute Jtziger zeit mit salz vbell gefordert werdenn,
Weyl dann die Rechtte vermügenn, das gegebene freyheitenn, auch die so zu mildenn sachenn beschehenn, vmb misbrauch willenn, mögenn auffgehabenn, vnnd hinderzogenn werdenn, so volget das hochgedachter fürst,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
sʒ[?] — Abbreviaturzeichen am Zeilenende nach 'priuilegia', Aufloesung unklar (evtl. 'scilicet').
auffseze[?] — Lesung 'auffseze' oder 'auffsetze' (Aufsaetze/Auflagen); z-Bereich undeutlich.
that — 'that' = 'hat' in th-Schreibung; Lesung des Anlauts t vor h leicht unsicher.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWeyl dann die Rechtte vermügenn, das gegebene freyheitenn, auch die so zu mildenn sachenn beschehenn, vmb misbrauch willenn, mögenn auffgehabenn, vnnd hinderzogenn werdenn, so volget das hochgedachter fürst,
vonn wegenn vorgefallenes misbrauchs viel mehr diese gegebene priuilegia, nicht allein zumiltternn, sonndern auch gennzlich auffzuhebenn, fuge habenn soltte, Probantur hæc per textum apertum in c.
Præterea cum ista priuilegia iam iam sicuti prætendit Illustrissimus Landgrauius Hassiæ, incipiant esse nociua subditis suis, eo quod ad usum necessarium non possint habere copiam Salis, Videntur omnino esse reuocanda, per tex. notabilissimum in c.
Suggestum extra de decimis, ubi priuilegium concessum Cistercien sib. de decimis non soluendis, quia incipit uergere in graue præiudicium Parochialis Ecclesiæ, fuit per Papam reuocatum, Et inde patet quod priuilegium etiam à principio Validum ex post facto reuocatur, quando incipit enormiter lædere.
Vnnd ob für das dritte gesagt werdenn woltte, das solches wie obenn geschlossenn, allein stadt habenn möchtte in schlechttenn priuilegijs ex mera gratia concessis, vnnd also in den befreyungenn, so ein fürst seinem Vnderthanenn, oder anndernn aus lautter gnadenn, ohnne vergelttung thut, welches aber in diesem fall, da nichtt allein priuilegia, sonndernn auch vertrege vnnd Contract vorhanndenn, nichtt bestehenn möchtte, Darauff möchtte geanntworttet werdenn, das ein fürst habens iura imperij nichtt allein machtt hatt, schlechtte vnd blosse befreyung,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
distinct. — Kuerzel nach LXXIIII; Schreibung wirkt wie 'distinet', gemeint ist 'distinct.' (distinctione).); q III (Abbreviatur 'q' mit Ueberstrich (quaestione) vor roemischer Ziffer III.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnd ob für das dritte gesagt werdenn woltte, das solches wie obenn geschlossenn, allein stadt habenn möchtte in schlechttenn priuilegijs ex mera gratia concessis, vnnd also in den befreyungenn, so ein fürst seinem Vnderthanenn, oder anndernn aus lautter gnadenn, ohnne vergelttung thut, welches aber in diesem fall, da nichtt allein priuilegia, sonndernn auch vertrege vnnd Contract vorhanndenn, nichtt bestehenn möchtte, Darauff möchtte geanntworttet werdenn, das ein fürst habens iura imperij nichtt allein machtt hatt, schlechtte vnd blosse befreyung,
sonndernn auch vertrege vnnd andere verpflichttung vnnd conuentiones zumilttern, vnnd auffzuhebenn, vnnd das aus nachuolgennden bedennckenn, Nam Videtur esse sine dubio, quod omnes transactiones omnia pacta, omnes conuentiones factæ cum principe, Vel alio habente potestatem legis condendæ in suo territorio ( sicuti hic credimus,
Illustrissimum Landgrauium habere iura imperij in suo Ducatu ) habent vim Legis, ita ut allegati possint in iudicio contra omnes qui ligarentur legibus illius principis, text. habemus singulariss. in L.
Vectig. & commis. ubi Imperator locauerat cotorias1 Insulæ Cretæ alicui, pacto adiecto, ut nullus alius extraheret cotes de ista insula, certe hoc pactum ut lex ligabat omnes subditos, ubi Bartol. in fin. et etiam in d.
Donationes, per istos textus notabiliter decidit, Quod quando princeps facit aliqua pacta, cum aliquo publicano uel ciuitate aliqua, quod illa pacta possunt allegari in iudicio contra quoscunq̃2, sicuti esset una lex,
et quod iudex debeat ista pacta seruare Si ergo pacta facta cum principe habeant Vim Legis et statuti, Ergo non possunt esse maioris firmitatis quam si essent Lex uel Statutum.
Sed hoc certum est, quod Statutum Vel legem præcedentem possit princeps per aliam contrariam legem Vel statutum contrarium tollere. text. in §. sed naturalia, ibi, alia lege postea lata,
De constitut Ergo sequitur conclusiuè, quod princeps per statutum Vel decretum sequens, potest de iure tollere conuentiones et transactiones cum eo Vel antecessoribus suis antea factas Zum Vierdtenn, Obgleich darauff gedrungenn wirdt, das die Pfenner crafft auffgerichtter vertrege contracten, vnnd aus anndernn vhrsachenn, am Salzbrunnenn, vnnd am ganzen Salzwercke,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
cotorias — Lesung 'cotorias' (Wetzstein-Brueche); passt zu 'cotes' in Zeile 4, Schreibung aber undeutlich.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDe constitut Ergo sequitur conclusiuè, quod princeps per statutum Vel decretum sequens, potest de iure tollere conuentiones et transactiones cum eo Vel antecessoribus suis antea factas Zum Vierdtenn, Obgleich darauff gedrungenn wirdt, das die Pfenner crafft auffgerichtter vertrege contracten, vnnd aus anndernn vhrsachenn, am Salzbrunnenn, vnnd am ganzen Salzwercke,
eigenthumbliche gerechttigkeit habenn, Weil aber dennest Im rechtte versehenn, das ein fürst aus statlichenn bewegenndenn vhrsachenn, seine vnderthanenn ihrer eigenthumblichenn gerechttigkeit möge benehmenn,
Vnd aber hochberumbter Lanndtgraf anngibt, das wo diese eingerung[?]1 vnnd geringe annzahl der Bode vnnd Pfannenn lenger bestehenn, vnnd newe Bode nicht solten erbawet werdenn, ffgl.
Vnderthanenn vnnd Lanndtschafftenn trefflicher nachteil vnnd gebruch am Salz enndtstünde, Welches nicht für ein klein Vhrsach zuachttenn, So soltte auch hieraus schließlichen[?]2 volgenn, das ffgl. aus dieser stadtlichenn Vhrsachenn die Gemeinenn Pfenner Ihrer eigennthumblichen gerechtig keitt, so viel not zuenndtsezenn, vnnd auch mehr Pfannenn zuerhebenn fug habe,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
eingerung[?] — Erstes Wort undeutlich; Lesung 'eingerung', gemeint wohl '(Ver-)Ringerung' der Boden und Pfannen.
schließlichen[?] — Mittelteil des Wortes undeutlich, 'schlieblichen'/'schlieslichen' palaeographisch moeglich.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVnderthanenn vnnd Lanndtschafftenn trefflicher nachteil vnnd gebruch am Salz enndtstünde, Welches nicht für ein klein Vhrsach zuachttenn, So soltte auch hieraus schließlichen[?] volgenn, das ffgl. aus dieser stadtlichenn Vhrsachenn die Gemeinenn Pfenner Ihrer eigennthumblichen gerechtig keitt, so viel not zuenndtsezenn, vnnd auch mehr Pfannenn zuerhebenn fug habe,
Nam quamuis Princeps regulariter non possit aufferre ea, quæ sunt iurisgentium1, et per consequens priuare aliquem dominio rei suæ, tamen ex causa magna potest,
Mayt: tanquam summo principe redenn, auff die Person hochberumbtes Lanndtgrauenn, nicht gedeuttet werden, So were doch bewerlich zusagenn, das ffgl. nichts minder zu rechte, aus einer anndernn Vhrsachenn nachgelassen, mehr Salzbote vnnd Pfannenn aufrichtenn zulassenn, Vnngeachttet voriger auffgerichter vertrege,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
iurisgentium — Geschrieben 'iuisgentium' mit hochgestelltem Kuerzungshaken fuer 'ri'.
Moderino: — So geschrieben; gemeint wohl 'Moderni' (die Neueren). Buchstabenbestand aber deutlich 'Moderino'.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteMayt: tanquam summo principe redenn, auff die Person hochberumbtes Lanndtgrauenn, nicht gedeuttet werden, So were doch bewerlich zusagenn, das ffgl. nichts minder zu rechte, aus einer anndernn Vhrsachenn nachgelassen, mehr Salzbote1 vnnd Pfannenn aufrichtenn zulassenn, Vnngeachttet voriger auffgerichter vertrege,
priuilegien vnnd annderer der Pfenner Gerechttigkeit, vnd das darumb, das ffgl. anngibt, als soltte ein gemeiner nuz aller stennde zu Hessenn, dis werck erfordernn, Welcher gemeiner nuz, so er erscheinlichenn, allenn sonnderlichenn nuze vorgezogenn werdenn solle:
Mayt: als supremus princeps, sonndernn auch anndere fürstenn geringers grads, vnd also inferiores ab imperatore, sonnderlichen Personen ihrenn vnderthanenn Jhre eigennthumbliche, oder anndere gerechttigkeitenn, vnnd gebürliche erstattung vnnd vergnügung mögenn enndtziehenn[?]3, schmelernn, oder auch gannz vnnd gar benehmen,
Innhalts volgennder rechtsgründe, Nam ratione publicæ utilitatis, potest princeps absqʒ dubio, ea quæ sunt iuris gentium tollere, Veluti contractus à principe cum priuato celebratos, dominia rerum et similia per ea quæ sup̃ adduxi.
Vltra quæ allego textum principalem in hac mã4 in L. item Verberatum §. si quis rem, ibi, Et militibus assignatus ff de rei Vend. ubi fundus tertij et priuati datur ad usum militibus fauore reip. text. est in L.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Salzbote — Zierstrich durch t; Wort fuer 'Salzboden' (Siedehaeuser), Endung -te/-de nicht sicher.
niht[?] — Kurzform fuer 'nicht'; Buchstabenbestand 'niht' oder 'nist' schwer zu entscheiden.
enndtziehenn[?] — Wortende mit Kuerzungshaken und Schnoerkel; Endung -enn ergaenzt gelesen.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVltra quæ allego textum principalem in hac mã in L. item Verberatum §. si quis rem, ibi, Et militibus assignatus ff de rei Vend. ubi fundus tertij et priuati datur ad usum militibus fauore reip. text. est in L.
Glossa singularis in c. constitutus, in Verbo à quocunqʒ, in fin. ibi, Verius credo. extra de religios. domib. ubi concludit quod etiam inferior à papa uel imperatore ex causa certa et rationabili, nempe reipublicæ, potest ius alteri quæsitum aufferre.
Ergo nil obstare Videtur, etiamsi Illustrissimus Hassiæ Landgrauius non haberet iura Imperij in suo Territorio, q̃a2 nihilominus posset, per iam dicta Illustrissima sua Celsitudo, ob causam reip. euidentem et p̃gnantem istis Dominis Salinarum ius iam quæsitum aufferre,
facta debita recompensatione, et dummodo Illustrissima sua Celsitudo soluat p̃cium ei cui auffert rem suam, seu ius suum iam q̃situm, per Text. egregium in L.
Serui qui monetarios, ibi, Serui libertate donentur, ut eorum domini p̃cium a fisco percipiant C. qb. ex caus. serui pro p̃m. libert. accip. et est gloss. in L. fin.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Lutius — Gesetzestitel, Lesung unsicher.
q̃a — Abbreviatur fuer 'quia'.); pro p̃m (Abbreviatur, wohl 'pro praemio'.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSerui qui monetarios, ibi, Serui libertate donentur, ut eorum domini p̃cium a fisco percipiant C. qb. ex caus. serui pro p̃m. libert. accip. et est gloss. in L. fin.
Atqʒ pro isto fundamento quinto, bene facit, quod isti Domini Salinarum sint subditi Illustrissimi Landgrauij Hassiæ, atqʒ ita succedit singularis doctrina Innocentij in c. in nostra de iniur. et dam. dat. ubi concludit quod etiamsi priuilegium principis transiuit in Contractum,
quod tamen nihilominus princeps p̃t4 ex causa publicæ utilitatis illud reuocare, quando ista reuocatio fit in præiudicium subditi ipsius reuocantis, per tex. in d. c. in nostra. secundum intellectum Innocentij ibidem, ubi iuxta relationem plurimorum Doctorum hanc decisionem tenet et probat d.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitequod tamen nihilominus princeps p̃t ex causa publicæ utilitatis illud reuocare, quando ista reuocatio fit in præiudicium subditi ipsius reuocantis, per tex. in d. c. in nostra. secundum intellectum Innocentij ibidem, ubi iuxta relationem plurimorum Doctorum hanc decisionem tenet et probat d.
Qui opinatur quod omnia iura dicentia, Principem non posse reuocare statutum Vel priuilegium quod transiuit in contractum debeant intelligi in non subdito Principis reuocantis, secus autem in subdito, quia tunc potest. idem tenet dict.
Et istud est firmissimum fundamentum inter omnia quæ mihi occurrunt, pro parte Illustrissimi Principis Hassiæ Zum Sechstenn, möchtte gesagt werdenn, das die verstorbene Landtgrauenn hochlöblicher gedechtnus, mitt Ihrenn priuilegien, auch vertregenn, so Weylanndt Ire f. gl. den gemeinenn Pfennernn gegebenn, vnnd mitt Inenn auffgericht, dem Itzt regierenden Furstenn, tanquam successori ann s. f. gl. gerechttigkeit,
s. f. gl. vnnd derselbenn Lannde nuz vnnd bestes suchenn möchte, Probantur hæc per textum in L. digna vox in fin. ibi, alijs ~ successoribus indicamus.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
436 — Consiliennummer, Ziffern gepruft.); sũ XVI (Kuerzung, wohl 'sub' Nummer.); s. f. gl. (Kuerzel ohne Punkte geschrieben.
↪Fortsetzung von der vorigen Seites. f. gl. vnnd derselbenn Lannde nuz vnnd bestes suchenn möchte, Probantur hæc per textum in L. digna vox in fin. ibi, alijs ~1 successoribus indicamus.
Zum Siebenndenn, Wirdt durch hochgedachtenn Landtgrauenn anngezogenn[?]2, das s. f. gl. herr Vatter Landtgraff Wilhelm der mitler, in zeit der auffgerichten vnnd gegebenen priuilegien vnnd vertrege, in seinen vnmündigenn Jahrenn gewesenn, Weil dann aus dennselbenn Priuilegien nicht erscheint,
das hochgedachtter Landtgraff Wilhelm hierin mit vorwissenn vnnd zuthun s. f. gl. vormünden gehanndlet, so volgt auch, das solche priuilegien vnnd vertrege, als starcks vonn einem vnmündigenn Furstenn verzogenn3, zu rechte, vnnd also ipso iure vnkrefftige vnnd vnbündige absqʒ omni in integrum restitutione.
Text. est in L. in causæ cognitione, in prin. ibi, sine tutoris authoritate et ibi Barth. ff de minorib. text. in §. 1. ibi aliter non quam cum Tutoris authoritate.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteText. est in L. in causæ cognitione, in prin. ibi, sine tutoris authoritate et ibi Barth. ff de minorib. text. in §. 1. ibi aliter non quam cum Tutoris authoritate.
Zum achttenn vnnd letztenn, Ob gleich hochbenanntes Landtgraff Wilhelms des mitlernn gegebene brieffe, kreffttige sein solttenn, so werenn doch dieselbigen brieffe allein bestettigungs brieffe, welche nach besage der rechttenn den Pfennernn kein new recht gebenn möchttenn.
Canonistæ in c. cum dilecta, ibi nolentes quod ex innouatione huiusmodi ius nouum monasterio quæratur, sed antiquum si quod h̃t1, per innouationem priuilegij conseruetur.
Aber obanngezeigter grunde vnnd was sonnstenn weitter vor hochgedachttenn furstenn vnnd Lanndtgrauenn mochtte anngezogen werden, welches kurzhalb nachbleibt, vngeachttet, Ist mit mehrem rechttenn zuschliessenn, das s. f. gl. zu rechtte in keinem wege gepüret2, Bode oder Saltz pfannenn, bey den Salzbrunnenn vnnd ader, so gemeyner gebaurschafft vnnd pfennern zustehet, bauenn zulassenn, oder des Salzbrunnenn zugebrauchenn, oder aber benannttenn pfennernn anndere einhalde[?], an Ihrer gerechttigkeit zuthun,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteAber obanngezeigter grunde vnnd was sonnstenn weitter vor hochgedachttenn furstenn vnnd Lanndtgrauenn mochtte anngezogen werden, welches kurzhalb nachbleibt, vngeachttet, Ist mit mehrem rechttenn zuschliessenn, das s. f. gl. zu rechtte in keinem wege gepüret, Bode oder Saltz pfannenn, bey den Salzbrunnenn vnnd ader, so gemeyner gebaurschafft vnnd pfennern zustehet, bauenn zulassenn, oder des Salzbrunnenn zugebrauchenn, oder aber benannttenn pfennernn anndere einhalde[?]1, an Ihrer gerechttigkeit zuthun,
Wie dann auch s. f. gl. aus anngeborner seiner Furstlichen tugendt, ihrem erbietenn nach, wann s. f. gl. derer Pfenner Ihre Priuilegia, vertrege, vnnd erlanngten gerechttigkeitt, grundtlich berichttet wirdt, ohnn zweiuel gegenn seine vnderthanenn gnediglich würdet verhaltten,
vnd ist darfür zuachttenn, das diese mühe, den pfenern2 aus nichts annders, dann aus deme eruolget, das hochgedachtem Lanndtgrauenn, ihre Priuilegia, freyheitenn, vertrege vnnd erlanngte gerechttigkeitenn, bishero grundtlichenn nicht vorgetragenn wordenn.
Erstlichenn, Ist hierobenn aus erzehlung des handels zubefindenn, das gemeine Gebaurschafft vnd pfenner, diese Ihre gerechttigkeit, nemblich das niemands mehr Salzbode des ortts bauenn, oder mehr pfannenn erheben soll, das auch niemanndts macht habenn soll, des ortts pfannenn zuhabenn, oder des Salzwercks zugeniessenn, er sey dann aus der Gebaurschafft geborenn, nicht allein aus altter hergebrachtter freyheit vnnd vbung, sondernn aus crafft etlicher bewilligter vnnd anngenommener vertrege,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
einhalde[?] — Wortende undeutlich.); s. f. gl. (Kuerzel mit Schnoerkel, Buchstaben unsicher.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteErstlichenn, Ist hierobenn aus erzehlung des handels zubefindenn, das gemeine Gebaurschafft vnd pfenner, diese Ihre gerechttigkeit, nemblich das niemands mehr Salzbode des ortts bauenn, oder mehr pfannenn erheben soll, das auch niemanndts macht habenn1 soll, des ortts pfannenn zuhabenn, oder des Salzwercks zugeniessenn, er sey dann aus der Gebaurschafft geborenn, nicht allein aus altter hergebrachtter freyheit vnnd vbung, sondernn aus crafft etlicher bewilligter vnnd anngenommener vertrege,
vnnd sonnderlich auch aus dem habenn, das des Itzt regirennden Furstenn herr Vatter, mit Inen einenn redtlichenn Contract gehalttenn, nach vermöge desselbigen, habenn die gemeine pfenner s. f. gl. hochlöblicher gedechtnus funff tausenndt guldenn,
darüber gebenn, auch dreyhundert guldenn auff ewigkeit, das Salzwerck were ganghafftig oder nicht, zugebenn zugesagt, Wie dann auch Itzt regirennder hochberümbter Furst, solche dreyhundert guldenn, viel Jar eingenommenn, dadurch obanngezeigte vertrege, Contract vnnd hanndtlung ratificiret.
Derwegenn vndauch sonnst ohnne das s. f. gl. seins herrnn Vatternn, auch andere s. f. gl. vorfahrenn, der durchlauchttenn Lanndtgrauenn zu hessenn vertrege, gegebene Priuilegia,
Contract, vnnd hanndtlung, (wie dann s. f. gl. ohne zweiuell nach gnug samenn berichtte, darzu geneigt sein wirdt:) Innhalt der rechttenn zuhalttenn pflichtigk.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteContract, vnnd hanndtlung, (wie dann s. f. gl. ohne zweiuell nach gnug samenn berichtte, darzu geneigt sein wirdt:) Innhalt der rechttenn zuhalttenn pflichtigk.
Quod princeps etiam Imperator summus paciscens uel contrahens cum aliqua ciuitate, Vel cum alijs, ex tali pacto uel contractu obligatur, non modo naturaliter, ut nonnulli Voluerunt sed etiam ciuiliter iuxta communem opinionem, quam pluribus firmat Felinus in c. 1. de probationib.
C. de donat. inter Vir. et uxor. ubi sicuti Lex firmiter debet obseruari, ita etiam contractus principis & ibi hunc textum ad hoc dictum notant Doctores omnes. text. est in d. c. 1. extra de probat.
Inquantum, ibi Tancredus Rex Vincestriæ[?]3 petit à Dnõ papa, ut scribat Domino Imperatori, quo requirat pacta in chartophilatio inter olim Imperatorem Justinianum, & prædecessorem ipsius Tancredi inita, ut ex his colligere posset Imperator, quid Tancredo seruare deberet, notant ibidem Antonius de Butrio.
Quamuis enim DEVS ei subiecerit leges, non tamen ei subiecit contract[us]1, et ita quoad contractus nihil obstat plenitudo potestatis, ita dicit idem Bald. in c. 1. circa princ.
Et hæc procedunt etiamsi princeps in concessione uteretur Verbo indulgemus, nam cum recipiat p[re]cium2 intuitu conuentionis nihilominus non obstante Verbo Indulgemus est Venditio, et per consequens Contractus irreuocabilis, ita decidit Bald. in L. qui se patris C.
Quia si princeps posset reuocare contractus, factos cum priuatis, nullus certe cum eo contraheret, et hoc modo per indirectum priuaretur facultate contrahendi.
Addo quod si princeps ex contractu non obligaretur alÿ, certe nec alius obligaretur principi, ex respectu correlatiuorum, et sic esset principi interdictum commertium et esset tanquam exul, qui tamen esse debet omnium præsul: quod esset absurdum,
cum inter maiores poenas reputetur, esse inter homines & hominum carere commercio. tex. est in L. hi qui sanctam, ibi, Versari inter homines & hominum carere commercio C. de Apostatis.
Præterea ultra rationes Doctorum, rō nālis dictat, nihil magis conuenire humanæ fidei, quam eaq[ue] semel placuerint, et in pactiones et conuentiones deuenerint, seruare.
C. de seruit. et aqua, Quod licet princeps solutus est lege positiua, quod tamen non sit solutus dictamine rationis naturalis, nec à lege naturæ, quia est animal rationale.
Accedat Tex. in Epistola. inter claras C. de summa Trinit. et fide cath. qui dicit nihil esse quod lumine clariore perfulgeat quam recta fides in principe, cum similib. faciunt optimé cumulata à Castrens. in Consil. 3171.
Nam quamuis dominia rerum fuerint inuenta de iure gentium secundario, fidem tamen seruare est de iure primæuo nati4, fuit enim eo ipso, quo gentes esse cæperunt, ut dicit Bart. in L. si id quod. ff.
Vnnd hie erwiedder thut nichts, ob gesagt werde, das solch Contract vnnd Vertrege, nicht vom Jtzt regierendenn Hochberumbten Fürstenn, sondernn Sfgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnd hie erwiedder thut nichts, ob gesagt werde, das solch Contract vnnd Vertrege, nicht vom Jtzt regierendenn Hochberumbten Fürstenn, sondernn Sfgl.
Herrn Vatternn, vnnd anndernn Lanndtgrauen auffgerichttet, bewilligt, vnnd anngenommenn, Dann Sfgl. ist nicht desto weniger solchenn Contracten vnnd Vertregenn nachzugehn pflichtig, aus volgendenn Vhrsachenn, Dann es ordenenn die rechtte, das auch ein successor in Imperio Vel principatu seines Verfahrenn Handtlung vnd Contract zu haltenn schuldig,
text: est in c. 1. extra de probationib. in quantum Imperator. ibidem, non conuenitur ex contractu proprio, sed ex contractu prædecessoris, nempe Imperatoris Iustiniani et ibi Felin. plura cumulat ibi Videnda.
In dem hat Hochberumbter Jtzt regierennder Furst, die zweyhundert guldenn Jerliches geldts, darzu sich die pfenner aus krafft oberwehnten Contracten verpflichtett, viel Jar eingenommenn, dadurch Sfgl. in solche Contracten vnnd Vertrege gehelet1, vnnd gewilligett. per nōt.
Herrnn Vatternn Landtgraff Wilhelmenn dem mitlernn iure hereditario bekommenn, darumb ist auch Sfgl. als der Erbe, alle seines Herrnn Vatters Vertrege, Contract vnnd Handtlung, ohne weigerung zu haltenn pflichttigk, wie dan auch Sfgl. nach gnugsamenn bericht, des vnbeschweret sein würdet.
Sicuti igitur pater si Viueret, non posset Venire contra suum contractum, ita nec hæres eius. facit text. in L ex qua persona quis lucrum capit, eius factum p[ræ]stare1 potest et debet. ff. de reg. iur. ubi Detius2 et alÿ.
Vnnd weil auch Hochgedachter Lanndtgraff pflichttigk, die pfenner beyderer erlanngtenn gerechttigkeit nit allein zuschutzenn, sonndernn auch so sie durch anndere darann verhindert wurdenn, als ein Erbe seines Vatters zuvertrettenn, So volget,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnd weil auch Hochgedachter Lanndtgraff pflichttigk, die pfenner beyderer erlanngtenn gerechttigkeit nit allein zuschutzenn, sonndernn auch so sie durch anndere darann verhindert wurdenn, als ein Erbe seines Vatters zuvertrettenn, So volget,
das auch Sfgl. in keinem wege mit rechtte darzu kommenn konnen, den Pfennern ann Jhrenn gerechttigkeitenn, freyheitenn vnnd anndernn so Jhnenn crafft der Contracten vnnd Vertrege gepurt, eintragk oder verhinderung zuthun.
Zum anndernn, Ist auch vber das alles zubewegenn, das die Pfenner Jhre gerechttigkeit nebenn anndern aus crafft auffgerichtter vnnd bewilligter Vertrege haben, welche Vertrege im rechttenn also hoch befreyet,
das auch die höchste Obrigkeit, als Kaiser vnnd Pabst, aufgerichtte Vertrege nicht zurüttenn1, auffhebenn, vnnd die sachenn durch Vertrege enndtscheidenn, wiederumb streittig machenn kann, nisi cum clausula, non obstante.
Welcher sich inferiores à principe summo, nempé ab imperatore nicht brauchenn mügen, Probatur ista decisio per tex. in L. causas uel lites transactionib. legitimis finitas.
Quod si factum fuerit statutum, in aliqua prouincia, clausula adiecta, ut statutum trahatur ad negocia futura et præterita, quod tamen non trahatur ad negocia iam decisa transactione, id quod Bart. dicit perpetuo mente tenendum.
Et notetis hoc Vos domini Salinarum, quia cum olim etiam fuerit Controuersia inter illustres Hassiæ Duces, et inter prædecessores Vestros, an numerus Salinarum possit argumentari et controuersia ista per transactionem sit sopita, certé etiam per statutum generale, non posset præiudicari eiusmodi transactionibus.
Francischinus1 Curtius, quod supra dicta procedunt, in omnibus negocijs decisis, siue transactione siue sententia, iureiurando, præscriptione, solutione, Vel alÿs legitimis modis.
Nec caret ista conclusio ratione, nempe, quod negocia decisa non possint neq[ue] per principem neq[ue] per statutum in dubium reuocari, Quia per decisionem ius est quæsitum parti,
Et mens principis semper ita est intelligenda, ut non uelit alteri ius q[uæ]situm tollere per gloss. nōt in l. fin. §. in computone2[?] in Verbo confundantur in fin.
Alias si appareret principem Velle aliquid statuere contra ius, præsumendum est, imo pro certo habendum, hoc illud procedere, non de Voluntate principis, sed quod principi sit impositum nimia importunitate et ambitione aliorum,
eo quod Voluntas principis semper præsumitur esse talis, qualis de iure esse debet, text. est in L. ex facto, ibi princeps censetur imitatus esse ius ff. de Vulg. & pupill. subst. de quo textu ibidem magnum festum faciunt Moder.
Facit glossa notatu dignissima in c. paratus XXIII3. q. 1. in Verb. si Verba. dum per rationem iam dictam concludit et pluribus probat, Quod Verba in rescriptis Principum debent conformari æquitati et iuri etiamsi Verba rescripti non patiantur.
Atq[ue] hoc perpenderunt olim sacratissimi Principes, plena iusticia et æquitate, dum mandarunt subditis suis, ne rescripta iuri contraria exeq[ue]rentur, sed secundam iussionem execta rent,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteAtq[ue] hoc perpenderunt olim sacratissimi Principes, plena iusticia et æquitate, dum mandarunt subditis suis, ne rescripta iuri contraria exeq[ue]rentur, sed secundam iussionem execta rent,
text. est solennis in c. si quando extra de rescript. ibi, patienter sustinebimus, si non feceris, quod praua nobis fuerit insinuatione suggestum, addo text. iuris ciuilis in L. si Vindicari C. de poenis.
Prædicta conclusio, quod princeps non possit attentare negocia iam iam decisa, procedit, nisi apposuisset clausulam, non obstante. ut probat Castr. in d.
L. causas, sed hoc spectat ad Imperatorem et summum principem tantum, S3.1 apponere Clausulam, non obstante, eo quod inferior non potest rescribere contra legem superioris c. cum inferior. de maior: et obedien. ut docte probat iason in L rescripta C. de præcib.
Sequitur igitur quod alij principes inferiores, nullo modo causas iam decisas, transactione uel alijs legitimis modis possint in dubium reuocari per iam dicta.
Zum drittenn wirdt in erzehlung des geschichts durch die gemeinenn Pfenner anngegebenn, das sie vnnd Ihre vorfarenn, solche oberwehnte gerechtigkeit vber menschenn gedennckenn gehabt, dieses Saltzwerck auch vonn solcher vndenncklicher zeit hero, allein genossenn, gebraucht, vnnd dasselbige in ruhlicher gewehr gehapt habenn, welches ein starcker grundt ist, dann daraus ervolgt am erstenn, das ob auch die Pfenner gleich kein Priuilegien, vertrege oder annder grunde vor sich hettenn, das sie doch aus diesem einichenn grunde, in dieser sachenn fundiret werenn, Nach deme sie durch verjahrung solcher vndenncklicher zeit, die eigenthumbliche gerechttigkeit dieses Saltzwercks, vnnd also directum dominium bekommenn, Derowegenn sie auch als domini vnnd grundtherrenn, ann solcher Irer eigenthumblichenn gerechttigkeit, mit rechte nicht mögenn gehindert,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteZum drittenn wirdt in erzehlung des geschichts durch die gemeinenn Pfenner anngegebenn, das sie vnnd Ihre vorfarenn, solche oberwehnte gerechtigkeit vber menschenn gedennckenn gehabt, dieses Saltzwerck auch vonn solcher vndenncklicher zeit hero, allein genossenn, gebraucht, vnnd dasselbige in ruhlicher1 gewehr gehapt habenn, welches ein starcker grundt ist, dann daraus ervolgt am erstenn, das ob auch die Pfenner gleich kein Priuilegien, vertrege oder annder grunde vor sich hettenn, das sie doch aus diesem einichenn grunde, in dieser sachenn fundiret werenn, Nach deme sie durch verjahrung solcher vndenncklicher zeit, die eigenthumbliche gerechttigkeit dieses Saltzwercks, vnnd also directum dominium bekommenn, Derowegenn sie auch als domini vnnd grundtherrenn, ann solcher Irer eigenthumblichenn gerechttigkeit, mit rechte nicht mögenn gehindert,
oder derselbigenn enndtsezet werdenn, Es ist auch ohne not, in diesem fall, vonn den wesenntlichenn stuckenn zu einer verjarung gehörigk, zu disputiren, dann solches alles, es sey Tittell, ankunfft, gutter glaube, wissennschafft, vnnd geduldunge, der Jenigenn wieder die verjahrt, wirdt alles aus vermutung der rechtte, ohn annder beweis in dieser verjahrung geglaubt, vnnd ist nichts weitters not zu beglaubigenn,
dann das die Pfenner vnnd Ire vorfahrenn, das Saltzwergk mit obanngezeigtter gerechttigkeitt vber mennschenn gedennckenn Innenn gehapt, genossenn vnnd gebraucht, wie dann auch die rechtte deutliche wege weisenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedann das die Pfenner vnnd Ire vorfahrenn, das Saltzwergk mit obanngezeigtter gerechttigkeitt vber mennschenn gedennckenn Innenn gehapt, genossenn vnnd gebraucht, wie dann auch die rechtte deutliche wege weisenn,
wie vnnd welcher gestalt solche beweisung verfuret werdenn mugenn, Quamuis .n. per præscriptionem regulariter non acquiratur directum dominium, sed utile tantum, ut not. gloss.
Fallit tm̄ hoc in præscriptione tanti temporis, cuj̄ initij memoria non existit, quia per istam præscriptionem acquiritur directum dominium per text. l. hoc iure §. ductus aquæ ff. de aqua pluuia arcend. ubi per usum seruitutis tanto tempore continuatum acquiritur seruitus ac si constituta esset,
Nec est ista inVestigatio sine utilitate, nempe, an quæratur1 per præscriptionem directum uel utile dominium, sed est magni effectus, ut declarat Curtius iunior, in d. l. traditionibus ii. su.
Et dato quod isti domini Salinarum per præscriptionem tantum utile dominium acquisiuissent, tamen nihilominus haberent liberam dispositionem, et possent hoc utile dominium quæsitum ex præscriptione opponere directo.
Quinimo quamuis præscriptio regulariter non tribuat, nisi utile dominium, tamen nihilominus extinguit, antiquum & directum dominium et hoc utile dominium est potentius, cum dominus primus hunc directum,
per hoc excludatur gloss. est reputata singularis in L. possideri, §. ex pluribus causis, in Verbo possideo, ibi, nam et hic occiditur dominium primi ff. de acq. posses. quam glos. ibidem d.
VII. sum. multum notat, plura adducent quæ non libet referre, Præterea hac in præscriptione istiusmodi temporis, cuius initij memoria non existit, in contrarium præsumunt omnia, interuenisse requisita,
& omnia solenniter gesta fuisse, et ideo præsumuntur titulus et bona fides, etiamsi non allegetur ut concludunt canonistæ omnes in .c. si diligenti, de præscriptionib.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
quæratur — Korrektur im Wort); ii. su. (Kürzel unklar
↪Fortsetzung von der vorigen Seite& omnia solenniter gesta fuisse, et ideo præsumuntur titulus et bona fides, etiamsi non allegetur ut concludunt canonistæ omnes in .c. si diligenti, de præscriptionib.
Nec opus est in hac præscriptione probare de scientia & patientia aduersarij etiam superioris, in casib. in quibus aliās requiritur, ut pote in præscribend. seruitutib. regalibus, pedagio, iurisdictione, uel similibus ita concludit Felinus in c. cum nobis, in prin. de præscript.
Hanc præscriptionem tanti temporis ut sup. procedere etiam sine1 scientia aduersarij quantum Vis superioris et hoc dicit jason esse meram Veritatem reprobata opinione Bartoli in L imperium XXI. su. ff. de iurisdict. omni iudicum. ubi suppeditat copiam allegationum et addit optimam rationem quia ista præscriptio habet fomentum à lege,
Zum anndernn, volget aus diesem grunde, wann auch gleich die durchleuchtte Lanndtgrauenn zu Hessenn, an solchem Salzwerge einicherley Gerechttigkeit, der sich die Pfenner Itzo gebrauchenn, gehabt hettenn, wann auch gleich die Einwöner des Lanndes zu Hessenn, des anngegebenenn gemeinenn nutzens halben interesse gehapt hettenn, das vor ein gemeinenn nutzenn gut vnnd nütze sein soltte,
mehr Pfannenn zu bauenn, auch den Salzhanndell menniglich zuuerstattenn, Weil aber vorgedachtte1 Lanndtgrauenn auch die Lanndtschafft, also lannge geschwiegenn, bis die Pfenner so lange vnnd vonn vndenncklicher zeit hero,
Lanndtschafft hierann verschwiegenn vnnd verseumet, vnnd könnenn nun, nach verfliessung solcher zeit vnnd verlauffener verjährung, die Pfenner ann Irer wohlerlanngttenn gerechttigkeit, nicht betrubenn, in bedennckenn, das durch solche verjarung vonn vndenncklicher zeit, alle gerechttigkeit vnnd herligkeit, auch die so Furstenn vnnd Furstmessigenn, zu Ihrenn Regalien vnnd herligkeitten gehören,
wie sie benanndt mugenn werdenn, Ob sie auch sonnstenn durch schlechte verjarung vnuerrucklichenn auffgehobenn vnnd præscribiret werdenn, Quia ista præscriptio tanti temporis, cuius initij memoria non existit,
Text. est insignis in c. sup̄ quibusdam §. p̄terea de Verb. sign. ubi pedagia, salinaria, et alia quæ solus princeps concedere potest præscribuntur spacio tanti temporis et dicit Abbas, hoc alibi non clare probari.
Præterea notat hostiensis ibidem, prout refert Abbas textum in d. §. præterea dum dicit, de salinarijs esse intelligendum, ut mediante p̄scriptione huiusmodi temporis, cuius initij memoria non existit, potest acq̄ri ius, ut nonnulli soli Vendant Sal in aliqua prouincia,
Per quæ patet R̄x2 ad text. in L. unica C. de monopolijs, ibi ad Victum pertinentis, ubi prohibentur huiusmodi monopolia, quia procedit re integra, secus est si fuerit præscriptum tanto tempore cuius initij memoria non est, in contrarium.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePer quæ patet R̄x ad text. in L. unica C. de monopolijs, ibi ad Victum pertinentis, ubi prohibentur huiusmodi monopolia, quia procedit re integra, secus est si fuerit præscriptum tanto tempore cuius initij memoria non est, in contrarium.
Möchtte aber einer sagenn, Es ist den Lanndtgrauenn wilkürlich gewesenn, des orts nach Irer fl. gl. gelegenheit Salzbode vnnd Pfannenn zu bauenn, vnnd darumb, wann auch gleich Ihre f. gl. vnnd Ire vorfahrenn, vergangener zeit des ortts nicht gebawet hettenn,
dadurch köntenn Ire f. gl. nunmahls aus diesem Itzterzahlten eynigenn grunde in Ihrem Furstennthumb zubauen nicht verhindert werdenn, Vrsach das sich die dinge so wilkürlich zu keiner zeit wie die benannt werdenn mögl.2, mit verjahrenn, Ea enim quæ sunt meræ facultatis præscribi non possunt, L.
Addo glos. singularem in L. q luminibus1 ff. de seruit. urbanor p̄dio, ubi dicitur, Quod si per mille millia annorum, in area mea non fuerit ædificatum, quod nihilominus possum ædificare, nec possum prohiberi, Ratio, quia ædificarem solo proprio est facultatis, cum similibus.
Daruff ist zu sagenn, das in diesem fall, dieser grundt nicht möge stadt habenn, aus zweÿerleÿ vhrsachenn, Erstlich das viel Doctores, in diesem wahnn sein, das derselb grundt in der verjahrung vonn vndencklicher zeit hero, nicht stadt habe, Ratio.
Quia Spacio huiusmodi temporis præscribuntur etiam ea, quæ aliâs sunt imperscriptibilia, ut sup. dict. est ita concludunt Canonistæ in c. peruenit de censib.
Zum anndernn, ob gleich den fall zusetzenn die fürstenn zu Hessenn, den eigenthumb des streitigenn ortts, vnd solch macht zu bawenn des orts gehabt hettenn, Weil aber dennest, des itzigenn Landtgrauen vorfahrenn2[?], sich also zu bawenn vnderstandenn, vnd aber die Pfenner sich des gewegert, wie die vertrege besagenn (: darin auch ohn das die fürstenn zu Hessenn,
solche macht vbergebenn :) Vnnd aber Hochbemelte fürstenn, auff solchenn Inhalt der Pfenner vber menschenn gedenckenn nicht gebauet, so volgt auch das die verjärung dißfals propter prohibitionem et secutam acquiescentiam,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesolche macht vbergebenn :) Vnnd aber Hochbemelte fürstenn, auff solchenn Inhalt der Pfenner vber menschenn gedenckenn nicht gebauet, so volgt auch das die verjärung dißfals propter prohibitionem et secutam acquiescentiam,
stadt gehabt, vnnd krefftiglich geloffenn, Quia etiam quæ s̃t1 facultatis possunt p̄scribi, mediante prohibitione et secuta acquiescentia per glos. et q̃ ibi not.
Vnnd darumb solt gut sein, das sich die Pfenner, wo diese sache zu handtlung kömpt, auff diese dreÿ gründe steurenn, fürstlicher gnadenn Ihre priuilegia vnd vertreg vorlegenn, auch den langwirigenn gebrauch, vonn vndencklicher zeit hero, Fgl.3[?] vnderthaniglich, vnnd vfs glimpflichste vermeldenn, wie obenn daruonn geschriebenn,
auch niemands sich des Saltzwercks der darzu gehörenn, gebrauchen solte, mit gutem vnuorleglichen schein habenn, Nemblich crafft auffgerichter vertrege vnnd auch Contracts weise, Weil sie Fgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteauch niemands sich des Saltzwercks der darzu gehörenn, gebrauchen solte, mit gutem vnuorleglichen schein habenn, Nemblich crafft auffgerichter vertrege vnnd auch Contracts weise, Weil sie Fgl.
Herrn Vatternn, auch derselbenn vorfahrenn, hierumb allerleÿ schwere gegenpflichtung habenn thun müssenn, zu deme das sie auch sampt Irenn vorfahrenn solche freÿheit vnnd gerechttigkeit, vber mensch gedenckenn in ruiglicher besitzung gehabt, vnnd also vberflüssig verjäret.
Hochgedachter fürst wolte nun mahls nach erkündigung der Pfenner offentlichen gutenn gegrüntenn Gerechttigkeit Fgl. hiervor gethanenn gnedigenn fürstlichen erbietenn nach sie darbeÿ gnediglich bleiben, vnnd daran nicht hindernn lassenn.
Sonnderlich auch in gnediger betrachttung, das zu solcher gerechttigkeit viel guter leut vom adell, auch zum theil viel armer leut, in vnnd ausserhalb Fgl.
Lannde gesessenn, gehören, Welche sich in ansehung dieser gerechttigkeit zum theil zu einannder gefreundet, Welchenn auch zum theil nicht das wenigste Irer nahrung ann diesem Saltzwerge1[?] gelegenn, Vnnd woltenn also die Pfenner in vndertheniger zuuorsicht stehenn, weil die Hochloblichenn Lanndtgraffenn zu Hessenn,
sie die Pfenner vnnd Ihre vorfahren, vber dreÿhundert vnnd dreÿzehenn Jahr, beÿ solcher gerechttigkeit gelassenn, darbeÿ geschützt, vnnd gehanndthabt, Fgl. würdenn aus fürstlicher tugent, Fgl. von hochbenamttenn Irenn vorelttern anngebornn, auch in annsehung der recht vnnd billicheit, die Pfenner als Fgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesie die Pfenner vnnd Ihre vorfahren, vber dreÿhundert vnnd dreÿzehenn Jahr, beÿ solcher gerechttigkeit gelassenn, darbeÿ geschützt, vnnd gehanndthabt, Fgl. würdenn aus fürstlicher tugent, Fgl. von hochbenamttenn Irenn vorelttern anngebornn, auch in annsehung der recht vnnd billicheit, die Pfenner als Fgl.
Getrewenn vnnd gehorsamenn vnderthanen, nicht mit wenigernn gnadenn bedennckenn, vnnd also beÿ Irer Gerechttigkeit gleich Fgl. vorfarenn gnediglich bleiben lassenn, darbeÿ schützenn vnnd hanndthabenn, Nun wil vonnötenn sein, das Jenige so hiebeuor, vor den durchleuchten hochgebornen Landtgrauen zu Hessenn vorgewandt,
mit recht abzu lehnen, Vnd Erstlich, das gesagt wirdt Fgl. möchtenn gegebene priuilegia milttern, mässigenn, oder gar auffhebenn, Weÿl Fgl. in Irem fürstenthumb alle hohe præminentz vnnd Jura imperij hette, sicuti Imperator in universo.
Darzu ist zusagenn, das erstlich alle allegirte Rechtte, so vonn messigung gegebener priuilegiorum redenn, also sollenn verstanndenn werdenn, das dennoch durch solche messigung die befreÿetenn Ihrer habendenn befreÿung nicht benommen werden.
Quia hoc vult expresse text. in iam allegato c. ut apostolicæ, ibi, sic tamen quod ipsi priuilegiati, de priuileg. lib.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteQuia hoc vult expresse text. in iam allegato c. ut apostolicæ, ibi, sic tamen quod ipsi priuilegiati, de priuileg. lib.
Wann aber die vorhabennde miltterung hochbenanttes fürstenn, sollte fürtgenngig sein, so würdenn die gemeinenn Pfenner, ihrer Priuilegien des mehrenntheils benommenn, Dann es volgte das mehr erbawet, auch das Saltzwerck durch anndere, so darzu nicht gebüren, gebrauchet würde, auff welchenn beedenn stückenn die Priuilegia vornemblich hafftenn, Ergo &c1[?] Zu dem werdenn alle recht, welche wollenn das ein fürst gegebene Priuilegia nicht allein milttern, sonndern auch gentzlich auffhebenn müge (: zu dem das dieselbenn de summo principe vnnd Imperatore redenn, et non de inferiore principe, wie hiernndenn gesatzt werdenn soll :) dadurch abgelehnt, das solche rechtt alle zuuerstehenn sein in schlechttenn priuilegijs, welche aus lautteren gnadenn den befreÿetenn gegebenn, Aber annders helt sichs mit diesenn befreÿungen, die nicht allein aus gnadenn, sonndern durch vertrege auff wieder erstattung, vnnd also Contracts weise erlanngt,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWann aber die vorhabennde miltterung hochbenanttes fürstenn, sollte fürtgenngig sein, so würdenn die gemeinenn Pfenner, ihrer Priuilegien des mehrenntheils benommenn, Dann es volgte das mehr erbawet, auch das Saltzwerck durch anndere, so darzu nicht gebüren, gebrauchet würde, auff welchenn beedenn stückenn die Priuilegia vornemblich hafftenn, Ergo &c[?] Zu dem werdenn alle recht, welche wollenn das ein fürst gegebene Priuilegia nicht allein milttern, sonndern auch gentzlich auffhebenn müge (: zu dem das dieselbenn de summo principe vnnd Imperatore redenn, et non de inferiore principe, wie hiernndenn gesatzt werdenn soll :) dadurch abgelehnt, das solche rechtt alle zuuerstehenn sein in schlechttenn priuilegijs, welche aus lautteren gnadenn den befreÿetenn gegebenn, Aber annders helt sichs mit diesenn befreÿungen, die nicht allein aus gnadenn, sonndern durch vertrege auff wieder erstattung, vnnd also Contracts weise erlanngt,
dann in diesem fall, könnenn anngezeigte Rechte nichts wirkenn, Es kann auch solche gerechtigkeit, durch vertrege vnnd anndere Contractus erlannget, den habenndenn wieder Irenn willenn, nicht enndtzogenn werdenn, Weil dann vnuerneinlich, das die Pfenner Ire gerechtigkeit (: nemblich nebenn anndernn, das des ortts nicht mehr Saltzbodte sollenn erbawet, auch niemandts der darzu nicht gehören, zur nützung des Saltzwercks gelassenn werdenn :) nicht allein aus gegebenen priuilegijs der hochlöblichenn Lanndtgrauenn zu Hessen,
sonndernn auch crafft auffgerichtter vertrege vnnd Contracten, dagegenn sie schwere bürdenn, auff sich habenn, nehmenn müssenn, bekommenn, So volgt auch, das sie dieser Irer gerechtigkeit, aller rechtt, so vonn schlechttenn priuilegijs redenn,
vngeachttet, mit recht nicht könnenn oder mögenn enndtsatzt werdenn, Quamuis etenim priuilegium à principe concessum, possit ab eo reuocari, per iura supra adducta quibus singulariter addo c.
Veniens d̃ p̄script.1 ibi, non obstante priuilegio Clementis, et not. gloss. et Doctor. in c. 1. de rescript. tamen hoc procedit in mero priuilegio, secus autem est in pacto uel contractu cum principe inito et ita in priuilegio quod transiuit in contractum,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVeniens d̃ p̄script. ibi, non obstante priuilegio Clementis, et not. gloss. et Doctor. in c. 1. de rescript. tamen hoc procedit in mero priuilegio, secus autem est in pacto uel contractu cum principe inito et ita in priuilegio quod transiuit in contractum,
nam tunc priuilegium istud principis quod transiuit in contractum, Vel quasi contractum, nec per principem concedentem, nec per ipsius successorem potest reuocari, ita respondet Alexander cons. i.
Quod cuiusq̃ uniuersit. nomine, ubi decretum quo actor datus erat rescinditur, nuda Voluntate, ratio, q̃a nullius interest ante litem contestatam, actorem reuocari,
secus autem esset si reuocatio fieret post litem contestatam, dicit glos. quia tunc propter interesse aliorum reuocatio non Valeret, atq̃ hanc glos. miris modis commendat, Bart. in L.
Quod decretum siue priuilegium, quod transiuit in formam contractus non possit reuocari, idem concludit Bart. in mã stultor̃ in L. omnes populi in IIII. quæ tertiæ quæstionis princip.
Bald. in L. donationes quas diuus ff. de donat. inter Vir. & uxor. ubi dicitur quod priuilegium à principe concessum comitatensibus aliquo ab eis dato reuo cari non potest, quia transiuit in contractum astipulantur Canonistæ communiter in c. nouit, de iuditij.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
436 — Zahl, Ziffern unsicher
spē — Kürzung, wohl specie); mã stultor̃ (Kürzungen, wohl materia stultorum
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteBald. in L. donationes quas diuus ff. de donat. inter Vir. & uxor. ubi dicitur quod priuilegium à principe concessum comitatensibus aliquo ab eis dato reuo cari non potest, quia transiuit in contractum astipulantur Canonistæ communiter in c. nouit, de iuditij.
Et est ratio quia Princeps et eius successor tenetur obseruare contractus, cum sint de iure gent. per ea quæ supra circa primum fundamentum pro dominis Salinarum, late scripsi, Vltra quæ occurrit bonus text. in c. 1. de natur. feud. ubi dominus non potest reuocare concessionem feudi, nisi Vasallus sua culpa amittat, ratio, quia dominus concedendo feudum, Videtur cum Vasallo suo contraxisse, cogitur enim seruire pro feudo isto Vasallus,
Ergo cum ista concessio transiuerit in contractum, non mirum, quod non possit reuocari per iam dicta, Atq̃ hoc est quod Bart. et Scribentes fere omnes in L. iurisgent: §. quinimo ff. d̃ pact. opinati sunt feudum esse contractum noĩatum1,
et per consequens iuxta contractuum nominatorum nãm2, non esse locum poenitentiæ siue reuocationi, Vulgata, L. sicut C. d̃ actionib. et oblig. cum similibus.
Quod papa Cælestinus, magnum sibi contraxit odiũ ap̄ omnes eo quod grām, quam alicui de mane faciebat, de sero aufferebat, et alij conferebat.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
noĩatum — Kürzung für nominatum
nãm — Kürzung, wohl naturam); nã feudi (Kürzung, wohl natura
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteQuod papa Cælestinus, magnum sibi contraxit odiũ ap̄ omnes eo quod grām, quam alicui de mane faciebat, de sero aufferebat, et alij conferebat.
Vnde licet Cardinales scirent, quod renunciaret papatui p̄ fatuitatem, tamen quia erat unum pecus dicit Baldus ob Vitium iam dictum, libenter acceperunt renunciationem et creauerunt Bonifacium Octauum, Atqz adeo non minus Vere quam eleganter dicit Jason, consil. penul. 3tij Volum:
Qz2 natura contractuum sunt Papæ et Imperatori quædam Elementa, Et ideo sicut Papa et Imperator non sunt domini Eltorum3[?], ita non est dominus contractuum, quam rationem ante Jasonem tradidit etiam Baldus consil. 275. 2dæ partis incipiente.
Inn annderem Ist vom wegenn des Hochberumbten Landtgrauenn dargethann, das diese Priuilegia der Pfenner, vom wegenn eines mißbrauchs, so vom wegenn ezlicher auffsetze, auch sonnst vntreglicher beschwerung, die mitnmahls4[?] der Lanndtschafft Hessenn hieraus eruol=5[?] genn möchttenn, nicht allein gemilttert,
sonnderenn auch ganntz auffgehobenn vnnd reuociret werdenn möchtenn, Innhalts etlicher allegirter Rechts grunde, Darauff ist zusagenn, das solche grunde in diuersis terminis, nemblich in puro priuilegio redenn, aber alhier redenn wir in priuilegijs quæ transiuerunt in ꝯtractum.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesonnderenn auch ganntz auffgehobenn vnnd reuociret werdenn möchtenn, Innhalts etlicher allegirter Rechts grunde, Darauff ist zusagenn, das solche grunde in diuersis terminis, nemblich in puro priuilegio redenn, aber alhier redenn wir in priuilegijs quæ transiuerunt in ꝯtractum1.
Ergo Dergleichenn wirdt auch in facto vnnd erzehlung des geschichts anngezogenn, vonn den Pfennernn nitt gestanndenn, das sie einerley auffsetz vffs saltz gemacht, sonndernn gebenn dasselbige, im vorigenn gewonlichenn kauff, vnnd wo solche auffsetze durch die Arbeitter, fuhrleute oder anndere diener vorgenommenn, vnnd solches ann sie gelanngte, wolttenn sie mit willenn, vnnd gern gebürlich einsehenn bey den Ihrenn habenn, Nach deme Inenn so wohl als anndernn nicht leidtlich einerley vnnotturfftige auffsetze zumachenn, weil dadurch der hanndell gehindert werdenn möchtte, Wiewohl auch den Pfennernn vnuerweißlich sein müste, wann sie gleich aus deme, das alles was zu forderung des Saltzwercks gehörig, am kauff steiget,
den Saltzkauff auch erhöhetenn, Vhrsach dann die auffgerichtte Priuilegien vnnd vertrege, gebenn Ihnenn mit clarenn hellenn worttenn diese macht, das sie den Saltzkauff nach Irer gelegennheitt erhöhenn vnnd niedrigenn mögenn, Weil sie sich dieser freyheit bißher nicht gebraucht, desto mehr ist dis p̄suppositum vonn dem anngezogenen mißbrauch vnnd abusu falsch vnnd vnerheblich,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteden Saltzkauff auch erhöhetenn, Vhrsach dann die auffgerichtte Priuilegien vnnd vertrege, gebenn Ihnenn mit clarenn hellenn worttenn diese macht, das sie den Saltzkauff nach Irer gelegennheitt erhöhenn vnnd niedrigenn mögenn, Weil sie sich dieser freyheit bißher nicht gebraucht, desto mehr ist dis p̄suppositum1 vonn dem anngezogenen mißbrauch vnnd abusu falsch vnnd vnerheblich,
also auch den fall zusezenn, ob es gleich dis Jahr etwas an Saltz gemanngelt hette, So were doch wie die Pfenner in erzehlung des geschichts anngebenn,
solchs nichtt Ihnenn, sonndernn dem vngewonlichenn wetter vnnd weichenn wintter zuzuachttenn, welcher wie offenntlich dis Jar nach Gottes willenn, also eingefallenn, als bey mennschenn gedennckenn nie geschehenn:
Vnnd darumb ist auch solcher vnuersehlicher zufall nicht zuachtenn, sonnderlich weil ohnne das, das Lanndt zu Hessenn, vber drey hundert vnnd dreyzehenn Jar, mit Saltz notturfftiglich versorgett wordenn, Kann es ohnn zweiuell hinfuro auch geschehenn,
Wie dann auch die Pfenner, als die dis Jahr gewizigt, hinfuro den Sommer dermassenn auff vorath mit Saltze trachttenn werdenn, damit die Lanndtleuthe im wintter desto stattlicher damit versorget werden mögenn.
Also das diese anngegebene beschwerung ohn verruckung der Pfenner Priuilegien, vnnd erlanngten gerechttigkeittenn, verhuetet, vnnd vorkommenn werdenn mögenn, Sonnderlich wo sich die Lanndtleute zu Hessenn, auch selbst nicht seumptenn, vnnd das Saltz zu bequemer zeit abfuertenn, wann mann darmitt dem wetter nach gefast sein möchtte.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteAlso das diese anngegebene beschwerung ohn verruckung der Pfenner Priuilegien, vnnd erlanngten gerechttigkeittenn, verhuetet, vnnd vorkommenn werdenn mögenn, Sonnderlich wo sich die Lanndtleute zu Hessenn, auch selbst nicht seumptenn, vnnd das Saltz zu bequemer zeit abfuertenn, wann mann darmitt dem wetter nach gefast sein möchtte.
Probantur ista primo, quod omnia iura pro isto secundo fundamento adducta loquuntur in mero priuilegio, Ergo nihil possunt in casu nostro, ubi priuilegia ista sint redacta in formam contractus, per sup̄ dicta.
Nam etiamsi ministri seu alij deputati ad Vendendum siue Vehendum Sal, exegerit inscijs dominis aliquid illicité, ab emptoribus, hoc dominis Salinarum non potest præiudicare.
Quia delictum factum à famulis, etiam bona fide nobis seruientib. regulariter non imputatur domino, nec p̄sumitur dominus sciuisse per tex. et glos. in c. qa1 præsulatus 1. q IIII et per tex. in c. cum ad sedem, iuncta glos. magna, de restitut.
Atqz hoc absqz oī1 dubio procedit, in istis famulis qui quotidié non morantur in domib. dominorum, in quibus cessant limitōnes2 per Doctores alias ad dictam regulam datæ, Et dato quod nonnulli ex dominis sciuissent has exactiones illicitas seruoꝝ tamen hæ personæ priuatæ non potuissent præiudicare toti ordini,
et per consequens ob delictum illud singularum personarum priuatarum non possent diminui3[?] siue tolli priuilegia seu iura totius ordinis, sed delinquentes essent alijs legitimis modis mulctandi, Cum nemo alterius odio debeat p̄grauari.
Et propter delictum singularum personarum etiam maiorum non potest reuocari priuilegium concessum uniuersitati, nedum contractus, ut pulchrè per Felin. in c.
Porro non obstat etiam c. suggestum, d̄ decimis, quia fatetur Panor. ibidem VI. sum. hoc illud non habere locum in priuilegio quod transiuit in contractum seu quasi.
Præterea quia priuilegium concessum Cisterciensib. monachis ibid. de non dand. decim. ideo reuocatur, quia deficiebat cā4, ob quam erat concessum, quæ ratio hic cessat, qa inquit tex.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePræterea quia priuilegium concessum Cisterciensib. monachis ibid. de non dand. decim. ideo reuocatur, quia deficiebat cā, ob quam erat concessum, quæ ratio hic cessat, qa1 inquit tex.
Quando priuilegia ista ordini Vestro dabantur, Valdé raræ erant abbatiæ Vestri ordinis, sed nunc in tantum augmentatæ ac possessionib. ditatæ sint, quod multi Viri Ecclesiastici,
quærelam de Vobis proponant, Præterea etiamsi hoc anno propter hiemis insolitam et improuisam iniuriam Sal defecerit, hoc dominis Salinarum minimé sed potius astris est imputandum.
Nec potest iste casus insolitus et rarus, quicqz mutare, cum eorum quæ raro eueniunt, nulla ratio sit habenda tex. est in L, ex his et L. nam ad ea ff. de legib. tex. in autho. ut sine prohibitione matr. cred. §. quia Vero, coll.
In quantum is qui in se suscepit casum fortuitum, tenetur de casibus communiter contingentib. et non raró euenientibus.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteIn quantum is qui in se suscepit casum fortuitum, tenetur de casibus communiter contingentib. et non raró euenientibus.
IIII Das dritte fundament, war dieses, das ein Furst nichtt allein schlechte priuilegia, sonndernn auch vertrege vnnd Contracten mit Im gehalttenn, aus Furstlicher Obrigkeitt durch diehenn[?] möge, Darumb das er durch nachuolgennde die vorigenn recht auffhebenn möge, Vnnd do Innhalts allegirter recht leges et contractus cum principe initi, mit einannder vergleicht vnnd conferiret werdenn, Darzu ist zu antworttenn, das die Contractus mit einem Furstenn,
der da machtt hat recht zusezenn, gehalttenn, nicht weniger crafft habenn, dann ein beschriebenn rechtt zuuerstehenn, das ein Jeglicher Vnnderthann, solche contractus à principe celebratos gleich so wohl als anndere rechtte,
zuhalten pflichttig ist[?], Nicht aber habenn solche contractus beschriebenns rechttenns crafft, dergestalt das ein Furst solche hanndtlung gleich als ein beschriebenn recht, aufhebenn, oder enndernn möchtte, dann solchs ist verbottenn.
Unsichere Lesungen
.n. — Kürzel, wie .x. geschrieben); durch diehenn (Wortbild unklar); pflichttig ist (Wortende verschliffen
Quod .n. dici solet, contractum principis habere Vim legis per iura supra adducta, Verum est quoad necessitatem obseruandi et ligandi alios, non autem adhoc, quod iste contractus ad instar legis possit reuocari,
quia istud esset p̄cise contra mām1 .L. quod semel ff. de decret. ab ord. faciend. ubi lex siue decretum, quod transiuit in contractum non potest reuocari.
Potest itaqz lex per principem tolli siue reuocari, sed tunc demum si steterit in puris finibus legis uel statuti, secus si transierit in contractum et ita quoad reuocationem, non pacificantur lex et contractus principis, sed quoad Vim ligandi tantum, ita sentit Bartol. in dict.
Auff den Vierdtenn vnnd funfftenn grundt, nemblich das ein furst, auch inferior ab imperatore, aus stattlichenn Vhrsachenn, sonnderlich vmb gemeines nuzen willenn, sonnderliche Personenn, ihre eigennthumblich gerechttigkeit schmelernn, enndtziehenn, vnnd auch zur notturfft gar benehmenn müge, Darzu ist zusagenn,
das alhier kein gnugsame vrsach vorhanden, wie obenn erzehlet, Nemblichenn das die Lanndtschafft zu gewönlichenn Jahrenn, mit Saltz wohl kann versorget werdenn, Zu dem ist auch ein erzehlung des geschichts angezogenn, das sich Ire F.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas alhier kein gnugsame vrsach vorhanden, wie obenn erzehlet, Nemblichenn das die Lanndtschafft zu gewönlichenn Jahrenn, mit Saltz wohl kann versorget werdenn, Zu dem ist auch ein erzehlung des geschichts angezogenn, das sich Ire F.
Gl. habenn im hanndell vernehmenn lassenn, das Saltz so in den newenn Pfannen gesottenn werde, Ins Niederlanndt vor Fremandt1[?], vnnd an den Rhein vor Wein führenn zulassenn, daraus dann sonnderlicher vnnd nicht gemeiner nutz erscheinet, Zum anndernn, Wirdt geantwortet, Wann auch gleich Hochgeborner Furst, vnnd Fhgl.2[?] vorfahrenn, auch die Lanndtschafft Interesse gehapt hettenn, das mehr Saltzböde gebawet würdenn,
Darumb das dem gemeinen nutzen zu gute, das Saltz desto baßfeyler hette mögenn gegebenn werdenn, Weil aber dennoch auff vorgehende vertrege, die Lanndtschafft nun vonn vndencklicher zeit hero zugesehenn vnnd geduldet,
So seindt auch nach verfließung solcher vndencklicher zeitt, solche behelff im schein eines gemeinenn nutzen Itzo dargethann, gentzlich vnnd gar abgeschnittenn, vnnd kann solcher gemeiner nutz,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSo seindt auch nach verfließung solcher vndencklicher zeitt, solche behelff im schein eines gemeinenn nutzen Itzo dargethann, gentzlich vnnd gar abgeschnittenn, vnnd kann solcher gemeiner nutz,
nachmahls in diesem fall kein gnugsame vrsach sein, das dadurch den gemeinen Pfennern, Ire wohlerlangtte gerechttigkeit, mit recht könte oder möchtte entgezogenn werdenn, per iura circa tertium fundamentum, pro Dominis Salinarum adductum, relata.
Imo adduco tex. in materia ista nunq̃ tradendum obliuioni, qui expresse prohibet, in alieno fundo inuito Domino aliquid facere, nec priuato nec etiam publico nomine, ita n. dicit IConsultus Vlpianus in L.
Si constat in agro tuo lapidicinos esse, inuito te nec priuato nec publico nomine quisq̃ lapides cædere potest, cui id ius faciendi non est, hoc est iuxta glos. ibidem, cui seruitus non est cedendi,
Ecce supra deductum est, istas Salinas pertinere ad istos Dnos iure dominium quia etiamsi alias non haberent dominium, tamen hoc illud acquisiuissent ex p̄scriptione tanti temporis cuius initij memoria non existit, per s̄2 adducta.
Cum igitur Domini sint istius fundi, sequitur per tex. istum, quod neq̃ ex priuata neq̃ ex publica causa ipsis inuitis, istis Salinis quisquam possit uti, maxime etiam attentis transactionibus et conuentiones inter duces Hassiæ et illos Dnos Salinarum initis, ut s̄p.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteCum igitur Domini sint istius fundi, sequitur per tex. istum, quod neq̃ ex priuata neq̃ ex publica causa ipsis inuitis, istis Salinis quisquam possit uti, maxime etiam attentis transactionibus et conuentiones inter duces Hassiæ et illos Dnos Salinarum initis, ut s̄p.1
Vor das dritte ist zusagenn, das alle rechtte, so zu begrundung dieser dreyer Fundament dargethann, zuverstehenn sein, als das sie allein stadt habenn in der Personn des Pabsts, des Römischenn Kaisers, oder anndere Potentaten, die ein Oberherren vf erdenn nicht erkennenn, Nicht aber in Furstenn, Furstmessigenn, vnnd denenn so dem Römischenn Reich vnderworffenn, vnnd höhere Obrigkeit erkennenn, Dann dieselbenn inferiores principes a summo principe, nempe Imperatore, habenn nach gemeinem beschlus der Rechtslehrer die macht nichtt, auch aus erforderung eines gemeinenn nutzens, Jemanndts seine eigenthumbliche gerechttigkeit zuschmelernn, oder aber gar zuenndtziehenn, sondernn dis ist eine sache, die allein der höchstenn Obrigkeit zustehet, vnnd wene2 dieselbenn mit ausdrucklichenn worttenn verleyhet, vnd darumb ist das præsuppositum, darauff die fundamenta pro principe Hassiæ adducta,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVor das dritte ist zusagenn, das alle rechtte, so zu begrundung dieser dreyer Fundament dargethann, zuverstehenn sein, als das sie allein stadt habenn in der Personn des Pabsts, des Römischenn Kaisers, oder anndere Potentaten, die ein Oberherren vf erdenn nicht erkennenn, Nicht aber in Furstenn, Furstmessigenn, vnnd denenn so dem Römischenn Reich vnderworffenn, vnnd höhere Obrigkeit erkennenn, Dann dieselbenn inferiores principes a summo principe, nempe Imperatore, habenn nach gemeinem beschlus der Rechtslehrer die macht nichtt, auch aus erforderung eines gemeinenn nutzens, Jemanndts seine eigenthumbliche gerechttigkeit zuschmelernn, oder aber gar zuenndtziehenn, sondernn dis ist eine sache, die allein der höchstenn Obrigkeit zustehet, vnnd wene dieselbenn mit ausdrucklichenn worttenn verleyhet, vnd darumb ist das præsuppositum, darauff die fundamenta pro principe Hassiæ adducta,
hafftenn, Nemblich das Ffgl.1 in derselbigenn Lannde iura imperij, habe, zu gemeinenn rechttenn falsch, es were dann das Ffgl. in deme sonnderliche ausdruckliche befreyunge hette, dauonn Ich keine bericht habe, Dann die Regalien so den Furstenn des Reichs vom Römischenn Kaiser gegebenn, vermügenn diesenn fall nicht, das ein Furst dem Reich vnderthann, Jemanndts seine eigennthumbliche Gerechttigkeit, welche naturliches rechtens,
vnd iuris gentium ist, möge auch aus vrsachenn endtziehen, oder gar benehmenn, wie dann aus verlesung der Guldenn Bullenn, auch des Tittels, Quæ sint Regalia in usibus feudorum erscheint,
Ja es ist wohl scharff vnd schwer, das auch solchs dem höchstenn Furstenn, als Römischenn Kaiser gebüeren solle, Weil der eigennthumb naturlichens rechtenn wie die glos. in L.
Dergleichenn auch gesagt wirdt, Obgleich ein Römischer Kaiser, zu rechtte ein Herr ist des ganntzenn Erdtrichs, L. dep̄catio. ff. ad L.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDergleichenn auch gesagt wirdt, Obgleich ein Römischer Kaiser, zu rechtte ein Herr ist des ganntzenn Erdtrichs, L. dep̄catio1. ff. ad L.
Rhodi de iactu, So ist doch solches zuuerstehenn quantum ad iurisdictionem, vnnd souiel den hohenn Gerichtszwangk annlanngt, nicht aber das Ime die Herschafft sonnderlicher güetter, vnnd also rerum priuatarum zustünde, vnnd ist derwegenn wieder naturliche rechtte, dem Kaiser als der höhestenn Obrigkeit nachgelassenn, die Leut Irer eigennthumblichenn gerechttigkeit, de ordinaria potestate, aus stadtlichenn vrsachenn zubenehmenn, Daraus volget, das solche vrsachenn, so das naturliche recht verdruckenn sollen, nicht geringschetzige, sondernn vortrefflich, wichtige vnnd vnuermeidtlich sein müssenn,
welcher macht aber sich anndere Furstenn, wie obenn gemeldet, nicht könnenn gebrauchenn, Vt enim maximè iuxta fundamenta antea adducta princeps possit alicui aufferre dominium rei suæ, cum causa, tamen ista omnia procedunt in summo principe,
nempe in Papa Vel imperatore, secus autem est in alijs inferioribus, nempe in ducibus, Marchionibus et alijs. quia hi non possunt etiam cum causa alicui aufferre dominium rei suæ, ita concludit iason in L. fin.
Quia ita decidit in duce Begomi1, quod hoc non possit, quamuis fuerit iustus princeps, et idem esse in duce Mediolani et in Marchione Ferrariæ, id quod Jason dicit, esse summop̄e notandum pro intellectu istius mæ.2
Castrensis in L Gallg3 §. et qd si tantum XX sum. ff. d̄ lib. et posthum. ubi dicit quod inferior à principe etiam hunc generale priuilegium legitimandi non possit legitimare Spurios in præiuditium legitimorum,
quib. iam est ius q̄situm et radicatum, Facit tex. in L toties ibi, non cogitur Reip. obtemperare ff de pollicitatio, ubi deciditur sicut ibi not Bart.
dicit .n. tex. si Respub. alicui mandet ut ponat in suo statuas Imp̄atorias ad honorem principis Vel reipub. non cogitur obtemperare, atq̃ hoc Voluit Baldus in c. 1. mihi, in XI. sum.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedicit .n. tex. si Respub. alicui mandet ut ponat in suo statuas Imp̄atorias ad honorem principis Vel reipub. non cogitur obtemperare, atq̃ hoc Voluit Baldus in c. 1. mihi, in XI. sum.
Nota dicit ipse sententiam Imp̄atoris esse obseruandam, nec requiritur exactus ordo iuditiorum, quia ipse solus habet potestatem mandandi SIC FACIAS. alij autem non̄ habent potestatem mandandi FACIAS SIC.
Impa. off. enumerat hoc priuilegium tollendi ius alterius et rescribendi contra ius inter reseruata summo principi, dicens quod nullus alius hoc possit.
Accedat glos. notabilis, in c. fin. est glos. magn. in fine ibi, sed dubitan potest Vel solet, an inferior à Papa, de hæret. tt̄ VI. ubi p̄cise concludit, quod solus princeps possit rem siue ius alterius aufferre,
secus autem esse in alijs inferioribus, ita ut etiam legatus Papæ et ita inferior non possit committere causam appellatione remota, eo quod alicui per istam ademptionem appellandi, posset in iure suo p̄iudicari, de qua gloss magnum festum faciunt.
XXXIIII incipiente. super primo dubio Videtur dicendum II su.1 ubi p̄dicta omnia intelligit procedere in magistralib. temporalibus, qui non constituuntur domini, ut principes prouinciarum, Quia in concessionib. huiusmodi magistralibus factis non comp̄henduntur principi specialiter reseruata.
Secus aut dicit esse, in eis qui ab Imperatore perpetuò constituuntur principes et domini, ut sunt Reges, Duces, Comites et similes, quia tales domini st̄ in locis suis loco principis,
R7.2 quod Castrensis in dicto consilio laborauit pro pane contra ipsissimam Veritatem, nā iura per eum adducta pro ista decisione, per dictam decisionem non probant sed potius contrarium.
Quod quando Dominus Ducatus Vel Marchiæ indicit bellum alicui terræ, quod illa quæ capiuntur, non efficiuntur capientium, sed capti efficiuntur serui, quod tamen fieret si haberent iura Imperij[?] isti Domini, et in Sum.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteQuod quando Dominus Ducatus Vel Marchiæ indicit bellum alicui terræ, quod illa quæ capiuntur, non efficiuntur capientium, sed capti efficiuntur serui, quod tamen fieret si haberent iura Imperij1[?] isti Domini, et in Sum.
Quod dicta ab eo procedant in illis ciuitatibus, quæ de facto in temporalibus non recognoscunt superiorem et sic ipsi in se habent imperium, et ita nihil ad rhombum.
Quod is qui non subiacet alterius territorio reputatur fiscus et princeps in partibus suis, et ita loquitur d4 superiorem non recognoscentibus, id quod etiam fatemur.
Et per consequens iuxta iura allegata per Castrensem probat ipse Castrensis pcise5 contrarium eius quod asseruit, probat enim superiorem recognoscentes, siue sint Domini Temporales siue perpetui, de quib.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteEt per consequens iuxta iura allegata per Castrensem probat ipse Castrensis pcise contrarium eius quod asseruit, probat enim superiorem recognoscentes, siue sint Domini Temporales siue perpetui, de quib.
L. hostes. non posse alicui aufferre dominium rei suæ, siue aliud contra ius gent. constituere, siue se impedire de supremo Principi specialiter reseruatis.
Etenim dictum Doctoris siue Interptis1 debet semper intelligi 2dum leges et iura quæ allegat, ita dicit Bart. in L. non solum §. si liberonis2 Verba ff. de liber. legat. ubi Alexander in apostill.
Sum. ubi concludit quod Dni Terrarum Marchiæ, eo quod recognoscunt Papam in superiorem non possunt exerere iura Imperij in partib. suis et concludit latius, quod etiam legatus de latere non potest tollere ius alteri qsitum3,
tex. est apertus in c. fin. de confir, util et inutil. ibi nolumus per collones4 uel per confirmationes pdictas5 à legato de latere factas iura quæ Diocesanis debentur minui seu ledi.
VI. subdit idem Panormi: quod solius principis sit tollere ius alteri quæsitum, pro quo allegat not. in c. constitutus. d2 religios. domib. et regulam indultum.
Sum. ubi plura contra eā allegat, et concludit eā tunc demum in principe Imperatorem recognoscente procedere quando in inuestitura ab Imperatore principi inferiori facta exprimitur quod princeps iste possit ea facere in ducatu suo,
quæ Imperator ipse gerere posset, quia Virtute horum Vel similium Verborum forte dicit Felinus procederet consideratio Castrensis, cuius decisio ita intellecta nihil obstat conclusioni nostræ, cum non appareat Illustrissimū Hassiæ principem, hoc modo esse inuestitum ab Imperio.
Atq in istis terminis credo esse intelligendam glos. in c. constitutus in fin. d5 religios. domib. dum dicit quod Epūs et ita inferior à principe Vel papa posset ex certa et rōnabili6 causa alteri ius suum aufferre, ut procedat, Quando prædicta Verba Inuestituræ inseruntur,
alias ista glos. hoc illud nudis Verbis absq lege uel ratione firmans non posset præiudicare clarissimis fundamentis supra in con trarium adductis,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitealias ista glos. hoc illud nudis Verbis absq lege uel ratione firmans non posset præiudicare clarissimis fundamentis supra in con trarium adductis,
quæ expresse loquuntur etiam in casu, quando inferior ex causa aufferre Vellet alicui dominium rei suæ, ut latius declarat Felin. in allegat. c. quæ in Ecclar1 XXXII.
Nec enim obstat, quod isti domini Salinarum sint subditi Illustrissimi principis & Landgrauij Hassiæ, & per consequēs habere locum decisionem Innocentij in c. in nostra De iniurij et dam. dat. quod 532 Princeps possit reuocare ex causa priuilegium datum subdito,
etiamsi transierit in contractum, Rx.3 quod innocentius dictam decisionem in c. in nostra, non firmat, sed loquitur in casu, quando Subditi omnes singulariter consentiunt in statutum propter eorum consensum merito piudicat4.
Secundo procedit dicta dcisio6 quando priuilegium habet causam successiuam, nempe ne priuilegiatus teatur soluere collectam, secus autem esset si priuilegiatus dedicit7 aliquid priuilegianti et ita priuilegium transiuit in contractum et per consequens in ius gentium quia tunc non poterit reuocari etiam in præiuditium subditi.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSecundo procedit dicta dcisio quando priuilegium habet causam successiuam, nempe ne priuilegiatus teatur soluere collectam, secus autem esset si priuilegiatus dedicit aliquid priuilegianti et ita priuilegium transiuit in contractum et per consequens in ius gentium quia tunc non poterit reuocari etiam in præiuditium subditi.
sicuti in facto præsupponitur ita respondet et plurib. firmat Apostilator ad Bart. in L. omnes populi XXIX Sum. ff. de iust. et iur. et est solutio Anton. d Bu.1 quem sequitur Panor. in c. nouit XXVI Sum.
De iuditij. ubi dicit hoc procedere nisi subsit cā2, propter quam etiam ea quæ sunt iuris gentium possent reuocari, quod tamen spectat ad Imperatorem tantum et inferior a summo facere non potest p pdicta.
Sum. dum dicit quod inferior à principe summo non potest reuocare priuilegium concessum etiam subdito, multo minus contractus cum subdito celebratos, sed quod hoc spectat ad solum summum principem, per plura fundamenta ibidem per eum adducta quæ breuitatis gratia non refero. [gestrichen:
Zum Sechstenn, Do gesagt wirdt, das die verstorbene Landt=] [gestrichen: graffenn hochlöblicher gedechtnus, vonn welchenn ge=] [gestrichen: meine Pfenner, ihre gerechtigkeit erlanngt, diesem Jtzt=] [gestrichen: regierendenn Furstenn, als Jrem Successori nichtt] [gestrichen: hettenn nugenn einigenn nachteil zuziehenn, Dar=] [gestrichen: auff ist zuanntworttenn, das ein Jeglicher] Successor [gestrichen: in] Imperio, [gestrichen: vnnd viel mehr in] Ducatū uel comitatū, [gestrichen: seines vorfahrenns hanndtlung zuhalttenn pflichtigk] p tex. in c. x d probat. et ibi Canonist. [gestrichen: vnnd alle rech=] [gestrichen: te die dargegenn ein annsehenn habenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
d Bu. — d mit Strich (de Butrio)
cā — Kürzung (causa)); p pdicta (p-Kürzungen (per prædicta)
pdictam — p mit Kürzung); Zum Sechstenn (vier Zeilen durchgestrichen
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteZum Sechstenn, Do gesagt wirdt, das die verstorbene Landt=] [gestrichen: graffenn hochlöblicher gedechtnus, vonn welchenn ge=] [gestrichen: meine Pfenner, ihre gerechtigkeit erlanngt, diesem Jtzt=] [gestrichen: regierendenn Furstenn, als Jrem Successori nichtt] [gestrichen: hettenn nugenn1 einigenn nachteil zuziehenn, Dar=] [gestrichen: auff ist zuanntworttenn, das ein Jeglicher] Successor [gestrichen: in] Imperio, [gestrichen: vnnd viel mehr in] Ducatū uel comitatū, [gestrichen: seines vorfahrenns hanndtlung zuhalttenn pflichtigk] p tex. in c. x d probat. et ibi Canonist. [gestrichen: vnnd alle rech=] [gestrichen: te die dargegenn ein annsehenn habenn,
die redenn in] [gestrichen: den fellenn, do ein Kaiser, Furst oder Graue, ohne vhr=] [gestrichen: sach ein solche gerechttigkeit enndtfrembdet vnnd alie=] [gestrichen: niret, dadurch die Kaiserliche, Königliche vnnd Furst=] [gestrichen: liche] præeminentz [gestrichen: vnnd wirdigkeit hochlich beschedigt] [gestrichen: wurde,
dann solche enndtfrembdung vnnd] alienation [gestrichen: bin=2] [gestrichen: de den] Successorem in officio Vel dignitate [gestrichen: nicht, ohne das] [gestrichen: aber ist auch] Successor in officio [gestrichen: seines vorfahrenn handt=] [gestrichen: lung zuhalttenn schuldigk.] Ita probat Bart. in L. prohibere §. plane VI.
Quod Vi aut clam, ubi formaliter dicit, Quod quando donatio siue alienatio Regis uel principis fieret, in magnam diminutionem iurisdictionis regalis, tunc non posset hoc facere, etiamsi iuramento alienationem firmaret, et de hoc est tex. in c. intellecto,
extra de iureiur. ibi alienationes in piudicium3 regni sui, et contra regis honorem factas, Secus autem esset, si ista alienatio non multum diminueret iurisdictionem regni, Vel ducatus, quia tunc Valeret nec posset per successorem reuocari, et de hoc est casus, in c.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
nugenn — gestrichen, Lesung unsicher); p tex. in c. x d (Kürzungen (per, de)
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteextra de iureiur. ibi alienationes in piudicium regni sui, et contra regis honorem factas, Secus autem esset, si ista alienatio non multum diminueret iurisdictionem regni, Vel ducatus, quia tunc Valeret nec posset per successorem reuocari, et de hoc est casus, in c.
Aber alhier darff es dieser disputation nicht, dann zu deme das die Pfenner Jre Gerechttigkeitt ex titulo oneroso durch Contract vnnd vberflussige verJarung bekommenn, ist am tage, das hochberumbter Lanndtgraff, seines Herrnn Vatternn Successor hæreditarius ist,
also das S.F.G.1 diese Lannde zu Hessenn iure hæreditario bekommenn, Darumb ist auch S.F.G. zu rechtte seines Herrnn Vatters vnnd vorfahrenn hanndtlung mit Volge zugelebenn pflichtigk, wie obenn beÿ dem erstenn Fundament pro dominis Salinarum stadtlich2 deduciret.
Zum Siebenndenn, Da gesagt wirdt, das Lanndtgraff Wilhelm der mittler, zur zeit der letztenn auffgerichtenn Contracten vnmundigk gewest sein soltte, Wirdt geanntworttet,
das das wiederspiel fast aus den brieffenn erscheint, da hochermelter Furst annzeigt, das er zur selbigenn zeit die Regirung des Lanndts albereitt ange nommenn, Ergo Mus S.F.G.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas das wiederspiel fast aus den brieffenn erscheint, da hochermelter Furst annzeigt, das er zur selbigenn zeit die Regirung des Lanndts albereitt ange nommenn, Ergo Mus S.F.G.1
Je mundig gewesenn sein, Aber es ist zu recht geordenet, das wer sich auff ein vnvolkommenn altter grundet, das derselbige solchs zuerweisenn schuldigk.
Vnnd im fall, da auch gleich beybracht wurde, das Lanndtgraff Wilhelm in zeit der gehalttenenn Contracten vnmundigk gewest were, So konnte doch solches den Jtzigenn hochberumbtenn Lanndtgrauenn nicht releuiren, oder einicherley vertragenn4, Vhrsach, Dann hochbenanntter Lanndtgraff Wilhelm, hette nachvolgenndts, als S.F.G. zu Jrenn mundigenn Jarenn kommen, solche hanndtlunge bewilligt vnnd ratificiret, in deme das S.F.G. dieselbenn gepurlicher weise nicht hinderzogk, sonndernn zu beschlus seines lebenns gehalttenn,
Ja das mehr ist, Weil S.F.G. die Funfftausenndt guldenn, vnnd darnach auch viel Jar Jerlich zwey hundert gulden vonn den Pfennernn vff solche hanndtlung genommenn, so ist auch durch solch ratification der Henndell besten digk wordenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteJa das mehr ist, Weil S.F.G. die Funfftausenndt guldenn, vnnd darnach auch viel Jar Jerlich zwey hundert gulden vonn den Pfennernn vff solche hanndtlung genommenn, so ist auch durch solch ratification der Henndell besten digk wordenn,
Es were auch Lanndtgraff Wilhelm vnngeachttet des vorgehenndenn Vnmundigenn altters, dadurch verbundenn wordenn, welche verpflichttung ssgl.[?] efft[?] Jtzt regirenndenn Furstenn, als seinem Sohnn gefellet.
C. si maio. fact. ratum habuerunt. et dicit ibi glos. tm̄. nihil referre an expressis Verbis ratum habuerit, Vel aliquid faciendo, per quod Videbatur ratum habere, per L. non solum ff. rem rat. haber. et alia iura ibidem per glos. allegata.
Zum achttenn, Da vorgewanndt wirdt, das die brieue vonn Lanndtgraff Wilhelmenn den pfennernn gegeben, allein bestettigungs brieue, wehrenn, Derowegen [gestrichen: kontten] sie Innhalts des allegirten Textes in c. cum dilecta, de confirma. util. uel inutil. den pfennernn [gestrichen: kont] neue gerechttigkeit gebenn, Darauff ist zusagl.2[?] das solche brieue, nicht schlechtte bestettigungs brieue seindt, sonndernn thun einenn herlichenn Contract Inn sich halttenn, Darauff auch Lanndtgraff Wilhelm von den Pfennernn — 5000 fl. enndtpfanngenn, vnnd darnach Jerlich auff solchem Contract zweÿ hundert guldenn bis auff diese Zeit gegebenn, Zum anndernn den fall zusezenn, da es gleich auch schlechtte Bestettigungs brieue wehrenn, als doch nicht ist, dennoch wurdenn der Pfenner priuilegia damit erweist, ob sie auch gleich die altenn Priuilegien vnnd vertrege nicht vorlegtenn, oder vorzulegenn hettenn, Vrsach, dann diese brieue seindt von Lanndtgraff Wilhelmenn, als einem Furstenn zu Hessen, gegebenn, welcher auch fug vnnd macht gehatt hette, die pfenner mit solchenn Priuilegijs vonn neuenn zuversehenn, vnnd zubedennckenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteZum achttenn, Da vorgewanndt wirdt, das die brieue vonn Lanndtgraff Wilhelmenn den pfennernn gegeben, allein bestettigungs brieue, wehrenn, Derowegen [gestrichen: kontten] sie Innhalts des allegirten Textes in c. cum dilecta, de confirma. util. uel inutil. den pfennernn [gestrichen: kont] neue gerechttigkeit gebenn, Darauff ist zusagl.[?] das solche brieue, nicht schlechtte bestettigungs brieue seindt, sonndernn thun einenn herlichenn Contract Inn sich halttenn, Darauff auch Lanndtgraff Wilhelm von den Pfennernn — 5000 fl. enndtpfanngenn, vnnd darnach Jerlich auff solchem Contract zweÿ hundert guldenn bis auff diese Zeit gegebenn, Zum anndernn den fall zusezenn, da es gleich auch schlechtte Bestettigungs brieue wehrenn, als doch nicht ist, dennoch wurdenn der Pfenner priuilegia damit erweist, ob sie auch gleich die altenn Priuilegien vnnd vertrege nicht vorlegtenn, oder vorzulegenn hettenn, Vrsach, dann diese brieue seindt von Lanndtgraff Wilhelmenn, als einem Furstenn zu Hessen, gegebenn, welcher auch fug vnnd macht gehatt hette, die pfenner mit solchenn Priuilegijs vonn neuenn zuversehenn, vnnd zubedennckenn,
ob gleich die pfenner zuuorn solche befreÿung nicht gehatt hettenn, Darumb beweisenn disfals die Befestigungs brieffe, vnngeachttet, ob gleich die priuilegia so bestettigt wurden, nicht mügenn vorgelegt1[?] werdenn, Quamuis etenim confirmatio nihil noui iuris tribuat, per supdicta, Quamuis etiam Instrumentum faciens mentionem de alijs Instrumentis non faciat fidem, nisi Instrumenta relata producantur. per text. in auth.a si quis in aliquo documento C. de edend. fallunt tamen hæc omnia quando confirmans siue referens potest principaliter denouo concedere,
quia tunc non est necesse constare de relato tex. est opt. in L. si donatio C. de donatio. ubi Testator confirmabat in Testamento donationem quandam, antea in Epistola factam et post mortem testatoris non apparebat Ep̄la, decidit Imperator, nihilominus donationem Valere,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitequia tunc non est necesse constare de relato tex. est opt. in L. si donatio C. de donatio. ubi Testator confirmabat in Testamento donationem quandam, antea in Epistola factam et post mortem testatoris non apparebat Ep̄la, decidit Imperator, nihilominus donationem Valere,
et quod ista Verba confirmatoria Testatoris contineant fidei commissum non obstante, quod de donatione relata non constiterit, ratio quia testator poterat de nouo dare, et per istum text. firmat hanc doctrinam iason in dict. auth.a si quis in aliquo 1x. sum.1
Et quod ista doctrina locum habeat etiam in literis confirmatorijs docet expsse glos. ordinaria in c. si Romanorum XIX dist. est glos. pen. in Verbo desinit,
de quo latius Videndus est jason in L. more ff de iurisdictio. om. iud. et Felin. in c. inter dilectos extra De fid. instrumento VII. sum. cum similibus.
Stat igitur firma conclusio, quod Illustrissimus Hassiæ Landgrauius non potest ædificare in memorato loco litigioso, nec etiam facere, quo alij extranei, ad quos istud iuxta tenorem transactionum et priuilegiorum iure hæreditario non spectat,
sint participes commodorum ex salinis prouenientium, nec aliud attentare, quo mediante derogetur iurib9 acquisitis et competentibus Illustræ Celsitudinis suæ subditis Salinarum dominis.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesint participes commodorum ex salinis prouenientium, nec aliud attentare, quo mediante derogetur iurib9 acquisitis et competentibus Illustræ Celsitudinis suæ subditis Salinarum dominis.
Nemblich, Wann auch gleich gemeiner nuzt des Lanndts zu Hessenn vnuermeidtlich erfordert, das mehr Salzkote gebauet werdenn mustenn, vnd die Pfenner vonn wegenn solches gemeinen nuzes pflichtig darin zuwilligenn, Ob nicht solcher bau den Pfennernn mit mehrem rechtte geburte, dann hochberumbtenn Lanndtgrauenn, oder Jemanndts annders,
so zu dem Salzwercke nicht geborenn, Ist zusagenn das vff diesenn fall (: vnnd wann auch gleich vber alle obanngezeigte Rechtsgrunde, gemeines nuzenns halbenn den pfennernn Jre gerechtigkeit, souiel die anzahl der kote belanngt, mochtte entgezogenn werdenn :) die pfenner den vortritt habenn:
Dann erstlich ist klarenn rechttenn, das ein grundt herr in der nuzung seines grundes vnnd Bodenns, einem Jeglichenn dem solche Gerechttigkeitt manngelt, vorgezogen wirdt, tex. in L. p̄ses.1
C. de seruit. et aqua. ibi durum est et crudelitati proximum agmen ortum in agro tuo, agris tuis sitientib. ad aliorum usum propagari, et ita ordinata charitas incipit à seipso, ut ibidem not.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteC. de seruit. et aqua. ibi durum est et crudelitati proximum agmen ortum in agro tuo, agris tuis sitientib. ad aliorum usum propagari, et ita ordinata charitas incipit à seipso, ut ibidem not.
Anthonij De bu. et Panorm. in c. dilecti, De Arbitrij, in quantum concludunt, quod Dominus fundi profertur in pascuis omnibus extraneis, etiamsi præscripserint ibidem pecora sua pasere1, nihilominus tenentur cedere Domino si pascua non sufficerint.
Ergo p̄fertur Dn̄s. alijs Aber das kann nicht verneint werdenn, das die Pfenner des ortts, vnnd nemblich in Sodenn, Grundtherrenn vnd Domini seindt, dann solches volgtt erstlich aus der lanngkwirigenn verJährung, vonn vndenncklicher Zeit hero, wie obenn zur nottturfft bewert, Zum anndernn erscheint solches auch aus Lanndtgraff Wilhelms des mittlernn schreibenn oder brieffenn, sonnderlich aus deme, welcher im siebenn vnnd achzigstenn Jare der Weniger Zahl, (Freitags post Dionijsij datiret, da diese wortt befindenn,
Wir wollenn auch vnnd Vnsere Erbenn vnnd nachkommenn, vns in den genanntenn Bodenn vnnd Salzwercke, keiner gerechttigkeit anmassenn oder vnderziehenn, ausgeschlossenn die Obrigkeitt des Gerichts vber hals vnnd hanndt, vnnd die Gerechttigkeit vnnsers Zols, den wir oder vnser erbenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWir wollenn auch vnnd Vnsere Erbenn vnnd nachkommenn, vns in den genanntenn Bodenn vnnd Salzwercke, keiner gerechttigkeit anmassenn oder vnderziehenn, ausgeschlossenn die Obrigkeitt des Gerichts vber hals vnnd hanndt, vnnd die Gerechttigkeit vnnsers Zols, den wir oder vnser erbenn,
Ecce. hieraus erscheint klar, das die Pfenner grundt herrnn seindt auch ex titulo oneroso, Dann weil der Lanndtgraff, vor sich vnnd seine nachkommenn allein den Zoll vnnd Obrigkeit vber hals vnnd hanndt vorbehelt, So volgt notlich, das alle anndere gerechttigkeitt, den pfennernn zustehet, Vnnd wann gleich der ort, da die pfannenn gebauet werdenn sollenn,
vnnd also grundt vnnd bodenn in Sodenn zuuor einem Lanndtgrauenn eigenthumblicher weis zugestanndenn were, das doch solcher eigenthumb durch obanngezeigte Contract den Pfennernn zukommen, Quia unius exclusio alterius est inclusio, maximè cum in potestate excludentis sit,
includere et excludere tex. est in c. nonne, De præsumptio, ibi, unum negando al terum concessit, tex. in L. cum de lanionis §. quidam. ibi, legauit domum cum omnibus affixis.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteincludere et excludere tex. est in c. nonne, De præsumptio, ibi, unum negando al terum concessit, tex. in L. cum de lanionis1 §. quidam. ibi, legauit domum cum omnibus affixis.
Ergo non continentur instrumenta debitorum. et §. cum fundum. ibi, eos solos qui noiati essent. ff. de fund. instruct. tex. est in L. cum p̄tor unum ex pluribus iudicare Vetat, cæteris id committere Videtur ff. de iudicij. sequitur consulendo d.
Nam quod liquide, ibi si penus legata sit p̄ter Vinum, omnis penus legata esse videtur præter Vinum ff. de penu legat. pro qua regula plura cumulat Felin. in c.
Quoniam frequenter in princip. ut lite non constat. non procedatur Darumb volgt aus dem anndernn, das die pfenner als eÿgenthumbliche herrnn des streitigenn orts, in erbauung der neuenn Pfannenn hochberumbtenn Lanndtgrauenn vnnd menniglichenn vorgezogenn werden, Diesem grunde kompt auch wohl zu hulffe, das ob gleich anngegebener gemeiner nuze, der Landtschafft Hessenn, den pfennernn diese freÿheit vnnd gerechttigkeit enndtziehenn soltte, Nemblich das es beÿ den zweÿ vnnd vierzigk Pfannenn vnnd Bodenn, Innhalts der vertrege vnnd Contracten nicht bleibenn, sonndern der mehr erbauet vnnd auffgerichttet werdenn solttenn, So habenn doch die pfenner noch ein anndere befreÿung, vnnd wohlerlanngte Gerechttigkeit,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
de lanionis — Allegation unsicher); ut lite non constat (Lesung unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteQuoniam frequenter in princip. ut lite non constat. non procedatur Darumb volgt aus dem anndernn, das die pfenner als eÿgenthumbliche herrnn des streitigenn orts, in erbauung der neuenn Pfannenn hochberumbtenn Lanndtgrauenn vnnd menniglichenn vorgezogenn werden, Diesem grunde kompt auch wohl zu hulffe, das ob gleich anngegebener gemeiner nuze, der Landtschafft Hessenn, den pfennernn diese freÿheit vnnd gerechttigkeit enndtziehenn soltte, Nemblich das es beÿ den zweÿ vnnd vierzigk Pfannenn vnnd Bodenn, Innhalts der vertrege vnnd Contracten nicht bleibenn, sonndern der mehr erbauet vnnd auffgerichttet werdenn solttenn, So habenn doch die pfenner noch ein anndere befreÿung, vnnd wohlerlanngte Gerechttigkeit,
nemblich, das ann den benanttenn Salzwerckenn, niemanndts Pfannenn theil habenn, besizenn, oder alda Salz siedenn soll, er seÿ dann aus der gebaurschafft geborenn, Das auch die Lanndtgrauenn, Jrer f. gl. erbenn vnnd nachkommenn selbst, oder durch anndere leute, in oder auswenndigk den Sodenn,
vf eine meÿl1 weges in keine weise die Pfenner wollenn lassenn vberbauenn, Wie solches die vertrege vnnd Contracts brieue klerlich gebenn, Daraus vnuermeidlich volgt,
Ob gleich mehr Boden mustenn gebauet werdenn, das solches auch Innhaltts der vertrege vnnd Contracten, vnnd darauff der Pfenner erlangten Gerechttigkeit, durch benanntte Pfenner, vnnd nichtt durch fürstl.
Gn. zu Hessenn, oder Jemanndts anders darzu nichtt geborenn, beschehenn müste, Dann ob gleich der gemeine nutz dringet, das mehr Pfannenn erhabenn werdenn mustenn, So ist doch dem gemeinenn nutzenn nichts darann gelegenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteGn. zu Hessenn, oder Jemanndts anders darzu nichtt geborenn, beschehenn müste, Dann ob gleich der gemeine nutz dringet, das mehr Pfannenn erhabenn werdenn mustenn, So ist doch dem gemeinenn nutzenn nichts darann gelegenn,
Ob solche newe Pfannen durch den Furstenn, oder die Pfenner auffgerichttet werden Sonnder er ist allein darann begnüget, das des Saltzes im Lannde gnugsamb verschafft werde, vnnd des gar kein mangell sey.
Welcher sonnderlicher nutz den Pfennernn ihre Gerechttigkeit vnnd freyheit, zu rechte, auch in dem wenigstenn nicht kann verdruckenn, mindernn oder auffhebenn.
Nam ista vtilitas publica, quæ affert vtilitatem suam in communi et non in particulari, qualis est vtilitas Came ræ fiscalis, siue principis in iuribus de nouo quærendis non præfertur vtilitati priuatæ ita concludit Bart. in spē in L. 1.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNam ista vtilitas publica, quæ affert vtilitatem suam in communi et non in particulari, qualis est vtilitas Came ræ fiscalis, siue principis in iuribus de nouo quærendis non præfertur vtilitati priuatæ ita concludit Bart. in spē1 in L. 1.
XXV. sum. ff. sol. matrimo. vbi dicit principem solere vtilitatem priuatam subditorum p̄ferre vtilitati Cameræ suæ ne Videatur auarus, st̄ verba Bart. pro quibꝰ allegat L. ij sed corrupte, est enim L. 1 § namq; hæc omnia.
C. de 2dis2 nup. vbi Imp̄ator iubet omnia q̄ perdit mulier, infra tempus luctus nubens, dari hæredibus mulieris ab intestato Venientib. et non fisco suo.
Atq; ideo ne Viderentur Imperatores, proprium compendium subditorum vtilitati p̄ponere, statuerunt magis priuato quam fisco fauendum, et ideo in dubio contra fiscum pronunciandum esse, ita dicit iuris consult. in L. non puto. ff. de iure fisci, vbi de hoc latius per Doctores.
Unsichere Lesungen
spē — Abkürzung, wohl specie); L. 1. XXV. sum. (Allegation, Zeichen unsicher
Auff die dritte frage, Nemblich, Ob dadurch das die geschicktenn der Pfenner, welche allein beuelch gehapt, vmb erstreckung des anngesetztenn Termins zubittenn, sich habenn vernehmenn lassenn, die Pfenner wurdenn der Lanndtschafft hessenn rechtlich erkanndtnus annehmen, vnnd nicht abschlagenn, denn Pfennernn dieser nachtteil gewirckt, das sie der Lanndtschafft rechtliche erkandtnus duldenn müstenn, der geschicktenn bewilligung nach. darzu ist zuanntworttenn, Nein, dann dieweil die geschicktenn ein gemessenenn beuelch gehapt,
nemblich erstreckung des Termins zubittenn, So hatt Inenn auch nicht gepüret, solchenn beuelch zu vberschreittenn, vnnd alles was sie auch vber solchenn Irenn habenndenn beuelch gehanndtlet vnnd gewilligt, ist vonn vnkrefftenn, den Pfennernn als beuelchgebernn vnnschedtlich,
vnnd kann also aus mannglung gebürlichs mandats darfür nicht geachtet werdenn, das gemeine Gebaurschafft1, durch solche der geschicktenn bewilligung, in der Lanndtstennde rechtliche erkanndtnus compromittirt hettenn, welches durch nachuolgennde Rechtsgründe bewert wirdet.
Transactionis C. de transactionibus, vbi procurator constitus ad agendum non potest facere transactionem in præiudicium domini, nec mirum, limitata n. causa limitatum producit effectum. tex. est in L. age cum Geminiano.
Et si apparuerit de minore esse transactum, et ibi Alexander Detiꝰ2 Jason, Curtius et communiter omnes tex. est in L. in agris limitatis non habet locum ius alluuionis ff. de acqr. rer. domi.
Addo quod mandati fines diligenter st̄ custodiendi, tex. ad literam in L. diligenter ff mandat. tex. in c. cum dilecta De rescriptis. ibi, ipsi formam apostolici rescripti transponentes de quo plene p̄ Felin. in cap. causam q̄ VI sum. cum seqntib. extra de re iudicat.
Unsichere Lesungen
sp̄em — Kürzel, wohl speciem
Detiꝰ — Name Decius, Kürzel); q̄ VI sum. (Allegation, Zeichen unsicher
Lanndenn gesessenn, allein zu hanndtlung gefordert, die Innlenndischenn Pfenner vonn den auslenndischenn, vnnd so ausserhalb des Lanndes zu hessenn gesessenn, in diesem hanndell scheidenn, vnnd also trennen mugenn, darauff ist zuanntworttenn, Ob wohl hochgedachttenn fürstenn kein mas zugebenn ist, Wenn Fgl. in diesem hanndell oder auch sonnstenn bescheidenn, vnnd zu sich fordernn wollenn, So ist es doch an deme, das Fgl. in diesem hanndell der Pfenner semptliche vnnd vnnzertheilige gerechttigkeit belanngennde, mit denn Einlenndischenn Pfennernn, ob die gleich darin heletenn2[?] vnnd willigtenn, ohne der auslenndischenn Pfenner wissenn, willen, vnnd verfawortenn3[?], krefftiglich nichts schliessenn, noch orttern magk, Es habenn auch die Einlenndischenn Pfenner, nicht fugk ohnn beysein oder willenn der auslenndischenn, in diesem hanndell obangezeigte Gerechtigkeitt belanngennde, weder guetlich oder rechtlich zuverfahrenn, Vhrsach, dann diese sache, Ob sie gleich vmb vnnzertrennliche Gerechttigkeit, vorfellet, belangt sie doch die Pfenner alle in sonnderheit, darumb kan auch ohnn Ihr aller verwilligung darin nichts geschlossen werdenn, Sonnderlich auch, weil die auslenndischenn, sich des hanndels nit enndtschlagenn, sonndernn erbietigk seindt, sich nebenn denn Einlenndischenn der sachenn anzunehmenn, So könnenn in diesem fall, vnnd nach gelegennheit dieses hanndels, die Einlenndischenn auch als kriegsverwanndtenn vnnd Consortes litis, der auslenndischenn halbenn, weil sich dieselbigenn des hanndels nicht enndtschlagenn, sonndernn darbey sein wöllenn, ohnne derselbenn ausdrucklichenn beuelch hierin nichts hanndelnn oder vornehmenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter