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Salzbibel

Die Salzbibel

Das Werk als Zeitleiste: Wortlaut, Übersetzung, Zusammenfassung und Anmerkungen — frei kombinierbar

Das Werk der Reihe nach

Die Salzbibel in der Reihenfolge der Handschrift, Seite für Seite: Wortlaut, Übersetzung, Zusammenfassungen und redaktionelle Anmerkungen. Jede Ansicht und jeder der dreizehn Abschnitte lässt sich an- und abschalten; weitere Filter grenzen auf Seiten mit Abbildungen, Tabellen, Randvermerken oder unsicheren Lesungen, auf einen Band, einen Seitenbereich oder ein Suchwort ein. Der Zustand steht in der Adresszeile.

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II · 2. Buch · Band 1 · Fortsetzung

Die Entwicklung unter Landgraf Philipp dem Großmütigen

Das zweite Buch · 510 Seiten · Aufbau des Werks

HandschriftS. 150 Bl. 72v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 150

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteLiebenn Getrewenn, Vnns kömpt vonn vielenn orttenn vnnsers Furstennthumbs, Lanndenn vnd gebietenn , gleublich fur, Wie das Salzes ann allenn ortten vnnsers Furstennthumbs vnnd Lanndenn gebreche, vnd vnnpillicher vngewönlicher vffschlagk, vf das Salz gemacht werde, also das vnnser vnnderthane[?], arme, vnd reiche, in dieser zeit des manngels am Salz, das in anndern vnnd frembdenn Lanndenn, mit grossenn schwerenn kostenn suchenn vnnd haben mussenn , Dieweil dann des volcks aus Gottlichenn gnadenn Je lennger Je mehr wirdt, vnnd aus der vrsach auch die welt, vnnd sonnderlich vnnser Furstennthumb , Je lennger Je mehr salzes bedurffenn wirdt, Vnnd aber der almechtige Gott, in solchem vnnserm Furstennthumb bey euch reiche Salzadernn zu Allendorf Im Sodenn gegebenn, Welche als wir in glaublichenn bericht erfindenn, viel mehr Pfannenn dann Jtzo2 da sein, ertragenn möchtenn, So sein wir aus zeitlichem Rathe vnnserer trefflichenn Räthe, vnnd etlichen vnnser Lanndtschafft, den wir statlichenn darinne gehapt, bedacht, vnnd habenn fur rechtmessig, ehrlich , nuz, vnnd not anngesehenn, etliche mehr Pfannenn,

2

so viel die Salzadernn ertragenn mögenn, bey die andern zumachenn vnnd zubauwenn, nach gelegennheit vnnd notturfft vnnsers Furstennthumbs, auch vnnser selbst , also ferne vnns solchs vonn rechtswegenn zuthun , zugelassenn vnnd gepurlich ist , Nachdem wir aber befindenn, das weylanndt der Hochgebornne Furst, Herr Wilhelm, in der Zeitt der mitler Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Ziegennhain vnnd Nidda, darnach auch Graue zu Cazenelnpogenn, vnnd Diz, Vnnser freundtlicher lieber Herr Vatter seliger löblicher gedechtnus, [gestrichen: durch auff bericht]1 ewer Elttern, vnnd vorfahrenn,

3

der warheit grundtlich bericht sein soll, das die Bauwerschafft, gerechtigkeit vnnd freyheit, des obgemeltenn Salzwercks, so ewer Elttern vnnd vorfahrenn in solchen brieffenn vnnd siegelnn erhalttenn habenn, Ewere vorfahrenn , durch vnnsere vorelttern die vorfahrenn Lanndtgrauen zu Hessenn, gnediglich sollenn gegeben vnd verleihen wordenn ,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. [gestrichen: durch auff bericht] — kraeftig getilgte Wortfolge, Lesung der gestrichenen Woerter unsicher
  2. Jtzo — Wortanfang verschliffen, auch 'Jzo' lesbar

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HandschriftS. 151 Bl. 73r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 151

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteder warheit grundtlich bericht sein soll, das die Bauwerschafft, gerechtigkeit vnnd freyheit, des obgemeltenn Salzwercks, so ewer Elttern vnnd vorfahrenn in solchen brieffenn vnnd siegelnn erhalttenn habenn, Ewere vorfahrenn , durch vnnsere vorelttern die vorfahrenn Lanndtgrauen zu Hessenn, gnediglich sollenn gegeben vnd verleihen wordenn ,

2

Dieweil aber vnnser Herr vnnd Vatter seliger der Zeitt , der Jare noch Jung vnnd vnnmundig gewesenn ist, So weill ewer vnnd vnnser notturfft erfordernn, das ihr vnns vonn solchenn brieffenn vnnd siegelnn glaubliche vnnd warhafftige annzeigung thut .

3

Damit wir berichttet mügenn werdenn, aus was vrsachenn das vnnser vnmundiger Herr vnnd Vatter, zu solcher Confirmation der priuilegien bewegt seye wordenn1 , vnnd ob die gegrundet seyenn,

4

oder nit, Wo wir dann dieselbigenn dermassenn gegrundet befindenn, das sie seiner Lieb zugebenn gepurt habenn, vnnd gemeinem nuz vnnd notturfft vnnsers Furstennthumbs nicht zuwedder, oder verhinderlich sein .

5

So wollenn wir vnns darinne, als einem ehrlichenn Furstenn des Heiligenn Reichs zuthun gepurt, halttenn vnd erzeigenn, Dann ihr hapt euch ohne allenn zweiuel des zuberichttenn, das einer der vff vergangene sache[?]2 vnnd gerechtigkeit, vnnd bericht eines anndernn Confirmiret, vom newem nichts gibt, oder das verschreibet, Sonndernn das vorgegebene Confirmiret, In gleichnus hapt ihr euch auch zuberichttenn, so etwas [gestrichen: vff] vngnugsamenn, oder vnvolkommenem bericht in der gestalt Confirmiret vnnd bestettiget were, vnnd sonnderlich das gemeinem nuz vnnd notturfft zuwiedder, vnnd verhinderlich were, das seine Liebe selbst, so die nochlebte , noch wir als derselbigten erbenn, solchs also zuvolnziehenn nit schuldige, dann alles das gemeinem nuze vnnd notturfft zuwiedder vnnd verhinderlich, das ist im rechtenn nit bestenndige , Vnnd demnach aus obgemeltenn vnnd anndernn redtlichenn bewegenndenn vrsachenn, So ist vnnser gnedig vnnd ernnstlich erfordernn, das ihr alle sampt vnnd sonnderlich, so obgemelts Salzwergks halbenn Interesse vnnd gerechtigkeitt habenn, vnnd zu Allenndorff, Vnnd in vnnserm Furstennthumb in der nehe, da sie in der zeit zubekommen sein, wohnen, durch euch selbst, oder ewer volmechttige Bottschafft, vnnd anwelde, volkomlich ohne hindersich bringenn, zu hanndtlenn, vf nechst Sonnabenndt, Jegen den abendt alhie erscheinet, Geschicht, dieses vnnd anders vnser vorhaltten anzuhörenn, vnnd vom obgemelten bericht, der hochermeltten vnserm herrn vnnd vattern geschehenn ist, warhafftige anzeigunge, mit vnser elttern brieff vnnd siegell [übergeschrieben: vnd] andern berichtt, der zum rechtten gnugsamb sey zuthun Desgleichenn ob ihr weitter priuilegia hettet, von den alttern vorfahrenn furstenn zu Hessenn, vnnd dieselbigenn anzuzeigenn, Was wir dann befinden, das rechtmessig bewilligt vnnd außgangenn, vnnd gemeinem nutz nit zu wiedder, oder verhinderlich were,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. bewegt seye wordenn — durch 'bewegt' laeuft ein langer Federstrich; wohl Zierstrich, keine Tilgung, da das Wort im Satz benoetigt wird
  2. sache[?] — Wortende im Schlussschnoerkel verschliffen

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HandschriftS. 152 Bl. 73v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 152

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSo wollenn wir vnns darinne, als einem ehrlichenn Furstenn des Heiligenn Reichs zuthun gepurt, halttenn vnd erzeigenn, Dann ihr hapt euch ohne allenn zweiuel des zuberichttenn, das einer der vff vergangene sache[?] vnnd gerechtigkeit, vnnd bericht2 eines anndernn Confirmiret, vom newem nichts gibt, oder das verschreibet, Sonndernn das vorgegebene Confirmiret, In gleichnus hapt ihr euch auch zuberichttenn, so etwas [gestrichen: vff]1 vngnugsamenn, oder vnvolkommenem bericht in der gestalt Confirmiret vnnd bestettiget were, vnnd sonnderlich das gemeinem nuz vnnd notturfft zuwiedder, vnnd verhinderlich were, das seine Liebe selbst, so die nochlebte , noch wir als derselbigten erbenn, solchs also zuvolnziehenn nit schuldige, dann alles das gemeinem nuze vnnd notturfft zuwiedder vnnd verhinderlich, das ist im rechtenn nit bestenndige3 , Vnnd demnach aus obgemeltenn vnnd anndernn redtlichenn bewegenndenn vrsachenn, So ist vnnser gnedig vnnd ernnstlich erfordernn, das ihr alle sampt vnnd sonnderlich, so obgemelts Salzwergks halbenn Interesse vnnd gerechtigkeitt habenn, vnnd zu Allenndorff, Vnnd in vnnserm Furstennthumb in der nehe, da sie in der zeit zubekommen sein, wohnen, durch euch selbst, oder ewer volmechttige Bottschafft, vnnd anwelde, volkomlich ohne hindersich bringenn, zu hanndtlenn, vf nechst Sonnabenndt, Jegen den abendt alhie erscheinet, Geschicht, dieses vnnd anders vnser vorhaltten anzuhörenn, vnnd vom obgemelten bericht, der hochermeltten vnserm herrn vnnd vattern geschehenn ist, warhafftige anzeigunge, mit vnser elttern brieff vnnd siegell [übergeschrieben: vnd] andern berichtt, der zum rechtten gnugsamb sey zuthun Desgleichenn ob ihr weitter priuilegia hettet, von den alttern vorfahrenn furstenn zu Hessenn, vnnd dieselbigenn anzuzeigenn, Was wir dann befinden, das rechtmessig bewilligt vnnd außgangenn, vnnd gemeinem nutz nit zu wiedder, oder verhinderlich were,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. [gestrichen: vff] — kurzes getilgtes Wort nach 'was'; Lesung 'vff' unsicher
  2. bericht — langer Federstrich durch das Wort; wohl Zierstrich, keine Tilgung, da das Wort im Satz benoetigt wird
  3. bestenndige — Federstrich durch das Wortende; wohl Zierstrich, keine Tilgung

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HandschriftS. 153 Bl. 74r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 153

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSo wollenn wir vnns darinne, als einem ehrlichenn Furstenn des Heiligenn Reichs zuthun gepurt, halttenn vnd erzeigenn, Dann ihr hapt euch ohne allenn zweiuel des zuberichttenn, das einer der vff vergangene sache[?] vnnd gerechtigkeit, vnnd bericht eines anndernn Confirmiret, vom newem nichts gibt, oder das verschreibet, Sonndernn das vorgegebene Confirmiret, In gleichnus hapt ihr euch auch zuberichttenn, so etwas [gestrichen: vff] vngnugsamenn, oder vnvolkommenem bericht in der gestalt Confirmiret vnnd bestettiget were, vnnd sonnderlich das gemeinem nuz vnnd notturfft zuwiedder, vnnd verhinderlich were, das seine Liebe selbst, so die nochlebte , noch wir als derselbigten erbenn, solchs also zuvolnziehenn nit schuldige, dann alles das gemeinem nuze vnnd notturfft zuwiedder vnnd verhinderlich, das ist im rechtenn nit bestenndige , Vnnd demnach aus obgemeltenn vnnd anndernn redtlichenn bewegenndenn vrsachenn, So ist vnnser gnedig vnnd ernnstlich erfordernn, das ihr alle sampt vnnd sonnderlich, so obgemelts Salzwergks halbenn Interesse vnnd gerechtigkeitt habenn, vnnd zu Allenndorff, Vnnd in vnnserm Furstennthumb in der nehe, da sie in der zeit zubekommen sein, wohnen1, durch euch selbst, oder ewer volmechttige Bottschafft, vnnd anwelde, volkomlich ohne hindersich bringenn, zu hanndtlenn, vf2 nechst Sonnabenndt, Jegen den abendt alhie erscheinet, Geschicht, dieses vnnd anders vnser vorhaltten anzuhörenn, vnnd vom obgemelten bericht, der hochermeltten vnserm herrn vnnd vattern geschehenn ist, warhafftige anzeigunge, mit vnser elttern brieff vnnd siegell [übergeschrieben: vnd] andern berichtt, der zum rechtten gnugsamb sey zuthun Desgleichenn ob ihr weitter priuilegia hettet, von den alttern vorfahrenn furstenn zu Hessenn, vnnd dieselbigenn anzuzeigenn, Was wir dann befinden, das rechtmessig bewilligt vnnd außgangenn, vnnd gemeinem nutz nit zu wiedder, oder verhinderlich were,

2

Darinne wollenn wir vnns wie gemelt fürstlich vnnd gepurlich erzeigenn, Aber das ander so gemeinem nutz vnnd notturfft zuwidder vnnd verhinderlich were, zu gepurlicher milterung vnnd rechtmessigkeitt, ohn ewern schadenn, messigenn vnnd miltternn, Dann wir wollenn euch nit pergenn[?], das wir nit gemeint sein, Jemanndts abbruch oder schadenn zuthun, Sonndernn die zwo vnnd vierzigk pfannenn Jn ihrem wesenn pleibenn zulassenn, vnd darnebenn anndere mehr, vnns vnnd dem Furstenthumb zu gutenn, bawenn vnnd zumachenn, sein auch geneigt mit euch ordenunge vnnd satzung, Siedens, Holtzes vnnd Saltzkauffs, darmit einer denn anndernn, an dem seinenn Jnn nicht verhindere, oder schadenn zufügenn, Sonndernn das dasselbe also stette vnnd feste kunfftiglich gehaltenn werdenn möchtte, zumachenn, darzu vf wege zugedennckenn, wie der Saltzbrunn möge gebessert, auch holtz vnnd Wellenn zum Sieden, mit leichtterm vnnd neherm kostenn zu wegenn bracht,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. wohnen — Wortende verschliffen, auch ,wonen' oder ,wohnem' lesbar
  2. vf — Kurzes Wort vor ,nechst', auch ,es' lesbar); ohn ewern (Endungen verschliffen, auch ,ohne ewerm' möglich

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HandschriftS. 154 Bl. 74v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 154

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDarinne wollenn wir vnns wie gemelt fürstlich vnnd gepurlich erzeigenn, Aber das ander so gemeinem nutz vnnd notturfft zuwidder vnnd verhinderlich were, zu gepurlicher milterung vnnd rechtmessigkeitt, ohn ewern schadenn, messigenn vnnd miltternn, Dann wir wollenn euch nit pergenn1[?], das wir nit gemeint sein, Jemanndts abbruch oder schadenn zuthun, Sonndernn die zwo vnnd vierzigk pfannenn Jn ihrem wesenn pleibenn zulassenn, vnd darnebenn anndere mehr, vnns vnnd dem Furstenthumb zu gutenn, bawenn vnnd zumachenn, sein auch geneigt mit euch ordenunge2 vnnd satzung, Siedens, Holtzes vnnd Saltzkauffs, darmit einer denn anndernn, an dem seinenn Jnn nicht verhindere, oder schadenn zufügenn, Sonndernn das dasselbe also stette vnnd feste kunfftiglich gehaltenn werdenn möchtte, zumachenn, darzu vf wege zugedennckenn, wie der Saltzbrunn möge gebessert, auch holtz vnnd Wellenn zum Sieden, mit leichtterm vnnd neherm kostenn zu wegenn bracht,

2

Vnnd die Ordnung vorgenommenn werdenn möchtte die euch vnnd vns nutzlich, vnnd Jedermann treglich sein mochtte, Derhalbenn so wollet ewer Gesanndtenn, so ferne ihr selbst nit alle erscheinenn möget, vonn diesenn allen beuehl thun, darinne im falle, da wir die sachenn also befindenn werdenn, als wir nit zweiueln, das vnns solchs also zuthun gepurt, enndtlich zu schliessenn, vnd damit vf die abwesendenn nit verziehenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. pergenn — Auch ,fergenn' lesbar; gemeint wohl ,bergen/verbergen'
  2. ordenunge — Wortende verschliffen, auch ,ordenungenn' möglich

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HandschriftS. 155 Bl. 75r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 155

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnd die Ordnung vorgenommenn werdenn möchtte die euch vnnd vns nutzlich, vnnd Jedermann treglich sein mochtte, Derhalbenn so wollet ewer Gesanndtenn, so ferne ihr selbst nit alle erscheinenn möget, vonn diesenn allen beuehl thun, darinne im falle, da wir die sachenn also befindenn werdenn, als wir nit zweiueln, das vnns solchs2 also zuthun gepurt, enndtlich zu schliessenn, vnd damit vf die abwesendenn nit verziehenn,

2

dann wir derselbigenn zu diesem hanndell nit dorfftenn, vnd ohne das in bericht findenn, das am anndernn orttenn, da Saltzwerck sein, ein Jeder sein theil selbst berechnenn müssenn,

3

[Zeilenfüller] Solches wollenn wir euch also aus notturfft des Furstenthumbs vnnd gemeinen nutzes, vnangezeigtt nit lassenn, vnnd wollenn vnns also zu euch versehenn, Datum Cassell am Dinstage nach Trium Regum Anno 38 Philips zu Hessenn sst.1

4

Vnnsernn liebenn Getrewenn Saltzgreuenn, Pfennern, vnnd der ganntzenn Gebaurschafft des Saltzwergks zu Allenndorff in den Soden, vnd daherumb gesessenn, vnd wohnende, Instruction darmit die Verordenntenn den tagk zu Cassell erstlichen besucht .Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Philips zu Hessenn sst. — Stark verschnörkelte Unterschriftszeile; vor ,zu' evtl. Kürzel (,L.' für Landgraf oder ,czu'), Schlusskürzel ,sst.' (subscripsit)
  2. solchs — Erster Buchstabe verschliffen, auch ,selchs' lesbar

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HandschriftS. 156 Bl. 75v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 156

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnsernn liebenn Getrewenn Saltzgreuenn, Pfennern, vnnd der ganntzenn Gebaurschafft des Saltzwergks zu Allenndorff in den Soden, vnd daherumb gesessenn, vnd wohnende, Instruction darmit die Verordenntenn den tagk zu Cassell erstlichen besucht .

2

Instruction vnnd beueles1[?] gemeiner Pfenner der Baurschafft zu Sodenn zu Allenndorff ann der Werra, souiel dieser zeit zusammenn gewest, habenn den Ernuestenn, Ersamenn vnnd vorsichtigenn, aßmus vonn Butlar, Johann Schaffnit den Elttern, erbann[?] Tholdenn[?], vnnd Johann Riedennstein, Johann Caßelmann2[?], Burgermeister zu Allenndorff, Gabriel Gautzler3[?], vnnd anndres Strecker, zeiger brieffs,

3

ann den durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd Herrn Herrenn Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnpogenn, Ditz, Ziegennhain vnnd Nidda, Vnnsern gnedigen Landtsfurstenn vnnd Herrenn,

4

vff Jtzt[?] sfgl. gnedigenn vorbescheidt solchenn anngesatztenn tage den zubesuchenn, als verhindert, vnnd vmb erstreckung solchs tags vnndertheniglich zubittenn, munndtlich anzutragk beuohlenn[?], also vnnd dero gestalt wie volgett.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. beueles — Auch ,beuelchs' lesbar (Befehls)); erbann Tholdenn (Vorname auch ,vrbann' lesbar; Nachname auch ,Choldenn' möglich (auf 77v Zeile 13 klarer: ,Tholde')
  2. Caßelmann — Anfangsbuchstabe auch ,L' lesbar (,Laßelmann')
  3. Gautzler — Anfangsbuchstabe auch ,S' lesbar (,Sautzler')); vff Jtzt sfgl. (Kürzelgruppe; wohl ,vff Jtzt s(einer) f(urstlichen) g(naden)l(iebden)', auch ,Jrt'/,ditz' lesbar

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HandschriftS. 157 Bl. 76r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 157

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevff Jtzt[?] sfgl.2 gnedigenn vorbescheidt solchenn anngesatztenn tage den zubesuchenn, als verhindert, vnnd vmb erstreckung solchs tags vnndertheniglich zubittenn, munndtlich anzutragk beuohlenn1[?], also vnnd dero gestalt wie volgett.

2

Erstlich sollenn die gedachtenn vnnser Pfenner vnnd Baurschafft zum Sodenn, abgeferttigte beuelchaber Hochgedachtenn vnnserm gnedigenn Herrenn vnnd Furstenn zu Hessenn, munndtlich vortragenn, Nachdem gemeinenn Pfennern zum Sodenn sfgl. schreibenn vnnd erfordernn, vergangenn Mittwochenn, nach Egidij vmgeuehrlich zu mittage zukommen, der gemeinenn Pfenner vnnderthenig enndtpfanngen, erbrochenn, vnnd verlesenn, des Innhalts, vnnd den also nachzukommenn, vnnd den anngesetzten tage zubesuchenn, wir vnns in vnnserenn pflichten, noch schuldigk erkennenn , Dieweil aber vber vnnserm möglichenn vorgewantem vleis, die Gemeine Pfenner so Jn die Baurschafft erwehlet3[?], vnnd gehörenn, wir in solcher kurtzheitt, nit4 habenn könnenn zu vnns erfordernn, vnd bekommenn, vnnd vnns ohne derselbenn abwesenden mit wissenn vnnd verwilligenn, Jnn einige sachenn vnd hanndelung einzulassenn, nit will geziemenn, wie dann sfgl. aus fürstlichem verstannde gnediglich habenn zuermessenn, auch dieweil etliche vnnser mitpfenner, dieser zeit nit annheimisch befundenn, auch vnnser Bottschafft nit antroffen, die wir doch zu solchem tage, vnnser hohenn noturft nach zugeprauchenn, vnnd nit enndtrahtenn könnenn, auch die Jenigenn darauff wir vnns vertrost, vnnd ann vnnserm wortt zugebrauchen[?] verhofftenn, in so kurtzer eyle nit bekommenn mögenn, Aus denenn vnnd anndernn vnnserm beweglichen verhinderung vnnd vhrsach sollenn vnnser Gesanndtenn beuelch habenn, vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn vonn vnnser aller wegen vnndertheniglich vnnd mit hochstem vleis zubittenn, sfgl. wollenn aus anngezeigttenn vhrsachenn, vnnsers aussenpleibenns, nit in vngnadenn habenn, aber ditzmahls, dieweil vnns vnmuglich, in solcher großwichttigenn sachenn, in so kurtzer frist, vnnser notturfft nach, vnns nit habenn konnenn oder mögenn geschickt machenn, gnediglich vnnd gnugsamb enndtschuldigt nehmen,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. beuohlenn — Wortanfang der Seite, Fortsetzung von ,anzutragk='; auch ,beuehlenn' lesbar
  2. sfgl. — Kürzel ,sfgl.' (seiner fürstlichen gnaden); Buchstabenfolge verschliffen
  3. erwehlet — Mittelteil verschliffen, auch ,erwelet'/,erwerbet' lesbar
  4. nit — Auch ,mit' lesbar; Kontext spricht für ,nit'

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HandschriftS. 158 Bl. 76v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 158

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteErstlich sollenn die gedachtenn vnnser Pfenner vnnd Baurschafft zum Sodenn, abgeferttigte beuelchaber Hochgedachtenn vnnserm gnedigenn Herrenn vnnd Furstenn zu Hessenn, munndtlich vortragenn, Nachdem gemeinenn Pfennern zum Sodenn sfgl. schreibenn vnnd erfordernn, vergangenn Mittwochenn, nach Egidij vmgeuehrlich zu mittage zukommen, der gemeinenn Pfenner vnnderthenig enndtpfanngen, erbrochenn, vnnd verlesenn, des Innhalts, vnnd den also nachzukommenn, vnnd den anngesetzten tage zubesuchenn, wir vnns in vnnserenn pflichten, noch schuldigk erkennenn , Dieweil aber vber vnnserm möglichenn vorgewantem vleis, die Gemeine Pfenner so Jn die Baurschafft erwehlet[?], vnnd gehörenn, wir in solcher kurtzheitt, nit habenn könnenn zu vnns erfordernn, vnd bekommenn, vnnd vnns ohne derselbenn abwesenden mit wissenn vnnd verwilligenn, Jnn einige sachenn vnd hanndelung einzulassenn, nit will geziemenn, wie dann sfgl. aus fürstlichem verstannde gnediglich habenn zuermessenn, auch dieweil etliche vnnser mitpfenner, dieser zeit nit annheimisch befundenn, auch vnnser Bottschafft nit antroffen, die wir doch zu solchem tage, vnnser hohenn noturft nach zugeprauchenn, vnnd nit enndtrahtenn könnenn, auch die Jenigenn darauff wir vnns vertrost, vnnd ann vnnserm wortt zugebrauchen1[?] verhofftenn, in so kurtzer eyle nit bekommenn mögenn, Aus denenn vnnd anndernn vnnserm beweglichen verhinderung vnnd vhrsach sollenn vnnser Gesanndtenn beuelch habenn, vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn vonn vnnser aller wegen vnndertheniglich vnnd mit hochstem vleis zubittenn, sfgl. wollenn aus anngezeigttenn vhrsachenn, vnnsers aussenpleibenns, nit in vngnadenn habenn, aber ditzmahls, dieweil vnns vnmuglich, in solcher großwichttigenn sachenn, in so kurtzer frist, vnnser notturfft nach, vnns nit habenn konnenn oder mögenn geschickt machenn, gnediglich vnnd gnugsamb enndtschuldigt nehmen,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. zugebrauchen — Wortende verschliffen, auch ,zugebrauch' lesbar

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HandschriftS. 159 Bl. 77r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 159

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteErstlich sollenn die gedachtenn vnnser Pfenner vnnd Baurschafft zum Sodenn, abgeferttigte beuelchaber Hochgedachtenn vnnserm gnedigenn Herrenn vnnd Furstenn zu Hessenn, munndtlich vortragenn, Nachdem gemeinenn Pfennern zum Sodenn sfgl. schreibenn vnnd erfordernn, vergangenn Mittwochenn, nach Egidij vmgeuehrlich zu mittage zukommen, der gemeinenn Pfenner vnnderthenig enndtpfanngen, erbrochenn, vnnd verlesenn, des Innhalts, vnnd den also nachzukommenn, vnnd den anngesetzten tage zubesuchenn, wir vnns in vnnserenn pflichten, noch schuldigk erkennenn , Dieweil aber vber vnnserm möglichenn vorgewantem vleis, die Gemeine Pfenner so Jn die Baurschafft erwehlet[?], vnnd gehörenn, wir in solcher kurtzheitt, nit habenn könnenn zu vnns erfordernn, vnd bekommenn, vnnd vnns ohne derselbenn abwesenden mit wissenn vnnd verwilligenn, Jnn einige sachenn vnd hanndelung einzulassenn, nit will geziemenn, wie dann sfgl. aus fürstlichem verstannde gnediglich habenn zuermessenn, auch dieweil etliche vnnser mitpfenner, dieser zeit nit annheimisch befundenn, auch vnnser Bottschafft nit antroffen, die wir doch zu solchem tage, vnnser hohenn noturft nach zugeprauchenn, vnnd nit enndtrahtenn könnenn, auch die Jenigenn darauff wir vnns vertrost, vnnd ann vnnserm wortt zugebrauchen[?] verhofftenn, in so kurtzer eyle nit bekommenn mögenn, Aus denenn vnnd anndernn vnnserm beweglichen verhinderung vnnd vhrsach sollenn vnnser Gesanndtenn beuelch habenn, vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn vonn vnnser aller wegen vnndertheniglich vnnd mit hochstem vleis zubittenn, sfgl. wollenn aus anngezeigttenn vhrsachenn, vnnsers aussenpleibenns, nit in vngnadenn habenn, aber ditzmahls, dieweil vnns vnmuglich, in solcher großwichttigenn sachenn, in so kurtzer frist, vnnser notturfft nach, vnns nit habenn konnenn oder mögenn geschickt machenn, gnediglich vnnd gnugsamb enndtschuldigt nehmen,

2

Vnnd beschließlich sfgl. vonn vnnser aller wegenn, aufs aller vnnderthenigst, vnnd vleisigst zubittenn, sfgl. wollenn vnns aus furstlicher milttigkeit so gnedig sein, vnnser annliegennde disfals in gnadenn bedennckenn, vnnd vnns vnnser hohenn notturfft nach, den itzigenn ernannttenn tagk vnd termin2 bis vf ein anndere gereume vnd bequeme zeit, doch nach sfgl. gelegennheit erstreckenn, Tröstlicher hofnung sfgl. als vnnser gnediger Lanndtsfurst vnd Herr, werdenn vnns gemeinenn Pfenner vnd Baurschafft zum Sodenn, als sfgl. vnnderthanenn, solcher zimblichen1[?] bitt nit versagenn, aber darinne Furstlich vnnd gnediglich erzeigenn , Das wollenn gemeine Pfenner vnnd Baurschafft zum Sodenn, mit Jrem gehorsamenn vnnderthenigen vnd willigenn diennstenn, vmb viel hochgedachtte sfgl. allezeitt zuuerdienenn, willig vnnd vnuerdrossenn sein, Darauff alles sfgl. vmb gnedige antwort zubittenn,

Unsichere Lesungen

  1. zimblichen — Anfangsbuchstabe verschliffen, auch ,himblichen' lesbar; wohl ,ziemlichen'
  2. termin — In lateinischer Schrift abgesetzt; Lesung sicher, Schriftwechsel vermerkt

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HandschriftS. 160 Bl. 77v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 160

1

Des zu vrkundt habenn wir die Ersamenn fursichttigenn Herren Burgermeister vnnd Rath zu Allenndorff, diese vnnsere Instruction zuuersieglenn, gutlich gebettenn , das wir Jtztgenantenn Burgermeister vnnd Rath, vnnser Stadt gemein Secret, vmb gutlicher bitt willenn, doch vnns dem Rath, vnnd gemeiner Stadt ohnne schadenn, bey ennde der schrifft getruckt, bekennen, datt.1[?] Sontags am achtenn tag nach heiligenn Dreyenn Konigenn, im acht vnd dreißigstenn Jare,

2

sein die Ernuestenn, Ersamenn vnnd fursichtigenn aßmus vonn Butlar, Johann Schaffnit der Eltter, Erbann[?] Tholde, Johann Riedennstein, vnnd Johan Caßelmann2[?] Burgermeister zu Allenndorff, Gabriel Gautzler3[?], vnnd anndreas Strecker,

3

sampt anndernn vom Adell vnnd Stedtenn, so mit Jnn die Baurschafft der Pfenner gehörenn, vnnd daselbst zu Cassell befundenn vnnd anntroffenn zu eilff auhrenn[?] zu mittag vor Weins[?] gnedigl .Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. datt. — Abgekürztes ,datum' am Zeilenende, auch ,date' lesbar); Erbann Tholde (Vorname auch ,Vrbann' lesbar (vgl. 75v Zeile 9)
  2. Caßelmann — Anfangsbuchstabe auch ,L' lesbar (,Laßelmann')
  3. Gautzler — Anfangsbuchstabe auch ,S' lesbar (,Sautzler')); eilff auhrenn zu mittag vor Weins (Zeilenende stark verschliffen; ,auhrenn' = Uhren; ,vor Weins' unklar, evtl. ,vor Essens'; Fortsetzung ,gnedigl=' auf der Folgeseite

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HandschriftS. 161 Bl. 78r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 161

1

Fortsetzung von der vorigen Seitesampt anndernn vom Adell vnnd Stedtenn, so mit Jnn die Baurschafft der Pfenner gehörenn, vnnd daselbst zu Cassell befundenn vnnd anntroffenn zu eilff auhrenn[?] zu mittag vor Weins[?] gnedigl .

2

Furstenn vnnd herrnn zu Hessenn, vnnd deßelbenn treffennlichenn Räthenn, vnnd auch vonn Stedten, vf dem Schlos in sfgl.1

3

Gemach erschienenn, vnnd vorkommenn, Irenn beuelch vnnd Instruction vbergebenn, vnnd gebettenn, wie darinne gebetten.

4

Darauff sich sfgl. mit derselbenn dapfferenn vnnd beysitzenndenn Räthenn, bedacht, vnnd beredt, vnnd vnngefehrlich mit dieser anntwort begegnet, Erstlich hatt sfgl. die anntwort gebenn, Nach dem er die Pfenner samptlich zu Allenndorff, vnnd darumbhero im Furstenthumb gesessenn, beschriebenn, vnnd gefordert, vnnd sie mit der gestalt, vermöge der Citation, mit voller gewaltt annkommenn, befrembt sfgl. mit wenig,

5

hett sichs auch nit2[?] versehenn, Das3[?] vonn den Sechs verordentenn, mit zuthun der andern annkommenden also sfgl. verantwort, das solchs an der Zeit gemanngelt,

6

vnnd sie in der eyle nit haben die Pfenner versamblenn, viel weniger vnnser notturfft nach den tage mit voller gewalt habenn beschicken können, vnnd abermahls wie in der Instruction verleibt, gebeten, .Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. sfgl. — Wiederkehrende Abkürzung (wohl 'seiner fürstlichen gnaden'), Buchstabenfolge sfgl. so gelesen; gilt fuer alle Vorkommen auf dieser Seite
  2. nit — nit oder mit, i-Punkt nicht sicher erkennbar
  3. Das — Schluss-s sieht wie b aus; Lesung Das nach Kontext

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HandschriftS. 162 Bl. 78v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 162

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd sie in der eyle nit haben die Pfenner versamblenn, viel weniger vnnser notturfft nach den tage mit voller gewalt habenn beschicken können, vnnd abermahls wie in der Instruction verleibt, gebeten, .

2

Darauff vnns sfgl. weitter vorgehalttenn, vnnd gefragt, ob wir auch etwas vonn1 brieff vnnd siegeln, vnnd gerechttigkeitt, oder derselbigenn Copien hettenn, die vorzupringenn:

3

Vff solche frage ist die anntwort gebenn, das die Pfenner solchs also eylenndt, durch einenn geschwornen Notarien, der Pfenner Jura, Priuilegien, freyheitenn, vnnd gerechttigkeittenn, nit habenn bekommenn, viel weniger vor diesem tage abcopyren könnenn, Fermer2 hatt vnns sfgl. vorgehalttenn, Dieweil zum theil fast die vornembstenn vnntter den Pfennern Jegennwerttig, Woltenn wir nuhn3[?] sfgl. vnns dem4[?] laßenn, So woltte sfgl. vnns sein gemüt vnnd meinung weitter eroffenenn vnnd vorhalttenn,

4

Dann sfgl. des gemüts nicht, das solchs sein vornehmenn, Jemanndt an den drey vnnd vierzigk Pfannenn nachteilig oder schedtlich sein soltte, die Pfannenn Salzes soll vf Sechs Guldenn, wie sie Jtzt giltet,

5

vnnabbrüchlich stehenn . bleibenn, er wolle sich auch mit den Pfennernn vmb die Sohle vergleichenn, das sfgl. ein tagk vmb den andernn mochtenn schepffenn, siedenn vnnd geprauchenn, Es solle auch sfgl.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. vonn — vonn oder vom, Minims nicht eindeutig
  2. Fermer — Fermer oder Fernner (= ferner), rm/rnn nicht sicher zu trennen
  3. nuhn — Wort mit starkem Schnörkel am Zeilenende; Lesung nuhn (= nun), auch nichtt oder mitt denkbar
  4. dem — kurzes Wort vor laßenn, Lesung dem unsicher

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HandschriftS. 163 Bl. 79r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 163

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnabbrüchlich stehenn . bleibenn, er wolle sich auch mit den Pfennernn vmb die Sohle vergleichenn, das sfgl. ein tagk vmb den andernn mochtenn schepffenn, siedenn vnnd geprauchenn, Es solle auch sfgl.

2

Salz, den Pfennernn an Irem kauffe vnnd abfurenn nit verhindernn, dann sfgl. wollenn allein das außerhalb Lanndes zu waßer vnnd Lannde, nach dem Rheine vor blein1[?], vnnd nach dem NiederLannde vor anndere fromande2[?] verfurenn lassenn, Wann aber im Furstenthumb am Salz manngel wurde, alse denn etlich Zahl Pfannenn zu der notturfft verkeuffenn, vnnd abführenn lassenn,

3

Item solchs Meins gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn vernehmenn soltte auch den Pfennernn, an Iren geholtzs3[?], ohne schaden sein, die Pfenner allein vor sich zu Irer notturfft behalttenn, vnnd geprauchenn,

4

Dann sfgl. wollenn Ihr eigenn geholtze aus den Ampten, Wannfriedenn Ludweigstein, vnnd anndere das zugeprauchenn, vnnd mit helffenn, Rathenn, vnnd dennckenn4[?], dar mitt solch geholtz in besserung bracht, .Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. vor blein — Wort nach 'Rheine vor' mit Lücke geschrieben (b + lein); Lesung ganz unsicher, vielleicht Ortsname (Cöln?)
  2. fromande — wohl fremande/frembde (Fremde) gemeint; o/e und Nasalstrich unklar
  3. geholtzs — Wortende mit Schnörkel, geholtzs oder geholtze
  4. dennckenn — auch demnebenn lesbar

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HandschriftS. 164 Bl. 79v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 164

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDann sfgl. wollenn Ihr eigenn geholtze aus den Ampten, Wannfriedenn Ludweigstein, vnnd anndere das zugeprauchenn, vnnd mit helffenn, Rathenn, vnnd dennckenn[?], dar mitt solch geholtz in besserung bracht, .

2

Darwiedder wir sfgl. vnnser bedennckenn vorgetragen, das wir sfgl. seins furstlichenn darbietenns, danckbar, aber vnns mit sfgl. in einige hanndtlung einzulassenn, Wolle vnns, dieweil wir des keinen beuelch oder gewaltt, nit geziemenn, Were auch vnnfruchtbar, deshalb gebettenn, sfgl. wollenn vnns des gnediglich erlassenn, Auff solch vnnser anntwort vnnd bitt sfgl. vnns weitter vorgehalttenn, das sfgl. dieweil wir vmb erstreckung des tags so vleißige annhalttenn, Wolle sfgl. den tagk erstreckenn, aber nit desto weniger, so wolle sfgl. mit dem Gebew1[?] der bote, Pfannenn setzenn, vnnd annderer notturfft, vortfahrenn, Dann sfgl. bey den Salzknechttenn, auch etlichenn Salz verstenndigenn, auch etlichen Pfennernn erkundet, das mehr Sohlenn furhandenn, dann Jtzt genuzt, Dieselbige vbrige Sohle wolle sfgl. als des Landes Erbherr vnnd Furst, Ime selbst vnnd gemeinem nuz zu gute geprauchenn, das sfgl. im rechttenn zugelassenn, auch von sfgl. treffenntlichenn hochgelerten Räthenn, vnnd vor . nembstenn Stettenn[?], vnnderwiesenn wordenn, Wiedder solchs abermahls vnnsers gnedigen Furstenn vnnd Herrnn, vorhalttenn, habenn wir sfgl. die erstreckung des tags gedannckt, vnnd vor das bawen, vnnd Pfannenn zusezenn gebettenn, Dann so der verstreckte tag, vonn den Pfennernn durch Ire Eltestenn, vnnd anndern, so des Brennens, Sohlenn, vnnd annders verstanndt, vnnd zum theile auch gelegennheit wissenns habenn, Mit vorpringung Irer Jura, gerechttigkeitt vnnd Priuilegia,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Gebew — Gebew oder Gebeu, Endung undeutlich; danach 'der bote' wohl = der Boten (Siedehäuser)

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HandschriftS. 165 Bl. 80r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 165

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDarwiedder wir sfgl. vnnser bedennckenn vorgetragen, das wir sfgl. seins furstlichenn darbietenns, danckbar, aber vnns mit sfgl. in einige hanndtlung einzulassenn, Wolle vnns, dieweil wir des keinen beuelch oder gewaltt, nit geziemenn, Were auch vnnfruchtbar, deshalb gebettenn, sfgl. wollenn vnns des gnediglich erlassenn, Auff solch vnnser anntwort vnnd bitt sfgl. vnns weitter vorgehalttenn, das sfgl. dieweil wir vmb erstreckung des tags so vleißige annhalttenn, Wolle sfgl. den tagk erstreckenn, aber nit desto weniger, so wolle sfgl. mit dem Gebew[?] der bote, Pfannenn setzenn, vnnd annderer notturfft, vortfahrenn, Dann sfgl. bey den Salzknechttenn, auch etlichenn Salz verstenndigenn, auch etlichen Pfennernn erkundet, das mehr Sohlenn furhandenn, dann Jtzt genuzt, Dieselbige vbrige Sohle wolle sfgl. als des Landes Erbherr vnnd Furst, Ime selbst vnnd gemeinem nuz zu gute geprauchenn, das sfgl. im rechttenn zugelassenn, auch von sfgl. treffenntlichenn hochgelerten Räthenn, vnnd vor . nembstenn Stettenn1[?], vnnderwiesenn wordenn, Wiedder solchs abermahls vnnsers gnedigen Furstenn vnnd Herrnn, vorhalttenn, habenn wir sfgl. die erstreckung des tags gedannckt, vnnd vor das bawen2, vnnd Pfannenn zusezenn gebettenn, Dann so der verstreckte tag, vonn den Pfennernn durch Ire Eltestenn, vnnd anndern, so des Brennens, Sohlenn, vnnd annders verstanndt, vnnd zum theile auch gelegennheit wissenns habenn, Mit3 vorpringung Irer Jura, gerechttigkeitt vnnd Priuilegia,

2

beschickt, vnnd besucht, Wurdet ohne Zweiuell, in bericht vnnd hanndelung befundenn werdenn, das solchem manngell Salzkauffs, ohne das mehr bote gebawet, vnnd Pfannenn gesazt sollenn werdenn, durch anndere mittell vnnd wege, mit wenigerm kosten vorzukommenn seye, Mitt anngeheffter bitt, so viel es muglich, das vornehmenn des gebewes wegenn, bis zum anngesaztenn anndern tag damit zuruhenn, Darwiedder sfgl. abermahls gehaptem4 bedennckenn . seiner Räthe, vnns fermer anngezeigt, das sfgl. sich des bawenns vnnd Pfannenn zusezenn, vff sfgl. gethann darbietenn, sich des zu enndthaltenn nit geneigt, vnnd so weir[?] das beschwerung, vnnd vermeintenn, das solchs seiner fl. gl. nit gepurte,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Stettenn — Wortanfang undeutlich (dlettenn/Stettenn/Gelerttenn moeglich); Fortsetzung von vor= der Vorseite (vornembstenn)
  2. bawen — bawen oder bauren, w/ur nicht sicher
  3. Mit — vor Mit steht ein kleiner Schnörkel/Buchstabenrest (er?), nicht sicher deutbar
  4. gehaptem — Endung -em oder -enn unklar

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HandschriftS. 166 Bl. 80v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 166

1

Fortsetzung von der vorigen Seitebeschickt, vnnd besucht, Wurdet ohne Zweiuell, in bericht vnnd hanndelung befundenn werdenn, das solchem manngell Salzkauffs, ohne das mehr bote gebawet, vnnd Pfannenn gesazt sollenn werdenn, durch anndere mittell vnnd wege, mit wenigerm kosten vorzukommenn seye, Mitt anngeheffter bitt, so viel es muglich, das vornehmenn des gebewes wegenn, bis zum anngesaztenn anndern tag damit zuruhenn, Darwiedder sfgl. abermahls gehaptem bedennckenn . seiner Räthe, vnns fermer anngezeigt, das sfgl. sich des bawenns vnnd Pfannenn zusezenn, vff sfgl. gethann darbietenn, sich des zu enndthaltenn nit geneigt, vnnd so weir1[?] das beschwerung, vnnd vermeintenn, das solchs seiner fl. gl. nit gepurte,

2

auch wieder Ire Priuilegien, brieff vnnd siegell seines herrnn vnnd vatters, die in seinenn Jungenn Jahren betrieglicher weise vonn deiner[?] Liebdenn[?] bekommenn, vnnd erlanngt sein, Hatt sich sfgl. des rechttenn vff Ritterschafft, Lanndtschafft vnnd Stedte, des Furstenthumbs zu Hessenn erbotten, Mitt fermerm bericht, das viel Furstenn Im heyligenn Reich, Geistlich vnnd weltlich,

3

welche dann zum theile, vonn sfgl. namhafft anngezogenn, die auch Salzwerck in Ihrem Furstennthumbenn, Lanndenn vnnd Stedtenn habenn, vnd vonn Obrigkeit wegenn, solch Salzwercker2 bawen vnd nuzenn,

4

vnnd aber seinenn fl. gl. vonn den Pfennernn, aus abgunst, gleich ob sfgl. vnrechtt zum Lannde were, nit gegonnet werden woltte, .Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. weir — so weir das - wohl wir oder weit gemeint, Endbuchstabe r/t unklar); deiner Liebdenn (deiner oder seiner; Liebdenn/Libdenn mit unklarem Vokalzeichen
  2. Salzwercker — Salzwercker oder Salzwercke, Wortende verschliffen

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HandschriftS. 167 Bl. 81r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 167

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd aber seinenn fl. gl. vonn den Pfennernn, aus abgunst, gleich ob sfgl. vnrechtt zum Lannde were, nit gegonnet werden woltte, .

2

Were Ie beschwerlich vonn seinem vnderthanenn2 den Pfennernn zu wissenn, were auch wieder derselbigenn eide vnnd pflichtte, das sie Irem rechten furstenn, das vortheil vnnd den nuzenn, das doch vergeblich nachbleibet, nit zugonnenn, Darmit gemeine Lanndtschafft desto weniger mitt schazung vnnd annderen beschwerdenn vmbeladen, vnnd desto weniger möchte belestiget werdenn, Weitter hatt vnns sfgl. eigener Personn vorgehalten, dieweil Ie sfgl. nit bedacht die Pfenner ann Irer nuzung zu behindernn, oder armer zu machenn, aber vielmehr geneigtt, so sie es vor gut annehmen wollenn, Ihre ehre Reichthumb vnd wolfart zusuchenn1[?], vnnd zufordernn, So hatt sich auch sfgl. erbotten, das sfgl. gnugsamb versicherung brieff vnnd siegel, mitt darnebenn der treffentlichstenn von Ritterschafft vnnd Stettenn mit versiegelung, das solchs zu ewigenn tagenn soll gehalttenn werdenn, den Pfennern gebenn vnnd gnediglich bestettigenn wollen, Welcher aber dessenn, das Ime solchs nit moge gehalten . werdenn, in sorgenn stunde, dem woltte sfgl. sein theil pfannenntheils, in dem Werthe, als er das versteuret hatt, erlegenn vnnd bezahlenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. zusuchenn — Wortende abgekürzt/verschliffen (zusuchl: geschrieben), Lesung zusuchenn nach Kontext
  2. vnderthanenn — Zahl der Minims bei nn/n nicht sicher

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HandschriftS. 168 Bl. 81v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 168

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteWere Ie beschwerlich vonn seinem vnderthanenn den Pfennernn zu wissenn, were auch wieder derselbigenn eide vnnd pflichtte, das sie Irem rechten furstenn, das vortheil vnnd den nuzenn, das doch vergeblich nachbleibet, nit zugonnenn, Darmit gemeine Lanndtschafft desto weniger mitt schazung vnnd annderen beschwerdenn vmbeladen, vnnd desto weniger möchte belestiget werdenn, Weitter hatt vnns sfgl. eigener Personn vorgehalten, dieweil Ie sfgl. nit bedacht die Pfenner ann Irer nuzung zu behindernn, oder armer zu machenn, aber vielmehr geneigtt, so sie es vor gut annehmen wollenn, Ihre ehre Reichthumb vnd wolfart zusuchenn[?], vnnd zufordernn, So hatt sich auch sfgl. erbotten, das sfgl. gnugsamb versicherung brieff vnnd siegel, mitt darnebenn der treffentlichstenn von Ritterschafft vnnd Stettenn mit versiegelung, das solchs zu ewigenn tagenn soll gehalttenn werdenn, den Pfennern gebenn vnnd gnediglich bestettigenn wollen, Welcher aber dessenn, das Ime solchs nit moge gehalten . werdenn, in sorgenn stunde, dem woltte sfgl. sein theil pfannenntheils, in dem Werthe, als er das versteuret hatt, erlegenn vnnd bezahlenn,

2

Oder aber Jerlichenn dins1[?], souiel das Pfannenn theil gerenth, gebenn vnnd verschreibenn, Ob auch Jemanndes ann seinem Salzkauff verhindert, vnnd zu seiner nuzung, wie er hiebeuor gehapt, nit kommenn könntte, Will sfgl. erstattenn, gelten vnnd bezahlenn lassenn, Folgenndts hatt sfgl. selbst den tag, als Sonnabends nach Esto mihi gegenn Cassell semptlich, oder mit voller gewalt Innzukommenn ernant, vnnd anngesazt, Vff solches alles habenn wir sfgl. die erstreckung des tags vnnderthengiglich bedannckt, vnngezweiuelter zuuersicht, die Pfenner werdenn die Zeit gehorsamblich erscheinenn,

3

Ire Jura, Priuilegien vnd gerechttigkeittenn, oder warhafftige Copien vorpringenn2[?], vnnd darnebenn souiel berichts in der Handelung thun, daranne sfgl. ein gut begnugenn vnnd gnedig gefallenn habenn, vnnd tragenn werdenn, So aber sfgl. daranne nit zufriedenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. dins — so geschrieben, wohl Zins gemeint; Anfangsbuchstabe d/z unklar
  2. vorpringenn — Wortende abgekürzt (vorpringl geschrieben)

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HandschriftS. 169 Bl. 82r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 169

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteIre Jura, Priuilegien vnd gerechttigkeittenn, oder warhafftige Copien vorpringenn[?], vnnd darnebenn souiel berichts in der Handelung thun, daranne sfgl. ein gut begnugenn vnnd gnedig gefallenn habenn, vnnd tragenn werdenn, So aber sfgl. daranne nit zufriedenn,

2

vnd in der hanndtlung sich mit sfgl. könttenn oder möchtenn vergleichenn, So werdenn die Pfenner sfgl. rechtlich darbietenn, vff die Lanndtschafft des Furstenthumbs zu Hessenn, annehmenn2, vnnd nit außschlagenn, Verhoffenn aber, es solle die wege nicht erreichenn, vnnd ohne nott sein.

3

Enndtlich vnnd beschlieslich hatt sfgl. selbst den abschiedt gebenn, Ob sich auff zukunfftigenn verhör tage[?]1, sfgl. mit den Pfennernn, vnnd die Pfenner mit sfgl. mit vergleichenn könttenn, oder möchtenn, So will sfgl. seinem vorigenn darbietenn nach, rechtliche weisung, vnnd erkendtnus vonn gemeiner Landtschafft,

4

leidenn vnnd duldenn, doch mit der Protestation vnnd bedingung, was sfgl. in seiner wiederlage die Pfenner vmb das Saltzwerck alle oder zum theil, oder ein Jedernn in sonderheit zubesprechen vermeint, sollen Jme auch vor gemeiner Landtschafft zu recht stehen.

Unsichere Lesungen

  1. verhör tage[?] — Wortende mit Zierstrich überzogen; auch 'tagk' oder 'tagte' möglich.
  2. annehmenn — Möglicherweise 'anzunehmenn'; ein kleines Superskript über 'an' ist nicht sicher aufzulösen.

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HandschriftS. 170 Bl. 82v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 170

1

Tage zettell.

2

Vff schirstkommenndenn Sonnabenndt nach Esto mihi, sollenn alle Pfenner im Furstenthumb Hessenn gesessenn, so theil in Bodenn zu Allenndorff ann der Werra habenn, erscheinenn, Geschickt mit Jren Priuilegien vnnd gerechttigkeiten,

3

so sie dar vnd vber habenn wollenn, in allermassenn, alse heutt1 Sonnttags nach Trium Regum alhie zu Cassell hette geschehenn sollenn, erscheinenn, Hanndtlung zupflegenn, Signatum Cassell Sontags Post trium Regum Anno etc. 38.

4

Cannzley zu Hessenn, Nachuolgennden Dinstage nach Sebastian, ist der Gestrennge vnnd Ernuest, Sigmund vonn Böyneburgk Stadthaltter zu Cassell alhier zu Allendorff erschienenn, vnnd aus beuelch vnnsers gnedigenn Furstenn vnd Herrnn, vor Rath, zunfften, vnd gannzter Gemein, die vorige hanndtlung vnnd erbieten, hochgemelts vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn, mundtlichenn erzahlt, vnnd nach gehalttener rede,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. alse heutt — Schwerer Querstrich durch das Wortende; als tt-Zierstrich gelesen, eine Streichung ist nicht völlig auszuschließen.); Anno etc. 38. (Nach 'Anno' das übliche etc.-Kürzel (geschwungenes c), als 'etc.' wiedergegeben.); vonn Böy= (Auch 'vom Böy=' lesbar.

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HandschriftS. 171 Bl. 83r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 171

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteCannzley zu Hessenn, Nachuolgennden Dinstage nach Sebastian, ist der Gestrennge vnnd Ernuest, Sigmund vonn Böyneburgk Stadthaltter zu Cassell alhier zu Allendorff erschienenn, vnnd aus beuelch vnnsers gnedigenn Furstenn vnd Herrnn, vor Rath, zunfften, vnd gannzter Gemein, die vorige hanndtlung vnnd erbieten, hochgemelts vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn, mundtlichenn erzahlt, vnnd nach gehalttener rede,

2

vom wegenn sfgl. ann Schultheissenn, Burgermeister, Rath, Zunfft, vnnd Gemein gnediglich gesonnenn, seindt dem sfgl. bedacht1, vnnd in Rath befundenn, das sfgl. mit dem Gebau gemeinem nutze zu gute,

3

volnfaren wolle, das niemanndt den anngestelttenn Baumeister vnnd arbeitter ann dem vorgenommen gebau Jntragk, oder einigerley verhinderung thun, sondern denselbigen rechtlich behulfflich vnnd beforderlich sein wollenn.

4

Auff solchs des Stadthaltters vortragenn habenn die Pfenner, soviel der Jegennwerttig gewesenn, vor sich vnd gemeiner Bauerschafft geantwort, das sie Jres gnedigem Furstenn vnnd Herrnn vornehmenn2, mit gewalt zuuerhindernn, in keinem weege bedacht, Es wolle Jnen auch, zu dem das es Jhnenn vnmöglich, nit gepurenn, Sie wollenn auch in dem vorgenommenen gebau, so ferne der Jren Priuilegien nit zuwiedder, vnnd sie in recht schuldige sein, vnnd nit weitter gewilliget habenn, Dargegenn der Stadthaltter wiederumb sich vom wegenn vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn bedingt,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. dem sfgl. bedacht — Anfangswort auch 'den' lesbar; Konstruktion unklar.
  2. vornehmenn — Auch 'vernehmenn' möglich.

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HandschriftS. 172 Bl. 83v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 172

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteAuff solchs des Stadthaltters vortragenn habenn die Pfenner, soviel der Jegennwerttig gewesenn, vor sich vnd gemeiner Bauerschafft geantwort, das sie Jres gnedigem Furstenn vnnd Herrnn vornehmenn, mit gewalt zuuerhindernn, in keinem weege bedacht, Es wolle Jnen auch, zu dem das es Jhnenn vnmöglich, nit gepurenn, Sie wollenn auch in dem vorgenommenen gebau, so ferne der Jren Priuilegien nit zuwiedder, vnnd sie in recht schuldige sein, vnnd nit weitter gewilliget habenn, Dargegenn der Stadthaltter wiederumb sich vom wegenn vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn bedingt,

2

das sfgl. seiner f. gl. erbietung nach, mit dem gebau vortfarenn wolle, doch den Pfennernn, vnnd Jedermann ann seiner gerechtigkeitt vnnd nutzung, ohne schadenn, vnnd ob gemeine Pfenner in dem beschweret, alse das solches sfgl. nit gepurenn wolt,

3

Wolle sich sfgl. vff gemeine Ritter vnnd Lanndtschafft, erbotten habenn, vnnd so die erkennenn wurdenn, das solchs sfgl. in recht nit geziemenn wolle, den Gebau genzlich vnnd zu grundt wiederumb abschaffenn.

4

Darauff Gemeine Pfenner ein schreibenn, ann vnnsern gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn gethann, als volgenndt zuuersehenn, Durchleuchtiger Hochgebornner Furst, Gnediger Herr, vnnsere gannz willige vnderthenige gehorsame diennste, seindt E.

5

F.

6

G. mit allem fleis zuuor, gnediger Herr, Weil menniglichenn vnnd vnns Gott hab lob, vnuerborgenn, das E.

7

F.

8

G. vonn dem allmechttigenn sonnderlichenn begabett, Jhre vnderthanenn vnd anndere, bey Jhrenn Gerechtigkeittenn, erlanngttenn Freyheitenn, vnnd anndern, was sie befugt, gnediglich zuhanndthabenn, schutzenn, vnnd schirmenn, Wie dann E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. genz= — Auch 'gennz=' oder 'gentz=' möglich; Minims am Wortende nicht eindeutig.); genndt zuuersehenn, (Erstes Wort (Fortsetzung von 'vol=') stark verschliffen; 'gemdt' geschrieben, wohl für 'volgenndt'.

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HandschriftS. 173 Bl. 84r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 173

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. vonn dem allmechttigenn sonnderlichenn begabett, Jhre vnderthanenn vnd anndere, bey Jhrenn Gerechtigkeittenn, erlanngttenn Freyheitenn, vnnd anndern, was sie befugt, gnediglich zuhanndthabenn, schutzenn, vnnd schirmenn, Wie dann E.

2

F.

3

G. bisannhero vnns, vnd menniglichenn darbey erhalttenn, Vnnd ob Gott will noch ein lannge zeitt erhalttenn werdenn, So seindt wir auch in tröstlicher vngezweiueltter1 hoffnung, E.

4

F.

5

G. werdenn vnns arme leute, als Jre gehorsame Vnderthanenn, auch bey vnnsernn alttenn erlanngttenn her[übergeschrieben: ge]brachttenn gerechttigkeiten der Pfannen vnnd Salzwerck, alhier zu Allenndorff, wie bisher geschehenn, des wir vnns vnndertheniglich, Jegenn E. f. gl. bedannckenn, schutzenn vnnd hanndthabenn, Vnnd demnach, damit E. f. gl. in warhafftige erkundunge, solcher vnnser gerechttigkeitenn, kommenn mögen, So thun wir denselbigenn vnderthenigenn nachuolgenden, warhafftigenn bestenndigenn bericht kurzlich sagennde, das vnnsere vorfahrenn vnd wir, alhie weit lennger, dann vor zweyhundert Jarenn, bisannher in vbunge gewesenn, vnnd hergebracht, Das zu Allenndorff nicht mehr dann zwey vnd vierzigk2 Pfannenn gewesen, Wie Jhr dann auch vff diesem tag nit mehr dar seindt, vnnd ob sich wohl als mann geschriebenn hatt M. vnnd iiijco Jahr, Lanndtgraue Henrich seliger gedechttnus, mehr Pfannenn setzenn zulassenn, anngemast, So hatt sich doch sfgl. da zur zeit,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. vngezweiueltter — Verschliffene Buchstabenfolge; auch 'vngezweiweltter' lesbar (für 'ungezweifelter').); her[übergeschrieben: ge]brachttenn (Kleines Einfügungszeichen mit übergeschriebener Silbe zwischen 'her' und 'brachttenn'; Lesung der Silbe als 'ge' nicht ganz sicher.
  2. vierzigk — Wortende mit Zierschlaufe; auch 'vierzige' lesbar. Zahl: 42 Pfannen.

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HandschriftS. 174 Bl. 84v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 174

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. werdenn vnns arme leute, als Jre gehorsame Vnderthanenn, auch bey vnnsernn alttenn erlanngttenn her[übergeschrieben: ge]brachttenn gerechttigkeiten der Pfannen vnnd Salzwerck, alhier zu Allenndorff, wie bisher geschehenn, des wir vnns vnndertheniglich, Jegenn E. f. gl. bedannckenn, schutzenn vnnd hanndthabenn, Vnnd demnach, damit E. f. gl. in warhafftige erkundunge, solcher vnnser gerechttigkeitenn, kommenn mögen, So thun wir denselbigenn vnderthenigenn nachuolgenden, warhafftigenn bestenndigenn bericht kurzlich sagennde, das vnnsere vorfahrenn vnd wir, alhie weit lennger, dann vor zweyhundert Jarenn, bisannher in vbunge gewesenn, vnnd hergebracht, Das zu Allenndorff nicht mehr dann zwey vnd vierzigk Pfannenn gewesen, Wie Jhr dann auch vff diesem tag nit mehr dar seindt, vnnd ob sich wohl als mann geschriebenn hatt M. vnnd iiijco1 Jahr, Lanndtgraue Henrich seliger gedechttnus, mehr Pfannenn setzenn zulassenn, anngemast, So hatt sich doch sfgl. da zur zeit,

2

mit vnnserem vorfahrenn, enndtlich vnnd schließlich, vereiniget, vnnd vertragenn, vnnd also bewilliget, das keine Pfannenn mehr dahin gesatzt werdenn, Vnnd daruor vnsere vorfahrenn, vor sich vnnd Jhre Erbenn, sfgl. vnd derenn erbenn Jerlichenn funff vnndzwannzigk Vbene Salzes gebenn solttendt, Lauth sfgl. daruber gegebenn brieff vnnd siegell, wie aus dieser warhafftiger Copey, mit A. vermerckt, zubefindenn,

3

Welcher Contract vnd obligation zwischenn2 hochgedachttenn Furstenn Lanndtgrauenn Henrichenn seligenn vor sich vnnd sfgl. erbenn vnnd nachkommenn, vnnd vnnsere vorfahrenn, vor sich vnnd Jre erbenn, bewilligt, beredt, vnd beschloßenn, durch die nachuolgennden Lanndtgrauenn seliger vnnd miltter gedechttnus,

4

nicht allein in der gemeinenn weise vnnd formb bestettigett, sonndernn auch vfs neu bewilliget, das vnnsere vorfahrenn vnnd Jre Erbenn bey solcher gerechttigkeitt der Pfannenn pleibenn solttendt, Wie aus den Copien, mit B.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. iiijco — Römische Zahl iiij mit hochgestelltem 'co' (vierhundert); Wiedergabe des Kürzels unsicher.); funff vnndzwannzigk ('vnndzwannzigk' zusammengeschrieben; Wortende mit Zierschlaufe, auch 'zwannzige' lesbar. Zahl: 25 Übene.
  2. zwischenn — Wortende nur als große Schlaufe ausgeführt; Endung 'enn' erschlossen.

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HandschriftS. 175 Bl. 85r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 175

1

Fortsetzung von der vorigen Seitenicht allein in der gemeinenn weise vnnd formb bestettigett, sonndernn auch vfs neu bewilliget, das vnnsere vorfahrenn vnnd Jre Erbenn bey solcher gerechttigkeitt der Pfannenn pleibenn solttendt, Wie aus den Copien, mit B.

2

C. vnnd D. zuersehenn, vnnd stehenndt ann eines anndernn Lanndtgrauenn, auch des nahmenn Henrich verschreibunge, darinnen[?]1 die Copey mit E. besaget, Anno xiiijco vnnd xxij Jar, am Sonnabenndt nach Ascensionis Domini datiret, vnntter anndern diese wortt, Darbobenn bestettigenn wir Jhnn ann diesem Jegenwertigenn brieue, als wir auch ann anndernn vnnserm brieffenn ihn bestettiget hann, alle Jre rechtte, das sie vonn altters han gehapt, vnnd nemblich Jre altte rechtte, das sie heissenn gebaurschafft, also das niemanndt solle ann denn vorgenanttenn Pfannenn siedenn, noch sie besitzenn, er sey dann geerbet zu dem Salzwercke, vnnd er habe gebaurschafft zu den Bodenn, vnnd volgenndt darnach auch in sonnderheit nachuolgende wortter,

3

vnnd Verba dispositiua also lauttennde, Auch wollenn wir das sie pleibenn bey Jrer alten gerechtigkeit, als das sie sollenn vnnd mögenn, setzenn vnd endtsetzen, vnnd bestellenn in alle weise, das vnns vnd dem vorgenantenn Salzwerck mag kommenn zu nutz, Zu recht vnnd zu frommenn, Welche gerechtigkeitt des Salzwercks auch dermassenn vnd zuforderst,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. darinnen[?] — Stark verschliffen; auch 'darnann'/'darnenn' lesbar.); Anno xiiijco vnnd xxij Jar (Römische Jahreszahl mit hochgestelltem 'co' (xiiijC vnnd xxij = 1422); Lesung der Ziffern nach Vergrößerung.

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HandschriftS. 176 Bl. 85v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 176

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd Verba dispositiua also lauttennde, Auch wollenn wir das sie pleibenn bey Jrer alten gerechtigkeit, als das sie sollenn vnnd mögenn, setzenn vnd endtsetzen, vnnd bestellenn in alle weise, das vnns vnd dem vorgenantenn Salzwerck mag kommenn zu nutz, Zu recht vnnd zu frommenn, Welche gerechtigkeitt des Salzwercks auch dermassenn vnd zuforderst,

2

wie die vom Hochgedachtenn Furstenn Lanndtgrauen Henrich milder gedechtnus, Krafft obennberurts bestenndigenn Contracto ann vnnsere vorfahrenn gekommenn, vonn allenn Regirendenn Lanndtgrauen gemeiniglichenn,

3

nicht allein in der gemeinenn weise vnnd formb bestettiget vnnd Confirmiret, Sonndernn sich auch daruber, nach den bestettungenn, vnd Confirmationen darinnenn verpflichttet, vnnd gnediglichenn zugesagt, das Jre F.

4

G. wollend den Pfennernn vnnd Baurschafft diese Jre Gerechttigkeitt des Salzwercks halttenn, Wie aus Jren fl.

5

Gl.[?] verschreibungenn austrugklichenn weitter zuersehenn[?]2, alles Jres Jnnhaltts, derenn warhafftigen Copien mit F.

6

G.

7

H.

8

J.

9

K.

10

L. vnnd M. signirt, wir hiermit auch E.

11

F.

12

G. vnndertheniglichenn zustellenn, vnnd gebenn, vnnd als E.

13

F.

14

G.

15

Herr Vatter Hochlöblicher gedechtnus, dieser vnser vorfahrenn, vnd vnser gerechttigkeitt des Saltzwercks in erkundunge kommenn, Wie dann sfgl. derselbigenn vnser gerechtigkeitt des Saltzwercks warhafftiglichen vnd bestenndiglichenn, wie aus den Jngelegttenn verschreibungenn, mehrgedachts Contracts bestettungen vnnd zusagungenn, sfgl.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. fl. Gl.[?] — Abgekürzte Titulatur nach 'Jren'; wohl 'f(ürstlichen) G(naden)l(iebden)', Buchstabenbestand nicht eindeutig.
  2. zuersehenn[?] — Wortende nur angedeutet (Kürzungsschlaufe); Endung erschlossen.); mit F. G. H. J. K. L. vnnd M. signirt (Buchstabenreihe der Kopial-Signaturen; einzelne Majuskeln (F, K, L) stark verziert, Lesung nach der Reihenfolge A-E der Vorseiten ergänzt.

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HandschriftS. 177 Bl. 86r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 177

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteHerr Vatter Hochlöblicher gedechtnus, dieser vnser vorfahrenn, vnd vnser gerechttigkeitt des Saltzwercks in erkundunge kommenn, Wie dann sfgl. derselbigenn vnser gerechtigkeitt des Saltzwercks warhafftiglichen vnd bestenndiglichenn, wie aus den Jngelegttenn verschreibungenn, mehrgedachts Contracts bestettungen vnnd zusagungenn, sfgl.

2

Vorfahrenn vnnd Eltternn vnberedtlichenn zuuermerckenn, bericht wordenn, Habenn sfgl. als ein löblicher gerechtter Fürst, in annsehunge auch der billicheit, vnnd sfgl.

3

Voreltternn verpflichttunge, die auff sfgl. vonn derselbigenn Voreltternn, vnnd vorfahrenn dem Lanndtgrauen zu Hessenn auch gebracht, vnnd mehrgedachtte vnser gerechttigkeitt des Saltzwercks vnnd Bodenn, auch nicht allenn in gemeiner formb vnnd weise, bestettiget Confirmiret vnnd vernewert[?]2, Sonnder auch vff solchem bestenndigenn empfanngenndenn bericht, mit bewust vnnd Rath sfgl. dazumahl fürtrefflichenn vnnd heimlichenn Rethenn, Nemblichenn Clausenn vonn Herdenn Amptmann zu Sonttra, vnnd Reichennbach, vnnd Cunradts[?]3 vonn Waldennsteins seligenn, mit vnserenn vorfahrenn, etc.[?]4 nun weitter Contrahiret, vnnd also sich vereiniget vnnd verschriebenn, vnnd sonnderlichen in nachgeschriebenenn worttenn, also lautennde,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. vnberedt=lichenn — Lesung unsicher, evtl. vnwiderredtlichenn gemeint
  2. newert[?] — Zeilenanfang schwer lesbar, im Kontext bestettiget Confirmiret vnnd vernewert
  3. Cunradts[?] — Kuerzel ueber dem Wort, evtl. Curadts/Cunradts
  4. etc.[?] — Schlusskuerzel mit Schnoerkel, Aufloesung unsicher

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HandschriftS. 178 Bl. 86v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 178

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteVoreltternn verpflichttunge, die auff sfgl. vonn derselbigenn Voreltternn, vnnd vorfahrenn dem Lanndtgrauen zu Hessenn auch gebracht, vnnd mehrgedachtte vnser gerechttigkeitt des Saltzwercks vnnd Bodenn, auch nicht allenn in gemeiner formb vnnd weise, bestettiget Confirmiret vnnd vernewert[?], Sonnder auch vff solchem bestenndigenn empfanngenndenn bericht, mit bewust vnnd Rath sfgl. dazumahl fürtrefflichenn vnnd heimlichenn Rethenn, Nemblichenn Clausenn vonn Herdenn Amptmann zu Sonttra, vnnd Reichennbach, vnnd Cunradts[?] vonn Waldennsteins seligenn, mit vnserenn vorfahrenn, etc.[?] nun weitter Contrahiret, vnnd also sich vereiniget vnnd verschriebenn, vnnd sonnderlichen in nachgeschriebenenn worttenn, also lautennde,

2

Demnach so bestettigenn vnnd bekrefftigenn wir vor vnns, vnnser erbenn vnnd nachkommenn, den obgenanttenn Gebaurenn, gnandt Pfenner, das vorgemelte Jre Erbe, das Saltzwerck mit allem seinen herkommenn, rechten vnd gewohnden3 vnnd die zahl der Saltzbotenn, vnd Pfannenn, Welche zahl wir selbst, vnser Erbenn vnd nachkommenn,

3

auch niemanndt annders zubrechenn2 soll, Sonnder 42 Saltzbotenn, vnnd souiel Pfannenn darin, nicht mehr, nicht weniger, vnnd in der weite, lennge, vnnd höde der Börtte[?]1,

4

als die vonn altters her bis auff die zeit vnser Regirung befundenn, vnnd in vnser Stadt Allendorf, beider des Heiligenn Creutzes vnnd S.

5

Nicolaus Kirchenn wenndenn, verzeichnett sein, zu ewigtagenn bleibenn sollenn, vnnd volgett darnach sfgl. vor sich vnnd derenn erbenn weitter der pflichttunge des Jnnhalts, Wollenn auch wir vnnser Erbenn vnnd nachkommenn selbst oder durch anndere leuthe, die gedachttenn vnnser lieben Getreuenn, Gebaurenn genandt Pfenner, mit anndernn Saltzbotenn, Jnn oder auswendige Jren Bodenn, vf eine Meyle wegs, vonn denselbenn Bodenn zuruckenn[?], in keine weise oberbauwenn Dergestalt hatt sich sfgl. in Jrer verschreibunge aller gerechttigkeitt in solchenn Bodenn vnnd Saltzwerck verziehenn, ausgenommenn etzlicher, als nemblich mit diesenn worttenn, Wollenn auch wir vnnser Erbenn vnnd nachkommenn, vnns in den genanttenn Bodenn, vnnd Saltzwerck keiner gerechttigkeitt anmassenn, oder vnnderziehenn, ausgescheidenn, die Obrigkeit des Gerichts, vber Hals, Hanndt, schuldt, vnnd schadenn, Vnd volgett hernachmals, was vnnsere vorfahrenn vnd wir, die solche gerechttigkeitt des Saltzwergks vnnd Boden ererbet,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Börtte[?] — Lesung unsicher, evtl. oertte oder Boette/Boeden gemeint
  2. zubrechenn — Wortende mit Kuerzel hochgestellt
  3. gewohnden — Lesung des Wortendes unsicher (gewohnheiten?)

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HandschriftS. 179 Bl. 87r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 179

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteNicolaus Kirchenn wenndenn, verzeichnett sein, zu ewigtagenn bleibenn sollenn, vnnd volgett darnach sfgl. vor sich vnnd derenn erbenn weitter der pflichttunge des Jnnhalts, Wollenn auch wir vnnser Erbenn vnnd nachkommenn selbst oder durch anndere leuthe, die gedachttenn vnnser lieben Getreuenn, Gebaurenn genandt Pfenner, mit anndernn Saltzbotenn, Jnn oder auswendige Jren Bodenn, vf eine Meyle wegs, vonn denselbenn Bodenn zuruckenn[?]1, in keine weise oberbauwenn Dergestalt hatt sich sfgl. in Jrer verschreibunge aller gerechttigkeitt in solchenn Bodenn vnnd Saltzwerck verziehenn, ausgenommenn etzlicher, als nemblich mit diesenn worttenn, Wollenn auch wir vnnser Erbenn vnnd nachkommenn, vnns in den genanttenn Bodenn, vnnd Saltzwerck keiner gerechttigkeitt anmassenn, oder vnnderziehenn, ausgescheidenn, die Obrigkeit des Gerichts, vber Hals, Hanndt, schuldt, vnnd schadenn, Vnd volgett hernachmals, was vnnsere vorfahrenn vnd wir, die solche gerechttigkeitt des Saltzwergks vnnd Boden ererbet,

2

vor diese gerechttigkeitt sfgl. vnnd Jren erbenn geben vnnd reichenn sollenn, Nemblichenn dis Jnnhaltts, wie volget wollenn, vnnser liebenn Getreuenn, Gebauren vom Bodenn genanndt Pfenner aus Jrem Saltzwerck vnnd Bodenn, vnns, vnnserm erbenn vnd nachkommenn, alle Jar auff den Sontagk zu Mittfastenn, Wann mann singt, in der Heiligenn Kirch, Letare Jerusalem, gebenn vnnd reichenn, zwey hundert guldenn, darmit wir, vnnser Erbenn vnd nachkommenn mögenn thun vnnd lassenn, gleich vnsern anndernn güetternn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. zuruckenn[?] — Wort mit Kuerzel, Lesung unsicher (zu ruecken / zuuerruckenn?)); vf eine (kleines Wort vor eine schwer lesbar, evtl. vff

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HandschriftS. 180 Bl. 87v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 180

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevor diese gerechttigkeitt sfgl. vnnd Jren erbenn geben vnnd reichenn sollenn, Nemblichenn dis Jnnhaltts, wie volget wollenn, vnnser liebenn Getreuenn, Gebauren vom Bodenn genanndt Pfenner aus Jrem Saltzwerck vnnd Bodenn, vnns, vnnserm erbenn vnd nachkommenn, alle Jar auff den Sontagk zu Mittfastenn, Wann mann singt, in der Heiligenn Kirch, Letare Jerusalem, gebenn vnnd reichenn, zwey hundert guldenn, darmit wir, vnnser Erbenn vnd nachkommenn mögenn thun vnnd lassenn, gleich vnsern anndernn güetternn,

2

Es hat sich auch Hochgedachter Lanndtgraue Wilhelm vorm ennde sfgl. verschreibunge verpflicht, das dieselbige, in Jren stucken vnnd Artickuln, weder vonn sfgl. noch derenn erben vnnd nachkommenn, auch niemannds vonn Jrent wegenn,

3

annders dann sie in Jrem schrifftlichenn sinne Jnnhelt, ausgelegt oder glosirtt werdenn soll, Alles lauts sfgl. verschreibunge, mitt sfgl. vnnd obberurtenn dreyenn1 trefflichsten Räthe Jnnsiegelnn befestiget, Derenn warhafftigenn Copey mit W. vermerckt, Jm M°. iiijc. vnnd 87.

4

Jar datiret, Wir E.

5

F.

6

G. vnnderthenigklichenn auch zustellenn, vnnd vbergebenn, Welche gerechttigkeitt, auch mehr hochgedachtter Lanndtgraff Wilhelm, im nechstuolgendenn Jar bestettiget, vnnd Confirmiret, Lauts der Copien mit V. bezeichnet, obenberurtter gestalt, auch E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. dreyenn — Zahlwort, Lesung dreyenn/zweyenn nicht ganz sicher); Jm M°. iiijc. vnnd (roemische Jahreszahl mit hochgestellten Kuerzeln, Wiedergabe angenaehert

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HandschriftS. 181 Bl. 88r Das Annder Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 181

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. vnnderthenigklichenn auch zustellenn, vnnd vbergebenn, Welche gerechttigkeitt, auch mehr hochgedachtter Lanndtgraff Wilhelm, im nechstuolgendenn Jar bestettiget, vnnd Confirmiret, Lauts der Copien mit V. bezeichnet, obenberurtter gestalt, auch E.

2

F.

3

G.

4

Regenten, vnnd derselbigenn Vormunden, Jnn E.

5

F.

6

G. vnmündigenn Jungenn[?]1 Jahrenn, offtgedachte gerechttigkeitt des Saltzwercks zum Bodenn, auch nicht allein bestettiget, vnnd in forma communi confirmiret, Sonnder auch sich verschriebenn, vnsere vorfahrenn vnnd vns darbey zuhalttenn, alles laut auch derselbigenn verschreibunge, Welcher datum Anno D. vc. vnnd vj halttet,

7

derenn Copey mit P. signiret, Wir auch hiermit vbergebenn, Wir sindt auch im fall der notturfft alle Jngelegtte Copien, mitt Jrenn Originalien, oder glaubwürdigenn Vidimussenn, zusterckenn2 vnnd bekrefftigenn, ehrbüetigk, Weil nun gnediger furst vnnd herr, E.

8

F.

9

G. aus vberantworttenn verschreibungenn, E. f. gl.

10

Eltternn, Voreltternn vnnd vorfahrenn, aus sonnderlichem hohen fürstlichem verstannde, ohnn allem zweiuell gnediglichenn vermerckt, das vnnser vorfahrenn vnnd wir mehr gedachte gerechttigkeit des Saltzwercks zum Bodenn,

11

nicht allenn durch Priuilegien vnd Freyheittenn, sonnder auch vermöge vnnd krafft bestenndiger Conuention, vnnd Contracten, vnnd vmb einicherley darlegenn vnnd enndtrichttung, als Jerlichenn, 25.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Jungenn[?] — Wortende der Zeile mit Kuerzel, Lesung unsicher (Jungen/Juenglings-Jahren)); Anno D. vc. vnnd vj (Jahreszahl mit hochgestellten Kuerzeln, Wiedergabe angenaehert; wohl 1506
  2. zusterckenn — Lesung unsicher, evtl. zustellenn

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HandschriftS. 182 Bl. 88v Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 182

1

Fortsetzung von der vorigen Seitenicht allenn durch Priuilegien vnd Freyheittenn, sonnder auch vermöge vnnd krafft bestenndiger Conuention, vnnd Contracten, vnnd vmb einicherley darlegenn vnnd enndtrichttung, als Jerlichenn, 25.

2

Vbene Saltzes, vnnd volgenndts — 200 fl.[?]1 vnnd annders, darneben[?]2 E.

3

F.

4

G.

5

Herrnn Vatters seliger gedechtnus verschreibunge weitter vermeldet, bekommenn, vnnd erlannget, vnnd also solche gerechttigkeitt vf vnns geerbet, auch das Hochgedachtter Lanndtgraff Wilgelm der mitler E.

6

F.

7

G.

8

Herr Vatter seliger vnnd milder gedechtnus, vnser gerechttigkeittenn, genüglichenn vnnd bestenndigklichenn berichttet, vnnd solche vnnd dergleichenn Contract, oder auch Priuilegien, quae transeunt in formam contractus, auch der Oberste Fürst, als Kay:

9

Mayt: selbst, vnnd anndere Potentaten, Fürstenn oder Obrigkeittenn, die mit Jrenn verwanndtenn vnnd vnnderthanenn Contrahiren, als Juris gentium, à quo Jure kein Obrigkeit ausgeschlossenn,

10

zuhalttenn verpflicht, vnd obbemelte Contracten, vnnd respectiuen obligationen, vnnd Jnsonnderheit auch der Contract vnnd respectiua obligatio et sic ultra citroq; obligatoria, Daruon[?]3 E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. 200 fl.[?] — Waehrungszeichen nach 200 als Schnoerkel-R/fl-Ligatur, Aufloesung unsicher
  2. darneben[?] — Lesung unsicher, evtl. daruon/darinnen
  3. Daruon[?] — letztes Wort der Seite, Lesung Daruon/Darnon unsicher

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HandschriftS. 183 Bl. 89r Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 183

1

Fortsetzung von der vorigen Seitezuhalttenn verpflicht, vnd obbemelte Contracten, vnnd respectiuen obligationen, vnnd Jnsonnderheit auch der Contract vnnd respectiua obligatio et sic ultra citroq; obligatoria, Daruon[?] E.

2

F.

3

G.

4

Herrenn Vatters seligenn verschreibunge besaget, vonn sfgl. auch, als dieselbige zu Jhrem volkommenden Regiment kommenn, vnnd Jre bestendige Jare erlanngt, bis zu sfgl. seligenn abscheidenn, vonn dieser betrubtenn welt, Fürstlichenn vnnd loblichenn, vor sfgl. anntheil, auch vonn vnnserm vorfahrenn, vnd vnns, vor vnnserm anntheil, vnndertheniglich, ohne alle verhinderunge, Jrrunge, oder einsage, erfüllet, vnnd adimpliret wordenn, dann sfgl. vnnsere vorfarenn vnnd vnns bey desenn2 gerechttigkeiten,

5

des Saltzwercks zum Bodenn, gnediglichenn gehalttenn, gelassenn, geschüzt, vnnd gehanndthabet, Wir auch sfgl. die beredtenn vnnd bewilligttenn — 200 fl.[?]1 vnnd annders Jerlichenn in vnderthenigkeit gebenn, enndtrichttenn,

6

vnnd volgenn habenn lassenn, vnd derwegenn solche verpflichttunge vnnd obligation, nach dem die Jnteruentu rei vonn beidenn theilenn, wie Jzt vermeldet, erfüllet vnnd adimpliret, E. f. gl.

7

Herrnn Vatter seliger gedechtnus zuforderst, Weil dieselbige, als sfgl. zu Jhrem Regiment kommenn, vnnd Jre volstenndige Jare erreicht, mit der that vnd re ipsa,

Unsichere Lesungen

  1. 200 fl.[?] — Waehrungszeichen als Schnoerkel-R/fl-Ligatur wie auf 88v, Aufloesung unsicher
  2. desenn — Lesung unsicher, evtl. diesenn); Jnteruentu rei (lateinische Wendung, Wortabgrenzung unsicher (interventu rei)

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HandschriftS. 184 Bl. 89v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 184

1

vnnd sonnderlichenn mit der enndtpfahung der Jerlichenn zwey hundert güldenn vnnd anders, Lauts der verschreibunge, denselbigenn Contract zum vberflus beliebet, ratificiret vnnd genehm gehapt, auf E.

2

F.

3

G. als derselbigenn Sohnn vnnd erbenn gebracht vnnd gefellet, Wie vnns dem auch E.

4

F.

5

G. nit weniger, dann Jhr Herr Vatter selig bey solcher vnser gerechttigkeitt Fürstlichenn vnnd löblichenn auch gnediglichenn geschüzt, vnnd gehanndthabet, vnnd vonn vnns Jerlichenn die — 200 fl.[?]1 vnnd anders gnediglichenn enndtpfanngen,

6

des wir vnns in aller vnderthenigkeit bedannckenn, So seindt wir auch gnediger fürst vnnd herr, in vngezweiueltter vnderthenigerr2 zuuersicht, E.

7

F.

8

G. werdenn vns furter vnnd zukunfftiglichenn, als Jre arme gehorsame vnnderthanenn, bey solchenn vnserm erlangttenn gerechttigkeitenn, nicht weniger dann E.

9

F.

10

Gl.

11

Herrnn Vatter vnnd vorfahrenn, aller löblicher gedechtnus, auch zukunfftiglichenn, Fürstlichenn halttenn, vnnd lassenn bleibenn, vnd darbey gnediglichenn schüzenn vnnd handthaben, vnd sich wieder vnns vonn niemanndts bewegenn lassenn, mit furwendunge, als soltte daraus, weil sich E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. 200 fl.[?] — Waehrungszeichen als Schnoerkel-R/fl-Ligatur, Aufloesung unsicher
  2. derthenigerr — Wortende mit doppeltem r-Schnoerkel, evtl. nur dertheniger

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HandschriftS. 185 Bl. 90r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 185

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteHerrnn Vatter vnnd vorfahrenn, aller löblicher gedechtnus, auch zukunfftiglichenn, Fürstlichenn halttenn, vnnd lassenn bleibenn, vnd darbey gnediglichenn schüzenn vnnd handthaben, vnd sich wieder vnns vonn niemanndts bewegenn lassenn, mit furwendunge, als soltte daraus, weil sich E.

2

F.

3

G.

4

Lannde, vnd Furstenthumbenn Gott hab lob mit volck fast mehrenn vnnd zunehmenn, grosser manngell am Saltze gespuret werdenn, vnnd das E.

5

F.

6

G. vnderthanen dasselbige mit schwerenn vncostenn in frembdenn Furstenthumbenn holenn mustenn, vnnd das E.

7

F.

8

G. gleublich berichttet, das bemelt Saltzwergk viel mehr Pfannenn dann itzo da seindt, tragenn möchte, Derhalbenn E. f. g.[?]1 die notturfft Ires Furstenthumbs, so ferne es E.

9

F.

10

G. zu recht angelassenn[?]2, mehr Bothe dahin zubawen willenns, doch der gestalt, das solchs vnns ganntz vnnd gar vnnachtteilig sein soltte, vnnd das E.

11

F.

12

G. solttenn vrsache habenn, vnnsern Priuilegien, als gemeinem nutz zuenndtgegenn, zumilternn, vnnd einzuziehenn, Dann gnediger furst vnnd herr, wir vnns nicht wissenn zuerinnernn, das E.

13

F.

14

G.

15

Lannden vnnd Furstenthumben, noch derselbigenn vnderthanenn, einiger abbruch am Saltze aus dem das solche Contract, obligation vnd verwilligungen, gehalttenn werdenn, endtstehen sollen, vnnd das Gemeinem nutz enndtgegenn sein soltte.

16

Wo wir bey vnnsernn gerechttigkeittenn, der 42 Pfannen gelassenn wurdenn, Welches auch hieraus E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. E. f. g.[?] — Kuerzel am Zeilenende klein geschrieben, Lesung der Abbreviatur unsicher
  2. angelassenn[?] — erster Buchstabe undeutlich, auch 'zugelassenn' moeglich

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HandschriftS. 186 Bl. 90v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 186

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteWo wir bey vnnsernn gerechttigkeittenn, der 42 Pfannen gelassenn wurdenn, Welches auch hieraus E.

2

F.

3

G. gnediglichenn zuuernehmenn habenn, das auch verganngene Jahr Neün hundert[?]1 pfannenn in Brunnen verpliebenn seindt, aus manngell des abführenns, So konnenn vnnd mögenn auch fueglichenn, vnnd ohn vnnserm mergklichenn nachtteil, verderb, vnnd vnverwindtlichenn schadenn, aus manngell vnd gebrechen des Holtzes, vber 42.

4

Pfannenn alhie zu Allenndorff nichtt gehalttenn werdenn, Welches dann also nicht zu geringem nachtteil, auch des gemeinen nutzes der Baurschafft, vnnd Pfenner, vnnd also E. f.

5

G.

6

Stadt Allenndorff, reichenn wurde, Hierumb dann auch zusetzenn, doch ohn abbruch der warheitt, Wan etwas ein nachtteil, oder annderer kleiner gemeiner nutz hieraus enndtstehenn solte, So wurde billich dieser vnnser gemeiner nutz mehr betrachttet, Im annsehunge vnnser erlanngttenn gerechttigkeittenn,

7

nicht allein vermöge solcher Priuilegien sonnder berurtter Contract vnnd wieder pflichttenn, obligation, Weil solches falles der gemeine nutz so mehr gegrundt, dem annderenn billichenn vorgezogenn[?]2 wurde Vber das aber eins zusetzenn, doch ohne bekanndt[?], das hieraus E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Neün hundert[?] — Zahlwort vor 'hundert' undeutlich, auch 'Vf ein hundert' denkbar); wieder pflichttenn (moeglich auch zusammen 'wiederpflichttenn' (Widerpflichten)
  2. vorgezogenn[?] — Wortende als Schlussschleife abgekuerzt

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HandschriftS. 187 Bl. 91r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 187

1

Fortsetzung von der vorigen Seitenicht allein vermöge solcher Priuilegien sonnder berurtter Contract vnnd wieder pflichttenn, obligation, Weil solches falles der gemeine nutz so mehr gegrundt, dem annderenn billichenn vorgezogenn[?] wurde Vber das aber eins zusetzenn, doch ohne bekanndt[?]1, das hieraus E.

2

F.

3

G.

4

Lanndenn vnnd leutenn ein grosser nachtteil vnnd manngell am Saltze enndtstunde, vnd das gemeiner nutz dardurch geschafft, Wann vnns vnser gerechttigkeitt gemilttert vnnd eingezogenn wurde, vnnd also mehr Pfannenn alhie zu Allenndorf gebauwet werdenn,

5

vnnd das wir derhalbenn vermöge der rechtt, vmb gemeines nutzs willenn, solches zuduldenn schuldige werenn, So werenn wir doch gleichwohl vnderthenniger vngezweiuelter hoffnunge, das E.

6

F.

7

G. vf diesem fall, vnnd wo sich solchs befunde, sich des bawenns vnnd anmassunge der Pfannen gleichwohl gnediglichenn endthalttenn wurdenn, Dann ob vielleicht in rechttenn versehenn möchte sein das E.

8

F.

9

G gleichmessig anndernn Furstenn vnd Potentaten, vnnd Obrigkeittenn, aus bestenndigenn vhrsachen, als gemeines nutzes halbenn, einem oder mehr, an seiner oder Ihrenn gerechttigkeittenn, etwas enndtziehenn, vnnd milttern möchttent, welches wir vf dismahl in seinem werth beruhenn lassenn, vnnd vergeblichen nicht streittenn wöllenn, noch E.

10

F.

11

G. damitt auffhalttenn, Weil aber obgemelte Gerechtigkeit der Zal der Pfannenn vnnd Saltzwercks durch bestenndige Contract ann vnnser vorfahren, vnd ann vnns gekommenn, vnnd vererbet, vnnd sich E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. ohne bekanndt[?] — Wendung undeutlich, moeglicherweise Abbreviatur am Wortende

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HandschriftS. 188 Bl. 91v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 188

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. damitt auffhalttenn, Weil aber obgemelte Gerechtigkeit der Zal der Pfannenn vnnd Saltzwercks durch bestenndige Contract ann vnnser vorfahren, vnd ann vnns gekommenn, vnnd vererbet, vnnd sich E.

2

F.

3

G. herr vatter seliger gedechtnus Insonnderheit gnediglichenn verschriebenn, wie obenn anngezeigtt, Nemblich das weder ffgl.[?]1 noch derenn erbenn vnnd nachkommenn, auch niemanndts annders, die Zahl der Saltzbotenn vnnd Pfannenn brechenn[?]2 solle, das auch weder ffgl.[?]3, Ire erbenn oder nachkommenn, vnns mit anndernn Saltzbodenn,

4

Inn oder außwenndig vnnser Sodenn, in keine weise oberbauwenn, auch sich keiner gerechttigkeitt, außgescheidenn die Vbrigkeitt des Gerichts in genannttem Sodenn vnnd Saltzwergk anmassenn wollent, vnnd inberurttenn fall, wo sich der ereugte, der anngezogenn schade verhuetet, vnnd gemeiner nutz, E.

5

F.

6

G. vnnderthanenn, gestifft vnnd gefurdert wurde, Wo wir selbst mehr Pfannenn vnnd Saltzboden bawenn vnd machenn liessenn, vnnd also disfals der Contract, lauts berurtter verschreibunge, zwischen E.

7

F.

8

G.

Unsichere Lesungen

  1. ffgl.[?] — Abbreviatur, wohl 'fuerstliche Gnaden' (S. fgl.?), Lesung der Buchstabenfolge unsicher
  2. brechenn[?] — Verb undeutlich, moeglich auch 'mehrenn'
  3. ffgl.[?] — dieselbe Abbreviatur wie Zeile 7

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HandschriftS. 189 Bl. 92r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 189

1

Herrnn vatters, vor sich vnnd derenn Erbenn vnnd nachkommenn, vnnd vnns bewilliget vnnd volnzogenn, vnnd allennthalbenn bisannhero adimplirt, auch gehalttenn wurde, In dem so sich ffgl.[?]1 dermassenn wie anngezeit[?]2 verschriebenn, das weder ffgl.[?] Ire erbenn,

2

noch nachkommenn keiner Gerechttigkeit anmassenn, oder vnnderziehenn wollen, auch vnnser vnnd vnnser erbenn, vnnd nachkommen gemeiner schade, vnnd vnvberwindtlicher verderbe, desto mehr verpliebe, vnnd der Baurschafft der Sodenn gemeiner nutz ohn nachtteil des gemeinen nutz, E.

3

F.

4

G.

5

Lanndenn, auch desto mehr souiel muglichenn erhalttenn wurde, So sein wir aber eins in vndertheniger tröstlicher hofnung, E.

6

F.

7

G. werdenn gnediglichenn erachttenn, vnnd decerniren, das wir bestimpts fals zu der Bauwung mehrer Saltzbodenn vnd pfannenn billichenn vnnd vermöge der recht zugelassenn werdenn solttent, Weil ebenn das Jenig,

8

wie Itzt vermeldt, dardurch verschafft, als wenn solche erbauwunge nicht durch vnns vorgenommenn wurde, Zudem das wir auch destoweniger nachteil vnnd schadenns erleidenn dorfftenn, In sonderlicher betrachttung auch das E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. ffgl.[?] — Abbreviatur wie auf Blatt 91v, Lesung unsicher
  2. anngezeit[?] — wohl fuer 'anngezeigt', g nicht erkennbar); ffgl.[?] Ire (Abbreviatur und folgendes Wort ('Ire' oder 'der') unsicher

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HandschriftS. 190 Bl. 92v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 190

1

Fortsetzung von der vorigen Seitewie Itzt vermeldt, dardurch verschafft, als wenn solche erbauwunge nicht durch vnns vorgenommenn wurde, Zudem das wir auch destoweniger nachteil vnnd schadenns erleidenn dorfftenn, In sonderlicher betrachttung auch das E.

2

F.

3

G.

4

Herrnn Vatters seligenn verschreibunge mit bringt, das dieselbige In Ihrem artickeln vnnd stuckenn, nicht solle annders dann sie in Ihrem schrifftlichenn sinne Innhelt, ausgelegt oder glosiret werdenn, Welche auch in Irem austrucklichenn schrifftlichenn sinne, wie dann vermeldet, verordenet vnnd disponirt, das sich weder E.

5

F.

6

G.

7

Vatter, noch derenn erbenn keiner gerechttigkeit ann dem Saltzwergk annehmenn sollenn, Vnd wirdt solche gemeine disposition per illam generalem Vniuersalem negatiuam keiner gerechttigkeit durch nachvolgennde exception in allenn fellenn becreffttiget,

8

Wir wollenn vnns auch in mehrbemeltem fall, Nemblich wo außfundig gemacht wurde, das dardurch der gemein nutz, des Lanndes gefurdertt wurde, zu solcher bauwunge erbottenn habenn, vnnd bittenn derhalbenn enndtlich vffs vnderthenigst, E.

9

F.

10

G. wollenn furtter auch wie bißher furstlichen vnnd löblichenn geschehen, vnns armenn Leutenn, E.

11

F.

12

G gehorsamenn vnnderthanenn bey solcher vnnser Gerechttigkeitt des Saltzwercks vnnd der Pfannenn gnediglichenn behalttenn, schutzenn vnnd schirmenn, aber Je zum wenigstenn, wo außfündigk gemacht wurde, das E. f. gl.Läuft auf der nächsten Seite weiter

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HandschriftS. 191 Bl. 93r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 191

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG gehorsamenn vnnderthanenn bey solcher vnnser Gerechttigkeitt des Saltzwercks vnnd der Pfannenn gnediglichenn behalttenn, schutzenn vnnd schirmenn, aber Je zum wenigstenn, wo außfündigk gemacht wurde, das E. f. gl.

2

Lanndenn vnnd Leutenn ein mercklicher nachtteil, das wir vns doch nicht versehenn, hieraus enndtstehenn soltte, Wo nicht mehr Pfannenn erbawet wurdenn, vnns zu erbawung derselbigenn aus obenn berurttenn rechtmessigenn vhrsachenn gnediglichenn zulassen, Wo wir aber Je dieses bey E.

3

F.

4

G. das wir vns doch nit weniger dann nichts, zu E.

5

F.

6

G. als vnnserm gnedigenn Lanndtsfurstenn vnnd Herrnn, in annsehunge obenn erzehltter vnnser rechtmessigenn vhrsachenn vf dismahl nicht erhalttenn möchttenn, So konnenn wir hierinnenn auf ferner vnnser fürbringenn vnnd deducirunge vnnser gerechttigkeitt, aller vnparteischer, recht verstenndiger vnnd anderer Erbarer vorstenndiger erfahrner Leuthe, alles nach E.

7

F.

8

G. gnedigem gefallenn, rechtmessige vnnd billiche ortterunge1 vnnd weisunge, dem rechtenn gemes duldenn vnnd leidenn, Darzu wir auch vnns desfals vnndertheniglichenn erbietenn, vnnd wollenn vnns hier mit E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. ortterunge — wohl fuer 'Eroerterunge', Wortanfang undeutlich

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HandschriftS. 192 Bl. 93v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 192

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gnedigem gefallenn, rechtmessige vnnd billiche ortterunge vnnd weisunge, dem rechtenn gemes duldenn vnnd leidenn, Darzu wir auch vnns desfals vnndertheniglichenn erbietenn, vnnd wollenn vnns hier mit E.

2

F.

3

G. vndertheniglichenn beuohlenn habenn, vnnd bittenn gnedige anntwortt.

4

Vff die vorbrachte Supplication vnnd Berumpte Priuilegien der Pfenner zu Allenndorff. hat vnnser gnediger fürst vnnd herr.

5

Erstlich anntzeigenn lassenn, das sich ffgl.[?]1 laß bedunck[gestrichen: enn die] Supplication sey gestelt mit rath der recht gelertenn, Wiewohl nun ffgl.[?] dieselb mit grundt der recht, abzulehnenn wohl wuste, ffgl.[?] doch zeitt darzu von nötenn were, Dieweil aber ffgl.[?] Itzo wegferttig, So woltten ffgl.[?] zuuermeidenn lenger muhe, zum handell schreittenn, Mitt beger, das sie dergleichenn thun wolttenn, Vnnd Erstlich befindt ffgl.[?] in aller welt, wo mann newe Berge oder Saltzwercke befricht[?]2, das die gewerckenn ann denselbigenn orttenn, belehnung vonn der Vbrigkeitt, Konige oder Furstenn, habenn mussen, In welchen vnnderscheidenn wirdet, was die gewerckenn sich halttenn, dergleichenn was auch die Obrigkeit habenn solle,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. ffgl.[?] — wiederkehrende Abbreviatur (wohl 'fuerstliche Gnaden'), gilt auch Zeilen 10-13 und 16); [gestrichen: enn die] (gestrichener Zeilenanfang schwer lesbar, auch 'am die' moeglich
  2. befricht[?] — Verb undeutlich, wohl fuer 'aufricht' (aufrichtet)

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HandschriftS. 193 Bl. 94r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 193

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteErstlich anntzeigenn lassenn, das sich ffgl.1[?] laß bedunck[gestrichen: enn die] Supplication sey gestelt mit rath der recht gelertenn, Wiewohl nun ffgl.[?] dieselb mit grundt der recht, abzulehnenn wohl wuste, ffgl.[?] doch zeitt darzu von nötenn were, Dieweil aber ffgl.[?] Itzo wegferttig, So woltten ffgl.[?] zuuermeidenn lenger muhe, zum handell schreittenn, Mitt beger, das sie dergleichenn thun wolttenn, Vnnd Erstlich befindt ffgl.[?] in aller welt, wo mann newe Berge oder Saltzwercke befricht[?], das die gewerckenn ann denselbigenn orttenn, belehnung vonn der Vbrigkeitt, Konige oder Furstenn, habenn mussen, In welchen vnnderscheidenn wirdet, was die gewerckenn sich halttenn, dergleichenn was auch die Obrigkeit habenn solle,

2

solch Commission oder belehnunge mangelt hie, dieweil dann der grundt dieser Hanndtlunge darauff will beruhenn, so woltte vonnötenn sein, die zu Allendorf suchenn zulassenn, oder das sie bey Ihrem eidenn behalttenn, das sie solche vhrsprungliche Concession nit habenn, vnnd wo dem also, so achttet ffgl. das Irestheils solcher handell manngelhafftigk sey,

3

Nun ist Je offennbars rechttenn[?], das Berckwerck vndSaltzwerck der Obrigkeit zustehenn, mann finds auchin gewonheit allerhanndt2[?], Nemblich bey den Saltzwerckenn Lotringenn, im Stifft Magdeburgk, vndFranckennhausenn,

4

In der Graffschafft Tyroll, vnnd anndernn ortternn, das in der gewonheit also gehalttenn wirdet, zu dem ist ffgl. mit diesem Saltzwerck vom Kay:

5

Mayt: belehnet, vnnd haben also ffgl.

6

Intentionem fundatam, das solch Saltzwerck gar ffgl. zusteht, vnnd welcher darann etwas habenn will, der mus dasselb beweisenn Nun wollenn wir sehenn, was die Pfenner krefftiglich beweisenn vnnd dargethann habenn, vf den fall das ffgl. mehr Pfannenn zu gemeinem nutz zubauenn nit macht [gestrichen: habenn] soltte, darumb sich dann zu dieser Zeit der streit heltt, So mann nun der alttenn Furstenn Lanndtgraven Henrichs, Frauenn[?] Alheitenn, Lanndtgravenn Ottenn, Lanndtgrave Henrichs wiederumb, vorgelegtte briefe annsicht, so findet sich klar, das sie nit bewiesenn habenn, das mein gnediger furst vnnd herr nit mehr Pfannenn bauenn möchte Sonndernn das sie alle nach einannder,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. ffgl. — Kuerzel wohl fuer 'furstlich gnaden'; Lesung des Kuerzels unsicher, kehrt auf der Seite mehrfach wieder (Z. 15, 17, 18)); offennbars rechttenn (Wortendungen unsicher
  2. allerhanndt — Endung schwer lesbar, evtl. 'allerhannds'

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HandschriftS. 194 Bl. 94v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 194

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteIntentionem fundatam, das solch Saltzwerck gar ffgl. zusteht, vnnd welcher darann etwas habenn will, der mus dasselb beweisenn Nun wollenn wir sehenn, was die Pfenner krefftiglich beweisenn vnnd dargethann habenn, vf den fall das ffgl. mehr Pfannenn zu gemeinem nutz zubauenn nit macht [gestrichen: habenn] soltte, darumb sich dann zu dieser Zeit der streit heltt, So mann nun der alttenn Furstenn Lanndtgraven Henrichs, Frauenn[?] Alheitenn, Lanndtgravenn Ottenn, Lanndtgrave Henrichs wiederumb, vorgelegtte briefe annsicht, so findet sich klar, das sie nit bewiesenn habenn, das mein gnediger furst vnnd herr nit mehr Pfannenn bauenn möchte Sonndernn das sie alle nach einannder,

2

es darfur gehaltenn habenn, das sie mehr Pfannenn bauen mochtenn, dann zu dem mahl da gewesenn seindt, Vnnd das Ihe eins priuilegium den anndernn nit gehindert hatt4, als nemblich Lanndtgraf Henrichs priuilegium, hat Lanndtgraff Ottenn nit gehindert, dann Lanndtgraff Ott hatt gleichwohl wollenn das Saltzwerck bauenn,

3

vnnd mehr Pfannenn bauenn, vnanngesehl=2[?] seins Vatters brief3, So auch dieselbigenn brief[?] anngesehenn werdenn, so disponiren sie nit vber Ihre Erbenn, dann Lanndtgraff Ott wie obgemeltt, hatt gleichwohl vnangesehenn seins Vatters brieffe, mehr Pfannenn setzenn wollenn, Item, so ist auch das pactum vonn — 25.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Frauenn Alheitenn — Schreibung 'Frauenn' oder 'Frawenn' nicht sicher zu entscheiden
  2. vnanngesehl= — Wortende am Zeilenschluss undeutlich, wohl 'vnanngesehenn' (Fortsetzung 'seins Vatters brief')
  3. brief — am Zeilenende ein durchstrichener Buchstabe, moeglicherweise gestrichenes 'e' oder Zierstrich
  4. hatt — Strich durch 'hatt' hier wie mehrfach auf der Seite als Zierstrich durch tt gewertet, nicht als Tilgung

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HandschriftS. 195 Bl. 95r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 195

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd mehr Pfannenn bauenn, vnanngesehl=[?] seins Vatters brief, So auch dieselbigenn brief[?] anngesehenn werdenn, so disponiren sie nit vber Ihre Erbenn, dann Lanndtgraff Ott wie obgemeltt, hatt gleichwohl vnangesehenn seins Vatters brieffe, mehr Pfannenn setzenn wollenn, Item, so ist auch das pactum vonn — 25.

2

Vbenn[?] Saltzes nie gehalttenn wordenn, ffgl. findenns auch in keinem Register, das Je gegebenn wordenn sey, vnnd habenn also die Furstenn allein dieweil sie gelebt habenn, die Pfenner befreyet, das sie auch also ohnne Zweiuell Furstlich gehalttenn habenn, Item, Es hatt Lanndtgrave Henrich Ihnenn nit weitter zugelassenn, zusetzenn, zu enndtsetzenn, vnd zu bestellenn, dann das ffgl. vnnd dem Bergkwerge2 möge zu nutz,

3

zu rechttenn vnnd zu frommen sein, Daraus volgett, das die obgemelt facta, alle personalia sein, vnnd sich vber die personn nit extendiren, Danebenn so manngelt Lanndtgraff Hermanns brieff, Welcher Furst lannge Zeit Regiret hatt,

4

Wo derselbe furgelegt, wurde mann ohnn Zweiuell befindenn, das er in derselbigenn meinung gewest ist, also probiren die obgemelte priuilegia alle nichtt Zum letztenn hatt Lanndtgraff Wilhelm itzo Meins gnedigem [gestrichen:Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. vonn — 25. Vbenn — Zahl 25 und Wort 'Vbenn' (Uebene, Salzmass) unsicher; vor der Zahl ein waagerechter Strich
  2. Bergkwerge — Endung undeutlich, evtl. 'Bergkwerck'

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HandschriftS. 196 Bl. 95v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 196

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteWo derselbe furgelegt, wurde mann ohnn Zweiuell befindenn, das er in derselbigenn meinung gewest ist, also probiren die obgemelte priuilegia alle nichtt Zum letztenn hatt Lanndtgraff Wilhelm itzo Meins gnedigem [gestrichen:

2

Herr Vatter] [übergeschrieben:

3

Herrn], Inenn ein Confirmation gegebenn, so mann dieselbige besicht, (welche ffgl Ires Vatters halben zu keinem vnglimpff wil anngezogenn habenn, sonnder allein der Jenigk[?] halb, so ffgl. mit verschweigung der warheitt, vnnd dessenn das nit ist, bewegt habenn) So befindet mann, das dieselbige Confirmation viel vngewönlicher Clauseln,

4

vnnd exorbitantien, welche auch gemeinem nutz zu widder sein, hat, Dann erstlich, so ist ffgl. bericht, das er mitt warheit bericht sey, das nit mehr dann — 42 Pfannenn sein solttenn, vnnd sie darvor gefreyet werenn, welches sich dermassenn nit heltt.

5

Item ffgl ist verschwiegenn, das Ine die 25.

6

Vbenn Saltz gepurenn2[?] solttenn, Item ist verschwiegenn, das die Vorfahren Furstenn allewegenn habenn mehr pfannen bauen wollenn, Item, wiedder den gemeinenn nutzenn, das die Pfenner,

7

das Saltz nach Ihrem willenn vff[?]: vnnd abzusetzenn, vnnd die neuerung zumachenn, macht habenn soltenn, Item, Ist wieddernn gemeinenn nutz, das ffgl. kein neu Saltzwercke, wanns ffgl.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. [gestrichen: Herr Vatter] [übergeschrieben: Herrn] — 'Herr Vatter' gestrichen, darueber mit Einfuegungszeichen 'Herrn' nachgetragen); der Jenigk (Wortende undeutlich, evtl. 'der Jenigen'); — 42 Pfan= (Zahl 42 mit vorangehendem Strich; Lesung der Ziffern gesichert erscheinend, aber gezoomt nicht geprueft
  2. gepurenn — Mittelteil des Wortes undeutlich, evtl. 'geburenn'
  3. vff: — Kuerzel am Zeilenende mit Durchstrich, Aufloesung unklar (Satz bricht ab bzw. wird verso fortgesetzt)

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HandschriftS. 197 Bl. 96r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 197

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedas Saltz nach Ihrem willenn vff[?]: vnnd abzusetzenn, vnnd die neuerung zumachenn, macht habenn soltenn, Item, Ist wieddernn gemeinenn nutz, das ffgl. kein neu Saltzwercke, wanns ffgl.

2

Inn Ihrem Furstenthumb funde, nit bauwenn soltte, Item das er kein theil im Saltzwercke so Ime das heimfiele behalttenn soltte, dazu so ist ffgl. zu der Zeit, wie sich aus dem dato der verschreibunge befindet, nit mehr dann achtzehenn Jahr altt gewesenn, Item ein vngewönlicher Stylus mit der versiegelung,

3

das die zweene Räthe nebenn Ime versiegeltt gehalttenn, Item manngelt weytter Confirmation, die in einer minder Jerigenn hanndelung sich gepüret hett, Das aber gesagt wolt werdenn, es sey hie Vi pacti gehanndelt, also das ffgl. darumb dreyhundert nehmenn solle, Welcher Contract M.

4

G.

5

H. als Erbe zuhalttenn schuldigk solt sein, Dargegenn so ist die warheit, das mann in solchenn fellenn, do ein sonnder personn regalia nit besitzenn magk, nichts ann=[?] sehenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. dreyhundert neh= — nach 'dreyhundert' keine Waehrungsangabe erkennbar; Worttrennung 'neh=menn' erschlossen aus Zeile 18); nichts ann= (letzte Woerter der Zeile klein und mit Schleife ueberzogen, Lesung unsicher; Fortsetzung auf der Folgeseite

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HandschriftS. 198 Bl. 96v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 198

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteH. als Erbe zuhalttenn schuldigk solt sein, Dargegenn so ist die warheit, das mann in solchenn fellenn, do ein sonnder personn regalia nit besitzenn magk, nichts ann=[?] sehenn,

2

ob die Jegenn verpflichtunge, dem Priuilegio gemes sey, vnnd so ferr es gemes were, so wer es Contractus, aber darumb were die frage, [übergeschrieben:

3

Obtinet] Contractum sub regalibus zu nachtteil des successoris möchte machenn, vnnd ist die meinung aller recht gelertenn Nein, So es aber nit gemes were, so plieb es ein Priuilegium, wie auch der brieff ausweiset, vnnd darff derhalbenn keiner disputation.

4

Besagt nun das solch brieff de surreptione nit verdechttigk were, so woltte darann gelegenn sein, zuerforschenn, ob das Priuilegium gemeinem nutz zuwiedder sey oder nit, So sich nun erfinde, das gemeinem nutz zuwieder, als in diesem fall ist, So were es im rechttenn nichttige, vnnd bunde weder den Concedentem, noch seinenn successorem, Das aber dieses gemeinem nutz zuwiedder sey, das darf keiner ausfurunge, dann das mann soltte die Sohle vergeblich Inn die Werra lassenn lauffenn, vnnd der gnadenn die Gott verliehenn hatt nitt brauchenn vnd anndern außwendigen2[?] leuten gelt mustenn gebenn, vmb Ihr Saltz, Item Verkerunge[?] vnnd vffsetz machenn zulassenn, vnnd nit allein dasselbige, sonndernn auch dem Furstlichen Stannde vhrsach gebenn zu erhalttunge desselbigenn seine vnderthanenn, vmb verlegung annzusprechenn, vnd selbst habenn, darvonn mann solche notturfft des Furstenn erstattenn, vnnd den armenn mann solcher beschwerunge erledigenn möcht, das alle ist gemeinem nutz zuwiedder, vnnd wenn sie selbst darumb ertheilenn solttenn, versehe sich mein gnediger Herr, sie wurdenns nit anders könnenn billichenn, Dieweil es dann gemeinem nutz zuwieder, so sein sies schuldigk zuzulassenn, an Iren schadenn Irem Landtsfurstenn vnnd gemeinem nutzenn zuzulassenn, Inmassenn, wie es dann anndere Vnderthanen, vff[?] benenttenn Saltzwerckenn Iren Herren zulassen, Das sie aber meinen, so der gemein nutz mehr Saltz dorfft, das Ihnenn zugelassenn sein solt, mehr Pfannen zusetzenn, vnnd solche notturfft zuerstatten, das gestehett mein gnediger Herr nitt, das Ihnenn solches Ihe verliehenn sey, sonnder es ist gewönnlich, so man vff Berck oder Saltzwerckenn, mehr Schechttenn oder Sode will annrichtenn, das mann als dann die Obrigkeit vmb die belehnunge annzusuchen pflegt, vnnd derselbigenn belehnung darzu gehört, Nun habenn sie ffgl. deshalbenn nit anngesucht, ffgl. hatt auch nie nichts, vnd Ihre personn nichts verwilliget, Derowegenn so will ffgl. auch niemahls freystehenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. [übergeschrieben: Obtinet] — kleines uebergeschriebenes Wort ueber dem Zeilenende, Lesung 'Obtinet' unsicher (evtl. 'Obtiner')
  2. außwendigen — Wort undeutlich, evtl. 'auswendigen' oder 'anwendigen'

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HandschriftS. 199 Bl. 97r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 199

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteBesagt nun das solch brieff de surreptione nit verdechttigk were, so woltte darann gelegenn sein, zuerforschenn, ob das Priuilegium gemeinem nutz zuwiedder sey oder nit, So sich nun erfinde, das gemeinem nutz zuwieder, als in diesem fall ist, So were es im rechttenn nichttige, vnnd bunde weder den Concedentem, noch seinenn successorem, Das aber dieses gemeinem nutz zuwiedder sey, das darf keiner ausfurunge, dann das mann soltte die Sohle vergeblich Inn die Werra lassenn lauffenn, vnnd der gnadenn die Gott verliehenn hatt nitt brauchenn vnd anndern außwendigen[?] leuten gelt mustenn gebenn, vmb Ihr Saltz, Item Verkerunge1[?] vnnd vffsetz machenn zulassenn, vnnd nit allein dasselbige, sonndernn auch dem Furstlichen Stannde vhrsach gebenn zu erhalttunge desselbigenn seine vnderthanenn, vmb verlegung annzusprechenn, vnd selbst habenn, darvonn mann solche notturfft des Furstenn erstattenn, vnnd den armenn mann solcher beschwerunge erledigenn möcht, das alle ist gemeinem nutz zuwiedder, vnnd wenn sie selbst darumb ertheilenn solttenn, versehe sich mein gnediger Herr, sie wurdenns nit anders könnenn billichenn, Dieweil es dann gemeinem nutz zuwieder, so sein sies schuldigk zuzulassenn, an Iren schadenn Irem Landtsfurstenn vnnd gemeinem nutzenn zuzulassenn, Inmassenn, wie es dann anndere Vnderthanen, vff2[?] benenttenn Saltzwerckenn Iren Herren zulassen, Das sie aber meinen, so der gemein nutz mehr Saltz dorfft, das Ihnenn zugelassenn sein solt, mehr Pfannen zusetzenn, vnnd solche notturfft zuerstatten, das gestehett mein gnediger Herr nitt, das Ihnenn solches Ihe verliehenn sey, sonnder es ist gewönnlich, so man vff Berck oder Saltzwerckenn, mehr Schechttenn oder Sode will annrichtenn, das mann als dann die Obrigkeit vmb die belehnunge annzusuchen pflegt, vnnd derselbigenn belehnung darzu gehört, Nun habenn sie ffgl. deshalbenn nit anngesucht, ffgl. hatt auch nie nichts, vnd Ihre personn nichts verwilliget, Derowegenn so will ffgl. auch niemahls freystehenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Verkerunge — Wortanfang undeutlich, evtl. 'Verleerunge' oder 'Verkeerunge'
  2. vff — am Zeilenende durchstrichener Federzug, wohl Zierstrich; Lesung 'vff' zur Fortsetzung 'benenttenn Saltzwerckenn' erschlossen); so man (letzte Woerter blasser geschrieben, Lesung dennoch wahrscheinlich

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HandschriftS. 200 Bl. 97v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 200

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteBesagt nun das solch brieff de surreptione nit verdechttigk were, so woltte darann gelegenn sein, zuerforschenn, ob das Priuilegium gemeinem nutz zuwiedder sey oder nit, So sich nun erfinde, das gemeinem nutz zuwieder, als in diesem fall ist, So were es im rechttenn nichttige, vnnd bunde weder den Concedentem, noch seinenn successorem, Das aber dieses gemeinem nutz zuwiedder sey, das darf keiner ausfurunge, dann das mann soltte die Sohle vergeblich Inn die Werra lassenn lauffenn, vnnd der gnadenn die Gott verliehenn hatt nitt brauchenn vnd anndern außwendigen[?] leuten gelt mustenn gebenn, vmb Ihr Saltz, Item Verkerunge[?] vnnd vffsetz machenn zulassenn, vnnd nit allein dasselbige, sonndernn auch dem Furstlichen Stannde vhrsach gebenn zu erhalttunge desselbigenn seine vnderthanenn, vmb verlegung annzusprechenn, vnd selbst habenn, darvonn mann solche notturfft des Furstenn erstattenn, vnnd den armenn mann solcher beschwerunge erledigenn möcht, das alle ist gemeinem nutz zuwiedder, vnnd wenn sie selbst darumb ertheilenn solttenn, versehe sich mein gnediger Herr, sie wurdenns nit anders könnenn billichenn, Dieweil es dann gemeinem nutz zuwieder, so sein sies schuldigk zuzulassenn, an Iren schadenn Irem Landtsfurstenn vnnd gemeinem nutzenn zuzulassenn, Inmassenn, wie es dann anndere Vnderthanen, vff[?] benenttenn Saltzwerckenn Iren Herren zulassen, Das sie aber meinen, so der gemein nutz mehr Saltz dorfft, das Ihnenn zugelassenn sein solt, mehr Pfannen zusetzenn, vnnd solche notturfft zuerstatten, das gestehett mein gnediger Herr nitt, das Ihnenn solches Ihe verliehenn sey, sonnder es ist gewönnlich, so man vff Berck oder Saltzwerckenn, mehr Schechttenn oder Sode will annrichtenn, das mann als dann die Obrigkeit vmb die belehnunge annzusuchen pflegt, vnnd derselbigenn belehnung darzu gehört, Nun habenn sie ffgl. deshalbenn nit anngesucht, ffgl. hatt auch nie nichts, vnd Ihre personn nichts verwilliget, Derowegenn so will ffgl. auch niemahls freystehenn,

2

vnnd Ihrem vnnd gemeinem nutz in dem fall schaffenn, Wie sich dann ffgl. dem Vatterlanndt zu gutem schuldigk erkenndt, Das auch gesagt wirdt, es habe am abfuerenn des Saltzes gemanngelt, Derowegen Neun hundert Pfannenn1, das nechst Jar zusiedenn, nachpliebenn sein, das findet mann im berichtt der fuhrleut vnnd kerner, das es aus der geringe=2[?] Tadinge, damit mann die armenn fuhrleut vnnd kerner beschweret hatt, kommenn sey, vnnd sie darzu mit dem gelde, vber gewönnliche thaten, zubeschwerenn, also das sie deshalbenn getrunge=3[?] sen, gein Franckennhausenn, vnnd am andere[?] Ortte zufahrenn, so mann aber rechte Ladung, vmb recht geldt gegebenn hette, so sagenn gemeinlich alle fuhrleut, das noch so viel Pfannenn kaum gnug werenn, Item so viel das Holtz belanngt, wo mann rechtte Ordenunge mit hauwenn vnnd hegenn, dasselbige gehalttenn hette, so were ann notturfftigenn Holtz kein mangel gewest, Aus dem allenn scheint,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Neun hundert Pfannenn — Lesung 'Neun hundert' unsicher; Zahlwort am Absatzanfang mit grosser Initiale
  2. geringe= — Zeilenende mit Kuerzelschleife, Wortende unsicher (Fortsetzung 'Tadinge' Zeile 17)
  3. getrunge= — Zeilenende mit Kuerzelschleife, Fortsetzung 'sen' Zeile 21 ('getrungen sein')); am andere (Schluss der Zeile undeutlich, evtl. 'an andere'; Text bricht am Seitenende ab

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HandschriftS. 201 Bl. 98r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 201

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd Ihrem vnnd gemeinem nutz in dem fall schaffenn, Wie sich dann ffgl.3 dem Vatterlanndt zu gutem schuldigk erkenndt, Das auch gesagt wirdt, es habe am abfuerenn des Saltzes gemanngelt, Derowegen Neun hundert Pfannenn, das nechst Jar zusiedenn, nachpliebenn sein, das findet mann im berichtt der fuhrleut vnnd kerner, das es aus der geringe=[?] Tadinge, damit mann die armenn fuhrleut vnnd kerner beschweret hatt, kommenn sey, vnnd sie darzu mit dem gelde, vber gewönnliche thaten, zubeschwerenn, also das sie deshalbenn getrunge=[?] sen, gein Franckennhausenn, vnnd am andere[?] Ortte zufahrenn, so mann aber rechte Ladung, vmb recht1 geldt gegebenn hette, so sagenn gemeinlich alle fuhrleut, das noch so viel Pfannenn kaum gnug werenn, Item so viel das Holtz belanngt, wo mann rechtte Ordenunge mit hauwenn vnnd hegenn, dasselbige gehalttenn hette, so were ann notturfftigenn Holtz kein mangel gewest, Aus dem allenn scheint,

2

das weitter Pfannenn zubauwen gemeinem nutz zum bestenn zugelassenn seye, das aber Ihnenn den Pfennernn, als den vnderthan solchs zuzulassenn, was der Obrigkeit zustehet, oder geburt, ist vnuerweislich2[?], Dieweil aber ffgl. sich allewege erbottenn habenn, das ffgl. ohn Ihrenn schadenn zubauwenn gedenncken, So ist sie noch des erbietenns, dasselbige also zuthun, auch die Pfenner bey den gehöltzenn der Stadt Allenndorf [gestrichen: ff] vnbetrübt zulassenn, desgleichenn andernn gehöltz, welcher sie bisher in besess gewesenn sein,

3

aber vonn wegenn der gehöltz, welche ffgl. zustehenn, will sich ffgl. gnedig gegenn Ihnenn erzeigenn, so nur[?] sie sich dergleichenn vnderthenig gegenn ffgl. haltenn, das sie spurenn solttenn einenn gnedigen Herrenn, Desgleichenn des siedenns vnnd des Saltzkauffs halbenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. vmb recht — eng zusammengeschrieben, Lesung 'vmb recht geldt' aus dem Zusammenhang
  2. vnuerweislich — Wort stark verschliffen, auch 'vnuerweitlich' lesbar); [gestrichen: ff] (gestrichenes Zeichen nach 'dorf', wohl doppelt angesetztes ff); so nur (letztes Wort mit u-Bogen, auch 'nun' moeglich; Satz laeuft auf 98v weiter
  3. ffgl. — wiederkehrende Abbreviatur (fuerstliche Gnaden), Buchstabenbestand nicht eindeutig; hier und in Z. 14, 19, 20 gleichfoermig wiedergegeben

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HandschriftS. 202 Bl. 98v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 202

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteaber vonn wegenn der gehöltz, welche ffgl. zustehenn, will sich ffgl. gnedig gegenn Ihnenn erzeigenn, so nur[?] sie sich dergleichenn vnderthenig gegenn ffgl. haltenn, das sie spurenn solttenn einenn gnedigen Herrenn, Desgleichenn des siedenns vnnd des Saltzkauffs halbenn,

2

auch ordtnung mit Ihnenn machenn, vnnd ob Ihnenn Je1[?] Saltz liegenn pliebe, vnd nit abgehen woltte, so woltte ffgl. geldt darzu verordenenn, das das Saltz so Ihnenn liegenn bliebe, vnd nach der ordenung gesottenn were, bezahlt werden solle.

3

Wo sie nun der meinung werenn, sich also wie obgemelt, mit ffgl. vnndertheniglichen zuuergleichenn, so werenn ffgl. auch darzu geneigt, vnnd wolttenn sich also Irem erbietenn gemes gnediglich erzeigenn[?],

4

Mitt vorbehalttunge, wo dieser Handell nit verglichenn wurde, diese schrifft zu extendiren, zu mindernn, zumehrenn vnnd alle Ire f.

5

G.[?] gelegennheit, nutz, vnnd notturfft etc.

Unsichere Lesungen

  1. Je — kurzes Wort vor 'Saltz', Lesung 'je' aus dem Zusammenhang, auch 'de' denkbar); diglich erzeigenn (stark verschliffen mit Kuerzungsschleife am Ende; Fortsetzung von 'gne=' der Vorzeile); f. G. (Abbreviatur mit Schlussschleife, Aufloesung des Buchstabenbestands unsicher

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HandschriftS. 203 Bl. 99r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 203

1

Instruction, so dem Verordenten vnnd erweltenn Ausschos beuohlenn.

2

Instruction vnnd Beuelch, so die gemeinen Pfenner zun Sodenn, so Inn vnnd ausserhalb dem Furstenthumbs1 zu Hessenn gesessenn, Ihrem verordennttenn vnnd erwöltenn ausschos, Nemblich Asmus vom Butlar, Wernner2[?] Trotte, Hermannus Reiß3[?] Magister, George freundt Renndtmeister, Johann Riedennstein4[?],

3

Johann Schaffnitt5[?], George Ganntzler, Geyseler Schranckflügell6[?], Herman fischer George Sieforts Johann Opffermann, Diterich7[?] Wilges, mittler zeit vnnd vor dem anngesetztenn tage auszurichttenn, vnnd sich zubefleissigenn, vf heut Son=8[?] tags Fabianj Anno etc. 38 gegebenn, vnnd beuohlenn, wie volgett.

4

Erstlichenn sollen der Verordente Ausschos Vonn aller Pfenner wegenn, volmacht vnnd gewalt habenn, vf der Pfenner kostenn, vnnd zehrung Rath suchenn, bey den Vniuersiteten zu Erffurdt, Leipzigk, vnnd Wittembergk, vnnd ann welchem ortte vnnd ennde sie recht versten digenn, die Ihnenn in solchenn Ihrenn hochwichtigen annliegenndenn sachenn, nutzlich bequemlich sein möchttenn, antreffenn vnnd bekommenn werdenn, soll sie vmb Ihrenn Rath vnd bedennckenn, vmb der Pfenner belohnung mitzutheilenn, bittlich ersuchenn, Vnnd wann die verordennttenn vom ausschos solche rechtuerstenndigenn antreffenn vnnd bekommen werdenn, sollenn sie den erstlich annzeigenn, vnd vorlegenn, die erste Furstliche ausganngenn Citation, darinne etliche artickell anngezeigt vnnd verleibt des vnnsers gnedigenn[?] fursten vnnd herrn gemüte, auch was sonnst vf gehalttenn tage Sonntags nach Trium Regum zu Cassell, den sechs gesanndtenn begegnett, vnnd vonn ffgl. vorgehalttenn, vorgeschlagenn vnd erbottenn, auch was anntwort darauff gegebenn, vnnd was sonnst allennthalbenn darinne geschehen vnnd erganngenn, nach aller notturfft den rechtverstenndigenn vorbringenn, Item sollenn der ausschos, oder Ihre abgeferttigten, die anndere vnnd letzte Citation vnnd tage zettell auch dem recht verstenndigenn vor legenn, vf den artickell, das allein die Innlenndischenn so im Fursten thumb gesessenn, vnnd nit die auslenndischenn gefoddert, vnd also vonn einannder getrennt werdenn, Irem Rath vnnd bedennckenn bittenn, wie solch trennung zuueranntworttenn, vnnd zu wiederfechtenn, dieweil sie die auslenndischenn so wohl Inn die Erbschafft, vnnd Baurschafft, also die Innlenndischenn gehörenn, darin befreyet, beerbet vnnd befellet[?], Wollen sie sich aller gnade vnnd freyheit auch zugebrauchenn[?], vnnd zu erfrawenn habenn, vnnd dardurch nit trennenn, vnnd absondern lassenn, Darnach sollenn vnnser ausschos, vnnd Ihre Gesantenn, beuelch habenn, alle der Pfenner Jura, priuilegia, gnadenn Freyheit, bestettigung, brieffe vnnd siegell, vnnd sonnst aller Irer gerechttigkeit, warthafftige Copien, vnnd abschriffte [übergeschrieben: zu] verlegenn, vnd zubittenn, Ob sie der auch alse[?] verhofflich gegenn vnd wiedder vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn vornehmenn, im rechttenn gegrundtenn, vnd darauff zugetröstenn, vnnd der auch zu erfrawenn habenn mögenn, vnnd was vnnser notturfft weitter erfordernn wirdt, vnns Ihrenn Rath vnnd bedennckenn mittzutheilenn Es sollenn auch der ausschos vnnd Ire abgeferttigte beuelchhaber, weitter volmacht vnnd gewaltt habenn, sich zubefleissigenn, In den Vniuersiteten oder sonnstenn, wo sie den bekommenn möchtenn der also im rechttenn erfahrenn, vnnd wohl beredt, das er der Pfenner notturfft vnnd wortt vorzutragenn[?], vnnd zu rathenn wuste, denselbenn sollenn sie vmb ein zimbliche besoldung, wes sie sich mit Ihme vergleichenn könnenn, bestellen vnnd dingenn, das derselbe einen[?] tage sechs oder achtte, vorm anngesetztenn tage, gewislich gegenn[?] Allenndorff möchte annkommenn, sich mit dem ausschos aller notturfft zu vnnderredenn, vnd volgendt den tag zu Cassell, Sonnabennds nach Esto mihi, mit rathe vnnd redenn helffenn, ersuchenn vnnd leistenn, Weitter gebenn wir vnnserm erwöltenn ausschos gewalt vnnd beuelch,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. dem Furstenthumbs — Artikel verschliffen, auch 'des Furstenthumbs' lesbar
  2. Wernner — Vorname am Zeilenende verschliffen, auch 'Werner' moeglich
  3. Reiß — Familienname, Anfangsbuchstabe R/K nicht eindeutig
  4. Riedennstein — Eigenname, Minims nn/m nicht eindeutig
  5. Schaffnitt — Eigenname, n/m vor itt nicht eindeutig
  6. Schranckflügell — Eigenname, ck-Verbindung verschliffen
  7. Diterich — Vorname verschliffen, auch 'Dyterich' lesbar
  8. Son= — Anfangsbuchstabe unklar; Bleistiftvermerk moderner Hand liest 'Montag nach Fabian'

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HandschriftS. 204 Bl. 99v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 204

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteErstlichenn sollen der Verordente Ausschos Vonn aller Pfenner wegenn, volmacht vnnd gewalt habenn, vf der Pfenner kostenn, vnnd zehrung Rath suchenn, bey den Vniuersiteten zu Erffurdt, Leipzigk, vnnd Wittembergk, vnnd ann welchem ortte vnnd ennde sie recht versten digenn, die Ihnenn in solchenn Ihrenn hochwichtigen annliegenndenn sachenn, nutzlich bequemlich sein möchttenn, antreffenn vnnd bekommenn werdenn, soll sie vmb Ihrenn Rath vnd bedennckenn, vmb der Pfenner belohnung mitzutheilenn, bittlich ersuchenn, Vnnd wann die verordennttenn vom ausschos solche rechtuerstenndigenn antreffenn vnnd bekommen werdenn, sollenn sie den erstlich annzeigenn, vnd vorlegenn, die erste Furstliche ausganngenn Citation, darinne etliche artickell anngezeigt vnnd verleibt des vnnsers gnedigenn1[?] fursten vnnd herrn gemüte, auch was sonnst vf gehalttenn tage Sonntags nach Trium Regum zu Cassell, den sechs gesanndtenn begegnett, vnnd vonn ffgl. vorgehalttenn, vorgeschlagenn vnd erbottenn, auch was anntwort darauff gegebenn, vnnd was sonnst allennthalbenn darinne geschehen vnnd erganngenn, nach aller notturfft den rechtverstenndigenn vorbringenn, Item sollenn der ausschos, oder Ihre abgeferttigten, die anndere vnnd letzte Citation vnnd tage zettell auch dem recht verstenndigenn vor legenn, vf den artickell, das allein die Innlenndischenn so im Fursten thumb gesessenn, vnnd nit die auslenndischenn gefoddert, vnd also vonn einannder getrennt werdenn, Irem Rath vnnd bedennckenn bittenn, wie solch trennung zuueranntworttenn, vnnd zu wiederfechtenn, dieweil sie die auslenndischenn so wohl Inn die Erbschafft, vnnd Baurschafft, also die Innlenndischenn gehörenn, darin befreyet, beerbet vnnd befellet[?], Wollen sie sich aller gnade vnnd freyheit auch zugebrauchenn[?], vnnd zu erfrawenn habenn, vnnd dardurch nit trennenn, vnnd absondern lassenn, Darnach sollenn vnnser ausschos, vnnd Ihre Gesantenn, beuelch habenn, alle der Pfenner Jura, priuilegia, gnadenn Freyheit, bestettigung, brieffe vnnd siegell, vnnd sonnst aller Irer gerechttigkeit, warthafftige Copien, vnnd abschriffte [übergeschrieben: zu] verlegenn, vnd zubittenn, Ob sie der auch alse[?] verhofflich gegenn vnd wiedder vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn vornehmenn, im rechttenn gegrundtenn, vnd darauff zugetröstenn, vnnd der auch zu erfrawenn habenn mögenn, vnnd was vnnser notturfft weitter erfordernn wirdt, vnns Ihrenn Rath vnnd bedennckenn mittzutheilenn Es sollenn auch der ausschos vnnd Ire abgeferttigte beuelchhaber, weitter volmacht vnnd gewaltt habenn, sich zubefleissigenn, In den Vniuersiteten oder sonnstenn, wo sie den bekommenn möchtenn der also im rechttenn erfahrenn, vnnd wohl beredt, das er der Pfenner notturfft vnnd wortt vorzutragenn[?], vnnd zu rathenn wuste, denselbenn sollenn sie vmb ein zimbliche besoldung, wes sie sich mit Ihme vergleichenn könnenn, bestellen vnnd dingenn, das derselbe einen[?] tage sechs oder achtte, vorm anngesetztenn tage, gewislich gegenn[?] Allenndorff möchte annkommenn, sich mit dem ausschos aller notturfft zu vnnderredenn, vnd volgendt den tag zu Cassell, Sonnabennds nach Esto mihi, mit rathe vnnd redenn helffenn, ersuchenn vnnd leistenn, Weitter gebenn wir vnnserm erwöltenn ausschos gewalt vnnd beuelch,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. des vnnsers gnedigenn — Zeilenanfang stark verschliffen und zusammengeschrieben, Wortgrenzen unsicher); tage zettell (Wortgrenze unsicher, auch 'tagezettell' lesbar

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HandschriftS. 205 Bl. 100r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 205

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteErstlichenn sollen der Verordente Ausschos Vonn aller Pfenner wegenn, volmacht vnnd gewalt habenn, vf der Pfenner kostenn, vnnd zehrung Rath suchenn, bey den Vniuersiteten zu Erffurdt, Leipzigk, vnnd Wittembergk, vnnd ann welchem ortte vnnd ennde sie recht versten digenn, die Ihnenn in solchenn Ihrenn hochwichtigen annliegenndenn sachenn, nutzlich bequemlich sein möchttenn, antreffenn vnnd bekommenn werdenn, soll sie vmb Ihrenn Rath vnd bedennckenn, vmb der Pfenner belohnung mitzutheilenn, bittlich ersuchenn, Vnnd wann die verordennttenn vom ausschos solche rechtuerstenndigenn antreffenn vnnd bekommen werdenn, sollenn sie den erstlich annzeigenn, vnd vorlegenn, die erste Furstliche ausganngenn Citation, darinne etliche artickell anngezeigt vnnd verleibt des vnnsers gnedigenn[?] fursten vnnd herrn gemüte, auch was sonnst vf gehalttenn tage Sonntags nach Trium Regum zu Cassell, den sechs gesanndtenn begegnett, vnnd vonn ffgl. vorgehalttenn, vorgeschlagenn vnd erbottenn, auch was anntwort darauff gegebenn, vnnd was sonnst allennthalbenn darinne geschehen vnnd erganngenn, nach aller notturfft den rechtverstenndigenn vorbringenn, Item sollenn der ausschos, oder Ihre abgeferttigten, die anndere vnnd letzte Citation vnnd tage zettell auch dem recht verstenndigenn vor legenn, vf den artickell, das allein die Innlenndischenn so im Fursten thumb1 gesessenn, vnnd nit die auslenndischenn gefoddert, vnd also vonn einannder getrennt werdenn, Irem Rath vnnd bedennckenn bittenn, wie solch trennung zuueranntworttenn, vnnd zu wiederfechtenn, dieweil sie die auslenndischenn so wohl Inn die Erbschafft, vnnd Baurschafft, also die Innlenndischenn gehörenn, darin befreyet, beerbet vnnd befellet2[?], Wollen sie sich aller gnade vnnd freyheit auch zugebrauchenn3[?], vnnd zu erfrawenn habenn, vnnd dardurch nit trennenn, vnnd absondern lassenn, Darnach sollenn vnnser ausschos, vnnd Ihre Gesantenn, beuelch habenn, alle der Pfenner Jura, priuilegia, gnadenn Freyheit, bestettigung, brieffe vnnd siegell, vnnd sonnst aller Irer gerechttigkeit, warthafftige Copien, vnnd abschriffte [übergeschrieben: zu] verlegenn, vnd zubittenn, Ob sie der auch alse4[?] verhofflich gegenn vnd wiedder vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn vornehmenn, im rechttenn gegrundtenn, vnd darauff zugetröstenn, vnnd der auch zu erfrawenn habenn mögenn, vnnd was vnnser notturfft weitter erfordernn wirdt, vnns Ihrenn Rath vnnd bedennckenn mittzutheilenn Es sollenn auch der ausschos vnnd Ire abgeferttigte beuelchhaber, weitter volmacht vnnd gewaltt habenn, sich zubefleissigenn, In den Vniuersiteten oder sonnstenn, wo sie den bekommenn möchtenn der also im rechttenn erfahrenn, vnnd wohl beredt, das er der Pfenner notturfft vnnd wortt vorzutragenn[?], vnnd zu rathenn wuste, denselbenn sollenn sie vmb ein zimbliche besoldung, wes sie sich mit Ihme vergleichenn könnenn, bestellen vnnd dingenn, das derselbe einen[?] tage sechs oder achtte, vorm anngesetztenn tage, gewislich gegenn[?] Allenndorff möchte annkommenn, sich mit dem ausschos aller notturfft zu vnnderredenn, vnd volgendt den tag zu Cassell, Sonnabennds nach Esto mihi, mit rathe vnnd redenn helffenn, ersuchenn vnnd leistenn, Weitter gebenn wir vnnserm erwöltenn ausschos gewalt vnnd beuelch,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Fursten thumb — Wortgrenze unsicher, auch 'Furstenthumb' zusammengeschrieben moeglich
  2. befellet — Lesung der Mittelbuchstaben unsicher, auch 'besellet' denkbar
  3. zugebrauchenn — Wortende mit Kuerzungsschleife, Endung nicht ausgeschrieben); [übergeschrieben: zu] (kleines uebergeschriebenes Wort mit Einfuegungszeichen, Lesung 'zu' unsicher
  4. alse — auch 'also' lesbar

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HandschriftS. 206 Bl. 100v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 206

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteErstlichenn sollen der Verordente Ausschos Vonn aller Pfenner wegenn, volmacht vnnd gewalt habenn, vf der Pfenner kostenn, vnnd zehrung Rath suchenn, bey den Vniuersiteten zu Erffurdt, Leipzigk, vnnd Wittembergk, vnnd ann welchem ortte vnnd ennde sie recht versten digenn, die Ihnenn in solchenn Ihrenn hochwichtigen annliegenndenn sachenn, nutzlich bequemlich sein möchttenn, antreffenn vnnd bekommenn werdenn, soll sie vmb Ihrenn Rath vnd bedennckenn, vmb der Pfenner belohnung mitzutheilenn, bittlich ersuchenn, Vnnd wann die verordennttenn vom ausschos solche rechtuerstenndigenn antreffenn vnnd bekommen werdenn, sollenn sie den erstlich annzeigenn, vnd vorlegenn, die erste Furstliche ausganngenn Citation, darinne etliche artickell anngezeigt vnnd verleibt des vnnsers gnedigenn[?] fursten vnnd herrn gemüte, auch was sonnst vf gehalttenn tage Sonntags nach Trium Regum zu Cassell, den sechs gesanndtenn begegnett, vnnd vonn ffgl. vorgehalttenn, vorgeschlagenn vnd erbottenn, auch was anntwort darauff gegebenn, vnnd was sonnst allennthalbenn darinne geschehen vnnd erganngenn, nach aller notturfft den rechtverstenndigenn vorbringenn, Item sollenn der ausschos, oder Ihre abgeferttigten, die anndere vnnd letzte Citation vnnd tage zettell auch dem recht verstenndigenn vor legenn, vf den artickell, das allein die Innlenndischenn so im Fursten thumb gesessenn, vnnd nit die auslenndischenn gefoddert, vnd also vonn einannder getrennt werdenn, Irem Rath vnnd bedennckenn bittenn, wie solch trennung zuueranntworttenn, vnnd zu wiederfechtenn, dieweil sie die auslenndischenn so wohl Inn die Erbschafft, vnnd Baurschafft, also die Innlenndischenn gehörenn, darin befreyet, beerbet vnnd befellet[?], Wollen sie sich aller gnade vnnd freyheit auch zugebrauchenn[?], vnnd zu erfrawenn habenn, vnnd dardurch nit trennenn, vnnd absondern lassenn, Darnach sollenn vnnser ausschos, vnnd Ihre Gesantenn, beuelch habenn, alle der Pfenner Jura, priuilegia, gnadenn Freyheit, bestettigung, brieffe vnnd siegell, vnnd sonnst aller Irer gerechttigkeit, warthafftige Copien, vnnd abschriffte [übergeschrieben: zu] verlegenn, vnd zubittenn, Ob sie der auch alse[?] verhofflich gegenn4 vnd wiedder vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn vornehmenn, im rechttenn gegrundtenn, vnd darauff zugetröstenn, vnnd der auch zu erfrawenn habenn mögenn, vnnd was vnnser notturfft weitter erfordernn wirdt, vnns1 Ihrenn Rath vnnd bedennckenn mittzutheilenn Es sollenn auch der ausschos vnnd Ire abgeferttigte beuelchhaber, weitter volmacht vnnd gewaltt habenn, sich zubefleissigenn, In den Vniuersiteten oder sonnstenn, wo sie den bekommenn möchtenn der also im rechttenn erfahrenn, vnnd wohl beredt, das er der Pfenner notturfft vnnd wortt vorzutragenn2[?], vnnd zu rathenn wuste, denselbenn sollenn sie vmb ein zimbliche besoldung, wes sie sich mit Ihme vergleichenn könnenn, bestellen vnnd dingenn, das derselbe einen3[?] tage sechs oder achtte, vorm anngesetztenn tage, gewislich gegenn[?] Allenndorff möchte annkommenn, sich mit dem ausschos aller notturfft zu vnnderredenn, vnd volgendt den tag zu Cassell, Sonnabennds nach Esto mihi, mit rathe vnnd redenn helffenn, ersuchenn vnnd leistenn, Weitter gebenn wir vnnserm erwöltenn ausschos gewalt vnnd beuelch,

2

ob sie vor gutt ansehenn vnnd bey Ihnenn im Rathe befundenn, vnnserm gebietenndenn Junckernn, den Stadthaltter auch andere Räthe, oder sonnstenn zu dem wir auch vns gunst, forderung vnd gutenn versehenn, vnnd vertrauwenn möchtenn, annzusuchenn, vnnser gerechttigkeit alle, oder zum theil demselbenn annzuzeigenn, ob dadurch vnnser gnediger furst vnnd Herr vnnderricht, Ingesagt, oder sonnst bewogenn werdenn [übergeschrieben: möchte], darmit der gebaur vnnd Pfannenn setzenn bis zum tage nachbleibenn möchte, Vnnd ob hieruber vnnserm ausschos in dieser vnnser annliegenndenn sachenn, bey Vniuersiteten oder sonst den recht verstenndigenn Rath, vnnd was wir im rechtenn gegründet, das wir vnnsers gnedigenn herrenn vornehmenn, mit gutem bestenndigenn grunde, der Erbar vnnd billicheit gemes, auch mit gepürlichem rechtlichenn erbietenn annzurechttenn, vnnd zu wieder legenn habenn möchtenn, durch was wege, mittell, forme[?] vnnd gestalt, das geschehenn soll, kann vnd magk, das solchs klerlich vfgeschriebenn, vnnd vns[?] vnnser notturfft nach zurichttenn, vnnd zubehelffenn habenn mögenn, vnnd ob Ihnenn zu der behuff mehr gewaltts vnnd beuelchs vonnötenn sein wurde, Wollenn wir Ihnenn hiermit gnugsamb gegeben haben, Vnd beschlieslich, ob Ihnenn auch etliche Personen mehr in diesem fall zugeprauchenn, dem ausschos nott sein wurde, Habenn die Pfenner allesampt verpflicht vnnd verwilliget, Welchenn Pfennernn, sie aus vnns anndernn[?] zu sich fordernn, habenn vnnd gebrauchenn wollenn, derselbe soll solchs nit abzuschlagenn, oder zuweigernn habenn, aber hierinne gleichenn beuelch habenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. vnns — Schlussbuchstabe verschliffen, auch 'vnnd' lesbar
  2. vorzutragenn — Vorsilbe verschliffen, auch 'verzutragenn' lesbar
  3. einen — Minims nicht eindeutig, auch 'einem' lesbar
  4. gegenn — abgekuerzt mit Schleife geschrieben, auch 'gen' aufloesbar

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HandschriftS. 207 Bl. 101r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 207

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteob sie vor gutt ansehenn vnnd bey Ihnenn im Rathe befundenn, vnnserm gebietenndenn Junckernn, den Stadthaltter auch andere Räthe, oder sonnstenn zu dem wir auch vns gunst1, forderung vnd gutenn versehenn, vnnd vertrauwenn möchtenn, annzusuchenn, vnnser gerechttigkeit alle, oder zum theil demselbenn annzuzeigenn, ob dadurch vnnser gnediger furst vnnd Herr vnnderricht, Ingesagt, oder sonnst bewogenn werdenn [übergeschrieben: möchte], darmit der gebaur vnnd Pfannenn setzenn bis zum tage nachbleibenn möchte, Vnnd ob hieruber vnnserm ausschos in dieser vnnser annliegenndenn sachenn, bey Vniuersiteten oder sonst den recht verstenndigenn Rath, vnnd was wir im rechtenn gegründet, das wir vnnsers gnedigenn herrenn vornehmenn, mit gutem bestenndigenn grunde, der Erbar vnnd billicheit gemes, auch mit gepürlichem rechtlichenn erbietenn annzurechttenn, vnnd zu wieder legenn habenn möchtenn, durch was wege, mittell, forme2[?] vnnd gestalt, das geschehenn soll, kann vnd magk, das solchs klerlich vfgeschriebenn, vnnd vns3[?] vnnser notturfft nach zurichttenn, vnnd zubehelffenn habenn mögenn, vnnd ob Ihnenn zu der behuff mehr gewaltts vnnd beuelchs vonnötenn sein wurde, Wollenn wir Ihnenn hiermit gnugsamb gegeben haben, Vnd beschlieslich, ob Ihnenn auch etliche Personen mehr in diesem fall zugeprauchenn, dem ausschos nott sein wurde, Habenn die Pfenner allesampt verpflicht vnnd verwilliget, Welchenn Pfennernn, sie aus vnns anndernn[?] zu sich fordernn, habenn vnnd gebrauchenn wollenn, derselbe soll solchs nit abzuschlagenn, oder zuweigernn habenn, aber hierinne gleichenn beuelch habenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. vns gunst — Wortgrenzen verschliffen, auch 'vnsgunst' oder 'vns gunst,' mit Virgel lesbar); vnnderricht, Inge= ('vnnderricht' verschliffen; Trennwort 'Inge=sagt' (eingesagt) unsichere Lesung); [übergeschrieben: möchte] (uebergeschriebene Einfuegung mit doppeltem Einfuegungszeichen nach 'werdenn'
  2. forme — Wortende verschliffen, auch 'formt' lesbar
  3. vns — Minims nicht eindeutig, auch 'wir' nicht ganz auszuschliessen

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HandschriftS. 208 Bl. 101v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 208

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteob sie vor gutt ansehenn vnnd bey Ihnenn im Rathe befundenn, vnnserm gebietenndenn Junckernn, den Stadthaltter auch andere Räthe, oder sonnstenn zu dem wir auch vns gunst, forderung vnd gutenn versehenn, vnnd vertrauwenn möchtenn, annzusuchenn, vnnser gerechttigkeit alle, oder zum theil demselbenn annzuzeigenn, ob dadurch vnnser gnediger furst vnnd Herr vnnderricht, Ingesagt, oder sonnst bewogenn werdenn [übergeschrieben: möchte], darmit der gebaur vnnd Pfannenn setzenn bis zum tage nachbleibenn möchte, Vnnd ob hieruber vnnserm ausschos in dieser vnnser annliegenndenn sachenn, bey Vniuersiteten oder sonst den recht verstenndigenn Rath, vnnd was wir im rechtenn gegründet, das wir vnnsers gnedigenn herrenn vornehmenn, mit gutem bestenndigenn grunde, der Erbar vnnd billicheit gemes, auch mit gepürlichem rechtlichenn erbietenn annzurechttenn, vnnd zu wieder legenn habenn möchtenn, durch was wege, mittell, forme[?] vnnd gestalt, das geschehenn soll, kann vnd magk, das solchs klerlich vfgeschriebenn, vnnd vns[?] vnnser notturfft nach zurichttenn, vnnd zubehelffenn habenn mögenn, vnnd ob Ihnenn zu der behuff mehr gewaltts vnnd beuelchs vonnötenn sein wurde, Wollenn wir Ihnenn hiermit gnugsamb gegeben haben, Vnd beschlieslich, ob Ihnenn auch etliche Personen mehr in diesem fall zugeprauchenn, dem ausschos nott sein wurde, Habenn die Pfenner allesampt verpflicht vnnd verwilliget, Welchenn Pfennernn, sie aus vnns anndernn1[?] zu sich fordernn, habenn vnnd gebrauchenn wollenn, derselbe soll solchs nit abzuschlagenn, oder zuweigernn habenn, aber hierinne gleichenn beuelch habenn,

2

Vnnd was also hier vom vnnserm[?] ausschos, auch derselbenn abgeferttigtenn beuelchhaber geschafft, vfgericht, bey den Vniuersiteten oder sonnst andern rechttuerstenndigenn in Rathe bericht, vnnd guten bedennckenn, erfahrenn, erlanngenn, vnnd bekommenn werdenn, sollenn vnnser verordenten ausschos, vnnder sich eins tags so zeitlich alse2 das vor dem anngesetztenn tage Sonnabends nach Esto mihi, geschehenn kann, vereynigenn, vns semptlich darzu gegenn Allenndorff erfordernn vnd beschreibenn, Wes sie sich vnnserm beuelch nach erkundet, erholet, vnnd ausgericht, daruon3 Relation thun, vnnd alse dann vnns enndtlich zuschliessenn, wie vnnd welcher gestalt, auch durch welche Personenn der anngesezte tage, beschicket vnnd besucht werdenn solle, vnnd was also vonn vnserm ausschos, in diesem vnserm beuelch vorgenommenn vnnd gehandelt,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. aus vnns anndernn — stark verschliffen, auch 'aus vnnd andernn' lesbar); vom vnnserm (Endung mit Kuerzungsschleife, auch 'vonn vnnsere(m)' aufloesbar
  2. alse — auch 'also' lesbar
  3. daruon — Minims nicht eindeutig, auch 'darnon' erscheinend; Sinn spricht fuer 'daruon'

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HandschriftS. 209 Bl. 102r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 209

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnd was also hier vom vnnserm[?] ausschos, auch derselbenn abgeferttigtenn beuelchhaber geschafft, vfgericht, bey den Vniuersiteten oder sonnst andern rechttuerstenndigenn in Rathe bericht, vnnd guten bedennckenn, erfahrenn, erlanngenn, vnnd bekommenn werdenn, sollenn vnnser verordenten ausschos, vnnder sich eins tags so zeitlich alse das vor dem anngesetztenn tage Sonnabends nach Esto mihi, geschehenn kann, vereynigenn, vns semptlich darzu gegenn Allenndorff erfordernn vnd beschreibenn, Wes sie sich vnnserm beuelch nach erkundet, erholet, vnnd ausgericht, daruon Relation thun, vnnd alse dann vnns enndtlich zuschliessenn, wie vnnd welcher gestalt, auch durch welche Personenn der anngesezte tage, beschicket vnnd besucht werdenn solle, vnnd was also vonn vnserm ausschos, in diesem vnserm beuelch vorgenommenn vnnd gehandelt,

2

vnnd Inen darunder etwas schadenns vnnd nachtteils enntstehenn, vnnd begegenenn wurde, denselbenn erkennenn vnnd wollenn wir gemeine Pfenner, Inen wie billich erlegenn, vnnd Ihnenn in alwege des schadtlos benehmenn, ohne geuerde Des zu vhrkundt habenn wir gemeine Pfenner, die Ernuestenn vnnd achtparnn, vnnsere mitpfenner Hansenn vom Tunzenborgk[?]1, vnnd Ernstenn von Bischofshausenn,

3

Job Ehrengeisenn Renndtmeister zu Hombergk [übergeschrieben: de], Curtenn Gutjarnn Vogt zu Rostenbergk[?]2, erbarnn Schuldenn[?]3 Burgermeister, vnnd Hansenn Reuthenn[?]4, diese vnnser gegebenn Instruction, mit Ihrem Pitschirnn,

4

vonn vnnser aller wegenn, zu versiegelnn gebettenn, das wir Jczt genannt[gestrichen: tenn], also vmb bitt willenn gethann, [gestrichen: bekennen], Geschehenn vnnd gebenn Montags nach Fabiani Anno 38.

Unsichere Lesungen

  1. Tunzenborgk[?] — Eigenname schwer lesbar; auch Einzenborgk oder Trinzenborgk möglich, Endung -borgk/-bergk mit Zierstrich
  2. Rostenbergk[?] — Ortsname; auch Rotenbergk lesbar (langes s oder t unklar)); [übergeschrieben: de] (kleines übergeschriebenes 'de' über Hombergk, wohl Korrektur zu 'Homberge'
  3. Schuldenn[?] — Eigenname unsicher, auch Thuldenn/Childenn lesbar, diakritisches Häkchen über dem u
  4. Reuthenn[?] — Eigenname, Anfangsbuchstabe R nicht ganz sicher); genannt[gestrichen: tenn] (Streichung erfasst die Buchstabenfolge ttenn am Wortende, Abgrenzung nicht ganz sicher); [gestrichen: bekennen] (gestrichenes Wort, Lesung unsicher, auch bekhemenn möglich); henn vnnd gebenn Montags nach (lange waagerechte Federzüge durch die Wörter; wohl Zierstriche, keine Tilgung

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HandschriftS. 210 Bl. 102v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 210

1

Nota.

2

Sidernechst[?]1 sollenn die Consilia, so hin vnnd wieder geholet wordenn, [gestrichen: wollenn], vnd darauff was weitters3 erganngk2, in etr[?]uolgenn, FACTVM TALE EST.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Sidernechst[?] — erstes Wort mit Riesen-Initiale, Lesung unsicher; auch Hidernechst/Hiernechst denkbar); [gestrichen: wollenn] (gestrichenes Wort kaum lesbar, auch sollenn oder kollenn moeglich
  2. erganngk — Wortende mit -gk-Zierstrich; auch ergangenn lesbar); in etr[?]= (Zeilenschluss unklar; die Fortsetzung 'uolgenn' in Zeile 5 spricht fuer 'er=uolgenn'
  3. weitters — Zierstrich durch tt, keine Tilgung

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HandschriftS. 211 Bl. 103r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 211

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSidernechst[?] sollenn die Consilia, so hin vnnd wieder geholet wordenn, [gestrichen: wollenn], vnd darauff was weitters erganngk, in etr[?]uolgenn, FACTVM TALE EST.

2

Ab immemorabili tempore Societas siue Collegium Salinarum, In Salinis prope Oppidum Allendorph, prope Werrham fluuium, Vulgo [gestrichen: die Gebaurschafft]1 in den Soden, alias [gestrichen: die Pfenner] appellati, hi inquam sodales tenuerunt, et possiderunt,

3

prout et hodie tenent & possident huiusmodi Salinas, in quibus ex antiqua consuetudine et longissima obseruantia excedente omnem hominum memoriam sc:2 et esse consueuerunt quadraginta duae domiculae et totidem caldaria in quibus Sal coquitur et conficitur, Vernacule [gestrichen:

4

Vierzigk vnnd zweij Salzbothe], vnd souiel [gestrichen: pfannenn], tum alijs beneficijs priuilegijs et iuribus, [gestrichen:

5

Et] Specialiter cum quodam singulari et antiquo iure appellato [gestrichen: die Gebaurschafft] cum suis annexis.

6

Praeterea per Principes Hassiae ex huiusmodi Salinis Vectigal siue telonium consuetum recipientes ab Anno Millesimo Trecentesimo, usque3 in hunc diem, hoc Salinarum collegium iuribus libertatibus et priuilegijs dotatum extitit et indultis ac beneficijs auctum et confirmatum.

7

Nempe hunc in modum quod praefata Societas Salinarum dictas Salinas, eorundem Sodalium haereditatem siue proprietatem, cum omni Jure, consuetudine et obseruantia consueta tenere et possidere debeat, et praesertim numero domicularum et caldariorum,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. [gestrichen: die Gebaurschafft] — durchgehender Strich durch die deutschen Woerter im lateinischen Text; moeglicherweise Hervorhebung statt Tilgung, auch Gebauerschafft lesbar); [gestrichen: die Pfenner] (gleicher durchgehender Strich; moeglicherweise Hervorhebung statt Tilgung
  2. sc: — Abkuerzung nach 'moriam', wohl scilicet; danach Lueke im Text); [gestrichen: Vierzigk vnnd zweij Salzbothe] (Strich durch die deutschen Woerter; Umfang der Streichung (vnnd zweij) und Lesung Salzbothe/Saltzbothe nicht ganz sicher); [gestrichen: pfannenn] (Strich durch das deutsche Wort; moeglicherweise Hervorhebung statt Tilgung); [gestrichen: Et] (Et am Zeilenanfang doppelt durchstrichen
  3. usque — in der Vorlage abgekuerzt usq mit Kuerzungszeichen

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HandschriftS. 212 Bl. 103v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 212

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteNempe hunc in modum quod praefata Societas Salinarum dictas Salinas, eorundem Sodalium haereditatem siue proprietatem, cum omni Jure, consuetudine et obseruantia consueta tenere et possidere debeat, et praesertim2 numero domicularum et caldariorum,

2

quae numerum neque Principes Hassiae nec aliquis alius infringere debet, sed 42 domiculae et totidem caldaria tantum, nec plura nec pauciora perpetuis temporibus esse et permanere debeant.

3

Insuper nolunt, Principes Hassiae, nec per se nec per alios dictam societatem cum alijs Salinarum domiculis Vulgo [gestrichen:

4

Salczbodenn], in sup[?] uel prope dictas Sodalium Salinas per spatium unius miliaris a praefatis Salinis computando nullo modo aedificando molestare.

5

Praeterea ratificauerunt et confirmauerunt dictorum Sodalium, antiquum Jus, quod Vulgo appellant [gestrichen: die Gebaurschafft], Cum omnibus suis appendicijs et annexis ex Vetusta consuetudine.

6

Itaque nemo debeat uel possit in praedictis Salinis et Caldarijs Jus uel partem habere, tenere uel possidere, uel Sal coquere atque conficere, nisi fuerit ex huius modi societate natus, et inde originem traxerit.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. [gestrichen: Salczbodenn] — durchstrichenes deutsches Wort im lateinischen Text, Lesung unsicher (auch Salzbodem); moeglicherweise Hervorhebung statt Tilgung); in sup[?] (abgekuerzt, wohl in super oder in supra); [gestrichen: die Gebaurschafft] (Strich durch die deutschen Woerter; moeglicherweise Hervorhebung statt Tilgung
  2. praesertim — in der Vorlage abgekuerzt psertim mit Kuerzungsstrich; ebenso Zeile 4 neque (neq3), Zeile 12 a praefatis (a pfatis), Zeile 17 Itaque (Itaq3), Zeile 18 in praedictis (in pdictis), Zeile 20 coquere/atque abgekuerzt

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HandschriftS. 213 Bl. 104r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 213

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteItaque nemo debeat uel possit in praedictis Salinis et Caldarijs Jus uel partem habere, tenere uel possidere, uel Sal coquere atque conficere, nisi fuerit ex huius modi societate natus, et inde originem traxerit.

2

Modo autem Illustris Princeps Dominus Philippus Landgrauius Hassiae, Comes in Catzenelnbogen &c. literis suis citatorijs dictae societati directis significat, qualiter auribus suis intimatum, quod1 in omnibus locis ditionis & prouinciae suae, precium Salis ultra solitum et consuetum morem intendatur.

3

Adeo quod hoc tempore hyemali appauperes et diuites defectus Salis est, Caeterum cum DEVS opt: max: sua gratuita misericordia in ditione sua prope oppidum Allendorph uberes Salinarum Venas largitus sit, quae quidem Venae, ut sibi notificatum, multo plura caldaria sufferre possunt, quo[?] in praesentium habeat locus,

4

decreuit itaque et sibi Visum est, esse iustum, honestum, utile et necessarium pluria caldaria et tot quot Venae Salinarum sufferre queant, apud[?]3 ipsas Venas aedificare, secundum exigentiam et necessitatem Prouinciae suae et sumpsius[?]4, in quantum de iure poterit et aequum fuerit.

5

Ex facti huius narratione oriuntur infrascriptae quaestiones.

6

Prima.

7

An Hessorum Principi Philippo, de iure communi liceat aedificare domiculas et in eis ad coquendum et conficiendum Sal prope fontem Salinarum caldaria habere, consuetudinibus indultis et priuilegijs huius Salinarum societatis siue collegijs circumscriptis?Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. quod — in der Vorlage abgekuerzt q mit Kuerzungszeichen; ebenso Zeile 7 quod, Zeile 11 quae quidem, Zeile 14 quot
  2. ap= — Zeilenende ap mit langem Trennstrich, Fortsetzung 'pauperes'; wohl Schreibversehen fuer apud pauperes oder ap=pauperes); quo[?] in praesentium habeat locus (Abkuerzung q vor 'in praesentium' mehrdeutig (quo/quae/quod)
  3. apud[?] — abgekuerzt ap mit Strich; auch ad lesbar
  4. sumpsius[?] — Wortende undeutlich, auch sumptius/sumptibus denkbar

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HandschriftS. 214 Bl. 104v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 214

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteAn Hessorum Principi Philippo, de iure communi liceat aedificare domiculas et in eis ad coquendum et conficiendum Sal prope fontem Salinarum caldaria habere, consuetudinibus indultis et priuilegijs huius Salinarum societatis siue collegijs circumscriptis?

2

Secunda.

3

An literae, priuilegia et confirmationes retro Principum Hassiae obstent et refragentur intentioni Domini Landgrauij, adeo ut eandem principis intentionem eneruent?

4

Tertia.

5

An sub praetextu publicae utilitatis Dns1 Landgrauius possit maiorum suorum et praesertim2 patris Guilielmi quondam Landgrauij priuilegia & confirmationes tollere & reuocare?

6

Quarta.

7

An sit contra publicam utilitatem et necessitatem communem certum esse numerum domicularum et Caldariorum.

8

Diuino implorato praesidio sine quo nihil est Validum, nihil sanctum Obseruando ordinem quaesitorum3, ad primam quaestionem respondendo, prima consideratione in fauorem principis dicendum Videtur,

9

dictas Salinas ad eum de Jure communi pertinere, Et per consequens in suo aedificare posse, cum in re sua quilibet sit moderator & arbiter.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Dns — abgekuerzt mit Kuerzungsstrich, Dominus
  2. praesertim — in der Vorlage abgekuerzt psertim mit Kuerzungsstrich
  3. quaesitorum — in der Vorlage abgekuerzt qsitorum mit Kuerzungszeichen); de Jure (de in der Vorlage abgekuerzt

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HandschriftS. 215 Bl. 105r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 215

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedictas Salinas ad eum de Jure communi pertinere, Et per consequens in suo aedificare posse, cum in re sua quilibet1 sit moderator & arbiter.

2

L. in re mandata C. manda.

3

Nam cum salinarum reditus inter regalia computentur c. 1.

4

Quae sc. regalia. in usib. feu. quae quidem regalia in ditione et prouincia sua recognoscat in feudum ab Imperio Romano, procul dubio ad eum pertinere Videntur Sed his et similibus,

5

quae adduci possunt, non obstantibus ulterius consideranti, secundum ea quae proponuntur more Scaeuolae Juris consulti contrarium de iure Verius esse arbitror.

6

Et concludo quod ex quo dictae Salinae existant in praedijs Vel locis priuatis, proprietas earundem non spectat ad principem, sed sunt priuatorum in quo ex praedijs oriuntur.

7

Nec obstat quod Salinarum reditus computantur inter regalia. tit.

8

Quae sint Regal. in usib. feu.

9

Nam crebriore Doctorum sententia receptum est, hunc tex. intelligi de Vectigali siue telonio solui consueto de Salinis, prout fit in casu nostro, ubi Vectigal Principi soluitur de quolibet caldario.

10

Nam huiusmodi Vectigalia solui consueta de Salinis computantur inter publica, et censentur esse principis L. inter publica ff. de Verbo. signi.

11

Vnde in istis sicut et in alijs plerisque2 attenditur loci consuetudo l.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. quilibet — in der Vorlage abgekuerzt qlibet; zahlreiche q-Kuerzungen auf dieser Seite stillschweigend aufgeloest (Zeilen 4, 8, 10)); in praedijs (in der Vorlage abgekuerzt pdijs mit Kuerzungsstrich, ebenso Zeile 12); in quo ex praedijs oriuntur (Lesung 'in quo' unsicher, moeglicherweise gekuerztes in quorum
  2. plerisque — in der Vorlage abgekuerzt plerisq mit Kuerzungsschleife

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HandschriftS. 216 Bl. 105v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 216

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteVnde in istis sicut et in alijs plerisque attenditur loci consuetudo l.

2

Venditor. §.

3

Si constat. ff. communia praedio2.

4

Porro quod Salinae existentes in praedijs uel locis priuatis non pertineant ad principem sed ad priuatum cuius est praedium in quo sunt Salinae tex. est in l. forma. §.

5

Salinae ff. de censi. ubi Albe. de Rosa. ad Verbum nota inquit hic, Salinas esse illorum in quorum praedio nascantur.

6

Adde l. diuortio. §.

7

Si Vir ff. solu. matr. l. magis puto ff. de reb. eor. l. generali. §. uxori ff. de usufr. lega. et l. item si fundi ff. de usufr.

8

Nec amantib.[?] DEVM1 dicendum est, quod lex, quae sint rega. corrigat praedictas leges ut inquit Andr. de Ister.[?] in Ver.

9

Argentarie.

10

Mart. lau. eo tit.

11

Jacobi de s.

12

Georg. in sua inuestit. in Ver.

13

Cum Argentifodinis & Salinis.

14

Praeterea, Esto, sine Veritatis tamen praeiudicio minimeque concesso, quod memoratae Salinae earumque reditus essent principis tamen receptissima est in Jure sententia, quod reseruata principi in signum specialis priuilegij possunt acquiri usu et consuetudine tanti temporis cuius initij memoria in contrarium non extat.

15

Huiusmodi. n.3 iura per longum usum acquiruntur & in spem[?] est casus in c. super quibusdam §. pterea, extra de Ver: sig: ad hoc l.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Nec amantib.[?] DEVM — Lesung amantib. unsicher; Wendung im Kontext unklar); Andr. de Ister.[?] (wohl Andreas de Isernia gemeint; Buchstabenfolge Ister/Iser nicht eindeutig
  2. praedio — in der Vorlage abgekuerzt pdio mit Kuerzungsstrich; weitere stillschweigend aufgeloeste Kuerzungen: praedijs (Z.2), praeiudicio minimeque (Z.15), earumque (Z.16), Huius= (Z.20)
  3. n. — Abkuerzung fuer enim, wie in der Vorlage belassen

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HandschriftS. 217 Bl. 106r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 217

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteHuiusmodi. n. iura per longum usum acquiruntur & in spem1[?] est casus in c. super quibusdam §. pterea2, extra de Ver: sig: ad hoc l.

2

Si publicanus §. in omnibus Vectigalib: ff. publi: cum ibi plene non per Bart: et Cij: in l. 1.

3

C: noua Vectiga. et Ang. in l. fi eo tit. et Bal. in l. cum personas: in ulti. col.

4

C. đ nau: feno:[?] Quin in usu et obseruantia tanti temporis cuius in contrarium memoria non existit non requiritur scientia aduersarij secundum Sali. in l.

5

Vectigalia, C. no u.

6

Vectius3[?]. alleg. glos: in l. hoc iure §. ductus aq. ff. de aqua quot: et esti quae uult quod usus siue praescriptio tanti temporis cuius initij memoria non sit in contrarium aequiparatur priuilegio concesso à principe ex certa scientia.

7

Potest dici, quod satis appareat praefatas Salinas pertinere ad dictum collegium siue societatem ex his quae narrantur enunciatiue in priuilegio antiquissimo et subsequentib. in Verbo Ihr Erbe[?],

8

Quandoquidem Verba enunciatiua inserta priuilegio principis licet contineant narrationem facti alieni, tamen ex antiquo inducunt sufficientem probationem ut latet4[?] affirmat Anto. de But. in c. fin: đ success: ab intesta: per non in c.

9

Si papa đ priuil. in VI. et in cap. cum olim đ censib. et per Jo.[?] And. in reg. sine culpa in mercu. fa c.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. spem — Zeilenanfang, wohl Fortsetzung von der Vorseite; Lesung des ersten Wortes unsicher
  2. pterea — abgekürzt für praeterea, p mit Kürzungszeichen); et nau: feno: (Allegation unklar, möglicherweise de naui: foeno:
  3. Vectius — möglicherweise Vectig. (Vectigalia)); Ihr Erbe (deutsches Zitat in Kurrent innerhalb des lateinischen Textes, Lesung unsicher
  4. latet — möglicherweise late (ut late affirmat)

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HandschriftS. 218 Bl. 106v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 218

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSi papa đ priuil. in VI. et in cap. cum olim đ censib. et per Jo.[?] And. in reg. sine culpa in mercu. fa c.

2

Abbato2[?] de Verb. sign.

3

Et đ esse de antiquo quando excedit metam centum annorum ut et Doctores in c.

4

Veniens. de testi et in c. quid pernonale3[?] de Verbo signifi.

5

Porro quod talia Jura principi in signum specialis priuilegij reseruata, consuetudine tanti temporis acquiruntur ultra pdicta, concludit Bar. in l. cunctos populos circa ult. col.

6

C. đ sum. trin.

7

Bal. in l. aduersus C. đ fur. bene fat.[?] quod non Bar. in l. 1.

8

C. de bonis Vacan. lib.

9

X. et in l. item Veniunt §. cum autem ff. đ petit. haeredi. et in l. 2. in ff. đ Jure fis.

10

Concludo igr ex praemissis, Hessorum principi Philippo, non licere aedificare domiculas, et in eis ad conficiendum Sal, ap memoratum fontem caldaria habere.

11

Sed contentus esse debet Vectigali et telonio suo dari consueto.

12

SECVNDA QVAESTIO.

13

Transeundo ad secundam quaestionem, Nempe, An Literae, priuilegia et confirmationes retrò principum Hassiae obstent, et refragentur intentioni Domini Landgrauij, adeo ut eandem principis intentionem eneruent.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Jo. And. — Lesung Jo. (Johannes Andreae) unsicher, sieht wie 10. aus; Lücke im Text vor der Allegation); in mercu. fa (Allegation unklar, danach Lücke im Text
  2. Abbato — möglicherweise Abbate (c. Abbate de Verb. sign.)
  3. pernonale — wohl verschrieben für personale); bene fat. (Kürzung unklar, evtl. bene fac.

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HandschriftS. 219 Bl. 107r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 219

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteTranseundo ad secundam quaestionem, Nempe, An Literae, priuilegia et confirmationes retrò principum Hassiae obstent, et refragentur intentioni Domini Landgrauij, adeo ut eandem principis intentionem eneruent1.

2

Videtur prima facie dicendum quod non.

3

Nam rescripta siue priuilegia, generali Juri.

4

C.

5

Si contra ius uel utili publ.

6

Sed haec priuilegia huiusmodi.

7

Ergo minor probatur, quia quod certus sit numerus domicularum et caldariorum.

8

Item quod nullus ad societatem uel collegium Salinarum admittatur nisi Jure haereditario sit originarius sit Salinator.

9

Videtur sapere monopolium quod est reprobatum à Jure l. 1.

10

C. đ monop.

11

Pacta enim seu leges Collegij, quae sunt de admittendis tamen2[?] certis personis et non ultra legib. improbatur Bar. in l. fi. ff. de Colleg. illicit.

12

Praeterea in quacunq; dispositione semper intelligitur publica utilitas excepta istud decidit tex. in l. iubemus.

13

C. de sacro.

14

Ecclesia et colligit ibi Bal. quod priuilegium generaliter indultum, non includit casu reip. seu publicae utilitati contrarium.

15

Sed huiusmodi statuta includunt casum reipub. uel publicae utilitati contrarium.

16

Ergo. minorem sic probo.

17

Nam Venae Salinarum uberrimae sunt et sufficiunt ut multo plura habeantur CalCaldaria, unde redundet Salis abundantia cum hactenus et praesertim hoc anno magnus in Hessorum ditione fuerit Salis defectus et insolito praecio et multo pluris quam hactenus consueuerat Venditum,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. eneruent — Anfangsbuchstabe undeutlich, evtl. zneruent geschrieben); priuilegia huiusmodi (Lücke im Text zwischen priuilegia und huiusmodi, wohl für Nachtrag freigelassen
  2. tamen — möglicherweise tantum

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HandschriftS. 220 Bl. 107v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 220

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteNam Venae Salinarum uberrimae sunt et sufficiunt ut multo plura habeantur CalCaldaria, unde redundet Salis abundantia cum hactenus et praesertim hoc anno magnus in Hessorum ditione fuerit Salis defectus et insolito praecio et multo pluris quam hactenus consueuerat Venditum,

2

cui utiq; reip. incommodo et ingenti detrimento facile mederi potest si principi permittatur plures ut erigat domiculas et caldaria ponat.

3

Vnde cum id necessitas postulet, et euidens Reip. suadeat Literae, priuilegia et confirmationes maiorum suorum intentioni principis refragari non Videntur.

4

Nam ex causa superuenienti multa conceduntur quae alias non concederentz2 quia generaliter prohibitum, ex causa fit3 permissum arg. l.

5

Si hominem ff manda, ubi doct. faciat regula:

6

Quae de nouo emergunt nouo indigent auxilio l. de aetate. §. ex causa ff. de interrog. actio.

7

Sic ex noua causa superuenienti reuocatur priuilegium c. pe. đ cleri non residen. c. suggestum de decimis.

8

Sed his non obstantib contrarium puto de iure Verius.

9

Nam societas siue Collegium Salinarum fit[?] ex conuentione cum principe Anno Dni Millesimo Trecente simo inita, ubi dicitur, [gestrichen: das wir seindt vberkommen] priuilegium quod quadraginta duae tantum debent esse domiculae Vulgò [gestrichen:Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. sunt et sufficiunt — sunt steht abgesetzt vor einer kleinen Lücke am Zeilenanfang; Zeilenende Cal= wird zu Beginn der Folgezeile als Caldaria voll wiederholt
  2. concederentz — Wortende mit -ur-Kürzel, aufzulösen als concederentur
  3. fit — stark gekürzt geschrieben (ht mit Strich), Lesung fit unsicher

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HandschriftS. 221 Bl. 108r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 221

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteNam societas siue Collegium Salinarum fit[?] ex conuentione cum principe Anno Dni Millesimo Trecente simo inita, ubi dicitur, [gestrichen: das wir seindt vberkommen1] priuilegium quod quadraginta duae tantum debent esse domiculae Vulgò [gestrichen:

2

Saltzbodenn2], et totidem Caldaria, [gestrichen:

3

Vnd] [gestrichen: so viel Pfannen], & non plura neq; pauciora ut canunt literae per discursum.

4

Nec absurdum Vel à Jure absonum est, subditos posse cum principe suo contrahere, ut latius infra deducetur.

5

Quod si hac conuentione per posteriores & successores Dominos Landgrauios confirmata, tanto tempore cuius initij memoria non existit obseruata non obstante,

6

modernus princeps Philippus domiculas et Caldaria eripet, eneruaretur3[?] priuilegium Sodalium huius Collegij Salinarum et fraudati essent immunitate illis concessa id quod nullo modo fieri debet.

7

Quia Princeps tenetur seruare contractum, et ex propria conuentione obligatur, nec potest contrauenire c. 1. đ proba. no.

8

Cij. et alij in l. digna Vox C. đ legib.

9

Cum igitur huiusmodi Priuilegia transierint in contractum et stipulationem, aequum est ea seruari.

10

Quia licet contractus sint à principio Voluntatis, tamen ex post facto sunt necessitatis l.

11

Sicut C. đ actio et obliga.

12

Et contractus ex conuentione legem accipiunt l. 1. §.

13

Si conuenerit ff. de post.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. das wir seindt vberkommen — deutsche Wörter in Kurrent, durchgestrichen; Lesung der getilgten Wörter unsicher
  2. Saltzbodenn — durchgestrichen, Schreibung des getilgten Wortes unsicher (evtl. Saltzbodemn)
  3. eneruaretur — Vokal unsicher, evtl. enerueretur
  4. conces= — Zeilenende undeutlich geschrieben, wohl conces= zu concessa

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HandschriftS. 222 Bl. 108v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 222

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSi conuenerit ff. de post.

2

Ergo seruanda est talis conuentio, etiam si fuerit à supremo principe inita. ut d. c. 1. de proba. ubi princeps ligatur ex contractu.

3

Probatur in c. 1. đ nat. feu. in usib. feu. ubi inqt Baldus1 Tametsi DEVS Imperatori subiecerit leges : non tamen sibi subiecit obligationes et contractus.

4

Et ideo ligatur ex suo contractu sicut homo priuatus.

5

Accedat quod not: idem Bald. in l. princeps legib. solutus ff. de legibus.

6

Vbi dixit.

7

Licet princeps legib. sit solutus, non tamen est à lege conuentionis et contractus ut ibi latius per eum.

8

Et infra circa quaestionem tertiam luculentiss: enodabitur.

9

Et adeo ista procedunt quod nec etiam de plenitudine potestatis [übergeschrieben: contravenire2]. potest secundum Panor. đ castr. in d. l. digna Vox.

10

Et sicut directo non potest [übergeschrieben: contravenire3], ita nec per indirectum, ut in reg.

11

Cum qd una Via, đ reg.

12

Juris in VI. cum similibus.

13

Praeterea dicta societas est in possessione Vel quasi tanti temporis cuius initij memoria non sit in contrarium, quod nullus possit habere salinas, siue ius coquendi Sal, nisi sit in huiusmodi societate et originarius Salinator et ortum ac originem hunc ex huiusmodi Collegio.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. ubi inqt Baldus — inqt gekürzt für inquit, darunter kleines Einfügungskreuz
  2. contravenire — kleiner und flüchtiger nachgetragen, wohl spätere Einfügung in die Lücke
  3. contravenire — kleiner und flüchtiger nachgetragen, wohl spätere Einfügung in die Lücke); Cum qd una Via (qd gekürzt, Auflösung (quid/quod) unsicher

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HandschriftS. 223 Bl. 109r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 223

1

Fortsetzung von der vorigen SeitePraeterea dicta societas est in possessione Vel quasi tanti temporis cuius initij memoria non sit in contrarium, quod nullus possit habere salinas, siue ius coquendi Sal, nisi sit in huiusmodi societate et originarius Salinator et ortum ac originem hunc ex huiusmodi Collegio.

2

Quoniam autem huiusmodi longissima possessio usus et obseruantia habet uim concessionis et priuilegij l. hoc iure §. ductus aquae ff. đ aqua quoti: et æstiua ut etiam supra [übergeschrieben: in prima] quaestione diximus.

3

Et cum tali consuetudine concurrit priuilegium concessum et confirmatum per dominos Landgrauios terrae Hassiae.

4

Et ius dictae societatis siue Collegij Salinarum potentius et efficatius redditur ex concursu priuilegij cum dicta consuetudine per ea quae tradunt Bal.

5

Cardi. et Jure2[?] in c. cum apostolica, extra de his quae fiunt à praela. cum simil. ut Feli. scribit in c. causam quae, de rescrip.

6

Ergo ex praedictis infertur conclusio quod ad dictam Societatem siue collegium Salinarum non admittantur, nisi illi quos tamen diuturna obseruantia admittere consueuit.

7

Sed dixerit quispiam quod nam remedium dabitur huic collegio Salinarum contra dominum Landgrauium satagentem erigere dimiculas Vulgo [gestrichen:

8

Bodte3], & caldaria ad conficiendum Sal in ijsdem iuxta memoratum fontem Salinarum etc.4

9

Et certum est interdictum competere uti possidetis. ut no Bart. in l.

10

Jniuriarium5 §. fi. ff. đ iniur.

11

Vbi per illum tex. dicit tale interdictum competere quando quis turbatur in iurib. suis et datur praefatum interdictum possidenti contra molestantem qui non possidet, ut no in l. 1. §. huius interdicti ff. uti posside. in l. 1.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. et æsti= — Schreibung undeutlich, sieht wie cesti aus; nach dem Zeilenfall æsti=/ua = aestiua (de aqua quotidiana et aestiua)); in prima (kleiner nachgetragen in freigelassener Lücke
  2. Jure — Autorenname der Allegation unsicher, evtl. Jmo. (Imola)
  3. Bodte — durchgestrichenes deutsches Wort, Lesung unsicher (evtl. Bodte/Boden)
  4. etc. — Schlusskürzel mit Schnörkel, Auflösung etc. unsicher
  5. Jniuriarium — wohl für Iniuriarum

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HandschriftS. 224 Bl. 109v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 224

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteVbi per illum tex. dicit tale interdictum competere quando quis turbatur in iurib. suis et datur praefatum interdictum possidenti contra molestantem qui non possidet, ut no in l. 1. §. huius interdicti ff. uti posside. in l. 1.

2

C. eo. et tradit Alex. in consi. 136.

3

Incipi.

4

In ca et lite Volu. 2.1

5

Et quando alter possidet & alter non, prout in casu isto contingit, possessor debet tueri in sua possessione & qui non possidet debet prohiberi à turbatione ut no.

6

Jmo. in c. in praesentia de proba.

7

Refert et sequitur Bald. in c. clerici col. 3. de uita et hones. cler. & in c. 1. col. 3. de seqst. posses. & fruct.

8

In l. ordinarij col. 4.

9

C. đ rei uendi.

10

Et ideo dominus Landgrauius prohiberi debet, ne praeparationem aliquam faciat pro aedificatione domicularum & caldariorum quia turbaret dictum collegium,

11

in eius possessione in qua tueri et manuteneri debet per supdicta2 Concludo igitur ex praemissis quod dictum collegium Salinarum ad elidendam principis intentionem priuilegijs, iuribus, consuetudinibus earundemq; confirma tionibus uti potest .Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. In ca et lite Volu. 2. — Incipit-Angabe des Consiliums, ca mit Kürzungsstrich (wohl causa), Lesung unsicher
  2. supdicta — gekürzt, aufzulösen als supradicta

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HandschriftS. 225 Bl. 110r Das Annder Bůch

Wortlaut der HandschriftSeite 225

1

Fortsetzung von der vorigen Seitein eius possessione in qua tueri et manuteneri debet per supdicta Concludo igitur ex praemissis quod dictum collegium Salinarum ad elidendam principis intentionem priuilegijs, iuribus, consuetudinibus earundemq; confirma tionibus uti potest .

2

Ad allegata in contrarium Responsio ex supdictis1 colligitur .

3

Et specialiter respondendo non obstat l. fi.

4

C. si contra ius uel utili: publ.

5

Nam lex ea loquitur de rescripto quod contra publicam utilitatem non tenet nisi interuenerit secundus iussus2 principis in anten. ut nulli Judi. §. et hoc Vero Videmus .

6

At uero in casu nostro non solum interuenit secundus iussus, sed sæpe sepius repetita concessio et confirmatio ut patet ex uetustissimis literis .

7

Accedat quod huiusmodi rescripta ad iuris communis obseruationem concedi soleant . l. falso C. de diversis rescript. no.

8

Bar. in l. fi. ff. de constitu. princ.

9

Et ideo rescriptum d.3 esse modici præiudicij ut no.

10

Bald. in l. 1.

11

C. de dixs.4 rescrip.

12

Priuilegium Vero dicitur quando scribitur contra ius commune ut no. in d. l. fi. ff. de constitut. prim. & l. 1.

13

C. de iuris & fact. igno.

14

Vnde dato minime tamen concesso quod huiusmodi priuilegia essent, contra ius commune, ut reuera non sunt, certe ex eo capite infringi uel reuocari non possent .

15

Sed quod sint contra publicam utilitatem, unde nam obsecro probari potest[?]5 an ex eo quod certus et determinatus ee6 debeat domicularum et caldariorum numerus ?c.7

16

Quid huic cum utilitate communi ? an non tendit in publicum usum totius Hassiacæ ditionis, tantum Salis in eo loco confici, ut communibus annis hactenus suffecerit,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. supdictis — Kuerzung, wohl supradictis; buchstabengetreu belassen
  2. iussus — mit us-Kuerzel (9) geschrieben
  3. d. — d mit Strich, Kuerzel; wohl dicitur oder de
  4. dixs. — Kuerzung, wohl diuersis
  5. potest[?] — als pt-Kuerzel geschrieben
  6. ee — mit Ueberstrichen = esse
  7. ?c. — Zeichen nach numerus, wohl etc.-Kuerzel

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HandschriftS. 226 Bl. 110v Das Annder Bůch

Wortlaut der HandschriftSeite 226

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteQuid huic cum utilitate communi ?1 an non tendit in publicum usum totius Hassiacæ ditionis, tantum Salis in eo loco confici, ut communibus annis hactenus suffecerit,

2

et adhuc sufficere posset, modo non inter cidat casus fortuitus aut Vis maior ut inquit iuriscon. in l. ex conducto §.

3

Si uis tempestatis et in l. si merces §.

4

Vis maior ff loca ?.

5

Verum de his inferius iuxta quartam quæstionem siue dubium latius dicemus .

6

Nec obstat l. 1. de monop. et dictum Bar.

7

Nam licet pacta se leges Collegij de certis tantum personis admittendis legib. inprobetur d. l. 1.

8

C. de monop. hoc tantum procedat nisi hoc fieret ex causa legitima . quod aut originarij tantum in collegium admittuntur causam habet legitimam .

9

Nimirum quod maiores sui primi ædificauerunt dactas[?]2 Salinas, atque pondus et æstus ingentium laborum et expensarum tulerunt .

10

Præterea l. illa loquitur quando fiunt conuentiones inter negotiatores et artifices nequis eorum minori pcio3 ab eis taxato res Vendat, uel ne per unum inchoatum per alium expediatur seu perficiatur: huiusmodi .n. conuentiones sunt legib. reprobatæ .

11

At uero in casu nostro semper manet statum et uniforme Salis pretium in Salinis, quod si pretium Salis in Villis, vicis uel oppidis prouinciæ intendatur,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. communi ? — Fragezeichen-artiges Kuerzel nach communi); se leges (vielleicht seu leges
  2. dactas[?] — so geschrieben, wohl dictas gemeint; vergroessert geprueft
  3. pcio — Kuerzung, wohl precio/pretio

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HandschriftS. 227 Bl. 111r Das Annder Bůch

Wortlaut der HandschriftSeite 227

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteAt uero in casu nostro semper manet statum et uniforme Salis pretium1 in Salinis, quod si pretium Salis in Villis, vicis uel oppidis prouinciæ intendatur,

2

id contingit sine Sodalium culpa qnimo2 uel industria uel auaritia Vectorum ementium in Salinis et euehentium ad loca distantia, qui secundum qualitatem temporis & loci uel intendunt uel remittunt precium, cum interim Sodalitati nihil commodi accedat uel decedat quapropter l. 1.

3

C. de monopo. his adaptari non potest .

4

Nec obstat etiam, si diceretur, quod priuilegium præfatum sit personale, et sic non debuerit egdi3 personam Sodalium tempore impetrati priuilegij uiuentium l. qai tali ff. solu. matri. l.

5

Sorditorum C. de excusa mune. lib.

6

X. l. 1. ff. de iure commu. c.

7

Priuilegium de reg. iur. lib.

8

VI.

9

Quia ex quod clare constat ex uerbis illius priuilegij, quod illa concessio fuerit realis et non personalis .

10

Patet ex illis verbis Vz das obgedachtte Gebaurschafft vnnd Pfenner, vorgemelt.

11

Ihr Erbe, das Saltzwerck mitt allem seinen Herkommenn, rechttenn vnnd gewonnheittenn ?c.4

12

Vorgemelt Ihr Erbe, inquit concessio .

13

Et etiam ex alijs Verbis sequentibus .

14

Vdz, Vnnd die Zahl der Saltzbodenn vnnd Pfannenn, welche Zahl die Furstenn zu Hessenn, auch niemanndts annders zubrechenn5 soll .

15

Quæ profecto Verba sunt multum ampla & præcisa, et a ui Verborum in dubio non est procedendum l. non aliter ff. de lega. 3. l. 1. §.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. pretium — beide Male als ptium-Kuerzel geschrieben
  2. qnimo — Kuerzung, wohl quinimo
  3. egdi — Kuerzung mit Strich, wohl egredi); l. qai tali (Lesung des Allegats unsicher, wohl l. qui tali); Quia ex (ueber dem folgenden quod (Z. 14) steht eine kleine 2, wohl Umstellungszeichen
  4. ?c. — Kuerzel nach gewonnheittenn, wohl etc.
  5. zubrechenn — Lesung unsicher, vergroessert geprueft

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HandschriftS. 228 Bl. 111v Das Annder Bůch

Wortlaut der HandschriftSeite 228

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteQuæ profecto Verba sunt multum ampla & præcisa, et a ui Verborum1 in dubio non est procedendum l. non aliter ff. de lega. 3. l. 1. §.

2

Si is qui nauem ff. de exercita .

3

Et illa uniuersalis et nullus alius neminem excipit arg. c.

4

Solite . circa fin. de maio . et obedien .

5

Vnde princeps non solum se et suos hæredes sed et etiam quoscunque exclusit, ut sonant uerba a quib. non est recedendum ut dixi .

6

Nemini ergo dubium est, quod cum dictum priuilegium, de certo numero domitularum2 et Caldariorum habendo concessum fuerit,

7

dictis Sodalib. respectu rei & fontis Salinarum . debet cum re ad quolibet singularem sucessorem et possessorem transire . l. forma §. qua q. ff. de censib. et per glos. 25. q. 2. in Sum: ubi etiam fortius dixit glos. quod priuilegium in dubio præsumitur esse reale,

8

& io . and . in mercu . in Regul.

9

Priuilegium arg. l. fi. ff. de constitu. prin. & c. cum dilecti . de dona .

10

Præterea ponderanda sunt illa Verba in priuilegio Dni Guilielmi postea Vz wollenn vff eine meyle wegs / vonn demselbenn Sodenn zurechnen3, in keine weise vberbawenn4 .

11

Nam ubicunque ponitur dictio nulla tenus uel similis, habet uim clausulæ decreti glos. in cle. 1 . in Verb. nullatenus, de sequest. posses. & fruct.

12

Jo. de ana, in c. quia frustra de usur. fat glos. in cle. & hi qui in Verbo nullo modo de æta & quali . ordi .Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. et a ui Verborum — Lesung a ui unsicher
  2. domitularum — so geschrieben; vgl. p0225 domicularum); §. qua q. (Allegat mit Kuerzel, Lesung unsicher
  3. zurechnen — Lesung vergroessert geprueft, wohl zu rechnen
  4. vberbawenn — darueber kleine 2, wohl Umstellungs- oder Verweiszeichen); Jo. de (Zeilenende, d mit Strich; Fortsetzung auf Folgeseite

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HandschriftS. 229 Bl. 112r Das Annder Bůch

Wortlaut der HandschriftSeite 229

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteJo. de ana, in c. quia frustra de usur. fat glos.1 in cle. & hi qui in Verbo nullo modo de æta & quali . ordi .

2

Vnde etiam si hoc sit statutum in fauorem partis non potest pars tacite uel expsse2 renuntiare p. c. dilecto de pbend. quia ubi datum est aliquid pro forma, non potest consensu partium tolli secundum Bart . in l. de his C. de transact.

3

Bal. de anten .

4

Jubemus C. de nup.

5

Quinimo hæc dictio nullatenus inficit actum ipso iure glos. in auten.

6

Si quæ mulier C. ad Velleian .

7

Et tantum de secunda quæstione .

8

TERTIÆ3 QVÆSTIO Iam uero ad tertiam quæstionem progrediamur, nimirum qua quæritur :

9

An sub pretextu publicæ utilitatis Dns Landgrauius possit maiorum suorum & præsertim patris Guilielmi quondam Landgrauij, priuilegia et confirmationes tollere & reuocare .

10

Vt veritas magis elucescat, arguo ad partes .

11

Et in primis Videtur quod princeps possit huiusmodi conuentiones, priuilegia et confirmationes tollere .

12

Nam quamuis 9is4 opinio sit, quod priuilegia quæ transierunt in contractum princeps non possit tollere, ut statim infra late deducetur certe ista communis conclusio limitatur ut procedat non subsistente iusta causa .Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. fat glos. — Lesung fat unsicher, vielleicht sat oder not
  2. expsse — Kuerzung, wohl expresse); p. c. dilecto de pbend. (Kuerzungen: p mit Strich (per), pbend wohl praebend); de anten . (wohl in auten. (Authentica) gemeint
  3. TERTIÆ — Ueberschrift in Auszeichnungsschrift; Endung Æ statt A auffaellig
  4. 9is — Kuerzel, wohl communis

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HandschriftS. 230 Bl. 112v Das Ander Bůch

Wortlaut der HandschriftSeite 230

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteNam quamuis 9is opinio sit, quod priuilegia quæ transierunt in contractum princeps non possit tollere, ut statim infra late deducetur certe ista communis conclusio limitatur ut procedat non subsistente iusta causa .

2

Subsistente aut1 iusta causa potest princeps conuentionem siue priuilegium præcedens, etiam quod transiuit in contractum reuocare, ut est tex. qp. in l. quod semel ff. de decret. ab ordi . facien .

3

Cano. in c. nouit de Judi, ubi Felin. col. 9 .

4

Ergo cum terminis nostris fuerit iusta causa, et concernens publicam utilitatem .

5

Ergo .

6

Præterea.

7

Priuilegium concessum, secundum formam petitionis intelligitur et declaratur ut no.

8

Bald. in c. inter dilectos de fide instru. per illum tex. ibi ex forma petitionis .

9

Videndum igitur an preces2 Veritate nitantur c. ij. de rescrip. & l. præscriptione C. si contra ius Vel util. publ.

10

Vnde si falsum sit, quod in narratione et præfatione priuilegij D.

11

Guilielmi Landgrauij continetur ( prout per principem obijcitur ) gratia dr3 surreptitia et ipso iure non ualet c. ad aures infi. c. ad audientiam et de rescrip. ubi doct .

12

Quapropter cum societas Salinarum præcipuum fundamentum faciat in hoc priuilegio D.

13

Guilielmi, incumbit onus probandi de ueritate eorum quæ in pæmio4 eiusdem priuilegij narrantur ut no.

14

Jo. and . & domi . de litis contesta. lib.

15

VI. sequitur Abbas in c. 2. in 2. no. de rescript .

Unsichere Lesungen

  1. aut — mit Ueberstrich, wohl autem); tex. qp. (doppelt unterstrichenes Kuerzel, Lesung unsicher
  2. preces — als pres-Kuerzel geschrieben
  3. dr — Kuerzel mit Strich, wohl dicitur); et de rescrip. (et als z-Kuerzel geschrieben
  4. pæmio — Kuerzung, wohl prooemio); c. 2. in 2. no. (Allegat mit Kuerzeln, Lesung unsicher

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HandschriftS. 231 Bl. 113r Das Annder Bůch

Wortlaut der HandschriftSeite 231

1

Sed his non obstantibus, contrariam partem puto Veriorem .

2

Sunt enim Verba priuilegij præsertim Domini Guilielmi præcisa & exploratam principis Voluntatem ostendunt, nempe, quod neque per se neque per hæredes suos neque per alios insuper siue prope fontem Salinarum,

3

et per distantiam unius miliaris a dictis Salinis computando, quo quomodo1 domiculas ad conficiendum Sal, Vulgo Saltzbode ædificare neque uelit neque debeat .

4

Vnde cum priuilegij Verba clara sint, non est opus coniecturis l. continuus §. cum ita ff. de Verbo. obligat . et l. ille aut ille §. cum in uerbis. ff. de lega . 3 .

5

Et uerba illa priuilegij .

6

Vnnd die Zahl der Höltzbodte[?]2, vnnd Pfannenn niemanndt annders zerbrechenn3 soll, sonndernn viertzigk4 vnnd dreij Saltzbodte, vnnd souiel Pfannenn darin,

7

nicht mehr noch weniger zu ewigenn zeittenn pleibenn sollenn, etiam in minimo p5 intelliguntur, quia uerba neque plures neque pauciores præcisa sunt, l. non plures, ubi Bal.

8

C. de sacros.

9

Eccla. l.

10

Si seruum §.

11

Ptor6 ait, ubi Bar. ff. de acq. hered, fat glos. in cle 1, in Verb. earum7 par. de foro compo.

12

Accedat etiam verbum illud Inn keine weise .

13

Nullatenus siue nullo modo sub quo includuntur quæ alias non includerentur c. ad nostram ut glos. de proba . in Ver . quo quomodo fat glos. in cle . ut hi qui in Ver . nullo modo de æta . et qual . ordi . his adde q sup infi . 2di dubij diximus Secundo principaliter pro hac parte adduco notabile Verbum .Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. quo quomodo — Wortfolge unsicher, vielleicht quoquomodo
  2. Höltzbodte[?] — Anfangsbuchstabe H, vergroessert geprueft; sachlich wohl Saltzbodte gemeint (vgl. Z. 14)
  3. zerbrechenn — erster Buchstabe z/v unsicher, vergroessert geprueft
  4. viertzigk — Zahlwort, Lesung vierzigk/viertzigk
  5. p — p mit Kuerzungsstrich, wohl praecise
  6. Ptor — Kuerzung, wohl Praetor
  7. earum — als ea-rum-Kuerzel geschrieben; fat glos. wie p0229 unsicher

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HandschriftS. 232 Bl. 113v Das Annder Bůch

Wortlaut der HandschriftSeite 232

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteNullatenus siue nullo modo sub quo includuntur quæ alias non includerentur c. ad nostram ut glos. de proba . in Ver . quo quomodo fat glos.1 in cle . ut hi qui in Ver . nullo modo de æta . et qual . ordi . his adde q sup infi . 2di dubij diximus Secundo principaliter pro hac parte adduco notabile Verbum .

2

Bar . in l. digna VOX C. de legibus . ubi uoluit quod quando princeps facit pactum cum aliqua ciuitate, quia pacta sunt de iure gentium, ut l. ex hoc Jure, ff. de iust. et Jure,

3

et iura gentium sunt immutabilia ut §. sed natia2 Institu. de iure natu. gent. et ciui . sequitur quod etiam talia pacta sunt immutabilia Et ad hoc multum bene se conformat illud quod uoluit Dns Abbas pan . in c. nouit extra de Judi . ubi uoluit quod quamuis priuilegium concessum subdito possit reuocari per cle pastoralis de re Judi. & inno . in c. ura de iniur .

4

Istud e3 Verum secundum eum, nisi talis concessio transiuerit in Jus gentium, puta quia princeps dedit alicui unam rem, et sic illi acquisitum est dominium quia tunc, secundum eum, reuocari non potest .

5

Et ad hoc est bene se conformant qdam4 notabilia Verba Bal . in l .

6

Si cum mihi, ff. de dolo .

Unsichere Lesungen

  1. fat glos. — wie p0229, Lesung fat unsicher); q sup infi . 2di (Kuerzel, wohl quae supra in fine secundi
  2. natia — mit Ueberstrich, wohl naturalia); c. ura (mit Ueberstrich, wohl c. uestra
  3. e — mit Ueberstrich, wohl est
  4. qdam — Kuerzel, wohl quaedam

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HandschriftS. 233 Bl. 114r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 233

1

Accedat quod cunctus[?]1 facti cum principe ligant ipsum principem, ita quod de iure princeps ad eorum obseruantiam teneatur.

2

Ista est conclusio Doctorum ut Cÿ. bar. bal. & aliorum in d. l. digna vox C. de legib. & in l. donones[?]2 quas diuus per illum tex. c. d dona. inter Vir. & uxor. & est tex. in c. de proba. ubi late Cano.

3

Et propterea dicit bal. in l. princeps ff. de legib. post Cÿ. in d. l. digna uox, quod princeps potest contrahere cum suis fidelibus & tenetur eis de iure gentium et ciuili, quia ciuili rationi naturalis ratio operatur l. bona fides ff. de posi.

4

Alias si princeps ex pacto uel contractu non obligaretur alÿ, certe nec alius obligaretur principi ex respectu correlatiuorum & sic esset principi interdictum commercium, & esset tanquam exul. qui est omnium præsul.

5

Præterea ultra decisiones Doctorum, qd est secundum rationem naturalem quod magis congruat humanæ fidei quam ea quæ placauerunt et in pactiones venerunt seruare. ut inquit iurisconsul. in l. 1. in princi. ff. de constitu. pecu.

6

Reputat quam graue esse fidem fallere.

7

Si ergo istud est secundum rationem naturalem, quod quilibet teneatur pacta seruare tunc succedit illud quod eleganter inqt bal. in repe. l. 2. in con col.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. cunctus[?] — so geschrieben mit u-Bogen; grammatisch waere contractus zu erwarten (ligant, eorum)
  2. donones[?] — mit langem Kuerzungsstrich ueber dem Wort, wohl Abbreviatur fuer donationes (l. donationes quas)); c. d dona. (d mit Kuerzungsstrich, wohl de; Zitat C. de donationibus inter virum et uxorem

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HandschriftS. 234 Bl. 114v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 234

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSi ergo istud est secundum rationem naturalem, quod quilibet teneatur pacta seruare tunc succedit illud quod eleganter inqt bal. in repe. l. 2. in con col.1

2

C. de serui. & aqua.

3

Vbi inquit, quod licet princeps sit solutus lege positiua, non tamen est solutus dictamine rationis naturalis, nec à lege nostra. quia est aial2 rationale.

4

Et alibi inquit bal. non minus Vere quam eleganter in c. 1. §. fin. qui feu. dare pos. quod bona et naturales consuetudines ligant principem, quia potentius est ius naturale quam principatus.

5

Accedat illud quod dicit tex. in Epistola inter claras C. de summa trin. & fide cathol.

6

Nihil esse quod lumine clariore pfulgeat quam recta fides in principe.

7

Et dicit bal. in preal. c. 1. §. fin q feu. dare poss. quod in ore principum firmior debet esse Veritas quam priuatorum.

8

Et quod illa in principe potissimum sint attendenda & magis quam in priuato quod princeps ex suis conuentionib. oio obligetur, fat illud, quod singulariter dicit bal. in extremus[?] d pace constan. in Ver.

9

Si qua Vero, ubi arg. illius tex in Ver. bona fide no ubi omnes contractus, qui fiunt cum principe habent naturam bonæ fidei contractuum.

Unsichere Lesungen

  1. in con col. — Zitatabbreviatur, Lesung der Buchstaben klar, Aufloesung unklar
  2. aial — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer animal); conuentionib. oio ... fat (conuentionib. mit Kuerzungsstrich (-bus), oio = omnino, fat wohl fiat/facit abgekuerzt); in extremus[?] d pace con=stan. (wohl Abbreviatur fuer in extrauag. de pace constantiae; d mit Kuerzungsstrich = de

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HandschriftS. 235 Bl. 115r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 235

1

Et propterea secundum eum bona fides debet à principe in suis contractibus obseruari: cui bonæ fidei non congruit de iuris apicib. disputare ut l. si fideiussor §. quædam ff. manda.

2

Quinimo et nedum ipsi, sed etiam successores obseruare compelluntur ea q1 per ipsos dominos & principes iuste celebrata sunt ut ex tex. in c.

3

Abbate Sane, d re Judi. lb VI. et in c. ij Juncta glos in Ver. graues extra d dona. & in c. 1. de solu. & no bar. in l. prohibere §. plane ff. quod vi aut clam. & Cÿ. in l. digna vox C. de legib. et bal. in l. 1. ff. de consti. prin.

4

Et ita eleganter consuluit Roma. consil.

5

CXVI. incipien.

6

Visis necessarijs.

7

Per illa ergo clarissime concludo quod conuentiones, priuilegia et confirmationes maiorum suorum ligant ipsum principem et ad earundem inviolabilem obseruantiam obligant.

8

Porro pro illa parte, nimirum quod princeps easdem tollere uel reuocare non possit, adduco qdam2 pulcra Verba Bal. hunc casum nostrum decidentia in l. qui se patris C. unde libe.

9

X. colu. in Verb Et scias.

10

Vbi inter cætera inqt, quod etiam imperator non potest mihi aufferre frudum[?]3 sine causa, prout etiam est tex. in c. 1. et ibi etiam Bal. de natu. feu. nisi sit feudum ptario concessum arg. l.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. ea q — q mit Kuerzungsstrich, wohl quae); lb VI (lb mit hochgestelltem o, Abbreviatur wohl libro VI (Liber Sextus)
  2. qdam — q mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer quaedam
  3. frudum[?] — so geschrieben, dem Sinn nach feudum

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HandschriftS. 236 Bl. 115v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 236

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteVbi inter cætera inqt, quod etiam imperator non potest mihi aufferre frudum[?] sine causa, prout etiam est tex. in c. 1. et ibi etiam Bal. de natu. feu. nisi sit feudum ptario1 concessum arg. l.

2

Lutius ff. de euict.[?]2 seu per priuilegium, quia speciale ius est in principe ut possit reuocare suum priuilegium, etiam ex quo est alteri ius quæsitum etiam sine causa ut l. qui fundos C. d om agr. de ser. lb.

3

XI.

4

Sed si nam[?]3 est priuilegium sed conuentio, prout est formaliter in terminis nostris, tunc non potest reuocare, nisi secundum ipsius rei naturam, ut l. fundi C. de fun. patrio lib.

5

XI.

6

Nam et ille ait; Si princeps recipit pecuniam (ut in casu nostro contigit) significat Venditionem etiam si uteretur Verbo indulgemus siue concedimus uel simili Verbo itaq, esset reuocabilis contractus et non priuilegiu4 arg. l. fi.

7

C. de prædijs curia lib.

8

X.

9

Quin etiam ut Guidonis Suzarij ht5 sententia C. de Justini.

10

Cod. confir.

11

Imperator non potest reuocare priuilegium antecesoris, nec proprium ex quo est efficaciter quæsitum ius, dicens quod per reuocationem fieret alÿs iniuria, quæ maxime à principe debet esse remota,

12

arg. l. ex facto ff. de Vulg. et pupil. sub. & l. 1. §. permittitur ff. de aqua quotid. et astiua et l. meminerunt.

13

C. unde vi.

14

Accedat quod retro principes concedentes & confirmantes huiusmodi priuilegia, et consuetudines lucrati sunt ingentem pecuniarum summam, et hodierno die perpetuos redditus annuatim lucratur ditionis princeps, ut ex literis constat Domini Guilielmi à pfato collegio Salinarum,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. ptario — p mit Kuerzungsschleife, Abbreviatur wohl precario
  2. euict.[?] — r/u mehrdeutig, dem Zitat nach ff. de euict(ionibus)); C. d om agr. de ser. lb. XI. (stark abgekuerztes Zitat, d mit Strich = de, lb mit hochgestelltem o = libro; wohl C. de omni agro deserto libro XI
  3. nam[?] — so geschrieben, dem Sinn nach non zu erwarten
  4. priuilegiu — mit Kuerzungsstrich ueber dem letzten u (-um)
  5. ht — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer habet

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HandschriftS. 237 Bl. 116r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 237

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteAccedat quod retro principes concedentes & confirmantes huiusmodi priuilegia, et consuetudines lucrati sunt ingentem pecuniarum summam, et hodierno die perpetuos redditus annuatim lucratur ditionis princeps, ut ex literis constat Domini Guilielmi à pfato1 collegio Salinarum,

2

qui profecto redditus perpetuam habent commensurationem cum re concessa, quapropter reuocari non potest, quia reuocans committeret dolum, ut l. si cum mihi ff. de dolo.

3

Ista sunt formaliter dicta bal. in d. l. qui se patris, quæ ita clare decidunt casum nostrum ut alia inductione non egeant.

4

Confirmo pcedentia p l.

5

A qb. regulus ff. de dona. ubi dr, q donatio facta ob certa remunerabilia merita non potest reuocari concor. l. si pater. §. si quis aliquam eodem titu.

6

Dicit .u.2 ibidem bal. in d. l. si cum mihi ff. de dolo in fin. illam legem esse notandam pro Comitatensibus qui si pro consequendo beneficio aliquid præstiterunt, certe illud beneficium non potest postea tolli, quia ex hoc magis resultat contractus quam gratia simplex.

7

Refert et sequitur.

8

Roma. consil. 436. col. 2.

9

Versi.

10

Septima principalis ratio, Cum ergo istud idem sit in casu nostro, ut per discursum omnium literarum perpenditur.

11

Ergo talis conuentio et priuilegiorum concessio debet esse perpetuo irreuocabilis, nec debet posse tolli per successorem.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. pfato — p mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer praefato); pcedentia p l. A qb. regulus (stark abgekuerzt; wohl praecedentia per l. Aquilius(?) Regulus ff. de donationibus, Lesung A qb. unsicher); ubi dr, q (dr mit Kuerzungsstrich = dicitur, q mit Strich = quod
  2. .u. — Abbreviatur zwischen Punkten, wohl enim (.n.) oder uero; Buchstabe wie u geschrieben

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HandschriftS. 238 Bl. 116v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 238

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteErgo talis conuentio et priuilegiorum concessio debet esse perpetuo irreuocabilis, nec debet posse tolli per successorem.

2

Nec obstat, si dicatur quod de talib. meritis constare aliter debeat quam per illam simplicem assertionem, d1 qua in Instrumentis siue literis.

3

Constat siquidem etsi non alias certe ex literis D.

4

Guilielmi de huiusmodi benemeritis uel luculentissime.

5

Accedat quod dicit bal. in c. 1. §. fin. qui feu. dare pos. ubi post glos. dicit quod Imperator non potest disuestire Vasallum, sine conuicta culpa, quia potentius est ius naturale quam principatus ut sup. diximus.

6

Item quia non decet principem suum beneficium reuocare ut dicit notari p Jo. and. in c. quod dilectio de consang. & affin. in nouel.

7

Item quia in ore principis secundum eum, firmiter debet esse veritas, ut secundum eum legitur in libro Exodi.

8

Per huiusmodi fundamenta concludo.

9

Hessorum principem Philippum, non posse tollere uel reuocare Conuentiones priuilegia & confirmationes eorundem per maiores suos dictæ societati Salinarum concessas.

10

Non obstat primum fundamentum adductum in contra rium dirui, dicebatur quod subsistente causa potest tolli priuilegium quod transiuit in contractum.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. , d — d mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer de); p Jo. and. (p mit Unterstrich = per; Jo. and. wohl Johannes Andreae, erster Buchstabe J/langes s mehrdeutig

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HandschriftS. 239 Bl. 117r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 239

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteNon obstat primum fundamentum adductum in contra rium dirui, dicebatur quod subsistente causa potest tolli priuilegium quod transiuit in contractum.

2

Respondeo et fateor illud esse Verum.

3

Sed dum dicebatur, quod hic suberat justa causa, Respondeo et dico, quod Immo. quantum ad terminos nostros particulares non est Verum quod fuerit uera et iusta & sufficiens causa per quam possent reuocari aut tolli prius concessa, per maiores principis Via contractus.

4

Nam adhoc ut dicatur iusta et sufficiens causa, requiritur quod illa sit noua causa, uel etiam antiqua, quam tamen princeps ignoraret tempore statuti confecti uel tempore factæ concessionis,

5

tex. est. de hoc singularis & multum signandus in l. si hominem ff. manda, quem adhoc ibi multum no1 bar. & idem bar. in §. quibus in l. consti.

6

C. et in l. ambitiosa in prim. 3 col.

7

Et Bal. in §. hæc igr2 in l. constitu.

8

C. & no Dns Abb.

9

Panor. in c. studuisti extra de off. lega.

10

Vbi dicit quod requiritur quod sit noua causa uel etiam antiqua quam princeps ignoraret conditi statuti tempore, q3 nunc sit nouiter detecta, et sit talis quam si princeps sciuisset tempore concessionis, Verisimiliter non fuisset concessurus.

11

Cum ergo in casu nostro, netrum[?]4 ex istis contingat, prout liquidissime apparet et latius circa quartam quæstionem dicetur, Ergo sequitur quod non fuit aliqua iusta & sufficiens causa, per quam posset princeps concessionem certi numeri domicularum et caldariorum prius factam reuocare de iure.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. no — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer notat
  2. igr — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer igitur); no Dns Abb. Panor. (no mit Strich = notat, Dns = Dominus, Abbas Panormitanus
  3. q — q mit Kuerzungsstrich, wohl quae
  4. netrum[?] — so geschrieben, dem Sinn nach neutrum

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HandschriftS. 240 Bl. 117v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 240

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteCum ergo in casu nostro, netrum[?] ex istis contingat, prout liquidissime apparet et latius circa quartam quæstionem dicetur, Ergo sequitur quod non fuit aliqua iusta & sufficiens causa, per quam posset princeps concessionem certi numeri domicularum et caldariorum prius factam reuocare de iure.

2

Et ista apparet mihi clara et indubitata responsio.

3

Nec obstat secundum Argumentum.

4

Fateor equidem Verum esse priuilegium zdm1 petitionis formam declarari, Sed cum narratio pfati2 priuilegij siue confirmationis Dni3 Guilielmi fuerit Verissima, ut ex multis antiquis imo antiquissimis literis perpenditur constat, principi nihil esse neq obreptum neq subreptum.

5

Decet igr principis beneficium esse mansurum.

6

Præterea a Vero alienissimum est præfatum principem Dnm Guilielmum tempore concessi priuilegij, in pupillari ætate fuisse constitutum.

7

Nam ut ipsomet in literis asserit, assumpsit iam pridem prouinciæ et ditionis suæ regimen et gubernationem cui assertioni in hoc standum.

8

Creditur .n.4 graui & digno Viro, l. si à bonæ fidei, ff. de rei Vendi. ubi Ange. refert quandam facti contingentiam quanto magis Landgrauio Guilielmo principi integerrimo, et omnibus modis grauissimo.

Unsichere Lesungen

  1. zdm — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer secundum
  2. pfati — p mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer praefati
  3. Dni — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer Domini; ebenso Zeile 13 Dnm = Dominum
  4. .n. — Abbreviatur fuer enim

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HandschriftS. 241 Bl. 118r Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 241

1

QVARTA QVÆSTIO.

2

Nunc ad quartum dubium procedamus.

3

Nempe, An sit contra publicam utilitatem et necessitatem communem, certum esse numerum domicularum1[?] & caldariorum?

4

Quanquam ad resolutionem istius dubij, iam pridem in secunda quæstione satis multa adduximus, adeo ut repetitione opus non esset, tamen ut quærentibus mos geratur hanc quæstionem latius explicandum duximus.

5

Et prima facie Videtur quod sic.

6

Nam cum uberrimæ sint Salinarum Venæ, adeo ut Salinarum aqua pluribus sufficiat, possitq; inde copia Salis uberrima confici, quæ non solum prouincialibus sed et exteris regionibus commodari posset, hæc publica utilitas præferenda est priuati commodati l.1. in fi.

7

C. de cadu. toll. aut. res q.

8

C. coia2[?] de lega. l. pe.

9

C. de priui. credi.

10

Facit ad hoc.

11

Nam tametsi statutum sit per Collegium Canonicorum3 alicuius Ecclesiæ, et à summo pontifice confirmatum, ut certus et determinatus sit numerus Canonicorum tamen si augmentantur redditus Ecclesiæ,

12

augmentabitur et numerus Clericorum l. in Ecclesijs C. de Epis. & Cleri. c. cum M. de consti. c. qm d uita & honest.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. domicularum — Wortbild eher domicularum als domuncularum; gemeint sind die Siedehaeuser (domunculae)
  2. coia — mit Ueberstrich, wohl Abkuerzung fuer communia (C. communia de legatis)
  3. Canonicorum — in der Vorlage mit -rum-Kuerzel (Canonicoꝝ) geschrieben, hier aufgeloest

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HandschriftS. 242 Bl. 118v Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 242

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteaugmentabitur et numerus Clericorum l. in Ecclesijs C. de Epis. & Cleri. c. cum M. de consti. c. qm d uita1 & honest.

2

Cleri. c. quanto de censi. cum similibus ubi uolunt Canonistæ quod accrescentibus fructibus nouæ creari debeant Præbendæ pares cum antiquis.

3

Et ubi messis multa est et operarij pauci alij admittendi sunt. c. minouo[?]. 21. dist. glos. c. fi. de Verbo. signif.

4

Sic in casu nostro à simili, Cum augeantur Venæ Salinarum augmentari etiam3 debet numerus Caldariorum.

5

Præterea.

6

Tertia est in Jure Regula, nempe, quod illud quod nemini nocet et mihi prodest, de facili concedendum est, Doct. in l.

7

Rescripta C. d præci.

8

Imperi. offer. concordat tex. in l. 1. §. ijdem aiunt aquam ff. de aq. pluo. arcen. glos. in l. 2. ff. solu. matr. ubi bar.

9

Sed cum Intentio & propositio eo tendat ut publicæ utilitati & necessitati, atq; ærario suo prosit et societati Salinarum non obsit, cum Salinarum aqua utriq; sufficiat, ædificandi facultas ei facile concedenda est.

10

Adhæc, licet collegia à iure approbata possint facere statuta, super his quæ ad artem suam pertinent. l. fi.

Unsichere Lesungen

  1. c. qm d uita — Abkuerzungen: qm mit Kuerzungsstrich (quoniam?), d mit Strich (de); Zitatkette kanonistisch
  2. mino=uo — Zeilenuebergang 5/6; Wortbild mino=uo, moeglicherweise c. in nouo, 21. dist.
  3. etiam — Wort wirkt nachgezogen/korrigiert, moeglicherweise ueber Gestrichenem); C. d præci. (d mit Kuerzungsstrich, wohl C. de preci(bus) Imperatori offer(endis)

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HandschriftS. 243 Bl. 119r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 243

1

C. de iuris omnium jud. et l. f. ff. de colle. illi.1 hactenus tantum conceditur hoc, quatenus publ. sanctionibus non contradicant uel alijs præiudicent.

2

Quapropter si faciant legem ut certe personæ possent tantum artem illam exercere et non alij uel similes.

3

Istæ eorum leges sunt reprobatæ p. l. 1.

4

C. de monop.

5

Sed leges et Statuta huius collegij Salinarum sunt huiusmodi.

6

Ergo.

7

His adde quod secundum diuersitatem temporum et Varietatem rerum priuilegia sunt Varianda c. non debet de con sang. et affi. glos. in c. constitutus de reg. domi. quandoquidem tempori debet conueniri lex c. deniq; 4 dist.

8

Facit elegans dictum bar. in l. quod ad præsens.

9

C. de murilegu. tb.[?] XI.

10

Quod si ex forma statuti tenentes lacum Perusinum teneantur ad certam quantitatem piscium singulis diebus: tantum si ex causa multitudo gentium superuenit, poterunt tenentes lacum cogi ad portandum tantum piscium quod multitudini sufficiat.

11

Vnde si tempore Statuti huiusmodi de certo numero domicularum et caldariorum, eiusq; confirmationis paucitas non refragabatur, tamen hodiernis temporibus tanto hominum excreuit multitudo et prouincialium frequentia,

12

ut propter necessitatem2 urgentem & utilitatem euidentem, recedendum sit ab huiusmodi dispositione, cum finis legis concernere debeat necessitatem uel utilitatem subiectorum.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. l. f. ff. de colle. illi. — Zitatkette schwer aufloesbar; l. f. wohl l. fi(nalis), de colle(giis) illi(citis)); p. l. 1. (p mit Unterstrich, wohl per l. 1. C. de monop(oliis)); tb. XI (Kuerzel wohl lib. XI (C. de murilegulis, lib. XI)
  2. necessitatem — in der Vorlage abgekuerzt geschrieben (necessatem mit Kuerzungszeichen)

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HandschriftS. 244 Bl. 119v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 244

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteut propter necessitatem urgentem & utilitatem euidentem, recedendum sit ab huiusmodi dispositione, cum finis legis concernere debeat necessitatem uel utilitatem subiectorum.

2

Sed pmissis non obstantib. contrariam sententiam de iure puto Veriorem.

3

Pro cuius clariori euidentia, pmitto primum quod Salinarum socijs permissum est habere corpus siue collegium l. 1. in prin.[?] ff. quod cuiusq; uniuer. no.

4

Et per consequens, Res communes et arcam communem eal.[?] §. 1.

5

Porro qui eiusdem collegij, sodales sunt, quibus lex potestatem facit pactionem quam Voluit sibi ferre, dum ne quid ex publica lege corrumpant l.

6

Sodales ff. de colle. illici. quiq; huic collegio psunt, corporis curatores dicuntur. l.

7

Collegia. §.

8

Seruos eo tit.

9

Iam Vero certum et determinatum esse numerum domicularum et caldariorum Vulgo der Bothenn vnnd Pfannen, neq; Juri neq; publicæ utilitati refragatur.

10

Quandoquidem bonum non est quod immensum est, Et omne quod est nimium Vertitur in Vitium.

11

Et (ut dici consueuit:) multitudo parit confusionem in auth:

12

Vt determi. sit nume. cler.

13

Et infinitas iure reprobatur c. fin. de ætat. & qual. ord. et c. cum in multis de rescrip. in VI. & utrobiq; glos.

14

Quapropter laudabile est, tantum abest, ut iuri uel publicæ utilitati contrarium certum et determinatum esse præben darum et Canonicorum esse numerum c. constitutus de rescrip. c. qm de vita & honesta cle. c. fin. de Verb. significationibus l. non plures C. de sacro sancta Ecclesia l. in Ecclesijs C. de Episc. et cleri cum multis simil.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. pmissis / obstantib. — p mit Kuerzungsstrich = praemissis; obstantib. mit Kuerzel = obstantibus; ebenso Zeile 4 pmitto = praemitto, Zeile 11 psunt = praesunt); in prin. (Wortbild eher prim als prin; gemeint l. 1 in principio); eal. §. 1. (Wortbild eal, wohl ead. (eadem lege) § 1); der Bothenn vnnd Pfannen (deutsche Woerter in Kurrent mit durchgehenden Querstrichen (Zierstriche durch th/nn/ff, keine Tilgung); Endung von Bothenn nicht eindeutig (-em/-enn)

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HandschriftS. 245 Bl. 120r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 245

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteQuapropter laudabile est, tantum abest, ut iuri uel publicæ utilitati contrarium certum et determinatum esse præben darum et Canonicorum esse numerum c. constitutus de rescrip. c. qm de vita1 & honesta cle. c. fin. de Verb. significationibus l. non plures C. de sacro sancta Ecclesia l. in Ecclesijs C. de Episc. et cleri cum multis simil.

2

Sic si decurionum numerus plenus non sit, in demortui uel relegati locum sublegi alium permittitur l. 2. ff. de decurio.

3

Porro statutum hoc concernens realem fauorem Salinarum, non more2[?] fauorem statuentium nequaquam refragatur bono publico.

4

Nam si tanta esset multitudo domicularum & caldariorum, quantam Venarum ubertas, (ut hoc interim demus:) supportare posset, oriretur ex multitudine famulorum Sal coqntium mira confusio, perpetuæ rixæ,

5

lites & iurgia imo et homicidia dum alter alterum assidue impediret ne Salinis suo arbitratu uti permittent3[?], unde propter parem4[?] et concordiam conseruandam, quod summum reip. est bonum, statutus est certus domicularum et caldariorum numerus.

6

Adhæc, unde tantum lignorum haberi posset, ut oib95 sufficeret, cum iampridem excisis et extirpatis pene circumcirca siluis et nemoribus super defectu lignorum assidue audiuntur quærimoniæ. quæ profecte res una cum aeris intempie6[?] in causa fuit hac præsertim hijeme,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. c. qm de vita — qm mit Kuerzungsstrich, wohl quoniam
  2. more — Wortbild more; Sinnzusammenhang legt uero oder modo nahe); Sal coqntium (abgekuerzt, wohl coquentium (Salzsieder)
  3. permittent — Endung mit Kuerzungsstrich, moeglicherweise permitteret
  4. parem — Wortbild parem, dem Sinn nach wohl pacem (pacem et concordiam conseruandam)
  5. oib9 — Abkuerzung omnibus (oib mit us-Haken)
  6. intempie — abgekuerzt, wohl intemperie; Satz laeuft auf der Folgeseite weiter

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HandschriftS. 246 Bl. 120v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 246

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteAdhæc, unde tantum lignorum haberi posset, ut oib9 sufficeret, cum iampridem excisis et extirpatis pene circumcirca siluis et nemoribus super defectu lignorum assidue audiuntur quærimoniæ. quæ profecte res una cum aeris intempie[?] in causa fuit hac præsertim hijeme,

2

ut Salis multo minus conficeretur, quam hactenus coqui et confici consueuit, ut euidens est rerum experientia.

3

Porro causæ propter quas princeps intendit reuocare priuilegia concessiones et confirmationes prætenduntur tales ut ex narratione facti liquet 53.1[?] quod hac præsertim hijeme fuerit defectus Salis, et pluris emptum sit quam hacten92 consueuit.

4

Item frequentia hominum indies magis magisq; excrescentium.

5

Item quod Venæ Salinarum sint uberes, ex quarum redditu, si usus et ædifico3[?] modo proposito Principi permittatur ærario principali tantum utilitatis accrescere potest, ut exactionib. in solitis, et extraordinarijs collationibus prouinciales atterere grauare et exenterare necesse non sit.

6

Iam Videamus an huiusmodi causæ tanti momenti sint, ut ad tellendum4 priuilegium quod cum subdito transit in contractum iustæ et sufficientes de iure dici possunt.

7

Et iam dudum in tertia qstione5, in solutione prioris obiectionis admonuimus. (: id quod repetere non pigebit, quoniam securim apponit ad radicem huius consultationis :) huiusmodi causam talem esse oportere, ut siue noua [gestrichen: unleserlich] siue antiqua fuerit,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. 53. — Zahl mit Ueberstrich nach liquet; Funktion unklar (Verweisziffer?)
  2. hacten9 — hactenus mit us-Haken abgekuerzt
  3. ædifico — Wortbild ædifico, dem Sinn nach wohl ædificio (modo proposito)
  4. tellendum — Wortbild tellendum, dem Sinn nach wohl tollendum
  5. qstione — q mit Kuerzungsstrich = quæstione

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HandschriftS. 247 Bl. 121r Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 247

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteEt iam dudum in tertia qstione, in solutione prioris obiectionis admonuimus. (: id quod repetere non pigebit, quoniam securim apponit ad radicem huius consultationis :) huiusmodi causam talem esse oportere, ut siue noua [gestrichen: unleserlich] siue antiqua fuerit,

2

eam princeps concessi priuilegij tempore penitus ignorauerit, quæ nunc sit nouiter detecta atq; talis, quam si princeps tempore concessionis sciuisset, Verisimile non fuisset concessurus, ut est doctrina Bar. in d. l. ambitiosa col. 3. ff. d. decre. ab ordi. faciend. et Dni Abb.

3

Panor. in d. c. studuisti extra de offic. lega.

4

Sed qs sane mentis dubitare potest, quod Henricus Landgrauius Hassiæ ante ducentos et amplius annos, suiq; successores Venarum ubertatem huius fontis Salinarum nescierint, cum manifestissime in literis suis profiteantur, se Voluisse plures ædificare domiculas & caldaria ponere?

5

An non tum quidem hominum frequentia fuit, uel facile futuram (: modo casus mortalitatis et morborum popularium, qui quotidie expectandus :) princeps suspiciari poterat?

6

Quid? quod et eo tempore quidem, defectus salis ex causa aliqua acncidenti, puta, uel aquarum mundatione3, aeris in tempe alioue casu contingere poterat?

7

Porro quod princeps ærarium suum locupletari studet, cum aliena iactura, à liberali et Christiano principe abesse debet quam longissime.

8

Nam auaritia quæ est Idolorum Seruitus, ut inquit Apostol94, cum in Christianis omnibus tum Vero in principe, atq; eo quidem principe,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. noua [gestrichen] — nach noua kleine gestrichene Buchstaben, unleserlich); ff. d. decre. ab ordi. faciend. (d mit Kuerzungsstrich (de); Zitat ff. de decre(tis) ab ordi(ne) faciend(is)); Sed qs (qs mit Kuerzungsstrich = quis
  2. acn= — Zeilenuebergang; Wortbild acn=cidenti, gemeint accidenti
  3. mundatione — Wortbild mundatione, dem Sinn nach wohl inundatione); in tempe (abgekuerzt, wohl intemperie (aeris intemperie aliove casu)
  4. Apostol9 — Apostolus mit us-Haken abgekuerzt

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HandschriftS. 248 Bl. 121v Das Annder Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 248

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteNam auaritia quæ est Idolorum Seruitus, ut inquit Apostol9, cum in Christianis omnibus tum Vero in principe, atq; eo quidem principe,

2

qui et Euangelicus esse et appellari gaudet summopere est detestanda, quod s31[?] radix et mater sit omnium Vitiorum tex. in Auth. ut Judi. sine quoquo suffra. in prim.

3

Versic.

4

Administrationes namq; c. auaritiæ extra de pbend. c. auaritiæ de elect. tb.[?] VI. & c. sicut 47. distinc. ubi tex. elegantiss.

5

Ex his igr oibus[?] clarissime opinor, constat causas allegatas ad reuocandum priuilegia per contractum subditis concessa neq; iustas neq; sufficientes esse.

6

Quanquam aut2 ad allegata in contrarium ex his responsio colligi posset particulatim tamen et breuiter respondebimus.

7

Et primo, quod auctis Ecclæ3 redditibus numerus præbendarum augeri debeat, concedimus, dum modo eorum de quorum præiudicio agatur, accedat consensus alioqui Vel solo Episcopo uel Solis Canonicis ea facultas non permittitur, ut clare deciditur in Juribus allegatis.

8

Porro ad secundam obiectionem dico & fateor, quod facile concedendum sit, quod mihi non nocet et alteri prodest, si pcedat4 contractus uel obligatio, de cuius natura est ut faciam; Cæterum ubi non pcedit contractus et obligatio,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. s3 — Kuerzel s mit 3-Schlinge, wohl scilicet); de pbend. (p mit Kuerzungsstrich = de præbend(is)); tb. VI. (Kuerzel wohl lib. VI (Liber Sextus)); igr oibus (stark gekuerzt, wohl igitur omnibus (Ex his igitur omnibus)
  2. aut — mit Kuerzungsstrich, wohl autem
  3. Ecclæ — abgekuerzt fuer Ecclesiæ
  4. pcedat — p mit Kuerzungsstrich, wohl præcedat

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HandschriftS. 249 Bl. 122r Das Annder Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 249

1

Fortsetzung von der vorigen SeitePorro ad secundam obiectionem dico & fateor, quod facile concedendum sit, quod mihi non nocet et alteri prodest, si pcedat contractus uel obligatio, de cuius natura est ut faciam; Cæterum ubi non pcedit1 contractus et obligatio,

2

et aliquis petit à me illud quod mihi non nocet et sibi prodest ad consequendum commodum uel lucrum, ego non teneor concedere inVitus. ita hanc regulam declarat Bar. in l. 2. ff. solu. matr.

3

Cum autem fons Salinarum sit priuatorum ut in primaquæstione conclusimus, neq; fieri possit ea concessio sine sodalium et totius Salinarum Collegij maximo incommodo, quæ quidem incommoda multifariam, multisq; modis contingere possunt, reliquum est hanc regulam in casu nostro locum sortiri non posse.

4

Cum .n. in re priuata de lucro captando agatur, minuaturq; ius Dominorum eorum auctoritas requiritur. facit ad hoc l. in concedendo et quæ ibi no2 ff. de aqua pluo. arcend.

5

Summopere .n. timendum foret, ne societatis ius minueretur, si in societatem admitterent Hessiacum Leonem Salinarum sodales.

6

Ad tertium Argumentum supra in secunda quæstione respondimus, quare nulla opus est repetitione.

7

Ad quartum, quod secundum Varietatem temporum statuta sint mutanda, concedimus, modo ius qsitum3 non lædatur, ac noua causa et inconsiderata tempore conditæ legis uel statuti emergat, ut inquit Bar. in d.l. ambitiosa.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. pcedit — p mit Kuerzungsstrich, aufzuloesen als praecedit
  2. no — mit Kuerzungsstrich, aufzuloesen als notatur/notantur
  3. qsitum — q mit Kuerzungszeichen, aufzuloesen als quaesitum

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