Das Werk als Zeitleiste: Wortlaut, Übersetzung, Zusammenfassung und Anmerkungen — frei kombinierbar
Das Werk der Reihe nach
Die Salzbibel in der Reihenfolge der Handschrift, Seite für Seite: Wortlaut, Übersetzung,
Zusammenfassungen und redaktionelle Anmerkungen. Jede Ansicht und jeder der dreizehn Abschnitte
lässt sich an- und abschalten; weitere Filter grenzen auf Seiten mit Abbildungen, Tabellen, Randvermerken oder
unsicheren Lesungen, auf einen Band, einen Seitenbereich oder ein Suchwort ein. Der Zustand steht in der Adresszeile.
Wortlaut und Übersetzung werden unverändert ausgegeben; Ziffern im Wortlaut verweisen auf unsichere Lesungen
am Fuß der Seite. Den Gesamtbestand durchsucht die Suche, die Gliederung erklärt
Aufbau des Werks.
Wie gros die Pfannenn, Wie offt mann sie fegete, wie lanng ein Pfann stehenn könnte, Was mann vonn Jeder arbeit zu lohne gebe, Item Was für Instrumenta vnnd werck zeugk mann brauche, vnnd wie dieselbigenn genennet würdenn, auch was sonnst in gemein desfals vom siedenn, Sothenn, fegenn, vnnd Saltzmachenn, furnemblich zuwissen vonnötenn, Gemelter mein diener hat mir nachuolgenndenn bericht bracht. Der Herdt wirdt nachuolgennder weise mit Schlotter /: welchs sie foet1[?] nennenn :/ gemacht, ist vntenn einer ehlenn, obenn aber annderthalbenn Elaffter weit, zwo ehlenn tieff, Es wirdt das Pfannloch vonn der erdenn bis ann die Pfann mitt gebackenn steinenn eines schuchs weit, da mann das holtz hinein wirfft, gemacht, Mann steckt auch ein Eisenn zweyer ehlenn lanng, vornne Inns Pfannenn loch, so mann mit dem stro seudet, das es nit vf dem herde zusammenn falle, Sonndern vf dem Eisenn sich zertheile, vnd desto besser brennen müge,
Die Pfannenn so vf Jtztgedachtenn Herdt gesetzt, ist —— 4½ schuch breit —— 6½ schuch lanng, vnnd ein halbenn schuch tieff, zweyer finger hoch, vff dem Herde auff Hornnsteine gesetzt, wirdt darnach etwas vmbhero offenn mit Oseln /: wie sie es genennet :/ rings vmb die Pfann zugelegt, Es werdenn vf Jeder seittenn nebenn der Pfannenn, zwo staffelnn in die Erde gesetzt, darauff werdenn vber die Pfann zwenn Pfannenn beume, /: welche sie Behrstebe1[?] nennenn :/ gelegt, kostenn einen orts thalers, dartzwischenn werdenn zwey Harkscheide gesteckt, welche vber die Pfann hindenn darann zwenn Eiserne Bordtharkenn2[?], welche die Pfannenn haltenn, gehenncket, Vber das sein auch drey kurtze Beumlein, einer ehlenn lanng mitten vber gelegt, darann Nein Pfannenn harkenn, welche die Pfann haltenn, gehenncket. Wenn mann seudet so wirdt eingegossenn alle werck —— 36. Eimer Inn die Pfannenn, vnnd so mann —— 20 gefüllet, thut mann in denn —— 21 Eymer ein Nepflein[?] Rindes farbe[?],
Welchs die Sohlenn klar reiniget, vnnd wanns aufgewellet, scheumet manns, darnach seudett mann drey virteil stundt, bis zum voll schütten, vnnd vfschlagenn gehenn zwo stundtenn, thut zusammenn ——1 stundenn, darin ein werck volkomblich bereitet wirdt, darnach tregt mann die stück ab, setzt die obenn auff die da zubereitetenn Saltzstedte, damit das Saltz recht trockenn werde, vnd Je lennger es darauf stehet, Je herter vnnd trockener es wirdt. Es werdenn aber die Pfannenn, dauonn drobenn anngezeigt, Jede wochenn dreymahl abgezogenn, vnd gereiniget, vnnd wann mann abziehenn will, mus der Saltztreger, vnnd des meisters knecht sie vom herde ziehenn, hinaus ans kodt richtenn, Nimpt ein Schüssell, schwemmket2[?] darein, darnach leget er sie nieder, vnndersetzet sie vf einer seittenn mit einer stebbelnn, macht mit einem bundt stro ein feur darunder, störet mit einer stanngen zu, bis es gnug ist, darnach müssenn sie die knechte wie=
Der Vierdt Appendix. derumb anns bodt aufrichttenn, vnnd was noch von Schebenn, vnnd vnreints darann, klopfft der Wirt[?]er mit einem eiser hemmerlein, vnnd einem holtzernn Instrument, welchs ein Heigenn genenndt wirdt vollents ab, vnnd wann sie gar rein ist, bestreicht er sie mit kleister, damit sie nicht außlauffe, lesset sie wieder auff den Herdt tragenn, hat auch ein Holtzern Bordt hanngenn2[?], damit er die Bortte zu rechte rucket, vnnd stellet die Pfann also wiederumb auf den Herdt zu rechte, Solcher Pfann kann eine ein virtell Jars stehenn, vnnd gebraucht werdenn, kostet ein neue Pfann zu machenn — 18 fl. zu zwanntzigk groschenn, wie mich die knechte berichttet habenn, Die bode seindt anngestellet, eins ist ann dreyenn ortenn vnderscheidenn, ann einem welchs zu vnderst, wirdt die stro stedte genennet, dahin das Stro, holtz, vnnd feurwergk gelegt, zum anndernn da die Pfannenn stehet, vnnd am drittenn vnd höchstenn ortte, da das Saltz gederret, die Saltzstette.
Der Vierdt Appendix. Es ist auch vber der Pfann ein holtzernn deck, vonn dunnenn1[?] Bretternn gelegt, damit nichts vnreynes Inn die Pfann fallenn magk, Die Wergkzeugk so zum Saltzmachenn gebraucht, seindt diese wie volgt, Erstlich hat mann ein groß2[?] Sohlfaß, welchs einestheils zum bodt hinaus gehet, also das die Sohlenntreger auswendigk dem bode, einschuttenn konnenn, daselbst ist ein geflachtent3[?] weidenn hort aufgelegt, das nicht stro oder vnreinigkeit, muge hinein kommenn, einenn full eimer, mit einem darann gemachtenn langen harkenn, ein Gabbelnn, einenn harkenn, Saltzkorbe, Saltzschauffelnn, werdenn Soegstiele4[?] genennet, fege hemer vnnd Heigenn, Schuffenn vnnd Aschenn krukenn, ein Schrapteisenn5[?], ein hanndtfaß, ein Hoselein6[?], Es muß auch ein Jeder wercker in seinem bodt, ein grosse messingt oder kupfferne sprutzenn habenn, vnnd ein Pfannenn breth, Arbeiter lohnn, vnnd was mann vonn Jeder arbeit
Der Vierdt Appendix. zu lohnn gibt, der Wircker nimpt alles geldt furs Saltz ein, Verechnet Jede wochenn den Junckernn, Jedoch emtpfenngt er vonn Jedem stuck ein groschen, thut die woch — 80 groschenn, dauonn lohnet er dem gesinde, gibt einem knecht die wochenn — 11 groschenn, darzu gibt im der Gast vonn Jedem stuck — 2 d.2 dem Jungenn gibt der wircker die wochenn — 8 groschenn, vonn einem gantz herde zu machenn gibt mann — 3 schock, Jedes zu 20 gr. Ein Sohlzieger verdienet vonn einem herde annzuziehenn — j gr. der Grinder verdienet vonn einem werck zu Grindenn, vnnd auszururenn — 2 d. zahlet der wircker, der treger verdienet vonn Jedem stuck — j d. der leder1[?] — 8. gr. vonn — 4 stuckenn, der stopffer vonn Jedem stuck — j d., darzu gibt der gast — 6 d. ein werck furzuziehenn — 2 d. zufullenn zur notturfft, Sonstenn brauchtenn sie ganntz vnnd gar keinenn vortheil zum siedenn, ob sie es schonn thun könnttenn,
Der Vierdt Appendix. vnnd wann mann Ihnenn dauonn sagt, habenn sie Irenn spot vnnd hohnn darauff Als ich weitters auf dem bronnenn fragte, ob auch die Sohlenn ab vnnd zunehme, im ab vnnd zunehmenndes Jars, oder in trockenn vnd nassenn wetter, hab ich in gemein zur anntwort bekommenn, das sie es solchs niemahls acht gegebenn, viel weniger gefrobiret gehabt, So sey es auch bey Ihnenn vonn vnnötenn, dieweil sie Jederzeit das Saltz bey Ihnen nach dem stucke, vnnd nicht nach dem mas verkeuffenn, denn ein stuck gelte souiel als das annder, es sey gleich gros oder kleine, Ich hab auch weitters gefragt, ob auch vmb das Saltzwergk halle hero sich hin vnnd wieder etwa Sehe, Erdtfall, Sumpff, vnnd gemohr, gleich wie bey allenn anndernn Saltzwerckenn, ereugtenn, darauff mir der Saltzgreue zur anntwort gebenn, das nichtt weit vonn Hall ein See, der Rebelinger1[?] Sehe genanndt, vorhanndenn sey, vnnd bey demselbigen Sehe wurcke die Sonne Sommerzeit auf der ebene
Der Vierdt Appendix. weiß Saltz, so stehe das ganntze Saltzwerck auff einem Gemohr, so finde mann nit weit vonn der Stadt, auch tieffe Erdtfell, Innsonderheit einenn die Grietgenns1[?] grubenn genennt, welchs stetigs mit wasser stehet. Als auch Ich in des Saltzgreuenn Hause mit allem vleis annhielt, desgleichenn auch auf dem Bronnenn, in beysein der anndernn Beuelchhaber zu ettlichenn mahlenn wiederholete, vnnd zur besichtigung der Bronnenn in grundt zugelassenn zu werdenn, begerte, Ist mir solchs erstmahls durch den Saltzgreuenn abgeschlagenn wordenn, dann er vor vnnötigk schetzte, dieweil schonn mein gnediger furst vnnd herr Persönlich eingefahren, wie er mich berichttet, das ich nachmals darzu gelassenn wurde, Dieweil es were Res rari exempli Ohnne versamblung des Raths zu Hall, vnnd der furnembstenn Pfenner, nicht durffe geschehenn, vnnd mit hinzu auch dem Saltzwergk, weil mann mit dem Sohl=
Der Vierdt Appendix. schepffenn still haltenn müste, zu hindersall gereichte, als ich aber gleichwohl nit ablassenn wolte, hab ich enndtlich zur anntwort bekommen, das den nechstvolgenndenn donnerstagk, welcher der tagk Marien Magdalenen were, sie vonn alters hero solemiter1[?] herbracht, das sie die Bronnen mit gewalt erschepffenn liessenn, vnnd als dann müste der Saltzgreue die Bronnenn meister, vnnd benebenn Ihnenn des Thals zimmermann, einfahrenn, die Bronnenn allennthalb mit vleis beleuchtenn, vnd besichtigenn, ob die auch etwa manngell oder schadthafft werenn, darzu brauchte der zimmermann sein eigenn mas, vnnd da er manngell befunde, müste er als baldt denselbigenn bussenn vnnd verbessernn, darbey sie es also furters bleibenn liessen, Sie habenn mir auch durch glaß, dadurch die Sonnen geschienenn, den teutschenn Bronn eigenntlich segenn lassenn, also das ich Ihrenn hab quellen sehenn, vnnd weitters mich beanntwort, wo Ich bis vf gedachtes fest daselbst bleibenn wurde, wol=
Der Vierdt Appendix. tenn sie mich vnweigerlich mit den Saltzgreuen einfahrenn lassenn, Welches aber meine gelegenheit nicht war, hab ich Ihnenn desmahls gedannckt, vnnd es hierbey bleibenn lassenn, vnnd weitters nicht viel gesprech mehr gepflogenn, Sonnst that auch der Saltzgreue fur sein Personn schlißen wollenn, vnnd kam1[?] ich im darin gentzlich nit abgefallenn, das gemeinlich alle Sohlenn so im grunde der Bronnenn gefundenn werdenn, Saltzreich seyenn, das mann sie obenn aber nicht Saltzreich am geschmack finde, sey allein der tieffe schuldt, dieweil die Sohle zu grundt weiche, vnd das wilde wasser obenn auffschwimmet, Diese frage will ich baldt bey aschersleben aufflösenn, Souiel vom Saltzwerck Hall in Sachßen, was noch manngelt, wirdt sich in der Ordenung wohl findenn.
Der Vierdt Appendix. Aescherslebenn1[?] Zu Aescherslebenn annkommenn, vnnd als baldt die gelegennheit des Saltzwercks besehenn, dieweil auch der Bronnenn da er gefast, weit vber der Stadt ist, hab ich den erstenn tagk nit darbey gethann könnenn, habe aber nicht desto minder mich bey beidenn Saltzgreuenn, so alle beidt mit dem zunahmen Muller genennt, des orts, derenn einer damals Burgermeister war, durch meinenn diener annzeigenn lassenn, vnnd begeret, das ich volgennts morgenns frue gehöret werdenn möchte, Volgennts morgenns habenn beide Saltzgreuenn mich zu sich erfordert, vnnd benebenn Irenn anndernn gewerkenn, vnnd dem Stadtvogt, mein werbung anngehort, die Credenz angenommenn, vnd benebenn erbietung Ires geneigtenn willenns, gegenn meinem gl. f. vnnd herrnn, nachuolgenndenn bericht einhelliglich gethann.
Unsichere Lesungen
Z. 2: Aescherslebenn — Ae-Ligatur, Zwischenüberschrift
Der Vierdt Appendix. Die erste annkunfft des Saltzwergks wissenn sie nicht weitters, denn das vor Hundert Jarenn, sagt der Burgermeister, sey erstmals die Sohle, enntplosset, aber nichts geschafft wordenn, Darnach vor viertzigk acht Jarenn hat mann wiederumb anngefanngenn, vnnd mit einer wasser kunst, das wilde wasser abgehabenn, vnnd die Sohlenn so doch gering gewesenn, besonnders geschepfft vnnd versottenn, Enndtlich aber for zwanntzigk Jarenn, habe mann zubauenn mit aller gewalt anngefanngenn, wie solchs der augennschein außweiset, vnnd sey damahls Jörge Behm2 Ir Baumeister gewesenn, der sie in manchfaltigenn schadenn gefuhrt, vnnd Je lennger dieser zu seinerkenn1[?] anngehaltenn, vnnd durch ein gleichnus sie darzu vberredet, vom wein vnnd wasser, Bey diesem habenn sie einenn Stollenn vnnd grabenn, einer virteil meyl wegs lanng, mit grossem kostenn erbauet, darnach habenn sie einenn kunstmeister
Der Vierdt Appendix. vonn Lüneburgk1[?], George Rose2[?] genanndt, bekommenn, welcher den vorigenn grabenn wieder eingerissenn, neue kunste wieder umb vfgerichttet, anndere kothe gebauet, vnnd sey doch nichts daraus wordenn, Darnach habenn sie kunstler vonn Nurmbergk, vom Mansfeldt, aus Meissenn, Duringenn vnnd allennthalbenn hero gehabt, welche Je einer es besser denn der annder hat machenn wollenn, bis enndtlich ein Confusium Chaos daraus ist wordenn, denn ob schonn mit grossem kosten, sie ein Bronnenn fassunge die noch fur augenn anngestelt, sey doch dieselbige vonn vngeschicklichkeit wegenn der furlegung vonn sich selbst hoher dann drey ehlenn zu Berge gestiegenn, deshalbenn sie aus der not eintugennt habenn müssenn machenn, vnnd ein Rörenn durch das wilde wasser zu grunde des Bronnenn einsennckenn, dadurch sie Itziger zeit die Sohlenn aufziehenn, Als sie aber in Itztgedachtem bauenn gewesenn vnd
Der Vierdt Appendix. darmit vmbganngenn, habenn sie viel vnnd mancherley Bronnenn fassunge, kunste, vnnd dergleichenn furgenommenn, Ins werck gesetzt, ann vnnd abgeschafft, also das Ihnenn Inner zwanntzigk Jarenn vber — 40000 guldenn darauff ganngk seindt, Sie habenn gehabt Roßkunste, wasserkunste, welche die Wipper getriebenn, darann sie schleuche pomppenn, Schepff vnnd Hentzennkunst, allerley anngestelt, vnnd vf ein zeit beyeinannder — 60 kunstpferde gehabt, derenn Je in einer Schicht — 6 gelauffenn, Ist aber alles vergebens gewesenn, am aller vnschedtlichstenn aber vnnter allenn kunstenn, achtenn sie aus gewisser erfahrunge, seyenn die pompenn kunste, welche nicht viel erschütterung machenn, Die Itzige Bronnennfassunge so noch stehet, vnnd wie obenn gedacht, vonn sich selbst zu berge gestiegenn, ist — 32 ehlenn tieff, mit Tennenn holtz aufgefuret, gleich wie die Bronnenn zu Hall in Sachßenn.
Der Vierdt Appendix. Die Pfenner aber so hierann gebauenn habenn die ganntze gewerckschafft ist in — 32 theil getheilet, derenn sie erstlich — 2. den armenn aus gemeinem Beuttell zu gutenn gebauenn, die andernn — 30. werdenn — 6. durch die Stifftherrn zu Halberstadt — 6. vonn gemeiner Stadt daselbst, — 6. vonn wegenn Marx müllers, so der diesenn Bau bis dahero mit grossem vleis getriebenn, vnnd nunmehr ein verlebter mann ist, vnnd — 12. vonn den Gemeinenn Pfennernn verlegt, gehet Ihnenn allenn pro rata zu gewinst vnnd verlust, vnnd tragenns zu Erblehenn vom Bischoff zu Halberstadt. Sie habenn auch ein ganntz vierteil meyl wegs lang die Sohlenn durch Steinene Rörenn zur Stadt gefurt, in ein Closter, welchs sie vom Bischoff zu Halberstadt vmb ein liederlichs zu kauffe bekommen habenn, darinnenn sie Neun kothe vfgerichtet habenn, Inn derenn dreyenn man Itzunder seudet.
Ehe aber vnnd zuuor die Sohlenn Jn der Rörenn kömpt. wirdt sie — 32 ehlenn hoch vber erdenn mitt einer gewechseltenn1[?] pomppenn kunst, ann einem wasser radt, nach anngebenn des agricola gehabenn, hat ein Meißner anngestelt, also das die Sohlenn aus der dieffe, bis in die höhe zum fasse, daraus sie Jnn die Rörenn felt — 57 ehlenn hoch aufgezogenn wurdet. Vnnd habenn mich der Stadtvogt vnnd ein Saltzgreue, welche mit mir zum Bronnenn gefahrenn, auf mein frage berichttet, das wann sie — 28. zuber Sohlenn auß dem Bronn richtenn, Jnn die Rörenn abgiessenn, vnnd weitters durstadt2[?] ein virteil wegs |: wie obenn gedacht :| fliessenn lassenn. so finde sich der abgang, das nur — 18. im Saltzwergk annkommenn, habenn wir augennscheinlich auch gezeigt, wie die Sohlenn allennthalben, im felde, durch Jre heimliche durchtringung, als lanng die Rörenn sein, vnnd mit obenn im wechssell3[?] vf den erbenn vnnd wiesenn verursache, das nichts
daraufft wechst, als breit die Rörenn seindt, da sie doch zimbliche tieff, Nemblich bis in die drey schue, vnnder erdenn gesenncket seindt, vnnd als sie insonnderheit begerttenn, das ich Jhnenn meinenn rath eröffnenn wolte, was sie doch für ertz |: dieweil sie schonn Erdene vnnd Holtzerne Rörenn versucht gehabt :| wohl brauchenn möchtenn, das sie einenn solchenn grossenn abganngk, nicht erfahrenn durfftenn, hab ich Jhnenn zu Bley gerathenn, welches sie Jhnenn gefallenn habenn lassenn, zweiuelt auch nicht darann, wo obgedachter alter mann Marcus Muller lennger lebenn wurde, Er werde vnderstehenn solches Jnns wergk zubringenn. Volgennts hab ich die Sohlenn probirt, vnnd wie volgt befundenn, Helt die quart Sohle — 96. lot. vnnd ann Saltz beim Bronnenn — 7 lot 3½ q.1 die letzte aus dem Bode helt — 6½ lot ½ q.2 Mit dem siedenn aber vnnd anndernn darzu gehörigen sachenn, wirdts wie hiernechst gehaltenn.
Der Herdt ist mit schloter gemacht — 12 schue weit einwenndigk vnnter der Pfannenn, auf beidenn seitten, mit schlotter ausgefult, also das die Pfannenn ein Ehlennbogenn hoch vber dem Herde stehet, mittenn durch gehet ein Grabenn, darfür ist das Pfannloch, da das feuer hin ein geworffenn wirdt, Jst eines schuchs weit, liegenn auf dem Herde vier grosse eysenn vberlegt, darauf das Holtz vnnd feuerwergk geworffenn wirdt, Die Pfann so darauf gesetzt, seindt Breit — 7 schuch vnnd — 9½ schue lanng minus 1 zoll, 8. zoll tieff, wirdt vf Hornnstein1[?] dreyer finger hoch ob den Herdt gesetzt, dahindenn noch ein klein Pfennlein stehet. — 6½ schue lanng, vnnd — 3½ schuch breit, die tieffe ein schuch minus 1 zoll, wirdt aus dem Herde der fordernn Pfannenn, durch ein darunter gehenndt gewelbe, bis zur Saltzstubenn gehitzt, daselbst ist ein Schornnstein, durch welchenn der Rauch aufzüchet, vnnd stehet ein Rörstock vnebenn2[?] der pfannenn, Hat einen Hanen
welchenn mann aufdrehet, so mann einlassenn will. So lest mann auch dreymahl ein Jedes wercke, vnd so erst mann einlest, lest mann das kleine Pfennlein Jnn die grosse, vnnd lest sie auch allemahl aus dem stock wiederumb voll lauffenn, Sonnst hat die Heupt pfann auf Jeder seittenn der seittewenndt ein gesenckte staffelnn stehenn, auf welchenn die pfannbeume ruhenn, vber welche Pfannennbeume oder behrstebe1, noch anndere kleine beumlein liegenn, ann welchenn die Pfannen in zwelff harbenn2 henncket, damit dieselbige im strecke erhaltenn, vnnd nicht beuchig werde, vnd keret mann dieses orts grossenn fleis darauf, das wochenntlich die Pfannenn abgezogenn, gefegett, vnnd vonn neuenn bestrichenn werde, welches der Saltzknecht, welcher zugleich auch ein Pfannschmidt daselbst ist, für sehr zutreglich achttet, wiewohl Jch Jme nit kann beyfallenn. Jnn der zubereitunge zum siedenn braucht mann
dis orts auch beiste1, welchs aus dem Herde vnnd gesöde wirdt genommenn, vnnd zuuor klein zerschlagenn, Jnns Sohlfas vf ein Herdt geschüttet, vnnd zerlassenn wirdet, dauonn haltenn sie viel. Jm siedenn aber setzet mann drey fegeseblein ein, darin der schaum, sanndt vnnd vnreinigkeit gesamlet, vnnd ausgehabenn wirdt, Mann seudet vier stunde, vnnd wanns zu Saltz gehet, schwennckett mann Bier ein, lessets darauff ein stunde sochenn, vnnd wann mann ausbringenn, vnnd Saltz machen will, So legt zuuor der Saltzknecht, ein Brett voller löcher vber die Pfannenn, Vff die Behrstebe, setzt darauf als baldt ein Büttenn, zeuhet das Saltz zusammenn, schlegets auf, bis das er ein Büttenn voll, vnnd also ein stucke verfertiget hatt, auff der einenn seyttenn, also fehret er fort auff der annder seittenn, vnnd wechsselt eine seittenn vmb die anndernn, bis das er vier stucke ausbrachtt, welcher fürters Jedes — 8. gl2[?] giltt, vnnd bey nahe vnser gewichttenn metzenn — 6. heltet,
Souiel vonn diesem Saltzwergk. Wie wohl ich in willenns war, alle Saltzwergk nach der lennge, wie dann die nottürfft solchs erfordert, zubeschreibenn, doch dieweil ich vnter der handt war genommenn, das das werck zu grob gewachssenn, Hab ich für gut anngesehenn, hinfüro allein die fürnembstenn Heuptstucke eines Jedenn Saltzwercks zubeschreibenn, vnnd es darbey wenndenn zulassen, Stasfurth. Vonn Ascherslebenn auff Stasfurdt gezogenn, vnnd vnnter wegenn im felde allennthalbenn schwartze Erde, vnnd darauff Saltz von der Sonnenn gewircket, dermassenn befundenn, das das feldt ganntz vmb vnnd vmb weis geschienenn, Vnnd als Jch hinein kommenn, mich vonn stundt an den beidenn Saltzgreuenn |: warenn zweenn vom Adell, darunter ein Brösigke1 :| annzeigen lassen, welche zu mir selbst in die Herberge kommenn.
Unsichere Lesungen
Z. 17: Brösigke — Familienname, Lesung wahrscheinlich
mein Credenntz vnnd werbunge, mit geburlicher Reuerenntz, vnnd höchster leutseligkeit, anngenommen, vnnd sich aller vnnderthenigenn gutwilligkeitt, Jegenn meinem gnedigenn fürstenn vnnd herrn, vnnd mich erbottenn. Als ich nun auf Jre zulassunge allennthalbenn das Saltzwergk besichtiget, vnnd mich allerley erkundiget, Hab ich befundenn, Erstlich das dieses Saltzwercks annkunfft, wie dann auch dessenn zu Großen Saltza, vber — 600 Jar sich erstreckt, welchs sie mit brieffenn zubescheinenn sich erbottenn, Denn damahls sagenn sie habe ein Graue vonn Harkekenn2[?] aus Hall, Erstlich den Harkebrunnen, also dieses orts genennet, erbauet, vnnd denselbigen damahls dermassenn verteffelt3[?], vertammet, verdarrest, vnnd verwaret, das mann nicht in Registernn geschriebenn finde, das seidt hero Jemahls darann gebauet sey wordenn, ist tieff — 34. klaffter, der grundt aber ist, wie sie mich berichtet grauer Gips,
Vonn dem anndernn Bronnenn, der nicht minder wohl verwaret ann seinenn wenndenn ist, wissen sie gar nichts zusagenn, wissenn auch nichtt wie tieff er sey. Das Saltzwerck ist der Pfenner daselbst vonn anbegin frey erb eigenn gewesenn, wie dann auch zu Saltza, Es habenn aber mit der zeit die Pfenner selbst, als sie sich adelnn lassenn dem Ertzstifft zu Madeburgk dasselbige mehrertheils zu mannlehenn aufgetragenn, also das mit der zeit die alten Burger stemme ann diesenn beidenn enndenn sehr dauonn kommenn, vnnd nu mehrertheils die vom adell alles Jnnhabenn. Dieweil aber dieselbigenn nicht selbst alzeit darbey sein könnenn, die Saltzknechte mit Jhnenn, am Holtz vnd Saltz der vntreu spielenn, vnnd das Saltz nit alzeit wohl abgehet, auch sich viel vnneynigkeit vnnter den Pfennernn erhaltenn, Haben sie es nicht alle gleichenn frommenn,
Die Sohle ist des orts sehr gut, helttet die quart — 16. loth, vnnd im anndernn Bronnenn — 14. wurdet mit Roßkunstenn1[?] darann eymer seindt, geschepft, vnnd fürters vonn kothenn zu kothenn, ohnne gewisses mas geleitet in — 32 kodt, Jnn welcher Jedem wochenntlich — 50. werck gesottenn werdenn, derenn helttet Jedes zwey stucke, vnnd wurdet Jedes stucke Saltzes für — 8 groschenn verkauft, Sonnst hats in diesem Saltzwergk kein besondere Ordenung, dieweil ein Jeder Pfenner, sein eigenn gesinde helt. Es hat aber zwey Bau kothe daselbst, vonn welchenn alle gemeine Beu erhaltenn werdenn. Der kothe seindt vmb des willenn, das mann Holtz, Pfannenn vnnd saltz alles darein beyeinannder in vorrath hat, sehr gros, wie gleicher massenn auch zu Saltza, seindt mit hohenn Beunenn, gleich wie die glashuettenn aufgerichttet, habenn sehr dicke dache bis auf die Erdenn, vnnd ist in denselbigenn, vmb des stetigenn siedenns willenn ein grosse
Hitze, also das auf diesenn beidenn Saltzwerckenn, die knechte viel schwertzer, denn auf anndern vonn der Hitz wegenn, welchs darumb beschicht, Dieweil im obertheil des kodts, alwegenn das Saltz gederret mus werdenn, welches auch also lannge vf der Saltzstedte vielmahls stehet, das es ganntz schwartz wirdet, vnnd deshalb vonn neuenn Jnn die Sayße1 geschüttet, vnnd erleuttert werden muß, wie dann auch der ganntze boden dieser Saltzstetten, vom abtrieffenn sehr gut wirdet, vnnd Jerlich ausgebrochenn vnnd verbeisett werdenn mus. Vnnd wiewohl es daselbst gute Saltzknechte hatt, brauchenn sie doch sonnderlich kein vortheil, ohn allein mit der Beisse, denn sie gar kleine Saltz machenn, vnnd viel vnnutzes holtzes auffuren denn. Das Saltz gehet zu Staßfurt vmb der nahe liegenden Saltzwercker, vnnd des vnndtlegenenn2[?] Elbe: vnd
Saalsstrambs1 willenn seltenn wohl ab, wann aber anndere Saltzwercker, ein zeitlanng vngewitters halber still haltenn müssenn, werdenn sie Jres vorraths ein mahl los, vnnd hab ich mich berichtenn lassenn, das auch bisweilenn vnnsere fuhrleute dahin kommenn. Mit dem sieden vnnd Saltzhanndell wirdets nachuolgennder massenn gehaltenn. Zu Staßfurt wirdt die Beiße im Sohlfasse gebraucht, wie zu Ascherslebenn, Mann hat aber daselbst zwene Herde, so der einer Reiffe vnnd gute Beisse hat, zeuhet mann die Pfannenn ab, setzt sie auff den anndernn Herdt, der tieff in der Erdenn liegtt, also das die Pfann so darauff gesetzt, ein wenigk vber der Erdenn stehet. Es wirdt der new Herdt vnntenn vnnd auf den seittenn, vonn grundt wiederumb mit Schleter auffgefuret, vnnd ausgefullet, ist — 2 ehlenn tieff, acht ehlenn lanng, vnnd — 6 ehlenn die breidt.
Darauff wirdt die Pfannenn gesetzt, welche — 7. schue lanng, — 6 ¼ breidt ist, Es stehenn auff Jeder seittenn nebenn der Pfannenn zwene staffelnn, in die Erdenn gesenncket, darauff zwene dicke Pfannennbeume liegenn, vber der Pfannen, vber welche anndere geringere beume liegenn, — 6. geleget seindt, ann welche die Pfannenn harbenn, der — 12. seindt, anngehenncket. Mann geust auch alle wercke in die Pfannenn — 36. eimer, seudet darann ein halbe stunde, vnnd als dann thut mann schwenncke1 bier ein, rürett bey den kolenn aus, wenns nu gnugsamb zu saltze wordenn, setzet mann die Saltzkörbe auff, welche drey spannenn lanng, zwo breit, vnnd obenn ein spann hoch sein, zwischenn die zwenn grossenn Pfannenn beume, welche sie Behrbeume nennenn, bringet das saltz auff Jeder seittenn zusammenn, schlegts mit einer Saltzschauffelnn auf den korb, bißolanng2 der korb voll ist, Darnach
schlagenn sie das Saltz benebenn dem Korbe, auff die Beune, also das das stuck zwo pfannenn breit, dreÿ lanng, vnnd funff hoch wirdt, derenn werdenn auf Jedes werck zweÿ bereitet, vnnd mann sendet die vorhenn in Jedem Bodt, welcher — 32. seindt — 50 wercke, denn Je in dreÿ stundenn ein werck bereitet wirdt, thun — 100 stucke, Werckzeuge, so alhier zum Saltzmachenn gebraucht werdenn seindt diese wie volgt, Erstlich ein Groß sohlenn faß, darein ein gezeunete hordt lieget, darauff die Seiße1[?] zergehet, vnnd die Sohle damit gebessert wirdt, einenn full eÿmer, henget ann einem schwenngell, damit die Sohlenn Jn die Pfann gefullet werde, Ein handtfaß darin die werckzeuge gereiniget werdenn, — 4. Saltzschauffelnn, damit die stucke gemacht, Saltzkörbe, darauff die Stöcke geschlagenn werdenn, die stucke werdenn mit stoernn2[?] bandenn vmblegt, vnnd etliche nicht, dreÿ fegefesser, darin sich der dreck vnnd vnreÿnigkeit setzt /: welchen
sie schlam nennenn :| beÿ vnns aber sannck genennet wirdt . Arbeiterlohnn, dem Meister geburt vonn Jedem stuck — 6 ₰1[?] thut die woche — 50 groschen, der knecht verdiennt — ½ thaler die wochen, vnnd am heiligenn abenndt hat er beÿ dem meister die malzeit, die vnderstörerin verdienet die woche — 8 gl2[?] vnderzustörenn, Grossenn Saltza. Dieses Saltzwergk ist in allem beÿ nahe anngestellet, wie das zu Staßfurdt, hat auch daselbst zwenn bronnenn, vnnd wirdt die Sohle mitt zweÿenn Roßkunstenn geschepfft, doch ist die eine gleich wie die zu Staßfurt, die beide mit grossen schepffeimernn derenn einer vmb den anndern wechselt, anngestellet, die annder aber mitt schleuchenn, Die kunst mit den schleuchenn ist in dem grundt=
losenn Bronnenn, in welchem obenn auf die Sohle sehr geringe, vnnd allein die Sörenn1[?] mit den Schleuchenn in die tieffe gereichet wirdt. Die kunst mit den Eÿmernn steget auf dem anndernn Bronnenn, welcher vber — 50. ehlenn tiefft. Sonnst verhelttet sichs mit dem Saltzwergk in allem beÿ nahe, wie mit Staßfurdt, ist so alt als daßelbige, die Bronnenn seindt vonn dem Grauen vom harckelbronnen2[?], wie Staßfurdt erbauwenn, gleich gefaßet, mit Tennenn holtz, die Bode also — 32 gebauwenn, also das die ohnne noth, solchs alles zu wiederholenn, Doch hatt in diesem Saltzwergk ein furzogk fur Staßfurdt, dieweil vmb der nahe annfließenden Sala vnnd Elba willenn, sie wohl holtz konnen bekommenn, das Saltz wohl abgehet, vnnd gros getrennge darumb ist, also das die Pfenner auch kaum Jrenn Saltzknechtenn, die finantzereÿ, damitt
sie vmbgehenn, werenn könnenn, wirdet beÿ hennckenn, vnnd hohenn leib vnnd geldt straffen verbottenn, aber wenig gehalttenn, Vnnd ob schonn der mehrertheil Pfenner, so bis vf gar wenige alle vom adell seindt mehrertheils seßhafft, vnnd das gantze Regiment vber die Stadt vnnd das Saltzwerck habenn, so ist doch das stetigenn Banckedirenn, pranngenn, vnnd hoffarts souiel, das seltenn einer befundenn wirdet, der furtreffliche narung hatt, vnnd stehenn disfals die Staßfurtter etwas besser. Weitters vonn anndernn Saltzwerckenn zuschreiben hab Jch vnnötigk gearchttet, da mann aber Je dauonn bericht begeret, werdet in meinen Miscellaneis anngezeigt werdenn, wo derselbig zufinden, Volget nun beschreibung meiner Reise, so vff beuelchs meines gnedigen Fürsten vnnd Herrnn Jch Jnn1[?] Pommern verrichtet.
Nach dem der Durchleuchtiger Hochgebornner Fürst vnnd Herr, Herr Ernnst Ludwig Hertzogk zu Stettin, Pommernn, der Caßubenn vnnd Wendenn, Fürst zu Rügenn, vnnd Graue zu Gutzkaw, in anfang sfgl.1 Regirung befundenn, das allennthalb in sfgl. Furstennthumb vnnd lanndenn, beide ann Eisenn vnd ann Saltz groser manngell vorhanndenn, vnnd mit schwerem vnkostenn, vnnd theurer bezahlunge aufbracht werdenn müssenn, habenn dieselben mit allem vleis darauf gedacht; wie doch solchem mangell zeittig begegnet, vnnd Jrenn Lanndenn vnnd Leuthen, mit ersprißlichenn nutzenn gedienet, vnnd mitt hinzu sfgl. Cammergut ermehret werdenn mochte/ Dieweil nun allennthalb in beidenn Fürstenthumenn Pommernn vnnd Rügenn, auch vffm Landt Vsethumb2[?] ein groster vorrath ann Holtz, sonnderlich aber beÿ Jasenitz, Vckermünden, Klempenaw, vnnd Pudekglaw3[?] beÿ hanndenn, vnnd denn vor dieser
zeit alberreits Eisennhüttenn beÿ Jaßnitz im brauch gewesenn, auch allennthalb die Bronnenn Saltzigk, vnnd der Erdtbodenn im Sommer Jegenn der Sonnenn Saltz schlecht vnnd apriciret, als hat hochgedachter furst eine neue Eisennhüttenn, beÿ der Neuenn Mühlenn im Vckermündischenn ampt bauwenn lassenn, daselbst zuuersuchenn, ob sfgl. aus Schwedenn Osemundt mit vorteil ann sich bringenn, volgennts verschmidenn, vnnd also dem theurenn kauff des Eisenns zuuorkommenn mochtenn/ Desgleichenn habenn sfgl. auch beÿ Coblenntz vnnd Krugsdorff, wie denn auch beÿ Golckenn1[?] im ampt Klempenaw nach Saltzquellenn durch Jrenn besteltenn Bronnenkunstmeister Hannsenn Fritzen senckenn, die gesenncktenn grubenn, mit Holtz verbauwenn, vnnd alles wasser darein außösenn2 lassen, ob vielleicht gute Saltzquellenn annzutreffenn werenn, aber so lannge sfgl. sich bemühett, vnnd grossenn kostenn darauff gewenndet, auch
so tieffer dieselbigenn (: in hoffnung das in der tieffe die rechte Sohlenn annzutreffenn :) habenn sencken lassenn, souiel mehr ist das wilde wasser zugefallenn, also das sfgl. hieruonn ablassenn müssenn, So hat es auch mit vorgenommenen Osemundts Eisennhanndell ein annstanndt genommenn, derselbige ist im kauff höher gestiegenn, vnnd habenn sfgl. hierann auch keinenn vorteil (: außerhalb der vngewißheit :) nicht findenn könnenn. Wenndt1[?] denn es furstlich Christlich vnnd wohl gethann ist, das ein Jeder vor die seinenn, sonnderlich aber vor sein Vatterlanndt sorget, vnnd derselben nutzenn vnnd frommenn sucht. Nihil enim dulcius est quam patriæ bene prodesse bono publico (: wie auch der Heide Cicero sagt :) als hat hochgedachter fürst nit ruhenn noch feÿrenn wollenn, biß solanng sfgl. im grundt wissenn mochtenn, ob auch nachmahls in Jrenn Fürstennthumbenn vnnd Landen etwas ersprißlicher nutzenn geschafft, vnnd obenn
gedachter manngell, auf tregliche mittell ergentzet werdenn möchtte, Habenn dennach beidt in vnnd außer Lanndes sich nach verstenndigenn Leutenn vmbgehöret, auch ann Churfürstenn vnnd anndere geschriebenn, aber niemanndts zu wegenn bringenn könnenn, darauf mann sich zuuerlassenn hette, biß solanng das der Edtle vnnd Ernuest Georg vonn Verbentin1[?], Vber vffseher der Graffschafft Mannsfeldt sfgl. vnderthenniglich berichtet, das im Lanndt zu Hessenn leut annzutreffenn werenn derenn Rath vnnd bedenncknus sfgl. dieses fals erforschenn, vnnd nach gelegennheit volgenn möchttenn, Darauff hat mehr hochgedachter Hertzogk zu Pommernn ann den Herrnn Lanndtgrauenn zu Hessenn, wie denn auch sfgl. Gemahl vnnd Schwiegervatter zu etlichenn mahlenn geschriebenn, vnd enntlich zuwegenn bracht, das Jtztgedachter fürst, der Lanndtgraue zu Hessenn, M. Johannem Rhe=
nanum sfgl. Pfarhernn vnnd Saltzgreuenn zun Sodenn beÿ allenndorff, heraus Jnns Lanndt zu Pommernn habenn volgenn lassenn, Wann nun derselbe annkommenn, Was er außgerichttet, wo er vmbher gezogenn, auch was er Jedes orts vnterschiedtlich ann Ertzenn Mineris vnnd Mineralibus befundenn, Was sein Rath, bedencken, vnnd fürschlegs gewesenn, dessenn hat er nachfolgenndenn schrifftlichenn bericht ad æternam rei memoriam, auff mehr hochgedachtes fürsten des Hertzogenn zu Pommernn gnediges begerenn, mit seiner eigenenn hanndt vnderzeichnett hinderlassenn, Als auff freundtliches annsuchenn vnnd begerenn, des mehr hochgedachtenn Durchleuchtigenn hochgebornnenn fürstenn vnnd herrnn, Herrnn Ernnsten Ludewigenn, Hertzogenn zu Stetin Pommernn der Cassubenn vnnd Wendenn, Fürstenn zu Rügen, vnnd Grauenn zu Gutzkaw, beÿ dem auch durchleuchtigenn hochgebornnenn fürstenn vnnd herrn,
Herrnn Wilhelmenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnpogenn, Dietz, ziegenhain vnnd Nidda, beider meiner G. F. vnnd Herrn, Jch mich den 10. Martÿ zu Allenndorff vff die Reise gemacht, vnnd vnterwegenn obgedachten Georgenn vonn Verbentin1[?] in der Graffschafft Mannsfeldt zu Leimbach (: dahin mich der Lackeÿ Hanns Sadebosch2[?] gefueret :) anngesprochenn, beÿ demselbenn allerleÿ gelegennheit im Lanndt zu Pommernn, mich erkundiget, bin ich nechst annruffung Gottes mit freudenn furt gezogenn, vnd durch verleÿhung Götlicher hulff den 31 Martÿ zu Wolgast gesundt vnnd frisch annkommenn, volgenndes tages in der herberge bliebenn, den 2 vnnd 3 Aprilis aber die Sohlenn so ich aus dem Lanndt zu Hessenn, aus meines gl. f vnnd Herrnn Saltzwergk Sodenn, pro fundamento mitgebracht, wie denn auch die dreÿerleÿ, welche zu Dreptaw vnnd Klempenaw, in beÿsein des Strenngenn, Edtlenn vnnd Ernuestenn
Bußo vonn Rammin hauptmanns daselbst Jch selbst geschepfft, Jhnen versieglenn lassenn, vnnd mitt genommenn, in Jegennwertigkeit meines gl. F. vnnd Herrnn des Hertzogenn zu Pommernn, sfgl. Gemahlin, Canntzlers, etzlicher Rethe vnnd furnembstenn dienern probiret, Jnn der Hessische Sohlenn — 6½ lot, vnnd in den anndernn nichts befundenn, Als aber Jch zu Klempenaw vonn dem Hauptmann daselbst berichttet wordenn, das zu Grieb[?]waldt Sohlenn furhanndenn, vnnd daselbst vor dieser zeit Saltz gesottenn, aber aus manngell holtzes eingestellet wordenn, hab ich dessenn benebenn den Probenn, vnnd sonnsten vber Taffell gedacht,
Die Erste Reise Darauff mein Gnediger fürst vnnd Herr, den Hern Canntzlar Henning1 vonn Rammin mir gnediglich zugeordenet, Wir beide seindt den 4 Aprilis daselbst hin gezogenn, die Sohlenn mit einem eingelassenenn, vnnd mit steinenn beschwertenn Krugk, aus der tieffe geschepfft, auch die obenn aufft besonnders gefast, vnnd zugleich mit nach Wolgast zurucke genommenn, dieselbigenn volgennts den 5. probiret, vnnd die aus der tieffe nicht gar — 3. lötig, die obenn vff aber ein lötig befundenn, Als nun sfgl. solchs gesehenn, habenn sfgl. mich gnediglich gefragt, was mein bedennckens disfals were, hab ich für gut anngesehenn, das man einem oder zwen verfallene Bronnenn, deren daselbst sechs vonn alters gewesenn, eröffnen vnnd außfegenn solte, vnnd als dann ad ipsas
Scaturigines1 die Sohlenn schopffenn vnnd probiren, Solchs habenn sfgl. Ihnenn gnediglich gefallenn lassenn, sich selbst enndtschlossenn, das sfgl. selbst mit nacher Griefßwaldt2 ziehenn, vnnd daselbst solanng verharrenn wolten, bis solchs also volnnzogenn, Wie denn auch beschehenn, denn sfgl. benebenn Irer Gemahlin, Cantzlar vnnd vornembstenn dienern nach Griefßwaldt volgenndts den 6. Aprilis verruckt, die außfegung des Bronnenns mit vleis bestellenn lassenn, bißolanng den 9. vnnd 10 Aprilis die Sohle gewunnenn, vnnd alsbaldt probiret, auch reichlich — 3. lot befundenn wordenn, Darauff sfgl. weitters gnediglich begertt zuwissenn, was mich gut deuchte, vnnd das ich einenn annschlagk machenn solte, ob etwa nutzenn des orts zuschaffenn were, Ob nun wohl die Sohlenn sehr geringe, vnnd die helffte so gut als die Vnnsere ist, Iedoch so habe ich in betrachtung das ein Cent=
Unsichere Lesungen
Z. 1: Scaturigines — lateinisch, Lesung wahrscheinlich
ner Saltzes, dieses orts wohl ein guldenn gelten kann, vnnd das Holtz wohl annbracht werdenn magk, auch vf den notfall zur vermehrung Soij1[?] anngebracht, vnnd mit nutzenn gebraucht werdenn kann, Jegenn vnnser Saltzwergk per regulas conuersam2 vnnd proportionum, mit dem Herrnn Cantzlar einenn annschlagk gemacht, vnnd fundenn, das vber die bezahlung Holtzes, Mein g. f. vnnd herr bey zwenn guldenn ann zwölff Centner erobernn kennenn, vnnd es weitters sfgl. zubedennkenn heimgestelt, was Ihnenn zuthun, oder zulassenn wollte wohlgefallenn, Dieselbenn habenn vor gutt anngesehenn, das der Bronnenn wie er Jtzt vffgereumet, vnnd enndtblöst, mit bretternn wohl zu gedeckt, vnnd mit erdenn darauff beschutt, damit nichts bis vff weitter berathschlagung darein geworffen wurde, Solchs hat M. Hans Fritz
der Bronnenleiter also verrichttet. Die annder Reise. Sonntags den 12 Aprilis nach gehaltener Predig, Hat Hochgedachter mein g. f. vnnd Herr mich benebenn dem Hauptmann zur Jaßnitz1[?], Moritz vonn Rammin2, vnnd dem Secretario appelmann nacher annckelheim3[?] abgefertigett, Habe daselbst das feldt vnnd die gelegennheit besichtiget, aber kein gelegennheit noch anntzeigung einiger Mineralium befundenn, ohnne das das kraut kali (: welchs sonnst nurt vf Saltzechtenn orttenn zuwachsenn pflegt :) daselbst mit grosser mennge sich sehenn lassenn, seindt furt vf Vckermundenn furtgeruckt, vnnd nichts vernommenn, Montags den 13. vnnser Reise vber die vckermundische Heide nacher Jaßnitz4[?] genommenn, vnderwegenn die Heide durchfahrenn, die alte ver=
Unsichere Lesungen
Z. 5: Jaßnitz — Ortsname, Schreibung unsicher
Z. 6: Rammin — Familienname, Lesung wahrscheinlich
fallene Hamerhuttenn besehenn, vnnd darbey einenn sehr gutenn Eisennstein (: ohnne das er nicht viel aber gut eisenn gibt :) befundenn, Als das michs wunder genommenn, warumb ein so herliche gute gelegennheit in windt geschlagenn, vnnd mann ein wohl erbauete Huttenn verfallenn lassenn, da doch Holtz, wasser vnnd Eisennsteins gnug bey hanndenn, Dinstags den 14. vonn der Jaßnitz1[?] nach Stettin verruckt, vnnd durch die Lesische2[?] Gehöltz gezogenn, im hin vnnd wieder reisenn, aber nichts befundenn, ohnne das daselbst ein guter vorrath ann Holtz ist, dieses tags als wir wiederumb zur Jaßnitz[?] annkommenn, Habenn wir das Verbetinische3[?] Bruch vnnder dem Hamer benebenn dem fuchsberge besehenn, darein guter eisennstein sich ereuget, vnnd berichtenn die Libenhagischenn4[?] Eisenngewerckenn, das dessenn daselbst, in grosser menge sein soll,
Unsichere Lesungen
Z. 9: Jaßnitz — Ortsname, Schreibung unsicher
Z. 10: Lesische — Ortsadjektiv, Anfangsbuchstabe unsicher
Gleicher massenn ist auch die Buchhorst in augennschein genommenn, vnnd sein daselbst hin vnnd wieder viel Stein, Ertzgrubenn vorhanndenn, Welche alle gutenn Eisennstein gebenn, vnnd vor dieser Zeit zu dem nunmehr verfallenenn Hamer verbraucht wordenn, Wie denn auch daselbst Schlackenn oder Sinder noch gelegenn, Vonn welchenn mann sagt, das auch die Jaßnitzischenn1[?] Munche daselbst Schmeltzwergk vnnd Eisennhuttenn gehaltenn sollenn habenn, Den 15 Aprilis des morgenns frue nach der Bu[?]der horst gezogenn, allennthalbenn gutenn Eisennstein, welcher doch nicht viel eysenn gibt, befundenn, in gleichenn in der Birkennhorst, ist sehr weicher eisennstein bey hanndenn, Wir habenn auch im vortreisenn das Seel3[?] vnnd alte Hagensch bruch, Wie denn auch das Weißenbreitiger bruch befahrenn wollenn, aber nur den Tractum die lennge durchgezogenn, vnd vns
Unsichere Lesungen
Z. 8: Jaßnitzischenn — Ortsadjektiv, Schreibung unsicher
des vielenn wassers willenn, so allennthalb in den Grubenn, vnnd darumb hero gestanndenn, dartzu nit kommenn mögenn, Habenn aber in gemein grundtlichenn bericht eingenommenn, das Eisennstein daselbst die Mennge vorhannden sein solle, Sonnstenn ist in diesem ampt nichts weitters zufindenn gewest, denn dieweils sumpffich vnnd niedrigk, darein kein annder Metall, wenns schonn sich ertzeigte, erbauet werdenn kann, in betrachtung, das mann kein Stollen noch Schacht, weder treibenn noch senckenn, vielweniger einige wasserkunst derenn orter wohl annstellenn kann, Wennt1[?] aber wie obenn berichtet, Holtz zu volenn, Wasser vf den Hamer vnnd Eisennstein, aber schon arm ist, in gedachtem ambt die mennge beyhandenn, vnnd Jtziger zeit der Osemundt schwer anntzubringenn, das Eisenn aber allennthalb im Lande sehr theur ist, So habe demnach ich Jegenn wohl=
gedachtenn amptmann zur Jaßnitz1[?], auch den Secretarium mich erkleret, das mein treuer Rath were, das der alte Eisennhamer, vonn neuenn erbauenn, vnnd ein Rennwerck, aber nicht ein hoherofenn, wieder anngestellet wurde, Wie denn solchs ebennmessigk, auch meinem g. f. vnd hern in meiner wiederkunfft ich enndeckt habe. Eins het ich bey nahe vergessenn, das als ich vff der Heyda hin vnnd wieder gefahrenn, allennthalbenn viel kiefernn stöck2[?], auch lagerholtz befundenn, Dieweil nun ohnne verletzung des grunenn wachsendenn holtz, mann daselbst wol bech oder Wagenntzehr, mit meines gnedigenn furstenn vnnd herrnn frommenn, brennen kan, auch die Heidenn desto besser gereumet werdenn möchtenn, als habe ich solches dem amptmann zur Jaßnitz3[?] anngezeigt, vnnd hat er sich vernehmenn lassenn, das er erstes tags ein Ofenn oder Zwenn annrichtenn wolte lassenn, Welchs also hinfurters
mehr hochgedachtenn furstenn, Ich in meiner zuruck kunfft enntdeckt, vnnd habenns sfgl. Ihnen gnediglich gefallenn lassenn, mit der anngehengten erklerung, Wo alhier Bechbrenner1 nicht anntzutreffenn, das als denn ich in meinem heimtziehenn mich nach gutenn Bechbrennern am Hartz vmbthun wolte, Den 16. Aprilis nach Torgelaw verruckt, aber vnnderwegenn viel gehöltz, sonnstenn nichts denn sanndt vnnd sumpffe befundenn, zu Torgelaw aber habenn wir noch desselbigenn abenndts vnns vf den Scharmutzell2[?] bey die Pferde kopffen begebenn, vnnd ob schonn daselbst nach kalck allennthalb mit dem Borenn vnnd sonnstenn nachgesucht wordenn, kann mann doch vmb der sumpffigkeit willenn, weil auch der kalck so sich ereuget, nicht guter kalck, sonndernn viel mehr Mergell, ist gar nicht zubauenn, Es lies sich aber in mittelst zwischenn Torgelaw vnd dem
Unsichere Lesungen
Z. 4: Bechbrenner — Anfang B oder V
Z. 12: Scharmutzell — Flurname, Lesung wahrscheinlich
ortt annsehenn, als ob alaun Ertz sich enndtblöste, Dieweil aber daselbst zuviel feldt, steine, vnnd die gelegennheit sehr sumpffigk magk auch nichts anngerichtet werdenn, Den 17. des morgenns mit dem tage nach krugsdorff vnnd Coblenntz vnnsere Reise genommenn, daselbst bey die vorm Jar gemachte grubenn gezogen, vnnd alle gelegennheit in augennschein genommenn, Inn der Grubenn hinder der Eißfortenn2[?] nichts weniger als Saltz befundenn, Darnach vber den Thamb vnns begebenn, vnnd des orts die drey auch vom M. Hannsenn außgeworffenenn grubenn, vnnd bescheut3[?] gebeu besehenn, auch die Sohlenn zur probenn geschepfft, vnnd mit nacher Wolgast im heimreisenn genommenn, Dieweil aber des orts vmb vnnd vmb nichts denn Gemöhr vnnd See in flachenn ebenenn vnd feuchtem felde seindt, vmb welches willenn zu ewigenn zeitenn, wenn schonn die aller beste Sohlen dar zufindenn, mann nicht bauenn, vielweniger
Unsichere Lesungen
Z. 5: krugs=dorff — Ortsname, Lesung wahrscheinlich
feurherde vnnd Pfannenn zum siedenn vfrichtenn kann, auch wenn manns Ja thun wolte, auf solchenn bau vber zwo Tonnenn goldes lauffenn wurdenn, vnnd dennest gleichwohl vonn wegenn der bösenn demme, das Holtz nicht hintzu, wie denn auch das Saltz nicht abfuerenn konnte, als kann vnnd will Ich nimmermehr rathenn, das ein einiger Pfennig daselbst mehr verbauet werde, Inn sonnderlicher betrachtunge, das die beste sohlenn in den dreyenn sumpffenn, nurt ein lötigk ist, Nach Mittag desselbigenn tages durch Baselick1[?] auf Schonewaldt furtgeeilt, daselbst die Sun[?]dischenn Berge allennthalbenn durchzogenn, besichtiget, vnnd hat sich kein Rotenn Bronnen Verker3[?] vnnd Dupffstein ereuget, (: wo aber Verker4[?] ist, da hat mann sich allennthalb auch Eisenns zuvermutenn :) aber im furtziehen
seindt wir ann einenn Bach in Jasenitzischenn Bergen, die Flederbach1 genennet kommenn, vnnd weil sich annsehenn lies, als ob derselbige Bach im schlich etwa Miner oder gemmas mitfurenn möchte, hab ich aus der Bach sanndt vnnd steine genommenn, aber nichts befundenn, Mann möchte aber daselbst vnd Jegenn vber liegenden gebirge weitters mit der Rutenn gehenn, vnnd sonnst nachschlagenn lassen, Ob vielleicht, weil daselbst ziegellettenn vnnd Thonngrubenn, auch Steinkolenn möchtenn gefundenn werdenn, Der Eisennstein der dieser orter im Torgelaschenn ambt sich ereuget, ist geringe, möchte aber besser, wenn ihme nachgesucht wurde, mit der Zeit werdenn, Den 18 Aprilis vonn Torgelaw wiederumb auf annckelheim2[?] verruckt, vnnd vnnderwegenn morgenns frue als der tag annbrach den neu gebautenn Hamer im vckermundischenn ampt bey der neuenn Muhlenn besichtiget.
Unsichere Lesungen
Z. 2: Flederbach — Bachname, Lesung wahrscheinlich
Daselbst hab ich befundenn, das wohl wassers ein zimbliche notturfft vorhanndenn, vnnd ein grosses auf denselbenn neuenn Hamer ann Baugeldt aufgangenn, gleichwohl derselbe noch nichtt volkommenn anngestellet, Vnnd magk wohl vf Osemundt zugerichtet sein, aber zum Rennwerckenn vnnd frischenn ist er damahls nicht diennlich gewesenn, Welches viel hochgedachtem Meinem gnedigenn fursten vnnd herrnn ich also vnndertheniglich entdeckt, vnnd volgennts gerathenn, das sfgl. auffs furderlichste nicht allein nach Rennwerckern, sonndernn auch nach Grubenn, Kölernn, vnnd Steingrebernn sich vmbzuthun, vnnd vfs furderlichste den Eisennhamer wiederumb ann die hanndt nehmenn, vnnd Inns werck richtenn sollenn, denn solchs ohnne nutzenn nicht abgehenn könntte. Als wir nun wiederumb hinderruck zu Wolgast
annkommenn, ist die mitgenommene Sohlenn von Cöbelenntz1[?] in beysein Meines gl. f. vnnd Herrnn, sfgl. Gemahlin, Canntzlars vnnd anndere Rethe den Osterdinstagk probiret, vnnd mein bedennckens durchaus gnediglich gehort wordenn, vnnd dieweil in der bestenn Sohlenn, nur ein loth ausbracht, habenn sfgl. gnediglich gefragt, was mich vonn der Griepswaldischenn Sohlenn deucht, ob nicht dieselbenn mit nutzenn gebauet werdenn möchte, Darauff sfgl. ich voriges annschlags, welchenn der herr Canntzlar vnnd ich gemacht, vnderthenniglich erJnnert, Darbenebenn aber anngezeigt, das in meinem vermügenn nicht stünde, die Sohlenn annders vnnd besser zuschaffenn, denn sie Gott gebenn, ohne das woll etwas im feurherde vnnter der Pfannenn durch fleiss ausgerichttet, auch etwas das zufallenn tag oder wiltwasser durchstollenn, wie im Hessischenn Saltzwergk beschehenn möchte abgewenndet, vnnd also die Sohlenn verbessert
werdenn möchttenn, hab ichs mit wiederachttet1, Sonnst hab ich gesagt. Ego non sum Creator sed Creatoris peccator. Weil aber sfgl. nicht ablassenn wollenn, habe denselbenn ich vnderthenniglich gerathenn, Damit sfgl. zum grundt kommenn, vnnd eintlichs wissenns habenn möchtenn, Was mann sich vf die Griepswaldische Sohlenn zuuerlassenn, das mann eine grosse Pfannenn vnnd ordenntlichenn Herdt annstellete, So würdenn sfgl. im grundt befindenn, was mann thun oder lassenn möchte. Vnnd ob viellicht in der Griepswaldischenn Sohlen nichts möchte zugewinnenn sein, So könnttenn doch sfgl. solannge mit foy2[?] benebenn derselbenn Sohlenn leutternn vnnd hiernechst siedenn lassenn, bis die Pfannenn reichlich bezahlet, vnnd sfgl. deshalb keinenn schadenn hettenn, oder möchte das Eisenn sonnst zu Eisenn thürenn, oder annders verbrauchenn, das also sfgl nicht mehr als das
macherlohnn vonn der Pfannenn zuuerlierenn hetten, Darauff alsbaldt meins g. f. vnnd herrnn harnischmacher M. anndres vonn Stettin zu sfgl. erfordert wordenn, wie desgleichenn der kupfferschlager zu Griepswaldt, vnnd ist mit Ihnenn gehanndelt, das M. anndres das blecheisenn zu Stettin einkauffen, zu Griepswaldt aber der kupfferschlager die Pfannenn machenn solte, Wie Ime denn dieselbige durch den herrnn Canntzlarn vnnd mich verdingt, vnnd zu macherlohnn —— 11 thaler zugesagt seindt wordenn. Die dritte Reise. Naher dem fürstennthumb Rügenn zum Sundt, da wir ganntz herlich tractiret wordenn, mitt mehrernentem Secretario appelmann vber Meer geschiffet, vnnd zu Bergenn anngelenndet, den 25 Aprilis desselbigenn tages auff Tißkau1[?] die Saltz=
rügenn befahrenn, aber ob schonn der nahm vom Saltz kompt, gleichwohl nichts erheblichs derenn orter anntroffenn, Montags den 27 2.1[?] morgenns aufs aller früest, Erstlich vfs Münchegut gefahrenn, vnnd vf demselbigenn benebenn den ortternn, so vnnter wegs wir durchzogenn vnnd besichtiget, volgennts das Riedthenser2[?] Heupt, Tizower Heupt, Lüttigen zirckes heupt, Grossenn zirckes vnnd Gawers heupte, Jt den Gorerbergk3[?] besehenn, aber ann keinem ort die geringste anntzeigung einigs Ertzes noch Saltzquellenn abgenommenn. Weil aber vfm Grossenn zircker vnnd Gawersheupt, die Berg zimblich hoch, Ist mirs nit zuwieder, das mit der Rutenn daselbst nachgeschlagenn werde, ob etwas anntzutreffenn, Desselbenn tags vf Jasmundt naher Sager gezogenn, daselbst benachtet, vnnter wegenn aber nichts anntroffenn, ohne das zwischenn Strawe vnd
Cerdtnitz1[?] vnns durch ein Baurenn Martin Eisennbort zu Reyt2[?] anngezeigt, auch Sandstein exhibiret wordenn, welche daselbst am Meer gefunden werdenn soltenn, Darumb wir vnns auch dahin verfuget, selbst etliche dergleichenn Ertzstein annsterant3[?], aber keinenn gewissenn ganng noch gebirge, sonndernn kalck vnnd Mergell am vfer hartt darbey benebenn einem geringenn Eisennstein befundenn, Vnnd halte ich das dieser Ertz in sich Schweffell, kobolt, Spisglas, wenig Eisenn, etwas Bley vnd Silber Quod libetice habenn solte, Wir aber solches vonn einannder zuscheidenn, vnnd ein Jedes Miner zu nutzenn gebraucht werdenn könne, Weil ich damit nit vmbganngenn, hat mein gl. f. vnnd herr ann [übergeschrieben: andern] örternn zuerfragenn Den 28 seindt wir vf Jasmundt allennthalb vmbhero gezogenn, Erstlich den Schogner4[?] Bronnen, in welchem gesagt wirdt, das Saltz vorhanden sein solte,
aber als wir darbey kommenn, vnnd der Gardtvogt hanns Erbstedt1[?] vnns dabey gefurtt, keinenn geschmack einiges saltzes abnehmenn könnenn, Sonndernn gesehenn, das zwischenn zweyenn sussenn bronnenn, ein besonndere quellenn, so die Steine, im flüßlein weis ferbet herfür kompt, hab ichs darfür gehaltenn, das solchs das vnterliegendt gebirge, entweder die kreiden, oder etwa ein ander Mineer, so mir vnbekanndt, ausschlage, Item Turneiser sagt, das die weissen wasser halten alaun, Gibsspat, albaster, auch etwa zin vnnd Bley, Ich aber weis es nicht, denn ich dergleichen2[?] keins mehr gesehenn. Sodannenn als wir nach dem Meer furttgeruckt, die Saßnitzer Bach auch anngesehenn, vnd weil daselbst der Bach hoch vom Gebirge |: wie es dann daselbst sehr hoch ist :| herab felt, halt ich dafür, das daselbst viellicht Ertz anngetroffenn werdenn möchte, Weil mann aber fingers breit durchs gebirge nit sehenn kann, mags mein g. f. vnnd
herr, ferners mit der Rutenn erforschenn. Weitters vmb das promontorium herumb im Schiff bis zu dem Roten wasser, vnnter der Stubnitz gefahrenn, daselbst benebenn dem kreiten, kalck, vnd Mergelberg diesenn hohenn abfallenndenn Bronnenn besichtiget, suess am geschmack gespüret, aber ichs habs genntzlich darfür gehaltenn, das er vom Eisennstein heraus falle, wie sich denn auch dergleichenn geringe Steinlein im kalck habenn sehenn lassenn. Volgennts den ganntzenn Buchwaldt, Stubenn kammer vnnd königstul durchzogenn, aber nichts den kreitenn vnnd kalck in den letztenn zweyenn findenn könnenn, Sonnst im fortziehenn vf Wittau gar nichts anntreffenn, Den 29. vonn Wittau auf hüttemsee1 vnnser reise genommenn, daselbst wiederumb nichts vernommen, ohne das im hinüber schiffenn nit weit vom Closter Hüttemsee mittenn im Meer sich als Sohlen
im Geruch ereuget, ich dieselbenn als baldt geschmeckt, vnnd als sie hiernechst probiret, am gehalt ein lot befundenn wordenn. Den j 2.1[?] Maij wiederumb zu Wolgast anngelangt, alsbaldt meinem gl. f. vnnd herrnn benebenn vbergebung der Sanndsteyne relation, sfgl. habenn Jnenn die Sanndtsteine gnediglich gefallenn, volgennts durch den Goltschmidt, hanns kerchenn2[?] Probiren lassenn, weil aber derselbige kein gelegennheit, die Mineer ein Jedes besonnders darvon zu seigernn weis, that er dieselbig alle vff der Cappelnn verrauchenn lassenn, aber gleichwohl nichts befundenn, Deshalb viel hochgedachter mein gl. f. vnnd herr bewegt, Georgenn vonn Verkentin, welcher vmb diese zeit im Lannde gewesenn, der Sandtstein einenn zuzustellenn, Damit er denselbenn in der Grafschafft Mansfeldt, da gute probirer vnnd Seygerer sein, gründtlich probiren, vnnd vnderschiedtlichenn Clarenn bericht sfgl zuschribenn könne.
Die Vierdte Reise. Naher dem Lanndt zu Vsethumb benebenn dem Herrnn Marschalck hannsenn vonn Erbstettenn den 4 Maij vfgewesenn, zu Pudeglaw annkommenn, vnd nach essenns die Stiegische1[?] Sohlenn, da Saltz vermutet wardt, besehenn, aber nichts fundenn, doch dis waßer zur Proba mitgenommenn, Weil aber des orts die leut, Jnnsonnderheit aber der heuptmann Jacob kußau2[?] berichtenn, das wenn der Nordtosten windt gehe, das Meer sehr Saltzecht seye, vnnd weit vfs vffer ausschlage, als mag bedacht werdenn, ob apricationes mit der zeit daselbst annzustellenn seyenn, oder nicht, Den 5 eiusdem das ganntze Lanndt Vsethumb Jnsonnderheit die Krüschwenntzer3[?] Berge, vnnd die Perau4[?] vmb vnnd durchzogenn, Weil aber daselbst der Müller vf der Newenn Mühlenn berichttet, das gedachte gebirge vielmahls mit dampff vnnd dunst sich sehenn lassenn, Solche
dampff aber wo die seindt, anntzeigung gebenn, eines holenn feuchtenn gebirges, darein viellicht, benebenn dem kalck auch Ertz, Jnnsonnderheit aber kupffer Ertz anntroffenn werdenn möchte, als stehets Meinem g. f. vnnd herrnn frey, ob sfgl. sich daselbst auch mit der Rutenn wollenn erkundigenn, vnnd erlernenn lassenn, Denn Je vonn wegenn der gelegennheit des holtzes vnnd wasser, da etwas erhabenn würde, Schmeltzhüttenn anngerichtet werdenn könnttenn. Sonnstenn ausser der kalck grubenn hat sich in diesem Lannde nichts mehr herfür gethann, denn wir das gebirge Gellenn vnnd zemmin, Jtem das dorff katzgau des Bronnenns wegenn bey Bratheringsbusch1[?] zwischenn Melbentin vnnd Neypermin durchzogenn vnnd besehenn, aber weniger denn nichts befundenn. Die fünffte Reise. Den 8. Maij naher Stolpenn benebenn zu
verordnetenn Secretario appelmann verruckt Jegen abenndt daselbst spat annkommenn, vnnd deshalb des tags nichts ausgerichttet, volgennts tags aber benebenn dem Herrnn Hauptmann kerstenn Winterfeldt allerley augennschein Jngenommen, aber nichts anntroffenn, ohne allein zum krine1[?] hinder hanns Meyers hoff möchte etwas kalck oder Mergell sein, Sonnstenn haltenn die quellenn Da vmbhero gar nichts, habenn also vnns nach klempenau gewenndet, vnnd desselbigenn tags still gelegenn. Volgennts den 9. benebenn dem herrnn Hauptman Busso vonn Rammin zu dem Golcher gebirge vnnd feldt vnns verfüget, daselbst die gesenncktenn Saltzgrubenn besichtiget, die Erdenn zu Langenn, zu Vrex=[?] tau beim alaunsieder M. Jochim armschone bestelt, auch anndere Erdenn vf samblenn lassenn, welche nach der Elmau3[?] abgefüret wordenn, Denn ich die erde darfür annsehe, das sie alaun, Schweffell, vnnd ein wenig Saltzes bey sich habe, Weil es aber
quodlibetisch, kann es nicht wohl vonn einannder gescheidenn werdenn, Den 11. naher Treptau benebenn wohlgedachttem Hauptmann furtgerückt, vnnder wegenns aufft der Bollenntinischenn1[?] dorffstette, ein schwartz glanntzende Erdenn anntroffenn, vnnd darvon etwas zur Proba mitgenommenn, dieweil ich nit weist, was darein verborgenn, ist aber nichts befundenn wordenn, Volgenndts bey Laßau in der tieffenn Vilgenn2[?], so vber der Tollenn See ligt, ist ein Bergk art vorhandenn, so Eisennschues, Bley, vnnd ein wenig Schwefell habenn magk, ist gar geringe, magk aber mit der Rutenn erlernet werdenn. Ob im nahennts anngelegenenn gebirge etwas bessers vorhanndenn, zwischenn Grabzau vnnd Treptau ereuget sich auch etwas Eisennstein, aber nichts werth, als wir nun zu Treptau annkommenn, habenn wir die bestelte Laugenn aus der Erdenn vom Golcher
Unsichere Lesungen
Z. 5: Bollenntinischenn — Ortsadjektiv, Initiale B/V unklar
felde annsiedenn1[?], auch die anngesottene laugenn durch den Wundtarzt daselbst, Curt Bodicker2[?] per alembicum distilliren lassenn, aber dieweil wir nicht zeit gehabt, lannge zuuerharrenn, vnserm g. f. vnnd Herrn nacher Wolgast die anngesottene laugenn vnnd Tartarum, wie denn auch den Spiritum vnnd verlassenenn Rest in solchem forters zu Probirenn vbersenndet, was nach beschener grundtlichenn Proba von dieser Erdenn außbracht werdenn kan, Darnach hat mein g. f. vnnd herr sich gnedigklich zurichtenn, ob sfgl. zubauenn gelegenn sein wolle, oder nichtt. Den 12. Maij als baldt der tag anngebrochenn, nach Jabzaw3[?] vnns verfüget, den abgestochenenn Deich, auch in augennschein, benebenn dem Lanndtreiter Vttenn4[?] Reitsprecher genommenn, Ockers vnnd Eisennsteins annzeigung gesehenn, sonnstenn weitters nichts befundenn, seindt also hinderrucks zu Mittag nach Treptaw ingekehret, Darnach von Mittag
vnns wiederumb aufgemacht, zum Dorff Klatzaw verfügt, vnnderwegenn nach dem Hagenn einen Bach anntroffenn, darbey Eisennstein vnnd Duffstein sich vernehmenn lassenn, aber nicht [übergeschrieben: weit1[?]] daruon, auch nahe dem Hagenn, wiederumb ein sehr frisches Bronnennwasser, welches ein Saurigkeit bey sich hat, fundenn, so aus einem gebirge nahents2[?] darbey herab fleust, in welchem sich wiederumb Sandstein, Eisennstein, Stahl, vnnd Ocker vernehmenn lesset, vnnd hat mir vf allenn vorigenn Reisenn keines besser als dieses gefallenn, habe die gentzliche vermutung, so etwas im ganntzenn Lande annzutreffenn, Es solle sich des ortts auch allerley Miner vnnd Ertze findenn lassenn, N:a: Obenn in der herbenn3[?] da dieser Bronnen enndtspringt, vnnd aus einem sehr Rotlechtigenn Ocker grundt herfurkompt, gleich darnebenn ij schuchs weit, enndtspringt ein dicker Bechzeher Schwartzferbiger Quellenn, Was derselbige mit sich furt.
kan ich nit wissenn, es sey dann, das ein Bitumenn oder Bergkwachs bedeute, Den 13. Maij, als wir vnnterwegenn allerley in besichtigung, aber vnns sonnst genommenn, seindt wir zu Ferchenn1[?] gegenn abendt annkommenn, volgennts tags auff Heinrichs Hagenn vnns führenn lassenn, ann dem ortt kalck gnugsamb anntroffenn, wie denn die Bawrenn berichtenn, das die Moltzan2[?] vor dieser zeit nahennts darbey vf Jrenn guetternn auch kalckgrubenn gehabt, vnnd Jre Heuser daraus erbauet, als wir aber furttgereiset, seindt wir durch einenn Bawrenn berichttet wordenn, das nahennts bey genanntem dorff Sinder sein soltenn, welche so Eisennreich werenn, das vnnlanngst ein Bawr daraus ein Pflugschar hette schmiedenn vnnd machenn lassenn, Darumb wir hinzu geeylet, vnnd ob schonn die Materia so der
Unsichere Lesungen
Z. 5: Ferchenn — Ortsname, Anfangsbuchstabe unklar
Bawr gezeigt, schlackenn vnnd Sinder artt ann sich, So hab ich Jhnenn doch vor Eisennreich anngesehenn (: wie auch die Rennwercker vnnd Steingreber, als sie annkommenn, gleichermassenn meinem gnedigenn fürsten vnnd herrenn berichttet :) Doch weil ann dem ort holtz vnnd wasser manngell, kan kein hüttennwerck vfgericht, noch erhaltenn werdenn. Das auch die bawrenn weitters berichtenn, das noch ann einem anndernn ortt in dem Bordellkaul1[?] ebenn messigs eisenn ertz beyhanndenn, wie denn beiderley meinem gnedigenn fürstenn vnnd herrnn ich zu vberschickenn verordenett, vnnd sfgl. enndtpfanngenn habenn. Den 15. 16. vnnd 17. Maij die ampter Lotzenn Grimmenn vnnd Tripses allenthalb
mit vleis benebenn dem herrnn Hauptmann, Hartwigk Moltzow, vnnd Renntmeister zu Tripses Marx Milowenn durchzogenn vnnd besichtiget, aber dieweils flach ebenn, vnnd ann etlichenn enndenn sanndigk lanndt da ist, wie denn auch hin vnnd wieder sumpffigk, kann ich darein keine nachrichtung findenn, das Jmmer Bergkwergk oder Saltzwergk wenn schonn holtz gnug zur stette, derenn ortter erbauet werden mügenn. Vnnd ist dis also mein vnnderthenniger bericht vnn bedennckens, vonn allem dem, was vff diesenn fünff reisenn benebenn denenn so mir zugeordnet, besichtiget, erfahrenn, vnnd nach meinem geringenn verstanndt erachttenn könnenn.
Vertzeichnus aller vnnd Jeder Brieue Bücher vnnd annderer dem Saltzwergk zugehörigenn sachenn, Welchs ich Johann Rhenanus, Pfarrer vnnd Saltzgreue zum Sodenn Jtziger zeit bey mir habe
Ein Buch, darinnen nachuolgende Priuilegia vertrege, Location vnd allerley andere handelung begriffenn, ann der zahl zwantzigk siebenn stuck. 1. Copia eines priuilegij H. Heinrichs Lzu Hessenn, de dato 1300 die Walpurgis. t1. p43. 2. Copia eines priuilegij H. Heinrichs Lzu Hessen de dato 1322. am Sonnabendt Ascen: tom 1. p 46. 3. Copia eines priuilegij Herrnn Ludtwigs Lanndt. zu Hessenn de dato 1413 Dominica post Exultationis S. Crucis tom 1. p 50 seq. 4. Copia HH. Friderichs Sigmundts, Heinrici vnd Wilhelms Hertzogenn zu Sachssenn de dato Cassell 14361[?]. am Sonntage Simonis & Judæ tom 1. p 51 seqq. 5. Copia Herrnn Wilhelms des mitlers Lzu Hessenn, Grauenn zu Ziegennhain de dato Spanngenbergk Anno 1487. Freytags nach Dionisij tom 1. p 662[?] seqq. 6. Erster vertragk mit Cantzlers Feigenn seligen handt margeniret Anno 1538. Freitags nach Jubilate.
7. Erste Location de dato 1540. vf funfzehenn Jar vfgerichtet. 8. Einganng vnnd Beschlus in der Neuenn dreysigk Jerigenn Location vffgerichttet, de dato Anno 1554. 9. Receß der Gehöltz halbenn, der Gemeine auf der seittenn, da die Bodenn gelegenn. 10. Hanndelung vnnd bescheidt, so Ritter vnnd Lanndtschafft, zwischenn Herrnn Philipsenn Landtgrauenn zu Hessenn ann einem, vnnd dann den Gemeinenn Pfennernn annderstheils gepflogenn, etlicher Jerigenn sachenn wegenn, Actum Anno 1539. Sonntags nach Galli. 11. Ordenung vnnd Regirung des Saltzwergks zum Sodenn vor Allenndorff ann der Werra, in aufrichtung vnnd annfanng der Location Anno 1541 verkundiget, vnnd zu halttenn gebotten daselbstenn zum Sodenn durch den Herrnn Stadthalternn zu Cassell, am Mitwochenn nach Trini:
12. Notell der Erbhuldung vnnd Eidtspflicht der Söder aô 1541. durch den Herrnn Stadthalter zu Cassell Sigmundt vonn Boynebürgk, Montags nach Trinitatis gethann. 13. Verordenung der ampter vnnd diener aufrichtung des Saltzwercks zum Sodenn anno 1553. publicatum den [Lücke]1 Maij Anno 1554. 14. Copia der fundation H. Philips Lzu Hessen, der zweyhundert guldenn Jerlichenn Pension ausm2[?] Bodenn zu Gottes ehre. 15. Beuelch vnnd vergleichung vnnsers g. f. vnd herrnn Lzu Hessenn, mit Bürgermeisternn vnd Rath zu Allenndorff ann der Werra, wie es hinfuro der Gehöltz, Raumenn, Rodenn, Hegung vnd beforschung, auch der neuenn Weinberge anders halbenn soll daselbst gehaltenn werdenn, verabschiedet den [Lücke]3 Maij Anno 1554. 16. Forst vnnd Holtz Ordenung im Fürstenn=
thumb Hessenn auffgerichttet Anno Domini 1553 17. Ordenung vnnd vergleichung der Gehöltz Jenseit der Stadt Allenndorff ann der Werra, vnnd anndere betreffenndt. 18. vergleichung beider Pfarhernn zu Allendorff vnnd zum Sodenn anno Domini 1538. 19. verzeichnus wie der Ludtwigkstein ann Christoff Hülsing kommenn, 20. Copia Heinrichs vonn Schachtenn verschreibung vber Germeroda vor v. gl. f.1 vnnd Herrnn zu Hessenn Anno 1553. 21. zehenn Jerigk bestenndtnus der Eisenhütten vnnd waldtschmittenn im ampt Geiselwerder Anno 1553. 22. Geholtz zu Treffurdt vnnd derselbenn beschreibung. 23. annwendung des Geholtz am Wolffsberge
Unsichere Lesungen
Z. 10: v. gl. f. — Kürzel, erster Buchstabe unklar
vber Roßach1[?], contra Berlipschenn zu Fahrembach. 24. artickell aus dem Braunschweigischenn vertrag gezogenn, vmb das Closter Lippoldesberga, vnnd dessenn grenntzenn, zwischenn Hessenn vnnd Braunschweigk vfgericht. Anno 1538. 25. Copia des Pfanndtsverschreibunge, so Philipsenn Didenn vber das Schlos Beylstein zugestelt wordenn ist Anno 1551 den 10. Octobris 26. Lehennbrieff vberm altennstein bey Allenndorff. 27. außzugk was das Saltzwergk das 1538. bis vff das Jar 1562. getragenn. Alt Pfenner Buch. Heupt Baw Register de Anno 1538. des Saltzwergks zun Sodenn. Recesbuch vber alle Einnahm vnnd außgabe vom Jar 1538. bis vfs Jar 1545.
Recesbuch vber des Zölners zun Sodenn Einnahm vnd außgab vom Jahr 1546. bis vfs Jar 1556. Bronnenbaw so Anno 1550 anngefanngenn, vnnd anno 1551 geenndet, darinnen allerley Rathschlege, schreibenn vnnd wiederschreiben v. g. f. vnnd Herrnn, hochlöblicher gedechtnus, aus der Custodia des Stadthalters, der Rethe, der Pfenner vnnd annderer. Handelung vnnd verordtnung des Saltzwergks sachen vnd allerley Rathschlege, betreffenndt den letzt geschehenenn Bronnenbaw anno c15621. Baw Register, vonn demselbigenn beschehenenn Bronnenbaw bedenckenns. Obseruationes vberm Erstenn vertragk, durch mich Johannem Rhenanum obseruiret. Ebenmessige obseruationes vber das Pfennerbuch. vber die Location gleichermassenn.
Copiæ aller vnnd Jeder altenn vnnd newenn vertreg, Location, Resolution vnnd dergleichenn das Saltzwergk Sodenn belanngenndt, mir aus Fürstlichenn archiuenn zugestelt, Etliche inquisitiones so durch mich auch anndere vff beuelch vnsers gnedigenn furstenn vnnd hern in diuersis Annis außgerichttet. Conuolut Georgenn Behmenn gewesenn Bornmeisters zun Sodenn, sachenn belanngendt vnnd den Saltzbronnenn in Sodenn, darin etliche Churfl. zu Branndennburgk schreibenn, desgleichen der Pfenner Jost Berbers, Christoff Hombergks1[?], Georg Behmenn selbst inuoluirt in Anno c15512 vsq ad Annum 1557. Seindt zwölff stucke. Conuolut Schreibenn der Stadt Leiptzigk, eines zugeschicktenn Wasserkunstlers wegenn, mitt nachmenn Simonn Nitzsch3[?] Anno c78. Handelung allerley gebrechenn halbenn etc.4[?] gl.
f. vnnd Herrnn Anno c381, zwischenn s. fgl. vnnd den Pfennernn, Resolution v. G. f. vnnd Herrnn so darauff eodem Anno eruolget, Außzuge der Holtzrechnung de Anno Domini 1538. 1539. Forderungs brieff v. g. f. vnnd Herrnn, Jostenn Berbernn, ann alle Lanndts beamptenn, so forderung zum Saltzwerck thun konnenn, Anno c 1538. Ein schreibenn aus Zerbst sfgl. ann die Beamptenn zu Cassell, das mit den bewenn schleunigk fortt gefahrenn werde, Ein schreibenn betreffenndt M. Maximi kunst aus Carthaus Anno c38. Sonntags nach Kiliani2[?] Verzeichnus der Pfennermeister. Anno c38. Vorschlage M. Maximi |: sein eigen hanndt :|
seiner newenn kunst wegenn, Heuser so in den Sodenn abgebrochenn wordenn, vnnd was die kost zubezahlenn Anno c381. Anschlage den Steinenn Sohltrumpff belanngendt. Schreibenn v. g. f. vnnd Herrnn, betreffenndt M. Maximi kunst vnnd den Saltzkauff. Vertragk in Anno c38. beschehenn belanngenndt die acht vnnd dreißigk damahls erbawete Bodt, wie dieselbige in baw vnnd wesenn zuerhaltenn seyenn, Anschlagk des Holtzerin Rechenn, so zum holtzflössenn vorgenommenn wordenn, Vorschlagk Heintz vonn Lutters seliger gedechtnus, betreffenndt die bestenn adernn vfm bronnen zufassenn, Offenn patent vnsers g. f. vnnd Herrnn, darinnen den amptenn Beylstein, Reichennbach, Wilsingenn2[?], Felsbergk, Spanngennbergk, Hombergk,
Rotennbergk vnnd Sonntra gebottenn wirdt, Saltzknechte aufzubringenn, so im Saltzwerck arbeiten konntenn, anno c381. Antwort etlicher Beamptenn vnnd Stedte, so Saltzknechte Inn die Sodenn schickenn sollenn, Verzeichnus etlicher knecht so ann kommen, Tagsatzung v. g. f. vnnd Herrnn zwischenn sfgl. vnnd gemeinenn Pfennernn, das sie dann vff beidenn seittenn belanngenndt, Anno c1538. Anschlag wieuiel vf funfftzigk kodt2[?], Jerlich holtz gehenn will Vorschlagk Heinrich Muldeners, allerley sachen belanngenndt Anno c38. Copia. v. g. f. vnnd Herrnn schreibenn, ann der Pfenner Saltzgreuenn, belanngennde das zuverkauffene holtz, vnsers g. f. vnnd Herrnn Böder in der Pfenner bezirck. Reces des Bawes zun Sodenn beschehenn, die
Anno c381. vnnd 39. bezahlt wordenn seindt — 26 stucke. Conuolut Ein schreibenn vnsers g. f. vnnd Hern ann Jostenn vonn Berlipschenn, de dato Regensspurgk Anno c412. den 2. Junij, belanngenndt das gedachter, die Saltz Location versieglenn solle. Böder Supplication, vnnd darauff eruolgter fürstlicher bescheidt, belanngenndt den Saltzbronn, das er schadthafft wehre Anno c48. Copia eines schreibenns ann vnsernn g. f. vnnd Herrnn, belanngenndt allerley sachenn anno c41. den 2 augusti subscripserunt Henrich Muller, vnnd Jost Berber, Beuelch v. g. f. vnnd Herrnn betreffenndt in der OberGraffschafft vnnd zu Bremenn, darinnen beuolenn wirdt, zu Holtz Minden nach dem Zoll zufragenn, Renndtmeisters zwey schreibenn, allerley sachenn
belanngennde, anno c381. 39. Annotata allerley teglichenn hanndelungenn, so das 41. Jar im Saltzwergk vorgelauffenn. vnsers g. f. vnnd Herrnn schreibenn, ann Henrich Lersenernn2, betreffenndt den Grauenn Philipsen vonn Solms, das er nicht sieglenn wollenn, de dato Regennspurgk Anno c41. vnsers gl. f. vnnd Herrnn schreibenn, belanngenndt die volnnziehung der sieglung bey Solms vnd Berlipsenn, de dato Regennspurgk Anno c41. Item das Saltz nach Darmbstadt vnnd Bremenn geschickt werdenn solte. vnsers g. f. vnnd Herrnn schreibenn, darinnenn sfgl. bericht begerenn, wie es mit dem Saltzwergk der Zeit stehe, vnnd wie sich Hertzogk Heinrichs diener des Saltzes halbenn verhaltenn sollenn. vnsers g. f. vnnd Herrnn schreibenn, belanngendt nachmals die sieglung, die verfertigung des Saltz=
hauses zu Cassell, vnnd Jtztgedachten Zoll vff der Weser. vnsers gl. f. vnnd Herrnn schreibenn ann Philipsen Grauenn vnnd Herrnn zu Waldeck, belanngenndt die siegelung, de dato Regennspurgk Ao c411. Offenn Patent v. g. f. vnnd Herrnn, darinnen sfgl. freyenn faß begert vf der Weser, den Saltzhandell belanngenndt. Offener versiegleter Zulas brieff, der Stadt Mulhausenn, den Saltzhanndell daselbst belanngendt Anno c43. Contract zwischenn Hannsenn Belstett2 zu Mulhausenn vnnd Valtin Weyrauch, so sich des Saltzhanndels vnndernommenn Anno c43. Noch ein vertragk gleicher gestalt vnnsers g. f. vnd Herrnn beuelch, das mann den Predicanten zu SpiesCappell allequartal drithalb hundert guldenn enndtrichtenn solle Anno c42.
Verannttworttunge vf ein gethane vonn den Bödern Supplication. vnsers g. f. vnnd Herrnn zwey schreibenn, betreffenndt die vniuersitet Marpurgk Jerlichenn Jegenn das Closter Hasungenn zuenndtrichten, Allerley acten kurtzlich verzeichnet, darinnen auch M. Georgenn sachenn gedacht wirdt. zwey stuck. Churfurst zu Sachssenn Hertzogk Johann Friederich schreibet mit etlichenn Innlagenn, darinnenn S. Churf. G. v. g. f. vnnd Herrnn nachgebenn, das die anngrenntzennde dorffe bey Mulhausenn vnsers Saltzes auch gebrauchenn soltenn, darbenebenn ein Inngelegter Zettell, das S. Churf. gl. Saltzwerck Saltzungenn vnverhindert bleibenn muge, Anno c431. Copia eines schreibenns, so v. g. f. vnnd Herr, ann den Schosser zu Muhlhausenn gethann.
Abrede v. g. f. vnnd Herrnn, vnnd der Stadt Mulhausenn, des Saltzkauffs halbenn. Copia noch eines schreibenn v. g. f. vnnd Herrnn, ann den Schösser zu Muhlhausenn, Contract mit der Stadt Mulhausenn aufgerichttet, des Saltzkauffs wegenn, vf drey Jar anno c431. Ordenung der Eseltreiber Saltz vnnd Holtzkauffs, vfgerichttet anno c44. Bestallung Georgenn Behmenns vonn Nurnbergk anno c44 Supplication der Stadt Allenndorff, darinnenn sie vber das dorff Riedenn vnnd Sodenn der geholtz wegenn klagenn, anno c44. Hanns Klaur2[?] Vogt zu Friedewaldt schreibt der Holtzflos wegenn, begert geldt, Außzugk des Saltzhanndels Rechnung zu Mulhausenn, anno c44. Schreibenn der Stadt Mulhausenn betreffendt
den Saltzschlies daselbst anno c441. Vorschlagk Jostenn Berbers des Saltzschlisses wegenn, welchenn Valtenn Tholde2 amptman zu Wannfride, zu Mulhausenn vortragenn soll. Nochenmahl allerley hanndell Extract des 44 Jars zun Sodenn beschehenn seindt 41. stuck Conuolut Heinrich Muldener schreibt v. g. f. vnnd Herrnn in Anno c41. Inn welchem er anntwort vf der Böder Supplication, darinnen sie geclagt, wie der bronnenn stets abnehme, zeigt auch ann, das die wasserkunst nunmehr fertigk, vnnd der grab obenn vonn der Werra heraber vor die Sodenn gefurt, das mann ohne zuthun pferde, die kunst treibenn könne, Zu dem berichttet er auch anndere parerga. Jst dis schreibenn sein eigenn hanndt. Supplication der Pfenner Jegenn Regenspurgk
vberschickt, belanngt die newe Location, wirdt auch darinnenn gedacht des Grauenn vonn Solms vnnd Verlipschenn, begeret, das dieselbige Location volnfertigt wurde, Anno etc. 41. Acta, belanngenndt gedachte Location vnnd Georgenn Behmenn, zwischenn v. g. f. vnnd Herrn, vnnd gemeinenn Pfennernn anno etc. 41. Supplication der Saltzgrefenn ann v. g. f. vnnd Herrn, darinnenn bericht beschicht, das Graf Philips vonn Solms, vnnd Jost vonn Verlipsch nicht sieglenn wollenn, doch hab sich Jost von Verlipschenn conditionaliter Inngelassenn, Inn diesem brieffe ist, das Anlanndt vnnd Georg Gauler den: nicht sieglenn wollenn anno etc. 41. Acta vonn wegenn vnnsers g. f. vnnd Herrn beschehen, durch Stadthalter, Rethe, vnnd Beuelchhaber zun Sodenn, belanngenndt die Location, vnnd der Pfenner [gestrichen: vnrechtte2], Anno etc. 41. Copia der Caution so Hanns Riedennstein3 vnnd Hans
Unsichere Lesungen
Z. 13: Gau=ler — Name, Lesung unsicher
Z. 18: vnrechtte — gestrichenes Wort, Lesung unsicher
Iringk zu Regennspurgk bey vnnserm g. f. vnnd Herrn anbracht, die nicht sieglung belangendt. Acta M. Georgenn vnnd andere sachenn belanngenndt anno etc. 41. Sonnabenndts nach Osternn. Copia eines schreibenns ann vnnsern g. f. vnd Herrn, belanngenndt den Braunschweigischen Zoll zu Holtzmindenn, vnnd den Saltzschlis1[?] nach Bremenn. Item die Location Ein schreibenn Heinrichs Tersenners2[?] betreffenndt die nicht sieglung Herrn Philips Grauenn zu Solms. Bestellung der Pfenner Bodt, vnnd darin verordennte knechte, anno etc. 41. Schreibenn v. g. f. vnnd Herrn so sfgl. Hannsenn Riedennsteinenn vnnd Hanns Iringenn mittgebenn, belanngenndt die Location Anno etc. 41.
Acta mit den Pfennernn der Location halbenn beschehenn, anno etc. 41. bis Paschae1. Rudolff Schenck Stadthalter schreibt an Henrich Muldenernn vnnd Jostenn Berbernn Saltzgrefenn, der Zehenn alb wegenn, so vf die Pfanne Saltzes gesetzt wordenn, das die Lanndtstennde bewilligt, Anno etc. 41. Vnnser g. f. vnnd Herr befiehlt durch einenn offenenn Patenten Rudolphenn Schenckenn, Johann Feygenn, Heinrich Muldenernn vnnd Jost Berbernn die Muhle zu Allenndorff vmb sechsthalb hundert guldenn anzunehmenn Anno etc. 40. Hanns Klauer2 vogt zu Friedewaldt schreibt der Holtzflös wegenn am Seulingswaldt. Acta vnnd Consultation, betreffenndt die Erbhuldung zu ernewernn, vnnd vonn allenn knechtenn anzunehmenn, vnnd dergleichenn mehr hanndell Anno etc. 41. Inn der wochen palmarum.
Vorgetragene gebrechenn in der Rechnung anno etc. 41. Schreibenn Heinrich Tersenners1[?] betreffennde die nicht sieglung Grauenn Philipsenn vonn Solms, ann Henrich Muldenernn vnd Jost Berbernn, Schreibenn des Canntzlars Feigenn, mit einer Innlag, belanngenndt das etzlichenn2 dem außschos der Pfenner, Henrich Muldener, Jost Berber, vnnd Johann Bartholmes zur Lichtenaw bey v. g. f. vnnd Herrn erscheinenn sollenn, Notata, Was vonn M. Georgenn Behmenn seiner kunst wegenn, begeret werdenn soll, Ao etc. 40. Ordtnung der Ober: vnnd vnnter Holtzvogt zun Sodenn anno etc. 40. Hannsenn Heinemanns bericht vnnd vorschlagk der Schiffart halbenn zwischenn Allenndorff vnnd Cassell anno etc. 39. Acta zu Mundenn mit Hannsenn Sultzschernn3
Anno etc. 40 vnnd Gerstennbergernn der Schiffart halbenn vnnd anndernn desgleichenn etlicht1 anndere sachenn, durch Jostenn Berbernn daselbst aufgerichttet, Christoff Hombergk schreibt ann Jost Berbernn, benebenn annderenn Innlagenn, des aschenn kauffs wegenn, Anno etc. 60. Schwalbachs erstes Holtzvogts zun Sodenn Holtzrechnung anno etc. 40. Darbenebenn ein schreibenn Schwalbachs ann Heinrich Muldenernn anno etc. 40. Anlanndt Anlanndt amptmann zu Mundenn schreibt ann Jostenn Berbernn einer halbenn Pfannenn wegenn, so Immer2 Sodenn zuuerkeuffen, klagt vber der Pfenner Saltzgreuenn, das sie Ihnen zum angesetztenn tage nicht erfordert habenn, Anlanndt Anlanndt schreibt des Muhlennkauffs halbenn anno etc. 41.
Vnnser g. f. vnnd Herr schreibt ann Canntzler Feigenn, der Location wegenn anno etc. 40. Johann Bartholmes vnnd Schwalbach schreibenn ann Canntzlarnn Feigenn, benebenn einer Inlag, v. g. f. vnnd Herrn zulassungsbrieff, das mann sich mit den Pfennernn in gute Vertrage, anno etc. 40. Contract Georgenn Behmenn so mit im der Canntzlar Feige, Heinrich Muldener, Jost Berber, vnd Johann Riedennstein1 troffenn, Copia zweyer schreibenn, so v. g. f. vnnd Herr, ann Hertzogk Vlrichenn zu Wirttembergk, desgleichenn ann Herrn Jacobenn Sturmenn zu Straßburgk gethann, belanngenndt Schwartzweldische Holtzflößer annhero zuschickenn anno etc. 40 Abrede v. g. f. vnnd Herrn vnnd der Pfenner zu Allenndorff, geschehenn zu Cassell anno etc. 40 Montags post Esto mihi.
Contract Georgenn Behmenn zugestelt, darinnen v. g. f. vnnd Herr vnnd die Pfenner Ihnenn vor einenn Bronnenmeister annehmenn, Erclerung v. g. f. vnnd Herrn ann Heinrich Muldenernn vnnd Jostenn Berbernn der Location wegenn Anno etc. 40. Offener Patent, darin v. g. f. vnnd Herr Cauiret, das die Location ohnn alle gefahr solle vorgenommenn werdenn, Gemeiner Pfenner schreibenn, ann vnnsern g. f. vnnd Herrn, belanngenndt Jtztgedachtte Location, das dieselbige vf die mas v. g. f. vnnd Herr Cauiret gehaltenn, vnnd vorgenommenn muge werdenn, Motiuen, dadurch die Pfenner zur Location bewegt mugenn werdenn Anno etc. 40. Georgenn Behmenn vorgeschlagene articul, belangenndt seine Bronnenmeister bestallung Anno etc. 40.
Dergleichenn noch ein ernnstes schreibenn v. g. f. vnnd Herrn, darin sfgl. Heinrich Muldeners vnnd Jost Berbers fahrlessigkeit verwirfft Ao etc. 41. Heintz vonn Lutters schreibenn eines wasser kunstlers wegenn, welcher ohn zuthun Pferde, vff sein eigenn kostenn, eine kunst anstellen wolle, das sie wasser zwanntzigk oder dreissigk schue hoch hebenn solle, sendt 47. stucke1[?] Conuolut, Darinnenn allerley hanndtlungk, belanngenndt den Vertragk zwischenn v. g. f. vnd Herrn, vnnd den vonn Hundelshausenn, der Geholtz vnnd etlicher annderer zins wegenn, so im ampt Ludwigstein aufgerichtet Anno etc. 59. Desgleichenn auch ein Wechßeln vfgerichttet Anno etc. 39 Hierbenebenn ist auch ein versiegleter Erbvertragk, so zwischenn den vonn Butlar, vnnd den vonn Hundelshausenn aufgerichttet wordenn, Im selben
Conuolut, vnnd die abmessung des ganntzenn Langenbergs durch Johann Sillenn1 geschehenn, Ein Copia eines Lehennbrieffs vonn Herrn Diederichenn zu Plessa2 erlanngt in Anno etc. 1505. diese gehöltz belanngenndt. Drey zettell Jost Berbers Hanndtschrifft, betreffendt anndere gehöltz im ampt Ludwigstein. Conuolut annotata allerley sachenn, so sich im Saltzwerck vmb Laetare im Jahr 39. zugetragenn, darinnenn etliche nutzliche sachenn vorgeschlagenn werdenn, Vnnsers g. f. vnnd Herrn beuelch, belanngenndt den vorgenommenen Bronnenbaw anno etc. 62. Ordenung des vfgeschuttenn Saltzes in Anno etc. 39. Bericht vonn zehenn Pfannenn Saltzes, so vf die kirchenn zun Sodenn geschutt wordenn, vnd im abmessenn nicht mehr als acht befundenn wordenn, vnnd hat das Saltz nur vier wochen gelegt, Anno etc. 39.
Schreibenn v. g. f. vnnd Herrn, ann der Pfenner Saltzgreuenn des vertrags halbenn, darinnenn v. g. f. vnnd Herrn selb eigene hanndtschrifft ein zettell Anno etc. 39 Johann Bartholmes schreibt ann Jostenn Berbern, der Holtzflös, vnnd des newenn eisen maßes wegen, Begeret auch das kaltin Thölde1 das Holtz zun Sohlkastenn erstes tages zun Sodenn verschaffen, vnnd annderer mehr sachenn wegenn, Verzeichnis was vonn vnnsers g. f. vnnd Herrn wegenn mann vf die Lehrjungenn, so das Saltzmachenn gelernet gewenndet, Vnnser g. f. vnnd Herr schreibt der Holtzflöße, Saltzhanndell, vnnd des newenn zols zu Mundenn wegenn, vnnd befiehlet, wo zu Mundenn damit furtgefahrenn werde, mann dann dergleichen zu Gißlarwerda2 auch der zeit einenn anrichtenn solle Anno etc. 39.
Extract des Holtzvogts Rechnung Anno etc. 39. Concept Canntzlers Feigenn, darin v. g. f. vnnd Herr bewilligt, die sachenn zwischenn sfgl. dienernn, vnnd den Pfennernn vorgewistenn darzu verordnetenn Lanndtstenndenn zu verhörenn zulassenn, anno etc. 39. Rathschlagk wie das Vollernnholtz1 mit nutz zun Sodenn gebracht möge werdenn, Anno etc. 39 Otto Goltkamer2[?] Schultheis zu Grebennstein, schreibt das etlich Saltz vf den Schiffenn, so nach Bremenn abgefertiget vndergangenn anno etc. 39. Bedingte Beweder Sider Heuser3 anno etc. 39. Pfenner zun Sodenn, klagenn vber allerley beschwerung, das Ihnenn ihr Saltzschlis im Lannde gestopffet werde, Anno etc. 39 Vnnsers g. f. vnnd Herrn schreibenn ann Jostenn Berbernn, das er sich zu Hertzogk Erichenn naher
Mundenn verfugenn solle, Desgleichenn das er allerley bericht der schiffe wegenn mit sich nehmenn solle, anno etc. 39. Geding zettell, so mit Michelnn Groen1 vonn Schwebischenn hall troffenn, vonn - 400 klaffternn scheide vonn Wannfriedt heraber vf die Schwartzweldische Manier annzustellenn, Noch ein schreibenn ann Jostenn Berbernn, belangendt die Reise nach Mundenn, Anlanndt Anlanndt schreibt ann Renndtmeister Johann Bartholmes, vnnd anntwortet Ihme, das er sein schreibenn inannderer abwesenn nicht erbrechenn wollenn. Copia eines offenenn Patents, welchenn Burgermeister vnnd Rath zu Bremenn anno etc. 39 Clausen Sobelnn2 Irem Burgernn gebenn, darinnenn begert wirdt, das mann sie die Nurnbergischenn gueter vertzubringenn, mit dem zoll nicht zu hoch
[gestrichen: beschwerenn wolte.] Copia eines schreibenn so Jost berber1[?] Henrich Müldener gethann, belanngenndt den newenn vffgesetztenn zoll ann den amptmann zu Mündenn, Anntwort hieruf gedachtes amptmanns, darinnen er auch durch ein zettell klagt, das zu Eschwege auch ein Newer zoll vfgerichttet werde, Schreibenn hieruf ann den Lanndtvogt zu Eschwech, darinnenn durch ein zettell begeret wirdt, das Hanns Scheffer mit zum Lanndtage möge abgefertiget werdenn Anno 39. Schreibenn der Herzogin zu Mündenn des erstigertenn zols wegenn, vnnd darauff ervolgetter stilstanndt zwischenn Hessenn vnnd Braunschweig der zolle wegenn zu Eschwech vnnd Mündenn, Copia eins Lehenbrieffs derer vom Eschwech, so Jhnenn Anno 1493. vom Lanndtgrauen Wilhelmen dem mitlernn gebenn wordenn
Copia eines schreibenns, darinnenn Jost berber1[?] vnnd Heinrich Müldener annzeigenn, das etlich Holtzwergk geflossenn Anno 39. Jtem Vetter2[?] bericht, das der Herzogin Cantzler vnnd Rethe zu Mündenn v.g.f. vnnd herrnn zoll brieff anngenommenn, aber die Vertzigk3[?] Tonnenn Saltzes nicht fort gehenn lassenn wollen, es were dann zuuor vonn Jeder Tonnenn ein Schneberger erlegt, Copia eines schreibenns, so die Beamptenn zum Sodenn ann Stadthalter vnnd Rethe zu Mündenn gethann, belanngenndt den Saltzzoll, darinnen sie sich beschwerlich erklagenn, das ein Burger von Cassell Valtenn Reinhardt genanndt, drey Pfann Saltzes zum Sodenn gekaufft, dieselbigenn nach Cassell führenn wollenn, sie aber Jhnenn der Schiffart wegenn, nicht bey dem altenn gewönlichenn zoll nicht bleibenn lassenn, sonndernn von Jeder Pfannenn – 6. schneberger zu zoll hat geben müssen,
Annotata, Was vf dem Lanndtage zu Münden verhanndelt ist wordenn, Anno 39 Montags nach Michaelis, Supplication Henrich Müldeners vnnd Jost Berbers, betreffenndt die grosse flut Anno 39. welche etliche klaffternn Holtzes hinwegk genommenn, wie dann auch den new gebautenn Wehernn zum theil, Jtem berichttenn das Herzogk Heinrichs diener zu Holtzmündenn von Jeder Pfannenn ein guldenn zu zoll fordernn, darbenebenn ein vorschlagk, Dieweil Holtzmünden dem abt vom Coruey halb zustünde, Jtziger zeitt aber versetzt were, das ffgl.1[?] als der Erbschutzher dasselbige ann sich lösete, Vber das auch berichtt, das der zoll zu Mündenn nachmahls ersteigert were wordenn, Annotata allerley hanndtlung, so sich Anno 39 bis in Annum 40 zugetragenn, vornehmlich