Das Werk als Zeitleiste: Wortlaut, Übersetzung, Zusammenfassung und Anmerkungen — frei kombinierbar
Das Werk der Reihe nach
Die Salzbibel in der Reihenfolge der Handschrift, Seite für Seite: Wortlaut, Übersetzung,
Zusammenfassungen und redaktionelle Anmerkungen. Jede Ansicht und jeder der dreizehn Abschnitte
lässt sich an- und abschalten; weitere Filter grenzen auf Seiten mit Abbildungen, Tabellen, Randvermerken oder
unsicheren Lesungen, auf einen Band, einen Seitenbereich oder ein Suchwort ein. Der Zustand steht in der Adresszeile.
Wortlaut und Übersetzung werden unverändert ausgegeben; Ziffern im Wortlaut verweisen auf unsichere Lesungen
am Fuß der Seite. Den Gesamtbestand durchsucht die Suche, die Gliederung erklärt
Aufbau des Werks.
gefertigt, vnnd ist alles fliessenndt wasser damit dermassenn gehaltenn, das mann vf dem grunde trocken, vnnd sonnder alle verhinderung des wassers handeln könne, vnnd kömpt das wilde wasser gemeinlich vom Berge her, vnnd nit starck aus dem grunde, Als die Saltzadernn, die kommenn alle vonn vntenn heruf, aus dem grunde des kieses1[?], Vnd als in Furstlichenn furgefallenn geschefftenn, Juncker Hermann vonn Hundelßhausenn vnnd Nordeck, verreitenn mussenn, So ist der herr Lanndtvogt, Juncker Sigmundt vonn Boynebergk, ann Irt2[?]stadt, durch vnnsernn gnedigenn Jungenn Herrnn Lanndtgrauen Wilhelmen, zu volnführung solcher gebewe, vnnd bey der temmung zusein, her beschriebenn, heut den 11 Julij alhie annzukommenn, Innhalt nachuolgennder schrifft.
verordenntenn des Baues vber den Saltzbronn zu Allendorff in Sodenn bey vnns annsuchung gethann, das wir vnns eigener Personn, mit etlichenn vnnsernn Rethen, gein Allenndorff verfugenn, vnnd des Saltzbronns gelegennheit, wie es vmb die gethane gebewe, vnnd das wilde wasser ein gestalt, vnnd gelegennheitt hette, zubesichtigenn, vnnd vnnser bedenncken, vnd gut meinunge zu enntlicher volnziehung desselbigenn baues zu eroffnenn, Dieweil wir nu Itzt mit den Rethenn so hie sein solche besichtigung annderer obliegennden vnnd geschefft halbenn, nit thun könnenn, So ist vnnser gnedigst begerenn ann euch, Ir wollet vf der verordenntten annsinnenn euch zu thuenn am furderlichstenn verfugenn, alle gelegennheit eigenntlich besichtigen, vnd mit zu rathenn helffenn, ob vnnd wie die verdemmung des wildenn wassers am nutzlichstenn vnd zutreglichstenn furzunehmenn sey, vnnd ob die dinge mit besserer bequemheit, als der vnnsernn vnnd der Pfenner verordennten zum Baw, verabschiedt
habenn, annzustellenn sein möchtenn, Euch also hierein gutwilligk erzeigenn, Das reicht vns vonn euch zu sonndernn gefallenn, vnnd seindt euch mit gnadenn geneigt, Datum Cassell am 9 Julij Anno 51.
Vnnsernn Lanndtvogt ann der Werra vnnd liebenn Getrewenn Sigmunden vonn Boynebergk, Vff solche schrifft vnnd Furstlichenn beuelch, Ist der Lanndtvogt heut den 11.
Julij zu morgenn alhie zum Sodenn ankommenn vnnd erschienenn, die dinge aller notturfftig besichtiget, vnnser bedenckenn vnnd furhabenns, anngehört, das Ime dann also wolgefallenn, vnnd solchs zuuerbessernn nit gewust, darumb wir mit der verdemmung also angefanngenn, vnnd fortgefahrenn sein, Erstlich im grunde nebenn vnnd zwischenn den doppell Rennenn, mit grossenn hartzeln kalckstein, vnnd darnach mit grobem kieß, außwenndig der newenn wanndt, ann der altenn eußerstenn fassunge, vnd
zwischenn der gefastenn strebung fur dem Berge her vber die Rennenn, vnnd den darauf gelegten Brettternn, eines schuch hoch, wie obstehet, außgefult, Darauf mit der außgefuhrtenn erdenn annzufahenn zutemmenn, damit sich das wilde wasser darin vertheilenn, vnnd Inn die gelegtenn Rennenn vnngehindert fliessenn könne, Sonntags den 12.
Julij wetters halbenn, dieweil es hell vnnd schönn war, zu mittage anngefangen zutemmenn zwischenn der mittelstenn zu Jar newgesetztenn faß, vnnd der altenn fassung, auch Itziger new darann gezapfftenn wanndt, vnnd ist erstlich der schlam vffm grunde aller sauber außgezogenn, Darnach vffm grunde ein gute notturfft Moß zertheilt gelegt, darin viel aschenn eintzell gestrawet, darauf den gutenn bereittenn thon vonn obenn herab darin hart in einannder geworffenn, vnnd also angefanngenn, zwischenn der newenn mittelstenn vnnd der eußerstenn fassung vmbher zuuertemmen, Montags den 13. Julij auch also getembt, bis vff
den Mittagk, da Ist feucht wetter vnnd regen Inngefallenn, das mann den halbenn tagk damit hat mussenn still haltenn, vnnd ist im Mittag Nordeck vonn Cassell auch alhie annkommenn, Dinstags den 14.
Julij zu morgenn wieder anngefanngenn zu tennenn1[?], vnnd dieweil die dreij mittelstenn Kastenn, darin die duppell gelegtenn Rennenn gehenn, ann der neuenn wanndt, außwendig vmbher mit erdenn vber der Rennenn, mans hoch beschuet, hart ann einannder gefugt, daraufe Moß vnnd aschenn gelegt, vnnd darnach dieselben mittelstenn dreij Kastenn, seindt bis obenn aus dem werck gleich in die höhe, mit starckenn Bretternn in einannder geschnittenn, vier Zoll dick gefugt, habenn vnndenn vffm grunde keinenn Bodenn, stehen — 15.
schue weit vonn einannder, vnnd hat mann erst gesehenn, das das wilde wasser sich sehr wohl durch die Rennenn, vnnd aus einem Kastenn in den anndernn, bis in den letztenn vnderstenn Kastenn vorm gewelbe, darin das wilde wasser vier schue hoch
Inns gewelbe steigenn soll, gezogenn vnnd geflossen hatt, derselbe vnderste Kaste ist außwendigk vmbhero mit thonn allennthalbenn wohl vertembt, höcher dann das wasser darin steigenn soll, daruber mit guter erdenn zugefult wordenn, Darnebenn hat mann mit dem tennenn1[?] also fur vnnd fur fort gefahrenn, Darnebenn hat mann die vierdte Vberste Bruck vber den Sohlgrabenn, so holtzernn gewesenn, vnnter der Schwannflugels2[?] wiesenn, vonn neuem aus dem grunde mit steinenn gefurt, vnnd gewelbt, Darann anngefanngenn, den Sohlgrabenn vonn derselben Brucke biß fur das gewelbe mit steinenn zufutternn, Ist vier schue weit, vnnd vf Ieder seittenn dreij schue hoch, vnnd vnntenn mit eychenn Bretternn vffm bodenn beschossenn, habenn fur der Maurereij vf beidenn seittenn liestenn, das die Maure nitt weichenn, oder der Bergk die maure zusammenn schiebenn oder trucknenn kann, Darzu soll man die gebrochenn steine vber der Stadt, vnd an der
Pfort gebrochenn, so hat mann einenn gebranndtenn Kalck auch im vorrath, Ist im Fruheling gesetzt wordenn, zu dem seindt viel steine vnterm Kunsthause, soll mann dasselbe haus verkauffenn, das geldt vnd steine hierzu gebrauchenn, vnnd den Sohlgraben wieder starck machenn, das der wie zuuor ann Schwanflugels wiesenn heraus gehe, vnnd nit wie Itzo das haus halber vmbher gefurt ist, Will der meurer dauonn biß furs gewelbe zwanntzigk guldenn muntz nehmenn, doch das wir Ime Stein vnnd Kalck, die Anndeloger1[?] vnnd was Schmidtwerck vonnötenn, verschaffenn zuspitzenn, Mittwochenn den 5.2[?] Julij vor mittage, Ist der Tham im grunde zwischenn der mittelstenn vnnd der Itzigenn neuenn gemachtenn wanndt, ganntz zusammenn gefurt, vnnd also im grunde die Runde geschlossenn, bis ann die vnderstenn Riegelnn vngefehrlich vier schue hoch, vnnd da das geschehen, da ist das wilde wasser Inn der Rörtenn3[?] im vndersten Kastenn gestiegenn in einer Renne die meisterhans
vier Zoll niedriger dann zuuor Inns Gewelbe gelegt, geflossenn, da die Herrnn das gesehenn, seindt der Lanndtvogt, Johann Nordeck, vnnd Valtin Schuldt abgerittenn, vnnd ist mann mit dem tennenn1[?] also fur vnnd fur fort gefahrenn, Wie dan solches dem Herrnn Stadthalter zugeschriebenn wordenn ist, Wie volgt, Mein ganntz bleitwillig diennst alzeit zuuor Edtler vnnd Ernuester lieber Herr Stadthalter, d.
Eh.[?] als dem der vnsers gl. f. vnnd Herrnn sachenn treulich vnnd gut meinen, vnnd insonderheitt des Saltzwergks gelegennheit dieser Zeitt am besten wissenn, kann ich nit verhaltenn, das vff vnsers gnedigenn Jungenn Herrnn Lanndtgraff Wilhelm schrifftlichenn beuelch der Lanndtvogtt Jungkher Sigmundt vonn Beijneburgk, verschienenn Sambstags morgenn, alhier zun Bodenn ankommenn ist, habenn Ime vonn wegenn hochgedachts vnsers gnedigenn Herrnn, Valtin Schuldt, die Beamptenn zun Bodenn vnnd Ich, neben der Pfen
nerinn zum Baw verordentenn, die gebeuer vnnd furhabennde tennung, mit allenn vmbstenndenn, notturfftig vnnd gnugsamb, anngezeigt, das er Ime alles hat lassenn wohl gefallenn, vnnd solches nit zuuerbessernn gewust, Also hat mann den Sambstags alle bereitschafft zugericht, vnnd vff den Sonntage zu zwelff vhrenn, dieweil mann gutts wetters vnnd annder vrsach halber eilenn mus, zutennenn anngefanngenn, vnnd ist den Montags zu mittage Nordeck auch alhie annkommenn, In des ist der tham im grunde gerings vmb den Saltzbronn hero, vier schue hoch gefurt, vnnd der grundt vertennbt, also das gesternn Mitwochenn zu mittage das wilde wasser, durch die Ef1 den grundt gelegtenn Rennenn, Inn einenn Kastenn vber dem Gewelbe, fur dem Saltzbronn geflossenn, vnnd darin durch ein Ror oder stock, vier schue hoch Inn die höhe gestiegenn, vnnd durch das gewelbe fur sich selbst abgeflossenn, darauff dann die obgenanttenn drey abgerittenn, der zuuersicht der sachenn solt damit nunmehr geholffenn vnnd gerathenn sein, aber wir
die Beamptenn alhie, vnnd der Pfenner verordentenn habenn gesehenn, das der Saltzbronn zugenommenn, vnnd des wildenn wassers nit also viel abgeflossenn, als es zuuor mit den Pompenn geöst wordenn, darumb wir die Sohl aus dem Saltzbron Inn geheim probirt, vnnd fundenn, das die etwas geringer dann fur zweyenn tagenn gewest, wordenn ist, Derwegenn, damit kein1 rucht daraus gemacht, vnnd auch das wilde wasser nit ander ausgennge suchte, die Öse pompenn widergesetzt, vnnd wirdt das wilde wasser wie zuuor, ausgezogenn, So steget auch der Saltzbronn nit höher denn zuuor, guter tröstlichen hoffnung, die Sohl werde also gut bleibenn, wie bisher, Wie wir dann nechst Sonntags im siedenn finden werden, Dieweil dann der Vncost, so darauf geht, vf beide Herschafft nit kompt, Sonnder die Soder mussenn den tragenn, So kann2 manns noch ein zeit Jar also halttenn, bis Gott der almechtig vnsernn gnedigenn furstenn vnnd herrnn erlediget, oder
G. des verstenns zuhabenn, Ich dinstlicher guter meinung, vnangezeigt nit lassenn, derselbenn alles vermugenns, behegliche diennste zuerzeigenn bin ich ganntz willigk, Datum Sodenn den 161.
Julij Anno 51. E. G. W. Justus Pistoris. Ann Stadthalter zu Cassell. Donnerstags den 16 Julij Ist Johann Niedenstein2[?] zu morgenn frue vf den Bronn kommenn, vnnd alle ding besichtiget, vnnd berathschlagenn helffenn, vnnd hat sich die eine, oder im drittenn stock, so vor zweyenn tagenn ganntz starck vnnd gut gewest ist, ganntz verendert, vnnd ist eyttell sus wildt wasser gewesenn, wie zuuor, Dieweil wir aber augennscheinlich befundenn, das die Sohl im
Bornn gestiegenn, aber am Saltzschmack nit starcker wordenn ist, vnnd sich gemert hat, aber des wildenn wassers weniger abganngenn, vnnd wordenn ist, dann da manns mit den Pompenn geöst hatt, darzu Christoffer Hombergk die Sohl probirt, vnnd fundenn, das die Söder zu einer Pfann Saltz zusiedenn, annderthalb fuder Sohl mehr, dann da mann das wilde wasser mit den Pompenn geöst, vnnd gehaltenn hat, habenn vnnd versieden mussen, das dann mehr holz, dann das vorige Jar habenn wolt, So habenn wir die Beamptenn zun Sodenn, Thias[?] Chorey vnnd der Zimmermann vor nutzlich vnd gutt anngesehenn, das wir den thon aus dem vnderstenn Kastenn vorm gewelbe zustundt wieder ausgenommenn, vnnd die Öse Pompenn darin setzenn lassen, zuuersuchenn vnnd zusehenn, wieuiel mehr wildt wasser die austragenn, dann durch die Rörenn fliege, vnnd soll darnach wiederumb ein Prob gemacht werdenn, welches dann am nutzlichstenn, darnach hat mann sich zurichtenn, Es ist auch im
Sohlgrabenn, wie mann ann der newenn gemachtenn maurenn gesehenn, das wasser nit so hoch gestiegenn, als vor zweyenn tagenn, Darumb zubesorgenn, das sich im grunde vnter dem Tam, des wildenn wassers eins theils durch den gries Inn Saltzbronn gezogenn, Freitags den 17.
Julij Ist der vnderste kaste gar ausgeraumbt, vnnd die Öse Pompenn vf den Bodenn darin gesetzt, vnnd das wilde wasser damit geöst, also ist das wasser im Sohlgrabenn, wieder also hoch, wie zuuor am Mitwochenn gestanndenn, Inn seinenn altenn stanndt kommenn, vnnd der Saltzbronn niedriger wordenn, vnnd gestanndenn, vnnd hatt meister Hanns der Zimmermann in des die neben adernn, dauonn hieuor meldung geschehenn, wiederumb vfraumenn lassenn, die sollenn, was wilt wasser ist, Inn den Vberstenn kastenn gefurt werdenn, Darnebenn hat sich vonn dem berge her vnter einem Bode, vonn der kirchgassenn runder,
ein alt abezucht ereugt, darnach hat mann auch geraumbt, zusehenn, wohin das wasser daraus zubringenn sey, vnnd ist heut mit der Erdenn ann der eußerstenn stelbenn1[?] getembt wordenn, Sambstags den 18.
Julij, Ist die Sohl aus dem Bronnenn abermahls probirt, vnnd wieder zuuor sehr gut fundenn, vnnd ist die Sohl in den dreyenn stockenn, auch aller wieder gut wordenn, aus vhrsachenn, das das wilde wasser wieder aus geöst, vnd gepompet wordenn, doch ist die Sohl noch etwas geringer dann vor der tennung, vnnd mustenn funff Ohme 7.
Probirung der Sohl im Saltzbronn die wochenn, als das wilde wasser vns2[?] den Saltzbron selber zusteigenn vertembt wordenn, was die Sohl vor dem steigenn, im steigenn, vnnd wieder nach der haltung vnnd erösung des Wassers gehaltenn.
Ist durch Christoff Hombergk den Bornmeister probirt. Den 9. Julij Anno 51. ehr dann das wilde wasser vertembt, hab ich die Sohl probirt, gehort vff ein Pfann — 7 fuder 3 ohme 61.
quart. Den 15. Julij als das wilde wasser gestiegenn, vnnd der Tam allennthalbenn gemacht, hab ich die Sohl probirt, helt sie vf eine Pfann — 9 fuder 73 quart.
Den 18. Julij, hab ich die Sohle aber probirt, als mann das wiltwasser wieder gehabtenn1, vnnd die Stocke geoffnet, helts vf eine Pfanne — 8 fuder 2 ohm 68 quart.
Sonntags den 19. Julij dauonn zu Cassell, vnserm gnedigenn Jungenn Herrnn, vnnd dem Stadthalter mundtlichenn bericht gethann, Hab ich zuuor solchs dem Stadthalter schrifftlich anngezeigt, wie obge
Julij zu mittage zun Sodenn wieder annkommenn, Hab da fundenn den Landtvogt, Hundelshausenn, Nordeck, Valtin Schuldt, denenn ich solchenn bescheidt anngezeigt, die habenn nach besichtigung der gebeue, der Pfenner verordenntenn zu sich gefordert, sich notturfftigk vnderredt, vnnd nach vfrichtung einer abrede, wie vnnd was zubauenn notturfftigk sein wolte, wieder vonn einannder gescheidenn, vnnd volgt der Abscheidt, Den 20.
Julij Anno 51. seindt zun Sodenn erschienen die nachbenenten, vnnd habenn allerley beratsschlagt, vnnd beschlossen wie volgt Vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnd hern, der Lanndtvogt Sigmundt vonn Boyneburgk, Her
mann vonn Hundelshausenn, Johann Nordeck, Jost Berker1[?], Renndtmeister, Saltzwardt, vnnd Meister Hanns Weyell der Zimmermann, Vonn der Pfenner wegenn Johann Schaffnit, der Elter, Johann Niedennstein, Thias Chorey2, vnnd Johann Schaffnit der Junger.
Lanndtvogt schleust, das mann die gabe Gottes nitt vbernötigenn, sondernn die Öse Pompenn gebrauche, das dem hauptwerck ohn schadenn sey, kann mann dermassenn zurichtenn, das es nit so viel als Itzo kostet.
Hundelshausenn sagt dergleichenn, das mann die adern in stockenn dermassenn verbaue, das die werck kein schadenn thun Valtin Schuldt, Nordeck, vnnd die anndernn seindt auch der meinung.
Die verordenntenn der Pfenner habenn bedencken genommenn vnnd gesagt, durch Niedennstein, das sie der herrnn bedennckenn anngehört, vnd darauf ertzehlt, dieweil die herrnn aller gelegenheit gut wissenns habenn, das sie Ir bedennckenn anzeigenn, wollenn sie Ir gut meinung auch darsagenn, Die Herrnn sagtenn darauff, sie hettenn albereitt Ire meinung gehort, vnnd sey die frage, wie im zuthun sey, das der schade nit grosser werde, Darauf geschlossenn, das Jeder theil sich einer meinung enntschliesse, die wir dann zusammen trage, vnd sich dann darnach enndtlich einer meinung vergleiche, Meister Hanns vnnd Christoffers bedennckenn ist, vnd schliessenn, das mann die adernn in stockenn wieder vertenne, vnnd die ann der mittelstenn wanndt fasse, vnnd in den Vberstenn kastenn fure, doch das mann den Thamb noch drey schue vffreume, vnnd mach ein Beulein dahin, das mann Jederzeit
darzu sehenn könne, so hat mann auch, wann der Bornn abnimpt oder zugeht, die gute ader, Inn oder aus dem Bornn zuweisenn, Zu dem will meister Hanns im vnderstenn kastenn vffm Bodenn, einenn kleinenn trogk Innsenckenn, darin die Pompenn stehenn, vnnd dester tieffer ösen könnenn, vnnd damit solchs desto besser geschehenn kann, so sollenn die öse Pompenn im nechsten kasten daruber gehaltenn, vnnd die Rennenn im vnderstenn kastenn verstopfft werdenn, Fur dem Gewelbe ist geschlossenn, das vffs gewelbe ein Lichtloch gemacht werdenn soll, damit mann Jederzeit darin aus vnnd einsteigenn, vnnd zusehen könne, Der verordenntenn der Pfenner bedennckenn ist, dieweil sich das wilde wasser nit will zwingenn lassen, das es steyge, Begerenn sie der Herrnn bedenncken, dann der grundt hab sich verendert, Hundelshausenn, Dieweil mann sicht, das das wilde wasser nit steigenn will, so mus dem gerathen sein,
Innsonderheit mit den Pompenn, aber vmb die stocke solt meister Hanns einenn Baw setzenn, das mann Jederzeit darzu kömt sehenn, vnnd dann den trogk zu den vnderstenn kastenn zusenncken, daraus die Pompenn ösenn, darnach zufuln, vnnd wieder zuzufullenn, Sey nit vonn notenn vf der seittenn nach der Stadt zu Rennenn zulegenn, dieweil mann kein wasser da gespurt, Vnnd dieweil mann die Pompenn ohnn schadenn beider Herschafft erhaltenn, vnnd die hernach mit geringem kostenn verendernn kann, So lest manns darbey bleibenn, Das tagwasser soll durch den grabenn zwischenn dem kunsthause vnnd den Bodenn abfliessenn, Die abzucht durch Rennenn Inns gewelbe zufliessen, Pfenner hettenn sich versehenn, das wilde wasser solt selbst gestiegenn habenn, dieweil es aber das nit thun, noch sich zwingenn lassenn will, So seindt sie der meinung mit den Herrnn einest wie sie
Das fünffte Buch. anngezeigt, vnnd scheinnt vor viel nutzlicher ann, dann das wasser zu steigenn zu zwingenn, dann zu besorgenn, dieweil sich die adernn verendert, das das wilde wasser sich darin vermischt, das es dann nit gethann, weil das wilde wasser gröst wordenn ist, Darauf die Herrnn Meister Hannsenn solchs zufertigenn befohlenn, vnnd sollenn die beamptenn, vnnd der pfenner verordenntenn dabeÿ sein, vnnd zum vleißigsten zusehenn, vermugs vnnd Innhalts volgents abschiedts.
Als vnnser Junger Herr, Lanndtgrave Wilhelm zu Hessenn, Grave zu Catzennelnbogenn, auch der Stadthalter zu Cassell Rudolff Schennck zu Schweinsburgk, gestrigs tags befohlenn, vor nutzlich vnd gut anngesehenn, dieweil das wilde waßer vmb denn Saltzbronn zum Bodenn, fur sich selbst mit so starck in die höhe steigenn will, als es die Pompenn außösen, vnnd das der vncost solchs zuerhaltenn, allein vff die Böder geth, das dann dasselbe, wie bisher mit den Pompenn außgeöst, vnnd mitler zeit vf anndere1[?] treglicher leichtfertiger Kunste, zu außbringung desselbenn ge
furstenn vnnd herrnn Lanndtgravenn Philipsenn zu Hessenn, Gravenn zu Catzennelnbogenn, S.f.gl.1[?] Lanndtvogt, Sigmundt vonn Boÿneburgk, Hermann vonn Hundelshausenn amptmann, Johann Nordeck, Valtin Schuldt, Jost Becker, vnnd die Beamptenn zum Bodenn, vnnd dann der Pfenner verordenntenn, Johann Schaffnit der Elter, Johann Niedenstein, Thias Thoreÿ, vnnd Johann Schaffnit der Junger, darzu vonn beider herschafft wegenn, Meister Hans Wetzell der zimmermann, heut dato beÿeinander zum Bodenn im augennschein erschienenn, vnd allesampt solchenn furstlichenn bevelch vnd bedencken fur nutzlich vnnd gut anngesehenn, sich auch darauf weitter notturfftig vnnderredt, verglichenn vnd verabschiedt, das die gefastenn dreÿ nebenn adernn in den stöckenn widerumb mit thonn getemmett werdenn, vnnd soll dagegenn zwischenn der mittelstenn fassung gegenn dem oberstenn neuenn kasten
Das fünffte Buch. zwerch vber wohl zugebauet werdenn, dadurch dieselbenn adernn, Inn dennselbenn öberstenn kastenn gefurt fliessenn, dann mann vnuerhindert darzu kommenn, vnnd darnach sehenn könne, So kann mann auch Jederzeit dieselbe drit ader, da sich die verwandelnn wurde, Inn oder aus dem Saltzbronn führenn vnnd abweisenn, wie dann die vff beide wege albereit gefast ist.
Furter soll der zimmermann zustundt ann in dender kastenn, daraus Itzo das wilde wasser gepompt wirdet, einenn holtzernn trogk, gehebe Innsenckenn, darin die Pompenn tieffer, dann Itzo stehenn, vnnd das wilde wasser dester tieffer geöst werdenn könne, vnd das solchs bequemlich geschehe, So kann im nechstenn kastenn daruber mitler zeit darann gearbeit wirdet, das wilde waßer außgeöst werdenn, Zu dem Gewelbe soll es auch wohl vertembt, vnd vfs Gewelbe, gleich vornn am haupte, ein Lichtloch bis zutage vonn holtz oder steine gefurt werdenn, damit mann Jederzeit daselbst in Bodenn, aus vnd ein Inns
Das fünffte Buch. gewelbe kommenn könne, doch das solchs obenn verschlossenn seÿ, Darnach die quelle vnnd den siegk, so sich Itzo vnnter dem Bode, nach der kirchen zu aus dem Berge ereuget, Inn Rennenn zufassenn, dieselbenn verdeckt Inns gewelbe zum ausfluß zufuhren, Volgenndts die Gebeue aller wohl zufüllenn, vnnd mit guter erdenn zuuertemmenn1[?], vnnd den Bau vber den Saltzbronn vfzurichtenn, Aber vf der seittenn nach der Werra vnnd der Stadt zu vnnter dem tam, auch Rennenn zum wilden wasser gleich wie vor dem Berge her geschehenn ist, zulegenn, acht mann vonn vnnötenn, dann da kein sonnder wilt wasser oder annder gewesser sich ereuget that, Vnnd soll das tag wasser vmb den Saltzbronn her vf den gebeuenn gefast, vnnd in der zweÿergrabenn einenn, so durch die Bodenn gehenn, gefurt werdenn, Ob nun die gebeue, vf vnnd vmb den Saltzbronn mit steinenn geplastert, oder mit dielen beschossen werden sollenn, Des that man sich hernach zuuergleichen.
Das fünffte Buch. Darzu ist vor gut anngesehenn wordenn, das mann zu außösung der flut wasser, noch ein Renne obenn ans gewelbe lege, dieselbe zur zeit der fludt zugebrauch habenn, damit mann gleichwohl siedenn können, Darauff dann die Herrnn beiderseits solchs dem zimmermann als baldt muglich zufertigenn bevohlen, vnnd sollenn die Beamptenn zum Bodenn, vnd der Pfenner verordenntenn dabeÿ sein, vnnd vleißigk mit zusehenn, das solchs furderlich gefertiget werde Verabschiedt zum Bodenn den 20 Julij Ao.
Johann Schaffnit der Elter Thias Thoreÿ, Johann Schaffnit der Junger. Mitwochens den 22. Julij hat meister Hanns im oberstenn facht gegenn den adernn zum Barnn zu außgehauen,
Das fünffte Buch. vnnd ein thuer oder gang aus dem kastenn durch die alte wanndt fur die stöcke, so durch das mittelste faß geht, gemacht, dadurch mann Jederzeit zu den dreÿenn adernn vnnd stöckenn, kommenn vnnd mit zusehenn kann, Darnach die faßung zwerch vber, gegenn die dreÿ stocke Inngesatzt, hat acht Deuchlenn, vnntenn mit schwelenn, vnnd obenn mit Rinckhstenn1[?], vnd in der mitte vf beidenn seittenn verriegelt, oben vnd vnntenn mit starckenn Bolenn aus dem grunde so hoch solcher kast, oder kammer ist, vfeinannder zugesatzt, vnnd obenn im grunde mit groben steinen vnnd Kiesell vor den Bretternn beschut, darnach obenn zwerch vber mit starckenn holtzernn zugelegt, mit Moß verstopfft, vnnd darnach mit thonn vertempt, So hat der Meurer das gewelbe obenn beÿ dem vnnderstenn kastenn zugemauret, vnnd das Lichtloch dardurch obenaus mit steinenn gefurt, vnd seindt die zwo Rennenn eine vf den Bodenn des gewelbs
Julij zum sieg die Rennenn verdeckt, Inns gewelbe gelegt, vnnd zugemauret, Darnach zwischenn dem vnnterstenn kastenn vnd dem gewelbe, mit thon so hoch das gewelbe ist, wohl vertempt, darnebenn Inn den mittell neuenn kastenn oder kammernn fur den Röhrenn, so aus den dreÿenn stockenn gehenn, aus dem grunde mit grobenn Kies, bis ann die Rör gefult, darin vier kurtze Rörlein gesetzt, darin in Jeglicher ein Pflock gesteckt, das die Rörenn steiff stehenn bleibenn, darin das wasser aus dem grunde in die höhe steige, vnnd in den vndersten kastenn abfließe, obs nit gnug durch den grobenn Kies steigenn wolt, Nota:1[?] Der Rörenn zum abgannge des Saltzbrons.
Dieweil es aus dem grunde biß Inn die mitte der höhe gerings vmb den Saltzbronn mit thonn vertemmett, seindt die strebenn am alten eusserstenn fasse, abgethan vnnd heraus gezogenn,
Das fünffte Buch. Das Bleÿer Pfannenn soltenn zur Proba zugericht werdenn wie zu Lunenburgk, Ist berathschlagt, das noch zur zeit darin zusiedenn nit muglich, darumb, das der etlicher zur Proba soltenn zugericht werdenn, vergeblich, vnnd dieweil vlgemts1[?] Hochgedachter vnnser gnediger Junger Herr darauf verharrett, ist solchs annzurichtenn bevohlenn, aber die Beamptenn zum Boden, habenn der halbenn schrifftlich bericht gethann, wie volgt, Dem Erbarnn vnnd achtparnn Jost Beckernn Saltzgrevenn zum Bodenn, vnnserm gutenn freunde, Mein gantz willig diennst zuuor, Besonnder guter freundt, Euer schreibenn, betreffenn die zurüstung der Bleÿernn Pfannenn zum Saltzsiedenn vf die Luneburger art, hab ich enndtpfanngenn, vnnd darauff nit vnnderlassenn, daruonn mit dem Renndtmeister vnnd Saltzwartenn alhier allerleÿ vnnderrede vnnd bedennckenn gehabt, vnnd nach dem wir alle dreÿ vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn bestes zuwerbenn, vnnd zuthun vnns pflichtigk vnnd
Zum erstenn ist euch ohnn zweiuell wohl wissentlich, dieweil die Saltzsohle zu Lunebürgk, da die Bleÿer Pfannenn gebraucht werdenn, die aller reicheste Sohle ist, so mann hierumb weis, nicht viel oder lanng siedenns bedarff, vnnd wann sie gar gesotten, nicht sonnderlich grossenn abganng hat, so bleibenn die Pfannenn beÿnahe voll, helt vnnd erleidett das Bleÿ die hitze desto bas, Wann aber Saltz sohle in Bleÿernn Pfannenn lannge gesottenn werdenn soll, vnnd wann sie gar wordenn, kaum das achte oder neundte theil |:
wie diese sohl alhie thut :| bleibt, Ist zubesorgenn, das Bleÿ könne die hitze, wann es vonn der feuchtung der Sohl enndtblosset, nit leidenn, vnnd werde verbrennenn, vnnd ob es gleich die hitze ertruege, wurde doch vonn der grosse solcher Pfannenn, gar ein klein theil, Jegenn der Luneberger Saltzmachung alhie vonn dieser Sohle, an Saltz gefallen, vonn einer Ingiessung oder vollen Pfannen,
Das fünffte Buch. Zum anndernn, solt mann dann alle mahl mit der Rohenn Saltzsohl Innzugiessenn nachvolgenn, so lannge bis die Pfann garer sohl voll wurde vnn1[?] Saltzmachenn, so wurde abermahls die zeit vnnd hitze der Bleÿernn Pfannenn zu lanng vnnd schwere, vnnd wurde fast den gebrauch vnnd vncostenn, so wir alhie albereit habenn gewerenn2[?], mit siedenn, Saltzmachenn, vnnd anndernn, wo es nit schwerer wurde.
Zum drittenn, vnnd ob mann es damit alhie versuchen vnnd probiren wolte, so ist doch alhie vnnsers erachtenns kein Bodermeister oder sonnst der eigenntlich die tieffe, weite vnnd art der Luneburger Bleÿernn Pfannenn gesöde, ofenn, vnnd vffsetzung, weis annzustellenn, viel weniger wie mann die Pfannen geusset vnnd macht.
Zum vierdtenn Will auch vonn nötenn sein zuwissen, ob mann auch einenn sonnderlichenn zusatz In die Bleÿernn Pfannenn brauche, das es wohl zu saltze gehe, dann mann zu den Eÿsernn Pfannenn, das
Vnnd wir achtenn es dauor, Wer es weitter dann zu Lunebürgk mit Bleÿernn Pfannenn zusiedenn, nützlichenn oder dienlichenn, Es wurdenns die vonn Hall vnnd Franckennhausen, die alle viell reicher Sohl habenn dann wir alhie zu Allenndorff, auch lanngst versucht vnnd gebraucht habenn, vnnd nicht die Eiserne Pfannenn wie Itzo habenn.
Damit aber vnnser gnediger furst vnnd herr nit[?] meine mann wolle gutenn rath nit volgenn, so wollenn wir gernn als viel wir verstehenn vnnd können darzu helffenn vnnd dienenn, vnnd achtenn vor das beste, das solch versuchenn oder Probewergk der Bleÿernn Pfannenn, durch einenn verstenndigenn der gelegennheit der Pfannenn, gesöde vnnd anders zu Lunebürgk weiste, vnnd könnte mann darzu einenn Luneburger Saltzknecht habenn, Wer vnsers erachtenns der beste, dennselbigenn herzubringenn, Wustenn wir dieser zeit her Johann
Das fünffte Buch. Norderkenn1[?], welcher auch dieses Saltzwercks gelegenheit weis, vnnd solchs beÿ dem Luneburgischenn Cantzlar oder anndernn freundenn am bestenn erlanngenn, vnnd zuwegenn bringenn, vnnd wan mann dann den habenn könte, das dann solch Probwerck zu Cassell oder sonnst an einem gelegenen orte, ausserhalb Allenndorff, anngestalt vnnd gemacht wurde, Konnte mann aber der Luneburgischenn Saltzknechte keinen bekommenn |:
dann mann lesset sie nit baldt anders wohin ziehenn :| So könnte doch der Norderk2[?] wohl bericht geben, vnd wir anndernn auch, als viel wir verstehen, darzu helffenn, vnnd solchs werck zu Cassell oder sonnst in einem gelegenenn hause, annzustellenn, vnnd wann es fertigk, vonn hie dann die Sohl zuwasser oder wagenn, als viel vonnötenn, dahin zuuerschaffen, vnnd zuuersuchenn, Ist es dann dienlich vnd Rathsamb, dieser Bodermeister einenn darzu zugebrauche, so woltenn wir mitler zeit, nach einem der verschwügenn wer, trachten.
Das fünffte Buch. dann mann diese sachenn der Bleÿernn Pfannenn anfiennge, das mann zuuor der Luneburger Saltzsohl, ein halbe mas alhier durch einenn geschicktenn Boder holenn liessenn, der alhanndt absehe vnnd achtung hette, wie sie das saltz daselbst machenn, vnd wie die Pfannenn, vnnd gesöde gemacht werenn, So könnte mann damit probiren, wie gut die Luneburger Sohl Jegenn der vnnsernn ist, vnnd das werck nach bericht des hingeschicktenn, desto bas annstellenn, dann so mann nicht ebenn die grösse vnd artt Jener Pfannenn vnnd siedenns weiß, So ist doch der vnkostenn Jenem nachzurechenn falsch, Das habenn wir also alle dreÿ vf euer schreibenn, für vnnser einfeltigs bedennckenn vnnd gut meinunge, weitter dasselbig wann es vonnötenn, vnnsern gnedigenn herrnn besser vnnd verstenndtlichen daruon zuberichtenn, dann wie es geschriebenn, zur wieder antwort nicht wollen verhalten, vnd seindt euch sonnst freundtlich zudienenn ganntz willigk, Datum Soden den 23 Februarij Anno 52.
Das fünffte Buch. Diese wochenn Vincula Petri Inn der nebenn Renn, darin der siegk so vnnter Jorgenn Gilen Bodt herfleust Ins gewelbe, Ist ein ausganng gemacht, dem viertenn kastenn gleich vber dem vnnderstenn kastenn, also das mann im vierdtenn kastenn, alles was er1 Sÿhenn, vnnd durch solchenn abganng Ins gewelbe weisenn kann, Damit wann mann im vnnderstenn funfftenn kastenn etwas zubesehenn oder zumachenn hette, das mann solchs sonnder verhinderung des wassers trockenn thun möge, Aus dem Saltzbronn ist ein abganng in den vndersten kastenn mit einer Röhrenn gefurt, vnnd die Renne so zu Jart2[?] zum ausganngk in derselben höhe in anndernn fas gelegt, wieder beÿ gethann, vnnd das Loch am fasse darzu gemacht, verspondt.
Das fünffte Buch. Diese wochenn Laurentij halb gearbeit, hat sehr geregnet, gefült vnnd zugestembt, Item die gerenne gefertiget, Inn diesenn gebeuenn hat mann auch klar vnnd eigenntlich scheinbarlich befundenn, das die eltesten ganntz nieder vnnd vfs aller nechste beÿ den Saltzadernn mit den Bodenn vnnd gesödenn bliebenn sein, aber darnach ist mann als höher fur vnnd fur gestiegenn, vnnd Sohl vnnd wiltwasser Inn die höhe zusteigenn zwingenn wollenn, das dann nit geringenn schadenn gemacht hat, vnnd were noch nutzlich vnnd gut, das die Bode vfs niederste stundenn, vnnd nitt Inn die höhe gebauet wurdenn, Dieweil mann aber doch die Sohl nunmehr hoch gnug bringe kann, das dann die altenn zuthun nit gewust habenn, hats nunmehr kein gefahr oder noth, Diese obbeschriebene gebeue habenn gewerth, vnnd seindt geschehenn In den zweÿenn Jarenn 1550.
6½ heller, Ohne das was vortheils vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, ann Holtz, diennstfuhre, vnnd annderst darzu gebraucht worden ist, wirdt auch noch mehr darauf gehenn, die abgebrochenn Bodenn vmb den Saltzbronn wieder vfzurichtenn, vnnd zubauenn, vnnd sonnst alle andere notwenndige beuwe auszufurenn vnnd vollent zufertigenn, wie das volgennt Jar mit der zeitt geschehenn soll, Actum et signatum Bodenn den 20 Octobris Anno 51.
Anno 54. den letztenn Aprilis hat vnnser gnediger furst vnnd herr Lanndtgraue Philips zu Hessen Graue zu Catzennelnbogenn, Vff vnnderthenigs bitlichs annsuchenn in verhanndtlung der erstorbtenn neuenn dreÿssigk werenden Location gemeinenn Pfennernn die Helffte obberurts Baugeldts, so Ihnen zubezahlenn geburt hette, vonn den vorigenn biß vf diß 54. Jars Exclusiuè, aus
Das fünffte Buch. sonnderenn gnadenn nachgelassenn, daruor der ausschos gemeiner Pfenner Hochgedachtenn vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn in aller vnnderthenigkeitt hohe vnnd grosse dannksagung gethann habenn, Signatum Allenndorff ann der Werra den 22 Maij Anno 54.
Justus Pistoris sst. Abfertigung vnnd Vergleichung des Zimmermanns vnd Werckmeisters. Wiewohl Meister Hanns Wetzell der zimmermann, so den Saltzbronn vf verordenung vnnd Beuelch der Bauwherrnn, gefast, vnnd gemacht, zimblich wohl vnterhaltenn, vnnd Jede wochenn annderthalben guldenn vor kost vnnd lohnn, laut derenn wochennrechnung gehabt vnnd vfgehabenn hat, damitt es dennach mit willenn mit Ime gehaltenn, Habenn die verordenntenn Bauwherrnn Ime die wochen eine mahlzeit oder zwo darzu mit geniessen lassen, vnnd darnach zu verehrung gebenn, wie aus nach
Ich Hanns Wetzell zimmermann, thue kundt hieran offenntlich gein allermenniglich bekennende, als Ich diese nehistverschienen zweÿ Jare, am Saltzbronn alhier zum Bodenn gearbeitt, vnnd den vonn neuenn gefast habe, Derwegenn die verordenntenn Bauwherrnn, vnd Saltzgrebenn, mir wochenntlich mein taglohnn, das sie mit mir vberkommenn seindt, gutlich habenn ausrichtenn vnnd bezahlenn lassenn, vnnd Ich dann zuuor daruber zu meiner vnnderhaltung, Nemlich Siebennthalbenn thaler, vnnd zwanntzigk Neun guldenn vfgenommenn, Welche sie mir zu verehrung habenn nachgebenn, vnnd darzu noch zwanntzigk funff guldenn, vnnd vier guldenn vor ein kleidt, mir Itzo bar vber zu enndtlicher
vier Pfennig tregt, der ich aller genntzlich vergnugtt vnnd bezahlt bin, Darumb so sage Ich fur mich vnnd alle meine erbenn, den Durchleuchtigenn Hochgebornnen furstenn vnnd herrnn, hern Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogenn, meinem gnedigenn fursten vnnd herrnn, sfgl.1[?] verordennte Bauwherrnn vnnd Beamptenn zum Bodenn, desgleichenn gemeine Pfenner vnnd Ire verordennte Saltzgreuenn solcher arbeit, meiner verdienntenn Besoldung, verehrung vnd annders halbenn, hiemit quidt, ledigk, vnd los, Gerede vnnd gelobe derwegenn, ann Hochgedachtenn meinenn gnedigenn furstenn vnnd herrnn, gemeine Pfenner, vnnd die Ihrenn, kein weitter annsprache noch forderung zuhabenn, Inn ganntz keine weise, vnnd will auch alles was Ich in selbenn Bau gesehenn vnnd erfahrenn habe, bis in meine grube verhelenn vnnd verschweigenn, vnd
Unsichere Lesungen
Z. 10: sfgl. — Abkürzung, seiner fürstlichen gnaden
Das fünffte Buch. dauonn nichts vermeldenn, auch ohnn Ir f. gl. vorwissenn, Inn oder ausserhalb Lanndes keinen Saltzbronn bauenn oder furnehmenn, alles sonnder geuerdt, vnnd des in vrkundt, Hab ich die Erbarnn vnnd wolweisenn herrnn Schultheis, Bürgermeister vnnd Rath zu Allenndorff ann der Werra, Ire ampts vnnd Stadt Siegell, vor mich hier vf diesenn brieff zuthun truckenn, mit vleis erbettenn, Welchs wir Schultheis, Burgermeister vnnd Rath also vmb beschehener bitt willen gethann, doch vnns vnnd gemeiner Stadt ohn schadenn, Gebenn vnnd geschehenn zum Bodenn, den 271[?] Nouembris Anno 51.
Vnnd damit gedachter zimmermann bis zu erledigung Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnd herrnn Im Lannde bleibe, vnnd diesem Saltzwergk zu nachteil kein annders oder neue Saltzwergk vfm Eichsfelde Creutzburgk, oder sonnst vmbs Furstennthumb Hessenn, vnnd denn darzuge
zu nachteil gebrauchenn lasse, Habenn wir die der zeit gewesenn Saltzgreuenn gedachtenn Meister Hannsenn, beÿ vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrenn Stadthalter vnd Räthen zue Cassell nachuerzeichnete bestallung erlanngt, die auch Ihnenn solchs habenn gefallenn lassenn, vnnd darmit versehenn wie volgtt.
Meister Hannsenn Wetzeln des zimmermans zum Bodenn bestellung. Wir Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell Bekennenn, als Meister Hanns Wetzell zimmermann etliche verlauffenn Jare zum Bodenn gearbeitt, vnnd in sonnderheit in dem nechstuerschienenn 50.
vnnd diesem 51. Jar den Saltzbronn daselbst vonn newem gefast, vnnd erbawenn helffenn, deswegenn er dann Innhalt seiner vbergebenn Quitanntz mit seinem verdienntenn Lohne, vnnd
Das fünffte Buch. verehrung abgefertiget vnnd versehenn wordenn, Damit er dann in vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogenn diennst bleibe, So ist [übergeschrieben:
er] vonn wegenn sfgl.1 bestelltt, in allenn sachenn, so Jme bewust, vnnd sfgl. nutzlich sein, vffm Saltzwergk allenn Bergkwerckenn im Lannde Molenn, vnnd anndernn bewenn, Wes er des verstanndt hat, sich gutwillig vnnd vleissigk, vnweigerlich brauchenn zulassenn, vnnd vff erforderung seiner f.
gl. darunter geordennte beuelchhaber am Jedem ort, nach allem seinem höchstenn verstannde zum bestenn annweisung zuthun, vnnd zurathenn helffenn, doch das er zu volnfuhrung der gebew am Saltzwerck diß nechstkunfftige 52.
Jar daselbst wonenn bleibe, vnnd solchs vfrichtenn helffe, auch sonnst Irenn f. gl. trew, holdt, gehorsam vnnd gewertig sein soll, Inmassenn ein trewer diener seinem herrenn zuthun schuldigk ist, vnnd er solchs gelobt, vnnd seinenn Reuers brieff dar
Das fünffte Buch. vber gebenn hat, Dargegenn soll Jm Jedes Jars aus den Bodenn 15 fl. Muntz, vnnd vier virtell kornns aus der Molenn daselbst gegebenn werdenn, Darzu ein kleidt zu hoffe des Jars, vnnd damit der gezimmertenn Öfenn halbenn kein verdacht vf Jme erwachsse, So soll er Jedes Jars dauor, dieweil er zum Bodenn ist, zweÿ achtteil saltz habenn, vnnd da er sonnst ann anndernn orttenn, Hochgedachtenn vnnserm gnedigenn Herrenn ann newenn grossenn bewenn arbeitenn wurde, vor die gezimmertenn Öfenn zweÿ virtell kornns habenn, vnnd soll Jme ann denenn ortenn, vf sfgl.
Vnnd des zu vrkundt vnnder Hochgedachtes vnnsers gnedigenn fursten vnd Herrenn zu Hessenn hieruf getrucktenn Secret Gebenn zu Cassell den letztenn tage Nouembris Anno 51.
Das fünffte Buch. Vermahnung zur dancksagung fur die Gottes gabe des new erbawetenn Saltzbronns zum Bodenn alhie fur Allenndorff an der Werra Anno Domini 1550.
Sitemahl vnns das Heilig wort Gottes so offt vnnd ernnstlich vermahnet, das wir Gott vnnserm liebenn herrenn vnnd vattern fur alle seine gabenn, vnnd gnade sollenn danngkbar sein, wie im 147.
Psalm vermeldet, Lobet den herrenn, denn vnnsern Gott lobenn, ist ein köstlich ding, Solch lob ist lieblich vnnd schönn, vnnd der Apostell, Seidt danckbar in allenn dingenn, So wollenn wir auch Jtzt vor diese gabe des Bronnenns, Gott vnnserm Himlischenn vatter preisenn, vnnd damit wir seiner gabenn erinnert, zulobenn vnnd danckenn anngereitzt werdenn, So wollenn wir fur vns nehmenn, die wortte des 104. Psalmens, vnnd
Das fünffte Buch. lautenn also, Du lest Bronnenn quellenn in den Grundenn, das die wasser zwischenn den Bergenn dahin gehenn, das alle thiere vf dem felde trinckenn, vnnd die wildenn thiere Irenn durst leschenn, ann denselbigenn wohnenn die Vogell des himmels, vnd singenn vnnder dem zweÿgenn.
Als der Prophet in diesem Psal. erzehlet allerleÿ wolthat, so Gott dem mennschenn gebenn hatt, vnd dannckt im dafur, erzehlet er diese gutthat auch vnd spricht.
Du lessest Bronnenn quellenn in den grundenn, das die wasser zwischenn den Bergenn dahin gehenn, alß wolt er sagenn, das thustu auch vnns zu nutze vnnd gute, das du allennthalbenn, wo mennschen wonenn, lessest Bronnenn quellenn, in der gantz weittenn welt, hie vnnd da, vf das sie mit wasser allennthalbenn versehenn sein.
Das fünffte Buch. benn muß, vnnd daselbst kein mennsch oder viehe liegenn, wonenn, oder bleibenn mugenn, Wo aber wasser ist, da grunet es, da wächßet es, Ist das Erdtreich fruchtbar, vnnd bringt alles zu vffendthalt dieses lebenns, Da siehet mann wie die mennschenn ann die grossenn wasserfluß gebawet, vnnd sich gesetzt habenn, in Stedtenn vnnd dorffenn, vnnd wo sie nicht am wasserflußenn sitzenn, dennoch ann die Bronnquellenn Ire wohnung vnnd heuser gesetzt habenn, da schepfft mann dann vnnd holett zu allerleÿ notturfft, zu waschenn, zu badenn, vnd allerleÿ zureÿnigung, zu mahlenn[?]1, zu backenn, zu brawenn, zu kochenn, Will geschweigenn, wie vielerleÿ art der fische das brauchenn kann, vnd wer kann nun das alles erzehlenn, so vnns Gott zu nutze thut, durch das Element des wassers, nicht allein vnns mennschenn, sonnder auch allem gethier, wie der Psalm weitter spricht, Das alle thiere vf dem felde trinckenn, Die werdenn auch begabet, mit Ires Schöpffers guete, vnnd mitt
Das fünffte Buch. trinckenn die volle begabet, Wo kömpt nun das alles, vnnd vmb wes willenn thut es Gott, alles vmb des mennschenn willenn, das er auch vonn den thierenn, vber das so das Erdtreich tregt zuessen, vnnd seinenn hunger zubussenn habe, auch das er sonnst der gethiere brauche, vnnd im dienenn lassen, Da bawet er seinenn acker mit, da fuhret er sein kornn ein, da fehret er vonn einem ortte zum anndernn, Ist also das viehe des mennschenn knecht, Darumb denn Gott das viehe geschaffenn, mit trinckenn vnnd essenn versehenn hat, wie der Prophet spricht, das alle thiere vff dem feldt trinckenn, Wiewohl nun Gott dem mennschenn anfennglich auch den tranck des wassers gebenn hatt, vnnd zu vffenndthalt dieses lebenns gnugsamb were, wie dann Adam vnnd anndere Patriarchenn in aller welt vonn souiel tausenndt mennschenn, von keinem anndernn tranck gewust, vnnd dessenn sich genugenn habenn lassenn, So hat
Das fünffte Buch. vnns doch Gott vber den gemeinenn tranck des wassers, auch bessernn, Edtlernn, vnnd dem leibe gesundernn tranck des weines, beschert, vnnd gebenn, vnd darzu ann den orttenn, da kein weinwachs ist, aus dem wasser wohlgeschmacktenn getranck, des Bier brawenn, vnnd machenn lassenn, vnnd soltenn hierinne vernunfftige sein, denn die vnvernunfftige thiere die vber Irenn durst nit trinckenn, vnnd soltenn billich den almechtigenn in solchem erkennenn, vnnd darfur lobenn, dannckenn, vnnd nit so vermessiglichenn sauffenn vnd schwelgenn, Volgt Weitter Vnnd die wildenn thiere Irenn durst leschenn, auch sagt er, die thiere, der viele so gar weit, vnnd den mennschenn zu keinem gebrauchenn kommen, weder Jnn die kuchenn, noch zu keiner feldt oder hausarbeit, dennoch vonn Gott auch gespeiset vnnd getrencket wordenn, denn Gott lest
Jnenn das wasser fliessenn, aus den Bronnenn fernn vonn den Leuthenn, in geholtze vnnd gebirgenn, vff das das wilt auch des liebenn Vatters gutigkeitt mögenn geniessenn, Wie Dauidt ann einem anndern ort sagtt.
Aller augenn wartten auff dich herr Also auch, die vogell in der Lufft, Wie er weitter spricht, ann dennselbenn Bronnenn quellenn vnnd flüssenn wonenn die vogell, vnnd singenn vnter den zweigenn, das ist seint frölich vnnd lustigk, singen für das essenn vnnd trinckenn, ein frölich gesanng vnnd liedt, vnnd lobenn Jrenn Schepffer vnnd ernehrer, Summa es ist alles danckbar dem herrn, das viehe vf dem felde, die vogell vnter dem Himmell, Soltenn wir mennschenn nit viel mehr Gottes gabenn erkennenn, vnnd darfür danckbar sein, Darumb so wollenn wir mit dem heiligenn Prophetenn vnnd anndernn gleubigenn mennschenn, auch diesenn Psalmenn vnns der wolthat Gottes erjnnernn, vnnd darfür Gott lobenn.
vnnd preisenn, vnnd sagenn, Du lessest Bronnen quellenn, Dann welcher Konig oder Keiser hat die Kunst, das er seinem Volcke Bronnen gebe, so es vonnötenn were, aber du, du ewiger Gott, du lessest Bronnenn quellenn, es ist dein werck, Wir lesen, das er auch wohl hat Bronnenn gebenn, vnnd wasser lauffenn lassenn, aus hartenn felssenn, wie er den Kindernn Jsraël in der Wüstenn Wasser gab, Jtem da Konige Judith vnnd Jsmael zufelde lagenn, wieder den Konig Edem, vnnd grossenn mangel hattenn ann wasser, vnnd all viehe, vnnd alle verderbenn hettenn müssenn, gab Jne Gott wasser aus fürbit des Heiligenn Prophetenn Elisei, wie wir lesenn, 4.
Rege. 3: Welches alles sein grosse wercke seine gewaldt vnnd güete zuerzeigen[?]1 Nun habenn wir aber dieses orts, eine besonndere gabe eines Bronnes als nemblich der Saltzbronn, für den wir fürnemblich vnnd insonnderheit dem Herrnn danckenn, vnnd ein te Deum laudamus singenn sollenn, vonn wegenn des nutzbarkeitt.
so aus demselbigenn der liebe Gott so lannge gebenn, vnnd noch alle tage gibet, dann rechenn du, Wieviel tausenndt haußvetter mit allenn Jrenn Kindernn vnnd gesinde hat wohl der liebe Vatter souiel hundert Jar daher begabet, ernehret, erhalttenn, gespeiset, getrencket, gekleidet, aus dieser gabe des Bronnens, vnnd wieuiel habenn noch heutigs tags Jrenn vffennthalt, vnnd narung vom Bronnenn, mit alle Jrem Haußgesinde, Der mit Saltz machenn, dieser mit abführenn, vnnd wegkbringenn, Jener mit Holtz zu zuführenn, Holtz zu hauwenn, Wellenn zubindenn, Will geschweigenn der schmiede, die Jmmer ann den Pfannen zumachenn, vnnd zu lappenn habenn, Zimmerleute vnnd viel anndere arbeitsleute vnd taglöhner, welche mann teglich habenn muß, vnd allesampt Jre gewerbe darbey treibenn, Jrenn nutz suchenn, vnnd Jhr brodt verdienenn, solt mann dann nit Gott darfür lobenn vnnd erkennenn, das er vnns vnser teglich brodt also bescheren muß,
Vielmehr aber sollenn die Jenigenn Gott danncken, die die Pfanntheile vnnd Erbe habenn ann solcher gabe, denenn souiel leute mit Jrer arbeit dienen, vnnd sie ohn alle mühe solchs aus des gütigen Vatters hanndt emtpfahenn, Ja sage Jch, die sollen sonnderlich vor anndernn Gott für die Gabe preisenn, vnnd auch des nechstenn nit vergessenn, mitzutheilenn, Was Jhnenn Gott bescheret, wie dann auch der brauch gewesenn, vf einen sonderlichenn tagk ein almusenn bey dem Bronnen allenn armenn leutenn, außzutheilenn, Wie dann auch mitgetheilt wirdt, alle Jar ein Fürstlich almosenn, armenn Pfarherrnn, Studenten, Jungfrauwenn so zur ehe greiffenn, vnd auch sonst armenn leutenn, Ja sage Jch, das ist wohlgethan, das mann mit wortenn vnnd werckenn vns sollenn dannckbar Jegenn vnserm woltheter erzeigenn vnnd erkennenn, dann vonn welchem wir solchs vnnd alles annder habenn, vnnd wo wir auch solchs nit thetenn, vnnd allein
vnsernn pracht, hoffart, vnnd geitz, schwelgen, vnnd prassenn treibenn, wie leider in etzlichenn der böse brauch vnnd vergeß Gottes ist, könnte vnd wurde auch der liebe Gott vnns der mahl eins, solche gabe schmeler machenn, Jne auch wohl gar enndtziehenn, denn denckt nit, ob es wohl ein lannge zeit gestanndenn, das darumb altzeit so stehenn müsse, dann singet vnns der Prophet ein annder liedt, vonn der die Beche zu Wüsten macht, vnnd die wasserquellenn lest versiegenn, setzt ein fruchtbar Lanndt in ein vnfruchtbars vmb der boßheit willenn, derenn die darinnen wohnenn Psal 107,1 wie offt ist das geschehenn, das Gott Stedte vnnd dorffer hatt gar lassenn vergehenn, vnnd ann anndernn ortten, anndere wieder lassenn vfgehenn, Bronnenn vnnd wasser versiegenn, vnnd ann anndernn orten wieder lassenn quellenn, wie wir das auch finden beim Stabone in seinem erstenn vnnd letztenn buche seiner Geographei, Jtem die Heilige schrifft gedenckt des Bronnens zu Jericho, Wie
der verdorbenn, vnnd verlestert ist, vonn wegenn der sünde der Jnnwohner, vnnd wiederumb durch gebete des gleubigenn Helisei, vnnd annderer Gottes Kinder, gesundt süsse vnnd heilsamb gemacht ist, das sie sichs kunttenn gebrauchenn, kochen vnnd trinckenn, der für der zeit, weder mensch[?]1 noch viehe nütze war, Darumb solchs zuuerhutenn, sollenn wir wie fromme Gotteskinder, Gott in seinenn gabenn erkennenn, darfür danckenn, für sundenn vnns hutenn, Gott lobenn, vnsers armenn nehistenn nit vergessenn, vnnd vns also stellenn, das Gott nit mitt vnns zürne, dann sehet vor augenn Wann Gott die hanndt abzeucht, wie balde alle arbeitt verlorenn werenn, er könntte die Saltzadern sich verlierenn lassenn, oder stopffenn, er könte wiltwasser mit solcher weise quellenn lassenn, das mann es nit könntte gesonndernn, es könte durch Bauleute, den Bronnenn verderbenn lassenn werdenn, vnnd was soll mann viel
sagenn, da steht es im Psal, das er vmb der leute boßheit willenn, die hanndt kann vnnd will abziehenn, ein fruchtbar Lanndt in ein fruchtbars zusetzenn, Ja sprechenn etliche, dieweil du dann sagest, das mann Gott dannckenn soll, Warumb hat mann die weise lassenn abgehenn, das mann vf einenn besonnder, als S:
Bonifacij Gott lobet vnnd spennde gabe, das Sacrament vff den Bronnenn truge, vnnd alle Pfarher, Schueler vnnd Volck, Anntwort, Es ist Ja dieselbe weise abganngenn, so im Pabstumb breuchlich gewesen, aber was ist das, das mann das Heilige Sacrament zu dem Bronnenn truge, meinenn wir denn das das dem Herrnn Christo so wohlgefalle, vnnd nit besser gefallenn, das wirs essenn vnnd trinckenn, zu sterck vnsers betrubtenn gewissenns, vnnd sagenn dem Herrnn danck für sein bitter leidenn, wie die erste vnnd elteste Kirche gethan hatt, das möchte mann thun, das wir vns vmb denn Bronnenn versambletenn, vnnd daselbst
dem Herrnn ein Te Deum, oder annder liedt sungen[?]1, vnnd im danckenn, aber was manngels haben wir darann, so in vnsernn Kirchenn, so offt wir zum Gottes Tische zusammenn kommen, so offt du zum Bronnenn kommest, oder auch daheim im hause Gott dannckenn, wann wir essenn oder trinckenn, gelt oder Saltz vfgebenn, das Saltzfas vf den tisch bey der Kost setzenn, Jtem wann du deine Saltzgennse gemacht, vnnd vmb die Pfann daher stehenn siehest, das du dann sprechest oder dechtest, O Gott Himlischer Vatter, Jch dancke dir vnnd preise dich vmb deine gabe, Das wurde ohn zweiuell Gott wohl gefallenn, vnnd hettest also nit allein einenn tage im Jare, sonder alle tage vnnd vielerley das dich annreitzet, vnnd vermanet, Gott zudannckenn, vnnd köntest mit dem Prophetenn sprechenn, Jch will den Herrnn lobenn allezeit, sein lob soll Jmmerdar in meinem munde sein, hettest also vhrsach gnug Gott vonn hertzenn vor seine gabenn zu loben
Das fünffte Buch. vnnd danckenn, Nit aber alleine sollen wir annderenn die wir kein Pfanntheil habenn, oder auch durch vnnser arbeit dauonn etwas gewinnenn Gott lobenn, sonndernn auch alle mennschenn, die des Saltzes gebrauchenn, denn es ist denenn zu nutz auch gebenn, denn dencke in doch nach, was fur nutzbarkeit wir alle davonn habenn, vnnd wie not es sey, vnnd wie das gemeine sprichwort laut, So ist Saltz die beste würtze, vnnd kann sein viel vbeler enndtberenn, in vnnserm kuchenn, denn des Zuckers oder Pfeffers, Welche kost wolt vnns doch schmeckenn, wie köndtenn wir sein enntperen zur haushaltunge, vnnser fleisch, fische, Butter, kese einzusaltzenn, vnnd zum vorrath vber[?]wartenn, Wie wolte mann gesinde, arbeits leute speisenn, vnnd settigenn, Wie könnt ein landt mehr dem anndernn zutreibenn, zu furenn, vnnd holenn lassenn, So viel fische, vnnd fleisch, Hering, vnnd anndere gesaltzene Speise, souiel Butter
Das fünffte Buch. vnnd kese könnenn wir in vnnserm Lannde nicht machenn, das wir vnns kündtenn behelffenn, Wo mann vnns aus anndernn Lanndenn nit mehr zufuret, Was wolt dann vor ein theurung vnd manngell volgenn, wo vnns solches saltzes halben wurde fehlenn, Ja was wurde in diesem vnnd anndernn Lanndenn werdenn, so mann kein fleisch wilt oder zam, kein fische, kein butter, kein kese machenn kündte, Saltzes manngell halbenn, muste es doch alles verderbenn, stinckent vnnd modicht werdenn, vnnd vnns zu keinem nutze kommenn, Mustenn vns der wurtzell vnnd grases behelffenn wie das viehe, soltenn wir vnns des hartenn vnnseligenn hungers erwehrenn, Wo nit der liebe Gott, diese Edtle Creatur des Saltzes darzu gebenn, vnnd erschaffenn hette, das dem mennschenn dadurch seine speise geweret, vnnd nutze gemacht wurde, Wie mannche Stadt liede auch grosse not, so in
Das fünffte Buch. kriegsleufftenn sich der gesaltzene speise behelffen muß, Was solt ich sagenn, das mannch kranck mennsche vonn gelust wegenn begert, vonn einem gesaltzenn fische oder fleische zuessenn, vnd bekömpt Ime auch wohl zu seiner gesundtheit, vnnd wer kann doch alle nutzbarkeit vnnd notturfft des Saltzes erzehlenn, so der himlische vatter zur speise, zur ertzney, vnnd sonnst zu vielerley brauch das saltz geschaffenn hatt.
Darumb ist es billich, das alle mennschenn zu sampt vnns Gott fur seine gabenn danckenn, vnd darann gedenckenn, wie der liebe vatter fur vns sorget, wol thut vnnd gebe allerley gabe, dauon die mennschenn erhaltenn, vnnd erfreuet werdenn, nit alleine die Saltzbronnenn, sonndernn auch die Saurbronnenn, die Warme Bronnen, vonn farbenn vnnd geschmack manncherley, welches alles des Werckmeisters oder Schöpffers weißheit vnnd güte thut annzeigenn, das
104. Nun ist noch ein annder Bornn, vonn dem auch zusagenn ehe wir beschliessenn, welchenn vns der liebe Gott auch gebenn hat, Jegenn welchenn alle Saltzbronnenn, Saurbronnenn, Warme bronnenn, sampt allenn Bronnenn in der weitenn welt, alle silber vnnd Golt Bergkwergken, sampt allenn Reichthumen vnnd schetzenn vff erdenn, nichts seindt, vnnd werenn warlich arm vnnd durfftig, so wir den Bronn nit hetten, aber nu wir den habenn, seindt wir reich vnnd seligk, vnnd werdenn in der Heyligenn schrifft, vonn dem heiligenn Geiste darzu vermanett, das wir dem Herrenn dafur danckenn sollenn, als im Psal.
Das fünffte Buch. versamblungenn zu Gottes diennst, lobenn, singk1[?] vnnd sagenn soll, Es ist ein Geistlicher Bronn, welcher nit einer geselschafft oder einer Stadt gebenn ist, Besonnder allenn gleubigenn, so weit die welt ist, Er bringt auch nit mit sich zeitliche güeter, sonnder ewige güeter, im ewigenn lebenn, dauonn hat der Prophet Zacha:
am 13. gar herlich geprediget zu der zeit |: vernim des Neuenn Testaments :| wurde das haus Dauidt, vnnd die Burger zu Jerusalem, einenn freyenn offenenn bronnenn haben, wieder die Sunde vnnd vnreinigkeit, Was ist doch das fur ein bronn, der zu Jherusalem quellen wurde, vnnd abwaschenn alle vnreynigkeitt vnd sunde, Das muß Ja ein köstlich vnnd Edell wasser sein, das da abwescht alle sunde vnnd geistliche vnreinigkeit des hertzenns, das so suß vnnd gesundt ist, zu trinckenn, zu labenn, zu sterckenn, vnnd bekrefftigenn den Innerlichenn mennschenn, Ja
Das fünffte Buch. das seindt die wasser des heiligenn Geistes, die da nit verschrenckt oder verschlossenn stehenn, wie im altenn Testament, das hanndtfaß Mose, oder hernach das Mehr, das der König Salomo machl1[?] ließ, sich darin zu waschenn, vnnd reinigenn alleine den Priesternn, sonnder ein freyenn offenen Bronnenn, darin sich reich vnnd arm, Jung vnnd alt, allezeit zutrinckenn, labenn, kuelenn, reynigenn vnnd artzneyenn habenn, Item der Prophet Esai:
hat auch dauonn geweissaget, am 12. Capi: da er auch vonn der zeit des neuen Testaments sagt vnnd spricht vnnder anndern, Ir werdet mit freudenn wasser schöpffenn, aus dem heilbronnenn, Siehe, hie heist der Prophet die wasser des heiligenn Geistes, Heilbronnenn, darumb das sie alles heile, hulff, vnnd trost bringen, Ja die ewige freude vnnd seligkeit allenn gleubigenn, vnnd seindt die theurenn wortte vnnd zusagung Christi, die Heilige Tauffe, der Heilige
Das fünffte Buch. Geist, so vnns gegebenn wirdt, das ist das schöne reine lauttere wasser, das gesunde wasser, das heilige wasser, welchs vnns nit eintzelig, sonndernn vns vffs aller reicheste gegebenn ist, Daraus vnns vnnd anndernn zuschepffenn, zuholenn, vnd zu badenn, Denn spricht Esa:
werdet ihr mitt freudenn schepffenn, vnnd singenn, da werdett ihr rechte lehre, geweisenn trost, vnnd volkommene abwaschung aller euer sunde habenn, also das ihr Gott darfur nit gnugsamb gedannckenn küntet, Also sagt auch der Herr Christus zum weibe bey dem Bronnenn der Stadt Sichar:
Jo: 4. Weib wer dieses wassers trinckenn wirdt, das ich Ime gebe, den wirdt ewiglich nit durstenn, sonndern das wasser das ich im gebenn werde, das wirdt in Ime ein bron des wassers werdenn, das in das ewige leben quillet.
Sehet das ist der heilbronn, oder Bronn Israel, der das ewige lebenn bringt, vnnd ist nit auszuscheffffen1[?], denn wir so herlich vermanet werdenn vom Heiligen
Das fünffte Buch. Geist darfur zudanckenn, Darumb so last insonnderheit vnnd fur allenn dingenn, fur diesenn reichenn ewig quellenten heilsamen bronnenn, Gott höchlich vnnd vom hertzen danckenn, fur sein Heiliges wort, dadurch wir bekert, vnnd zum Christenn glaubenn kommen seindt, fur sein Herliche tauffe, darin wir so reine gewasch1[?] vnnd gebat sein, fur die Gabe des Heiligenn Geists, der vnns bey rechtem glaubenn erhelt, sterckett, tröstet, lobet, vnnd artzet, das wir volle gnüge habenn, vnnd mit dem Heiligenn Prophetenn Dauidt aus dem 23.
Psal singenn, Er lest mich weiden, da viel graß stehet, vnnd führet mich zum wasser das mich erkuelet, Demselbigenn vnnserm liebenn vatter vnnd Gott, sey nun vor diese vnnd alle seine veterliche gabenn, damit er vnns teglich ann leib vnnd seele so reichlich begabet, lob ehr vnnd danck gesagt, vonn nun ann bis in Ewigkeit, Amen.
Der Erst Appendix. Zimmermann. Meurer, ist auch Wegemeister, Kleÿber Meister. Achtell. Gehörenn — 8 vff ein Pfann saltz, Ist eines souiel als — 2 Marpurger Muth.
Ein Malter aschenn wiegen In die — 188 lb. Abzehlenn. Geschicht allenn Montagk in beÿsein der Saltzgrevenn vnnd Beamptenn, sein die zeichenn der klaffter Holtz, was der Holtzvogt die wochenn vber den Bödernn verkaufft.
Abzahl Register. Darin wirdet die zahl der verkaufftenn klaffternn, allenn Montagk nach dem abzehlenn geschriebenn, dero heltet der Holtzvogt eins, vnnd der Pfarher Mhenanus1 auch eins.
Der Erst Appendix. Bompenn. Sein kupffernn Rörenn, hat mann zwo im Saltzbronnenn, Ist Jede — 5½ Zoll weit, vnnd — 2 im wasserschacht, Ist Jede — 8 Zoll weit, damitt wirdet die Sohl vnnd das wiltwasser zugleich gelanngt, außgehalttenn vnnd abgeöst, Bompegeldt.
Der Erst Appendix. Baisse. Ist die Materia, so Jedenn Sonnabenndt auß dem Gesöde gelanngt wirdt, [Einfügezeichen F] zurschlegt mann, vnnd lessets in der Sohl wieder zergehenn, vnnd dardurch wirdt die Sohle zum siedenn gesterckt, vnnd verbessert, Bortteisenn.
Ist ein stuck eisenn so breit wie ein Blech, das hengt mann ann die Pfannenn, Wann mann die Sohle, so in den trogenn gestanndenn, Inn die Pfann geust, darmit die Bortte ann den Pfannenn dadurch nitt beschediget werdenn, derenn muß mann zu Jeder Pfann vff Jede seitte, eines habenn, Beisshamer.
Der Erst Appendix. Bodt habenn, das zufegenn, vnnd das Versaltz zusammenn zukerenn, Blut. Vom Rindernn muß mann zu einer Pfann, aldieweil die weret, vngeuehrlich vor — ½ achtell saltz habenn, Wirdet gebraucht, wann mann die Pfan vfsetzt, das sie darmit bestrichenn, vnnd Jungtbrenndt wirdet, vnnd darnach wann die pfannen alt wordenn, vnnd außgehenn, müssenn alle dreÿ wochenn, die nethe mit bestrichenn werdenn, Wirdet in gemein farbe gemelt, Berleff1.
Gehörenn beÿ Jede Pfannenn — 2. giltet eine — 2 d. braucht mann beÿ der Schauffelnn, Wenn man die Gennse fenngt, dieselbenn werdenn darmit beschlagenn, vnnd gefertiget. Besoldung.
Der Erst Appendix. Belege. Ist das Jenige, so ann den beidenn seittenn vf der Wanndt ann die Pfann gelegt werdenn von schloter, darmit die Pfannbeume nit verbrennenn, Darwieder werdenn die Saltzgennse gesetzt vnnd gedörret.
Belegstein. Muß mann vf Jeder seittenn — 4 habenn liegen vf dem Gesöde, vnnd vnter den nethenn der Pfann, darauf ruhenn die Pfannenn, das sie nicht schaden nimpt, Böcke.
Bauholtz. Wirdet etwo ein theils am Seulingswaldt, das andere am Wolffesberge gehawenn, Vom Seulingswaldt gibt mann vonn einem gantz Bodt, zu fuhrlohn biß Inn die Bodenn, ———— 16 fl.
Buchenn holtz. Giltet Ein klaffter ———— j thaler. Busse ann Saltzpfannen. So offt der Böder ann der altenn Pfann lest buessenn, herr dem Schmiede vonn Jedem nagell, so er Innschlegt — j hlr gebenn, kann vf ein pfann vnngefehrlich 4. 5. oder 6 fl. lauffenn, vonn ein
Der Erst Appendix. haffenn — 4 hlr, darann gehörenn 4 negell, sein auch — 4 hlr, den Lappenn bezahlt mann nach der gröste vnnd kleine, Nemblich ein ganntz bladt, vor — 2 alb.
fl. vnnd herrnn gar, ohne wenn Burger die Holtzordnung gebrochenn, vnnd in Sodenn gestrafft werdenn, solche buß gibt mann der Stadt halb wenn aber die Pfenner, Ir theil Saltzwerck selbst Innehabenn, so hat gleichwohl ffgl.
die hoheit vnnd straff, vber hals, hanndt, schuldt vnnd schadenn, die Pfenner aber habenn vber Ihr gesinde vnnd Bodenn, gebot, straff, vnnd buß, Ihnenn gehorsamb vnnd gewertigk zusein, Inn der Stadt aber ist alle Criminal vnnd die busse, so vonn vnnserm gl.
Junij Anno 68. in Cassell datirt. Bödtener1. Jst einer Jm Bodenn, muß alle faß vf vnnd zuschlage[?]2 Kubenn, Saltzmas, Zöbber, Stüntz[?]3, vnnd füll einer machenn, vnnd in besserung haltenn, auch bey vffvnnd ausmessung des Saltzes, hat zu belohnung ein achtteil Saltz, vnnd vom Jeder Pfann so vffgemessenn wirdt — j alb.
vom einem newenn Kubenn gibt mann Jhm, so er das holtz darthut — 6. oder 7 thaler. Wenn aber das holtz vnnsers gnedigenn furstenn vnd hern ist — 3 thaler, vom einem Saltzmas zumache[?]4 — 8 alb.
Der Erst Appendix. Jhm vom schock — 4 alb. vnnd so er die Reiff hewet, des tags — 4½ alb. Setzt er aber ein alt Kubenn vom newenn wieder zusammenn, gibt mann Jme zwenn thaler, oder — 2 fl.
die 2 alb. hebt der Renndtmeister, die — 10 alb. die Jnnehmer der trancksteur. Jst also vom vnnserm gnedigenn fürsten vnd herrenn in der Resolution Anno 68.
zugelassen, doch soll der Wirdt kein offenntlich glagk1 vnnd zech haltenn, Es mög aber die alte Ordenung, das in Bodenn kein wein oder Bier soll geschenckt werdenn.
Der Erst Appendix. welchenn sie vonn allters her also gehalttenn. Bawmeister. Jst einer in Bodenn, der itzige Bronnenn meister, hat darvonn zu besoldung Geldt ———— 20 fl.
Der sein vnnter der Pfannenn in Steinkolenn Bodenn im gesode — 2. zu demselbigenn werdenn die kleinenn kolenn vf die Plattenn geschütt, gederret, vnnd demnach vf den Rost zubrennenn gestossenn.
Nota. Anno 72. Hab ich ein sonnderlich schreibenn des Pfarhers Rhenani aus Cassell ———— 4 Claffter relenn lassenn, zuerforschenn, wieuiel scheidt ein Claffter halte, befundenn.
Dielenn. Kostenn ein schock ———— 5. thaler, mehr oder weniger, werdenn gebraucht im Saltzwergk zu den gesödenn, dechernn vnnd thüren in Boden, Diener stehet vnnterm A.
Der Erst Appendix. Dienstvolck. Dem dienstvolck so das flösholtz aus dem wasser bringt, gibt der Holtzvogt vonn Jeder Claffter zu tranckgeldt ———— 5 heller.
vnnd wirdet Jhnenn auch das forstgeldt halb nachgelassenn, Jst also durch vnnsern gnedigenn fürsten vnnd herrnn, Gottseliger vnnd hochlöblicher gedechtnus, in Anno 44.
verordnet, laut der schrifftlichenn vrkundt, Darrstubenn, darroffenn Jst in Jedem Steinkolenn Both eine, darinnenn wirdt das saltz am stückenn vor den offenn durr gemacht, ehe dann es verladenn wirdt, E.
Die Eysennhüt, darauf solch blech gemacht wirdt, heist Rommershausenn, Jst aber nunmehr gein Lippoldesbergk gelegt, daselbst soll mann Centner bezahlenn mit — 4 fl.
Der Erst Appendix. — 3 fl. 6 alb. Toffell zoll, Jtem — 25 fl j alb 4 hlr. herrnngeldt, vnnd — 2 pfan saltzes alter Pflicht, ann stadt der ———— 25 offen, Was sonnstenn Grundtzins vom haus vnd hoffenn, im Saltzwerck gefelt, dero ein theils gebürt hochgedachtenn vnnserm gl.
f. vnnd herrnn, Was vff sfgl.1 theil stehet, vnnd ist Jerlichenn, ———— 6 fl 6 alb. 6 hlr Was aber vf der Pfenner theil gefelt, das ist vnnd habenn sie die Pfenner selbst, Erbkaufft Pfannentheil.
Der Erst Appendix. darmit mann sicht, wieuiel der Jars Jns Saltzwergk kommenn, Mann ledet auch den Esell treibernn vf Jedenn hauffenn — 2 achtell saltzes, giltet einer ———— 24 alb.
Mein G. F. vnnd herr, hat Jedes Jars souiel mahl sfgl.1 gefellig, flössenn zulassenn, doch das solchs Jederzeit zu rechtenn wettertagenn, zwischenn Walpurgis vnnd Pfingstenn, oder nach Laurentij, wenns wasser starck gnug ist, vorgenommenn werde, vnnd soll den Sachsischenn amptleuchtenn[?]2 zu Creutzburgk vnnd Gerstungenn, wenn mann flossenn will, alwege 14 tage zuuor anngekündigtt,
Der Erst Appendix. auch der ort da das holtz anngefurt, vnnd Jnngeworfenn werdenn soll, vermeldet werdenn, darmit sie die vnndersassenn, vor schadenn zu warnnenn, Darentkegenn gibt hochgedachter vnnser gl.
fl. vnnd herr, dem Hertzogenn zu Sachssenn, wenn ein oder viel mahl geflöst wirdt ———— 100 achteill gut vnnd kein schmir saltz, vnnd dem Obersten zu Mila auch ein Pfann, Wenn nun aber nicht geflöst, als denn gleichwohl — 50 achteill, Wirdet vf den tagk Jacobi zu Allenndorff in beisein eines Sachssischenn dieners eingepackt, vnnd fürters vf vnnsers gl.
f. vnd herrnn kostenn gein Mila gelieffertt, Es soll auch aller schadenn so den vndersassenn solcher flös halbenn beschehenn möchte, nach erkendtnus Jedes orts schepffenn, bezahlet werdenn, Nota.
Summa — 16 fl 2 alb 6. hlr. vonn Jeder Pfann — ½ thaler. Eich Zober, eichenn. Sein zwene, heltet Jeder — 2 Ohm Wormbser Eich, darmit wirdt bisweilenn der Saltzbronnenn, was daraus in einer stundt kann gelanngt werdenn, geeichet, Wie hiernach ein besonder verzeichnus zufindenn, Nō:2
Aus den Bodenn gein Cassell ———— 2 thaler. Aus Cassell gein Darmbstadt ———— 6 fl. Ist aber nunmehr gestiegenn, Vonn einem fuder fasse Vom neuenn Haus inn die Bodenn ———— j alb 3 hlr Vom Spitthal hero, ———— j alb 9 hlr Sohl Troghe.
Der Erst Appendix. Dreck auszufuhrenn, Einem tagk ———— 24 alb. Bört vnnd flößleitternn, aus dem grossenn hause beÿ die Werra zuführenn, Einem tagk ———— 48 alb.
Der Erst Appendix. Was aber Oberhalb Mündenn kaufft wirdt, davonn gibt mann vom Jedem fasse ———— j alb Vonn —— 100 lediger Thonnenn vonn Vackenn[?]1 bis gein Allenndorff, ———— j fl.
Dem Bödtner zu Vackenn[?]2, gibt mann vor ein neu faß ———— 14 alb Sonnstenn wirdet eins mit —— ½ thaler bezahlet, darzu kostet eins zu schiffuhrlohnn bis gein Allendorf,
Der Erst Appendix. vonn Vackenn[?]1 ———— 2 Oberhalb Mündenn ———— 1 } alb. Flössenn. Soll Jedes Jars beschehenn, zwischenn Walpurgis vnnd Pfingstenn, oder nach Laurentij, Laut des Eisenachischenn vertragts, beÿ E.
flössenn lassenn, ———— 100 achtel saltz. Wenn aber nit geflöst wirdt, nur —— 50 achtell. Vnnd dem Oberstenn auch ein Pfann, sein zusammenn ———— 13½ Pfan.
Vnnd schickt vnnser gnediger fürst vnnd herr solch saltz bis gein Mila, Davonn zufuhrlohnn, gibt mann den Beilsteinischenn vom dammenn bis gein Wannfriedt – 8 fl j alb 3 hlr.
Der Erst Appendix. Flöß zeichenn. Gibt mann den dienstleutenn, so das flösholtz aus dem wasser werffenn, darauf bezahlet sie denn der Holtzvogt, vom Jeder Klr1 ———— 5 hlr.
Bringt sie darnach dem Holtzleger, Was also denn solch vnnd ein Jedes zeichenn ann der zahl hat vnd gelttet, denselbenn ann der zahl gezeichnetenn hauffenn oder Klaffter holtzes bekommet er – Also wirdt es auch mit demselbigenn scheidt holtz gehalttenn, Fuhr zeichenn.
Der Erst Appendix. mann das saltz aus der Pfannenn lanngenn will, feget manns vff schauffelnn Ein Ganß[?]1 genennet, derenn feget mann vf ein mahl —— 12 gense[?]2, vnnd geschicht zu einer Pfann —— 14.
oder 15. mal, Fegfaß Gehörenn in ein bodt dreÿ, kostet eins —— j batz –, werdenn im siedenn Inn die Pfann gesetzt, darin samblet sich aller sanndt vnnd vnreinigkeitt, so in der Sohlenn ist, Feurenn.
Der Erst Appendix. Fegenn. Alwegenn wenn in einer Pfann —— 5. oder 6. werk gesottenn wordenn, hennkenn sich die schebenn, hart vnnd dick ann die Pfannenn, derowegenn der meister die ausfegenn muß, Welchs geschicht durch ein feur, so mit —— 5.
oder 6. wellenn vnnter die Pfannenn, Wenn die zuvor gar ausgefüllet wordenn, gemacht wirdt, denn vonn der hitze springenn die schebenn abe, Fersetzer Zu Allenndorff, müssenn die Börte vnnd Leÿternn[?]1 zum flössenn setzenn, davonn gibt mann einem des tags —— 3½ alb.
Der Erst Appendix. Anno 77. sein im Weissenn hoffe vffgeschüt —— 300 Pfann, habenn im vffschüttenn, vnnd im grossenn mas gebenn —— 215 Pfann ½ achttell 3¼ metzenn, Füll Eimer Muß mann in Jedem bodt einenn habenn benebenn der Eschenn, damit mann die Sohle aus dem tieffen Kübenn lannget, kost einer —— ½ fl.
Gegennschreiber. Ist auch Zoller vnnd mit Saltzwart sein ampt ist, alles was der Renndtmeister ann gelde ausgibt, darbeÿ zu sein, vnnd Ims wochenn buch zuschreibenn, den Zoll, Schatz, vnnd wege geldt Innzunehmenn, vnnd alle werke, was dero wochentlich vnnd Jerlich gesottenn werdenn, zu Register zubringenn, Hat davonn zu besoldung 20 fl.
Gibt der Pfarher Rhenanus den Bodernn vff Jede Klr1 eins, dieselbenn muß der Böder benebenn des Holtzvogts zeichenn, dem Holtzleger ehe vnnd zuvor er das bekömpt, liefernn, Gerichts knecht.
Ist einer in Bodenn, muß alles saltz vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd herrnn, Gravenn, Prelatenn, vnnd der Ritterschafft bestellenn, beÿ vfmessung des saltzes sein, auch die Holtzberge vmb die Bodenn begehenn, Desgleichenn die vngehorsamenn, vnnd vberfahrer, vf bevelch der Saltzgreuenn vnd Beamptenn zu hafftenn bringenn, Ist auch wechter, Hat Jars zu besoldung vom Gerichtsknechtsdienst,
Der Erst Appendix. —— 2 fl. 24 alb. vnnd — j achtell saltz, vnnd vonn Jeder Pfann saltzes, so vfgemessenn wirdt, vnnd die er der Ritterschafft bestelt, ———— j alb.
Vom Forst ———— 3 fl. 8 alb. vonn der Wache ———— 10 fl. Vom Schoßhaus ———— 16 alb. Gesöde. Ist das werk darauff die Pfann gesetzt wirdt, Ist in Vier theil getheilt.
Da fordertheil heisset der vorofe, das hindertheil der hinderofen, beide seittenn wennde, Der grundt darauf das feuer gemacht wirdt der herdt, die vier eckenn hörnner, Zwischenn den Wenndenn, vnnd der Pfannenn wirdts auch mit steinenn verwart, vnnd bekleibet, heisset mann Belegenn, Dieser gesöde kann eins vonn neuenn zumachen
Nota Jede wochenn bricht mann der Gesöde ein theil abe, nimpt das gebrennte aus, heist mann beisse2, machts vom neuwem aus schloter vnnd sohlenn, dauonn zu machenn gibt mann ——— 2 alb.
Geschenck Vnnd vffgab ehs3 saltz, vber den geordenntenn feilenn saltzkauff zunehmenn, ist ein Saltzwerck allenn Beamptenn, also den Bödernn Anno 55 den 13 Augusti, durch einenn sonnderlichenn schrifftlichenn beuelch ernnstlich verbottenn, Grube Ist der platz vorm Both, darauff die wellenn gesetzt werdenn, Gegennwarttenn Sein zwenn, einer der Zöller, der annder der Caplan