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gericht, das solchs zu erbawung des Bronns, vnnd auch schöpffung der Sohl Jederzeit, sonnder nachteil zugebrauchenn, doch das solchs nit vf den Saltzbronn gesetzt, oder gebraucht werde, Es sey dann durch vnnsers gnedigenn Herrenn, oder vnns die Rethe vnnd gemeine Pfenner sempttlichenn, vor nutzlicher, bequemer vnnd besser Sohle damit zuschöpffenn, dann mit Jtziger Jorgen Kunst, im augennschein selbst besehenn, erkenndt vnnd anngenommenn, Solches woltenn wir euch vf euer bitlichs begerenn, günstiger, freundtlicher, vnnd guter meinung nit vorhalten vnnd euch zu günstigemm freundtlichem willenn seindt wir geneigt Datum Cassell den letztenn tage Nouembris Anno 48.
Thias Thoreij1, vnnd Weigell Riegenrodt, Burgermeister zu Allenndorff ann der Werra, vnnd Gemeiner Pfenner Saltzgreuenn zun Bodenn daselbst sampt vnnd sonndernn, Zweite Antwort Stadthalter2 vnnd Rethe zu Cassell den Pfennernn erbawung des Saltzbrons halbenn gegebenn den 9.
Decembris Anno 48. Vnsernn günstigenn willenn vnnd freundlich dienst zuuor Erbarnn vnnd achtparnn gute Gönner vnnd freunde, Wir habenn ewer wieder schreibenn vnnd anntwort, vnns vf vnnsernn Rath vnnd bedenckenn, erbawung des Saltzbronns halber, so Jr vonn vnns begert, gethann, alles Jnnhalts nach der lennge verlesenn, vnnd hettenn vnns genntzlich versehenn, Dieweil ihr solannge Zeit zu ewer zusammen kunfft gehapt, Jr hettet euch darin [übergeschrieben:
zu schleuniger hanndelung verstenndigt, vnnd solches nit in die lenng vfgezogenn, aber wie dem allem, dieweil ihr nachmahls zimbliche geraume zeit, die dinge ann ewer mitterbenn gelanngenn zulassenn, bittenn, Wollet ihr zum förderlichstenn Jmmer müglich, solchs auszurichtenn euch befleissigenn, vnnd euch ewers gemüts, wies euch in dem fall zubewilligenn, vnnd zuthun sein will, erclerenn, vnnd vnns zuerkennenn gebenn, Wie wohl nun vonnötenn das mann sich alle stunde zu der Bereitschafft des Bawes schickenn solt, So wollenn wir euch doch nachmahls einenn Monat zeit zugelassenn, vnns nach ausgannge desselbigenn darauf enndtlich, beschlieslich anntwort vnnd bescheidt zugebenn, Solchs woltenn wir euch am stadt vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn zu Hessenn, hinwieder nit verhalten, vnd euch zu allem gutenn seindt wir geneigt Datum Cassell den 9.
Den Erbarnn vnnd achtparnn vnsernn gutenn Gönnern vnnd freundenn Saltzgreuenn vnnd gemeinenn Pfennernn zu Allenndorff ann der Werra / Darauf sie die Furstlichenn Herrenn Stadthalter vnnd Rethe, Jr Rath vnnd bedennckenn gebettenn, das ich dann dem Herrnn Stadthalter, vnnd also anngezeigt das nutzlich vnndt gut were, das der Saltzbronn gantz new gefast wurde, Derhalbenn Stadthalter vnd Rethe Jhnenn den Pfennernn wieder vnns geschriebenn, also, etc.
Vnsernn günstigenn willenn vnnd freundtlich dienst zuuor Erbarnn vnnd achtparnn gute Gönner vnnd freunde, Vnns hat kurtz hieuor Jost Berker anngezeigt, was ihr vnnter anndernn begert, das wir euch vnser bedennckenn, erbawung des Saltzbronns halber verstenndigenn woltenn, damit Jhnen solchs gemeinen Pfennernn, dieweil Jr sie derwegenn schirstkunfftigenn den 3.
darauf günstiger guter meinung nit verhaltenn, das beide die Böder vnnd Kerner hefftigk vber das abnehmenn des Saltzbronns klagenn, derwegenn die Böder die Kerner vnnd Ladeleute vorteiln, vnnd dann die Kerner das Lanndt vbernehmenn, vnnd klagenn doch die Kerner, wie Jr dann desmahls gemeltenn Jostenn auch anngezeigt, das einer so sechs achteil geladenn, vber sein ausgelegt geldt, die Zehrung vngerechet, nur Neun albos solt gelöst habenn, Dieweil dann der manngell also scheinbarlich fürhanndenn, vnnd Jhr wist, das das gebeue1 des Saltzbronns manngelhafftigk, So ist vnnser enndtlich bedennckenn, das der Saltzbron vfs vleißigst vnnd bestenndigst, gemacht vnnd gefast werde, Dann solt mann wie vorm Jare dauonn geschloßenn, darann etwas flickenn vnnd Lappenn, So ist zubesorgenn, das darmit da dem wercke nit geholffenn, noch die klage der Böder mit bestanndt were abgelegt, Damit nun das werck dem ganntzenn Furstennthumb wie gemeiner Ritter vnnd Lanndtschafft, vnnd Jnnsonnderheit zu ewerm selbst bestenn zuerneuernn, die
eüßerste noth erfordert, So wollenn wir an stadt vnnd vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnd Herrenn zu Hessenn, alles das Jenig darzu thun, das mennschlich vnnd müglich ist, vnnd soll daran nichts manngelnn, Was nun euer vnnd gemeiner Pfenner bedennckenn, vnnd enndtlich schliessenn hierauff sein wirdt, das wollet vnns zum aller furderlichsten durch einenn Stadtlichenn ausschos, der volkommenn gewalt, vnnd beuelche habe, ohnn hindersich bringen, mit vnns enndtlich dauonn zuschliessenn, verstenndigk, damit mann zu schleuniger zurichtung kommenn, Nach dem auch mit Jorgenn Behmenn seiner Kunst halben vf bessere wege zutrachtenn, ein zeither gedult getragenn, vnnd er aber vonn vnns, auch euch mehr als einmahl sich vernehmenn, vnnd Jtzo letzlich aus Ascherslebenn ann gedachte V.
G. Herrnn Saltzgreuenn vf derselbigenn schreibenn zur Antwort gebenn, das er seine Kunst also gebauet, das er die nit besser machenn könne, vnnd er sich dann hieuor vor vnnsers gnedigenn Herrnn beuelchhaber vnd
euch gemeiner Pfenner Saltzgreuenn hat hörenn lassen, mit ausdrucklichenn worttenn, er könne der Böder klagenn nit altzeit warttenn, Darumb möcht er leiden, das er solcher Jtzigenn Kunst, dieweil sie den Bödernn nit dienlich, abgelegt werde, das dann auch Jhr von beider Herschafft Saltzgreuenn ann Jre Herrnn vnnd mit Pfenner gelanngenn wollenn lassenn, Dieweil nun vonn Jörgenn weitter besserung nit zugewartenn, auch die Böder das verderbenn des Bornns seiner Kunst vnnd gebeue zulegenn, wie sie, So erfordert die notturfft mit verennderung der Kunst vf mittell vnnd wege zugedennckenn, die dem Saltzwergk zutreglicher seyenn, vnnd laßenn wir vnns wohl gefallenn, das es damit vfs aller furderlichste, dahin gerichtet werde, das die Boderknechte solch geldt mit dem Schöpffenn zum theil selber verdienenn, auch beiden Herschafftenn daruonn, Jerlichs zu erhaltung desselbigk1[?], könnt etwas heraus gebenn werdenn, Wie dann vns des Müldener vnnd Jost Berber, das solchs also Jns werck zubringenn bestelt, mundtlichenn berichtt gethann habenn, das solchs zu erbawung des Bronns
vnnd auch ausschöpffung der Sohl zugebrauchenn, doch das solchs nit vf den Bronn gesetzt oder gebraucht werde, Es sey dann durch vnnsers gnedigenn Herrnn oder vnns die Räthe vnnd gemeine Pfenner vor nutzlicher vnnd bequemlicher, Sohl damit zuschepffenn, dann mit der Jtzigenn Jorgenn Kunst, im augennschein selbst besehenn, erkanndt vnnd anngenommen, Solches woltenn wir euch, vf ewer begert, günstiger freundtlicher vnnd guter meinung nit verhaltenn, vnd seindt euch zu günstigenn freundtlichenn willenn geneigt, Datum Cassell den 17.
Nouembris Anno 48 Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell. Denn Der Pfenner Saltzgreuen, Darauff Saltzgreuenn vnnd gemeine Pfenner zu Allendorff, den Furstlichenn Herrnn Stadthalter Canntzler vnnd anndernn Rethenn schrifftlich anntwort geben, des Jnhalts
G. vf annbringenn Jostenn Berbers vnnd Heinrich Muldeners, manngels vnnd gebrechenns des Saltzbronns auch der Böder vnnd Kerner klage halbenn, ann vnns ausgehenn lassenn, habenn wir mit erbietung vnser schuldigenn willigenn dienste, in vnderthenigkeit endtpfanngenn, vnnd daraus vnnsers gnedigenn fürsten vnd Herrnn beuelch, vnnd E.
G. gemüte verstanndenn, Nemlich welcher gestalt der Saltzbronn vom grundt auff mit der Pfenner Rath vnnd willenn, das also, das nitt vbell erger gemacht werde, erneuert vnnd gebessert werdenn solt, vnnd das vnserm derhalbenn vorigenn gethanen Rathschlage als schlichwerck1 nicht zu volgenn, oder etwas damit auszurichtenn sey, mit weitterm annhange, da wir deshalbenn Jnrede oder Jegenn bedennckenn zuhabenn vermeintenn, das als dann E.
G. ann stadt hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn not weisung der fürstlichenn aufgerichtenn vertrege, vor etlichenn des Adels vnnd Stedtenn, erkanndt vns
darumb zugewarttenn, vnnbeschwert, vnd das wir zu der furderung einenn stadtlichenn ausschos, mitt volkommenem gewalte, ohnn hintersich bringenn abfertigenn soltenn, der vnnser meinung vnnd gemüte zuerclerenn, vnnd sampt ewer G.
G. in vnderthenigkeit nit verhaltenn, Nach dem in der Location zwischenn hochgemeltenn vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vnnd gemeinenn Pfennernn auffgericht, vnter anndernn ausdrucklichenn abgeredt vnnd verschriebenn, das vnser gnediger fürst vnnd Herr alle gebeuwe am Saltzbron, Bodenn, Sohlgrabenn, Jnn vnnd vmb die Bodenn, vnd allem was darzu gehörigk, die zeit der bewilligtenn Location, vf seiner fgl.
kostenn erhaltenn sollen vnd wollenn, Das auch Gemeine Pfenner zu keinem neuenn gebeuenn, die Jhnenn beschwerlich vnnd dem Saltzwerck gefehrlich sein möchtenn, vber Jren willen verstrickt oder obligirt sein sollenn, Jn dem Jst in gedachter Location vnnter anndern1[?] Cler
lich versehenn, das vnnser gnediger fürst vnnd Herr zu annfanng der Location den Pfennernn Jr ganntzes Saltzwerck, sampt allenn seinenn Jnn vnnd zugehörungenn Jnn so wesenntlichenn baw vnnd besserung, als das in zeit der Location anngenommenn, gestanndenn, wiederumb einreumenn vnnd zustellenn soll, vnnd ob vber das an Bodenn, Pfannenn oder sonnst am Saltzwergk etwas gebessert were, das alles soll gemeinenn Pfennernn, Jren Erbenn vnnd nachkommenn, ohne enndtgeltnus zugute reichenn, ohnne alles geuerde, Derhalbenn so könnenn wir vf E.
G. meinung vnnd begerenn dieser zeit ohnn vorwissenn vnnd bewilligung der auslenndisch1[?] Pfenner, vnnd zuwieder der Location, vnns zu einiche gebeuwe, hanndelung, vnnd rechtfertigung nit Jnngelassen, wie E.
habenn], Nun seindt wir nicht vngeneigt nach vnnserm bestenn verstannde, vnnd vermügenn, vor alle vorgefallenn beschwerung helffenn zurathenn, Doch das wir dadurch zuwieder der Location, vnnd anndernn vertregenn, nit möchtenn beschwert werdenn, habenn auch derowegen
Das fünffte Buch. Auff des Gestrengenn vnnd Ernuestenn Sigmundts vonn Beyneburgks Landtvogts ann der Werra, vnnsers gebietendenn Herrenn, Jostenn Berkers1[?] vnnd Heinrich Wuldeners anregenn, der furgefallenn gebrechen des Saltzbronns, vnnd anderer obererzehltenn2 beschwerungk halbenn, alle außlendische Pfenner vf nehistverschienenn dinstagk nach andere, vf vnserm Rathause zuerscheinenn, vnnd nebenn vnns, wie solche schedenn vorkommenn vnnd abgeschafft werdenn mochtenn, zurathschlagenn vnnd zuschliessenn, beschriebenn, tröstlicher hoffnung, sie soltenn in betrachtung der vorstehenden not, stadtlicher annkommenn sein, So seindt doch mehrertheil die vom Adell durch andere mergkliche geschäffte, die zeit zuerscheinenn, behindert wordenn vnnd aussenn bliebenn, Das wir derwegenn der fürstehenndenn gebrechenn halben, vnnd was wir vff E.
G. weitter erfordernn, zu anntwort gebenn soltenn, nichts habenn schliessenn könntenn, oder mögenn, vnd vns in so wichtigenn sachenn, ohnne bewilligung aller Pfenner, etwas vonn vnns zuschreibenn, nit geziemen noch
Das fünffte Buch. gebürenn will, So bittenn wir vnnderthenigs vleisses, E. G. wollenn vnns nachmahls zimbliche geraume zeit, diese dinge ann vnnser miterbenn1 gelanngenn zulassenn, gnediglich vergönnenn, wollenn wir dan furderlichsten Immer muglich, solchs außzurichtenn, vnns befleissigen, vnnd vnnser gemüte, wes vnns in diesem fall auff E.
48. E. G. Gehorsame vnnderthan. Saltzgreuenn vnnd Gemeine Pfenner zu Allenndorff. Vnd dieweil sie desmahls kein enndtlich anntwortt gebenn, habenn sie hernach diese schrifft vberschickt, Den Edlenn Gestrenngenn, vnnd Ernuestenn Hochge
G. vnnd gunstenn, des Saltzbronns vnnd seines gebeudes erhaltung wegenn vielleicht vf des Erbarnn Jost berkers annzeigenn zugeschriebenn bedennckenn verstanndenn, vnnd mügenn E.
G. vnnd gunstenn bedennckenn in mancherley artickell verfasset, das wir das notwendigste wiederumb zuerholenn, vnnd dann darauff vnnderschiedtliche antwort thun müssenn, nötig erachtenn, vnnd anfangs sagt E. G. vnnd gunstenn schrifftlich.
Das fünffte Buch. Das beide die Söder vnnd Bernner1 hefftigk, vber das abnehmenn der Sohlenn klagenn, derwegenn die Söder, Bernner vnnd Ladeleute2[?] verteilnn, vnnd dann die berner das lanndt vbernehmenn, Den artickell befindet mann klagbar, zu dem weisett es das siedenn vnnd die vbertracht des holtzes vnd feürwergks auß, Ob nun die Sohle abnimmet, oder mit dem wildenn wasser vberladenn, wirdet die Prob vnnterrichtenn, Wir besorgenn aber, dieweil der grundt des Bronns, durch die schwerenn gewaltigenn gebeude vnd schleichtenn also durschellet3, vnnd außgezogenn, das das wilde wasser zu einem einfluß Irgenndt geuhrsacht worden, aber die vhrsachenn hinzuthun, vnnd nun das wilde wasser abzusonndernn, Besorgenn wir vber vnnser vermügen, Erachtenn vnns auch darann mit nicht schuldigk zusein, Derhalbenn wollenn wir dem zuuorkommenn, E.
G. vnnd Hochgelerten gunstenn ann stadt vnnsers gnedigenn Lanndtfurstenn vnnd Herrnn, die sachenn ohnn vnnser weitter zuthun freundtlich hiemit beuohlenn habenn, Ewer G.
Das fünffte Buch. Item dieweil dann der manngell augennscheinlich befundenn, vnnd Ihr selbst wist das die fassung des Saltzbronns durch lennge der zeit manngelhafftigk, auch vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn Lanndtgraf Philipsenn zu Hessenn, den zu bauenn beuelch vnnd meinunge, doch das nit vbell erger gemacht werde, vnnd solchs mit ewerm Rath vnnd verwissen geschehe, Diesem artickell könnenn wir schwerlich gleubenn, dann die fassung des Bronns ein vberaus lannge zeitt vor vnnd ehr der gefehrlichenn Roßkunst1 vnuersehrt ann dem grunde vnnd fundament gestanndenn, das daraus wohl noch vber vnnser menschenn gedennckenn, den Bronn ann seiner fassung also zubleibenn, nicht allein zuuerhelffenn, Besonnder auch zubeschliessenn gewesen, Wes aber vf vnnser weigerung vnnd embsigs bittenn, die beschwerliche Roßkunst, die nicht annders dann dieses augennscheinlichenn schadenns, ein gewisse vhrsach ist, außgebliebenn, vnnd dann oder darnach der Bronn ann seiner fassung, vonn dem wir zuuor Sohlen schepffen, Inn diesenn anngebenn gerathenn, Hettenn wir das
G. vnnd Hochgelertenn gunstenn, werdenn vor mehr1[?] der gewilligtenn anngenommenn vnnd eingetrettenn Location, ann stadt vnnsers gnedigenn Lanndtsfurstenn vnnd Herrnn, darfür sein, das solcher verschliß des grundts, in wesentlichenn Baw ohnne vnnsernn kostenn bracht vnnd erhaltenn werde, genntzlichenn versehenn vnnd vertröstenn, Wir könnenn aber nun nicht vf was weise solches beschehenn möchte, vor vnnser Person, damit vbell nicht erger gemacht werde, wissenn, dieweil wir dann Jegenn die Pompenn, auch Roßkunst, nicht soltenn gehört werdenn, Müssenn wir solchen Rath, weg vnnd weise, den schliß in wesenntlichenn Baw zuenndthaltenn, vnnd das der Bronn, nach außganng der Location, so gut wie er empfanngenn, geliefert werde, E.
Das fünffte Buch. Auff E. G. vnnd Hochgl. G. drittenn Artickell. Item so ist vnnser enndtlich Rath vnnd bedennckenn, das der Saltzbronn vfs vleissigst vnnd beste zum aller furderlichstenn erneuert, vnnd gefasset werde, dann solt mann wie vorm Jar dauonn geschlossenn darann etwas flickenn vnnd Lappenn, vnnd nicht auß dem grunde bauenn, So were zubesorgenn, das darmitt dem wercke doch nit geholffenn, Den Rath vnnd bedennckenn wissenn wir nicht, wo sich der im wercke, vnnd der geschichte begebenn will, zuermessenn, Wir woltenn aber mann hette sich zuuor mit allem vleis des geuhrsachtenn schadens erkündet, vnnd mit verstenndigernn werckmeistern, daraus geredt, Irenn Rath anngehört, vnnd sich dann fernner nach gelegennheit des anngewertigen1 gebawes, das der dem schadenn zum fürschube bliebe, vnnd dann der grundtschlies wiederumb in wesenntliche gebeuwe bracht, darinnenn bleibenn vnnd behaltenn werden möcht, vnnderrichtenn lassenn gerathenn haben,
Das fünffte Buch. Da aber solchs E. G. vnnd Hochgl. G. nicht annehmlich sein will, vns aber vnnser verstanndt darinnen weitterung zuersuchenn beschwerlich sein, da es aber ohnn vnnser zuthun in ein besserung bracht werdenn kann, das woltenn wir am liebstenn wissenn, dann wir aus vnnser seligenn vorfahrn Bawregister vnnd verwarungenn1 derin nicht geringe besorgk vnd schreckenn habenn, derhalbenn vns die vfgerichte bestanndtnus oder Location in kunfftigenn schadenn den doch Got der Herre gnedigk verhüetenn wolle, nicht dringenn kann, Der Vierdt Artickell.
Item So wollenn wir ann stadt vnnd vonn wegenn Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn alles das Jenige darzu thun, das die notturfft erfordernn vnnd muglich ist, vnnd soll darann ann Fstl.2
theil nichts manngelnn, Aus diesem annschlage habenn wir soltenn Jmgleichen mit gebeuwe benebenn vnnserm gnedigenn Lanndtsfurstenn vnnd Herrnn, den mit außzufurenn, gefordert
Das fünffte Buch. werdenn zuermessenn, Nun wistenn wir Je nichtt, mit was fugenn, die weil wir hefftigk Jegenn die Roßkunst gebettenn die wieder vnnser güte verwilligung deste weniger nicht als ein vhrsache alles schadenns, dennoch vfgericht, Wir darzu weitter soltenn Baukostenn hinder den vertregenn der Location hin, mit zuerlegenn, gedrungenn soltenn werdenn, vnns zuenndtsinnenn, Der fünfft artickell.
Item So Jr aber darann nachmahls bedennckenn habenn würdet, So mögenn wir ann stadt Hochgedachts vnnsers gnedigenn Herrnn, Inn Crafft der vffgerichtenn vertrege etlicher vom Adell, vnnd der darin benenntenn vonn Stedtenn, erkanndtnus wohl leidenn, Das wir nicht in bedennckenn allein sonndernn auch hohe vnnd hochste beschwerunge in geferliche vnnsers erachtenns nicht schuldige gebeuw, abermahls, vnd den vertragk der Location, nach befindunge des schadenns, zuwiedder vnns zutringenn zulassen haben,
Das fünffte Buch. kann ein Jeglicher verstendiger leichtlich ermessenn, vnnd möchtenn wir dennoch des schadenns kein vrsachere sein, Wir Ja billich mit solchenn schwerenn vnncostenn des mitgebeuts1 vnuerschonetenn, das wir aber vff E.
G. begerenn vber die beschwerung vnnd bedennckenn, so vonn wegenn der Location, als eines sonndernn vnnd neuenn Vertrags eruolget, dem welchem Contracto Locationis Inn die Richtter des vorigenn vertrags nicht gewilligt, erkandtnus gewarttenn2 soltenn, Ist vnns in viele wege zubedenckenn, fürnehmlich das der Contract der Location daruonn kein meldung thut, Zu dem so seindt der mehrer vnnd fürnembste theil der vom Adell vnnd Stedten, in anngeregter Location selbst schuldige Bürgenn, vnnd mit fart wordenn, Derowegenn sie dann in diesem fall nicht Richter sein könnenn, oder mügenn, Wir auch Inn sie keins wegs gehelet oder gewilliget haben wollenn, dauonn wir vnns bedingenn, Der Sechst artickell sagt.
Das fünffte Buch. lich beschließlich meinung hieruf sein will, das wollet vnns zum aller furderlichstenn, durch einenn stadtlichenn außschos, der vol kommenn gewalt vnnd beuelch habe, ohnn hindersich bringenn, Mitt vns darin enndtlichenn zuschliessenn verstenndigenn, Dieweil wir in dem annschlage noch zur zeit nach befindung der sachenn, vnnd sonnderlich nach dem wir den schadenn nicht geuhrsacht, aber vleissigk vnnd zum höchstenn Jegenn die gewaltigenn, aufbeuwe vnd Roßkunst gebettenn, nicht wissenn zurathenn, noch zuthatenn1, So achtenn wir einenn sonnderlichen außschos zuuermeidung vieler vnncostenn, nichtt nötigk sein, Darumb wir dann desto weniger nit vnnsere bedennckenn dan einfeltigstenn auffs Papier bringenn, vnnd vbersenndenn lassenn, Der Siebennde Artickell.
Item Dieweil Jörge Behm, wie er aus Ascherßlebenn geschriebenn, vnnd Jr gelesenn hapt kein annder kunst zu außbringung der Sohlenn gedennckt oder weis vfzubringenn, vnnd dann gedachte vnsers
Das fünffte Buch. gnedigenn Herrnn Beuelchaber, vnnd Jr euch Ihnnen Jorgenn zimblich seiner Beuwe1[?], abzulegenn enndtschlossenn, Er auch sich darin etlicher maß, wie ihr wist, begebenn, So lassenn wir vnns gefallenn das es dahin gericht werde, Das wir Jorgenn Behmenn seiner schedtlichenn gebeuw, erlegenn, oder Jme sonnst darfur etwas zugebenn in zeit der Location enndtschlossenn habenn soltenn, Wissenn wir vnns der massenn nicht zuerInnernn wir seindt dessenn auch ann diesem tag wenig geneigt, Hette vnnser gnediger Lanndtsfurst vnd Her Jme aber, das er seine kunst sonnst vnnd nicht vff dem Saltzbronn gebraucht eine güte verehrung geben, die woltenn wir gernne habenn bezahlenn helffenn, Da aber Jegenn vnnd wieder das vngelt so Jorgenn Behmenn vor sein kunst gegebenn Inn annder mittell, damit mann ohne solche gewaltige erschüllung2[?], Reissen vnnd vfziehenn, des grundts, Sohlenn, des Bronns gelanngt vnnd gezogenn werdenn möchte, anngelegtt vnnd gericht, möchtenn wir gernne hörenn, sehenn,
Das fünffte Buch. vnnd vernehmenn, Das aber solches Jn vnnserm Nathe, vber vorige alte kunst vnnd arbeit so mit den Eimernn beschehenn solt, vnns vnmüglich sein zuendtschliessenn, Darumb müstenn wir da mit in rühen stehenn, vnnd das E.
G. vnnd Hochgl. G. Als Gott lob den verstenndigenn, freündtlichen vnnd vnnderthenig heim gebenn vnnd beuehlen, Vnnd nach dem dann vnnser gnediger fürst vnnd Herr, sich in anngenommener Location, anstrengklich1[?] verpflicht, das Ihr f.gl.
das anngenommenn, ohnne erlegung einicher gebeuwe, wiederumb einreümenn vnnd vberantwortenn sollenn vnnd wollenn, So seindt wir der vnnderthenigenn tröstlichenn hofnung, E.
vnnd der ganntz1 Lanndtschafft zugüt in vnnserm wohlerbautenn Erbe des Saltzwercks, darann sich sonnder zweiuell viele vnnser Voreltternn ehe sie das in so bestenndigenn [übergeschrieben:
ge]bauw vnnd nutzung gebracht, zu Betthlern gebauwet, ohne erlegung einicher gebeuw einenn so herlichenn grossen nutzenn zuhabenn, ganntz vnnderthenig vergonnett, vnns derhalbenn zu wieder der Location zu keinenn vnuerpflichtenn gebeuwenn oder rechtfertigung, vnnd sonnst zu keinenn vnbillichenn Costenn nichtt tringenn, Vnnd ist demnach ann E.
wollenn vnns derhalbenn, das wir E. G. gethane vorschlege, aus erzehltenn vnnd anndernn mehr gegründtenn vrsachenn, nicht annehmen, noch verfolgenn könntenn, günstiglich enndtschuldigt nehmenn, vnnd doch ann stadt Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vnnd zum fürder
G. vnnd Hochgl. G. als die verstenndigenn wohl zuthün wissenn, darann sein, das der manngelhafftige Saltzbronn, mit Gottlicher verleyhung, ohne alle geuerliche fürnehmenn, damit nit vbell erger gemacht werde, vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, Lanndt vnnd leutenn, vnnd vnns mit zum bestenn wiederumb in wesenntlichen bauw vnd besserung bracht, vnnd behaltenn werdenn, vnnd die theurenn Gotlichenn gabenn des Saltzwercks, vnnd deßelbigenn gedeyenn, durch verseumnus vnd vnvleis nicht verwarlost, vnnd das der Contract der Location gehaltenn werde, Das seindt wir vmb E.
Mitwochenn nach Conuersionis pauli Anno 49 Hat ein Quart sohl gebenn — 3 lot 3 q1[?], thut zu einer Pfann — 15 füder j Ohm 2 quart, Montags den 18 Februarij Darnach hat gebenn ein quart sohle — 4 lot 2 quenten, thut zu einer Pfann — 12 füder 3 ohm 98 quart.
Wann ein quart 5 loth Saltz gibt, so ist ebenn das achtzehendt lot am sohl saltz, oder das achtzehent theil gut, Darauff es dann mit Rath, wissenn vnnd willenn der
Das fünffte Buch. Fürstlichenn Herrnn Stadthalter vnnd Räthe, dieweil sie die Pfenner Stuckweis1[?], vnnd nit vom neuwem zubauwenn willigenn woltenn, Jnn bedennkenn genommenn, dann sich das 49.
Jar das siedenn zimlich wohl gehaltenn, Jnnsonnderheit ist der Saltzbronn im Monat Martio bis ann das Loch vf ein zoll nahe hoch gestiegenn, das er zuuor nit gethan hat, vnnd dieweil sich die erledigung hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vber die vielfaltige, vnnderthenigste flehlichste vnnd fleißigst beschene bitt verweilt, hat mann den Bauw das Jar anngestelt, der tröstlichenn hoffnung vnnd zuuersicht, Jr f.gl.
soltenn erledigt werdenn, vnnd selbst diesem wercke rathenn helffenn, aber nicht desto weniger ist der vorrath laut vorigs abschiedts darzu verordennt vnnd bestelt wordenn, So hab ich Jost auch das Jar in der Conuention G.
Das fünffte Buch. Die Saltzgreuenn sollenn zugedenckenn habenn vff Beuelchs vnnsers G. F. vnnd Herrnn Das sie zum vleißigstenn zum Saltzwergk sehenn, das solchs nit in abnehmenn oder verderbenn komme, Solchs habenn fgl.
Jm selbenn Jare hat mann das Bornmeister ampt verenndert, vnnd annders bestelt, wie volgt, Vnnd ist Jorge Behem sonnder vorwissenn vnnser der Saltzgreuenn, zuwieder seinenn gethanenn eidenn vnnd pflichtenn, gelobtenn, geschworenenn, vnnd verbürgtenn Vhrphedenn2[?], sampt seinem weibe vnnd hausgesinde heimblich hinwege gezogenn, dauonn dann ein sonndere hanndelung ist, vnnd laut die Jzige bestellung des Sohlziehenns Also Wir des Durchleuchtigenn Hochgebornnenn Furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsenn, Lanndtgrauen zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogenn, Diz.
Lanndtvogt, Sigmunden von Beyneburgk schrifftlich anngezeigt wordenn, das als dann dieselbige zum furderlichstenn abgeschafft vnnd vf anndere kunst zu anbringung der Sohl gedacht werdenn soll, Dieweil dann wir selbst, vnnd auch die Beuelchhaber des orts befundenn, das sie durch Jörgenn Behmenn hieuor vfgerichte kunst vfm Saltzbronn zu schwer, vnd starck gesezt, mit Jrem grossenn hefftigenn bewegenn, dem Saltzbronn schedtlich ist, auch mit gedachtem Jorgenn in viel wege gehanndelt vnnd geredt, solch kunst in anndere vnnd besser wege, leichtfertiger zuzurichtenn vnnd hinueranndernn2[?], des er dann ver
Das fünffte Buch. müge seiner hieuor aus aschersleben gethann schrifft zuthün nit gewüst hat, vnnd dann durch beider Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnd Herrnn vnnd gemeiner Pfenner Saltzgreuenn hieuor geschlossenn vnd abgeredt, das besser, nützlicher, vnnd dem Saltzwercke zutreglicher sey, vf anndere künste zutrachtenn, vnd zuerfindenn, zu ausbringung der Sohl, leute vnnd keine pferde zugebrauchenn, also that hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn Jziger Saltzwardt zum Sodenn Christoffer Hombergk vff annhaltenn der Saltzgreuenn, zu forderung des Saltzwergks solchenn notwendigenn dingenn, dermassenn nachgetracht, allerley mittell vnnd wege erdacht, vnd versucht, wie vnnd was gestalt solche kunst, könnt oder möchte vfgerichtet vnnd gebraucht werdenn, vnnd daraus souiel raths erfundenn, das er solchen manngell dieselbe kunst zu ausbringung der Sohl mit leutenn zuhaltenn, wie der Pfenner Saltzgreuenn begert, vnnd das die Stoßkunst, abgestelt soll werdenn vfrichtenn vnderhaltenn, vnd darüber sich verpflichtenn soll vnd will, wie nachuolgett.
Das fünffte Buch Vnnd erstlich, dieweil solch neuwe kunstwerck duppell sein muß, vermüge der erstenn des Bornmeisters ampts bestellung halben, gehabten abrede, vnnd dann Jzo diese kunst das erste hept, aus dem Saltzbronn zwenntzigk vier schue hoch, da dann die Sohl in einer Rennenn vngeuehrlich bey dreißigk schuenn vom Saltzbronn laufft, daselbst dann fürter noch ein mahl Jnn die höhe als hoch es von nötenn, das es in alle vorrath kümpffe vnnd Bodenn, gelauffenn magk gehabenn werdenn muß, Solches alles vf sein Christoffer eigenn Costenn zu vnnterhaltenn, Soll er vom Jedem wercke, so gesottenn wirdet, dritthalbenn alb.
habenn, allermassenn wie die Roßkunst gehabtt hat, Derwegenn er vnns ann stadt Hochgedachtes vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, Jzo gelübte, Eide vnnd pflichte gethann, dasselbe Bornnmeister ampt den Saltzbronn vnnd alles was dem annhengt, vnnd zugehört, mit allem treuwenn vleis so tage so nachtt, zuuerwaltenn, den Saltzbronn Jnnsonnderheit in seiner verwarung zuhabenn, die Sohl
schadenn zuwarnenn, bestes zuwerbenn, vnnd alles das Jenige zuthün, das ein treuwer diener seinem Herrnn zuthün schuldigk vnnd pflichtigk ist, Jnmassenn er vnns dann solchs gelobt, geschworn, vnnd seinenn Reuersbrieff darüber gebenn hatt.
Doch soll er zuuor solcher kunstwergk zum erstenn der eins vfschlagenn, vnnd durch vnnser darzu verordente vnnd beider theil Saltzgreuenn die besichtigenn lassenn, zuerkennenn obs dem Saltzwercke nützlicher sey, oder nit, vnnd so solchs also gestadt vnnd zugelassenn wirdet, So soll er Christoffer nach setzung vnnd vfrichtung der kunst zu Jederzeit souiel Sohl aus dem Saltzbronn, als zu allenn gesodenn vonnotenn, vnnd der Saltzbronn ertragenn kann, vnuergerlich zulanngk vnnd zuuerschaffenn schuldigk sein, darann ganntz vnnd gar anndere kein manngell sein lassenn soll, noch will, Vnnd dieweil berurter Christoffer allenn vnkosten
Das fünffte Buch. zu vfrichtung solcher kunst vnnd gebeuwe Jzo selbst vf seinenn eigenn Costenn verlegt vnnd vfgericht, darauf Jme dann viel mühe vnnd vnkostenn gangk vnnd noch weitter Costenn wirdet, So soll er solch obgesezt lohnn vonn Jedem wercke die zeit der Jzigenn Location zwischenn Hochgedachtem vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vnd gemeinenn Pfennernn vfgericht, für sich vfhebenn, die knechte vnnd Leute, vnnd sonnst allenn vnkostenn, daruon verlegenn vnnd erhaltenn, vnnd was vbrigk, dasselbe für seine bestellung, mühe vnnd arbeit, haben vnnd behaltenn, aber nach ausganng der Location stehet solch ampt nach beider Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn vnnd gemeiner Pfenner bedennkenn, in anndere wege, da sie Jhnen Christoffernn darbey lennger nit bleibenn lassen woltenn, zubestellenn, vnnd zuuerordenen, Doch das es ein annder vnnd besser kunst, die dieser nit gleich, oder hieuonn genommenn oder erdacht were,
Das fünffte Buch. Da aber kein besser oder nützlicher werck erfundenn würde, Sonndernn dis werck vnnd kunst in gannge bliebe, So soll er Christoffer, aldieweil er solchs dermassenn versiehet, das sein vnnd der kunst halben kein werck verseumpt wirdet, vnnd ann der Sohl kein manngell sey, darbey vnnsert halbenn sein lebenn lang bleibenn vnnd gelassenn werdenn Darumb er auch für vnnd für desto vleißiger vnnd treuwlicher solchs versehenn, vnnd verwaltenn soll, vnnd ob sichs ein oder mehr Jare zutrüge, dieweyl Jedes Jars nit gleich gesottenn wirdet, das das Pompengeldt, so die Söder vonn ausbringung der Sohl, Nemblich vonn Jedem wercke, so gesottenn wirdet, drithalben alb.
wie obstehet zugebenn, aller vf die arbeiter Leute vnnd knechte, so die kunst, Schliß vnnd anndernn vnkostenn ginge, vnnd nichts vberreichen würde, So sollenn doch die Herrnn Jme weitters darauff zugebenn, nichts schuldigk sein, dann ein Jar Jms annder das vergleichenn soll vnnd muß, Es were dann das der
Das fünffte Buch. schade so groß, das sie nach billichem erkanndtnus solchs zuuergleichenn, vhrsach vnnd bewegnus hettenn, könte er auch durch Gottes verleyhung solch kunst, doch in alwege ohn[?]1 schadenn vnnd nachteil des Saltzbronns dermassenn zurichtenn, das Ime weniger vnnkost, dann Itzo darauf ginge, vnnd er die Sieder licher[?]2 erhalten könnte, das soll Ime die zeit seines lebenns, vnnd so lannge er darbey bleibt, nebenn annderer seiner verwaltung zugut kommenn, Da er Christoffer aber, in zeit der Itzigenn stehenndenn Location mit todt abginge, Dieweil er dann Itzo ein gute Summa zuerbawung vnnd anrichtung derselbenn kunst darauf hat verwendenn mussenn, So soll seiner Haußfrauwenn vnnd kindernn vnnd Erbenn, nach billichem erkanndtnus, vor dieselbigenn vfgerichten kunstwercke vnnd gebeuwe, Auch gehapte mühe vnnd arbeit ein zimbliche ablegung vnnd erstattung geschehenn, Wie dann ohne zweiuell die Herschafften
Das fünffte Buch. vff bericht der ampts verwalter vnnd beuelchhaber des orts zu Jederzeit sich in dem aller gebuere wohl zuhaltenn wissenn werdenn, alles sonnder geuerde, Vnd des zu vrkunde habenn wir Stadthalter vnnd Rethe hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn Secret hieruff thun truckenn, vnnd darnebenn die beide ffgl.[?]1 Saltzgreuenn hierunter sich gezeichnet, Gebenn vnnd geschehenn zu Cassell am 14 Octobris Anno 49.
Justus Pistoris sst.[?]2 Den letztenn Decembris des 49. Jars ist vnns den Saltzgreuenn nachuolgende schrifft vom Saltzwarttenn zu kommenn, Wie volgt, Den Erbarnn vnnd Wohlachtparn Heinrich Müldenernn, vnnd Jost Berkernn beidenn Saltzgreuenn zun Sodenn, Meinenn liebenn Schwögernn, Mein ganntzwillig diennst zuuor liebenn Schwöger, dem letztenn abscheide vnnd beuelch nach, hab Ich
Das fünffte Buch. das newe kunstwerck, als gesternn vmb Vesper zeitt eingesetzt vnnd gefertigt, vnnd als es ganngenn, vnd ein virtell einer stunde vngeuerlich, hab Ich die Sohle geschmeckt, vnnd befundenn, das sie gar vnduchtigk am geschmack gewesenn, hab das dem Bornnmeister anngezeigt, auch habenn sie die Söder auch versucht, die dann nit wohl zufriedenn sein, kann aber nit wissenn, Wie es ein gestalt hat, sonndernn Das ich denncke, ob es des schuldt sey, das er diesenn kaldtleger still gestanndenn, dann wo er außgezogenn, vnnd dann mit besser sohle keme, wer es schrecklich, derhalbenn bin ich beschwert, mit meinem werck ohne ewer vorbesichtigung etwas zuhanndelnn, vnnd ist allerley zubesichtigenn hoch nötigk, das ihr vom stundt ann euch anher verfügt, Wolt ich euch nit verhaltenn, vnd bin euch sonnst zudienenn ganntz willigk, Datum Sodenn den letztenn tagk Decembris Anno 49 E. W. S.[?]1 Christoffer Hombergk.
Das fünffte Buch. Welcher schrifft wir sehr erschrockenn, darumb wir zu stunde in der nacht dahin zum Sodenn gerittenn, solchs besichtiget, aber als wir vorigenn gebrauche, vnd vnser wissennschafft nach den Saltzbronn geöst, Ist die Sohl wiederumb also gut, Wie zuuor dem kaldtleger gewesenn, habenn aber solchs nit desto weniger als balde den Herrnn Stadthalter vnnd Rethenn anngezeigt, vnnd darauf Rath gehaltenn, Dieweil dann die hohe not erfordert, das solt vnnd must gebawet sein, sonnst wurdt es die lenng am holtz mangelnn, So habenn Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell derwegenn gemeiner Pfenner verordenten Saltzgreuen abermahls im augennschein zuerscheinen betagtt, auch darnebenn Hermann vonn Hundelshausenn, Amptman zu Reichennbach, Heintz vonn Lütter Hauptmann zu Ziegennhain, Johann Nordeck, vnnd Valtenn Schülden, zu solcher hanndelung beschriebenn wie volgt.
Das fünffte Buch. vonn Boyneburgk, vnnd ffgl. Saltzgreuenn, Erbawung des Saltzbronns halbenn zum Sodenn, zu vnns erfordert, vnnd vnns allerley darvonn vnnterredt, vnnd dieweil wir nun euch auch hier beschreiben woltenn, So ist doch vor gut anngesehenn, das von solchs gebewenn im augennschein besser dann alhie geredt, vnnd gerathschlagt kann werdenn, Darumb wir verordnet, das gemelter Lanndtvogt, vnnd anndere vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Räthe vnnd diener vff schierstkunfftigenn Montage den 3 Februarij gegenn abenndt bey zu allenndorff annkommen, vnnd davonn mit euch enndtlich Rathschlagenn vnd schliessenn sollenn, vonn wegenn hochgedachts vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn gesinnends, Vor vnd gutlich begerennde, Jr wollet etlich der elttestenn ewer mitpfenner vom Adell vnnd sonnst verstenndige, auch etliche [gestrichen:
Das fünffte Buch. schliessenn helffenn, Das woltenn wir euch zu ewernn selbst bestenn, guter meinung nit verhaltenn, Thun vnns des also versehenn, Vnnd seindt euch mit allem gunstigenn willenn geneigtt Datum Cassell den 12 Januarij Anno 50 Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell.
Februarij Jegen abenndt zu allenndorff ann der Werra Jnzukommenn verordennt, daselbst im augennschein vonn erbawung des Saltzbronns zum Sodenn zurathschlagenn vnnd zuschliessenn, darbey ihr dann auch dienlich
Das fünffte Buch. vnnd nutzlich sein könnt, Darumb vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnd herrnn, vnnser begert, vor vnns freundtlich bittennde, Jr wollet bestimbts Montags Jegenn abenndt daselbst zu allenndorff auch annkommenn, vnnd von solchenn sachenn zu vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, vnnd dem Saltzwergk zum bestenn, anrathen helffenn, Das kömpt ffgl.
Januarij Anno 50. Stadthalter vnnd anndere verordente Räthe zu Cassell. An Hermann vonn Hundelshausenn, Vnnsernn gunstigenn grus vnnd freundtlichen dienst zuuor, Erbar guter freundt, Nach dem ihr vnd anndere Bawverstenndige, nebenn etlichenn aus vnns hieuor vonn wegenn vnnsers gnedigen fursten
Das fünffte Buch. vnnd herrnn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogk etc. vf Jrer f. gl. beuelch, erbawung des Saltzbronns halbenn zum Sodenn für allenndorff ann der Werra erscheinenn, vnnd den manngell besichtigenn helffen, vnnd doch sieder der zeit aus vhrsachenn, das darmit teglichs vf erledigung, hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, erwarttet, vnnd auch ein zeit sich der Saltzbronn gebessert, vnnd dann geringer wordenn, vfgezogenn ist, Dieweil aber Itzo abermahls in nehist verganngenenn kaldtlager zu Weynachtenn, das wilde wasser mehr dann zuuor Jm Saltzbronn sich eingeschlossen soll habenn, die verordentenn Saltzgreuenn vnns solchs, vnnd das darann gebawet werdenn müste, anngezeigt, derowegenn wir dann den Lanndtvogt, vnnd auch die Saltzgreuenn herbeschriebenn, vnd davonn vnnterredung gehaltenn vnnd geschlossen, das nachmahls das werck besichtiget, vnnd im augennschein, vf vorige vfgerichte abschiede, wie vnd welcher gestalt, das mit vbell erger gemacht, gebawet werdenn könnte, berathschlagt vnd darauff
Das fünffte Buch. beuohlenn, das sie vnnd etliche aus den alten Pfennernn, vf schirstkunfftigenn Montage den 3 Februarij gegenn abenndt zu allenndorff Jnnkommenn, solchenn manngell des Saltzbronns nachmals zubesichtigenn, vnnd vf vorige gehabte abrede zurathschlagenn, wie vnnd welcher gestaltt, mit dem baw solt anngefanngenn, vnnd fortgefahren werdenn, Darzu wir dann etliche vonn den Rethenn auch schickenn, vnnd euch auch darbey gern habenn wollenn.
Gütlich vnnd freundtlich begerennde, Jr wollet sampt dem Schultheissen Merti[?]1 Anthonienn, vnnd dem Zimmermann Meister Leonnhardenn bey euch als Bawverstenndigenn, bestimpts Montags Jegenn abenndt gewislich daselbst zu allenndorff ann der Werra Jnnkommenn, vnnd vonn solchem Baw rathschlagen zu helffenn, vnnd das nit weigernn noch abschlagen, dann hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn mergklich darann gelegenn sein will, So hat auch ffgl.
Das fünffte Buch. gnediges vertrauwenn, Da ihr euch auch einiger gefahr besorgt, So könnt ihr mit Reisigenn vnnd zu fus so starck ziehenn, das ihr sicher sein mögtt, vnnd Jnn sonnderheit da es euch gelegenn, So wöllet alhier zuziehenn, vnnd vf den Sonntagk zuuor Jegenn abenndt hie annkommen, sollenn die anndern hierzu verordenntenn, des Montags mit euch hinvber reitenn, Das woltenn wir euch guter meinung nit verhaltenn, vnnd ihr thut darann, hochgedachtem vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn sonnder gnedigs wohlgefallenn des wir vnns genntzlich versehenn, vnnd seindt es für vnsere Personn zuuerdienenn willigk, Datum Cassell Sonntags den 12 Januarij Anno 50 Stadthalter, Canntzlar vnnd andere verordennte Rethe zu Cassell.
Das fünffte Buch. Doctor Günterodt Canntzlar, sampt den beiden Saltzgreuenn, auch dahin verordennt, vnnd etliche verstenndige Werckmeister, als der Schulthes vnd der Zimmermann zu Ziegennhain, auch etliche Werckverstenndige zu apteroda, darzu beschrieben, also seindt des tags den 5.
Nemblich Sigmundt vonn Boyneburgk, Lanndtvogt ann der Werra Hermann vonn Hundelshausenn, Amptmann zu Reichennbach, Wilhelm vonn Schachtenn Hoffmarschalck, Doctor Günterodt Canntzlar, Johann Nordeck, Valtin Schülde, Heinrich Müldener } Saltzgreuenn, Jost Berker[?]1 } Johann Bartholmes Renndtmeister } zum Sodenn, Christoffer Hombergk Saltzwardt } Werckleute Schultheis zu Ziegennhain, M. Anthonius
Erstlich ist der Saltzbronn im augennschein besichtigett, vnnd Jede ader insonnderheit geschmackt wordenn, vnnd nach gehaptem bedacht, hat der Lanndtvogtt den Pfennernn furgehaltenn, dieweil gebawet werden
muß, Ob mann vf vorigem annschlag vnd abschiedt bleibenn, oder ob vonn newem gebawett werdenn soll Darauf sich die geschicktenn der Pfenner bedacht, vnnd sagt Niedennstein nach Repetirung des furhaltens, wehrenn den vorigenn Rathschlage vnnd abschiedt nitt zuwidernn nach Ihrer1[?] verbessernn, Da aber die Rethe annder mittell zum bawenn2, die nit so sorglich vnnd vnnschedtlich werenn, furhettenn, wolten sie gernn annhörenn, doch mit der bedingung, das sie sich zu keiner verlegung hiedurch verpflicht habenn wöllenn, Landtvogt sagt, das mann nit darumb hie sey, zu schedtlichenn bawenn[?] zurathenn, oder sie in beschwerung zubringenn, darumb der protestation vonn vnnöten, vnnd siehet vor gut ann, das die Werckleute durch die Rethe vnnd pfenner in sampt abgehört werdenn, sein die Pfenner willigk, vnd hat der Landtvogt dem Schultheissenn vonn ziegenhain vnnd Schelpachenn die meinung auch furgehaltenn, Ob vf vorigen abschiedt oder vf anndere wege zubawenn, vnnd dem wercke
zuhelffenn sey, Darauff sich die beide bedacht vnnd gesagt, das Scheltpach zuuor vor zweyenn Jarenn nit hie gewesenn, aber sie meinenn, das mann keinenn Beuttell mache, vnnd die mit durrem Moß fulle, dieselbigenn vntenn im Born allennthalbenn Imfülle, das nichts ledigk bleibe, Darnach soll mann dielenn vor die löcher im grunde Inn raumenn, vnnd da sich die haltenn, im grunde krumbling zulegenn eins schuchs dick, die könnenn die dielenn ann das faß behebe1[?] annhaltenn, vnnd das dann die augzucht gantz rundt vmb den Saltzbronn herstelle, könt mann sehenn, ob es helffenn wolle oder nit, Jacob vnnd Gallenn Richter vnnd Schweinhanns2 bedennckenn, das dem wercke wohl zuhelffen stehe, denn das wilde wasser falle in der augzucht vnnter sich, vnnd lauffe nit starck.
Obenn her im Sohlgrabenn must vfgehabenn, vnnd mit Thon ausgefurtt werdenn, vnnd das der Thonn wohl gearbeit werde, dann dieser manngell sey nit so sorglich als mann gemeint hette, dieweil die Saltzadernn mittenn im Borne sein, aber Innwendigk im Bornn köntt
Unsichere Lesungen
Z. 10: behebe — Lesung unsicher
Z. 13: Schweinhanns — evtl. Schwein hanns getrennt
mann mit krumbling helffenn, wann die adern nit so nahe am fasse vfgehenn aber das wilde wasser falle vnnter den Pfelenn vnnter sich, darumb sey der Thon in vorigenn zeitenn nit recht gemachtt, Innsonnderheit sich nit geburt Pfele in den Thonn zuschlagenn, Das wilde wasser bringt den Thonn nit aus dem Tam, darumb ist der grundt des Saltzbronns Itzo schlamechtigk vnnd schwartz, vnnd die Sohl nit so gut als zuuor, Vom tage herunter zubawenn ist besser dann durchstollen, der Fluede1 halbenn muß der Bornn wie Itzo so hoch gebawet werdenn, Vnnd Je grüener das holtz Inns wasser kömpt, Je besser vnnd wehrhafftiger es ist Paul Zimmermann vonn apteroda bedenncken ist auch also, Vff der Werckmeister bedennckenn, habenn sich die Pfenner bedacht, vnnd gesagt, das sie nachmals bey vorigem Rathschlag beruhenn, doch dergestalt,
das der Tam geoffnet, vnnd vonn newem aus dem grunde gedempt werde, Darnach die augzucht ausgenommenn, vnnd newe gemacht, Da dann daselbst kein manngell, das dann der vmbgang vmb den Bornn gefurt werde, aber in dem Bornn zubawenn, mit krömbling oder annders, tragenn sie vorsorge, das der adern etlich verstopfft wurdenn, So ist auch nit zurathenn, das das gewelbe tieffer solt gesucht werdenn, Landtvogt, das die beide Rethe vnnd Werckleute vor gut annsehenn, das vom tage obenn herab der vmbgang vnnd etwas weitter gebawet werde Die abgestossenn Reiffe im Faß des Saltzbronns sollen vnnd müssenn wiederumb gemacht werdenn, zuuor vnnd ehe mann zu bawenn annfehet, Item vier Pompenn könnenn den Itzigenn Bornn haltenn, aber zum vorrath müssenn auch etliche Pompen gemacht werdenn, Vonn allenn theilenn geschlossenn, das zum furderlichsten zu wettertagenn die decke vffm Tam des Saltzbrons geoffnet, vnnd der Tam gantz vmbher1[?] renouirt werde, darzu vonn wegenn vnnsers gnedigenn Herrnn et
liche verstenndige Bawleute, desgleichenn die Pfenner auch etliche aus Ihnenn namhafftig darzu ordenenn, vnnd soll mitler zeit alle bereitschafft laut voriger abrede, darzu verschafft werdenn, Innhalt volgennts abschiedts.
Zuwissenn vnnd kundt sey allermenniglichen, Nach dem ein zeit darhero der Saltzbronn zum Sodenn vor allenndorff ann der Werra, etwas durch allerley zustehennde menngell vnnd furnemblich durch vervhr=1[?] sachung der schwerenn Roßkunst, in abnehmen kommenn, vnnd baufellig wordenn, Derowegenn im nechstverschienenn acht vnnd vierzigsten Jar, vf was massenn dem vorzukommen vnnd geholffenn werdenn solt, verabschiedt ist, aber Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, die vorsorge getragenn, das damit dem wercke nit möchte geholffenn werdenn, vnd aus anndernn Itzo ermeltenn mündtlichen vhrsach damit bis annhero verzogenn, Dieweil aber die klage vom tage zu tage grosser wirdett, vnnd der manngell augennscheinlich furhanden,
So habenn vonn wegenn des durchleuchtigenn Hochgebornenn furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsen Landtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnpogk ⁊c.1
vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, ffgl2 gedachte Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, vnns nachbenenttenn, Nemblich Sigmundt vonn Boyneburgk Landtvogt ann der Werra, Hermann vonn Hundelshausenn, amptmann zu Reichennbach, Wilhelm vonn Schachtenn Marschalck, Thilemann Gunterodt Doctor vnnd Canntzlar, Johann Nordeck vnnd Valtin Thulde3[?] vogt zu Wannfriedenn, die Beuelchhaber vnnd amptknechte zum Sodenn, Heinrich Muldener, Jost Berker vonn Hombergk, Johann Bartholmes vnnd Christoff Hombergk heut Dato alhier in augennschein verordtnet, darzu auch Gemeine Pfenner beschriebenn, vonn dero vnd Irer selbst wegenn, darbey vnnd mit vnns zum Sodenn in besichtigung erschienenn seindt, mit nahmenn Johann Niedennstein, Johann Schaffnit der Elter, Hanns Neut4, Geiseler Schwannflugell von Gottingk,
Gott lob :| gut vnnd gerecht, aber am gebeuwe vmb den Saltzbronn etwas manngell befundenn, Welche gebrechenn etliche aus vnns vonn beidenn theilenn, sampt den Itzo alhie erfordertenn Werckmeisternn, Bauverstenndigenn vnnd Werckleutenn, notturfftiglichenn besichtigenn lassenn, vnnd nach Ingenommenen bericht vnnd allerley vnnderredung vnns einmütiglichenn beschlossenn vnnd verglichenn, das vermöge voriges obanngeregtenn abschiedts nachmahls alle bereitschafft, vnnd was zum Baw vonn nöten sein will, durch hochgedachts vnnsers gnedigen furstenn vnnd Herrnn Beamptenn zum Sodenn, be
stelt vnnd verschafft werdenn, vnnd sollenn zum furderlichenn vmb den Saltzbronn mit abbrechung des Kunsthauses, so Meister Jorge Behem1 erbawet, vnd zweyer oder dreyer Bode, so dem Saltzbronn zu nahe stehenn Raum vnnd platz machenn, als viel die noturfft erfordert, doch soll vonn wegenn hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn Gemeinen Pfennernn ann stadt vnnd vonn wegenn dero darin beerbtenn Pfennernn, dargegenn souiel Bodenn, als der abgebrochenn seindt, vonn Irer f gl.
werdenn, darzu dann etliche verstenndige Werckvnnd Baw leute, auch vonn wegenn hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn vnnd Gemeinenn Pfennernn, sechs oder acht personen, die solchs am bestenn verstanndt habenn, denselbigen trew, vleissigk vor, vnnd ob zusein verordenntt, vnnd Innwenndigk Monats frist, den nechstenn nach dato, vonn beider herschafft wegenn nambhafftigk gemacht, vnnd einannder zugeschrieben werdenn, Die sollenn annfenngklich die decken vffm Tam des Saltzbronns zwischenn beiden fassen öffenn, denselbigenn Tam stuckweis vonn obenn herab bis zu grunde, ein stuck nach dem anndern ausnehmenn, das faß im grunde auswenndigk, da es baw oder manngelhafftigk befundenn, mitt dielenn, krumbling, holtz vnnd anndernn, was die notturfft erfordert, vnnd die gelegennheitt annzeigenn wirdt, zum bestenn wohl verbawen, vnnd dann wiederumb mit gutem Thon, der recht wohl mit sonndernn vleis gearbeitt, vnd zubereit,
vom grunde bis obenn aus vertennenn1[?], vnnd das also gerings vmbher fuerenn, Dergestalt, das mann gewis sey, das zun seittenn her nichts zu oder aus dem Saltzbronn fliessenn kann, vnnd so die arbeit vnnd der Baw also anngefanngenn wirdt, So sollenn die darzu verordennte dem Schultheissenn zu Ziegennhain Meister anthonienn abe vnnd zu zureitenn, auch Jacob Richtern vnnd Hannsenn Scheltbach zu sich beschreibenn, vnnd vmb geburliche belohnung mit zusehenn, vnnd annrathenn helffenn lassenn, damit in dem nichts verseumpt, noch verwarlost werde, vnnd sollenn vor annfanng des bawes vnnd eroffnung der deckenn, vier oder funf reiffe, souiel dero vonnötenn, Innwenndigk Inn das faß des Saltzbronns, Inmassenn wie die hieuor darin gewesenn, gemacht, oder sonnst das faß vnuerruckt starck stehenn bleibe, Wann dann solcher Tam also renouirt vnnd gebessert, vnnd vmb das gantz faß ausgefurt wirdt, So kann mann dann weitter sehenn, da sich das siedenn bessert, wie vnnd welcher
gestalt auswenndigk vmbher, vnd auch in der abzucht des vmbgangs, denselbigenn auch zu renouiren vnnd zuuerbessernn, vnnd gerings vmbher vmb den Saltzbronn her zufurenn, furzunehmenn sein will, vnnd sollenn vnnd wollenn der ausschos gemeiner Pfenner vnnd Ire verordennte vffseher des Bawes, alles was hierin nutzlich vnnd gut ist, vnnd sie zum bestenn verstehenn könnenn, Jederzeit trewlich mit annrathenn helffenn, ohnn weigerung, doch das sie mit Irem Itzigenn vnnd kunfftigenn trewenn Rath vfsehenn, vnnd befurderung des berurtenn gebawes, den furstlichenn vfgerichtenn vertregenn, der Location vnnd allenn anndernn Irenn gerechtigkeitenn nichts zuwieder wollenn gewilligt, gehanndelt, oder begebenn habenn, das sey Ihnenn hiemit ausdrücklichenn vorbehaltenn, alles sonnder geferde vnnd argeliste, Vnd ist dieser abschiedt heut dato vonn vnns obbenantenn allenn, also einmütiglichenn anngenommenn, belibt vnnd bewilligt, dem also allennthalbenn
nachzukommenn vnnd zugelebenn, Welcher abschiedt duppell1[?] gefertiget, durch vnns obbenenten alle mit eigenn hanndenn vnterzeichnet, vnnd Jedem theile einenn zugestelt, vnnd gebenn wordenn ist zum Sodenn am 6 des Monats Februarij anno 1550.
Justus Pistoris Sigmundt vonn Boyneburgk Hermann vonn Hundelshausenn, Wilhelm vonn Schachten Thilomann Gunterodt Canntzlar, Johann Nordeck, Heinrich Muldener Johann Bartholmes Christoffer Hombergk Johann Nidennstein, Johann Schaffnit.
Rethe vnnd diener, als drey personn mit nahmenn, die Edtlenn Ernvestenn, Wolachtparn vnnd Erbarnn Juncker Hermann vonn Hundelshausenn zu Cromin3[?], Amptmann zu Reichennbach, Johan Nordeckenn vnnd Valtin Thuldenn Vogt zu Wenfriedenn solchenn Bauw benebenn den Beambtenn zum Bodenn, vnnd den dreyenn Personenn, so die Pfenner darzu ordenenn werdenn, fur zusein verordennt vnnd beschriebenn, vnnd solchs den Pfennern anngezeigt, auch wiederumb vonn Ihnenn beantworttet wordenn, wie volgt, Vnsernn gunstigenn grus zuuor, Erbar, Ersamenn vnnd Weysenn gute Gönner vnnd freunde.
Jungstenn des Saltzbronns erbauung halbenn genommenn abschiedt nach, ernennenn wir ann stadt des durchleuchtigenn Hochgebornenn vnnsers gnedigen furstenn vnnd herrnn, nachuerzeichnete drey Personenn, Nemblich Hermann vonn Hundelshausenn, Amptmann zu Reichennbach, Johann Nordeckenn, vnnd Valten Thuldenn Vogt zu Wennfriedenn1, dieselbenn sollenn vonn wegenn sfgl.2
mit vnnd nebenn den euernn, vf erforderung der Saltzgreuenn, solchenn Bauw mit vleis furzusehenn, vnnd zusehenn, das nit3[?] vbell erger gemacht werde, Solches woltenn wir euch vermuge obanngeregtes abschiedts guter meinung nit verhaltenn, Dann euch zu gunstigen vnnd freundtlichenn willenn seindt wir geneigt.
Datum Cassell den 23 Februarij anno 50. Stadthalter, Canntzlar vnnd Räthe zu Cassell Den Erbarnn, Ersamenn vnnd weisenn, vnsern gutenn Gönner vnndfreundenn, Gemeinenn Pfennern vnnd Iren geordentenn Saltzgreuenn zu allenndorff ann der Werra.
Unsichere Lesungen
Z. 7: Wennfriedenn — Lücke im Wort, Lesung unsicher
fl. vnnd herrnn zu Hessenn geschriebenn, vnd drey Personenn, welche vonn sfgl.1 zu solchenn bauw verordennt, Nemblich Hermann vonn Hundelshausenn, amptmann zu Reichennbach, Johann Nordecken, vnnd Valtin Thuldenn Vogt zu Wennfriedenn, So habenn gemeine Pfenner, vonn Irer wegenn zu solchenn Bauw Johann Niedennstein, Johann Schaff[gestrichen:
Mayt: verschienen 48. Jars zu Speyr gewesenn, alle gelegennheitt des Saltzwergks zum Bodenn fur Allenndorff an der Werra Innsonnderheit des Saltzbronns erbawung
halber nach der lennge mit allenn vmbstenndenn bericht gethann, Darauf dann E. fgl. des mahls, vnnd sieder auch hernach alwege den Beuelch geben, das mann am Saltzbronn also bauwenn solt, das nit vbell erger gemacht werde, Dieweil sich aber sieder E.
f. gl. der Saltzbronn Jedes Jars im Frueling gebessert, das die Böder zufriedenn gewesenn, vnnd ann der Sohl nit grossenn manngell gehabt, bis vngeuehrlich Jedes Jars vmb Jacobi oder Bartholomei, wann die Laubrost1 annfielt, bis wiederumb vf den Frueling sich die Sohl geringertt, So hat mann mit dem Bauw vfgezogenn, vnnd verhofft, es solt E.
f. gl. erlediget werdenn, vnnd solch bauw, dieweil der etwas sorglich vnnd schwere, selbst verordenet habenn, das sich dann, leider Gott erbarmbs, bis noch in die lennge vertzogenn, also hat der Saltzbronn verschienen Weynachtenn im Saltzlager, da die Böder in acht tagenn kein Saltz sieden, wie dann zuuor mehr geschehenn ist, sich gantz sehr verendert, das mann sich besorgt, das mehr weilt2[?]
f. gl. vnnd der Pfenner wegenn vor einenn Bornmeister zugleich bestelt gewesenn, gemuglich1 beuhrlaubt, vnd sein Rosdinst hinwegk gethann, hat mann gesehenn, das die Saltzadernn Got lob noch also volkomlich, als die alwege gewesenn, starck gnug ganngenn, alleine das das fas vffenn Bodenn etwas manngelhafftigk, Vnnd wiewohl vor dreyenn Jarenn verabschiedett, wie mann bauwenn solt, welchenn abschiedt E.
F. G. Ich auch desmahls zu Speyr annzeigenn lassen, So habenn doch E. f. gl. Stadthalter vnnd Räthe, nebenn vnns die fursorge getragenn, solches auch den Pfennernn geschriebenn, ob der Bauw schonn also solt furgenommenn werdenn, das damit dennoch dem Haupt werck, nit mocht stadtlich gnugsamb geholfenn, vnnd den Bödernn Ire klage abgelegt sein, zu dem das die Pfenner solchs fur ein Schlisswergk, vnnd keinenn neuwenn Bauw achtenn, vnd derwegl2[?] den halbenntheil des Bauwgelts zuerlegenn, nitt
f. gl. wegenn, soll mann annders zum bauwenn kommenn, verlegt werdenn mus, vnnd damitt mann sich enndtlich, wie vnnd welcher gestaltt, wohl vnnd nutzlich gebauwet, vnnd nit vbell erger gemacht wurde, enndtschlosse, So hatt man abermahls nechstuerschienenn den 6 Februarij dis Itzigenn Jars zu Allenndorff mit den Pfennernn einenn tagk gehaltenn, vnnd sich darauf abermahls eines abschiedts verglichenn, wie E.
f. gl. ab Innliegennder Copien, gnediglich zuuernehmenn habenn, demselbenn abschiedt wirdt mann also allennthalbenn mit vleis nachsetzenn, Wie wir dann solchs vnnd alle anndere gelegenheit des Saltzwergks im augennschein zum Bodenn, am nechstvergangenenn Sontag nach Esto mihi E.
f. gl. diener Reinhardt Abell mündtlich bericht vnnd geweisenn habenn, aber mitler zeit, als nechstuerschienenn Dinstags nach Inuocauit, den 25 dieses Monats Februarij zu Mittage zwischen
Elff vnnd zwolff vhrenn, Ist E. f. gl. diener Henrich Muldener, dem E. f. gl. sonnderlich solchs neben mir beuohlenn vnnd vertrauwet, Plutzlich vnnd subito mit todt abganngenn, vnnd alhie zur erdenn bestadt wordenn, der almechtig wolle der seelenn gnedig vnd barmhertzigk zu sein geruhenn, vnnd kann Ich seiner gelegennheit nach, dieweil Ime altzeit der athem sehr kurtz nit annders erachtenn, dann das die Lunge Ime vfgestiegenn, vnnd Inenn erstickt habe, das dann nit allein E.
f. gl. sonndernn auch diesem Bauw, Gemeiner stadt Cassell, vnnd sein weib vnnd kindern, zu mercklicher vnwiederbringlicher grossen beschwerung gereicht, Wie dann Reinhardt E.
f. gl. auch solchs mündtlich berichtenn wirdt, Nun will der Bauw lennger nit vfgezogenn, sondernn anngefanngenn vnnd volnnfuhrt sein, Dartzu dann sondere verstenndige Bauwleute hoch vonnötenn, Innsonderheit das zuuor vnnd ehr ein solcher verwalter, wie Muldener seliger gewesenn, welchem E.
f. gl. vf keinenn zuschliessenn, dann die Jehnenn so dartzu zugebrauch, anngezeigt, der ist einer ein Pfenner nitt, der annder dahin verwanndt, dem drittenn möchtenn E.
f. gl. nit vertrawenn, So verstehenn der Vierdte, oder sie mehrertheils der oder solcher grundtbeuwe nichtt darumb einer annsehnlichenn verstenndigenn vnnd auch beglaubtenn Personn dartzu zuordenenn vonnötenn, Dieweil aber nicht desto weniger will vnnd mus bestellung oder bereitschafft, zu solchem bauw furgefahrenn werdenn, So ist vor notwenndigk vnnd gut anngesehenn, das mitler zeitt bis vf E.
f. gl. glauben hatt, solt gebraucht, vnnd mit Ime sich darin nitt zubeschwerenn furderlich gehanndelt werdenn, der zuuersicht, da er annder geschefftte halbenn dartzu thun
kann, Er werde sich darin weigernn, bis solanng das E. F. G. sich erklere, wie vnnd welcher gestalt es damit gehaltenn werdenn solt, dann warlich wie E.
F. G. wohl wissenn, So hab Ich der sorglichen schwerenn grundtbeuwe keinenn sonnderlichenn verstanndt, vnnd well hierann mercklich vnnd viel gelegenn sein, So wissenn E.
F. G., das mann vonn annfanng bis daher des Saltzbronn, als das Heuptgut, vnnd Auge apfell zuerbauwenn viel bedenckens vnnd fursorge gehapt hat, vnnd noch, vnnd stehet solches vielen leuten zuuertrauwenn, allerley vhrsach halbenn in bedenckenn, Welches E.
f. gl. Ich in vnnderthenigkeit gestaltenn sachenn nach, mit beschwertem gemüte, nit habenn könnenn verhaltenn, dieselbig Gott dem almechtigenn in seinenn schutz vnnd schirm, vnnd mich Inn vnnderthenigkeit zu gnadenn thue beuehlenn, derselbe sie zum aller furderlichstenn gnediglich zuerledigenn geruhen wolle Datum Cassell den letzten Februarij anno 50.
G. vmb Muldeners seligen tödtlichenn abganng betrubt, vnnd ganntz gnediglich mitleidigk, Sagt wo er vmb acht tausenndt gulden wieder zubringenn were, die woltenn sfgl.
gernne vmb Inenn gebenn, Darnach ist sfgl. souiel den Bauw am Saltzbronnenn betrifft, auch gnediglich zufriedenn, das mann darmit wercklich furtfahre, wie das abgeredt worden, vnnd Ihrs furhapt, Auch lest sfgl. Ihnenn gefallenn, das Nordeck euch
ann Muldeners seligenn stadt, vfs Saltzwergk zuzusehenn, zuuerordennt wordenn, doch das Irs beide bey der vorigenn Ordenung, so Muldener seliger gehaltenn, sollet in alwege bleibenn lassenn, vnnd kein neuwerung ohnne meins gnedigenn Herrnn vorwissen ann die hanndt nehmenn, Das solt ich euch dem ich zudienenn willigk also eroffnenn, datum Vdenardenn den 11[?] Aprilis Anno 50.
Das Henrich Muldener gestorbenn ist mir treulich leidt, ist not das ihr nebenn Jost Beckernn einenn setzet, der geschickt, treuw vnnd erfahrenn sey, vfzusehenn, vff den Saltzbronn zu Allenndorff.
nung haltenn, wie es bey Henrich Muldenernn gehaltenn wordenn mit allenn dingenn, desgleichenn mit dem holtzfließenn, holtzkauff vnnd anndernn, mit verschließenn des Saltzkauffs, Vmfuhre herab Inns Lanndt, Saltz wieder hinanfarn[?] Seyne[?], auch mit Vberreichung2[?] des Vbens Im dinsthauß zu Cassell vf dem Platz.
Ich laß mir gefallenn, das Nordeck3[?] ann Henrich Muldeners stadt zu dem Itzigenn Baw des Bronns gesatzt, bisolang ich mich resoluire, wer enndtlich an Muldeners stadt bleibenn soll, vnnd das derselbige so gesetzt wirdet, nach seinem kopff nicht hanndele, Sonnder alle dinge laß bleibenn, wie es Muldener geordnet hatt.
Habenn sich die Nachuerzeichnete verordenntenn zu dem Baw des Saltzbronns, vf nachuolgennde Articul vnnderredt, vnnd verglichenn wie nachstehett, also, wir verordenntenn seindt Hermann vonn Hundelshausenn, Johann Nordeck, Valtin Schuldt1[?], Jobst
Erstlich ist allenn vmbstenndenn vnnd gelegennheiten, nach allem furgehabtenn notturfftigenn Rathschlage vnnd bedennckenn fur gut anngesehenn, das der Baw vf den nehistkunfftigenn Montage nach Jubilate Im nahmenn des herrnn, mit gutem stattenn angefanngenn werdenn soll, darzu dann nachuolgende werckleute bestelt werdenn, vnnd sollenn obbenente verordennte, vf donnerstags nach Jubilate Jegenn abenndt als dann gewißlich wiederumb zun Soden annkommenn.
Zimmerleute. Zu werckleutenn sollenn gebraucht werdenn, Meister Hanns Wetzell, soll sich mit verstenndigenn zunechtenn geschickt machenn, denenn soll mann geburliche taglohnn, vnnd Ime Meister Hannsenn Jedes tags
Unsichere Lesungen
Z. 3: Schaffnit, Niedernstein — Namen, Lesung unsicher
wenn er arbeit vor kost vnnd lohnn Ein ortts guldenn1 Muntz gebenn, Desgleichenn den Sonntage ein Malzeit, Wurde er aber des Sonntags auch arbeitenn mussenn, so soll im obberurt taglohnn zur Malzeit auch gebenn werdenn, vnnd soll Ime noch ein geschickter vnnd erfahrner zimmermann zugeordent werdenn, Desgleichenn ein verstenndiger Werckmann, die vf wasser vnnd zimmer verstanndt haben, Mit denenn soll mann sich auch vor kost vnnd Lohn des taglohnns vergleichenn.
Da mann auch den zimmermann vnnd schultheißenn zu Ziegenhain habenn kann, sollenn sie dabey sein, vermuge des abschiedts, Derwegenn sie zur notturfft hieher zubeschreibenn sein Vor ainenn Walmeister soll vonn Cassell Meister Curt sich mit zehenn gutenn knechttenn, die Inn Irer arbeit bestenndig verharrenn, vnnd treulich arbeitenn, gefast machenn, vnnd das sie Ire Spadenn mit sich bringenn, doch sollenn zum vorrath auch
Unsichere Lesungen
Z. 1: ortts guldenn — rot unterstrichen, Wortgrenze unklar
etlich Spadenn, Inn vorrath alhie verschafft werdenn, vnnd soll mann zur kost vnnd lohnn dem Meister die wochenn einenn thaler gebenn, vnnd einem Jeden knechte des tags vor kost vnnd lohnn, vfs meiste — 4 alb, vnd sollenn verpflicht sein, nach gelegennheit der notgebeuw, außerhalb der zeit vnnd stunde, wie sie zu arbeitenn pflegenn, sich tage vnnd nacht gutwillig brauchen lassenn.
Heintz Horchappell, der soll den Thonn schlagenn vnnd bereitenn mit Hanns Schilpachs Rath vnnd zuthun, vnnd den Lam aus dem grunde wohl setzenn, einschlagenn vnnd verwarenn, vnnd soll der deupffer1 Hanns Frannck2[?] zu Cassell vff Donnerstagk nach Jubilate, auch hieruber beschriebenn werdenn, vnnd soll Heintz Horchappelnn vor kost vnnd Lohnn die wochenn ein guldenn Muntz gebenn werdenn, vnd was er vor bereitschafft bedarff, soll Ime alsbaldt verschafft werdenn, Soll mit Thongrabenn als
derwegenn Bernnt vonn Bischoffshausenn Itzo geschriebenn, vnnder solchs zugestattenn, gewilliget hat, doch das ann der Sat kein schaden thue, Item Jacob Richternn vnnd Gallenn auch hier zubeschreibenn, Wann es die notturfft erfordert, vnnd etwa sonnst nach einem verstenndigenn Werckmann vonn Iba oder Elmbach2[?] wann in grundt kömpt, Vnnd ob es die notturfft erfordert, das mann Meurer habenn muste, So soll mann vf Hannsenn vonn Franckfurdt, vnnd sonnst nach einem geschicktenn Meister sonnderlich der vf grundtbeuwe im wasser gearbeitt habe, vnnd wo es vonn nötenn, Inn die vier hundertt fuder steine in vorrath brechenn zulassenn, das man die in der eyle, habenn vnnd brauchenn könne, Vnnd furs aller erste, sollenn zwischenn hie vnnd Jubilate Innwenndigk Inn den Saltzbronn vier Reiffe vonn Krömbling gemacht werdenn, wie der abschiedt vermagk, die das faß steiff haltenn, vnnd derwegen
keiner befahrt zubesorgenn, wie dann der zimmermann Itzo notturfftig bericht ist, Darnach soll die Decke geoffnet vnnd der Tham stuckweis, vnnd nit ganntz vf einmahl ausgefuhrt werdenn, wie solchs die gelegennheit gebenn wirdt, Des Raums halbenn vmb den Saltzbronn, ist Itzo noturfftige besichtigung geschehenn, vnnd soll also bey dem furgenommenn Raum bleibenn, bis zu weitter noturfft, als dann hat mann sich weitter derwegen zuvergleichenn, Vnnd ist hieruf vonn allem notwenndigenn vorrath geredt vnnd befundenn, das albereit im vorrath eichenn holtz, Eichenn dielenn, Krömblinge, Schupffenn, karren, Spadenn, Strennge, Seyle vnnd Thon gefurt, vnnd vor augenn ist, vnnd soll noch Itzo zum furderlichstenn mehr Thon gegrabenn vnnd gefurt werden, Desgleichenn ein gute notturfft arm Mose1[?] zun vorrath als balde holenn zulassenn, vnnd sollenn etlich Leinenn Beuttell, klein vnnd groß Itzo auch darzu gemacht werdenn,
Der forsthaffer1[?] zu Roßbach muß herauff verschafft, dann zu Eschwege vnnd Wannfriedt kein Haffer mehr sein will, wie die amptknechte berichtenn, darumb mann sich erkundenn, Haw vnnd stro muß auch anhero verordent sein, darumb vonnötenn, das die Vchsenn zu Eschwege abgeschafft werdenn, kann mann daselbst haw vnd stro enndtrathenn, muß dem kuchenmeister anngezeigtt werdenn, Es soll auch aller vnnkost, beide das Bawgeldt, zerung vnnd annders, alles was sich in diesem Baw auszugebenn notturfftig zutregt, klar vnnd eigentlich vonn Ih[?] zu Ihu[?] verzeichnet, vnnd alwege wochenntlich den Sambstage Jeder wochenn, vor vns verordenntenn etlichenn, vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, damit in dem rechtschaffene vfrichtige vnnd gleiche ordenung gehaltenn, die verrechennt, vnnd Jede wochenn Rechnung vonn vns etlichenn anngehört, vnnd als balde dieselben wochenrechnung vnnterschriebenn werdenn, Das
wohlgemacht, Innwenndige Inn den Saltzbronn zun Sodenn, durch meister Hannsenn Wetzelnn zimmermann, vfs aller scherffste gnaw vnnd wohl anngerissenn, Innsennckenn vnnd anntreibenn, vnnd vernegelnn lassenn, wie mann Itzo im augennschein zusehe hat.
Darnach ist die decke des Lams am Saltzbronn abgethann vnnd geoffnet, vnnd vonn der abezucht am gewelbe der drittentheil des Saltzbrons, da der Berck wieder ligt, nach der Stadt zu, da Itzo kein vmbgang ist, anngefanngenn auszufuhrenn, vnnd hat sich im ausfuhrenn des Lams vmb den Saltzbronn fundenn, wie volgt, Dinstags vnnd Mitwochenn am Lam ausgefurt, vnd allerley Holtzwerck, Erdenn, steine vnnd dreck im Lam mit Ingefult fundenn, Heintz vonn Luttern geschriebenn, das der Schultheis vonn Ziegennhain, nechst dinstags gewißlich hie sey, das er auch Scheltparchenn, vf mein ann Ihnen Scheltparchenn gethann schrifft beuehge1[?] vfs furderlichste herzukommenn, vnnd mit annrathenn zuhelffen
das der Thon rechschaffenn vnnd wohl gearbeit, vnnd zugericht werde, Das Nordeck die Gröper vonn Cassell morgenn mit her bringe, erinnerung gethann, Dem Renndtmeister zu Hombergk geschriebenn, das er die wochenn Cantate den Steinmetzenn Meister Hannsenn vonn Franckfurt hier bescheide, Michell Horchbergk1[?] soll den Steinbrechernn Hansen selb dritte zustundt her bescheidenn, Wo er nitt her wolte, Soll der Steinbrecher vonn Wolffsannger herkommenn.
Dieweil die arbeiter vnnd taglohner Inn Sodenn, den zeiger oder Vhr in der Stadt nit wohl hörenn können, damit sie dann Ire volle stunde arbeitenn, Soll der Opfermann Inn Sodenn, die zeit dieser Baw wert, eins Jedenn tags Morgenns zu vier vhrenn, zu mittage zu Elff vhrenn, darnach zu einer vhrenn, vnnd abendt zu Sechs vhren, einenn gutenn Puls leutenn, das die arbeiter wieder ann vnd abzugehenn wissenn, Donnerstags nach Jubilate den Erstenn Maij zu morgen
ist Valtin Schülde Vogt zu Wanfriedenn1[?] alhie annkommenn, vnnd mit zugesehenn, hat mann verordennt, das der zimmermann Meister Hanns Wezell2 das alte gebew vom holtzwergk hinder dem Tam, so etwas Bawfelligk gestalt, vnnd mitt stendelnn ann dem Oberstenn Reiffe am Saltzbron, Jegenn das alte gebeuwe gefast, vnnd ist der Tam darnach weitter vnnter sich ausgefurt, Dem Vogte zu Friedewaldt geschriebenn, zwene Wagenn mit haffernn hier zuschickenn, sollenn wieder vmb mit Saltz dahin zufuhrenn, alhie geladen werdenn, Renndtmeister zu Schmalkaldenn soll die Flösdielen3 vnnd bestelte negell vfs furderlichst herschickenn, vnnd darnebenn schrifftlich anzeigenn, wie die Mergenngroschenn beij Ihnenn genommen vnnd gegebenn werdenn, Milcher Straus der Hamerschmidt zum Schwein4[?], soll vmb den Mitwochenn nach Cantate hie sein, des Pfann eijsenns halbenn, wo er manngell am gedinge hette,
Jegenn abenndt seindt Hermann vonn Hundelshausenn Amptmann zu Reichennbach, vnnd Johann Nordeck, als verordennte des Baws alhie annkommenn, Freijtags nach Jubilate den 2n1[?] Maij am Tamme ausgefurt, vnnd die schar2 zum raum weitter furgenommenn, das die Last vom Tamme komme, Sambstags weitter vnnter sich vnnd vmbher gegraben, den Saltzbronn vnnd das alte gebeuwe mit strebenn gefast vnnd verschlagenn, vnnd das tag wasser Inn die abzucht bracht vnnd gewiesenn, Vnnd seindt diese wochenn gesottenn, Ann Saltz, 126 Pfann, Die vierdte abzucht hat mann heute außerhalb dem altenn gebeuwe, vermuge der Pfenner Bawbuch, zugetennet fundenn, vnnd wieder aufgeraumbt, wirdt mann im grunde findenn, ob die einenn abgang haben könne Vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrn seindt die fuhrleute in der Stadt Allendorff anngesprochenn, Morgenn ein Jeder wie er gespannt ist
Maij in den dreijen Pfarkirchenn in der Stadt vnnd Inn Sodenn durch die Predicantenn das Volck erInnernn vnnd ermahnen lassenn, Gott den almechtigenn Innigklichenn zubittenn, dieweil der anngefanngenn Baw am Saltzwergk, Innsonderheit am Saltzbronn, vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, den Pfennernn, vnd der ganntzenn Lanndtschafft des Furstennthumbs hessen, vnnd der darann stossenndenn grenntzenn, vnnd auch allenn sich darann nehrenn müssenn, zu gutenn kömpt, das Gott der almechtige zu solchem Baw gnade, besterung vnnd wolfart, auch gnediges gut gewitter verleyhenn wolle, Damit solcher Baw gemeinem nutz zum bestenn könnt volnzogenn, vnnd dermassenn stadtlich gefast vnnd gemacht werdenn, das es künfftiglich hochgedachtenn vnserm gnedigenn fürsten vnnd herrnn, dem Furstennthumb hessenn, Se
meiner Lanndtschafft, den Pfennernn vnnd allermandernn, so sich am Saltzwergk nehrenn, zu gut kommen könne, Monntags nach Cantate den 5n1[?] Maij vnnter sich am Tamme ausgefuhret, Dinstags vnnd Mitwochenn bis vf den 4.
Reiff den Tam ausgenommenn, Ist die Wenn2[?], so aus dem Bornn Inn die abzucht gelegt ledig gemachtt, vnnd geoffnet wordenn, da hat mann fundenn Inn der mitte des Tams starcke eichenn Bretter gestrebt stehenn, Inn dem grunde gescherpfft, vnnd geschlagenn, die sein heraus gelanngt, darnach ein gevierdts vonn starckenn Balckenn hinder denselben, vnnd zwischenn dem fasse des Bronns wieder ein gevierdts vonn Bretternn, vnnd ist als dartzwischll3 vertembt gewesenn, vnnd vf den mittelstenn Brettern hat der zaun gestanndenn, Ist aber verfault gewesenn, Donnerstags den 8 Maij Ist beij der abzucht am Gewelbe Inngesenncket, da hat das wilde wasser starck durch die eusserste fassung getrungenn, das mann solchs wiederumb vertemmenn müssenn, da ist mann vnnter das
getemme vf ein gries kommenn, hat der zimmermann eine Sompenn gesatzt, vnnd damit allenn zufloß durch eine Renne Inns gewelbe annderthalbenn schue dieffer dann die Renn aus dem Bornn gröst vnnd gehaltenn, Im Bornn ist die Sohl aber gleich hoch gestiegenn, Freijtags den 9.
Maij hat mann Jegenn dem Oberstenn vnnd vierdtenn Reiff strebenn gesetzt, vnnd der Tam in der mitte zwischenn der altenn fassung vnd dem Saltzbronn, bis vnnter das getemme vff den gries auswerffenn lassenn, Vnnd hat Hochappell diese wochenn selb zehenndt den Thon gemacht vnnd zubereit, desgleichenn ist der Raum im Steinbruch ober der Stadt geraumbt vnd zugericht, vnnd sollenn etlich hundert fuder steine in vorrath gebrochenn werdenn, So hat mann auch anngefanngenn den Sohlgrabenn reynenn zulassenn, Das gehöltze so geflöst ist, soll Ludwig stein1 ausbringen helffenn, oder sie darumb gepfenndt werdenn,
Innhalt Stadthalter vnnd Rethe schrifftlichenn beuelch, Diese tag hat der zimmermann das Segezeugk auch noturfftigk zugericht, vnnd Inn den Saltzbronn dreij Sompenn, die obenn austragenn gesetzt, darnach vier kurtze Sompenn, die tragenn die sohl so tieff aus vnnd ab Inn das Gewelbe, als die Renne vom alters gelegt sein, verhofftenn darmit den Saltzbronn zu Sehenn, Sambstags nach Cantate den 10.
Maij, Ist hinder dem altenn gebeuw außerhalb dem Tam, der Bergk weitter aus gefurt nach dem gannge zu vmb der Last wiln, vnnd habenn die knechte1 darnach im Sohlgrabenn gearbeit, vnnd steht Itzo die fassung des Saltzbrons halb ledigk vnnd freij, ist aber wohl vnterschlagen vnnd gefast, Nach Mittage hat der zimmermann das Segezeugk gefertigt, Inn Bornn gehenngt, vnnd vf den Bornn darzu geröst gemacht zum stannde, Dieweil aber Hundelshausenn vnnd Nordeck heut verrittenn, hatt mann mit dem Sehenn bis zu Irer wiederkunfft vfgezogenn,
Der Saltzbronn ist auch mit der schrodt wogenn eygentlich abgewiegenn, das mann Jederzeit sehenn vnd wissenn kann, das sich das fas am Saltzbronn nit verruckt, oder etwas weiche, Vnnd seindt diese wochenn gesottenn, Ann Saltz, 123 Pfann, Sonntags Vocem Jucunditatis den 111 Maij gefeijret vnnd nichts arbeitenn lassenn, Monntags hat der zimmermann das Segezeugk ganntz fertigk gemacht, darnebenn ist das gewelbe gesaubert, vnnd vonn dem Schlam habenn sich die Rennenn vorm gewelbe, vnnd vnter dem Tam, da die Oberbrück2[?] vber den Saltzgrabenn gewesenn, etwas verstopfft, das mann dieselbenn vfgeraumbt hatt, dartzu seindt die Malknechte im Sohlgrabenn, vnd demselbenn vnntenn heraus gesaubert, Inn der Stein=kauttenn wirdt gebrochenn, So habenn die Thonarbeiter auch Irenn beuelch in ausrichtung, Der zimmermann hat auch die Strebenn am Bornn
Dinstags den 13. Maij Ist der Saltzbronn zum zweitenn mahl ganntz vnnd gar ausgezogenn vnnd geöst, Inn beijsein vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, Valtin Schülde, mein Jost Berckernn1[?], Renndtmeister, Saltzwardt vnnd Hanns Scheltpach, vnnd vonn der Pfenner wegenn, Johann Niedennstein, Thias Thorey, vnnd sonnst viel gemeiner Pfenner, vnnd hat mann klar vnnd eigenntlich fundenn vnnd gesehenn, das die quell wiltwassers, darvonn in der Pfenner Buch anntzeigung vnnd meldung geschicht, so beij der drittenn abzucht, in vorzeitenn gewesenn, vnnd in dem vmbgannge nach dem gewelbe sich gezogenn, sieder der zeit vnnter sich gefallenn, vnnd leufft nun gleich vber derselbenn drittenn abezucht starck Inn den Saltzbronn vnnder dem fasse her, vnnd vermischt sich aber also baldt mit der Sohl, aber die anndernn adern im Saltzbronn, so vonn vnntenn herauff durch den gries
vnnd kießling kommenn, die seindt ann Irer substantz der sohlenn stercker vnnd besser, Vnnd will demselbigenn mit zeitigem Rath nu wohl stadt zuvorkommenn sein, Vnnd ist der Saltzbronn gesaubert vnnd alle Inngefallenn holtz vnnd annders ausgezogenn, Heut Jegenn abenndt seindt die herrnn Stadthalter Rudolff Schennck, Hermann vonn Hundelshausenn, Johann Nordeck, der Schultheis vonn ziegennhain, Meister Mertin der Buchssenngießer alhie annkommenn, Mitwochenn den 14 Maij Ist der Saltzbronn in aller herrnn beijsein abermahls ausgezogenn, vnnd geöset, vnnd habenn die werckmeister, als der Schultheis zu ziegennhain, M.
Mertin Bette1[?], Scheltpach der zimmermann vonn der Lichtenaw, Jacob vnnd Gall Richtter, vnnd der zimmermann Hanns Weyell2 den schadenn vnnd Innfluß Im Saltzbronn eigentlich besichtiget, darnach hatt mann Rath gehaltenn, vnnd vff den vorgefallenn streit, Ob mann einenn rechtenn gutenn grundt suchenn, oder ob mann vf dem
Gries, wie die altenn gethann bleibenn soll, aus allerleij bedennckenn geschlossenn, das mann mit dem Itzigenn Baw nit tieffer dann die altenn senncken vnnd ausfuerenn, sonndernn vf dem kies oder gries bleibenn, vnnd sollenn dem schadenn vnnd Innfluß auswenndigk dem Saltzbronn im Tham nachsuchenn vnd vleisthun1[?], das mann denselbenn Innfluß Innsonnderheit fassenn könne, dann das alte der Pfenner Buch sagt eigenntlich, das des orts vor Sechtzigk Jarenn ein Saltzader, vnnd darnebenn ein quelle wiltwassers eins arms dick gewesenn sein, die habenn sich durch Flotz2[?] schlagenn im vmbgannge gemindert, die sein ohnn zweiuel vnnter sich gefallenn, vnnd fliessenn nun mit einannder zugleich in Saltzbronn, Der zimmermann Hanns Wetzell soll annfahenn, vnnd die neue fassung vf acht eckenn zurichtenn, soll mittenn in den Tham sechs schue weit vom Saltzbron gesetzt werdenn, das mann dazwischenn mit Thonn wohl vertemmenn könne, vnnd sollenn die Bretter vf einannder wohl gefugt, Inngeschlossenn, vnnd mit dielenge gesetzt werdenn,
Donnerstags Ascensionis Domini den 15. Maij Ist der herr Stadthalter wieder nach Cassell gerittenn, vnnd beuohlenn, was sich am Baw, Innsonnderheitt in fassung des zuflus beij der adernn zutragenn wirdet, Ihnenn furderlich zuuerstenndigenn, So hatt mann heut des fests, vnnd auch des Regenns vnnd nassenn wetters halbenn gefeijret, Freitags den 16.
dergleichenn, vnnd hat mann auswenndigk am fasse des Saltzbronns, vber dem Innfluß beij dem drittenn Reiffe, ein tieff gros loch fundenn, hat influß daselbst mit der zeit den Tam vnnd die erdenn in den Saltzbronn gefurt, vnnd seindt die strebenn daselbst vollennt herumb gefurt.
Maij vber vnnd vf dem Innflus vf den gries kommenn, Donnerstags, Freitags vnnd Sambstags den Malknechtenn den Tam vollennt vmb das fas hero heraus zubringenn, zum feijrabenndt1[?] gebenn, die tags seindt Hermann vonn Hundelshausenn Valtin Schüldt, vnnd Ich Jobst alhier gewesenn, Diese wochenn seindt gesottenn 147 werck.
vber den abzucht am gewelbe in der mitte nach der zweitenn abzucht, hat mann ann der eussersten fassung im Tam, da die nedern ader sein soll, ein fassung eins stich weits vonn Betternn gemacht fundenn, Was das bedeut wirdt mann im grunde findenn, Hat mann im grunde fundenn, das solche fassung für nichts gewesenn, dann die ader darunder hin nach dem fasse des Bornns geflossenn ist, mag aber vor zeitenn im grunde mit thonn vertemmet sein, das sie in solcher fassung bis in den
Unsichere Lesungen
Z. 8: feijrabenndt — durchstrichen oder Zierstrich
vmbgang vier oder funff schue hoch gestiegenn ist, Sambstagk nach Exaudi den 24. Maij habenn beiderseits verordenntenn zum baw sampt den Saltzgreuen vnnd dienernn des bawes halbenn Rath gehaltenn, vnnd geschlossenn, Dieweil der Zimmermann zu fertigung der neuwenn fassung vierzehenn tage zeit habenn mus, In dem auch aller thon vnnd anndere bereitschafft gefertigt werdenn kann, das der born mit dielenn1 gantz zugelegt werdenn soll, desgleichenn der geraumpte Tam, vnnd darauff magk Jeder zu haus ziehenn, doch das nacht vnnd tagk der born vnnd darumbher bewart werde, vnnd sollenn die verordenntenn vf Sonntagk Medardi den 8.
Junij Jegenn abenndt wiederumb zun bodenn sein Dieweil dann nachmahls nit verglichenn, wie tieff mann mit dem grunde suchenn vnnd fahrenn soll, So ist abgeredt, das vonn wegenn vnsers gnedigenn fürsten vnnd herrnn etlich verstenndige vom Rethenn, desgleichenn anndere mehr Pfenner, vf Donnerstagk den 12.
Allenndorff annkommenn, vnnd sich derwegenn endtlich zu enndtschliessenn, wie vnnd welcher gestalt der grundt gesucht, vnnd die neu fassung gesetzt werden soll, Mitler zeit soll der born geöst2, vnnd alles zufliessenndt wasser mit den sompenn gehaltenn werdenn, das derwegenn kein schade geschehe, aber nicht desto weniger sollenn die Söder nechst Mitwochenn, vmb des Ofenns willenn, wiederumb ansiedenn, Die adernn in vnnd vmb den Saltzbronn sein heut probirt, vnnd habenn sich in der proba fundenn also, Die ader des Zinnflus1 mussenn zu einer Pfann Saltz —— 11½ fuder sohlenn gehörenn, Die Gemein sohl im Saltzbronn ——— 11 fuder, die gute ader im Saltzbronn hinder dem stuel — 9 fuder zu einer Pfann saltzs, Vnnd hat mann erfundenn, das alle adernn, so in vnnd vmb den Saltzbronn vonn vnntenn herauff durch den gries vfquellenn, rechte gute saltzadernn sein, was aber vmbher zufleust, sein gemeinlich wilde quellen,
Die Pfingst heiligenn tage gefeyret, aber den Mitwoch vnnd die anndernn drey tage, hat meister Hanns der Zimmermann ann der neuwenn fassung, vnnd Dochappell mit seinenn knechtenn, am Thom2 gearbeit, Mitwochenn vmb des Ofenns willenn wieder ansieden lassenn, vnnd seindt diese halbe wochenn gesottenn, ———————— 42 werk, Die Wochenn Trinitatis hat der Zimmermann sein arbeit fertigk gemacht, vnnd sein den [gestrichen:
Freytag] Jegenn abendt alhie annkommenn, vnnser gnediger Lanndtgraf Wilhelm, Stadthalter, Canntzlar vnnd Räthe, so zu Sultza Inn Duringenn gewesenn sein, vnnd habenn den Saltzbronn vnnd alle arbeit besichtiget, Diese wochenn seindt gesottenn ————— 141 werk, Sonntags Medardi den 8.
Junij die Teichknechte wieder hero bescheidenn, Montags anngefanngenn vollennt den Tam anzuwerffenn, Dinstags den 10 zu Morgenn, sein Hermann von Hundelshausenn vnnd Valtin Schilde3 auch wiederumb hie annkommenn, vnnd ist am Tam anzubringen
Junij hat mann mehr körenn2 vnd Haspelnn vnnd Kübelnn zum ausösenn zurichtenn lassenn, vnnd wirdt fur vnnd fur mehr thon zugefürt, vnnd recht wohl mit fleis gearbeit vnnd bereit, so ist auch nunmehr ein gute noturfft Moß im vorrath.
Donnerstagk den 12 Junij, ist der Tam aller bis vf den kieß mit kübelnn ausgezogenn, vnnd was hart gewesenn, ausgeworffenn, hat mann vf dem kies, einenn grossenn lanngenn vnnd dickenn Baum mit seinenn Estenn, ann der eusserstenn alten fassung vf einer seittenn, vnnd einenn grossenn warkenn3 kalckstein vf der annder seittenn des bornns im kieß fundenn, Darnach hat mann ein gewierckts4 mit bretternn vmb den Saltzbronn, vnnd hart darann mit Thon vertemmet fundenn, Ist heut aller heraus bracht, das mann hat vf dem gries vmb den Saltzbronn gerings hero trockenn gehenn könnenn, vnnd ist das gewierckts
ganntz fleissigk, mit Moß vnnd thonn durcheinander gemischt, darunter aschenn vnnd erdenn gewesenn, vertembt, bis vf den Grieß, vnnd seindt heut Johann Nordeck, Schultheis vonn Ziegennhain vnnd Scheltpach1 alhie annkommenn, Zwischenn der altenn fassung vnnd dem Saltzbronn, an vnnd bey dem stein, hat mann acht vnnd mehr starck Saltzadernn vfquellenn fundenn, die gut ann Irer substantz, sein probirt vnnd haltenn wie volgtt, habenn nit in Saltzbronn kommenn könnenn, dieweil das fas zu ennge, vnnd nit weit gnug gemacht gewest, Ein ader ann den Bretternn der vierecktenn fassung bey dem grossenn steine im gries, helt ein quart — 6.
lot 3 q̄z.2 thut zu einer Pfann —— 8 fuder 2 ohme 10 virtell, Die Saltzader Jegenn dem Berge, nach Hanns Mertins koth3 ist sehre starck, helt ein quart — 5½ lot, thut zu einer Pfann —— 10 fuder 2 Ohm 7 quart.