Zum Inhalt
salzbibel.deForschungsprojekt
Darstellung
Darstellung
Schriftgröße
Zeilenabstand
Farben
Kontrast
Bewegung
Schriftart

Alle Einstellungen mit Erläuterung

Salzbibel

Die Salzbibel

Das Werk als Zeitleiste: Wortlaut, Übersetzung, Zusammenfassung und Anmerkungen — frei kombinierbar

Das Werk der Reihe nach

Die Salzbibel in der Reihenfolge der Handschrift, Seite für Seite: Wortlaut, Übersetzung, Zusammenfassungen und redaktionelle Anmerkungen. Jede Ansicht und jeder der dreizehn Abschnitte lässt sich an- und abschalten; weitere Filter grenzen auf Seiten mit Abbildungen, Tabellen, Randvermerken oder unsicheren Lesungen, auf einen Band, einen Seitenbereich oder ein Suchwort ein. Der Zustand steht in der Adresszeile.

Wortlaut und Übersetzung werden unverändert ausgegeben; Ziffern im Wortlaut verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite. Den Gesamtbestand durchsucht die Suche, die Gliederung erklärt Aufbau des Werks.

Ansicht
Abschnitt
Weitere Filter
Nur mit
Band
Eingrenzen
zurücksetzen

2.034 von 2.240 Einträgen

zurücksetzen

II · 2. Buch · Band 1 · Fortsetzung

Die Entwicklung unter Landgraf Philipp dem Großmütigen

Das zweite Buch · 510 Seiten · Aufbau des Werks

HandschriftS. 611 Bl. 303r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 611

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten1 Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. vmabgelösten — wohl vnabgelösten

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 612 Bl. 303v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 612

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude1[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Flude — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 613 Bl. 304r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 613

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 614 Bl. 304v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 614

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 615 Bl. 305r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 615

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart1 ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. wart — so; wohl wert

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 616 Bl. 305v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 616

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 617 Bl. 306r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 617

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn1 vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,

2

Zum vierdtenn, Ist der punct vnnd articul, im furstlichen vorschlage erzehlet, das die Pfenner dennest Ire Pfannen theil soltenn Jegenn der Stadt Allenndorff freÿ machen, ganntz beschwerlich vnnd ganntz nicht annehmlich, dann wer do nutz vnnd gewinst nimmet, soll auch deshalbenn die beschwerung vnnd burdenn tragenn, wie das Regula iuris aussaget, Derhalbenn würde es den pfennernn, so das Saltzwerck ganntz vnnd gar erblich, vnnd alle gerechtigkeit, so sie darzu habenn, verlassen soltenn, vnnd dennest die pfannenn Jegenn der Stadt freÿ machenn, oder die vorigenn burder tragenn, auch were es in der pfenner vermögenn nicht, wann sie es gleich gernne thun woltenn, solche freÿheit beÿ der Stadt zu erlanngenn vnnd zu machenn, dann wo die Stadt Ir einkommenn vnnd nutzung, so sie vonn dem Saltzwerck vnnd pfannenn Jerlich hat, verliesenn, oder nachlassenn würde die Stadt vnnd gemeiner nutz derselbigenn, nicht erhalten mögen werdenn, Welches dann sfgl. vnnd gemeiner Lanndtschafft zu nachteil reichen würde, dann die Stadt Allenndorff in zeitt der notturfft dem Furstennthumb zu Hessenn vnd Landtschafft zu gute, nicht mit dem geringstenn theil zu hülffe kommenn ist, Welches alles wo dieser vorschlag solte angenommenn werdenn, hinderruck fallenn würde, Zum funfftenn, so bedennckenn die Pfenner, das sie vnnder andernn freÿheitenn, vnnd gerechtigkeitenn, so sie zu vnnd in dem Saltzwerck habenn, vnnd Inenn vonn den vorigenn Lanndtgrauenn, vnnd Irem Itzigenn gnedigenn furstenn vnnd herrnn bestettiget vnnd Confirmirt sein, vnder ander die habenn, das sie eine gemeine Baurschafft genanndt werden, darein niemanndt gelassenn vnnd genommenn wirdt, er seÿ denn aus den pfennernn geborenn, oder befreunde sich mit Ihnenn, daraus dann ervolget hat vnnd bishero, also gehaltenn vnnd befundenn wordenn, das ein Jeglicher pfenner seine kindere vmb solcher Baurschafft willenn, dest ehrlicher vnnd stadtlicher hat mögenn verheÿrathenn, ausgebenn vnnd bestattenn, Wann nun der vorschlage würde oder solte anngenommenn werdenn, vnnd die pfenner Irer gerechtigkeit gantz vnnd gar erblich abtrettenn oder verziehenn, so volgt, das sie vf Ire kinder vnnd nachkommenn, Itztgedachter der Baurschafft freÿheit vnnd gerechtigkeit auch beraubet vnnd benommenn würdenn, das dann den pfennernn beÿ menniglichen vnnd sonnderlichenn beÿ Irenn nachkommenn verkleiner lich, vnnd mercklich sehre verweislich [übergeschrieben: sein] würde, das sie Irenn kindernn vnnd nachkommenn diese gerechtigkeit begebenn hettenn, Zum sechstenn, würde das den pfennernn beschwerlich vorfallenn, das sfgl. furbehelt in den bestimptenn fellen vnd Casibus fortuitis, Nemblich wenn die Bodenn abbrenndten, verheeret, oder das Saltzwerck Inngerissenn, oder eingeworffenn, oder der Bronn vnnd Bodenn verderbt würde, ann der pension nicht schuldigk will sein, dann alleine nach erkenndtnus der Lanndtschafft, vnnd grösse, oder gelegennheit der schedenn, wie der vorschlage weitter vermeldet, Dann dieweil diese felle, vnnd Casus fortuiti, oder einer baldt vnnd vielmahlen begebenn möchte, vnnd in dieser schwindenn zeit ehr wann mann gedenckt, durch allerleÿ list vnnd behenndigkeit, möchte zugeschehenn verschafft werdenn, Würde das alles den pfennernn zu mercklichenn schadenn kommenn, derer vnnd annderer mehr vrsachenn, so sfgl. aus hohem verstanndt gnediglich selbst zuermessenn habenn, wissenn vnnd könnenn die pfenner sfgl. vorschlag nit einzugehenn, bewilligenn oder annzunehmenn, Inn aller vnnderthenigkeit bittennde, sfgl. wollenn die Pfenner als sfgl. arme vnnderthanen, diese ihrer anntwort, welche aus mergklichenn anntzeigenn vnnd anndernn vhrsachenn, vnnd aus keiner anndernn meinung geschicht, gnediglich beherzigenn, vnnd keinenn vngnedigenn gefallenn derselbigenn tragenn, vnd die Pfenner beÿ den vertregenn, so zwischenn Iren f.gl. vnnd Ihnenn Jungst vfgericht, beiderseits bewilliget, vnnd anngenommenn, gnediglich bleibenn lassenn, als sich die pfenner auch zu sfgl. als zu einem recht vnnd tugenntlichenn fursten vnnd Herrnn, vnnd dessenn mehr vnnderthenniglich verhoffenn, vnnd vertrawenn, Das wollenn sie auch vmb sfgl. aller gehorsamer vnnd schuldiger pflichte, alles Ires vermögenns vnnderthenniglich vnnd ganntz willigk, allezeit geflissenn vnnd geneigt befundenn werdenn, Inn vnnderthenigenn vertrawenn, sfgl. werdenn die pfenner aus vnndt vber die eingangnenn, angenommenn, vnnd bewilligten vertrege,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. perenn — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 618 Bl. 306v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 618

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteZum vierdtenn, Ist der punct vnnd articul, im furstlichen vorschlage erzehlet, das die Pfenner dennest Ire Pfannen theil soltenn Jegenn der Stadt Allenndorff freÿ machen, ganntz beschwerlich vnnd ganntz nicht annehmlich, dann wer do nutz vnnd gewinst nimmet, soll auch deshalbenn die beschwerung vnnd burdenn tragenn, wie das Regula iuris aussaget, Derhalbenn würde es den pfennernn, so das Saltzwerck ganntz vnnd gar erblich, vnnd alle gerechtigkeit, so sie darzu habenn, verlassen soltenn, vnnd dennest die pfannenn Jegenn der Stadt freÿ machenn, oder die vorigenn burder1 tragenn, auch were es in der pfenner vermögenn nicht, wann sie es gleich gernne thun woltenn, solche freÿheit beÿ der Stadt zu erlanngenn vnnd zu machenn, dann wo die Stadt Ir einkommenn vnnd nutzung, so sie vonn dem Saltzwerck vnnd pfannenn Jerlich hat, verliesenn, oder nachlassenn würde die Stadt vnnd gemeiner nutz derselbigenn, nicht erhalten mögen werdenn, Welches dann sfgl. vnnd gemeiner Lanndtschafft zu nachteil reichen würde, dann die Stadt Allenndorff in zeitt der notturfft dem Furstennthumb zu Hessenn vnd Landtschafft zu gute, nicht mit dem geringstenn theil zu hülffe kommenn ist, Welches alles wo dieser vorschlag solte angenommenn werdenn, hinderruck fallenn würde, Zum funfftenn, so bedennckenn die Pfenner, das sie vnnder andernn freÿheitenn, vnnd gerechtigkeitenn, so sie zu vnnd in dem Saltzwerck habenn, vnnd Inenn vonn den vorigenn Lanndtgrauenn, vnnd Irem Itzigenn gnedigenn furstenn vnnd herrnn bestettiget vnnd Confirmirt sein, vnder ander die habenn, das sie eine gemeine Baurschafft genanndt werden, darein niemanndt gelassenn vnnd genommenn wirdt, er seÿ denn aus den pfennernn geborenn, oder befreunde sich mit Ihnenn, daraus dann ervolget hat vnnd bishero, also gehaltenn vnnd befundenn wordenn, das ein Jeglicher pfenner seine kindere vmb solcher Baurschafft willenn, dest ehrlicher vnnd stadtlicher hat mögenn verheÿrathenn, ausgebenn vnnd bestattenn, Wann nun der vorschlage würde oder solte anngenommenn werdenn, vnnd die pfenner Irer gerechtigkeit gantz vnnd gar erblich abtrettenn oder verziehenn, so volgt, das sie vf Ire kinder vnnd nachkommenn, Itztgedachter der Baurschafft freÿheit vnnd gerechtigkeit auch beraubet vnnd benommenn würdenn, das dann den pfennernn beÿ menniglichen vnnd sonnderlichenn beÿ Irenn nachkommenn verkleiner lich, vnnd mercklich sehre verweislich [übergeschrieben: sein] würde, das sie Irenn kindernn vnnd nachkommenn diese gerechtigkeit begebenn hettenn, Zum sechstenn, würde das den pfennernn beschwerlich vorfallenn, das sfgl. furbehelt in den bestimptenn fellen vnd Casibus fortuitis, Nemblich wenn die Bodenn abbrenndten, verheeret, oder das Saltzwerck Inngerissenn, oder eingeworffenn, oder der Bronn vnnd Bodenn verderbt würde, ann der pension nicht schuldigk will sein, dann alleine nach erkenndtnus der Lanndtschafft, vnnd grösse, oder gelegennheit der schedenn, wie der vorschlage weitter vermeldet, Dann dieweil diese felle, vnnd Casus fortuiti, oder einer baldt vnnd vielmahlen begebenn möchte, vnnd in dieser schwindenn zeit ehr wann mann gedenckt, durch allerleÿ list vnnd behenndigkeit, möchte zugeschehenn verschafft werdenn, Würde das alles den pfennernn zu mercklichenn schadenn kommenn, derer vnnd annderer mehr vrsachenn, so sfgl. aus hohem verstanndt gnediglich selbst zuermessenn habenn, wissenn vnnd könnenn die pfenner sfgl. vorschlag nit einzugehenn, bewilligenn oder annzunehmenn, Inn aller vnnderthenigkeit bittennde, sfgl. wollenn die Pfenner als sfgl. arme vnnderthanen, diese ihrer anntwort, welche aus mergklichenn anntzeigenn vnnd anndernn vhrsachenn, vnnd aus keiner anndernn meinung geschicht, gnediglich beherzigenn, vnnd keinenn vngnedigenn gefallenn derselbigenn tragenn, vnd die Pfenner beÿ den vertregenn, so zwischenn Iren f.gl. vnnd Ihnenn Jungst vfgericht, beiderseits bewilliget, vnnd anngenommenn, gnediglich bleibenn lassenn, als sich die pfenner auch zu sfgl. als zu einem recht vnnd tugenntlichenn fursten vnnd Herrnn, vnnd dessenn mehr vnnderthenniglich verhoffenn, vnnd vertrawenn, Das wollenn sie auch vmb sfgl. aller gehorsamer vnnd schuldiger pflichte, alles Ires vermögenns vnnderthenniglich vnnd ganntz willigk, allezeit geflissenn vnnd geneigt befundenn werdenn, Inn vnnderthenigenn vertrawenn, sfgl. werdenn die pfenner aus vnndt vber die eingangnenn, angenommenn, vnnd bewilligten vertrege,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. burder — wohl für burden

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 619 Bl. 307r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 619

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteZum vierdtenn, Ist der punct vnnd articul, im furstlichen vorschlage erzehlet, das die Pfenner dennest Ire Pfannen theil soltenn Jegenn der Stadt Allenndorff freÿ machen, ganntz beschwerlich vnnd ganntz nicht annehmlich, dann wer do nutz vnnd gewinst nimmet, soll auch deshalbenn die beschwerung vnnd burdenn tragenn, wie das Regula iuris aussaget, Derhalbenn würde es den pfennernn, so das Saltzwerck ganntz vnnd gar erblich, vnnd alle gerechtigkeit, so sie darzu habenn, verlassen soltenn, vnnd dennest die pfannenn Jegenn der Stadt freÿ machenn, oder die vorigenn burder tragenn, auch were es in der pfenner vermögenn nicht, wann sie es gleich gernne thun woltenn, solche freÿheit beÿ der Stadt zu erlanngenn vnnd zu machenn, dann wo die Stadt Ir einkommenn vnnd nutzung, so sie vonn dem Saltzwerck vnnd pfannenn Jerlich hat, verliesenn, oder nachlassenn würde die Stadt vnnd gemeiner nutz derselbigenn, nicht erhalten mögen werdenn, Welches dann sfgl. vnnd gemeiner Lanndtschafft zu nachteil reichen würde, dann die Stadt Allenndorff in zeitt der notturfft dem Furstennthumb zu Hessenn vnd Landtschafft zu gute, nicht mit dem geringstenn theil zu hülffe kommenn ist, Welches alles wo dieser vorschlag solte angenommenn werdenn, hinderruck fallenn würde, Zum funfftenn, so bedennckenn die Pfenner, das sie vnnder andernn freÿheitenn, vnnd gerechtigkeitenn, so sie zu vnnd in dem Saltzwerck habenn, vnnd Inenn vonn den vorigenn Lanndtgrauenn, vnnd Irem Itzigenn gnedigenn furstenn vnnd herrnn bestettiget vnnd Confirmirt sein, vnder ander die habenn, das sie eine gemeine Baurschafft genanndt werden, darein niemanndt gelassenn vnnd genommenn wirdt, er seÿ denn aus den pfennernn geborenn, oder befreunde sich mit Ihnenn, daraus dann ervolget hat vnnd bishero, also gehaltenn vnnd befundenn wordenn, das ein Jeglicher pfenner seine kindere vmb solcher Baurschafft willenn, dest ehrlicher vnnd stadtlicher hat mögenn verheÿrathenn, ausgebenn vnnd bestattenn, Wann nun der vorschlage würde oder solte anngenommenn werdenn, vnnd die pfenner Irer gerechtigkeit gantz vnnd gar erblich abtrettenn oder verziehenn, so volgt, das sie vf Ire kinder vnnd nachkommenn, Itztgedachter der Baurschafft freÿheit vnnd gerechtigkeit auch beraubet vnnd benommenn würdenn, das dann den pfennernn beÿ menniglichen vnnd sonnderlichenn beÿ Irenn nachkommenn verkleiner lich, vnnd mercklich sehre verweislich [übergeschrieben: sein] würde, das sie Irenn kindernn vnnd nachkommenn diese gerechtigkeit begebenn hettenn, Zum sechstenn, würde das den pfennernn beschwerlich vorfallenn, das sfgl. furbehelt in den bestimptenn fellen vnd Casibus fortuitis, Nemblich wenn die Bodenn abbrenndten, verheeret, oder das Saltzwerck Inngerissenn, oder eingeworffenn, oder der Bronn vnnd Bodenn verderbt würde, ann der pension nicht schuldigk will sein, dann alleine nach erkenndtnus der Lanndtschafft, vnnd grösse, oder gelegennheit der schedenn, wie der vorschlage weitter vermeldet, Dann dieweil diese felle, vnnd Casus fortuiti, oder einer baldt vnnd vielmahlen begebenn möchte, vnnd in dieser schwindenn zeit ehr wann mann gedenckt, durch allerleÿ list vnnd behenndigkeit, möchte zugeschehenn verschafft werdenn, Würde das alles den pfennernn zu mercklichenn schadenn kommenn, derer vnnd annderer mehr vrsachenn, so sfgl. aus hohem verstanndt gnediglich selbst zuermessenn habenn, wissenn vnnd könnenn die pfenner sfgl. vorschlag nit einzugehenn, bewilligenn oder annzunehmenn, Inn aller vnnderthenigkeit bittennde, sfgl. wollenn die Pfenner als sfgl. arme vnnderthanen, diese ihrer anntwort, welche aus mergklichenn anntzeigenn vnnd anndernn vhrsachenn, vnnd aus keiner anndernn meinung geschicht, gnediglich beherzigenn, vnnd keinenn vngnedigenn gefallenn derselbigenn tragenn, vnd die Pfenner beÿ den vertregenn, so zwischenn Iren f.gl. vnnd Ihnenn Jungst vfgericht, beiderseits bewilliget, vnnd anngenommenn, gnediglich bleibenn lassenn, als sich die pfenner auch zu sfgl. als zu einem recht vnnd tugenntlichenn fursten vnnd Herrnn, vnnd dessenn mehr vnnderthenniglich verhoffenn, vnnd vertrawenn, Das wollenn sie auch vmb sfgl. aller gehorsamer vnnd schuldiger pflichte, alles Ires vermögenns vnnderthenniglich vnnd ganntz willigk, allezeit geflissenn vnnd geneigt befundenn werdenn, Inn vnnderthenigenn vertrawenn, sfgl. werdenn die pfenner aus vnndt vber die eingangnenn, angenommenn, vnnd bewilligten vertrege,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 620 Bl. 307v Das annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 620

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteZum vierdtenn, Ist der punct vnnd articul, im furstlichen vorschlage erzehlet, das die Pfenner dennest Ire Pfannen theil soltenn Jegenn der Stadt Allenndorff freÿ machen, ganntz beschwerlich vnnd ganntz nicht annehmlich, dann wer do nutz vnnd gewinst nimmet, soll auch deshalbenn die beschwerung vnnd burdenn tragenn, wie das Regula iuris aussaget, Derhalbenn würde es den pfennernn, so das Saltzwerck ganntz vnnd gar erblich, vnnd alle gerechtigkeit, so sie darzu habenn, verlassen soltenn, vnnd dennest die pfannenn Jegenn der Stadt freÿ machenn, oder die vorigenn burder tragenn, auch were es in der pfenner vermögenn nicht, wann sie es gleich gernne thun woltenn, solche freÿheit beÿ der Stadt zu erlanngenn vnnd zu machenn, dann wo die Stadt Ir einkommenn vnnd nutzung, so sie vonn dem Saltzwerck vnnd pfannenn Jerlich hat, verliesenn, oder nachlassenn würde die Stadt vnnd gemeiner nutz derselbigenn, nicht erhalten mögen werdenn, Welches dann sfgl. vnnd gemeiner Lanndtschafft zu nachteil reichen würde, dann die Stadt Allenndorff in zeitt der notturfft dem Furstennthumb zu Hessenn vnd Landtschafft zu gute, nicht mit dem geringstenn theil zu hülffe kommenn ist, Welches alles wo dieser vorschlag solte angenommenn werdenn, hinderruck fallenn würde, Zum funfftenn, so bedennckenn die Pfenner, das sie vnnder andernn freÿheitenn, vnnd gerechtigkeitenn, so sie zu vnnd in dem Saltzwerck habenn, vnnd Inenn vonn den vorigenn Lanndtgrauenn, vnnd Irem Itzigenn gnedigenn furstenn vnnd herrnn bestettiget vnnd Confirmirt sein, vnder ander die habenn, das sie eine gemeine Baurschafft genanndt werden, darein niemanndt gelassenn vnnd genommenn wirdt, er seÿ denn aus den pfennernn geborenn, oder befreunde sich mit Ihnenn, daraus dann ervolget hat vnnd bishero, also gehaltenn vnnd befundenn wordenn, das ein Jeglicher pfenner seine kindere vmb solcher Baurschafft willenn, dest ehrlicher vnnd stadtlicher hat mögenn verheÿrathenn, ausgebenn vnnd bestattenn, Wann nun der vorschlage würde oder solte anngenommenn werdenn, vnnd die pfenner Irer gerechtigkeit gantz vnnd gar erblich abtrettenn oder verziehenn, so volgt, das sie vf Ire kinder vnnd nachkommenn, Itztgedachter der Baurschafft freÿheit vnnd gerechtigkeit auch beraubet vnnd benommenn würdenn, das dann den pfennernn beÿ menniglichen vnnd sonnderlichenn beÿ Irenn nachkommenn verkleiner lich, vnnd mercklich sehre verweislich [übergeschrieben: sein] würde, das sie Irenn kindernn vnnd nachkommenn diese gerechtigkeit begebenn hettenn, Zum sechstenn, würde das den pfennernn beschwerlich vorfallenn, das sfgl. furbehelt in den bestimptenn fellen vnd Casibus fortuitis, Nemblich wenn die Bodenn abbrenndten, verheeret, oder das Saltzwerck Inngerissenn, oder eingeworffenn, oder der Bronn vnnd Bodenn verderbt würde, ann der pension nicht schuldigk will sein, dann alleine nach erkenndtnus der Lanndtschafft, vnnd grösse, oder gelegennheit der schedenn, wie der vorschlage weitter vermeldet, Dann dieweil diese felle, vnnd Casus fortuiti, oder einer baldt vnnd vielmahlen begebenn möchte, vnnd in dieser schwindenn zeit ehr wann mann gedenckt, durch allerleÿ list vnnd behenndigkeit, möchte zugeschehenn verschafft werdenn, Würde das alles den pfennernn zu mercklichenn schadenn kommenn, derer vnnd annderer mehr vrsachenn, so sfgl. aus hohem verstanndt gnediglich selbst zuermessenn habenn, wissenn vnnd könnenn die pfenner sfgl. vorschlag nit einzugehenn, bewilligenn oder annzunehmenn, Inn aller vnnderthenigkeit bittennde, sfgl. wollenn die Pfenner als sfgl. arme vnnderthanen, diese ihrer anntwort, welche aus mergklichenn anntzeigenn vnnd anndernn vhrsachenn, vnnd aus keiner anndernn meinung geschicht, gnediglich beherzigenn, vnnd keinenn vngnedigenn gefallenn derselbigenn tragenn, vnd die Pfenner beÿ den vertregenn, so zwischenn Iren f.gl. vnnd Ihnenn Jungst vfgericht, beiderseits bewilliget, vnnd anngenommenn, gnediglich bleibenn lassenn, als sich die pfenner auch zu sfgl. als zu einem recht vnnd tugenntlichenn fursten vnnd Herrnn, vnnd dessenn mehr vnnderthenniglich verhoffenn, vnnd vertrawenn, Das wollenn sie auch vmb sfgl. aller gehorsamer vnnd schuldiger pflichte, alles Ires vermögenns vnnderthenniglich vnnd ganntz willigk, allezeit geflissenn vnnd geneigt befundenn werdenn, Inn vnnderthenigenn vertrawenn, sfgl. werdenn die pfenner aus vnndt vber die eingangnenn, angenommenn, vnnd bewilligten vertrege,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 621 Bl. 308r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 621

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteZum vierdtenn, Ist der punct vnnd articul, im furstlichen vorschlage erzehlet, das die Pfenner dennest Ire Pfannen theil soltenn Jegenn der Stadt Allenndorff freÿ machen, ganntz beschwerlich vnnd ganntz nicht annehmlich, dann wer do nutz vnnd gewinst nimmet, soll auch deshalbenn die beschwerung vnnd burdenn tragenn, wie das Regula iuris aussaget, Derhalbenn würde es den pfennernn, so das Saltzwerck ganntz vnnd gar erblich, vnnd alle gerechtigkeit, so sie darzu habenn, verlassen soltenn, vnnd dennest die pfannenn Jegenn der Stadt freÿ machenn, oder die vorigenn burder tragenn, auch were es in der pfenner vermögenn nicht, wann sie es gleich gernne thun woltenn, solche freÿheit beÿ der Stadt zu erlanngenn vnnd zu machenn, dann wo die Stadt Ir einkommenn vnnd nutzung, so sie vonn dem Saltzwerck vnnd pfannenn Jerlich hat, verliesenn, oder nachlassenn würde die Stadt vnnd gemeiner nutz derselbigenn, nicht erhalten mögen werdenn, Welches dann sfgl. vnnd gemeiner Lanndtschafft zu nachteil reichen würde, dann die Stadt Allenndorff in zeitt der notturfft dem Furstennthumb zu Hessenn vnd Landtschafft zu gute, nicht mit dem geringstenn theil zu hülffe kommenn ist, Welches alles wo dieser vorschlag solte angenommenn werdenn, hinderruck fallenn würde, Zum funfftenn, so bedennckenn die Pfenner, das sie vnnder andernn freÿheitenn, vnnd gerechtigkeitenn, so sie zu vnnd in dem Saltzwerck habenn, vnnd Inenn vonn den vorigenn Lanndtgrauenn, vnnd Irem Itzigenn gnedigenn furstenn vnnd herrnn bestettiget vnnd Confirmirt sein, vnder ander die habenn, das sie eine gemeine Baurschafft genanndt werden, darein niemanndt gelassenn vnnd genommenn wirdt, er seÿ denn aus den pfennernn geborenn, oder befreunde sich mit Ihnenn, daraus dann ervolget hat vnnd bishero, also gehaltenn vnnd befundenn wordenn, das ein Jeglicher pfenner seine kindere vmb solcher Baurschafft willenn, dest ehrlicher vnnd stadtlicher hat mögenn verheÿrathenn, ausgebenn vnnd bestattenn, Wann nun der vorschlage würde oder solte anngenommenn werdenn, vnnd die pfenner Irer gerechtigkeit gantz vnnd gar erblich abtrettenn oder verziehenn, so volgt, das sie vf Ire kinder vnnd nachkommenn, Itztgedachter der Baurschafft freÿheit vnnd gerechtigkeit auch beraubet vnnd benommenn würdenn, das dann den pfennernn beÿ menniglichen vnnd sonnderlichenn beÿ Irenn nachkommenn verkleiner lich, vnnd mercklich sehre verweislich [übergeschrieben: sein] würde, das sie Irenn kindernn vnnd nachkommenn diese gerechtigkeit begebenn hettenn, Zum sechstenn, würde das den pfennernn beschwerlich vorfallenn, das sfgl. furbehelt in den bestimptenn fellen vnd Casibus fortuitis, Nemblich wenn die Bodenn abbrenndten, verheeret, oder das Saltzwerck Inngerissenn, oder eingeworffenn, oder der Bronn vnnd Bodenn verderbt würde, ann der pension nicht schuldigk will sein, dann alleine nach erkenndtnus der Lanndtschafft, vnnd grösse, oder gelegennheit der schedenn, wie der vorschlage weitter vermeldet, Dann dieweil diese felle, vnnd Casus fortuiti, oder einer baldt vnnd vielmahlen begebenn möchte, vnnd in dieser schwindenn zeit ehr wann mann gedenckt, durch allerleÿ list vnnd behenndigkeit, möchte zugeschehenn verschafft werdenn, Würde das alles den pfennernn zu mercklichenn schadenn kommenn, derer vnnd annderer mehr vrsachenn, so sfgl. aus hohem verstanndt gnediglich selbst zuermessenn habenn, wissenn vnnd könnenn die pfenner sfgl. vorschlag nit einzugehenn, bewilligenn oder annzunehmenn, Inn aller vnnderthenigkeit bittennde, sfgl. wollenn die Pfenner als sfgl. arme vnnderthanen, diese ihrer anntwort, welche aus mergklichenn anntzeigenn vnnd anndernn vhrsachenn, vnnd aus keiner anndernn meinung geschicht, gnediglich beherzigenn, vnnd keinenn vngnedigenn gefallenn derselbigenn tragenn, vnd die Pfenner beÿ den vertregenn, so zwischenn Iren f.gl. vnnd Ihnenn Jungst vfgericht, beiderseits bewilliget, vnnd anngenommenn, gnediglich bleibenn lassenn, als sich die pfenner auch zu sfgl. als zu einem recht vnnd tugenntlichenn1 fursten vnnd Herrnn, vnnd dessenn mehr vnnderthenniglich verhoffenn, vnnd vertrawenn, Das wollenn sie auch vmb sfgl. aller gehorsamer vnnd schuldiger pflichte, alles Ires vermögenns vnnderthenniglich vnnd ganntz willigk, allezeit geflissenn vnnd geneigt befundenn werdenn, Inn vnnderthenigenn vertrawenn, sfgl. werdenn die pfenner aus vnndt vber die eingangnenn, angenommenn, vnnd bewilligten vertrege,

2

nit fermer bemühenn, oder bemühenn lassenn, sonder sie darbeÿ, sfgl. zusag vnnd verschreibung nach, gnediglich hanndthabenn, vnnd schützenn vnnd vertheidingenn lassen, Beÿ dieser anngezeigtenn abschlegigen anntwort ist zubeharren, vnnd zupleibenn, dann er keins wegen annzunehmenn, es würdenn daraus mehr gezenck erwachssenn dann Itzundt, vnnd den pfennernn nachteiliger, dann wo sich Irrung der bezahlung würdenn begebenn, So hettenn die pfenner weder gelt noch pfannenn, das Jtzt nicht ist, vnnd kein Jegenn furschlage darauff vorzuwenndenn, dann zu recht kann der Lanndtgraff die Pfenner nit zwingenn, das sie sfgl. vorschlage annehmenn, doch auff verbesserung eines Jeglichenn weitter vnnd bessernn bedenckenns Vnnd wie obbeschriebenn, so wer es mein trewlicher Rath, doch vnnbegebenn eins bessernn, das die pfenner beÿ anngezeigtenn abschlegigenn anntwort pliebenn werenn, dan ich nicht [übergeschrieben: wohl] abnehmenn kann, wie der furst besser gefast möcht werdenn, dann er bereidt ist in den vertregk, welche er zuhaltenn in rechtenn verpflicht ist, so hatt es auch im vertrag seinenn wegk, wo Irrung vorfallenn, oder ein misverstanndt, wie es soll mit erortterung desselbigenn gehaltenn werdenn, Darumb würdt es am scherffestenn geachttet, das es beÿ den vertregenn pleibe, Wo aber Je die Pfenner woltenn ein Jegenn vorschlagk thun, so wirdt vor gut anngesehenn, Erstlich das sie vonn dem furstenn begert hettenn, Wo sfgl. die pfenner, vnnd einem Jeglichenn Innsonnderheit, in dem F. zu Hessenn, vor seinen theil vnnd gerechtigkeit so er am Saltzwerck Bodenn, vnnd anndernn so darzu gehorigk hatt, mit liegenndenn vnnbeweglichenn grundenn vnnd guetternn vergnügung vnd erstattung thun wolte, vnnd die Ihnenn zugleich vmb das Saltzwerck, eins vmb das annder eirreumenn vnnd zustellenn, darvonn sie Jerlich souiel ann der narung habenn möchten, als vonn den Bodenn, So wolte sichs den Pfennernn darauf weitter thunlich sein, das mitler zeit sfgl. darauff gedächte, was solche guetere sein soltenn, vnnd wo die gelegenn, Daraus die pfenner, vnnd ein Jeglicher Innsonnderheit,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. tugenntlichenn — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 622 Bl. 308v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 622

1

Fortsetzung von der vorigen Seitenit fermer bemühenn, oder bemühenn lassenn, sonder sie darbeÿ, sfgl. zusag vnnd verschreibung nach, gnediglich hanndthabenn, vnnd schützenn vnnd vertheidingenn lassen, Beÿ dieser anngezeigtenn abschlegigen anntwort ist zubeharren, vnnd zupleibenn, dann er keins wegen annzunehmenn, es würdenn daraus mehr gezenck erwachssenn dann Itzundt, vnnd den pfennernn nachteiliger, dann wo sich Irrung der bezahlung würdenn begebenn, So hettenn die pfenner weder gelt noch pfannenn, das Jtzt nicht ist, vnnd kein Jegenn furschlage darauff vorzuwenndenn, dann zu recht kann der Lanndtgraff die Pfenner nit zwingenn, das sie sfgl. vorschlage annehmenn, doch auff verbesserung eines Jeglichenn weitter vnnd bessernn bedenckenns Vnnd wie obbeschriebenn, so wer es mein trewlicher Rath, doch vnnbegebenn eins bessernn, das die pfenner beÿ anngezeigtenn abschlegigenn anntwort pliebenn werenn, dan ich nicht [übergeschrieben: wohl] abnehmenn kann, wie der furst besser gefast möcht werdenn, dann er bereidt ist in den vertregk, welche er zuhaltenn in rechtenn verpflicht ist, so hatt es auch im vertrag seinenn wegk, wo Irrung vorfallenn, oder ein misverstanndt, wie es soll mit erortterung desselbigenn gehaltenn werdenn, Darumb würdt es am scherffestenn geachttet, das es beÿ den vertregenn pleibe, Wo aber Je die Pfenner woltenn ein Jegenn vorschlagk thun, so wirdt vor gut anngesehenn, Erstlich das sie vonn dem furstenn begert hettenn, Wo sfgl. die pfenner, vnnd einem Jeglichenn Innsonnderheit, in dem F. zu Hessenn, vor seinen theil vnnd gerechtigkeit so er am Saltzwerck Bodenn, vnnd anndernn so darzu gehorigk hatt, mit liegenndenn vnnbeweglichenn grundenn vnnd guetternn vergnügung vnd erstattung thun wolte, vnnd die Ihnenn zugleich vmb das Saltzwerck, eins vmb das annder eirreumenn vnnd zustellenn, darvonn sie Jerlich souiel ann der narung habenn möchten, als vonn den Bodenn, So wolte sichs den Pfennernn darauf weitter thunlich sein, das mitler zeit sfgl. darauff gedächte, was solche guetere sein soltenn, vnnd wo die gelegenn, Daraus die pfenner, vnnd ein Jeglicher Innsonnderheit,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 623 Bl. 309r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 623

1

Fortsetzung von der vorigen Seitenit fermer bemühenn, oder bemühenn lassenn, sonder sie darbeÿ, sfgl. zusag vnnd verschreibung nach, gnediglich hanndthabenn, vnnd schützenn vnnd vertheidingenn lassen, Beÿ dieser anngezeigtenn abschlegigen anntwort ist zubeharren, vnnd zupleibenn, dann er keins wegen annzunehmenn, es würdenn daraus mehr gezenck erwachssenn dann Itzundt, vnnd den pfennernn nachteiliger, dann wo sich Irrung der bezahlung würdenn begebenn, So hettenn die pfenner weder gelt noch pfannenn, das Jtzt nicht ist, vnnd kein Jegenn furschlage darauff vorzuwenndenn, dann zu recht kann der Lanndtgraff die Pfenner nit zwingenn, das sie sfgl. vorschlage annehmenn, doch auff verbesserung eines Jeglichenn weitter vnnd bessernn bedenckenns Vnnd wie obbeschriebenn, so wer es mein trewlicher Rath, doch vnnbegebenn eins bessernn, das die pfenner beÿ anngezeigtenn abschlegigenn anntwort pliebenn werenn, dan ich nicht [übergeschrieben: wohl] abnehmenn kann, wie der furst besser gefast möcht werdenn, dann er bereidt ist in den vertregk, welche er zuhaltenn in rechtenn verpflicht ist, so hatt es auch im vertrag seinenn wegk, wo Irrung vorfallenn, oder ein misverstanndt, wie es soll mit erortterung desselbigenn gehaltenn werdenn, Darumb würdt es am scherffestenn geachttet, das es beÿ den vertregenn pleibe, Wo aber Je die Pfenner woltenn ein Jegenn vorschlagk thun, so wirdt vor gut anngesehenn, Erstlich das sie vonn dem furstenn begert hettenn, Wo sfgl. die pfenner, vnnd einem Jeglichenn Innsonnderheit, in dem F.1 zu Hessenn, vor seinen theil vnnd gerechtigkeit so er am Saltzwerck Bodenn, vnnd anndernn so darzu gehorigk hatt, mit liegenndenn vnnbeweglichenn grundenn vnnd guetternn vergnügung vnd erstattung thun wolte, vnnd die Ihnenn zugleich vmb das Saltzwerck, eins vmb das annder eirreumenn2 vnnd zustellenn, darvonn sie Jerlich souiel ann der narung habenn möchten, als vonn den Bodenn, So wolte sichs den Pfennernn darauf weitter thunlich sein, das mitler zeit sfgl. darauff gedächte, was solche guetere sein soltenn, vnnd wo die gelegenn, Daraus die pfenner, vnnd ein Jeglicher Innsonnderheit,

2

souiel Jerlich einer aus seinem pfannenn theil gehabt, nutzung auch Jerlich habenn mochte, darein müste gerechnet werdenn, vnnd desto mehr gueter gegebenn, die gerechtigkeit der Baurschafft, Oder das solche gerechtigkeit ann eine Summa geldes geschlagenn würde, vnnd mit den gueternn gegelten würdenn, Solches will nun nach gelegennheit des Lanndes vnnd den Pfennernn zubedennckenn sein. dieser vorschlagk vorzutragenn seÿ, Zum anndernn, wo sfgl. das nicht gefallenn wolte, Ob dan sfgl. das thunlich vnnd annehmblich sein wolte, das die Pfenner das Saltzwerck ein anntzahl Jar vngeuehrlich, Neun oder zehenn Jar, also, das sfgl. alle nutzunge vnnd gefelle, so vom Saltzwerck vnnd pfannenn herkeme, zu sich einnehme, vnnd den Pfennernn vnnd Jeglichem Insonnderheit vor seine Jerliche pension, nach forderung eins Jeglichenn theils, wie das in sfgl. vorschlagk vermeldet wirdt, Jeder Quatertemper ohne verzugk vnnd gewis reichenn vnnd geltenn solte, vnnd des Ihnenn versicherung thun wolte, vnnd sich also die pfenner mit sfgl. dienernn vnnd verordenntenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. F. — Kürzel, wohl Furstenthumb
  2. eirreumenn — wohl einreumenn

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 624 Bl. 309v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 624

1

Fortsetzung von der vorigen Seitesouiel Jerlich einer aus seinem pfannenn theil gehabt, nutzung auch Jerlich habenn mochte, darein müste gerechnet werdenn, vnnd desto mehr gueter gegebenn, die gerechtigkeit der Baurschafft, Oder das solche gerechtigkeit ann eine Summa geldes geschlagenn würde, vnnd mit den gueternn gegelten würdenn, Solches will nun nach gelegennheit des Lanndes vnnd den Pfennernn zubedennckenn sein. dieser vorschlagk vorzutragenn seÿ, Zum anndernn, wo sfgl. das nicht gefallenn wolte, Ob dan sfgl. das thunlich vnnd annehmblich sein wolte, das die Pfenner das Saltzwerck ein anntzahl Jar vngeuehrlich, Neun oder zehenn Jar, also, das sfgl. alle nutzunge vnnd gefelle, so vom Saltzwerck vnnd pfannenn herkeme, zu sich einnehme, vnnd den Pfennernn vnnd Jeglichem Insonnderheit vor seine Jerliche pension, nach forderung eins Jeglichenn theils, wie das in sfgl. vorschlagk vermeldet wirdt, Jeder Quatertemper ohne verzugk vnnd gewis reichenn vnnd geltenn solte, vnnd des Ihnenn versicherung thun wolte, vnnd sich also die pfenner mit sfgl. dienernn vnnd verordenntenn,

2

teglich auch nicht zanckenn dorfftenn, vnnd das also sfgl. die zeit alleine die nutzunge vnd genies der pfannenn Bodenn vnnd Saltzwercks hettenn, vnnd der rechte eigennthumb dominium directum vnd erbgerechtigkeit, vnnd alles was den zweÿ vnnd vierzigk Pfannenn annhenngig vnnd zugehörig, beÿ den Pfennernn bleibe, vnnd die Jerliche pension, Wie man der einig würde, den pfennernn vnnd einem Jeglichen Innsonnderheit alle Jare vnuerbleiblich bezahlet würde, vnnd wo in der bezahlung der pension ein Jar lang verseumnus,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 625 Bl. 310r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 625

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteteglich auch nicht zanckenn dorfftenn, vnnd das also sfgl. die zeit alleine die nutzunge vnd genies der pfannenn Bodenn vnnd Saltzwercks hettenn, vnnd der rechte eigennthumb dominium directum vnd erbgerechtigkeit, vnnd alles was den zweÿ vnnd vierzigk Pfannenn annhenngig vnnd zugehörig, beÿ den Pfennernn bleibe, vnnd die Jerliche pension, Wie man der einig würde, den pfennernn vnnd einem Jeglichen Innsonnderheit alle Jare vnuerbleiblich bezahlet würde, vnnd wo in der bezahlung der pension ein Jar lang verseumnus,

2

oder verzugk geschehenn würde, als wo ein Jeglicher seiner pension genntzlich Innwendig Jares nicht enndtricht würde, Das als dann die pfannenn vnnd Bodenn den pfennernn vnnd einem Jeglichenn Innsonnderheit, ohn alle behelff vnnd einrede, mit aller gerechtigkeit,

3

wie im vertrag verleibt, wieder heim zu haus fallenn solte, vnnd wan die zehenn oder Neun Jare Ire enndtschafft hettenn, vnnd vorlauffenn werenn, Das als dann das Saltzwerck pfannenn vnnd Bodenn, wie es allennthalbenn sfgl.

4

Inngethann were, beÿ den pfennernn freÿ stehenn solte, Ob sie das sfgl. lennger vnnd weitter lassenn woltenn, Darzu sie auch nicht soltenn getrungenn werdenn, Sonndernn das zu Irer freÿ kühre, vnnd freÿenn willenn stehenn, Doch wo seine f.gl. fortter das Saltzwerck, vmb die vorig pension lassenn würdenn, das in allewege das rechte eigennthumb vnnd Erbgerechtigkeit desselbigenn beÿ den pfennernn vnnd der Baurschafft pleibenn solte, Das auch sfgl. mitler zeit sfgl. das Saltzwerck dermassenn hettenn keinenn Gebaw, dann alleine was die grosse notturfft erheischenn würde, in den Bödenn vfrichtenn, dann allein mit der pfenner bewilligung annfahenn, oder machenn solte lassenn, vnnd nach erkenndtnus der pfenner bauenn, vnnd doch vf sfgl. eigenn kostenn vnnd auslegenn, ohne der pfenner zuthun,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 626 Bl. 310v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 626

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteInngethann were, beÿ den pfennernn freÿ stehenn solte, Ob sie das sfgl. lennger vnnd weitter lassenn woltenn, Darzu sie auch nicht soltenn getrungenn werdenn, Sonndernn das zu Irer freÿ kühre, vnnd freÿenn willenn stehenn, Doch wo seine f.gl. fortter das Saltzwerck, vmb die vorig pension lassenn würdenn, das in allewege das rechte eigennthumb vnnd Erbgerechtigkeit desselbigenn beÿ den pfennernn vnnd der Baurschafft pleibenn solte, Das auch sfgl. mitler zeit sfgl. das Saltzwerck dermassenn hettenn keinenn Gebaw, dann alleine was die grosse notturfft erheischenn würde, in den Bödenn vfrichtenn, dann allein mit der pfenner bewilligung annfahenn, oder machenn solte lassenn, vnnd nach erkenndtnus der pfenner bauenn, vnnd doch vf sfgl. eigenn kostenn vnnd auslegenn, ohne der pfenner zuthun,

2

oder mit zulegenn, bauenn solle, vnnd den pfennernn in allewege ann Irer gerechtigkeit vnnd Erbgerechtigkeit ohne schadenn vnnd das auch sfgl. vor alle fehrligkeit des Saltzwercks Pfannenn vnnd Bodenn, wie die in sfgl. vorschlagk vermeldet werdenn, stehenn, vnnd dieselbigenn vf sich nehmenn sollenn, vnnd solchs alles versichere vnnd vergewisse der Lanndtschafft, wie sich dann sfgl. sonnst erbottenn hatt,

3

vnnd vonn den Pfennernn vor gnugsamb anngesehen würdt, Vff solche meinung das Saltzwerck dem Furstenn vonn anntzahl Jarenn, bis zur anndernn zeit, mit vorbehaltungk des Eigennthumbs vnnd allenn annhenngenn vnd Condition wie obbeschriebenn,

4

vnnd so darzu den pfennernn dinstlich vnnd noch möchtenn hinzugesatzt werdenn, möchte es den pfennernn annzunehmenn vnnd thunlich sein, doch beÿ dem vertrag zubeharrenn, Wo nun sfgl.

5

Je darauff beharrenn woltenn, das die pfen ner Ire gerechtigkeit an dem Saltzwerck Bodenn vnnd pfannenn, vnnd aller derselbigenn zugehörigenn, ganntz vnnd gar abtrettenn soltenn, vnnd sfgl.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 627 Bl. 311r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 627

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteJe darauff beharrenn woltenn, das die pfen ner Ire gerechtigkeit an dem Saltzwerck Bodenn vnnd pfannenn, vnnd aller derselbigenn zugehörigenn, ganntz vnnd gar abtrettenn soltenn, vnnd sfgl.

2

Innreumenn vnnd zustellenn, nach laut Irer f.gl. vorschlagk, So were dar Jegen wieder vorzuschlagenn, das solchs geschehenn solte mit den annhenngenn, wie obennberurt, alleine das ihnenn die Pfenner kein dominium Ihnenn konntenn vorbehaltenn, Oder vonn Jarenn zu Jarenn der Furstlichenn bestenndtnus des Saltzwercks annthuenn, Dann ewig vnd ein zeitlanng leidt sich nit zusammenn, desgleichenn Erblich vnnd ein zeitlanng, Derhalbenn mustenn sich die Pfenner aller Irer gerechtigkeitt, in ewig zeitt abtrettenn, vnnd verzeihenn, vor sich vnnd Ire Erbenn vnnd nachkommenn, das dann den Pfennernn schwerlich zurathenn, aus vhrsachenn wie oberzahlt sein, Da es aber wie gesagt, die Pfenner Je bewilligenn wolttenn, oder mustenn, Ires Saltzwercks abzustehenn, Erblich vnd ewiglich sich aller Irer erbgerechtigkeit darann verziehen, so mustenn doch etliche vorgemelte annhennge, bescheide vnd Conditiones mit eingebundenn werdenn, Welch aus den vorgeschriebenenn den pfennernn am diennstlichsten würde anngesehenn, Darzu das mit bewilligung vnd bestettigung des Lanndtsfurstenn, etliche vonn den pfennernn verordent würdenn, die zu Jederzeit vonn Irenn der pfenner wegenn, vonn wochenn zu wochenn vonn der pfenner knechte, oder so zu dem Saltzsiedenn verordent, oder genommenn werenn, das gelt so zu der Jerlichenn Pension, aus den zwo vnnd vierzigk pfannenn gefallen werenn, zufordernn, vnnd vfzunehmenn, Darzu Ihnenn sfgl. amptleuthe diener vnnd verordennten, auch verhelffenn soltenn, vnnd wo das eingefelle zu Jederzeit der Jerlichenn Pension nicht gnugsamb were, das als dan Irer f.gl. diener vnnd verordenntenn, vonn sfgl. wegen die Jerliche pension erfullenn soltenn, ohne allenn vffhalt, verzugk, verhinderung, vnnd einredt, Das auch die Burgenn, damit Ire f.gl. diese hanndelung versichernn vnnd vergewissenn will, darvor stehenn, vnd geltenn sollenn, Wo den Pfennernn einiche verhinderung eintragk, vfhalt, oder verzugk der Pension begenen würde, das die Burgenn sampt vnnd sonnderlich den Pfennernn Irenn ausbleibenndenn theil, wann sie derhalbenn anngesagt oder erinnert werdenn, ausrichten, bezahlenn, vnnd erfullenn wollenn vnnd sollenn, Wo auch in deme vnnd anndernn darzu sich die Burgenn verpflichttet, vnnd obligirt, vnnd sie gelobet, vnnd sie verheisßen habenn, in einem oder mehr stucken[?], oder in verzug stellen wurdenn, das den Pfennernn als dann dreÿ wege zugeprauch[?] vnnd wieder sie vorzunehmenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 628 Bl. 311v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 628

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteInnreumenn vnnd zustellenn, nach laut Irer f.gl. vorschlagk, So were dar Jegen wieder vorzuschlagenn, das solchs geschehenn solte mit den annhenngenn, wie obennberurt, alleine das ihnenn die Pfenner kein dominium Ihnenn konntenn vorbehaltenn, Oder vonn Jarenn zu Jarenn der Furstlichenn bestenndtnus des Saltzwercks annthuenn, Dann ewig vnd ein zeitlanng leidt sich nit zusammenn, desgleichenn Erblich vnnd ein zeitlanng, Derhalbenn mustenn sich die Pfenner aller Irer gerechtigkeitt, in ewig zeitt abtrettenn, vnnd verzeihenn, vor sich vnnd Ire Erbenn vnnd nachkommenn, das dann den Pfennernn schwerlich zurathenn, aus vhrsachenn wie oberzahlt sein, Da es aber wie gesagt, die Pfenner Je bewilligenn wolttenn, oder mustenn, Ires Saltzwercks abzustehenn, Erblich vnd ewiglich sich aller Irer erbgerechtigkeit darann verziehen, so mustenn doch etliche vorgemelte annhennge, bescheide vnd Conditiones mit eingebundenn werdenn, Welch aus den vorgeschriebenenn den pfennernn am diennstlichsten würde anngesehenn, Darzu das mit bewilligung vnd bestettigung des Lanndtsfurstenn, etliche vonn den pfennernn verordent würdenn, die zu Jederzeit vonn Irenn der pfenner wegenn, vonn wochenn zu wochenn vonn der pfenner knechte, oder so zu dem Saltzsiedenn verordent, oder genommenn werenn, das gelt so zu der Jerlichenn Pension, aus den zwo vnnd vierzigk pfannenn gefallen werenn, zufordernn, vnnd vfzunehmenn, Darzu Ihnenn sfgl. amptleuthe diener vnnd verordennten, auch verhelffenn soltenn, vnnd wo das eingefelle zu Jederzeit der Jerlichenn Pension nicht gnugsamb were, das als dan Irer f.gl. diener vnnd verordenntenn, vonn sfgl. wegen die Jerliche pension erfullenn soltenn, ohne allenn vffhalt, verzugk, verhinderung, vnnd einredt, Das auch die Burgenn, damit Ire f.gl. diese hanndelung versichernn vnnd vergewissenn will, darvor stehenn, vnd geltenn sollenn, Wo den Pfennernn einiche verhinderung eintragk, vfhalt, oder verzugk der Pension begenen würde, das die Burgenn sampt vnnd sonnderlich den Pfennernn Irenn ausbleibenndenn theil, wann sie derhalbenn anngesagt oder erinnert werdenn, ausrichten, bezahlenn, vnnd erfullenn wollenn vnnd sollenn, Wo auch in deme vnnd anndernn darzu sich die Burgenn verpflichttet, vnnd obligirt, vnnd sie gelobet, vnnd sie verheisßen habenn, in einem oder mehr stucken[?], oder in verzug stellen wurdenn, das den Pfennernn als dann dreÿ wege zugeprauch[?] vnnd wieder sie vorzunehmenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 629 Bl. 312r Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 629

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteInnreumenn vnnd zustellenn, nach laut Irer f.gl. vorschlagk, So were dar Jegen wieder vorzuschlagenn, das solchs geschehenn solte mit den annhenngenn, wie obennberurt, alleine das ihnenn die Pfenner kein dominium Ihnenn konntenn vorbehaltenn, Oder vonn Jarenn zu Jarenn der Furstlichenn bestenndtnus des Saltzwercks annthuenn, Dann ewig vnd ein zeitlanng leidt sich nit zusammenn, desgleichenn Erblich vnnd ein zeitlanng, Derhalbenn mustenn sich die Pfenner aller Irer gerechtigkeitt, in ewig zeitt abtrettenn, vnnd verzeihenn, vor sich vnnd Ire Erbenn vnnd nachkommenn, das dann den Pfennernn schwerlich zurathenn, aus vhrsachenn wie oberzahlt sein, Da es aber wie gesagt, die Pfenner Je bewilligenn wolttenn, oder mustenn, Ires Saltzwercks abzustehenn, Erblich vnd ewiglich sich aller Irer erbgerechtigkeit darann verziehen, so mustenn doch etliche vorgemelte annhennge, bescheide vnd Conditiones mit eingebundenn werdenn, Welch aus den vorgeschriebenenn den pfennernn am diennstlichsten würde anngesehenn, Darzu das mit bewilligung vnd bestettigung des Lanndtsfurstenn, etliche vonn den pfennernn verordent würdenn, die zu Jederzeit vonn Irenn der pfenner wegenn, vonn wochenn zu wochenn vonn der pfenner knechte, oder so zu dem Saltzsiedenn verordent, oder genommenn werenn, das gelt so zu der Jerlichenn Pension, aus den zwo vnnd vierzigk pfannenn gefallen werenn, zufordernn, vnnd vfzunehmenn, Darzu Ihnenn sfgl. amptleuthe diener vnnd verordennten, auch verhelffenn soltenn, vnnd wo das eingefelle zu Jederzeit der Jerlichenn Pension nicht gnugsamb were, das als dan Irer f.gl. diener vnnd verordenntenn, vonn sfgl. wegen die Jerliche pension erfullenn soltenn, ohne allenn vffhalt, verzugk, verhinderung, vnnd einredt, Das auch die Burgenn, damit Ire f.gl. diese hanndelung versichernn vnnd vergewissenn will, darvor stehenn, vnd geltenn sollenn, Wo den Pfennernn einiche verhinderung eintragk, vfhalt, oder verzugk der Pension begenen würde, das die Burgenn sampt vnnd sonnderlich den Pfennernn Irenn ausbleibenndenn theil, wann sie derhalbenn anngesagt oder erinnert werdenn, ausrichten, bezahlenn, vnnd erfullenn wollenn vnnd sollenn, Wo auch in deme vnnd anndernn darzu sich die Burgenn verpflichttet, vnnd obligirt, vnnd sie gelobet, vnnd sie verheisßen habenn, in einem oder mehr stucken1[?], oder in verzug stellen wurdenn, das den Pfennernn als dann dreÿ wege zugeprauch2[?] vnnd wieder sie vorzunehmenn,

2

Welcher vnnder denen Ihnenn geliebet, freÿ stehenn, vnnd macht habenn sollen, Erstlich, das sich als dann die Pfenner ann Irenn der Burgen guetter, in sampt oder insonndernn, sie werenn liegennde oder [übergeschrieben: ab] fahrennde, Innenn oder auswendig lanndes gelegen, wie die nahmenn habenn möchtenn, Ires geldes vnnd schadenns, wie sie vermöchtenn, erholenn möchttenn, vnd Innsonnderheit, das Inenn den Pfennernn beide Saltzwerck fur solchenn Contract vnnd Pension, darzu auch zu vnderpfanndt Ingesatzt wurdenn, Oder zum anndernn, Wo dis gedinge vnnd vbereinkommung nicht gehaltenn wurde in einem oder mehr Puncten, das als dann den Pfennernn freÿ solte stehenn, wiederumb ohnn alle einrede, oder verhinderung sfgl. vnnd Ipso Iure, ohne erkenndtnus des rechtenn, zu dem Newen vff gerichtenn vertrag zutrettenn, vnnd des macht habenn, doch mit abtragk vnnd erstattunge, Erstlich Irer erlittenn schedenn vnnd expens, also das Ihnenn derselbige vertragk in allenn seinenn puncten, stuckenn, vnd articulnn, wie der vonn beidenn theilenn abgeredt, bewilligt vnnd anngenommenn, zu ewigenn zeitenn vnd tagen, nach allem Innhalt desselbigenn solle vnnd musse gehalten werdenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. stucken — Kürzung undeutlich
  2. zugeprauch — Wortende undeutlich

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 630 Bl. 312v Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 630

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteWelcher vnnder denen Ihnenn geliebet, freÿ stehenn, vnnd macht habenn sollen, Erstlich, das sich als dann die Pfenner ann Irenn der Burgen guetter, in sampt oder insonndernn, sie werenn liegennde oder [übergeschrieben: ab] fahrennde, Innenn oder auswendig lanndes gelegen, wie die nahmenn habenn möchtenn, Ires geldes vnnd schadenns, wie sie vermöchtenn, erholenn möchttenn, vnd Innsonnderheit, das Inenn den Pfennernn beide Saltzwerck fur solchenn Contract vnnd Pension, darzu auch zu vnderpfanndt Ingesatzt wurdenn, Oder zum anndernn, Wo dis gedinge vnnd vbereinkommung nicht gehaltenn wurde in einem oder mehr Puncten, das als dann den Pfennernn freÿ solte stehenn, wiederumb ohnn alle einrede, oder verhinderung sfgl. vnnd Ipso Iure, ohne erkenndtnus des rechtenn, zu dem Newen vff gerichtenn vertrag zutrettenn, vnnd des macht habenn, doch mit abtragk vnnd erstattunge, Erstlich Irer erlittenn schedenn vnnd expens, also das Ihnenn derselbige vertragk in allenn seinenn puncten, stuckenn, vnd articulnn, wie der vonn beidenn theilenn abgeredt, bewilligt vnnd anngenommenn, zu ewigenn zeitenn vnd tagen, nach allem Innhalt desselbigenn solle vnnd musse gehalten werdenn,

2

vnuerbruchlich vnnd vnuerruecklich, Oder zum drittenn, Wo denn Pfennernn Ire gedinge nicht gehaltenn, vfgesaget, das sie sich zum rechttenn nicht versehenn, vnnd annzunehmenn auch nit schuldigk, das als dann den Pfennernn ohnn alle einrede vnnd verhinderung der weg offenn, vnnd Ihnenn freÿ stehenn magk, wiederumb zu Irenn alten hergebrachtenn vnnd gehabtenn priuilegien freÿheitenn, Erb: vnd gerechtigkeitten, wie sie die alle samptlich vnnd sonnderlich vor dem newen vfgerichtenn vertrage, mit stettlicher vbung vnnd aus krafft Irer Erbgerechtigkeit, in besitz oder possession,

3

oder quasi possession herbracht, vnnd besessenn haben, schreitenn vnnd trettenn mögenn, vnnd sich derselbigenn hinfurter, ewiglich genies zuhaltenn, vnnd zugeprauchen macht habenn sollenn, Vnnd derhalbenn, was Inen zu abbruch vnnd nachteil ann gebewenn vnnd anndernn vfgericht, dieselbigenn abgeschafft möchtenn vnnd sollen werdenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 631 Bl. 313r Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 631

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteoder quasi possession herbracht, vnnd besessenn haben, schreitenn vnnd trettenn mögenn, vnnd sich derselbigenn hinfurter, ewiglich genies zuhaltenn, vnnd zugeprauchen macht habenn sollenn, Vnnd derhalbenn, was Inen zu abbruch vnnd nachteil ann gebewenn vnnd anndernn vfgericht, dieselbigenn abgeschafft möchtenn vnnd sollen werdenn,

2

Im fall aber das der Pfenner Iegenn vorschlege keiner wolt anngenommenn werdenn, vnnd der Furst dennest mit den Pfennernn des Bodenn zins halbenn, vnd des Saltzgeldes In Irrung vnnd misuerstennde stehenn, Welche die Pfenner damit sie mit Irem G.

3

Herrnn gerne in friedenn stundenn, vertragenn sehenn woltenn, Achte ich das die Pfenner der Artickell halbenn, vnnd anndere mehr in dem vertrage verleibet, mit sfgl. wohl annderung machenn möchtenn, vnnd in anndere gestalt vbereinkommenn, aus abbruch des vfgerichtenn vertrags daraus oder wan sie dardurch nit geschrittenn oder getrettenn, in recht gehalttenn, oder geachtet möchtenn werden, so fernne solchs in dieser annderung auch austrucklich vnnd expresse vorsehenn werde, Nemblich das gesatzt wurde, das durch diese verannderung, dieser zweÿer oder dreÿer articuln, darinne begriffenn vnnd verleibt, nichts vnnd keinem theil soll abgebrochenn, oder benommenn sein, sonnder alles wie darinne vonn beiden theilenn bewilliget vnnd anngenommenn sein, stete vnnd veste, ewiglich vnnd vnuerrucklich, wie die allenthalbenn vonn sfgl. verschriebenn, gelobet vnnd zugesaget, gehaltenn werdenn, Wann solche Clausell vnnd meinung, dermassenn wie angezeigt in die verschreibung der verannderten artickell gestelt vnnd gesatzt wurde, möchtenn die Pfenner im rechtenn nicht geacht werdenn, das sie vonn dem vertragk geschrittenn, oder gewichenn werenn, Sonnder die annder articull mehr dadurch bestettiget vnnd confirmirt wurdenn, Darumb ist sich nicht zubesorgenn, Nur das es austrucklich vnnd eigenntlich vorkommenn werde, vnnd wurde auch hiemit die Irrung so sich des misuerstanndts zwischenn sfgl. vnd den Pfennernn vor den scheidtsrichternn helt vnnd anngestaltt, auffgehabenn vnnd gestilt, Fuertter wann sich begebenn wurde, das die artickell des ziehenns vnnd kauffs nicht vertragenn wurden, oder geenndert, So möchte Ire fgl. den Pfennernn nicht werenn, das sie fur vnnd fur siedenn, Dieweil sie bisanher in besitz gewehre vnnd possession des siedenns gewest sein, welcher sie ohnne erkenndtnus nicht sollenn enndtsetzt oder verhindert werdenn, Derhalbenn vnangesehenn das der kriegk im rechten vor den schwebt, kann der Furst mit recht den Pfennernn nicht wehrenn zusiedenn, Sonnst hettenn sich die Pfenner solchs Spolium[?] zuuerklagenn, Ob aber der Furst den Pfennernn in hanngenndem rechtenn etwas zusagenn, verschreibenn, oder die — 10 alb. fallenn zulaßenn, der — 4 fl. muntz vnnd — 2 thaler halben, etwas vfschuttenn musse, pflichtigk seÿe, achte Ich, das werdt er im rechtenn schwerlich schuldigk sein, Sonnderlich in hanngendem rechtenn, das zuthun, darumb wo diese articull möchtenn vertragenn werdenn, oder verandert, weren diese auch beÿgelegt, doch ist vor allenn dingenn stetlich acht zuhabenn, Wo etliche artickell vertragenn, oder verandert wurdenn, das alwegenn darbeÿ gemelt vnnd gesatzt werde, das die Pfenner dardurch aus dem vertrage, nicht schreitenn wollen, sondernn in anndernn stuckenn, den veste vnnd getreulich haltenn, Vnnd wann zuletzt kein annschlagk möchte getroffenn oder fundenn werdenn, beidenn theilenn annehmlich, vnnd sich die sache in recht begebenn, vnnd dem heimgestelt wurde die billicheit vnnd recht erfordernn, das die Pfenner einen oder zwene volmechtigenn musten, den hanndell im rechtenn auszufurenn, vnnd was die notturfft erfordert zu hanndelnn, vnnd vonn der Pfenner samptlichenn darlegenn, vnnd vnncost, Was Inenn dann den Pfennernn in hanngendenn kriege begegnen wurde, vnnd vonn weme es were im siedenn, oder geholtze, das mustenn sich die Pfenner beclagenn vor den Richternn, do die sache fur schwebete, als die denenn eintragk pendente lite beschehe, Oder das sie spolijrt wurdenn, oder Ihrenn gewehrett wurde pendente lite Saltz zuuerkeuffenn, wie sich dann das mit ihnenn begebenn wurde, das hettenn sie sich zuuerklagenn, Dieweil aber solche rechtfertigung, wann die gleich erhalttenn wurde, im rechtenn beschwerlich vngnade vnnd vnwillenn geberenn, So were gut, das die zwene artickell, der mann misuerstendig vnnd Irrigk ist, wie anngezeigt, verandert, vnnd vertragenn wurdenn, vnnd der newe vfgericht vertragk in anndern punctenn bestetigt vnnd confirmirt werde, Auch wo die Pfenner Irer gerechtigkeit, vnnd des Saltzwercks, gentzlich vnnd gar erblich abzutrettenn, gemeint werdenn, oder darzu gedrungenn, so mögenn sie das wohl thun, Ihnenn, vnnd Irenn nachkommen, zu keinem nachteil, vnnd bedarff des nicht sonnderlichenn bescheidt, allein das sie das geldt vor das Ire enndtpfangenn, wie sie des mit dem furstenn vberkommenn vnnd einig werdenn, vnnd dann Ire gueter vnnd theil einreumenn, Erblich vnnd ewiglich, dann es hat ein Ieder macht seins guts abzustehenn, vnd verziehenn, vor sich vnnd seine erbenn, sonnderlich wann Ime vergleichung darumb beschicht, Der Erbgerechtigkeit halbenn, so die Pfenner daranne gehapt, vnnd noch habenn, Dieweil dieselbige dem Saltzwerck annhenngigk, möchte sie in kauffsumma gezogenn werdenn, aber [übergeschrieben: weil] dennest solche erbgerechtigkeit, viel nutzes vnnd frommens,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 632 Bl. 313v Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 632

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteHerrnn gerne in friedenn stundenn, vertragenn sehenn woltenn, Achte ich das die Pfenner der Artickell halbenn, vnnd anndere mehr in dem vertrage verleibet, mit sfgl. wohl annderung machenn möchtenn, vnnd in anndere gestalt vbereinkommenn, aus abbruch des vfgerichtenn vertrags daraus oder wan sie dardurch nit geschrittenn oder getrettenn, in recht gehalttenn, oder geachtet möchtenn werden, so fernne solchs in dieser annderung auch austrucklich vnnd expresse vorsehenn werde, Nemblich das gesatzt wurde, das durch diese verannderung, dieser zweÿer oder dreÿer articuln, darinne begriffenn vnnd verleibt, nichts vnnd keinem theil soll abgebrochenn, oder benommenn sein, sonnder alles wie darinne vonn beiden theilenn bewilliget vnnd anngenommenn sein, stete vnnd veste, ewiglich vnnd vnuerrucklich, wie die allenthalbenn vonn sfgl. verschriebenn, gelobet vnnd zugesaget, gehaltenn werdenn, Wann solche Clausell vnnd meinung, dermassenn wie angezeigt in die verschreibung der verannderten artickell gestelt vnnd gesatzt wurde, möchtenn die Pfenner im rechtenn nicht geacht werdenn, das sie vonn dem vertragk geschrittenn, oder gewichenn werenn, Sonnder die annder articull mehr dadurch bestettiget vnnd confirmirt wurdenn, Darumb ist sich nicht zubesorgenn, Nur das es austrucklich vnnd eigenntlich vorkommenn werde, vnnd wurde auch hiemit die Irrung so sich des misuerstanndts zwischenn sfgl. vnd den Pfennernn vor den scheidtsrichternn helt vnnd anngestaltt, auffgehabenn vnnd gestilt, Fuertter wann sich begebenn wurde, das die artickell des ziehenns vnnd kauffs nicht vertragenn wurden, oder geenndert, So möchte Ire fgl. den Pfennernn nicht werenn, das sie fur vnnd fur siedenn, Dieweil sie bisanher in besitz gewehre vnnd possession des siedenns gewest sein, welcher sie ohnne erkenndtnus nicht sollenn enndtsetzt oder verhindert werdenn, Derhalbenn vnangesehenn das der kriegk im rechten vor den schwebt, kann der Furst mit recht den Pfennernn nicht wehrenn zusiedenn, Sonnst hettenn sich die Pfenner solchs Spolium[?] zuuerklagenn, Ob aber der Furst den Pfennernn in hanngenndem rechtenn etwas zusagenn, verschreibenn, oder die — 10 alb. fallenn zulaßenn, der — 4 fl. muntz vnnd — 2 thaler halben, etwas vfschuttenn musse, pflichtigk seÿe, achte Ich, das werdt er im rechtenn schwerlich schuldigk sein, Sonnderlich in hanngendem rechtenn, das zuthun, darumb wo diese articull möchtenn vertragenn werdenn, oder verandert, weren diese auch beÿgelegt, doch ist vor allenn dingenn stetlich acht zuhabenn, Wo etliche artickell vertragenn, oder verandert wurdenn, das alwegenn darbeÿ gemelt vnnd gesatzt werde, das die Pfenner dardurch aus dem vertrage, nicht schreitenn wollen, sondernn in anndernn stuckenn, den veste vnnd getreulich haltenn, Vnnd wann zuletzt kein annschlagk möchte getroffenn oder fundenn werdenn, beidenn theilenn annehmlich, vnnd sich die sache in recht begebenn, vnnd dem heimgestelt wurde die billicheit vnnd recht erfordernn, das die Pfenner einen oder zwene volmechtigenn musten, den hanndell im rechtenn auszufurenn, vnnd was die notturfft erfordert zu hanndelnn, vnnd vonn der Pfenner samptlichenn darlegenn, vnnd vnncost, Was Inenn dann den Pfennernn in hanngendenn kriege begegnen wurde, vnnd vonn weme es were im siedenn, oder geholtze, das mustenn sich die Pfenner beclagenn vor den Richternn, do die sache fur schwebete, als die denenn eintragk pendente lite beschehe, Oder das sie spolijrt wurdenn, oder Ihrenn gewehrett wurde pendente lite Saltz zuuerkeuffenn, wie sich dann das mit ihnenn begebenn wurde, das hettenn sie sich zuuerklagenn, Dieweil aber solche rechtfertigung, wann die gleich erhalttenn wurde, im rechtenn beschwerlich vngnade vnnd vnwillenn geberenn, So were gut, das die zwene artickell, der mann misuerstendig vnnd Irrigk ist, wie anngezeigt, verandert, vnnd vertragenn wurdenn, vnnd der newe vfgericht vertragk in anndern punctenn bestetigt vnnd confirmirt werde, Auch wo die Pfenner Irer gerechtigkeit, vnnd des Saltzwercks, gentzlich vnnd gar erblich abzutrettenn, gemeint werdenn, oder darzu gedrungenn, so mögenn sie das wohl thun, Ihnenn, vnnd Irenn nachkommen, zu keinem nachteil, vnnd bedarff des nicht sonnderlichenn bescheidt, allein das sie das geldt vor das Ire enndtpfangenn, wie sie des mit dem furstenn vberkommenn vnnd einig werdenn, vnnd dann Ire gueter vnnd theil einreumenn, Erblich vnnd ewiglich, dann es hat ein Ieder macht seins guts abzustehenn, vnd verziehenn, vor sich vnnd seine erbenn, sonnderlich wann Ime vergleichung darumb beschicht, Der Erbgerechtigkeit halbenn, so die Pfenner daranne gehapt, vnnd noch habenn, Dieweil dieselbige dem Saltzwerck annhenngigk, möchte sie in kauffsumma gezogenn werdenn, aber [übergeschrieben: weil] dennest solche erbgerechtigkeit, viel nutzes vnnd frommens,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 633 Bl. 314r Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 633

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteHerrnn gerne in friedenn stundenn, vertragenn sehenn woltenn, Achte ich das die Pfenner der Artickell halbenn, vnnd anndere mehr in dem vertrage verleibet, mit sfgl. wohl annderung machenn möchtenn, vnnd in anndere gestalt vbereinkommenn, aus abbruch des vfgerichtenn vertrags daraus oder wan sie dardurch nit geschrittenn oder getrettenn, in recht gehalttenn, oder geachtet möchtenn werden, so fernne solchs in dieser annderung auch austrucklich vnnd expresse vorsehenn werde, Nemblich das gesatzt wurde, das durch diese verannderung, dieser zweÿer oder dreÿer articuln, darinne begriffenn vnnd verleibt, nichts vnnd keinem theil soll abgebrochenn, oder benommenn sein, sonnder alles wie darinne vonn beiden theilenn bewilliget vnnd anngenommenn sein, stete vnnd veste, ewiglich vnnd vnuerrucklich, wie die allenthalbenn vonn sfgl. verschriebenn, gelobet vnnd zugesaget, gehaltenn werdenn, Wann solche Clausell vnnd meinung, dermassenn wie angezeigt in die verschreibung der verannderten artickell gestelt vnnd gesatzt wurde, möchtenn die Pfenner im rechtenn nicht geacht werdenn, das sie vonn dem vertragk geschrittenn, oder gewichenn werenn, Sonnder die annder articull mehr dadurch bestettiget vnnd confirmirt wurdenn, Darumb ist sich nicht zubesorgenn, Nur das es austrucklich vnnd eigenntlich vorkommenn werde, vnnd wurde auch hiemit die Irrung so sich des misuerstanndts zwischenn sfgl. vnd den Pfennernn vor den scheidtsrichternn helt vnnd anngestaltt, auffgehabenn vnnd gestilt, Fuertter wann sich begebenn wurde, das die artickell des ziehenns vnnd kauffs nicht vertragenn wurden, oder geenndert, So möchte Ire fgl. den Pfennernn nicht werenn, das sie fur vnnd fur siedenn, Dieweil sie bisanher in besitz gewehre vnnd possession des siedenns gewest sein, welcher sie ohnne erkenndtnus nicht sollenn enndtsetzt oder verhindert werdenn, Derhalbenn vnangesehenn das der kriegk im rechten vor den schwebt, kann der Furst mit recht den Pfennernn nicht wehrenn zusiedenn, Sonnst hettenn sich die Pfenner solchs Spolium1[?] zuuerklagenn, Ob aber der Furst den Pfennernn in hanngenndem rechtenn etwas zusagenn, verschreibenn, oder die — 10 alb. fallenn zulaßenn, der — 4 fl. muntz vnnd — 2 thaler halben, etwas vfschuttenn musse, pflichtigk seÿe, achte Ich, das werdt er im rechtenn schwerlich schuldigk sein, Sonnderlich in hanngendem rechtenn, das zuthun, darumb wo diese articull möchtenn vertragenn werdenn, oder verandert, weren diese auch beÿgelegt, doch ist vor allenn dingenn stetlich acht zuhabenn, Wo etliche artickell vertragenn, oder verandert wurdenn, das alwegenn darbeÿ gemelt vnnd gesatzt werde, das die Pfenner dardurch aus dem vertrage, nicht schreitenn wollen, sondernn in anndernn stuckenn, den veste vnnd getreulich haltenn, Vnnd wann zuletzt kein annschlagk möchte getroffenn oder fundenn werdenn, beidenn theilenn annehmlich, vnnd sich die sache in recht begebenn, vnnd dem heimgestelt wurde die billicheit vnnd recht erfordernn, das die Pfenner einen oder zwene volmechtigenn musten, den hanndell im rechtenn auszufurenn, vnnd was die notturfft erfordert zu hanndelnn, vnnd vonn der Pfenner samptlichenn darlegenn, vnnd vnncost, Was Inenn dann den Pfennernn in hanngendenn kriege begegnen wurde, vnnd vonn weme es were im siedenn, oder geholtze, das mustenn sich die Pfenner beclagenn vor den Richternn, do die sache fur schwebete, als die denenn eintragk pendente lite beschehe, Oder das sie spolijrt wurdenn, oder Ihrenn gewehrett wurde pendente lite Saltz zuuerkeuffenn, wie sich dann das mit ihnenn begebenn wurde, das hettenn sie sich zuuerklagenn, Dieweil aber solche rechtfertigung, wann die gleich erhalttenn wurde, im rechtenn beschwerlich vngnade vnnd vnwillenn geberenn, So were gut, das die zwene artickell, der mann misuerstendig vnnd Irrigk ist, wie anngezeigt, verandert, vnnd vertragenn wurdenn, vnnd der newe vfgericht vertragk in anndern punctenn bestetigt vnnd confirmirt werde, Auch wo die Pfenner Irer gerechtigkeit, vnnd des Saltzwercks, gentzlich vnnd gar erblich abzutrettenn, gemeint werdenn, oder darzu gedrungenn, so mögenn sie das wohl thun, Ihnenn, vnnd Irenn nachkommen, zu keinem nachteil, vnnd bedarff des nicht sonnderlichenn bescheidt, allein das sie das geldt vor das Ire enndtpfangenn, wie sie des mit dem furstenn vberkommenn vnnd einig werdenn, vnnd dann Ire gueter vnnd theil einreumenn, Erblich vnnd ewiglich, dann es hat ein Ieder macht seins guts abzustehenn, vnd verziehenn, vor sich vnnd seine erbenn, sonnderlich wann Ime vergleichung darumb beschicht, Der Erbgerechtigkeit halbenn, so die Pfenner daranne gehapt, vnnd noch habenn, Dieweil dieselbige dem Saltzwerck annhenngigk, möchte sie in kauffsumma gezogenn werdenn, aber [übergeschrieben: weil] dennest solche erbgerechtigkeit, viel nutzes vnnd frommens,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Spolium — Endung undeutlich

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 634 Bl. 314v Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 634

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteHerrnn gerne in friedenn stundenn, vertragenn sehenn woltenn, Achte ich das die Pfenner der Artickell halbenn, vnnd anndere mehr in dem vertrage verleibet, mit sfgl. wohl annderung machenn möchtenn, vnnd in anndere gestalt vbereinkommenn, aus abbruch des vfgerichtenn vertrags daraus oder wan sie dardurch nit geschrittenn oder getrettenn, in recht gehalttenn, oder geachtet möchtenn werden, so fernne solchs in dieser annderung auch austrucklich vnnd expresse vorsehenn werde, Nemblich das gesatzt wurde, das durch diese verannderung, dieser zweÿer oder dreÿer articuln, darinne begriffenn vnnd verleibt, nichts vnnd keinem theil soll abgebrochenn, oder benommenn sein, sonnder alles wie darinne vonn beiden theilenn bewilliget vnnd anngenommenn sein, stete vnnd veste, ewiglich vnnd vnuerrucklich, wie die allenthalbenn vonn sfgl. verschriebenn, gelobet vnnd zugesaget, gehaltenn werdenn, Wann solche Clausell vnnd meinung, dermassenn wie angezeigt in die verschreibung der verannderten artickell gestelt vnnd gesatzt wurde, möchtenn die Pfenner im rechtenn nicht geacht werdenn, das sie vonn dem vertragk geschrittenn, oder gewichenn werenn, Sonnder die annder articull mehr dadurch bestettiget vnnd confirmirt wurdenn, Darumb ist sich nicht zubesorgenn, Nur das es austrucklich vnnd eigenntlich vorkommenn werde, vnnd wurde auch hiemit die Irrung so sich des misuerstanndts zwischenn sfgl. vnd den Pfennernn vor den scheidtsrichternn helt vnnd anngestaltt, auffgehabenn vnnd gestilt, Fuertter wann sich begebenn wurde, das die artickell des ziehenns vnnd kauffs nicht vertragenn wurden, oder geenndert, So möchte Ire fgl. den Pfennernn nicht werenn, das sie fur vnnd fur siedenn, Dieweil sie bisanher in besitz gewehre vnnd possession des siedenns gewest sein, welcher sie ohnne erkenndtnus nicht sollenn enndtsetzt oder verhindert werdenn, Derhalbenn vnangesehenn das der kriegk im rechten vor den schwebt, kann der Furst mit recht den Pfennernn nicht wehrenn zusiedenn, Sonnst hettenn sich die Pfenner solchs Spolium[?] zuuerklagenn, Ob aber der Furst den Pfennernn in hanngenndem rechtenn etwas zusagenn, verschreibenn, oder die — 10 alb. fallenn zulaßenn, der — 4 fl. muntz vnnd — 2 thaler halben, etwas vfschuttenn musse, pflichtigk seÿe, achte Ich, das werdt er im rechtenn schwerlich schuldigk sein, Sonnderlich in hanngendem rechtenn, das zuthun, darumb wo diese articull möchtenn vertragenn werdenn, oder verandert, weren diese auch beÿgelegt, doch ist vor allenn dingenn stetlich acht zuhabenn, Wo etliche artickell vertragenn, oder verandert wurdenn, das alwegenn darbeÿ gemelt vnnd gesatzt werde, das die Pfenner dardurch aus dem vertrage, nicht schreitenn wollen, sondernn in anndernn stuckenn, den veste vnnd getreulich haltenn, Vnnd wann zuletzt kein annschlagk möchte getroffenn oder fundenn werdenn, beidenn theilenn annehmlich, vnnd sich die sache in recht begebenn, vnnd dem heimgestelt wurde die billicheit vnnd recht erfordernn, das die Pfenner einen oder zwene volmechtigenn musten, den hanndell im rechtenn auszufurenn, vnnd was die notturfft erfordert zu hanndelnn, vnnd vonn der Pfenner samptlichenn darlegenn, vnnd vnncost, Was Inenn dann den Pfennernn in hanngendenn kriege begegnen wurde, vnnd vonn weme es were im siedenn, oder geholtze, das mustenn sich die Pfenner beclagenn vor den Richternn, do die sache fur schwebete, als die denenn eintragk pendente lite beschehe, Oder das sie spolijrt wurdenn, oder Ihrenn gewehrett wurde pendente lite Saltz zuuerkeuffenn, wie sich dann das mit ihnenn begebenn wurde, das hettenn sie sich zuuerklagenn, Dieweil aber solche rechtfertigung, wann die gleich erhalttenn wurde, im rechtenn beschwerlich vngnade vnnd vnwillenn geberenn, So were gut, das die zwene artickell, der mann misuerstendig vnnd Irrigk ist, wie anngezeigt, verandert, vnnd vertragenn wurdenn, vnnd der newe vfgericht vertragk in anndern punctenn bestetigt vnnd confirmirt werde, Auch wo die Pfenner Irer gerechtigkeit, vnnd des Saltzwercks, gentzlich vnnd gar erblich abzutrettenn, gemeint werdenn, oder darzu gedrungenn, so mögenn sie das wohl thun, Ihnenn, vnnd Irenn nachkommen, zu keinem nachteil, vnnd bedarff des nicht sonnderlichenn bescheidt, allein das sie das geldt vor das Ire enndtpfangenn, wie sie des mit dem furstenn vberkommenn vnnd einig werdenn, vnnd dann Ire gueter vnnd theil einreumenn, Erblich vnnd ewiglich, dann es hat ein Ieder macht seins guts abzustehenn, vnd verziehenn, vor sich vnnd seine erbenn, sonnderlich wann Ime vergleichung darumb beschicht, Der Erbgerechtigkeit halbenn, so die Pfenner daranne gehapt, vnnd noch habenn, Dieweil dieselbige dem Saltzwerck annhenngigk, möchte sie in kauffsumma gezogenn werdenn, aber [übergeschrieben: weil] dennest solche erbgerechtigkeit, viel nutzes vnnd frommens,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 635 Bl. 315r Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 635

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteHerrnn gerne in friedenn stundenn, vertragenn sehenn woltenn, Achte ich das die Pfenner der Artickell halbenn, vnnd anndere mehr in dem vertrage verleibet, mit sfgl. wohl annderung machenn möchtenn, vnnd in anndere gestalt vbereinkommenn, aus abbruch des vfgerichtenn vertrags daraus oder wan sie dardurch nit geschrittenn oder getrettenn, in recht gehalttenn, oder geachtet möchtenn werden, so fernne solchs in dieser annderung auch austrucklich vnnd expresse vorsehenn werde, Nemblich das gesatzt wurde, das durch diese verannderung, dieser zweÿer oder dreÿer articuln, darinne begriffenn vnnd verleibt, nichts vnnd keinem theil soll abgebrochenn, oder benommenn sein, sonnder alles wie darinne vonn beiden theilenn bewilliget vnnd anngenommenn sein, stete vnnd veste, ewiglich vnnd vnuerrucklich, wie die allenthalbenn vonn sfgl. verschriebenn, gelobet vnnd zugesaget, gehaltenn werdenn, Wann solche Clausell vnnd meinung, dermassenn wie angezeigt in die verschreibung der verannderten artickell gestelt vnnd gesatzt wurde, möchtenn die Pfenner im rechtenn nicht geacht werdenn, das sie vonn dem vertragk geschrittenn, oder gewichenn werenn, Sonnder die annder articull mehr dadurch bestettiget vnnd confirmirt wurdenn, Darumb ist sich nicht zubesorgenn, Nur das es austrucklich vnnd eigenntlich vorkommenn werde, vnnd wurde auch hiemit die Irrung so sich des misuerstanndts zwischenn sfgl. vnd den Pfennernn vor den scheidtsrichternn helt vnnd anngestaltt, auffgehabenn vnnd gestilt, Fuertter wann sich begebenn wurde, das die artickell des ziehenns vnnd kauffs nicht vertragenn wurden, oder geenndert, So möchte Ire fgl. den Pfennernn nicht werenn, das sie fur vnnd fur siedenn, Dieweil sie bisanher in besitz gewehre vnnd possession des siedenns gewest sein, welcher sie ohnne erkenndtnus nicht sollenn enndtsetzt oder verhindert werdenn, Derhalbenn vnangesehenn das der kriegk im rechten vor den schwebt, kann der Furst mit recht den Pfennernn nicht wehrenn zusiedenn, Sonnst hettenn sich die Pfenner solchs Spolium[?] zuuerklagenn, Ob aber der Furst den Pfennernn in hanngenndem rechtenn etwas zusagenn, verschreibenn, oder die — 10 alb. fallenn zulaßenn, der — 4 fl. muntz vnnd — 2 thaler halben, etwas vfschuttenn musse, pflichtigk seÿe, achte Ich, das werdt er im rechtenn schwerlich schuldigk sein, Sonnderlich in hanngendem rechtenn, das zuthun, darumb wo diese articull möchtenn vertragenn werdenn, oder verandert, weren diese auch beÿgelegt, doch ist vor allenn dingenn stetlich acht zuhabenn, Wo etliche artickell vertragenn, oder verandert wurdenn, das alwegenn darbeÿ gemelt vnnd gesatzt werde, das die Pfenner dardurch aus dem vertrage, nicht schreitenn wollen, sondernn in anndernn stuckenn, den veste vnnd getreulich haltenn, Vnnd wann zuletzt kein annschlagk möchte getroffenn oder fundenn werdenn, beidenn theilenn annehmlich, vnnd sich die sache in recht begebenn, vnnd dem heimgestelt wurde die billicheit vnnd recht erfordernn, das die Pfenner einen oder zwene volmechtigenn musten, den hanndell im rechtenn auszufurenn, vnnd was die notturfft erfordert zu hanndelnn, vnnd vonn der Pfenner samptlichenn darlegenn, vnnd vnncost, Was Inenn dann den Pfennernn in hanngendenn kriege begegnen wurde, vnnd vonn weme es were im siedenn, oder geholtze, das mustenn sich die Pfenner beclagenn vor den Richternn, do die sache fur schwebete, als die denenn eintragk pendente lite beschehe, Oder das sie spolijrt wurdenn, oder Ihrenn gewehrett wurde pendente lite Saltz zuuerkeuffenn, wie sich dann das mit ihnenn begebenn wurde, das hettenn sie sich zuuerklagenn, Dieweil aber solche rechtfertigung, wann die gleich erhalttenn wurde, im rechtenn beschwerlich vngnade vnnd vnwillenn geberenn, So were gut, das die zwene artickell, der mann misuerstendig vnnd Irrigk ist, wie anngezeigt, verandert, vnnd vertragenn wurdenn, vnnd der newe vfgericht vertragk in anndern punctenn bestetigt vnnd confirmirt werde, Auch wo die Pfenner Irer gerechtigkeit, vnnd des Saltzwercks, gentzlich vnnd gar erblich abzutrettenn, gemeint werdenn, oder darzu gedrungenn, so mögenn sie das wohl thun, Ihnenn, vnnd Irenn nachkommen, zu keinem nachteil, vnnd bedarff des nicht sonnderlichenn bescheidt, allein das sie das geldt vor das Ire enndtpfangenn, wie sie des mit dem furstenn vberkommenn vnnd einig werdenn, vnnd dann Ire gueter vnnd theil einreumenn, Erblich vnnd ewiglich, dann es hat ein Ieder macht seins guts abzustehenn, vnd verziehenn, vor sich vnnd seine erbenn, sonnderlich wann Ime vergleichung darumb beschicht, Der Erbgerechtigkeit halbenn, so die Pfenner daranne gehapt, vnnd noch habenn, Dieweil dieselbige dem Saltzwerck annhenngigk, möchte sie in kauffsumma gezogenn werdenn, aber [übergeschrieben: weil] dennest solche erbgerechtigkeit, viel nutzes vnnd frommens,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 636 Bl. 315v Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 636

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteHerrnn gerne in friedenn stundenn, vertragenn sehenn woltenn, Achte ich das die Pfenner der Artickell halbenn, vnnd anndere mehr in dem vertrage verleibet, mit sfgl. wohl annderung machenn möchtenn, vnnd in anndere gestalt vbereinkommenn, aus abbruch des vfgerichtenn vertrags daraus oder wan sie dardurch nit geschrittenn oder getrettenn, in recht gehalttenn, oder geachtet möchtenn werden, so fernne solchs in dieser annderung auch austrucklich vnnd expresse vorsehenn werde, Nemblich das gesatzt wurde, das durch diese verannderung, dieser zweÿer oder dreÿer articuln, darinne begriffenn vnnd verleibt, nichts vnnd keinem theil soll abgebrochenn, oder benommenn sein, sonnder alles wie darinne vonn beiden theilenn bewilliget vnnd anngenommenn sein, stete vnnd veste, ewiglich vnnd vnuerrucklich, wie die allenthalbenn vonn sfgl. verschriebenn, gelobet vnnd zugesaget, gehaltenn werdenn, Wann solche Clausell vnnd meinung, dermassenn wie angezeigt in die verschreibung der verannderten artickell gestelt vnnd gesatzt wurde, möchtenn die Pfenner im rechtenn nicht geacht werdenn, das sie vonn dem vertragk geschrittenn, oder gewichenn werenn, Sonnder die annder articull mehr dadurch bestettiget vnnd confirmirt wurdenn, Darumb ist sich nicht zubesorgenn, Nur das es austrucklich vnnd eigenntlich vorkommenn werde, vnnd wurde auch hiemit die Irrung so sich des misuerstanndts zwischenn sfgl. vnd den Pfennernn vor den scheidtsrichternn helt vnnd anngestaltt, auffgehabenn vnnd gestilt, Fuertter wann sich begebenn wurde, das die artickell des ziehenns vnnd kauffs nicht vertragenn wurden, oder geenndert, So möchte Ire fgl. den Pfennernn nicht werenn, das sie fur vnnd fur siedenn, Dieweil sie bisanher in besitz gewehre vnnd possession des siedenns gewest sein, welcher sie ohnne erkenndtnus nicht sollenn enndtsetzt oder verhindert werdenn, Derhalbenn vnangesehenn das der kriegk im rechten vor den schwebt, kann der Furst mit recht den Pfennernn nicht wehrenn zusiedenn, Sonnst hettenn sich die Pfenner solchs Spolium[?] zuuerklagenn, Ob aber der Furst den Pfennernn in hanngenndem rechtenn etwas zusagenn, verschreibenn, oder die — 10 alb. fallenn zulaßenn, der — 4 fl. muntz vnnd — 2 thaler halben, etwas vfschuttenn musse, pflichtigk seÿe, achte Ich, das werdt er im rechtenn schwerlich schuldigk sein, Sonnderlich in hanngendem rechtenn, das zuthun, darumb wo diese articull möchtenn vertragenn werdenn, oder verandert, weren diese auch beÿgelegt, doch ist vor allenn dingenn stetlich acht zuhabenn, Wo etliche artickell vertragenn, oder verandert wurdenn, das alwegenn darbeÿ gemelt vnnd gesatzt werde, das die Pfenner dardurch aus dem vertrage, nicht schreitenn wollen, sondernn in anndernn stuckenn, den veste vnnd getreulich haltenn, Vnnd wann zuletzt kein annschlagk möchte getroffenn oder fundenn werdenn, beidenn theilenn annehmlich, vnnd sich die sache in recht begebenn, vnnd dem heimgestelt wurde die billicheit vnnd recht erfordernn, das die Pfenner einen oder zwene volmechtigenn musten, den hanndell im rechtenn auszufurenn, vnnd was die notturfft erfordert zu hanndelnn, vnnd vonn der Pfenner samptlichenn darlegenn, vnnd vnncost, Was Inenn dann den Pfennernn in hanngendenn kriege begegnen wurde, vnnd vonn weme es were im siedenn, oder geholtze, das mustenn sich die Pfenner beclagenn vor den Richternn, do die sache fur schwebete, als die denenn eintragk pendente lite beschehe, Oder das sie spolijrt wurdenn, oder Ihrenn gewehrett wurde pendente lite Saltz zuuerkeuffenn, wie sich dann das mit ihnenn begebenn wurde, das hettenn sie sich zuuerklagenn, Dieweil aber solche rechtfertigung, wann die gleich erhalttenn wurde, im rechtenn beschwerlich vngnade vnnd vnwillenn geberenn, So were gut, das die zwene artickell, der mann misuerstendig vnnd Irrigk ist, wie anngezeigt, verandert, vnnd vertragenn wurdenn, vnnd der newe vfgericht vertragk in anndern punctenn bestetigt vnnd confirmirt werde, Auch wo die Pfenner Irer gerechtigkeit, vnnd des Saltzwercks, gentzlich vnnd gar erblich abzutrettenn, gemeint werdenn, oder darzu gedrungenn, so mögenn sie das wohl thun, Ihnenn, vnnd Irenn nachkommen, zu keinem nachteil, vnnd bedarff des nicht sonnderlichenn bescheidt, allein das sie das geldt vor das Ire enndtpfangenn, wie sie des mit dem furstenn vberkommenn vnnd einig werdenn, vnnd dann Ire gueter vnnd theil einreumenn, Erblich vnnd ewiglich, dann es hat ein Ieder macht seins guts abzustehenn, vnd verziehenn, vor sich vnnd seine erbenn, sonnderlich wann Ime vergleichung darumb beschicht, Der Erbgerechtigkeit halbenn, so die Pfenner daranne gehapt, vnnd noch habenn, Dieweil dieselbige dem Saltzwerck annhenngigk, möchte sie in kauffsumma gezogenn werdenn, aber [übergeschrieben: weil] dennest solche erbgerechtigkeit, viel nutzes vnnd frommens,

2

mit verheirathunge Irer vnnd Irer kinder vnnd freundtschafft, zubracht hatt, magk dieselbige wohl ann eine Summa gelts, auch geschatzt werdenn, vnnd daruor vonn den Furstenn gefordert werdenn, als fur ein sonnderlich Interesse vnnd nutzunge, Wie wohl zubesorgenn, das das Saltzwerck vnnd das Lanndt durch sterbenn oder vehde möchte verderbenn, darumb es den Pfennern besser were, das gelt zunehmenn, vnnd wiederumb nutzlicher annzulegenn, So wiederumb ist den Pfennernn auch zubedennckenn, das durch sterbenn das Saltzwerck vnnd Lanndt nicht gantz vndergehet, es bleibet Ie den Erbenn, wiewol es die zeit des sterbenns am gewinst vnnd nutzunge schaden leidenn möchte, Wo sich aber die zeit zu Vhede richte, so hettenn sie zubedennckenn, der Furst mitt der bezahlung auch ann sich haltenn wurde, zu deme will er die Pfannenn vf ein mahl nicht ablösenn, Derhalbenn solte es besser sein, die Pfannenn zubehaltenn, dann dieser zeit zuuerkeuffenn, doch vff eins Ieglich bedennckenn, Es were auch der billicheit gemes, auch naturlicher vnnd vernunfftigklicher, wann die sache vertragenn wurde, vnnd dem furstenn das Saltzwerck erblich zugestalt, oder nicht, das sfgl. in betrachtung der wolthat sfgl. ann dem wiederfahrenn, das sie Ir f.g.l. wieder der Stadt freÿheit priuilegia vnnd gerechtigkeit zu dem Saltzwerck so vnderthenigklich habenn kommen lassenn, das wiederumb der furst der Stadt die gnade erzeige, vnnd sie befreÿete, vonn aller dinstbarkeit, aber mann kann Ine mit rechte nicht darzu zwingenn, wiewohl es naturlicher billicheit gemes were, eine wohlthat vmb die annder zugebenn, Was nun den Pfennernn durch verannderung etlicher artickell im vertrage dermassenn wie gemelt mitt der Clausell, das der vertragk sonnstenn solte in anndern krefftig vnnd bestenndigk pleibenn, vnnd Confirmirt sein, vnnd die Pfenner dardurch zu recht aus dem vertrage nicht geschrittenn, so ist zurathenn, das sie solche veranderung, eingehenn vnnd annehmenn, vnnd zu mehrer sicherheit, mit ausgetrucktenn Worttenn darzu setzen lassenn, das sie durch diese verannderung, aus dem aufgerichtenn vertrage, nicht gedenncken noch wollen gegeschrittenn, oder getrettenn habenn, Das also die sache vertragenn, vnnd darmit alle hanndelunge, was sich darnach vfgerichtenn vertrage, zwischenn allenn theilenn begebenn habenn, auch aller vnnwille vnd vnngnadt, sollenn aus gnadenn vfgehabenn, vnnd hingelegt sein,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 637 Bl. 316r Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 637

1

Fortsetzung von der vorigen Seitemit verheirathunge Irer vnnd Irer kinder vnnd freundtschafft, zubracht hatt, magk dieselbige wohl ann eine Summa gelts, auch geschatzt werdenn, vnnd daruor vonn den Furstenn gefordert werdenn, als fur ein sonnderlich Interesse vnnd nutzunge, Wie wohl zubesorgenn, das das Saltzwerck vnnd das Lanndt durch sterbenn oder vehde möchte verderbenn, darumb es den Pfennern besser were, das gelt zunehmenn, vnnd wiederumb nutzlicher annzulegenn, So wiederumb ist den Pfennernn auch zubedennckenn, das durch sterbenn das Saltzwerck vnnd Lanndt nicht gantz vndergehet, es bleibet Ie den Erbenn, wiewol es die zeit des sterbenns am gewinst vnnd nutzunge schaden leidenn möchte, Wo sich aber die zeit zu Vhede richte, so hettenn sie zubedennckenn, der Furst mitt der bezahlung auch ann sich haltenn wurde, zu deme will er die Pfannenn vf ein mahl nicht ablösenn, Derhalbenn solte es besser sein, die Pfannenn zubehaltenn, dann dieser zeit zuuerkeuffenn, doch vff eins Ieglich bedennckenn, Es were auch der billicheit gemes, auch naturlicher vnnd vernunfftigklicher, wann die sache vertragenn wurde, vnnd dem furstenn das Saltzwerck erblich zugestalt, oder nicht, das sfgl. in betrachtung der wolthat sfgl. ann dem wiederfahrenn, das sie Ir f.g.l. wieder der Stadt freÿheit priuilegia vnnd gerechtigkeit zu dem Saltzwerck so vnderthenigklich habenn kommen lassenn, das wiederumb der furst der Stadt die gnade erzeige, vnnd sie befreÿete, vonn aller dinstbarkeit, aber mann kann Ine mit rechte nicht darzu zwingenn, wiewohl es naturlicher billicheit gemes were, eine wohlthat vmb die annder zugebenn, Was nun den Pfennernn durch verannderung etlicher artickell im vertrage dermassenn wie gemelt mitt der Clausell, das der vertragk sonnstenn solte in anndern krefftig vnnd bestenndigk pleibenn, vnnd Confirmirt sein, vnnd die Pfenner dardurch zu recht aus dem vertrage nicht geschrittenn, so ist zurathenn, das sie solche veranderung, eingehenn vnnd annehmenn, vnnd zu mehrer sicherheit, mit ausgetrucktenn Worttenn darzu setzen lassenn, das sie durch diese verannderung, aus dem aufgerichtenn vertrage, nicht gedenncken noch wollen gegeschrittenn, oder getrettenn habenn, Das also die sache vertragenn, vnnd darmit alle hanndelunge, was sich darnach vfgerichtenn vertrage, zwischenn allenn theilenn begebenn habenn, auch aller vnnwille vnd vnngnadt, sollenn aus gnadenn vfgehabenn, vnnd hingelegt sein,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 638 Bl. 316v Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 638

1

Fortsetzung von der vorigen Seitemit verheirathunge Irer vnnd Irer kinder vnnd freundtschafft, zubracht hatt, magk dieselbige wohl ann eine Summa gelts, auch geschatzt werdenn, vnnd daruor vonn den Furstenn gefordert werdenn, als fur ein sonnderlich Interesse vnnd nutzunge, Wie wohl zubesorgenn, das das Saltzwerck vnnd das Lanndt durch sterbenn oder vehde möchte verderbenn, darumb es den Pfennern besser were, das gelt zunehmenn, vnnd wiederumb nutzlicher annzulegenn, So wiederumb ist den Pfennernn auch zubedennckenn, das durch sterbenn das Saltzwerck vnnd Lanndt nicht gantz vndergehet, es bleibet Ie den Erbenn, wiewol es die zeit des sterbenns am gewinst vnnd nutzunge schaden leidenn möchte, Wo sich aber die zeit zu Vhede richte, so hettenn sie zubedennckenn, der Furst mitt der bezahlung auch ann sich haltenn wurde, zu deme will er die Pfannenn vf ein mahl nicht ablösenn, Derhalbenn solte es besser sein, die Pfannenn zubehaltenn, dann dieser zeit zuuerkeuffenn, doch vff eins Ieglich bedennckenn, Es were auch der billicheit gemes, auch naturlicher vnnd vernunfftigklicher, wann die sache vertragenn wurde, vnnd dem furstenn das Saltzwerck erblich zugestalt, oder nicht, das sfgl. in betrachtung der wolthat sfgl. ann dem wiederfahrenn, das sie Ir f.g.l. wieder der Stadt freÿheit priuilegia vnnd gerechtigkeit zu dem Saltzwerck so vnderthenigklich habenn kommen lassenn, das wiederumb der furst der Stadt die gnade erzeige, vnnd sie befreÿete, vonn aller dinstbarkeit, aber mann kann Ine mit rechte nicht darzu zwingenn, wiewohl es naturlicher billicheit gemes were, eine wohlthat vmb die annder zugebenn, Was nun den Pfennernn durch verannderung etlicher artickell im vertrage dermassenn wie gemelt mitt der Clausell, das der vertragk sonnstenn solte in anndern krefftig vnnd bestenndigk pleibenn, vnnd Confirmirt sein, vnnd die Pfenner dardurch zu recht aus dem vertrage nicht geschrittenn, so ist zurathenn, das sie solche veranderung, eingehenn vnnd annehmenn, vnnd zu mehrer sicherheit, mit ausgetrucktenn Worttenn darzu setzen lassenn, das sie durch diese verannderung, aus dem aufgerichtenn vertrage, nicht gedenncken noch wollen gegeschrittenn, oder getrettenn habenn, Das also die sache vertragenn, vnnd darmit alle hanndelunge, was sich darnach vfgerichtenn vertrage, zwischenn allenn theilenn begebenn habenn, auch aller vnnwille vnd vnngnadt, sollenn aus gnadenn vfgehabenn, vnnd hingelegt sein,

2

vnnd hinfurter dem aufgerichtenn vertrag gelebet, vnnd trewlich nachkommenn werdenn, In der gueter vnnd des Saltzwercks wirderung, vnnd wann die pension gesatzt soll werdenn, möchte sich begebenn, das Irrung furfallenn, wieuiel Ierlichs vff das hundert die Pension gestalt werdenn soll, In dem ist am sicherstenn vnnd bestenndigstenn, sich nach kaÿserlicher Maÿst vnnd des heiligenn Reichs, vfrechten gehaltenenn Reichstagenn ordenung zurichtenn, Das Funff guldenn auffs hundert, Einenn vff zwanntzigk, wie solchs die gemelt ordenung ausweiset, geschlagen wurdenn, damit nicht solcher Contract, als zuuiel oder zuwenig illicitus, vnnzimblich, zusehre nachteilig oder wucherlich möchte anngefochtenn werdenn Enndtlich wo es die wege ergriffe das die Pfenner des Saltzwercks erblich ganntz vnnd gar abstehenn woltenn, vnd dem furstenn einreumenn, vnnd der furst nun die bezahlung thun wolte, nach der Wirderungk, wie der Pfenner gueter anngeschlagenn werenn wordenn, beÿ Irem eÿde in der Turckennsteur, Solche meinung wurde ein disputation geberenn, vnnd were darauf zuanntwortenn, das ein Ieglicher seine gueter in gemein anngeschlagenn hette, vnnd keins sonnderlich anngezeigt, vnnd nach seinem bedunckenn gewirdet,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 639 Bl. 317r Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 639

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd hinfurter dem aufgerichtenn vertrag gelebet, vnnd trewlich nachkommenn werdenn, In der gueter vnnd des Saltzwercks wirderung, vnnd wann die pension gesatzt soll werdenn, möchte sich begebenn, das Irrung furfallenn, wieuiel Ierlichs vff das hundert die Pension gestalt werdenn soll, In dem ist am sicherstenn vnnd bestenndigstenn, sich nach kaÿserlicher Maÿst vnnd des heiligenn Reichs, vfrechten gehaltenenn Reichstagenn ordenung zurichtenn, Das Funff guldenn auffs hundert, Einenn vff zwanntzigk, wie solchs die gemelt ordenung ausweiset, geschlagen wurdenn, damit nicht solcher Contract, als zuuiel oder zuwenig illicitus, vnnzimblich, zusehre nachteilig oder wucherlich möchte anngefochtenn werdenn Enndtlich wo es die wege ergriffe das die Pfenner des Saltzwercks erblich ganntz vnnd gar abstehenn woltenn, vnd dem furstenn einreumenn, vnnd der furst nun die bezahlung thun wolte, nach der Wirderungk, wie der Pfenner gueter anngeschlagenn werenn wordenn, beÿ Irem eÿde in der Turckennsteur, Solche meinung wurde ein disputation geberenn, vnnd were darauf zuanntwortenn, das ein Ieglicher seine gueter in gemein anngeschlagenn hette, vnnd keins sonnderlich anngezeigt, vnnd nach seinem bedunckenn gewirdet,

2

Das aber das gut weniger oder mehr geltenn wirdt oder nicht, oder nicht geltenn kann, oder werth ist, das eruolget sich nicht daraus, dann es nicht æstimirt oder geschatzt wordenn, durch die Ienigenn darzu verordennt, Sondern durch ein Ieglichenn selbst, so seindt die guetere dermassen anngeschlagenn, als sie verkaufft habenn konnenn werdenn, aber in diesem falle sollenn sie verkaufft werden, darumb soll mann sich in der warheit erkundenn, was sie werth sein, vonn vnpartheischenn Leuthenn, vonn beidenn theilenn darzu verordent, vnnd bewilliget, Dieser Punct ist im rechtenn etwas disputirlich,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 640 Bl. 317v Das Ander Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 640

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDas aber das gut weniger oder mehr geltenn wirdt oder nicht, oder nicht geltenn kann, oder werth ist, das eruolget sich nicht daraus, dann es nicht æstimirt oder geschatzt wordenn, durch die Ienigenn darzu verordennt, Sondern durch ein Ieglichenn selbst, so seindt die guetere dermassen anngeschlagenn, als sie verkaufft habenn konnenn werdenn, aber in diesem falle sollenn sie verkaufft werden, darumb soll mann sich in der warheit erkundenn, was sie werth sein, vonn vnpartheischenn Leuthenn, vonn beidenn theilenn darzu verordent, vnnd bewilliget, Dieser Punct ist im rechtenn etwas disputirlich,

2

darhalbenn er auch weitters bedennckens bedarff, Auch ist der furst im rechtenn, das Saltzwerck zubezahlen schuldigk, nach achtung vnnd wirderung, wie es Itzundt tempore contractus stehet, vnnd tregt, nicht wie es vor zeitenn hat gestanndenn, oder nach seinem gefallen æstimiren Darumb wo es zuerhaltenn,

3

so ist sfgl. zubittenn, die Pfenner beÿ dem newenn aufgerichtenn bewilligten, vnnd anngenommenn vertrag, gnediglich pleibenn zulassenn, wie obenn gesagt, oder der streitigenn articull vnnd misuerstandts halben des vertrags in etlichen Puncten so sich Itzundt begebenn habenn, wollenn die Pfenner Iren f.

4

G. sich gernne in hanndelunge begebenn, dann die selbige vff leideliche wege möchtenn gehanndelt vnnd getheidingt werdenn, doch alweg ohne abbruch des vorigenn vfgerichtenn vertrages, vonn deme sie in keinen weg weichenn noch gedenckenn, oder darvon zu tretten.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 641 Bl. 318r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 641

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. sich gernne in hanndelunge begebenn, dann die selbige vff leideliche wege möchtenn gehanndelt vnnd getheidingt werdenn, doch alweg ohne abbruch des vorigenn1 vfgerichtenn vertrages, vonn deme sie in keinen weg weichenn noch gedenckenn, oder darvon zu tretten.

2

Nach sonnderlicher vleissiger verlesung vnnd bewegunge, des bewilligtenn zugesagtenn vnnd vfgerichten vertrages, aller ergangenn hanndelung, verhörung, hin vnnd wiederschreibenn in dieser sachenn, sampt anngehefftenn fragenn, zwischenn dem durchleuchtigenn, Hochgebornenn Furstenn vnnd Herrn, Herrn Philipsen Lanndtgravenn zu Hessenn, Gravenn zu Catzennelnbogen etc. eins, Vnnd den Pfennernn des Saltzwercks zu Allendorf in Hessenn, anderstheils, wirdet kurtzlichenn, doch eines Jeglichenn bessere meinung hiermit vnbegebenn, geantwort, vnnd anfenglichenn vf die erste fragen berurter Pfenner, wirdet diese anntwort gebenn, Weil in bemeltenn vertrage, vnnder anndern dieser artickell also lautende verleibet, Vnnd zu weitter bekrefftigung dieses vertrags, So setzenn vnnd ordenn wir, vnnd verschreibenn vnnd verpflichtenn vns des bey Furstlichenn gutenn glaubenn, vor vns vnnser Erbenn, Ob sichs begebe das zwischenn vns vnnd den Pfennernn, ein misverstanndt einfiele, das will Gott vnnsert halbenn nit sein soll, Es were vmb die bezahlung, abspannung der knechte, vnnd verkauffung des Saltzes, vmb eynicherley verhinderung oder vervortheilung, die eintheil dem anndernn oder desselbigenn dienern vnnd verwandten zufugenn, oder zuzufugenn vorhettenn, Das wir vnnsere treffliche, redtliche, Gottfurchtige vnnd verstenndige Räthe, alwegenn in vierzehenn tagenn, so baldt wir des erinnert werdenn, oder vnnser Erbenn, Oder wir des vor vns noth habenn wurdenn, gein Eschwech oder Allenndorff schickenn wollenn, vnnd die dinge nach Gottlichenn billichenn dingenn, richttenn vnnd vertragenn lassenn, Vnnd darann vns nicht verhindern lassen wollenn in keinenn wege, Vnnd im fall sie des nicht vertragenn möchtenn, Da sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey aus vnnsernn Stettenn, als Marpurgk, Cassell, Eschwech, Alsfeldt, Homberg vnnd Treysa, so nit Pfenner sein, oder zum Sodenn nicht Pfantheil habenn, darzu gebenn, dieselbenn vonn stundt ann Ire pflicht daruber thun, vnnd die dinge im nechstenn Monat darnach bey Irenn pflichtenn, diesem vertrage gemes, vnd einhalt enndtscheidenn, vnd ob sie sich des spruchs nit vergleichenn mögenn, sollenn sie die zwelffe etliche Obman ernennenn, vnnd welche der Obmann bleibenn soll, das los legt, vnnd welche der Obmann bleibet, was erdiesem vertrage gemes, vor einenn zufall thut, darbey soll es enndtlich bleibenn, vnnd was erkanndt wirdet treulich volnstreckt werdenn, Ob auch etwas am siedenn der Irrung halbenn versaumbt wurde, das soll als dann nach erkenndtnus nachgesottenn vnnd wiederbracht werdenn, alles diesem vertrage gemes, ohne geferde, Vnnd nun zwischenn Hochgedachtenn Furstenn vnnd denn Pfennernn misverstanndt ann vielenn articuln, Nemblichenn des verkauffs, ziehung der Sohlenn, vereidung der Pfenner, diener vnnd anders halbenn eingefallenn, vnnd sich zugetragenn habenn, vnnd die Gesandtenn Rethe genn Allenndorff solche gebrechenn vnd misverstende in der guete nicht habenn könnenn vertragenn, noch derenn mas findenn, vnnd vf den fall sfgl. sich mit diesen wortenn verhafftet vnnd obligiret, vnnd im fall das sie des nicht vertragenn möchtenn, So sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey vonn vnnsernn Stettenn, Desgleichenn sollen sie auch drey — So ist Hochgedachter Furst dieser misverstanndt vnnd gebrechenn halbenn, Lauts vnd vermöge des artickels, vor den zwölff Räthenn, mit den Pfennernn aus vbunge vnd orterung[?] zugewartten schuldig, vnnd seindt die Pfenner der Lanndtschafft erkenndtnus hieruber zugeduldenn vnnd gewarttenn nit verhafftet, zuvorderst nach dem sich sfgl. bey furstlichenn gutenn glaubenn, wie aus dem annfange bemelts artickels offenntlichenn zuersehenn, verpflichtet, weil diese wort |: mit gutem glaubenn :| in rechtenn eynem leiblichenn eidt allennthalbenn vergleicht werdenn, vnnd gleicher wirckung vnnd effects seindt, vnd das der Jenige so etwas vermittelst seinem eide geredt, gelobt oder zugesagt, dasselbig precise zuthun, oder zuhaltenn schuldigk seye, derowegenn Ihe Hochgedachter Furst krafft dieser zusage, bey sfgl. gutem glaubenn diese ortterung ehenn[?] vnnd precise vor niemands annders, ohne nachlassenn der Pfenner, dann vor den scheidtsleutenn, Innhalts des artickels in mehrgedachtenn vertrage auszuwarttenn verbundenn, daraus auch erscheinet,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. vorigenn — Wortanfang undeutlich

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 642 Bl. 318v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 642

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteNach sonnderlicher vleissiger verlesung vnnd bewegunge, des bewilligtenn zugesagtenn vnnd vfgerichten vertrages, aller ergangenn hanndelung, verhörung, hin vnnd wiederschreibenn in dieser sachenn, sampt anngehefftenn fragenn, zwischenn dem durchleuchtigenn, Hochgebornenn Furstenn vnnd Herrn, Herrn Philipsen Lanndtgravenn zu Hessenn, Gravenn zu Catzennelnbogen etc. eins, Vnnd den Pfennernn des Saltzwercks zu Allendorf in Hessenn, anderstheils, wirdet kurtzlichenn, doch eines Jeglichenn bessere meinung hiermit vnbegebenn, geantwort, vnnd anfenglichenn vf die erste fragen berurter Pfenner, wirdet diese anntwort gebenn, Weil in bemeltenn vertrage, vnnder anndern dieser artickell also lautende verleibet, Vnnd zu weitter bekrefftigung dieses vertrags, So setzenn vnnd ordenn wir, vnnd verschreibenn vnnd verpflichtenn vns des bey Furstlichenn gutenn glaubenn, vor vns vnnser Erbenn, Ob sichs begebe das zwischenn vns vnnd den Pfennernn, ein misverstanndt einfiele, das will Gott vnnsert halbenn nit sein soll, Es were vmb die bezahlung, abspannung der knechte, vnnd verkauffung des Saltzes, vmb eynicherley verhinderung oder vervortheilung1, die eintheil dem anndernn oder desselbigenn dienern vnnd verwandten zufugenn, oder zuzufugenn vorhettenn, Das wir vnnsere treffliche, redtliche, Gottfurchtige vnnd verstenndige Räthe, alwegenn in vierzehenn tagenn, so baldt wir des erinnert werdenn, oder vnnser Erbenn, Oder wir des vor vns noth habenn wurdenn, gein Eschwech oder Allenndorff schickenn wollenn, vnnd die dinge nach Gottlichenn billichenn dingenn, richttenn vnnd vertragenn lassenn, Vnnd darann vns nicht verhindern lassen wollenn in keinenn wege, Vnnd im fall sie des nicht vertragenn möchtenn, Da sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey aus vnnsernn Stettenn, als Marpurgk, Cassell, Eschwech, Alsfeldt, Homberg vnnd Treysa, so nit Pfenner sein, oder zum Sodenn nicht Pfantheil habenn, darzu gebenn, dieselbenn vonn stundt ann Ire pflicht daruber thun, vnnd die dinge im nechstenn Monat darnach bey Irenn pflichtenn, diesem vertrage gemes, vnd einhalt enndtscheidenn, vnd ob sie sich des spruchs nit vergleichenn mögenn, sollenn sie die zwelffe etliche Obman ernennenn, vnnd welche der Obmann bleibenn soll, das los legt, vnnd welche der Obmann bleibet, was erdiesem vertrage gemes, vor einenn zufall thut, darbey soll es enndtlich bleibenn, vnnd was erkanndt wirdet treulich volnstreckt werdenn, Ob auch etwas am siedenn der Irrung halbenn versaumbt wurde, das soll als dann nach erkenndtnus nachgesottenn vnnd wiederbracht werdenn, alles diesem vertrage gemes, ohne geferde, Vnnd nun zwischenn Hochgedachtenn Furstenn vnnd denn Pfennernn misverstanndt ann vielenn articuln, Nemblichenn des verkauffs, ziehung der Sohlenn, vereidung der Pfenner, diener vnnd anders halbenn eingefallenn, vnnd sich zugetragenn habenn, vnnd die Gesandtenn Rethe genn Allenndorff solche gebrechenn vnd misverstende in der guete nicht habenn könnenn vertragenn, noch derenn mas findenn, vnnd vf den fall sfgl. sich mit diesen wortenn verhafftet vnnd obligiret, vnnd im fall das sie des nicht vertragenn möchtenn, So sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey vonn vnnsernn Stettenn, Desgleichenn sollen sie auch drey — So ist Hochgedachter Furst dieser misverstanndt vnnd gebrechenn halbenn, Lauts vnd vermöge des artickels, vor den zwölff Räthenn, mit den Pfennernn aus vbunge vnd orterung[?] zugewartten schuldig, vnnd seindt die Pfenner der Lanndtschafft erkenndtnus hieruber zugeduldenn vnnd gewarttenn nit verhafftet, zuvorderst nach dem sich sfgl. bey furstlichenn gutenn glaubenn, wie aus dem annfange bemelts artickels offenntlichenn zuersehenn, verpflichtet, weil diese wort |: mit gutem glaubenn :| in rechtenn eynem leiblichenn eidt allennthalbenn vergleicht werdenn, vnnd gleicher wirckung vnnd effects seindt, vnd das der Jenige so etwas vermittelst seinem eide geredt, gelobt oder zugesagt, dasselbig precise zuthun, oder zuhaltenn schuldigk seye, derowegenn Ihe Hochgedachter Furst krafft dieser zusage, bey sfgl. gutem glaubenn diese ortterung ehenn[?] vnnd precise vor niemands annders, ohne nachlassenn der Pfenner, dann vor den scheidtsleutenn, Innhalts des artickels in mehrgedachtenn vertrage auszuwarttenn verbundenn, daraus auch erscheinet,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. vervortheilung — Schreibung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 643 Bl. 319r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 643

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteNach sonnderlicher vleissiger verlesung vnnd bewegunge, des bewilligtenn zugesagtenn vnnd vfgerichten vertrages, aller ergangenn hanndelung, verhörung, hin vnnd wiederschreibenn in dieser sachenn, sampt anngehefftenn fragenn, zwischenn dem durchleuchtigenn, Hochgebornenn Furstenn vnnd Herrn, Herrn Philipsen Lanndtgravenn zu Hessenn, Gravenn zu Catzennelnbogen etc. eins, Vnnd den Pfennernn des Saltzwercks zu Allendorf in Hessenn, anderstheils, wirdet kurtzlichenn, doch eines Jeglichenn bessere meinung hiermit vnbegebenn, geantwort, vnnd anfenglichenn vf die erste fragen berurter Pfenner, wirdet diese anntwort gebenn, Weil in bemeltenn vertrage, vnnder anndern dieser artickell also lautende verleibet, Vnnd zu weitter bekrefftigung dieses vertrags, So setzenn vnnd ordenn wir, vnnd verschreibenn vnnd verpflichtenn vns des bey Furstlichenn gutenn glaubenn, vor vns vnnser Erbenn, Ob sichs begebe das zwischenn vns vnnd den Pfennernn, ein misverstanndt einfiele, das will Gott vnnsert halbenn nit sein soll, Es were vmb die bezahlung, abspannung der knechte, vnnd verkauffung des Saltzes, vmb eynicherley verhinderung oder vervortheilung, die eintheil dem anndernn oder desselbigenn dienern vnnd verwandten zufugenn, oder zuzufugenn vorhettenn, Das wir vnnsere treffliche, redtliche, Gottfurchtige vnnd verstenndige Räthe, alwegenn in vierzehenn tagenn, so baldt wir des erinnert werdenn, oder vnnser Erbenn, Oder wir des vor vns noth habenn wurdenn, gein Eschwech oder Allenndorff schickenn wollenn, vnnd die dinge nach Gottlichenn billichenn dingenn, richttenn vnnd vertragenn lassenn, Vnnd darann vns nicht verhindern lassen wollenn in keinenn wege, Vnnd im fall sie des nicht vertragenn möchtenn, Da sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey aus vnnsernn Stettenn, als Marpurgk, Cassell, Eschwech, Alsfeldt, Homberg vnnd Treysa, so nit Pfenner sein, oder zum Sodenn nicht Pfantheil habenn, darzu gebenn, dieselbenn vonn stundt ann Ire pflicht daruber thun, vnnd die dinge im nechstenn Monat darnach bey Irenn pflichtenn, diesem vertrage gemes, vnd einhalt enndtscheidenn, vnd ob sie sich des spruchs nit vergleichenn mögenn, sollenn sie die zwelffe etliche Obman ernennenn, vnnd welche der Obmann bleibenn soll, das los legt, vnnd welche der Obmann bleibet, was erdiesem vertrage gemes, vor einenn zufall thut, darbey soll es enndtlich bleibenn, vnnd was erkanndt wirdet treulich volnstreckt werdenn, Ob auch etwas am siedenn der Irrung halbenn versaumbt wurde, das soll als dann nach erkenndtnus nachgesottenn vnnd wiederbracht werdenn, alles diesem vertrage gemes, ohne geferde, Vnnd nun zwischenn Hochgedachtenn Furstenn vnnd denn Pfennernn misverstanndt ann vielenn articuln, Nemblichenn des verkauffs, ziehung der Sohlenn, vereidung der Pfenner, diener vnnd anders halbenn eingefallenn, vnnd sich zugetragenn habenn, vnnd die Gesandtenn Rethe genn Allenndorff solche gebrechenn vnd misverstende in der guete nicht habenn könnenn vertragenn, noch derenn mas findenn, vnnd vf den fall sfgl. sich mit diesen wortenn verhafftet vnnd obligiret, vnnd im fall das sie des nicht vertragenn möchtenn, So sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey vonn vnnsernn Stettenn, Desgleichenn sollen sie auch drey — So ist Hochgedachter Furst dieser misverstanndt vnnd gebrechenn halbenn, Lauts vnd vermöge des artickels, vor den zwölff Räthenn, mit den Pfennernn aus vbunge vnd orterung[?] zugewartten schuldig, vnnd seindt die Pfenner der Lanndtschafft erkenndtnus hieruber zugeduldenn vnnd gewarttenn nit verhafftet, zuvorderst nach dem sich sfgl. bey furstlichenn gutenn glaubenn, wie aus dem annfange bemelts artickels offenntlichenn zuersehenn, verpflichtet, weil diese wort |: mit gutem glaubenn :| in rechtenn eynem leiblichenn eidt allennthalbenn vergleicht werdenn, vnnd gleicher wirckung vnnd effects seindt, vnd das der Jenige so etwas vermittelst seinem eide geredt, gelobt oder zugesagt, dasselbig precise zuthun, oder zuhaltenn schuldigk seye, derowegenn Ihe Hochgedachter Furst krafft dieser zusage, bey sfgl. gutem glaubenn diese ortterung ehenn[?] vnnd precise vor niemands annders, ohne nachlassenn der Pfenner, dann vor den scheidtsleutenn, Innhalts des artickels in mehrgedachtenn vertrage auszuwarttenn verbundenn, daraus auch erscheinet,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. erdie= — zusammengeschrieben, er die

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 644 Bl. 319v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 644

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteNach sonnderlicher vleissiger verlesung vnnd bewegunge, des bewilligtenn zugesagtenn vnnd vfgerichten vertrages, aller ergangenn hanndelung, verhörung, hin vnnd wiederschreibenn in dieser sachenn, sampt anngehefftenn fragenn, zwischenn dem durchleuchtigenn, Hochgebornenn Furstenn vnnd Herrn, Herrn Philipsen Lanndtgravenn zu Hessenn, Gravenn zu Catzennelnbogen etc. eins, Vnnd den Pfennernn des Saltzwercks zu Allendorf in Hessenn, anderstheils, wirdet kurtzlichenn, doch eines Jeglichenn bessere meinung hiermit vnbegebenn, geantwort, vnnd anfenglichenn vf die erste fragen berurter Pfenner, wirdet diese anntwort gebenn, Weil in bemeltenn vertrage, vnnder anndern dieser artickell also lautende verleibet, Vnnd zu weitter bekrefftigung dieses vertrags, So setzenn vnnd ordenn wir, vnnd verschreibenn vnnd verpflichtenn vns des bey Furstlichenn gutenn glaubenn, vor vns vnnser Erbenn, Ob sichs begebe das zwischenn vns vnnd den Pfennernn, ein misverstanndt einfiele, das will Gott vnnsert halbenn nit sein soll, Es were vmb die bezahlung, abspannung der knechte, vnnd verkauffung des Saltzes, vmb eynicherley verhinderung oder vervortheilung, die eintheil dem anndernn oder desselbigenn dienern vnnd verwandten zufugenn, oder zuzufugenn vorhettenn, Das wir vnnsere treffliche, redtliche, Gottfurchtige vnnd verstenndige Räthe, alwegenn in vierzehenn tagenn, so baldt wir des erinnert werdenn, oder vnnser Erbenn, Oder wir des vor vns noth habenn wurdenn, gein Eschwech oder Allenndorff schickenn wollenn, vnnd die dinge nach Gottlichenn billichenn dingenn, richttenn vnnd vertragenn lassenn, Vnnd darann vns nicht verhindern lassen wollenn in keinenn wege, Vnnd im fall sie des nicht vertragenn möchtenn, Da sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey aus vnnsernn Stettenn, als Marpurgk, Cassell, Eschwech, Alsfeldt, Homberg vnnd Treysa, so nit Pfenner sein, oder zum Sodenn nicht Pfantheil habenn, darzu gebenn, dieselbenn vonn stundt ann Ire pflicht daruber thun, vnnd die dinge im nechstenn Monat darnach bey Irenn pflichtenn, diesem vertrage gemes, vnd einhalt enndtscheidenn, vnd ob sie sich des spruchs nit vergleichenn mögenn, sollenn sie die zwelffe etliche Obman ernennenn, vnnd welche der Obmann bleibenn soll, das los legt, vnnd welche der Obmann bleibet, was erdiesem vertrage gemes, vor einenn zufall thut, darbey soll es enndtlich bleibenn, vnnd was erkanndt wirdet treulich volnstreckt werdenn, Ob auch etwas am siedenn der Irrung halbenn versaumbt wurde, das soll als dann nach erkenndtnus nachgesottenn vnnd wiederbracht werdenn, alles diesem vertrage gemes, ohne geferde, Vnnd nun zwischenn Hochgedachtenn Furstenn vnnd denn Pfennernn misverstanndt ann vielenn articuln, Nemblichenn des verkauffs, ziehung der Sohlenn, vereidung der Pfenner, diener vnnd anders halbenn eingefallenn, vnnd sich zugetragenn habenn, vnnd die Gesandtenn Rethe genn Allenndorff solche gebrechenn vnd misverstende in der guete nicht habenn könnenn vertragenn, noch derenn mas findenn, vnnd vf den fall sfgl. sich mit diesen wortenn verhafftet vnnd obligiret, vnnd im fall das sie des nicht vertragenn möchtenn, So sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey vonn vnnsernn Stettenn, Desgleichenn sollen sie auch drey — So ist Hochgedachter Furst dieser misverstanndt vnnd gebrechenn halbenn, Lauts vnd vermöge des artickels, vor den zwölff Räthenn, mit den Pfennernn aus vbunge vnd orterung1[?] zugewartten schuldig, vnnd seindt die Pfenner der Lanndtschafft erkenndtnus hieruber zugeduldenn vnnd gewarttenn nit verhafftet, zuvorderst nach dem sich sfgl. bey furstlichenn gutenn glaubenn, wie aus dem annfange bemelts artickels offenntlichenn zuersehenn, verpflichtet, weil diese wort |: mit gutem glaubenn :| in rechtenn eynem leiblichenn eidt allennthalbenn vergleicht werdenn, vnnd gleicher wirckung vnnd effects seindt, vnd das der Jenige so etwas vermittelst seinem eide geredt, gelobt oder zugesagt, dasselbig precise zuthun, oder zuhaltenn schuldigk seye, derowegenn Ihe Hochgedachter Furst krafft dieser zusage, bey sfgl. gutem glaubenn diese ortterung ehenn[?] vnnd precise vor niemands annders, ohne nachlassenn der Pfenner, dann vor den scheidtsleutenn, Innhalts des artickels in mehrgedachtenn vertrage auszuwarttenn verbundenn, daraus auch erscheinet,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. orterung — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 645 Bl. 320r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 645

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteNach sonnderlicher vleissiger verlesung vnnd bewegunge, des bewilligtenn zugesagtenn vnnd vfgerichten vertrages2, aller ergangenn hanndelung, verhörung, hin vnnd wiederschreibenn in dieser sachenn, sampt anngehefftenn fragenn, zwischenn dem durchleuchtigenn, Hochgebornenn Furstenn vnnd Herrn, Herrn Philipsen Lanndtgravenn zu Hessenn, Gravenn zu Catzennelnbogen etc. eins, Vnnd den Pfennernn des Saltzwercks zu Allendorf in Hessenn, anderstheils, wirdet kurtzlichenn, doch eines Jeglichenn bessere meinung hiermit vnbegebenn, geantwort, vnnd anfenglichenn vf die erste fragen berurter Pfenner, wirdet diese anntwort gebenn, Weil in bemeltenn vertrage, vnnder anndern dieser artickell also lautende verleibet, Vnnd zu weitter bekrefftigung dieses vertrags, So setzenn vnnd ordenn wir, vnnd verschreibenn vnnd verpflichtenn vns des bey Furstlichenn gutenn glaubenn, vor vns vnnser Erbenn, Ob sichs begebe das zwischenn vns vnnd den Pfennernn, ein misverstanndt einfiele, das will Gott vnnsert halbenn nit sein soll, Es were vmb die bezahlung, abspannung der knechte, vnnd verkauffung des Saltzes, vmb eynicherley verhinderung oder vervortheilung, die eintheil dem anndernn oder desselbigenn dienern vnnd verwandten zufugenn, oder zuzufugenn vorhettenn, Das wir vnnsere treffliche, redtliche, Gottfurchtige vnnd verstenndige Räthe, alwegenn in vierzehenn tagenn, so baldt wir des erinnert werdenn, oder vnnser Erbenn, Oder wir des vor vns noth habenn wurdenn, gein Eschwech oder Allenndorff schickenn wollenn, vnnd die dinge nach Gottlichenn billichenn dingenn, richttenn vnnd vertragenn lassenn, Vnnd darann vns nicht verhindern lassen wollenn in keinenn wege, Vnnd im fall sie des nicht vertragenn möchtenn, Da sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey aus vnnsernn Stettenn, als Marpurgk, Cassell, Eschwech, Alsfeldt, Homberg vnnd Treysa, so nit Pfenner sein, oder zum Sodenn nicht Pfantheil habenn, darzu gebenn, dieselbenn vonn stundt ann Ire pflicht daruber thun, vnnd die dinge im nechstenn Monat darnach bey Irenn pflichtenn, diesem vertrage gemes, vnd einhalt enndtscheidenn, vnd ob sie sich des spruchs nit vergleichenn mögenn, sollenn sie die zwelffe etliche Obman ernennenn, vnnd welche der Obmann bleibenn soll, das los legt, vnnd welche der Obmann bleibet, was erdiesem vertrage gemes, vor einenn zufall thut, darbey soll es enndtlich bleibenn, vnnd was erkanndt wirdet treulich volnstreckt werdenn, Ob auch etwas am siedenn der Irrung halbenn versaumbt wurde, das soll als dann nach erkenndtnus nachgesottenn vnnd wiederbracht werdenn, alles diesem vertrage gemes, ohne geferde, Vnnd nun zwischenn Hochgedachtenn Furstenn vnnd denn Pfennernn misverstanndt ann vielenn articuln, Nemblichenn des verkauffs, ziehung der Sohlenn, vereidung der Pfenner, diener vnnd anders halbenn eingefallenn, vnnd sich zugetragenn habenn, vnnd die Gesandtenn Rethe genn Allenndorff solche gebrechenn vnd misverstende in der guete nicht habenn könnenn vertragenn, noch derenn mas findenn, vnnd vf den fall sfgl. sich mit diesen wortenn verhafftet vnnd obligiret, vnnd im fall das sie des nicht vertragenn möchtenn, So sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey vonn vnnsernn Stettenn, Desgleichenn sollen sie auch drey — So ist Hochgedachter Furst dieser misverstanndt vnnd gebrechenn halbenn, Lauts vnd vermöge des artickels, vor den zwölff Räthenn, mit den Pfennernn aus vbunge vnd orterung[?] zugewartten schuldig, vnnd seindt die Pfenner der Lanndtschafft erkenndtnus hieruber zugeduldenn vnnd gewarttenn nit verhafftet, zuvorderst nach dem sich sfgl. bey furstlichenn gutenn glaubenn, wie aus dem annfange bemelts artickels offenntlichenn zuersehenn, verpflichtet, weil diese wort |: mit gutem glaubenn :| in rechtenn eynem leiblichenn eidt allennthalbenn vergleicht werdenn, vnnd gleicher wirckung vnnd effects seindt, vnd das der Jenige so etwas vermittelst seinem eide geredt, gelobt oder zugesagt, dasselbig precise zuthun, oder zuhaltenn schuldigk seye, derowegenn Ihe Hochgedachter Furst krafft dieser zusage, bey sfgl. gutem glaubenn diese ortterung ehenn1[?] vnnd precise vor niemands annders, ohne nachlassenn der Pfenner, dann vor den scheidtsleutenn, Innhalts des artickels in mehrgedachtenn vertrage auszuwarttenn verbundenn, daraus auch erscheinet,

2

das sfgl. auch nicht befugt weitter auffschub, dann der vertragk vermeldet, vnnd mitbringet, zunehmenn, Jedoch ist den Pfennernn in alweg zurathenn, das sie sich solchs vfschubs nicht beschwert, Sonnder Hochgedachtenn Furstenn darinne vnnderthenniglichenn verfolgtenn, doch mit anngeheffter protestation, das sie gleichwohl derwegen aus dem vertrage ann keinem ort schreitenn wollent, noch darmit nachgebenn, dieser gebrechenn vnnd misverstanndts halbenn, erkentnus vnnd orterung vor anderenn dann vor den scheidtsleuthenn Innhalts des vertrags zugewarttenn, Die anntwort auff die anndernn frage ereuget sich auch scheinlichenn aus bemeltem artickell des vertrages, Nemblich weil der allein verordtnet vnnd disponirt, wo misverstanndt vnnd gebrechenn des vertrags, der beholtzunge, abspannung der knechte, verkeuffung des Saltzes vnnd annders halbenn, wie darinnenn weitter verlautet, zwischenn Hochgedachtenn Furstenn vnnd Pfennern einfiele, das dieselbigenn Lauts dieses artickels, wo die guete erstunde vor den scheidtsrichternn soltenn enndtscheidenn werdenn, da auch Hochgedachter Furst die Pfenner annderer sachenn halbenn, so nicht aus diesem vertrage herfliessendt, noch sich derhalbenn vor vhrsachent, sonnder sich sonnstenn vnnder den Partheien zutrugenn, vorbemeltenn scheidtsrichternn, darvon der vertragk besaget, die Pfenner nicht zuberlagenn hette, die Pfenner auch vor Ihnenn derwegen still zustehenn, vnnd Ires abschiedt vnnd erkenndtnus zu warttenn, vnnd leidenn, mit nichte schuldigk werenndt, Nach dem dieser fall wieder in mehrgedachtenn artickell, nach einigenn anndernn dieses vertrags ausgetruckt, noch mit einigenn worttenn begriffenn, vnnd solche vnnd dergleichenn vertrege vor anlassungenn vnnd Compromissa, als eingenns rechtenns, vnnd Stricti Juris sich auff anndere felle vnnd sachenn, dann darinne offentlichenn versehenn, specificiret, vnnd mit den Buchstabenn ausgetruckt, nicht erstreckenn, noch verstanndenn, oder interprætirt werdenn könnenn oder mogenn, Hierumb dann solchenn sachenn vnd Irsalenn, so ganntz vnnd gar ausserhalb dieses vertrages zwischent den partheyenn enndtspringenndt, in versehung des gemeinenn Rechtenns, oder ordenung vnnd disposition des Heiligenn Römischenn Reichs pleibenn, Ehr vnnd zuvor auf die dritte fragenn geantwort wirdet, Ist zuerforschenn, vnnd zuerkundenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. ehenn — Lesung unsicher
  2. vertrages — Endung mit Zierstrich

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 646 Bl. 320v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 646

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedas sfgl. auch nicht befugt weitter auffschub, dann der vertragk vermeldet, vnnd mitbringet, zunehmenn, Jedoch ist den Pfennernn in alweg zurathenn, das sie sich solchs vfschubs nicht beschwert, Sonnder Hochgedachtenn Furstenn darinne vnnderthenniglichenn verfolgtenn, doch mit anngeheffter protestation, das sie gleichwohl derwegen aus dem vertrage ann keinem ort schreitenn wollent, noch darmit nachgebenn, dieser gebrechenn vnnd misverstanndts halbenn, erkentnus vnnd orterung vor anderenn dann vor den scheidtsleuthenn Innhalts des vertrags zugewarttenn, Die anntwort auff die anndernn frage ereuget sich auch scheinlichenn aus bemeltem artickell des vertrages, Nemblich weil der allein verordtnet vnnd disponirt, wo misverstanndt vnnd gebrechenn des vertrags, der beholtzunge, abspannung der knechte, verkeuffung des Saltzes vnnd annders halbenn, wie darinnenn weitter verlautet, zwischenn Hochgedachtenn Furstenn vnnd Pfennern einfiele, das dieselbigenn Lauts dieses artickels, wo die guete erstunde1 vor den scheidtsrichternn soltenn enndtscheidenn werdenn, da auch Hochgedachter Furst die Pfenner annderer sachenn halbenn, so nicht aus diesem vertrage herfliessendt, noch sich derhalbenn vor vhrsachent, sonnder sich sonnstenn vnnder den Partheien zutrugenn, vorbemeltenn scheidtsrichternn, darvon der vertragk besaget, die Pfenner nicht zuberlagenn2 hette, die Pfenner auch vor Ihnenn derwegen still zustehenn, vnnd Ires abschiedt vnnd erkenndtnus zu warttenn, vnnd leidenn, mit nichte schuldigk werenndt, Nach dem dieser fall wieder in mehrgedachtenn artickell, nach einigenn anndernn dieses vertrags ausgetruckt, noch mit einigenn worttenn begriffenn, vnnd solche vnnd dergleichenn vertrege vor anlassungenn vnnd Compromissa, als eingenns rechtenns, vnnd Stricti Juris sich auff anndere felle vnnd sachenn, dann darinne offentlichenn versehenn, specificiret, vnnd mit den Buchstabenn ausgetruckt, nicht erstreckenn, noch verstanndenn, oder interprætirt werdenn könnenn oder mogenn, Hierumb dann solchenn sachenn vnd Irsalenn, so ganntz vnnd gar ausserhalb dieses vertrages zwischent den partheyenn enndtspringenndt, in versehung des gemeinenn Rechtenns, oder ordenung vnnd disposition des Heiligenn Römischenn Reichs pleibenn, Ehr vnnd zuvor auf die dritte fragenn geantwort wirdet, Ist zuerforschenn, vnnd zuerkundenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. erstunde — evtl. entstunde
  2. zuberlagenn — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 647 Bl. 321r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 647

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedas sfgl. auch nicht befugt weitter auffschub, dann der vertragk vermeldet, vnnd mitbringet, zunehmenn, Jedoch ist den Pfennernn in alweg zurathenn, das sie sich solchs vfschubs nicht beschwert, Sonnder Hochgedachtenn Furstenn darinne vnnderthenniglichenn verfolgtenn, doch mit anngeheffter protestation, das sie gleichwohl derwegen aus dem vertrage ann keinem ort schreitenn wollent, noch darmit nachgebenn, dieser gebrechenn vnnd misverstanndts halbenn, erkentnus vnnd orterung vor anderenn dann vor den scheidtsleuthenn Innhalts des vertrags zugewarttenn, Die anntwort auff die anndernn frage ereuget sich auch scheinlichenn aus bemeltem artickell des vertrages, Nemblich weil der allein verordtnet vnnd disponirt, wo misverstanndt vnnd gebrechenn des vertrags, der beholtzunge, abspannung der knechte, verkeuffung des Saltzes vnnd annders halbenn, wie darinnenn weitter verlautet, zwischenn Hochgedachtenn Furstenn vnnd Pfennern einfiele, das dieselbigenn Lauts dieses artickels, wo die guete erstunde vor den scheidtsrichternn soltenn enndtscheidenn werdenn, da auch Hochgedachter Furst die Pfenner annderer sachenn halbenn, so nicht aus diesem vertrage herfliessendt, noch sich derhalbenn vor vhrsachent, sonnder sich sonnstenn vnnder den Partheien zutrugenn, vorbemeltenn scheidtsrichternn, darvon der vertragk besaget, die Pfenner nicht zuberlagenn hette, die Pfenner auch vor Ihnenn derwegen still zustehenn, vnnd Ires abschiedt vnnd erkenndtnus zu warttenn, vnnd leidenn, mit nichte schuldigk werenndt, Nach dem dieser fall wieder in mehrgedachtenn artickell, nach einigenn anndernn dieses vertrags ausgetruckt, noch mit einigenn worttenn begriffenn, vnnd solche vnnd dergleichenn vertrege vor anlassungenn vnnd Compromissa, als eingenns rechtenns, vnnd Stricti Juris sich auff anndere felle vnnd sachenn, dann darinne offentlichenn versehenn, specificiret, vnnd mit den Buchstabenn ausgetruckt, nicht erstreckenn, noch verstanndenn, oder interprætirt werdenn könnenn oder mogenn, Hierumb dann solchenn sachenn vnd Irsalenn, so ganntz vnnd gar ausserhalb dieses vertrages zwischent den partheyenn enndtspringenndt, in versehung des gemeinenn Rechtenns, oder ordenung vnnd disposition des Heiligenn Römischenn Reichs pleibenn, Ehr vnnd zuvor auf die dritte fragenn geantwort wirdet, Ist zuerforschenn, vnnd zuerkundenn,

2

Nach dem aus dem bericht heilliglichenn1[?] zuersehenn, das Hochgedachts Furstenn halbenn anngezeiget wordenn ist, als soltte sfgl. den vertragk zuhalttenn, oder mit zuhaltenn, vnverbundenn sein, Dieweil gemeine Pfenner das Reversal so derowegenn aufgericht, in gebürlicher zeit, nicht alle soltenn versiegelt habenn, Ob sfgl. erhorter vrsach halbenn befugt, vnnd berechtiget sein, sich aus dem vertrage zuwirckenn, vnnd also lauts vielbestimpts articuls die erkenndtnus der scheidtsrichter berurts misverstands halbenn, zu leidenn vnverbundenn sein, Darauff wirdet dieser kurtzer bestenndiger bericht gegebenn, Wo bey vnnd nebenn dem vertrage abgeredt vnnd beschlossen were, das die gemeine Pfenner das aufgerichte Reversal in berurter zeit versieglenn soltenn, vnnd solche sieglung wie sich die Partheyenn des vnnder einannder enntschlossen, vonn gemeinenn Pfennernn noch nicht geschehenn worden were, vnnd also die Pfenner den vertragk vor Ire Persen[?] noch nicht erfult, vnnd adimpliret hettenn, So könntenn sie auch Hochgedachtenn Furstenn zu haltung des vertrages weder in berurtenn artickell sich annhebennde,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. heilliglichenn — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 648 Bl. 321v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 648

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteNach dem aus dem bericht heilliglichenn[?] zuersehenn, das Hochgedachts Furstenn halbenn anngezeiget wordenn ist, als soltte sfgl. den vertragk zuhalttenn, oder mit zuhaltenn, vnverbundenn sein, Dieweil gemeine Pfenner das Reversal so derowegenn aufgericht, in gebürlicher zeit, nicht alle soltenn versiegelt habenn, Ob sfgl. erhorter vrsach halbenn befugt, vnnd berechtiget sein, sich aus dem vertrage zuwirckenn, vnnd also lauts vielbestimpts articuls die erkenndtnus der scheidtsrichter berurts misverstands halbenn, zu leidenn vnverbundenn sein, Darauff wirdet dieser kurtzer bestenndiger bericht gegebenn, Wo bey vnnd nebenn dem vertrage abgeredt vnnd beschlossen were, das die gemeine Pfenner das aufgerichte Reversal in berurter zeit versieglenn soltenn, vnnd solche sieglung wie sich die Partheyenn des vnnder einannder enntschlossen, vonn gemeinenn Pfennernn noch nicht geschehenn worden were, vnnd also die Pfenner den vertragk vor Ire Persen1[?] noch nicht erfult, vnnd adimpliret hettenn, So könntenn sie auch Hochgedachtenn Furstenn zu haltung des vertrages weder in berurtenn artickell sich annhebennde,

2

vnnd zu weitter bekrefftigung dieses vertrages, noch anndernn bestenndiglichenn, vnnd cum effectu nicht dringenn noch zwingenn, Wo [übergeschrieben: aber] sfgl. halbenn wieder sie die Pfenner furgewanndt vnnd opponirt wurde, das Ihnenn kein bestenndige annforderung nacht2 recht, wieder sfgl. dieses vertrags halbenn geburte, nach gebürenn möchte, weil sie demselbigenn vor Irem theil auch nit erfüllet hettenn, Sonnder fürter hier [gestrichen: fe] stat diese gemeine Regell, wer nicht helt, dem darf mann wiederumb auch nicht haltenn,

3

Et quod non seruanti fidem fides non seruetur, et quod quis non possit agere ex contractu nisi ipse prius huiusmodi contractum pro parte sua adimpleuerit Wann aber gleichwohl die Pfenner die sieglung nachmals thun woltenn, vnnd die wircklichenn vnnd cum effectu thetenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Persen — Endung undeutlich
  2. nacht — so geschrieben, wohl nach

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 649 Bl. 322r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 649

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteEt quod non seruanti fidem fides non seruetur, et quod quis non possit agere ex contractu nisi ipse prius huiusmodi contractum pro parte sua adimpleuerit Wann aber gleichwohl die Pfenner die sieglung nachmals thun woltenn, vnnd die wircklichenn vnnd cum effectu thetenn,

2

vnnd also aus dem Vertrage nit schrittenn, vnnd fur Ire Personn erfülletenn, vnnd adimplirten, wie die dann thun möchtenn, So were auch Hochgedachter Furst dem vertrage allennthalbenn gemes zugelebenn, nachzusetzenn, vnnd also auch vor sfgl.

3

Personn zuerfüllenn, vnd adimpliren verbundenn, Nach dem der Jenig so wieder einenn vertragk oder anndern Contract gehanndelt, vnnd zuenndtgegenn gelebt, wiederumb vermöge der recht schreitenn kann vnnd magk, Vielviel mehr in dieser sach Hochgedachter Furst den vertragk, vnangesehenn, was sfgl. darwieder das Reuers vnnd annders halbenn aufgebracht, zuhaltenn schuldigk, Weil dieses Reuers nit mit einem einigenn wortte im vertrage gedacht, auch in der hanndelunge, vnnd ehr vnnd zuuor der vertragk vonn beidenn beidenn theilenn abgeredt vnnd beschlossenn,

4

nit erwehnet wordenn, vnnd ist also dieser Reuers nit ein artickell oder Punct des vertrags, sonder aller erst als der vertragk bewilligt, der Reuers vf die bahn kommenn, zu dem ist der Reuers auch vonn allenn denen die sfgl. darin gesetzt,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Viel= — Wortende abgekürzt, Dittographie

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 650 Bl. 322v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 650

1

Fortsetzung von der vorigen Seitenit erwehnet wordenn, vnnd ist also dieser Reuers nit ein artickell oder Punct des vertrags, sonder aller erst als der vertragk bewilligt, der Reuers vf die bahn kommenn, zu dem ist der Reuers auch vonn allenn denen die sfgl. darin gesetzt,

2

das sie den versiegletenn1, versieglet wordenn, ausgenommenn zweyenn Edelleutenn, die magk sfgl. diesenn zudringenn, Vnnd ist also sfgl. diesenn vertragk, den sfgl. mit eigener hanndt vnderschriebenn, vnnd sfgl.

3

Secret darauff wissenntlichenn truckenn lassenn zuhaltenn, vnd allen seinenn Punctenn zugelebenn verhafft, Weil auch der Oberste furst als Kaiserliche Maiestat Ire vertrege vnnd Contract, weil die Juris gentium seindt, darvonn auch Ire Mayt. nicht befreyet, zuhaltenn verplicht, Welches alles auch hierin diesem fall offenntlichenn gesterckt, bekrefftiget vnnd fortificirt wirdet, das vielgedachter vertragk, ohne allenn annhanng, vnderscheidt condition vnnd modo vonn Partheyenn bewilliget, vnd anngenommenn ist, vnnd nicht mit diesem vnnderscheide, annhanng, condition oder modo,

4

wo oder wann dieser Reuers vonn den Pfennernn versieglet wurde, Hieraus nun auch anntwort auf die dritte fragenn endtscheinent, Nemblichenn vnnd also, wo die Pfenner dem vertrage allennthalbenn gemes hanndtlenn, vnd den fur Irenn theil erfullenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. den versiegletenn — Wortfolge undeutlich

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 651 Bl. 323r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 651

1

Fortsetzung von der vorigen Seitewo oder wann dieser Reuers vonn den Pfennernn versieglet wurde, Hieraus nun auch anntwort auf die dritte fragenn endtscheinent, Nemblichenn vnnd also, wo die Pfenner dem vertrage allennthalbenn gemes hanndtlenn, vnd den fur Irenn theil erfullenn,

2

vnnd adimpliren, vnnd sich doch Hochgedachter Furst zu erfüllunge des vertrags in diesem oder anndernn artickelnn wiedersetzig zumachenn, vnderstehenn, So mochttenn die Pfenner s.fgl. dieser beschwerung halbenn, vnnd zuhaltung des bewilligtenn versiegletenn vnnd vfgerichtenn vertrags verm1 Kays:

3

Cammergericht, rechtiglichenn berlagenn2, vnnd gehöret, dieser fall nach seiner gelegennheit, als zwischent Hochgedachtem Furstenn, vnnd sfgl. vnderthanenn Burgernn vnnd anndernn ausserhalb Lanndts gesessenn, nicht vor sfgl Rethe, Lauts des Reichs Ordenung zurechtfertigenn Die klage soll fur den niedergesatztenn scheidtsfreundenn dermassenn wie aus beyliegennder Copey mit A. bezeichnet, zubefindenn, vorgebracht werdenn, daraus dann anntwort auf die viertenfrage erscheinet, Auff die funffte frage wirdt dieser bericht kurtzlichen gegebenn, Weil vermöge der recht Auscultirte Copien nicht beweisenn, es abcopiere dann der Notarius das Instrument so es selber gemacht, So ist den Pfennernn in allweg zurathenn, das sie Ire Priuilegien Contract vnnd ordtnungenn, bey einer ehrlichenn Namhafftenn Stadt Vidimiren lassenn, also vnnd derogestalt, das die Pfenner durch Ire geschicktenn dem Rathe derselbigenn Stadt Ire Priuilegien vberanntworten lassenn, Mitt vleissiger bitt desselbigenn gleichenn zuuerlesenn, zubewegenn, vnnd sampt dem siegell darann zubesichtigenn, vnnd Ihnenn vnder Irer Stadt Siegell kundtschafft zugebenn, das sie solche Ire Priuilegien Contract vnnd ordnungenn, In Irenn Originalien vnnd siegeln vnuersehret, vnradirt vnnd vncancellirt verlesenn vnnd gesehenn habenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. verm — wohl vorm
  2. berlagenn — so geschrieben

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 652 Bl. 323v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 652

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteCammergericht, rechtiglichenn berlagenn, vnnd gehöret, dieser fall nach seiner gelegennheit, als zwischent Hochgedachtem Furstenn, vnnd sfgl. vnderthanenn Burgernn vnnd anndernn ausserhalb Lanndts gesessenn, nicht vor sfgl Rethe, Lauts des Reichs Ordenung zurechtfertigenn Die klage soll fur den niedergesatztenn scheidtsfreundenn dermassenn wie aus beyliegennder Copey mit A. bezeichnet, zubefindenn, vorgebracht werdenn, daraus dann anntwort auf die viertenfrage erscheinet, Auff die funffte frage wirdt dieser bericht kurtzlichen gegebenn, Weil vermöge der recht Auscultirte Copien nicht beweisenn, es abcopiere dann der Notarius das Instrument so es selber gemacht, So ist den Pfennernn in allweg zurathenn, das sie Ire Priuilegien Contract vnnd ordtnungenn, bey einer ehrlichenn Namhafftenn Stadt Vidimiren lassenn, also vnnd derogestalt, das die Pfenner durch Ire geschicktenn dem Rathe derselbigenn Stadt Ire Priuilegien vberanntworten lassenn, Mitt vleissiger bitt desselbigenn gleichenn zuuerlesenn, zubewegenn, vnnd sampt dem siegell darann zubesichtigenn, vnnd Ihnenn vnder Irer Stadt Siegell kundtschafft zugebenn, das sie solche Ire Priuilegien Contract vnnd ordnungenn, In Irenn Originalien vnnd siegeln vnuersehret, vnradirt vnnd vncancellirt verlesenn vnnd gesehenn habenn,

2

vnnd das solcher Irer priuilegien Innhalt vnnd tenor von wort zu wort in solche des Raths Vidimirte kundtschafft gebracht werdenn, Wie dann die Stadtschreiber solcher namhaffte Stedte, die form solcher Vidimirung wohl wissenn, Welchenn Vidimussen vermoge der recht nicht weniger glaube gebenn wirdet, dann den Originalien, Antwort auff die sechstenn frage, Wo gleich etzlicher Pfenner knechte mit Irem wissenn vnd willen, dem Furstenn das vbrige vnnd liegenndt bleibennde Saltz vmb vier guldenn vnnd zweenn thaler gebenn, da es Itzundt der fuhr vnnd Lademann vmb vier thaler vnnd zwen guldenn bezahlenn muß,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 653 Bl. 324r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 653

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd das solcher Irer priuilegien Innhalt vnnd tenor von wort zu wort in solche des Raths Vidimirte kundtschafft gebracht werdenn, Wie dann die Stadtschreiber solcher namhaffte Stedte, die form solcher Vidimirung wohl wissenn, Welchenn Vidimussen vermoge der recht nicht weniger glaube gebenn wirdet, dann den Originalien, Antwort auff die sechstenn frage, Wo gleich etzlicher Pfenner knechte mit Irem wissenn vnd willen, dem Furstenn das vbrige vnnd liegenndt bleibennde Saltz vmb vier guldenn vnnd zweenn thaler gebenn, da es Itzundt der fuhr vnnd Lademann vmb vier thaler vnnd zwen guldenn bezahlenn muß,

2

— So könnte es demnach den Pfennernn ann dem vfgerichtenn vertrage keinen nachtheil, abbruch oder krenckung bringenn, oder geberenn, doch ist es am aller sicherstenn, das die Pfenner hieruber protestirent, Nemblichenn, das Inen nicht enndtgegenn were, das etzliche knechte, Hochgedachtenn Furstenn das Saltz dermassenn gebenn,

3

Sie woltenn aber hiermit herlichenn1 solenniter protestirt habenn, das sie durch diese nachlassung vnnd bewilligung, aus dem vfgerichtenn bewilligtenn vertrage in keinem Punct oder articull geschrittenn habenn woltenn, Vnnd das sie Ihnenn vber diese protestation ein offenntlich instrument machenn liessenn, Superabundans enim Cautela nemini nocet.

4

Vnnd beschliesslichenn vnnd enndtlichenn, So wirdt weitter dieser bericht auff das mündtlich vorhaltenn gegebenn, Nemblich, Wo Hochgedachter Furst den bewilligtenn vnnd vfgerichtenn vertragk, mit niedersetzung der scheidtsrichter, auch des furkauffs des Saltzes vnnd annder artickell halbenn, enndtlichenn zuhaltenn nicht bedacht were, So werenn auch die Pfenner denselbenn zuhalten nicht verbundenn, sondernn diese sache quem[?] wieder in den stanndt vnnd wirde,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. herlichenn — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 654 Bl. 324v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 654

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnd beschliesslichenn vnnd enndtlichenn, So wirdt weitter dieser bericht auff das mündtlich vorhaltenn gegebenn, Nemblich, Wo Hochgedachter Furst den bewilligtenn vnnd vfgerichtenn vertragk, mit niedersetzung der scheidtsrichter, auch des furkauffs des Saltzes vnnd annder artickell halbenn, enndtlichenn zuhaltenn nicht bedacht were, So werenn auch die Pfenner denselbenn zuhalten nicht verbundenn, sondernn diese sache quem1[?] wieder in den stanndt vnnd wirde,

2

wie sie vor aufrichtung dieses vertrags gewesenn, vnnd gestanndenn, also das sich die Pfenner, der altenn Furstlichenn Priuilegienn vnnd begnadungenn vermöge der recht gebrauchenn mochtenn, wie zuuor, Es wolte aber den Pfennernn schwer,

3

Ja fast vnmuglich vorfallenn, wiederumb die sach dahin zubringenn, vnnd Hochgedachtenn Furstenn, aus erlangter gewehr vnnd Besitz des Saltzsiedenns vnnd verkauffenns zusetzenn, Darumb dieser wegk, keins wegs zurathenn,

Unsichere Lesungen

  1. quem — wohl queme (käme)

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

IV · 4. Buch · Band 1

Die Salzordnungen

Das vierte Buch · 334 Seiten · Aufbau des Werks

HandschriftS. 729 Bl. 362r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 729

1

Das Vierdte Buch Ordnung vnnd Regierung des Saltzwercks zun Sodenn vor Allenndorff am der Werra1, in vffrichtung vnnd annfanng2 der location Anno Domini 1541 verkundigt vnnd Zuhaltenn gebottenn, daselbst zun Sodenn durch den Herrnn Stadthalter zu Cassell am Mitwochenn nach Trinitatis . Nota Diese Ordenung vnnd Gebott seindt Zuuor Anno Domini 1538 Jubilate von beider vnnsers G. F. vnd Hern, vnnd der pfenner wegenn in der Pfarkirchenn zun Sodenn verkundigt.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 4: am der Werra — so, nicht 'an'
  2. Z. 5: annfanng — Kürzel/Nasalstrich

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 730 Bl. 362v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 730

1

Das Vierdte Buch Ordenung Welcher gestalt vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn Saltzwerck zun Sodenn dieser Zeitt bestelt, derselbenn Soderknechte vnnd gesinde Regirt werdenn sollenn, Damit sie friedtlich beÿeinannder wohnenn vnnd lebenn, vnnd welcher gestalt die diener vnd knechte, auch das gesinde, sich haltenn sollenn, in Jrer arbeit vnnd hanndtlunge, Darmit ffgl. Jres guts daselbst am bestenn gebrauchenn, vnnd den Pfennernn Jre gedingte Pension Jerlichs entrichtenn mögenn, Zu Allenndorff Anno Domini 1541. durch Henrich Muldenernn1[?], Jostenn Beckernn vom Hombergk2 Beuelchhabernn, vnd Johann Barthelmes Renndtmeisternn daselbst vffgericht vnnd verkundigt, Erstlich sollenn alle Sodermeister, Affterknechte vnnd alle die Jehnenn, so vff dem ganntzenn Saltzwerck vnnd Bodenn arbeitenn ffgl. nebenn vnnd vber die Erbhuldung Eidthafftigk sein, Zum anndernn hat ffgl. Jre Beuelchhaber, Renndtmeister, Saltzwarth, Holtzvogt, vnnd Schultheis verordenet, die gelobt vnnd geschworenn sein, das sie beiderseits Saltzwerck knechte vnnd gesinde, vermuge vnnd Innhalt F. G.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 11: Muldenernn — Name, u mit Haken; evtl. Mildener
  2. Z. 12: Hombergk — Endung -gk oder -ge

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 731 Bl. 363r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 731

1

Das Vierdte Buch beuelch vnnd vfgerichtter Location, auch Itziger vnnd kunftiger ordenungenn der f. gl. sich Jederzeit enndtschliessenn werdenn, getreulich regirenn, vnnd vleissigk auffsehen habenn sollenn vnnd wollenn, vnnd ob einer oder mehr Saltzknechte vnnd gesinde, beidt der neuwenn vnnd altenn seittenn, Jegenn die Ordenungenn gebottenn vnnd verbottenn, hanndelnn, vnnd sich in straff vnnd bus verwirkenn wurdenn, die sollenn f. gl. gefallenn sein, vnnd inalwege die bus auch f. gl. allein vnnd sonnst niemanndts annderenn zustehenn, Sein f. gl. will auch das alle Söder1 vnnd knechte in den bodenn sitzenn vnnd wohnenn sollenn, auch der Stadt Allenndorff nichts mehr oder weniger thun, mit geschos vnnd allenn annderenn dingenn, dann wie vonn alters herkommenn, Warttenn ampter sein vonn wegenn seiner f. gl. also verordenet, vnnd bestelt, das Christoffer Hombergk, Saltzwardt, alle werck vf beiderseittenn, so Jede wochen gesottenn, vleissigk, klar vnnd eigenntlich verzeichnen, vnnd als ein Jegennschreiber Jegenn dem Renndtmeister hochgedachtem vnnserm gnedigenn herrnn verrechnen,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: Söder — Umlautzeichen undeutlich

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 732 Bl. 363v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 732

1

Das Vierdte Buch So soll der Pfarher herr Johann Leynebach[?]1 genandts Saltzwarttenn Jegenn Wartte sein, vnnd alle wercke vor sich vfschreibenn vnnd verzeichnenn, zu dem soll Heinckell[?]2 Schlim, des zols vnnd der Schatzheller halbenn, auch alle wercke eigenntlich verzeichnenn, vnd dauonn rechnung thun, Furtter soll berurter Ober Saltzwartte Christoffer Jederzeit nach gelegennheit ernnstlich annhaltenn, das die knechte fur vnnd fur siedenn, vnnd sonnder redtlich vhrsach kein werck verseumenn, vnnd soll kein wonung in denn Bodenn habenn, So soll der Renndtmeister alles vffgeschuttet vnnd gepackt salz in Tonnenn in sein Rechnung nehmenn, des Jars vonn seiner Innahme, vnnd außgabe zweymahl rechnung thun, aber die bezahlung vor das vfgeschutte salz soll der Renndtmeister vff sein Christoffers als Jegennschreibers zettell enndtrichtenn, alles wie derwegenn ein sonnder gestelte Ordenung das außweist, vnnd Innenn helt, vnnd wenn mann vonn dem Bodenn fact[?]3 oder verkaufft, sollenn die verwalter der dreyer schlussell alle drey darbey sein, vnnd liefferung thun,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: Leynebach[?] — Anfangsbuchstabe L/R unklar
  2. Z. 5: Heinckell[?] — Vorname, ck/rk unklar
  3. Z. 21: fact[?] — fact oder fast

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 733 Bl. 364r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 733

1

Das Vierdte Buch vnnd keiner ann den ann denn anndernn darauff gehen, Damit der abgang ohne verdacht gemerckt werde, wie dann solches ein sonndere Ordenung außweist, Vnnd soll alles Saltz so mann packenn will, in einem Jedenn bodenn, durch die gemachtenn Röste1 bey seins der hernach darzu benenntenn Schetzer gemessenn Inn secke gethann, vnnd durch die Schetzer mit den darzu gemachten sigill versiegelt werdenn, darnach solch saltz Inn seckenn versiegelt, vnargwönig in die packenn heuser geliefert werdenn, vnnd furter auch durch durch die Bodinker[?]2, beysein des Saltzwarttenn, vnnd vf seinenn beuelch obanngeregter schetzer Inn Tonnenn gethann, zugeschlagenn, vnnd furter gebranndt werdenn, Welchs alles der Rendtmeister verrechnen, vnnd Christoffer der Jegennschreyber Jegenn Ihnenn auch verzeichnet Jederzeit vbergeben soll, Darnebenn so sollenn vonn wegenn f. gl. acht Schetzer geordnet werdenn, die alle werck besichtigenn vnd bescheidenn sollenn, vor welche Bodenn der fuhrmann fahrenn, vnnd Saltz ladenn könne, vnnd das sie darbey sein, das die Söder recht mas gebenn, nemblich das geordente vnnd

Unsichere Lesungen

  1. Z. 6: Röste — Umlaut undeutlich
  2. Z. 11: Bodinker[?] — k/g unklar

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 734 Bl. 364v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 734

1

Das Vierdte Buch verzeichnete Saltzmas, auch nit mehr dann Ime geburt vnnd zustehenn, Welcher Söder darinnenn bruchfelligk wurde zu wenig saltzes gebe, oder zuuiel geldts nehme, oder sein Haußfraw vnnd gesinde gefehrlich nehmen liessen, das der oder dieselbenn am leibe darumb gestrafft werdenn, Zum Sechstenn Ist auch fur gut anngesehenn, das ohne not sey, das ein Jeder Söder, sonnder Ladegeste habe, außgescheidenn mit den Aschenn, da magk mann es geschehen lassenn, Sonndernn wann der fuhrmann kömpt, das er vom Schetzernn gewiesenn werde, wo er laden solle, es were dann, das er zuuor sein Ladung bestellet hette, die soll der fuhrmann zu ladenn schuldigk sein, welcher meister aber daruber dem Ladegast Ledt, der soll darumb gestrafft werdenn, Darnebenn sollenn zwenn aus den obberurtenn acht schetzernn, Nemblich N. vnd N. auch vf das Saltzpackenn vnd vfschuttenn warten, Item ein Jeder Söder soll bey ehrenn vnnd Eidenn, auch bey der höchstenn straffe kein Samß[?]1 oder Saltz aus den Bodenn tragenn, oder tragenn lassenn, vergebenn oder verschenckenn, Inn sein oder eins anndern haus, oder

Unsichere Lesungen

  1. Z. 20: Samß[?] — Wortende unklar

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 735 Bl. 365r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 735

1

Das Vierdte Buch dauonn etwas verkauffenn, bey Gemsenn, achteln, oder halbenn achtelnn, es sey dann das saltz, wie hernach volgt, verkaufft werde, Inn bey sein der Schetzer, So mag er es dem der es verkaufft hat, helffenn ladenn, außgescheiden einem Burger in Allenndorff, magk mann ein achtteill ann Gemsenn verkauffenn, mit wissenn der Schetzer, die es auch also verzeichnenn sollenn, darmit der Soder kein list darinne prauchenn möge, Item Wann der Söder gesottenn hat, so soll er sein saltz stehenn lassenn, vnnd das nit vertragenn, sonndernn nach den schetzernn schickenn, die sollenn dasselb bey Irenn eydenn schetzenn vnnd besichtigenn, vnnd also kein meister ladenn, der schetzer sey dann darbey gewest, Dunckt dann den Schetzer, das er vber die acht achtteill, welch ein rechte volkommene Pfanne sein soll, were es sich dan nider — fundenn1 hat, habenn, So soll mann Ime sagenn, er solle nichts darzu thun, es sey dann gemessenn, er habe vbrigk, aber mit willenn soll keiner mit vbrigk siedenn, bey der hochstenn straffe, Vnnd wenn das Saltz soll verkaufft werdenn, so sollenn alwege die schetzer bey dem meistern sein, vnnd keinen

Unsichere Lesungen

  1. Z. 17: nider — fundenn — Lücke nach Gedankenstrich

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 736 Bl. 365v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 736

1

Das Vierdte Buch frembdenn oder kernernn1 ohnn Ire beysein geladenn werdenn, vnnd so ein ganntz oder halb achtteil vbrigk ist, So soll der Söder ein halb mas Saltz Im vorrath zubehalttenn, durch die Schetzer zugelassenn werdenn, ob Ime hernach am anndernn wercke etwann mangeln wurde, damit zuerfullenn, vnnd soll dann das annder vbrige alles wiederumb in die Pfanne zum vorrath gethann, vnnd zur beisse gebraucht werdenn, vnnd sonnst bey hochster straff durch den Soder nicht verkaufft, oder verthann werdenn, Hette aber der Soder weniger, So soll der fuhrmann auch wenig geldts gebenn, Es were dann das der Söder das erfullete mit saltze vermalttenn2 saltze, das er bey sich hette, doch soll der Söder dem Herrenn, Wann er gleich zu klein gesottenn hatt, seine volle winnung gebenn, Es soll auch ein Jeder meister zu 22. mahlen abstossenn, oder zum wenigstenn 21. mahl, vnd nit ladenn, das werck sey dann reide, vnnd das keiner auch das saltz theurer, oder baßfeiler gebe, dann es gesagt ist, bey drey guldenn bus, Item Es soll alles Saltz das aus den Bodenn verkaufft

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: kernernn — Lesung unsicher
  2. Z. 13: vermalttenn — Wortgrenze unklar

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 737 Bl. 366r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 737

1

Das Vierdte Buch wirdt, gemessenn werdenn, vnnd ob gleich der Söder vnd der Kerner des einig werenn, das es nit solte gemessen werdenn, So soll es gleichwohl geschehenn, darmit der Herre, das im recht geschehe wissenn, möge, desgleichenn soll kein ladung bey der nacht geschehenn, bey verlust des Saltzes, Vnnd demnach sollenn die Pfannenn ein mas habenn, vnd sollenn die Bodenn starck gehaltenn, vnnd darauff gericht werdenn, das der Söder nicht viel mehr oder weniger dann die acht achtenntheil außbringenn möge, vnnd welcher Söder sein Bodenn nicht starck helt, soll darumb ernnstlich gestrafft werdenn, Item welcher afterknecht in Bodenn wohnet, nicht dienenn noch arbeitenn will, dem soll mann vonn stundt aus den Bodenn gebietenn, doch so baldt die Bodenn bestelt sein, Item es soll kein Söder vf ein mahl minder verkauffenn, dann ein achteil, vnnd kein saltz ann eintzeln Gemsen, damit der Kerner oder fuhrman nicht möge betrogen werden, Item Sollenn die Massenn, so darzu als bottenn1 gemacht sein, die mann abstreichet, welcher sechzehen vff acht

Unsichere Lesungen

  1. Z. 21: bottenn — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 738 Bl. 366v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 738

1

Das Vierdte Buch achtteill Saltz gehenn, vnnd die vnnsers gnedigenn Hernn vnnd der Pfenner Wappenn vnnd zeichenn haben sollenn, pleibenn, vnnd soll die Botte obenn einenn steg habenn, abzustreichenn, vnnd welcher Soder den steg abreisset, oder aus einem Mas das keinenn steg hat, Saltz vermesset, der oder die sollenn am leibe gestrafft werdenn, Item einem Jedenn Burger zu Allenndorff ist auch zugelassenn, wie vonn alters hero das er ein achtenntheil saltz kauffenn magk, vnnd das wiederumb in seinem Hause, ann eintzelnn gemsenn zuuerkauffenn macht habenn, doch das er damit keinenn geuerlichenn vffschlagk mache, nach erkenntnus vnnsers gnedigenn Herrnn Schultheissen vnnd des Raths, vnnd das solchs alwege mit wissenn der Schetzer geschehe, wie obgemelt, die es auch annschreiben sollenn, damit die Söder darinnenn keinen list prauch[?]1 mögenn, Wo aber das erkenndtnus vbertrettenn, vnd die Gemse theurer verkaufft wurdenn, soll der oder dieselbenn, in vnnsers gnedigenn Herrnn straff gefallenn sein, Alttem gebrauch nach sollenn die Itzigenn acht Schosser

Unsichere Lesungen

  1. Z. 17: prauch[?] — Kürzungsstrich am Wortende

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 739 Bl. 367r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 739

1

Das Vierdte Buch zum Bodenn, Inn Irenn Eidenn vnnd Pflichtenn, wie herkommenn bleibenn, Ist der aber etliche verstorbenn, so sollenn alwege anndere ann Ire Stadt geordenet werdenn, Ist es auch das etlicher mit seiner hanndelunge nicht redtlich erfundenn wurde, darvor soll mann einenn anndernn verordenenn, vnnd doch solches zum bestenn verfugenn, die sollenn auch mit der Stadt vmb Ir geschos vberkommenn, wie das bisher gewesenn, zugebenn, halb fur Weinachtenn, vnnd halb fur Jacobs tagk, in der Erndte, vnnd thut rechnung noth vonn Irem Geschos, die sollenn sie thun, wann mann die vonn Ihnenn fordert, vber ein Jar zwey oder drey eins, vnnd findet sich was vbrigk in Irem Geschos, darvor sollenn sie mit zeugenn, Buchssenn, armbrosten, vnd Pfeil, vnnd sollenn die ampt knecht Ihnenn zu bezahlung furderlich verhelffenn, Es sollenn auch die Schosser vor das Geschos zulebenn[?]1 pflichtig sein, Es soll auch der Schultheis vff das forstampt sehenn, vnd Ihme das ernnstlich beuohlenn sein lassenn, Es sollenn auch die Schetzer herfur gehenn, die das saltz besehenn, sollenn die Schetzer die dann gesetzt werdenn, die sollen

Unsichere Lesungen

  1. Z. 17: zulebenn[?] — e/o unklar

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 740 Bl. 367v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 740

1

Das Vierdte Buch gelobenn vnnd schwerenn, das sie das bewarenn, vnd zusehenn wollenn, als diese ordenung außweist, vnnd Ihnen Ire Seele vnnd ehre lieb sey, So sollenn sie dann vffrichtenn Ire finger, vnnd nachgesetztenn eidt lobenn vnd schwerenn, desgleichenn sollenn dann die Beseher der busse auch Ire gelubte vnnd Eide als die schetzer thun, Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeut, das hier zum Soden, niemanndt wein oder Bier schennckenn soll, oder fas biers, Tonnenn, virtell fas noch kegelein hierein habenn soll, Es sey zu Ir kirchweyhe, oder sonnst, außgescheidenn zun Hochzeitenn, mögenn sie vonn einer vesper zeit, biß anndernn vesper zeit, Bier zu ihrenn ehrenn habenn, Sonder zu ihrer kirmes, sollenn oder mögenn sie, souiel biers Ihnenn fuglich ist Inn Imselnn[?]1 oder kannenn, vnnd nicht in Tegelnn, Tonnenn oder fassenn holenn, oder holenn lassenn, bey der höchstenn wethe, Je vonn der Tonnenn, vnnd so fort nach anntzahl die fasse zurechnenn, er thue dann solches mit seiner f. gl. Saltzgreuenn vnd Renndtmeister furwissenn vnnd erlaubnus, doch da solchs Jemanndts erlaubt wurde, der oder die sollenn ganntz kein Gelage oder zeche setzenn, bey verlust des tranncks, Vnnsers gnedigenn Herrnn meinung ist, das kein Söder

Unsichere Lesungen

  1. Z. 15: Imselnn[?] — Gefäßname, Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 741 Bl. 368r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 741

1

Das Vierdte Buch Erbe oder gut vor Allenndorff, oder Hausunge in der Stadt Allenndorff keuffenn soll, er sey dann ein Burger daselbst, vnnd dar wohne, bey der hochstenn wete, Wer auch den anndernn ein acht vnnd zwanntziger, oder ein verrether heisset, oder das fallubell1, oder sonnst annders flucht, der soll versprochenn habenn, die hochste wete, Vnnser gnediger Furst vnnd Herr gebeut, Welchem Burger oder Boder sein holz oder wellenn genommenn wirdt, kome der das holz oder wellenn ann, vor den Thorenn auff wagenn, auff Eselnn in den Bodenn, oder wo ers anndere, der mags annsprechenn, vor das seine, vnnd soll darumb ohne schadenn vnnd fordterung bleibenn, Kompt der Jehne aber, der das holz oder wellenn gefurt, oder bracht[gestrichen: lt]2 hat, vnnd will das verantworttenn, der soll das zubringen[?]3, als ein recht ist, Das er das gemacht oder redtlichenn darbracht habe, oder soll beweisenn mit der Stette, da er es gehauenn hat, thut er das nicht, So mag er dem das holz oder wellenn enndtfurt ist, behaltenn fur das seine, vnnd der Schultheis vnnd Rethe wollenn dann denselben, der solchenn vbergriff gethann hat, nach geburr busenn, were es auch das der Jene, der so anngesprochenn, vnnd anngefallenn wirdet, das holz oder wellenn redtlich enndthielt

Unsichere Lesungen

  1. Z. 6: fallubell — Wortgrenze unklar
  2. Z. 14: bracht[gestrichen: lt] — Streichung am Wortende
  3. Z. 15: zubringen[?] — Endung gekürzt

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 742 Bl. 368v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 742

1

Das Vierdte Buch so verklaret ist, doch so soll er keinenn anspruch oder forderung habenn oder thun, ann dem der in anngesprochen, oder anngefallenn hat, Wer auch Wellennholz nieder hewet in der gemeine zu rechter wessiger[?]1 zeitt, der soll es vfbindenn in einem virtell Jars, Lest er es dann lennger liegenn, So mag es vfbindenn wer da will, vor gemeine, Vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn gebott ist, wer da Gennse hat hier zum Sodenn, soll sie behauenn einen flugell halb ab, das sie nit gefliegenn mögenn vom stundt, vnnd sie ziehenn, ohnn seines nachbarnn schadenn, Bey weme manndts nit so findet, der soll das bussenn vonn Jeder Ganns einenn Böhmischenn, halb vnnserm gnedigk Herrnn vnnd halb der Stadt, Funde sie aber Jemands in seinem schadenn, vnnd schluge sie todt, vf wachhaffti[?]gem felde, der soll darzu nichts anntwortenn, Wann Osternn vergangenn sein, was Gennse dann vngehudt gehenn, Wer darann schadenn thut, der soll niemanndts darzu anntworttenn, vnnd soll das verbussenn, Als dann vonn Jeder ganns — 3 pf.[?]3 Furtter gebeut vnnser gnediger furst vnnd Herr, wes

Unsichere Lesungen

  1. Z. 6: wessiger[?] — Anfangsbuchstabe unklar
  2. Z. 16: wachhaffti[?]= — ch/gk unklar
  3. Z. 21: 3 pf.[?] — Kürzel, wohl Pfennig

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 743 Bl. 369r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 743

1

Das Vierdte Buch des abenndts in vnzimblichenn sachenn, mit werffenn vnd ruffenn, die leute zuerfehrenn1 vnnd zuweckenn, den leutenn Ire fennster vnnd thuer zuschlagenn, vnnd wagenn vmbzuwerffenn, fundenn werdenn, oder den leutenn sonst zu heusernn, Gassenn, Garttenn, vnnd vf dem felde schadenn thun, oder thun lest, der soll das verbussenn, mit der höchstenn busse, vnnd soll darzu vier wochenn aus den Boden getriebenn werdenn, vnnd ginge er daruber wieder ein, so solt mann denselbenn vier wochenn in hafft setzenn, vnd auch die zeit aus darinnenn sitzenn lassenn, Item der dreck soll außgefurt werdenn nach geheis des Renndtmeisters vnnd Warttenn bey einem Pfunde, Wer den anndernn wundet der zum Bodenn vf dem Saltzwerck wohnet, er sey Meisterknecht, Giesser oder afterknecht, knuchels lanng, Nemblich als lanng als der mittelst knuchell am mittelstenn finger ist, vnd nagels tieff, Wann nur ein Wunde der zweyer eins hat, der soll reumenn, die Bodenn vnnd die Stadt Allenndorff ein Jar lanng vnnd Ire feldtmarckt, vnnd wer Jarmarckt verbricht, soll die Busenn den feldtmarckt dennoch halttenn, so dicke er die verbricht, soll er vonn newes annheben, Ime

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: zuerfehrenn — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 744 Bl. 369v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 744

1

Das Vierdte Buch. soll auch keine gnade geschehenn, Es seÿ Vatter mutter, brueder, Schwester, oder kinder betreffenn, sein Jar seÿ vor voll gehaltenn vnnd nit annders, Wer auch dem anndernn todt schlegt zun Bodenn Inmassenn Izt hieuor berurt ist, der soll reumenn Hundert Jar vnd einenn tagk, in der zeit magk er keine gnade findenn, wirdt er aber begriffenn, soll mann Ime sein recht thun, was recht sein wirdet, Item. Wer auch ohne laube seudet, oder sonnder geheis, der soll sein lohnn verlierenn, Nemblich ein Pfundt Pfennige, vnnd vnnserm gnedigenn Herrnn soll das werck gefallenn, Wers auch das der kauffmann oder kermer Jemanndts sein salz hinwegk fuerete, oder truge, Wann der als dann wieder keme Inn die Bodenn, den oder die sollenn vnnd mögenn vnnsers gnedigenn Herrnn diener ernstlich darumb straffenn, Vnnser gnediger Herr will ernnstlich beÿ hartter straff verbottenn, auch daruber strennge gehaltenn habenn, das kein Meisterknecht affterknecht oder Inwohner zun Bodenn, nach keinem hoffwercke reÿttenn, In

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 745 Bl. 370r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 745

1

Das Vierdte Buch. kriegk ziehenn oder herfardt vnnd volge thun soll, ohnne weißenn vnnd willenn ffgl.1[?] Salzgreuenn vnnd diener zun Bodenn, Wer es aber daruber thete, dem soll mann von stundt sein Haußfraw oder kinder, ob der die hette, vor die Bodenn weisenn, vnnd hinaus treibenn, vnnd wann er dann selbst wieder keme, so soll er nit Inn die Bodenn, Vnd ginge er daruber darein, der stehe sein ebentheur, Item Es soll auch fort mehr niemanndts gluende kolenn aus den Bodenn tragenn, er trage sie dann verdeckt, oder ganntz gewahrsamb, Wer das verbricht, soll — 10 ß hllr gebenn, Auch soll niemanndts des nachts zun Bodenn mit wüschen gehenn, er seÿ Jung oder alt beÿ — 10 ß. Item es soll auch Jeglicher Meisterknecht ein Leuchtenn in sein Bothenn habenn, damit er vnnd sein gesinde aus vnnd ein gehenn, Wer dessenn nicht helt vnnd dessen hinderkommenn wurde, soll das verbuessenn mit — 10. ß. Item Wer es vf dem Borne verunreiniget, er seÿ Jung oder alt, vnnd das besagt oder hinderkommenn, vnnd vnsers gnedigenn Herrnn diener zuweisenn wurde, sollenn sie den oder die ohnne Barmherzigkeit buessenn vnd straffen,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: ffgl. — Abkuerzung, wohl fuerstlich gnaden

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 746 Bl. 370v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 746

1

Das Vierdte Buch. Item Wer das besagt oder besehenn wurde, solche vnzucht beÿ oder vff dem Borne thete, soll das verbuessenn mit — ij ℔ hellernn, des soll mann In keins wegs erlassenn, da mann Ime gnade thun wolte, Item wer oder welche die sich auff dem Borne beÿssen, er seÿ Jung oder alt, soll seinenn lohnn verlierenn, Hat er keinenn lohnn zuuerlierenn, soll er sein Ebentheur stehenn, oder die Bodenn Reumenn, Auch soll kein Meisterknecht, afterknecht, mitwoner oder ehelich zun Bodenn wohnenn, auch darin noch zu keiner arbeit gelassenn werdenn, er seÿ dann vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn als obgemelt ist, eidthafftig Item Es soll auch niemanndts hier zun Bodenn Hochzeit machenn, er seÿ dann vnnserm gnedigenn herrnn, alsobgemelt ist, eidhafftigk, vnnd soll gelobenn den Renndtmeister vnnd Salzwarttenn ann die Hanndt, Vnnserm gnedigenn Herrnn getrew, holdt, gehorsamb vnnd gewertigk zusein, zu Irem Salzwercke, so lieb Ime sein sehle vnnd ehre seÿ, ffgl.1[?] bestes zuthun, vnnd Irenn schaden zu warnenn, heimlich oder offenbarlich, als ein getrewer mann seinem Herrnn pflichtigk, vnnd schuldigk ist, In=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 20: ffgl. — Abkuerzung, wohl fuerstlich gnaden

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 747 Bl. 371r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 747

1

Das Vierdte Buch. massenn die Notell des eidts hernach volgt, wie die alle Inwöner zun Bodenn Izt ann stadt vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, ffgl.1[?] Stadthalter zu Cassell Sigmundenn vonn Boÿneburgk gethann habenn, So richttet er vff seinenn finger, vnnd schweret zu Gott vnnd seinem heiligenn wort, vnnd volget derselbe eidt im ennde dieser ordnungenn, Vnnser gnediger furst vnnd herr verbeut, das niemanndt fort mehr, wellenn keuffenn soll, er seÿ dann ein Meisterknecht, beÿ der hochstenn wete, Es soll auch kein meisterknecht dem anndernn seinenn holzmann, oder Ladeherrnn abspannenn, beÿ verlust seines lohnns, Auch soll kein Meisterknecht, oder afterknecht wellenn keuffenn, die er wieder verkeuffenn wolle, so offt er das thut, vom Jedem schocke, das er verkaufft, soll er seinenn lohn verlohrenn habenn, Nemblich ij. ℔. Auch soll kein Meisterknecht dem anndernn wellenn verkeuffenn, oder Leÿhenn, Er habe die gekaufft oder selbst gemacht, oder Ime lassenn machenn, Sonndernn magk

Unsichere Lesungen

  1. Z. 4: ffgl. — Abkuerzung, wohl fuerstlich gnaden

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 748 Bl. 371v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 748

1

Das Vierdte Buch. keuffenn, oder Ime machenn lassenn, als viel er bedarf In seiner Bode, vnnd nicht mehr, vnnd wer es verbricht, soll es verbuessenn, vonn Jedem schock wellenn seinen lohnn, Doch ob einem knechte einer steige Wellen oder minder not were, vngeuerlich, vnnd solte zulassenn, mochte demselbenn sein Nachbaur, oder ein annder leÿhenn, doch das derselbig wieder wellenn vonn Ime nehme, vnnd nicht geldt daruor, Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeut, Welcher Meisterknecht gesottenn, vnnd dreÿ virtell Salzes geladen hat vonn solchem wercke, der soll ffgl.1[?] die Winnung gebenn, beÿ verlust des wercks, Furtter gebeut vnnser gnediger furst vnnd herr, Welcher Meisterknecht aus seinem Bode kommet, oder kommen ist, vnnd ffgl.2[?] oder derselben diener schuldigk bleibt Ire Winnung, dem oder den magk der Renndtmeister vnnd Holzvogt, die arbeit zun Bodenn verbietenn, also das kein Meisterknecht derselbigenn schuldener soll arbeiten lassenn, vnnd wer Ihnenn also arbeitenn liesse, soll der so dicke er das thut, mit [Luecke] ß3 hellernn verbuessen,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: ffgl. — Abkuerzung, wohl fuerstlich gnaden
  2. Z. 16: ffgl. — Abkuerzung, wohl fuerstlich gnaden
  3. Z. 21: mit [Luecke] ß — Betrag vor ß freigelassen

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 749 Bl. 372r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 749

1

Das Vierdte Buch. Vnnd wer dieses gebott veracht vnnd ledigk ginge, oder machte wellenn, oder annder arbeit thete, baussenn den Bodenn, So soll mann Ime durch den Renndtmeistern vnnd Wartten, aus den Bodenn gebietenn, vnnd reumete er dann daraus nit, so stehe er sein ebenntheur, Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeut, wer zun Bodenn die vestung, Bergkfriede, Starket1[?] oder Zeune zerbricht, auch in das geheÿge oder grabenn, steiget ohne laube der Amptknechte, Soll die hochste wete verbrochenn hann, Nemblich — 3 ℔. Es soll auch niemanndts in vnnsers gnedigenn furstenn vnd herrnn gehölze hauenn, vnnd wer das bricht, besehen oder besagt wurde, soll die höchste wete verbrochen han, Vnnser gnediger furst vnnd herr will auch, wenn ein knecht gesottenn hette, vnnd der Renndtmeister dem knechte die Winnung nicht glaubenn wolte, so solte der Renndtmeister macht habenn, niemanndts das salz volgenn zulassenn, Er gebe Ime dann die Winnung, Hiernach mögenn sich richtenn die kermer vnnd knechte, das der knecht ffgl.2[?] geldt nicht bhebe, ehr dann es geladenn ist, vnd

Unsichere Lesungen

  1. Z. 8: Starket — wohl Staket, Palisade
  2. Z. 21: ffgl. — Abkuerzung, wohl fuerstlich gnaden

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 750 Bl. 372v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 750

1

Das Vierdte Buch. auch der kermer, das er das salz nicht bezahle, das der Renndtmeister möge ann seine Winnung kommenn, vnnd das sollenn auch die schetzer, wenn sie anngesproch1[?] werdenn, also hanndthabenn, Es soll auch niemanndts das salz theurer gebenn, dann es gesazt ist, vonn vnnserm gnedigenn herrnn, Es seÿ der Renndtmeister, Wartte, Meisterknecht, affterknecht oder kermer, oder wer das seÿ, Niemanndt ausgescheidenn in Bodenn oder in der Stadt, in Irer feldtmarck, vnnd wer das verbreche, soll darumb gestrafft werdenn, vnnd die vbernahme den schetzernn wieder gebenn, vnnd welch knecht oder Innwöhner zun Boden das thete, soll das verbuessenn mit — 10 fl.2[?], vnnd wer dawieder sich sezte, soll sein ebentheur stehen, Auch soll kein Meisterknecht, seiner frauenn oder kinder, seinem knechte oder frauenn, die das werck gearbeitet habenn, Salz ladenn beÿ der höchstenn wete, Item, Es soll auch kein Meisterknechte mit keinem kermer geselschafft habenn, auch nicht selber verfuerenn, oder tragenn lassenn, beÿ der hochstenn Wete, er

Unsichere Lesungen

  1. Z. 4: anngesproch — Kuerzungsstrich, wohl anngesprochen
  2. Z. 14: 10 fl. — Muenzzeichen unsicher, fl. oder ß

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 751 Bl. 373r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 751

1

Das Vierdte Buch. thue es dann mit der amptknecht wissenn vnnd willen, Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeut, vnnd will es fort mehr also gehaltenn habenn, das keiner wonnhafftigk zun Bodenn, noch der zun Bodenn arbeit, Salz tragenn soll, beÿ derselbigenn Bruche, vnnd wer sich darwieder sperret, der stehe sein Ebenntheur, auch nicht vmb lohn aus denn Bodenn tragenn, Auch soll kein Meisterknecht, das Salz aus seinem Bode, weitter verkeuffenn lassenn, Es seÿ kermer oder aus der Stadt, niemanndts ausgescheidenn, Noch ganntz oder enzelnn Semsen1[?], er thue es dann mitt wissenn vnnd willenn des Renndtmeisters vnd Warten, vnnd soll das verbuessenn mit — 3 [Luecke]2 Ohnne genade, es seÿ meister oder knecht, Item Welcher knecht vrlaub nimpt vonn seinem Hern, ohnne redtlich vhrsach, der knecht soll in einem Jare kein Meister werdenn, vnnd wer also daruber arbeitenn liesse, soll verbrochenn hann — 10 ß. so offt er das thut, Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeut, Wer zun Bo=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: Semsen — Lesung unsicher
  2. Z. 14: 3 [Luecke] — Einheit nach 3 freigelassen

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 752 Bl. 373v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 752

1

Das Vierdte Buch. denn wohnenn wolle, soll auf dem Salzwerck arbeiten, vnnd keinenn hanndell oder hanndthierung treibenn, mit keuffenn oder verkeuffenn, Es seÿe dann korn, Eÿsenn, Schleÿer, schmeer, Lichte, oder annders, auch nit eschenn keuffenn vff wiederkaufft, auch nit Vormundtschafft habenn, auch keinerleÿ mehr, das mann gehaben magk, ausgescheidenn wercke vnnd brodt, nach alter gewonnheit, vnnd wer das nit haltenn will, magk in die Stadt oder annders wo Ime das bequem ist, hinziehenn, vnnd wer in den Bodenn pleibt, darinne wohnet, vnnd das breche, soll das verbuessenn, mit der Höchsten Wete 3 ℔. Were es aber das er der Bruche nit achtenn wolle, solte Inn die Stadt ziehenn, oder sein Ebentheur stehenn Item Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeutt, das kein Meisterknecht soll niemanndts kein Salz derrenn, oder ann ganntzenn Semsenn1[?] vngeuehrlich aus seinem Bode tragenn lassenn, er seÿ dann ein Burger, vnnd soll Inn die Stadt als obgemelt ist, mit wissenn der Schezer beÿ verlust 3 ℔ Auch soll hinfurter niemanndts kein Wellenn sezenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 18: Semsenn — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 753 Bl. 374r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 753

1

Das Vierdte Buch. vff die Ladestette, vnnd die freÿenn bleze, wer das breche, soll 3 ℔2 gelttenn, vnnd mit friedenn, er habe die wellenn beÿ vnnd abgethann, nach geheis der Warttenn, Auch verbeut vnnser gnediger Herr das kein Meisterknecht keinerleÿ genuse1[?], oder Salz, vergebenn oder verkeuffenn soll, einzelnn, ausgescheidenn ein Achtenteil als obgemelt ist, beÿ verlust 3 ℔. Auch gebeut vnnser gnediger furst vnnd herr, welch Meisterknecht, oder Innwoner Ihm Bodenn sich wieder diese Ordenung, gebott, vnnd verbott vnnsers gnedigenn Herrnn wiederstrebet, also das er sich nitt wolte gehorsamblich halttenn, nach laut seinem eide, In was masse das geschehe, der oder die sollenn kein stundt ann kein Meisterknecht sein, vnnd in einem oder dreÿenn Jarenn kein arbeit als Meisterwerck vnnd Afterwerck Im Bodenn thun Desgleichenn auch welcher Meisterknecht hinwegk Zöge oder lieffe, vnnd seinem gnedigenn furstenn vnd hern, das Ihr schuldige bliebe, vnnd mit sich nehme, ohnn willenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, vnd

Unsichere Lesungen

  1. Z. 6: genuse — evtl. gennse
  2. Z. 3: ℔ — Pfundzeichen, Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 754 Bl. 374v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 754

1

Das Vierdte Buch. sfgl. diener, der oder die sollenn mit Ihm Bodenn arbeiten, Meisterwerck oder afterwerck, sie habenn sich dann mit sfgl. oder sfgl. diener vmb solche vberfahrung gentzlich vertragenn, Auch gebeut vnnser gnediger furst vnnd herr, das die scher1[?] vnnd Meisterknecht, alle sollenn zugleich auff den Sonntagk morgenn, vor die Warttenn vor das Zollhaus kommenn, vnnd dar zeichenn lassenn, die schazwergk vnnd auch die Busse, was desten2[?] die wochenn geschehen ist, vnnd kem3[?] weme solches so nit geschehe, der soll zum schadenn anntwortenn, Desgleichenn auch wann mann sonnst ann der Zeit leutet, vnnsers gnedigenn herrnn gebott annzuhörenn, welcher dann die gebot vbertritt, vnnd sagenn wolte, er wer nit da gewest vnnd das gehort, soll nit helffenn, dann man leut darumb, das mann kommenn soll, Auch sollenn die Schezer kein werck schazenn, wann der Meister In die pfanne gegossenn hatt, vnnd sollen einem sollichenn beÿ Irenn eidenn melden vnd besagen, Welcher meister zweÿ Schazwerck lest4[?] ein annder

Unsichere Lesungen

  1. Z. 6: scher — evtl. Schezer
  2. Z. 10: desten — unklar
  3. Z. 11: kem — evtl. wen
  4. Z. 21: lest — evtl. kest

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 755 Bl. 375r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 755

1

Das Vierdte Buch. machet, dem soll mann nit mehr dann eins bezahlenn, es were dann sache, das er das werck des erstenn Schazwercks gesegt, oder gebuzt hette, Vnnd sollenn die Schezer gut achte vf die Schazwerck habenn, vnnd wo einer Best1[?], soll der Schezer ab vnd zugehenn, vnnd sehenn, das das Schazwerck rein ausbracht werde, vnnd keinenn Meister lassenn in die Pfanne giessenn, er habe dann zuuor gesehenn, das es ausbracht ist, vnnd welcher meister daruber Inngösse, dem soll mann keins schazwergks gestehenn, Es sollenn auch der Renndtmeister, sein diener vnd alle Schezer vleißlichenn vmbher gehenn, vnnd darnach sehenn, das ein Jeder Meister zu rechter Zeitt nach gelegenheit der Pfannenn, den Böder heissenn fegenn, dann dardurch geschicht grosser schade den Pfannenn, vnd kommenn Schazwergk dauonn, darumb welchenn Meister sie heissenn fegenn, das er das thue beÿ einem guldenn busse, vnnd wo das nit geschicht, sollenn die Schezer solches dem Renndtmeister annzeigenn, vnd soll ein new Pfann vber funff werck, vnnd ein alt vber dreÿ werck vngefegt nit stehenn pleibenn, noch darin

Unsichere Lesungen

  1. Z. 6: Best — Fachwort, Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 756 Bl. 375v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 756

1

Das Vierdte Buch. weitter gesottenn werdenn, Es sollenn die Schezer das Besegeldt1[?] schezenn, dieweil sie doch beim annhebenn vnnd ennde des schazwercks sein, vnnd darnach arbeit, darnach lohnn, vnnd sollen es dem Sonnabendt mit dem Schazwerck annzeigenn, welchs der Wartte mit dem Schazwerck soll vffschreibenn, vnnd dem Böder in den Schazzettell schreibenn, Wo ein Meister Best2[?], vnnd sich des Schazwergks erwerett, darumb soll sich der Renndtmeister vergleichenn, doch mit wissenn des Salzwarttenn vnnd der Schezer, Es soll kein Böder keinenn Pfannschmidts knecht buessenn lassenn, er habe denn zuuor ein Jar vffm handtwerck gearbeitet, es seÿ dann das der Meister selbst darbeÿ seÿ. Vnnser gnediger herr will auch das kein Meister vber ein halbenn guldenn ann seiner Pfannenn verbuessen lassenn, er thue es dann mit wissenn des Renndtmeisters, was der dann weitter vor gut annsicht, vnnd heist, das sollenn Pfannschmiede vnnd Böder gewerttigk sein, vnnd Ime des volgenn, Das kindtauffenn zun Bodenn, soll nach laut Meines

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: Besegeldt — Vokal nach B unsicher
  2. Z. 9: Best — Fachwort, Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 757 Bl. 376r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 757

1

Das Vierdte Buch. gnedigenn herrnn Ordenung gehaltenn werdenn, vnnd kein bier in Tonnenn zuholenn erlaubt oder gestattet werdenn, Das kein Böder oder afterknecht vbernacht Inn der Stadt den nechst gelegenen dorffenn vnnd Zechenn bleibenn, welcher das thete, soll einenn ort, so offt das geschehe, zur busse gebenn, Wann ein Hochzeit in Bodenn ist, so soll keiner aus der Stadt ann den Tanntz gehenn, beÿ — j fl.1[?] busse, Dergleichenn kein Böder Inn die Stadt ann den tanz gehe, beÿ berurter busse, Es soll kein Böder spielenn, er seÿ wer es wölle, vnnd wo mann das hinder einem oder mehr keme, soll er das verbuessenn mit — 3 ℔. Es soll auch niemanndts hier zun Bodenn gebranndtenn wein zech haltenn, in seinem Hause klein oder gros, beÿ einem guldenn busse, Es soll auch niemanndts vnnder der Predigt Gottlichs worts vffm kirchoffe stehenn, beÿ Poena dreÿ alb. Es soll auch kein Böder keins weidewercks pflegenn,

Unsichere Lesungen

  1. Z. 10: j fl. — Muenzzeichen unsicher, fl. oder ß

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 758 Bl. 376v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 758

1

was es wölle, oder sey bey1 Es soll kein Soder vber sechs malter asche vmb ein thaler denn glesnern zu kauff gebenn, bey busse — 3 ℔. welcher das verbricht, hochgedachtem vnserm [gestrichen: vnserm]2 gnedigem furstenn vnnd herrnn zuverbussenn, Es soll kein Soder vf den Ham, oder sonnst inn ein dorff inn Wein oder biergehenn, er habe dann redtlich vhrsach bey einem guldenn busse, dann will er [übergeschrieben: Je] zechenn, so ist ime die die Stadt Allenndorff mit weidt gelegenn, Das keiner keine versamblung der knechte mache, mit zuhauffe heischenn, oder sonnst bey leibstraffe, Es soll auch kein Meister kein Saltz es sey viel oder wenig verborgenn, bey verlust des werckes, es were dann das der selb meister seine Winnung ohnne das bezahlen konnte, vnnd des borgenns halber mit vhrsach nehme, mit der bezahlung der Winnung vffzuziehenn / Es soll auch kein Meister wiederumb ansiedenn, er habe dann alwege zuuor vf den Mitwochenn vnnd Sambstag sein Winnung bezahlt, doch soll mann die Ordnung darin haltenn, wie der Renndtmeister derwegenn seinenn beuelch hatt.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: sey bey — Zeilenende, Zeichen unklar
  2. Z. 4: [gestrichen: vnserm] — Dittographie, punktiert getilgt

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 759 Bl. 377r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 759

1

Vonn Osternn bis vf Michaelis wann das Saltz nit abgehett / soll mann vffschuttenn, vnnd sonnst nit, So bekompt vnser gnediger herr gut saltz, vnnd konnenn die knechte am Holtze auch zukommenn / Vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn ernnstlicher beuelch ist, das sfgl.1 beuelchhaber vnnd amptknecht Ordenung machenn sollenn, das die affterknecht2 vnd all annder gesinde, so zum Saltzmachenn hulffe thun, die Södermeister mit ersteigerung des lohnns, kein newerung weitter vernehmenn, Sonndernn sich an der altenn gebrachtenn belohnung begnugenn zulassenn, Vorbehaltenn diese Ordenunge, Satzunge, vnnd gebott Jederzeit zu enndernn, mindernn vnnd mehrenn, nach gelegennheit hochgedachts vnsers gnedigenn herrnn / vnnd das dieses also vnser beuelch, gebott, vnnd meinung ist, So habenn wir Lanndtgraff Philips zu Hessen zu vrkundt diese Ordenung, mit vnserm eigenn Hanndenn vnderzeichnet vnnd versiegelt, Geendert, vffgericht vnnd bestettiget zu Cassell am Sonntage nach Ja.cobi Apostoli Anno 1541.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 6: sfgl. — Abkürzung, Lesung der Kürzel
  2. Z. 7: affterknecht — Strich durch Wort, wohl Zierstrich

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 760 Bl. 377v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 760

1

Notel1[?] der Erbhuldung vnnd Eidtspflicht der Söder, so Anno Domini 1541. Mitwochenn nach Trinitatis der herr Stadtsalter2[?] zu Cassell, Sigmundt vonn Beyneburgk, alle Sodermeister vnnd Inwöner zun Sodenn fur Allendorff ann der Werra, inn beysein vnser der zeit der Beampten daselbst vnnd gemeiner Pfenner darzu verordenten hat thun lassenn, wie volget Ihr sollet dem Durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn, herrnn Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzenelnbogenn, zu Ditz, Ziegenhain vnnd Nidda ꝛc seiner f.gl. Erbenn, nachkommenn furstenn zu Hessenn, als ewerm gnedigenn anngebornenn naturlichenn Lanndtsfurstenn vnnd Erbherrn, alle samptlich ein recht Erbhuldunge, vnnd darzu ewer Jeder Innsonnderheit derselbenn, als ewerm gnedigk furstenn vnnd Gutherrnn, dieweil ihr Irer f.gl. gut

Unsichere Lesungen

  1. Z. 1: Notel — Initiale unklar, Notel/Totel
  2. Z. 3: Stadtsalter — wohl Stadthalter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 761 Bl. 378r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 761

1

Innhabt vnnd verarbeit, einenn leiblichenn eidt zu Gott gelobenn vnnd schwerenn, denselbenn, vnnd Jederzeit Irenn Inn Sodenn verordenntenn Saltzgreuenn vnnd Beamptenn getrew, holt, gehorsamb vnnd gewertig zu sein, Ewer ampt vnnd Siedenn, nach vermuge vnnd Innhalt der vfgerichtenn euch furgelesenn Söder Ordnunge, getreulich vnnd mit allem vleis zuversehen, vnnd zuuerwaltenn, als getrew diener vnnd vnderthanenn Irem gnedigenn Lanndtsfurstenn, Erb: vnnd Gutherrnn, pflichtigk vnnd schuldigk zuthun sein. Darzu Jedermann vmb sein geldt, recht, gut, trocken Saltz, vnnd volkommenn mas, ohnn allenn betrugk vnnd vortheil zugebenn, auch vber die Ordnunge, Nemlich vf ein mahl vnnd in einer Pfann nit mehr dann acht achtteil saltz zusiedenn, vnnd sonnder notwenndige redtliche beweisliche vrsache keinenn kaldtlager zumachenn, noch vom reichenn oder armenn Saltzfuhrernn oder ladeleutenn1, weitter noch mehr nichts zunehmenn, dann wie hochgedachter vnser gnediger furst vnnd herr, durch Irer f.gl. Ritter vnnd Lanndtschafft gesetzt, vnnd den kauff verordenet hatt, auch ewer Jeder sein winnung, vom Jedem gesotten

Unsichere Lesungen

  1. Z. 18: ladeleutenn — u/n unklar

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 762 Bl. 378v Das Vierdte buch

Wortlaut der HandschriftSeite 762

1

werck, vnnd sein Holtzschuldenn zu rechter zeit ohnne vffhalt zubezahlenn, vnnd euch sonnstenn in allenn fellenn, berurter sfgl.1 vorgelesenn Ordenung in allenn Ihrenn Punctenn vnnd articulnn, alwege gehorsamblich Erbarlich, vfrichtigk, vnnd vnwegerlich zuhalttenn, vnd gantz nichts, was darin gebottenn vnnd verbottenn, vbertrettenn, auch keine rottirunge oder Meuterey ein Jeder vor sich selbst zumachenn, oder auch sonnst anrichtenn zuhelffenn, noch zuthun gestattenn, als fer ewer Jedes leib vnnd lebenn reicht, in gantz keine weise, desgleichenn in Vehdtschafft zu rettung des fleckenn den Sodenn, vnnd sonnst auch in feurs vnnd wassers nötenn, ein Jeder nach allem seinem höchstenn vnnd bestenn vermugen zurettenn vnnd zuhelffenn, getreulich vnnd ohnn alle argelistige geuerde, Wie Ich mit austrucklichenn worttenn vnnderschiedenn bin, vnnd mir vorgelesenn worden ist, das will Ich also treulich, stets, vnnd fest halttenn, als war helff mir Gott, vnnd sein heiligs Göttlichs wortt. Amenn.

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: sfgl. — Kürzel

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 763 Bl. 379r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 763

1

Ordnung Weinkauffe Hochtzeit vnnd kindtauffe Inn Sodenn zuhaltenn betreffenndt Publicate 12. Augusti Anno 54. Vonn wegenn Vnnsers gnedigenn Furstenn vnd herrn Lanndtgrauenn Philipsenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzenelnbogenn ꝛc Gebietenn Irer f.gl. Saltzgreuen zun Sodenn, vnnd wollenn auch das ernnstlich gehalten haben, Das hinfurter zun Sodenn kein Hochzeit mehr vf den Sontagk, Sonndernn sonnst vf den Montagk, oder ein anndernn tagk in der Wochenn, wie solchs durch die Saltzgreuen Jederzeit erleubt wirdet, gehaltenn werdenn solten, Es sollenn auch der Hochzeit leder1 vber Sechs personenn nit sein, So soll zur lobt2 oder dem weinkauff nit mehr dann zwene oder drey dische leute, vonn manns oder weibs personenn, mit knechtenn vnnd megdenn geladenn vnnd gesetzt werdenn / vnnd dann zur Hochzeit sollenn sie ein Mittagk, vnnd sonnst kein weitter malzeit nit haltenn, vnnd zehen dische leuthe, vnnd daruber nit setzenn noch ladenn, Inhalt der Furstlichenn Reformation, als hundert

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: leder — l/J unsicher
  2. Z. 14: lobt — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 764 Bl. 379v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 764

1

Personenn zu einer Wirdtschafft, vnnd so manchen disch einer oder mehr daruber habenn wurde, so soll der oder dieselbenn vonn Jedem dische funff guldenn zu straff vnnd busse, vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn vnablessig bezahlenn, also auch zurechnenn nach anzahl der personenn, Welcher Söder auch einichenn vfflauff mechte, oder vhrsach darzu gebe, soll auch Jarwerck1[?] haltenn, nach verordenung der Saltzgreuenn / Es soll auch der misbrauch des abenndts zuuor Bier vnnd Brodt vonn den geladenenn zur Hochzeit zuholenn, hiemit gentzlich abgethann, vfgehabenn, vnnd bey vngnediger straff verbottenn sein, Zum tanntze soll niemannds gehenn, dann die zur Hochzeit geladenn sein, vonn ledigenn personenn, Da aber eheleute, so zur Hochzeit gewesenn, tanntzen woltenn, So soll ein Ehemann mit seiner ehefrawenn vnnd keiner anndernn personenn tanntzenn, alwegen von Jedem tanntze eins thalers busse, Es soll zur kindtauffe eine Malzeit vff einen disch als zehenn personenn, vnnd weitter nit gehaltenn werden /

Unsichere Lesungen

  1. Z. 8: Jarwerck — Jar/dar, Wort unklar

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 765 Bl. 380r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 765

1

bey busse vonn Jeder Personn, souiel der daruber, zehenn als zugebenn, vnnd nit lennger dann bis vf acht vhr Jegenn abenndt zusitzenn, auch bey sonnderer straff nach Furstlicher verordenung, vnnd der Saltzgreuenn beuelche, Publicate Sodenn 12 Augusti Anno 54. Dieweil es alhie vffm1 Saltzwerck zun Sodenn am Holtz manngelnn will, vnnd die furleuthe in der Stadt, vber lanndt vnderstehenn Saltz zuuerkeuffenn, vnnd kein holtz zufurenn, So gebietenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Saltzgreuenn, das hinfurter kein Sodermeister, einichenn fuhrmann in der Stadt, Saltz zuuerfurenn ladenn soll, Es were dann ein achteill oder zwey zu seiner eigenn haushaltung. Was auch die Eseltreiber zwischenn hie vnnd Weyhnachten, ann Saltz ladenn, das sollenn sie aller mit holtz bezalen, vnnd das den zolner eigenntlich verzeichnenn lassenn / Sonnst soll Ihnenn vor geldt oder frucht, kein Saltz geladenn werdenn. Es soll hinfurter ohnn vorwissenn der Saltzgreuenn kein

Unsichere Lesungen

  1. Z. 7: vffm — Kürzung vff m

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 766 Bl. 380v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 766

1

Sodermeister zun Sodenn seinenn gewönlichenn Ladeleutenn im Furstennthumb Hessenn, kein ladung wegernn noch abziehenn Es bestels gleich wer da wolle, dann vnser gnediger furst vnnd herr, will Irer f. gl. vnderthanenn, sonnder alle vorteill genies vnnd geschenck gefordert habenn, So soll auch sonnst in Sodenn mit frucht vnnd Saltz oder annders kein parthierung geschehenn, Bey verlust der Meisterschafft, vnnd vngnediger straffe, es sey dann Jeder zum vberflus verwarnet, sich darnach zurichttenn, vnnd vor schadenn zuhutenn wissenn Publicatum Sodenn 6. Nouembris Anno 54. Hochgedachts vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn zu Hessenn verordenntte Saltzgreuenn zun Sodenn, Valtenn Schuldt1 Justus Pistoris sst.2

Unsichere Lesungen

  1. Z. 15: Schuldt — Name, u/i unsicher
  2. Z. 16: sst. — Kürzel, Klammer für beide Namen

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Ordnung von 1541

HandschriftS. 767 Bl. 381r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 767

1

Verordenunge der Ampter vnnd diener ausrichtunge des Saltzwergkes zun Sodenn Anno Domini 1554 Vnnd zu Allenndorff ann der Werra denn 141[?] Maij Anno Domini 1554 bestettiget

Unsichere Lesungen

  1. Z. 6: 14 — Tageszahl, Ziffer 4 unklar

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

HandschriftS. 768 Bl. 381v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 768

1

Ordenung der Regirung des gantzen Saltzwercks zun Sodenn fur Allenndorff ann der Werra, wie solchs des Jtzigenn anngehenndenn Tausenndt funffhundert funffzigk drittenn Jars mit satzungenn Rechtenn, gebotten, vnnd verbottenn, gewonheitenn, freyheitenn, vnnd herkommenn, auch amptenn vnnd dienernn, bestelt vnd versehenn ist, zur Lichtenaw eigenntlich zuuerzeichen beuohlenn, den zwölfftenn tagk Decembris Anno 52. Wir Philips Vonn Gottes gnadenn Lanndtgraff zu Hessenn, Graue zu Catzenelnbogenn, Dietz, Ziegennhain vnnd Nidda ꝛc Bekennenn vnnd thun kundt offenntlich mit diesem brieffe, fur vnns vnser Erbenn, nachkommenn furstenn zu Hessenn, vnnd fugenn aller menniglich hiemit zuwissenn, Nachdem Got der almechtig vnns vnserm Furstenthumb, Graueschafftenn vnnd gebietenn, auch vielenn anndernn annstossendenn vmbliegendenn, Lenndernn zum besten, einenn gutenn löblichenn Saltzbronn, in vnserm flecken zun Sodenn fur vnser Stadt Allenndorff ann der Werra, gnediglich gegebenn vnnd verleihenn, darann zum theile die Gebaurschafft genanndt die Pfenner mit

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

HandschriftS. 769 Bl. 382r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 769

1

theilhafftigk, welche durch lennge der zeit etwas schadthafftigk anngebeuwenn1 im grunde wordenn, vnnd vnsers abwesenns, vf vnser kostenn vnnd verlegenn, vnd darzu aller notwenndiger bereitschafft aus vnserm beuelhe, mit wissenn vnser verordenndten Stadthalter Cantzlar selige, vnnd anndere Rethe zu Cassell, durch etliche vnser Räthe vnnd diener, Innsonnderheit vnser Saltzgreuenn vnnd Beamptenn zun Sodenn, vom newenn aus dem grunde verschienenn 1550 Jars, vnnd den also mit Rathe der Pfenner ausschus erbauwet, das derselbige noch souiel guter Saltzadernn als zuuor in dem altenn Bronne mit gewesenn, bekommenn, darin bracht, vnnd die Sohle, Gott dem almechtigenn sey lob, etwas reicher vnd besser wordenn ist, Welches dann am siedenn viel holtz erspartt, vnnd den Södernn weniger muhe macht, das wir alle seiner Gotlichenn almechtigkeit in stetter dancksagung solcher seiner vätterlichenn gnedigen miltenn guete billich alzeit darumb preisenn vnd loben sollen, Dieweil dann sonnder Ordenntliche Regirung nichts bestehet oder gedeyenn kann, vnnd die Obrigkeit fur vnd fur, vnnd auch die Regirung desselbigenn gantzen Saltz=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 2: anngebeuwenn — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

HandschriftS. 770 Bl. 382v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 770

1

Das Vierdte Buch wercks, Innsonnderheit dieser zeit, Da wir benebenn vnnserm newenn Saltzwercks den anndernn theil des altenn Saltzwercks vonn gemeiner Baurschafft genandt die Pfenner, zun Sodenn ein anntzahl Jar Locirt haben, vnns allein zustehet, vnnd dann solches mit vnnd neben einannder Ordenntlich vfrichtigk, vnnd wohl regiert werde, vnnd solche Götliche gabe zu vnnserm vnnser Erbenn, fürstenn zu Hessenn, auch gemeiner vnnser Ritter vnnd Lanndtschafft, vnnd sonnst mennigklich, Insonnderheit ganntzem gemeinem nutzenn zum bestenn, Dieweil der arme weniger als der Reiche Saltz emdtrathenn kann, geordennt, vnnd verschafft werde, auch kunfftigklich vnnser erbenn fürstenn zu Hessenn, die diener vnnd Beampte zun Sodenn, sich nach dieser vnnser Jetzigenn verordenntenn Regirung des Saltzwercks zurichtenn, vnnd wissenn wie Gott der almechtige solche seine vnaussprechliche gabe in demselbenn Saltzbron zun Sodenn teglich gedeyenn lest, ausgiessenn vnd geben ist, So habenn wir beuohlenn vnnd verordennt solchs eygenntlich vfzuschreibenn zuuerzeichnenn, in gute löbliche Regirung zubringen, die

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

HandschriftS. 771 Bl. 383r Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 771

1

Das Vierdte Buch. Ordenung vnnd satzunge, wie sie des orts Itzo sein zuhalten, Bißolanng das wir vnnser söhne oder erbenn solchs verendernn, oder besser ordiniren konntenn, welches wir Jederzeit zuthun, vnnd hiermit austrücklichenn fürbehaltenn. Lanndt Vogt ambt zu Eschwege. Vnnd wollenn annfenngklich, Wann oder welche zeit, da wir oder vnnser erbenn, vnnser Lanndt Vogtampt ann der Werra bestellenn, das derselbe, vnnd ein Jeglicher vnnser Lanndtvogt die vertrege vnnd ordenungen, des orts das Saltzwerck belanngenn, Innsonnderheit mit gebürlichenn eidenn nebenn Irenn ampts pflichtenn, gelobenn vnnd schwerenn sollenn, wie solchs die vertrege Inhaltenn, dieselbenn auch vber vnnsernn Saltzgrevenn vnd Beamptenn, vnnd allenn Innwönernn zun Sodenn trewlich vnnd mit ernnst, bis ann vnns oder vnnser Erbenn vleißigk zuhaltenn, auch zu alle dem Jenige, was darzu vonnötenn, vnnd er vonn vnnser wegenn verschaffenn kan, den Saltzgrevenn behülfflich sein, Innsonnderheit es sey zu guter hegung vnnd beforstung aller vmbliegenden

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

HandschriftS. 772 Bl. 383v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 772

1

Das Vierdte Buch Berge vnnd geholtz, sie seyenn vnnser oder andernn anstossendenn vnnsernn vnderthanenn, damit nit die ausgerodt, noch mit dem viehe Innsonnderheit der mennge der Ziegenn, verwüst werdenn, auch vf vnnser geholtze am Meinhardt vnnd seinenn zugehörungenn, Item der Kirchholtz zu Kella, vnnd dieweil der Heintzenbergk bey Schwebbeda ohnn mittell dem Augustiner gewesenn Closter zu Eschwege zugehörig, vnnd doch die Keudell1 sich des bisher vnderzogenn, habenn wir Inenn derwegenn geschriebenn, dauonn abzustehenn vnnd solches vnnser furster zu vnnserm vnnd vnnsers Saltzwercks nutzenn zubeforstenn, Darauff sie dann einenn Reces anngezogenn, den hieuor vnnser Lanndtvogt vnnd Räthe Conradt vonn Wallennstein vnnd Friderich Trotte selige, zwischenn den Mönchenn vnnd Ihnenn, solches geholtzs vnnd anndershalbenn, vfgericht habenn sollenn, das Jedes theil die helffte darann habenn solte, Wo nu das vnargwenigk vnnd beweislich dargethann kann werdenn, Lassenn wirs darbey pleibenn, doch das solch geholtze hinfurter wohl vnnd vleissigk gehegt, vnd vnser theil zum Saltzwerck gebraucht werde, das wir

Unsichere Lesungen

  1. Z. 9: Keudell — Anfangsbuchstabe K/W unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

HandschriftS. 773 Bl. 384r Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 773

1

Das Vierdte Buch. dann vnnsernn furstern des ortts Inn Ire pflichte mit ernnst also beuohlenn habenn wollenn Item. die Wüstunge vnnd geholtze zum Brunrode, vnnd alles was wir mehr geholtze Jennseit der Werra, da Grebenndorff liegt, habenn, darzu alle geholtze vber der Aue, so zur kirchenn daselbst vnnd vnns sonnst gehörigk, Innsonnderheit die gehöltze genanndt die füstal, die Geholtze im Wabmannsthal1[?], Im Schlierbach, vnnd im Rosennthal, desgleichenn gnanndt das Eichennholtz zum Hain, vnnd am Sommerberge, vnnd sonnst alle annder geholtze in vnnserm ampte Beilstein, vnd da vmbher, Item die berge vnnd geholtze vmb Sant Lucas, am Camberge, Fürstenberge, den Schernnhan, vnnd was mehr daselbst, vnnd vmb Germeroda herligt. Darzu die gehöltze vnnd Berge, vber dem Klebe, Tolspach vnnd anndere, das alles soll nirgennts annders hin, dann zum Saltzwerck gebraucht werdenn, Wie dann solchs alles hieuor zu Lannde vnnd wasser zum Saltzwerck gefurt vnnd gepraucht wordenn, Darüber wir dann sonndere Holtzfurster habenn, Darauff ein Jeder vnnser Lanndtvogt

Unsichere Lesungen

  1. Z. 9: Wabmannsthal — Ortsname, Mittelteil unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

HandschriftS. 774 Bl. 384v Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 774

1

Das Vierdte Buch. vnnd auch vnnser Oberfurster mit ernnstem vleis sehenn sollenn, solches trewlich vnnd vleißigk zuhegenn1[?], vnnd zubeforstenn, auch solchs zu gelegenn zeitenn selbst zubereitenn, vnnd zubesichtigenn, vnnd bey hochster vnnser vngnedigenn straffe ganntz vnnd gar nichts zurewmenn, oder zu rodenn, Es sey Inn oder für den weldenn, vnnd insonnderheit die feldtheckenn vnnd büsche2[?] auszurodenn keins wegs zugestattenn, Desgleichenn in vnnserm ampte der ganntzenn Lanndtvogtey ann der Werra die Lanndtstrassenn, wege, bruckenn, vnnd stege, Innsonnderheit im Klebe, der Walhenser weg, vnnd was strassenn zum Saltzwergk mit holtz vnnd Saltzfure zugebrauchenn sein, bauwenn vnnd bessernn zulassenn, vnnd mit ernnst annzuhaltenn, das es vnweigerlich geschehe, vnnd das ein Jeder dorff, oder flecke, die in seiner feldtmarckte dermassenn baue vnnd bessere, das keine klage darüber sey, Darzu dann vnnser Saltzgrevenn mit annrathenn, vnnd wo es vnns betrifft, zimblich zulegung vnnd steur thun sollenn, Nachdem auch alle Jars viel geldts vor Stro zun Soden

Unsichere Lesungen

  1. Z. 3: zuhegenn — Kürzung am Zeilenende
  2. Z. 9: büsche — Anlaut b/f unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

HandschriftS. 775 Bl. 385r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 775

1

Das Vierdte Buch verrechet wirdt, vnnd des vmbgeldt Jederzeit nit gnug zubekommenn ist, So wollenn wir das hinfurter alles Kornnstro1[?], was strewling sein, zum dache des Saltzwergks Sodenn aus vnnserm ambt Eschwege, Beylstein, vnnd den beidenn Closternn zu Eschwege, Jedes Jars souiel die Saltzgrevenn begerenn, gein Sodenn gelieffert vnnd geschickt, vnnd soll Ihnenn daran nichts fürenndthaltenn werdenn, Da auch die Saltzgrevenn stro in Leimenn2[?] bedürfftenn, sollenn sie auch zimblich abholenn lassenn, darumb wollenn wir vnnsernn Beamptenn des orts zu Eschwege vonn dem flöde3[?], Weitzenn, Gerstenn, Habbernn, Erbeis vnnd annder stro, des Jars Jedem ein antheil stro zuhabenn verordenenn lassenn, vnnd dieweil dieser zeit vnnser ampt Wannfridt vnnsers abwesenns verpfenndt ist, dadurch die Geholtze stro vnnd annders dem Saltzwerck bisher enndtzogenn, vnnd verwüst wordenn, So wollenn wir bedacht darauf habenn, solchs in kurtzem wieder zulosenn, vnnd wie zuuor dem Saltzwergk mitt Holtze, stro, früchte vnnd annders, nach notturfftiger

Unsichere Lesungen

  1. Z. 4: Kornnstro — Mittelbuchstaben unsicher
  2. Z. 10: Leimenn — m/n unsicher
  3. Z. 13: flöde — Wort unklar

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

HandschriftS. 776 Bl. 385v Das vierdte buch

Wortlaut der HandschriftSeite 776

1

gelegennheit zu hulff zukommenn, vnnd die gehöltze zum bestenn hegenn zulassenn, Es soll auch ein Jeder Itziger vnnd kunfftiger vnnser Lanndt Vogt, Wanns vonnötenn, vnnd die Saltzgreuen begerenn, zu Inenn gein Sodenn oder annder ortte in augennschein reitenn, nach gelegennheit vnnd notturfft mit demselbenn in geheim, abwesenns der Pfenner vonn vnnserm nutzenn, vnnd notturfftenn zurathschlagenn, vnnd alles zuhanndelnn, das vnns vnnsernn erbenn, Lanndenn vnnd leutenn des Saltzwercks halbenn zu gutem kommenn kann, auch benebenn den Saltzgreuenn ernnstes vfsehenns habenn, das alle Regirung vnns zu nutzenn vnnd bestenn vleißig erhaltenn vnnd außgericht werdenn, des sollen Ime die Saltzgreuenn Jars zu seiner haus vnnderhaltung vier achtteil saltzes zugebenn habenn, Saltzgreuenn Ambt zun Sodenn. Darnebenn wollenn wir vf solch vnnser Regirung von vnnsernn wegenn zweenne Saltzgreuenn verordenenn, dero einer, des wir vnns selbst zu kurtzem

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

HandschriftS. 777 Bl. 386r Das Vierdte buch

Wortlaut der HandschriftSeite 777

1

resoluiren wollenn |: soll Saltzgreue vnnd Schultheis in vnnser Stadt Allenndorff sein :| wie solchs vnnser sohnn Lanndtgraff Wilhelm, vnnsers abwesenns, vnnd auch vnnser Stadthalter Rudolph Schennck, vnnd zuuor Canntzlar Feige selige, für nützlich vnnd gut anngesehenn, alle vnnser hocheit, Obrigkeit, Gericht, Rechte, gebott vnnd verbot, bis ann vnns vfs aller vleißigsts hanndthabenn, vnnd vertheidingenn, daselbst in vnnserm Renndthoffe wohnenn, die beide ampte, vnnd alle Stadtsachenn, nebenn vnnd mitt einannder treuwlich vnnd vleißigk verwaltenn, vnser Innkommen vnnd Jerliche nutzung Jedes Jars verrechenn, vnnd daruonn bezahlung vnnd bescheidt gebenn, vnnd auch mit ernnst darauff sehenn, das der gemein nutz der Stadt gefürdert, vnnd sie einsmahls aus den grossenn schuldenn vnnd beschwerungenn kommenn, vnnd darin kein Personn, sie sey wer sie wolle, annsehenn, sonndernn was ein Jeder der Stadt, in Weinschanck oder sonnst schüldigk ist zu stundt an sonnder einich weigerung bezahlenn, vnnd damit der Stadt schuldenn, als viel müglich zuuergnügen,

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

HandschriftS. 778 Bl. 386v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 778

1

oder dieselbenn der Stadt schüldenn, die schüldener eins theils vf sich nehmenn lassenn, Dartzu soll er all vnnser eigenn, desgleichenn vnnser Stadt allenndorff vnnd auch gemeiner Pfenner geholtze vmb allenndorff vnnd die Sodenn gelegenn, in ernnstenn vleißigenn vfsehenn habenn, das die für vnnd fur recht vnnd wohl gehegt, kein new Roder gemacht, noch mit dem viehe vom Nachtbaurnn vnd anndernn vbertriebenn, auch nichts darin ohn sein vorwissenn, verwüst werde, Inmassenn wir vnns derhalbenn mit vnnsernn liebenn Getreuenn, Burgermeister vnnd Rath daselbst zu allenndorff, vnnd sie sich wiederumb mit vnns vom neuenn verglichenn, vnnd darüber sonnder verschreibung vfgericht sein, vnnd sollenn vffs furderlichst, vf anntzeige der Eltestenn, alle annwandung, wo die Marcksteine verruckt, vnnd verkommenn, Zwischenn den anstossenndenn Bergenn vnd gehöltzenn, wiederumb gesetzt, vnnd vermolnsteindt1[?] werdenn, auch ann denn Bergenn vnnd geholtz ann vnnd vmb die Sodenn, so zuweit darin ge=

Unsichere Lesungen

  1. Z. 19: vermolnsteindt — wohl vermalsteint, unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

HandschriftS. 779 Bl. 387r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 779

1

reumet vnnd gerodt, dasselbe abzuschaffenn, oder Zins darauf zusetzenn, auch die Zeune vmb die Hoffe oder garttenn, wo die zuweit Inn die gemeine wege gesetzt sein, wieder zurück zusetzenn, vnnd es also zumachenn, wies vonn altters nach aussage der Eltestenn gewesenn, vnnd gebüerlich ist, auch vber vnnser Lanndts vnnd Saltzwercks ordnungenn, vnnd was wir sonnst Jederzeit beuehlenn, ernnstlich halten, vnnd außrichtenn, vnnd die vbertretter, nach gestalt eines Jedenn verwirckung zustraffenn, Dartzu sie alle busse, wie erkanndt, oder getheidingt werdenn, vnns vnnd vnnsernn erbenn, wie solchs des ortts herkommenn vnnd preuchlich ist, zu vnnserm theil verrechenn, vnnd damit kein Partheiligkeit oder verdacht einicher personn, freundtschafft oder verwanndung halbenn sein, Noch Jemanndts sich der wegenn beklagenn durffe, So wollenn wir vnnd vnnser Erbenn, solchenn zuuorkommenn, Jederzeit nach einer Gottfurchtigen, vfrichtenn geschicktenn personn, zu solchem ampt dienlich, trachtenn, vnnd die dahin verordenenn vnnd bestellenn, der kein pfenner ist, oder ann der Gebaur=

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

HandschriftS. 780 Bl. 387v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 780

1

schafft zun Sodenn theil hat, Noch darin aldieweil er ann solchem vnnserm diennste sein will, Heyrathenn soll, vnnd das auch derselbe, so Jederzeit dahin bestelt wirdt, sein lebennlanng ann solchem ampte vnd diennste, vnnd daselbst wohnenn bleibe, Wie dann solchs vf allenn anndernn Saltzwerckenn breuchlich vnnd gewönlich, auch nützlich vnnd gut ist, solchs auch die hohe notturfft erfordert, Will er dann also zu allenndorff seine wohnung habenn, so soll derselbe alle Lanndtstrassenn, wege, stege, Brückenn vnnd annders vmb das Saltzwergk her in gute besserung zubringenn vnnd zuerhaltenn, mit hülf vnnsers Lanndtvogts wie obgemelt, vleis vnd sonnder vfsehenns darann thun, das wir solche spurrenn kommenn, Desgleichenn soll er vnnser Vogtmölnn daselbst, vnd das dartzu gehörige Wehr, Fische Stig, Hobenn1[?], Gartenn vnnd annders in guter Ordenung behaltenn, vnd versehenn, Jederzeit in der Mühlenn bey dem außmessenn sein, vnnd Register oder kerbe darüber haltenn, das solchs ohnne verdacht verhanndelt, vnd er

Unsichere Lesungen

  1. Z. 17: Hobenn — Wort unklar

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

HandschriftS. 781 Bl. 388r Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 781

1

vnns Jedes Jars dauonn bescheide gebenn könne, auch die Mast vnnser Schweine vf derselbenn vnnser Mölenn vfrichtigk lassenn haltenn, vnnd sonnst auch vber den dienernn in der Mühlenn, desgleichenn vnnsern Zolnernn, vnnd Zols ordenung mit ernnst zuhalten Damit auch vnnser eigenn geholtze, so wir ausserhalb der Pfenner Inenn vonn vnns zugelassenn Zirck, vor Itziger Location bewilliget, zu vnnserm Saltzwerck geordennt, Als den Meißner Inn hanng vber Frannkenhain, nach allenndorff zu, laut nachuolgennts zu enndt vnnd dis beschlus, vnnsers derwegenn außganngenn beuelchs, Item vnnser theil am Ottersbach. Item den Brambergk, vnnd annder geholtze vmb Dudenroda, Dartzu den Peters berge, die Berge vnnd geholtze, so wir vor sechtzehenn Jarenn, vonn den vonn Hundelshausen zu armenn Sachssenn, am Sorbennberge1[?], Breidennthal, Schweynmell2[?], Steingrabenn, vnnd Irenn zugehörigenn vmbferigenn begrieffenn, Bergenn, thalen, vnnd Inhengenn gewechselt, erkautet, vnnd an vnns zum Saltzwercke bracht habenn, laut vnnd

Unsichere Lesungen

  1. Z. 16: Sorbennberge — Anfangsbuchstabe unsicher
  2. Z. 17: Schweynmell — Flurname unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

HandschriftS. 782 Bl. 388v Das Vierdte Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 782

1

Das Vierdte Buch Innhalt volgennder darunter des mahls vfgerichter verschreibung, Vertragk zwischenn Hessenn vnnd denenn vonn Hundelshausenn vfgericht, vmb etlich Geholtze, wiese vnnd gueter 1538 Wir Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraff zu Hessenn, Graue zu Catzennelnpogenn, Dietz, Ziegennhain vnd Nidda ⸿ Thun vnndt1[?] hieran offenntlich, fur vnns vnnser Erbenn, nachkommennde furstenn zu Hessenn, gein aller menniglichenn bekennennde, Demnach wir zun Sodenn alhier für allenndorff das Saltzwergk, vmb sonnderlich vnnsers vnnd vnnsers furstennthumbs Ritter vnnd Lanndtschafft hohenn noturfft, vnnd gemeinenn nutzenn zum bestenn willen, zubawenn vnnd vfzurichtenn anngefanngenn, darzu wir dann ein mercklich anntzahl Holtzes behuben2, vnnd notturfftigk seindt, also habenn wir vnns mit vnnsernn liebenn Getreuenn Burckhardenn, Heinrich, Johann Waltternn, vnnd Caspernn vonn Hundelshausenn zu armenn Bachstenn3, Vettern vnndt

Unsichere Lesungen

  1. Z. 9: vnndt — wohl kundt gemeint
  2. Z. 17: behuben — Lesung unsicher
  3. Z. 21: armenn Bachstenn — Ortsname unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

HandschriftS. 783 Bl. 389r Das vierdte buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 783

1

Das vierdte buch. gebruedere, vmb Ire gerechtigkeit zu Hundelshausen eins erblichenn Wechsels, nachuolgennder gestalt erblich verglichenn, vnnd thun das Jegennwertigk, in vnd mit krafft dis brieffs, also vnnd dero gestalt, das die gedachtenn vonn Hundelshausenn, für sich vnnd Ire erben, vnns Jtzo als baldt erblich eingereumbt, zugestelt vnd vbergebenn habenn, Nemblich alles das Jenige, was Ire vorelternn vnnd sie daselbst zu Hundelshausenn in vnnserm ampte Ludewigstein gelegenn, in dorffe, felde, vnnd feldtmarckte, mit sampt allem geholtze, am Vorkennberge1, vnnd aller annder zugehörungenn, nichts ausgescheidenn, Innsonnderheit dreÿssigk achthalbe2 hube, der gebenn funf vnnd zwenntzigk hubenn Zins, Jede Hube Jars ein Schock3 eyer, acht groschenn, Je dreÿ groschenn vor ein alb, vier Huener Michaelis, Ein fastnacht Hun, vnnd vonn Jeder hube zwene Rinder wese4[?], Dartzu wann ein mann todes halbenn in dem genanntenn Dorffe, verfelt, das beste haupt, magk mann vor acht gute groschenn lösenn, Item vber die obberurtenn funff vnnd zwanntzigk huben

Unsichere Lesungen

  1. Z. 12: Vorkennberge — Flurname unsicher
  2. Z. 13: dreÿssigk achthalbe — Zahl unsicher
  3. Z. 15: Schock — Lesung unsicher
  4. Z. 17: Rinder wese — Wort unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

HandschriftS. 784 Bl. 389v Das Vierdte Buch.

Wortlaut der HandschriftSeite 784

1

Das Vierdte Buch. so zins gebenn, Noch zwo eigenn hubenn, gebenn Jerlichs vier Malter fruchte partim, Item acht acker Lanndes ann die feldtmarck zu Drubennhausenn1 stossende, gebenn wann sie mit Wintersat ausgestelt werdenn Ein Malter Weitze, vnnd zur Sommersadt dreÿ scheffell haffernn, Item etliche Lenndereÿ vor dem Vorkennberge, so Thomas Buchener2 Inne hat, vnnd gibt Jars dauann zweÿ malter frucht partim, Item Ettliche Wiesenn im Delmbach3, habenn die vonn Hilgershausenn Inne Jars vmb vier guldenn zins, Item Eine Wiese gnanndt vnnder den Lachs lochernn4, gibt Jars anderthalbenn guldenn, Item Eine Wiese hat Jacob Merck Jars vmb sechs alb zins Inne, sampt dem Zeÿhe vnnd Weinkauffs gelde, so vonn allenn obgeschriebenn güeternn Jederzeit gefelt, Inmassenn Ire altern, vnnd furfahrnn seligenn, vnnd volgennts sie solchs daselbst gehabt, vnnd vonn der Herrschafft zu Ples zu Lehenn getragenn habenn, Innhalt desselbenn Lehennbrieffs, so sie vnns vbergebenn habenn, Doch ausgescheidenn die Pfar vnnd den Zehenndenn daselbst zu Hundelshausen, welche vns geburt bleibenn, vnnd nach der Zehennde

Unsichere Lesungen

  1. Z. 4: Drubennhausenn — Ortsname unsicher
  2. Z. 8: Buchener — Name unsicher
  3. Z. 10: Delmbach — Flurname unsicher
  4. Z. 12: Lachs lochernn — Flurname unsicher
  5. Z. 14: Zeÿ=he — Wort unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Die Regierungsordnung von 1552/53

2.034 Elemente in 0,09 Sekunden aus der Datenbank gelesen.

Einstellungen auf diesem Gerät speichern?

Damit die gewählte Darstellung beim nächsten Besuch erhalten bleibt, würde ein einzelner Eintrag im lokalen Speicher des Browsers (localStorage) abgelegt. Das ist kein Cookie, und der Eintrag verlässt das Gerät nicht.