Das Werk als Zeitleiste: Wortlaut, Übersetzung, Zusammenfassung und Anmerkungen — frei kombinierbar
Das Werk der Reihe nach
Die Salzbibel in der Reihenfolge der Handschrift, Seite für Seite: Wortlaut, Übersetzung,
Zusammenfassungen und redaktionelle Anmerkungen. Jede Ansicht und jeder der dreizehn Abschnitte
lässt sich an- und abschalten; weitere Filter grenzen auf Seiten mit Abbildungen, Tabellen, Randvermerken oder
unsicheren Lesungen, auf einen Band, einen Seitenbereich oder ein Suchwort ein. Der Zustand steht in der Adresszeile.
Wortlaut und Übersetzung werden unverändert ausgegeben; Ziffern im Wortlaut verweisen auf unsichere Lesungen
am Fuß der Seite. Den Gesamtbestand durchsucht die Suche, die Gliederung erklärt
Aufbau des Werks.
Das fünffte Buch. Diese wochenn Vincula Petri Inn der nebenn Renn, darin der siegk so vnnter Jorgenn Gilen Bodt herfleust Ins gewelbe, Ist ein ausganng gemacht, dem viertenn kastenn gleich vber dem vnnderstenn kastenn, also das mann im vierdtenn kastenn, alles was er1 Sÿhenn, vnnd durch solchenn abganng Ins gewelbe weisenn kann, Damit wann mann im vnnderstenn funfftenn kastenn etwas zubesehenn oder zumachenn hette, das mann solchs sonnder verhinderung des wassers trockenn thun möge, Aus dem Saltzbronn ist ein abganng in den vndersten kastenn mit einer Röhrenn gefurt, vnnd die Renne so zu Jart2[?] zum ausganngk in derselben höhe in anndernn fas gelegt, wieder beÿ gethann, vnnd das Loch am fasse darzu gemacht, verspondt.
Das fünffte Buch. Diese wochenn Laurentij halb gearbeit, hat sehr geregnet, gefült vnnd zugestembt, Item die gerenne gefertiget, Inn diesenn gebeuenn hat mann auch klar vnnd eigenntlich scheinbarlich befundenn, das die eltesten ganntz nieder vnnd vfs aller nechste beÿ den Saltzadernn mit den Bodenn vnnd gesödenn bliebenn sein, aber darnach ist mann als höher fur vnnd fur gestiegenn, vnnd Sohl vnnd wiltwasser Inn die höhe zusteigenn zwingenn wollenn, das dann nit geringenn schadenn gemacht hat, vnnd were noch nutzlich vnnd gut, das die Bode vfs niederste stundenn, vnnd nitt Inn die höhe gebauet wurdenn, Dieweil mann aber doch die Sohl nunmehr hoch gnug bringe kann, das dann die altenn zuthun nit gewust habenn, hats nunmehr kein gefahr oder noth, Diese obbeschriebene gebeue habenn gewerth, vnnd seindt geschehenn In den zweÿenn Jarenn 1550.
6½ heller, Ohne das was vortheils vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, ann Holtz, diennstfuhre, vnnd annderst darzu gebraucht worden ist, wirdt auch noch mehr darauf gehenn, die abgebrochenn Bodenn vmb den Saltzbronn wieder vfzurichtenn, vnnd zubauenn, vnnd sonnst alle andere notwenndige beuwe auszufurenn vnnd vollent zufertigenn, wie das volgennt Jar mit der zeitt geschehenn soll, Actum et signatum Bodenn den 20 Octobris Anno 51.
Anno 54. den letztenn Aprilis hat vnnser gnediger furst vnnd herr Lanndtgraue Philips zu Hessen Graue zu Catzennelnbogenn, Vff vnnderthenigs bitlichs annsuchenn in verhanndtlung der erstorbtenn neuenn dreÿssigk werenden Location gemeinenn Pfennernn die Helffte obberurts Baugeldts, so Ihnen zubezahlenn geburt hette, vonn den vorigenn biß vf diß 54. Jars Exclusiuè, aus
Das fünffte Buch. sonnderenn gnadenn nachgelassenn, daruor der ausschos gemeiner Pfenner Hochgedachtenn vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn in aller vnnderthenigkeitt hohe vnnd grosse dannksagung gethann habenn, Signatum Allenndorff ann der Werra den 22 Maij Anno 54.
Justus Pistoris sst. Abfertigung vnnd Vergleichung des Zimmermanns vnd Werckmeisters. Wiewohl Meister Hanns Wetzell der zimmermann, so den Saltzbronn vf verordenung vnnd Beuelch der Bauwherrnn, gefast, vnnd gemacht, zimblich wohl vnterhaltenn, vnnd Jede wochenn annderthalben guldenn vor kost vnnd lohnn, laut derenn wochennrechnung gehabt vnnd vfgehabenn hat, damitt es dennach mit willenn mit Ime gehaltenn, Habenn die verordenntenn Bauwherrnn Ime die wochen eine mahlzeit oder zwo darzu mit geniessen lassen, vnnd darnach zu verehrung gebenn, wie aus nach
Ich Hanns Wetzell zimmermann, thue kundt hieran offenntlich gein allermenniglich bekennende, als Ich diese nehistverschienen zweÿ Jare, am Saltzbronn alhier zum Bodenn gearbeitt, vnnd den vonn neuenn gefast habe, Derwegenn die verordenntenn Bauwherrnn, vnd Saltzgrebenn, mir wochenntlich mein taglohnn, das sie mit mir vberkommenn seindt, gutlich habenn ausrichtenn vnnd bezahlenn lassenn, vnnd Ich dann zuuor daruber zu meiner vnnderhaltung, Nemlich Siebennthalbenn thaler, vnnd zwanntzigk Neun guldenn vfgenommenn, Welche sie mir zu verehrung habenn nachgebenn, vnnd darzu noch zwanntzigk funff guldenn, vnnd vier guldenn vor ein kleidt, mir Itzo bar vber zu enndtlicher
vier Pfennig tregt, der ich aller genntzlich vergnugtt vnnd bezahlt bin, Darumb so sage Ich fur mich vnnd alle meine erbenn, den Durchleuchtigenn Hochgebornnen furstenn vnnd herrnn, hern Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogenn, meinem gnedigenn fursten vnnd herrnn, sfgl.1[?] verordennte Bauwherrnn vnnd Beamptenn zum Bodenn, desgleichenn gemeine Pfenner vnnd Ire verordennte Saltzgreuenn solcher arbeit, meiner verdienntenn Besoldung, verehrung vnd annders halbenn, hiemit quidt, ledigk, vnd los, Gerede vnnd gelobe derwegenn, ann Hochgedachtenn meinenn gnedigenn furstenn vnnd herrnn, gemeine Pfenner, vnnd die Ihrenn, kein weitter annsprache noch forderung zuhabenn, Inn ganntz keine weise, vnnd will auch alles was Ich in selbenn Bau gesehenn vnnd erfahrenn habe, bis in meine grube verhelenn vnnd verschweigenn, vnd
Unsichere Lesungen
Z. 10: sfgl. — Abkürzung, seiner fürstlichen gnaden
Das fünffte Buch. dauonn nichts vermeldenn, auch ohnn Ir f. gl. vorwissenn, Inn oder ausserhalb Lanndes keinen Saltzbronn bauenn oder furnehmenn, alles sonnder geuerdt, vnnd des in vrkundt, Hab ich die Erbarnn vnnd wolweisenn herrnn Schultheis, Bürgermeister vnnd Rath zu Allenndorff ann der Werra, Ire ampts vnnd Stadt Siegell, vor mich hier vf diesenn brieff zuthun truckenn, mit vleis erbettenn, Welchs wir Schultheis, Burgermeister vnnd Rath also vmb beschehener bitt willen gethann, doch vnns vnnd gemeiner Stadt ohn schadenn, Gebenn vnnd geschehenn zum Bodenn, den 271[?] Nouembris Anno 51.
Vnnd damit gedachter zimmermann bis zu erledigung Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnd herrnn Im Lannde bleibe, vnnd diesem Saltzwergk zu nachteil kein annders oder neue Saltzwergk vfm Eichsfelde Creutzburgk, oder sonnst vmbs Furstennthumb Hessenn, vnnd denn darzuge
zu nachteil gebrauchenn lasse, Habenn wir die der zeit gewesenn Saltzgreuenn gedachtenn Meister Hannsenn, beÿ vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrenn Stadthalter vnd Räthen zue Cassell nachuerzeichnete bestallung erlanngt, die auch Ihnenn solchs habenn gefallenn lassenn, vnnd darmit versehenn wie volgtt.
Meister Hannsenn Wetzeln des zimmermans zum Bodenn bestellung. Wir Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell Bekennenn, als Meister Hanns Wetzell zimmermann etliche verlauffenn Jare zum Bodenn gearbeitt, vnnd in sonnderheit in dem nechstuerschienenn 50.
vnnd diesem 51. Jar den Saltzbronn daselbst vonn newem gefast, vnnd erbawenn helffenn, deswegenn er dann Innhalt seiner vbergebenn Quitanntz mit seinem verdienntenn Lohne, vnnd
Das fünffte Buch. verehrung abgefertiget vnnd versehenn wordenn, Damit er dann in vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogenn diennst bleibe, So ist [übergeschrieben:
er] vonn wegenn sfgl.1 bestelltt, in allenn sachenn, so Jme bewust, vnnd sfgl. nutzlich sein, vffm Saltzwergk allenn Bergkwerckenn im Lannde Molenn, vnnd anndernn bewenn, Wes er des verstanndt hat, sich gutwillig vnnd vleissigk, vnweigerlich brauchenn zulassenn, vnnd vff erforderung seiner f.
gl. darunter geordennte beuelchhaber am Jedem ort, nach allem seinem höchstenn verstannde zum bestenn annweisung zuthun, vnnd zurathenn helffenn, doch das er zu volnfuhrung der gebew am Saltzwerck diß nechstkunfftige 52.
Jar daselbst wonenn bleibe, vnnd solchs vfrichtenn helffe, auch sonnst Irenn f. gl. trew, holdt, gehorsam vnnd gewertig sein soll, Inmassenn ein trewer diener seinem herrenn zuthun schuldigk ist, vnnd er solchs gelobt, vnnd seinenn Reuers brieff dar
Das fünffte Buch. vber gebenn hat, Dargegenn soll Jm Jedes Jars aus den Bodenn 15 fl. Muntz, vnnd vier virtell kornns aus der Molenn daselbst gegebenn werdenn, Darzu ein kleidt zu hoffe des Jars, vnnd damit der gezimmertenn Öfenn halbenn kein verdacht vf Jme erwachsse, So soll er Jedes Jars dauor, dieweil er zum Bodenn ist, zweÿ achtteil saltz habenn, vnnd da er sonnst ann anndernn orttenn, Hochgedachtenn vnnserm gnedigenn Herrenn ann newenn grossenn bewenn arbeitenn wurde, vor die gezimmertenn Öfenn zweÿ virtell kornns habenn, vnnd soll Jme ann denenn ortenn, vf sfgl.
Vnnd des zu vrkundt vnnder Hochgedachtes vnnsers gnedigenn fursten vnd Herrenn zu Hessenn hieruf getrucktenn Secret Gebenn zu Cassell den letztenn tage Nouembris Anno 51.
Das fünffte Buch. Vermahnung zur dancksagung fur die Gottes gabe des new erbawetenn Saltzbronns zum Bodenn alhie fur Allenndorff an der Werra Anno Domini 1550.
Sitemahl vnns das Heilig wort Gottes so offt vnnd ernnstlich vermahnet, das wir Gott vnnserm liebenn herrenn vnnd vattern fur alle seine gabenn, vnnd gnade sollenn danngkbar sein, wie im 147.
Psalm vermeldet, Lobet den herrenn, denn vnnsern Gott lobenn, ist ein köstlich ding, Solch lob ist lieblich vnnd schönn, vnnd der Apostell, Seidt danckbar in allenn dingenn, So wollenn wir auch Jtzt vor diese gabe des Bronnenns, Gott vnnserm Himlischenn vatter preisenn, vnnd damit wir seiner gabenn erinnert, zulobenn vnnd danckenn anngereitzt werdenn, So wollenn wir fur vns nehmenn, die wortte des 104. Psalmens, vnnd
Das fünffte Buch. lautenn also, Du lest Bronnenn quellenn in den Grundenn, das die wasser zwischenn den Bergenn dahin gehenn, das alle thiere vf dem felde trinckenn, vnnd die wildenn thiere Irenn durst leschenn, ann denselbigenn wohnenn die Vogell des himmels, vnd singenn vnnder dem zweÿgenn.
Als der Prophet in diesem Psal. erzehlet allerleÿ wolthat, so Gott dem mennschenn gebenn hatt, vnd dannckt im dafur, erzehlet er diese gutthat auch vnd spricht.
Du lessest Bronnenn quellenn in den grundenn, das die wasser zwischenn den Bergenn dahin gehenn, alß wolt er sagenn, das thustu auch vnns zu nutze vnnd gute, das du allennthalbenn, wo mennschen wonenn, lessest Bronnenn quellenn, in der gantz weittenn welt, hie vnnd da, vf das sie mit wasser allennthalbenn versehenn sein.
Das fünffte Buch. benn muß, vnnd daselbst kein mennsch oder viehe liegenn, wonenn, oder bleibenn mugenn, Wo aber wasser ist, da grunet es, da wächßet es, Ist das Erdtreich fruchtbar, vnnd bringt alles zu vffendthalt dieses lebenns, Da siehet mann wie die mennschenn ann die grossenn wasserfluß gebawet, vnnd sich gesetzt habenn, in Stedtenn vnnd dorffenn, vnnd wo sie nicht am wasserflußenn sitzenn, dennoch ann die Bronnquellenn Ire wohnung vnnd heuser gesetzt habenn, da schepfft mann dann vnnd holett zu allerleÿ notturfft, zu waschenn, zu badenn, vnd allerleÿ zureÿnigung, zu mahlenn[?]1, zu backenn, zu brawenn, zu kochenn, Will geschweigenn, wie vielerleÿ art der fische das brauchenn kann, vnd wer kann nun das alles erzehlenn, so vnns Gott zu nutze thut, durch das Element des wassers, nicht allein vnns mennschenn, sonnder auch allem gethier, wie der Psalm weitter spricht, Das alle thiere vf dem felde trinckenn, Die werdenn auch begabet, mit Ires Schöpffers guete, vnnd mitt
Das fünffte Buch. trinckenn die volle begabet, Wo kömpt nun das alles, vnnd vmb wes willenn thut es Gott, alles vmb des mennschenn willenn, das er auch vonn den thierenn, vber das so das Erdtreich tregt zuessen, vnnd seinenn hunger zubussenn habe, auch das er sonnst der gethiere brauche, vnnd im dienenn lassen, Da bawet er seinenn acker mit, da fuhret er sein kornn ein, da fehret er vonn einem ortte zum anndernn, Ist also das viehe des mennschenn knecht, Darumb denn Gott das viehe geschaffenn, mit trinckenn vnnd essenn versehenn hat, wie der Prophet spricht, das alle thiere vff dem feldt trinckenn, Wiewohl nun Gott dem mennschenn anfennglich auch den tranck des wassers gebenn hatt, vnnd zu vffenndthalt dieses lebenns gnugsamb were, wie dann Adam vnnd anndere Patriarchenn in aller welt vonn souiel tausenndt mennschenn, von keinem anndernn tranck gewust, vnnd dessenn sich genugenn habenn lassenn, So hat
Das fünffte Buch. vnns doch Gott vber den gemeinenn tranck des wassers, auch bessernn, Edtlernn, vnnd dem leibe gesundernn tranck des weines, beschert, vnnd gebenn, vnd darzu ann den orttenn, da kein weinwachs ist, aus dem wasser wohlgeschmacktenn getranck, des Bier brawenn, vnnd machenn lassenn, vnnd soltenn hierinne vernunfftige sein, denn die vnvernunfftige thiere die vber Irenn durst nit trinckenn, vnnd soltenn billich den almechtigenn in solchem erkennenn, vnnd darfur lobenn, dannckenn, vnnd nit so vermessiglichenn sauffenn vnd schwelgenn, Volgt Weitter Vnnd die wildenn thiere Irenn durst leschenn, auch sagt er, die thiere, der viele so gar weit, vnnd den mennschenn zu keinem gebrauchenn kommen, weder Jnn die kuchenn, noch zu keiner feldt oder hausarbeit, dennoch vonn Gott auch gespeiset vnnd getrencket wordenn, denn Gott lest
Jnenn das wasser fliessenn, aus den Bronnenn fernn vonn den Leuthenn, in geholtze vnnd gebirgenn, vff das das wilt auch des liebenn Vatters gutigkeitt mögenn geniessenn, Wie Dauidt ann einem anndern ort sagtt.
Aller augenn wartten auff dich herr Also auch, die vogell in der Lufft, Wie er weitter spricht, ann dennselbenn Bronnenn quellenn vnnd flüssenn wonenn die vogell, vnnd singenn vnter den zweigenn, das ist seint frölich vnnd lustigk, singen für das essenn vnnd trinckenn, ein frölich gesanng vnnd liedt, vnnd lobenn Jrenn Schepffer vnnd ernehrer, Summa es ist alles danckbar dem herrn, das viehe vf dem felde, die vogell vnter dem Himmell, Soltenn wir mennschenn nit viel mehr Gottes gabenn erkennenn, vnnd darfür danckbar sein, Darumb so wollenn wir mit dem heiligenn Prophetenn vnnd anndernn gleubigenn mennschenn, auch diesenn Psalmenn vnns der wolthat Gottes erjnnernn, vnnd darfür Gott lobenn.
vnnd preisenn, vnnd sagenn, Du lessest Bronnen quellenn, Dann welcher Konig oder Keiser hat die Kunst, das er seinem Volcke Bronnen gebe, so es vonnötenn were, aber du, du ewiger Gott, du lessest Bronnenn quellenn, es ist dein werck, Wir lesen, das er auch wohl hat Bronnenn gebenn, vnnd wasser lauffenn lassenn, aus hartenn felssenn, wie er den Kindernn Jsraël in der Wüstenn Wasser gab, Jtem da Konige Judith vnnd Jsmael zufelde lagenn, wieder den Konig Edem, vnnd grossenn mangel hattenn ann wasser, vnnd all viehe, vnnd alle verderbenn hettenn müssenn, gab Jne Gott wasser aus fürbit des Heiligenn Prophetenn Elisei, wie wir lesenn, 4.
Rege. 3: Welches alles sein grosse wercke seine gewaldt vnnd güete zuerzeigen[?]1 Nun habenn wir aber dieses orts, eine besonndere gabe eines Bronnes als nemblich der Saltzbronn, für den wir fürnemblich vnnd insonnderheit dem Herrnn danckenn, vnnd ein te Deum laudamus singenn sollenn, vonn wegenn des nutzbarkeitt.
so aus demselbigenn der liebe Gott so lannge gebenn, vnnd noch alle tage gibet, dann rechenn du, Wieviel tausenndt haußvetter mit allenn Jrenn Kindernn vnnd gesinde hat wohl der liebe Vatter souiel hundert Jar daher begabet, ernehret, erhalttenn, gespeiset, getrencket, gekleidet, aus dieser gabe des Bronnens, vnnd wieuiel habenn noch heutigs tags Jrenn vffennthalt, vnnd narung vom Bronnenn, mit alle Jrem Haußgesinde, Der mit Saltz machenn, dieser mit abführenn, vnnd wegkbringenn, Jener mit Holtz zu zuführenn, Holtz zu hauwenn, Wellenn zubindenn, Will geschweigenn der schmiede, die Jmmer ann den Pfannen zumachenn, vnnd zu lappenn habenn, Zimmerleute vnnd viel anndere arbeitsleute vnd taglöhner, welche mann teglich habenn muß, vnd allesampt Jre gewerbe darbey treibenn, Jrenn nutz suchenn, vnnd Jhr brodt verdienenn, solt mann dann nit Gott darfür lobenn vnnd erkennenn, das er vnns vnser teglich brodt also bescheren muß,
Vielmehr aber sollenn die Jenigenn Gott danncken, die die Pfanntheile vnnd Erbe habenn ann solcher gabe, denenn souiel leute mit Jrer arbeit dienen, vnnd sie ohn alle mühe solchs aus des gütigen Vatters hanndt emtpfahenn, Ja sage Jch, die sollen sonnderlich vor anndernn Gott für die Gabe preisenn, vnnd auch des nechstenn nit vergessenn, mitzutheilenn, Was Jhnenn Gott bescheret, wie dann auch der brauch gewesenn, vf einen sonderlichenn tagk ein almusenn bey dem Bronnen allenn armenn leutenn, außzutheilenn, Wie dann auch mitgetheilt wirdt, alle Jar ein Fürstlich almosenn, armenn Pfarherrnn, Studenten, Jungfrauwenn so zur ehe greiffenn, vnd auch sonst armenn leutenn, Ja sage Jch, das ist wohlgethan, das mann mit wortenn vnnd werckenn vns sollenn dannckbar Jegenn vnserm woltheter erzeigenn vnnd erkennenn, dann vonn welchem wir solchs vnnd alles annder habenn, vnnd wo wir auch solchs nit thetenn, vnnd allein
vnsernn pracht, hoffart, vnnd geitz, schwelgen, vnnd prassenn treibenn, wie leider in etzlichenn der böse brauch vnnd vergeß Gottes ist, könnte vnd wurde auch der liebe Gott vnns der mahl eins, solche gabe schmeler machenn, Jne auch wohl gar enndtziehenn, denn denckt nit, ob es wohl ein lannge zeit gestanndenn, das darumb altzeit so stehenn müsse, dann singet vnns der Prophet ein annder liedt, vonn der die Beche zu Wüsten macht, vnnd die wasserquellenn lest versiegenn, setzt ein fruchtbar Lanndt in ein vnfruchtbars vmb der boßheit willenn, derenn die darinnen wohnenn Psal 107,1 wie offt ist das geschehenn, das Gott Stedte vnnd dorffer hatt gar lassenn vergehenn, vnnd ann anndernn ortten, anndere wieder lassenn vfgehenn, Bronnenn vnnd wasser versiegenn, vnnd ann anndernn orten wieder lassenn quellenn, wie wir das auch finden beim Stabone in seinem erstenn vnnd letztenn buche seiner Geographei, Jtem die Heilige schrifft gedenckt des Bronnens zu Jericho, Wie
der verdorbenn, vnnd verlestert ist, vonn wegenn der sünde der Jnnwohner, vnnd wiederumb durch gebete des gleubigenn Helisei, vnnd annderer Gottes Kinder, gesundt süsse vnnd heilsamb gemacht ist, das sie sichs kunttenn gebrauchenn, kochen vnnd trinckenn, der für der zeit, weder mensch[?]1 noch viehe nütze war, Darumb solchs zuuerhutenn, sollenn wir wie fromme Gotteskinder, Gott in seinenn gabenn erkennenn, darfür danckenn, für sundenn vnns hutenn, Gott lobenn, vnsers armenn nehistenn nit vergessenn, vnnd vns also stellenn, das Gott nit mitt vnns zürne, dann sehet vor augenn Wann Gott die hanndt abzeucht, wie balde alle arbeitt verlorenn werenn, er könntte die Saltzadern sich verlierenn lassenn, oder stopffenn, er könte wiltwasser mit solcher weise quellenn lassenn, das mann es nit könntte gesonndernn, es könte durch Bauleute, den Bronnenn verderbenn lassenn werdenn, vnnd was soll mann viel
sagenn, da steht es im Psal, das er vmb der leute boßheit willenn, die hanndt kann vnnd will abziehenn, ein fruchtbar Lanndt in ein fruchtbars zusetzenn, Ja sprechenn etliche, dieweil du dann sagest, das mann Gott dannckenn soll, Warumb hat mann die weise lassenn abgehenn, das mann vf einenn besonnder, als S:
Bonifacij Gott lobet vnnd spennde gabe, das Sacrament vff den Bronnenn truge, vnnd alle Pfarher, Schueler vnnd Volck, Anntwort, Es ist Ja dieselbe weise abganngenn, so im Pabstumb breuchlich gewesen, aber was ist das, das mann das Heilige Sacrament zu dem Bronnenn truge, meinenn wir denn das das dem Herrnn Christo so wohlgefalle, vnnd nit besser gefallenn, das wirs essenn vnnd trinckenn, zu sterck vnsers betrubtenn gewissenns, vnnd sagenn dem Herrnn danck für sein bitter leidenn, wie die erste vnnd elteste Kirche gethan hatt, das möchte mann thun, das wir vns vmb denn Bronnenn versambletenn, vnnd daselbst
dem Herrnn ein Te Deum, oder annder liedt sungen[?]1, vnnd im danckenn, aber was manngels haben wir darann, so in vnsernn Kirchenn, so offt wir zum Gottes Tische zusammenn kommen, so offt du zum Bronnenn kommest, oder auch daheim im hause Gott dannckenn, wann wir essenn oder trinckenn, gelt oder Saltz vfgebenn, das Saltzfas vf den tisch bey der Kost setzenn, Jtem wann du deine Saltzgennse gemacht, vnnd vmb die Pfann daher stehenn siehest, das du dann sprechest oder dechtest, O Gott Himlischer Vatter, Jch dancke dir vnnd preise dich vmb deine gabe, Das wurde ohn zweiuell Gott wohl gefallenn, vnnd hettest also nit allein einenn tage im Jare, sonder alle tage vnnd vielerley das dich annreitzet, vnnd vermanet, Gott zudannckenn, vnnd köntest mit dem Prophetenn sprechenn, Jch will den Herrnn lobenn allezeit, sein lob soll Jmmerdar in meinem munde sein, hettest also vhrsach gnug Gott vonn hertzenn vor seine gabenn zu loben
Das fünffte Buch. vnnd danckenn, Nit aber alleine sollen wir annderenn die wir kein Pfanntheil habenn, oder auch durch vnnser arbeit dauonn etwas gewinnenn Gott lobenn, sonndernn auch alle mennschenn, die des Saltzes gebrauchenn, denn es ist denenn zu nutz auch gebenn, denn dencke in doch nach, was fur nutzbarkeit wir alle davonn habenn, vnnd wie not es sey, vnnd wie das gemeine sprichwort laut, So ist Saltz die beste würtze, vnnd kann sein viel vbeler enndtberenn, in vnnserm kuchenn, denn des Zuckers oder Pfeffers, Welche kost wolt vnns doch schmeckenn, wie köndtenn wir sein enntperen zur haushaltunge, vnnser fleisch, fische, Butter, kese einzusaltzenn, vnnd zum vorrath vber[?]wartenn, Wie wolte mann gesinde, arbeits leute speisenn, vnnd settigenn, Wie könnt ein landt mehr dem anndernn zutreibenn, zu furenn, vnnd holenn lassenn, So viel fische, vnnd fleisch, Hering, vnnd anndere gesaltzene Speise, souiel Butter
Das fünffte Buch. vnnd kese könnenn wir in vnnserm Lannde nicht machenn, das wir vnns kündtenn behelffenn, Wo mann vnns aus anndernn Lanndenn nit mehr zufuret, Was wolt dann vor ein theurung vnd manngell volgenn, wo vnns solches saltzes halben wurde fehlenn, Ja was wurde in diesem vnnd anndernn Lanndenn werdenn, so mann kein fleisch wilt oder zam, kein fische, kein butter, kein kese machenn kündte, Saltzes manngell halbenn, muste es doch alles verderbenn, stinckent vnnd modicht werdenn, vnnd vnns zu keinem nutze kommenn, Mustenn vns der wurtzell vnnd grases behelffenn wie das viehe, soltenn wir vnns des hartenn vnnseligenn hungers erwehrenn, Wo nit der liebe Gott, diese Edtle Creatur des Saltzes darzu gebenn, vnnd erschaffenn hette, das dem mennschenn dadurch seine speise geweret, vnnd nutze gemacht wurde, Wie mannche Stadt liede auch grosse not, so in
Das fünffte Buch. kriegsleufftenn sich der gesaltzene speise behelffen muß, Was solt ich sagenn, das mannch kranck mennsche vonn gelust wegenn begert, vonn einem gesaltzenn fische oder fleische zuessenn, vnd bekömpt Ime auch wohl zu seiner gesundtheit, vnnd wer kann doch alle nutzbarkeit vnnd notturfft des Saltzes erzehlenn, so der himlische vatter zur speise, zur ertzney, vnnd sonnst zu vielerley brauch das saltz geschaffenn hatt.
Darumb ist es billich, das alle mennschenn zu sampt vnns Gott fur seine gabenn danckenn, vnd darann gedenckenn, wie der liebe vatter fur vns sorget, wol thut vnnd gebe allerley gabe, dauon die mennschenn erhaltenn, vnnd erfreuet werdenn, nit alleine die Saltzbronnenn, sonndernn auch die Saurbronnenn, die Warme Bronnen, vonn farbenn vnnd geschmack manncherley, welches alles des Werckmeisters oder Schöpffers weißheit vnnd güte thut annzeigenn, das
104. Nun ist noch ein annder Bornn, vonn dem auch zusagenn ehe wir beschliessenn, welchenn vns der liebe Gott auch gebenn hat, Jegenn welchenn alle Saltzbronnenn, Saurbronnenn, Warme bronnenn, sampt allenn Bronnenn in der weitenn welt, alle silber vnnd Golt Bergkwergken, sampt allenn Reichthumen vnnd schetzenn vff erdenn, nichts seindt, vnnd werenn warlich arm vnnd durfftig, so wir den Bronn nit hetten, aber nu wir den habenn, seindt wir reich vnnd seligk, vnnd werdenn in der Heyligenn schrifft, vonn dem heiligenn Geiste darzu vermanett, das wir dem Herrenn dafur danckenn sollenn, als im Psal.
Das fünffte Buch. versamblungenn zu Gottes diennst, lobenn, singk1[?] vnnd sagenn soll, Es ist ein Geistlicher Bronn, welcher nit einer geselschafft oder einer Stadt gebenn ist, Besonnder allenn gleubigenn, so weit die welt ist, Er bringt auch nit mit sich zeitliche güeter, sonnder ewige güeter, im ewigenn lebenn, dauonn hat der Prophet Zacha:
am 13. gar herlich geprediget zu der zeit |: vernim des Neuenn Testaments :| wurde das haus Dauidt, vnnd die Burger zu Jerusalem, einenn freyenn offenenn bronnenn haben, wieder die Sunde vnnd vnreinigkeit, Was ist doch das fur ein bronn, der zu Jherusalem quellen wurde, vnnd abwaschenn alle vnreynigkeitt vnd sunde, Das muß Ja ein köstlich vnnd Edell wasser sein, das da abwescht alle sunde vnnd geistliche vnreinigkeit des hertzenns, das so suß vnnd gesundt ist, zu trinckenn, zu labenn, zu sterckenn, vnnd bekrefftigenn den Innerlichenn mennschenn, Ja
Das fünffte Buch. das seindt die wasser des heiligenn Geistes, die da nit verschrenckt oder verschlossenn stehenn, wie im altenn Testament, das hanndtfaß Mose, oder hernach das Mehr, das der König Salomo machl1[?] ließ, sich darin zu waschenn, vnnd reinigenn alleine den Priesternn, sonnder ein freyenn offenen Bronnenn, darin sich reich vnnd arm, Jung vnnd alt, allezeit zutrinckenn, labenn, kuelenn, reynigenn vnnd artzneyenn habenn, Item der Prophet Esai:
hat auch dauonn geweissaget, am 12. Capi: da er auch vonn der zeit des neuen Testaments sagt vnnd spricht vnnder anndern, Ir werdet mit freudenn wasser schöpffenn, aus dem heilbronnenn, Siehe, hie heist der Prophet die wasser des heiligenn Geistes, Heilbronnenn, darumb das sie alles heile, hulff, vnnd trost bringen, Ja die ewige freude vnnd seligkeit allenn gleubigenn, vnnd seindt die theurenn wortte vnnd zusagung Christi, die Heilige Tauffe, der Heilige
Das fünffte Buch. Geist, so vnns gegebenn wirdt, das ist das schöne reine lauttere wasser, das gesunde wasser, das heilige wasser, welchs vnns nit eintzelig, sonndernn vns vffs aller reicheste gegebenn ist, Daraus vnns vnnd anndernn zuschepffenn, zuholenn, vnd zu badenn, Denn spricht Esa:
werdet ihr mitt freudenn schepffenn, vnnd singenn, da werdett ihr rechte lehre, geweisenn trost, vnnd volkommene abwaschung aller euer sunde habenn, also das ihr Gott darfur nit gnugsamb gedannckenn küntet, Also sagt auch der Herr Christus zum weibe bey dem Bronnenn der Stadt Sichar:
Jo: 4. Weib wer dieses wassers trinckenn wirdt, das ich Ime gebe, den wirdt ewiglich nit durstenn, sonndern das wasser das ich im gebenn werde, das wirdt in Ime ein bron des wassers werdenn, das in das ewige leben quillet.
Sehet das ist der heilbronn, oder Bronn Israel, der das ewige lebenn bringt, vnnd ist nit auszuscheffffen1[?], denn wir so herlich vermanet werdenn vom Heiligen
Das fünffte Buch. Geist darfur zudanckenn, Darumb so last insonnderheit vnnd fur allenn dingenn, fur diesenn reichenn ewig quellenten heilsamen bronnenn, Gott höchlich vnnd vom hertzen danckenn, fur sein Heiliges wort, dadurch wir bekert, vnnd zum Christenn glaubenn kommen seindt, fur sein Herliche tauffe, darin wir so reine gewasch1[?] vnnd gebat sein, fur die Gabe des Heiligenn Geists, der vnns bey rechtem glaubenn erhelt, sterckett, tröstet, lobet, vnnd artzet, das wir volle gnüge habenn, vnnd mit dem Heiligenn Prophetenn Dauidt aus dem 23.
Psal singenn, Er lest mich weiden, da viel graß stehet, vnnd führet mich zum wasser das mich erkuelet, Demselbigenn vnnserm liebenn vatter vnnd Gott, sey nun vor diese vnnd alle seine veterliche gabenn, damit er vnns teglich ann leib vnnd seele so reichlich begabet, lob ehr vnnd danck gesagt, vonn nun ann bis in Ewigkeit, Amen.
Der Erst Appendix. Zimmermann. Meurer, ist auch Wegemeister, Kleÿber Meister. Achtell. Gehörenn — 8 vff ein Pfann saltz, Ist eines souiel als — 2 Marpurger Muth.
Ein Malter aschenn wiegen In die — 188 lb. Abzehlenn. Geschicht allenn Montagk in beÿsein der Saltzgrevenn vnnd Beamptenn, sein die zeichenn der klaffter Holtz, was der Holtzvogt die wochenn vber den Bödernn verkaufft.
Abzahl Register. Darin wirdet die zahl der verkaufftenn klaffternn, allenn Montagk nach dem abzehlenn geschriebenn, dero heltet der Holtzvogt eins, vnnd der Pfarher Mhenanus1 auch eins.
Der Erst Appendix. Bompenn. Sein kupffernn Rörenn, hat mann zwo im Saltzbronnenn, Ist Jede — 5½ Zoll weit, vnnd — 2 im wasserschacht, Ist Jede — 8 Zoll weit, damitt wirdet die Sohl vnnd das wiltwasser zugleich gelanngt, außgehalttenn vnnd abgeöst, Bompegeldt.
Der Erst Appendix. Baisse. Ist die Materia, so Jedenn Sonnabenndt auß dem Gesöde gelanngt wirdt, [Einfügezeichen F] zurschlegt mann, vnnd lessets in der Sohl wieder zergehenn, vnnd dardurch wirdt die Sohle zum siedenn gesterckt, vnnd verbessert, Bortteisenn.
Ist ein stuck eisenn so breit wie ein Blech, das hengt mann ann die Pfannenn, Wann mann die Sohle, so in den trogenn gestanndenn, Inn die Pfann geust, darmit die Bortte ann den Pfannenn dadurch nitt beschediget werdenn, derenn muß mann zu Jeder Pfann vff Jede seitte, eines habenn, Beisshamer.
Der Erst Appendix. Bodt habenn, das zufegenn, vnnd das Versaltz zusammenn zukerenn, Blut. Vom Rindernn muß mann zu einer Pfann, aldieweil die weret, vngeuehrlich vor — ½ achtell saltz habenn, Wirdet gebraucht, wann mann die Pfan vfsetzt, das sie darmit bestrichenn, vnnd Jungtbrenndt wirdet, vnnd darnach wann die pfannen alt wordenn, vnnd außgehenn, müssenn alle dreÿ wochenn, die nethe mit bestrichenn werdenn, Wirdet in gemein farbe gemelt, Berleff1.
Gehörenn beÿ Jede Pfannenn — 2. giltet eine — 2 d. braucht mann beÿ der Schauffelnn, Wenn man die Gennse fenngt, dieselbenn werdenn darmit beschlagenn, vnnd gefertiget. Besoldung.
Der Erst Appendix. Belege. Ist das Jenige, so ann den beidenn seittenn vf der Wanndt ann die Pfann gelegt werdenn von schloter, darmit die Pfannbeume nit verbrennenn, Darwieder werdenn die Saltzgennse gesetzt vnnd gedörret.
Belegstein. Muß mann vf Jeder seittenn — 4 habenn liegen vf dem Gesöde, vnnd vnter den nethenn der Pfann, darauf ruhenn die Pfannenn, das sie nicht schaden nimpt, Böcke.
Bauholtz. Wirdet etwo ein theils am Seulingswaldt, das andere am Wolffesberge gehawenn, Vom Seulingswaldt gibt mann vonn einem gantz Bodt, zu fuhrlohn biß Inn die Bodenn, ———— 16 fl.
Buchenn holtz. Giltet Ein klaffter ———— j thaler. Busse ann Saltzpfannen. So offt der Böder ann der altenn Pfann lest buessenn, herr dem Schmiede vonn Jedem nagell, so er Innschlegt — j hlr gebenn, kann vf ein pfann vnngefehrlich 4. 5. oder 6 fl. lauffenn, vonn ein
Der Erst Appendix. haffenn — 4 hlr, darann gehörenn 4 negell, sein auch — 4 hlr, den Lappenn bezahlt mann nach der gröste vnnd kleine, Nemblich ein ganntz bladt, vor — 2 alb.
fl. vnnd herrnn gar, ohne wenn Burger die Holtzordnung gebrochenn, vnnd in Sodenn gestrafft werdenn, solche buß gibt mann der Stadt halb wenn aber die Pfenner, Ir theil Saltzwerck selbst Innehabenn, so hat gleichwohl ffgl.
die hoheit vnnd straff, vber hals, hanndt, schuldt vnnd schadenn, die Pfenner aber habenn vber Ihr gesinde vnnd Bodenn, gebot, straff, vnnd buß, Ihnenn gehorsamb vnnd gewertigk zusein, Inn der Stadt aber ist alle Criminal vnnd die busse, so vonn vnnserm gl.
Junij Anno 68. in Cassell datirt. Bödtener1. Jst einer Jm Bodenn, muß alle faß vf vnnd zuschlage[?]2 Kubenn, Saltzmas, Zöbber, Stüntz[?]3, vnnd füll einer machenn, vnnd in besserung haltenn, auch bey vffvnnd ausmessung des Saltzes, hat zu belohnung ein achtteil Saltz, vnnd vom Jeder Pfann so vffgemessenn wirdt — j alb.
vom einem newenn Kubenn gibt mann Jhm, so er das holtz darthut — 6. oder 7 thaler. Wenn aber das holtz vnnsers gnedigenn furstenn vnd hern ist — 3 thaler, vom einem Saltzmas zumache[?]4 — 8 alb.
Der Erst Appendix. Jhm vom schock — 4 alb. vnnd so er die Reiff hewet, des tags — 4½ alb. Setzt er aber ein alt Kubenn vom newenn wieder zusammenn, gibt mann Jme zwenn thaler, oder — 2 fl.
die 2 alb. hebt der Renndtmeister, die — 10 alb. die Jnnehmer der trancksteur. Jst also vom vnnserm gnedigenn fürsten vnd herrenn in der Resolution Anno 68.
zugelassen, doch soll der Wirdt kein offenntlich glagk1 vnnd zech haltenn, Es mög aber die alte Ordenung, das in Bodenn kein wein oder Bier soll geschenckt werdenn.
Der Erst Appendix. welchenn sie vonn allters her also gehalttenn. Bawmeister. Jst einer in Bodenn, der itzige Bronnenn meister, hat darvonn zu besoldung Geldt ———— 20 fl.
Der sein vnnter der Pfannenn in Steinkolenn Bodenn im gesode — 2. zu demselbigenn werdenn die kleinenn kolenn vf die Plattenn geschütt, gederret, vnnd demnach vf den Rost zubrennenn gestossenn.
Nota. Anno 72. Hab ich ein sonnderlich schreibenn des Pfarhers Rhenani aus Cassell ———— 4 Claffter relenn lassenn, zuerforschenn, wieuiel scheidt ein Claffter halte, befundenn.
Dielenn. Kostenn ein schock ———— 5. thaler, mehr oder weniger, werdenn gebraucht im Saltzwergk zu den gesödenn, dechernn vnnd thüren in Boden, Diener stehet vnnterm A.
Der Erst Appendix. Dienstvolck. Dem dienstvolck so das flösholtz aus dem wasser bringt, gibt der Holtzvogt vonn Jeder Claffter zu tranckgeldt ———— 5 heller.
vnnd wirdet Jhnenn auch das forstgeldt halb nachgelassenn, Jst also durch vnnsern gnedigenn fürsten vnnd herrnn, Gottseliger vnnd hochlöblicher gedechtnus, in Anno 44.
verordnet, laut der schrifftlichenn vrkundt, Darrstubenn, darroffenn Jst in Jedem Steinkolenn Both eine, darinnenn wirdt das saltz am stückenn vor den offenn durr gemacht, ehe dann es verladenn wirdt, E.
Die Eysennhüt, darauf solch blech gemacht wirdt, heist Rommershausenn, Jst aber nunmehr gein Lippoldesbergk gelegt, daselbst soll mann Centner bezahlenn mit — 4 fl.
Der Erst Appendix. — 3 fl. 6 alb. Toffell zoll, Jtem — 25 fl j alb 4 hlr. herrnngeldt, vnnd — 2 pfan saltzes alter Pflicht, ann stadt der ———— 25 offen, Was sonnstenn Grundtzins vom haus vnd hoffenn, im Saltzwerck gefelt, dero ein theils gebürt hochgedachtenn vnnserm gl.
f. vnnd herrnn, Was vff sfgl.1 theil stehet, vnnd ist Jerlichenn, ———— 6 fl 6 alb. 6 hlr Was aber vf der Pfenner theil gefelt, das ist vnnd habenn sie die Pfenner selbst, Erbkaufft Pfannentheil.
Der Erst Appendix. darmit mann sicht, wieuiel der Jars Jns Saltzwergk kommenn, Mann ledet auch den Esell treibernn vf Jedenn hauffenn — 2 achtell saltzes, giltet einer ———— 24 alb.
Mein G. F. vnnd herr, hat Jedes Jars souiel mahl sfgl.1 gefellig, flössenn zulassenn, doch das solchs Jederzeit zu rechtenn wettertagenn, zwischenn Walpurgis vnnd Pfingstenn, oder nach Laurentij, wenns wasser starck gnug ist, vorgenommenn werde, vnnd soll den Sachsischenn amptleuchtenn[?]2 zu Creutzburgk vnnd Gerstungenn, wenn mann flossenn will, alwege 14 tage zuuor anngekündigtt,
Der Erst Appendix. auch der ort da das holtz anngefurt, vnnd Jnngeworfenn werdenn soll, vermeldet werdenn, darmit sie die vnndersassenn, vor schadenn zu warnnenn, Darentkegenn gibt hochgedachter vnnser gl.
fl. vnnd herr, dem Hertzogenn zu Sachssenn, wenn ein oder viel mahl geflöst wirdt ———— 100 achteill gut vnnd kein schmir saltz, vnnd dem Obersten zu Mila auch ein Pfann, Wenn nun aber nicht geflöst, als denn gleichwohl — 50 achteill, Wirdet vf den tagk Jacobi zu Allenndorff in beisein eines Sachssischenn dieners eingepackt, vnnd fürters vf vnnsers gl.
f. vnd herrnn kostenn gein Mila gelieffertt, Es soll auch aller schadenn so den vndersassenn solcher flös halbenn beschehenn möchte, nach erkendtnus Jedes orts schepffenn, bezahlet werdenn, Nota.
Summa — 16 fl 2 alb 6. hlr. vonn Jeder Pfann — ½ thaler. Eich Zober, eichenn. Sein zwene, heltet Jeder — 2 Ohm Wormbser Eich, darmit wirdt bisweilenn der Saltzbronnenn, was daraus in einer stundt kann gelanngt werdenn, geeichet, Wie hiernach ein besonder verzeichnus zufindenn, Nō:2
Aus den Bodenn gein Cassell ———— 2 thaler. Aus Cassell gein Darmbstadt ———— 6 fl. Ist aber nunmehr gestiegenn, Vonn einem fuder fasse Vom neuenn Haus inn die Bodenn ———— j alb 3 hlr Vom Spitthal hero, ———— j alb 9 hlr Sohl Troghe.
Der Erst Appendix. Dreck auszufuhrenn, Einem tagk ———— 24 alb. Bört vnnd flößleitternn, aus dem grossenn hause beÿ die Werra zuführenn, Einem tagk ———— 48 alb.
Der Erst Appendix. Was aber Oberhalb Mündenn kaufft wirdt, davonn gibt mann vom Jedem fasse ———— j alb Vonn —— 100 lediger Thonnenn vonn Vackenn[?]1 bis gein Allenndorff, ———— j fl.
Dem Bödtner zu Vackenn[?]2, gibt mann vor ein neu faß ———— 14 alb Sonnstenn wirdet eins mit —— ½ thaler bezahlet, darzu kostet eins zu schiffuhrlohnn bis gein Allendorf,
Der Erst Appendix. vonn Vackenn[?]1 ———— 2 Oberhalb Mündenn ———— 1 } alb. Flössenn. Soll Jedes Jars beschehenn, zwischenn Walpurgis vnnd Pfingstenn, oder nach Laurentij, Laut des Eisenachischenn vertragts, beÿ E.
flössenn lassenn, ———— 100 achtel saltz. Wenn aber nit geflöst wirdt, nur —— 50 achtell. Vnnd dem Oberstenn auch ein Pfann, sein zusammenn ———— 13½ Pfan.
Vnnd schickt vnnser gnediger fürst vnnd herr solch saltz bis gein Mila, Davonn zufuhrlohnn, gibt mann den Beilsteinischenn vom dammenn bis gein Wannfriedt – 8 fl j alb 3 hlr.
Der Erst Appendix. Flöß zeichenn. Gibt mann den dienstleutenn, so das flösholtz aus dem wasser werffenn, darauf bezahlet sie denn der Holtzvogt, vom Jeder Klr1 ———— 5 hlr.
Bringt sie darnach dem Holtzleger, Was also denn solch vnnd ein Jedes zeichenn ann der zahl hat vnd gelttet, denselbenn ann der zahl gezeichnetenn hauffenn oder Klaffter holtzes bekommet er – Also wirdt es auch mit demselbigenn scheidt holtz gehalttenn, Fuhr zeichenn.
Der Erst Appendix. mann das saltz aus der Pfannenn lanngenn will, feget manns vff schauffelnn Ein Ganß[?]1 genennet, derenn feget mann vf ein mahl —— 12 gense[?]2, vnnd geschicht zu einer Pfann —— 14.
oder 15. mal, Fegfaß Gehörenn in ein bodt dreÿ, kostet eins —— j batz –, werdenn im siedenn Inn die Pfann gesetzt, darin samblet sich aller sanndt vnnd vnreinigkeitt, so in der Sohlenn ist, Feurenn.
Der Erst Appendix. Fegenn. Alwegenn wenn in einer Pfann —— 5. oder 6. werk gesottenn wordenn, hennkenn sich die schebenn, hart vnnd dick ann die Pfannenn, derowegenn der meister die ausfegenn muß, Welchs geschicht durch ein feur, so mit —— 5.
oder 6. wellenn vnnter die Pfannenn, Wenn die zuvor gar ausgefüllet wordenn, gemacht wirdt, denn vonn der hitze springenn die schebenn abe, Fersetzer Zu Allenndorff, müssenn die Börte vnnd Leÿternn[?]1 zum flössenn setzenn, davonn gibt mann einem des tags —— 3½ alb.
Der Erst Appendix. Anno 77. sein im Weissenn hoffe vffgeschüt —— 300 Pfann, habenn im vffschüttenn, vnnd im grossenn mas gebenn —— 215 Pfann ½ achttell 3¼ metzenn, Füll Eimer Muß mann in Jedem bodt einenn habenn benebenn der Eschenn, damit mann die Sohle aus dem tieffen Kübenn lannget, kost einer —— ½ fl.
Gegennschreiber. Ist auch Zoller vnnd mit Saltzwart sein ampt ist, alles was der Renndtmeister ann gelde ausgibt, darbeÿ zu sein, vnnd Ims wochenn buch zuschreibenn, den Zoll, Schatz, vnnd wege geldt Innzunehmenn, vnnd alle werke, was dero wochentlich vnnd Jerlich gesottenn werdenn, zu Register zubringenn, Hat davonn zu besoldung 20 fl.
Gibt der Pfarher Rhenanus den Bodernn vff Jede Klr1 eins, dieselbenn muß der Böder benebenn des Holtzvogts zeichenn, dem Holtzleger ehe vnnd zuvor er das bekömpt, liefernn, Gerichts knecht.
Ist einer in Bodenn, muß alles saltz vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd herrnn, Gravenn, Prelatenn, vnnd der Ritterschafft bestellenn, beÿ vfmessung des saltzes sein, auch die Holtzberge vmb die Bodenn begehenn, Desgleichenn die vngehorsamenn, vnnd vberfahrer, vf bevelch der Saltzgreuenn vnd Beamptenn zu hafftenn bringenn, Ist auch wechter, Hat Jars zu besoldung vom Gerichtsknechtsdienst,
Der Erst Appendix. —— 2 fl. 24 alb. vnnd — j achtell saltz, vnnd vonn Jeder Pfann saltzes, so vfgemessenn wirdt, vnnd die er der Ritterschafft bestelt, ———— j alb.
Vom Forst ———— 3 fl. 8 alb. vonn der Wache ———— 10 fl. Vom Schoßhaus ———— 16 alb. Gesöde. Ist das werk darauff die Pfann gesetzt wirdt, Ist in Vier theil getheilt.
Da fordertheil heisset der vorofe, das hindertheil der hinderofen, beide seittenn wennde, Der grundt darauf das feuer gemacht wirdt der herdt, die vier eckenn hörnner, Zwischenn den Wenndenn, vnnd der Pfannenn wirdts auch mit steinenn verwart, vnnd bekleibet, heisset mann Belegenn, Dieser gesöde kann eins vonn neuenn zumachen
Nota Jede wochenn bricht mann der Gesöde ein theil abe, nimpt das gebrennte aus, heist mann beisse2, machts vom neuwem aus schloter vnnd sohlenn, dauonn zu machenn gibt mann ——— 2 alb.
Geschenck Vnnd vffgab ehs3 saltz, vber den geordenntenn feilenn saltzkauff zunehmenn, ist ein Saltzwerck allenn Beamptenn, also den Bödernn Anno 55 den 13 Augusti, durch einenn sonnderlichenn schrifftlichenn beuelch ernnstlich verbottenn, Grube Ist der platz vorm Both, darauff die wellenn gesetzt werdenn, Gegennwarttenn Sein zwenn, einer der Zöller, der annder der Caplan
müssenn gleich dem Vber Saltzwarttenn alle werck, was dero Jars vnnd wochenntlich gesottenn werdenn, vfschreibenn, vnnd zu Register bringen, auch der Caplann bey Innehmung der Herrnn gennse sein, vnnd darüber ein Jegenn kerb gehaltenn, hat dauonn zu besoldung.
Gewicht. Ein Centner zu allenndorff helt — 104 lb. Ein Walt zentner1 vf der Eisennhüttenn helt gemeiner Centner ——————— 1 1/4 Ein Quart Sohle weigt ———— 2 lb 27 lot, Ein Quart weltwasser2 ———— 2 lb 22 lot, Ein achttell saltz soll wiegenn ——— 155 lb.
Weigt bisweilenn ———— 150 – 140 lb. Ein Sannbsaltz3 weigt vngefehr — 5 oder 6 lb. Gosswergk, Gegossenn Eisenn, Sein treger, Stebe, Plattenn, Eisenn, muß mann zu den Steinkolenn bodenn zu Rostenn vnnd sonnstenn habenn,
Treger ——— 5 } weigen bey1 } —— 15 oder 14 } Centner. Stebe ——— 23 } } —— 23 oder 24 } Wirdet Jeder Centner zum Lippoldesbergk numehr vermöge des Contracts so vnnser gnediger Fürst vnnd Herr, mit dem hüttennmeister treffen lassen, mit ——— 28 alb bezahlt, Hiergegenn muß er das alte eysenn wieder nehmenn, vnnd vor Jedenn Centner — 10 alb [übergeschrieben:
4. oder 5 fl. HoltzVogt Ist auch Vber Saltzwart, hat alles Klaffter holtz in vffsicht, vnnd verwaltung, bringts zurechnung, verkauffts vnnd verlegts, hat Jars zubesoldung.
doch nach gelegenheit des Bodts, Herrnn Gennse Gibt Jeder meister aus vnnsers gl. f. vnnd herrnn Boden vonn Jedem werck ——— 2, Jnngleichenn gebenn auch die Böder vf der Pfenner theil Saltzwergk, hebenn sie die Pfenner, habenn sie in der Location vorbehaltenn, Ist Ihnenn auch also nachgelassenn, Herrnn Geldt.
Hackenn, Gehöret Jnns Bodt eine, muß der schmidt mit der Pfann liefferrn, Wirdet zum Schloter vnnd fertigung des Gesödes gebraucht, Haackenn Pfann hackenn gehörenn — 16 ann ein Pfann, muß der Schmidt benebenn der Pfann liefferrn, vnnd in besserung haltenn Feur hackenn gehöret einer Jnns Both, das holtz vnter der Pfann mit zurecht zulegenn, vnnd zu ziehenn, muß der schmidt liefferrn, Herdt:
Beißt gelegt vnnd zerlassenn, Hasspenn Seindt Ösenn oder gebeugte2[?] eisenn Jnn der Pfannenn, darann die hackenn, so ann den Pfannbeumenn hengen eingehackt werdenn, darmit die Pfannenn starck gehaltenn, vnnd mit beruhigt3[?] werde, seindt Jnn Jeder Pfannenn ——— 16.
Jar wergkt4. Ist der sanndt vnnd schelenn, so im siedenn in der Pfannenn als vnreinigkeit gefallenn, solchs aus den Bodenn zutragenn, gibt mann Jars vfs Bodt — 8 alb.
thut vff — 86. Bodt, —————————— 26 fl. 12 alb. Was aber ann kummer1, aschenn, vnnd Schlackenn in den Steinkölenn, vf vnnd vnnder dem Rost, dauonn gibt vnnser gnediger fürst vnnd herr, Jedem meister, das er solchs vors Saltzwergk bringt, zusteur — 6 fl.
Jar wergk, Vberfahrer. Ist die alte Ordenung, welchs, es sey meister knecht, Giesser, oder affter knecht, einenn schlegt, vnnd verwundet, nagels tieff, oder glidts lanng, welcher der eins that, der muß ein Jar die Bodenn vnnd feldtmarckt Allenndorff meidenn, Ist denn ein Meister, so wirdt er darzu auch des Bodts vnnd meisterschafft enndtsezt, K.
2. Pfann saltzes gesottenn werdenn, Die Pfenner aber habenn vonn alters her nur — 42. Bodenn gehabt, als aber vnnser gnediger fürst vnnd herr, Gotseliger gedechtnus Anno 40.
Jars vom Saltzwergk gegebenn, noch ein, vnnd dann vff vorbitt sfgl. schwester Frauenn Elisabeth Hertzogin zu Sachssenn, auch ein Bodt habenn bauenn dürffenn, sfgl.
Nota. Der 43 Both so vnnserm gnedigem fürstenn vnnd herrenn gehörenn, ist nunmehr Anno 84. — 20. zum steinkolenn siedenn zugericht, habenn bisdaher vf die art nur zuzurichttenn vnnd zu bessernn kostet, —— 3524 fl. 17 alb 5½ hlr. No: Ein Bodt ist vnngefehr Weit —— 35 lanng —— 49 } schuch, hoch —— 20½ Kleiberlohnn. Vonn ein neuenn Bodt wirdt in alles gegebenn, beide vom Leÿmenn zumachenn vnnd zu kleibenn, —— 6 fl. 4½ alb. Sonnstenn vom flickwergk gibt mann des tags Jdem arbeiter —— 3 alb. Kübenn. Gehörenn — 2. Inn ein Both, vonn einem gibtt
mann dem Botner zumachenn, vnnd thutt vnnser gnediger fürst vnnd herr, das holz dar —— 3 thlr. Wenn aber der Botner das holz darthut, —— 6. oder 7. thlr. Kalck. Kann einer kosten Vngeuerlich. Die stein zubrechenn vnnd dem meister Sanndtreichung zuthun —— 9 fl. 11 alb Zu Brennenn dem meister —— 4 fl. 18 alb das holz darzu —— 21 fl. [übergeschrieben: No. Wirdet nunmehr mit Steinkohlen gebrenndt.1] Summa —— 35 fl. 3 alb. Konnenn vf einmahl gebranndt werdenn, —— 200 Malter. Giltt ein Malter —— 5½ alb. Wirdet im Salzwergk gebraucht, die grabenn zuhalttenn, vnnd die maurenn zu futternn, vnnd zu anndernn gemeinenn [übergeschrieben: ge]beuen, Nota. Wirdet nunmehr mit Steinkolenn gebranndt vnd
Unsichere Lesungen
Z. 11: No. Wirdet nunmehr mit Steinkohlen gebrenndt. — kleine Zwischenzeile, später eingefügt
konnenn Je mit einem Maß steinkolenn — 3 mas kalck gebrennet werdenn, gibt mann dem Meister vonn Jedem Mas vngelöscht zubrennenn, vnnd die stein darzu zubrechenn —— 2½ alb. Hiergegenn giltet das Malter gelöscht, — 4 alb. Kaltleger, kaldtliegenn. Heist wann mann ablescht vnnd nicht seudett. Kaltleger Zeichenn, Gibt der Holzvogt denenn so kaldtliegenn, dieselben liefferenn sie dem Renndtmeister ann stadt der Neunung, Krückenn. Gehörenn in ein Both. 2 kohl krückenn so vnnter der Pfann zun kolenn gebraucht werdenn, kostet eine —— 2 alb. 2 Salzkrückenn kostet ein —— 8 hllr. 1 Aschenn krucke kostet —— 3 hlr Kol Gertte. Ist ein lannge rutenn, damit regt mann die kolen
zum glüenn ann, kostett —— 1 hlr. mus mann in Jedes werck eine habenn. Kolennmessenn. Ist einer in Bodenn, mus alle fuhrleut, so stein kohlen bringenn, vf die reige weisenn, vnnd die kolenn den Bödernn, so es begerenn zu messenn, Helttet auch mit einem Jedenn Böder ein kerb, Was er die wochenn vber ann kolenn bekömpt, vnnd vergleicht sich den Sonnabenndt mit dem wellennschreiber, darmit das Register mit seinenn kerbenn gleichstimme, vnnd er darauf das fuhrlohnn von den Bödernn in zu fordernn hat, hat zu besoldung, Keill derenn mus ein Meister — 2. oder 3. im Both habenn, zu spaltung der grostenn klotze, kostenn einer beÿ —— 4½ alb. Keule oder Schlegell. Mus er auch zu gemeltem behuff ein habenn, kostet —— 7 alb
welche sich geendet Anno 55. den 23 Decembris. Volgennts habenn sfgl. noch vf — 30 Jar mit Ihnen verglichenn, welche anngefanngenn den 23 Decembris Anno 55. vnnd enndenn sich den 23. Decembris Anno 85. Solche vergleichung ist geschehenn zu Allenndorff den 29 Aprilis Anno 54. Laderlohnn Vonn einer Pfann Salzes gibt mann, ½ alb so sie ans wasser beÿ das neuwe Haus gefurt wirdt, 9 hllr. beÿ dem Sitthal1[?] 6 hlr vonn ein fuder ledigenn fassenn, Teffell zoll. Gebenn die Pfenner Jerlichenn vf 4. Termin, Osternn, Pfingstenn Michaelis vnnd Weÿnachtenn zu Erbzins vom Salzwergk, nachausweissung des vertrags vnnd der Location, Berechnett der Schultheis —— 3 fl. 6 alb
Leitternn Werdenn zum flößenn gebraucht, schlegt mann vor die Werra vnnd Lachenn, beÿ — 60. groß vnnd klein, kostet vnngefehrlich eine vom neuenn zumachenn —— 4 alb. Liecht. Gehöret Inn Jedes Bodt eins, kostet —— 2 alb. vnd ein Oell1[?] krugk darbeÿ. Leuchtsell Mus mann zu Jedem werck vor — 1 alb habenn, fürnemblich winters zeitt. M. Manngeldt. Gibt vnnser gl. f. vnnd herr Jtzo Jars aus dem Salzwergk —— 190 fl. Meurer. Ist auch Wegemeister, mus die in Bauenn vnnd besserung haltenn, vnnd die Bothenn vnnd annders in
Bodenn vndermaurenn, hat Jars zu wartt geldt, —— 5 fl. ½ achtel salz. Wenn er sonnstenn arbeit, gibt mann des tags, dem meister. Im Sommer — 5 alb im wintter — 4½ alb. Ein knecht. Im Sommer 4 alb 4 hlr Im winter — 4 alb. Mullenn, Gehörenn in ein Both — 3. kostet Jede — 2 alb. werdenn zu messenn des salzes vnnd rein machung der tröge vnnd anndere notturfft gebraucht, Maß Heist mann das gefeß, darmit das salz gemessenn wirdet, Ist ein halb achtell, dero gehörenn — 16 vff ein Pfann, heltet — 6. dünnenn mas oder — 8 Homberger metzenn oder 8½ Allenndorffer. Item also heißet auch das Jenige darmit die Steinkolenn gemessenn werdenn, helttet,
Ein ganntz Maß —— 22 } metz. Ein halb Maß. —— 11 } Dünnenn maß heltet — 2 Wormbser virtell, darmit werdenn die salzmas geeichet, vnnd mus derselbigenn sechs halttenn, Müntz zu Allenndorff ann der Werra, wie vonn alters hero. 4. hlr Ist ein schilling, 20 Schilling ist ein pfundt, 4 lb Ist Ein marck, also ist ein Marck — 1 fl. 8 hlr. 60 Schilling ist ein alt Schock. 18. Schilling ist ein Neu Schock. N Negell. Werdenn Jnn kaufft. Ein Schock Lattennnegell vor —— 4 alb Ein Schock dielen negell vor —— 3 alb. Ein hundert negell so zum salzmachenn gebraucht werdenn —— 2½ alb.
O. Ösegerinn1[?] Kostet eins zumachenn —— 6½ alb. darzu [übergeschrieben: mus] mann habenn —— 3 blech dieselbigenn seindt werth. —— 23 alb. also kostet ein Gerin —— 1 fl. 3½ alb. Offenn forder } { forder } hinder } ofen ist das { hinder } theil am gesöde, Ober Saltzgreue Offenn Axt Mus mann in Jedem Both eine habenn, darmit lanngt mann die Beiße2[?], ann den Gesodenn, vnnd in dem herdt in holzbothenn, Ober Saltzwart. Ist auch Holzvogt, mus alle werck, was dero wochentlich gesottenn wirdt, vf schreibenn, zu Register
Sonnstenn Hat vnnser gnediger fürst vnnd herr Jtzo im Salzwerck Jerlich ann Pension fallenn, —— 4 fl. 13 alb. Pfann. Ein Pfann darinnenn mann Saltzseudet kann vngeuerlich kostenn. 1 fl. 13 alb gibt mann dem Schmidt vonn der Pfan zumachenn, vnnd behelt die alte pfann auch. 1 fl. 10. alb dergleichenn vom zeuge zuhaltenn, 6 fl. Gehet vngefehrlich busse darauf 9 fl. 9. alb kostenn die — 12½ Bortt Eisenn, so darzu kommenn. 16 fl. 9 alb 3 hlr die — 56. Blech, 3 alb führlohnn aus der stadt Inn die Bodenn, Summa thut —— 34 fl. 18 alb 3 hlr. Dieser Pfann ist in Jedem Bodt eine, vnnd also im ganntzenn Salzwerck, —— 87.
Muß in Jeder ——— 300 werck gesottenn werdenn, thut vff eins schließwerck ann der Pfann. —————————— 3 alb. Wenn aber ein schmidt dieser Pfann eine vonn newem macht, vnnd die alte Pfann bekömpt, gibtt mann Ihme zu macherlohnn vngefehrlich, —————————— 8 fl. Nota. Eine Pfann ist weit oder Breyt ——— 10 schue 7 1/2 zoll Tieff ——— 11 1/2 zoll Lanngk ——— 12 schue 8 zoll. Pfannenmeister. Ist im Saltzwergk einer |: welcher auch Oberschertzer ist :| derselbe muß alle Pfann in vffsicht habenn, das darmit recht vnnd verwarlich vmbganngenn werde, auch darbey sein, Wenn die Söder lassenn bussenn, Stebe, Segerin, vnnd Sekkessell1[?] in verwarung habenn, Pfannenbeum vnd dielenn im
die Söde verschaffenn, auch bey Inthuung vnnd austhuung des Pfann eisenns sein, vnnd darauff sehenn, das die Pfann nach dem Maßstab, den er bey sich hat recht gemacht werdenn, muß auch bey Inthuung der herrnn gennße sein, hat Jars zu belohnung Vom Pfannmeister. 12 fl. Geldts 3 1/2 ehlenn Lündisch duch, 2 Claffter Holtz, Vom Schetzer Ambt. 5 fl. 25 alb. Vonn den Herrngennsenn, j fl. Geldt. j achttell saltz, Pfann eysenn. Kostet ein Walt Centner1 |: welches sonnst — 1 1/4 Centner sein :| ——— 4 1/2 fl. zu 27 alb.
vnnd thun —— 6. Bortte oder Blech ein Centner, derenn müssenn sie zu einer newen Pfann Bortte —— 12. Bisweilenn —— 12 1/2. Blech —————— 56. Pfann busse. So offt der Söder ann der altenn Pfannenn lest bussenn |: das ist besserenn :| muß vnnser gnediger furst vnnd herr dem schmidt vonn Jedem nagell so er Jnnschlegt —— j hlr. vonn einem hafftenn1[?] —— 4 heller, darann gehörenn —— 4 Negell, sein auch —— 4 hllr. Die Lappenn bezahlt mann nach der größe, nemblich ein ganntz blech mit ——— 2 alb. Ein halb blech mit —— j alb. kann vff ein Pfann vngefehrlich —— 4. — 5 — oder — 6 fl. mehr oder weniger lauffenn, Pfannbaum. Kostet einer bey —— 2 1/2 alb. dero gehörenn vff
ein Pfann —— 4. werdenn mit Basternn stricken anngebundenn, dieselbigenn kostenn —— 3 pfennig. Pfann tuch. Gehöret Inn Jedes Bodt eins, darzu muß mann habenn —— 28 1/2 ehlenn Leinenn tuch, Giltet —— j fl. 23 alb 10 1/2 hllr |: die ehle vor — 12 hllr. gerechnet :| Darzu macherlohnn — 4 alb. vor — 6. harenn seil daran, —— 2 alb. Kostet also ein pfanntuch in alles —————— j fl. 3 alb 10 hlr. Nota. Ein solch Pfanntuch wirdet, wenn die sohle gar gesottenn, vber die Pfann mit den —— 6. seylernn anngehefft, vnnd mit — 2 Gabbelnn darauff ein lannge gerttenn gelegt, vfgestützelt, darumb das kein staub in die Sohle fallenn soll, Nota. denn, Wenn staub oder fett in die gar sechende1[?] Sohlenn
kömpt, verderbets dasselbe werck dermassenn, das kein Saltz in der Pfannenn werdenn will, vnnd manns gar vbell, auch nicht ohne schadenn ausbring1[?] kann Pfahl Holtz. Wirdet in flossenn bey den Leitternn vnnd Bockenn gebraucht, kostet ein fuder zu hawenn — 2 alb. vom Meißner Inn die Sodenn zuführenn, —————— 15 1/2 alb. Pförtner. Sein zwenn, müssenn vfsehenn, das keiner ohne Zoll zeichenn, mit Saltz aus den Sodenn fahret, Item das kein Saltz aus den Sodenn tags oder nachts getragenn werde, Der eine muß die Holtzführzeichenn vfhebenn, vnd acht habenn, das kein Claffter holtz in die Sodenn gefurt werdenn, habenn Jars zu besoldung, —————— 8 fl. 1/2 achtell saltzes. Darzu der eine so die führzeichen hept. —————— 5 fl. vnnd das feurwerck.
Proba, Probirn, Probwergk. Ist wenn mann die Sohle versucht, wie gut sie sey, vnnd was sie halte, Geschicht vf zweyerley weise. Zum Grossenn Probwergk nimpt mann zehenn fuder Roher sohlenn, seudet die gar, vnnd sicht was die ann saltz gebenn, vnnd was vor Holtz darmit vfgehe, Wie dann hiernach ein sonnder verzeichnus, Zur kleinenn Proba nimpt mann —— 1/8 einer quart roher sohlenn, seudet die in ein kleinenn Pfennlein ab, wie denn hiernach auch ein sonnder verzeichnus zufindenn, Pfenner Pfannentheil. Heist mann die geschlecht, vnnd Burger zu Allenndorf vnnd anderswo, so erbschafft vnnd theil ann den —— 44 Pfannenn habenn, Vnnd wenn ein Pfenner dem andernn Pfanntheil
zum Sodenn abkaufft, wirdt das achtell bezahlt mit ——— 400 thaler, thut ein Pfann —————— 3200 thlr Vnnd also die —— 44. koth. —————— 140800 Nota. Welcher nicht ein gebornner Pfenner ist, oder eines Pfenners tochter ehelich hat, darff nicht Pfannen erblich kauffenn, doch hat er macht darauff zuleyhenn, Pfundt. Ein ℔ allenndorffischer wehrung ist — 20 grosch1[?], oder Schilling, ein grosche oder schilling — 4 hlr. also thut ein ℔ ——— 6 alb 8 hlr. Plattenn. Werdenn vf der Eisenhüttenn gegossenn muß mann Inn Jedes Bodt —— 2. habenn, die legt mann nebenn die Röste, vnnder die Pfannenn, derrenndt2[?] die kleinenn kolenn darauff, darmit sie desto besser
brennenn, konnenn lannge werenn, Q. Quitanntzenn. Die Pfenner quitirenn allenn Monath, Item Die Hertzogenn zu Sachssenn, quitirenn vber die — 100 achtell Saltzes, soll ein Jar lautenn wie das annder, desgleichenn alle anndere quitungenn, R. Renndtmeister. Rennenn darin die Sohle fleust. Die 1 Grosse Sohl gertenn ——— 30 } 2 klein Wechssell gertenn — 10 } schue. klein gertenn werdenn in kothenn gebraucht, Diese werdenn bey den schuenn gekaufft, kost Jeder schuch
Der gröstenn —— j alb. zu führlohn — 3 hlr. Der andernn —— 1/2 alb. vor ein schuch in alles, Reiffe. Vonn einem reiff ann ein Eubenn zulegenn, gibt mann dem Bottner ——— j alb. Röste. Gehörenn vf die Saltzmaß, dadurch muß alles saltz gemessenn werdenn, dero sein kupffernn im Saltzwergk ——— 21. hat einer bey — 10 ℔. kost Jeder —— j fl. 16 1/2 alb. Roste vnnter Pfannenn in Holtzkodenn, Sein Beume darauff wirdet das feur zum wohlbrennen lufftigk gelegt, Jtzo brauchenn sie Eiserne, müssenns aber selbst bezahlenn, Inn Steinkolenn kodenn Muß mann zu einem Rost habenn lannge Eiser Stebe — 23, weigenn bey — 23 oder — 24 Centner
—— Treger darauff solche Stebe gelegt werdenn, weigt Jeder bey ——— 3 Centner. Kann also ein Rost weigenn — 39 Centner. Kostet Jeder Centner —— j thlr. thut — 46 1/2 fl. Dieser Rost kann bey — 1 1/2 Jar also denn muß er ernewert werdenn, vnnd giltet ein Centner des alt eisenns ——— 10 alb 8 hlr. doch gehet ann — j Rost bey 4. oder 5 Centner abe, Rueß. Wenn das saltz gar gesottenn, so wirfft mann — 3 oder 4. stucklein Ruß Inn die Pfann, davonn socht die sohle, also das sie balde vnnd zu gutem grobenn saltz wirdt, dessenn muß mann Jars in Jedes Bodt vngefehrlich habenn vor — 1/2 achtell saltz, Ist des Jars vor — 3 pfann 3 achttel Es gehöret aber nit allerley Ruß hierzu, allein der in den dorffheusernn sich vom Rauch ann die Stro decher vnnd wennde hengtt,