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Pfannenn vf Irer fgl theil im Saltzsiedenn gewest, vnnd noch seindt, auch dauonn vnnd ann der zale vmb der geringenn sohlnn2, noch annder vrsach willenn keine abgestelt, sonnst seindt etliche gebeue zu annder notwendigenn vnnd nutzlichenn geschefftenn vfgericht vnnd gebraucht wordenn, die noch furhanndenn, vnnd wo vonn nötenn, vber die 40 Bodenn auch darin Saltz zusiedenn, in kurtzer vnd mit weniger muhe anngericht werdenn könnenn, vnnd mugenn, aber sieder der zwischenn sfgl.
vnd den Pfennernn vfgerichtenn Location, hat mann vonn wegenn Irer f. gl. achtzigk vier Bodenn, in verwaltung vnnd Regirung gehabt, der seindt Itzo des Baues halbenn am Saltzbronn, vermuge der abschiede, vier abgebrochenn, das also Itzo noch fur vnnd fur achtzigk Bodenn im gannge seindt vnnd Irer Rinnung1[?] wochenntlich vnndrichtenn, Der aber wohl vonn nötenn, das noch zwey oder drey Bodenn, die den gebeuenn des Saltzbronns zu nahe stehenn, vmb der schwerenn last willenn, bey vnnd
abgethann wurdenn, habenns aber Itzo vmb des vnnkostenns vnnd verseumung des nutzens willenn, souiel muglich gewesenn, verschonenn vnnd annstellen mussen, aber nach fertigung Itziger gebeue, wollenn vnnd mussenn wir, die vier abgebrochenn Bodenn furderlich wiederumb vfrichtenn, vnnd in ganng bringenn, dan dieselbenn gehörenn den Pfennernn, die werdenn vns nit viel zeit darzu lassenn, haltenn albereit darumb ann, vnnd wollenn die eilenndt wiederumb erbauet habenn, wie dann geschehenn mus, kompt die zeitt der Location sfgl zum bestenn, Dergleichenn vnnd darbenebenn hat vnns auch Reinhardt Abell geschriebenn, Innsonnderheit also, So muglich, das noch ein Pfann Saltz oder mehr dann zuuor Jede wochenn gesottenn vnnd ausbereitet werdenn soll, Nun möcht es Itzo holtzes halbenn, wo die sohl also gut, wie Itzo zuerhaltenn, vnnd der sohl gnug sein wolte, weyl die sussenn quellenn dauonn gesonndert, ein zeitlanng durch etliche Söder geschehenn, dann gemeinlich lassenn sie Itzo in 13 vnnd 14 stundenn zu,
mussenn auch etliche vmb der kolenn willenn, dieweil sie so kurtz wenig vnnd mit souiel holtz wie zuuor versiedenn, vnnd nit viel kolenn machenn, das sie kein die Saltzgennße fachenn, vnnd ausbringenn könnenn, etwo zwo stunde lennger siedenn, dann sie sonnst, wo sie kolenn gnug hettenn, bedorfftenn, aber die Söder mussen gleichwohl zum sochenn, ausbringenn des saltzs, vnd das saltz zutrocknenn, vnnd den Sambstagk wieder zuzurichttenn, Ire zeit bey nahe solannge wie zuuor habenn, hat auch sonnst vielerley vhrsach vnnd bedenncken, das die Söder nit wohl mehr, dann die wochenn zwey wercke saltz zusiedenn erschwindenn1[?] könnenn, Darumb so mann ennderung vnnd neue Ordenung furnehmenn, vnnd die woche mehr wercke dann zuuor Inn der Bodenn siedenn solt, must solchs mit stadtlichem gutenn Rath geschehenn, dann die Location stehet vnnd weret noch funff Jar, darin schwerlich ennderung vorzunehmenn, vnnd wolte eins guten schlichts auch viel fasse vnnd Tonnenn, mehr dann mann Itzt habenn kann, vonnötenn thun.
Unsichere Lesungen
Z. 12: erschwindenn — Wort unklar, evtl. erschwingenn
Vnnd will also in einem Jare das Saltz mit Rathe vnndt nutzenn gesottenn vnnd verschliessenn sein, das die anndern volgennde Jare, auch gleichenn nutzenn, tragenn könnenn, Dann diß Itzige Jar aus sonnderlicher Gottes begnadigung, dem sonnderlich kaldt lager gemacht, sonnder alle wochenn, die zeit des bauens her, ein mergklich gros saltz gesottenn, auch zuuor nie kein Jar, dieweil auch das saltzwerck gestanndenn geschehenn ist, hat auch Gott lob einenn zimblichenn abgang, Darumb habenn wir Itzo albereit Inn die zwey hundertt Pfannenn saltzs vonn wegenn hochgedachts vnsers G.
F. vnnd herrnn, so liegenn bliebenn, vnnd nit abgangen, durch sfgl. Renndtmeister zun Bodenn, keuffenn, vnnd vfzumessenn beuohlenn, mussenn kostenn Inn die ij M.
guldenn, So will hinfurter in zeit der Tenderey[?] ausstellung bis nach Michaelis, souiel mehr saltz, was nit abgehet, auch den Södernn abzukeuffen sein, Damit sie im siedenn bleibenn, vnnd saltz im vorrath sey, darzu auch noch gelt gehörenn will, vnd ist darnach im wieder ausmessenn, nit geringer abgang, dann das Saltz fellet zusammenn, vnnd lest sich nit wieder
messenn, wie kornn, vnnd annder harte fruchte, das mann nit mit geringem schadenn Innenn wordenn ist, vnnd erfahrenn hat, Darnebenn so mussenn wir den Itzigenn Bau durch den Renndtmeister in Bodenn sonnder zuthun der Pfenner auch alleine verlegenn lassenn.
die zeitt der Location das ganntz Saltzwerck, vnnd furter darnach Irer fgl. theil mit Saltzpfannenn nach notturfft versehen sein mugenn, Ohne anndernn teglichenn schlies, was mangelhafftigk vnnd baufellig wirdt, zubessernn vnnd zuerhaltenn, Das auch gute Rechnung dauonn geschehenn sein, vnnd hinfurter geschehenn muge, Werdenn Cammermeister vnnd die Jenigenn so darzu verordennt, nebenn vns treulich vnnd zum bestenn mit vfsehenn, so soll es will Gott ann vnsernn Pflichtenn vnnd geburlichenn vleis auch nit manngelnn,
G. vnnd E. Rath vnnd bedenckenn, zum bestenn vnnd nutzlichstenn auszurichten wohl furnehmenn, Innsonnderheit, wo das siedenn mitt Gottes gnadenn vnnd habenn, wie wir genntzlich verhoffen, also reichlich bleibenn, vnnd mann nun vfs kunfftige Jar das vor ausganngenn vnnd bestehenn gebot, kein frembt saltz Inns Lanndt zufuhrenn erneuernn, es trage am Lanndt Zoll viel oder wenig abe, dauonn mit dem Cammerschreiber als dem Zollschliesser zurathschlagl1[?] vnnd zuredenn, Solchs woltenn E.
G. vnnd E. wir hinwieder zu bericht, wo vonnötenn dessenn hochgedachtenn vnsernn G. F. vnnd herrnn, wissenns dauonn zuhabenn zuuerstenndigenn, diennstlich guter meinung nit verhaltenn, denselbigenn vnsers bestenn muegenns vnnd vndrossenn wilfertig diennste zuertzeigenn seindt wir vrbuetigk vnd gantz willig, Datum Sodenn fur Allenndorff an der Werra den 5.
Pfann Saltz, Jede Pfann acht achteil, macht — 61440 achteil, Ist das achteil mehr dann ein Casselsch virttell, das ist ein gros saltz, vnnd speiset mann dieser Lannde zwey damit.
Besonnder guter freundt, Wiewohl ich euch Jungst den erstenn dis Monats Julij des Saltzwercks vnnd Itzo des furgenommenen Baues halben geschriebenn, vnd gelegennheit desselbenn, allerley bericht gethann habe, der zuuersicht, solchs sey euch nunmehr zukommenn, So hat doch der Stadthalter alhie mich heut einer schrifft vnnder annderm das Saltzwergk annregenndt lesenn
laßenn, vnnd mir beuehlenn, wie es Itzo darumb gethan sey, euch zuberichtenn, also woll ich euch nicht verhaltenn, das wir die nehist vergangenn woche die neue faßung, souiel in virtell gehet, wie ihr in der abreißung sehet, gesezt habenn, vnnd reumenn nu darzu1, das die annder faßung den neuenn gefundenn Saltzadernn daran auch gesezt werdenn sollenn, habenn auch vergangen Sambstags, wiewohl mit großer mühe, vnnd annhaltenn der vnsernn einmutig geschloßenn, das das faß am altenn Saltzbronn, gantz vnnd gar hinwegk gethann vnnd alle Saltzadernn neue gefast werdenn sollenn, Dann Got [gestrichen:
vnnd 13. stundenn gesottenn vnnd bereit, da die Söder zuuor 30. vnnd mehr stunde habenn siedenn müssenn, So sehenn wir auch, das viel holtzes allbereit gespart wirdt, vnnd gebenn die Söder auch Itzo sehr gute ladung vnnd recht mas, das das saltz wohl abgehet, Dann die nehist vergangenn wochenn seindt — 110 Pfannenn saltz gesottenn, vnnd wiewohl die führe vnnd annder leute mit dem haus zuschaffenn gehabt, So ists doch alles
Unsichere Lesungen
Z. 5: darzu — letztes Wort undeutlich
Z. 12: [gestrichen: [?]] — kurzes gestrichenes Wort
bis vf — 12. Pfannenn abgefurt, Wolt Gott das wirs also fassenn vnnd erhaltenn könnenn, aber wir wissenn nu den grundt vnnd alle gelegennheit, Solchs wolt ich euch auch guter meinung nit verhaltenn, dasselbe furter hochgedachtenn meinem gnedigenn furstenn vnnd herrnn anzuzeigenn habenn, Damit was euch lieb vnnd dienst, Datum Cassell den 14.
Julij geschloßenn, das die Innerste neue fassung zum Saltzbronn — 20 werckschue lang, vnnd — 8 schue weit, die alte gute Saltzadernn begreifft, gemacht werdenn soll, allermassenn wie das muster dauonn abgerissenn ist, vnnd hat mann heut als aus einer Pfutschenn1 anngefanngenn zusieden, vnnd seindt die verordennte bauherrnn, heut aus furgefallenn ehesachenn, abgerittenn, Wollenn
wann sie beschriebenn werdenn, wieder kommenn, vnnd zun Sodenn sein, doch ist diese nachuolgennde schrifft mir Jostenn zukommenn, Vnnser gantzwillig diennst zuuor Erbarer vnnd achtbarer besonnder guter freundt, Wir wollenn euch nit verhaltenn, als wir gesternn, wie ihr gesehenn, das gefier im Saltzbronn gelegt, vnnd auch die Wilde adernn in der Rörn steigenn laßenn, vnnd nunmehr steth, wie mann daraus siedenn soll, bis das das faß gesezt wirdt, So habenn wir sampt dem Renndtmeister Christoffernn, Meister Hannsenn vnnd anndernn, das gefier des neuenn fasses eigenntlich nach gelegennheit der wildenn vnnd gutenn adernn abgezogenn, vnnd findenn das die weite am neuenn fasse im lichtenn, nicht weitter dann — 8.
werckschue, vnnd 20 schuelanng, zumachenn sein will, vnnd kommenn also alle adernn so gut vnnd nötigk sein, darin, dann wie solchs siedenn sich wie der meister sagt, vnnd wir selber sehenn vnd achtten, am allerbequemlichstenn schickenn wirdt, vnnd also mit meister Hannsenn, sein werck furderlich zumache[?]1, bescheidenn, dann mit der höhe vnnd art des fasses, habt
ihr bereit bericht, habenn wir euch also des wissenns zuhabenn, vnnd den anndernn bauherrnn Hermann vonn Hundelshausenn vnnd Johann Nordeckenn anntzeigenn vnnd zuberichtenn, guter meinung nit wollen verhaltenn, Da ihr aber ein annder bedenckenn oder meinung habenn wollet, des mustet ihr vnns alhie vfm augennschein selber zum allereilestenn berichtenn, Sonnst konntenn wir nit annders schliessenn, wie ihr nunmehr vfm augennschein sehenn werdett, vnnd seindt euch zudienenn willigk, Datum Sodenn, in eyle dinstags nach Jacobi Anno 50.
Valtin Schuldt, } sst.1 Johann Riedenstein Montags den 28 Julij, habenn die zimmerleute an der neuenn fassung zum Saltzbronn anngefanngenn zu arbeitenn, So hat der Meister vonn vier eichenn starckenn dielenn, ein fassung zum Saltzbronn gemacht vnnd vertennet2, daraus zusiedenn, bis die neue fassung gefertiget, darnach hat er die nebenn Wilde ader
gefast, vnnd versucht, das die in die höhe gestiegenn in einer höltzernn Rörenn, wohl mit Thonn vertennett1, desgleichenn die Saltzadernn darann, vnnd ist Jede insonnderheit wohl allein zufassenn, stehet zuberathschlagenn, ob die mit holtz oder steine sollenn gefast werden, Die anndernn tage dieser wochenn hat der zimmerman selb 12.
Augusti die herrn beschriebenn, alhie widerumb annzukommenn, Diese Wochenn hat der Zimmermann mit seinenn knechtenn die fassung gefertigt, vnnd seindt Valtin Schuldt vnnd Ich Jost hie zun Sodenn dabey gewesenn, Inn dieser wochenn seindt gesottenn — 125 werck, Sonntags Laurentij den 10 Augusti.
Montags, Dinstags, vnnd Mitwochenn, hat der zimmerman ann der neuenn faßung, vnnd auch dernebenn, die Rörenn, zu den zweyenn nebenn adernn, dero eine gut, vnnd die annder Wilde ist, in die höhe zusteigen
gearbeit, vnnd dreißigk stucke holtzes so die Stadt Allenndorff in Irenn geholtzenn gebenn, gefelt, Mitwochenn den 13 Augusti gegenn abendt seindt zun Sodenn annkommenn, Valtin Schuldt, vnnd Ich Jost Berber, Donnerstags den 14 Augusti die neue faßung vf vnnd bey den Saltzbronn führenn laßenn, seindt Junckher Hermann vonn Hundelshausenn, vnnd Johann Nordeck auch alhie annkommenn, Freytags den 15.
Augusti, hat meister Hanns der zimmermann die schwellenn, der neuenn Innersten faßung zum Saltzbronn gelegt, vf den altenn grundt des vorigenn Rundenn Saltzbronns, vnnd nach dem der grundt nach der Stadt zu etwas tieffer, dannebenn nach dem berge zu, da die neuenn Saltzadernn fundenn, gewesen, hat er drey stucke holtzes Creutzweis in einannder geschnittenn, Inngelegt, seindt zuuor mit Moß, vnd aschenn ausgefult, vnnd verstopfft, darauf die rechttenn schwellenn gelegt, vnnd dieselbe vnderste
schwelle nach dem berge, seindt vntenn die helfft abgehauenn, vnnd gelufft, Dieweil etliche gutte Saltzadernn sich darunter erzeugenn, das die vnuerhindert in Saltzbronn fliessenn könnenn, vnnd ist den tag aus durch die Söder die eine stunde vmb die annder gewechselt, die quellenn vnnd adernn gantz ausgeröst1, das mann mit ausgeschnittenn schuen trucken vff dem grunde vmb den Bodenn des Bornns allennthalben hat gehenn vnnd stehenn könnenn, Das der grundt des Bornns gleich wie der grundt in der Werra, vom Sanndt vnnd Kiesselstein ist, dadurch tringt sich die Sohl wie durch ein sieb hie vnnd dort allennthalbenn, vnd ein ader stercker dann die anndernn, darnach seindt die schwellenn gesezt, der ist — 26.
schue lanng, vnnd 12. halbe seulenn, gleich bretter die lenngst Inngetriebenn, Darauff dann starcke Riegell, vnd daruber eichenn Bretter Inn die zwerch vom obenn herab Inngeschlossenn, wohl vernagelt, Vnnd hat Juncker Hermann vom Hundelshausenn den erstenn nagell Inngeschlagenn, vnnd ist solchs alles Innt
Augusti, solch arbeit vollent gesazt, vnnd obenn mit seinenn Vmbsenn[?]1 verschlossen, vnnd vernagelt, seindt Creutzweis In einannder geschnittenn, vnnd mitgewalt zusammenn geschlagenn, Darnach ist ein starck geborte Eichenn Rör, dadurch die Sohle Inn die fassung, daraus mann siedenn, vnnd die Sohl kommenn soll, durch beide neue fassung Innge schnittenn, vnnd gelegt, vf beider fassung schwellen, wirdt vngeuerde die Sohl Inn die höhe drey schue steigenn, dann die Sohl treibt sich in die weitte vnd lennge, vnnd hat nu kein last Ist auch nu hinfurter mit den Eimernn nit zulanngenn, Dann durch die Rör soll die Sohl in ein annder faß lauffenn, daraus die zum siedenn gelanngt werdenn, soll etwas tieffer, dann diese fassung gesezt werdenn, vnnd ist der stein dauonn hieuor bey den neuenn Saltzadernn meldung geschehenn, einstheils abgeschlagenn, vnd das annder in der neue fassung liegenn bliebenn, aus
Vhrsachenn, das viell guter Salzadernn darumb her quellenn, vnnd wiewohl er sich bewegt, vnnd wohl heraus zuthun gewesenn were, hat man doch die sorge gehabt, das vielleicht darunter sich auch wilde quellen ereugenn möchtenn, darumb ist er liegenn bliebenn, vnnd ist die eine schwelle gleich darann, vnnd darneben Inngelegt, vnnd sendt die newenn Salzadernn in der mitte der newenn fassung, mit einem starckenn eichenn brete, da das alte fab[?]1 gewendt hat, vnnderschiedenn, fleust darüber alles zusammenn, dann man Jederzeit, wann der Born gelöst wirdt vnnderschiedtlich sehenn, Darumb soll der Vfgezeugk, wann man des nit mehr bedarff, verwarlich vfgehabenn werdenn, Jederzeit den zugebrauchenn habenn, Diese wochenn seindt ann salz gesottenn, vnnd ist kein Saldt2 lager dieser Zeit des Baues Vfrichtung halben gemacht, Ann Salz ———— 126 werck.
Augusti gefeyret vnnd wochenn rechnung gehalten, darnach gerathschlagt wie furter mit der temmung vnnd der fassung der newenn Adernn soll furtgefahren werdenn, Montags den 18.
Augusti Ist der grundt vmb den newenn Salzbronn, zwischenn beydenn newenn fassenn, gannz gesaubert vnnd gereiniget, vnnd alles was nit darann notwendigk zubleibenn heraus gezogenn, Damit der grundt vnnd kies desto besser zuuertemmen, vnnd hat der Zimmermann die gelegte Rore in der new fassung des newenn Salzbronns Inngeschnittenn, gannz gehebe, darnach das Vfgezeugk zugericht, vnnd eine starcke eichenn Renne, ann die mittelste new fassung gemacht, damit der Tam trocken im grunde könnt gelegt werdenn, vnnd soll solche Renne fur vnnd fur bleibenn, dadurch Jederzeit der Salzbronn geöst werdenn, vnnd kein abgang habenn könne, Mann hat auch vmb die newe fassung hero allenthalbenn viel quellenn durch einander gut vnnd böße fündenn, die dann mit dem Tam beschwert
Augusti hat mann das getemme in der altenn abzucht, oder vmbgannge wieder vffgenommenn, vnnd im grunde nach dem Berge zu starcke eichenn Rennenn gelegt, vnnd gestulpt, das der boden obenn Kommenn, darunter sich das wasser, so vom Berge fellet, oder vonn vntenn heruff quellet, nach dem gewelbe, vnnd der eusserstenn Pompenn ziehen soll, Inn solche Rennenn sein nach dem Berge souiel löcher gebort, darnach grobe stein darauf vnd darumb her gelegt, das das wilde wasser sich darunter hin vnnter die Renn ziehenn kann, vnnd ist wiederumb zwischenn denn Rennenn vnnd dem mittelstenn newenn fasse soweidt die alte abzucht wendt, vertembt, mitler zeit hat der Zimmermann die fassung zu den newenn adernn vollendt zugericht, sein zehenn starke, oder zwo starcke eichenn Rörenn zweyer ehlen hoch oder lanng, vnnd vntenn ein gefierdts mit dar
ann genegeltenn bretternn gemacht, der eine vf die gute Salzader, vnnd die annder vf die Wilde quelnn oder adernn, so starck vnnd eines arms dicke ist, gesazt werdenn soll, Vonn dem Vertemmenn.
Nach mittage hat mann anngefanngenn zuuertemmenn, vnnd erstlich die vnterschwellenn ausserhalb mit Mos, der vfs aller reinigst erlesenn, ganz vnnd gar gefült vnnd verstopfft, darauff viel aschen geschüt, darnach wieder moß, vnnd das mit sondernn gehauwenn Bretternn vnnd Hebbeumenn hinvnter gestossenn, vnnd darnach darauf aschenn geschüt, als hoch die schwellenn liegenn, vnnd bereit sein, also das das fas sonnder den Tam soll gehaltenn, vnnd nichts hin ein, oder heraus geflossenn, Volgennts fur dem Berge obenn ann der Oberstenn Wanndt anngefanngenn den Tam darüff zuschlagenn, vnnd so herumb gefahrn, bis vf die dritte, vnderste Eckseule, vnnd ann die vierdte Wanndt.
vnnd ist der thon, der gannz wohl vnnd mit allem vleis wie ein wachs gearbeit vnnd zugericht, vonn obenn herab Inn die tieffe vf dem grundt hart in einander gearbeit vnnd geworffenn, vnnd seindt zuuor alle fugenn, ann dem newenn rechttenn Salzbronn, mit obberürtem gelesenem Mos zugelegt, vnd wohl verstopfft, darnach durch sechs starcke manne der thon in einannder getrettenn, vnnd auch die Ror, dauon obenn meldung geschehenn, die die sohl in ein annder fas zum Ausschöpffenn tragenn soll, gannz wohl mit vleis vertemmet, vnnd ist mitler zeit der new Salzbronn fur vnnd fur geöst, So hatt mann die Söder anngesprochenn, die habenn den thon vff den Salzbronn gefurt, Jedenn halbenn tage — 20.
Personenn, vnnd vorthann vmbzugehenn, Inn dem hat der Zimmermann ann der vierdtenn wandt, vf der linckenn seittenn des newenn fasses, wann mann aus der Stadt zum Salzbronn gehet, da die gute vnnd wilde quelnn beyeinander sein, starcke eichenn Bretter Jedes ij ehlen lanng vnnten
aus gescherpfft vnnd gespizt, in einannder gespannt vnnd gestossenn, durch einenn schreiner gehebe zugericht, gleich ann dem fas des Salzbronns in den grundt Inngeraumbt, geschlagenn vnnd getriebenn, In der tieff vnndenn am Bronn bey nahe vf ein Schuch den schwellenn gleich, das [gestrichen:
so] desto weniger im grundt nichts aus oder Inn den newenn Salzbronn fliessenn soll, die gehenn obenn fur den Bergk, da die vierdte wanndt des fasses oder Salzbronns wendt, daselbst sein die Better nit so gar tieff, wie vnttenn am Born Inngeramet, dann der grundt daselbst viell hertter denn vnttenn gewesenn, dann der grundt vnntenn da die fassung des Salzbronns wendt, hat sich gleich wie ein gemohr, wann mann darauf trat, da er ausgeöst, bewegt, vnnd seindt zwischenn dem Salzbronn vnnd den Bretternn, die fugenn aller mit aschenn ausgefült, wie vf den anndernn seittenn mit moß geschehenn ist, Darneben ist die wilde quell eines arms dick, geht starck in eynem ganng vnntenn herauf aus dem grunde, vnnd
seindt gleich wie wasser in einem haffenn, oder kessell scheldt, Aber nicht wie die anndernn Salz adernn, vnnd stehet die wilde ader Inn der mitte vf der linckenn seittenn des fasses nach dem Berge zu, gleich darunter vngefehrde drey schue, Ist wieder ein gute Salzader, hat der Meister vf Jede ader ein eichenn stock oder Ror gesazt, darin Jede ader allein steigt, so hoch die Wilde in die abzucht, vnnd die gut ader in Salz bronn zubringenn ist, vnnd seindt beide, Jede Innsonderheit mit Moß verstopfft, vnnd darnach mit thon wohl vertemmet, Darzwischenn vonn dem newen Salzbronn bisann die erstenn Inngeraumpten Bolen, seindt auch Bretter zwerch vber in ein annder gespannt, Inn den grundt getriebenn, das Jede ader dest besser allein gefast werdenn möcht, wie dann geschehenn, vnnd ist in den stock, der die wilde ader fast, ein Rör Inngeschnittenn, hart verkeilt vnd verstopfft, geht durch das mittelste new fas, Inn die new abzucht, zwischenn demselbenn, vnnd den eussersten altenn fas, So hat der stock vber der gutenn Salzadernn zwo rörenn, der eine gehtt
Inn den newenn Salzbronn, die annder auch Inn die abzucht, das mann dieselbe ader in Salzbronn brauch, oder in die abzucht kann lauffenn lassenn, vnnd seindt gedrete stopffenn obenn in Jedenn stock hart Inngestopfft, wie ann der Rorenn im Salzbronn, Mittwochenn den 20.
Augusti hat Hochappell den altenn vmbganng vollendt mit den Rennenn, vnnd dem thon zugericht, So habenn die Söder den Thon bey den Bronn gefurt, aber der Zimmermann hat die Bretter vollendt gefertiget, vnnd zu der fassung der zweyer adernn zugerichtt.
Vnnd ist im grunde alles wohl verstopfft, vertemmet, vnnd verwart, das nicht in den newenn Salzbronn, noch auch nichts daraus fliessenn kann, dann in vfbrechung des altenn fasses, hat mann fundenn, das die altenn die Schwellenn, ann vier orttenn vff gelassenn, vnnd endtzwey geschnittenn, das alles was vmb dasselb fas gewesenn, sich darin ohn alle verhinderung, hat ziehenn konnenn, welches dan den schadenn Izigs Baues gemacht hat.
stunden zulassenn, vnnd da sie hieuor zu einer Pfann salzs zusiedenn [gestrichen: —] 2 Kübenn vnnd 2 tröge Sohl habenn versiedenn müssenn, dörffenn sie Izo nitt mehr dann ein Kübenn, vnnd die zwenn tröge voll sohlen, So habenn etliche mit Ihrer Lautter sohl ohn einige Beis[?]1 In 13 stundenn ein Pfann salz bereit vnnd zugelassenn, Donnerstags den 21.
Augusti getemmet, vnnd nach dem sich etlich Salzadernn vf der linckenn seitten des fasses, wie mann zum Salzbronn zugehet, zwischl2 den erstgeschlagenen Polenn, vnnd dem mittell fas, gleich Jegenn vnnd beider den zweyenn gesaztenn stockenn ereuget, Hat der Zimmermann vff dieselbenn adernn ein sondere fassung vnnd stock gesezt, hat ein Rör in die höhe, darin ein annder Rör schuch vber den gries gelegt, tregt die adernn in die abzucht, zwischenn dem altenn vnnd newenn mittell fas, darnach ist die new fassung des newen Salzbrons gering vnnd vmbher hart zugetemmet, vber die
Freitags den 22 Augusti den Thon bey vnnd vf den Bronn gefurt vnnd getemmet, vnnd ob kunfftiglich die Sohl abnehme, oder einich abbruch am Bornn geschehe, So hat mann alwege bey den dreyen stockenn am erstenn darnach zusehenn, vnnd damit das sonnder einich gefahr vnnd ohn grossen kosten geschehenn könne, So hat mann vnter vnnd vber denselbenn stockenn vonn dem Salzbronn ann die mittelste fassung zwerch vber starck eichenn dielen strebenn lassenn, vnnd die als hoch der Salzbronn ist in die hohe vf einannder hart Inngetriebenn, also das dieselbenn den thonn, vom vnttenn herann vnnd obenn herab fest haltenn könnenn, Darzwischenn kann mann Jederzeit, wanns vonnöten ist, den thon ausnehmenn, vnnd zu den stockenn gesehenn, dieselbenn Polenn oder Bretter habenn Iren enndthalt wieder den seulen beider fasse, das die nit weichenn könnenn.
der Zimmermann die kunfftige wochenn die fassung daraus die Sohl gelanngt werdenn soll zufertigenn annfahenn, wie zuuor dauonn geredt, damit der Salzbronn frey stehe, vnnd darauf gannz nichtts zuthun sey, vnnd soll solch fassung achterkig sein darin ein starck eichenn Kübenn, so der Böttener Meister Jacob zu allenndorff fertigt sechs schue weit, vnnd sechs schue hoch, vnnd da es nit hoch gnug, soll der Böttener noch ein Rumpff ohne Bodenn vonn dreyenn schuen hoch, darauff machenn, vnnd soll dann zwischenn der achterkigenn fassung vnnd dem Kübenn, auch bis obenn aus wohl mit gutem thon, zweyer schue weit vertemmet werdenn, bis obenn dem Erdtreich gleich, vnnd dann dasselbe mit eichenn dielen zuuerdeckenn, vnnd so baldt der thon aller Inngefürt, soll das loch zu solcher fassun gegrabenn werdenn, Darauff alle verordennte Herrnn abgerittenn, bis sie wieder beschriebenn werdenn, vnnd Vnrfftigl1 vncostenn vnnd zehrung zuuermeidenn, Sonntagk den 23 Augusti vollendt den Thonn
Inngefürt vnnd getemmett, vnnd habenn die Zimmerleute, die — 30 stucke holzes so die Stadt geben, im walde beschlagenn, sollenn zu wasser herab fur die Stadt geflöst werdenn, Diese wochenn seindt gesottenn ———— 101 werck.
Sonntags bartholomæi den 24 Augusti, vnnd die volgende wochenn, habenn die Zimmerleute an den strebenn, Inn den newenn Salzbronn, vnnd dem fas, das mann Pompenn, vnnd die Sohl lanngen soll, gearbeit, vnnd die strebenn den Sambstagk Innzubringenn anngefanngenn, hat sich aber damit verzöglet, bis vf volgenndenn Sambstagk, aus Vhrsachenn, das sich das new fas zwene finger breit vonn dem gewaltigenn temmenn zusammenn getruckt, Diese wochenn ann salz gesottenn ———— 89 werck.
freundt, Vff ewer Jungst Johann Nordeckenn vnnd mir, des Saltzwercks halbenn gethann schreibenn, habenn wir den Herrnn Stadthalter vnnd Rethenn zu Cassell schrifftlich anntwort vnnd bericht gebenn, wie sie euch ohnne zweiuel dieselbe vnnser schrifft werdenn vberschickt habenn, Daraus Jr Jtzige des Saltzwercks gelegennheit zuuernehmenn.
Dieweil aber nunmehr Gott lob die grundtbeuw des Saltzbronns, nehist verschienenn Freitags gefertigt vnnd die fassung des neween Saltzbronns, des mannß hoch vmbher wohl vnnd rechtschaffenn, mit nicht geringer muhe, sorge vnnd arbeit, verkommet vnnd gefurt wordenn, So ist nunmehr kein gefahr, oder sorglicheit mehr darann, dann mann gleichwohl fur vnnd fur die zeit des bawenns im siedenn bliebenn, vnnd keynenn Kaldtlager gemacht, vnnd werdenn wir nu1[?] die Beuw vber erdenn dermassenn vnnter dache bringenn, vnnd sonnst zu vnnsers gnedigenn Fursten vnnd Herrnn vnnd gemeiner Pfenner nutzenn, also
fassenn, vnnd verbawenn, das solchs alles wohl vnd zum bestenn verwart sey. So habenn wir auch Got lob zu solchem Baw zimblich gut wetter gehabt, vnd ist bey denselbenn sorglichenn schwerenn gebewen, keinem mennschenn sonnderlicher schade geschehen, Gott der almechtig der verleyhe vnns fortann gnade, Dann nunmehr vnnser gnediger furst vnnd Herr vnd derselbenn Erbenn des orts wohl bleibenn werdenn, wo sie selbst wollenn, So ist es auch also gemacht, das mann Jederzeit sonnder grossenn kostenn, oder einich gefahr zum grunde wohl sehenn kann, wie dann will Gott sfgl.1[?] vnnd Jr sehenn solt, Solchs wolt ich euch guter meinung nit verhalten, daßelbe hochgedachtem vnnserm gnedigenn Fursten vnnd Herrnn annzuzeigenn habenn, vnnd euch freundtlich dienst zuerzeigenn, Habt ihr mich gantz willigk vnnd geneigt, Datum Cassell den 25.
Sonntags den letzten1n augusti, vnnd die wochenn Egidij ist der dreck vmb den Saltzbronn abgefurt, vnnd raum gemacht, das loch zu der nebenn fassung zugrabenn, hat der zimmermann ann derselbenn fassung gearbeit, Vnndt seindt diese wochenn gesottenn ——— 99 werck Sonntags den 7.
Septembris, vnnd die volgennde wocheten[?] das loch grabenn lassenn, hat der zimmermann den Kerck2[?] vmbher zufassenn, das gefierdts zufassenn, das gefierdts gemacht, vnnd gefertigt, zu achtecken3[?] zugericht, Dieselbe wochenn sein ann Saltz gesottenn.
——— 107 Werck Sonntags Exaltat: Crucis Mitwochenn den 17. Septembris, vnnd donnerstags zu morgenn, seindt die verordenntenn semptlich alhie zum Sodenn, beyeinannder wiederumb annkommenn, vnnd habenn nach gehabtem Rathe vnd bedenckenn geschlossenn, das der grundt zu dem faße,
daraus mann die sohl zum siedenn, Pompenn vnnd langenn soll, nit tieffer dann der grundt des newen Saltzbronns, ist gesucht vnnd genommenn wordenn, vnnd soll dasselbe faß vnntenn ein Bretternn Bodenn habenn, darauff die beidenn aderkubenn1[?] gesetzt soll werdenn, vnnd ist der grundt also tieff gesucht worden, vnnd dieweil mann vff ein schuch nahe die tieff erlangt, hatt sich viel wildt waßer ereugt, das mann durch die alte fassung vnnd die newe abzucht abgewiesenn, vnnd lest das mit den Pompenn vff dem wilden waßer halttenn, Mann hat auch vnttenn vff demselbenn grunde Taub oder bletter fundenn, das vor vielenn langenn Jarenn darin kommenn, vnnd ist das Erdtreich allennthalbenn annzusehenn, als sey es vor zeittenn dahin geschut, darumb ist der Bergk wohl gefast in acht Erbenn, mit dielenn gerings vmbher Jngeramet2[?].
Stadt herzu durch den gries im grunde sehr viel waßer zur seittenn herkommenn, seindt auch etlich viel adernn aus dem grunde vonn vnttenn herauff gequollenn, Ist aber alles wilt waßer gewesenn, vnnd seindt gantz vnnd gar kein Saltzadern funden, noch sich ereugt, darumb gewißlich die Saltzadernn vom dem gebirge, vnnd das wilt waßer aus dem grunde der Werra durch den Kieß herzu tringt, vnnd solch wildt waßer zuerhalttenn, hat mann zwo Pompenn zugericht, mitt denselben, vnnd auch darzu mit schopffenn hat mann den grundt trockenn geöst, Sambstags den 20.
Septembris seindt vf solchen grundt die schwellenn des achteckigenn fasses gelegt, darnach das Kuebenn so darin gemachtt vonn funff schue hoch vnnd sechs schue weit, darin gelassenn, vnnd ist der grundt zuuor sehr wohl mit aschenn beschut, darauf ein gute notturfft Moß gestrauwet, vnnd wieder mitt aschenn gefult,
darauff ist das Kuebenn gesatzt, vnnd wohl verstopfft, vnnd gehet die Rör1 aus dem newenn Saltzbronn in solch Kuebenn, daraus mann die Sohl zum siedenn langenn vnnd Pompenn soll, Dieselb Rörenn wechsel in der mitte, habenn daselbst ein starckenn Mißingenn Rost, Ist allennthalbenn mit keilenn wohl verplockt, vnnd verstopfft, vnnd kann mann durch die new abzucht ann den Saltzbronn vf der Rör[?] bis ann die achteckig klein fassung kommenn, vnnd Jederzeit zusehenn, Doch vmb der sorg willenn, soll aus dem grunde vmb die Rörenn, ann dem alten faße auch bis obenn aus, ein guter thon geschlagenn werden, damit mann, wo es von nötenn, Jederzeit vffreumenn, volgennts ist zwischenn dem Kubenn, vnd den achteckigenn schwelnn der grundt vf die Aschenn vnnd das Moß, mit gutem zubereytem thonn, der schwellenn gleich zuuertennen2[?], anngefangenn vnnd habenn die Söder das Ösenn an den Pompenn thun helffenn, vnnd den Thon vf den Saltzbron getrieben,
Darnach hat mann die acht seulnn Jnn die schwelnn gesetzt, seindt zwey verriegelt, vnnd2 mit Jngeschlossen bretternn vonn vnttenn vonn denn schwelnn an bis obenn aus, wie das erste newe mittelste faß gewesenn, vff einannder ausgefurt, vnnd oben mit steinen Dinchßenn1[?] wohl verwart, Jnn einannder geschlossenn vnnd vernagelt, Vnnd nach dem der abendt vnnd die nacht vnnd[?] vbereylet, hat mann volgennds Sonntags die Söder vnd alle Jnnwöner zum Sodenn anngesprochenn, die habenn gutwillig des morgenns fur der Predigt souiel thon vff den Bornn gefurt, vnnd auch damit in der eyle mit kleis3[?] getemmet, souiel es die notturfft erfordert, Derwegenn vf Jr bitlichs ansuchenn die Herrnn Jnen zwene guldenn fur ein faß biers, vnnd ein gulden fur brodt vnnd Keße zugebenn gewilligt vnnd verordenet, damit auch alle aschenn so sie zu solchem Baw gethann, bezahlt sein soll, Diese wochenn gesottenn ann saltz ——— 128 werck.
Sonntags den 21. Septembris alle Rechnungenn gehort, darnach gerathschlagt, was furter zu volnziehung der Bewe vorzunehmenn, vnnd geschlossenn wie volget, Der zimmermann soll zu stundt ann das Haus vnnd den Baw vf den newenn Saltzbronn, aller massenn wie das muster, so derwegenn abgerissenn, ausweist, vonn dem geschnittenn holtz furlegenn, vnnd vffs aller furderlichst fertigenn, sollenn die schweln vnd Rasen1[?] Jnn die leng — 28.
schue, die seulenn 10. schue hoch, Jedes feldt drey schue weit, Jn den Gibkelnn Jeglicher funff seulenn habenn, vnnd alles vonn den Buchenn dielenn mit Bretternn Jngespont zugemacht werdenn, darnach mit thuer vnnd zweyen fennsternn verschlossenn werdenn Darnach die strebenn zwischenn dem altenn eußersten, vnnd dem newenn mittelstenn faß, das die new abzucht sein soll, vntenn vf im grunde, eins schuchs hoch mit gries ausgefult, darauff schweln gelegt, vnnd seulnn — 10 schue hoch, das mann vffricht
darin gehenn könne, darin verstopfft vnnd aber auch verrigelt, darauff der starckenn Bretter zur strebe eins anns annder gelegt, vnnd zwey oder drey lichtlöcher darin zumachenn, wie die vorigenn altenn gewesenn, vnnd dann bis obenn aus den gebewenn gleich mit guter erdenn zufüllenn, vnnd wann das geschehenn, so soll dann vmb den newe vnnd zwischl1[?] den beidenn newenn fassenn, vf den Thonn noch weitter getemmet2[?] werdenn, soviel thons vbrigk, Darnach dieselbe gebeude, auch mit erdenn darauff gleich ausgefült, vnnd dann gerings obenn vmbher mit eichenn dielenn, in einannder gespont, beschlossenn, wie vf dem altenn Bornn solchs zuvor auch gewesen, Vnnd wann das geschehenn, soll der Baw vnnd das Haus auf den Newenn Saltzbronn vfgeschlagenn vnnd vffgerichtt, vnnd mit Bretternn gedeckt, auch darauf zwene vergulte kupfferne knöpffe, so zu Cassell zu machenn, vnnd zuvergüldenn bestelt werdenn sollen, Montags den 22 Septembris hat der zimmerman das Haus vf den Saltzbronn zu zimmern fürgelegt,
vnnd hauwenn anngefanngenn, So habenn die Fuder1[?] soviel thons bey das fas zum auspompenn gefurt, das es soweit not damit vertemmet wurde, vnnd soll dann bis obenn den gebewenn gleich mit erdenn ausgefült werdenn, Dinstags den 23.
Septembris vier kSal2[?] knechtte vonn Cassell gein Sodenn geschickt, sollenn daselbst noch vier knechte zu sich nehmenn, vnnd den Sohlgrabenn, dieweil der durch die gewesse diesenn Sommer beschlembt, vnnd viel kodts darin geflossenn ist, saubernn vnnd rein machenn, vnnd vntenn herauf bis furs gewelbe, soll der Junge Henrich Müldener darauf sehenn, das sie treulich vnnd vleissigk arbeitenn, So soll der Steinbrecher zur oberstenn brucken, die Gewelbe vnnd annder steine brechenn, Ob man dieselbige Brucke fur wintter noch fertigenn könne, soll mit einer schleussenn gemacht werdenn, das man die in den wasserfludenn fürschiessenn könne, Damit die nit ann die gebeude des Saltzbronns kommen könnenn, Sonnder soll die zeit der flude der Sohlgrabe
vber derselbtenn Oberstenn Bruckenn, mit Pompenn geöst1 vnnd gehaltenn werdenn, Die volgennde tage dieser wochenn ann solcher arbeit gemacht vnnd bliebenn, vnnd seindt diese wochenn ann saltz gesotten – 119 werck, Sonntags den 28.
Septembris habenn die zimmerleute am Baw gearbeit, darnebenn mehr thon getretenn vnnd zugericht, vnnd ist der Sohlgrabe vonn der vnterstenn Bruckenn herann anngefanngenn zu saubernn, vnnd zu reinigenn, vnnd steine zur Oberstenn Bruckenn vber den Sohlgrabenn brechenn lassenn, Diese wochenn ann saltz gesottenn ——— 124 werck, Sonntags nach Michaelis den 5.
Octobris ann solcher arbeit bliebenn, vnnd ist der Baw vollendt gefertiget, hat aber der Pompenn halbenn als balde nit konnenn gehabenn, noch gesatzt werdenn, Darumb mann hat darmit verziehenn müssenn, vnnd nach dem verabschiedt, das mann nach Michaelis ein Probewerck siedenn solt, So hat doch der Saltzwardt solchs abgeschrieben, wie volgt.
Mein ganntzwillig dienst zuvor Lieber Schwager Jost, Ich will euch nit verhaltenn, das ich befinde im Sohlziehenn, das der Bornn nit soviel gibt, als er vor vier oder funff wochenn gethann, dann er wirdt stets ausgezogenn, Dieweil ich demselbenn nu nachdennck, So hab ich altzeit hörenn davonn disputiren, das die Sohl oder der Saltzbronn in der Laubrosse1[?], am schwechstenn sey, Vber das hab ich auch nach dem quellbornne, wie sich der Itzo halte achtung gethann, So befindet sich das derselbe auch wieder aussenn bleibt, Ist gar vngeschafftenn Itzo, Derhalbenn wer gewis, wo der Saltzbronn nitt erbauwet vnnd gefast were, das er dann Itzo ebenn den manngell habenn wurde, wie vorhin, Nach dem ich aber vonn den Bawherrnn vnnd euch verstandenn, diese wochenn die Probwercke zu siedenn, So hab ich derhalbenn mit dem Bornndtmeister davonn geredt, vnnd allerlei bedenckenn gehabt, vnnd woltenn, das solchs lennger nachbliebe, vnnd besser bedacht wurde, damit wir solchs nit zu mercklichem
schadenn vornehmenn, könnenn wir doch sonnst wohl wissenn, wie es darumb stehet, wie ich euch zu ewer annkunfft weitter berichtenn will, Will auch meinem gnedigenn furstenn vnnd Herrnn zum bestenn, vor mich damit lennger zuberuhenn, gebettenn haben, Hab ich euch als dem der dieser zeit die gelegennheit am bestenn weis, vnnangezeigt nit wollenn lassenn, Ir könnt wohl darauf weitter bedacht sein, vnnd in anndere wege abschaffenn, damit annder nit sonnst ein geschwetz davonn hettenn Ich bitt auch Ir wollet Schneide wintten1 einenn Botten schickenn, vnnd euch berichtenn lassenn, wie die arbeit vonn stadt gehe, vnnd mir zuerkennenn gebenn, Euch wieder zu dienenn bin ich altzeit geflissenn vnd willigk, Datum Sodenn Montags Michaelis anno 50 E.
Octobris diese woch — 10 stemme holtzes gefelt, vnnd beschlagenn, den Sohlgrabenn vnnd das gewelbe vollendt rein gemacht, vnnd gesaubert, vnnd habenn die zimmerleute zwischl1[?] dem eussersten altenn vnnd dem mittelstenn newenn fas die strebenn gemacht, Diese wochenn ann saltz gesottenn ——— 132 werck Vnnd seindt diese wochenn Donnerstags Galli zehenn newe schetzer vnnd Saltzmesser, die mann die geschwornenn nennenn soll geordennt, der Jedem ein new Saltzmas, vnnd ein Rost darauff zugestelt, darauf sich Innhalt der ordenung, vnnd diese nachvolgende artickull einenn leiblichenn eidt zu Gott gelobtt vnnd geschworenn habenn, deswegenn seindt Jedem Saltzmesser oder geschwornenn, acht Söder oder Bodenn, dieselbigenn in seiner verwaltung zuhabenn zugeordenet.
Darauf habenn auch die furstlichenn Herrnn Stadthalter vnnd Rethe mit volgennder offener schrifft in allen Stedtenn vnnd amptenn, des Saltzwergks gelegenheit bericht thun lassenn, damit menniglich des wissenns habenn, vnnd sich darnach richten können, also Wir Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, Entbietenn allenn vnnd Jedenn des durchleuchtigenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn amptleuthenn, amptverwalternn Bevelchhabernn, vnnd dienernn, auch Burgermeister vnnd Schepffenn, vnnd Rath Jeder Stadt, fleckenn vnnd gemeinenn des Furstenthumbs Hessen, vnnd denn darzu vnnd Ingehörigenn Graueschafftenn, auch allenn vnnd Jedenn zölnernn, zolschebernn1[?], vnderthanenn vnnd verwanttenn derselbenn, nach geburnus eines Jedenn Standts, Vnnser freundtlich diennst, gunstigenn grus, vnnd geneigtenn willenn, vnnd fügenn euch semptlich vnnd einem Jedenn in sonnderheit zuwissenn, Das nach dem ein zeit Jar hero durch lennge der zeit, vnnd viel verflosse
nenn Jarenn, die altenn gebeude am Saltzbronn zum Sodenn, welchenn Got der almechtigk aus sonnderlicher gnediger vnnd gute miltte, diesem Furstennthumb, Lannden vnnd Leutenn, vnnd vnns allenn gnediglich verliehenn, darumb wir billich danckbar sein sollenn, etwas manngelhafftigk vnnd Baufelligk ist wordenn, Derwegenn dann hochgedachter vnnser gnediger furst vnnd herr aus derselbenn schwerenn Custodien, vnns mehr dann zu einem mahle beuolenn, demselbenn schadenn statlich zuvorkommen, doch das nit vbell erger gemacht wurde, Also habenn wir verschienenn Osternn etlich aus vns den Rethenn, nebenn den verordentenn Saltzgreuen vnnd dienernn zum Sodenn, nebenn der gemeinen Pfennern darzu gemachten volmechtigenn dahin geschickt, vnnd solche alte gebeu eröffnenn, vnnd nach dem manngell vnnd schadenn suchenn lassenn, Dieselbenn habenn den schadenn, vnnd eigenntlich befundenn, das etlich wilt wasser sich in den Saltzbron vf dem grunde, daraus die Saltzadernn enndtspringen,
mit Ingemischt, vnnd Ingelauffenn ist, Welchenn schadenn sie nu mit vnnserm Rath vnnd mit wissenn wiewohl mit grossem darlegenn vnnd vncostenn, stadtlich vorkommenn, vnnd alle Gebeude so notwendigk vom newenn aus dem grunde gefurt vnnd gemacht habenn, vnnd ist auch sieder der zeit, des Saltzladenns vnnd Maß halber daselbst keine klage noch manngell gewest.
Dieweil aber nunmehr die Schlacht zeit anngehet, vnnd ein Jeder vnderthann vnnd Hausmann sich gernn mit saltz vber winter versorgenn vnnd versehen wolt, vnnd die Jenen so bey euch Saltz zu feylem kauff bringenn, vorigs manngels halben keinen behelff oder vorteil suchenn, noch sich einigs betrugs zum Sodenn zuberlagenn1[?], So habenn die verordenntenn Saltzgreuenn Johann Nordeck vnnd Jost Berber2[?] daselbst zum Sodenn die furnembstenn vonn den eltestenn, vermuglichstenn vnnd Gotfurchtigstenn — 10 menner vnnb einenn Jerlichenn soldt bestelt vnnd verordnet, dero Jedem acht Bodenn zuverwaltenn beuohlenn,
alles saltz Inns Lanndt, Jedermann vns gleich geldt eine zeit wie die annder zumessenn, Jederm gleich vnnd recht zuthun, darauf Jedem ein rechtt gleich mas, vnnd ein Rost darauf, dadurch alles saltz gemessenn werdenn soll, vnnd nus1[?] zugestelt, vnnd sie darauf einenn leiblichenn gestabtenn eidt, zu Gott vnnd seinem Göttlichenn worte, habenn schwerenn lassenn, vnnd kann menniglich Jederzeitt des orts vmb sein geldts Saltz gnug bekommenn, So kann mann dadurch, da ein oder mehr Söder vortheil gebrauchenn, denselbenn erkundenn vnnd furkommenn, ob nu die Saltz verkeuffer oder körner anders zu Irem vorteil sagenn, oder das saltz zutheur gebenn wurdenn, wie sie dann hievor mehr gethan, So habt ihr Jederzeit, nach gelegennheit der zeit, ferre des wegs, theurung des Habbernn, vnd der zehrung, auch des vngewitters, darin zusehenn, vnnd dermassenn zuordenenn, das das armut vnbillicher weise nit vbernommenn, noch beschwert werde, wie Ir dann vom Jegennwertigenn dem Saltzschrey
ber alle gelegennheit des orts weitter zuvernemen habt, Da auch einer oder mehr sein saltz selbst holenn, vnnd etliche zusammenn spannenn wolten, die könnenn den vorteil darann thun, den die körner vnnd Seltzer suchenn vnnd habenn, Dieweil dann hochgedachter vnnser G.
F. vnnd herr, hievor euch allenn sampt vnnd sonndernn gebotten vnnd beuohlenn, kein frembdt saltz im Lannde zuverkeuffenn zugestattenn, auch da das durchgehenn, vnnd gefurt wurde, vf Jeder ffgl.
zugethann vnnd verwandt seidt hiermit ernstlich beuohlenn habenn, ann keinem ort, Es sey in amptenn, Stedtenn, oder dorffen, annder frembt, dann allein Ihr f.
zu gnedigem gefallenn, in gnadenn zuerkennen, des wir vnns genntzlich vnnd gewislich versehenn, aber den vbertretternn werdenn vnnd soll ohn zweiuel Ire straff wohl widerfahrenn, Wollen wir euch den wir zu freundtschafft vnnd willenn geneigt nit verhalttenn, Jnn vrkundt vnter hochgedachts vnnsers gl.
fl. vnd Herrnn hierauff getrucktenn Secret, Gebenn zu Cassell den 18. Octobris Anno 50. Sonntags nach Galli den 19 Octobris diese woche still gehaltenn, hat Christoffer der Bornmeister sein kunst vnnd gebeue verruckt vnnd vfgeschlagen1[?]
Vnnd dieweil der winter annfelt, sollenn alle bew bis vf den fruling anngestelt werdenn, doch so baldt Christoffer seine Bewe vnnd Kunste verruckt hatt, soll der zimmermann den newenn Baw vf den Saltzbronn vfrichtenn vnnd hebenn, kann in zweyenn tagenn geschehenn, that vngewitters halbenn bisher nit geschehenn konnenn, vnnd dieweil der winter in der erst hart anngefallenn, vnd darnach gantz feucht vnnd naß gewesenn, Ist solche arbeit aller Jngestelt bis vf den fruling, des kunftigenn 51.
Michaelis, New geschworn Schetzer zum Saltzwesenn zum Sodenn geordennt vnnd bestelt, zu dienen so lannge vnns gefellig vnd auch Jhnen gelegenn ist, bestetigt vffgericht vnd verkundiget zum Sodenn den 16 Octobris Anno ut supra.
Jedem des Jars acht guldenn muntz vor besoldung zugebenn, soll Jeder sein maß vnnd den Rost darufft habenn, Jnn seinen Jme zuordentenn acht Bodenn zumessenn, vnnd solchs bey seinem gethanenn eiden vnnd Pflichtenn treulich zuuertrettenn1, Daruber soll dem Pfanmeister vonn seinem ampt noch — 12.
Dem Sohlmeister ———— 16 fl. Summarium thut ein Jar zu besoldung —— Hundert vnnd Sechtzehenn gulden Muntz, vnnd gehet Jr2[?] Jar Michaelis Jtzo an, Vnd Anno 51.
wiederumb aus. Vnnd soll hinfurter das wechterlohnn, als Jars — 20 fl. muntz, vonn den Schatzhellernn, so fernn sie das ertragenn könnenn, auch verlegt werdenn, macht in Summa ——— 136 gulden
aber die meister sollenn nun hinfurter acht heller gebenn, da sie zuuor ein album gebenn habenn zuwachenn, dann die wechtter wachenn nur die halbe nachtt.
Ordenung der Geschwornen Schetzer. Die Geordentenn geschwornenn newenn Saltzmesser vnnd Schetzer, sollenn einem Jedenn Sodermeister zuuor vnnd ehr sie messenn, die Saltzgennse zehlenn vnnd sehenn, das Jeder meister zwenntzigk machl1 gewislich abgestossenn habe, vnnd nit mehr dann ein achteil ann das stuck zuschlagenn gestatten, Was daruber soll er bey seinem gethanen Eide zu stundt ann in seinem Beysein wiederumb zum vorrath Jnn die Pfann werffenn lassenn, Welcher Sodermeister aber mehr ann das stuck geschlagenn, vnnd sein zahlgennse nit gefangenn hette, dem soll der geschwornn messer vnnd schetzer nitt messenn, sondernn den vonn stundtann, den Saltz
greuenn Bornndtmeister1 vnnd Saltzwarttenn anntzeigenn, derselbe soll sooft vnnd dicke einer das vbertritt, mit einem thaler zubuße zugebenn, gefreuelt habenn, vnnd den zustundt ehr vnnd zuuor Jme wieder zusiedenn gestatt wurde, bezahlenn, Es soll auch kein Sodermeister mehr dann ein achteil Saltz im Bodt zum vorrath habenn, des Schatzwercks halber, darauf die geschwornenn mit vleis sehenn sollenn, wie dann das bisher also gehaltenn wordenn ist, Dieweil auch mit dem vfhebenn des Saltzes vngleicheit gehalttenn, So sollenn die geschwornenn darauff mit ernnst sehenn, das keiner vber ein halb Pfann saltzes vfhebe, noch im Bodt liegenn habe, bey verlust des saltzes, vnnd soll Jme mehr zusiedenn nitt gestat werdenn, aldieweil er im Bodt mehr dann ein halb Pfann hatt.
Es sollenn auch die geschwornenn Saltzmesser vnnd Schetzer, Jeder seinenn Jhme zugeordenntenn Sodermeisternn vf der Reige her, nacheinannder, wo lade leute sein, vnnd fur den Bodenn haltenn, messenn,
vnnd darin kein Partheilichkeit oder vortheil brauchsonndernn darin gleiche ordenung halttenn, vnnd damit solches vonn stadt gehe, so sollenn sie vf die Lade tage wintter zeit zu vier vhrenn, vnnd nit ehr, vnd im Sommer wann mann die darzu geordennte Klocke leut, zumessenn annfahenn, Wann aber der erste oder annder Sodermeister zu frisch ausgeschlagenn, vnnd das saltz noch nitt gantz trockenn were, So sol er dasselbe saltz nitt messenn, sondernn ann den anndernn nechstenn seinenn meisternn, nach der Ordenung, welches saltz am trockennstenn ist, annfahenn erst zu messen, vnnd so forthann, Was auch die Pfann buße betrifft, soll ein Jeder geschworner in seinenn Jme zugeordenntenn Bodenn, rechnenn vnnd anntzeigenn, aber die Schatzwergk sollenn sie mit vnnd nebenn dem Pfanmeister versehen vnnd annweisung gebenn helffenn, Die geschwornenn Saltzmesser sollenn auch keynem Eseltreiber, Saltz vor fruchte messenn, Sie haben denn die frucht in den Bodenn vnnd gesehenn, das der
Soder die frucht enndtpfangenn vnnd bekommenn habe. Die vier alb so vnnser gnediger herr hieuor den Sodern vor das trannckgeldt zugelassenn, seindt verordennt vonn Jedem wercke, zu erhaltung des wildenn wassers nun hinfurter zugebrauchenn, Damit aber die Soder sich diesenn wintter wiederumb erholenn, sollenn Jhnenn die halb bleibenn vnnd die annder helfft die Kunst, vnnd das wilde wasser zuerhaltenn, gebraucht werdenn, so fernn es die Herrn Stadthalter vnnd Räthe, also bis vf Osternn, mit verwilligenn, vnnd das bey Jhnenn zuerhaltenn ist, Habenn solchs also Jnenn gefallenn lassenn, doch zu enderung vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, sollenn vonn den 2 alb bezahlt werden sonnst hettenn die vonn Sodenn darann mit bezahlenn mussenn, Hundert Leddernn Eymer seindt zumachenn bestelt, Jtem zehenn feuerhackenn seindt auch zumachenn verdingt, sollenn gleicher gestalt bezahlt werdenn, nitt mehr dann der Centner zwen gulden drey ortt kosten,
Zuwissenn, als vonn wegenn Vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd herrnn zu Hessenn vnnd gemeyner Pfenner des Saltzwercks zum Sodenn, verordenntte des Baues am Saltzbronn daselbst hieuor sich einmutiglichenn enndtschlossenn vnnd verglichenn, das vor enndtlicher Volnfuhrung des vorigenn anngefangenenn gebeues, das Gewelbe ober dem neuen Saltzbronn vor dem Berge her, mit steinenn vff ein Sohlwerck in dem grundt des Saltzbronns gleich zulegenn, vnnd zuzuwelbenn, vnnd also dasselbe vor dem Berge her zufuhrenn, das es den Bergk ertragenn, das
er mit Innfalle, vnnd dem Bornn schadenn möchtte, vnnd aber mitler zeit bedacht, auch den werckmeistern furgehaltenn, das keins wegs zurathenn, die beschuerung mit dem Sohlwerck vnnd den Steinenn des ortts furzunehmenn, vielweniger einigenn Pfelz1[?] zustossen, oder Innzurammenn, Innsonnderheit dieweil in vorzeitenn das Itzige Gewelbe mit weitter, noch an den Bergk vber dem Bornn her gefurt vnnd gemacht ist, So hat mann heut dato, mit Rathe der verstenndigenn werckmeister sich enndtlich einmutig enndtschlossenn vnnd verglichenn, das diese Itzige notwenndige gebewe, forter mit holtz, vnnd keinenn steinenn vollennts gemacht, vnnd außgefurt werdenn sollenn, Also vnnd dergestalt, das der Itzige furhabennde gebaw, vff vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd herrnn verlegenn, verrichttet werdenn soll, vnnd die Register vnnd Rechennschafft, des vorigenn gebaues des Bronns, vnnd was in vorigenn Jare darauff gegangenn, Innsonnderheitt geschlossenn werde, vnnd soll der kostenn des Itzigenn furhabenndenn gebaues auch insonnderheit gerechnet werdenn, Was dann gemeinen Pfennern vermuge des
vorigenn vffgerichttenn vertrege, vnnd sonnst darann zu enndtrichttenn geburenn will, Darumb sollenn vnnd wollenn sie mit Irem gnedigenn furstenn vnnd herrnn sich vnnderthenigk vnnd willigk vergleichenn, Aber des vorigenn gebeues halbenn, wollenn sie sich weitter nicht verpflicht hann, Dann sie in dem baw halbenn vffgerichttenn Recess bewilligt, vnnd bedingkt habenn, vnnd soll meister Hanns Wetzell der Zimmermann zustundtann, die bawholtz zimblich im vorrath furhanndenn, wie mann heut im augennschein gesehenn, das abgeplockt, vnnd nach der furgelegten abreissung, obenn fur dem gewelbe hero, da Itzo die alte abzucht ist, ein newe wanndt, die vonn dem alten eußerstenn faß, vonn den gebrochenn beidenn newen erkenn zusammenn geht, vnnd Ingezapfft werdenn kann, funff schue weit, vonn der Itzigenn fassunge, vonn newem machenn vnnd vfrichtenn, solches wol zuuerstrebenn, vnnd soll der grundt nit tieffer gesucht, oder furgenommenn werdenn, dann der Bodenn im Saltzbronn, vnnd derselbe grundt ist, vnnd soll dieselbe
fassung zweyer werckschue niedriger sein, dann die fassung des rechtenn newenn Saltzbronns, Darnach sich der Zimmermann zurichttenn hat, vnnd damit mann das wilde wasser im vmbgannge, so Itzo mitt Pompenn erhalttenn, vnnd außgeöst wirdt, sonnder schwerenn vncostenn in das gewelbe bringenn könne, So hat mann vor gut anngesehenn, vnnd sich enndtschlossenn, das mann vf den grundt im vmbgange nebenn dem Bornne, ann den enndenn, da die wildenn quellenn seindt, vnnd zutags fliessenn, starcke rennen, mit vfgesetztenn Rörenn legenn, vnnd machenn soll, das die Rörenn solch wilt wasser, Inn die höhe tragen, vnnd dann durch nebenn Rörenn bis Inns gewelbe fliessenn, damit mann die Pompenn zum außösenn nit lennger haltenn dorffe, Wie dann dauonn der Zimmermann sonndernn bescheidt vnnd vnderricht hat, vnnd sonnst der ganntze grundt des vmbgangs, da keine wasser quellenn seindt, allerdinge vnnd ganntz wohl verdemmet werdenn, vnnd soll vor dem gewelbe, ein Kast vonn steinenn oder holtzwergk gemacht werden, darin das wasser aus den Rennenn felt, darin solches stiegk
vnnd furter durch das gewelbe abfliessenn könne, da man auch Jederzeit sehenn kann, ob manngell da sey oder nit, vnnd muß zu solchem Kastenn, ein Windeltrappen gemacht werdenn, Ob nun solches holtz oder steine sein soll, hat mann sich nach eröffnung des grundts zuuergleichenn, darnach wann die fassung geschehenn, die Renne gelegt, verdeckt, vnnd die störcke1[?] oder Rörenn gesatzt seindt, So soll mann gerings vmbhero alles wohl vnnd vfs beste, mit thon vnnd guter erdenn, wie zuuor geschehenn ist, verdemmenn, vnnd obenn dem gebawe gleich fullenn, vnnd furter mit steinenn Plasternn, oder mit dielenn beschiessenn vnnd verspundenn, das alles Regenn vnnd annder wasser, in das gewelbe gefurt werde, vnnd fur sich selbst darin fliesse, vnnd dieweil solcher baw, vonn beider vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, vnnd gemeiner Pfenner wegenn volnfuhrt werdenn muß, so sollenn vnnd wollenn die verordenntenn der Pfenner, einer vmb den anndernn, selbst nebenn vnnsers gl.
wollenn auch Jede wochenn bey abzahlung sein, die wochenrechnung mit vnderschreibenn, vnnd darnach sich mit hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, wie obstehet, des verlegs halbenn vergleichenn, vnnd da furter einich manngell vorfiele, Hat mann Jederzeit beide vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, der Rethe, vnnd etliche der elttestenn der Pfenner, nebenn Irenn verordenten, darzu zubeschreibenn vnnd zufordernn, Irenn Rath darin zugebrauchenn, alles ohnn geuerde, Inn vrkundt, vnter vnnser aller hierbey gewesenn Handtschrifft, Gebenn vnnd geschehenn zum Sodenn den 5 Maij Anno 51.
Der abredt nach, wie vnnd welcher gestalt Meister Hanns der Zimmermann den Baw der eußersten wandt vmb den Saltzbronn Jegenn dem Berge machenn, vnnd fertigenn soll, Hat er solches also vollenndet, vnnd fertig gemacht.
Seindt darauff die verordenntenn Bawherrnn, Juncker Hermann vonn Hundelßhausenn, Johann Nordeck, Valtin Thuldt, vnnd wir die Beamptenn zum Soden, vonn wegenn vnsers gl.
f. vnnd herrnn, vnnd von der Pfenner wegenn Johann Schaffnit der elter, Thias Thorey, vnnd Johann Schaffnit der Junger, dieweil Johann Niedennstein verrittenn gewest ist heut den 6.
Julij zum Sodenn erschienenn, vnnd ist der Raum des grundts vmb den Bornn gefertigt, vnd bis vf den gries außgefuert, vnnd rein gemacht also hat der Zimmermann die schwellenn derselbenn wanndt, vf den grieß vnnd nit so tieff als die schwellenn der mittelstenn wanndt, die liegt tieffer, vnnd Inn den gries gelegt, darnach die Wanndt vnnd funff Kasten vonn — 25 seulenn ann der wanndt, vnnd den
oberstenn vnnd vnderstenn kastenn gesetzt, mit Bretternn außgefuhrt, vnnd danebenn vf dem grunde Jegenn dem Berge zu, doppell rennenn, die da gesturtzt vf dem gries liegenn, vf den seittenn vnnd obenn mit löchernn verwart, das sich das wilde wasser vom grunde vntenn herauff vf den seittenn, vnnd auch obenn herab Inn die Renne ziehenn, vnnd dadurch Inn den vnderstenn kastenn lauffenn kann, darin soll es vier schue hoch steigenn vnnd durch das gewelbe fur sich selbst steigenn vnnd abfliessenn, damit mann das Ösegezeug, vnnd der Pompenn lennger nit halttenn dörffe, wie solch werck sein soll nach dem Maßstabe abgerissenn, vnnd ein sonnder muster dauonn gemacht werdenn, vnnd als der Bergk wohl verstrebt, hatt mann im grunde zwischenn den dielenn vnd Rennen, grosse wackenn, oder kalcksteine gelegt, vnnd vber die zwo Rennenn eichenn bretter ann einannder, vnnd darnach den Rennenn gleich im grunde mitt grobenn kieß oder gries vf die steine, außgefult, damit die Renne nit verschlempt, vnnd das wilde wasser
sich dadurch Inn die Renne ziehenn könne, dann die gestopfftenn Rennenn vntenn offenn sein, vnnd ist in der zeit schönn gut wetter gewest, das wir derwegenn vngehindert gewest sein, Ist auch keinem mennschenn der gebew halbenn, kein schade geschehenn, wiewohl mann allermenniglich sonnder schew, Innsonnderheit die Söder alle hat abe vnnd zu gehenn, vnnd alles besichtigenn lassenn, auch etlich der Eltestenn Söder Ir bedenckenn annzuzeigenn, vnnd mit anrathenn zuhelffenn gebettenn, Hats aber keiner getaddelt, noch zuuerbessernn gewust, Vm Walpurgis seindt die Bodenn, als noch vier Boden zu den vorigenn vier Bodenn abgebrochenn, der raum gemacht, vnnd zu grunde gearbeit, bis vf den gries, vnnd ist der Bergk wohl verstrebt, mit starckenn eichn1[?] balckenn, vnnd starckenn eichenn dielenn darhinder, welch strebenn also im grunde stehenn bleiben sollen, Vnd des ist der Thon gegrabenn, vnnd bereit worden zum demmenn, Das Ösegezeugk zum außösenn des wilden wassers
gefertigt, vnnd ist alles fliessenndt wasser damit dermassenn gehaltenn, das mann vf dem grunde trocken, vnnd sonnder alle verhinderung des wassers handeln könne, vnnd kömpt das wilde wasser gemeinlich vom Berge her, vnnd nit starck aus dem grunde, Als die Saltzadernn, die kommenn alle vonn vntenn heruf, aus dem grunde des kieses1[?], Vnd als in Furstlichenn furgefallenn geschefftenn, Juncker Hermann vonn Hundelßhausenn vnnd Nordeck, verreitenn mussenn, So ist der herr Lanndtvogt, Juncker Sigmundt vonn Boynebergk, ann Irt2[?]stadt, durch vnnsernn gnedigenn Jungenn Herrnn Lanndtgrauen Wilhelmen, zu volnführung solcher gebewe, vnnd bey der temmung zusein, her beschriebenn, heut den 11 Julij alhie annzukommenn, Innhalt nachuolgennder schrifft.
verordenntenn des Baues vber den Saltzbronn zu Allendorff in Sodenn bey vnns annsuchung gethann, das wir vnns eigener Personn, mit etlichenn vnnsernn Rethen, gein Allenndorff verfugenn, vnnd des Saltzbronns gelegennheit, wie es vmb die gethane gebewe, vnnd das wilde wasser ein gestalt, vnnd gelegennheitt hette, zubesichtigenn, vnnd vnnser bedenncken, vnd gut meinunge zu enntlicher volnziehung desselbigenn baues zu eroffnenn, Dieweil wir nu Itzt mit den Rethenn so hie sein solche besichtigung annderer obliegennden vnnd geschefft halbenn, nit thun könnenn, So ist vnnser gnedigst begerenn ann euch, Ir wollet vf der verordenntten annsinnenn euch zu thuenn am furderlichstenn verfugenn, alle gelegennheit eigenntlich besichtigen, vnd mit zu rathenn helffenn, ob vnnd wie die verdemmung des wildenn wassers am nutzlichstenn vnd zutreglichstenn furzunehmenn sey, vnnd ob die dinge mit besserer bequemheit, als der vnnsernn vnnd der Pfenner verordennten zum Baw, verabschiedt
habenn, annzustellenn sein möchtenn, Euch also hierein gutwilligk erzeigenn, Das reicht vns vonn euch zu sonndernn gefallenn, vnnd seindt euch mit gnadenn geneigt, Datum Cassell am 9 Julij Anno 51.
Vnnsernn Lanndtvogt ann der Werra vnnd liebenn Getrewenn Sigmunden vonn Boynebergk, Vff solche schrifft vnnd Furstlichenn beuelch, Ist der Lanndtvogt heut den 11.
Julij zu morgenn alhie zum Sodenn ankommenn vnnd erschienenn, die dinge aller notturfftig besichtiget, vnnser bedenckenn vnnd furhabenns, anngehört, das Ime dann also wolgefallenn, vnnd solchs zuuerbessernn nit gewust, darumb wir mit der verdemmung also angefanngenn, vnnd fortgefahrenn sein, Erstlich im grunde nebenn vnnd zwischenn den doppell Rennenn, mit grossenn hartzeln kalckstein, vnnd darnach mit grobem kieß, außwenndig der newenn wanndt, ann der altenn eußerstenn fassunge, vnd
zwischenn der gefastenn strebung fur dem Berge her vber die Rennenn, vnnd den darauf gelegten Brettternn, eines schuch hoch, wie obstehet, außgefult, Darauf mit der außgefuhrtenn erdenn annzufahenn zutemmenn, damit sich das wilde wasser darin vertheilenn, vnnd Inn die gelegtenn Rennenn vnngehindert fliessenn könne, Sonntags den 12.
Julij wetters halbenn, dieweil es hell vnnd schönn war, zu mittage anngefangen zutemmenn zwischenn der mittelstenn zu Jar newgesetztenn faß, vnnd der altenn fassung, auch Itziger new darann gezapfftenn wanndt, vnnd ist erstlich der schlam vffm grunde aller sauber außgezogenn, Darnach vffm grunde ein gute notturfft Moß zertheilt gelegt, darin viel aschenn eintzell gestrawet, darauf den gutenn bereittenn thon vonn obenn herab darin hart in einannder geworffenn, vnnd also angefanngenn, zwischenn der newenn mittelstenn vnnd der eußerstenn fassung vmbher zuuertemmen, Montags den 13. Julij auch also getembt, bis vff
den Mittagk, da Ist feucht wetter vnnd regen Inngefallenn, das mann den halbenn tagk damit hat mussenn still haltenn, vnnd ist im Mittag Nordeck vonn Cassell auch alhie annkommenn, Dinstags den 14.
Julij zu morgenn wieder anngefanngenn zu tennenn1[?], vnnd dieweil die dreij mittelstenn Kastenn, darin die duppell gelegtenn Rennenn gehenn, ann der neuenn wanndt, außwendig vmbher mit erdenn vber der Rennenn, mans hoch beschuet, hart ann einannder gefugt, daraufe Moß vnnd aschenn gelegt, vnnd darnach dieselben mittelstenn dreij Kastenn, seindt bis obenn aus dem werck gleich in die höhe, mit starckenn Bretternn in einannder geschnittenn, vier Zoll dick gefugt, habenn vnndenn vffm grunde keinenn Bodenn, stehen — 15.
schue weit vonn einannder, vnnd hat mann erst gesehenn, das das wilde wasser sich sehr wohl durch die Rennenn, vnnd aus einem Kastenn in den anndernn, bis in den letztenn vnderstenn Kastenn vorm gewelbe, darin das wilde wasser vier schue hoch
Inns gewelbe steigenn soll, gezogenn vnnd geflossen hatt, derselbe vnderste Kaste ist außwendigk vmbhero mit thonn allennthalbenn wohl vertembt, höcher dann das wasser darin steigenn soll, daruber mit guter erdenn zugefult wordenn, Darnebenn hat mann mit dem tennenn1[?] also fur vnnd fur fort gefahrenn, Darnebenn hat mann die vierdte Vberste Bruck vber den Sohlgrabenn, so holtzernn gewesenn, vnnter der Schwannflugels2[?] wiesenn, vonn neuem aus dem grunde mit steinenn gefurt, vnnd gewelbt, Darann anngefanngenn, den Sohlgrabenn vonn derselben Brucke biß fur das gewelbe mit steinenn zufutternn, Ist vier schue weit, vnnd vf Ieder seittenn dreij schue hoch, vnnd vnntenn mit eychenn Bretternn vffm bodenn beschossenn, habenn fur der Maurereij vf beidenn seittenn liestenn, das die Maure nitt weichenn, oder der Bergk die maure zusammenn schiebenn oder trucknenn kann, Darzu soll man die gebrochenn steine vber der Stadt, vnd an der
Pfort gebrochenn, so hat mann einenn gebranndtenn Kalck auch im vorrath, Ist im Fruheling gesetzt wordenn, zu dem seindt viel steine vnterm Kunsthause, soll mann dasselbe haus verkauffenn, das geldt vnd steine hierzu gebrauchenn, vnnd den Sohlgraben wieder starck machenn, das der wie zuuor ann Schwanflugels wiesenn heraus gehe, vnnd nit wie Itzo das haus halber vmbher gefurt ist, Will der meurer dauonn biß furs gewelbe zwanntzigk guldenn muntz nehmenn, doch das wir Ime Stein vnnd Kalck, die Anndeloger1[?] vnnd was Schmidtwerck vonnötenn, verschaffenn zuspitzenn, Mittwochenn den 5.2[?] Julij vor mittage, Ist der Tham im grunde zwischenn der mittelstenn vnnd der Itzigenn neuenn gemachtenn wanndt, ganntz zusammenn gefurt, vnnd also im grunde die Runde geschlossenn, bis ann die vnderstenn Riegelnn vngefehrlich vier schue hoch, vnnd da das geschehen, da ist das wilde wasser Inn der Rörtenn3[?] im vndersten Kastenn gestiegenn in einer Renne die meisterhans
vier Zoll niedriger dann zuuor Inns Gewelbe gelegt, geflossenn, da die Herrnn das gesehenn, seindt der Lanndtvogt, Johann Nordeck, vnnd Valtin Schuldt abgerittenn, vnnd ist mann mit dem tennenn1[?] also fur vnnd fur fort gefahrenn, Wie dan solches dem Herrnn Stadthalter zugeschriebenn wordenn ist, Wie volgt, Mein ganntz bleitwillig diennst alzeit zuuor Edtler vnnd Ernuester lieber Herr Stadthalter, d.
Eh.[?] als dem der vnsers gl. f. vnnd Herrnn sachenn treulich vnnd gut meinen, vnnd insonderheitt des Saltzwergks gelegennheit dieser Zeitt am besten wissenn, kann ich nit verhaltenn, das vff vnsers gnedigenn Jungenn Herrnn Lanndtgraff Wilhelm schrifftlichenn beuelch der Lanndtvogtt Jungkher Sigmundt vonn Beijneburgk, verschienenn Sambstags morgenn, alhier zun Bodenn ankommenn ist, habenn Ime vonn wegenn hochgedachts vnsers gnedigenn Herrnn, Valtin Schuldt, die Beamptenn zun Bodenn vnnd Ich, neben der Pfen
nerinn zum Baw verordentenn, die gebeuer vnnd furhabennde tennung, mit allenn vmbstenndenn, notturfftig vnnd gnugsamb, anngezeigt, das er Ime alles hat lassenn wohl gefallenn, vnnd solches nit zuuerbessernn gewust, Also hat mann den Sambstags alle bereitschafft zugericht, vnnd vff den Sonntage zu zwelff vhrenn, dieweil mann gutts wetters vnnd annder vrsach halber eilenn mus, zutennenn anngefanngenn, vnnd ist den Montags zu mittage Nordeck auch alhie annkommenn, In des ist der tham im grunde gerings vmb den Saltzbronn hero, vier schue hoch gefurt, vnnd der grundt vertennbt, also das gesternn Mitwochenn zu mittage das wilde wasser, durch die Ef1 den grundt gelegtenn Rennenn, Inn einenn Kastenn vber dem Gewelbe, fur dem Saltzbronn geflossenn, vnnd darin durch ein Ror oder stock, vier schue hoch Inn die höhe gestiegenn, vnnd durch das gewelbe fur sich selbst abgeflossenn, darauff dann die obgenanttenn drey abgerittenn, der zuuersicht der sachenn solt damit nunmehr geholffenn vnnd gerathenn sein, aber wir
die Beamptenn alhie, vnnd der Pfenner verordentenn habenn gesehenn, das der Saltzbronn zugenommenn, vnnd des wildenn wassers nit also viel abgeflossenn, als es zuuor mit den Pompenn geöst wordenn, darumb wir die Sohl aus dem Saltzbron Inn geheim probirt, vnnd fundenn, das die etwas geringer dann fur zweyenn tagenn gewest, wordenn ist, Derwegenn, damit kein1 rucht daraus gemacht, vnnd auch das wilde wasser nit ander ausgennge suchte, die Öse pompenn widergesetzt, vnnd wirdt das wilde wasser wie zuuor, ausgezogenn, So steget auch der Saltzbronn nit höher denn zuuor, guter tröstlichen hoffnung, die Sohl werde also gut bleibenn, wie bisher, Wie wir dann nechst Sonntags im siedenn finden werden, Dieweil dann der Vncost, so darauf geht, vf beide Herschafft nit kompt, Sonnder die Soder mussenn den tragenn, So kann2 manns noch ein zeit Jar also halttenn, bis Gott der almechtig vnsernn gnedigenn furstenn vnnd herrnn erlediget, oder
G. des verstenns zuhabenn, Ich dinstlicher guter meinung, vnangezeigt nit lassenn, derselbenn alles vermugenns, behegliche diennste zuerzeigenn bin ich ganntz willigk, Datum Sodenn den 161.
Julij Anno 51. E. G. W. Justus Pistoris. Ann Stadthalter zu Cassell. Donnerstags den 16 Julij Ist Johann Niedenstein2[?] zu morgenn frue vf den Bronn kommenn, vnnd alle ding besichtiget, vnnd berathschlagenn helffenn, vnnd hat sich die eine, oder im drittenn stock, so vor zweyenn tagenn ganntz starck vnnd gut gewest ist, ganntz verendert, vnnd ist eyttell sus wildt wasser gewesenn, wie zuuor, Dieweil wir aber augennscheinlich befundenn, das die Sohl im
Bornn gestiegenn, aber am Saltzschmack nit starcker wordenn ist, vnnd sich gemert hat, aber des wildenn wassers weniger abganngenn, vnnd wordenn ist, dann da manns mit den Pompenn geöst hatt, darzu Christoffer Hombergk die Sohl probirt, vnnd fundenn, das die Söder zu einer Pfann Saltz zusiedenn, annderthalb fuder Sohl mehr, dann da mann das wilde wasser mit den Pompenn geöst, vnnd gehaltenn hat, habenn vnnd versieden mussen, das dann mehr holz, dann das vorige Jar habenn wolt, So habenn wir die Beamptenn zun Sodenn, Thias[?] Chorey vnnd der Zimmermann vor nutzlich vnd gutt anngesehenn, das wir den thon aus dem vnderstenn Kastenn vorm gewelbe zustundt wieder ausgenommenn, vnnd die Öse Pompenn darin setzenn lassen, zuuersuchenn vnnd zusehenn, wieuiel mehr wildt wasser die austragenn, dann durch die Rörenn fliege, vnnd soll darnach wiederumb ein Prob gemacht werdenn, welches dann am nutzlichstenn, darnach hat mann sich zurichtenn, Es ist auch im
Sohlgrabenn, wie mann ann der newenn gemachtenn maurenn gesehenn, das wasser nit so hoch gestiegenn, als vor zweyenn tagenn, Darumb zubesorgenn, das sich im grunde vnter dem Tam, des wildenn wassers eins theils durch den gries Inn Saltzbronn gezogenn, Freitags den 17.
Julij Ist der vnderste kaste gar ausgeraumbt, vnnd die Öse Pompenn vf den Bodenn darin gesetzt, vnnd das wilde wasser damit geöst, also ist das wasser im Sohlgrabenn, wieder also hoch, wie zuuor am Mitwochenn gestanndenn, Inn seinenn altenn stanndt kommenn, vnnd der Saltzbronn niedriger wordenn, vnnd gestanndenn, vnnd hatt meister Hanns der Zimmermann in des die neben adernn, dauonn hieuor meldung geschehenn, wiederumb vfraumenn lassenn, die sollenn, was wilt wasser ist, Inn den Vberstenn kastenn gefurt werdenn, Darnebenn hat sich vonn dem berge her vnter einem Bode, vonn der kirchgassenn runder,
ein alt abezucht ereugt, darnach hat mann auch geraumbt, zusehenn, wohin das wasser daraus zubringenn sey, vnnd ist heut mit der Erdenn ann der eußerstenn stelbenn1[?] getembt wordenn, Sambstags den 18.
Julij, Ist die Sohl aus dem Bronnenn abermahls probirt, vnnd wieder zuuor sehr gut fundenn, vnnd ist die Sohl in den dreyenn stockenn, auch aller wieder gut wordenn, aus vhrsachenn, das das wilde wasser wieder aus geöst, vnd gepompet wordenn, doch ist die Sohl noch etwas geringer dann vor der tennung, vnnd mustenn funff Ohme 7.
Probirung der Sohl im Saltzbronn die wochenn, als das wilde wasser vns2[?] den Saltzbron selber zusteigenn vertembt wordenn, was die Sohl vor dem steigenn, im steigenn, vnnd wieder nach der haltung vnnd erösung des Wassers gehaltenn.
Ist durch Christoff Hombergk den Bornmeister probirt. Den 9. Julij Anno 51. ehr dann das wilde wasser vertembt, hab ich die Sohl probirt, gehort vff ein Pfann — 7 fuder 3 ohme 61.
quart. Den 15. Julij als das wilde wasser gestiegenn, vnnd der Tam allennthalbenn gemacht, hab ich die Sohl probirt, helt sie vf eine Pfann — 9 fuder 73 quart.
Den 18. Julij, hab ich die Sohle aber probirt, als mann das wiltwasser wieder gehabtenn1, vnnd die Stocke geoffnet, helts vf eine Pfanne — 8 fuder 2 ohm 68 quart.
Sonntags den 19. Julij dauonn zu Cassell, vnserm gnedigenn Jungenn Herrnn, vnnd dem Stadthalter mundtlichenn bericht gethann, Hab ich zuuor solchs dem Stadthalter schrifftlich anngezeigt, wie obge
Julij zu mittage zun Sodenn wieder annkommenn, Hab da fundenn den Landtvogt, Hundelshausenn, Nordeck, Valtin Schuldt, denenn ich solchenn bescheidt anngezeigt, die habenn nach besichtigung der gebeue, der Pfenner verordenntenn zu sich gefordert, sich notturfftigk vnderredt, vnnd nach vfrichtung einer abrede, wie vnnd was zubauenn notturfftigk sein wolte, wieder vonn einannder gescheidenn, vnnd volgt der Abscheidt, Den 20.
Julij Anno 51. seindt zun Sodenn erschienen die nachbenenten, vnnd habenn allerley beratsschlagt, vnnd beschlossen wie volgt Vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnd hern, der Lanndtvogt Sigmundt vonn Boyneburgk, Her
mann vonn Hundelshausenn, Johann Nordeck, Jost Berker1[?], Renndtmeister, Saltzwardt, vnnd Meister Hanns Weyell der Zimmermann, Vonn der Pfenner wegenn Johann Schaffnit, der Elter, Johann Niedennstein, Thias Chorey2, vnnd Johann Schaffnit der Junger.
Lanndtvogt schleust, das mann die gabe Gottes nitt vbernötigenn, sondernn die Öse Pompenn gebrauche, das dem hauptwerck ohn schadenn sey, kann mann dermassenn zurichtenn, das es nit so viel als Itzo kostet.
Hundelshausenn sagt dergleichenn, das mann die adern in stockenn dermassenn verbaue, das die werck kein schadenn thun Valtin Schuldt, Nordeck, vnnd die anndernn seindt auch der meinung.
Die verordenntenn der Pfenner habenn bedencken genommenn vnnd gesagt, durch Niedennstein, das sie der herrnn bedennckenn anngehört, vnd darauf ertzehlt, dieweil die herrnn aller gelegenheit gut wissenns habenn, das sie Ir bedennckenn anzeigenn, wollenn sie Ir gut meinung auch darsagenn, Die Herrnn sagtenn darauff, sie hettenn albereitt Ire meinung gehort, vnnd sey die frage, wie im zuthun sey, das der schade nit grosser werde, Darauf geschlossenn, das Jeder theil sich einer meinung enntschliesse, die wir dann zusammen trage, vnd sich dann darnach enndtlich einer meinung vergleiche, Meister Hanns vnnd Christoffers bedennckenn ist, vnd schliessenn, das mann die adernn in stockenn wieder vertenne, vnnd die ann der mittelstenn wanndt fasse, vnnd in den Vberstenn kastenn fure, doch das mann den Thamb noch drey schue vffreume, vnnd mach ein Beulein dahin, das mann Jederzeit
darzu sehenn könne, so hat mann auch, wann der Bornn abnimpt oder zugeht, die gute ader, Inn oder aus dem Bornn zuweisenn, Zu dem will meister Hanns im vnderstenn kastenn vffm Bodenn, einenn kleinenn trogk Innsenckenn, darin die Pompenn stehenn, vnnd dester tieffer ösen könnenn, vnnd damit solchs desto besser geschehenn kann, so sollenn die öse Pompenn im nechsten kasten daruber gehaltenn, vnnd die Rennenn im vnderstenn kastenn verstopfft werdenn, Fur dem Gewelbe ist geschlossenn, das vffs gewelbe ein Lichtloch gemacht werdenn soll, damit mann Jederzeit darin aus vnnd einsteigenn, vnnd zusehen könne, Der verordenntenn der Pfenner bedennckenn ist, dieweil sich das wilde wasser nit will zwingenn lassen, das es steyge, Begerenn sie der Herrnn bedenncken, dann der grundt hab sich verendert, Hundelshausenn, Dieweil mann sicht, das das wilde wasser nit steigenn will, so mus dem gerathen sein,
Innsonderheit mit den Pompenn, aber vmb die stocke solt meister Hanns einenn Baw setzenn, das mann Jederzeit darzu kömt sehenn, vnnd dann den trogk zu den vnderstenn kastenn zusenncken, daraus die Pompenn ösenn, darnach zufuln, vnnd wieder zuzufullenn, Sey nit vonn notenn vf der seittenn nach der Stadt zu Rennenn zulegenn, dieweil mann kein wasser da gespurt, Vnnd dieweil mann die Pompenn ohnn schadenn beider Herschafft erhaltenn, vnnd die hernach mit geringem kostenn verendernn kann, So lest manns darbey bleibenn, Das tagwasser soll durch den grabenn zwischenn dem kunsthause vnnd den Bodenn abfliessenn, Die abzucht durch Rennenn Inns gewelbe zufliessen, Pfenner hettenn sich versehenn, das wilde wasser solt selbst gestiegenn habenn, dieweil es aber das nit thun, noch sich zwingenn lassenn will, So seindt sie der meinung mit den Herrnn einest wie sie
Das fünffte Buch. anngezeigt, vnnd scheinnt vor viel nutzlicher ann, dann das wasser zu steigenn zu zwingenn, dann zu besorgenn, dieweil sich die adernn verendert, das das wilde wasser sich darin vermischt, das es dann nit gethann, weil das wilde wasser gröst wordenn ist, Darauf die Herrnn Meister Hannsenn solchs zufertigenn befohlenn, vnnd sollenn die beamptenn, vnnd der pfenner verordenntenn dabeÿ sein, vnnd zum vleißigsten zusehenn, vermugs vnnd Innhalts volgents abschiedts.
Als vnnser Junger Herr, Lanndtgrave Wilhelm zu Hessenn, Grave zu Catzennelnbogenn, auch der Stadthalter zu Cassell Rudolff Schennck zu Schweinsburgk, gestrigs tags befohlenn, vor nutzlich vnd gut anngesehenn, dieweil das wilde waßer vmb denn Saltzbronn zum Bodenn, fur sich selbst mit so starck in die höhe steigenn will, als es die Pompenn außösen, vnnd das der vncost solchs zuerhaltenn, allein vff die Böder geth, das dann dasselbe, wie bisher mit den Pompenn außgeöst, vnnd mitler zeit vf anndere1[?] treglicher leichtfertiger Kunste, zu außbringung desselbenn ge
furstenn vnnd herrnn Lanndtgravenn Philipsenn zu Hessenn, Gravenn zu Catzennelnbogenn, S.f.gl.1[?] Lanndtvogt, Sigmundt vonn Boÿneburgk, Hermann vonn Hundelshausenn amptmann, Johann Nordeck, Valtin Schuldt, Jost Becker, vnnd die Beamptenn zum Bodenn, vnnd dann der Pfenner verordenntenn, Johann Schaffnit der Elter, Johann Niedenstein, Thias Thoreÿ, vnnd Johann Schaffnit der Junger, darzu vonn beider herschafft wegenn, Meister Hans Wetzell der zimmermann, heut dato beÿeinander zum Bodenn im augennschein erschienenn, vnd allesampt solchenn furstlichenn bevelch vnd bedencken fur nutzlich vnnd gut anngesehenn, sich auch darauf weitter notturfftig vnnderredt, verglichenn vnd verabschiedt, das die gefastenn dreÿ nebenn adernn in den stöckenn widerumb mit thonn getemmett werdenn, vnnd soll dagegenn zwischenn der mittelstenn fassung gegenn dem oberstenn neuenn kasten
Das fünffte Buch. zwerch vber wohl zugebauet werdenn, dadurch dieselbenn adernn, Inn dennselbenn öberstenn kastenn gefurt fliessenn, dann mann vnuerhindert darzu kommenn, vnnd darnach sehenn könne, So kann mann auch Jederzeit dieselbe drit ader, da sich die verwandelnn wurde, Inn oder aus dem Saltzbronn führenn vnnd abweisenn, wie dann die vff beide wege albereit gefast ist.
Furter soll der zimmermann zustundt ann in dender kastenn, daraus Itzo das wilde wasser gepompt wirdet, einenn holtzernn trogk, gehebe Innsenckenn, darin die Pompenn tieffer, dann Itzo stehenn, vnnd das wilde wasser dester tieffer geöst werdenn könne, vnd das solchs bequemlich geschehe, So kann im nechstenn kastenn daruber mitler zeit darann gearbeit wirdet, das wilde waßer außgeöst werdenn, Zu dem Gewelbe soll es auch wohl vertembt, vnd vfs Gewelbe, gleich vornn am haupte, ein Lichtloch bis zutage vonn holtz oder steine gefurt werdenn, damit mann Jederzeit daselbst in Bodenn, aus vnd ein Inns
Das fünffte Buch. gewelbe kommenn könne, doch das solchs obenn verschlossenn seÿ, Darnach die quelle vnnd den siegk, so sich Itzo vnnter dem Bode, nach der kirchen zu aus dem Berge ereuget, Inn Rennenn zufassenn, dieselbenn verdeckt Inns gewelbe zum ausfluß zufuhren, Volgenndts die Gebeue aller wohl zufüllenn, vnnd mit guter erdenn zuuertemmenn1[?], vnnd den Bau vber den Saltzbronn vfzurichtenn, Aber vf der seittenn nach der Werra vnnd der Stadt zu vnnter dem tam, auch Rennenn zum wilden wasser gleich wie vor dem Berge her geschehenn ist, zulegenn, acht mann vonn vnnötenn, dann da kein sonnder wilt wasser oder annder gewesser sich ereuget that, Vnnd soll das tag wasser vmb den Saltzbronn her vf den gebeuenn gefast, vnnd in der zweÿergrabenn einenn, so durch die Bodenn gehenn, gefurt werdenn, Ob nun die gebeue, vf vnnd vmb den Saltzbronn mit steinenn geplastert, oder mit dielen beschossen werden sollenn, Des that man sich hernach zuuergleichen.
Das fünffte Buch. Darzu ist vor gut anngesehenn wordenn, das mann zu außösung der flut wasser, noch ein Renne obenn ans gewelbe lege, dieselbe zur zeit der fludt zugebrauch habenn, damit mann gleichwohl siedenn können, Darauff dann die Herrnn beiderseits solchs dem zimmermann als baldt muglich zufertigenn bevohlen, vnnd sollenn die Beamptenn zum Bodenn, vnd der Pfenner verordenntenn dabeÿ sein, vnnd vleißigk mit zusehenn, das solchs furderlich gefertiget werde Verabschiedt zum Bodenn den 20 Julij Ao.
Johann Schaffnit der Elter Thias Thoreÿ, Johann Schaffnit der Junger. Mitwochens den 22. Julij hat meister Hanns im oberstenn facht gegenn den adernn zum Barnn zu außgehauen,
Das fünffte Buch. vnnd ein thuer oder gang aus dem kastenn durch die alte wanndt fur die stöcke, so durch das mittelste faß geht, gemacht, dadurch mann Jederzeit zu den dreÿenn adernn vnnd stöckenn, kommenn vnnd mit zusehenn kann, Darnach die faßung zwerch vber, gegenn die dreÿ stocke Inngesatzt, hat acht Deuchlenn, vnntenn mit schwelenn, vnnd obenn mit Rinckhstenn1[?], vnd in der mitte vf beidenn seittenn verriegelt, oben vnd vnntenn mit starckenn Bolenn aus dem grunde so hoch solcher kast, oder kammer ist, vfeinannder zugesatzt, vnnd obenn im grunde mit groben steinen vnnd Kiesell vor den Bretternn beschut, darnach obenn zwerch vber mit starckenn holtzernn zugelegt, mit Moß verstopfft, vnnd darnach mit thonn vertempt, So hat der Meurer das gewelbe obenn beÿ dem vnnderstenn kastenn zugemauret, vnnd das Lichtloch dardurch obenaus mit steinenn gefurt, vnd seindt die zwo Rennenn eine vf den Bodenn des gewelbs
Julij zum sieg die Rennenn verdeckt, Inns gewelbe gelegt, vnnd zugemauret, Darnach zwischenn dem vnnterstenn kastenn vnd dem gewelbe, mit thon so hoch das gewelbe ist, wohl vertempt, darnebenn Inn den mittell neuenn kastenn oder kammernn fur den Röhrenn, so aus den dreÿenn stockenn gehenn, aus dem grunde mit grobenn Kies, bis ann die Rör gefult, darin vier kurtze Rörlein gesetzt, darin in Jeglicher ein Pflock gesteckt, das die Rörenn steiff stehenn bleibenn, darin das wasser aus dem grunde in die höhe steige, vnnd in den vndersten kastenn abfließe, obs nit gnug durch den grobenn Kies steigenn wolt, Nota:1[?] Der Rörenn zum abgannge des Saltzbrons.
Dieweil es aus dem grunde biß Inn die mitte der höhe gerings vmb den Saltzbronn mit thonn vertemmett, seindt die strebenn am alten eusserstenn fasse, abgethan vnnd heraus gezogenn,
Das fünffte Buch. Das Bleÿer Pfannenn soltenn zur Proba zugericht werdenn wie zu Lunenburgk, Ist berathschlagt, das noch zur zeit darin zusiedenn nit muglich, darumb, das der etlicher zur Proba soltenn zugericht werdenn, vergeblich, vnnd dieweil vlgemts1[?] Hochgedachter vnnser gnediger Junger Herr darauf verharrett, ist solchs annzurichtenn bevohlenn, aber die Beamptenn zum Boden, habenn der halbenn schrifftlich bericht gethann, wie volgt, Dem Erbarnn vnnd achtparnn Jost Beckernn Saltzgrevenn zum Bodenn, vnnserm gutenn freunde, Mein gantz willig diennst zuuor, Besonnder guter freundt, Euer schreibenn, betreffenn die zurüstung der Bleÿernn Pfannenn zum Saltzsiedenn vf die Luneburger art, hab ich enndtpfanngenn, vnnd darauff nit vnnderlassenn, daruonn mit dem Renndtmeister vnnd Saltzwartenn alhier allerleÿ vnnderrede vnnd bedennckenn gehabt, vnnd nach dem wir alle dreÿ vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn bestes zuwerbenn, vnnd zuthun vnns pflichtigk vnnd
Zum erstenn ist euch ohnn zweiuell wohl wissentlich, dieweil die Saltzsohle zu Lunebürgk, da die Bleÿer Pfannenn gebraucht werdenn, die aller reicheste Sohle ist, so mann hierumb weis, nicht viel oder lanng siedenns bedarff, vnnd wann sie gar gesotten, nicht sonnderlich grossenn abganng hat, so bleibenn die Pfannenn beÿnahe voll, helt vnnd erleidett das Bleÿ die hitze desto bas, Wann aber Saltz sohle in Bleÿernn Pfannenn lannge gesottenn werdenn soll, vnnd wann sie gar wordenn, kaum das achte oder neundte theil |:
wie diese sohl alhie thut :| bleibt, Ist zubesorgenn, das Bleÿ könne die hitze, wann es vonn der feuchtung der Sohl enndtblosset, nit leidenn, vnnd werde verbrennenn, vnnd ob es gleich die hitze ertruege, wurde doch vonn der grosse solcher Pfannenn, gar ein klein theil, Jegenn der Luneberger Saltzmachung alhie vonn dieser Sohle, an Saltz gefallen, vonn einer Ingiessung oder vollen Pfannen,
Das fünffte Buch. Zum anndernn, solt mann dann alle mahl mit der Rohenn Saltzsohl Innzugiessenn nachvolgenn, so lannge bis die Pfann garer sohl voll wurde vnn1[?] Saltzmachenn, so wurde abermahls die zeit vnnd hitze der Bleÿernn Pfannenn zu lanng vnnd schwere, vnnd wurde fast den gebrauch vnnd vncostenn, so wir alhie albereit habenn gewerenn2[?], mit siedenn, Saltzmachenn, vnnd anndernn, wo es nit schwerer wurde.
Zum drittenn, vnnd ob mann es damit alhie versuchen vnnd probiren wolte, so ist doch alhie vnnsers erachtenns kein Bodermeister oder sonnst der eigenntlich die tieffe, weite vnnd art der Luneburger Bleÿernn Pfannenn gesöde, ofenn, vnnd vffsetzung, weis annzustellenn, viel weniger wie mann die Pfannen geusset vnnd macht.
Zum vierdtenn Will auch vonn nötenn sein zuwissen, ob mann auch einenn sonnderlichenn zusatz In die Bleÿernn Pfannenn brauche, das es wohl zu saltze gehe, dann mann zu den Eÿsernn Pfannenn, das
Vnnd wir achtenn es dauor, Wer es weitter dann zu Lunebürgk mit Bleÿernn Pfannenn zusiedenn, nützlichenn oder dienlichenn, Es wurdenns die vonn Hall vnnd Franckennhausen, die alle viell reicher Sohl habenn dann wir alhie zu Allenndorff, auch lanngst versucht vnnd gebraucht habenn, vnnd nicht die Eiserne Pfannenn wie Itzo habenn.
Damit aber vnnser gnediger furst vnnd herr nit[?] meine mann wolle gutenn rath nit volgenn, so wollenn wir gernn als viel wir verstehenn vnnd können darzu helffenn vnnd dienenn, vnnd achtenn vor das beste, das solch versuchenn oder Probewergk der Bleÿernn Pfannenn, durch einenn verstenndigenn der gelegennheit der Pfannenn, gesöde vnnd anders zu Lunebürgk weiste, vnnd könnte mann darzu einenn Luneburger Saltzknecht habenn, Wer vnsers erachtenns der beste, dennselbigenn herzubringenn, Wustenn wir dieser zeit her Johann
Das fünffte Buch. Norderkenn1[?], welcher auch dieses Saltzwercks gelegenheit weis, vnnd solchs beÿ dem Luneburgischenn Cantzlar oder anndernn freundenn am bestenn erlanngenn, vnnd zuwegenn bringenn, vnnd wan mann dann den habenn könte, das dann solch Probwerck zu Cassell oder sonnst an einem gelegenen orte, ausserhalb Allenndorff, anngestalt vnnd gemacht wurde, Konnte mann aber der Luneburgischenn Saltzknechte keinen bekommenn |:
dann mann lesset sie nit baldt anders wohin ziehenn :| So könnte doch der Norderk2[?] wohl bericht geben, vnd wir anndernn auch, als viel wir verstehen, darzu helffenn, vnnd solchs werck zu Cassell oder sonnst in einem gelegenenn hause, annzustellenn, vnnd wann es fertigk, vonn hie dann die Sohl zuwasser oder wagenn, als viel vonnötenn, dahin zuuerschaffen, vnnd zuuersuchenn, Ist es dann dienlich vnd Rathsamb, dieser Bodermeister einenn darzu zugebrauche, so woltenn wir mitler zeit, nach einem der verschwügenn wer, trachten.
Das fünffte Buch. dann mann diese sachenn der Bleÿernn Pfannenn anfiennge, das mann zuuor der Luneburger Saltzsohl, ein halbe mas alhier durch einenn geschicktenn Boder holenn liessenn, der alhanndt absehe vnnd achtung hette, wie sie das saltz daselbst machenn, vnd wie die Pfannenn, vnnd gesöde gemacht werenn, So könnte mann damit probiren, wie gut die Luneburger Sohl Jegenn der vnnsernn ist, vnnd das werck nach bericht des hingeschicktenn, desto bas annstellenn, dann so mann nicht ebenn die grösse vnd artt Jener Pfannenn vnnd siedenns weiß, So ist doch der vnkostenn Jenem nachzurechenn falsch, Das habenn wir also alle dreÿ vf euer schreibenn, für vnnser einfeltigs bedennckenn vnnd gut meinunge, weitter dasselbig wann es vonnötenn, vnnsern gnedigenn herrnn besser vnnd verstenndtlichen daruon zuberichtenn, dann wie es geschriebenn, zur wieder antwort nicht wollen verhalten, vnd seindt euch sonnst freundtlich zudienenn ganntz willigk, Datum Soden den 23 Februarij Anno 52.