Das Werk als Zeitleiste: Wortlaut, Übersetzung, Zusammenfassung und Anmerkungen — frei kombinierbar
Das Werk der Reihe nach
Die Salzbibel in der Reihenfolge der Handschrift, Seite für Seite: Wortlaut, Übersetzung,
Zusammenfassungen und redaktionelle Anmerkungen. Jede Ansicht und jeder der dreizehn Abschnitte
lässt sich an- und abschalten; weitere Filter grenzen auf Seiten mit Abbildungen, Tabellen, Randvermerken oder
unsicheren Lesungen, auf einen Band, einen Seitenbereich oder ein Suchwort ein. Der Zustand steht in der Adresszeile.
Wortlaut und Übersetzung werden unverändert ausgegeben; Ziffern im Wortlaut verweisen auf unsichere Lesungen
am Fuß der Seite. Den Gesamtbestand durchsucht die Suche, die Gliederung erklärt
Aufbau des Werks.
Das fünffte Buch. zu vfrichtung solcher kunst vnnd gebeuwe Jzo selbst vf seinenn eigenn Costenn verlegt vnnd vfgericht, darauf Jme dann viel mühe vnnd vnkostenn gangk vnnd noch weitter Costenn wirdet, So soll er solch obgesezt lohnn vonn Jedem wercke die zeit der Jzigenn Location zwischenn Hochgedachtem vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vnd gemeinenn Pfennernn vfgericht, für sich vfhebenn, die knechte vnnd Leute, vnnd sonnst allenn vnkostenn, daruon verlegenn vnnd erhaltenn, vnnd was vbrigk, dasselbe für seine bestellung, mühe vnnd arbeit, haben vnnd behaltenn, aber nach ausganng der Location stehet solch ampt nach beider Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn vnnd gemeiner Pfenner bedennkenn, in anndere wege, da sie Jhnen Christoffernn darbey lennger nit bleibenn lassen woltenn, zubestellenn, vnnd zuuerordenen, Doch das es ein annder vnnd besser kunst, die dieser nit gleich, oder hieuonn genommenn oder erdacht were,
Das fünffte Buch. Da aber kein besser oder nützlicher werck erfundenn würde, Sonndernn dis werck vnnd kunst in gannge bliebe, So soll er Christoffer, aldieweil er solchs dermassenn versiehet, das sein vnnd der kunst halben kein werck verseumpt wirdet, vnnd ann der Sohl kein manngell sey, darbey vnnsert halbenn sein lebenn lang bleibenn vnnd gelassenn werdenn Darumb er auch für vnnd für desto vleißiger vnnd treuwlicher solchs versehenn, vnnd verwaltenn soll, vnnd ob sichs ein oder mehr Jare zutrüge, dieweyl Jedes Jars nit gleich gesottenn wirdet, das das Pompengeldt, so die Söder vonn ausbringung der Sohl, Nemblich vonn Jedem wercke, so gesottenn wirdet, drithalben alb.
wie obstehet zugebenn, aller vf die arbeiter Leute vnnd knechte, so die kunst, Schliß vnnd anndernn vnkostenn ginge, vnnd nichts vberreichen würde, So sollenn doch die Herrnn Jme weitters darauff zugebenn, nichts schuldigk sein, dann ein Jar Jms annder das vergleichenn soll vnnd muß, Es were dann das der
Das fünffte Buch. schade so groß, das sie nach billichem erkanndtnus solchs zuuergleichenn, vhrsach vnnd bewegnus hettenn, könte er auch durch Gottes verleyhung solch kunst, doch in alwege ohn[?]1 schadenn vnnd nachteil des Saltzbronns dermassenn zurichtenn, das Ime weniger vnnkost, dann Itzo darauf ginge, vnnd er die Sieder licher[?]2 erhalten könnte, das soll Ime die zeit seines lebenns, vnnd so lannge er darbey bleibt, nebenn annderer seiner verwaltung zugut kommenn, Da er Christoffer aber, in zeit der Itzigenn stehenndenn Location mit todt abginge, Dieweil er dann Itzo ein gute Summa zuerbawung vnnd anrichtung derselbenn kunst darauf hat verwendenn mussenn, So soll seiner Haußfrauwenn vnnd kindernn vnnd Erbenn, nach billichem erkanndtnus, vor dieselbigenn vfgerichten kunstwercke vnnd gebeuwe, Auch gehapte mühe vnnd arbeit ein zimbliche ablegung vnnd erstattung geschehenn, Wie dann ohne zweiuell die Herschafften
Das fünffte Buch. vff bericht der ampts verwalter vnnd beuelchhaber des orts zu Jederzeit sich in dem aller gebuere wohl zuhaltenn wissenn werdenn, alles sonnder geuerde, Vnd des zu vrkunde habenn wir Stadthalter vnnd Rethe hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn Secret hieruff thun truckenn, vnnd darnebenn die beide ffgl.[?]1 Saltzgreuenn hierunter sich gezeichnet, Gebenn vnnd geschehenn zu Cassell am 14 Octobris Anno 49.
Justus Pistoris sst.[?]2 Den letztenn Decembris des 49. Jars ist vnns den Saltzgreuenn nachuolgende schrifft vom Saltzwarttenn zu kommenn, Wie volgt, Den Erbarnn vnnd Wohlachtparn Heinrich Müldenernn, vnnd Jost Berkernn beidenn Saltzgreuenn zun Sodenn, Meinenn liebenn Schwögernn, Mein ganntzwillig diennst zuuor liebenn Schwöger, dem letztenn abscheide vnnd beuelch nach, hab Ich
Das fünffte Buch. das newe kunstwerck, als gesternn vmb Vesper zeitt eingesetzt vnnd gefertigt, vnnd als es ganngenn, vnd ein virtell einer stunde vngeuerlich, hab Ich die Sohle geschmeckt, vnnd befundenn, das sie gar vnduchtigk am geschmack gewesenn, hab das dem Bornnmeister anngezeigt, auch habenn sie die Söder auch versucht, die dann nit wohl zufriedenn sein, kann aber nit wissenn, Wie es ein gestalt hat, sonndernn Das ich denncke, ob es des schuldt sey, das er diesenn kaldtleger still gestanndenn, dann wo er außgezogenn, vnnd dann mit besser sohle keme, wer es schrecklich, derhalbenn bin ich beschwert, mit meinem werck ohne ewer vorbesichtigung etwas zuhanndelnn, vnnd ist allerley zubesichtigenn hoch nötigk, das ihr vom stundt ann euch anher verfügt, Wolt ich euch nit verhaltenn, vnd bin euch sonnst zudienenn ganntz willigk, Datum Sodenn den letztenn tagk Decembris Anno 49 E. W. S.[?]1 Christoffer Hombergk.
Das fünffte Buch. Welcher schrifft wir sehr erschrockenn, darumb wir zu stunde in der nacht dahin zum Sodenn gerittenn, solchs besichtiget, aber als wir vorigenn gebrauche, vnd vnser wissennschafft nach den Saltzbronn geöst, Ist die Sohl wiederumb also gut, Wie zuuor dem kaldtleger gewesenn, habenn aber solchs nit desto weniger als balde den Herrnn Stadthalter vnnd Rethenn anngezeigt, vnnd darauf Rath gehaltenn, Dieweil dann die hohe not erfordert, das solt vnnd must gebawet sein, sonnst wurdt es die lenng am holtz mangelnn, So habenn Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell derwegenn gemeiner Pfenner verordenten Saltzgreuen abermahls im augennschein zuerscheinen betagtt, auch darnebenn Hermann vonn Hundelshausenn, Amptman zu Reichennbach, Heintz vonn Lütter Hauptmann zu Ziegennhain, Johann Nordeck, vnnd Valtenn Schülden, zu solcher hanndelung beschriebenn wie volgt.
Das fünffte Buch. vonn Boyneburgk, vnnd ffgl. Saltzgreuenn, Erbawung des Saltzbronns halbenn zum Sodenn, zu vnns erfordert, vnnd vnns allerley darvonn vnnterredt, vnnd dieweil wir nun euch auch hier beschreiben woltenn, So ist doch vor gut anngesehenn, das von solchs gebewenn im augennschein besser dann alhie geredt, vnnd gerathschlagt kann werdenn, Darumb wir verordnet, das gemelter Lanndtvogt, vnnd anndere vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Räthe vnnd diener vff schierstkunfftigenn Montage den 3 Februarij gegenn abenndt bey zu allenndorff annkommen, vnnd davonn mit euch enndtlich Rathschlagenn vnd schliessenn sollenn, vonn wegenn hochgedachts vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn gesinnends, Vor vnd gutlich begerennde, Jr wollet etlich der elttestenn ewer mitpfenner vom Adell vnnd sonnst verstenndige, auch etliche [gestrichen:
Das fünffte Buch. schliessenn helffenn, Das woltenn wir euch zu ewernn selbst bestenn, guter meinung nit verhaltenn, Thun vnns des also versehenn, Vnnd seindt euch mit allem gunstigenn willenn geneigtt Datum Cassell den 12 Januarij Anno 50 Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell.
Februarij Jegen abenndt zu allenndorff ann der Werra Jnzukommenn verordennt, daselbst im augennschein vonn erbawung des Saltzbronns zum Sodenn zurathschlagenn vnnd zuschliessenn, darbey ihr dann auch dienlich
Das fünffte Buch. vnnd nutzlich sein könnt, Darumb vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnd herrnn, vnnser begert, vor vnns freundtlich bittennde, Jr wollet bestimbts Montags Jegenn abenndt daselbst zu allenndorff auch annkommenn, vnnd von solchenn sachenn zu vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, vnnd dem Saltzwergk zum bestenn, anrathen helffenn, Das kömpt ffgl.
Januarij Anno 50. Stadthalter vnnd anndere verordente Räthe zu Cassell. An Hermann vonn Hundelshausenn, Vnnsernn gunstigenn grus vnnd freundtlichen dienst zuuor, Erbar guter freundt, Nach dem ihr vnd anndere Bawverstenndige, nebenn etlichenn aus vnns hieuor vonn wegenn vnnsers gnedigen fursten
Das fünffte Buch. vnnd herrnn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogk etc. vf Jrer f. gl. beuelch, erbawung des Saltzbronns halbenn zum Sodenn für allenndorff ann der Werra erscheinenn, vnnd den manngell besichtigenn helffen, vnnd doch sieder der zeit aus vhrsachenn, das darmit teglichs vf erledigung, hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, erwarttet, vnnd auch ein zeit sich der Saltzbronn gebessert, vnnd dann geringer wordenn, vfgezogenn ist, Dieweil aber Itzo abermahls in nehist verganngenenn kaldtlager zu Weynachtenn, das wilde wasser mehr dann zuuor Jm Saltzbronn sich eingeschlossen soll habenn, die verordentenn Saltzgreuenn vnns solchs, vnnd das darann gebawet werdenn müste, anngezeigt, derowegenn wir dann den Lanndtvogt, vnnd auch die Saltzgreuenn herbeschriebenn, vnd davonn vnnterredung gehaltenn vnnd geschlossen, das nachmahls das werck besichtiget, vnnd im augennschein, vf vorige vfgerichte abschiede, wie vnd welcher gestalt, das mit vbell erger gemacht, gebawet werdenn könnte, berathschlagt vnd darauff
Das fünffte Buch. beuohlenn, das sie vnnd etliche aus den alten Pfennernn, vf schirstkunfftigenn Montage den 3 Februarij gegenn abenndt zu allenndorff Jnnkommenn, solchenn manngell des Saltzbronns nachmals zubesichtigenn, vnnd vf vorige gehabte abrede zurathschlagenn, wie vnnd welcher gestaltt, mit dem baw solt anngefanngenn, vnnd fortgefahren werdenn, Darzu wir dann etliche vonn den Rethenn auch schickenn, vnnd euch auch darbey gern habenn wollenn.
Gütlich vnnd freundtlich begerennde, Jr wollet sampt dem Schultheissen Merti[?]1 Anthonienn, vnnd dem Zimmermann Meister Leonnhardenn bey euch als Bawverstenndigenn, bestimpts Montags Jegenn abenndt gewislich daselbst zu allenndorff ann der Werra Jnnkommenn, vnnd vonn solchem Baw rathschlagen zu helffenn, vnnd das nit weigernn noch abschlagen, dann hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn mergklich darann gelegenn sein will, So hat auch ffgl.
Das fünffte Buch. gnediges vertrauwenn, Da ihr euch auch einiger gefahr besorgt, So könnt ihr mit Reisigenn vnnd zu fus so starck ziehenn, das ihr sicher sein mögtt, vnnd Jnn sonnderheit da es euch gelegenn, So wöllet alhier zuziehenn, vnnd vf den Sonntagk zuuor Jegenn abenndt hie annkommen, sollenn die anndern hierzu verordenntenn, des Montags mit euch hinvber reitenn, Das woltenn wir euch guter meinung nit verhaltenn, vnnd ihr thut darann, hochgedachtem vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn sonnder gnedigs wohlgefallenn des wir vnns genntzlich versehenn, vnnd seindt es für vnsere Personn zuuerdienenn willigk, Datum Cassell Sonntags den 12 Januarij Anno 50 Stadthalter, Canntzlar vnnd andere verordennte Rethe zu Cassell.
Das fünffte Buch. Doctor Günterodt Canntzlar, sampt den beiden Saltzgreuenn, auch dahin verordennt, vnnd etliche verstenndige Werckmeister, als der Schulthes vnd der Zimmermann zu Ziegennhain, auch etliche Werckverstenndige zu apteroda, darzu beschrieben, also seindt des tags den 5.
Nemblich Sigmundt vonn Boyneburgk, Lanndtvogt ann der Werra Hermann vonn Hundelshausenn, Amptmann zu Reichennbach, Wilhelm vonn Schachtenn Hoffmarschalck, Doctor Günterodt Canntzlar, Johann Nordeck, Valtin Schülde, Heinrich Müldener } Saltzgreuenn, Jost Berker[?]1 } Johann Bartholmes Renndtmeister } zum Sodenn, Christoffer Hombergk Saltzwardt } Werckleute Schultheis zu Ziegennhain, M. Anthonius
Erstlich ist der Saltzbronn im augennschein besichtigett, vnnd Jede ader insonnderheit geschmackt wordenn, vnnd nach gehaptem bedacht, hat der Lanndtvogtt den Pfennernn furgehaltenn, dieweil gebawet werden
muß, Ob mann vf vorigem annschlag vnd abschiedt bleibenn, oder ob vonn newem gebawett werdenn soll Darauf sich die geschicktenn der Pfenner bedacht, vnnd sagt Niedennstein nach Repetirung des furhaltens, wehrenn den vorigenn Rathschlage vnnd abschiedt nitt zuwidernn nach Ihrer1[?] verbessernn, Da aber die Rethe annder mittell zum bawenn2, die nit so sorglich vnnd vnnschedtlich werenn, furhettenn, wolten sie gernn annhörenn, doch mit der bedingung, das sie sich zu keiner verlegung hiedurch verpflicht habenn wöllenn, Landtvogt sagt, das mann nit darumb hie sey, zu schedtlichenn bawenn[?] zurathenn, oder sie in beschwerung zubringenn, darumb der protestation vonn vnnöten, vnnd siehet vor gut ann, das die Werckleute durch die Rethe vnnd pfenner in sampt abgehört werdenn, sein die Pfenner willigk, vnd hat der Landtvogt dem Schultheissenn vonn ziegenhain vnnd Schelpachenn die meinung auch furgehaltenn, Ob vf vorigen abschiedt oder vf anndere wege zubawenn, vnnd dem wercke
zuhelffenn sey, Darauff sich die beide bedacht vnnd gesagt, das Scheltpach zuuor vor zweyenn Jarenn nit hie gewesenn, aber sie meinenn, das mann keinenn Beuttell mache, vnnd die mit durrem Moß fulle, dieselbigenn vntenn im Born allennthalbenn Imfülle, das nichts ledigk bleibe, Darnach soll mann dielenn vor die löcher im grunde Inn raumenn, vnnd da sich die haltenn, im grunde krumbling zulegenn eins schuchs dick, die könnenn die dielenn ann das faß behebe1[?] annhaltenn, vnnd das dann die augzucht gantz rundt vmb den Saltzbronn herstelle, könt mann sehenn, ob es helffenn wolle oder nit, Jacob vnnd Gallenn Richter vnnd Schweinhanns2 bedennckenn, das dem wercke wohl zuhelffen stehe, denn das wilde wasser falle in der augzucht vnnter sich, vnnd lauffe nit starck.
Obenn her im Sohlgrabenn must vfgehabenn, vnnd mit Thon ausgefurtt werdenn, vnnd das der Thonn wohl gearbeit werde, dann dieser manngell sey nit so sorglich als mann gemeint hette, dieweil die Saltzadernn mittenn im Borne sein, aber Innwendigk im Bornn köntt
Unsichere Lesungen
Z. 10: behebe — Lesung unsicher
Z. 13: Schweinhanns — evtl. Schwein hanns getrennt
mann mit krumbling helffenn, wann die adern nit so nahe am fasse vfgehenn aber das wilde wasser falle vnnter den Pfelenn vnnter sich, darumb sey der Thon in vorigenn zeitenn nit recht gemachtt, Innsonnderheit sich nit geburt Pfele in den Thonn zuschlagenn, Das wilde wasser bringt den Thonn nit aus dem Tam, darumb ist der grundt des Saltzbronns Itzo schlamechtigk vnnd schwartz, vnnd die Sohl nit so gut als zuuor, Vom tage herunter zubawenn ist besser dann durchstollen, der Fluede1 halbenn muß der Bornn wie Itzo so hoch gebawet werdenn, Vnnd Je grüener das holtz Inns wasser kömpt, Je besser vnnd wehrhafftiger es ist Paul Zimmermann vonn apteroda bedenncken ist auch also, Vff der Werckmeister bedennckenn, habenn sich die Pfenner bedacht, vnnd gesagt, das sie nachmals bey vorigem Rathschlag beruhenn, doch dergestalt,
das der Tam geoffnet, vnnd vonn newem aus dem grunde gedempt werde, Darnach die augzucht ausgenommenn, vnnd newe gemacht, Da dann daselbst kein manngell, das dann der vmbgang vmb den Bornn gefurt werde, aber in dem Bornn zubawenn, mit krömbling oder annders, tragenn sie vorsorge, das der adern etlich verstopfft wurdenn, So ist auch nit zurathenn, das das gewelbe tieffer solt gesucht werdenn, Landtvogt, das die beide Rethe vnnd Werckleute vor gut annsehenn, das vom tage obenn herab der vmbgang vnnd etwas weitter gebawet werde Die abgestossenn Reiffe im Faß des Saltzbronns sollen vnnd müssenn wiederumb gemacht werdenn, zuuor vnnd ehe mann zu bawenn annfehet, Item vier Pompenn könnenn den Itzigenn Bornn haltenn, aber zum vorrath müssenn auch etliche Pompen gemacht werdenn, Vonn allenn theilenn geschlossenn, das zum furderlichsten zu wettertagenn die decke vffm Tam des Saltzbrons geoffnet, vnnd der Tam gantz vmbher1[?] renouirt werde, darzu vonn wegenn vnnsers gnedigenn Herrnn et
liche verstenndige Bawleute, desgleichenn die Pfenner auch etliche aus Ihnenn namhafftig darzu ordenenn, vnnd soll mitler zeit alle bereitschafft laut voriger abrede, darzu verschafft werdenn, Innhalt volgennts abschiedts.
Zuwissenn vnnd kundt sey allermenniglichen, Nach dem ein zeit darhero der Saltzbronn zum Sodenn vor allenndorff ann der Werra, etwas durch allerley zustehennde menngell vnnd furnemblich durch vervhr=1[?] sachung der schwerenn Roßkunst, in abnehmen kommenn, vnnd baufellig wordenn, Derowegenn im nechstverschienenn acht vnnd vierzigsten Jar, vf was massenn dem vorzukommen vnnd geholffenn werdenn solt, verabschiedt ist, aber Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, die vorsorge getragenn, das damit dem wercke nit möchte geholffenn werdenn, vnd aus anndernn Itzo ermeltenn mündtlichen vhrsach damit bis annhero verzogenn, Dieweil aber die klage vom tage zu tage grosser wirdett, vnnd der manngell augennscheinlich furhanden,
So habenn vonn wegenn des durchleuchtigenn Hochgebornenn furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsen Landtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnpogk ⁊c.1
vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, ffgl2 gedachte Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, vnns nachbenenttenn, Nemblich Sigmundt vonn Boyneburgk Landtvogt ann der Werra, Hermann vonn Hundelshausenn, amptmann zu Reichennbach, Wilhelm vonn Schachtenn Marschalck, Thilemann Gunterodt Doctor vnnd Canntzlar, Johann Nordeck vnnd Valtin Thulde3[?] vogt zu Wannfriedenn, die Beuelchhaber vnnd amptknechte zum Sodenn, Heinrich Muldener, Jost Berker vonn Hombergk, Johann Bartholmes vnnd Christoff Hombergk heut Dato alhier in augennschein verordtnet, darzu auch Gemeine Pfenner beschriebenn, vonn dero vnd Irer selbst wegenn, darbey vnnd mit vnns zum Sodenn in besichtigung erschienenn seindt, mit nahmenn Johann Niedennstein, Johann Schaffnit der Elter, Hanns Neut4, Geiseler Schwannflugell von Gottingk,
Gott lob :| gut vnnd gerecht, aber am gebeuwe vmb den Saltzbronn etwas manngell befundenn, Welche gebrechenn etliche aus vnns vonn beidenn theilenn, sampt den Itzo alhie erfordertenn Werckmeisternn, Bauverstenndigenn vnnd Werckleutenn, notturfftiglichenn besichtigenn lassenn, vnnd nach Ingenommenen bericht vnnd allerley vnnderredung vnns einmütiglichenn beschlossenn vnnd verglichenn, das vermöge voriges obanngeregtenn abschiedts nachmahls alle bereitschafft, vnnd was zum Baw vonn nöten sein will, durch hochgedachts vnnsers gnedigen furstenn vnnd Herrnn Beamptenn zum Sodenn, be
stelt vnnd verschafft werdenn, vnnd sollenn zum furderlichenn vmb den Saltzbronn mit abbrechung des Kunsthauses, so Meister Jorge Behem1 erbawet, vnd zweyer oder dreyer Bode, so dem Saltzbronn zu nahe stehenn Raum vnnd platz machenn, als viel die noturfft erfordert, doch soll vonn wegenn hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn Gemeinen Pfennernn ann stadt vnnd vonn wegenn dero darin beerbtenn Pfennernn, dargegenn souiel Bodenn, als der abgebrochenn seindt, vonn Irer f gl.
werdenn, darzu dann etliche verstenndige Werckvnnd Baw leute, auch vonn wegenn hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn vnnd Gemeinenn Pfennernn, sechs oder acht personen, die solchs am bestenn verstanndt habenn, denselbigen trew, vleissigk vor, vnnd ob zusein verordenntt, vnnd Innwenndigk Monats frist, den nechstenn nach dato, vonn beider herschafft wegenn nambhafftigk gemacht, vnnd einannder zugeschrieben werdenn, Die sollenn annfenngklich die decken vffm Tam des Saltzbronns zwischenn beiden fassen öffenn, denselbigenn Tam stuckweis vonn obenn herab bis zu grunde, ein stuck nach dem anndern ausnehmenn, das faß im grunde auswenndigk, da es baw oder manngelhafftigk befundenn, mitt dielenn, krumbling, holtz vnnd anndernn, was die notturfft erfordert, vnnd die gelegennheitt annzeigenn wirdt, zum bestenn wohl verbawen, vnnd dann wiederumb mit gutem Thon, der recht wohl mit sonndernn vleis gearbeitt, vnd zubereit,
vom grunde bis obenn aus vertennenn1[?], vnnd das also gerings vmbher fuerenn, Dergestalt, das mann gewis sey, das zun seittenn her nichts zu oder aus dem Saltzbronn fliessenn kann, vnnd so die arbeit vnnd der Baw also anngefanngenn wirdt, So sollenn die darzu verordennte dem Schultheissenn zu Ziegennhain Meister anthonienn abe vnnd zu zureitenn, auch Jacob Richtern vnnd Hannsenn Scheltbach zu sich beschreibenn, vnnd vmb geburliche belohnung mit zusehenn, vnnd annrathenn helffenn lassenn, damit in dem nichts verseumpt, noch verwarlost werde, vnnd sollenn vor annfanng des bawes vnnd eroffnung der deckenn, vier oder funf reiffe, souiel dero vonnötenn, Innwenndigk Inn das faß des Saltzbronns, Inmassenn wie die hieuor darin gewesenn, gemacht, oder sonnst das faß vnuerruckt starck stehenn bleibe, Wann dann solcher Tam also renouirt vnnd gebessert, vnnd vmb das gantz faß ausgefurt wirdt, So kann mann dann weitter sehenn, da sich das siedenn bessert, wie vnnd welcher
gestalt auswenndigk vmbher, vnd auch in der abzucht des vmbgangs, denselbigenn auch zu renouiren vnnd zuuerbessernn, vnnd gerings vmbher vmb den Saltzbronn her zufurenn, furzunehmenn sein will, vnnd sollenn vnnd wollenn der ausschos gemeiner Pfenner vnnd Ire verordennte vffseher des Bawes, alles was hierin nutzlich vnnd gut ist, vnnd sie zum bestenn verstehenn könnenn, Jederzeit trewlich mit annrathenn helffenn, ohnn weigerung, doch das sie mit Irem Itzigenn vnnd kunfftigenn trewenn Rath vfsehenn, vnnd befurderung des berurtenn gebawes, den furstlichenn vfgerichtenn vertregenn, der Location vnnd allenn anndernn Irenn gerechtigkeitenn nichts zuwieder wollenn gewilligt, gehanndelt, oder begebenn habenn, das sey Ihnenn hiemit ausdrücklichenn vorbehaltenn, alles sonnder geferde vnnd argeliste, Vnd ist dieser abschiedt heut dato vonn vnns obbenantenn allenn, also einmütiglichenn anngenommenn, belibt vnnd bewilligt, dem also allennthalbenn
nachzukommenn vnnd zugelebenn, Welcher abschiedt duppell1[?] gefertiget, durch vnns obbenenten alle mit eigenn hanndenn vnterzeichnet, vnnd Jedem theile einenn zugestelt, vnnd gebenn wordenn ist zum Sodenn am 6 des Monats Februarij anno 1550.
Justus Pistoris Sigmundt vonn Boyneburgk Hermann vonn Hundelshausenn, Wilhelm vonn Schachten Thilomann Gunterodt Canntzlar, Johann Nordeck, Heinrich Muldener Johann Bartholmes Christoffer Hombergk Johann Nidennstein, Johann Schaffnit.
Rethe vnnd diener, als drey personn mit nahmenn, die Edtlenn Ernvestenn, Wolachtparn vnnd Erbarnn Juncker Hermann vonn Hundelshausenn zu Cromin3[?], Amptmann zu Reichennbach, Johan Nordeckenn vnnd Valtin Thuldenn Vogt zu Wenfriedenn solchenn Bauw benebenn den Beambtenn zum Bodenn, vnnd den dreyenn Personenn, so die Pfenner darzu ordenenn werdenn, fur zusein verordennt vnnd beschriebenn, vnnd solchs den Pfennern anngezeigt, auch wiederumb vonn Ihnenn beantworttet wordenn, wie volgt, Vnsernn gunstigenn grus zuuor, Erbar, Ersamenn vnnd Weysenn gute Gönner vnnd freunde.
Jungstenn des Saltzbronns erbauung halbenn genommenn abschiedt nach, ernennenn wir ann stadt des durchleuchtigenn Hochgebornenn vnnsers gnedigen furstenn vnnd herrnn, nachuerzeichnete drey Personenn, Nemblich Hermann vonn Hundelshausenn, Amptmann zu Reichennbach, Johann Nordeckenn, vnnd Valten Thuldenn Vogt zu Wennfriedenn1, dieselbenn sollenn vonn wegenn sfgl.2
mit vnnd nebenn den euernn, vf erforderung der Saltzgreuenn, solchenn Bauw mit vleis furzusehenn, vnnd zusehenn, das nit3[?] vbell erger gemacht werde, Solches woltenn wir euch vermuge obanngeregtes abschiedts guter meinung nit verhaltenn, Dann euch zu gunstigen vnnd freundtlichenn willenn seindt wir geneigt.
Datum Cassell den 23 Februarij anno 50. Stadthalter, Canntzlar vnnd Räthe zu Cassell Den Erbarnn, Ersamenn vnnd weisenn, vnsern gutenn Gönner vnndfreundenn, Gemeinenn Pfennern vnnd Iren geordentenn Saltzgreuenn zu allenndorff ann der Werra.
Unsichere Lesungen
Z. 7: Wennfriedenn — Lücke im Wort, Lesung unsicher
fl. vnnd herrnn zu Hessenn geschriebenn, vnd drey Personenn, welche vonn sfgl.1 zu solchenn bauw verordennt, Nemblich Hermann vonn Hundelshausenn, amptmann zu Reichennbach, Johann Nordecken, vnnd Valtin Thuldenn Vogt zu Wennfriedenn, So habenn gemeine Pfenner, vonn Irer wegenn zu solchenn Bauw Johann Niedennstein, Johann Schaff[gestrichen:
Mayt: verschienen 48. Jars zu Speyr gewesenn, alle gelegennheitt des Saltzwergks zum Bodenn fur Allenndorff an der Werra Innsonnderheit des Saltzbronns erbawung
halber nach der lennge mit allenn vmbstenndenn bericht gethann, Darauf dann E. fgl. des mahls, vnnd sieder auch hernach alwege den Beuelch geben, das mann am Saltzbronn also bauwenn solt, das nit vbell erger gemacht werde, Dieweil sich aber sieder E.
f. gl. der Saltzbronn Jedes Jars im Frueling gebessert, das die Böder zufriedenn gewesenn, vnnd ann der Sohl nit grossenn manngell gehabt, bis vngeuehrlich Jedes Jars vmb Jacobi oder Bartholomei, wann die Laubrost1 annfielt, bis wiederumb vf den Frueling sich die Sohl geringertt, So hat mann mit dem Bauw vfgezogenn, vnnd verhofft, es solt E.
f. gl. erlediget werdenn, vnnd solch bauw, dieweil der etwas sorglich vnnd schwere, selbst verordenet habenn, das sich dann, leider Gott erbarmbs, bis noch in die lennge vertzogenn, also hat der Saltzbronn verschienen Weynachtenn im Saltzlager, da die Böder in acht tagenn kein Saltz sieden, wie dann zuuor mehr geschehenn ist, sich gantz sehr verendert, das mann sich besorgt, das mehr weilt2[?]
f. gl. vnnd der Pfenner wegenn vor einenn Bornmeister zugleich bestelt gewesenn, gemuglich1 beuhrlaubt, vnd sein Rosdinst hinwegk gethann, hat mann gesehenn, das die Saltzadernn Got lob noch also volkomlich, als die alwege gewesenn, starck gnug ganngenn, alleine das das fas vffenn Bodenn etwas manngelhafftigk, Vnnd wiewohl vor dreyenn Jarenn verabschiedett, wie mann bauwenn solt, welchenn abschiedt E.
F. G. Ich auch desmahls zu Speyr annzeigenn lassen, So habenn doch E. f. gl. Stadthalter vnnd Räthe, nebenn vnns die fursorge getragenn, solches auch den Pfennernn geschriebenn, ob der Bauw schonn also solt furgenommenn werdenn, das damit dennoch dem Haupt werck, nit mocht stadtlich gnugsamb geholfenn, vnnd den Bödernn Ire klage abgelegt sein, zu dem das die Pfenner solchs fur ein Schlisswergk, vnnd keinenn neuwenn Bauw achtenn, vnd derwegl2[?] den halbenntheil des Bauwgelts zuerlegenn, nitt
f. gl. wegenn, soll mann annders zum bauwenn kommenn, verlegt werdenn mus, vnnd damitt mann sich enndtlich, wie vnnd welcher gestaltt, wohl vnnd nutzlich gebauwet, vnnd nit vbell erger gemacht wurde, enndtschlosse, So hatt man abermahls nechstuerschienenn den 6 Februarij dis Itzigenn Jars zu Allenndorff mit den Pfennernn einenn tagk gehaltenn, vnnd sich darauf abermahls eines abschiedts verglichenn, wie E.
f. gl. ab Innliegennder Copien, gnediglich zuuernehmenn habenn, demselbenn abschiedt wirdt mann also allennthalbenn mit vleis nachsetzenn, Wie wir dann solchs vnnd alle anndere gelegenheit des Saltzwergks im augennschein zum Bodenn, am nechstvergangenenn Sontag nach Esto mihi E.
f. gl. diener Reinhardt Abell mündtlich bericht vnnd geweisenn habenn, aber mitler zeit, als nechstuerschienenn Dinstags nach Inuocauit, den 25 dieses Monats Februarij zu Mittage zwischen
Elff vnnd zwolff vhrenn, Ist E. f. gl. diener Henrich Muldener, dem E. f. gl. sonnderlich solchs neben mir beuohlenn vnnd vertrauwet, Plutzlich vnnd subito mit todt abganngenn, vnnd alhie zur erdenn bestadt wordenn, der almechtig wolle der seelenn gnedig vnd barmhertzigk zu sein geruhenn, vnnd kann Ich seiner gelegennheit nach, dieweil Ime altzeit der athem sehr kurtz nit annders erachtenn, dann das die Lunge Ime vfgestiegenn, vnnd Inenn erstickt habe, das dann nit allein E.
f. gl. sonndernn auch diesem Bauw, Gemeiner stadt Cassell, vnnd sein weib vnnd kindern, zu mercklicher vnwiederbringlicher grossen beschwerung gereicht, Wie dann Reinhardt E.
f. gl. auch solchs mündtlich berichtenn wirdt, Nun will der Bauw lennger nit vfgezogenn, sondernn anngefanngenn vnnd volnnfuhrt sein, Dartzu dann sondere verstenndige Bauwleute hoch vonnötenn, Innsonderheit das zuuor vnnd ehr ein solcher verwalter, wie Muldener seliger gewesenn, welchem E.
f. gl. vf keinenn zuschliessenn, dann die Jehnenn so dartzu zugebrauch, anngezeigt, der ist einer ein Pfenner nitt, der annder dahin verwanndt, dem drittenn möchtenn E.
f. gl. nit vertrawenn, So verstehenn der Vierdte, oder sie mehrertheils der oder solcher grundtbeuwe nichtt darumb einer annsehnlichenn verstenndigenn vnnd auch beglaubtenn Personn dartzu zuordenenn vonnötenn, Dieweil aber nicht desto weniger will vnnd mus bestellung oder bereitschafft, zu solchem bauw furgefahrenn werdenn, So ist vor notwenndigk vnnd gut anngesehenn, das mitler zeitt bis vf E.
f. gl. glauben hatt, solt gebraucht, vnnd mit Ime sich darin nitt zubeschwerenn furderlich gehanndelt werdenn, der zuuersicht, da er annder geschefftte halbenn dartzu thun
kann, Er werde sich darin weigernn, bis solanng das E. F. G. sich erklere, wie vnnd welcher gestalt es damit gehaltenn werdenn solt, dann warlich wie E.
F. G. wohl wissenn, So hab Ich der sorglichen schwerenn grundtbeuwe keinenn sonnderlichenn verstanndt, vnnd well hierann mercklich vnnd viel gelegenn sein, So wissenn E.
F. G., das mann vonn annfanng bis daher des Saltzbronn, als das Heuptgut, vnnd Auge apfell zuerbauwenn viel bedenckens vnnd fursorge gehapt hat, vnnd noch, vnnd stehet solches vielen leuten zuuertrauwenn, allerley vhrsach halbenn in bedenckenn, Welches E.
f. gl. Ich in vnnderthenigkeit gestaltenn sachenn nach, mit beschwertem gemüte, nit habenn könnenn verhaltenn, dieselbig Gott dem almechtigenn in seinenn schutz vnnd schirm, vnnd mich Inn vnnderthenigkeit zu gnadenn thue beuehlenn, derselbe sie zum aller furderlichstenn gnediglich zuerledigenn geruhen wolle Datum Cassell den letzten Februarij anno 50.
G. vmb Muldeners seligen tödtlichenn abganng betrubt, vnnd ganntz gnediglich mitleidigk, Sagt wo er vmb acht tausenndt gulden wieder zubringenn were, die woltenn sfgl.
gernne vmb Inenn gebenn, Darnach ist sfgl. souiel den Bauw am Saltzbronnenn betrifft, auch gnediglich zufriedenn, das mann darmit wercklich furtfahre, wie das abgeredt worden, vnnd Ihrs furhapt, Auch lest sfgl. Ihnenn gefallenn, das Nordeck euch
ann Muldeners seligenn stadt, vfs Saltzwergk zuzusehenn, zuuerordennt wordenn, doch das Irs beide bey der vorigenn Ordenung, so Muldener seliger gehaltenn, sollet in alwege bleibenn lassenn, vnnd kein neuwerung ohnne meins gnedigenn Herrnn vorwissen ann die hanndt nehmenn, Das solt ich euch dem ich zudienenn willigk also eroffnenn, datum Vdenardenn den 11[?] Aprilis Anno 50.
Das Henrich Muldener gestorbenn ist mir treulich leidt, ist not das ihr nebenn Jost Beckernn einenn setzet, der geschickt, treuw vnnd erfahrenn sey, vfzusehenn, vff den Saltzbronn zu Allenndorff.
nung haltenn, wie es bey Henrich Muldenernn gehaltenn wordenn mit allenn dingenn, desgleichenn mit dem holtzfließenn, holtzkauff vnnd anndernn, mit verschließenn des Saltzkauffs, Vmfuhre herab Inns Lanndt, Saltz wieder hinanfarn[?] Seyne[?], auch mit Vberreichung2[?] des Vbens Im dinsthauß zu Cassell vf dem Platz.
Ich laß mir gefallenn, das Nordeck3[?] ann Henrich Muldeners stadt zu dem Itzigenn Baw des Bronns gesatzt, bisolang ich mich resoluire, wer enndtlich an Muldeners stadt bleibenn soll, vnnd das derselbige so gesetzt wirdet, nach seinem kopff nicht hanndele, Sonnder alle dinge laß bleibenn, wie es Muldener geordnet hatt.
Habenn sich die Nachuerzeichnete verordenntenn zu dem Baw des Saltzbronns, vf nachuolgennde Articul vnnderredt, vnnd verglichenn wie nachstehett, also, wir verordenntenn seindt Hermann vonn Hundelshausenn, Johann Nordeck, Valtin Schuldt1[?], Jobst
Erstlich ist allenn vmbstenndenn vnnd gelegennheiten, nach allem furgehabtenn notturfftigenn Rathschlage vnnd bedennckenn fur gut anngesehenn, das der Baw vf den nehistkunfftigenn Montage nach Jubilate Im nahmenn des herrnn, mit gutem stattenn angefanngenn werdenn soll, darzu dann nachuolgende werckleute bestelt werdenn, vnnd sollenn obbenente verordennte, vf donnerstags nach Jubilate Jegenn abenndt als dann gewißlich wiederumb zun Soden annkommenn.
Zimmerleute. Zu werckleutenn sollenn gebraucht werdenn, Meister Hanns Wetzell, soll sich mit verstenndigenn zunechtenn geschickt machenn, denenn soll mann geburliche taglohnn, vnnd Ime Meister Hannsenn Jedes tags
Unsichere Lesungen
Z. 3: Schaffnit, Niedernstein — Namen, Lesung unsicher
wenn er arbeit vor kost vnnd lohnn Ein ortts guldenn1 Muntz gebenn, Desgleichenn den Sonntage ein Malzeit, Wurde er aber des Sonntags auch arbeitenn mussenn, so soll im obberurt taglohnn zur Malzeit auch gebenn werdenn, vnnd soll Ime noch ein geschickter vnnd erfahrner zimmermann zugeordent werdenn, Desgleichenn ein verstenndiger Werckmann, die vf wasser vnnd zimmer verstanndt haben, Mit denenn soll mann sich auch vor kost vnnd Lohn des taglohnns vergleichenn.
Da mann auch den zimmermann vnnd schultheißenn zu Ziegenhain habenn kann, sollenn sie dabey sein, vermuge des abschiedts, Derwegenn sie zur notturfft hieher zubeschreibenn sein Vor ainenn Walmeister soll vonn Cassell Meister Curt sich mit zehenn gutenn knechttenn, die Inn Irer arbeit bestenndig verharrenn, vnnd treulich arbeitenn, gefast machenn, vnnd das sie Ire Spadenn mit sich bringenn, doch sollenn zum vorrath auch
Unsichere Lesungen
Z. 1: ortts guldenn — rot unterstrichen, Wortgrenze unklar
etlich Spadenn, Inn vorrath alhie verschafft werdenn, vnnd soll mann zur kost vnnd lohnn dem Meister die wochenn einenn thaler gebenn, vnnd einem Jeden knechte des tags vor kost vnnd lohnn, vfs meiste — 4 alb, vnd sollenn verpflicht sein, nach gelegennheit der notgebeuw, außerhalb der zeit vnnd stunde, wie sie zu arbeitenn pflegenn, sich tage vnnd nacht gutwillig brauchen lassenn.
Heintz Horchappell, der soll den Thonn schlagenn vnnd bereitenn mit Hanns Schilpachs Rath vnnd zuthun, vnnd den Lam aus dem grunde wohl setzenn, einschlagenn vnnd verwarenn, vnnd soll der deupffer1 Hanns Frannck2[?] zu Cassell vff Donnerstagk nach Jubilate, auch hieruber beschriebenn werdenn, vnnd soll Heintz Horchappelnn vor kost vnnd Lohnn die wochenn ein guldenn Muntz gebenn werdenn, vnd was er vor bereitschafft bedarff, soll Ime alsbaldt verschafft werdenn, Soll mit Thongrabenn als
derwegenn Bernnt vonn Bischoffshausenn Itzo geschriebenn, vnnder solchs zugestattenn, gewilliget hat, doch das ann der Sat kein schaden thue, Item Jacob Richternn vnnd Gallenn auch hier zubeschreibenn, Wann es die notturfft erfordert, vnnd etwa sonnst nach einem verstenndigenn Werckmann vonn Iba oder Elmbach2[?] wann in grundt kömpt, Vnnd ob es die notturfft erfordert, das mann Meurer habenn muste, So soll mann vf Hannsenn vonn Franckfurdt, vnnd sonnst nach einem geschicktenn Meister sonnderlich der vf grundtbeuwe im wasser gearbeitt habe, vnnd wo es vonn nötenn, Inn die vier hundertt fuder steine in vorrath brechenn zulassenn, das man die in der eyle, habenn vnnd brauchenn könne, Vnnd furs aller erste, sollenn zwischenn hie vnnd Jubilate Innwenndigk Inn den Saltzbronn vier Reiffe vonn Krömbling gemacht werdenn, wie der abschiedt vermagk, die das faß steiff haltenn, vnnd derwegen
keiner befahrt zubesorgenn, wie dann der zimmermann Itzo notturfftig bericht ist, Darnach soll die Decke geoffnet vnnd der Tham stuckweis, vnnd nit ganntz vf einmahl ausgefuhrt werdenn, wie solchs die gelegennheit gebenn wirdt, Des Raums halbenn vmb den Saltzbronn, ist Itzo noturfftige besichtigung geschehenn, vnnd soll also bey dem furgenommenn Raum bleibenn, bis zu weitter noturfft, als dann hat mann sich weitter derwegen zuvergleichenn, Vnnd ist hieruf vonn allem notwenndigenn vorrath geredt vnnd befundenn, das albereit im vorrath eichenn holtz, Eichenn dielenn, Krömblinge, Schupffenn, karren, Spadenn, Strennge, Seyle vnnd Thon gefurt, vnnd vor augenn ist, vnnd soll noch Itzo zum furderlichstenn mehr Thon gegrabenn vnnd gefurt werden, Desgleichenn ein gute notturfft arm Mose1[?] zun vorrath als balde holenn zulassenn, vnnd sollenn etlich Leinenn Beuttell, klein vnnd groß Itzo auch darzu gemacht werdenn,
Der forsthaffer1[?] zu Roßbach muß herauff verschafft, dann zu Eschwege vnnd Wannfriedt kein Haffer mehr sein will, wie die amptknechte berichtenn, darumb mann sich erkundenn, Haw vnnd stro muß auch anhero verordent sein, darumb vonnötenn, das die Vchsenn zu Eschwege abgeschafft werdenn, kann mann daselbst haw vnd stro enndtrathenn, muß dem kuchenmeister anngezeigtt werdenn, Es soll auch aller vnnkost, beide das Bawgeldt, zerung vnnd annders, alles was sich in diesem Baw auszugebenn notturfftig zutregt, klar vnnd eigentlich vonn Ih[?] zu Ihu[?] verzeichnet, vnnd alwege wochenntlich den Sambstage Jeder wochenn, vor vns verordenntenn etlichenn, vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, damit in dem rechtschaffene vfrichtige vnnd gleiche ordenung gehaltenn, die verrechennt, vnnd Jede wochenn Rechnung vonn vns etlichenn anngehört, vnnd als balde dieselben wochenrechnung vnnterschriebenn werdenn, Das
wohlgemacht, Innwenndige Inn den Saltzbronn zun Sodenn, durch meister Hannsenn Wetzelnn zimmermann, vfs aller scherffste gnaw vnnd wohl anngerissenn, Innsennckenn vnnd anntreibenn, vnnd vernegelnn lassenn, wie mann Itzo im augennschein zusehe hat.
Darnach ist die decke des Lams am Saltzbronn abgethann vnnd geoffnet, vnnd vonn der abezucht am gewelbe der drittentheil des Saltzbrons, da der Berck wieder ligt, nach der Stadt zu, da Itzo kein vmbgang ist, anngefanngenn auszufuhrenn, vnnd hat sich im ausfuhrenn des Lams vmb den Saltzbronn fundenn, wie volgt, Dinstags vnnd Mitwochenn am Lam ausgefurt, vnd allerley Holtzwerck, Erdenn, steine vnnd dreck im Lam mit Ingefult fundenn, Heintz vonn Luttern geschriebenn, das der Schultheis vonn Ziegennhain, nechst dinstags gewißlich hie sey, das er auch Scheltparchenn, vf mein ann Ihnen Scheltparchenn gethann schrifft beuehge1[?] vfs furderlichste herzukommenn, vnnd mit annrathenn zuhelffen
das der Thon rechschaffenn vnnd wohl gearbeit, vnnd zugericht werde, Das Nordeck die Gröper vonn Cassell morgenn mit her bringe, erinnerung gethann, Dem Renndtmeister zu Hombergk geschriebenn, das er die wochenn Cantate den Steinmetzenn Meister Hannsenn vonn Franckfurt hier bescheide, Michell Horchbergk1[?] soll den Steinbrechernn Hansen selb dritte zustundt her bescheidenn, Wo er nitt her wolte, Soll der Steinbrecher vonn Wolffsannger herkommenn.
Dieweil die arbeiter vnnd taglohner Inn Sodenn, den zeiger oder Vhr in der Stadt nit wohl hörenn können, damit sie dann Ire volle stunde arbeitenn, Soll der Opfermann Inn Sodenn, die zeit dieser Baw wert, eins Jedenn tags Morgenns zu vier vhrenn, zu mittage zu Elff vhrenn, darnach zu einer vhrenn, vnnd abendt zu Sechs vhren, einenn gutenn Puls leutenn, das die arbeiter wieder ann vnd abzugehenn wissenn, Donnerstags nach Jubilate den Erstenn Maij zu morgen
ist Valtin Schülde Vogt zu Wanfriedenn1[?] alhie annkommenn, vnnd mit zugesehenn, hat mann verordennt, das der zimmermann Meister Hanns Wezell2 das alte gebew vom holtzwergk hinder dem Tam, so etwas Bawfelligk gestalt, vnnd mitt stendelnn ann dem Oberstenn Reiffe am Saltzbron, Jegenn das alte gebeuwe gefast, vnnd ist der Tam darnach weitter vnnter sich ausgefurt, Dem Vogte zu Friedewaldt geschriebenn, zwene Wagenn mit haffernn hier zuschickenn, sollenn wieder vmb mit Saltz dahin zufuhrenn, alhie geladen werdenn, Renndtmeister zu Schmalkaldenn soll die Flösdielen3 vnnd bestelte negell vfs furderlichst herschickenn, vnnd darnebenn schrifftlich anzeigenn, wie die Mergenngroschenn beij Ihnenn genommen vnnd gegebenn werdenn, Milcher Straus der Hamerschmidt zum Schwein4[?], soll vmb den Mitwochenn nach Cantate hie sein, des Pfann eijsenns halbenn, wo er manngell am gedinge hette,
Jegenn abenndt seindt Hermann vonn Hundelshausenn Amptmann zu Reichennbach, vnnd Johann Nordeck, als verordennte des Baws alhie annkommenn, Freijtags nach Jubilate den 2n1[?] Maij am Tamme ausgefurt, vnnd die schar2 zum raum weitter furgenommenn, das die Last vom Tamme komme, Sambstags weitter vnnter sich vnnd vmbher gegraben, den Saltzbronn vnnd das alte gebeuwe mit strebenn gefast vnnd verschlagenn, vnnd das tag wasser Inn die abzucht bracht vnnd gewiesenn, Vnnd seindt diese wochenn gesottenn, Ann Saltz, 126 Pfann, Die vierdte abzucht hat mann heute außerhalb dem altenn gebeuwe, vermuge der Pfenner Bawbuch, zugetennet fundenn, vnnd wieder aufgeraumbt, wirdt mann im grunde findenn, ob die einenn abgang haben könne Vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrn seindt die fuhrleute in der Stadt Allendorff anngesprochenn, Morgenn ein Jeder wie er gespannt ist
Maij in den dreijen Pfarkirchenn in der Stadt vnnd Inn Sodenn durch die Predicantenn das Volck erInnernn vnnd ermahnen lassenn, Gott den almechtigenn Innigklichenn zubittenn, dieweil der anngefanngenn Baw am Saltzwergk, Innsonderheit am Saltzbronn, vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, den Pfennernn, vnd der ganntzenn Lanndtschafft des Furstennthumbs hessen, vnnd der darann stossenndenn grenntzenn, vnnd auch allenn sich darann nehrenn müssenn, zu gutenn kömpt, das Gott der almechtige zu solchem Baw gnade, besterung vnnd wolfart, auch gnediges gut gewitter verleyhenn wolle, Damit solcher Baw gemeinem nutz zum bestenn könnt volnzogenn, vnnd dermassenn stadtlich gefast vnnd gemacht werdenn, das es künfftiglich hochgedachtenn vnserm gnedigenn fürsten vnnd herrnn, dem Furstennthumb hessenn, Se
meiner Lanndtschafft, den Pfennernn vnnd allermandernn, so sich am Saltzwergk nehrenn, zu gut kommen könne, Monntags nach Cantate den 5n1[?] Maij vnnter sich am Tamme ausgefuhret, Dinstags vnnd Mitwochenn bis vf den 4.
Reiff den Tam ausgenommenn, Ist die Wenn2[?], so aus dem Bornn Inn die abzucht gelegt ledig gemachtt, vnnd geoffnet wordenn, da hat mann fundenn Inn der mitte des Tams starcke eichenn Bretter gestrebt stehenn, Inn dem grunde gescherpfft, vnnd geschlagenn, die sein heraus gelanngt, darnach ein gevierdts vonn starckenn Balckenn hinder denselben, vnnd zwischenn dem fasse des Bronns wieder ein gevierdts vonn Bretternn, vnnd ist als dartzwischll3 vertembt gewesenn, vnnd vf den mittelstenn Brettern hat der zaun gestanndenn, Ist aber verfault gewesenn, Donnerstags den 8 Maij Ist beij der abzucht am Gewelbe Inngesenncket, da hat das wilde wasser starck durch die eusserste fassung getrungenn, das mann solchs wiederumb vertemmenn müssenn, da ist mann vnnter das
getemme vf ein gries kommenn, hat der zimmermann eine Sompenn gesatzt, vnnd damit allenn zufloß durch eine Renne Inns gewelbe annderthalbenn schue dieffer dann die Renn aus dem Bornn gröst vnnd gehaltenn, Im Bornn ist die Sohl aber gleich hoch gestiegenn, Freijtags den 9.
Maij hat mann Jegenn dem Oberstenn vnnd vierdtenn Reiff strebenn gesetzt, vnnd der Tam in der mitte zwischenn der altenn fassung vnd dem Saltzbronn, bis vnnter das getemme vff den gries auswerffenn lassenn, Vnnd hat Hochappell diese wochenn selb zehenndt den Thon gemacht vnnd zubereit, desgleichenn ist der Raum im Steinbruch ober der Stadt geraumbt vnd zugericht, vnnd sollenn etlich hundert fuder steine in vorrath gebrochenn werdenn, So hat mann auch anngefanngenn den Sohlgrabenn reynenn zulassenn, Das gehöltze so geflöst ist, soll Ludwig stein1 ausbringen helffenn, oder sie darumb gepfenndt werdenn,
Innhalt Stadthalter vnnd Rethe schrifftlichenn beuelch, Diese tag hat der zimmermann das Segezeugk auch noturfftigk zugericht, vnnd Inn den Saltzbronn dreij Sompenn, die obenn austragenn gesetzt, darnach vier kurtze Sompenn, die tragenn die sohl so tieff aus vnnd ab Inn das Gewelbe, als die Renne vom alters gelegt sein, verhofftenn darmit den Saltzbronn zu Sehenn, Sambstags nach Cantate den 10.
Maij, Ist hinder dem altenn gebeuw außerhalb dem Tam, der Bergk weitter aus gefurt nach dem gannge zu vmb der Last wiln, vnnd habenn die knechte1 darnach im Sohlgrabenn gearbeit, vnnd steht Itzo die fassung des Saltzbrons halb ledigk vnnd freij, ist aber wohl vnterschlagen vnnd gefast, Nach Mittage hat der zimmermann das Segezeugk gefertigt, Inn Bornn gehenngt, vnnd vf den Bornn darzu geröst gemacht zum stannde, Dieweil aber Hundelshausenn vnnd Nordeck heut verrittenn, hatt mann mit dem Sehenn bis zu Irer wiederkunfft vfgezogenn,
Der Saltzbronn ist auch mit der schrodt wogenn eygentlich abgewiegenn, das mann Jederzeit sehenn vnd wissenn kann, das sich das fas am Saltzbronn nit verruckt, oder etwas weiche, Vnnd seindt diese wochenn gesottenn, Ann Saltz, 123 Pfann, Sonntags Vocem Jucunditatis den 111 Maij gefeijret vnnd nichts arbeitenn lassenn, Monntags hat der zimmermann das Segezeugk ganntz fertigk gemacht, darnebenn ist das gewelbe gesaubert, vnnd vonn dem Schlam habenn sich die Rennenn vorm gewelbe, vnnd vnter dem Tam, da die Oberbrück2[?] vber den Saltzgrabenn gewesenn, etwas verstopfft, das mann dieselbenn vfgeraumbt hatt, dartzu seindt die Malknechte im Sohlgrabenn, vnd demselbenn vnntenn heraus gesaubert, Inn der Stein=kauttenn wirdt gebrochenn, So habenn die Thonarbeiter auch Irenn beuelch in ausrichtung, Der zimmermann hat auch die Strebenn am Bornn
Dinstags den 13. Maij Ist der Saltzbronn zum zweitenn mahl ganntz vnnd gar ausgezogenn vnnd geöst, Inn beijsein vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, Valtin Schülde, mein Jost Berckernn1[?], Renndtmeister, Saltzwardt vnnd Hanns Scheltpach, vnnd vonn der Pfenner wegenn, Johann Niedennstein, Thias Thorey, vnnd sonnst viel gemeiner Pfenner, vnnd hat mann klar vnnd eigenntlich fundenn vnnd gesehenn, das die quell wiltwassers, darvonn in der Pfenner Buch anntzeigung vnnd meldung geschicht, so beij der drittenn abzucht, in vorzeitenn gewesenn, vnnd in dem vmbgannge nach dem gewelbe sich gezogenn, sieder der zeit vnnter sich gefallenn, vnnd leufft nun gleich vber derselbenn drittenn abezucht starck Inn den Saltzbronn vnnder dem fasse her, vnnd vermischt sich aber also baldt mit der Sohl, aber die anndernn adern im Saltzbronn, so vonn vnntenn herauff durch den gries
vnnd kießling kommenn, die seindt ann Irer substantz der sohlenn stercker vnnd besser, Vnnd will demselbigenn mit zeitigem Rath nu wohl stadt zuvorkommenn sein, Vnnd ist der Saltzbronn gesaubert vnnd alle Inngefallenn holtz vnnd annders ausgezogenn, Heut Jegenn abenndt seindt die herrnn Stadthalter Rudolff Schennck, Hermann vonn Hundelshausenn, Johann Nordeck, der Schultheis vonn ziegennhain, Meister Mertin der Buchssenngießer alhie annkommenn, Mitwochenn den 14 Maij Ist der Saltzbronn in aller herrnn beijsein abermahls ausgezogenn, vnnd geöset, vnnd habenn die werckmeister, als der Schultheis zu ziegennhain, M.
Mertin Bette1[?], Scheltpach der zimmermann vonn der Lichtenaw, Jacob vnnd Gall Richtter, vnnd der zimmermann Hanns Weyell2 den schadenn vnnd Innfluß Im Saltzbronn eigentlich besichtiget, darnach hatt mann Rath gehaltenn, vnnd vff den vorgefallenn streit, Ob mann einenn rechtenn gutenn grundt suchenn, oder ob mann vf dem
Gries, wie die altenn gethann bleibenn soll, aus allerleij bedennckenn geschlossenn, das mann mit dem Itzigenn Baw nit tieffer dann die altenn senncken vnnd ausfuerenn, sonndernn vf dem kies oder gries bleibenn, vnnd sollenn dem schadenn vnnd Innfluß auswenndigk dem Saltzbronn im Tham nachsuchenn vnd vleisthun1[?], das mann denselbenn Innfluß Innsonnderheit fassenn könne, dann das alte der Pfenner Buch sagt eigenntlich, das des orts vor Sechtzigk Jarenn ein Saltzader, vnnd darnebenn ein quelle wiltwassers eins arms dick gewesenn sein, die habenn sich durch Flotz2[?] schlagenn im vmbgannge gemindert, die sein ohnn zweiuel vnnter sich gefallenn, vnnd fliessenn nun mit einannder zugleich in Saltzbronn, Der zimmermann Hanns Wetzell soll annfahenn, vnnd die neue fassung vf acht eckenn zurichtenn, soll mittenn in den Tham sechs schue weit vom Saltzbron gesetzt werdenn, das mann dazwischenn mit Thonn wohl vertemmenn könne, vnnd sollenn die Bretter vf einannder wohl gefugt, Inngeschlossenn, vnnd mit dielenge gesetzt werdenn,
Donnerstags Ascensionis Domini den 15. Maij Ist der herr Stadthalter wieder nach Cassell gerittenn, vnnd beuohlenn, was sich am Baw, Innsonnderheitt in fassung des zuflus beij der adernn zutragenn wirdet, Ihnenn furderlich zuuerstenndigenn, So hatt mann heut des fests, vnnd auch des Regenns vnnd nassenn wetters halbenn gefeijret, Freitags den 16.
dergleichenn, vnnd hat mann auswenndigk am fasse des Saltzbronns, vber dem Innfluß beij dem drittenn Reiffe, ein tieff gros loch fundenn, hat influß daselbst mit der zeit den Tam vnnd die erdenn in den Saltzbronn gefurt, vnnd seindt die strebenn daselbst vollennt herumb gefurt.
Maij vber vnnd vf dem Innflus vf den gries kommenn, Donnerstags, Freitags vnnd Sambstags den Malknechtenn den Tam vollennt vmb das fas hero heraus zubringenn, zum feijrabenndt1[?] gebenn, die tags seindt Hermann vonn Hundelshausenn Valtin Schüldt, vnnd Ich Jobst alhier gewesenn, Diese wochenn seindt gesottenn 147 werck.
vber den abzucht am gewelbe in der mitte nach der zweitenn abzucht, hat mann ann der eussersten fassung im Tam, da die nedern ader sein soll, ein fassung eins stich weits vonn Betternn gemacht fundenn, Was das bedeut wirdt mann im grunde findenn, Hat mann im grunde fundenn, das solche fassung für nichts gewesenn, dann die ader darunder hin nach dem fasse des Bornns geflossenn ist, mag aber vor zeitenn im grunde mit thonn vertemmet sein, das sie in solcher fassung bis in den
Unsichere Lesungen
Z. 8: feijrabenndt — durchstrichen oder Zierstrich
vmbgang vier oder funff schue hoch gestiegenn ist, Sambstagk nach Exaudi den 24. Maij habenn beiderseits verordenntenn zum baw sampt den Saltzgreuen vnnd dienernn des bawes halbenn Rath gehaltenn, vnnd geschlossenn, Dieweil der Zimmermann zu fertigung der neuwenn fassung vierzehenn tage zeit habenn mus, In dem auch aller thon vnnd anndere bereitschafft gefertigt werdenn kann, das der born mit dielenn1 gantz zugelegt werdenn soll, desgleichenn der geraumpte Tam, vnnd darauff magk Jeder zu haus ziehenn, doch das nacht vnnd tagk der born vnnd darumbher bewart werde, vnnd sollenn die verordenntenn vf Sonntagk Medardi den 8.
Junij Jegenn abenndt wiederumb zun bodenn sein Dieweil dann nachmahls nit verglichenn, wie tieff mann mit dem grunde suchenn vnnd fahrenn soll, So ist abgeredt, das vonn wegenn vnsers gnedigenn fürsten vnnd herrnn etlich verstenndige vom Rethenn, desgleichenn anndere mehr Pfenner, vf Donnerstagk den 12.
Allenndorff annkommenn, vnnd sich derwegenn endtlich zu enndtschliessenn, wie vnnd welcher gestalt der grundt gesucht, vnnd die neu fassung gesetzt werden soll, Mitler zeit soll der born geöst2, vnnd alles zufliessenndt wasser mit den sompenn gehaltenn werdenn, das derwegenn kein schade geschehe, aber nicht desto weniger sollenn die Söder nechst Mitwochenn, vmb des Ofenns willenn, wiederumb ansiedenn, Die adernn in vnnd vmb den Saltzbronn sein heut probirt, vnnd habenn sich in der proba fundenn also, Die ader des Zinnflus1 mussenn zu einer Pfann Saltz —— 11½ fuder sohlenn gehörenn, Die Gemein sohl im Saltzbronn ——— 11 fuder, die gute ader im Saltzbronn hinder dem stuel — 9 fuder zu einer Pfann saltzs, Vnnd hat mann erfundenn, das alle adernn, so in vnnd vmb den Saltzbronn vonn vnntenn herauff durch den gries vfquellenn, rechte gute saltzadernn sein, was aber vmbher zufleust, sein gemeinlich wilde quellen,
Die Pfingst heiligenn tage gefeyret, aber den Mitwoch vnnd die anndernn drey tage, hat meister Hanns der Zimmermann ann der neuwenn fassung, vnnd Dochappell mit seinenn knechtenn, am Thom2 gearbeit, Mitwochenn vmb des Ofenns willenn wieder ansieden lassenn, vnnd seindt diese halbe wochenn gesottenn, ———————— 42 werk, Die Wochenn Trinitatis hat der Zimmermann sein arbeit fertigk gemacht, vnnd sein den [gestrichen:
Freytag] Jegenn abendt alhie annkommenn, vnnser gnediger Lanndtgraf Wilhelm, Stadthalter, Canntzlar vnnd Räthe, so zu Sultza Inn Duringenn gewesenn sein, vnnd habenn den Saltzbronn vnnd alle arbeit besichtiget, Diese wochenn seindt gesottenn ————— 141 werk, Sonntags Medardi den 8.
Junij die Teichknechte wieder hero bescheidenn, Montags anngefanngenn vollennt den Tam anzuwerffenn, Dinstags den 10 zu Morgenn, sein Hermann von Hundelshausenn vnnd Valtin Schilde3 auch wiederumb hie annkommenn, vnnd ist am Tam anzubringen
Junij hat mann mehr körenn2 vnd Haspelnn vnnd Kübelnn zum ausösenn zurichtenn lassenn, vnnd wirdt fur vnnd fur mehr thon zugefürt, vnnd recht wohl mit fleis gearbeit vnnd bereit, so ist auch nunmehr ein gute noturfft Moß im vorrath.
Donnerstagk den 12 Junij, ist der Tam aller bis vf den kieß mit kübelnn ausgezogenn, vnnd was hart gewesenn, ausgeworffenn, hat mann vf dem kies, einenn grossenn lanngenn vnnd dickenn Baum mit seinenn Estenn, ann der eusserstenn alten fassung vf einer seittenn, vnnd einenn grossenn warkenn3 kalckstein vf der annder seittenn des bornns im kieß fundenn, Darnach hat mann ein gewierckts4 mit bretternn vmb den Saltzbronn, vnnd hart darann mit Thon vertemmet fundenn, Ist heut aller heraus bracht, das mann hat vf dem gries vmb den Saltzbronn gerings hero trockenn gehenn könnenn, vnnd ist das gewierckts
ganntz fleissigk, mit Moß vnnd thonn durcheinander gemischt, darunter aschenn vnnd erdenn gewesenn, vertembt, bis vf den Grieß, vnnd seindt heut Johann Nordeck, Schultheis vonn Ziegennhain vnnd Scheltpach1 alhie annkommenn, Zwischenn der altenn fassung vnnd dem Saltzbronn, an vnnd bey dem stein, hat mann acht vnnd mehr starck Saltzadernn vfquellenn fundenn, die gut ann Irer substantz, sein probirt vnnd haltenn wie volgtt, habenn nit in Saltzbronn kommenn könnenn, dieweil das fas zu ennge, vnnd nit weit gnug gemacht gewest, Ein ader ann den Bretternn der vierecktenn fassung bey dem grossenn steine im gries, helt ein quart — 6.
lot 3 q̄z.2 thut zu einer Pfann —— 8 fuder 2 ohme 10 virtell, Die Saltzader Jegenn dem Berge, nach Hanns Mertins koth3 ist sehre starck, helt ein quart — 5½ lot, thut zu einer Pfann —— 10 fuder 2 Ohm 7 quart.
Freitagk den 13. Junij die Bretter der vierecktigenn1 fassung gerings vmb den Saltzbronn aller bis eines fus hoch vber dem gries abhauwenn, vnnd zwey bretter dauonn aus dem gries ziehenn lassenn, zusehenn wie tieff die im grunde stundenn, hat mann funden, das die eines gutenn werckschuchs tieffer, dann die schwellenn am Saltzbronn liegenn, stehenn, Soll mann also stehenn, vnnd den Tam am Saltzbronn vffm kies liegenn lassenn, bis der grundt zur neuenn fassung gemacht ist, Zwischenn dem Saltzbronn vnnd der altenn fassung nach der stadt zu, hat mann kein sonnder Saltz adern oder vfquellenn fundenn, dann ein starck quell von vnntenn vf, ist eyttell wildt wasser, Da aber der Zinnflus2 Inn dem Saltzbronn ist, hat man zwischenn zweyenn kalcksteinenn ein grosse starcke quelle fundenn, Ist vermennget mit sohle, Da aber der Saltzbronn geöst, wardt die lautter wildt wasser, vnnd thut dem Saltzbronn den schadenn, der soll furter nach gehaltenem Rath nachgesucht werden,
Sambstagk den 14. Junij seindt die Pfenner in grosser anntzahl morgenns zu 6. vhrnn bey den Saltzbron ganngenn, vf den grundt gestiegenn, vnnd mit vnns einmutigk geschlossenn, das das viereckigk1 getemme, vnnd die stumpffe vonn den Bretternn vollenn2 sollenn ausbracht werdenn, das ist also geschehenn, darnach der bornn geöst, da hat mann eigenntlich geschmackt, das der Zinnflus eytell lauter wilt wasser, dann wann der Saltzbronn gestiegenn, so hat sich der Zinnflus als baldt mit der sohl vermischt, [gestrichen:
d] Wann aber der Saltz bronn vf den gries ausgezogenn wirdt, so hat der Zinnflus eittell wilt wasser geschmackt, vnnd dieweil die Pfenner starck da gewest, hat mann sich verglichen das sie ein ausschos aus Ihnenn machenn, wolten wir vnns als morgenn mit Ihnenn vnterredenn, vnnd samptlich rathschlagenn, wie dem werck geholffenn werdenn möchte, Ist also geschlossenn, vnd das wir morgenn Sonntags frue zu funff vhrenn im augennschein, wieder beysammen sein woltenn,
Diese wochenn seindt gesottenn ——— 115 werck, Sonntags den 15. Junij Morgenns zu funff vhrenn ist der Pfenner ausschos beim Saltzbronn erschienenn, Nemblich her Wilhelm Prediger Dechannt1 zu Heiligennstadt, Johann Schaffnit der Elter, Johann Wiedennstein3, Thias Thorey2, Johann Schaffnit der Junger, Bernnhardt vnnd Hanns v Wallis4, Vnndt vonn Werckleutenn, vnnd Werckverstenndigenn der Baumeister vonn Ziegennhain, Hanns Scheltpach, Jacob vnnd Gall Richter, zwene Zimmerman, Meister Hanns v Wetzell5, vnnd Meister Hans Lichtenaw, Habenn vnns vnterredt, das werck besichtigt, vnnd berathschlagt, Wie vnnd durch was mittell könnte oder möchte der Zinnflus der Wildenn quell, gefast, vom Saltzbronn bracht, vnnd in die abzucht gefurt werdenn, Vnnd ist nach gehabtter vmbfrage, vnd der werckleute genommen bedacht, geschlossen, vnd einmutig beiderseits bewilligt,
Das in der abzucht ann der altenn fassung, gleich Jegen der Wildenn quell, da mann anngefanngenn zu senken, vollennt zu stundt Ingesennkenn soll, so tieff die noturfft erfordert, damit mann sehenn könne, ob sich der Wilde quell daselbst ereugenn1, vnnd auch wie tieff die alte fassung im grunde des gries Ingesenckt vnnd gesetzt sey, darnach mann sich mit der neuen fassung, vnnd sonnst mit verordenung der wildenn quell zurichtenn hatt.
Vnnd dieweil es heut Sonntagk vnnd die sennker zu Apteroda2 sein, So soll Gall Richtter die zwene sennker so mehermahls alhier gewesenn, morgenn frue hier bringenn, vnnd gleich vnter sich sennkenn lassenn so tieff vnnd weidt, wie das vonnötenn sein will Vnnd da mann daselbst den Zinnflus wildt wassers findet, vnnd der nit selbst in der abzucht Inns gewelbe fliessenn wolt, So were besser vnnd nutzlicher, den vier oder funff schue mit sompenn zuhebenn, dann souiel holtz zuuersiedenn,
Vnnd soll das Senncken zwischenn hie vnnd Donnerstags geschehenn, dabey sollenn sein Johann Nordeck1[?], Valtin Schuldt, Scheltpach, Wiedennstein2[?], Thias Thorey, vnnd Gall Richtter, Vnnd sollenn die verordenntenn nehist Donnerstags aller wieder zum Bodenn bey einannder sein, Montags den 16.
dinstags den 17. } Junij Mitwochenn den 18. Habenn die Senncker vom Bergkwergk, auswenndig der altenn fassung in der abzucht, vnter dem drittenn Lichtloch zugesenckt, vnnd stehet die alte fassung sehr tieff, Habenn aber des Verrwassers3[?] halbenn nit vnter sich kommenn könnenn, Darumb ist solcher Schacht wieder zugefult, darnach habenn sie allenn Schlam vf den Kreß oder gries vmb den Saltzbronn zwischenn der altenn fassung vnnd dem Saltzbronn ausgehaspelt.
Unsichere Lesungen
Z. 2: Nordeck — Name, Anfangsbuchstabe unsicher
Z. 3: Wiedennstein — Anfangsbuchstabe W/R unsicher
Da hat mann die Wilde Wasserquell oder ader benebenn dem Saltzbronn gegenn dem drittenn Lichtloch starck fundenn, Vnnd damit die vom Saltzbronn bracht vnnd abgesondert wurde, Hat mann ann der Wilden quell her starck Bolenn in einannder gespundt funff schue tieff Inrammenn lassenn, also das dieselbe quelle allein fleust, wirdt mann furter besser fassenn, das die mit zu den gutenn adernn in Saltzbronn kommen kann, Donnerstags den 19.
Junij Ist der Saltzbronn geöst1, vnd hat mann gesehenn, dieweil die wilde quell gesondert das der Zuflus im fasse des Saltzbronns nit so starck wie zuvor gewesenn, Vnnd seindt die verordenten heut wieder beyeinander annkommenn zum Bodenn, Freytags den 20.
Junij ist geschlossenn, das der Zimmermann die neue fassung weitter machenn, vnd noch vier Seulenn, zu den sechzehenn seuln Inschiessen soll, also reicht dieselbige fassung vf vier schue nahe ann die alte fassung, vnnd soll die abezucht
darzwischenn Inn den vier schuenn weit gerings Innwenndigk vmbher gehenn, Sambstags den 21 Junij hat der Zimmermann die abreissung gemacht, wie das werck gefast werdenn soll, das er dann also fertigenn soll, Vnnd mögenn die verordenntenn zu Hause ziehenn, bis das sie wieder beschriebenn werdenn, Vnnd soll Lichtenaw Sechzigk wagenn holtz, Vnnd Beylstein1 vierzigk Krombling2[?] furenn, Diese wochenn seindt gesottenn ——— 122 werck Vnnd habenn die Böder bekanndt, das sie in sechzehen stundenn zulassenn vnnd Saltz machenn, Wie wir das warhafftig fundenn habenn, Sonntags den 22 Montags den 23.
Diese wochenn seindt gesottenn ——— 124 werck, Sonntags den 29 } Junij Montags den 30. dinstags den 1 Mitwochenn den 2 } Julij Zimmerleut vnd thonDonnerstags den 3 greber gearbeit vnnd Freytags den 4.
Ire arbeit alle fertig geSambstags den 5 macht, Diese wochenn seindt gesottenn ——— 128 werck, Vnnd ist den erstenn Julij gelegennheit des Saltzwercks vnnserm gnedigenn furstenn vnd herrnn annzutragenn1, Reinhardt Abeln2 Pfennigmeisternn Bericht geschehenn, also.
Mein freundtlich dienst, vnnd alles guts zuvor Erbar vnnd achtpar besonnders guter freundt, Euer mir Jungst gethann schreibenn, am dato den 143 Aprilis des Jars haltenndt, das Saltzwerck betreffenndt, Hab ich alles Innhalts verlesenn, vnnd ist vermöge derselbigenn Johann Nordeck4[?] am Mülewerck
seligenn stadt, aber Itzo erst in acht tagenn, vf mein stetigs annhaltenn, vf ewer schrifft verordenet, wirdt vnnbeschwert sein, allenn muglichenn vleis annzukerenn, Vnnd damit Mein gnediger furst vnnd herr wiße, wie es Itzo mit dem Baw am Saltzbronn stehe, So will Ich Euch nit verhaltenn, das vonn wegenn Sfgl.
Zu solchenn Baw Hermann vonn Hundelshausenn, Johan Nordeck1[?] vnnd Valtin Schuldt, nebenn mir, vnnd dan etliche vonn der Pfenner wegenn verordennt sein, Habenn nun darann Inn die zehennde wochenn arbeiten lassenn, vnnd Gott lob den schadenn fundenn, das ein starcke quell vnnd wilde wasser ader vnnder dem Sam2[?] Inn Saltzbronn gebrochenn, die habenn wir abgesondert, Vnnd da die Böder vormahls dreyssigk stunde ann einer Pfann Saltz gesottenn, da siedenn sie Itzo nit lennger denn Sechzehenn stundt, vnnd hoffen noch mehr besserung, Wirdt ein mercklichs ann holtz erspartenn, vnnd Zutragenn, zu dem habenn wir noch zehenn oder zwölff guter Saltzadernn im
Sam1[?] fundenn, die vormahls im Saltzbronn nit gewesen sein, Vnnd werdenn die Zimmerleut, der wir Itzo achtzehenn ann der arbeit habenn, diese wochen fertigk, das wir alle gute Saltzadernn fassenn, vnnd die wilden quell davonn bringenn wöllenn, das Gott lob, nunmehr kein zweiuell oder gefahr darbey ist, dann wir wollenn mit Gottes hulff, Erger, besser, vnd nit vbell erger machenn, damit ihr auch Hochgedachtenn mein gnedigenn furstenn vnnd Hernn, dester besser berichtenn könnt, So schick ich euch Innliegennde abgerissenn, Wie die newe fassung gemacht, vnnd das alte fas ganntz hinwegk gethann werdenn soll, dann vnter den schwellenn des alten fasses quellenn die bestenn Saltzadernn, Vnnd habenn in vorigenn Zeitenn die altenn das Itzige fass darumb so enge gemacht, das vielleicht sie nitt mehr Sohl habenn wollenn, Was vhrsach ist leichtlich zuerachtenn, aber wir habenn im Erdreich, ein alte fassung, funffzehenn schue weidt, gerings vmb den Itzigenn Saltzbronn fundenn, da
vonn kein mennsch gewust, auch der Pfenner Buch davonn nichts meldet, das mann Itzo bessern grunde im Saltzbronn, vnnd darumb hero, dieweil wir solchs mit Pompenn haltenn vnnd ausösenn könnenn, trockenn gehenn könnenn, vnnd ist so gros siedenn Itzo in zeit des Baues als vor nie gewest, gemeinlich die wochenn Hundert vnnd etlich Pfannenn saltzes werdenn gesottenn, also das kein werck des Baues halben verseumpt wordenn, vnnd dieweil diese newe fassung nun vonn wegenn Sfgl.
vnnd derselbenn Erbenn desto weniger heraus bringenn, Solches wolt ich euch vor ein gute botschafft, meinem gnedigenn furstenn vnnd herrnn annzuzeigenn, guter meinung nit verhaltenn, vnnd wolt Gott der almechtigk, das ihr mir wiederumb die erledigung Sfgl.
Julij Anno 50. E. W.2 Jobst Berber3[?] vom Hombergk Saltzgreue zum Bodenn, An Reinhardt Abeln Pfennigmeisternn, Sonntags den Sechstenn Julij darauff nachvolgende anntwort Innkommenn, ann Johann Nordecken4[?], vnnd Jost Berbernn5[?], beide Saltzgreuenn zum Boden, Mein ganntz geflissenn, willig diennste, vnnd alles guts zuvornn, Hochachtparnn, Gunstige liebe Hern, Was ihr beide des Saltzbronns halbenn zu Allenndorff im Bodenn, mir geschriebenn, Hab Ich zu hanndenn bekommenn, vnnd alles meinem gnedigenn furstenn vnnd herrnn anngezeigt, darab dann Sfgl.
euch vertrawenn, Wo auch muglich sollet ihr darann sein, dieweil die sohl gebessert, vnnd mehr dann zuvor vor augenn, auch die Böder Itzo ein werck in — 16.
stundenn, da sie zuvor — 30 gehabt, ab siedenn könntenn, das noch ein Pfann Itzo mehr dann zuvor gesottenn, vnnd aus bereitet werdenn müge, Welches Ich euch zur wideranntwort eröffnenn sollen, denenn ich mit meinem geringenn vermügenn alzeit zudienenn gutwilligk, Datum Mecheln denn 10.
Julij Anno 50. E. A. W.1 Reinhardt Abell Pfst2[?] Montags den 7 Julij seindt die verordenntenn Bawherrnn zum Bodenn aller beyeinannder wiederumb annkommenn, annzufahenn das new werck zusetzenn, dinstags den 8 Julij hat mann den gries vnnd den Saltzbronn hero verglichenn, vnnd ausgezogenn, vnd habenn hart am Saltzbronn, noch ein starcke quell wilt wassers fundenn, die auch vnnter den schwellen
des altenn fasses in Saltzbronn geflossenn, Hatt mann das alte fas daselbst verstopfft, den Saltzbron ganntz trockenn geöst, vnnd fundenn, das der erste Innflus ganntz gering wordenn, Mus dieselbe quell auch gefast, vnnd vom Saltzbronn bracht werdenn, Vnnd habenn etlich beglaubte Böder bekenndt, das sie Itzo vber — 14 stunde nit siedenn, so siht man auch Itzo augennscheinlich am siedenn, am zulassenn, vnnd das viel holtz ersparet wirdt, Darumb haben wir heut die Sohl im saltzbronn probirt, vnnd helt zu einer Pfann Neun fuder, vnnd ist die Sohl in hundert vnnd mehr Jarenn nie so gut vnnd gesundert gewest, wie Itzo Gotlob, Es ist auch heut das newe werck vf den Saltzbronn gefurt, der grundt zur schwellenn zugerichtt, vnnd anngefangenn wordenn, die fassung zusetzenn, vnnd geschlossenn, das die newenn schwelnn, eins schuchs tieffer in gries gesenckt, dann die schwellen am fas des Itzigenn Borns liegenn, Mitwochenn den 9.
schue weit Pfele vnnd Bolenn Inngeschlagenn, zusehenn wie tieff die alte fassung gesetzt sey, Hat man funden, das die alte fassung vier schue tieffer im gries stehett, dann der Itzige alte Saltzbronn, Es ist aber das wilde wasser so gewaltig vnnd starck kommenn, das das loch vnterm vffm1 gries, da die alte fassung wendet, mit Thonn verrennet, vnnd darauf wieder zu stundt mit Gries zugefult wordenn, Heut ist der Lanndtvogt zum Bodenn annkommenn, vnnd die nacht alda verharret, Hat den Baw vnnd alle ding besichtiget, vnnd gerathenn, mit tieffer zusenckenn, noch zusuchenn, Inn zwölff vnnd dreyzehenn stundenn, habenn die Böder diese nacht gemeinlich zugelassenn, wie Hans Kremer der Sohlmeister offenntlich bekanndt.
Donnerstags den 10. Julij hat Meister Hanns der Zimmermann, die schwellenn zur newenn fassung gelegt, vier schue weit, vonn der eussersten altenn fassung, vnnd so tieff wie Itzo der Bodenn vnnd grundt im altenn Saltzbronn ist nach der schradt2[?] wegenn, vnnd nach der Wasser wegenn, Inn der Runde ganntz
gleich gelegt, bis ann die newenn gefundenenn Saltzädernn, Vnnd vnter den schwellenn hatt mann zu erst Moß1[?], darin aschen vnnd sanndt geschut, darauf aus vnnd Innwenndigk ann den schwellenn grobenn Kies gethann, vnnd den grabenn darin die schwellenn gelegt, damit wieder zugefult, vnnd hat mann mit den Pompenn die Sohl aus dem Saltzbronn, vnnd alles wasser was auswenndigk vmb den Saltzbronn, vnnd durch die altte fassung oder sonnst kommenn ist, alles ausgeöst, das mann trockenn hat hanndelnn, vnnd darin gehenn könnenn, Ist auch mit hartenn Kies wiederumb gefult vnnd verglichenn, Mann hat auch in ausösung des Lochs ann der altenn fassung fundenn, das vnter dem hartenn gries ein kleiner schwartzer triebsanndt gewesenn, Dadurch wir den grundt zuerfahrenn, mit einem langenn Eisernn Börer, Inn die funff schue tieff vnter das loch geboret, aber nichts dann sanndt vnd viel waßers gespüert, das keins wegs zurathenn,
Freytags den 11. Julij seindt dreyzehenn lannger seulenn Inn die Schwellenn, der seindt auch dreyzehenn stucke wohl in einannder vernagelt vnnd Inngeraumbt1[?] gesetzt, darin die Riegell vnnd bretter Inngeschnittenn, also das Jedes breth Inn beide seulenn Inngesenncket vnnd wohl vernagelt wordenn, vnd ist Jede sauhl achtzehenn schue lanng, stehenn vnnten Inn den Schwellenn Inngezapfft, vernagelt, habenn obenn in die mures2[?] verbundenn vnnd vernagelt, vnnd darzwischenn zwene Riegell gleich darin getheilt, vnnd dann die bretter zwischenn den Riegell wohl vf einannder gefugt.
Vnnd ist heut das alte eußerste fas vom neuen gestrebt, wie dieselbenn strebenn ganntz Innwenndigk daran gespont vnnd vernagelt, sollenn fur vnnd fur bleiben, vnnd Itzo die erstenn strebenn wederumb abgethan wordenn, damit die neue fassung vngehindert derselben könnt gefertigt werdenn.
Sambstags den 12 Julij hat Meister hanns der Zimmermann die neuenn strebenn vollennt aller gefertiget, vnnd mit Irenn tragenndenn kropffenn, an des altenn eußerstenn fasses seuhlen genagelt, darnach in die seuhlenn der neuenn fassung die bretter vnnd Riegell vonn obenn herab zwerch vber mehrertheils Innbracht, Vnnd habenn heut die Herrnn abermahls den Saltzbronn ganntz truckenn ausösenn lassenn, das man mit hohenn schuenn truckenn darin ganngenn, vnd die Saltzadernn darin Jede in sonnderheit schmacken könnenn, darnach die zwo wildenn quellenn, so sich mit sohl vermischt, vnnd zuuor ganntz wild wasser warenn, außerhalb vnnd hart am Itzigenn Saltzbronn nebenn adernn, nach dem ort zu, da hieuor die schwenngell gestanndenn habenn auch ausgeschöpfft vnnd noch fundenn, das sie vermengt vnnd nit so gut als die im Saltzbronn.
gemacht werdenn soll, das solche beiden quelnn daraus kömenn gelassenn, vnnd sonnderlich allein gefast, vnnd vertennet werdenn, Darumb müssenn die Solenn1[?], so darnebenn Inngeraumbt, ganntz tieff Inngetriebenn, oder abgehauenn werdenn, das sie ann solcher fassung nit hindernn, kan mann die nach gehalter proba nutzlich brauchenn, oder da mann der noturfftigk, so that mann die, Will mann aber die nit brauchenn, so magk mann die stiegenn, vnnd Inns gewelbe fliessenn lassenn, Bedennkenn2[?] der Verordentenn ist in Rath beschlossenn, das mann aus allerley vhrsachenn halbenn bey diesen Itzigenn arbeiternn bleibenn, vnnd keine vonn Cassell weitter hier fordernn soll, Da es aber ann Person, oder arbeiternn manngell wurde, So soll mann die Söder, dieweil die in keine frembde gehenn durffenn, vmb einannder, vnnd wer sonnst ankömpt, aus diesem Lannde, vmb den taglohnn wie der Itzo gegeben wirdt, arbeitenn lassenn, Mitt zurichtung des Osegezeugs3[?] der pompenn, ventil,
stanngenn vnnd annders, habenn die Herrnn beuolenn, dasselbe alles duppell zuzurichtenn, vnnd sollenn zustunde zum ösenn vier neue Rörenn gesetzt werdenn, wie Christoffernn dem Saltzwartenn, vnnd dem Zimmermann anngezeigtt, vnnd sie vnterricht sein, vnnd sollenn daran nichts manngelnn lassenn, damit wann das alte Saltzbronn fas abgebrochenn wurdet, das mann als dan alle Sohl vnnd wasser, ganntz vnnd gar ausösenn könne, Weitter Vertagung vnnd Abschiedt.
Vff schierstenn donnerstagk den 17. Julij sollenn vnnd wollenn die Herrnn wiederumb bey einannder zum Bodenn ankommenn, außerhalb Valtin Schuldt, dieweil der zu Saltza sein mus, vnnd mitler zeit soll der Zimmermann das Itzige neue faß im Zirckell vollennt fertigenn, so soll die abzucht Innwenndigk vnnd auswenndigk so weit die strebenn des neuenn fasses darin reichen werdenn, genntzlich bis vf den gries ausgefurt werden.
Damit der Zimmermann solch neu werck vollent könne setzenn, vnnd fertigenn, vnnd darbey soll mann vleissigk annhaltenn, vnnd zusehenn, das auch der Zimmermann den Bergk, die Bodenn, vnnd was sonnst die noturfft erfordert, gnugsamb vnterschlage, vnnd dermassenn versehe, das kein schade oder nachteil enndtstehe.
Darnach soll das alte fas des Itzigenn Saltzbronns gantz vnnd gar ausgezogenn, die Saltzadernn darin vnnd vnnter den Schwellenn besichtiget, versucht, vnnd probirt werdenn, vnnd darnach zuberathschlagen, wie die Innerste neue fassung des neuenn Saltzbrons am aller nutzlichstenn vnnd bestenn, könne oder müge zugericht vnnd gefertigt werdenn, Mehr Bauholtz zubestellenn, Ist mit dem Lanndtknecht zu Beylstein geredt, soll nechst Mitwochen dreissigk fuder, so am Kauffunger walde, vnnd Wolffberge gefelt vnnd beschlagenn, gewißlich herfurenn lassenn, soll vf Jede fuhr — 6½ alb.
gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, vnnd gemeiner Pfenner, auch vermuge der altenn Constitution, aus Iren weldenn, zum Bau des Saltzbronns, wie sie schuldigk sein, zimblich notturfft Bauholtz verordtnenn, vnnd zulassenn, Ist Irenn verordentenn anngezeigt, Wollenn solches hinder sich bringen, vnnd versehenn sich, es werde darann kein manngell sein, Doch mus solchs in nechstkunfftigenn gutenn Wedell, vnnd altenn Mone gefelt werden, Dann vonn wegenn ffgl.
zu solchem Bau Inn die —1 stuck holtzes gros vnnd klein, alhier verschafft sein, Vff diese neue gebeue sollenn zu ausbringung der Sohl, keine pompenn oder kunste gesetzt werdenn, Sonndernn ist vor nutzlich vnnd gut anngesehenn, das mann die Sohl daraus in einer Rennenn wohl verdeckt, durch den Tam in ein kubenn, das außerhalb der altenn fassung, nach der Stadt zu, etwas tiefer dann die fassung des neuenn Saltzbronns Inngesennckt, wohl verrampt, vnnd verwart, daraus
die Sohl zum siedenn zulanngenn, Will sich dann darzu das Itzige fas des Saltzbronns vf das kuben zusetzenn schickenn, So hat mann das zugebrauche, vnnd darauf zusetzenn, wo nit, so soll mann das vom neuenn nach notturfft machenn, vnnd setzenn lassenn, damit der neue Saltzbronn aller dinge zugebauet, wohl verwart, vnnd vnbeschwert bleibenn könne, Diese wochenn seindt gesottenn ————— 110 werck Sonntags den 13.
Mitwochenn 16. } Julij Donnerstags den 17. Freytags den 18. Sambstags den 19. Julij Ist die abzucht aller ausgefurt, bis vf den gries, vnnd hat der Zimmermann die eußerste alte fassung in den viertenn Schuch abge
schnittenn, vnnd gerings vmbhero, obenn mit neuen Pinstenn1[?] Inngezapfft, vnnd auch wo vonnötenn, mit bretternn gebessert, vnnd wohl verfast, darnach die schwelnn ann der neuenn fassung so sich strebenn, bis die helfft ann die abzucht, vnnter den vmbganng zu grunde gleich nach der wegenn gelegt, die Riegell vnnd bretter Inn Jedes feldt, zwischenn zweienn seuhlenn Inngeschlossenn, vnnd obenn versimpst, das also dieselbe neue fassung Inn Zirckell, vnnd was in die abzucht reicht, diese wochenn gefertigt ist, Vnnd ist der neuen gefundenn Saltzadernn halbenn, so sich hart ann der altenn fassung ereugt, nach der kirchenn vnnd dem Berge zu, damit die auch in rechtenn Saltzbronn kommenn, mitgefast werden, diese fassung nit ganntz in Zirckell, sonndernn gestrebt, hinter die alte fassung bis in den vmbganngk der abzucht gesetzt wordenn, Hat zusammenn — 24.
Diese wochenn seindt gesottenn ————— 134 werck Sonntags den 20 Julij gefeyrt, vnnd habenn die Hern die Wochenn vnnd amptsrechnung vom Bau vnnd Saltzwerck gehört, vnnd vnterschriebenn, vnnd nach dem die Renne vnnter dem Tam im Sohlgrabenn, da die oberste brucke sein soll, verstopfft vnnd verschlempt, das sich das wasser gestauet, vnnd kein Sohl vorm Gewelbe gehabt hat, Ist dieselbe Renn vfgeraumbt, vnnd der fall vorm Gewelbe wieder erlanngt.
Darumb notwenndigk vnnd fur gut anngesehenn, das als balde muglich, daselbst hin die vierte steinenn bruckenn vber den Sohlgrabenn also gemacht werdenn soll, das mann in Zeit der fludt, eine Schleuße oder Schosgatternn, wie ann einem tische dauonn zuschiessenn, vnnd das wasser was durchs gewelbe kömpt, die zeit der fludt mit pompenn haltenn könne, Damit die Werra oder wilt wasser sich nit in Saltzbronn staue, noch denn neuenn Beuenn schadenn thue, vnnd sollenn die fuhrleute in der Stadt, steine darzu zu
führenn, anngesprochenn werdenn, Montags den 21. Julij zu morgenn ist Valtin Schuldt wieder alhie ankommenn, hat meister hanns der Zimmermann die neue fassung wohl vernagelnn lassenn, vnnd den letztenn Rinck vf den seuhlenn in der abzucht auch Innbracht, vnnd habenn etliche Söderknechte gesagt, wo das siedenn vnnd sonnst die Winnung1[?], wie Itzo also bleibenn, woltenn sie keine Goltschmidde daruor sein, dann etliche bekenndt, das sie in 11.
stundenn zugelassenn habenn, Die vier pompenn, damit mann den Saltzbronn hatt Jederzeit ösenn könnenn, seindt heut wiederumb aus dem Saltzbronn gethann, darnach die vier alte seulenn, ann der altenn fassung, so der neuenn Saltzadernn halbenn, Itzo in die neue fassung bracht, vber den neuenn strebenn, Inn der mitte vom grunde in die höhe abgehauenn, vnnd daselbst mit neuenn Pinstenn2[?] gefast, dann dieselbenn seulen
obenn aus ganntz Morß vnnd baufelligk gewesenn, seindt aber vnntenn der neuenn strebenn halben stehenn bliebenn, So ist obenn die neue fassung auch Jegenn dem Berge gestrebt, Damit dieselbe fassung dem Berge dester besser halte, vnnd auch die strebenn dem Simbs1[?] vf der altenn fassung gleichformig werde, aber die altenn dielenn ann derselbenn eußersten fassung, zwischenn dennselbenn vier seuhlenn, seindt vffm gries abgehauenn, vnnd im grunde stehenn sie noch in den funfftenn schuch Inngeraumbt, Dinstagk den 22.
Julij ann der altenn fassung vollennt obenn gesimbst, vnnd ist die alte fassung abzucht hinder der neuenn fassung Jegenn dem Berge, vnntenn vfm gries mit aschenn zimblich tieff vnnd vnnder der Schwellenn mit Moß gefult, Darnach vf die aschenn ein Tam vonn gutem wohlgemachtenn vnnd bereitetenn Thonn, sechs schue hoch hart vf einannder geschlagenn, dauonn das wilde wasser, vnnd alles Innfallenndt wasser, Inn das gewelbe fliessenn könne.
Mitwochenn den 23 Julij ein neues Osegezeugk1[?] vonn dreyenn köpffernn Rörenn gesetzt, zum weildenn wasser dasselbe zeucht vnnd helt solchs alles wohl, das mann allennthalbenn truckenn handeln vnnd wanndernn kann.
Denselbenn morgenn berathschlagt, vnnd einmutigk geschlossenn, das die Innerste neue fassung, so der rechte Saltzbronn sein soll, vfs aller furderlichst, wie mann sich verglichenn, vnnd das muster dauonn ausweiset, viereckig zugericht, vnnd gefertigt werdenn, also das die seuhlenn der Itzigenn erstenn neuenn fassung, oben in der höhe gleich, vnnd drey schue weit, vonn einannder, vnnd vonn vnntenn heran, darzwischenn halb lannge seuhlenn, darin derselbenn lennge gleich der geschnittenn eichenn dielenn Inn drey Zolle dick, Inn die höhe vom grunde des kies zwelff schue hoch herauff in beide seuhlenn, Jeder zweyer finger breit, Inngesenfft, darauff wohl verriegelt, vnnd dann vonn obenn herab zwerch vber dielenn vnnd bretter Inngeschlossenn Inn zwo seuhlenn,
die die höhe habenn, vnnd das alwege die dritte seuhlenn in der mitte halb so hoch sey, vnnd so ganntz aus die neue fassung, vnnd sollenn zwischenn den beiden hohenn seuhlenn, so vngefehrlich drey schue weit von einannder sein, vnnd dann darzwischenn die halbe seuhle Inn die lennge, wie ann der Itzigenn erstenn neuenn fassung, die Bretter wohl vfeinannder verfuget werdenn, Darnach dieselbe fassung ebenn wol vnnd vfs vleissigst zufastenn, vnnd mit starckenn Rimbsenn vnnterlegenn1[?], Vnnd zusolcher arbeit sollenn die dielennschneider, so wir vom Eichsfelde habenn hier holenn lassenn, sauiel eichenn höltzer schneidenn, wie Meister Hanns der zimmermann Ihnenn anngibt, vnnd von nötenn sein, So habenn die Herrnn mit denselben Schnitternn gedingt, das mann Ihnenn alwege von vier ehlenn eins schnidts einenn Margenn grosch zuschneidenn gebenn soll, So sollenn die zwo neben adernn ausserhalb, vnnd ann dem Itzigenn altenn Saltzbronn Jede insonnderheit mit Holtzwerck gefast
werdenn, also das die in die höhe steigenn, vnnd Ihrenn ausflus habenn könnenn, So mann dann der bedarff, oder notturfftigk were, kömt man die brauchenn, So nit, so möcht mann dieselben Inns gewelbe weisenn, vnnd hinlauffenn lassenn, vnd zu solcher fassung der zweyer nebenn adernn, wollen die beide Burgermeister Wiedennstein, vnnd Gerrÿ1[?] Heut dem zimmermann aus der Stadt Allenndorf gehöltze.
Julij hat der zimmermann den stuel vnnd gerüste zu ausbringung der sohl verruckt, vnnd dermassenn gefast, das mann das fas des altenn Saltzbronns könnt heraus lanngenn, Freytags den 25 Julij, vnnd Sambstags den 26.
das alte fas mit seulenn vnnd schwellenn ganntz heraus gelanngt, Darnach vier Pompenn zum Ösen, nebenn die zwo Rörenn, damit mann sohle zum siedenn lanngt, gesetzt vf die mitte der Saltzadern
vnnd dieselbenn aller Jegenn2 abendt geöst, hat mann Jede ader Innsonnderheit geschmackt, vnnd nachmals die wilde ader oder quelle, so sich nebenn dem altenn fasse zuuor erzeugt, auch allein geschmackt, Ist noch wie lautter wilt wasser gewesenn, darauf der zimmermann beuohlenn, die allein zufassenn, vnnd ist vns den Saltzgreuenn, heut volgennde schrifft vonn den Rethenn zukommenn, Dem Erbarnn vnsernn Besonndernn gutenn freundenn, Johann Vorderkenn1[?] vnd Josten Berkernn Saltzgreuenn, Vnser freundtlich dienst zuuor Erbarnn besonndere gute freunde, Es ist vnsernn gnedigenn furstenn vnd herrnn Lanndtgraff Philipsenn zu Hessenn anngelanngt wordenn, Es solle die Sohl des Saltzbronns zu Allenndorff etwas reicher wordenn sein, also das mann nue furter wiederumb sfgl.
wie ihr ab Innliegennder Copey, die ihr bey euch in vertrauenn bleibenn lassenn wollet, zusehenn habt, Welchs wir euch also vf beuelch hochgedachts vnsers G.
F. vnnd Herrnn nicht wollenn verhaltenn das dermassenn wie sfgl. begerenn zuuerordenen, vnnd ihr thut hierann sfgl meynung, vnnd wir seindt euch freundtlichenn zuertzeigenn geneigt, Datum Cassell am 24.
Das der Saltzbronn wohlgebauet höre Ich gernne, Wollet vf solch Saltzwergk gut vfsehenn haben, das recht mit gehanndelt vnnd vmbgangen werde, vnnd gut rechnung haltenn lassenn, vnnd dieweil die sohl so gut, so laht die vorigenn Bothe vnnd SaltzPfannenn auch siedenn, das meiner Pfannen wieder
viertzigk siedenn, dann ihr seindt etlich abgestelt, vmb der geringer sohl willenn, Dieweil sich die nun bessert, laht sie wieder aufrichtenn, Solt in alwege die — 40.
G. vnnd E. ann vnns Jungst gethann schreibenn, mit Inngeschlossener Copien vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn meinung, die dinge dermassenn vffm Saltzwercke, wie Irf.