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Aufbau des Werks.
Der Dritte Appendix. Zu wissen: Ein Fuder Allendorfer Maß hat —— 6 Ohm oder — 720 Quart. Ein Ohm —— 120 Quart oder 20 Viertel.
Eine Pfanne gutes trockenes Salz soll wiegen —— 1240 Pfund, oder ein Achtel —— 155 Pfund.
Eine Pfanne hat: Pfund —— 1240, Lot —— 39 680, Quentchen —— 158 720.
Der Dritte Appendix. Des seligen Christoff Homberg Bedenken wegen der Sole.
Obwohl die Bodemeister in Sooden sagen, je trockener die Zeit sei, desto besser sei die Sole in allen Bothen, so habe ich doch, nachdem ich Anno 49 angefangen habe und gelernt habe, die Sole mit der kleinen Probe zu prüfen, und auf diese Sache und darauf, wie sich der Brunnen in seinem Quellen zeigt, sowie auf andere Wahrzeichen mehr achtgegeben habe, mit der Zeit gerade das Gegenteil gefunden.
Und ich kann nicht anders sagen, als: je nasser das Jahr, desto besser und mehr Sole ist da, besonders im Frühling; dagegen: je trockener die Jahre sind, desto geringer und weniger wird die Sole, besonders im Herbst und um Martini.
Der Dritte Appendix. Probiertäfelchen, vom seligen Christoff Homberg aufgestellt, worin sich findet, wie viel Sole zu jeder Zeit auf eine ganze Pfanne Salz gehört. Wenn in der kleinen Probe ein Quart hält —, so kommt auf eine Pfanne —.
Tabelle der Handschrift, S. 678
Unlinierte Spaltentabelle; Werte in Federzeichen. Nach jeder Quenten-Angabe ein waagerechter Füllstrich bis zur Füder-Spalte; die halben Quenten-Zeilen sind ohne Werte (nur Strich). Zwischen dem 3-Lot- und dem 4-Lot-Block steht die Zwischenzeile 'So kompt vff ein Pfann' (Zeile 8). Brüche als 'ganze Zaehler/Nenner'. Untere Seitenhälfte leer.
Fortsetzung des Probir-Täffleins (5 und 6 Lot), unliniert; nach jeder Quenten-Angabe ein Füllstrich, halbe Quenten ohne Werte. Zwischenzeile 'So kömpt vff ein Pfann' (Zeile 8). Brüche als 'ganze Zaehler/Nenner'; '118 2/21' in der Vorlage mit Abstand '1 18'. Untere Seitenhälfte leer.
Der Dritte Appendix. Wenn ein Quart hält —, so kommt auf eine Pfanne —.
Anmerkung: Was die halben Quentchen sind, steht bei Christoff Homberg nicht; ebenso die hinzugefügten Brüche — die habe ich hinzugesetzt.
Anmerkung: Aus einem alten Zettel Christoff Hombergs, geschrieben Anno 48: Auf Nikolai hat ein Quart Sole gehalten —— 3½ Lot.
Tabelle der Handschrift, S. 680
Schluss des Probir-Täffleins (7 Lot, 8 Lot), unliniert; Füllstriche nach der Quenten-Angabe, halbe Quenten ohne Werte. Die Zwischenzeile 'So kömpt vf ein Pfan' steht hier klein auf dem Füllstrich der Zeile 7 Lot / 2 Quenten (Zeile 4). Brüche als 'ganze Zaehler/Nenner'.
Der Dritte Appendix. Anno 49: 3 Lot 3 Quentchen am Mittwoch nach Conversionis Pauli; 4 Lot 2 Quentchen den 18. Februar; 5 Lot den 28.
Anmerkung: Wenn 1 Quart 5 Lot Salz gibt, so ist eben das 18. Lot an Sole Salz, oder der 18. Teil ist gut.
Kleine Salzproben durch den seligen Christoff Homberg, Anno 1549. In diesem Jahr sind gesotten worden —— 4692 Pfannen. Um Ostern hat ein Quart gehalten —— 4 Lot; im Herbst nach Martini, als die Sole am allerschwächsten gewesen ist —— 3 Lot 1 Quentchen.
Anmerkung: Was aber die Sole vor dieser Zeit gehalten hat, ehe mein gnädiger Fürst und Herr die Bothe gebaut hat, und bis auf dieses Jahr 49, ist unbekannt; es hätten es denn die Pfänner aufgeschrieben.
Der Dritte Appendix. Anno 1550: gesotten — 5638 Pfannen.
Beim Brunnenbau, als die alten Gerinne und die Fassung des Brunnens herausgenommen, der Platz geräumt, die guten Adern zusammengebracht und das wilde Wasser gesondert ins Gewölbe zum Abfließen gehalten wurde, hat auf Visitationis Mariae, den 2. Juli, ein Quart gehalten —— 6 Lot.
Anmerkung: Und dies ist die Zeit, von der die Bodemeister rühmen, die Sole sei damals am besten gewesen; damals aber war noch nicht angeordnet, dass das Salz durch Roste gemessen werden musste.
Der Dritte Appendix. Anno 1551: gesotten —— 5785 Pfannen. Ein Quart Sole hat gehalten 7 Lot um Ostern — die Werra war Hochwasser gewesen; 6 Lot 1 Quentchen den 21. Juli. Im Herbst ist die Werra Hochwasser gewesen, deshalb ist nicht geprobt worden.
Anno 1552: gesotten —— 6254 Pfannen. 7 Lot um Ostern, 5½ Lot im Herbst — es war eine trockene Zeit.
Anmerkung: In diesem Jahr ist angeordnet worden, dass das Salz durch die Roste gemessen werden musste; darum haben die Bodemeister wieder angefangen, sich über die Brunnenbauten zu beklagen.
Der Dritte Appendix. Anno 1553: gesotten — 6460 Pfannen. 7 Lot um Ostern, 5½ Lot im Herbst.
Anno 1554: gesotten 6151 Pfannen. In diesem Jahr sind sowohl im Winter als auch im Sommer wenig Hochwasser gewesen. 6 Lot 1 Quentchen um Ostern, 5 Lot 1 Quentchen im Herbst — es war trockene Zeit.
Anno 1555: gesotten 5980 Pfannen. 7 Lot 1 Quentchen um Ostern. Es ist ein nasses Jahr gewesen, deshalb hat sich die Sole gut gehalten, und es ist nicht weiter geprobt worden.
Anno 1556: gesotten — 6767 Pfannen. 7½ Lot um Ostern — es ist viel Gewässer gewesen; 5½ Lot im Herbst — es ist ein trockener Sommer gefolgt.
Der Dritte Appendix. Anno 1557: gesotten ____ 6024 Pfannen. 7 Lot um Ostern, 5 Lot 1 Quentchen im Herbst. In diesem Jahr ist der Quellborn auf Michaelis vertrocknet und erst um Invocavit Anno 58 wiedergekommen.
Anno 1558: gesotten - 5953 Pfannen. In diesem Jahr sind Hochwasser und Feuchtigkeit spät, erst nach Ostern gekommen; ein Quart hat gehalten 7 Lot um Pfingsten, 6 Lot im Herbst.
Der Dritte Appendix. Anno 1559: gesotten ____ 7020 Pfannen. 7 Lot nach Trinitatis; 6 Lot 1½ Quentchen den 13. Juli — Anmerkung: Da sind die unebenen Adern aus dem Brunnen gewiesen worden; 5 Lot 3 Quentchen um Michaelis; 5½ Lot um Martini. Der Quellborn ist im Monat August vertrocknet und erst nach Weihnachten Anno 60 wiedergekommen.
Anno 1560: gesotten 7656 Pfannen. Zu Anfang des Jahres sind viele Hochwasser gewesen, so dass die Sole von selbst wieder zugenommen hat und gehalten hat: 7 Lot den 7. Januar, 7 Lot 1 Quentchen um Ostern, 6½ Lot um Exaudi. Sodann sind viele Regenwetter eingefallen, so dass die Sole wieder zugenommen hat: 7 Lot den 10. August.
Anmerkung: In der folgenden Zeit ist Sole übrig gewesen, und es ist nicht deswegen, sondern wegen zu wenig Feuer zum Ausbringen Klage vorgefallen.
Der Dritte Appendix. Anno 1561: gesotten 8066 Pfannen. 7½ Lot um Ostern; 7 Lot 1 Quentchen den 19. Mai; 6 Lot 2½ Quentchen den 14. Juli; 6½ Lot den 16. August; 6 Lot ½ Quentchen den 20. Oktober; 6 Lot den 10. und 23. Dezember. Der Quellborn ist auf Luciae ganz ausgeblieben und oben zugefroren, aber am letzten Dezember, weil feuchtes Wetter gewesen ist, wiedergekommen.
Anno 1562: gesotten 7056 Pfannen. 6 Lot 1 Quentchen den 16. Januar; 7 Lot den 6. Februar; 6½ Lot den 23. Juni; 6 Lot den 22. Oktober; 6 Lot ½ Quentchen den 1. Dezember. In diesem Jahr ist der Quellborn — weil immer feuchtes Wetter gewesen ist — nicht vertrocknet, hat aber im Herbst kaum ein Drittel so stark gequollen wie um Ostern.
Der Dritte Appendix. Anno 1563: gesotten 7501 Pfannen. Es hat nicht sonderlich Hochwasser und Gewässer gegeben. 6 Lot 1 Quentchen und etwas mehr den 25. Januar; 7 Lot den 8. März; 6 Lot 1 Quentchen den 9. September; 6 Lot den 18. Dezember. In diesem Jahr ist der Quellborn auch nicht ganz vertrocknet, hat aber im November sehr gering gequollen.
Anno 1564: gesotten 7557 Pfannen. 6 Lot 1½ Quentchen den 13. Januar; 7 Lot der Brunnen den 23. März; 7 Lot 1 Quentchen die unebene Ader — obwohl diese zuvor, ehe der Brunnen zu Sumpf gehalten wurde, am Born stets um ein halbes Quentchen geringer gewesen ist als die Sole im Brunnen. 6 Lot der Brunnen, 6 Lot 1 Quentchen die Ader, den 27. September; 6½ Lot den 11. November. Und weil Sole genug vorhanden war und sie sich gebessert hatte, ist die Ader wieder abgewiesen worden.
Der Dritte Appendix. 7½ Lot der Brunnen, 7 Lot 3 Quentchen die Adern, den 20. Dezember. Der Quellborn ist in diesem Jahr nicht vertrocknet, hat aber Ende September nur zolldick geflossen.
Anno 1565: gesotten 7733 Pfannen. In diesem Winter sind große Hochwasser gewesen. 7½ Lot der Brunnen, 7 Lot 3 Quentchen die Ader, den 12. April; 6 Lot 3 Quentchen der Brunnen, 7 Lot die Adern, den 4. Juni; 6 Lot 1½ Quentchen der Brunnen den 28. August; 5 Lot 3½ Quentchen der Brunnen, 6 Lot ½ Quentchen die Adern, den 6. November; 6 Lot der Brunnen, 6 Lot 1 Quentchen die Adern, den 16. Dezember. Der Quellborn ist in diesem Jahr im Herbst etliche Zeit nicht ausgeflossen, bis ihm im Dezember das Regenwetter wieder geholfen hat.
Der Dritte Appendix. Christoff Hombergs Meinung und treue Warnung.
Weil es in diesem Jahr an Sole nicht gefehlt hat und gleichwohl die Sole am Gehalt geringer ist als in etlichen der vorigen Jahre, und weil der Brunnen immer zu Sumpf gehalten wird, besonders im Herbst, so ist zu besorgen, dass dieses tiefe Aufziehen dem Brunnen mit der Zeit Schaden bringt. Ursache: weil der Born tiefer in der Wasserwaage ausgezogen wird, als das wilde Wasser abfließt. Wie das leicht an der großen Nebenader zu bemerken ist, die in ihrem ersten gefassten Stand zu jeder Zeit gleich abfließt: denn ehe der Brunnen so tief zu Sumpf gezogen wurde, war diese Ader um ein halbes Quentchen geringer als die gemeine Sole im Brunnen; nun aber ist die Sole im Born um ein Quentchen geringer als die genannte Nebenader.
Der Dritte Appendix. Anno 1566: gesotten 7661 Pfannen. Dieses Jahr ist zu Anfang nass gewesen, und die Werra ist vor Invocavit zweimal Hochwasser gewesen; da hat die Sole gehalten: 6 Lot den 20. Januar; 7 Lot 1 Quentchen den 5. März; 7½ Lot den 20. April; 7 Lot 1 Quentchen der Brunnen, 7 Lot 2 Quentchen die Ader, den 30. Mai; 6 Lot 3 Quentchen der Brunnen den 6. Juli; 6 Lot der Brunnen, 6 Lot 1 Quentchen die Ader, den 26. August; 5 Lot 3 Quentchen der Brunnen, 6 Lot die Ader, den 28. September. So hat es auch gehalten den 30. Oktober und den 21. Dezember. Der Quellborn ist nach Martini ganz vertrocknet.
Der Dritte Appendix. Anno 1567: gesotten 7014 Pfannen. Dieses Jahr ist zu Anfang vor Esto mihi trocken gewesen, und die Sole hat gehalten: 5 Lot 3 Quentchen der Brunnen den 29. Januar und 16. Februar. Auf Esto mihi hat der Quellborn wieder oben ausgelaufen. 6 Lot und etwas mehr der Brunnen, 6 Lot die Adern, den 12. März; 6 Lot ½ Quentchen den 25. März; 5 Lot 3 Quentchen in Beisein meines gnädigen Fürsten und Herrn; 5 Lot 3 Quentchen damals, den 13. Mai, die grobe und die kleine Ader; 5 Lot 1½ Quentchen den 20. Juni; 5 Lot 1 Quentchen den 12. Juli und 15. Juli, und die unebene Ader hält — 5 Lot 1½ Quentchen.
Bis hierher hat der selige Christoff Homberg geprobt; er ist am — August in Gott verschieden. Die folgenden Proben sind durch den Salzgrafen,
Der Dritte Appendix. den Bornmeister und mich vorgenommen worden. 5 Lot 1½ Quentchen der Brunnen, 5 Lot 1 Quentchen die Adern, den 30. August.
Den 16. September — nachdem ich am 9. zu Sooden eingetroffen und mein Amt angetreten hatte — probten der Salzgraf, Venandt und ich die Sole; sie hielt 5 Lot 1½ Quentchen der Brunnen und auch die Ader. 5 Lot der Brunnen, 5 Lot 1½ Quentchen die Ader, den 25. September; 5 Lot 1 Quentchen Brunnen und Ader den 27. Oktober; 5 Lot 1 Quentchen der Brunnen, 5 Lot 2 Quentchen die Ader, den 24. November, desgleichen den 1. und 25. Dezember.
Anmerkung: Den 25. Dezember wurden auch die wilden Adern, die aus dem Kämmerlein über die Schwelle fallen, geprobt; ein Quart hielt — 2 Lot 1 Quentchen, und das wilde Wasser — 2½ Quentchen. Den 21. September dieses Jahres vertrocknete der Quellborn und kam erst im folgenden 68. Jahr, den 1. März, wieder.
Der Dritte Appendix. Anno 1568: gesotten - 6726 Pfannen. Es ist ein trockenes Jahr, der Winter aber Hochwasser gewesen, und die Sole hat gehalten: 5 Lot ½ Quentchen der Brunnen, 5 Lot ½ Quentchen die Adern, den 16. Januar; 2 Lot 1 Quentchen damals die wilden Adern, wie sie aus dem Kämmerlein über die Schwelle fallen. 5 Lot ½ Quentchen der Brunnen den 16. Februar; 5 Lot ¾ Quentchen damals die oberste Ader zum Kunsthaus hin; 5 Lot 1¼ Quentchen die mittlere Ader; 5 Lot 3 Quentchen die untere Ader zu Schmidts Bothe hin. 5 Lot 1 Quentchen der Brunnen, 5½ Lot die Adern, den 1. März; 5½ Lot der Brunnen, 6 Lot die Adern, den 3. März; 5 Lot 3½ Quentchen der Brunnen, 6 Lot die Adern, den 20. März und 2. April; 6 Lot 1 Quentchen der Brunnen, 6 Lot 1½ Quentchen die Adern, den 24. April.
Der Dritte Appendix. 5 Lot 3 Quentchen der Brunnen, 6 Lot die Adern, 3¼ Quentchen das wilde Wasser, den 17. Juni; 6 Lot der Brunnen, 6 Lot ¼ Quentchen die Ader, den 20. Juni; 5 Lot 1½ Quentchen der Brunnen, 5 Lot 3 Quentchen die Ader, den 16. Juli; 5 Lot 1 Quentchen der Brunnen, 5 Lot 1½ Quentchen die Ader, 2 Quentchen wildes Wasser, den 10. August.
Anmerkung: Den 19. August hat der Salzgraf die Beißsole aus Hans Schweitzers Beißtrog holen lassen und geprobt; ein Quart hat gehalten ____________________ 11 Lot.
5 Lot der Brunnen, 5 Lot ½ Quentchen die Ader, 2 Quentchen das wilde Wasser, den 6. Oktober.
Der Dritte Appendix. 5 Lot 1 Quentchen der Brunnen, 6 Lot 1½ Quentchen die Ader, den 13. November; 5 Lot ½ Quentchen der Brunnen, 5 Lot 1½ Quentchen die Adern, 2⅓ Quentchen das wilde Wasser, den 15. Dezember.
In diesem Jahr hat es sehr an Sole gefehlt, deshalb ist großes Kaltliegen geschehen, so dass man die angeordnete Summe von 7000 Werken um 274 Werke nicht hat ersieden können. Und der Brunnen ist eine Zeitlang so gering gewesen, dass man meinte, er habe irgendeinen Mangel bekommen. Deshalb hat auch mein gnädiger Fürst und Herr befohlen nachzuforschen, ob etwa in der Nähe Brunnen gegraben worden seien; und so musste auch der Bergkhauptmann Hermann Schütz herkommen und alle Umstände besichtigen.
Der Dritte Appendix. Anno 1569: gesotten 7498 Pfannen. Die Sole hat gehalten: 5½ Lot den 14. Januar.
Anmerkung: Den 16. Januar war eine große Flut und Eisfahrt; sie währte gegen 8 Tage. Danach, den 30. Januar, hielt der Brunnen 5½ Lot; 5 Lot 3 Quentchen den 4. Februar. Den 6. März ist der Quellborn zolldick ausgeflossen und am 30. gar stark. 6 Lot 1 Quentchen der Brunnen, 6 Lot ½ Quentchen die Ader, den 14. und 21. März; 6½ Lot der Brunnen den 5. April, und die Ader hat nicht geprobt werden können; 6 Lot 1½ Quentchen der Brunnen, 6 Lot 1½ Quentchen die Adern, den 2. Mai und 27. Juni; 6 Lot der Brunnen, 6 Lot 1 Quentchen die Adern, im Juli.
Unsichere Lesungen
Z. 10: q̃ — Abkürzungszeichen, wohl Quintlein; durchgehend so
Der Dritte Appendix. 6 Lot der Brunnen den 16. August; 5 Lot 3 Quentchen der Brunnen, 6 Lot die Adern, den 12. September und 1. Oktober; 6 Lot der Brunnen, 6 Lot ½ Quentchen die Ader, am 11. November; 7 Lot ½ Quentchen der Brunnen, 7 Lot 1 Quentchen die Ader, den 8. Dezember.
Der Dritte Appendix. Anno 1570: gesotten 8001 Pfannen. In diesem Jahr hat man immer Sole genug und gute Sole gehabt, und es sind keine Zulagen nötig gewesen; denn es ist ein feuchtes Jahr gewesen und viel Hochwasser, sowohl im Winter als auch im Herbst. Sie hielt: 8 Lot der Brunnen, 8½ Lot die Adern, den 12. März.
Sodann ist der Brunnen immer so stark gewesen, dass er nicht zu Sumpf gebracht und also auch die Nebenadern geprobt werden konnten. 7 Lot 3 Quentchen den 24. April und 4. Mai; 7 Lot 1½ Quentchen den 1. Juni; 7 Lot 1 Quentchen den 27. Juni; 6 Lot 3 Quentchen den 1. Oktober; 6 Lot 1½ Quentchen den 19. Oktober; 6 Lot 3 Quentchen den 12. November; 7 Lot 3 Quentchen den 10. Dezember.
Der Dritte Appendix. Anno 1571. 7 Lot 1 Quentchen den 2. Januar; 7 Lot 1½ Quentchen den 3. Februar; 7½ Lot den 3. und 7½ Lot den 17. März; 7 Lot 1½ Quentchen den 9. April; 6 Lot 1 Quentchen den 24. April.
Anmerkung: Der März und der April sind vom Anfang bis zum Ende sehr trocken und gar warm gewesen.
Damals hielt auch ein Quart garer Sole —————————— 38 Lot und ein Quart trockenes Salz ——— 42½ Lot; gewogen haben Jobst Mennyer und ich.
6 Lot 1 Quentchen den 9. Mai; 6 Lot ½ Quentchen den 1. Juni; 6 Lot den 24. Juni; 6 Lot den 3. Juli; 5 Lot 3 Quentchen den 16. Juli; 5 Lot 1½ Quentchen den 15. August; 5 Lot ½ Quentchen den 4. und 16. September; 5 Lot ½ Quentchen den 1. Oktober.
Unsichere Lesungen
Z. 14: Mennyer — Familienname unsicher, evtl. Mentzer
Der Dritte Appendix. 5 Lot knapp den 27. Oktober und im November; 5 Lot den 9. Dezember.
Anmerkung: In diesem Jahr ist Sole genug, aber geringe gewesen, besonders nach dem März. Den 6. Februar abends um 10 Uhr ist die Werra sehr Hochwasser geworden, so dass man auf dem Brunnen bis zum 25. Februar abends um zwölf Uhr nicht fahren konnte; es hat also stillgestanden —— 18 Tage.
Und dieses Jahr ist allen vorigen und besonders der Meinung des seligen Christoff Homberg etwas zuwider erschienen; denn obwohl viel und überflüssig Sole vorhanden war, ist sie doch am Gehalt gering geworden.
Der Dritte Appendix. Anno 1572. 6 Lot knapp den 3. Januar; 6 Lot ½ Quentchen den 4. Februar; 6 Lot den 3. März; 6 Lot den 12. April; 5½ Lot den 1. Mai; 5 Lot 1½ Quentchen den 3. Juli; 5 Lot ½ Quentchen den 3. August; 5 Lot 1 Quentchen den 2. September; 5 Lot den 3. Oktober; 5 Lot den 1. November; 5 Lot knapp den 6. Dezember.
Anmerkung: In diesem Jahr ist viel Sole und Überfluss davon gewesen, sie ist aber sehr schwach und am Gehalt gering gewesen. Und obwohl die Werra den 11. März Hochwasser geworden ist und es 7 Tage gewährt hat, so dass man auf dem Brunnen nicht fahren konnte, desgleichen den 30. März wiederum, und es hat 3 Tage gewährt, desgleichen den 15. Juli, und es hat 5
Der Dritte Appendix. Tage gewährt, so hat das doch an der Sole keine Besserung wie in den vorigen Jahren bringen wollen. Und dieses Jahr gleicht fast dem nächstvergangenen 71. Jahr; Gott verleihe künftig Besserung.
Anno 1573. 5 Lot knapp den 28. Januar; 5 Lot ½ Quentchen den 18. Februar — es hält das Quart rohe Sole ——— 2 Pfund 27 Lot. 6 Lot weniger ½ Quentchen der Brunnen, 6 Lot 1 Quentchen die Adern, am 1. März; 6 Lot 2½ Quentchen der Brunnen am 16. März und am 2. Mai; 6 Lot ½ Quentchen am 21. Mai; 6 Lot ½ Quentchen der Brunnen, 6½ Lot die Adern, am 2. Juni; 5½ Lot der Brunnen, 6 Lot die Adern, am 3. Juli und 8. August; 6 Lot der Brunnen, 6 Lot 1½ Quentchen die Adern, am 30. September; 6 Lot ½ Quentchen der Brunnen, 6 Lot 2½ Quentchen die Adern, am 10. Dezember. In diesem Jahr ist Sole genug gewesen.
Der Dritte Appendix. Anno 1574. 6 Lot 3½ Quentchen der Brunnen, 7 Lot die Nebenadern, am 10. Januar; 7 Lot 1 Quentchen der Brunnen, 7 Lot 3 Quentchen die Nebenadern, am 2. Februar.
Anmerkung: Diese Sole hielt am Gewicht — 96 Lot, das waren 3 Pfund; also ist der 13. Teil gut oder Salz gewesen. Damals hielt auch ein Quart wildes Wasser — 90 Lot.
7 Lot 1 Quentchen der Brunnen, 7 Lot 3 Quentchen die Adern, am 8. März und 20. April; 6 Lot 1 Quentchen den 7. Juni; 5 Lot 1½ Quentchen den 2. Juli; 5 Lot ½ Quentchen den 11. August; 5 Lot weniger ½ Quentchen der Brunnen, 5 Lot und ½ Quentchen die Adern, den 4. September; 5 Lot 1 Quentchen den 29. September; 5 Lot den 3. November.
Der Dritte Appendix. Anno 1575. 5 Lot ½ Quentchen der Brunnen am 10. Januar; 5 Lot weniger ½ Quentchen der Brunnen, 5 Lot 1½ Quentchen die Adern, am 1. Februar; 5 Lot 1 Quentchen der Brunnen, 5 Lot 1½ Quentchen die Nebenadern, am 3. März auf Befehl meines gnädigen Fürsten und Herrn geprobt, ebenso am 11. März; 5 Lot weniger ½ Quentchen der Brunnen am 4. und 10. Mai, und so bis zum Ende des Jahres.
Denn dieses Jahr ist die meiste Zeit trocken und sonst ein fruchtbares Jahr gewesen. Doch hat sich der Brunnen an der Menge der Sole ziemlich gehalten bis in den Herbst; und am Ende hat es etliche Male an Sole gefehlt, wenn die Sieder streng gesotten haben. Dessen ist dann größtenteils die Schwäche der Sole am Gehalt Ursache gewesen, weil die Sieder viel davon zum Werk haben mussten.
Der Dritte Appendix. Anno 1576. 5 Lot weniger ½ Quentchen der Brunnen den 3. und 9. Januar; 5 Lot der Brunnen, 5½ Lot reichlich die Adern, den 28. Februar, auch den 2. und 10. März; 5½ Lot der Brunnen den 22. März; 6 Lot der Brunnen den 2. April; 6 Lot der Brunnen den 1. Mai; 5½ Lot der Brunnen den 23. Juni; 6 Lot der Brunnen den 13. Juli; 6 Lot der Brunnen, 6½ Lot die Adern, den 17. Juli, als mein gnädiger Fürst und Herr hier gewesen ist; und ein Quart der Sole wog — 96 Lot, das sind 3 Pfund.
Den 17. Oktober hielt ein Quart ——————————— 5 Lot 3 Quentchen, ein Wormser Maß ————— 8 Lot 2½ Quentchen; und die Sole wog ————— 4 Pfund 10 Lot.
Den 12. Dezember hielt ein Quart ——————————— 5 Lot ½ Quentchen, ein Wormser Maß ————— 7 Lot 2½ Quentchen. In diesem Jahr ist Sole genug gewesen.
Der Dritte Appendix. Anno 1577. Den 1. Januar hielt ein Quart Sole ————————— 5½ Lot, ein Wormser Maß ———————— 8 Lot 1 Quentchen. Die Nebenader hielt: ein Quart ————————————— 6 Lot, ein Wormser Maß —————————— 9 Lot.
Den 8. Februar: ein Quart Sole —————————— 5 Lot 3 Quentchen, ein Wormser Maß ——————— 8 Lot 2½ Quentchen; den 2. März desgleichen.
Den 1. April: ein Quart Brunnen ———————— 6 Lot, ein Wormser Maß ————————— 9 Lot. Die Adern: ein Quart ——————————— 6½ Lot, ein Wormser Maß ——————— 9 Lot 3 Quentchen.
Den 1. Mai: ein Quart des Brunnens ————— 5½ Lot, ein Wormser Maß ———————— 8 Lot 1 Quentchen.
Der Dritte Appendix. Den 5. Juni: ein Quart ————————————— 5 Lot 3 Quentchen, ein Wormser Maß —————————— 8 Lot 2½ Quentchen.
Den 1. Juli, August und September: ein Quart Brunnen ——————— 5 Lot 3 Quentchen, ein Wormser Maß —————————— 8 Lot 2½ Quentchen. Die Adern: ein Quart ——————————————— 6 Lot 1 Quentchen, ein Wormser Maß —————————— 9 Lot 1½ Quentchen.
Den 22. September, als die Werra von vielem Regen etwas Hochwasser geworden ist, hat sich die Sole auch gebessert; und der Brunnen hat gehalten: ein Quart —————————————— 6 Lot, ein Wormser Maß —————————— 9 Lot.
Im Dezember hat sich die Sole wieder gebessert und am 10. gehalten: ein Quart —————————————— 7 Lot, ein Wormser Maß —————————— 10½ Lot.
Unsichere Lesungen
Z. 19: ge[gestrichen: be]bessert — Korrektur im Wort
Der Dritte Appendix. Anno 1578. Den 8. Januar hat die Sole gehalten: ein Quart ———————— 7 Lot, ein Wormser Maß ———— 10½ Lot. Den 6. Februar desgleichen.
Den 14. Februar: ein Quart ———————— 7 Lot 1 Quentchen, ein Wormser Maß ———— 10 Lot 3½ Quentchen; ein Quart der Ader ———— 7 Lot 3 Quentchen.
Den 13. März: ein Quart ———————— 7½ Lot, ein Wormser Maß ———— 11 Lot 1 Quentchen.
Den 10. April: ein Quart ———————— 7 Lot 1 Quentchen, ein Wormser Maß ———— 10 Lot 3½ Quentchen.
Den 5. Mai: ein Quart ———————— 7 Lot, ein Wormser Maß ———— 10½ Lot.
Der Dritte Appendix. Den 3. Juni: ein Quart ———————— 6 Lot 3 Quentchen, ein Wormser Maß ———— 10 Lot ½ Quentchen.
Den 7. Juli: ein Quart ———————— 6 Lot, ein Wormser Maß ———— 9 Lot.
Den 27. September: ein Quart ———————— 5 Lot, ein Wormser Maß ———— 7½ Lot. Den 11. November und den 25. desgleichen; damals gab ein Quart der Nebenader ———————————— 5½ Lot. Den 14. Dezember desgleichen.
Der Dritte Appendix. Anno 1579. Die Sole hat in diesem Jahr in der kleinen Probe gehalten wie folgt.
Den 10. Januar: ein Quart ———————— 5 Lot, ein Wormser Maß ———— 7½ Lot.
Den 7. Februar: ein Quart ———————— 5 Lot 1 Quentchen, ein Wormser Maß ———— 7 Lot 3½ Quentchen.
Den 8. März: ein Quart ———————— 6 Lot 1 Quentchen, ein Wormser Maß ———— 9 Lot 1½ Quentchen.
Den 18. März: ein Quart ———————— 6 Lot 2 Quentchen, ein Wormser Maß ———— 9 Lot 3 Quentchen. Den 13. April und 7. Mai: ein Quart ———————— 6 Lot 2 Quentchen, ein Wormser Maß ———— 9 Lot 3 Quentchen.
Den 3. Juli: ein Quart ———————— 6 Lot 1½ Quentchen, ein Wormser Maß ———— 9 Lot 2¼ Quentchen.
Anmerkung: Sodann, den 26. Juni, ist die Werra sehr groß
Der Dritte Appendix. und Hochwasser geworden, so dass man auf dem Brunnen ausspannen und bis zum 4. Juli — das sind 9 Tage — stillhalten musste.
Sodann hat die Sole gehalten den 8. Juli: ein Quart ———————— 6 Lot 1½ Quentchen, ein Wormser Maß ———————— 9 Lot 2¼ Quentchen.
Den 10. August: ein Quart ———————— 6 Lot 1 Quentchen, ein Wormser Maß ———— 9 Lot 1½ Quentchen.
Den 10. September: ein Quart ———————— 6 Lot, ein Wormser Maß ———— 9 Lot.
Den 1. Oktober: ein Quart Sole ———— 6 Lot, ein Quart der Adern ———— 6½ Lot.
Sodann, den 5. Oktober, ist die Werra sehr Hochwasser geworden, so dass man in 8 Tagen auf dem Brunnen nicht fahren konnte; und die Sole hat sich an der Güte um 1 Quentchen gebessert.
Der Dritte Appendix. Den 22. September hat gehalten: ein Quart Sole ———————— 6 Lot 2 Quentchen, ein Wormser Maß ———— 9 Lot 3 Quentchen. Desgleichen im Oktober, November und Dezember.
Anno 1580. Die Sole hat in diesem Jahr in der kleinen Probe gehalten wie folgt.
Den 9. Januar: ein Quart ———————— 6 Lot 1 Quentchen; die Adern ———————— 6 Lot 3 Quentchen; ein Wormser Maß ———— 9 Lot 1½ Quentchen.
Den 23. Februar: ein Quart ———————— 6 Lot; die Adern ———————— 6 Lot 1½ Quentchen; ein Wormser Maß ———— 9 Lot. Den 3. und 17. März und den 28. desgleichen.
Den 3. Mai: ein Quart Sole ———————— 6 Lot ½ Quentchen; ein Quart der Adern ———— 6½ Lot; ein Wormser Maß ———— 9 Lot 1 Quentchen.
Der Dritte Appendix. Den 26. Juni und 16. Juli: ein Quart Brunnen ———————— 6 Lot weniger ½ Quentchen, ein Wormser Maß ———————— 8 Lot 2½ Quentchen; ein Quart Adern ———————— 6 Lot 1 Quentchen, ein Wormser Maß ———————— 9 Lot 1½ Quentchen.
Den 29. September: ein Quart Brunnen ———————— 5 Lot 1 Quentchen reichlich; ein Quart Adern ———————— 5 Lot 1½ Quentchen reichlich.
Den 29. Oktober und 19. November hat ein Quart gehalten: Brunnen ———————— 5 Lot nicht ganz; Adern ———————— 5 Lot ½ Quentchen.
Den 14. Dezember: ein Quart Brunnen ———— 4 Lot 3 Quentchen; ein Quart Adern ———— 5 Lot.
Der Dritte Appendix. Anno 1581. Mittwoch, den 28. Dezember im 80. Jahr, ist die Werra von vielem Regen sehr Hochwasser geworden, so dass man am Abend um 12 Uhr auf dem Brunnen ausspannen musste; es hat stillgestanden bis Montag, den 2. Januar Anno 81, am Abend um sechs Uhr, da hat man erst wieder angefahren. Danach ist der Brunnen sehr stark gequollen, so dass man den Stein nicht freihalten konnte.
Den 6. und 14. Januar hat der Brunnen gehalten: ein Quart ———————— 5 Lot.
Den 4. und 13. Februar haben gehalten: der Brunnen ein Quart ———— 5 Lot ½ Quentchen; die Adern ein Quart ———— 5 Lot 1 Quentchen.
Den 20. März: der Brunnen ———————— 5 Lot 1½ Quentchen; die Adern ———————— 5½ Lot.
Der Dritte Appendix. Den 8. April: der Brunnen ein Quart ———— 6 Lot; die Adern ein Quart ———— 6 Lot ½ Quentchen.
Den 17. Mai: der Brunnen ein Quart ———— 6 Lot 1½ Quentchen.
Den 5. Juli: der Brunnen ein Quart ———— 6 Lot ½ Quentchen.
Den 26. August: der Brunnen ein Quart ———— 5 Lot weniger ½ Quentchen; ebenso im September und den 11. Oktober; damals hielt die Nebenader ein Quart ———————— 5 Lot 1 Quentchen.
Den 18. Oktober: der Brunnen ein Quart ———— 5 Lot weniger ½ Quentchen; die Adern ———————— 5 Lot 1 Quentchen.
Den 18. und 26. November: der Brunnen ein Quart ———— 5 Lot; die Nebenadern ———— 5 Lot 1½ Quentchen. Ebenso auch den 3. Dezember.
Der Dritte Appendix. Anno 1582. Den 12. Januar: der Brunnen ein Quart ———— 5 Lot 1 Quentchen, das ist ein Wormser Maß ———— 7½ Lot; die Nebenadern ein Quart ———— 5 Lot 1½ Quentchen, ein Wormser Maß ———————— 8 Lot ¼ Quentchen.
Anmerkung: Den 16. Januar ist die Werra Hochwasser geworden, so dass man 7 Tage auf dem Brunnen stillhalten musste; und es ist sogleich wieder ein harter Frost und Trockenheit eingefallen.
Den 1. Februar: ein Quart des Brunnens ———— 5 Lot 3½ Quentchen, ein Wormser Maß ———————— 8 Lot 3¼ Quentchen.
Den 14. März: ein Quart des Brunnens ———— 6 Lot 2½ Quentchen, ein Wormser Maß ———————— 9 Lot 3¾ Quentchen; ebenso auch den 1. April.
Den 14. April: ein Quart ———————— 6 Lot 3 Quentchen.
Den 3. Mai: ein Quart ———————— 6½ Lot.
Der Dritte Appendix. Den 6. Juni hielt der Brunnen: ein Quart ———————— 5 Lot ½ Quentchen, ein Wormser Maß ———— 8½ Lot.
Den 8. Juli: ein Quart ———————— 5½ Lot, ein Wormser Maß ———— 8 Lot 1 Quentchen.
Den 1. September: ein Quart ———————— 5 Lot 1½ Quentchen, ein Wormser Maß ———— 8 Lot ⅛ Quentchen; den 1. Oktober desgleichen.
Den 21. Oktober die Sole: ein Quart ———————— 5½ Lot, ein Wormser Maß ———— 8 Lot 1 Quentchen; die Nebenadern: ein Quart ———————— 5 Lot 3 Quentchen, ein Wormser Maß ———— 8 Lot 2½ Quentchen.
Den 17. November: ein Quart ———————— 6 Lot, ein Wormser Maß ———— 9 Lot.
Den 1. Dezember: ein Quart ———————— 6 Lot ½ Quentchen, ein Wormser Maß ———— 9 Lot ¾ Quentchen.
Den 15. Dezember: ein Quart ———————— 6 Lot 1½ Quentchen, ein Wormser Maß ———— 9 Lot 2¼ Quentchen.
Der Dritte Appendix. Anno 1583. Den 10. Januar hat die Sole in der kleinen Probe gehalten: ein Quart ———————— 6 Lot 3½ Quentchen, ein Wormser Maß ———— 10 Lot 1¼ Quentchen. Den 3. Februar desgleichen.
Den 6. März: der Brunnen ein Quart ———————— 6 Lot 3½ Quentchen, ein Wormser Maß ———— 10 Lot; Nebenadern ein Quart ———————— 7 Lot, ein Wormser Maß ———— 10¼ Lot. Im April desgleichen.
Den 2. Mai: der Brunnen ein Quart ———————— 6½ Lot, ein Wormser Maß ———— 9 Lot 3 Quentchen.
Den 16. Juni: ein Quart ———————— 6 Lot, ein Wormser Maß ———— 9 Lot.
Der Dritte Appendix. Den 20. Juli: ein Quart ———————— 5 Lot 3 Quentchen reichlich, ein Wormser Maß ———— 8 Lot 2½ Quentchen; ebenso auch im August, September und Oktober.
Den 2. November: ein Quart ———————— 5 Lot 2½ Quentchen, ein Wormser Maß ———— 8½ Lot; den 2. Dezember desgleichen.
Der Dritte Appendix. Anno 1584. Dieses Jahr ist ziemlich trocken, doch ein fruchtreiches und ein gutes Weinjahr gewesen. Die Sole hat in der kleinen Probe gehalten:
Im Januar, den 11.: ein Quart ——————————————— 5 Lot 1½ Quentchen, ein Wormser Maß ——————————— 8 Lot ¼ Quentchen.
Im Februar, den 9., nachdem es lange Hochwasser gewesen war: ein Quart ——————————————— 6½ Lot, ein Wormser Maß ——————————— 9 Lot 3 Quentchen.
Im März, den 4. und 14.: ein Quart ——————————————— 6½ Lot; die Nebenadern ———————— 6 Lot 3 Quentchen.
Im April: ein Quart ——————————————— 6½ Lot.
Im Mai, den 23.: ein Quart ——————————————— 6 Lot 1 Quentchen, ein Wormser Maß ——————————— 9 Lot 1½ Quentchen. Im Juni desgleichen.
Der Dritte Appendix. Im Juli, den 19.: ein Quart ——————————————— 6 Lot weniger ½ Quentchen, ein Wormser Maß ——————————— 8 Lot 3¼ Quentchen.
Im August, den 5. und 7.: ein Quart ——————————————— 5½ Lot, ein Wormser Maß ——————————— 8 Lot 1 Quentchen.
Anmerkung: Im September und Oktober hat die Sole im Brunnen an der Menge sehr abgenommen, so dass man ihrer zum Sieden nicht genug holen konnte und deshalb auch viele Werke haben kaltliegen müssen. Sie hat gehalten:
Den 1. Oktober: ein Quart ——————————————— 5 Lot 1 Quentchen, ein Wormser Maß ——————————— 7 Lot 3½ Quentchen.
Den 21. November: ein Quart ——————————————— 5 Lot ½ Quentchen, ein Wormser Maß ——————————— 7 Lot 3 Quentchen.
Den 8. Dezember der Brunnen: ein Quart ——————————————— 5 Lot weniger ½ Quentchen, ein Wormser Maß ——————————— 7 Lot 2 Quentchen; Nebenadern: ein Quart ——————————————— 5 Lot 1 Quentchen, ein Wormser Maß ——————————— 7 Lot 3½ Quentchen.
Der Dritte Appendix. Anno 1585. In diesem Winter hat es sehr wenig geschneit, auch ist keine Eisfahrt oder Wasserflut gewesen; deshalb ist die Sole das ganze Jahr über sowohl am Gehalt als auch an der Menge sehr gering gewesen und hat nicht mehr gehalten als:
Im Januar, Februar, März, Mai und Juni: ein Quart ——————————————— ungefähr 5 Lot, ein Wormser Maß ——————————— 7½ Lot.
Freitag, den 18. Juni, erhob sich die Werra von dem vielen Regen so sehr, dass man auf dem Brunnen ausspannen und mit dem Fahren bis zum 26. stillhalten musste. Deshalb meinte man, die Sole würde sich davon wie im Frühling von den Winterfluten gebessert haben; aber sie hat sich über ein halbes Lot nicht gebessert und ist auch an der Menge bald wieder abfällig geworden. Sie hat demnach gehalten am 5. Juli:
Der Dritte Appendix. Ein Quart ——————————————— 5½ Lot, ein Wormser Maß ——————————— 8 Lot 1 Quentchen.
Den 11. Juli: ein Quart ——————————————— 5 Lot 1 Quentchen, ein Wormser Maß ——————————— 7 Lot 3½ Quentchen.
Den 25. Juli: ein Quart ——————————————— 5 Lot gar knapp.
Verzeichnis aller und jeder Briefe, Bücher und anderer zum Salzwerk gehöriger Sachen, die ich, Johann Rhenanus, Pfarrer und Salzgraf zu Sooden, derzeit bei mir habe.
Ein Buch, in dem die nachfolgenden Privilegien, Verträge, Locationen und allerlei andere Verhandlungen enthalten sind, an der Zahl siebenundzwanzig Stück.
1. Abschrift eines Privilegs Heinrichs, Landgrafen zu Hessen, vom Jahr 1300, am Walpurgistag. Band 1, S. 43.
2. Abschrift eines Privilegs Heinrichs, Landgrafen zu Hessen, vom Jahr 1322, am Samstag Ascensionis. Band 1, S. 46.
3. Abschrift eines Privilegs Herrn Ludwigs, Landgrafen zu Hessen, vom Jahr 1413, am Sonntag nach Kreuzerhöhung. Band 1, S. 50 ff.
4. Abschrift der Herren Friedrich, Sigmund, Heinrich und Wilhelm, Herzöge zu Sachsen, gegeben zu Kassel 1436, am Sonntag Simonis und Judae. Band 1, S. 51 ff.
5. Abschrift Herrn Wilhelms des Mittleren, Landgrafen zu Hessen, Grafen zu Ziegenhain, gegeben zu Spangenberg Anno 1487, Freitag nach Dionysii. Band 1, S. 66 ff.
6. Erster Vertrag, mit der Hand des seligen Kanzlers Feige am Rand vermerkt, Anno 1538, Freitag nach Jubilate.
7. Erste Location vom Jahr 1540, auf fünfzehn Jahre aufgerichtet.
8. Eingang und Beschluss der neuen dreißigjährigen Location, aufgerichtet im Jahr 1554.
9. Rezess wegen der Gehölze, der Gemeinde auf der Seite, wo die Bothe liegen.
10. Verhandlung und Bescheid, den Ritterschaft und Landschaft zwischen Herrn Philipp, Landgrafen zu Hessen, einerseits und den gemeinen Pfännern andererseits wegen etlicher jahrelanger Sachen gepflogen haben. Geschehen Anno 1539, Sonntag nach Galli.
11. Ordnung und Regierung des Salzwerks zu Sooden vor Allendorf an der Werra, bei Aufrichtung und Anfang der Location Anno 1541 verkündigt und zu halten geboten ebendort zu Sooden durch den Herrn Statthalter zu Kassel, am Mittwoch nach Trinitatis.
12. Formular der Erbhuldigung und Eidespflicht der Sieder, Anno 1541 durch den Herrn Statthalter zu Kassel, Sigmund von Boyneburg, am Montag nach Trinitatis vollzogen.
13. Verordnung der Ämter und Diener bei Aufrichtung des Salzwerks Anno 1553, veröffentlicht den [Lücke] Mai Anno 1554.
14. Abschrift der Stiftung Herrn Philipps, Landgrafen zu Hessen, über die zweihundert Gulden jährlicher Pension aus Sooden zu Gottes Ehre.
15. Befehl und Vergleich unseres gnädigen Fürsten und Herrn, Landgrafen zu Hessen, mit Bürgermeister und Rat zu Allendorf an der Werra, wie es künftig wegen der Gehölze, des Räumens, Rodens, Hegens und Beforstens, auch wegen der neuen Weinberge dort gehalten werden soll. Verabschiedet den [Lücke] Mai Anno 1554.
16. Forst- und Holzordnung im Fürsten-
tum Hessen, aufgerichtet Anno Domini 1553.
17. Ordnung und Vergleich, die Gehölze jenseits der Stadt Allendorf an der Werra und anderes betreffend.
18. Vergleich der beiden Pfarrer zu Allendorf und zu Sooden, Anno Domini 1538.
19. Verzeichnis, wie der Ludwigstein an Christoff Hülsing gekommen ist.
20. Abschrift der Verschreibung Heinrichs von Schachten über Germerode für unseren gnädigen Fürsten und Herrn zu Hessen, Anno 1553.
21. Zehnjährige Bestandsvergabe der Eisenhütten und Waldschmieden im Amt Gieselwerder, Anno 1553.
22. Gehölze zu Treffurt und deren Beschreibung.
23. Verwendung des Gehölzes am Wolfsberg
Unsichere Lesungen
Z. 10: v. gl. f. — Kürzel, erster Buchstabe unklar
über Roßbach, gegen die Berlepsch zu Fahrenbach.
24. Artikel, aus dem Braunschweiger Vertrag gezogen, um das Kloster Lippoldsberg und dessen Grenzen, zwischen Hessen und Braunschweig aufgerichtet, Anno 1538.
25. Abschrift der Pfandverschreibung, die Philipp Died über das Schloss Beilstein zugestellt worden ist, Anno 1551 den 10. Oktober.
26. Lehnbrief über den Altenstein bei Allendorf.
27. Auszug, was das Salzwerk vom Jahr 1538 bis auf das Jahr 1562 getragen hat.
Altes Pfännerbuch.
Hauptbauregister vom Jahr 1538 des Salzwerks zu Sooden.
Rezessbuch über alle Einnahmen und Ausgaben vom Jahr 1538 bis auf das Jahr 1545.
Rezessbuch über die Einnahmen und Ausgaben des Zöllners zu Sooden vom Jahr 1546 bis auf das Jahr 1556.
Brunnenbau, der Anno 1550 angefangen und Anno 1551 beendet worden ist; darin allerlei Ratschläge, Schreiben und Gegenschreiben unseres gnädigen Fürsten und Herrn hochlöblichen Angedenkens, aus der Verwahrung des Statthalters, der Räte, der Pfänner und anderer.
Verhandlung und Verordnung der Salzwerkssachen und allerlei Ratschläge, den zuletzt geschehenen Brunnenbau Anno 1562 betreffend.
Bauregister von diesem Brunnenbau samt Bedenken.
Anmerkungen zum ersten Vertrag, von mir, Johannes Rhenanus, angemerkt.
Ebensolche Anmerkungen über das Pfännerbuch; über die Location gleichermaßen.
Abschriften aller und jeder alten und neuen Verträge, Locationen, Resolutionen und dergleichen, das Salzwerk Sooden betreffend, mir aus dem fürstlichen Archiv zugestellt.
Etliche Untersuchungen, die durch mich und andere auf Befehl unseres gnädigen Fürsten und Herrn in verschiedenen Jahren ausgerichtet worden sind.
Konvolut, die Sachen Georg Behms, gewesenen Bornmeisters zu Sooden, und den Salzbrunnen in Sooden betreffend; darin etliche Schreiben des Kurfürsten zu Brandenburg, desgleichen der Pfänner Jost Becker, Christoff Homberg und Georg Behm selbst eingebunden, aus den Jahren 1551 bis zum Jahr 1557; sind zwölf Stück.
Konvolut Schreiben der Stadt Leipzig wegen eines zugeschickten Wasserkünstlers namens Simon Nitzsch, Anno 78.
Verhandlung wegen allerlei Gebrechen usw. unseres gnädigen
Fürsten und Herrn Anno 38, zwischen Seinen Fürstlichen Gnaden und den Pfännern; Resolution unseres gnädigen Fürsten und Herrn, die darauf im selben Jahr erfolgt ist.
Auszüge der Holzrechnung von Anno Domini 1538 und 1539.
Förderungsbrief unseres gnädigen Fürsten und Herrn für Jost Becker an alle Landesbeamten, die dem Salzwerk Förderung tun können, Anno 1538.
Ein Schreiben aus Zerbst Seiner Fürstlichen Gnaden an die Beamten zu Kassel, dass mit den Bauten schleunig fortgefahren werde.
Ein Schreiben, betreffend Meister Maximus' Kunst, aus Kartaus, Anno 38, Sonntag nach Kiliani.
Verzeichnis der Pfännermeister, Anno 38.
Vorschlag Meister Maximus' — von seiner eigenen Hand —
wegen seiner neuen Kunst.
Häuser, die in Sooden abgebrochen worden sind, und was die Kosten zu bezahlen sind, Anno 38.
Anschlag, den steinernen Soltrumpf betreffend.
Schreiben unseres gnädigen Fürsten und Herrn, betreffend Meister Maximus' Kunst und den Salzkauf.
Vertrag, im Jahr 38 geschehen, betreffend die achtunddreißig damals erbauten Bothe, wie diese in Bau und Wesen zu erhalten seien.
Anschlag des hölzernen Rechens, der zum Holzflößen vorgenommen worden ist.
Vorschlag Heintz von Lutters seligen Angedenkens, betreffend die besten Adern auf dem Brunnen zu fassen.
Offenes Patent unseres gnädigen Fürsten und Herrn, worin den Ämtern Beilstein, Reichenbach, Wilsingen, Felsberg, Spangenberg, Homberg,
Rotenburg und Sontra geboten wird, Salzknechte aufzubringen, die im Salzwerk arbeiten könnten, Anno 38.
Antwort etlicher Beamten und Städte, die Salzknechte nach Sooden schicken sollen.
Verzeichnis etlicher Knechte, die angekommen sind.
Tagsatzung unseres gnädigen Fürsten und Herrn zwischen Seinen Fürstlichen Gnaden und den gemeinen Pfännern, was sie beiderseits betrifft, Anno 1538.
Anschlag, wie viel Holz jährlich auf fünfzig Kothen aufgehen wird.
Vorschlag Heinrich Muldeners, allerlei Sachen betreffend, Anno 38.
Abschrift des Schreibens unseres gnädigen Fürsten und Herrn an den Salzgrafen der Pfänner, betreffend das zu verkaufende Holz und die Bothe unseres gnädigen Fürsten und Herrn im Bezirk der Pfänner.
Rezess des Baus, der zu Sooden geschehen ist, die
Anno 38 und 39 bezahlt worden sind — 26 Stück.
Konvolut. Ein Schreiben unseres gnädigen Fürsten und Herrn an Jost von Berlepsch, gegeben zu Regensburg Anno 41 den 2. Juni, betreffend, dass der Genannte die Salzlocation siegeln solle.
Supplikation der Boder und der darauf erfolgte fürstliche Bescheid, betreffend den Salzbrunnen, dass er schadhaft wäre, Anno 48.
Abschrift eines Schreibens an unseren gnädigen Fürsten und Herrn, allerlei Sachen betreffend, Anno 41 den 2. August, unterschrieben von Heinrich Müller und Jost Becker.
Befehl unseres gnädigen Fürsten und Herrn, betreffend die Obergrafschaft und Bremen, worin befohlen wird, zu Holzminden nach dem Zoll zu fragen.
Zwei Schreiben des Rentmeisters, allerlei Sachen
betreffend, Anno 38 und 39.
Aufzeichnungen allerlei täglicher Verhandlungen, die im Jahr 41 im Salzwerk vorgefallen sind.
Schreiben unseres gnädigen Fürsten und Herrn an Heinrich Lersner, betreffend den Grafen Philipp von Solms, dass er nicht siegeln wollte, gegeben zu Regensburg Anno 41.
Schreiben unseres gnädigen Fürsten und Herrn, betreffend die Vollziehung der Siegelung bei Solms und Berlepsch, gegeben zu Regensburg Anno 41; ebenso, dass das Salz nach Darmstadt und Bremen geschickt werden solle.
Schreiben unseres gnädigen Fürsten und Herrn, worin Seine Fürstlichen Gnaden Bericht begehren, wie es mit dem Salzwerk zur Zeit stehe und wie sich Herzog Heinrichs Diener wegen des Salzes verhalten sollen.
Schreiben unseres gnädigen Fürsten und Herrn, betreffend sodann die Siegelung, die Fertigstellung des Salz-
hauses zu Kassel und den genannten Zoll auf der Weser.
Schreiben unseres gnädigen Fürsten und Herrn an Philipp, Grafen und Herrn zu Waldeck, betreffend die Siegelung, gegeben zu Regensburg Anno 41.
Offenes Patent unseres gnädigen Fürsten und Herrn, worin Seine Fürstlichen Gnaden freie Fahrt auf der Weser begehren, den Salzhandel betreffend.
Offener versiegelter Zulassungsbrief der Stadt Mühlhausen, den dortigen Salzhandel betreffend, Anno 43.
Vertrag zwischen Hans Belstett zu Mühlhausen und Valtin Weihrauch, die sich des Salzhandels unternommen haben, Anno 43.
Noch ein Vertrag gleicher Art.
Befehl unseres gnädigen Fürsten und Herrn, dass man den Predigern zu Spieskappel jedes Quartal zweihundertfünfzig Gulden entrichten solle, Anno 42.
Verantwortung auf eine von den Bodern eingereichte Supplikation.
Zwei Schreiben unseres gnädigen Fürsten und Herrn, betreffend die Universität Marburg, jährlich gegen das Kloster Hasungen zu entrichten.
Allerlei Akten kurz verzeichnet, worin auch Meister Georgs Sachen gedacht wird; zwei Stück.
Der Kurfürst zu Sachsen, Herzog Johann Friedrich, schreibt mit etlichen Einlagen, worin Seine Kurfürstlichen Gnaden unserem gnädigen Fürsten und Herrn zugestehen, dass die angrenzenden Dörfer bei Mühlhausen unser Salz auch gebrauchen sollten; daneben ein eingelegter Zettel, dass Seiner Kurfürstlichen Gnaden Salzwerk Salzungen unbehindert bleiben möge, Anno 43.
Abschrift eines Schreibens, das unser gnädiger Fürst und Herr an den Schosser zu Mühlhausen getan hat.
Abrede unseres gnädigen Fürsten und Herrn und der Stadt Mühlhausen wegen des Salzkaufs.
Abschrift noch eines Schreibens unseres gnädigen Fürsten und Herrn an den Schosser zu Mühlhausen.
Vertrag mit der Stadt Mühlhausen, wegen des Salzkaufs auf drei Jahre aufgerichtet, Anno 43.
Ordnung des Salz- und Holzkaufs der Eseltreiber, aufgerichtet Anno 44.
Bestallung Georg Behms von Nürnberg, Anno 44.
Supplikation der Stadt Allendorf, worin sie über das Dorf Rieden und Sooden wegen der Gehölze klagen, Anno 44.
Hans Klaur, Vogt zu Friedewald, schreibt wegen der Holzflöße und begehrt Geld.
Auszug der Salzhandelsrechnung zu Mühlhausen, Anno 44.
Schreiben der Stadt Mühlhausen, betreffend
den dortigen Salzabsatz, Anno 44.
Vorschlag Jost Beckers wegen des Salzabsatzes, den Valtin Thold, Amtmann zu Wanfried, zu Mühlhausen vortragen soll.
Sodann allerlei Verhandlungen. Auszug des Jahres 44, zu Sooden geschehen; sind 41 Stück.
Konvolut. Heinrich Muldener schreibt unserem gnädigen Fürsten und Herrn im Jahr 41, worin er auf die Supplikation der Boder antwortet, in der sie geklagt haben, dass der Brunnen stets abnehme. Er zeigt auch an, dass die Wasserkunst nunmehr fertig und der Graben oben von der Werra herab vor Sooden geführt sei, so dass man die Kunst ohne Zutun von Pferden treiben könne. Dazu berichtet er auch anderes Beiwerk. Dieses Schreiben ist von seiner eigenen Hand.
Supplikation der Pfänner, nach Regensburg
übersandt, betrifft die neue Location; darin wird auch des Grafen von Solms und der Berlepsch gedacht und begehrt, dass diese Location vollendet würde, Anno 41.
Akten, betreffend die genannte Location und Georg Behm, zwischen unserem gnädigen Fürsten und Herrn und den gemeinen Pfännern, Anno 41.
Supplikation der Salzgrafen an unseren gnädigen Fürsten und Herrn, worin berichtet wird, dass Graf Philipp von Solms und Jost von Berlepsch nicht siegeln wollen; doch habe sich Jost von Berlepsch unter Bedingungen eingelassen. In diesem Brief steht, dass Anland und Georg Gauler ebenfalls nicht siegeln wollen, Anno 41.
Akten, von wegen unseres gnädigen Fürsten und Herrn durch Statthalter, Räte und Befehlshaber zu Sooden geschehen, betreffend die Location und der Pfänner Sache, Anno 41.
Abschrift der Kaution, die Hans Riedenstein und Hans
Unsichere Lesungen
Z. 13: Gau=ler — Name, Lesung unsicher
Z. 18: vnrechtte — gestrichenes Wort, Lesung unsicher
Iring zu Regensburg bei unserem gnädigen Fürsten und Herrn eingebracht haben, die Nichtsiegelung betreffend.
Akten, Meister Georg und andere Sachen betreffend, Anno 41, Samstag nach Ostern.
Abschrift eines Schreibens an unseren gnädigen Fürsten und Herrn, betreffend den braunschweigischen Zoll zu Holzminden und den Salzabsatz nach Bremen; ebenso die Location.
Ein Schreiben Heinrich Lersners, betreffend die Nichtsiegelung Herrn Philipps, Grafen zu Solms.
Bestellung der Bothe der Pfänner und der darin verordneten Knechte, Anno 41.
Schreiben unseres gnädigen Fürsten und Herrn, das Seine Fürstlichen Gnaden Hans Riedenstein und Hans Iring mitgegeben haben, betreffend die Location, Anno 41.
Akten, die mit den Pfännern wegen der Location geschehen sind, Anno 41 bis Ostern.
Rudolf Schenck, Statthalter, schreibt an Heinrich Muldener und Jost Becker, Salzgrafen, wegen der zehn Albus, die auf die Pfanne Salz gesetzt worden sind, dass die Landstände es bewilligt hätten, Anno 41.
Unser gnädiger Fürst und Herr befiehlt durch ein offenes Patent Rudolf Schenck, Johann Feige, Heinrich Muldener und Jost Becker, die Mühle zu Allendorf um fünfhundertfünfzig Gulden anzunehmen, Anno 40.
Hans Klauer, Vogt zu Friedewald, schreibt wegen der Holzflöße am Seulingswald.
Akten und Beratung, betreffend die Erbhuldigung zu erneuern und von allen Knechten abzunehmen, und dergleichen Verhandlungen mehr, Anno 41, in der Woche Palmarum.
Vorgetragene Gebrechen in der Rechnung, Anno 41.
Schreiben Heinrich Lersners, betreffend die Nichtsiegelung des Grafen Philipp von Solms, an Heinrich Muldener und Jost Becker.
Schreiben des Kanzlers Feige mit einer Einlage, betreffend, dass etliche aus dem Ausschuss der Pfänner — Heinrich Muldener, Jost Becker und Johann Bartholomäus — zur Lichtenau bei unserem gnädigen Fürsten und Herrn erscheinen sollen.
Aufzeichnungen, was von Meister Georg Behm wegen seiner Kunst begehrt werden soll, Anno 40.
Ordnung der Ober- und Unterholzvögte zu Sooden, Anno 40.
Hans Heinemanns Bericht und Vorschlag wegen der Schifffahrt zwischen Allendorf und Kassel, Anno 39.
Akten zu Münden mit Hans Sultzscher
Anno 40 und mit Gerstenberger wegen der Schifffahrt und anderem, desgleichen etliche andere Sachen, durch Jost Becker dort aufgerichtet.
Christoff Homberg schreibt an Jost Becker neben anderen Einlagen wegen des Aschenkaufs, Anno 60.
Schwalbachs, des ersten Holzvogts zu Sooden, Holzrechnung, Anno 40; daneben ein Schreiben Schwalbachs an Heinrich Muldener, Anno 40.
Anland Anland, Amtmann zu Münden, schreibt an Jost Becker wegen einer halben Pfanne, die in Sooden zu verkaufen ist; er klagt über die Salzgrafen der Pfänner, dass sie ihn zum angesetzten Tag nicht aufgefordert hätten.
Anland Anland schreibt wegen des Mühlenkaufs, Anno 41.
Unser gnädiger Fürst und Herr schreibt an Kanzler Feige wegen der Location, Anno 40.
Johann Bartholomäus und Schwalbach schreiben an Kanzler Feige neben einer Einlage, dem Zulassungsbrief unseres gnädigen Fürsten und Herrn, dass man sich mit den Pfännern in Güte vertrage, Anno 40.
Vertrag Georg Behms, den mit ihm der Kanzler Feige, Heinrich Muldener, Jost Becker und Johann Riedenstein geschlossen haben.
Abschrift zweier Schreiben, die unser gnädiger Fürst und Herr an Herzog Ulrich zu Württemberg und desgleichen an Herrn Jakob Sturm zu Straßburg getan hat, betreffend, Schwarzwälder Holzflößer hierher zu schicken, Anno 40.
Abrede unseres gnädigen Fürsten und Herrn und der Pfänner zu Allendorf, geschehen zu Kassel Anno 40, Montag nach Esto mihi.
Vertrag, Georg Behm zugestellt, worin unser gnädiger Fürst und Herr und die Pfänner ihn als Bornmeister annehmen.
Erklärung unseres gnädigen Fürsten und Herrn an Heinrich Muldener und Jost Becker wegen der Location, Anno 40.
Offenes Patent, worin unser gnädiger Fürst und Herr zusichert, dass die Location ohne alle Gefahr vorgenommen werden soll.
Schreiben der gemeinen Pfänner an unseren gnädigen Fürsten und Herrn, betreffend die genannte Location, dass sie auf das Maß, das unser gnädiger Fürst und Herr zugesichert hat, gehalten und vorgenommen werden möge.
Beweggründe, durch die die Pfänner zur Location bewegt werden mögen, Anno 40.
Von Georg Behm vorgeschlagene Artikel, betreffend seine Bestallung als Bornmeister, Anno 40.
Desgleichen noch ein ernstes Schreiben unseres gnädigen Fürsten und Herrn, worin Seine Fürstlichen Gnaden Heinrich Muldeners und Jost Beckers Nachlässigkeit tadeln, Anno 41.
Heintz von Lutters Schreiben wegen eines Wasserkünstlers, der ohne Zutun von Pferden auf seine eigenen Kosten eine Kunst einrichten wolle, die das Wasser zwanzig oder dreißig Schuh hoch heben solle; sind 47 Stück.
Konvolut, worin allerlei Verhandlungen enthalten sind, betreffend den Vertrag zwischen unserem gnädigen Fürsten und Herrn und denen von Hundelshausen wegen der Gehölze und etlicher anderer Zinsen, der im Amt Ludwigstein aufgerichtet worden ist, Anno 59; desgleichen auch ein Tausch, aufgerichtet Anno 39.
Hierneben ist auch ein versiegelter Erbvertrag, der zwischen denen von Buttlar und denen von Hundelshausen aufgerichtet worden ist, im selben
Konvolut, und die Vermessung des ganzen Langenbergs, durch Johann Sille vorgenommen.
Eine Abschrift eines Lehnbriefs, von Herrn Dietrich zu Plesse erlangt im Jahr 1505, diese Gehölze betreffend.
Drei Zettel von Jost Beckers Handschrift, betreffend andere Gehölze im Amt Ludwigstein.
Konvolut: Aufzeichnungen allerlei Sachen, die sich im Salzwerk um Lätare im Jahr 39 zugetragen haben; darin werden etliche nützliche Sachen vorgeschlagen.
Befehl unseres gnädigen Fürsten und Herrn, betreffend den vorgenommenen Brunnenbau, Anno 62.
Ordnung des aufgeschütteten Salzes im Jahr 39.
Bericht von zehn Pfannen Salz, die auf die Kirche zu Sooden geschüttet worden sind und beim Abmessen nicht mehr als acht befunden wurden; und das Salz hat nur vier Wochen gelegen, Anno 39.
Schreiben unseres gnädigen Fürsten und Herrn an die Salzgrafen der Pfänner wegen des Vertrags, darin ein Zettel von der eigenen Handschrift unseres gnädigen Fürsten und Herrn, Anno 39.
Johann Bartholomäus schreibt an Jost Becker wegen der Holzflöße und des neuen Eisenmaßes; er begehrt auch, dass Valtin Thold das Holz zu den Solkasten in den nächsten Tagen nach Sooden schaffen solle, und wegen anderer Sachen mehr.
Verzeichnis dessen, was von wegen unseres gnädigen Fürsten und Herrn auf die Lehrjungen aufgewendet worden ist, die das Salzmachen gelernt haben.
Unser gnädiger Fürst und Herr schreibt wegen der Holzflöße, des Salzhandels und des neuen Zolls zu Münden und befiehlt, dass, wo zu Münden damit fortgefahren werde, man dann dergleichen zur Zeit auch zu Gieselwerder einrichten solle, Anno 39.
Auszug der Rechnung des Holzvogts, Anno 39.
Konzept des Kanzlers Feige, worin unser gnädiger Fürst und Herr bewilligt, die Sachen zwischen Seiner Fürstlichen Gnaden Dienern und den Pfännern von den dazu verordneten Landständen verhören zu lassen, Anno 39.
Ratschlag, wie das Vollernholz mit Nutzen nach Sooden gebracht werden möge, Anno 39.
Otto Goldkammer, Schultheiß zu Grebenstein, schreibt, dass etliches Salz auf den Schiffen, die nach Bremen abgefertigt worden sind, untergegangen sei, Anno 39.
Verzeichnis der bedingten Bewedersieder-Häuser, Anno 39.
Die Pfänner zu Sooden klagen über allerlei Beschwerung, dass ihnen ihr Salzabsatz im Land gestopft werde, Anno 39.
Schreiben unseres gnädigen Fürsten und Herrn an Jost Becker, dass er sich zu Herzog Erich nach
Münden verfügen solle; desgleichen, dass er allerlei Bericht wegen der Schiffe mitnehmen solle, Anno 39.
Verdingzettel, der mit Michel Groen von Schwäbisch Hall geschlossen worden ist, 400 Klafter Scheite von Wanfried herab nach Schwarzwälder Art anzustellen.
Noch ein Schreiben an Jost Becker, betreffend die Reise nach Münden.
Anland Anland schreibt an Rentmeister Johann Bartholomäus und antwortet ihm, dass er sein Schreiben in Abwesenheit des anderen nicht habe erbrechen wollen.
Abschrift eines offenen Patents, das Bürgermeister und Rat zu Bremen Anno 39 Claus Sobel, ihrem Bürger, gegeben haben, worin begehrt wird, dass man sie beim Vertrieb der Nürnberger Güter mit dem Zoll nicht zu hoch
beschweren wolle.
Abschrift eines Schreibens, das Jost Becker an Heinrich Muldener getan hat, betreffend den neu aufgesetzten Zoll, an den Amtmann zu Münden.
Antwort des genannten Amtmanns hierauf, worin er auch durch einen Zettel klagt, dass zu Eschwege ebenfalls ein neuer Zoll errichtet werde.
Schreiben hierauf an den Landvogt zu Eschwege, worin durch einen Zettel begehrt wird, dass Hans Schäfer mit zum Landtag abgefertigt werden möge, Anno 39.
Schreiben der Herzogin zu Münden wegen des erhöhten Zolls und der darauf erfolgte Stillstand zwischen Hessen und Braunschweig wegen der Zölle zu Eschwege und Münden.
Abschrift eines Lehnbriefs derer von Eschwege, der ihnen Anno 1493 von Landgraf Wilhelm dem Mittleren gegeben worden ist.
Abschrift eines Schreibens, worin Jost Becker und Heinrich Muldener anzeigen, dass etliches Holzwerk geflößt worden ist, Anno 39. Ebenso Bericht des Vetters, dass der Kanzler und die Räte der Herzogin zu Münden den Zollbrief unseres gnädigen Fürsten und Herrn angenommen, die vierzig Tonnen Salz aber nicht hätten fortgehen lassen wollen, es wäre denn zuvor von jeder Tonne ein Schneeberger erlegt.
Abschrift eines Schreibens, das die Beamten zu Sooden an Statthalter und Räte zu Münden getan haben, betreffend den Salzzoll; worin sie sich schwer beklagen, dass ein Bürger von Kassel, Valtin Reinhardt genannt, drei Pfannen Salz zu Sooden gekauft und nach Kassel habe führen wollen, sie ihn aber wegen der Schifffahrt nicht bei dem alten gewöhnlichen Zoll haben bleiben lassen, sondern er von jeder Pfanne 6 Schneeberger Zoll hat geben müssen.
Aufzeichnungen, was auf dem Landtag zu Münden verhandelt worden ist, Anno 39, Montag nach Michaelis.
Supplikation Heinrich Muldeners und Jost Beckers, betreffend die große Flut Anno 39, die etliche Klafter Holz hinweggenommen hat, wie denn auch die neu gebauten Wehre zum Teil. Ebenso berichten sie, dass Herzog Heinrichs Diener zu Holzminden von jeder Pfanne einen Gulden Zoll fordern; daneben ein Vorschlag: weil Holzminden dem Abt von Corvey zur Hälfte zustehe, zur Zeit aber versetzt sei, dass Seine Fürstlichen Gnaden als Erbschutzherr es an sich lösen möge. Darüber hinaus wird auch berichtet, dass der Zoll zu Münden sodann erhöht worden sei.
Aufzeichnungen allerlei Verhandlungen, die sich Anno 39 bis in das Jahr 40 zugetragen haben, vornehmlich
aber den Salzverkauf der Knechte der Pfänner und dann der Knechte unseres gnädigen Fürsten und Herrn betreffend; ebenso die Holzflöße nach Schwarzwälder Art, die Schifffahrt mit dem Holz und den Salzhandel nach Bremen, zehn neu bestellte Schiffsleute und den zuerst gebauten Salzkasten für den Vorrat. Dies ist in Quart geschrieben, und es sind 38 Stück.
Konvolut: Abschied vom 5. und 31. Mai Anno 51, den Brunnenbau betreffend.
Ratschläge, die damals in Beisein derer, die zum Brunnenbau verordnet waren, an den genannten Tagen gehalten worden sind.
Anmerkung: Dieses und anderes mehr, den Brunnenbau betreffend, ist alles in die Beschreibung des Brunnenbaus gebracht worden.
Der genannte Abschied noch einmal abgeschrieben, Anno 51.
Ratschlag, gehalten den 12. September Anno 51 in derselben Sache.
Ratschlag, gehalten den 21., 22. und 23. August, auch in gleicher Sache, Anno 51.
Ratschlag, gehalten den 2. Juni Anno 51.
Ratschlag, gehalten den 12., 13. und 14. April Anno 51.
Ratschlag, gehalten den 12., 13. und 14. März Anno 51.
Ein Schreiben von Statthalter, Räten und Marschall zu Kassel an Heintz Harsack, Landknecht, dass er siebzig Stämme Holz aus dem Langenberg nach Sooden führen solle; sind zehn Stück.
Konvolut: Abschied, den Brunnen zu Sooden betreffend, Anno 48 den 22. Januar.
Salzgrafen und Pfänner zu Allendorf schreiben wegen des Salzbrunnens an Statthalter
und Räte, Anno 48 den 9. Dezember.
Lanzlaus Schäfers Konzept, betreffend die Landstände zusammenzufordern, Anno 61.
Abschriften eines Beglaubigungsschreibens, das unser gnädiger Fürst und Herr denen von Mühlhausen zugeschickt hat, betreffend den dortigen Salzabsatz, Anno 46.
Christoff Hombergs Schreiben, worin er berichtet, dass Meister Hans von Frankfurt und Heintz Horchappel während der Rechnungslegung Steine gebrochen haben, Anno 45.
Abschrift dessen, was Statthalter und Räte zu Kassel an die Verordneten des Brunnenbaus geschrieben haben, Anno 48 den letzten Dezember.
Sigmund von Boyneburg, Landvogt an der Werra, schreibt an Heinrich Muldener wegen des Salzabsatzes zu Mühlhausen.
Beschreibung eines Probewerks, das Anno 58 aus roher Sole durch Georg Lucan in der Woche
Invocavit gesotten worden ist.
Befragung der Sieder, wie viel mehr Holz ihrer Meinung nach versotten werden müsste, wenn sie ohne Beiße sieden, Anno 58.
Drei Probewerke, die gleichermaßen bald darauf auf Befehl unseres gnädigen Fürsten und Herrn gesotten worden sind.
Schreiben der Stadt Allendorf und der Pfänner zu Sooden, das sie neben der Übersendung ihrer Privilegien getan haben, Donnerstag nach Julianae Virginis.
Ratschlag, wegen des Brunnenbaus gehalten, Anno 48 den 20. Januar.
Akten zwischen Hans Georg von Eschwege und den Hainern, betreffend die Hutung zum Hain; dabei ein Auszug, was die von Eschwege und Kolmitzsch zum Hain zu Lehen haben, von Jost Beckers Hand.
Abschrift eines ernsten Schreibens an Bürgermei-
ster und Rat zu Allendorf, dass sie sich der Gehölze nach dem Wortlaut der Ordnung mit ihrem Vieh enthalten und dazu Hans Georg von Eschwege nicht gestatten, dass er sich der eigenen Hutung zum Hain bediene.
Zwischenbescheid und Abschied, worin Hans Georg dieser Gebrauch abgeschnitten wird.
Abschriften etlicher Schreiben und der darin verwahrten Einlagen, mit A, B, C, D bezeichnet, die genannte Verhandlung betreffend.
Probe dreier Karren Salz, die zu Allendorf gemessen und nach Mühlhausen geführt worden sind: wie viel daraus wieder geliefert wurde und was daraus für Gewinn oder Verlust entstanden ist, Anno 48.
Abschrift eines Schreibens, das Anno 60 ergangen ist, in dem Statthalter und Räte zu Kassel in Abwesenheit unseres gnädigen Fürsten und Herrn — damals in Gefangenschaft — an alle Amtleute, Städte und Ämter schreiben, dass sie kein fremdes Salz
zu kaufen oder zu verkaufen an ihren Orten gestatten sollen, denn man könne und wolle sie aus dem Salzwerk Sooden mit genügend Salz versehen; Anno 60 den 18. Oktober.
Abschrift eines Schreibens an die gemeinen Pfänner und Salzgrafen, betreffend den Brunnenbau, Anno 48; darin ein Erinnerungsschreiben Christoff Hombergs, betreffend Georg Behm, den 17. November.
Salzrechnung zu Mühlhausen von Anno 46.
Beschwerdeartikel, die die von Mühlhausen wegen des neu errichteten Salzabsatzes einwenden; worauf unter anderem Jost Becker zusagt, dass unser gnädiger Fürst und Herr bei den Räten des Kurfürsten zu Sachsen, die dabei gewesen sind, zuwege gebracht habe, dass der Salzabsatz in der Vogtei und den nahen Dörfern gestattet werden solle. Dieser Stücke sind vierundzwanzig.
Konvolut: Christoff Homberg, Valtin Thold und der Bornmeister zu Sooden schreiben an Jost Becker wegen des Vorschlags, dass man in bleiernen Pfannen sieden solle; sie zeigen ihre Gründe an, warum das nicht geschehen könne, und schlagen vor, dass man, wenn es denn sein solle, darin Herrn Johann Nordecks Rat gebrauche und einen Lüneburger Salzknecht zuwege bringe; Anno 52 den 3. Februar.
Abschrift des Vorschlags, den Jost Becker deshalb getan hat; liegt im selben Schreiben.
Johann Merkbach schreibt an Jost Becker, dass unseres gnädigen Fürsten und Herrn Statthalter, Kammermeister und Kammerschreiber laut eingelegter Abschrift geschrieben haben, eine Ordnung zu machen, damit das Salz in gutem Absatz abgehe; Anno 53 den 17. November.
Verordnung der Bauarbeiten an der Landstraße
im Kleb, dass das Geld dazu in Sooden erhoben und nirgends anders als hierzu gebraucht werden solle; unterschrieben von beiden Salzgrafen, Jost Becker und Valtin Thold, Johann Bartholomäus, Christoff Homberg, Jakob Schröder, und danach durch unseren gnädigen Fürsten und Herrn zu Marburg bestätigt. Der Fürst selbst hat unterschrieben, Anno 53 den 25. April.
Der Landvogt an der Werra, Sigmund von Boyneburg, schreibt an Jost Becker und übersendet daneben eine Supplikation der Untersassen im Amt Beilstein. Er bittet für diese unter Einwendung allerlei Neuerungen, die sich kürzlich zugetragen haben, dass man sie mit dem Weg im Kleb verschonen wolle; wo das aber nicht geschehe, protestieren der Landvogt und die Untersassen gegen künftige Beschwerung, Anno 53.
In dieses Schreiben ist eingelegt das Schreiben unseres gnädigen Fürsten und Herrn an den Rentmeister zu Eschwege und den Landknecht zu Abterode; es ist aber durch Jost Becker korrigiert und die Protestation der Bauern für gut befunden worden.
Unser gnädiger Fürst und Herr schreibt an Jost Becker wegen des Sterbens und der Holzflöße, dass diese auf dem kleinen Wasser vorgenommen werde; Anno 53 den 8. August.
Christoff Homberg schreibt Jost Becker wegen des Sterbens und anderer Sachen; er zeigt an, dass Niedenstein gestorben und fünfzig Menschen an einem Tag liegengeblieben seien; Anno 53 den 3. August.
Hermann von Hundelshausen schreibt an Jost Becker wegen der Hauptrechnung, die von Johann Bartholomäus und Christoff Homberg verrichtet werden soll.
Darauf haben beide Salzgrafen, Johann Nordeck und Jost Becker, in jedes Haus acht Gulden Münze verordnet, Anno 52.
Offenes Patent des Landesobersten, Statthalters und der Räte zu Kassel, betreffend die Holzflöße vom Seulingswald nach Sooden; ist durch beide Schultheißen zu Allendorf und Wanfried ausgerichtet worden, den 11. April Anno 50.
Christoff Homberg schreibt an Jost Becker, dass von unserem gnädigen Fürsten und Herrn ein Schreiben eingekommen sei, wie Seine Fürstlichen Gnaden die Knechte, die damals um Mühlhausen lagen, in der Stadt und den Dörfern um Allendorf herum für einige Zeit einzuquartieren gedächten; er sagt, das sei dem Salzwerk hinderlich, und begehrt, dies zu verhüten; er zeigt auch andere Dinge mehr an. Unterschrieben von Valtin Thold, Johann Bartholomäus und Christoff Homberg, Anno 52 den 5. Februar.
Allerlei Ratschläge und Bedenken, die den
2., 13. und 14. März, auch den 17. Mai vorgefallen sind; darin wird angeführt, dass unser gnädiger Fürst und Herr Landgraf Wilhelm befohlen habe, Valtin Thold öffentlich als Salzgrafen zu verkünden. Ebenso wegen des Salzabsatzes zu Höper, der acht abgebrochenen Bothe und der Fassung des Solgrabens, dass in demselben Jahr 120 Buten erbaut werden möchten; es wird vorgeschlagen, ob nicht die gemeinen Pfänner, weil es ein Hauptbau wäre, billig die Hälfte erlegen sollten.
Der Landvogt Sigmund von Boyneburg schreibt an unseren gnädigen Fürsten und Herrn, dass der Salzbrunnen zu Sooden wegen Georg Behms Kunst großen Schaden genommen habe; er schlägt vor, dass, wenn nicht wie vor alters die Sieder die Sole selbst wieder schöpften, das ganze Salzwerk dadurch ins Verderben geriete, und bittet, dass man beizeiten etwas dagegen tun wolle, Anno 47 den 5. Februar.
Die Abschrift dieses Schreibens liegt daneben.
Antwort der Pfänner an den Statthalter und die Räte auf sieben vorgeschlagene Artikel wegen des Salzwerks und des Brunnens: sie sind mit der Rosskunst auf dem Brunnen gar nicht zufrieden, sagen, sie sei gegen ihren Willen errichtet worden, raten, dass man sie wieder mit Menschen schöpfen lasse, wollen nicht glauben, dass der alte Brunnenbau Schaden genommen habe, und wollen auch, wenn ein neuer Bau angefangen würde, nichts dazu geben.
Akten und Aufzeichnungen Anno 45, Montag nach Misericordias Domini, in Sachen betreffend Georgs Bestallung; ebenso die Holz-, Salz- und Eseltreiber gegen die Sieder.
Formular, worin Statthalter und Räte vorgeschlagen haben, dass auf Befehl unseres gnädigen Fürsten und Herrn Georg Behms Rosskunst abgeschafft
und Christoff Homberg gestattet werden solle, eine neue Kunst zu bauen, die mit Menschen getrieben werden könnte, Anno 49 den 27. Juli.
Urfehde Georg Behms, die er von sich gegeben hat, als er sich ohne Wissen und Willen unseres gnädigen Fürsten und Herrn in ein anderes Fürstentum begeben und unseres gnädigen Fürsten und Herrn Pfannenschmiede und Siederknechte abwendig gemacht hatte, Anno 42.
Supplikation Georg Behms, worin er sich über allerlei Beschwerung beklagt und begehrt, die harten Klauseln aus der Urfehde zu beseitigen; und er wendet vor, er habe an der Kunst großen Schaden gelitten.
Statthalter und Räte zu Kassel, auch Heinrich Muldener, Salzgraf, begehren vom Rentmeister Johann Bartholomäus, Georg Behm zu beurlauben, Anno 49.
Anschlag Georg Behms über den gehabten
Nutzen von den Jahren 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48 und 49: es läuft die ganze Einnahme auf 3815 Gulden 12 Albus 4 Pfennig, von jedem Werk 2½ Albus. Nun hat man ihm jährlich 500 Gulden zu je 25 Albus zu erlegen zugesagt; so würden ihm 142 Gulden 20 Albus fehlen.
Christoff Homberg schreibt an Heinrich Muldener und Jost Becker wegen Georg Behm; er zeigt an, dass die von Aschersleben wegen Georg Behms Kunst geschrieben haben, Anno 49 den 18. Februar.
Die Salzgrafen der gemeinen Pfänner samt dem Ausschuss schreiben und antworten auf den ihnen durch Heinrich Muldener und Jost Becker vorgetragenen Befehl unseres gnädigen Fürsten und Herrn wegen Georg Behms und Christoff Hombergs Künsten: sie wissen keine zu loben und wollen bei den Eimern bleiben.
Christoff Hombergs Bestallung zum Amt des Bornmeisters, worin einverleibt wird, dass er diese Kunst auf seine Kosten einrichten, mit Leuten forttreiben und jederzeit genügend Sole verschaffen solle.
Christoff Hombergs Bericht, als er Befehl empfangen hatte, den Brunnen auszuschöpfen und nach dem zugefügten Schaden zu sehen; er zeigt allerlei Unrat an und berichtet, dass in der Woche 41 Pfannen Salz nach Höper abgegangen seien, Anno 46, Sonntag nach Andreae.
Statthalter und Räte zu Kassel schreiben unter Beilage einer Supplikation der Stadt Vacha, dass man ihnen entweder Salz anweisen oder das fremde nicht verbieten wolle, Anno 49.
Christoff Homberg berichtet Heinrich Muldener und Jost Becker, wie sich das Stoßwerk unter dem neuen Solkumpf anlässt, Anno 48 den 8. Juni.
Unsichere Lesungen
Z. 6: emndt= — wohl emp(fanngenn), Schreibung unklar
Christoff Homberg schreibt an die eben Genannten und begehrt, dass sie sich endgültig erklären wollen, ob er mit seinem Vorhaben fortfahren solle; er meldet, dass es ihm, obwohl es auf seine Kosten geschehe, doch nicht recht sei, wenn es für gut befunden würde, die Sieder mit Eimern schöpfen zu lassen, Anno 49, Dienstag nach Nativitatis Mariae.
Desgleichen schreibt und mahnt er auch am Freitag nach Cyriaci.
Dergleichen auch sechs andere Schreiben desselben Jahres gleichen Inhalts, die Christoff Homberg an die Obengenannten geschrieben hat, worin er fleißig angehalten hat, dass sie sich nicht irremachen lassen, sondern seine Sachen fördern wollten.
Ein besonderer kleiner Zettel, worin von wegen unseres gnädigen Fürsten und Herrn befohlen und den Salzgrafen ganz ernstlich eingebunden wird, dass sie aufs fleißigste zusehen sollten, dass das
Salzwerk nicht in Abnahme und Verderben komme und sie es nicht noch verschlimmerten.
Supplikation Georg Behms an unseren gnädigen Fürsten und Herrn, worauf befohlen worden ist, dass Heinrich Muldener hierauf Antwort geben solle, Anno 44 den 15. Juni.
Vorschlag und Zeichnung Heinrich Muldeners, worin er berichtet, dass im Jahr 41 ein Loch gegraben worden sei, in dem man das wilde Wasser abschöpfen könnte; er entdeckt daneben, was man beim Senken für Bergart angetroffen hat.
Christoff Homberg schreibt Heinrich Muldener und Jost Becker, beiden Salzgrafen, und klagt, dass die Sole gar gering sei; er gibt der trockenen Zeit die Schuld und begehrt, dass sie sich nach Allendorf verfügen und darüber beraten wollen, Anno 46, Donnerstag Martini.
Georg Behm begehrt von Statthalter und Räten vier Stämme Holz, Anno 47.
Aufzeichnungen, betreffend den Brunnenbau und andere Sachen, Anno 49 den 14. August.
Auszug, was vom Sonntag Judica des Jahres 49 bis zum letzten Tag Dezember nach Georg Behms Abzug an Pumpengeld angefallen ist; sind ——— Stück.
Konvolut: Aufzeichnungen eines Ratschlags, worin der Statthalter zu Kassel, der Landvogt, Heintz von Luttern, Nordeck und die Befehlshaber zu Sooden anordnen, dass der Brunnen bis auf den Grund ausgeschöpft würde, um zu erfahren, ob Georg Behms Kunst Schaden tue und den Brunnen und das Erdreich erschüttere. Darauf sind Hans von Frankfurt, Steinmetz, und Anton Thaur, Baumeister, eingefahren und haben befunden, dass der Brunnenbau ganz verletzt sei, Anno 47 den 12. September.
Heintz von Luttern zeigt an, dass die lothringischen Salzwerke in Gemäuer liegen, wie das Balthasar Mertz und Meister Heintz, der Zimmermann, gesehen haben.
Meister Guldentopf von Kreuzburg sagt, es sei nötig, dass der Brunnen mit neuen Bauten gefasst werde; er zeigt daneben allerlei Bedenken an, will es aber nicht dafür halten, dass Georg Behms Kunst Schaden getan habe.
Georg Behm sagt, er könne keine andere, leichtere Kunst zuwege bringen; darum ist ernstlich geboten worden, die Kunst abzuschaffen.
Christoff Homberg schreibt von wegen Meister Hans' von Frankfurt wegen des neuen Solkumpfs, Anno 48.
Die Sodemeister beklagen sich über allerlei Beschwerung wegen Georg Behm, Anno 45.
Christoff Homberg schreibt, er wisse nicht zu verantworten, dass nur 4703 Werke gesotten worden sind.
Christoff Homberg schreibt an beide Salzgrafen und berichtet allerlei Gebrechen des Brunnens