Zum Inhalt
salzbibel.deForschungsprojekt
Darstellung
Darstellung
Schriftgröße
Zeilenabstand
Farben
Kontrast
Bewegung
Schriftart

Alle Einstellungen mit Erläuterung

Salzbibel

Die Salzbibel

Das Werk als Zeitleiste: Wortlaut, Übersetzung, Zusammenfassung und Anmerkungen — frei kombinierbar

Das Werk der Reihe nach

Die Salzbibel in der Reihenfolge der Handschrift, Seite für Seite: Wortlaut, Übersetzung, Zusammenfassungen und redaktionelle Anmerkungen. Jede Ansicht und jeder der dreizehn Abschnitte lässt sich an- und abschalten; weitere Filter grenzen auf Seiten mit Abbildungen, Tabellen, Randvermerken oder unsicheren Lesungen, auf einen Band, einen Seitenbereich oder ein Suchwort ein. Der Zustand steht in der Adresszeile.

Wortlaut und Übersetzung werden unverändert ausgegeben; Ziffern im Wortlaut verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite. Den Gesamtbestand durchsucht die Suche, die Gliederung erklärt Aufbau des Werks.

Ansicht
Abschnitt
Weitere Filter
Nur mit
Band
Eingrenzen
zurücksetzen

2.056 von 2.240 Einträgen

zurücksetzen

II · 2. Buch · Band 1 · Fortsetzung

Die Entwicklung unter Landgraf Philipp dem Großmütigen

Das zweite Buch · 510 Seiten · Aufbau des Werks

HandschriftS. 511 Bl. 253r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 511

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteCammernn vnnd mehrung gemeines nutzenn, dienenn sollenn, zudem vnnd damit hinfurter |: wie Inn leyder Gott geklagtt :| ohne einige verkhrsachenn, wo die warheit belernet vnnd besichtiget, mitgesagtt werdenn mochtte, die pfenner göntenn f.gl. nit, was Ihnenn Gott gönne, sonndernn stundenn darnach f.gl. vnnd auch sich selbst zu merck lichenn schadenn zuuerhindernn, Habenn hierumb dieweil die pfenner samptlich stetigs also mit schwerenn vnnkostenn, bey einannder nit sein mogenn, einmutiglich etliche vorschlege, die sie vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn nachuolgennder weise anzutragenn, vnnd sich derhalbenn, ob es wege haben mochte, Iedoch in alwegenn hiermit aus dem auffgerichtenn vertrage nit geschrittenn, darüonn sie auch offenntlich protestiren, vnnd die so solches vonn Irer aller wegen thun sollenn verordnet, Nemblich Johann Niedenstein, Johann Casselmann, als Saltzgrebenn, darneben Johann Schaffnit2, Johann Stein, Geißler Schwanflugell, Heinz Meinhardt, Georgenn freundt, Michael Niegenrodt, Gabriel Sausler1[?], vnnd Georg Dieffridt, wie volgett, Erstlich, sollenn sie sich freundtlich vnnderredenn, vff3 mittell vnnd wege denckenn, ob es nutzlicher vnnd bequemlicher sey f.gl. mundtlich oder schrifftlich zubesuchen, vnnd dermassenn zubittenn, dieweil sie in alle wege f.gl. frommenn vnnd nutzenn, ohn Irenn hohenn schaden zusuchenn willigk, vnnd sich Irenn eidenn vnd pflichten nach schuldigk erkennenn, das sie bey f.gl. vnndertheing annhalttenn vnnd bittenn wollenn, sie gnediglich mitt einem Generall zuuersorgenn, dermasse, Nachdem die pfenner geneigt, f.gl. etliche vorschlege vfgenommenenn bescheidt zuthun, vnnd aber die vorschlege nit anngenommenn, noch Ir bestenndigkeit oder zur einigkeitt vnd zu gutem beschlus quemen, das dann solch vorgenommenn hanndtlung vnnd vorschlege, dem aufgerichttenn vertrag, oder aber den pfennernn in nichttenn verennckenn solle, sonnder bey seiner macht bleibenn, Zum anndernn, Wann solches vf bittliches annsuchenn bey f.gl. erhalttenn vnnd des gnugsamb gesichert, alsdan f.gl. fernner zubittenn, das f.gl. zu derselbenn vnnderhanndtlung behuf, damit es freundtlich vnnd vnnderthenigk anngebracht, vnnd auch wircklich geschlossenn, vnd bestenndigk |: da Gott gnade zugebe :| sein möge, ettliche vnnpartheiliche vnnderhänndtler, Inn der pfenner vorschlege vorzutragenn, gnediglich gebenn wolle, oder gestattenn, das sie etliche gebenn, ob sie mochttenn, oder Ie zum wenigstenn Irenn nebenn f.gl. gegebenn vnderhanndtler zuordtnetenn, Zum drittenn, Wo solchs alsdann erlanngt, wie Ie billich geschehenn muste,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Sausler — Name unsicher, Sauster?
  2. Schaffnit — Name, Lesung unsicher
  3. vff — am Zeilenende, evtl. gestrichen

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 512 Bl. 253v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 512

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteCammernn vnnd mehrung gemeines nutzenn, dienenn sollenn, zudem vnnd damit hinfurter |: wie Inn leyder Gott geklagtt :| ohne einige verkhrsachenn, wo die warheit belernet vnnd besichtiget, mitgesagtt werdenn mochtte, die pfenner göntenn f.gl. nit, was Ihnenn Gott gönne, sonndernn stundenn darnach f.gl. vnnd auch sich selbst zu merck lichenn schadenn zuuerhindernn, Habenn hierumb dieweil die pfenner samptlich stetigs also mit schwerenn vnnkostenn, bey einannder nit sein mogenn, einmutiglich etliche vorschlege, die sie vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn nachuolgennder weise anzutragenn, vnnd sich derhalbenn, ob es wege haben mochte, Iedoch in alwegenn hiermit aus dem auffgerichtenn vertrage nit geschrittenn, darüonn sie auch offenntlich protestiren, vnnd die so solches vonn Irer aller wegen thun sollenn verordnet, Nemblich Johann Niedenstein, Johann Casselmann, als Saltzgrebenn, darneben Johann Schaffnit, Johann Stein, Geißler Schwanflugell, Heinz Meinhardt, Georgenn freundt, Michael Niegenrodt, Gabriel Sausler[?], vnnd Georg Dieffridt, wie volgett, Erstlich, sollenn sie sich freundtlich vnnderredenn, vff mittell vnnd wege denckenn, ob es nutzlicher vnnd bequemlicher sey f.gl. mundtlich oder schrifftlich zubesuchen, vnnd dermassenn zubittenn, dieweil sie in alle wege f.gl. frommenn vnnd nutzenn, ohn Irenn hohenn schaden zusuchenn willigk, vnnd sich Irenn eidenn vnd pflichten nach schuldigk erkennenn, das sie bey f.gl. vnndertheing1 annhalttenn vnnd bittenn wollenn, sie gnediglich mitt einem Generall2 zuuersorgenn, dermasse, Nachdem die pfenner geneigt, f.gl. etliche vorschlege vfgenommenenn bescheidt zuthun, vnnd aber die vorschlege nit anngenommenn, noch Ir bestenndigkeit oder zur einigkeitt vnd zu gutem beschlus quemen, das dann solch vorgenommenn hanndtlung vnnd vorschlege, dem aufgerichttenn vertrag, oder aber den pfennernn in nichttenn verennckenn3 solle, sonnder bey seiner macht bleibenn, Zum anndernn, Wann solches vf bittliches annsuchenn bey f.gl. erhalttenn vnnd des gnugsamb gesichert, alsdan f.gl. fernner zubittenn, das f.gl. zu derselbenn vnnderhanndtlung behuf, damit es freundtlich vnnd vnnderthenigk anngebracht, vnnd auch wircklich geschlossenn, vnd bestenndigk |: da Gott gnade zugebe :| sein möge, ettliche vnnpartheiliche vnnderhänndtler, Inn der pfenner vorschlege vorzutragenn, gnediglich gebenn wolle, oder gestattenn, das sie etliche gebenn, ob sie mochttenn, oder Ie zum wenigstenn Irenn nebenn f.gl. gegebenn vnderhanndtler zuordtnetenn, Zum drittenn, Wo solchs alsdann erlanngt, wie Ie billich geschehenn muste,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. vnndertheing — so geschrieben, wohl vnnderthenig
  2. Generall — Lesung unsicher
  3. verennckenn — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 513 Bl. 254r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 513

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteCammernn vnnd mehrung gemeines nutzenn, dienenn sollenn, zudem vnnd damit hinfurter |: wie Inn leyder Gott geklagtt :| ohne einige verkhrsachenn, wo die warheit belernet vnnd besichtiget, mitgesagtt werdenn mochtte, die pfenner göntenn f.gl. nit, was Ihnenn Gott gönne, sonndernn stundenn darnach f.gl. vnnd auch sich selbst zu merck lichenn schadenn zuuerhindernn, Habenn hierumb dieweil die pfenner samptlich stetigs also mit schwerenn vnnkostenn, bey einannder nit sein mogenn, einmutiglich etliche vorschlege, die sie vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn nachuolgennder weise anzutragenn, vnnd sich derhalbenn, ob es wege haben mochte, Iedoch in alwegenn hiermit aus dem auffgerichtenn vertrage nit geschrittenn, darüonn sie auch offenntlich protestiren, vnnd die so solches vonn Irer aller wegen thun sollenn verordnet, Nemblich Johann Niedenstein, Johann Casselmann, als Saltzgrebenn, darneben Johann Schaffnit, Johann Stein, Geißler Schwanflugell, Heinz Meinhardt, Georgenn freundt, Michael Niegenrodt, Gabriel Sausler[?], vnnd Georg Dieffridt, wie volgett, Erstlich, sollenn sie sich freundtlich vnnderredenn, vff mittell vnnd wege denckenn, ob es nutzlicher vnnd bequemlicher sey f.gl. mundtlich oder schrifftlich zubesuchen, vnnd dermassenn zubittenn, dieweil sie in alle wege f.gl. frommenn vnnd nutzenn, ohn Irenn hohenn schaden zusuchenn willigk, vnnd sich Irenn eidenn vnd pflichten nach schuldigk erkennenn, das sie bey f.gl. vnndertheing annhalttenn vnnd bittenn wollenn, sie gnediglich mitt einem Generall zuuersorgenn, dermasse, Nachdem die pfenner geneigt, f.gl. etliche vorschlege vfgenommenenn bescheidt zuthun, vnnd aber die vorschlege nit anngenommenn, noch Ir bestenndigkeit oder zur einigkeitt vnd zu gutem beschlus quemen, das dann solch vorgenommenn hanndtlung vnnd vorschlege, dem aufgerichttenn vertrag, oder aber den pfennernn in nichttenn verennckenn solle, sonnder bey seiner macht bleibenn, Zum anndernn, Wann solches vf bittliches annsuchenn bey f.gl. erhalttenn vnnd des gnugsamb gesichert, alsdan f.gl. fernner zubittenn, das f.gl. zu derselbenn vnnderhanndtlung behuf, damit es freundtlich vnnd vnnderthenigk anngebracht, vnnd auch wircklich geschlossenn, vnd bestenndigk |: da Gott gnade zugebe :| sein möge, ettliche vnnpartheiliche vnnderhänndtler, Inn der pfenner vorschlege vorzutragenn, gnediglich gebenn wolle, oder gestattenn, das sie etliche gebenn, ob sie mochttenn, oder Ie zum wenigstenn Irenn nebenn f.gl. gegebenn vnderhanndtler zuordtnetenn, Zum drittenn, Wo solchs alsdann erlanngt, wie Ie billich geschehenn muste,

2

sollenn sie die verordtnetenn Ires hochstenn vermögenns, sampt den vnnderhanndtlernn, die vorgeschlagene mittell der pfenner f.gl. annzeigenn, vnnd bis zum enndtlichenn beschlus hanndtlenn, Iedoch den beschlus, ohnne mitwissenn aller vnnd ganntzenn samblung der pfenner, vnnd derselbenn mit bewilligung oder verwissen, was gehanndtlet, nit enndtlich schliessenn, Sonndernn wan solches den pfennernn alsdann anngezeigt, vnnd sie darein bewilligenn, das dann vnnd nicht eher, sie seyenn denn der vnnderhanndtlung vnnd was dergleichenn, vonn allerseitts gnugsamb, vnnd sonnderlich die pfenner versichert, verwahrt, versieglet, vnnd verbriefftet, Wie das zum Krefftigstenn sein Krafft vnnd macht habenn soll, geschehenn, soll dieser vfgerichtter vertragk, Iedoch vnngekrennckt in ruhenn stehenn, vnnd nachuolgenndts anfgehabenn sein oder werdenn, Zum Vierdtenn zubittenn, Dieweil zu solcher vergleichung, etwas zeit gehörenn will, desto weniger nit die verfaste rechtfertigung vnnd vrtheil, auch annders in gerurttenn abscheidt befundenn, keinem theil darinn gefehr gesucht habenn möge, Darnebenn auch f.gl. seinenn amptenn, ernnstlich Inner Sodenn zubeuehlenn, gut vfsehenns zuhabenn, das doweniger nit Inhalts dem vertrage vnnd aufgerichtter ordenung das Saltzwerck Regiret vnnd die armenn pfenner Ire knechtte,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. anf= — wohl auf=, Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 514 Bl. 254v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 514

1

Fortsetzung von der vorigen Seitesollenn sie die verordtnetenn Ires hochstenn vermögenns, sampt den vnnderhanndtlernn, die vorgeschlagene mittell der pfenner f.gl. annzeigenn, vnnd bis zum enndtlichenn beschlus hanndtlenn, Iedoch den beschlus, ohnne mitwissenn aller vnnd ganntzenn samblung der pfenner, vnnd derselbenn mit bewilligung oder verwissen, was gehanndtlet, nit enndtlich schliessenn, Sonndernn wan solches den pfennernn alsdann anngezeigt, vnnd sie darein bewilligenn, das dann vnnd nicht eher, sie seyenn denn der vnnderhanndtlung vnnd was dergleichenn, vonn allerseitts gnugsamb, vnnd sonnderlich die pfenner versichert, verwahrt, versieglet, vnnd verbriefftet, Wie das zum Krefftigstenn sein Krafft vnnd macht habenn soll, geschehenn, soll dieser vfgerichtter vertragk, Iedoch vnngekrennckt in ruhenn stehenn, vnnd nachuolgenndts anfgehabenn sein oder werdenn, Zum Vierdtenn zubittenn, Dieweil zu solcher vergleichung, etwas zeit gehörenn will, desto weniger nit die verfaste rechtfertigung vnnd vrtheil, auch annders in gerurttenn abscheidt befundenn, keinem theil darinn gefehr gesucht habenn möge, Darnebenn auch f.gl. seinenn amptenn, ernnstlich Inner Sodenn zubeuehlenn, gut vfsehenns zuhabenn, das doweniger1 nit Inhalts dem vertrage vnnd aufgerichtter ordenung das Saltzwerck Regiret vnnd die armenn pfenner Ire knechtte,

2

vnnd der arme Lanndtmann nit so hoch beschwert werden möchten, Im fall nun diese obgenanttenn verordnete dieser Instruction, vnnd zugestelttenn vorschlegenn gelebtenn, darzu sie auch vnnsernn volkommenenn gewalt, wie der Buchstab vnnd nit weitter mitbringt, haben sollen, volnstreckung thetenn, das also vnnsernn gnedigenn furstenn vnnd herrnn zu gut kommenn möchtte, vnnd Inenn derhalbenn einige vngnadt, schade oder vnlust begegnete, den oder die wie die nahmenn habenn möchten, geredenn wir sie in alwege zubenehmenn, vnnd schadtlos zuhalttenn, auch solch Ire hanndtlung, vnnd diese Inenn gegebenenn volnkommenn Gewaldt,

3

in keine weise annfechttenn wollenn, Sonndernn stedt, fest, vnnd vnuerbrochen halttenn, Des Im erkundt habenn wir gemeine pfenner die Ernuestenn vnnd Ersamenn Asmus vonn Buttlar, Herrnn Henrich Löbern, Herrnn Conradt Iring, den Iungernn Hans von Sueenn[?], Johann Stauffennbuel, Luder Borckmann, Hans Neut[?],Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. doweniger — Lesung unsicher); Des Im (Zeilenende, evtl. Des Zu
  2. Lö= — Name Löbern unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 515 Bl. 255r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 515

1

Fortsetzung von der vorigen Seitein keine weise annfechttenn wollenn, Sonndernn stedt, fest, vnnd vnuerbrochen halttenn, Des Im erkundt habenn wir gemeine pfenner die Ernuestenn vnnd Ersamenn Asmus vonn Buttlar, Herrnn Henrich Löbern, Herrnn Conradt Iring, den Iungernn Hans von Sueenn1[?], Johann Stauffennbuel3, Luder Borckmann, Hans Neut2[?],

2

vnnd Curt Rulanndenn, dieser vnnser Instruction zuuersieglenn, gebettenn, Das wir Itztgenanttenn, also vf Ihr bitt gethann bekennenn, doch vnns vnnd vnnsernn erbenn ohn schadenn, Gebenn vnnd geschehenn zu Allenndorff, freytags post omnium Sanctorum Anno [et]c 39, Donnerstags post omnium Sanctorum Im Iare 39.

3

Ist Rulanndt Rulanndt amptmann zu Mundenn, in Iegennwerttigkeitt der ganntzenn versamblung gemeiner Pfenner vf dem Rathause zu Allenndorff erschienenn, vnnd hat vnnder anndernn erzalt, Inenn gelannge glaubwurdig ann, das er vonn gemeinen pfennernn, wiewohl er sie alweg treuwlich gemeint, darfur gehalttenn vnnd geachttet, als soltte er bey vnnserm Lanndtsfurstenn des vorgenommenenn gebaues zun Soden, ein annfennglicher anngeber vnnd mit vhrsacher gewesenn sein, Item es wurde gesagt, als soltte sein sohnn Doctor Iost zu Fritzlar etliche rede darzu dienlich, Ime als seinem eigenenn Vatternn, selbst habenn nachgeredt, Welches er sich zu den pfennernn wenigk Ia nichtts versehenn, werde sich auch im grundt der war heit seines verhoffenns nicht anderst[?], sey derohalben gemeint vnnd bedacht, sich hinfurtter der pfenner, auch Irer geselschafftenn, Rathschlegenn vnnd hanndtlung zueußernn, vnnd wolle darauff sein pfannentheil zun Sodenn, seinenn freundenn, vnnd ob es denenn nicht geliebtt, gemeinenn pfennernn sampt vnnd sonnderlich zuuerkauffenn feyl vnnd anngebottenn habenn, Im fall es gemeine Pfenner auch nicht habenn woltenn, woltte er sein bestes damit gedennckenn, dann er gedechtte solches pfannentheils halber keiner vngnadt, weniger schadenns zugewarttenn, vnnd begeret des in viertzehenn tagenn anntwort, Darauff im Johann Niedennstein aus beuelch der pfenner geanntworttet, Es wissenn gemeine pfenner solches argwones oder rede vnnder sich sonnderlich nicht zuerinnernn, Im fall aber das etwas wortte vonn etlichen vnnd sonnderlichenn personenn, Ime beruhst geredt, gebe der ganntzenn samblung nicht zuschaffenn, sonndern er als ein verstenndiger wurde sich Iegenn dem oder denenn der pilligkeit vnnd gebuer wohl zugehalttenn wissenn, Mitt bitt, er woltte sich der pfenner vnnd Irer geselschafft derhalbenn nicht eussernn, vnnd selbst verdechttigk machenn, anngesehenn das er der Heupter eins, so zu diesem newenn vfgerichttenn vertrag Rath vnnd that gebenn, vnnd het versieglenn helffenn, Rulanndt ist vf seinem furhabenn verharret, vnnd damitt abgetrettenn, Auff die letztenn anntwort schrifft, so die pfenner f.gl. bey dem Stadtschreiber zugeschickt, welcher Copia hiebeuor mitt A. bezeichnet, habenn f.gl. diese volgennde anntwort gebenn, Welche freytags am tag praesentationis Mariae vmb Vier vhr Iegennabenndt annkommenn, Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzenelnpogen [et]c vnnsernn liebenn Getreuenn, den gemeinen Pfennernn in Sodenn vor Allendorff ann der Werra [et]c liebenn Getreuenn, Wir habenn ewer anntwortt, so ihr vnns vf den Iungst zu Cassell abgenommenenn abschiedt, schrifftlich hapt zugeschickt empfanngenn, vnnd Innhalts verlesenn, Konnenn vnns aus solcher ewer anntwort nit wohl richttenn, noch daraus verstehenn, was ewer gemut sein will, das zu billicher vnnd fruchtbarer hinlegung, solcher kunfftigenn Irrung vnnd misuerstanndts also dienenn soltte, dann die Irrung so bishero vonn euch anngezogenn wordenn sein, hoffenn wir, durch der Lanndtschafft bescheidt vnnd vrtheil schon verfast, vnd werdenn dem Iungstenn bescheidt nach, so ihr nicht anders wollet, eröffnet werdenn mussenn, Was vnns beidenn teiln darin zu vnnd abgesprochenn wirdt, des mussenn wir gewarttenn, Wiewohl vnns wie ihr wisset lieber gewesenn wehre,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Sueenn — Name unleserlich, Zeilenanfang
  2. Neut — Name unsicher
  3. Stauffennbuel — Name unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 516 Bl. 255v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 516

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteIst Rulanndt Rulanndt amptmann zu Mundenn, in Iegennwerttigkeitt der ganntzenn versamblung gemeiner Pfenner vf dem Rathause zu Allenndorff erschienenn, vnnd hat vnnder anndernn erzalt, Inenn gelannge glaubwurdig ann, das er vonn gemeinen pfennernn, wiewohl er sie alweg treuwlich gemeint, darfur gehalttenn vnnd geachttet, als soltte er bey vnnserm Lanndtsfurstenn des vorgenommenenn gebaues zun Soden, ein annfennglicher anngeber vnnd mit vhrsacher gewesenn sein, Item es wurde gesagt, als soltte sein sohnn Doctor Iost zu Fritzlar etliche rede darzu dienlich, Ime als seinem eigenenn Vatternn, selbst habenn nachgeredt, Welches er sich zu den pfennernn wenigk Ia nichtts versehenn, werde sich auch im grundt der war heit seines verhoffenns nicht anderst1[?], sey derohalben gemeint vnnd bedacht, sich hinfurtter der pfenner, auch Irer geselschafftenn, Rathschlegenn vnnd hanndtlung zueußernn, vnnd wolle darauff sein pfannentheil zun Sodenn, seinenn freundenn, vnnd ob es denenn nicht geliebtt, gemeinenn pfennernn sampt vnnd sonnderlich zuuerkauffenn feyl vnnd anngebottenn habenn, Im fall es gemeine Pfenner auch nicht habenn woltenn, woltte er sein bestes damit gedennckenn, dann er gedechtte solches pfannentheils halber keiner vngnadt, weniger schadenns zugewarttenn, vnnd begeret des in viertzehenn tagenn anntwort, Darauff im Johann Niedennstein aus beuelch der pfenner geanntworttet, Es wissenn gemeine pfenner solches argwones oder rede vnnder sich sonnderlich nicht zuerinnernn, Im fall aber das etwas wortte vonn etlichen vnnd sonnderlichenn personenn, Ime beruhst2 geredt, gebe der ganntzenn samblung nicht zuschaffenn, sonndern er als ein verstenndiger wurde sich Iegenn dem oder denenn der pilligkeit vnnd gebuer wohl zugehalttenn wissenn, Mitt bitt, er woltte sich der pfenner vnnd Irer geselschafft derhalbenn nicht eussernn, vnnd selbst verdechttigk machenn, anngesehenn das er der Heupter eins, so zu diesem newenn vfgerichttenn vertrag Rath vnnd that gebenn, vnnd het versieglenn helffenn, Rulanndt ist vf seinem furhabenn verharret, vnnd damitt abgetrettenn, Auff die letztenn anntwort schrifft, so die pfenner f.gl. bey dem Stadtschreiber zugeschickt, welcher Copia hiebeuor mitt A. bezeichnet, habenn f.gl. diese volgennde anntwort gebenn, Welche freytags am tag praesentationis Mariae vmb Vier vhr Iegennabenndt annkommenn, Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzenelnpogen [et]c vnnsernn liebenn Getreuenn, den gemeinen Pfennernn in Sodenn vor Allendorff ann der Werra [et]c liebenn Getreuenn, Wir habenn ewer anntwortt, so ihr vnns vf den Iungst zu Cassell abgenommenenn abschiedt, schrifftlich hapt zugeschickt empfanngenn, vnnd Innhalts verlesenn, Konnenn vnns aus solcher ewer anntwort nit wohl richttenn, noch daraus verstehenn, was ewer gemut sein will, das zu billicher vnnd fruchtbarer hinlegung, solcher kunfftigenn Irrung vnnd misuerstanndts also dienenn soltte, dann die Irrung so bishero vonn euch anngezogenn wordenn sein, hoffenn wir, durch der Lanndtschafft bescheidt vnnd vrtheil schon verfast, vnd werdenn dem Iungstenn bescheidt nach, so ihr nicht anders wollet, eröffnet werdenn mussenn, Was vnns beidenn teiln darin zu vnnd abgesprochenn wirdt, des mussenn wir gewarttenn, Wiewohl vnns wie ihr wisset lieber gewesenn wehre,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. anderst — Lesung unsicher
  2. beruhst — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 517 Bl. 256r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 517

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteIst Rulanndt Rulanndt amptmann zu Mundenn, in Iegennwerttigkeitt der ganntzenn versamblung gemeiner Pfenner vf dem Rathause zu Allenndorff erschienenn, vnnd hat vnnder anndernn erzalt, Inenn gelannge glaubwurdig ann, das er vonn gemeinen pfennernn, wiewohl er sie alweg treuwlich gemeint, darfur gehalttenn vnnd geachttet, als soltte er bey vnnserm Lanndtsfurstenn des vorgenommenenn gebaues zun Soden, ein annfennglicher anngeber vnnd mit vhrsacher gewesenn sein, Item es wurde gesagt, als soltte sein sohnn Doctor Iost zu Fritzlar etliche rede darzu dienlich, Ime als seinem eigenenn Vatternn, selbst habenn nachgeredt, Welches er sich zu den pfennernn wenigk Ia nichtts versehenn, werde sich auch im grundt der war heit seines verhoffenns nicht anderst[?], sey derohalben gemeint vnnd bedacht, sich hinfurtter der pfenner, auch Irer geselschafftenn, Rathschlegenn vnnd hanndtlung zueußernn, vnnd wolle darauff sein pfannentheil zun Sodenn, seinenn freundenn, vnnd ob es denenn nicht geliebtt, gemeinenn pfennernn sampt vnnd sonnderlich zuuerkauffenn feyl vnnd anngebottenn habenn, Im fall es gemeine Pfenner auch nicht habenn woltenn, woltte er sein bestes damit gedennckenn, dann er gedechtte solches pfannentheils halber keiner vngnadt, weniger schadenns zugewarttenn, vnnd begeret des in viertzehenn tagenn anntwort, Darauff im Johann Niedennstein aus beuelch der pfenner geanntworttet, Es wissenn gemeine pfenner solches argwones oder rede vnnder sich sonnderlich nicht zuerinnernn, Im fall aber das etwas wortte vonn etlichen vnnd sonnderlichenn personenn, Ime beruhst geredt, gebe der ganntzenn samblung nicht zuschaffenn, sonndern er als ein verstenndiger wurde sich Iegenn dem oder denenn der pilligkeit vnnd gebuer wohl zugehalttenn wissenn, Mitt bitt, er woltte sich der pfenner vnnd Irer geselschafft derhalbenn nicht eussernn, vnnd selbst verdechttigk machenn, anngesehenn das er der Heupter1 eins, so zu diesem newenn vfgerichttenn vertrag Rath vnnd that gebenn, vnnd het versieglenn helffenn, Rulanndt ist vf seinem furhabenn verharret, vnnd damitt abgetrettenn, Auff die letztenn anntwort schrifft, so die pfenner f.gl. bey dem Stadtschreiber zugeschickt, welcher Copia hiebeuor mitt A. bezeichnet, habenn f.gl. diese volgennde anntwort gebenn, Welche freytags am tag praesentationis Mariae vmb Vier vhr Iegennabenndt annkommenn, Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzenelnpogen [et]c vnnsernn liebenn Getreuenn, den gemeinen Pfennernn in Sodenn vor Allendorff ann der Werra [et]c liebenn Getreuenn, Wir habenn ewer anntwortt, so ihr vnns vf den Iungst zu Cassell abgenommenenn abschiedt, schrifftlich hapt zugeschickt empfanngenn, vnnd Innhalts verlesenn, Konnenn vnns aus solcher ewer anntwort nit wohl richttenn, noch daraus verstehenn, was ewer gemut sein will, das zu billicher vnnd fruchtbarer hinlegung, solcher kunfftigenn Irrung vnnd misuerstanndts also dienenn soltte, dann die Irrung so bishero vonn euch anngezogenn wordenn sein, hoffenn wir, durch der Lanndtschafft bescheidt vnnd vrtheil schon verfast, vnd werdenn dem Iungstenn bescheidt nach, so ihr nicht anders wollet, eröffnet werdenn mussenn, Was vnns beidenn teiln darin zu vnnd abgesprochenn wirdt, des mussenn wir gewarttenn, Wiewohl vnns wie ihr wisset lieber gewesenn wehre,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Heupter — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 518 Bl. 256v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 518

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteIst Rulanndt Rulanndt amptmann zu Mundenn, in Iegennwerttigkeitt der ganntzenn versamblung gemeiner Pfenner vf dem Rathause zu Allenndorff erschienenn, vnnd hat vnnder anndernn erzalt, Inenn gelannge glaubwurdig ann, das er vonn gemeinen pfennernn, wiewohl er sie alweg treuwlich gemeint, darfur gehalttenn vnnd geachttet, als soltte er bey vnnserm Lanndtsfurstenn des vorgenommenenn gebaues zun Soden, ein annfennglicher anngeber vnnd mit vhrsacher gewesenn sein, Item es wurde gesagt, als soltte sein sohnn Doctor Iost zu Fritzlar etliche rede darzu dienlich, Ime als seinem eigenenn Vatternn, selbst habenn nachgeredt, Welches er sich zu den pfennernn wenigk Ia nichtts versehenn, werde sich auch im grundt der war heit seines verhoffenns nicht anderst[?], sey derohalben gemeint vnnd bedacht, sich hinfurtter der pfenner, auch Irer geselschafftenn, Rathschlegenn vnnd hanndtlung zueußernn, vnnd wolle darauff sein pfannentheil zun Sodenn, seinenn freundenn, vnnd ob es denenn nicht geliebtt, gemeinenn pfennernn sampt vnnd sonnderlich zuuerkauffenn feyl vnnd anngebottenn habenn, Im fall es gemeine Pfenner auch nicht habenn woltenn, woltte er sein bestes damit gedennckenn, dann er gedechtte solches pfannentheils halber keiner vngnadt, weniger schadenns zugewarttenn, vnnd begeret des in viertzehenn tagenn anntwort, Darauff im Johann Niedennstein aus beuelch der pfenner geanntworttet, Es wissenn gemeine pfenner solches argwones oder rede vnnder sich sonnderlich nicht zuerinnernn, Im fall aber das etwas wortte vonn etlichen vnnd sonnderlichenn personenn, Ime beruhst geredt, gebe der ganntzenn samblung nicht zuschaffenn, sonndern er als ein verstenndiger wurde sich Iegenn dem oder denenn der pilligkeit vnnd gebuer wohl zugehalttenn wissenn, Mitt bitt, er woltte sich der pfenner vnnd Irer geselschafft derhalbenn nicht eussernn, vnnd selbst verdechttigk machenn, anngesehenn das er der Heupter eins, so zu diesem newenn vfgerichttenn vertrag Rath vnnd that gebenn, vnnd het versieglenn helffenn, Rulanndt ist vf seinem furhabenn verharret, vnnd damitt abgetrettenn, Auff die letztenn anntwort schrifft, so die pfenner f.gl. bey dem Stadtschreiber zugeschickt, welcher Copia hiebeuor mitt A. bezeichnet, habenn f.gl. diese volgennde anntwort gebenn, Welche freytags am tag praesentationis Mariae vmb Vier vhr Iegennabenndt annkommenn, Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzenelnpogen [et]c vnnsernn liebenn Getreuenn, den gemeinen Pfennernn in Sodenn vor Allendorff ann der Werra [et]c liebenn Getreuenn, Wir habenn ewer anntwortt, so ihr vnns vf den Iungst zu Cassell abgenommenenn abschiedt, schrifftlich hapt zugeschickt empfanngenn, vnnd Innhalts verlesenn, Konnenn vnns aus solcher ewer anntwort nit wohl richttenn, noch daraus verstehenn, was ewer gemut sein will, das zu billicher vnnd fruchtbarer hinlegung, solcher kunfftigenn Irrung vnnd misuerstanndts also dienenn soltte, dann die Irrung so bishero vonn euch anngezogenn wordenn sein, hoffenn wir, durch der Lanndtschafft bescheidt vnnd vrtheil schon verfast, vnd werdenn dem Iungstenn bescheidt nach, so ihr nicht anders wollet, eröffnet werdenn mussenn, Was vnns beidenn teiln darin zu vnnd abgesprochenn wirdt, des mussenn wir gewarttenn, Wiewohl vnns wie ihr wisset lieber gewesenn wehre,

2

das dieselbenn in der guette, ohn rechtlich erkenndtnus, werenn beygelegt wordenn, desto lieber hettenn auch wir vnnser zuspruche fallen lassen, aber aus ewerm vorschlage vnnd meinung wirdt nichts annders dann lannger vertzugk, grosser schade, vnnd vnwiederbringliche vnnrichttigkeit eruolgenn, Dann Ir wisset, was gros schadenns aus gemelttem ewerm klagenn vnnd annziehenn albereits geuolgtt ist, vnnd wurde gewislich so wir ewerm begerenn gemes vffschube bewilligenn solttenn, nicht minder volgen werdenn, Desgleichenn die begerte Caution vnnd Reuersal zugebenn, [übergeschrieben: wurde] eine grosse vnnrichttigkeit vnnd lanngenn verzugk geperenn, dann dieselbige beide stuck, wurdenn nit minder, vnnd vielmehr hanndtlung, rede vnnd wiederrede, disputation, bedennckenn vnnd erwegung erfordernn, dann die Hauptsache ann ihr selbst, Vnnd wir wustenn noch nicht, was ewere vorschlege, vnnd so die geschehenn, ob dieselbigenn vnns annehmlich sein wurden, zudem so wolt es auch vnns vnnd euch nit gepurenn, vnser Erbar Lanndtschafftenn, die es so treuwlich meinenn, weil die hanndtlung anngefanngenn, vnnd zeit damitt zugebracht[?], nun mehr ohn redtlich vhrsache, zuuerkieren, vnnd frembder furstenn Vniuersiteten oder Stedt Personenn hanndtlung zugewarttenn, Wann es aber ohnne das wehre, soltet ihr vonn vnns aller pillicheitt, dieweil wir vor Iedermann vnnpartheische rede vnnd hanndtlung wohl leidenn mögenn, kein wegerung spurenn, aus den vnnd anndernn trefflichenn vhrsachenn, sein wir allenn sachenn zu gut, vnnd damit auch wir zu beidenn theilenn forderlich zu ennde kommenn mögenn, andernn leutenn nicht vnnruhe vnnd vnns selbst verkleynerung machenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 519 Bl. 257r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 519

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedas dieselbenn in der guette, ohn rechtlich erkenndtnus, werenn beygelegt wordenn, desto lieber hettenn auch wir vnnser zuspruche fallen lassen, aber aus ewerm vorschlage vnnd meinung wirdt nichts annders dann lannger vertzugk, grosser schade, vnnd vnwiederbringliche vnnrichttigkeit eruolgenn, Dann Ir wisset, was gros schadenns aus gemelttem ewerm klagenn vnnd annziehenn albereits geuolgtt ist, vnnd wurde gewislich so wir ewerm begerenn gemes vffschube bewilligenn solttenn, nicht minder volgen werdenn, Desgleichenn die begerte Caution vnnd Reuersal zugebenn1, [übergeschrieben: wurde] eine grosse vnnrichttigkeit vnnd lanngenn verzugk geperenn, dann dieselbige beide stuck, wurdenn nit minder, vnnd vielmehr hanndtlung, rede vnnd wiederrede, disputation, bedennckenn vnnd erwegung erfordernn, dann die Hauptsache ann ihr selbst, Vnnd wir wustenn noch nicht, was ewere vorschlege, vnnd so die geschehenn, ob dieselbigenn vnns annehmlich sein wurden, zudem so wolt es auch vnns vnnd euch nit gepurenn, vnser Erbar Lanndtschafftenn, die es so treuwlich meinenn, weil die hanndtlung anngefanngenn, vnnd zeit damitt zugebracht2[?], nun mehr ohn redtlich vhrsache, zuuerkieren3, vnnd frembder furstenn Vniuersiteten oder Stedt Personenn hanndtlung zugewarttenn, Wann es aber ohnne das wehre, soltet ihr vonn vnns aller pillicheitt, dieweil wir vor Iedermann vnnpartheische rede vnnd hanndtlung wohl leidenn mögenn, kein wegerung spurenn, aus den vnnd anndernn trefflichenn vhrsachenn, sein wir allenn sachenn zu gut, vnnd damit auch wir zu beidenn theilenn forderlich zu ennde kommenn mögenn, andernn leutenn nicht vnnruhe vnnd vnns selbst verkleynerung machenn,

2

bedacht, bey der Iungstenn hanndelung so zu Cassell vorgenommenn, vnnd zum theil geschlossenn zupleibenn, zu bestimpter zeit des bescheidts zu warttenn, vnnd dann furters Innhalt der Casselischenn abrede, vor den gesatztenn Commissarien zu procediren, Liessett aber ihr euch bedunckenn, so gut sein soltte, aufft die vorschlege so die Lanndtschafft der vbergabe oder zustellung ewers theils des Saltzwercks, gethann, gutlich vnnd vnuorgreiflich zuhanndtlenn, so wollenn wir zu solcher hanndtlung zwene vnnserer Räthe, vnnd zwene vonn Stettenn Cassell vnnd Marpurgk gebenn, dergleichenn möchttet ihr auch zwene vnnpartheische aus der Ritterschafft, vnnd zwene aus den Stedtenn vnnsers Furstenthumbs nehmenn, also das dieselbenn zwischenn vnns vonn beiden theilnn mitwissenn, vonn der zustellung vnnd Iegen notturfftige versicherung oder bezahlung gutlich hanndeln,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. zugebenn — Zeilenanfang unsicher
  2. zugebracht — Übergeschriebenes -ge- unsicher
  3. zuuerkieren — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 520 Bl. 257v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 520

1

Fortsetzung von der vorigen Seitebedacht, bey der Iungstenn hanndelung so zu Cassell vorgenommenn, vnnd zum theil geschlossenn zupleibenn, zu bestimpter zeit des bescheidts zu warttenn, vnnd dann furters Innhalt der Casselischenn abrede, vor den gesatztenn Commissarien zu procediren, Liessett2 aber ihr euch bedunckenn, so gut sein soltte, aufft die vorschlege so die Lanndtschafft der vbergabe oder zustellung ewers theils des Saltzwercks, gethann, gutlich vnnd vnuorgreiflich zuhanndtlenn, so wollenn wir zu solcher hanndtlung zwene vnnserer Räthe, vnnd zwene vonn Stettenn Cassell vnnd Marpurgk gebenn, dergleichenn möchttet ihr auch zwene vnnpartheische aus der Ritterschafft, vnnd zwene aus den Stedtenn vnnsers Furstenthumbs nehmenn, also das dieselbenn zwischenn vnns vonn beiden theilnn mitwissenn, vonn der zustellung vnnd Iegen notturfftige versicherung oder bezahlung gutlich hanndeln,

2

|: doch das Immer1 des Iungst zu Cassell verfast, vnnd beschlossenn vrtheil, mitler zeit publicirt werde :| derselbenn hanndtlung wollenn wir gnedigk erwarttenn, vnnd vnns darin aller billicheit erzeigenn vnnd gehaltenn, Könnenn sie dann vnns zu beidenn theilenn alsdann vergleichenn, wohl vnnd gut, wo nicht so stehet ein Jederttheil in seinem rechtenn Inmassenn wir vor,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Immer — Lesung unsicher
  2. Liessett — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 521 Bl. 258r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 521

1

Fortsetzung von der vorigen Seite|: doch das Immer des Iungst zu Cassell verfast, vnnd beschlossenn vrtheil, mitler zeit publicirt werde :| derselbenn hanndtlung wollenn wir gnedigk erwarttenn, vnnd vnns darin aller billicheit erzeigenn vnnd gehaltenn, Könnenn sie dann vnns zu beidenn theilenn alsdann vergleichenn, wohl vnnd gut, wo nicht so stehet ein Jederttheil in seinem rechtenn Inmassenn wir vor,

2

vnuerlezt, vnnd darff weder Caution oder Reuersals, Es were dann, das wir vonn beidenn seittenn enndtlich vnd grundtlich vertragenn werdenn, als dann wolttenn Caution brieffe vnnd Reuersal zu beidenn seittenn zugeben vonnötenn,

3

vnnd solt als dann ann vns deshalb nicht mangell sein, Solches wolttenn wir euch gnediger meinung nit verhaltenn Datum Zappenburgk den 16.

4

Nouembris Anno 39.

5

P.

6

L.

7

Sÿmonn Bing sst Ann sent1[?] Sonnabenndt nach Elizabeth Anno 39 seindt die Pfenner algemeiniglich, so viel derer alhier in der Stadt Allenndorff gesessenn, vff dem Rath hause bey einannder versamblet gewesenn, vnnd habenn, nach dem Ire gesandenn, vff Jungst zu Cassell vnngefehrlichenn verhör, wie aus der Action zuersehenn,

8

vf vnnsers gnedigenn fursten vnnd herrnn persönnlich anredenn, etwas mehr gewilliget habenn sollenn, dann Ire dero zeit mitgegebene Instruction anweiset, solche hanndelung vnnd verwilligung, durch ein offenntlich Instrument zu widderruffenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. sent — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 522 Bl. 258v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 522

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevf vnnsers gnedigenn fursten vnnd herrnn persönnlich anredenn, etwas mehr gewilliget habenn sollenn, dann Ire dero zeit mitgegebene Instruction anweiset, solche hanndelung vnnd verwilligung, durch ein offenntlich Instrument zu widderruffenn,

2

einmütiglich enndtschlossenn, vnnd sonnderlich dieweil Ire gutliche vorschlege, vonn vnnserm gnedigenn furstenn vnd herrnn nicht mochtenn gehort, vnnd durch vnpartheische vnnderhanndtler vonn beiderseits F.

3

Ch.

4

Ff. vnnd hern, vnnd den Pfennernn vorgetragenn, vnnd verhanndtlet2[?] wordenn, Volget Copia des Instruments.

5

In Gottes namenn Amenn, Kundt vnnd offennbar seÿ aller menniglich, die diesenn offenenn Instruments brief sehenn oder horenn lesenn, Das nach Christi vnnsers hern geburt Tausenndt Funffhundert vnnd in dem Neun vnnd dreissigstenn Jare, Indictione duodecima, zu teutsch der zwölffte Romer zinszahl genenndt,

6

am Sonnabenndt post Elizabeth, der do war der zweÿ vnnd zwanzigste des Monats Nouembris, vmb dreÿ vhr nach Mittage vnngefehrlich, Regirung des allerdurchleuchtigstenn, Grosmechtigstenn Furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Carls des funfftenn Römischenn Kaisers, vnnsers aller gnedigstenn Herrnn, seiner Kaiserlichenn Maigt.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. F. Ch. Ff. — Abkürzungen, Lesung unsicher
  2. verhanndtlet — Wortende überschrieben

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 523 Bl. 259r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 523

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteam Sonnabenndt post Elizabeth, der do war der zweÿ vnnd zwanzigste des Monats Nouembris, vmb dreÿ vhr nach Mittage vnngefehrlich, Regirung des allerdurchleuchtigstenn, Grosmechtigstenn Furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Carls des funfftenn Römischenn Kaisers, vnnsers aller gnedigstenn Herrnn, seiner Kaiserlichenn Maigt.

2

Kaiserthumbs im Ein vnnd zwannzigstenn Jare, Ist vor mir offennbaren Notario, vnnd der nachgeschriebenen Gezeugenn Jegennwertigkeit, darzu sonnderlichenn geheischt vnnd gebettenn, ein Ehrliche grosse versamblung der Gemein Pfenner zun Boden vor Allenndorff erschienenn,

3

vnnd eine papierne Zettell vertragenn vnnd lesenn lassenn, mit vermeldung, einer anngehefftenn reuocation vnnd protestation also lautennde, Gestrenngenn Ernntvestenn, Hochgelartenn Erbarnn, vorsichtigenn, gunstigenn gepietenndenn Herrnn E.

4

Bs. gunstenn, seindt vnnsere vnnderthenige gannz willige diennste zuuor, Gestrennge gunstige Herrnn, Nach dem wir die gemeinenn Pfenner des Salzwergks, gelegenn vor Allenndorff ann der Werra, durch vnnsern gnedigenn Landtsfurstenn vnnd Herrnn, etlicher beschwerung vnnd bedrangung halber, so vnns vonn sfgl.2 beuelchabernn vnd dienernn zun Bodenn,

5

vonn zeit des newenn vfgerichtetenn vertrags in die zweÿ Jar lanng vngefehrlich in vnnserm Salzwerck vnnd alt vätterlichenn, wohlhergebrachtenn Erbe zu wieder dem furstlichenn vfgerichttetenn vnnd bewilligtenn vertrage, vorgefallenn vnnd begegenet, zu einer vnngefehrlichenn verhör zu Cassell vf den 13.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. E. Bs. — Abkürzung unsicher
  2. sfgl. — Abkürzung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 524 Bl. 259v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 524

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevonn zeit des newenn vfgerichtetenn vertrags in die zweÿ Jar lanng vngefehrlich in vnnserm Salzwerck vnnd alt vätterlichenn, wohlhergebrachtenn Erbe zu wieder dem furstlichenn vfgerichttetenn vnnd bewilligtenn vertrage, vorgefallenn vnnd begegenet, zu einer vnngefehrlichenn verhör zu Cassell vf den 13.

2

Octobris, laut sfgl.1 vberschicktenn tagzettell, vor E.

3

G. vnnd G. als verordnetenn Lanndtstenndenn, betagt gewesenn, Verwegenn auch wir vnnsere Gesanndtenn, zu solchenn verhör tage, mit einer gemessigtenn Instruction, welche E.

4

G. vnnd G. als wir bericht, damahls verlesenn, vnnd vorgelegt wordenn, gemechtiget vnnd abgefertiget, darbeÿ sie auch vnnsers versehenns billich gelassenn vnnd beruhet,

5

Dieweil sich aber ehrgenannte vnnsere Gesanndtenn, wie aus dem gegebenenn abscheide vnnder anndernn zuersehenn vff persönnlich vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn anredenn, sfgl.

6

Person vielleicht nit zuuerbitternn, aus Wehmut, verges, vnuerstanndt, oder aber anndernn bedenncken, der gemessigten Instruction zuendt Jegen, dem auffgerichtenn Vertrag zu nachteil, vnnd vnns denn armenn Hauffenn gemeiner Pfenner, beÿden Witwen vnuerlormundetenn2 Weÿsen, zu ewigenn Verderbenn, weitter vnnd mehr dann die zugeschicktenn vnnsers gut digenn furstenn vnnd herrnn tagzettell der vngefehrlichen verhör ausgewiesenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. sfgl. — Abkürzung unsicher); E. G. vnnd G. (Abkürzungen unsicher
  2. vnuerlormundetenn — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 525 Bl. 260r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 525

1

Fortsetzung von der vorigen SeitePerson vielleicht nit zuuerbitternn, aus Wehmut, verges, vnuerstanndt, oder aber anndernn bedenncken, der gemessigten Instruction zuendt Jegen, dem auffgerichtenn Vertrag zu nachteil, vnnd vnns denn armenn Hauffenn gemeiner Pfenner, beÿden Witwen vnuerlormundetenn Weÿsen, zu ewigenn Verderbenn, weitter vnnd mehr dann die zugeschicktenn vnnsers gut digenn furstenn vnnd herrnn tagzettell der vngefehrlichen verhör ausgewiesenn,

2

vnnd sie vonn vnns gemechtiget, eingelassenn bewilligt vnnd nachgegebenn habenn sollenn, so wollenn wir gemeine Pfenner obgemeltes Salzwergks samptlich vnnd sonnderlich in solche Ingelassene hanndtlung so vnnserm vfgerichtenn vertrage vnnd gegebener Instruction zuwit1 Jegenn vnnd zuwiedder, auch in E.

3

G. vnnd G. als dieser sachenn, vermog vnnsers vertrags vnuerdechttige scheidtrichtter, in keinerley weise oder wege, verstirckt2, gehelet3 noch gewilliget, sonndernn dieselbenn hiermitt vor eroffnung des vermeintenn verfastenn bescheidts vnnd vrtheils, Innhalt des gegebenenn abscheidts genzlich reuocirt Cassiret vnnd abgethann habenn,

4

vnnd reuociren solchs in Krafft dieser schrifft zum Krefftigstenn aller rechtenn, wie das Immer geschehenn soll vnnd magk darumb wir auch als die zu vngefehrlicher verhör betaget vnnd nit desto minder beschwert, vor E.

5

G. vnnd G. als den verordenten der Lanndtstennde offenntlich vnnd solenniter protestiren, bedingenn vnnd beruffenn, Mit vnndertheniger flehlicher bitt, Wollet dieser vnnser Reuocation vnnd protestation Inngedennck, vnnd in zeitt vnnser not bekanndt sein, vnnd verwarlich behalttenn, Welches wir ein gepurliche Recognition vonn E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. zuwit — Lesung unsicher); E. G. vnnd G. (Abkürzungen unsicher
  2. verstirckt — Lesung unsicher
  3. gehelet — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 526 Bl. 260v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 526

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. vnnd G. als den verordenten der Lanndtstennde offenntlich vnnd solenniter protestiren, bedingenn vnnd beruffenn, Mit vnndertheniger flehlicher bitt, Wollet dieser vnnser Reuocation vnnd protestation Inngedennck, vnnd in zeitt vnnser not bekanndt sein, vnnd verwarlich behalttenn, Welches wir ein gepurliche Recognition vonn E.

2

G. vnnd G. hiermit wollenn vnnderthenigk gepetenn habenn, vnnd verdienenn es Jegenn E.

3

Gs. vnd G. in vnnderthenigkeit willigk gernne, Nach solcher verlesung vnnd vberanntwortung berurter Zettell, vnnd inserirter reuocation, protestation, sampt vnnderthenigerr bitt, wie darin verleibt, ann die beschriebenenn niedergesetztenn Lanndtstende haltenndt, vber solches alles gemeinlich vnnd sonnderlich, habenn die obgedachtenn gemeine Pfennere so vf dem vorbestimtenn verhörtage nit mit gewesenn, mich offenen Notarium vorbemelt, mit geburlicher requisition, gebettenn, hieruonn ein vnnd mehr Instrumentum oder Instrumenta aufzurichtenn, vnnd zumachenn, so offt vnnd viel Ihnenn des not vnnd behuff ist, Diese vorgeschriebene ding vnnd hanndtlung seindt also geschehen, auff der Rathstubenn zu Allenndorff, hieruber vnnd beÿgewesenn, Die Ersamenn Bastiann Zichennfort2, Jacob Fleischhauer,

4

vnnd Claus Schilling alle Bur gere zu Allenndorff, zu zeugenn gebettenn, vnnd sonnderlichenn gefordert, Im Jahr Indictione, Monat, vnd Kaiserthumbs, wie obenn beschriebenn, Vnnd Ich Henningus Heÿse Menzer Bistumbs Clerick vonn Kaÿs: gewalt offennbarer schreiber vnnd Notarig, als diese vorberurte verlesung vnnd vberanntwortung derselbenn Reuocation vnnd protestation wie obsteget,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. E. G. vnnd G. — Abkürzungen unsicher
  2. Zichennfort — Name, Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 527 Bl. 261r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 527

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd Claus Schilling alle Bur gere zu Allenndorff, zu zeugenn gebettenn, vnnd sonnderlichenn gefordert, Im Jahr Indictione, Monat, vnd Kaiserthumbs, wie obenn beschriebenn, Vnnd Ich Henningus Heÿse Menzer1 Bistumbs Clerick2 vonn Kaÿs: gewalt offennbarer schreiber vnnd Notarig3, als diese vorberurte verlesung vnnd vberanntwortung derselbenn Reuocation vnnd protestation wie obsteget,

2

so geschehenn ist, vnnd verhanndelt wordenn, bin Ich vorgenannter Notarius, vnnd mitgedachte zeugenn da Jegenwertigk gewesenn, dis offenn Instrument dauon Conficiret, vnnd gemacht mit eigener hanndt geschriebenn,

3

Nahmenn vnnd zunahmenn vnnderschriebenn, vnd mit meinem gewönnlichenn Signet verzeichnet, In vrkunde aller vorgeschriebenenn dinge, sonnderlichenn darzu gebettenn, gefordert vnnd geheischt.

4

Volget die schrifft des newenn erbietenns, ann die Verordnete der Lanndtstennde zu Marpurgk.

5

Den Gestrenngenn Edlenn, Ernntvestenn Hochgelarten Erbarnn vnnd vorsichtigenn, Georgenn vonn Colmetsch, Stadthalternn zu Marpurgk, Burgermeisternn vnnd Rath daselbstenn, sampt anndernn furstlichenn verordentenn Lanndtstenndenn, vnnsernn gebietennden hern samptlich vnnd sonnderlich zuerbrechenn, Gestrennge, Edle, Ernueste,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Menzer — Ortsname, Lesung unsicher
  2. Clerick — Lesung unsicher
  3. Notarig — Wortende unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 528 Bl. 261v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 528

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDen Gestrenngenn Edlenn, Ernntvestenn Hochgelarten Erbarnn vnnd vorsichtigenn, Georgenn vonn Colmetsch, Stadthalternn zu Marpurgk, Burgermeisternn vnnd Rath daselbstenn, sampt anndernn furstlichenn verordentenn Lanndtstenndenn, vnnsernn gebietennden hern samptlich vnnd sonnderlich zuerbrechenn, Gestrennge, Edle, Ernueste,

2

Hochgelartenn Erbare vnnd vorsichtige, gunstige gepietennde Herrnn, Wiewohl wir die Gemeine Pfenner aus wehmutigenn vnnd mancherleÿ schwerenn gedannckenn, auch vnnserm vnuerheblichenn schadenn vnnd nachteil, vonn der Casselischenn hanndelung Jungst vor E.

3

G. vnnd G. im schein einer vngefehrlichenn verhör geschehenn, durch ein offenn Instrument, so wir E.

4

G. vnnd G. hiernebenn zuschickenn vnnd vbergebenn, vnnser vnuermeidtlichenn hohen noturfft nach Reuociren, vnnd solche hanndelung Cassiren mussenn, So habenn wir doch darnebenn einmutiglich, damit wir nit als die halsstarrigenn, vnnd die ihrem gnedigenn Lanndesfurstenn vnnd herrnn,

5

auch gemeiner Lanndtschafft, so fer vnns Immer muglich, vnnd ohnn vnnser ewig verderbenn, vnnd vnerheb lichenn schadenn geschehenn könntte, nicht willigk vnd gernne volgenn woltenn, vonn sfgl. auch E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. E. G. vnnd G. — Abkürzungen unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 529 Bl. 262r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 529

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteauch gemeiner Lanndtschafft, so fer vnns Immer muglich, vnnd ohnn vnnser ewig verderbenn, vnnd vnerheb lichenn schadenn geschehenn könntte, nicht willigk vnd gernne volgenn woltenn, vonn sfgl.1 auch E.

2

G. vnnd G. als vnnsernn gepietenndenn Herrnn gespueret, oder gehaltenn wordenn enndtschlossenn, vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn zu ehrenn, zu besserung seiner f. gl.

3

Cammer, vnnd zuforderung gemeines nutzenns, doch vff ein gnugsamb Reuers, das solches dem vorabgeredtenn Furstlichenn vertrage, in dem vnd allenn anndernn seinenn Puncten, vnnd Inhaltungenn vnachteÿligk sein sollen, des Solschepffenns halber, so fer nach gnugsamer Prob.2 vnd erfahrung E.

4

G. vnnd G. oder derselbenn verordnetenn vnnd Gesanndtenn im grunde befindenn, das es Jederzeit ohnn vnnsernn schadenn geschehenn könne, vnnd das wir aus Krafft vnnser Erbgerechtigkeit am Sahlenschepffen nit verhindert,

5

leidtliche milterung, als die armenn willigenn vnnderthanenn zugestattenn vnnd nachzugebenn, Im anndernn, des Salzkauffs halber wie thewr die Pfann dins Furstennthumb gegebenn werdenn solle, vonn E.

6

G. vnnd G. vermöge des vertrags, welches wir vnns nit zubegebenn, oder zuuerzeihenn gedennckenn, gepurliche hanndtlung zu leidenn, vnnd das derselbige, Innhalt des vertrags geordnet, gesezt vnnd bewilligtt werde, Zum drittenn, der zehenn abgesaztenn [gestrichen: alb] halber,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. sfgl. — Abkürzung unsicher
  2. Prob. — Abkürzung, Lesung unsicher); Pfann dins (Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 530 Bl. 262v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 530

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. vnnd G. vermöge des vertrags, welches wir vnns nit zubegebenn, oder zuuerzeihenn gedennckenn, gepurliche hanndtlung zu leidenn, vnnd das derselbige, Innhalt des vertrags geordnet, gesezt vnnd bewilligtt werde, Zum drittenn, der zehenn abgesaztenn [gestrichen: alb] halber,

2

der sache zu gut, bis zu gnugsamer besichtigung vnnd erkundigung ewer der Lanndtstennde, doch dem vertrage in alwege vnabbruchlich, vnnd das solches zum forderlichsten beschehe, in Ruhenn zustehenn, Mit vnndertheniger bitt, E.

3

G. vnnd G. wollenn dis vnnser vnnderthenig erbietenn, sampt gethaner reuocation vnnd protestion vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn zum fuglichst begenndigenn2 lassenn, vnnd durch die gutigkeit vnnd gerechtigkeit Jesu Christi vnnsers [übergeschrieben:

4

Heÿlandts] vnns dermassenn Jegenn sfgl.3 verbittenn, das zu abhelffung aller anndernn misuerstennde vnnd beschwerung, so sich zwischenn sfgl. vnnd den gemeinen Pfennernn bis dahero zugetragenn, die viel gebettenenn scheidtsrichter, durch sfgl. vermöge auffgerichtes vertrags zum forderlichstenn ernenndt, geordnet vnnd gesazt,

5

vnnd zu denselbenn zu vermeidunge vnnkostenn, etliche Commissarien verordtnet, vor denenn alle vorgefallene beschwerunge vnd misuerstennde, bis zum beschlus vorgetragenn, vnnd darnach durch die Niedergesaztenn dem vertrage gemes daruber erkenndt, geurtheilt, enndtscheidenn vnnd vfgehabenn mögenn werdenn, Das verdienenn wir vmb E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. E. G. vnnd G. — Abkürzungen unsicher
  2. begenndigenn — Lesung unsicher
  3. sfgl. — Abkürzung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 531 Bl. 263r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 531

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd zu denselbenn zu vermeidunge vnnkostenn, etliche Commissarien verordtnet, vor denenn alle vorgefallene beschwerunge vnd misuerstennde, bis zum beschlus vorgetragenn, vnnd darnach durch die Niedergesaztenn dem vertrage gemes daruber erkenndt, geurtheilt, enndtscheidenn vnnd vfgehabenn mögenn werdenn, Das verdienenn wir vmb E.

2

G. vnnd G. in vnnderthenigkeit sonnderlich willigk Datum Sonntags post præsentationis Mariæ Anno 39.

3

E.

4

G. vnnd G.

5

Vnnderthenige, Gemeine Pfenner des Salzwergks vor Allenndorff.

6

Ann sent2[?] Sonnabenndts post Catharinæ Anno quo supra Ist George Hebann3, geschworner Stadtbott alhier zu Allenndorff auff dem Rathause vor beidenn Rethenn erschienenn, vnnd hat volgennde schrifft vom Stadthalternn, Burgermeister vnnd Rath zu Marpurgk ann gemeine Pfenner ausganngenn, dem Salzgreuenn Johann Niedennstein behenndigt, mit nebenn Relation vnnd bericht, das er vff Dinstagk am tage Catharinæ des Morgenns vmb acht vhr, das Pergamenen Instrument reuocationis so Ime vonn gemeinen Pfennernn beuohlen, sampt der Innerwartenn Missiuen Georgenn vonn Colmitsch Stadthalter zu Marpurgk præsentiret, vnnd in eigene henndt gelieffert habe, Bittennde, ihme solcher liefferung gleubliche recognition mitzutheilenn, Darauff im mehrgenannter Stadthalter Inn die Herberg zugehenn, vnnd daselbst ein tagk oder zwenn vf antwort zuuerziehenn beuohlenn, welchem er also nachkommenn vnnd gelebt, Volgenndt Donnerstags, vmb acht oder Neun vhr vnngefehrlich,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. E. G. vnnd G. — Abkürzungen unsicher
  2. sent — Lesung unsicher
  3. Hebann — Name, Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 532 Bl. 263v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 532

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteAnn sent[?] Sonnabenndts post Catharinæ Anno quo supra Ist George Hebann, geschworner Stadtbott alhier zu Allenndorff auff dem Rathause vor beidenn Rethenn erschienenn, vnnd hat volgennde schrifft vom Stadthalternn, Burgermeister vnnd Rath zu Marpurgk ann gemeine Pfenner ausganngenn, dem Salzgreuenn Johann Niedennstein1 behenndigt, mit nebenn Relation vnnd bericht, das er vff Dinstagk am tage Catharinæ des Morgenns vmb acht vhr, das Pergamenen Instrument reuocationis so Ime vonn gemeinen Pfennernn beuohlen, sampt der Innerwartenn Missiuen Georgenn vonn Colmitsch Stadthalter zu Marpurgk præsentiret, vnnd in eigene henndt gelieffert habe, Bittennde, ihme solcher liefferung gleubliche recognition mitzutheilenn, Darauff im mehrgenannter Stadthalter Inn die Herberg zugehenn, vnnd daselbst ein tagk oder zwenn vf antwort zuuerziehenn beuohlenn, welchem er also nachkommenn vnnd gelebt, Volgenndt Donnerstags, vmb acht oder Neun vhr vnngefehrlich,

2

hat im vorgedachter Stadthalter in beÿsein eines Secretarien, das Instrument sampt volgender nebennschrifft wieder zugestelt, vnnd dem Burgermeisternn Vhafft2 nit zuliefernn beuohlenn, Hierauff der Burgermeister Vrbann Tholde gefragtt, ob dann der Stadthalter gemelt Instrument vom Dinstag ann biß vff den Donnerstag verwarlich bey sich behaltenn habe, Darauff genannter Stadtbotte geannttworttet, Ja, Versehe sich auch gentzlich zu dem das es offenntlich verlesenn, So habe Henrich Muldener Copiam davonn bekommenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Niedennstein — Name, Lesung unsicher
  2. Vhafft — Lesung unsicher); Vrbann Tholde (Name, Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 533 Bl. 264r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 533

1

Fortsetzung von der vorigen Seitehat im vorgedachter Stadthalter in beÿsein eines Secretarien, das Instrument sampt volgender nebennschrifft wieder zugestelt, vnnd dem Burgermeisternn Vhafft nit zuliefernn beuohlenn, Hierauff der Burgermeister Vrbann Tholde gefragtt, ob dann der Stadthalter gemelt Instrument vom Dinstag ann biß vff den Donnerstag verwarlich bey sich behaltenn habe, Darauff genannter Stadtbotte geannttworttet, Ja, Versehe sich auch gentzlich zu dem das es offenntlich verlesenn, So habe Henrich Muldener1 Copiam davonn bekommenn,

2

Dieweil nun vielgemelter Stadthalter das Instrument emtpfanngenn, anngenommenn, etlich tag bey sich behaltenn, vnnd nachmahls dasselb dem bottenn wieder zu hanndenn gestelt, vnnd wie er schreibt bey Ime gelassen,

3

habenn gemeine pfenner solches nit wieder anzunehmenn gewust, sondernn in gleichnus bey dem botten gelassenn, vnnd biß vff weitternn bevelch verwarlich zu behaltenn befohlenn, Welches der bott also anngenommenn vnnd zugesagt.

4

Volget die Antwort der Verordtnetenn zu Marpurgk vff der Pfenner erbietenn.

5

Georg vom Kolmitsch2 Stadthalter, Burgermeister vnnd Rath zu Marpurgk, Den Erntvestenn Erbarnn vnnd vorsichtigenn vnsern liebenn Schwagernn, Junckernn, Herrenn vnd guten freundenn, Gemeinenn pfenernn zu Allendorff Inn Sodenn sampt vnnd sonnderlich, Vnnsernn willigenn diennst zuvor, Erntvestenn, auch Erbarnn vnnd vorsichtigenn gunstigenn liebenn Schwagernn, Junckhernn, Herrenn vnnd guten freunde, Wir hettenn gemeint, ihr sollen vf den ernenten in abscheidt Jungst zu Cassell Termin, den bescheidt vonn den Lanndtstenndenn verfertigt Ewer gesanndtenn bewilligung nach annzuhörenn, durch euch selbst, oder ewer volmechtigenn erschienenn sein, Dieweil aber ihr aussenn pliebenn, vnnd der Durchleuchtige Hochgeborne Furst vnnd Herr, Vnnser gnediger Furst vnnd Herr durch sfgl. gesanndtenn mit habenndem gewalt, den tagk vor vnns alhier ersucht, vnnd gutlich begert, den gefasten vnnd gefertigtenn bescheidt zu eröffnenn, Habenn wir den also, vermöge des bewilligten Reces, auch in ewern vnngehorsamb publicirt vnnd eröffnet, In dem habenn obgedachts vnnsers gnedigenn Furstenn vnd Herrenn Gesanndtenn, vonn wegenn sfgl. begert, euch die gemeine Pfenner |: nach dem die vorgefallene Irrung zwischenn sfgl. vnnd euch in keinem guetlichenn vertrag, des wir vnns denn gar nicht versehenn hettenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Muldener — Name, Lesung unsicher
  2. Kolmitsch — Name, Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 534 Bl. 264v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 534

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteGeorg vom Kolmitsch Stadthalter, Burgermeister vnnd Rath zu Marpurgk, Den Erntvestenn Erbarnn vnnd vorsichtigenn vnsern liebenn Schwagernn, Junckernn, Herrenn vnd guten freundenn, Gemeinenn pfenernn zu Allendorff Inn Sodenn sampt vnnd sonnderlich, Vnnsernn willigenn diennst zuvor, Erntvestenn, auch Erbarnn vnnd vorsichtigenn gunstigenn liebenn Schwagernn, Junckhernn, Herrenn vnnd guten freunde, Wir hettenn gemeint, ihr sollen vf den ernenten in abscheidt Jungst zu Cassell Termin, den bescheidt vonn den Lanndtstenndenn verfertigt Ewer gesanndtenn bewilligung nach annzuhörenn, durch euch selbst, oder ewer volmechtigenn erschienenn sein, Dieweil aber ihr aussenn pliebenn, vnnd der Durchleuchtige Hochgeborne Furst vnnd Herr, Vnnser gnediger Furst vnnd Herr durch sfgl. gesanndtenn mit habenndem gewalt, den tagk vor vnns alhier ersucht, vnnd gutlich begert, den gefasten vnnd gefertigtenn bescheidt zu eröffnenn, Habenn wir den also, vermöge des bewilligten Reces, auch in ewern vnngehorsamb publicirt vnnd eröffnet, In dem habenn obgedachts vnnsers gnedigenn Furstenn vnd Herrenn Gesanndtenn, vonn wegenn sfgl. begert, euch die gemeine Pfenner |: nach dem die vorgefallene Irrung zwischenn sfgl. vnnd euch in keinem guetlichenn vertrag, des wir vnns denn gar nicht versehenn hettenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 535 Bl. 265r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 535

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteGeorg vom Kolmitsch Stadthalter, Burgermeister vnnd Rath zu Marpurgk, Den Erntvestenn Erbarnn vnnd vorsichtigenn vnsern liebenn Schwagernn, Junckernn, Herrenn vnd guten freundenn, Gemeinenn pfenernn zu Allendorff Inn Sodenn sampt vnnd sonnderlich, Vnnsernn willigenn diennst zuvor, Erntvestenn, auch Erbarnn vnnd vorsichtigenn gunstigenn liebenn Schwagernn, Junckhernn, Herrenn vnnd guten freunde, Wir hettenn gemeint, ihr sollen vf den ernenten in abscheidt Jungst zu Cassell Termin, den bescheidt vonn den Lanndtstenndenn verfertigt Ewer gesanndtenn bewilligung nach annzuhörenn, durch euch selbst, oder ewer volmechtigenn erschienenn sein, Dieweil aber ihr aussenn pliebenn, vnnd der Durchleuchtige Hochgeborne Furst vnnd Herr, Vnnser gnediger Furst vnnd Herr durch sfgl. gesanndtenn mit habenndem gewalt, den tagk vor vnns alhier ersucht, vnnd gutlich begert, den gefasten vnnd gefertigtenn bescheidt zu eröffnenn, Habenn wir den also, vermöge des bewilligten Reces, auch in ewern vnngehorsamb publicirt vnnd eröffnet, In dem habenn obgedachts vnnsers gnedigenn Furstenn vnd Herrenn Gesanndtenn, vonn wegenn sfgl. begert, euch die gemeine Pfenner |: nach dem die vorgefallene Irrung zwischenn sfgl. vnnd euch in keinem guetlichenn vertrag, des wir vnns denn gar nicht versehenn hettenn,

2

bracht werenn :| annzuhaltenn, vff vorbrachte Reconuention klage, vor den darzu verordnetenn Commissarien zu Cassell Innhalt des genommenen abschiedts, zuanntwortten, Dieweil wir aber des vonn Lanndtstenndenn nit sonnderlich bevelch, So habenn wir euch das allein guter meinung vnnangezeigt nit wollenn lassenn, Damit ihr euch hapt darin zuschickenn, Ob ihr vonn den geordtnetenn Commissarijs derowegenn Citiret vnnd vorgefordert, die sachenn auch gefordert, vnnd zum enndtlichenn beschlus, vnnverzuglichenn pracht werdenn möchte, Es hatt auch ewer Scheinbot, mir Georgenn vonn Colmitsch1 Stadthalternn, ein brieff ann die Lanndtstennde haltendt,

3

sampt einer anngemastenn2 Reuocation vonn euch den Pfennernn, so damahl zu Cassell vff dem Lanndtage nit gewesenn, zugestelt, So dann solches vonn den Lanndtstenndenn mir annzunehmen kein bevelch gebenn, hab Ich die anngezogene Reuocation vor mein person nitt wistenn annzunehmenn,

4

Sonndernn bey ewerm Schein bottenn gelassenn, aber die Missiuen[?], weill ich hochgedachtenn meinem gnedigenn Furstenn vnnd Herrenn vnnderthenniglich vberschickenn, vnngezweivelt sfgl. werdenn sich in dem gnediglich vnnd furstlich, vnd sfgl. gelegennheit nach, wohl vnnd vnnverweißlichenn wißen zuhaltenn, Datum Marpurgk Mitwochens post Catharinæ Anno 39.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Colmitsch — Name, o oder a
  2. anngemastenn — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 536 Bl. 265v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 536

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSonndernn bey ewerm Schein bottenn gelassenn, aber die Missiuen1[?], weill ich hochgedachtenn meinem gnedigenn Furstenn vnnd Herrenn vnnderthenniglich vberschickenn, vnngezweivelt sfgl. werdenn sich in dem gnediglich vnnd furstlich, vnd sfgl. gelegennheit nach, wohl vnnd vnnverweißlichenn wißen zuhaltenn, Datum Marpurgk Mitwochens post Catharinæ Anno 39.

2

Montags post Andreæ Anno quo s.

3

Habenn beide Räthe sampt verordnetenn ausschos gemeiner Pfenner, auff dem Rathause alhier zu Allenndorff mit Irenn Saltzknechtenn vom Bodenn, dieweil sie geclagt, das sie in diesenn schwindenn schwerenn zeitenn, schwerlich auskommenn, auch das sie ein zeitlanng hero des wenigen siedenns halbenn, nach dem sie vonn den Fl.2[?] knechten verhindert, schadenn littenn, Wes Ihnenn die pfenner hinfürter damit sie desto williger, vnnd mehr wercke siedenn möchtenn, Jerlich zuverehrung gebenn soltenn, gehanndtlet, aber weil obberurte Räthe vnnd ausschos, vonn wegenn gemeiner Pfenner, mit den knechten sämptlich, das mahl nit vberein kommenn konten, haben sie enndtlich vnnd einmutig enndtschlossenn, Das hinfuro die Gutherrenn eines Jedenn kodts, vor sich selbst vnnd Ihrer gelegennheit nach, mit Irem knechte hanndtlenn mögenn, doch das sie keinem knechte mehr oder höher, dann die ein vnnd zwanntzigste Vbinnung, versprechen, zusagenn vnnd gebenn sollenn, damit keinem pfenner sein knecht vor dem anndernn abgespannt, oder enndtzogenn, sonndernn gleiche vnnd freundtliche brueder vnnd geselschafft möge gehaltenn werdenn, So aber Jemandts vonn den pfennernn daruber hanndtlenn, oder seinem knechte ein anndernn zu nachteil, mehr zusagenn, geben, vnnd denselbenn verreitzenn wurde, Jegen den der die, sollenn vnnd wollenn gemeine pfenner samptlich zugedencken habenn, Montags post Nicolai, Seindt beide Rethe sampt dem verordtnetenn vnnd gesatztenn ausschos der Pfenner, vff dem Rathause bey einannder versamblet gewesenn, daselbst ist vnnder anndernn anngezeigt wordenn, das der vermeinte gefaste vnnd verfertigte bescheidt vnnd vrtheil der Landtstennde, davonn gemeine Pfenner Innhalt des vfgerichtenn Instruments offenntlich vor eroffnung reuocirt, durch die furstliche bevelchhaber zum Sodenn publicirt vnnd verlesenn, mit nebenn bevelch des Renndtmeisters, das sich hinfurter die knechte sampt vnnd sonnderlich der gebott vnnd verbott, des Schultheissenn vnnd Schwalbachs gehaltenn, vnnd denselbenn gehorsamb auch gewerttig sein sollenn, bey poen der Hochstenn bus,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Missiuen — Lesung unsicher
  2. Fl. — Abkürzung unklar

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 537 Bl. 266r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 537

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteHabenn beide Räthe sampt verordnetenn ausschos gemeiner Pfenner, auff dem Rathause alhier zu Allenndorff mit Irenn Saltzknechtenn vom Bodenn, dieweil sie geclagt, das sie in diesenn schwindenn schwerenn zeitenn, schwerlich auskommenn, auch das sie ein zeitlanng hero des wenigen siedenns halbenn, nach dem sie vonn den Fl.[?] knechten verhindert, schadenn littenn, Wes Ihnenn die pfenner hinfürter damit sie desto williger, vnnd mehr wercke siedenn möchtenn, Jerlich zuverehrung gebenn soltenn, gehanndtlet, aber weil obberurte Räthe vnnd ausschos, vonn wegenn gemeiner Pfenner, mit den knechten sämptlich, das mahl nit vberein kommenn konten, haben sie enndtlich vnnd einmutig enndtschlossenn, Das hinfuro die Gutherrenn eines Jedenn kodts1, vor sich selbst vnnd Ihrer gelegennheit nach, mit Irem knechte hanndtlenn mögenn, doch das sie keinem knechte mehr oder höher, dann die ein vnnd zwanntzigste Vbinnung2, versprechen, zusagenn vnnd gebenn sollenn, damit keinem pfenner sein knecht vor dem anndernn abgespannt, oder enndtzogenn, sonndernn gleiche vnnd freundtliche brueder vnnd geselschafft möge gehaltenn werdenn, So aber Jemandts vonn den pfennernn daruber hanndtlenn, oder seinem knechte ein anndernn zu nachteil, mehr zusagenn, geben, vnnd denselbenn verreitzenn wurde, Jegen den der die, sollenn vnnd wollenn gemeine pfenner samptlich zugedencken habenn, Montags post Nicolai, Seindt beide Rethe sampt dem verordtnetenn vnnd gesatztenn ausschos der Pfenner, vff dem Rathause bey einannder versamblet gewesenn, daselbst ist vnnder anndernn anngezeigt wordenn, das der vermeinte gefaste vnnd verfertigte bescheidt vnnd vrtheil der Landtstennde, davonn gemeine Pfenner Innhalt des vfgerichtenn Instruments offenntlich vor eroffnung reuocirt, durch die furstliche bevelchhaber zum Sodenn publicirt vnnd verlesenn, mit nebenn bevelch des Renndtmeisters, das sich hinfurter die knechte sampt vnnd sonnderlich der gebott vnnd verbott, des Schultheissenn vnnd Schwalbachs gehaltenn, vnnd denselbenn gehorsamb auch gewerttig sein sollenn, bey poen der Hochstenn bus,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. kodts — Kot/Siedehaus, Lesung unsicher
  2. Vbinnung — Übene-Maß, Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 538 Bl. 266v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 538

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteHabenn beide Räthe sampt verordnetenn ausschos gemeiner Pfenner, auff dem Rathause alhier zu Allenndorff mit Irenn Saltzknechtenn vom Bodenn, dieweil sie geclagt, das sie in diesenn schwindenn schwerenn zeitenn, schwerlich auskommenn, auch das sie ein zeitlanng hero des wenigen siedenns halbenn, nach dem sie vonn den Fl.[?] knechten verhindert, schadenn littenn, Wes Ihnenn die pfenner hinfürter damit sie desto williger, vnnd mehr wercke siedenn möchtenn, Jerlich zuverehrung gebenn soltenn, gehanndtlet, aber weil obberurte Räthe vnnd ausschos, vonn wegenn gemeiner Pfenner, mit den knechten sämptlich, das mahl nit vberein kommenn konten, haben sie enndtlich vnnd einmutig enndtschlossenn, Das hinfuro die Gutherrenn eines Jedenn kodts, vor sich selbst vnnd Ihrer gelegennheit nach, mit Irem knechte hanndtlenn mögenn, doch das sie keinem knechte mehr oder höher, dann die ein vnnd zwanntzigste Vbinnung, versprechen, zusagenn vnnd gebenn sollenn, damit keinem pfenner sein knecht vor dem anndernn abgespannt, oder enndtzogenn, sonndernn gleiche vnnd freundtliche brueder vnnd geselschafft möge gehaltenn werdenn, So aber Jemandts vonn den pfennernn daruber hanndtlenn, oder seinem knechte ein anndernn zu nachteil, mehr zusagenn, geben, vnnd denselbenn verreitzenn wurde, Jegen den der die, sollenn vnnd wollenn gemeine pfenner samptlich zugedencken habenn, Montags post Nicolai, Seindt beide Rethe sampt dem verordtnetenn vnnd gesatztenn ausschos der Pfenner, vff dem Rathause bey einannder versamblet gewesenn, daselbst ist vnnder anndernn anngezeigt wordenn, das der vermeinte gefaste vnnd verfertigte bescheidt vnnd vrtheil der Landtstennde, davonn gemeine Pfenner Innhalt des vfgerichtenn Instruments offenntlich vor eroffnung reuocirt, durch die furstliche bevelchhaber zum Sodenn publicirt vnnd verlesenn, mit nebenn bevelch des Renndtmeisters, das sich hinfurter die knechte sampt vnnd sonnderlich der gebott vnnd verbott, des Schultheissenn vnnd Schwalbachs gehaltenn, vnnd denselbenn gehorsamb auch gewerttig sein sollenn, bey poen der Hochstenn bus,

2

Darauff obgedachte beide Räthe vnnd ausschos sampt den gemeinen pfennernn, soviel mann damahl in habenn konnte, vor notwenndig vnnd nutz anngesehenn, vnnd endtschlossenn, das nechstvolgendes Sonnabenndts, wie auch zu Marpurgk vor eroffnung desselbigenn vermeintenn bescheidts durch ein offenntlich instrument beschehenn, solche hanndelung sampt dem vermeintenn publicirten bescheide der Lanndtstennde genntzlich vnnd zumahl solte widderruffenn, vnnd offenntlich davonn protestirt werdenn, also das gemeine Pfenner darin nachmals nichtt weitter noch mehr dann sie in rechttenn vnnd vermöge des vertragk, schuldigk, wollenn gehelet3 vnnd gewilliget habenn, Welches auch also am tage Luciæ, durch Vrbann Choldenn1[?], Heintz Meinhardenn, vnnd Hannsenn Rent2[?], aus bevelch der Pfenner, in beysein des Renndtmeisters Schwalbachs, Schultheissenn zum Sodenn, vnnd der ganntzen gemein Inner Sodenn geschehenn, Donnerstags post Conceptionis Mariæ, Habenn der Renndtmeister, sampt anndere vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn verordtnete, die Saltztreiber in Allenndorff gesessen, auff das Rathause fordernn lassenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Choldenn — Name, Anfangsbuchstabe unklar
  2. Rent — Name, Lesung unsicher
  3. gehelet — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 539 Bl. 267r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 539

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDarauff obgedachte beide Räthe vnnd ausschos sampt den gemeinen pfennernn, soviel mann damahl in habenn konnte, vor notwenndig vnnd nutz anngesehenn, vnnd endtschlossenn, das nechstvolgendes Sonnabenndts, wie auch zu Marpurgk vor eroffnung desselbigenn vermeintenn bescheidts durch ein offenntlich instrument beschehenn, solche hanndelung sampt dem vermeintenn publicirten bescheide der Lanndtstennde genntzlich vnnd zumahl solte widderruffenn, vnnd offenntlich davonn protestirt werdenn, also das gemeine Pfenner darin nachmals nichtt weitter noch mehr dann sie in rechttenn vnnd vermöge des vertragk, schuldigk, wollenn gehelet vnnd gewilliget habenn, Welches auch also am tage Luciæ, durch Vrbann Choldenn[?], Heintz Meinhardenn, vnnd Hannsenn Rent[?], aus bevelch der Pfenner, in beysein des Renndtmeisters Schwalbachs, Schultheissenn zum Sodenn, vnnd der ganntzen gemein Inner Sodenn geschehenn, Donnerstags post Conceptionis Mariæ, Habenn der Renndtmeister, sampt anndere vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn verordtnete, die Saltztreiber in Allenndorff gesessen, auff das Rathause fordernn lassenn,

2

daselbst der vogt vom arneberge1 zu Cassell in Jegennwertigkeit obberurter verordenter beider Räthe vnnd der Saltztreiber, ein Furstlich instruction verlesenn, vnngefehrlich des Innhalts, das er mehrgerurte Saltztreiber sampt vnnd sonnderlich verhören, vnnd was ein Jeder das Jar, des, das er nit Saltz hat mögen bekommenn, schadenn gelittenn, inquiriren solte, Dargegenn Johann Niedennstein, als ein Saltzgreff vnnd diener Gemeiner Pfenner vorgetrettenn, mit erzehlung, das sich gemeine Pfenner, nach dem sie |: wie Gott bewust :| zu keinem schadenn Vhrsach gegebenn,

3

sonnder vnverschuldt mergklichenn schadenn, zu widder ihrem auffgerichtenn vertrag gelittenn vnnd leidenn mustenn, solcher inquisition vonn Irem gnedigenn furstenn vnnd herrnn zubefehlenn gar nit verhofft, dieweil sie aber als die armenn vnnderthanenn dieselbenn mit gewalt nit steurenn kontenn noch möchtenn,

4

mustenn sie solches geschehenn lassenn, Woltenn aber darin keins weges gehelet noch gewilligett, sonndernn offenntlich darvonn protestirt vnnd bedingtt habenn, Item Sonnabenndts am tage S.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. arneberge — Ortsname, Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 540 Bl. 267v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 540

1

Fortsetzung von der vorigen Seitemustenn sie solches geschehenn lassenn, Woltenn aber darin keins weges gehelet1 noch gewilligett, sonndernn offenntlich darvonn protestirt vnnd bedingtt habenn, Item Sonnabenndts am tage S.

2

Luciæ Anno quo supra ist vor beidenn Rathenn vnnd dem ausschos glaubwirdige2 vorgelauffenn, das vonn des Furstenn knechttenn zum Sodenn das holtz vor der Stadt, so aus der Pfenner bezirck darprachtt, gekaufft vnnd da dannenn gebracht wurde, vnnangesehen, das der Renndtmeister derhalbenn ersucht, vnnd solches abzuschaffenn vertrostet hatt, Demnach dem Saltzgrevenn vonn den Räthenn, auch dem ausschos daselbsten, bevohlenn wordenn, den Renndtmeister nachmals vmb abschaffung desselbenn vermöge des vertragk zubittenn,

3

damit gemeine Pfenner derhalbenn weitter zuklagenn nicht gevhrsacht, Auff solche werbung der Saltzgrebenn, der Renndtmeister abermahls vertröstet, er woltte vonn stundt ann, des anndernn morgenns den Schultheissenn zum Sodenn beschicken, vnnd bey demselbenn verschaffenn,

4

es solte hinfurt nitt mehr beschehenn, Volget die Supplication so gemeine Pfenner ann den Lanndtsfurstenn der halbenn Pfann, so der Pfar in Sodenn vbergebenn, vnnd dem furstenn zugestelt, habenn lassenn ausgehenn, Durchleuchtiger Hochgeborner Furst, E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. gehelet — Lesung unsicher
  2. glaubwirdige — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 541 Bl. 268r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 541

1

Fortsetzung von der vorigen Seitees solte hinfurt nitt mehr beschehenn, Volget die Supplication so gemeine Pfenner ann den Lanndtsfurstenn der halbenn Pfann, so der Pfar in Sodenn vbergebenn, vnnd dem furstenn zugestelt, habenn lassenn ausgehenn, Durchleuchtiger Hochgeborner Furst, E.

2

F.

3

G. seindt vnsere gehorsame diennste alzeit zuvor, Gnediger Herr, E. f. gl. wissenn sich gnediglich zuerinndernn, das niemandts keiner gerechtigkeit ann vnnsernn zwo vnnd vierzigk pfannen,

4

dann die gebaurschafft vnnd rechttenn Erbenn vnsers Saltzwercks vor Allenndorff, vermöge vnnser alttenn priuilegien sich annmassenn vnnderziehenn oder vnndernehmenn, sollenn, Welches auch alles durch E.

5

F.

6

G. in Jungstenn vfgerichtenn vertrag vonn newes Confirmirt vnnd bestettigt, So kommet doch vnns glaubwirdig vor vnnd an, wie Er Johann Leunebach1[?] Pfarher in Sodenn, die halbe pfann, darann er vnnd seine vorfahrenndt pfarhernn nichts dann Vsum fructum gehabt, vnnd hat E. f. gl. diener Johann Barthelmes Renndtmeister vbergebenn vnnd zugestellet habe, Welcher, nach dem er derhalbenn durch vnnsernn Saltzgrebenn beredt, sich vnnder anndernn vernehmenn hatt lassenn, Weil solche halbe pfanne, durch eine Supplication vonn ehegenannttenn pfarhernn E. f. gl. vfgetragen, vnd vbergebenn sey, davonn wisse er vor seine personn vff solche vnnser priuilegia gerechttigkeit vnnd erfordernn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Leunebach — Name, Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 542 Bl. 268v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 542

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. in Jungstenn vfgerichtenn vertrag vonn newes Confirmirt vnnd bestettigt, So kommet doch vnns glaubwirdig vor vnnd an, wie Er Johann Leunebach[?] Pfarher in Sodenn, die halbe pfann, darann er vnnd seine vorfahrenndt pfarhernn nichts dann Vsum fructum gehabt, vnnd hat E. f. gl. diener Johann Barthelmes Renndtmeister vbergebenn vnnd zugestellet habe, Welcher, nach dem er derhalbenn durch vnnsernn Saltzgrebenn beredt, sich vnnder anndernn vernehmenn hatt lassenn, Weil solche halbe pfanne, durch eine Supplication vonn ehegenannttenn pfarhernn E. f. gl. vfgetragen, vnd vbergebenn sey, davonn wisse er vor seine personn vff solche vnnser priuilegia gerechttigkeit vnnd erfordernn,

2

ohnn sonnderlichenn E. f. gl. bevelch keins wegs abzustehenn, vnnd vnns wiederumb zuzustellenn, Derhalbenn ann E. f. gl. vnnser vnnderthenniges flehlichs bittenn, in annsehung des rechtenn vnnd der Erbarkeit E. f. gl. wollenn vnns Pfennernn, als den Echten vnnd rechtenn naturlichenn erbenn, vonn derowegenn sie alda ist, solche halbe pfanne, Irthumb zuverhutenn,

3

wiederumb gnediglich vermöge vnnser Priuilegien, auch E. f. gl. confirmation nach, zustellenn vnnd zu hanndenn kommenn lassenn, Wollenn wir die Pfenner durch einenn tuglichenn procuratorn,

4

als gefelle der halbenn pfannenn, ehegenantem pfarhernn, auch seinem nachkommenn reichenn behendigenn, vnnd Ihnenn derhalbenn zufriedenn stellenn, vnd klaglos machenn, Solches verdienenn wir vmb E.

5

F.

6

G. vber schuldige pflichte, diennste, sonnderlich willigk, Datum Freitags post Luciæ Anno 39.

7

E.

8

F.

9

G.

10

Vnnderthenigk Gemeine Pfenner des Saltzwergks vor Allenndorff.

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 543 Bl. 269r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 543

1

Nota Vnnd wiewohl vnnser gnediger Furst vnnd Herr die gutliche hanndelung vf die vorgeschlagene mittell der Lanndtstendt, dergestalt wie sich gemeine Pfenner erbottenn, vnd vnndertheniglich gebettenn, enndtlich abgeschlagenn, alles Innhalts hiervor verzeichnetenn schrifftenn, vnnd wiederschrifftenn, So habenn doch nachmahls sfgl. diener Jost Vercker1 vnnd Henrich Muldener gemelte gutliche handelung, bey etlichenn der Pfenner, mit nahmenn Geißlarnn Schwannflugelnn2[?], Johann Schaffnit dem Eltern vnnd Johann Niedennstein wiederumb anngeregt, Welche dann weytter solchs ann gemeine Pfenner bracht, vnnd soviel bey Ihnenn erhaltenn, das sie nachmahls gutliche hanndelung, wie gemelt, verfolgenn wolttenn, vnnd solches Jost Verckernn vnnd Henrichenn Muldenernn wieder anngezeigt, die auch derselbenn bewilligung nach ein schrifftlichenn annlas vnnd Reuersal vonn vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn vnnderschriebenn, vnnd versiegelt ausbracht, vnnd gemeinenn Pfennernn zugestelt,

2

Darauff auch die auslenndischenn Pfenner da zur zeit wiederumb alhier beschriebenn wordenn, Am heut Mitwochenn post trium Regum Anno 40. seindt alle ein vnnd auslenndische Pfenner, so damahls beschriebenn vf dem Rathaus bey einannder versamblet gewesenn, Welche, nach dem Ihnenn die vorgeschlagene mittell vnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrenn allenthalbenn vorgehaltenn, enndtlich vnnd einmutiglich, bey Irer hievor mit D. verzeichnetenn instruction vnnd verlas desmahls beruhet,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Vercker — Name, Lesung unsicher
  2. Schwannflugelnn — Name, Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 544 Bl. 269v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 544

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDarauff auch die auslenndischenn Pfenner da zur zeit wiederumb alhier beschriebenn wordenn, Am heut Mitwochenn post trium Regum Anno 40. seindt alle ein vnnd auslenndische Pfenner, so damahls beschriebenn vf dem Rathaus bey einannder versamblet gewesenn, Welche, nach dem Ihnenn die vorgeschlagene mittell vnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrenn allenthalbenn vorgehaltenn, enndtlich vnnd einmutiglich, bey Irer hievor mit D. verzeichnetenn instruction vnnd verlas desmahls beruhet,

2

vnnd Ire enndtschlossene meinunge gedachtenn Jost Verckernn1, vnnd Heinrich Muldenernn, durch Gißlar Schwannflugelnn, Johann Schaffnit vnnd Niedernnstein, mundtlich wiederumb annzuzeigenn bevohlenn, Darauff habenn ehegedachte Vercker vnnd Muldener Ihnen nachvolgennde Missiuen zu einer wiederanntwort zugeschickt,

3

Henrich Muldener vnd Jost Vercker vonn Hombergk, Den Erbarnn vnnd achtbarnn Gißlarnn Schwannflugeln, Johann Niedennstein, Thias Thorey Schultheissenn zu Allendorff ann der Werra, Vnnsernn besonndernn gutenn freundenn.

Unsichere Lesungen

  1. Verckernn — Name, Lesung unsicher); Thias Thorey (Name, Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 545 Bl. 270r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 545

1

Vnnsernn freundtlichenn dienst zuuor Erbarnn vnd Achtbarnn gute freunde, Vff Jungst zu Allenndorff mit euch genommenenn abschiedt, habenn wir mit allem vleis vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn die beide articul, darumb ihr vnns vonn wegenn Gemeiner pfenner gebettenn, vnndertheniglich anngezeigt, vnnd souiel den erstenn punct betrifft, Sagt sfgl, wann die pfenner verstanndt, hettenn sie nit vrsach derwegenn beschwerung zuhabenn, dieweil die hanndtlung vf hindersich pringenn gestelt, vnnd mit wissenn geschehen, auch der annlas nit weitter, dann vff diese vorgenommenn gütliche hanndelung beschehenn soll, Dieweil nun der tagk bestimpt, vnnd die Beysitzer darzu beschriebenn seindt, die guetliche hanndelung vonn beidenn theilenn vorzunehmenn, vnnd wir sfgl mit grosser mühe darzu bewegt habenn,

2

So sehenn wir vor gut ann, allein gemeinenn Pfennernn zu gut, das diese guetliche hanndelung nicht abgeschlagenn, sonndernn der Termin besucht werde, So konnenn wir den hanndell dismahls nicht weitter erhaltenn, Wo ihr nun dismahls nit erscheinen, wirdt es zu weitter tagsatzung schwerlich zubringenn sein, denn sfgl enndtlich gesagt, Wo ihr nit erscheinenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Sagt sfgl, wann die pfenner verstanndt, hettenn sie nit vr= — sfgl: Kürzel, wohl s.f.g.

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 546 Bl. 270v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 546

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSo sehenn wir vor gut ann, allein gemeinenn Pfennernn zu gut, das diese guetliche hanndelung nicht abgeschlagenn, sonndernn der Termin besucht werde, So konnenn wir den hanndell dismahls nicht weitter erhaltenn, Wo ihr nun dismahls nit erscheinen, wirdt es zu weitter tagsatzung schwerlich zubringenn sein, denn sfgl enndtlich gesagt, Wo ihr nit erscheinenn,

2

Wolt sfgl. den annlas so wir mit grossem vleis erhaltenn, nit enndernn, Souiel die drey vonn den pfennernn gebettene Beysitzer betrifft, hatt sfgl. zugelassenn, vnnd die beschriebenn,

3

das woltenn wir euch guter meinung nit verhaltenn, vnnd euch vor vnnser personn freundtlich zudienenn, seindt wir willigk vnnd geneigt, Datum Cassell am Montage purificationis Mariæ Anno 40.

4

Dieweil nun sfgl. die auslenndischenn vnnd vnnpartheische vnnderhenndtler, darauff vorgerurte Instruction der pfenner enndtlich gestelt, nit hat wellenn gestattenn, So seindt derowegenn abermahls die nechstgesessene Pfenner Innerhalb der Zeit beschriebenn wordenn, vnnd sampt den Innwonenten Pfennernn vor gut anngesehenn, dieweil sfgl.

5

Laut hieuor geschriebener Missiuen etliche Beysitzer im Furstennthumb gesessenn zur handelung beschriebenn, das als dann nachmahls wie vorangezeigt, gütliche hanndtlung solte verfolgt werdenn, vnd habenn demnach etliche Inhalts volgender Instruction von Ihrer aller wegenn zu solcher hanndtlung abgeferttiget.

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 547 Bl. 271r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 547

1

Volget die Instruction.

2

Zuwissenn, Nachdem der durchleuchtige Hochgebornn Furst vnnd Herr, Herr Philips Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogenn, Dietz, Ziegenhain vnnd Nidda, Vnnser gnediger Herr vnnd Lanndtsfurst, Vnnzuerruckter[?] Zeit, vnns den Gemeinen Pfennernn1 einenn schrifftlichenn anlas vonn sfgl. vnnderschriebenn, vnnd mit wissenn sfgl.

3

Sigill verzeichnet, einer guetlichenn vnuerfennglichenn Hanndtlung etlicher fürgeschlagener mittell, vnnsers Saltzwercks halbenn gnediglich zugeschickt, vnnd zustellenn hat lassenn, des Datum stehet Sontags den 18. des Monats Januarij Dieweil sich nun gemeine Pfenner Innhalt gemelts anlasses, in einem Artickell oder zweyenn vngefehrlich beschwerdt geachttet, habenn sie durch sfgl. diener Henrich Müldener vnnd Jost Beckernn, vnnsernn günstigenn freunden, Ihr bedennckenn, vnnd was gestalt sie die vorgeschlagene guetliche verhanndelung verfolgenn wellenn, in vnnderthenigkeit annzeigenn lassenn, Weil aber ge dachte Müldener vnnd Becker, dinstags post purificationis Mariæ durch ihr schrifftenn vnns freundtlicher wohlmeinung wiederumb verstenndiget, was sie vf vnnsere vnnderthenige bitt, bey Hochgemeltem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn erhaltten, Nemblich das sfgl. den vnns zugeschicktenn schrifftlichen annlas zuenndernn enndtlich nit bedacht, sonndernn habenn allein der Pfenner anngegebene Beysitzer gnediglich zugelassenn vnnd beschriebenn, Damit nun gemeine pfenner, als die gutwilligenn vnd gehorsamenn vnnderthanenn, vnnd das ann Ihnenn in diesem fall kein manngell gespüeret, Wann dann gemelter annlas volgennder gestalt gemiltert, vnnd bey Hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnd Herrnn in vnnderthenigkeit erhaltenn werdenn, so wollenn sich gemeine Pfenner dermassenn vnnd also lautende in guetliche vnuerfenngliche hanndelung einlassenn, Vonn Gottes gnadenn Wir Philips Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogenn, Thun kundt hierann offenntlich vor vnns vnnser Erbenn, Jegenn menniglichenn bekennende, Nach dem wir ein Zeitt hero vnnd aus teglicher erfahrung vermerckt, das sich mannicherley Irrungenn des Saltzwercks halber, vor vnnser Stadt Allenndorff zutragenn, vnnd sie die Pfenner Ihre knechte in gehorsamb, wie sie annzeigenn, nit wohl erhaltenn mögenn, vnnd dann auch vnns durch diesenn Zwispalt, vnnser Saltzwerck nit gefordert, vnnd denn pfennernn das ihre so es nit in einer Regirung, dermassen Ihnenn nutzenn magk, wie sonnst geschehenn könntte, vnnd damit solches vorkommenn, So habenn wir vnns nachuolgennder gestalt, mit gedachtenn pfennernn einer guetlichenn hanndelung vereinigt, vnnd thun das mit Krafft dieses brieffs, also das wir etliche vnnser tapffer Räthe, vnnd die Pfenner auch etliche aus Ihnenn, vff schirstenn Mittwochenn nach Lichtmes, der do wirdt sein, der vierdte tagk des Monats Februarij Inn vnnser Stadt Cassell Jegenn abenndt einkommenn lassenn sollenn, vnnd die Pfenner sechs oder acht personenn, aus Ihnenn geschickt, volgenndenn donnerstags zu einander zukommenn, vnnd vf itzige vorgeschlagene mittell sich notturfftiglich zuvnnderredenn, vnnd einer Notely eines bestenndigenn guetlichenn vertrags, der Erbar vnd treglich ist, zuuergleichenn, Doch alles vf hindersich bringenn zuhanndlenn vnnd zustellenn, vnd das solche gestelte Notell vonn vnns beidenn theilenn in einer namhafftigenn zeit zuuor vnnd eher die enndtlich beschlossenn wirdt, zu oder abgeschriebenn werdenn magk, das auch also in vnnser beider theil macht vnnd bedennckenn stehenn soll, vnnd wo die guete in dieser guetlichenn handelung enndtstunde, vnns vonn beidenn seittenn die gestelte Notell nit gefallenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Vnnzuerruckter[?] Zeit, vnns den Gemeinen Pfennernn — Vnnzuerruckter oder Vnnverruckter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 548 Bl. 271v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 548

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSigill verzeichnet, einer guetlichenn vnuerfennglichenn Hanndtlung etlicher fürgeschlagener mittell, vnnsers Saltzwercks halbenn gnediglich zugeschickt, vnnd zustellenn hat lassenn, des Datum stehet Sontags den 18. des Monats Januarij Dieweil sich nun gemeine Pfenner Innhalt gemelts anlasses, in einem Artickell oder zweyenn vngefehrlich beschwerdt geachttet, habenn sie durch sfgl. diener Henrich Müldener vnnd Jost Beckernn, vnnsernn günstigenn freunden, Ihr bedennckenn, vnnd was gestalt sie die vorgeschlagene guetliche verhanndelung verfolgenn wellenn, in vnnderthenigkeit annzeigenn lassenn, Weil aber ge dachte Müldener vnnd Becker, dinstags post purificationis Mariæ durch ihr schrifftenn vnns freundtlicher wohlmeinung wiederumb verstenndiget, was sie vf vnnsere vnnderthenige bitt, bey Hochgemeltem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn erhaltten, Nemblich das sfgl. den vnns zugeschicktenn schrifftlichen annlas zuenndernn enndtlich nit bedacht, sonndernn habenn allein der Pfenner anngegebene Beysitzer gnediglich zugelassenn vnnd beschriebenn, Damit nun gemeine pfenner, als die gutwilligenn vnd gehorsamenn vnnderthanenn, vnnd das ann Ihnenn in diesem fall kein manngell gespüeret, Wann dann gemelter annlas volgennder gestalt gemiltert, vnnd bey Hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnd Herrnn in vnnderthenigkeit erhaltenn werdenn, so wollenn sich gemeine Pfenner dermassenn vnnd also lautende in guetliche vnuerfenngliche hanndelung einlassenn, Vonn Gottes gnadenn Wir Philips Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogenn, Thun kundt hierann offenntlich vor vnns vnnser Erbenn, Jegenn menniglichenn bekennende, Nach dem wir ein Zeitt hero vnnd aus teglicher erfahrung vermerckt, das sich mannicherley Irrungenn des Saltzwercks halber, vor vnnser Stadt Allenndorff zutragenn, vnnd sie die Pfenner Ihre knechte in gehorsamb, wie sie annzeigenn, nit wohl erhaltenn mögenn, vnnd dann auch vnns durch diesenn Zwispalt, vnnser Saltzwerck nit gefordert, vnnd denn pfennernn das ihre so es nit in einer Regirung, dermassen Ihnenn nutzenn magk, wie sonnst geschehenn könntte, vnnd damit solches vorkommenn, So habenn wir vnns nachuolgennder gestalt, mit gedachtenn pfennernn einer guetlichenn hanndelung vereinigt, vnnd thun das mit Krafft dieses brieffs, also das wir etliche vnnser tapffer Räthe, vnnd die Pfenner auch etliche aus Ihnenn, vff schirstenn Mittwochenn nach Lichtmes, der do wirdt sein, der vierdte tagk des Monats Februarij Inn vnnser Stadt Cassell Jegenn abenndt einkommenn lassenn sollenn, vnnd die Pfenner sechs oder acht personenn, aus Ihnenn geschickt, volgenndenn donnerstags zu einander zukommenn, vnnd vf itzige vorgeschlagene mittell sich notturfftiglich zuvnnderredenn, vnnd einer Notely eines bestenndigenn guetlichenn vertrags, der Erbar vnd treglich ist, zuuergleichenn, Doch alles vf hindersich bringenn zuhanndlenn vnnd zustellenn, vnd das solche gestelte Notell vonn vnns beidenn theilenn in einer namhafftigenn zeit zuuor vnnd eher die enndtlich beschlossenn wirdt, zu oder abgeschriebenn werdenn magk, das auch also in vnnser beider theil macht vnnd bedennckenn stehenn soll, vnnd wo die guete in dieser guetlichenn handelung enndtstunde, vnns vonn beidenn seittenn die gestelte Notell nit gefallenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 549 Bl. 272r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 549

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSigill verzeichnet, einer guetlichenn vnuerfennglichenn Hanndtlung etlicher fürgeschlagener mittell, vnnsers Saltzwercks halbenn gnediglich zugeschickt, vnnd zustellenn hat lassenn, des Datum stehet Sontags den 18. des Monats Januarij Dieweil sich nun gemeine Pfenner Innhalt gemelts anlasses, in einem Artickell oder zweyenn vngefehrlich beschwerdt geachttet, habenn sie durch sfgl. diener Henrich Müldener vnnd Jost Beckernn, vnnsernn günstigenn freunden, Ihr bedennckenn, vnnd was gestalt sie die vorgeschlagene guetliche verhanndelung verfolgenn wellenn, in vnnderthenigkeit annzeigenn lassenn, Weil aber ge dachte Müldener vnnd Becker, dinstags post purificationis Mariæ durch ihr schrifftenn vnns freundtlicher wohlmeinung wiederumb verstenndiget, was sie vf vnnsere vnnderthenige bitt, bey Hochgemeltem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn erhaltten, Nemblich das sfgl. den vnns zugeschicktenn schrifftlichen annlas zuenndernn enndtlich nit bedacht, sonndernn habenn allein der Pfenner anngegebene Beysitzer gnediglich zugelassenn vnnd beschriebenn, Damit nun gemeine pfenner, als die gutwilligenn vnd gehorsamenn vnnderthanenn, vnnd das ann Ihnenn in diesem fall kein manngell gespüeret, Wann dann gemelter annlas volgennder gestalt gemiltert, vnnd bey Hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnd Herrnn in vnnderthenigkeit erhaltenn werdenn, so wollenn sich gemeine Pfenner dermassenn vnnd also lautende in guetliche vnuerfenngliche hanndelung einlassenn, Vonn Gottes gnadenn Wir Philips Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogenn, Thun kundt hierann offenntlich vor vnns vnnser Erbenn, Jegenn menniglichenn bekennende, Nach dem wir ein Zeitt hero vnnd aus teglicher erfahrung vermerckt, das sich mannicherley Irrungenn des Saltzwercks halber, vor vnnser Stadt Allenndorff zutragenn, vnnd sie die Pfenner Ihre knechte in gehorsamb, wie sie annzeigenn, nit wohl erhaltenn mögenn, vnnd dann auch vnns durch diesenn Zwispalt, vnnser Saltzwerck nit gefordert, vnnd denn pfennernn das ihre so es nit in einer Regirung, dermassen Ihnenn nutzenn magk, wie sonnst geschehenn könntte, vnnd damit solches vorkommenn, So habenn wir vnns nachuolgennder gestalt, mit gedachtenn pfennernn einer guetlichenn hanndelung vereinigt, vnnd thun das mit Krafft dieses brieffs, also das wir etliche vnnser tapffer Räthe, vnnd die Pfenner auch etliche aus Ihnenn, vff schirstenn Mittwochenn nach Lichtmes, der do wirdt sein, der vierdte tagk des Monats Februarij Inn vnnser Stadt Cassell Jegenn abenndt einkommenn lassenn sollenn, vnnd die Pfenner sechs oder acht personenn, aus Ihnenn geschickt, volgenndenn donnerstags zu einander zukommenn, vnnd vf itzige vorgeschlagene mittell sich notturfftiglich zuvnnderredenn, vnnd einer Notely eines bestenndigenn guetlichenn vertrags, der Erbar vnd treglich ist, zuuergleichenn, Doch alles vf hindersich bringenn zuhanndlenn vnnd zustellenn, vnd das solche gestelte Notell vonn vnns beidenn theilenn in einer namhafftigenn zeit zuuor vnnd eher die enndtlich beschlossenn wirdt, zu oder abgeschriebenn werdenn magk, das auch also in vnnser beider theil macht vnnd bedennckenn stehenn soll, vnnd wo die guete in dieser guetlichenn handelung enndtstunde, vnns vonn beidenn seittenn die gestelte Notell nit gefallenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 550 Bl. 272v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 550

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSigill verzeichnet, einer guetlichenn vnuerfennglichenn Hanndtlung etlicher fürgeschlagener mittell, vnnsers Saltzwercks halbenn gnediglich zugeschickt, vnnd zustellenn hat lassenn, des Datum stehet Sontags den 18. des Monats Januarij Dieweil sich nun gemeine Pfenner Innhalt gemelts anlasses, in einem Artickell oder zweyenn vngefehrlich beschwerdt geachttet, habenn sie durch sfgl. diener Henrich Müldener vnnd Jost Beckernn, vnnsernn günstigenn freunden, Ihr bedennckenn, vnnd was gestalt sie die vorgeschlagene guetliche verhanndelung verfolgenn wellenn, in vnnderthenigkeit annzeigenn lassenn, Weil aber ge dachte Müldener vnnd Becker, dinstags post purificationis Mariæ durch ihr schrifftenn vnns freundtlicher wohlmeinung wiederumb verstenndiget, was sie vf vnnsere vnnderthenige bitt, bey Hochgemeltem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn erhaltten, Nemblich das sfgl. den vnns zugeschicktenn schrifftlichen annlas zuenndernn enndtlich nit bedacht, sonndernn habenn allein der Pfenner anngegebene Beysitzer gnediglich zugelassenn vnnd beschriebenn, Damit nun gemeine pfenner, als die gutwilligenn vnd gehorsamenn vnnderthanenn, vnnd das ann Ihnenn in diesem fall kein manngell gespüeret, Wann dann gemelter annlas volgennder gestalt gemiltert, vnnd bey Hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnd Herrnn in vnnderthenigkeit erhaltenn werdenn, so wollenn sich gemeine Pfenner dermassenn vnnd also lautende in guetliche vnuerfenngliche hanndelung einlassenn, Vonn Gottes gnadenn Wir Philips Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogenn, Thun kundt hierann offenntlich vor vnns vnnser Erbenn, Jegenn menniglichenn bekennende, Nach dem wir ein Zeitt hero vnnd aus teglicher erfahrung vermerckt, das sich mannicherley Irrungenn des Saltzwercks halber, vor vnnser Stadt Allenndorff zutragenn, vnnd sie die Pfenner Ihre knechte in gehorsamb, wie sie annzeigenn, nit wohl erhaltenn mögenn, vnnd dann auch vnns durch diesenn Zwispalt, vnnser Saltzwerck nit gefordert, vnnd denn pfennernn das ihre so es nit in einer Regirung, dermassen Ihnenn nutzenn magk, wie sonnst geschehenn könntte, vnnd damit solches vorkommenn, So habenn wir vnns nachuolgennder gestalt, mit gedachtenn pfennernn einer guetlichenn hanndelung vereinigt, vnnd thun das mit Krafft dieses brieffs, also das wir etliche vnnser tapffer Räthe, vnnd die Pfenner auch etliche aus Ihnenn, vff schirstenn Mittwochenn nach Lichtmes, der do wirdt sein, der vierdte tagk des Monats Februarij Inn vnnser Stadt Cassell Jegenn abenndt einkommenn lassenn sollenn, vnnd die Pfenner sechs oder acht personenn, aus Ihnenn geschickt, volgenndenn donnerstags zu einander zukommenn, vnnd vf itzige vorgeschlagene mittell sich notturfftiglich zuvnnderredenn, vnnd einer Notely eines bestenndigenn guetlichenn vertrags, der Erbar vnd treglich ist, zuuergleichenn, Doch alles vf hindersich bringenn zuhanndlenn vnnd zustellenn, vnd das solche gestelte Notell vonn vnns beidenn theilenn in einer namhafftigenn zeit zuuor vnnd eher die enndtlich beschlossenn wirdt, zu oder abgeschriebenn werdenn magk, das auch also in vnnser beider theil macht vnnd bedennckenn stehenn soll, vnnd wo die guete in dieser guetlichenn handelung enndtstunde, vnns vonn beidenn seittenn die gestelte Notell nit gefallenn,

2

sonndernn abe vnnd nit zugeschriebenn wurde, das als dann vnns Lanndtgraue Philipsenn vnnser gerechtigkeit, desgleichenn das erganngenn Vrtheil, vnnd sonnst alle vorige vnd Itzige der Conuention hanndelung vorbehaltenn, Desgleiche den Pfennernn ann allenn Irenn rechttenn vnnd gerechtigkeitenn Innsonnderheit dem newenn obberürtem hieruor gesteltenn vertrage, auch Irer gethanen Reuocation, protestation, exception vnnd allen andernn rechtlichenn behelffenn vnnd notturfft, vnnachteylig, vnd also guetliche hanndelung vnuerfenglich Sonndernn sollenn wir vonn beidenn theilenn allermassenn, wie wir Itzo vor Dato dieses brieffes darin gestanndenn sein, stehenn pleibenn, bissolanng das Itzige vorgeschlagene guetliche mittell vonn vnns vonn beidenn theilenn enndtlichen beschlossenn, vnd des gnugsamb versicherung vnnd verschreibung aufgericht, vnnd vonn allenn belibt, vnnd anngenommenn werdenn, vnnd als gemeine Pfenner zu dieser guetlichenn hanndelung, etliche vnnpartheische auslenndische vnnderhenndtler, vnnderthenigklichenn gebettenn, Wiewohl dann diese guetliche hanndelunge auff hindersich bringenn, vnnd also mit wissenn geschlossenn zuwerdenn verwilliget, So habenn wir das vor ein newerung, vnnd von vnnötenn geacht, auch des sonnder bedennckenns gehabt, Damit aber die Jenigenn, so vielleicht mehr aus eigenem vornehmenn, dann aus zutreglichenn redtlichenn vrsachenn, darauff hart hafftenn, auch gesettiget seyenn, So wollenn wir gnediglich gestattenn vnnd zulassenn, das zu dieser guetlichenn hanndelung, etliche sonndere personen durch vnns benent, desgleichenn auch die pfenner drey personenn im Furstennthumb gesessenn, zuerwehlenn, vnnd zuuerordenenn, macht habenn sollenn, welche vor Ire personn als beysitzer beschriebenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 551 Bl. 273r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 551

1

Fortsetzung von der vorigen Seitesonndernn abe vnnd nit zugeschriebenn wurde, das als dann vnns Lanndtgraue Philipsenn vnnser gerechtigkeit, desgleichenn das erganngenn Vrtheil, vnnd sonnst alle vorige vnd Itzige der Conuention hanndelung vorbehaltenn, Desgleiche den Pfennernn ann allenn Irenn rechttenn vnnd gerechtigkeitenn Innsonnderheit dem newenn obberürtem hieruor gesteltenn vertrage, auch Irer gethanen Reuocation, protestation, exception vnnd allen andernn rechtlichenn behelffenn vnnd notturfft, vnnachteylig, vnd also guetliche hanndelung vnuerfenglich Sonndernn sollenn wir vonn beidenn theilenn allermassenn, wie wir Itzo vor Dato dieses brieffes darin gestanndenn sein, stehenn pleibenn, bissolanng das Itzige vorgeschlagene guetliche mittell vonn vnns vonn beidenn theilenn enndtlichen beschlossenn, vnd des gnugsamb versicherung vnnd verschreibung aufgericht, vnnd vonn allenn belibt, vnnd anngenommenn werdenn, vnnd als gemeine Pfenner zu dieser guetlichenn hanndelung, etliche vnnpartheische auslenndische vnnderhenndtler, vnnderthenigklichenn gebettenn, Wiewohl dann diese guetliche hanndelunge auff hindersich bringenn, vnnd also mit wissenn geschlossenn zuwerdenn verwilliget, So habenn wir das vor ein newerung, vnnd von vnnötenn geacht, auch des sonnder bedennckenns gehabt, Damit aber die Jenigenn, so vielleicht mehr aus eigenem vornehmenn, dann aus zutreglichenn redtlichenn vrsachenn, darauff hart hafftenn, auch gesettiget seyenn, So wollenn wir gnediglich gestattenn vnnd zulassenn, das zu dieser guetlichenn hanndelung, etliche sonndere personen durch vnns benent, desgleichenn auch die pfenner drey personenn im Furstennthumb gesessenn, zuerwehlenn, vnnd zuuerordenenn, macht habenn sollenn, welche vor Ire personn als beysitzer beschriebenn,

2

vnd verordennt werdenn sollenn, damit, ob etliche disputirliche puncta furfallenn wurdenn, dieselbigenn beysitzer solche spaltunge zur guet mit beider part wissenn vnnd bewilligung richtenn helffenn konntenn, doch vff hindersich bringenn, wie obgemelt ist, alles ohnne geuerde, vnnd des zu Vrkundt Demnach habenn wir die Gemeinenn Pfenner des Saltzwercks vor Allenndorff, die Ernntuestenn Erbarnn vnd Ersamenn vnnsere gutenn freunde, vnnd mit pfenner, Assmus vonn Butlar, Werner Trotta, Ernnst vonn Bischhausenn, Jorgenn Freundt, Thias Chorey, Johann Schaffnit, Sittlar Schwanflugelnn, vnnd Johan Niedennstein, vonn vnnser aller wegenn, doch obgemelter vnnd sonnst gar keiner anndernn gestalt, oder was dann wie der Buchstab, vnnd nit weitter mitbringt, als vnnser volmechtige annwelde, den anngesatztenn tagk zuersuchenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 552 Bl. 273v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 552

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnd verordennt werdenn sollenn, damit, ob etliche disputirliche puncta furfallenn wurdenn, dieselbigenn beysitzer solche spaltunge zur guet mit beider part wissenn vnnd bewilligung richtenn helffenn konntenn, doch vff hindersich bringenn, wie obgemelt ist, alles ohnne geuerde, vnnd des zu Vrkundt Demnach habenn wir die Gemeinenn Pfenner des Saltzwercks vor Allenndorff, die Ernntuestenn Erbarnn vnd Ersamenn vnnsere gutenn freunde, vnnd mit pfenner, Assmus vonn Butlar, Werner Trotta, Ernnst vonn Bischhausenn, Jorgenn Freundt, Thias Chorey, Johann Schaffnit, Sittlar Schwanflugelnn, vnnd Johan Niedennstein, vonn vnnser aller wegenn, doch obgemelter vnnd sonnst gar keiner anndernn gestalt, oder was dann wie der Buchstab, vnnd nit weitter mitbringt, als vnnser volmechtige annwelde, den anngesatztenn tagk zuersuchenn,

2

vnnd wie gemelt guetliche vnnd vnuerfengliche hanndtlung zuuerfolgenn, abgefertiget, vnnd ob Ihnenn samptlich oder ihr einem Innsonderheit derhalbenn einiche vngnade, schade oder verlust begegnete, des wir vnns doch keines wegs verhoffenn wollenn, den oder die, wie die nahmenn habenn möchtenn, geredenn wir sie in allewege zubenehmenn, daruor zustehenn, vnd schadtlos zuhaltenn, ohnne alle geferde,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Bischhausenn, Jorgenn Freundt, Thias Chorey, Jo= — Chorey: Anfangsbuchstabe unsicher); hann Schaffnit, Sittlar Schwanflugelnn, vnnd Johan (Sittlar: Vorname unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 553 Bl. 274r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 553

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd wie gemelt guetliche vnnd vnuerfengliche hanndtlung zuuerfolgenn, abgefertiget, vnnd ob Ihnenn samptlich oder ihr einem Innsonderheit derhalbenn einiche vngnade, schade oder verlust begegnete, des wir vnns doch keines wegs verhoffenn wollenn, den oder die, wie die nahmenn habenn möchtenn, geredenn wir sie in allewege zubenehmenn, daruor zustehenn, vnd schadtlos zuhaltenn, ohnne alle geferde,

2

Des in vrkunde habenn wir gemeine pfenner die Erbarnn vnnd Ersamenn, Hanns Reuth, Hentz Meinhardt, Johann1 Casselmann, vnnd Hannsenn Schwanflugell dieser vnnser Instruction zuuersieglenn gebettenn,

3

Des wir Itztgenanntenn also auff ihr bitt gethann bekennenn, doch vnns vnnd vnnsernn Erbenn vnnschedtlich, Gebenn vnnd geschehenn zu Allenndorff vf Mitwoch nach purificationis Mariæ Anno 40.

4

Nach dem aber obenn anngezeigte gesanndtenn der pfenner donnerstags nach Lichtmes auf Furstlicher Cannzley zu Cassell vor den verordenntenn vnnd darzu erweltenn beysitzernn, Mit nahmenn vonn vnnsers gnedigenn fursten vnnd Herrnn wegenn, Herr Ditrich der Junger Graue vonn Ples, Rudolph Schennck, Wernner vonn Waldennstein, vonn wegenn der Pfenner, Jost vonn Berlipsch, Reinhardt vonn Beynneburgk,

5

gnanndt der Sellermann, Balthasar Diede, furkommenn, habenn sie mit den verordenntenn befelchabernn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, Nemblich Doctor Walther, Johann Feig Cannzlar, Jost Becker Henrich Müldener vnnd Johan Bartholmes,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Ersamenn, Hanns Reuth, Hentz Meinhardt, Johann — Reuth: Nachname unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 554 Bl. 274v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 554

1

Fortsetzung von der vorigen Seitegnanndt der Sellermann, Balthasar Diede, furkommenn, habenn sie mit den verordenntenn befelchabernn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, Nemblich Doctor Walther, Johann Feig Cannzlar, Jost Becker Henrich Müldener vnnd Johan Bartholmes,

2

bis in den drittenn tagk des schrifftlichen annlasses vnnd Reuersals halbenn gehanndelt vnnd enndtlich sich deshalbenn volgennder gestalt verglichen, also lautennde, Volget der Reuers.

3

Vonn Gottes gnadenn Wir Philips Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzennelnpogenn Thun kundt hieran offenntlich, vor vnns, vnnser Erbenn, gein menniglichem bekennende, Nach dem wir vnnd die pfenner aus redtlichenn vrsachenn, für gut anngesehenn, vnns des Saltzwercks halber in guetliche hanndelung einzulassenn, So habenn wir vnns dessenn mit Ihnenn gnediglich verglichenn, Ob solche sache nit guetlich vertragenn mochte werdenn,

4

das als dann die sachenn aller dermassen in dem Stannde wie die Itzo vor Dato dieser gütlichenn hanndtlung gestanndenn, stehenn vnnd pleibenn sollen, Desgleichenn soll diese gütliche hanndelung Jedem theil vnnschedtlich auch vff hindersich bringenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Bartholmes, bis in den drittenn tagk des schrifftlichen — Bartholmes: Lesung des Namens unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 555 Bl. 275r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 555

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedas als dann die sachenn aller dermassen in dem Stannde wie die Itzo vor Dato dieser gütlichenn hanndtlung gestanndenn, stehenn vnnd pleibenn sollen, Desgleichenn soll diese gütliche hanndelung Jedem theil vnnschedtlich auch vff hindersich bringenn,

2

abe vnd zu zuschreibenn furbehaltenn sein, ohnn alle geuerde, vnnd argelist, Inn Vrkunde vnnder vnnserm hierauff getrucktenn Secret, Gebenn zu Cassell Sambstags nach purificationis Mariæ Anno 40.

3

Nach gefertigtem vnnd vbergebenem Reuersal, seindt vorgemelte der pfenner Gesanndtenn furgetrettenn, vnnd durch Johann Niedennstein diese volgennde protestation vnnd was gestalt sie zu dieser guetlichenn hanndtlung schreitenn wolttenn, lassenn furtragl.1

4

Edler Wohlgeborner, Ehrenuestenn, Erbarnn, Gnediger gebiettende gunstige Herrnn, Nach dem gemeine Pfenner vnns Ire gesanndtenn zu dieser guetlichen hanndtlung vonn Irenntwegenn abgefertiget, Innhalts des vffgerichtenn Reuersals, das diese guetliche hanndtlung beidenn theilenn ann Irenn gerechtigkeitenn vnuerfenglich vnnd vnnachteylig sein solle, zu hanndelnn,

5

doch alles vff hindersich bringenn, auch diese hanndelung nachgehaptem bedennckenn zu vnnd abzuschreibenn, abgefertiget, So wollenn wir auch der vnnd keiner anndernn gestalt oder was zu dieser hanndtlung schreittenn, vnnd vnns auch weitter nit eingelassenn noch bewilliget habenn, daruonn wir offenntlich protestiren.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. schreitenn wolttenn, lassenn furtragl. — furtragl.: Kürzung am Wortende

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 556 Bl. 275v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 556

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedoch alles vff hindersich bringenn, auch diese hanndelung nachgehaptem bedennckenn zu vnnd abzuschreibenn, abgefertiget, So wollenn wir auch der vnnd keiner anndernn gestalt oder was zu dieser hanndtlung schreittenn, vnnd vnns auch weitter nit eingelassenn noch bewilliget habenn, daruonn wir offenntlich protestiren.

2

Vnnd nach gethaner protestation auch allerley bedennckenn, redenn vnnd wiederredenn souiel vnnd nicht weitter dann aus volgennder Notelnn zuersehenn, ausrichtenn oder erhaltenn könnenn Volget die Notell Zwischenn vnnserm gnedigenn Herrnn vnnd furstenn vnnd den Pfennernn zu Allenndorff abgeredt auff hindersich pringenn, ann beide theil, Erstlich ist aus viel bewegenndenn vrsachenn furgeschlagenn, das die pfenner die — 44. pfannenn so Inen zustehenn,

3

seinen f.gl. vmb eine namhafftige Summa Jerlicher pension, zwanntzigk Jar lanng mitt dem zirck des geholtzes, der Ihne den pfennernn zu diesem mahl zugeprauchenn zugelassenn ist, vnnd solches geholtzes halbenn,

4

zu alle dem rechtenn gebrauch vnnd vortheil den sie die pfenner darann solttenn ge hapt habenn, einthun vnnd lociren sollenn, also das sfgl. solch der Pfenner Bothenn, mit sfgl.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 557 Bl. 276r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 557

1

Fortsetzung von der vorigen Seitezu alle dem rechtenn gebrauch vnnd vortheil den sie die pfenner darann solttenn ge hapt habenn, einthun vnnd lociren sollenn, also das sfgl. solch der Pfenner Bothenn, mit sfgl.

2

Bothenn vnnd Saltzwergk, in ein Regiment nehmenn, vnnd dieselbigenn nach sfgl. gefallenn zum bestenn gebrauchenn soll vnnd magk, Vnnd wann die zwanzigk Jar verlauffenn sein, welch theil als dann dieser Location beschwert ist, der magk dieselbige dem anndernn theil drey Jar zuuor,

3

ehe dann die abtrettung geschicht, auffsagenn, vnnd so solch auffsagung geschicht, soll sfgl. solches noch drey Jar Inne behalten gebrauchenn, vnnd darnach vberlieffernn, Inn aller massenn wie sfgl. solches alles emdtpfangenn hatt, Weytter hat sfgl. ihr außtrucklichenn furbehaltenn, das sfgl.

4

Itzo alsbaldt zwey probe Jahr habenn soll, Zuuersuchenn ob sfgl. des Zinses oder pension zukommenn möge, oder nit, vnnd sfgl. in den zweyenn Jarenn befindenn wirdet, das es sfgl. nit dienenn will,

5

magk sfgl. nach außgang der zweyer Jar, dauon wieder abtrettenn, wie obgemelt, vnnd den Pfennernn Ihr gut mit seiner zugehörung wieder zustellen Darzu hat auch sfgl.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 558 Bl. 276v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 558

1

Fortsetzung von der vorigen Seitemagk sfgl. nach außgang der zweyer Jar, dauon wieder abtrettenn, wie obgemelt, vnnd den Pfennernn Ihr gut mit seiner zugehörung wieder zustellen Darzu hat auch sfgl.

2

Ihr furbehaltenn, nach außgang der zweyer Probe Jar, die vbrigenn achtzehenn Jar lanng, die auffsagung drey Jar zuuor, Wann sfgl. solchs gefallenn will zuthun, Innmassenn wie obenn dauonn gemelt ist,

3

vnnd als dann den Pfennernn zu außgang der dreyer Jar Ihr gut vnnd gerechtigkeit wieder zustellenn, Innmassenn wie sfgl. solches vonn Ihne emdtpfangenn hatt.

4

Vmb den Zins oder pension, hat mann sich dismahl nit vergleichenn mögenn, Sonnder der Pfenner Gesanndenn vnnd Beuelchhaber, Nemblich Werner Crott, Asmus vonn Butlar, Ernnst vonn Bischausenn, Christoffer Schwanflugell, Hanns Wiedennstein, Johann Schaffnit, Thias Thorey[?]1, vnnd Jeorge Freundt, seindt darauff hart gestanndenn, das sfgl. aus einem Jeden Bothe desselbigenn Bodtsherrenn vnnd Baherbenn2, Erstlich auff achtzigk zwey oder drey werck, vnnd darnach vf den Siebennzigk werckenn,

5

Je ein werck vf drey guldenn muntz gerechnet, das machte in einer Summa zweyhundert vnnd zehenn guldenn, dem guldenn zu sechs vnnd zwanzigk alb, Lanndtswehrung gerechnet, gebenn solte, So habenn sfgl. beuelchhaber,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Thias Thorey[?] — Thorey oder Storey
  2. Baherbenn — Lesung unsicher, Bauerbenn?

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 559 Bl. 277r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 559

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteJe ein werck vf drey guldenn muntz gerechnet, das machte in einer Summa zweyhundert vnnd zehenn guldenn, dem guldenn zu sechs vnnd zwanzigk alb, Lanndtswehrung gerechnet, gebenn solte, So habenn sfgl. beuelchhaber,

2

auff Hundert vnnd Funfftzigk, Sechzigk, Siebennzigk, darnach auff Hundert vnnd achzigk guldenn, der anngezeigtenn wehrung hart gestanndenn, doch zuletzt sich des vernehmenn lassenn, an sfgl. zubringenn, Ob sfgl.

3

Hundert vnnd Neuntzigk guldenn gebenn woltenn, Wiewohl es sfgl. beschwerlich sein wurdt, aus vielenn vrsachenn, so den Beuelchhabernn anngezeigt wordenn sein, vnnd dieweil sich zu diesem mahl die Partheyenn dessenn nicht vergleich mögenn, So habenn es beidertheil Befelchhaber angenommenn, hinder sich zubringenn, vnnd nach gehaptenn bedennckenn, In Monatsfrist zu oder abzuschreibenn bewilliget Vnnd ist diese Location darauff gestelt, das im fall da beide theil derselbigenn verglichenn werdenn, vnnser gnediger Herr, den schlies1 vnnd vnkostenn der Bothe vnnd geschirs darzu gehorigk mitler zeitt dieser bestenndtnus halttenn solt, Vnnd damit der abtrettung halbenn kunfftiglich kein Irrung zufallenn möchte, So solt mann als baldt nach dieser vergleichung alle Bothe, vnnd was darinnenn ist, desgleichenn alle gehöltze der Pfenner besichtigenn, wie die Itzo gestalt sein, vnnd das alles durch Notarien, Inn beysein etlicher zeugenn, eigenntlich verzeichnenn lassenn, vnnd zu zeitenn der abtrettung als dann solches wieder so gut liefferrnn, als es Jtzt ist, ohnne geuerde, Wurde sich auch vngluck begebenn, also das ein oder mehr Bothe abbrennte, oder so der fleck die Boden, durch Heeres not verhert oder verderbet, oder der Saltzbronn eingeworffenn, oder verderbt were, Vom ganntzenn Saltzwerck pension zugebenn, solange nit schuldigk sein, bis das der Brun vnnd die Bothe,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. schlies — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 560 Bl. 277v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 560

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteHundert vnnd Neuntzigk guldenn gebenn woltenn, Wiewohl es sfgl. beschwerlich sein wurdt, aus vielenn vrsachenn, so den Beuelchhabernn anngezeigt wordenn sein, vnnd dieweil sich zu diesem mahl die Partheyenn dessenn nicht vergleich mögenn, So habenn es beidertheil Befelchhaber angenommenn, hinder sich zubringenn, vnnd nach gehaptenn bedennckenn, In Monatsfrist zu oder abzuschreibenn bewilliget Vnnd ist diese Location darauff gestelt, das im fall da beide theil derselbigenn verglichenn werdenn, vnnser gnediger Herr, den schlies vnnd vnkostenn der Bothe vnnd geschirs darzu gehorigk mitler zeitt dieser bestenndtnus halttenn solt, Vnnd damit der abtrettung halbenn kunfftiglich kein Irrung zufallenn möchte, So solt mann als baldt nach dieser vergleichung alle Bothe, vnnd was darinnenn ist, desgleichenn alle gehöltze der Pfenner besichtigenn, wie die Itzo gestalt sein, vnnd das alles durch Notarien, Inn beysein etlicher zeugenn, eigenntlich verzeichnenn lassenn, vnnd zu zeitenn der abtrettung als dann solches wieder so gut liefferrnn, als es Jtzt ist, ohnne geuerde, Wurde sich auch vngluck begebenn, also das ein oder mehr Bothe abbrennte, oder so der fleck die Boden, durch Heeres not verhert oder verderbet, oder der Saltzbronn eingeworffenn, oder verderbt were, Vom ganntzenn Saltzwerck pension zugebenn, solange nit schuldigk sein, bis das der Brun vnnd die Bothe,

2

samptlich oder sonnderlich wieder aufgericht, wesenntlich vnnd ganngkhafftigk wurdenn, als dann solte sfgl. nach anntzahl der auffgerichtenn wesentlichenn vnnd ganngkhafftigenn Bothenn, vnd der Sohlenn wiederumb pension zugebenn schuldigk sein, Innmassenn wie vor, Viele auch im fleckenn zun Bodenn ein sterbenn ein, also, das ein oder mehr Bote aus, oder souiel Personenn sturbenn, das mann nicht siedenn könnte, aus solchenn oder solchenn Bodenn solte auch sfgl. nach verlauffener Zeit des Saldtlegers pension zugebenn nit schuldigk sein, Vnnd so mann dieser puncta also einigk were, Als dann solt mann weitter vonn der versicherung redenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 561 Bl. 278r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 561

1

Fortsetzung von der vorigen Seitesamptlich oder sonnderlich wieder aufgericht, wesenntlich vnnd ganngkhafftigk wurdenn, als dann solte sfgl. nach anntzahl der auffgerichtenn wesentlichenn vnnd ganngkhafftigenn Bothenn, vnd der Sohlenn wiederumb pension zugebenn schuldigk sein, Innmassenn wie vor, Viele auch im fleckenn zun Bodenn ein sterbenn ein, also, das ein oder mehr Bote aus, oder souiel Personenn sturbenn, das mann nicht siedenn könnte, aus solchenn oder solchenn Bodenn solte auch sfgl. nach verlauffener Zeit des Saldtlegers1 pension zugebenn nit schuldigk sein, Vnnd so mann dieser puncta also einigk were, Als dann solt mann weitter vonn der versicherung redenn,

2

Es solt auch die bezahlung der gedingtenn pension durch die Söder alle Monat oder wochenn Innmassenn wie es Itzo gehalttenn wirdet, geschehenn, aus den Bothenn den gutherrnn, oder Irenn Beuelchhabernn bis solanng die gedingte Jerliche pension, aus einem Jedenn Bothe, bezahlt were, Was als dann vbrigk gesottenn wurde,

3

dasselbige sollte sfgl. genntzlich zustehenn vnnd volgenn, vnnd sfgl. darumb niemanndts rechnung zugebenn schuldigk sein, Wurde aber das Both Jerlich nicht souiel siedenn, als die gedingte Summa ist,

4

so solt vnnd must seine fgl. aus Ihrem guth vnnd Inkommens solche Summa erfullenn, Vnnd wenn also wie obgemelt sfgl. den gedachtenn 42.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Saldtlegers — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 562 Bl. 278v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 562

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteso solt vnnd must seine fgl. aus Ihrem guth vnnd Inkommens solche Summa erfullenn, Vnnd wenn also wie obgemelt sfgl. den gedachtenn 42.

2

Pfannenn, den Pfennernn zustenndigk, fur sich selbst, oder auff auffsagung der Pfenner, Innhalt dieser vergleichung abtrettenn wurde, als dann soll es vmb die gebrechenn vnnd Irrung, so sich Jtzt dieser zeitt erhaltenn, auch sonnstet vmb alle sachenn,

3

zu solchem Saltzwerck gehörigk, stehenn, Inn allermas wie es Itzo stehet, vnnd mit diesem vertrage keinem theil nichts gegebenn oder genommenn werde, ohnne geuerde, Es sollenn auch die Pfenner Inn zeit dieses bestenndtnus die —— 200 fl.

4

Zins, so sie Jerlich bishero gegebenn habenn, desgleichenn die zwo Pfann Saltzes alter pflicht, darzu Herrngeldt, Loffell Zoll1 vnd annders sfgl. zustenndigk, gebenn, doch mit dem vnnterscheidt, Ob das Saltzwerck des Saltzbronns halbenn, oder durch verherung vnnd Brandt, schadenn nehme, Innmassenn wie obgemelt, das sie als dann auch die gemeltenn zweyhundert guldenn nach anntzahl des schadenns, vnnd der zweyhundert guldenn sfgl. zubezahlenn nit schuldigk sein sollen, Diese Notell habenn beidertheil Gesanndtenn anngenommenn, ann Ire Herrnn vnnd Beuelchhaber zubringenn, vnnd in Monatsfrist sich Jegenn dem anndernn theil, darauff was sein gemut sein will, vernehmenn lassenn, Seint Sontags Inuocauit,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Loffell Zoll — Loffell oder Toffell

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 563 Bl. 279r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 563

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteZins, so sie Jerlich bishero gegebenn habenn, desgleichenn die zwo Pfann Saltzes alter pflicht, darzu Herrngeldt, Loffell Zoll vnd annders sfgl. zustenndigk, gebenn, doch mit dem vnnterscheidt, Ob das Saltzwerck des Saltzbronns halbenn, oder durch verherung vnnd Brandt, schadenn nehme, Innmassenn wie obgemelt, das sie als dann auch die gemeltenn zweyhundert guldenn nach anntzahl des schadenns, vnnd der zweyhundert guldenn sfgl. zubezahlenn nit schuldigk sein sollen, Diese Notell habenn beidertheil Gesanndtenn anngenommenn, ann Ire Herrnn vnnd Beuelchhaber zubringenn, vnnd in Monatsfrist sich Jegenn dem anndernn theil, darauff was sein gemut sein will, vernehmenn lassenn, Seint Sontags Inuocauit1,

2

seindt beide Ratshe2, sampt dem ausschos gemeiner Pfenner auff dem Rathause beyeinander versamblet gewesenn, daselbst vonn Johann Niedenstein, Johann Schaffnicht vnnd anndernn Irenn dazumahl gesanndtenn Relation, vnnd was allennthalbenn, in obberurter Hanndelung furgefallenn, annhört, vnd darauff alle Pfenner auff schirstkommendenn Sontagk Oculi Jegenn den abenndt alhier einzukommenn, zubeschreibenn beuohlenn,

3

Montags nach Oculi Habenn alle ein vnnd auslendische Pfenner, so damahln zusammenn gewesenn, nach verlesung gerurter Noteln, vnnd emdtpfangener Relation der Gesanndenn,

4

enndtlich vff dem bewilligten vertrage zuberauhenn, vnnd alle anndere vnnderhanndtlung genntzlich abzuschreibenn, enndtschlossen, vnnd beuohlenn, wie nachstehet, Volget das abschreibenn der letztenn vnnderhanndelung, vnnd fürgeschlagenenn mittell.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Seint Sontags Inuocauit — Seint (Seit?) unsicher
  2. Ratshe — Rethe? Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 564 Bl. 279v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 564

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteenndtlich vff dem bewilligten vertrage zuberauhenn1, vnnd alle anndere vnnderhanndtlung genntzlich abzuschreibenn, enndtschlossen, vnnd beuohlenn, wie nachstehet, Volget das abschreibenn der letztenn vnnderhanndelung, vnnd fürgeschlagenenn mittell.

2

Durchleuchtiger Hochgeborner Furst E. f.

3

G. seindt vnnsere schuldige, alzeit bereit vnnderthenige dinste zuuor, Gnediger Herr, alle wir ein: vnnd auslenndische Pfenner des Saltzwercks in Sodenn, vor E. f. gl.

4

Stadt Allenndorff gelegenn, so viel dero Itzo Montags nach Oculi persönlich, vnnd durch Ire Volmacht, hier zu Allenndorff gewesenn, hettenn wohl gehofft, E. f. gl. wurdenn gnediglich, aus Christlichem vnnd Furstlichem gemut, damit E. f. gl.

5

Gott lob reichlich begabt, beherziget haben, Wes vnns armenn annfennglich auff erst gehaltenem tage zu Cassell, in beysein der darzu gezogenn Ritter: vnnd Lanndtschafft dieses Furstennthumbs vonn E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. zuberauhenn — Lesung unsicher, zuberuhenn?

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 565 Bl. 280r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 565

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteGott lob reichlich begabt, beherziget haben, Wes vnns armenn annfennglich auff erst gehaltenem tage zu Cassell, in beysein der darzu gezogenn Ritter: vnnd Lanndtschafft dieses Furstennthumbs vonn E.

2

F.

3

G. persönlich, auch Innhalts etlicher zugesteltenn schrifftlichenn furschlege, zugesagt, als nemblich, das E. f. gl. furhabenn vnnd nebenn Gebaue nit in vnnserm nachteil vnnd schadenn, sonndernn vielmehr zu vnnserm nutz vnnd gedeyenn, begert vnnd fürgenommenn wurde,

4

Welches auch der Ehrenuest Sigmundt vonn Boynebergk Stadthalter, nochmahls offenntlich vnnder der Glockenn, vor der ganntzen Gemeine zu Allenndorff verkundiget, vnnd gleichfals ann stadt E. f. gl. glaubwirdig vertrost vnnd zugesagt, Darauff auch der gebaue anngefanngen, vnnd ferner auffgerichter Reces zwischenn E. f.

5

Gl. vnnd vnns armenn bewilliget vnnd volnzogenn, darin vnns nicht allein bey Furstlichenn warenn worten, gutenn glaubenn vnnd trewenn, Sonndernn auch im worte der warheit, das solchs vnns vnnd vnnsern Erbenn, ann vnnser Erbgerechtigkeit, wie wir die ann vnnsernn vierzigk zwo Pfannenn herbracht, gebraucht, vnnd vor vnnser Erbe besessenn habenn, vnd nach, am Saltzwerckenn ffenn1, dem Holtzkauff vnd Sieden, gar keinenn schadenn bringenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Saltzwerckenn ffenn — Wortende unklar

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 566 Bl. 280v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 566

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteGl. vnnd vnns armenn bewilliget vnnd volnzogenn, darin vnns nicht allein bey Furstlichenn warenn worten, gutenn glaubenn vnnd trewenn, Sonndernn auch im worte der warheit, das solchs vnns vnnd vnnsern Erbenn, ann vnnser Erbgerechtigkeit, wie wir die ann vnnsernn vierzigk zwo Pfannenn herbracht, gebraucht, vnnd vor vnnser Erbe besessenn habenn, vnd nach, am Saltzwerckenn ffenn, dem Holtzkauff vnd Sieden, gar keinenn schadenn bringenn,

2

oder geberenn soll, austrucklich wie billich Furstlich vnnd löblich verschriebenn vnnd versprochenn, Welches wir vnns auch ohn zweiuell zugeschehenn verhofftenn, Wo nit E. f. gl. durch eingebung vnnser misgonner,

3

so vnnser löblichenn gebaurschafft vnnd einigkeit enndtJegenn, vnnd gerinne1, das doch |: ob Gott will :| nit geschehenn soll, getrennt sehenn, in anndere wege geleit vnnd gefurt wurde, Dieweil wir aber |:

4

Gott im Himmell geclagt :| also vnder dem schein vnnd gnadenn, die mann vnns reichenn wolte, vnns armenn die auff erdenn Gottes zum theil nicht annders dann diese gabe Gottes vonn vnnsern Elternn seligenn ererbet, vnnd zum theil aus krafft der Erbgerechtigkeit, mit einem theurenn Pfennige ann vnns gebracht habenn, auch arme wittibe, Waisenn, Blindenn vnnd Lahmenn, der nit ein geringe zahl, Inn ewigenn dieser welt verderben, eingestigenn2, zu dem das wir den grossenn verderblichenn gelittenenn,

5

vnd noch teglichen zufelligen schadenn, vber obgerurte E. f. gl. vnnd des Stadthalters auch meldung des vertrages zusage, vf dem vngefehrlichen verhörs tage zu Cassell, Dinstags nach Dionisij dargethan, vnnd allein dem zuuorkommenn gebettenn, Werdenn wir armenn vnnd sonnderlich vnnsere Gesanndten,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. gerinne — Lesung unsicher
  2. eingestigenn — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 567 Bl. 281r Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 567

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnd noch teglichen zufelligen schadenn, vber obgerurte E. f. gl. vnnd des Stadthalters auch meldung des vertrages zusage, vf dem vngefehrlichen verhörs tage zu Cassell, Dinstags nach Dionisij dargethan, vnnd allein dem zuuorkommenn gebettenn, Werdenn wir armenn vnnd sonnderlich vnnsere Gesanndten,

2

vber des vngefehrlichenn verhörs zuschreibenn, mitt einer rechtlichenn vermeintenn Reconuention klage anngetast, alles des annsehenns, vnns weniger dann mit rechte, aus dem aufgerichtenn vertrage, als solten wir dem zuwiedder gelebt habenn, das sich doch im grunde |:

3

Gott lob :| annders findenn soll, zufuhrenn, des wir vnns, als die getrewenn armenn vndersassen, dermassenn nit verhofft, vnnd nun abermahls vonn etzlichenn E.

4

F.

5

G. dienernn vnnd Beuelchhabern in Sodenn dahin bewegt, als das mann zu hinlegung alle solches furgenommenenn vnwillenns, vnnd zugewennter1 vngnade, beiderseits zu gutenn, nutz, vnnd vortheil, zu erhaltenn gnade vnnd einigkeit, leidenliche wege furzunehmenn, also vnd wie solches geschehenn solt, vnns vber das zugestelte Reuersal vnd vnnderhanndtlung zu Cassell ein Notell behanndenn lassenn, Welche wir genommenenn abscheide nach zu Cassell,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. gewennter — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 568 Bl. 281v Das Annder Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 568

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. dienernn vnnd Beuelchhabern in Sodenn dahin bewegt, als das mann zu hinlegung alle solches furgenommenenn vnwillenns, vnnd zugewennter vngnade, beiderseits zu gutenn, nutz, vnnd vortheil, zu erhaltenn gnade vnnd einigkeit, leidenliche wege furzunehmenn, also vnd wie solches geschehenn solt, vnns vber das zugestelte Reuersal vnd vnnderhanndtlung zu Cassell ein Notell behanndenn lassenn, Welche wir genommenenn abscheide nach zu Cassell,

2

vnnd mundtlicher Relation vnnser Gesanden, vnnder vnns fast bewogenn, vnnd dasselbige aus mancherley bedennckenn vnnd beschwerungenn, so gemeinenn Pfennernn daraus eruolgenn wurdenn, keines wegs Inzureumenn oder zubewilligenn einmutiglich enndtschlossenn,

3

Wissenn dennach1 armuts, ewiger verderbenns, auch Ehrennhalbenn, vnnd verweisung vnnserer nachkommenn, vonn dem auffgerichtenn bewilligtenn vertrage keins wegs abzutrettenn, oder vnns dessenn zuuerzeihenn, vnnd vns mit E. f. gl.

4

Räthenn oder Beuelchhabernn in einiche weytterung, disputation oder vnnderhanndtlung einzulassenn, sonndernn beruhenn vff berurtem vertrage, vnnd wollenn hiemit die gethanenn furschlege vnnd hanndelung, wie vnns das in der zugestelten Noteln vnnd sonnst vorbehaltenn,

5

genntzlich vnnd allennthalbenn aufgesagt vnnd abgeschriebenn haben, vnderthenniglicher tröstlicher hoffnung, E. f. gl. werdenn hierann kein vngnediges misfallenns haben, Sonndernn vielmehr vnns E.

6

F.

7

G. getrewe arme vnderthans, bey gemeltem vertrage E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. dennach — Lesung unsicher, dennoch?

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 569 Bl. 282r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 569

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. getrewe arme vnderthans, bey gemeltem vertrage E.

2

F.

3

G. furstlichen verschreibung vnnd zusage gemes gnediglich schuzenn, schirmenn, vnnd behalttenn, auch E.

4

F.

5

Gl.

6

Salzwerck mit Salzgrebenn, Warttenn, vnndt anndernn amptenn lauts des vertrags zum forderlichstenn bestellenn, vnnd verfertigenn, damit es zu sampt dem vnnsernn hinfurt in stadtlicher ordnung regirt erhaltenn, vnnd dem vertrage des orts auch gemes möge gelebt werdenn, das bringt E.

7

F.

8

Gl. als wir mit ewigem1[?] lohnn bey Gott dem almechtigenn, lob vnnd ehre in dem heiligenn Reich, E.

9

F.

10

Gl.

11

Lanndenn vnnd sonnst allennthalbenn, darzu verdienenn wirs vmb E.

12

F.

13

Gl. vber schuldige pflichte diennst, vngesparts leibes vnnd guts sonnderlich willigk, Gebenn zu Allenndorff Mitwoch nach Oculi Anno 40.

14

E.

15

F.

16

G.

17

Gehorsame vnnderthane Gemeine Pfenner des Salzwercks vor Allenndorff.

Unsichere Lesungen

  1. ewigem — Wort verschliffen

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 570 Bl. 282v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 570

1

Dem durchleuchtigenn hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn, herrnn Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessen, Grauenn zu Catzennelnpogenn etc. vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn, Anttwort der Furstlichenn Räthe auff Vorgehennde Supplication vnnser freundtlich diennst vnnd gunstigenn grus zuuor Ernuestenn Erbarnn vnnd Ersamenn guten freunde vnnd Gönner, Wir habenn Itzo ein schreiben vonn euch ausganngenn, ann den durchleuchtigenn hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn, herrnn Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessenn,

2

Grauenn zu Catzennelnpogenn etc. vnnserm gnedigenn herrnn haltenn, abwesenn sfgl.1 hochgedacht, auch derselbenn Stadthalter vnnd Cantzlar empfanngenn, vnnd wollenn dieselbe schrifft ferner vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, bey furderlicher bottschafft zuschickenn,

3

darauff werdenn sfgl.2 der gebuer sich wohl zuerhaltenn wissenn, Das wir euch mit woltenn verhaltenn vnnd seindt euch sonnst zu freundtlichenn diennstenn vnnd gunstenn geneigtt, Datum Cassell am Sonntage Laetare Anno 40.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. sfgl. — Kürzel, wohl s.f.g.
  2. sfgl. — Kürzel, wohl s.f.g.

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 571 Bl. 283r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 571

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedarauff werdenn sfgl.1 der gebuer sich wohl zuerhaltenn wissenn, Das wir euch mit woltenn verhaltenn vnnd seindt euch sonnst zu freundtlichenn diennstenn vnnd gunstenn geneigtt, Datum Cassell am Sonntage Laetare Anno 40.

2

Vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn zu Hessenn verordente Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell.

3

Den Ernuestenn Erbarenn vnnd Ersamenn den gemeynenn Pfennernn des Salzwercks vor Allenndorff, vnnsernn gutenn freundenn vnnd Gonnernn, Volget ein schrifft ann die vermeinten Commissarien, belanngendt die Replicken,

4

so der Cantzlar vnnd anndere Beuelchshaber Vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn auff der Pfenner einbrachten declinatorium fori ann stadt sfgl. schlislichenn wollenn gethann vnnd einbracht habenn.

5

Vnsere freundtwillige diennste zuuor Achtbarnn vnnd Erbarnn gunstige gebietennde Herrnn, Nachdem ein stillstanndt zwischenn vnnserm gnedigenn Lanndtsfurstenn vnnd herrnn vnnd gemeinen pfennernn ein zeitlanng lauts eines zugesteltenn Reuersals, vnnd abgeredtenn Noteln, vmb annderer gutlicher vnnderhanndtlung willenn, des Salzwercks halber bewilligt vnnd gemacht, welcher vnnderhanndtlung wir vnns nachmahls mit sfgl. vnnd derselbigenn Beuelchhabern, vonn wegenn ewiges dieser welt verderbenns mitt habenn könnenn vereynigenn, oder vergleichenn, vnd aber sfgl vonn der vorgenommenenn vermeintenn Reconuention klage, wie wir vnns doch keinswegs versehenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. sfgl. — Kürzel, wohl s.f.g.

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 572 Bl. 283v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 572

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteVnsere freundtwillige diennste zuuor Achtbarnn vnnd Erbarnn gunstige gebietennde Herrnn, Nachdem ein stillstanndt zwischenn vnnserm gnedigenn Lanndtsfurstenn vnnd herrnn vnnd gemeinen pfennernn ein zeitlanng lauts eines zugesteltenn Reuersals, vnnd abgeredtenn Noteln, vmb annderer gutlicher vnnderhanndtlung willenn, des Salzwercks halber bewilligt vnnd gemacht, welcher vnnderhanndtlung wir vnns nachmahls mit sfgl.1 vnnd derselbigenn Beuelchhabern, vonn wegenn ewiges dieser welt verderbenns mitt habenn könnenn vereynigenn, oder vergleichenn, vnd aber sfgl2 vonn der vorgenommenenn vermeintenn Reconuention klage, wie wir vnns doch keinswegs versehenn,

2

weniger verhoffenn, nicht abtrettenn, vnnd in billicher wege betrachtenn, sonnder Je darauff verharrenn wolte, als dann gelanngt ann euch, als dieser sachenn vermeinte Commissarien, vnnser vnnderthenigs bittenn vnnd gesinnenn, Ir wollet auff vnnser gethann declinatorium fori der einbrachtenn Replication vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn,

3

so die vorhanndenn Copien vnnd nachmals gebuerliche dilation vnns zustellenn, vnnd nachgebenn, damit wir weitter vnnser hohen notturfft nach, vnns des rechtenn zugebrauchenn habenn, das verdienenn wir vmb E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. sfgl. — Kürzel
  2. sfgl — Kürzel

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 573 Bl. 284r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 573

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteso die vorhanndenn Copien vnnd nachmals gebuerliche dilation vnns zustellenn, vnnd nachgebenn, damit wir weitter vnnser hohen notturfft nach, vnns des rechtenn zugebrauchenn habenn, das verdienenn wir vmb E.

2

E. gunstenn vnnsers vermögenns willigk vnnd gerne, Datum Allenndorff Donnerstags nach Oculi Anno 40.

3

Gemeine Pfenner des Salzwercks vor Allenndorff.

4

Den Erbarnn vnnd achtparnn H.

5

Georgenn Nuspickernn Vice Cantzlarnn zu Cassell, Ludewig Kochen Burgermeister daselbst, vnnsernn etc. gunstigenn Herrn, Anttwort Ludewig Kochs Mein willig diennst zuuor, Ernuestenn Erbarnn vnnd Ersamenn gepietenndt gunstig liebe Junckernn, vnnd besonnder gute freunde, Es ist mir gesteriges tages ein schrifft in nahmenn ewer als gemeiner pfenner des Salzwercks vor Allenndorff,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 574 Bl. 284v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 574

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteGeorgenn Nuspickernn Vice Cantzlarnn zu Cassell, Ludewig Kochen Burgermeister daselbst, vnnsernn etc. gunstigenn Herrn, Anttwort Ludewig Kochs Mein willig diennst zuuor, Ernuestenn Erbarnn vnnd Ersamenn gepietenndt gunstig liebe Junckernn, vnnd besonnder gute freunde, Es ist mir gesteriges tages ein schrifft in nahmenn ewer als gemeiner pfenner des Salzwercks vor Allenndorff,

2

welcher Vberschrifft an den Erbarnn vnnd hochgelartenn herrnn Georgenn Nußpicker Vice Cantzlarnn vnnd mich gehalttenn, behenndigt, die Ich abwesens gemelts herrnn Vbergenn in bestenn erbrochenn, vnnd daraus im lesenn souiel, das der mundtlichen einbrachtenn Replicken vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn etc.

3

In sachl2 die Reconuention klage belanngenndt, Copien da die furhanndenn, vnnd nachmahls gebürliche dilation euch zuzustellenn, vnnd nachzugebenn gebettenn wirdet, verstanndenn, Weyl ihr euch aber letzter hanndelung nehest verschienenn, Donnerstags nach Hilarij, welcher war der 15.

4

Januarij dis Lauffenndenn Jars, ohne zweiuell, vnd was euch damahls zu beidenn partheyenn vonn vns als den deputirten Commissarien fur ein bescheidt vf alles was schrifftlich vnnd mundtlich einbracht, vnd gebettenn wordenn ist, wohl zuerInnernn hapt, Vernet ihr euch hierin selbst der billicheit, vnnd das mir einigenn daruber euch nun erstenns Copien zuzustellenn,

5

vnnd weitter dilation zugebenn, keins wegs gebuerenn will, bescheidenn, Doch bin Ich diese ewer schrifftenn gemeltenn herrnn Georgenn Nuspicker zuzuschickenn bedacht, Was dann desselbigenn meinung in deme auch sein wirdet,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Vber= — Trennung; Fortsetzung genn unklar
  2. sachl — Wortende verschliffen

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 575 Bl. 285r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 575

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd weitter dilation zugebenn, keins wegs gebuerenn will, bescheidenn, Doch bin Ich diese ewer schrifftenn gemeltenn herrnn Georgenn Nuspicker zuzuschickenn bedacht, Was dann desselbigenn meinung in deme auch sein wirdet,

2

soll euch vonn vns vnuerhaltenn pleibenn, Vnnd bin euch sonnst zu williger diennsterzeigunge geneigt, Gebenn zu Cassell am Sonntage Laetare Anno 40.

3

Ludewig Koch Burgermeister zu Cassell.

4

Den Ernuestenn Erbarnn vnnd Ersamenn den Gemeynenn Pfennernn des Salzwercks vor Allenndorff Meinenn gepietenndenn gunstigenn liebenn Junckern vnnd gutenn freundenn, Anttwort Ludwig Kochs vonn wegenn herrnn Georgenn Nußpickers.

5

Mein willig diennst zuuor Ernuestenn, Erbarnn vnnd Ersamenn gunstige liebe Junckhernn, besonnder gute freunde, Als Ich euch wenig vergangener zeit, vff ewer gesinnen, anntwort gebenn hab, vnnd darnebenn das Ich solchs ewer bitt ann herrnn Georgenn Nußpickernn, als mit Commissarien, auch gelanngenn lassenn woltte, zuerkennenn gebenn, Bin ich demselbenn also nachkommenn, Weil nun Herr George derselbigenn meinung, wie euch zuuor geschriebenn, auch ist, vnnd vermeinet,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 576 Bl. 285v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 576

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteMein willig diennst zuuor Ernuestenn, Erbarnn vnnd Ersamenn gunstige liebe Junckhernn, besonnder gute freunde, Als Ich euch wenig vergangener zeit, vff ewer gesinnen, anntwort gebenn hab, vnnd darnebenn das Ich solchs ewer bitt ann herrnn Georgenn Nußpickernn, als mit Commissarien, auch gelanngenn lassenn woltte, zuerkennenn gebenn, Bin ich demselbenn also nachkommenn, Weil nun Herr George derselbigenn meinung, wie euch zuuor geschriebenn, auch ist, vnnd vermeinet,

2

Es wolte vns nunmahls mit fugenn nit gepurenn, vber beschenenn beschlus vnnd vnnsernn bescheidt, euch weitter dilation oder Copey zuzustellenn oder nachzugebenn, habenn wir anngeregte action vnnd hanndelung dem Stadthalter vnnd Burgermeistern zu Marpurgk verschlossenn zugeschickt,

3

die solche Irenn zuverordentenn vonn der Ritter vnnd Lanndtschafft ferner annzeigenn, vnnd darauf nach befindung, bescheidt gebenn werdenn, Welches Ich euch in bestenn nit verhaltenn wollenn, denen Ich zu williger diennsterzeigung ganntz vnuerdrossen, Datum [übergeschrieben:

4

Cassel] am Montag nach Judica Anno 40.

5

Ludewig Koch Burgermeister zu Cassell.

6

Den Ernuestenn Erbarnn vnnd Ersamenn Allenn etc. meinenn Pfennernn, des Salzwercks vor Allenndorff, Meinenn gunstigenn liebenn Junckernn, vnnd besonndernn gutenn freunden, Volget die furstliche wieder anntwort auff das abschreibenn der Pfenner, so hiebeuor mit L. verzeichnet.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 577 Bl. 286r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 577

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDen Ernuestenn Erbarnn vnnd Ersamenn Allenn etc. meinenn Pfennernn, des Salzwercks vor Allenndorff, Meinenn gunstigenn liebenn Junckernn, vnnd besonndernn gutenn freunden, Volget die furstliche wieder anntwort auff das abschreibenn der Pfenner, so hiebeuor mit L. verzeichnet.

2

Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzennelnpogen etc.

3

Liebenn Getrewenn, Wir habenn Ewer schreibenn, welches datum stehet Mittwochenns nach Oculi dis scheinenndenn Jars, enndtpfanngenn, verlesenn, vnd Innhalts verstanndenn, das ihr vns nun die furgeschlagene guetliche mittell, furschlege, vnnd hanndelung, genntzlich vnnd zumahl, auch allenthalbenn, wie ewer schreibenn meldet, aufgesagtt vnnd abgeschlagenn, Ist vns nit zuwiedder, dann solchs ist euch in solcher guetlichenn hanndelung zugelassen, auch vnnser meinung nit annders gewesenn, dann aller dinge gnediglich vnnd guetlich mit euch zu vberkommenn, Das aber ihr die Pfenner in ewerm schreibenn, vnnd in solcher gnedigenn vnnd guetlichenn hanndelung vnns mit solchenn hefftigk vnnd schmelichenn worttenn annziehenn thutt, als soltenn wir euch etwas zugesagt, verschriebenn, vnnd das nit gehaltenn habenn, oder vnndernn schein der gnadenn euch vns das ewer zupringenn, oder zubeengstigenn vnnderstehenn, des hettenn wir vns zu euch, als vnnsernn gelobtenn geschwornenn, gar nit versehenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 578 Bl. 286v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 578

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteLiebenn Getrewenn, Wir habenn Ewer schreibenn, welches datum stehet Mittwochenns nach Oculi dis scheinenndenn Jars, enndtpfanngenn, verlesenn, vnd Innhalts verstanndenn, das ihr vns nun die furgeschlagene guetliche mittell, furschlege, vnnd hanndelung, genntzlich vnnd zumahl, auch allenthalbenn, wie ewer schreibenn meldet, aufgesagtt vnnd abgeschlagenn, Ist vns nit zuwiedder, dann solchs ist euch in solcher guetlichenn hanndelung zugelassen, auch vnnser meinung nit annders gewesenn, dann aller dinge gnediglich vnnd guetlich mit euch zu vberkommenn, Das aber ihr die Pfenner in ewerm schreibenn, vnnd in solcher gnedigenn vnnd guetlichenn hanndelung vnns mit solchenn hefftigk vnnd schmelichenn worttenn annziehenn thutt1, als soltenn wir euch etwas zugesagt, verschriebenn, vnnd das nit gehaltenn habenn, oder vnndernn schein der gnadenn euch vns das ewer zupringenn, oder zubeengstigenn vnnderstehenn, des hettenn wir vns zu euch, als vnnsernn gelobtenn geschwornenn, gar nit versehenn,

2

vnns wirdet auch das von euch wieder die pillichkeit vergeblich auffgelegtt, dann wir habenn vns, vnnser gethanenn zusage, auch des vfgerichtenn vertrages in allewege Furstlich vnnd vnuerweislich gehaltenn, Dieweil aber diese hohe Iniurien dermassenn gestalt, das vnns dieselbenn vngerechtfertiget zu[übergeschrieben: ge2[?]]duldenn, keins wegs gelegenn sein will, vnnd damit aber wir in dem niemandts vnrecht thun, vnschuldigenn beschwerenn, der ohn zweiuell viel vnnder euch seindt, So habenn wir bedacht,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. thutt — Wortende mit Zusatzstrich
  2. ge — Übergeschriebenes klein, unklar

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 579 Bl. 287r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 579

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnns wirdet auch das von euch wieder die pillichkeit vergeblich auffgelegtt, dann wir habenn vns, vnnser gethanenn zusage, auch des vfgerichtenn vertrages in allewege Furstlich vnnd vnuerweislich gehaltenn, Dieweil aber diese hohe Iniurien dermassenn gestalt, das vnns dieselbenn vngerechtfertiget zu[übergeschrieben: ge[?]]duldenn, keins wegs gelegenn sein will, vnnd damit aber wir in dem niemandts vnrecht thun, vnschuldigenn beschwerenn, der ohn zweiuell viel vnnder euch seindt, So habenn wir bedacht,

2

die vnnsernn zu euch zuuerordenen vnnd zuschickenn, vnnd erforschung auch vmbfrage bey euch samptlich vnnd Jedem Insonnderheit zuthun lassen, Ob die schrifft mit ewer aller, oder ewer zum theil,

3

vnnd mit welcher annstifftung vnnd verwilligung die gesezt vnnd ausganngenn sey, damit wir vns Jegenn den schuldigenn der notturfft nach zuhaltenn habenn, Dieses wollenn wir euch also hinwiedder nit pergenn, Datum Rotennbergk am Freitag nach Judica Anno 40.

4

Philips L. zu hessenn, Vnsernn liebenn Getrewenn den Gemeinenn Pfennernn des Salzwercks in Sodenn vor Allenndorff ann der Werra1, Dinstags nach Palmarum Jegenn Vesper ist vorgehennde Furstliche schrifft, Salzgrebenn Warttenn vnnd dem Ausschos durch den Renndtmeister behenndigett vnnd gelieffert wordenn, Darauff der Landtvogt volgenndenn Mitwochenn vngefehrlich vmb siebenn vhr,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. ann der Werra — Lücke vor Werra, Kürzel?

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 580 Bl. 287v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 580

1

Fortsetzung von der vorigen SeitePhilips L. zu hessenn, Vnsernn liebenn Getrewenn den Gemeinenn Pfennernn des Salzwercks in Sodenn vor Allenndorff ann der Werra, Dinstags nach Palmarum Jegenn Vesper ist vorgehennde Furstliche schrifft, Salzgrebenn Warttenn vnnd dem Ausschos durch den Renndtmeister behenndigett vnnd gelieffert wordenn, Darauff der Landtvogt volgenndenn Mitwochenn vngefehrlich vmb siebenn vhr,

2

vf dem Rathause erschienenn, vnnd aus beuelch des furstenn, in beysein des Renndtmeisters daselbst, die Pfenner samptlich eidthafftigk gemacht, vnd nochmals einen Jedenn Innsonnderheit,

3

durch wenn das abschreibenn der letztenn vnnderhanndtlung, auch die schrifft derhalbenn ann Furstenn ausganngenn, angestifft, gemacht, vnnd vf dergleichenn mehr articull vnndt fragstuck Inquiriret, verhort vnnd erkundett.

4

Sonnabendts nach Paschae hat der Renndtmeister Inn Sodenn offenntlich verbottenn, das die knechtte der pfenner baussenn Irem der pfenner gezirck kein holz keuffenn sollenn, bey vngnediger straff.

5

Item das hinfurter vonn einem Jedenn schiffe voller holzes, so auff dem wasser zu behuff der pfenner gefurt, vnnd fur die Sodenn bracht wirdt, dem furstenn ein schneberger zols solle gebenn vnnd gereicht werdenn, Darvonn die Salzgrebenn, ann stadt der pfenner vonn stundt ann protestirt vnnd bedingett,

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 581 Bl. 288r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 581

1

sonnderlich dieweil dieselbigenn beide puncta, beide den altenn priuilegien der pfenner, auch diesem new auffgerichttenn vertrage ganntz vnnd gar enndtgegl[?]1 vnnd zuwiedder sein, Dem Durchleuchtigenn Hochgebornenn furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessen, Grauenn zu Catzennelnpogenn ⁊c.

2

Vnserm gnedigenn Herrnn, Durchleuchttiger Hochgeborner Furst Gnediger Herr, vnnser ganntzwillige, vnderthenige gehorsame dienste seindt E. f. gl. mit allem vleis zuuor.

3

Gnediger Herr, zweiuels ohnn E.

4

F.

5

G. tragenn gnedig wissenn, wie vnnd welcher gestalt sich vielerley Irrung vnnd gebrechenn des Saltzwercks halbenn dem auffgerichten verträge, bey nahe allenn artickelnn zuwidder eingerissenn, vnnd noch teglichenn vorfallenn, wie wir die allennthalbenn E. f. gl. beide schrifftlich vnnd mündtlich in vnderthenigkeit anngezeigt vnnd gebettenn,

6

dermassenn einsehenns zuhabenn, vnnd Innhalt gerürtes vertrages das Regiment in Bodenn zubestellenn, Damit solcher Irrungenn vorkommenn, vnnd ein mahl vor alle abgeholffenn, auch der nutz des Saltzwercks in dem zu E.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. enndtgegl[?] — abgekürztes Wortende

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 582 Bl. 288v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 582

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedermassenn einsehenns zuhabenn, vnnd Innhalt gerürtes vertrages das Regiment in Bodenn zubestellenn, Damit solcher Irrungenn vorkommenn, vnnd ein mahl vor alle abgeholffenn, auch der nutz des Saltzwercks in dem zu E.

2

F.

3

G. gerechtigkeit, desgleichenn vnns den pfennernn mit enndtzogenn, Sonndernn dadurch E. f. gl.

4

Cammer, als wohl geschehenn kann, wo Ime recht vorgestanndenn, der gemeine nutz dieses Furstennthumbs, vnnd auch wir die pfenner in der zeitlichenn narung gebessert, das wir auch durch vnnser vielfaltigs Suppliciren,

5

vnnd dem auffgerichtenn vertrage gemes allein vnd nichts annders gesucht, Solches kompt aber vnns armenn aller vor nicht, vnnd wirdt nun erst von E.

6

F.

7

G. darvor anngesehenn vnnd verstanndenn, als das wir durch vnnser vielfaltigs, vnnd sonnderlich vnnser Jüngst gethann schreibenn, E. f. gl. zu Iniurijren oder zuschmehenn, in vorhabenn sein solttenn, Nein gnediger furst vnnd Herr, solche vngnadt wölle Gott der allmechtig vber vnns armenn nicht verhenngenn, noch vbergehenn lassenn, das wir E. f. gl. als vnnser anngebornenn naturlich Lanndtsfurstenn, nicht alleine [übergeschrieben: als] beschützer vnnd beschirmern des Saltzwercks sonnder auch vnnser vnnd aller vnnser narungenn, schmehenn, oder vor vnns zuschmehen gedennckenn, oder in willenn sein, viel weniger gethann habenn soltenn, Sonndernn mögent sich E. f. gl. des zu vnns versehenn, wo einer oder mehr vnnser geselschafft, vnnd vnnder vnns, vnnd solches gemüts, auch vns wissenntlich were, als wir doch Gott lob niemanndt vermerckt,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 583 Bl. 289r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 583

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. darvor anngesehenn vnnd verstanndenn, als das wir durch vnnser vielfaltigs, vnnd sonnderlich vnnser Jüngst gethann schreibenn, E. f. gl. zu Iniurijren oder zuschmehenn, in vorhabenn sein solttenn, Nein gnediger furst vnnd Herr, solche vngnadt wölle Gott der allmechtig vber vnns armenn nicht verhenngenn, noch vbergehenn lassenn, das wir E. f. gl. als vnnser anngebornenn naturlich Lanndtsfurstenn, nicht alleine [übergeschrieben: als] beschützer vnnd beschirmern des Saltzwercks sonnder auch vnnser vnnd aller vnnser narungenn, schmehenn, oder vor vnns zuschmehen gedennckenn, oder in willenn sein, viel weniger gethann habenn soltenn, Sonndernn mögent sich E. f. gl. des zu vnns versehenn, wo einer oder mehr vnnser geselschafft, vnnd vnnder vnns, vnnd solches gemüts, auch vns wissenntlich were, als wir doch Gott lob niemanndt vermerckt,

2

das wir Ihnenn solches nicht gestattenn, noch darin willigenn wollenn, sonndernn darvor wehrenn, vnnd dem vnnsers höchstenn vermögenns furkommenn, Bittenn derhalbenn E. f. gl. auffs demütigst durch Gott vnnd sein Heiliges wort, vnns hierin allennthalbenn enndtschuldiget zunehmenn, vnd vnnser schreibenn nicht annders dann aus hoher annliegennder not, wiewohl aus einfeltigenn verstannde geschehenn, gnediglich vermerckenn, auch nicht annders deutenn oder auslegenn lassenn,

3

vnnd nachmals durch E. f. gl. verordennte gnediges vnnd gebürliches einsehens habenn lassenn, damit voranngezeigtenn des vertrags vnnd vnnser gerechtigkeitenn wiederwertige beschwerung wie billich abgeschafft, auch denenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 584 Bl. 289v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 584

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd nachmals durch E. f. gl. verordennte gnediges vnnd gebürliches einsehens habenn lassenn, damit voranngezeigtenn des vertrags vnnd vnnser gerechtigkeitenn wiederwertige beschwerung wie billich abgeschafft, auch denenn,

2

so vom tage zu tage Je mehr vnnd grosser, vnnd den pfennernn zu nachteil einreissenn vorkommenn, vnnd alles was dem Furstlichenn auffgerichtenn vertrage zuwiedder, gnediglich abgeschafft möge werdenn, Sonnderlich das sich E.

3

F.

4

G. diener Johann Bartholmes Renndtmeister zu wieder vnnsernn priuilegien vnnd gerechtigkeitenn, eine halbe pfanne in vnnserm Saltzwerck gelegenn, In E. f. gl. besitz zubringenn, vnnd die nutzung darvonn zuhebenn, vnderstehet,

5

Welcher halbenn pfannenn nutzung vonn vnnsernn vorfahrenn seliger gedechtnus zu vnnderhaltung eines pfarhernn in Bodenn geordtnet, vnd verschafft, Bittenn derhalbenn nachmals, wie in vnnser derhalbenn vbergebenn Supplication vnndertheniglich gebettenn, Es hat auch gemelter E. f. gl.

6

Rendtmeister vnnsernn knechtenn, ann etzlichenn ennden baussenn vnnsernn gezirck des geholtzes holtz zuhauffenn verbottenn, welches doch der vertragk beide E. f. gl. vnnd den pfennernn zuthunde frey gibt, vnnd zulest zu dem vnderstehet sich mehrgemelter Renndtmeister Im nahmenn E. f. gl. auff vnnser der pfenner vnnd anderer leute, Holtzschiffe, damit wir Holtz zu behuff vnnd forderung vnnsers Saltzwercks führenn lassenn, einen Zoll zulegenn, da doch vber mennschenn gedennckenn vnnd nie keiner gewesenn, wie vnns auch E. f. gl. in mehrgemeltenn newenn vertrags darbey pleibenn zulassenn, vnnd keinenn zoll, oder annder beschwerungenn, auff vnnser Holtz vnnd fuhrleuthe zu ewigenn tagenn zu legenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 585 Bl. 290r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 585

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteRendtmeister vnnsernn knechtenn, ann etzlichenn ennden baussenn vnnsernn gezirck des geholtzes holtz zuhauffenn verbottenn, welches doch der vertragk beide E. f. gl. vnnd den pfennernn zuthunde frey gibt, vnnd zulest zu dem vnderstehet sich mehrgemelter Renndtmeister Im nahmenn E. f. gl. auff vnnser der pfenner vnnd anderer leute, Holtzschiffe, damit wir Holtz zu behuff vnnd forderung vnnsers Saltzwercks führenn lassenn, einen Zoll zulegenn, da doch vber mennschenn gedennckenn vnnd nie keiner gewesenn, wie vnns auch E. f. gl. in mehrgemeltenn newenn vertrags darbey pleibenn zulassenn, vnnd keinenn zoll, oder annder beschwerungenn, auff vnnser Holtz vnnd fuhrleuthe zu ewigenn tagenn zu legenn,

2

gnediglich vnnd klerlich verschriebenn, Bittenn dennach E. f. gl. vnnderthenigklich lautter durch Gott, E. f. gl. wollenn aus gnedigem vnnd Fürstlichem bedennckenn, gemeltenn E. f. gl. diener dem Renndtmeister in gnadenn beuehl thun, dahin weisenn vnnd annhaltenn, das er vonn dem vnnd allem anndernn, so dem vertrage zuwiedder, abstehe,

3

vnnd vnns damit vnnbeschwert bleibenn lasse, auff das wir vnns Jtzt Sommer zeitt auch dermassenn mit holtze versorgenn mögenn, das zu zeit vnnd tage,

4

der vnnwetter in vnnsernn Bothenn, auch gesottenn, vnnd nicht still gehalttenn oder gesagt werde, (welches vnns vnuerschuldt zugemessenn wirdt) Man wolle aus mutwillenn vnnd zuverhinderung E.

5

F.

6

G. wolfart vnnd rettung gemeines nutzenns oder zu schadenn dieses Furstennthumbs kein saltz siedenn, sonnder still halttenn, das dann (erkenns Gott) Je vnnser gemüt vnnd vorhabenn nie gewesenn, auch nimmer sein soll, Sonnder woltenn viellieber das beide in E. f. gl. vnnd vnnsernn Bothenn, wenn das saltz seinen abgang habenn möchtte, nicht alleine zwey, sonndernn drey oder mehr wercke wochenntlich gesotten werdenn konnttenn, Denn Je E. f. gl. vnnd auch vns armenn pfennernn, E. f. gl. vnnd vnnsernn knechten,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 586 Bl. 290v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 586

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. wolfart vnnd rettung gemeines nutzenns oder zu schadenn dieses Furstennthumbs kein saltz siedenn, sonnder still halttenn, das dann (erkenns Gott) Je vnnser gemüt vnnd vorhabenn nie gewesenn, auch nimmer sein soll, Sonnder woltenn viellieber das beide in E. f. gl. vnnd vnnsernn Bothenn, wenn das saltz seinen abgang habenn möchtte, nicht alleine zwey, sonndernn drey oder mehr wercke wochenntlich gesotten werdenn konnttenn, Denn Je E. f. gl. vnnd auch vns armenn pfennernn, E. f. gl. vnnd vnnsernn knechten,

2

auch gemeinem Furstennthumbs Lanndenn vnnd Leuthen zugutem, E. f. gl. wollenn sich hierin aus Christlichem Fürstlichem gemüt vnnd bedennckenn gnediglich erzeigenn, vnnd vnns aller beschwerung, zu wieder dem vertrage furgefallenn, enndtnehmenn, denenn vorkommenn, vnnd allennthalbenn abschaffenn,

3

den lohn vonn Gott dem Almechtigenn vnnserm aller erlöser vnd behalter erwartenn, Des wollenn wir vnns vnderthenig zu E. f. gl. versehenn, vnnd seindts vber schuldige pflicht in gehorsamer vnderthenigkeit zuuerdienenn ganntz willigk, Gebenn am Sonntage Jubilate Anno ⁊c 40.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 587 Bl. 291r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 587

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteden lohn vonn Gott dem Almechtigenn vnnserm aller erlöser vnd behalter erwartenn, Des wollenn wir vnns vnderthenig zu E. f. gl. versehenn, vnnd seindts vber schuldige pflicht in gehorsamer vnderthenigkeit zuuerdienenn ganntz willigk, Gebenn am Sonntage Jubilate Anno ⁊c 40.

2

Des E. f. gl. gnedige anntwort bittennde, E.

3

F.

4

G.

5

Gehorsame vnderthane Gemeine pfenner des Saltzwercks vor Allenndorff.

6

Volget des Furstenn anntworts schrifft.

7

Philips vonn Gotts gnadenn Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogenn ⁊c Liebenn Getrewenn, Wir habenn ewer schreibenn ann vns vonn wegenn der Irrung zwischenn vnns vnnd euch des Saltzwercks halbenn gethann, enndtpfangenn, vnns lesen lassenn, vnnd Innhalts verstanndenn, Nach dem ihr euch aber in demselbenn ewerm schreibenn [übergeschrieben: vns] zu Iniurijren nicht in fürhabenns gewest, oder noch sein, [übergeschrieben: zu] enndtschuldigenn vnderstehet, das wollenn wir der frommenn gehorsamen halbenn, so solcher sach nit zuthun habenn, bleibenn lassen, Aber der anndernn halbenn so vnns die Iniurien zugefugt habenn, wollenn wir Actionem Iniuriarum, vnnd was sich derhalbenn gepürenn will,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 588 Bl. 291v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 588

1

Fortsetzung von der vorigen SeitePhilips vonn Gotts gnadenn Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogenn ⁊c Liebenn Getrewenn, Wir habenn ewer schreibenn ann vns vonn wegenn der Irrung zwischenn vnns vnnd euch des Saltzwercks halbenn gethann, enndtpfangenn, vnns lesen lassenn, vnnd Innhalts verstanndenn, Nach dem ihr euch aber in demselbenn ewerm schreibenn [übergeschrieben: vns] zu Iniurijren nicht in fürhabenns gewest, oder noch sein, [übergeschrieben: zu] enndtschuldigenn vnderstehet, das wollenn wir der frommenn gehorsamen halbenn, so solcher sach nit zuthun habenn, bleibenn lassen, Aber der anndernn halbenn so vnns die Iniurien zugefugt habenn, wollenn wir Actionem Iniuriarum, vnnd was sich derhalbenn gepürenn will,

2

furbehaltenn haben, auch darauff der frommenn halbenn, damit die dannoch der anndernn nicht enndtgeltenn, vnnsernn Cantzlar vnnd Lanndtvogt ann der Werra beuohlenn, nechstes Monntags nach Vocem Jucunditatis Jegenn abenndt in Bodenn annzukommenn, die vnnd anndere gebrechenn zuuerhörenn, vnnd wo möglich gepurlich zuuerrichtenn, Darumb wöllet euch zu solchem tage dermassenn gefast vnnd geschickt machenn,

3

damit die vnnsernn nit vergeblich darzu geschickt [übergeschrieben: vnd] vnnötiger Kost verhütet bleibenn mögl[?]1 Das woltenn wir euch auff ewer schreibenn, des wissenns vnnd darnach zurichtenn habenn, nit pergenn, vnnd thuns vnns dermassenn zu euch versehenn, Datum Cassell Sambstages nach Jubilate Anno ⁊c 40.

4

Cantzl. sst.

5

Vnnsernn liebenn Getrewenn den Gemeinenn pfennernn des Saltzwercks vor Allenndorff ann der Werra in Bodenn.

Unsichere Lesungen

  1. mögl[?] — abgekürzt, wohl mögenn

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 589 Bl. 292r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 589

1

Anno ⁊c 40.

2

Dinstags nach Vocem Jucunditatis seindt die Gestrenngenn, achtparnn vnnd Weisenn, Johann Feige Cantzlar, vnnd Rudolph Schennck Amptmann zu Eschwege, vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, alhier zu Allenndorff Inn des Renndtmeisters behausung erschienenn, vnnd gemeine pfenner vor sich auch die anngezogenn in Jüngst vbergebener Supplication beschwerung, der datum Sonntags Jubilate Anno ⁊c 40. stehet, annzuzeigenn gefordert, Darauff die Gesantenn Gemeiner Pfenner mit verlesung gemelter vnnd sonnst mündtlicher erzehlung durch den Saltzgrebenn Johann Wiedennstein, Nachuolgennde beschwerung so Ihnenn dem vertrage vnnd anndernn Irenn gerechtigkeitenn zu wieder furgefallenn, furtragenn haben lassen, Erstlich, das vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, noch kein Saltzgrebe, Laut des fürstlich vertrags verordennt, Zum anndernn, das die pfenner nicht gestenndigk, das sie Irenn gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn Iniurijret habenn sollenn, Zum drittenn, das der Renndtmeister eine halbe pfann, Inn der pfenner Saltzwerck gelegenn, welcher halbenn pfannenn nutzung vonn Irenn vorfahrenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 590 Bl. 292v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 590

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDinstags nach Vocem Jucunditatis seindt die Gestrenngenn, achtparnn vnnd Weisenn, Johann Feige Cantzlar, vnnd Rudolph Schennck Amptmann zu Eschwege, vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, alhier zu Allenndorff Inn des Renndtmeisters behausung erschienenn, vnnd gemeine pfenner vor sich auch die anngezogenn in Jüngst vbergebener Supplication beschwerung, der datum Sonntags Jubilate Anno ⁊c 40. stehet, annzuzeigenn gefordert, Darauff die Gesantenn Gemeiner Pfenner mit verlesung gemelter vnnd sonnst mündtlicher erzehlung durch den Saltzgrebenn Johann Wiedennstein, Nachuolgennde beschwerung so Ihnenn dem vertrage vnnd anndernn Irenn gerechtigkeitenn zu wieder furgefallenn, furtragenn haben lassen, Erstlich, das vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, noch kein Saltzgrebe, Laut des fürstlich vertrags verordennt, Zum anndernn, das die pfenner nicht gestenndigk, das sie Irenn gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn Iniurijret habenn sollenn, Zum drittenn, das der Renndtmeister eine halbe pfann, Inn der pfenner Saltzwerck gelegenn, welcher halbenn pfannenn nutzung vonn Irenn vorfahrenn,

2

zu vnderhaltung eines pfarhernn in Bodenn verschafft, In nahmenn sfgl. zu sich gezogenn, vnnd also in den besitz sfgl. zu sich gezogenn, vnnd also in den besitz sfgl. vnderstehet zubringl[?]1 Zum Vierdtenn, das Irenn knechtenn ausserhalb dem gezirck Ires geholtzes, das doch der vertragk frey gibt, holtz zukauffenn verbottenn, Zum funfftenn, das der Renndtmeister auff Irer vnnd annderer leuthe Schiffe, damit sie holtz zu furderung Ires Saltzwercks führenn, einenn Zoll in nahmenn sfgl. gelegt,

3

Zum Sechstenn, das sie am verkauffte des Saltzes Inns Furstennthumb Hessenn zuwiedder dem [übergeschrieben: ss[?]2] vertrage verhindert, Zum Siebenndenn, das sfgl. diener in der Pfenner gezirck vnnd vor denn thorenn auch zuwiedder dem vertrage holtz keuffenn Zum achtenn,

4

das sie ann Irer gewönlichenn rechtfertigung, so sie zwischenn den Gutherrnn vnnd Irenn knechten vermöge Irer gebott vnnd verbott, straff vnnd bussen gehindert werdenn, Zum Neundtenn, Das etzliche Meister vnnd affterknechte, auff sfgl.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. zubringl[?] — abgekürzt
  2. ss[?] — Einfügung unklar

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 591 Bl. 293r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 591

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedas sie ann Irer gewönlichenn rechtfertigung, so sie zwischenn den Gutherrnn vnnd Irenn knechten vermöge Irer gebott vnnd verbott, straff vnnd bussen gehindert werdenn, Zum Neundtenn, Das etzliche Meister vnnd affterknechte, auff sfgl.

2

Saltzwerck vber die zahl so im vertrage zugelassenn, arbeittenn, vnnd in der pfenner behausung wohnenn, Zum zehenndenn, das der pfenner knechte vnnd gesinde, sfgl. eine Erbhuldung thun vnnd eidthafftigk werdenn sollenn, Zum eilfftenn, Das vnnser gnediger furst vnnd Herr die scheidtsrichter Innhalts dem vertrage auf vielfaltiges der pfenner Supplicirenn Jtztgemelter auch anderer misuerstennde vnnd beschwerung halbenn bis anhero nicht niedersetzenn wollenn, Zum zwölfftenn, das sie vonn sfgl. vor die Lanndtstende vnnd anndere richter dann der vertragk annweiset vnnd zulesset, gefordert vnnd gezogenn werdenn, Zum dreyzehenndenn, das die fuhrleuthe Irenn knechten, vnd von Irenn Bothenn vf sfgl seittenn gereitzt, vnd Ine enndtzogenn werdenn, Zum vierzehenndenn, das sie die zweyhundert guldenn alter pflicht,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 592 Bl. 293v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 592

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSaltzwerck vber die zahl so im vertrage zugelassenn, arbeittenn, vnnd in der pfenner behausung wohnenn, Zum zehenndenn, das der pfenner knechte vnnd gesinde, sfgl. eine Erbhuldung thun vnnd eidthafftigk werdenn sollenn, Zum eilfftenn, Das vnnser gnediger furst vnnd Herr die scheidtsrichter Innhalts dem vertrage auf vielfaltiges der pfenner Supplicirenn Jtztgemelter auch anderer misuerstennde vnnd beschwerung halbenn bis anhero nicht niedersetzenn wollenn, Zum zwölfftenn, das sie vonn sfgl. vor die Lanndtstende vnnd anndere richter dann der vertragk annweiset vnnd zulesset, gefordert vnnd gezogenn werdenn, Zum dreyzehenndenn, das die fuhrleuthe Irenn knechten, vnd von Irenn Bothenn vf sfgl seittenn gereitzt, vnd Ine enndtzogenn werdenn, Zum vierzehenndenn, das sie die zweyhundert guldenn alter pflicht,

2

auff einenn Termin reichenn sollenn, die sie doch vermuge der donation in vertrage berurt von Quartaln zu Quartaln zugebenn zugelassenn, Zum funffzehenndenn, das der Renndtmeister die Schatzheller in der pfenner Saltzwerck fallennde, von wegen vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd herrnn, habenn will, Mitt weitter annzeigung volgennder beschwerung, die vor dieser zeit in vnderhanndtlung doch vnvolnzogl[?]1 gestanndenn,

3

dergestalt das sie nochmals freundtlich möchtenn hingelegt werdenn, Zum sechzehenndenn, das die vnderschiedtlichenn tage im Sohlenn ziehenn nicht gehalttenn, Zum Siebennzehenndenn, das den pfennernn vom Saltzkauff — 10 alb[?]2 abgezogenn,

4

die sie ann Irer weinnung manngelen vnnd enndtberenn müssenn, Zum achzehenndenn, das Inen etzliche knechte vber die zahl im vertrage zugelassenn, enndtzogenn, vnndt auff sfgl.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. vnvolnzogl[?] — abgekürzt
  2. alb[?] — Währungskürzel, wohl albus

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 593 Bl. 294r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 593

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedie sie ann Irer weinnung manngelen vnnd enndtberenn müssenn, Zum achzehenndenn, das Inen etzliche knechte vber die zahl im vertrage zugelassenn, enndtzogenn, vnndt auff sfgl.1

2

Saltzwerck angenommenn, Zum Neunzehenndenn, das den pfennernn die zugesagte vnnd verschriebene bewilligung auch ratification der Chur: vnnd fürstenn zu Sachssenn, desgleichenn der Ritter vnnd Lanndtschafft noch nicht verschafft geschehenn oder zugestelt, Zum zwanntzigstenn, das Inenn die zugesagte versicherung, vber das eine neüe Koth so Inenn auff Ir vnderthenigst, auch ezlicher herrnn vnnd freünde vorbitten, zubauenn gnediglich zugelassenn, noch nicht wie doch vor dieser zeit vnderthenniglich gebettenn, zugestelt, Zum ein vnnd zwanntzigstenn, das den pfennernn vor Ire abgebrochene behausung vnnd Bergkfriede, auch Ire eingezogene grabenn vnnd gemein Steine vergleichung oder erstattung geschehenn, Nach diesem gethanenn bericht, vielerley redenn vnnd handtlung verangezeigter beschwerung halbenn, habenn obgemelte fürstliche Räthe, den Gesamdtenn gemeiner pfenner enndtlich diesenn abscheidt gegebenn, das sie die vorgetragene gemeiner pfenner beschwerung, was sie der dem vertrage zuwieder nach Irem verstanndt, vermerckenn könnenn, in bedenckenn nehmen, vnnd derhalbenn bey vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn diener bevelch lassenn wollenn, die anndernn aber den sie nicht verstenndigt gnug, ann witziger leuthe gelanngenn zulassenn, vorbehaltenn habenn, So viel aber den vorkauff des Saltzes belanngenn thut, seindt sie zuhanndelnn nicht gemechtiget, Sonndernn müssen den artickell ann sfgl. eigene personn bringenn, vnd fernner bescheidts gewarttenn, Vnnd hat der Cantzlar mit allerley redenn, doch ohne bevelch des fürstenn getreulich gerathenn, Das gemeine pfenner nochmals auf wege der guetlichenn hanndtlung, so vor dieser zeit vorgenommenn sich zubedencken, vnnd eine Noteln, wie sie gerne verwarth sein wolten, zustellenn, die sie vnserm gnedigenn fürstenn vnnd hern, anzuzeigenn hettenn, ob die sache nachmals freundtlich möchte hingelegt werdenn, Vnnd damit sie vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, so viel grundtlicher berichtenn, vnnd dahin bewegenn mochtenn, das dann die pfenner die Register vonn etlichenn Jaren, was das Saltzwergk getragenn, verlegenn wolttenn, auch in was artickelnn sie sich in der zugesteltenn Notelnn beschwert befindenn, dardurch sie verehrsacht, die handtlung abzuschreibenn, anzuzeigenn, Ob dieselbigenn nochmahls beidenn theilenn liederlich moderiret vnnd geenndert möchtenn werdenn, Darauff die Gesamdtenn gemeiner pfenner geantwort, das sie vonn gemeinenn pfennernn [gestrichen: keiner] annder gestalt, dann alleine die vorgefallene beschwerung anzuzeigenn, vnnd vnderthenniglich darfur zubittenn abgefertiget, vnnd keins wegs annder hanndelung fürzuwenndenn, oder der gestalt einicherley vernottelung zustellenn vnnd zuvbergebenn, Wo aber Ihr Gestreng vnnd günstenn, vonn wegenn vnsers gnedigen fürstenn vnnd Herrnn, oder vor Ire personn vorzulegen, oder kunfftiglichenn vns zuzustellenn hettenn, Woltenn wir dieselbigenn ann gemeine pfenner gelanngenn lassenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. sfgl. — Abkürzung, Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 594 Bl. 294v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 594

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSaltzwerck angenommenn, Zum Neunzehenndenn, das den pfennernn die zugesagte vnnd verschriebene bewilligung auch ratification der Chur: vnnd fürstenn zu Sachssenn, desgleichenn der Ritter vnnd Lanndtschafft noch nicht verschafft geschehenn oder zugestelt, Zum zwanntzigstenn, das Inenn die zugesagte versicherung, vber das eine neüe Koth so Inenn auff Ir vnderthenigst, auch ezlicher herrnn vnnd freünde vorbitten, zubauenn gnediglich zugelassenn, noch nicht wie doch vor dieser zeit vnderthenniglich gebettenn, zugestelt, Zum ein vnnd zwanntzigstenn, das den pfennernn vor Ire abgebrochene behausung vnnd Bergkfriede, auch Ire eingezogene grabenn vnnd gemein Steine vergleichung oder erstattung geschehenn, Nach diesem gethanenn bericht, vielerley redenn vnnd handtlung verangezeigter beschwerung halbenn, habenn obgemelte fürstliche Räthe, den Gesamdtenn gemeiner pfenner enndtlich diesenn abscheidt gegebenn, das sie die vorgetragene gemeiner pfenner beschwerung, was sie der dem vertrage zuwieder nach Irem verstanndt, vermerckenn könnenn, in bedenckenn nehmen, vnnd derhalbenn bey vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn diener bevelch lassenn wollenn, die anndernn aber den sie nicht verstenndigt gnug, ann witziger1 leuthe gelanngenn zulassenn, vorbehaltenn habenn, So viel aber den vorkauff des Saltzes belanngenn thut, seindt sie zuhanndelnn nicht gemechtiget, Sonndernn müssen den artickell ann sfgl. eigene personn bringenn, vnd fernner bescheidts gewarttenn, Vnnd hat der Cantzlar mit allerley redenn, doch ohne bevelch des fürstenn getreulich gerathenn, Das gemeine pfenner nochmals auf wege der guetlichenn hanndtlung, so vor dieser zeit vorgenommenn sich zubedencken, vnnd eine Noteln, wie sie gerne verwarth sein wolten, zustellenn, die sie vnserm gnedigenn fürstenn vnnd hern, anzuzeigenn hettenn, ob die sache nachmals freundtlich möchte hingelegt werdenn, Vnnd damit sie vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, so viel grundtlicher berichtenn, vnnd dahin bewegenn mochtenn, das dann die pfenner die Register vonn etlichenn Jaren, was das Saltzwergk getragenn, verlegenn wolttenn, auch in was artickelnn sie sich in der zugesteltenn Notelnn beschwert befindenn, dardurch sie verehrsacht, die handtlung abzuschreibenn, anzuzeigenn, Ob dieselbigenn nochmahls beidenn theilenn liederlich moderiret vnnd geenndert möchtenn werdenn, Darauff die Gesamdtenn gemeiner pfenner geantwort, das sie vonn gemeinenn pfennernn [gestrichen: keiner] annder gestalt, dann alleine die vorgefallene beschwerung anzuzeigenn, vnnd vnderthenniglich darfur zubittenn abgefertiget, vnnd keins wegs annder hanndelung fürzuwenndenn, oder der gestalt einicherley vernottelung zustellenn vnnd zuvbergebenn, Wo aber Ihr Gestreng vnnd günstenn, vonn wegenn vnsers gnedigen fürstenn vnnd Herrnn, oder vor Ire personn vorzulegen, oder kunfftiglichenn vns zuzustellenn hettenn, Woltenn wir dieselbigenn ann gemeine pfenner gelanngenn lassenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. witziger — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 595 Bl. 295r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 595

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteSaltzwerck angenommenn, Zum Neunzehenndenn, das den pfennernn die zugesagte vnnd verschriebene bewilligung auch ratification der Chur: vnnd fürstenn zu Sachssenn, desgleichenn der Ritter vnnd Lanndtschafft noch nicht verschafft geschehenn oder zugestelt, Zum zwanntzigstenn, das Inenn die zugesagte versicherung, vber das eine neüe Koth so Inenn auff Ir vnderthenigst, auch ezlicher herrnn vnnd freünde vorbitten, zubauenn gnediglich zugelassenn, noch nicht wie doch vor dieser zeit vnderthenniglich gebettenn, zugestelt, Zum ein vnnd zwanntzigstenn, das den pfennernn vor Ire abgebrochene behausung vnnd Bergkfriede, auch Ire eingezogene grabenn vnnd gemein Steine vergleichung oder erstattung geschehenn, Nach diesem gethanenn bericht, vielerley redenn vnnd handtlung verangezeigter beschwerung halbenn, habenn obgemelte fürstliche Räthe, den Gesamdtenn gemeiner pfenner enndtlich diesenn abscheidt gegebenn, das sie die vorgetragene gemeiner pfenner beschwerung, was sie der dem vertrage zuwieder nach Irem verstanndt, vermerckenn könnenn, in bedenckenn nehmen, vnnd derhalbenn bey vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn diener bevelch lassenn wollenn, die anndernn aber den sie nicht verstenndigt gnug, ann witziger leuthe gelanngenn zulassenn, vorbehaltenn habenn, So viel aber den vorkauff des Saltzes belanngenn thut, seindt sie zuhanndelnn nicht gemechtiget, Sonndernn müssen den artickell ann sfgl. eigene personn bringenn, vnd fernner bescheidts gewarttenn, Vnnd hat der Cantzlar mit allerley redenn, doch ohne bevelch des fürstenn getreulich gerathenn, Das gemeine pfenner nochmals auf wege der guetlichenn hanndtlung, so vor dieser zeit vorgenommenn sich zubedencken, vnnd eine Noteln, wie sie gerne verwarth sein wolten, zustellenn, die sie vnserm gnedigenn fürstenn vnnd hern, anzuzeigenn hettenn, ob die sache nachmals freundtlich möchte hingelegt werdenn, Vnnd damit sie vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, so viel grundtlicher berichtenn, vnnd dahin bewegenn mochtenn, das dann die pfenner die Register vonn etlichenn Jaren, was das Saltzwergk getragenn, verlegenn wolttenn, auch in was artickelnn sie sich in der zugesteltenn Notelnn beschwert befindenn, dardurch sie verehrsacht1, die handtlung abzuschreibenn, anzuzeigenn, Ob dieselbigenn nochmahls beidenn theilenn liederlich moderiret vnnd geenndert möchtenn werdenn, Darauff die Gesamdtenn gemeiner pfenner geantwort, das sie vonn gemeinenn pfennernn [gestrichen: keiner2] annder gestalt, dann alleine die vorgefallene beschwerung anzuzeigenn, vnnd vnderthenniglich darfur zubittenn abgefertiget, vnnd keins wegs annder hanndelung fürzuwenndenn, oder der gestalt einicherley vernottelung zustellenn vnnd zuvbergebenn, Wo aber Ihr Gestreng vnnd günstenn, vonn wegenn vnsers gnedigen fürstenn vnnd Herrnn, oder vor Ire personn vorzulegen, oder kunfftiglichenn vns zuzustellenn hettenn, Woltenn wir dieselbigenn ann gemeine pfenner gelanngenn lassenn,

2

Der zuversicht, sie werdenn sich mit gepurlichenn bescheidt darauf vernehmenn lassenn, Das sie aber etliche Register ohne bewilligung vnnd bevelch gemeiner pfenner vorlegenn soltenn, wolte Ihnen nit gezimenn, aber sonnst vor Ire person einen vngeferlichenn bericht, den Registernn gemes, vnnd was das Saltzwerck eines Jedenn Jars vngefehrlich zwölff oder vierzehenn Jar hero, getragenn habe, seindt sie zuthunde vnbeschwert, Auff diese frage, in was articulnn sie sich in der zugestelten Noteln beschwert geachtet, habenn die Gesamdtenn anngezeigt, das es Ires erachtenns die seindt, Erstlich das Ihne die pension zugeringe vorgeschlagenn, Zum anndernn, das sie vor zufellige fahr vnnd schedenn stehenn soltenn, Zum drittenn, das sie die Heuptgebeude, vnnd das Saltzwerck, vnnd am Saltzbronn mittragenn vnnd geltenn soltenn, mit weytter anzeigung, aus was vhrsachenn sie sich angezeigter artickell beschwert geachttet, Hierauff der Cantzler abermahls geantwort, Wiewohl er sampt dem Lanndtvogt, vonn wegenn vnsers gnedigen fürstenn vnnd herrnn, hanndtlung vorzuschlagenn keinen bevelch, So wollenn sie doch die vorgefallen misverstennde vnnd Irrung sfgl. wie die Gesamdten gemeiner pfenner gebettenn, zum bestenn anzeigenn, auch vor Ire personn auf tregliche mittell, wie dieser handell zwischenn vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrn vnnd gemeinenn pfennernn gnediglich vnnd vndertheniglich möcht verglichenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. verehrsacht — Lesung unsicher
  2. keiner — gestrichenes Wort unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 596 Bl. 295v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 596

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDer zuversicht, sie werdenn sich mit gepurlichenn bescheidt darauf vernehmenn lassenn, Das sie aber etliche Register ohne bewilligung vnnd bevelch gemeiner pfenner vorlegenn soltenn, wolte Ihnen nit gezimenn, aber sonnst vor Ire person einen vngeferlichenn bericht, den Registernn gemes, vnnd was das Saltzwerck eines Jedenn Jars vngefehrlich zwölff oder vierzehenn Jar hero, getragenn habe, seindt sie zuthunde vnbeschwert, Auff diese frage, in was articulnn sie sich in der zugestelten Noteln beschwert geachtet, habenn die Gesamdtenn anngezeigt, das es Ires erachtenns die seindt, Erstlich das Ihne die pension zugeringe vorgeschlagenn, Zum anndernn, das sie vor zufellige fahr vnnd schedenn stehenn soltenn, Zum drittenn, das sie die Heuptgebeude, vnnd das Saltzwerck, vnnd am Saltzbronn mittragenn vnnd geltenn soltenn, mit weytter anzeigung, aus was vhrsachenn sie sich angezeigter artickell beschwert geachttet, Hierauff der Cantzler abermahls geantwort, Wiewohl er sampt dem Lanndtvogt, vonn wegenn vnsers gnedigen fürstenn vnnd herrnn, hanndtlung vorzuschlagenn keinen bevelch, So wollenn sie doch die vorgefallen misverstennde vnnd Irrung sfgl. wie die Gesamdten gemeiner pfenner gebettenn, zum bestenn anzeigenn, auch vor Ire personn auf tregliche mittell, wie dieser handell zwischenn vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrn vnnd gemeinenn pfennernn gnediglich vnnd vndertheniglich möcht verglichenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 597 Bl. 296r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 597

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteDer zuversicht, sie werdenn sich mit gepurlichenn bescheidt darauf vernehmenn lassenn, Das sie aber etliche Register ohne bewilligung vnnd bevelch gemeiner pfenner vorlegenn soltenn, wolte Ihnen nit gezimenn, aber sonnst vor Ire person einen vngeferlichenn bericht, den Registernn gemes, vnnd was das Saltzwerck eines Jedenn Jars vngefehrlich zwölff oder vierzehenn Jar hero, getragenn habe, seindt sie zuthunde vnbeschwert, Auff diese frage, in was articulnn sie sich in der zugestelten Noteln beschwert geachtet, habenn die Gesamdtenn anngezeigt, das es Ires erachtenns die seindt, Erstlich das Ihne die pension zugeringe vorgeschlagenn, Zum anndernn, das sie vor zufellige fahr vnnd schedenn stehenn soltenn, Zum drittenn, das sie die Heuptgebeude, vnnd das Saltzwerck, vnnd am Saltzbronn mittragenn vnnd geltenn soltenn, mit weytter anzeigung, aus was vhrsachenn sie sich angezeigter artickell beschwert geachttet, Hierauff der Cantzler abermahls geantwort, Wiewohl er sampt dem Lanndtvogt, vonn wegenn vnsers gnedigen fürstenn vnnd herrnn, hanndtlung vorzuschlagenn keinen bevelch, So wollenn sie doch die vorgefallen misverstennde vnnd Irrung sfgl. wie die Gesamdten gemeiner pfenner gebettenn, zum bestenn anzeigenn, auch vor Ire personn auf tregliche mittell, wie dieser handell zwischenn vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrn vnnd gemeinenn pfennernn gnediglich vnnd vndertheniglich möcht verglichenn,

2

vnnd hingelegt werdenn, vnnd des ein Noteln nach sfgl. bedennckenn, gemeinenn pfennernn zum forderlichstenn zustellenn, Doch das sie auch zuvor wüstenn, ob es gemeinenn pfennernn ernstlich, der gestalt hanndtlung zuuerfolgenn, dann ohne das were es vergeblich, auch Inenn beschwerlich, den hanndell vor Ire personn ann vnserm gnedigenn fürstenn vnnd herrnn gelanngenn zulassenn, Darauff die Gesanndtenn der pfenner geantworttet, das sie der gestalt etwas vonn sich zusagenn, vnnd zuuersprechenn keinenn gewalt, Dieweil sie aber die pfenner gemeiniglich vor dieser zeit nicht annders vermerckt, dann das sie die sache gerne guetlich vertragenn gesehen hettenn vnnd geneigt,

3

achtenn sie vor Ire personn, wo sie nachmals nach Irer notturfft verwart vnnd versichert möchtenn werdenn, sie werdenn vnderthenniglich vnnd willig darinne volgenn, Auff den funfftenn articul angezeigter beschwerung, habenn die Gesanndtenn der pfenner diesenn bescheidt erhaltenn, das Ire Holtzschiffe bis zwischenn Bartholomæi zolsfrey gehenn soltenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 598 Bl. 296v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 598

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteachtenn sie vor Ire personn, wo sie nachmals nach Irer notturfft verwart vnnd versichert möchtenn werdenn, sie werdenn vnderthenniglich vnnd willig darinne volgenn, Auff den funfftenn articul angezeigter beschwerung, habenn die Gesanndtenn der pfenner diesenn bescheidt erhaltenn, das Ire Holtzschiffe bis zwischenn Bartholomæi zolsfrey gehenn soltenn,

2

vnnd das sich die pfenner mitler zeit bedennckenn, ob sie beweisenn könnenn, das Ire Schiffe vor dieser zeit keinenn zoll gegebenn, Desgleichenn wollenn sie sich in vnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn Registernn erkundenn, Anno heut1 Montage nach Exaudi Anno ꝛc. 40.

3

Habenn Wedekindt Teichmüller2[?], vnnd Martin Mage, beide burger zu Erffurth, der gebaurschafft genanndt pfenner ein virtell der pfannenn, erblich verkaufft, vnnd sich der gebaurschafft vnnd aller gerechtigkeit,

4

so darzu gehöret, vonn aller Irer erbenn wegenn, laut der kauffbriue darüber gemacht, genntzlich vnnd ewiglich vorziehen, Sontags den achtenn Jacobi Apostoli Anno ꝛc. 40.

5

Habenn Johann Feyge Cantzlar, Johann Barthelmes vnnd anndere, vnsers gnedigenn fürstenn vnnd herrnn bevelchhabere, sampt den Saltzgrebenn der pfenner, vnnd Johan Schaffeit, sich mit Meister Georgenn Behm vonn Nürnbergk, einer kunst halber, bey den Saltzbron zum Soden zusetzenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Anno heut — erstes Wort unsicher
  2. Teichmüller — Anfangsbuchstabe T/L unsicher
  3. Schaff=eit — Name, Trennung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 599 Bl. 297r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 599

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteHabenn Johann Feyge Cantzlar, Johann Barthelmes vnnd anndere, vnsers gnedigenn fürstenn vnnd herrnn bevelchhabere, sampt den Saltzgrebenn der pfenner, vnnd Johan Schaffeit, sich mit Meister Georgenn Behm vonn Nürnbergk, einer kunst halber, bey den Saltzbron zum Soden zusetzenn,

2

verglichenn, Inmassenn wie nachstehet, Anno ut supra, Zuwissenn, das heut dato vonn wegenn des durchleuchtigenn hochgebornenn fürstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsenn Landtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnpogenn ꝛc. vnsers gnedigenn fürstenn vnnd herrnn, sfgl.

3

Cantzlar, Her Johann Feig vonn Lichtenaw, Heinrich Wildener1[?], Jost Verber2 vonn Hombergk, Johann Bartholmes Renndtmeister, vnnd annder sfgl. dienere zu Allenndorff ann der Werra, vnnd dann furter daselbst Johann Schaffnit Burgermeister, Johann Lassellmann3[?], vnnd Johann Niedenstein4[?], Saltzgreben, vonn gemeiner pfenner wegenn, durch viel vnnd mancherley vnderredt vnnd hanndelung, mit meister Georgenn Behmenn, vonn Nürnbergk, gnanndt Mohlmeister, des Bronnmeisters ampt halber zum Sodenn enndtlich vberkommenn, abgeredt vnnd verabschiedt habenn, Nemblich vnd also, Erstlich das Hochgedachter vnser gnediger fürst vnnd herr, vnnd denn gemeine pfenner benenntenn Meister Georgenn, sein lebennlang für Irer f.gl. vnnd Irenn diener vnnd Bornmeister bestellenn, vf vnnd annehmenn sollen, also das er die zeit seines lebenns Irer f.gl. vnnd Irer beider seits diener vnnd Bornmeister zum Sodenn sein, den Saltzbronn daselbst in gutenn treuenn vfsehenn, vnnd vleißiger verwahrung habenn, vnnd darann, sonnder vorwissenn nichts bauenn, noch ein ichenn geferlichenn oder sorglichenn baw am Saltzbronn, noch sonnst in kein weis furnehmenn, auch eigener personn tag vnnd nacht, bey solchem diennst vnd ampt Im Sodenn sein, oder so er sonnder groswichtige vrsach vnnd Ehehafft, nit da sein könnt oder möcht, dasselb auffs best, vnnd aller vleißigst bestellenn, vnnd gnugsamb versehenn, Doch mit wissenn vnnd willenn beiderseits Saltzgrebenn vnd diener, vnnd ob er also ein knecht oder diener hett, oder sonst Jemanndts annders ann sein stadt bestellenn wurde, der soll bey den Herschafftenn darüber mit eidenn vnnd pflichtenn gelobt vnnd geschworenn sein, Darzu soll gedachter meister George vf seinenn kostenn, vnnd eigen selbst darlegenn die kunste vnnd alle bew vffm Saltzbrun, was er der zu ausbringung der Sohl, vnnd sonnst notturfftig sein, vnnd behubenn wirdet, furderlich aufrichtenn, fertigenn vnnd bauenn, also doch das in vfrichtung vnnd Insetzung der kunste, kein werck, Sohl manngels halbenn verseumbt noch verhindert werde, vnnd was darzu zugebrauchenn, notwenndig sein wirdet, Es sey ann kettenn, schleuchenn, vnnd anndernn, das soll er Jederzeit bey seinem eide für vnnd für duppell habenn, damit ob eins abginge, oder zerbreche, das ein annders vngeseumbt da sey, vnnd derwegenn kein werck vngesotten bleibenn dorffe, doch soll er das duppell gezeugk, als baldt im muglich, verschaffenn, vnnd mit der zeit zeugenn, darmit er solches mit Rath bekommenn möge, vnnd so das alles notturfftigk vnnd gnugsamb gebawet, aufgericht, vnd versehenn ist, als dann soll er Meister Jörg, solches auch auff seinenn selbst eigenenn kostenn in gutem vfrichtigenn wesenntlichenn Baw die zeit seines lebenns erhaltenn, also das er darmit oder sonnst ohne zuthun beider Herschafft Sohle gnug aus dem Saltzbrun in alle kothenn, sonnder einiche verhinderung Jederzeit notturfftigk vnnd gnugsamb schaffenn vnnd bringenn könne, vnnd soll daran gantz oder zumahl Itzo noch kunfftiglich kein mangell sein, Doch wollenn die pfenner was Inenn der vertrage des verzugs halber gibt, vorbehalttenn habenn, Darzu soll vonn beider Herschafft wegenn, die kunst vorm Gewölbe Itzo in der erst nach notturfft gebauet, vnndt zugericht werdenn, darnach so soll genanter Meister Jorg solche kunst auch also für vnnd für in treuenn vfsehenn, vleißigk erhaltenn, vnnd allwege wann mann siedenn soll vnnd will, das gewelbe vnnd vmb den Saltzbrun her, souiel Ime muglich, ledigk machenn, also das darvmb her, kein wildt oder annder wasser sey, vnnd zu solcher aubösung soll meister Jörge vf seinenn kostenn sein lebennlanng ein pferdt vnnd ein treiber halttenn, So er aber darzu noch ein pferdt haltenn vnnd haben müste, als dann soltenn beide Herschafftenn genanntenn Meister Georgenn, darauf das zuerhaltenn, doch nach gelegennheit der zeit, vnnd eins Jedenn Jars zimblich steur zuthun, vnnd dieweil gedachtenn Meister Jörgenn Itzo in der erste ein tapffer Baugeldt darauff gehenn will, vnd er das in der eyl nit wohl erlegenn kann, So sollenn beide Herschafftenn, Ihme zu den Röhrenn, so er geprauchen mus, Itzo zwanntzigk Centner kupffers vngeuehrlich verschaffenn vnnd vorstreckenn, Was das Itzo kosten wirdet,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Wildener — Anfangsbuchstabe W/N/M unsicher
  2. Verber — Name unsicher
  3. Lassellmann — Anfangsbuchstabe L/K unsicher
  4. Niedenstein — Anfangsbuchstabe N/W unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 600 Bl. 297v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 600

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteCantzlar, Her Johann Feig vonn Lichtenaw, Heinrich Wildener[?], Jost Verber vonn Hombergk, Johann Bartholmes Renndtmeister, vnnd annder sfgl. dienere zu Allenndorff ann der Werra, vnnd dann furter daselbst Johann Schaffnit Burgermeister, Johann Lassellmann[?], vnnd Johann Niedenstein[?], Saltzgreben, vonn gemeiner pfenner wegenn, durch viel vnnd mancherley vnderredt vnnd hanndelung, mit meister Georgenn Behmenn, vonn Nürnbergk, gnanndt Mohlmeister, des Bronnmeisters ampt halber zum Sodenn enndtlich vberkommenn, abgeredt vnnd verabschiedt habenn, Nemblich vnd also, Erstlich das Hochgedachter vnser gnediger fürst vnnd herr, vnnd denn gemeine pfenner benenntenn Meister Georgenn, sein lebennlang für Irer f.gl. vnnd Irenn diener vnnd Bornmeister bestellenn, vf vnnd annehmenn sollen, also das er die zeit seines lebenns Irer f.gl. vnnd Irer beider seits diener vnnd Bornmeister zum Sodenn sein, den Saltzbronn daselbst in gutenn treuenn vfsehenn, vnnd vleißiger verwahrung habenn, vnnd darann, sonnder vorwissenn nichts bauenn, noch ein ichenn1 geferlichenn oder sorglichenn baw am Saltzbronn, noch sonnst in kein weis furnehmenn, auch eigener personn tag vnnd nacht, bey solchem diennst vnd ampt Im Sodenn sein, oder so er sonnder groswichtige vrsach vnnd Ehehafft, nit da sein könnt oder möcht, dasselb auffs best, vnnd aller vleißigst bestellenn, vnnd gnugsamb versehenn, Doch mit wissenn vnnd willenn beiderseits Saltzgrebenn vnd diener, vnnd ob er also ein knecht oder diener hett, oder sonst Jemanndts annders ann sein stadt bestellenn wurde, der soll bey den Herschafftenn darüber mit eidenn vnnd pflichtenn gelobt vnnd geschworenn sein, Darzu soll gedachter meister George vf seinenn kostenn, vnnd eigen selbst darlegenn die kunste vnnd alle bew vffm Saltzbrun, was er der zu ausbringung der Sohl, vnnd sonnst notturfftig sein, vnnd behubenn wirdet, furderlich aufrichtenn, fertigenn vnnd bauenn, also doch das in vfrichtung vnnd Insetzung der kunste, kein werck, Sohl manngels halbenn verseumbt noch verhindert werde, vnnd was darzu zugebrauchenn, notwenndig sein wirdet, Es sey ann kettenn, schleuchenn, vnnd anndernn, das soll er Jederzeit bey seinem eide für vnnd für duppell habenn, damit ob eins abginge, oder zerbreche, das ein annders vngeseumbt da sey, vnnd derwegenn kein werck vngesotten bleibenn dorffe, doch soll er das duppell gezeugk, als baldt im muglich, verschaffenn, vnnd mit der zeit zeugenn, darmit er solches mit Rath bekommenn möge, vnnd so das alles notturfftigk vnnd gnugsamb gebawet, aufgericht, vnd versehenn ist, als dann soll er Meister Jörg, solches auch auff seinenn selbst eigenenn kostenn in gutem vfrichtigenn wesenntlichenn Baw die zeit seines lebenns erhaltenn, also das er darmit oder sonnst ohne zuthun beider Herschafft Sohle gnug aus dem Saltzbrun in alle kothenn, sonnder einiche verhinderung Jederzeit notturfftigk vnnd gnugsamb schaffenn vnnd bringenn könne, vnnd soll daran gantz oder zumahl Itzo noch kunfftiglich kein mangell sein, Doch wollenn die pfenner was Inenn der vertrage des verzugs halber gibt, vorbehalttenn habenn, Darzu soll vonn beider Herschafft wegenn, die kunst vorm Gewölbe Itzo in der erst nach notturfft gebauet, vnndt zugericht werdenn, darnach so soll genanter Meister Jorg solche kunst auch also für vnnd für in treuenn vfsehenn, vleißigk erhaltenn, vnnd allwege wann mann siedenn soll vnnd will, das gewelbe vnnd vmb den Saltzbrun her, souiel Ime muglich, ledigk machenn, also das darvmb her, kein wildt oder annder wasser sey, vnnd zu solcher aubösung soll meister Jörge vf seinenn kostenn sein lebennlanng ein pferdt vnnd ein treiber halttenn, So er aber darzu noch ein pferdt haltenn vnnd haben müste, als dann soltenn beide Herschafftenn genanntenn Meister Georgenn, darauf das zuerhaltenn, doch nach gelegennheit der zeit, vnnd eins Jedenn Jars zimblich steur zuthun, vnnd dieweil gedachtenn Meister Jörgenn Itzo in der erste ein tapffer Baugeldt darauff gehenn will, vnd er das in der eyl nit wohl erlegenn kann, So sollenn beide Herschafftenn, Ihme zu den Röhrenn, so er geprauchen mus, Itzo zwanntzigk Centner kupffers vngeuehrlich verschaffenn vnnd vorstreckenn, Was das Itzo kosten wirdet,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. ichenn — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 601 Bl. 298r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 601

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteCantzlar, Her Johann Feig vonn Lichtenaw, Heinrich Wildener[?], Jost Verber vonn Hombergk, Johann Bartholmes Renndtmeister, vnnd annder sfgl. dienere zu Allenndorff ann der Werra, vnnd dann furter daselbst Johann Schaffnit Burgermeister, Johann Lassellmann[?], vnnd Johann Niedenstein[?], Saltzgreben, vonn gemeiner pfenner wegenn, durch viel vnnd mancherley vnderredt vnnd hanndelung, mit meister Georgenn Behmenn, vonn Nürnbergk, gnanndt Mohlmeister, des Bronnmeisters ampt halber zum Sodenn enndtlich vberkommenn, abgeredt vnnd verabschiedt habenn, Nemblich vnd also, Erstlich das Hochgedachter vnser gnediger fürst vnnd herr, vnnd denn gemeine pfenner benenntenn Meister Georgenn, sein lebennlang für Irer f.gl. vnnd Irenn diener vnnd Bornmeister bestellenn, vf vnnd annehmenn sollen, also das er die zeit seines lebenns Irer f.gl. vnnd Irer beider seits diener vnnd Bornmeister zum Sodenn sein, den Saltzbronn daselbst in gutenn treuenn vfsehenn, vnnd vleißiger verwahrung habenn, vnnd darann, sonnder vorwissenn nichts bauenn, noch ein ichenn geferlichenn oder sorglichenn baw am Saltzbronn, noch sonnst in kein weis furnehmenn, auch eigener personn tag vnnd nacht, bey solchem diennst vnd ampt Im Sodenn sein, oder so er sonnder groswichtige vrsach vnnd Ehehafft, nit da sein könnt oder möcht, dasselb auffs best, vnnd aller vleißigst bestellenn, vnnd gnugsamb versehenn, Doch mit wissenn vnnd willenn beiderseits Saltzgrebenn vnd diener, vnnd ob er also ein knecht oder diener hett, oder sonst Jemanndts annders ann sein stadt bestellenn wurde, der soll bey den Herschafftenn darüber mit eidenn vnnd pflichtenn gelobt vnnd geschworenn sein, Darzu soll gedachter meister George vf seinenn kostenn, vnnd eigen selbst darlegenn die kunste vnnd alle bew vffm Saltzbrun, was er der zu ausbringung der Sohl, vnnd sonnst notturfftig sein, vnnd behubenn wirdet, furderlich aufrichtenn, fertigenn vnnd bauenn, also doch das in vfrichtung vnnd Insetzung der kunste, kein werck, Sohl manngels halbenn verseumbt noch verhindert werde, vnnd was darzu zugebrauchenn, notwenndig sein wirdet, Es sey ann kettenn, schleuchenn, vnnd anndernn, das soll er Jederzeit bey seinem eide für vnnd für duppell habenn, damit ob eins abginge, oder zerbreche, das ein annders vngeseumbt da sey, vnnd derwegenn kein werck vngesotten bleibenn dorffe, doch soll er das duppell gezeugk, als baldt im muglich, verschaffenn, vnnd mit der zeit zeugenn1, darmit er solches mit Rath bekommenn möge, vnnd so das alles notturfftigk vnnd gnugsamb gebawet, aufgericht, vnd versehenn ist, als dann soll er Meister Jörg, solches auch auff seinenn selbst eigenenn kostenn in gutem vfrichtigenn wesenntlichenn Baw die zeit seines lebenns erhaltenn, also das er darmit oder sonnst ohne zuthun beider Herschafft Sohle gnug aus dem Saltzbrun in alle kothenn, sonnder einiche verhinderung Jederzeit notturfftigk vnnd gnugsamb schaffenn vnnd bringenn könne, vnnd soll daran gantz oder zumahl Itzo noch kunfftiglich kein mangell sein, Doch wollenn die pfenner was Inenn der vertrage des verzugs halber gibt, vorbehalttenn habenn, Darzu soll vonn beider Herschafft wegenn, die kunst vorm Gewölbe Itzo in der erst nach notturfft gebauet, vnndt zugericht werdenn, darnach so soll genanter Meister Jorg solche kunst auch also für vnnd für in treuenn vfsehenn, vleißigk erhaltenn, vnnd allwege wann mann siedenn soll vnnd will, das gewelbe vnnd vmb den Saltzbrun her, souiel Ime muglich, ledigk machenn, also das darvmb her, kein wildt oder annder wasser sey, vnnd zu solcher aubösung soll meister Jörge vf seinenn kostenn sein lebennlanng ein pferdt vnnd ein treiber halttenn, So er aber darzu noch ein pferdt haltenn vnnd haben müste, als dann soltenn beide Herschafftenn genanntenn Meister Georgenn, darauf das zuerhaltenn, doch nach gelegennheit der zeit, vnnd eins Jedenn Jars zimblich steur zuthun, vnnd dieweil gedachtenn Meister Jörgenn Itzo in der erste ein tapffer Baugeldt darauff gehenn will, vnd er das in der eyl nit wohl erlegenn kann, So sollenn beide Herschafftenn, Ihme zu den Röhrenn, so er geprauchen mus, Itzo zwanntzigk Centner kupffers vngeuehrlich verschaffenn vnnd vorstreckenn, Was das Itzo kosten wirdet,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. zeugenn — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 602 Bl. 298v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 602

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteCantzlar, Her Johann Feig vonn Lichtenaw, Heinrich Wildener[?], Jost Verber vonn Hombergk, Johann Bartholmes Renndtmeister, vnnd annder sfgl. dienere zu Allenndorff ann der Werra, vnnd dann furter daselbst Johann Schaffnit Burgermeister, Johann Lassellmann[?], vnnd Johann Niedenstein[?], Saltzgreben, vonn gemeiner pfenner wegenn, durch viel vnnd mancherley vnderredt vnnd hanndelung, mit meister Georgenn Behmenn, vonn Nürnbergk, gnanndt Mohlmeister, des Bronnmeisters ampt halber zum Sodenn enndtlich vberkommenn, abgeredt vnnd verabschiedt habenn, Nemblich vnd also, Erstlich das Hochgedachter vnser gnediger fürst vnnd herr, vnnd denn gemeine pfenner benenntenn Meister Georgenn, sein lebennlang für Irer f.gl. vnnd Irenn diener vnnd Bornmeister bestellenn, vf vnnd annehmenn sollen, also das er die zeit seines lebenns Irer f.gl. vnnd Irer beider seits diener vnnd Bornmeister zum Sodenn sein, den Saltzbronn daselbst in gutenn treuenn vfsehenn, vnnd vleißiger verwahrung habenn, vnnd darann, sonnder vorwissenn nichts bauenn, noch ein ichenn geferlichenn oder sorglichenn baw am Saltzbronn, noch sonnst in kein weis furnehmenn, auch eigener personn tag vnnd nacht, bey solchem diennst vnd ampt Im Sodenn sein, oder so er sonnder groswichtige vrsach vnnd Ehehafft, nit da sein könnt oder möcht, dasselb auffs best, vnnd aller vleißigst bestellenn, vnnd gnugsamb versehenn, Doch mit wissenn vnnd willenn beiderseits Saltzgrebenn vnd diener, vnnd ob er also ein knecht oder diener hett, oder sonst Jemanndts annders ann sein stadt bestellenn wurde, der soll bey den Herschafftenn darüber mit eidenn vnnd pflichtenn gelobt vnnd geschworenn sein, Darzu soll gedachter meister George vf seinenn kostenn, vnnd eigen selbst darlegenn die kunste vnnd alle bew vffm Saltzbrun, was er der zu ausbringung der Sohl, vnnd sonnst notturfftig sein, vnnd behubenn wirdet, furderlich aufrichtenn, fertigenn vnnd bauenn, also doch das in vfrichtung vnnd Insetzung der kunste, kein werck, Sohl manngels halbenn verseumbt noch verhindert werde, vnnd was darzu zugebrauchenn, notwenndig sein wirdet, Es sey ann kettenn, schleuchenn, vnnd anndernn, das soll er Jederzeit bey seinem eide für vnnd für duppell habenn, damit ob eins abginge, oder zerbreche, das ein annders vngeseumbt da sey, vnnd derwegenn kein werck vngesotten bleibenn dorffe, doch soll er das duppell gezeugk, als baldt im muglich, verschaffenn, vnnd mit der zeit zeugenn, darmit er solches mit Rath bekommenn möge, vnnd so das alles notturfftigk vnnd gnugsamb gebawet, aufgericht, vnd versehenn ist, als dann soll er Meister Jörg, solches auch auff seinenn selbst eigenenn kostenn in gutem vfrichtigenn wesenntlichenn Baw die zeit seines lebenns erhaltenn, also das er darmit oder sonnst ohne zuthun beider Herschafft Sohle gnug aus dem Saltzbrun in alle kothenn, sonnder einiche verhinderung Jederzeit notturfftigk vnnd gnugsamb schaffenn vnnd bringenn könne, vnnd soll daran gantz oder zumahl Itzo noch kunfftiglich kein mangell sein, Doch wollenn die pfenner was Inenn der vertrage des verzugs halber gibt, vorbehalttenn habenn, Darzu soll vonn beider Herschafft wegenn, die kunst vorm Gewölbe Itzo in der erst nach notturfft gebauet, vnndt zugericht werdenn, darnach so soll genanter Meister Jorg solche kunst auch also für vnnd für in treuenn vfsehenn, vleißigk erhaltenn, vnnd allwege wann mann siedenn soll vnnd will, das gewelbe vnnd vmb den Saltzbrun her, souiel Ime muglich, ledigk machenn, also das darvmb her, kein wildt oder annder wasser sey, vnnd zu solcher aubösung1 soll meister Jörge vf seinenn kostenn sein lebennlanng ein pferdt vnnd ein treiber halttenn, So er aber darzu noch ein pferdt haltenn vnnd haben müste, als dann soltenn beide Herschafftenn genanntenn Meister Georgenn, darauf das zuerhaltenn, doch nach gelegennheit der zeit, vnnd eins Jedenn Jars zimblich steur zuthun, vnnd dieweil gedachtenn Meister Jörgenn Itzo in der erste ein tapffer Baugeldt darauff gehenn will, vnd er das in der eyl nit wohl erlegenn kann, So sollenn beide Herschafftenn, Ihme zu den Röhrenn, so er geprauchen mus, Itzo zwanntzigk Centner kupffers vngeuehrlich verschaffenn vnnd vorstreckenn, Was das Itzo kosten wirdet,

2

soll vnnd will er in den nechstenn volgenndenn vier Jarenn beidenn Herschafftenn guetlich vnnd ohne alle weigerung wiederumb enndtrichtenn, vnnd bezalen, vonn dem Jenigenn, was er vom Saltzwerck furter einnehmenn vnnd enndtpfahenn wirdet, DarenttJegenn vnnd vonn solches seines darlegenns vnnd dinsts wegenn, soll er eines Jedenn Jars funffhundert guldenn, Jeden guldenn zu zwanntzigk schneberger groschenn, den groschen zu funfftzehenn heller gerechnet, habenn, Nemblich von Jeglichenn werck so gesottenn wirdt, dritthalbenn alb, Inmassenn dann beider Herschafft Söderknecht solchs bis dahero vonn Jedem werck gegebenn habenn, So aber eins oder mehr Jars Itzo in kurtzenn, oder kunfftiglich souiel gesottenn wurde, das die wercker, nemblich vonn Jedem dritthalbenn alb, mehr dann solche obberurte Summa trugenn, Was das ist, das soll beidenn Herschafftenn zugleich zu gut kommenn, vnnd volgenn, Welches auch nach laut der Marthregister beidenn Herschafftenn zugestelt werdenn, vnnd soll vonn beider Herschafft warttenn, solches vleißigk gewarttet, vfgezeichnet, vnnd für Her Ingenommenn, vnnd berechnet werdenn, Darann auch gedachter Meister Jörg kein weitter forderung, Ansage noch gerechtigkeit habenn soll vnnd will, Vnnd nachdem genannter Meister Jeorge Itzo sein narung vnnd kunst darann legenn, vnnd solches sein lebennlanng versehenn mus, vnnd will, so soll sein Haußfraw Anna nach seinem tödtlichenn abganng, ob sie das erlebt, vnnd so ferne sie die beide kunste vffm Saltzbronn, vnnd vorm Gewelbe, vnnd sonnst alle anndere dinge, Inmassenn wie er Meister Jeorge die zeit seines lebenns gethann, versehenn kann vnnd magk, vnnd versehenn wirdet, auch Ir lebenlang Innhabenn vnnd verwalttenn, aber es dermassenn haltenn, das kein Sohl noch sonnst nichtes manngell, So dann die berurtenn eheleut beide verstorbenn sein, So soll alles was zu den kunstenn vffm Saltzbronn vnnd vorm gewelbe gehort, sampt den gebeuenn vnnd anndernn darzu gebrauchtenn werckzeug, beidenn Herschafften zustehenn, pleibenn, vnnd volgenn, Doch was der zeit ann pferdenn vorhanndenn, die Ihr gewesenn, vnd durch sie gezeugt seindt, die sollenn Irenn Erbenn zustehenn, vnd gelieffert werdenn, Darzu sollenn beide Herschafftenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. aubösung — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 603 Bl. 299r Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 603

1

Fortsetzung von der vorigen Seitesoll vnnd will er in den nechstenn volgenndenn vier Jarenn beidenn Herschafftenn guetlich vnnd ohne alle weigerung wiederumb enndtrichtenn, vnnd bezalen, vonn dem Jenigenn, was er vom Saltzwerck furter einnehmenn vnnd enndtpfahenn wirdet, DarenttJegenn vnnd vonn solches seines darlegenns vnnd dinsts wegenn, soll er eines Jedenn Jars funffhundert guldenn, Jeden guldenn zu zwanntzigk schneberger groschenn, den groschen zu funfftzehenn heller gerechnet, habenn, Nemblich von Jeglichenn werck so gesottenn wirdt, dritthalbenn alb, Inmassenn dann beider Herschafft Söderknecht solchs bis dahero vonn Jedem werck gegebenn habenn, So aber eins oder mehr Jars Itzo in kurtzenn, oder kunfftiglich souiel gesottenn wurde, das die wercker, nemblich vonn Jedem dritthalbenn alb, mehr dann solche obberurte Summa trugenn, Was das ist, das soll beidenn Herschafftenn zugleich zu gut kommenn, vnnd volgenn, Welches auch nach laut der Marthregister1 beidenn Herschafftenn zugestelt werdenn, vnnd soll vonn beider Herschafft warttenn2, solches vleißigk gewarttet, vfgezeichnet, vnnd für Her Ingenommenn, vnnd berechnet werdenn, Darann auch gedachter Meister Jörg kein weitter forderung, Ansage noch gerechtigkeit habenn soll vnnd will, Vnnd nachdem genannter Meister Jeorge Itzo sein narung vnnd kunst darann legenn, vnnd solches sein lebennlanng versehenn mus, vnnd will, so soll sein Haußfraw Anna nach seinem tödtlichenn abganng, ob sie das erlebt, vnnd so ferne sie die beide kunste vffm Saltzbronn, vnnd vorm Gewelbe, vnnd sonnst alle anndere dinge, Inmassenn wie er Meister Jeorge die zeit seines lebenns gethann, versehenn kann vnnd magk, vnnd versehenn wirdet, auch Ir lebenlang Innhabenn vnnd verwalttenn, aber es dermassenn haltenn, das kein Sohl noch sonnst nichtes manngell, So dann die berurtenn eheleut beide verstorbenn sein, So soll alles was zu den kunstenn vffm Saltzbronn vnnd vorm gewelbe gehort, sampt den gebeuenn vnnd anndernn darzu gebrauchtenn werckzeug, beidenn Herschafften zustehenn, pleibenn, vnnd volgenn, Doch was der zeit ann pferdenn vorhanndenn, die Ihr gewesenn, vnd durch sie gezeugt seindt, die sollenn Irenn Erbenn zustehenn, vnd gelieffert werdenn, Darzu sollenn beide Herschafftenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Marthregister — Lesung unsicher
  2. warttenn — Wort unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 604 Bl. 299v Das Ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 604

1

Fortsetzung von der vorigen Seitesoll vnnd will er in den nechstenn volgenndenn vier Jarenn beidenn Herschafftenn guetlich vnnd ohne alle weigerung wiederumb enndtrichtenn, vnnd bezalen, vonn dem Jenigenn, was er vom Saltzwerck furter einnehmenn vnnd enndtpfahenn wirdet, DarenttJegenn vnnd vonn solches seines darlegenns vnnd dinsts wegenn, soll er eines Jedenn Jars funffhundert guldenn, Jeden guldenn zu zwanntzigk schneberger groschenn, den groschen zu funfftzehenn heller gerechnet, habenn, Nemblich von Jeglichenn werck so gesottenn wirdt, dritthalbenn alb, Inmassenn dann beider Herschafft Söderknecht solchs bis dahero vonn Jedem werck gegebenn habenn, So aber eins oder mehr Jars Itzo in kurtzenn, oder kunfftiglich souiel gesottenn wurde, das die wercker, nemblich vonn Jedem dritthalbenn alb, mehr dann solche obberurte Summa trugenn, Was das ist, das soll beidenn Herschafftenn zugleich zu gut kommenn, vnnd volgenn, Welches auch nach laut der Marthregister beidenn Herschafftenn zugestelt werdenn, vnnd soll vonn beider Herschafft warttenn, solches vleißigk gewarttet, vfgezeichnet, vnnd für Her Ingenommenn, vnnd berechnet werdenn, Darann auch gedachter Meister Jörg kein weitter forderung, Ansage noch gerechtigkeit habenn soll vnnd will, Vnnd nachdem genannter Meister Jeorge Itzo sein narung vnnd kunst darann legenn, vnnd solches sein lebennlanng versehenn mus, vnnd will, so soll sein Haußfraw Anna nach seinem tödtlichenn abganng, ob sie das erlebt, vnnd so ferne sie die beide kunste vffm Saltzbronn, vnnd vorm Gewelbe, vnnd sonnst alle anndere dinge, Inmassenn wie er Meister Jeorge die zeit seines lebenns gethann, versehenn kann vnnd magk, vnnd versehenn wirdet, auch Ir lebenlang Innhabenn vnnd verwalttenn, aber es dermassenn haltenn, das kein Sohl noch sonnst nichtes manngell, So dann die berurtenn eheleut beide verstorbenn sein, So soll alles was zu den kunstenn vffm Saltzbronn vnnd vorm gewelbe gehort, sampt den gebeuenn vnnd anndernn darzu gebrauchtenn werckzeug, beidenn Herschafften zustehenn, pleibenn, vnnd volgenn, Doch was der zeit ann pferdenn vorhanndenn, die Ihr gewesenn, vnd durch sie gezeugt seindt, die sollenn Irenn Erbenn zustehenn, vnd gelieffert werdenn, Darzu sollenn beide Herschafftenn,

2

Irenn Erbenn zweyhundert guldenn muntz, wem sie die legirenn vnnd bescheidenn, enndtrichttenn, Dartegenn auch dieselbigenn gnugsamb verzicht zuthun, schuldigk sein sollenn, Vber das alles soll gedachter Meister Jeorge als Bornn meister, die zeit seines lebenns, vnnd nach in sein Hausfraw anna beidenn Herschafftenn zugleich gelobt vnndgeschworenn, vnnd mit sonnderm Eidtspflichtenn verwanndt seindt, Innsonnderheit den Saltzbronn mit allem vleis zuverwarenn, Darauff vnnd darumb Her aufs aller Reinlichst saubernn vnnd halttenn, Irenn schadenn alzeit trewlich warnenn, bestes werbenn, vnnd sonnst alles anders zuthun vnnd zuleistenn, das trewenn dienernn wohl anstehet, vnnd gepurenn will, auch in Bodeschafft[?], fewrs, vnnd wassers not, so viel Ihnenn Immer muglich retten helffenn, Innsonnderheit Inn fewrs nötenn, So sollenn alle Knechte vfm Bronn mitallem ernnst vff Irenn Meister Jeorgenn vnnd der seinenn Bestenn gebraucht, also das soviel mennschlich vnnd muglich, das fewr damit gelescht, vnnd die Bodenn gerettet werdenn Derowegenn gedachter Meister Jeorge vnnd die seinenn Jederzeit die pferde, es sey tage oder nacht,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 605 Bl. 300r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 605

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteIrenn Erbenn zweyhundert guldenn muntz, wem sie die legirenn vnnd bescheidenn, enndtrichttenn, Dartegenn auch dieselbigenn gnugsamb verzicht zuthun, schuldigk sein sollenn, Vber das alles soll gedachter Meister Jeorge als Bornn meister, die zeit seines lebenns, vnnd nach in sein Hausfraw anna beidenn Herschafftenn zugleich gelobt vnndgeschworenn, vnnd mit sonnderm Eidtspflichtenn verwanndt seindt, Innsonnderheit den Saltzbronn mit allem vleis zuverwarenn, Darauff vnnd darumb Her aufs aller Reinlichst saubernn vnnd halttenn, Irenn schadenn alzeit trewlich warnenn, bestes werbenn, vnnd sonnst alles anders zuthun vnnd zuleistenn, das trewenn dienernn wohl anstehet, vnnd gepurenn will, auch in Bodeschafft1[?], fewrs, vnnd wassers not, so viel Ihnenn Immer muglich retten helffenn, Innsonnderheit Inn fewrs nötenn, So sollenn alle Knechte vfm Bronn mitallem ernnst vff Irenn Meister Jeorgenn vnnd der seinenn Bestenn gebraucht, also das soviel mennschlich vnnd muglich, das fewr damit gelescht, vnnd die Bodenn gerettet werdenn Derowegenn gedachter Meister Jeorge vnnd die seinenn Jederzeit die pferde, es sey tage oder nacht,

2

in den Bodenn, vnnd was darzu zugebrauchen, notwenndig sein wirdet, bey der Hanndt vnnd aus sonnderlichenn beweglichen vhrsachenn vff sechs pferde duppell geschirr Jederzeit Im Bodenn habenn, Doch mag er zwischenn der Stadt vnnd den Bodenn seine pferde gebrauchenn, nach seiner notturfft vnnd gelegennheit, Er soll auch Jederzeit den Sohlkastenn, vnnd alle anndere geschirr in einem Jeglichen Bothenn vff beidenn seittenn gefult halttenn, das mann solchs zurettung habenn vnnd prauchenn könne, Wie er dann solchs Innsonnderheit zusagenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. Bodeschafft — Lesung unsicher

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 606 Bl. 300v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 606

1

Fortsetzung von der vorigen Seitein den Bodenn, vnnd was darzu zugebrauchen, notwenndig sein wirdet, bey der Hanndt vnnd aus sonnderlichenn beweglichen vhrsachenn vff sechs pferde duppell geschirr Jederzeit Im Bodenn habenn, Doch mag er zwischenn der Stadt vnnd den Bodenn seine pferde gebrauchenn, nach seiner notturfft vnnd gelegennheit, Er soll auch Jederzeit den Sohlkastenn, vnnd alle anndere geschirr in einem Jeglichen Bothenn vff beidenn seittenn gefult halttenn, das mann solchs zurettung habenn vnnd prauchenn könne, Wie er dann solchs Innsonnderheit zusagenn,

2

gelobenn vnnd schwerenn, auch vber dis alles Irenn sonndern Reversbrieff gnugsamb gebenn sollenn, Darzu soll er Meister Jeorge auch Hochgedachtem vnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, desgleichen den pfennernn, in allenn anndernn sachenn, so viel das Saltzwerck betrifft, in annschlegenn zubawenn,

3

vnnd sonnst rethig vnnd gevolgig sein, auch alle sfgl. dienern in vleissigenn trewenn aufsehenn habenn, darmit solches desto furtreglicher zugebrauchenn vnnd in nutzlich sey, vnnd des sollenn beide Herschafft gedachte eheleut1[?] nach notturfft zimblich versichernn, Dieweil dann M.

4

Jeorge solchs vor sich sein Hausfraw vnnd Erbenn, Itzo als baldt enndtlich beliebt, bewilliget vnnd anngenommenn, vnnd beider Herschafft diener, ein Jeder theil ann sfgl. vnnd anndere Herrnn zu bringenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. eheleut — geschrieben eher ehelent

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 607 Bl. 301r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 607

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteJeorge solchs vor sich sein Hausfraw vnnd Erbenn, Itzo als baldt enndtlich beliebt, bewilliget vnnd anngenommenn, vnnd beider Herschafft diener, ein Jeder theil ann sfgl. vnnd anndere Herrnn zu bringenn,

2

vnnd vfs furderlichst derselbenn meinung vnnd gemut ein Jeder den anndernn wiederumb in schrifftenn anzuzeigenn, anngenommenn, So ist dis also verzeichnet, vnnd durch Jederseits einenn auch M.

3

Jeorgenn selbst vnderschriebenn wordenn, Darnach die bestellung vnnd versicherung vfzurichtenn, Geschehenn zu Allenndorff ann der Werra, Sontags Vincula petri Anno 40.

4

Johann Feig Cannzlar, Jeorg Behm vonn Nurnbergk mein eigenn Hanndt, Johann Riedennstein sst.

5

Antwort der Pfenner vff vorgehennde Hanndtlung vnnd Noteln Durchleuchtiger Hochgebornner Gnediger Furst vnnd Herr E.

6

F.

7

G. seindt vnnsere schuldige vber die pflicht willige diennste zuvor, Gnediger furst vnnd Herr, Wes am Jungst vergangnenn Sonntage nach Jacobi durch E. fgl.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 608 Bl. 301v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 608

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. seindt vnnsere schuldige vber die pflicht willige diennste zuvor, Gnediger furst vnnd Herr, Wes am Jungst vergangnenn Sonntage nach Jacobi durch E. fgl.

2

Rath vnnd Cannzlar Johann Feig vonn Lichtenaw, vnnd annder E. fgl. dienere mit zuthatt vnnser beider Burgermeister vnnd Saltzgrebenn, Innhalts einer darüber gesatztenn Noteln mit M.

3

Jeorge Behmenn vonn Nurnbergk der Kunste halber alhier vf dem Soltzbronn zusetzenn vnnd zuverwalttenn, allen theilenn vnnd Herschafftenn zu gutem vnnd nutz, welches auch Gott der almechtig in gluck gnediglich furdern wolle, gehanndelt, habenn wir dem genommenen abscheidt nach, als auch gleichesfals ehrgenanntter Cannzlar ann E. fgl. gelanngenn zulassenn, ann vnnser mitverwanndtenn die pfenner, so viel der solches dismahls aus beweglichenn vrsachenn wissenn mussen, getragenn vnnd furgehaltenn, vnnd seindt dieselbigenn des alles wie verzeichnet zufriedenn,

4

vnnd Irs theils, darmit das Saltzwerck gefordert, vnnd in dem zwischen E. fgl. vnnd den pfennernn der Sohlenn halbenn zugewinnenn kein Irthumb enndtstehenn möge, nachzukommenn willig, vnnd habenn es,

5

darmit der sachenn fernner Nachgetrachtet vnnd das Saltzwergk gefordert E. fgl. vnangezeigt nicht mögenn lassenn, vnd wollenn E. fgl. sampt der Jungenn Herschafft Gott dem almechtigenn in gluckseligem Christlichem Regiment bevehlenn, Datum Dinstags nach Vincula Petri Anno 40.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 609 Bl. 302r Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 609

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedarmit der sachenn fernner Nachgetrachtet vnnd das Saltzwergk gefordert E. fgl. vnangezeigt nicht mögenn lassenn, vnd wollenn E. fgl. sampt der Jungenn Herschafft Gott dem almechtigenn in gluckseligem Christlichem Regiment bevehlenn, Datum Dinstags nach Vincula Petri Anno 40.

2

E.

3

F.

4

G. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Unsichere Lesungen

  1. E. F. G. — kalligraphische Initialen

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

HandschriftS. 610 Bl. 302v Das ander Buch

Wortlaut der HandschriftSeite 610

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Faksimile bei ORKA · Im Lesetext · Teil: Der Weg zur Verpachtung

2.056 Elemente in 0,09 Sekunden aus der Datenbank gelesen.

Einstellungen auf diesem Gerät speichern?

Damit die gewählte Darstellung beim nächsten Besuch erhalten bleibt, würde ein einzelner Eintrag im lokalen Speicher des Browsers (localStorage) abgelegt. Das ist kein Cookie, und der Eintrag verlässt das Gerät nicht.