Forschung
Personen
Wer in der Salzbibel vorkommt
Wie diese Datenbank entstanden ist
Die Handschrift schreibt Namen nach Gehör. Derselbe Salzgraf heißt Jost Becker, Berker, Berber, Verkernn und Justus Pistoris; der Baumeister von 1489 Curt Mardorff und Kurt Mardtorff. Diese Datenbank fasst zusammen, was sicher oder mit hoher Wahrscheinlichkeit dieselbe Person meint, und nennt die Schreibvarianten mit. Grundlage ist die Übersetzung; Seitenzahlen sind die des Digitalisats, nicht die Blattzahlen der Handschrift. Jeder Beleg führt auf das Faksimile bei ORKA.
Die Einträge wurden getrennt für Band 1 (80 Personen) und Band 2 (206 Personen) erarbeitet und hier zusammengeführt. 23 Personen kamen in beiden Bänden vor — darunter Christoph Homberg, Dietrich, Edelherr zu Plesse, Ernst von Bischoffshausen, Georg Behm von Nürnberg, Georg von Kolmitzsch, Hans Kremer, Hans Wagener, Heinrich Lersner und andere — und sind zu je einem Eintrag verschmolzen: Der ausführlichere Text blieb, Varianten und Belege beider Bände wurden vereinigt, abweichende Zeitangaben stehen nebeneinander. Fünf Zusammenlegungen beruhen auf einer Zuordnung des Bearbeiters und sind im Eintrag vermerkt. Übrig bleiben 263 Personen.
Was aus der Quelle nicht hervorgeht, steht nicht hier. Die Zählung der hessischen Landgrafen (Heinrich I., Wilhelm II.) ist eine Zuordnung des Bearbeiters; die Handschrift selbst zählt nicht. Der Vermerk „Zuordnung“ sagt, wie sicher die Identifizierung ist: belegt heißt, Name und Funktion stehen so in der Quelle; wahrscheinlich und vermutet heißen, dass Varianten oder Ämter erschlossen wurden; unsicher heißt, dass auch die Person selbst nicht sicher zu greifen ist.
Die Datenbank
Die Liste lässt sich nach Gruppe, Zeitraum, Sicherheit der Zuordnung, Abschnitt der Belege und Ort eingrenzen; das Suchfeld durchsucht Namen, Schreibvarianten, Funktion und Text. Jeder Eintrag hat eine eigene Adresse, unter der man ihn verlinken kann.
Christoph Homberg
Varianten: Christoff Hombergk, Christoff Homberg, Christoffer Homberg, Christof, Christoffer, der Salzwart, Christoffer, der BornmeisterGruppe: Verwaltung des Salzwerks · Salzgrafen · Funktion: Salzwart, ab 1549 Bornmeister, später Salzgraf zu Sooden; Verfasser des Spezial-Probierbuchs · Zeit: belegt 1541–1553; Bestallung vom 14. Oktober 1549 (Bd. 1) · belegt 1541–1567, vor 1568 gestorben (Bd. 2) · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1 und 21547 Salzwart zu Sooden; die Salzgrafen sind seine „lieben Schwäger“. Nach Jörg Behms Abgang erhält er 1549 die Bestallung als Bornmeister mit der Auflage, eine von Menschen getriebene Kunst auf eigene Kosten zu errichten; er lernt in diesem Jahr, die Sole „mit der kleinen Probe zu prüfen“, und führt von da an das Probiertäfelchen, das Rhenanus als Spezial-Probierbuch übernimmt. Am letzten Dezember 1549 meldet er den Salzgrafen, das neue Kunstwerk sei eingesetzt, die Sole aber „im Geschmack ganz untauglich“. Während des Brunnenbaus probiert er die Sole und unterschreibt die Abschiede. 1567 schreibt Landgraf Wilhelm an ihn als Salzgrafen, er solle Rhenanus beim Salzbuch helfen, und tadelt ihn, „dass du dich diesem Werk widersetzt“. Das Probierbuch nennt ihn den „seligen Christoff Homberg“; 1568 wird das Inventar seiner Witwe erwähnt.
- Bd. 1, S. 46 Lesetext — Begründer des Spezialprobierbuchs
- Bd. 1, S. 731 Lesetext — Salzwart in der Ordnung von 1541
- Bd. 1, S. 811 Lesetext — Bestallung zum Oberbrunnenmeister, 1549
- Bd. 1, S. 821 Lesetext — Befehl Philipps, Marburg 26. April 1553
- Bd. 2, S. 115 Lesetext — Salzwart zum Sooden, 1547
- Bd. 2, S. 227 Lesetext — Bestallung zum Bornmeister mit neuer Kunst, 1549
- Bd. 2, S. 234 Lesetext — Brief vom letzten Dezember 1549
- Bd. 2, S. 411 Lesetext — Soleproben Juli 1551
Jost Becker von Homberg
Varianten: Jost Berber, Jost Vercker, Jost Verber, Jost Verkernn, Josten Berben, Jost Becker vom Homberg, Jost Berker, Jost Berttern, Jobst Becker, Justus PistorisGruppe: Salzgrafen · Funktion: Landgräflicher Salzgraf zu Sooden, Verfasser des Bauberichts 1550/51 · Zeit: belegt 1538–1554; 1567 als verstorben erwähnt (Bd. 1) · belegt 1538–1563 (Bd. 2) · Ort: Homberg (Efze), Kassel, Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1 und 2Aus Homberg stammend, nennt er sich 1550 „zurzeit Ihrer fürstlichen Gnaden mitverordneter Salzgraf daselbst zu Sooden“ und ist seit dem Eintritt des Landgrafen in das Salzwerk 1538 in dessen Dienst. Er verfasst den Bericht über die Vorgeschichte des Brunnenbaus und das Bautagebuch 1550/51 und unterschreibt lateinisch als „Justus Pistoris“. 1548 wird er gegen seinen Willen Pfennigmeister der Landgräfin Christine und reist mit ihr nach Speyer; 1549 dient er „in der Konvention G. Nassau“. Über den Brunnenbau schreibt er selbst: „so habe ich von den bedenklichen, schweren Grundbauten keinen besonderen Verstand“. Das Archivverzeichnis zeigt ihn bis in die 1560er Jahre als Ansprechpartner des Landgrafen für Holzflößen, Salzhandel, Schifffahrt und Verhandlungen mit Mühlhausen; 1556 rät er von einer Schiffbarmachung der Werra ab. Rhenanus nennt ihn im Titel des fünften Buches den „seligen Jost Becker“. Nicht zu verwechseln mit dem Glaser gleichen Namens.
- Bd. 1, S. 45 Lesetext — „vom seligen Jost Becker beschrieben“
- Bd. 1, S. 148 Lesetext — Mit Muldener zu den Pfännern gesandt, Januar 1538
- Bd. 1, S. 383 Lesetext — Als Sekretär in Allendorf, Februar 1539
- Bd. 1, S. 453 Lesetext — Zustellung des Reverses
- Bd. 1, S. 730 Lesetext — Ordnung von 1541 als Befehlshaber
- Bd. 1, S. 852 Lesetext — Als Salzgraf angeschrieben, März 1554
- Bd. 2, S. 104 Lesetext — Selbstvorstellung als Salzgraf, Beginn des Berichts
- Bd. 2, S. 178 Lesetext — Bestellung zum Pfennigmeister der Landgräfin, Reise nach Speyer
Conrad Iring
Gruppe: Salzgrafen · Funktion: Ratsherr und Salzgraf zu Allendorf · Zeit: belegt um 1491 · Ort: Allendorf · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2In Geyselers Widmung „Ratsherr und Salzgraf“, neben Bürgermeister Hermann Töber.
- Bd. 2, S. 51 Lesetext — Widmungsempfänger
Hans Iring der Ältere
Gruppe: Salzgrafen · Funktion: Salzgraf der Pfänner 1489 · Zeit: belegt 1489 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Mit Hermann Touwir Salzgraf, als 1489 nach Meister Curt Mardorff geschickt wird.
- Bd. 2, S. 54 Lesetext — Salzgraf 1489
Heinrich Muldener
Varianten: Henrich Müldener, Henrich Muldener, Heinrich Wildener, Heinrich Müldener, Heinrich Muldenner, Heinrich MüllerGruppe: Salzgrafen · Funktion: Landgräflicher Salzgraf zu Sooden, Bürgermeister zu Kassel · Zeit: belegt 1538–1549 (Bd. 1) · belegt 1538–1550, gestorben 25. Februar 1550 (Bd. 2) · Ort: Kassel, Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1 und 2Neben Jost Becker der zweite landgräfliche Salzgraf seit 1538. Beide berichten 1547 dem gefangenen Landgrafen über den Zustand des Brunnens; 1548 ist Muldener „abermals zu Kassel Bürgermeister“ und mit der Einführung des Interims beschäftigt. Er legt Vorschläge zu allerlei Sachen des Salzwerks vor und zeichnet 1541 eine Grube zum Abschöpfen des wilden Wassers. Am 25. Februar 1550, kurz vor Beginn des Brunnenbaus, ist er zu Kassel „plötzlich und unvermittelt mit Tod abgegangen“; Jost Becker vermutet ein Lungenleiden. Landgraf Philipp lässt ausrichten, „wenn er um achttausend Gulden wiederzubringen wäre, die wollten S. f. Gn. gern um ihn geben“. „Der junge Heinrich Muldener“ beaufsichtigt 1550 die Reinigung des Solgrabens.
- Bd. 1, S. 148 Lesetext — Als Rentschreiber zu Kassel gesandt, 1538
- Bd. 1, S. 467 Lesetext — Als Baumeister wegen der Kunst, Herbst 1539
- Bd. 1, S. 543 Lesetext — Vermittlung mit Becker, Winter 1539/40
- Bd. 1, S. 817 Lesetext — Unterschrift als fürstlicher Salzgraf, 1549
- Bd. 2, S. 111 Lesetext — Beratung zu Kassel, Juli 1547
- Bd. 2, S. 147 Lesetext — Unterschrift des Berichts vom 14. Dezember 1547
- Bd. 2, S. 188 Lesetext — Bürgermeister zu Kassel, Interim
- Bd. 2, S. 263 Lesetext — Tod am 25. Februar 1550
Johann Nordeck
Varianten: Nordeck, Johann Vorderken, Johann Vorderck, Herr Johann NordeckGruppe: Salzgrafen · Funktion: Landgräflicher Rat, 1550 Salzgraf an Muldeners Stelle, Bauherr des Brunnenbaus · Zeit: belegt 1547–1552 · Ort: Kassel · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Gehört 1547 zu den Räten, die den Brunnen besichtigen. Nach Muldeners Tod schlägt Jost Becker ihn als Nachfolger vor, weil er „von diesen Dingen mehr als andere Verstand hat und auch bei E. f. Gn. Glauben hat“; Landgraf Philipp stimmt zu. Als einer der drei landgräflichen Bauherren reitet er 1550/51 immer wieder nach Sooden. Die Beamten empfehlen 1552, seinen Rat für ein Probewerk mit bleiernen Pfannen zu nutzen, da er beim Lüneburger Kanzler einen Salzknecht erlangen könne. Im Oktober 1551 wird Valtin Thold Salzgraf, „weil man Johann Nordeck in anderen Sachen nicht entbehren könne“. Die Schreibungen „Vorderken“/„Vorderck“ in zwei Briefadressen von 1550 meinen offenbar ihn.
- Bd. 2, S. 113 Lesetext — Zur Besichtigung nach Sooden verordnet, 1547
- Bd. 2, S. 264 Lesetext — Von Jost Becker als Nachfolger Muldeners vorgeschlagen
- Bd. 2, S. 268 Lesetext — Landgraf Philipp billigt die Einsetzung
- Bd. 2, S. 428 Lesetext — Verbindung zum Lüneburger Kanzler
- Bd. 2, S. 993 Lesetext — 1551 durch Valtin Thold ersetzt
Justus Pistoris
Gruppe: Salzgrafen · Funktion: Fürstlicher Salzgraf zu Sooden · Zeit: belegt 1549–1554 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1Unterzeichnet 1549 mit Heinrich Muldener als einer der „beiden fürstlichen Salzgrafen“ die Bestallung Hombergs, 1550 „eigenhändig“ die Ordnung der Schätzer, 1553 die Verordnung zur Landstraßenbesserung und 1554 mit Valentin Schuldt die Hochzeits- und die Holzordnung. Ein Herkunftsort wird nicht genannt.
- Bd. 1, S. 766 Lesetext — Mit Schuldt als Salzgraf, November 1554
- Bd. 1, S. 817 Lesetext — Unterschrift unter Hombergs Bestallung, 1549
- Bd. 1, S. 833 Lesetext — Unterschrift, Sooden 16. Oktober 1550
Johannes Rhenanus
Varianten: M. Johannes Rhenanus, Rhenanus, Johann Rhenanus, Magister Johannes Rhenanus, der Pfarrer RhenanusGruppe: Salzgrafen · Funktion: Pfarrer in Sooden, Salzgraf, Verfasser der Salzbibel · Zeit: Werk begonnen 1567; Aufenthalt in Schlüchtern 1559 erwähnt (Bd. 1) · belegt 1559–1586 (Bd. 2) · Ort: Sooden bei Allendorf · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1 und 2Der Verfasser des Werks. Im Archivverzeichnis nennt er sich „Johann Rhenanus, Pfarrer und Salzgraf zu Sooden“; in der Instruktion Landgraf Wilhelms von 1568 wird er als „Salzgraf zu Allendorf an der Werra und lieber Getreuer“ angesprochen und bezeichnet sich selbst als derzeit ältesten Diener des Landgrafen im Salzwerk. 1568 bereist er in landgräflichem Auftrag die mitteldeutschen Salinen, 1569 gehört er einer kursächsischen Kommission zu Auleben und Artern an, 1584 untersucht er für Herzog Ernst Ludwig das Land Pommern auf Sole und Erze. Landgraf Wilhelm beauftragt ihn 1567 mit dem „Erbbuch“ des Salzwerks; nach Band 3 hat er es 1568 begonnen und 1574 fertiggestellt. Er verfasst das Universal-Probierbuch, führt das Spezial-Probierbuch weiter und schreibt in den Miszellen über sich selbst, Jost Becker habe ihn beim Landgrafen als jungen Mann bezeichnet, „der allein in Büchern gelesen, sonst aber nicht viel erfahren habe“. Nach 1568 beschäftigt er sich vor allem mit dem Steinkohlenbergwerk am Meißner, dem Holzhandel und dem Salzabsatz; 1572 berichtet er dem Landgrafen, er habe „aus Steinkohlen Asphalt gezogen“.
- Bd. 1, S. 7 Lesetext — Titelblatt: „Pfarrer und Salzgrafen zu Sooden“
- Bd. 1, S. 25 Lesetext — Widmung: Bestellung zum Prediger und Salzgrafen durch Philipp
- Bd. 1, S. 55 Lesetext — Die Lotichius als „seligen Vettern“, Besuch in Schlüchtern 1559
- Bd. 1, S. 68 Lesetext — „als dem anderen Rhenanus“ — Anspielung auf Beatus Rhenanus
- Bd. 1, S. 872 Lesetext — Eigene Ordnung, Landgraf Wilhelm 1567 übergeben
- Bd. 2, S. 623 Lesetext — „Berechnet durch mich, Johannes Rhenanus“ — Universal-Probierbuch
- Bd. 2, S. 728 Lesetext — Ältester Diener und Salzgraf; Instruktion zur Reise 1568
- Bd. 2, S. 762 Lesetext — Unterschrift als „hessischer Salzgraf“ unter dem Auleben-Gutachten 1569
Valentin Schuldt
Varianten: Valtin SchuldtGruppe: Salzgrafen · Funktion: Fürstlicher Salzgraf zu Allendorf und Sooden · Zeit: belegt 1553–1554 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1Unterschreibt 1553 und 1554 als verordneter Salzgraf neben Pistoris; im März 1554 richtet der Landgraf einen Befehl „An unsere Salzgrafen zu Allendorf und den Sooden und lieben Getreuen Jost Berber und Valentin Schuldt“. Die Handschrift schreibt eindeutig „Schuldt“. Ob damit der anderweitig für 1551–1559 bezeugte Salzgrebe Valentin Thölde gemeint ist, lässt sich aus der Quelle nicht entscheiden; die Vermutung liegt nahe, ist aber nicht belegt.
- Bd. 1, S. 766 Lesetext — Hochzeitsordnung, November 1554
- Bd. 1, S. 843 Lesetext — Unterschrift, Marburg 14. April 1553
- Bd. 1, S. 852 Lesetext — Als Salzgraf angeschrieben, März 1554
Valentin Thold
Varianten: Valtin Thold, Valentin Schulde, Valtin Schülde, Valtin Schuldt, Valten Thulde, Valtin Thulde, Valentin ThuldeGruppe: Salzgrafen · Funktion: Vogt zu Wanfried, Bauherr 1550/51, ab 1551 Salzgraf zu Sooden · Zeit: belegt 1547–1567 · Ort: Wanfried, Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Als „Vogt zu Wanfried“ schreiben ihm die beiden Salzgrafen 1547 als „unserem freundlichen lieben Schwager und besonders guten Freund“ und beauftragen ihn, den Meister vom Kreuzberg über Jörg Behms Eingeständnis zu befragen. 1550 gehört er zu den drei landgräflichen Bauherren des Brunnenbaus und ist oft in Sooden zugegen. Im Oktober 1551 nimmt Landgraf Wilhelm ihn als Salzgrafen an; 1552 unterschreibt er als „Valtin Schuldt, Salzgraf“ das Gutachten gegen die bleiernen Pfannen. Die Handschrift schreibt seinen Namen sehr verschieden; die Ämterangabe Wanfried sichert die Identität.
- Bd. 2, S. 147 Lesetext — Brief an den „Vogt zu Wanfried“, September 1547
- Bd. 2, S. 249 Lesetext — Als Vogt zu Wanfried zur Besichtigung verordnet, 1550
- Bd. 2, S. 429 Lesetext — Unterschrift als Salzgraf, 1552
- Bd. 2, S. 993 Lesetext — Annahme als Salzgraf, 14. Oktober 1551
Hermann Touwir
Gruppe: Salzgrafen · Funktion: Salzgraf der Pfänner 1489 · Zeit: belegt 1489 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Mit Hans Iring dem Älteren Salzgraf beim Beginn des Brunnenbaus 1489.
- Bd. 2, S. 54 Lesetext — Salzgraf 1489
Namenslisten für die Familienforschung
An etlichen Stellen zählt die Salzbibel Dutzende von Namen auf einmal auf — Bürgen, Unterzeichner, Kommissionen, die vereidigten Schätzer mit ihren Siedern. Solche Listen sind für die Familienforschung oft wertvoller als jeder Einzeleintrag, weil sie einen ganzen Ort zu einem Datum zeigen. Sie sind hier nicht Person für Person aufgelöst, sondern als Fundstellen verzeichnet: mit Titel, Seiten und einer Beschreibung, welche Familien vorkommen. Wer einen Namen sucht, sollte diese Seiten im Faksimile aufschlagen und dabei mit Schreibvarianten rechnen — Hilwig und Hilm, Corey und Chorey, Nidernstein und Niedenstein meinen dieselben Leute.
- Bürgen der Location von 1540 Bd. 2, S. 28, 30 (Seiten 28–30) · im Lesetext
Die Grafen zu Solms, Wittgenstein, Waldeck und der Edelherr zu Plesse, dazu je fünfundzwanzig Adlige und Städte des Nieder- und Oberfürstentums als Bürgen und Selbstschuldner Landgraf Philipps: von der Malsburg, Schenck zu Schweinsberg, von Wallenstein, von Hundelshausen, von Baumbach, Meysenbug, von Bodenhausen, Diede, von Griffte, von Berlepsch, Keudel, von Boyneburg, von Kolmatsch, Riedesel, Rau, von Breidenbach, Hund, Schleier, von Weitershausen, von Lauterbach, von Dörnberg, von Rückershausen, von Leutenstein, jeweils mit Amt.
- Bürgen der Bestätigung von 1586 Bd. 2, S. 45, 47 (Seiten 45–47) · im Lesetext
Grafen zu Solms, Wittgenstein und Waldeck; Statthalter Eckbrecht von der Malsburg, Erbmarschall Georg Riedesel, Landvogt Johann Meysenbug und weitere Adlige und Beamte beider Fürstentümer (von Berlepsch, Guden, von Boyneburg, von Dörnberg, von Schachten, Diede, von Pappenheim, von Bergen, von Hundelshausen, vom Cram, Rau, Schutzbar genannt Milchling, von Linsingen, Clauer, Schenck, Döring, vom Scheuerschloss, von der Rabenau, von Breidenbach, Lewenstein) sowie 24 Städte.
- Beteiligte am Brunnenbau von 1489 Bd. 2, S. 51, 63 (Seiten 51–63) · im Lesetext
Widmungsempfänger Geyselers (Junker, Bürgermeister, Salzgraf), die Unterhändler des Kerbzettels vom Dezember 1489, Hofbesitzer in Sooden (Huschenbeck, Gunteram, Beltzer) und die acht aus den Pfännern gewählten Baumeister: Hanemann, Rueland, Wolfferam, Casselmann, Lawir, Breule, Gundelach, Geyseler.
- Teilnehmer der Beratungen 1547 Bd. 2, S. 111, 116 (Seiten 111–116) · im Lesetext
Beamte des Landgrafen und Verordnete der Pfänner bei den Verhandlungen zu Kassel (11. Juli 1547) und Allendorf (1. September 1547); die Pfännerliste vom 1. September nennt u. a. von Bischhausen, von Eschwege, Löber, Freundt, Schaffnit, Nidernstein, Casselmann, Meuth, Meinhardt, Chorey, Ruland, Gauwler, Möller, Jordan, Wallis.
- Unterschriften des Abschieds vom 22. Januar 1548 Bd. 2, S. 178 · im Lesetext
Landvogt, Salzgrafen, Rentmeister, Statthalter, Räte und die Pfänner Riedenstein, Schaffnit, Wiegenrodt, Meuth, Corey, Teichmann.
- Kommission und Pfännerausschuss vom Februar 1550 Bd. 2, S. 242, 256 (Seiten 242–256) · im Lesetext
Räte, Beamte, Werkleute (aus Ziegenhain und Abterode) und der zehnköpfige Ausschuss der Pfänner bei der Besichtigung am 5./6. Februar 1550, mit den Unterschriften des Abschieds auf S. 255–256.
- Geschworene Schätzer, Sodemeister und Bothe 1550 Bd. 2, S. 377, 382 (Seiten 377–382) · im Lesetext
Die zehn im Oktober 1550 vereidigten Salzmesser (Schätzer) und die ihnen zugeordneten Sodemeister bzw. Bothe, rund neunzig Namen der Sooder Siederfamilien: Grunewald, Urber, Hilwig, Schimpf, Jener, Sperber, Burckhardt, Köler, Gill, Seltzer, Kell, Beutler, Ludwig, Schmidt, Mentze, Scheuffeler, Ties, Roth, Deinhardt, Marschalck, Muschelmann, Klinckerfus, Rubig, Windaus, Gilm, Steffan, Schweitzer, Behr, Peter, Wolff, Landgraf, Schossers, Clarich, Strube, Kremer, Mönch, Spor, Schlem, Hill, Rotfuß, Haderheintz, Solgraben, Bartel, Franck — auch einige Frauen (Anna Gilm, Gertraud Hilm, Anna Schossers).
- Unterschriften der Abschiede von 1551 Bd. 2, S. 393, 421 (Seiten 393–421) · im Lesetext
Beamte und Pfänner unter den Abschieden vom 5. Mai und 20. Juli 1551 (Becker, Bartholomäus, Homberg, Schaffnit, Niedenstein, Nuland, Iring, Thuldt, Waldis, Boyneburg, Hundelshausen, Nordeck, Schuldt, Thorey).
- Kursächsische Kommission 1569 Bd. 2, S. 762, 778 (Seiten 762–778) · im Lesetext
Unterzeichner der Gutachten über Auleben und Artern: von Ebeleben, Rhenanus, Schönleben, Flicke.
- Archivverzeichnis (Miszellen) Bd. 2, S. 885, 1032 (Seiten 885–1032) · im Lesetext
Das Verzeichnis der bei Rhenanus liegenden Akten nennt in Regestenform Hunderte Absender und Empfänger von Briefen 1538–1580 — Beamte, Pfänner, Handwerker, Städte und Fürsten. Nur die Personen mit erkennbarer Funktion sind oben einzeln erfasst; weitere Namen (z. B. Hans Gill, Hans Preusser, Claus Appell, Peter von Beyneburg, Kilian Witting, Philipp Thue, Paul Kremer, Adam Arnfeld, Tonges Müller, Hermann von Uffeln, Berthold von Uffern, Wolff Deuchell, Hans Ziegel, Jochim Gittel) sind dort über die Seitenangaben auffindbar.
- Gewünschte Beisitzer der Landstände 1539 Bd. 2, S. 962 · im Lesetext
Von den Pfännern erbetene Beisitzer: Friedrich Trott, Ewald Baumbach (Lizentiat), Adolf Rau; Johann Laube (Homberg), Johann Blankenheim (Marburg), Heinrich Goldschmied (Eschwege), Bürgermeister.
- Ausschuss der Pfänner 1540 Bd. 2, S. 973 · im Lesetext
Werner Trott, Ernst von Bischoffshausen, Georg Frund, Johann Niedenstein, Gieseler Schwanflügel, Johann Schaffnit bei den Verhandlungen über die Location.
- Unterzeichner des sächsischen Flößpatents 1562 Bd. 2, S. 1023 · im Lesetext
Johann Friedrich der Mittlere, Kanzler D. Christianus Brugk, Christianus Harsach, die Notare Johannes Weyser und Johann Schelhase.
- Beauftragte des Steinkohlenschmelzens 1576 Bd. 2, S. 1026 · im Lesetext
Berghauptmann Hermann Schütz, Rhenanus, Georg Gerke, Georg Berk, Adam Arnfeld, Salm und Jacob Richter.
- Rechnungsabschied vom 23. Januar 1568 Bd. 3, S. 9, 23 (Seiten 9–23) · im Lesetext
Landesherrliche Entscheidungen zur Salzwerksrechnung; genannt werden Jost Meicher, Wentzel, Wilhelm Pfeilsticker, der Gegenschreiber Meier, Jörg Bock, Heinrich Ising und Christoph Hombergs Witwe.
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