Salzbibel · Lesetext · 1. Appendix
Der erste Appendix · S. 593–602
Das Bergwerksglossar · S. 593–602 · Bl. 295r–299v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Das Bergwerksglossar
S. 583–622 · Bl. 290r–309v · Bd. 2 · Zeitleiste: 1. Appendix
S. 593
Bl. 295rBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
Eue strich1[?], Jst ein holtz, wirdet quer im Schacht, den die Wandtrutenn Zungestrichenn2[?], darmit der Schacht nit zusammenn gehet, wirdt auch spreutze genanndt. Eisernn Schlegell. Werdenn gebraucht zu ergentzung oder zerschlagung, auch wohl zu erschellung der grossenn wenndenn, F. Feustell. Jst wie ein Eysernn hanndthamer mit zweyenn Bahnenn, so der hewer vorm ort benebenn dem Bergkeisenn, vf den verfallendenn Vestungenn zugebrauch3[?], Flötz. Seindt [übergeschrieben: +] die[?] Bolenn, welche zwischenn dem hanngendenn vnnd liegendenn stehe[gestrichen: t]5, vnnd darmit Inns gebirge streiche[gestrichen: t]6, Fündtgrubenn. Jst da erstlichenn eine Neues7[?] vnverwandts felt,
Ehestrich. Ist ein Holz; es wird quer im Schacht an die Wandruten gestrichen, damit der Schacht nicht zusammengeht; wird auch Spreize genannt.
Eiserne Schlegel. Werden zum Zerkleinern oder Zerschlagen, auch wohl zum Erschüttern der großen Wände gebraucht.
F. Fäustel. Ist wie ein eiserner Handhammer mit zwei Bahnen, den der Häuer vor Ort neben dem Bergeisen an den verfallenden Festungen gebraucht.
Flöz. Sind die Bohlen, die zwischen dem Hangenden und dem Liegenden stehen und damit ins Gebirge streichen.
Fundgrube. Ist es, wo zuerst ein neues, unverliehenes Feld
Unsichere Lesungen
- Eue strich — wohl Einstrich; Schreibung unklar (Z. 1)
- Zungestrichenn — wohl eingestrichenn (Z. 3)
- zugebrauch — Endung undeutlich (Z. 12)
- die Bolenn — Artikel unklar (Z. 14) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
- stehe[gestrichen: t] — Umfang der Streichung unklar (Z. 15)
- streiche[gestrichen: t] — Umfang der Streichung unklar (Z. 16)
- Neues — Lesung unsicher (Z. 18)
S. 594
Bl. 295vBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
nach Ertz oder anndere Materien entblöst werdet, Fiemell1. Jst ein lannger Eysernn keyl, welchen mann Jn die klüffte setzt, vnnd darmit die grossenn wennde vonn annder hebet, Wirdt auch vnnter weilenn, Wann die kolenn vorm ort feste stehenn, in verschremenn, gleichfals gebraucht, vnnd in die Ritze oder Schrammenn gesetzt, vnnd mit einem grosen feüstell rein getriebenn, das grosse stuck brechenn müssen, Först. Jst ein feste Steiner warkenn2[?] gebirge, welches vber den kohlenn stehet, wirdt auch wohl der Zechstein oder dach genenndt. Fallenndts des gebirgs. Jst wann die först des Zechsteins obenn ründer3 vorm ort sich in die Sohl stürtzet, vnnd keine kolenn vorm ortt mehr stehenn, oder lanngenn kann. Farttenn. Seindt Leytter, welche mann in Schechttenn Zum4[?]
nach Erz oder anderen Materialien entblößt wird.
Fimmel. Ist ein langer eiserner Keil, den man in die Klüfte setzt und damit die großen Wände auseinanderhebt. Wird auch bisweilen, wenn die Kohlen vor Ort fest stehen, beim Schrämen gleichfalls gebraucht und in den Ritz oder die Schramme gesetzt und mit einem großen Fäustel hineingetrieben, so dass große Stücke brechen müssen.
First. Ist ein festes steinernes Wackengebirge, das über den Kohlen steht; wird auch wohl der Zechstein oder das Dach genannt.
Fallen des Gebirges. Ist es, wenn die First des Zechsteins oben rundum vor Ort sich in die Sohle stürzt und keine Kohlen mehr vor Ort stehen oder zu erlangen sind.
Fahrten. Sind Leitern, die man in Schächten zum
Unsichere Lesungen
- Fiemell — Schreibung unklar (Z. 2)
- warkenn — Lesung unsicher (Z. 11)
- ründer — Lesung unsicher (Z. 15)
- Zum — abgekürzt, Zeilenende (Z. 19)
S. 595
Bl. 296rBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
ein vnnd ausfahrenn zugebrauchenn, desgleichenn vor den kohlorttern, den Schweel1[?] vnnd kolenn hernach zuhauenn, G. Ganngk2. Seindt vielerley im gebirge, einer mechtiger als der annder, darinnenn sich der Bergkmann des gebirgs vnnd gelegennheit, mit Stoll vnnd Schechte anzusetzenn, zurichtenn, wo dieselbenn Jr streichenns, steigenns oder fallenns habenn, Geschiebe Jst Jederzeit ein klein vnnstanndigs gebirge, Welchs die Sündtfludt Jederzeit am ganntzenn gebirge abgeschobenn, vnnd nicht stehet, das mann mit Schechten oder Stollenn kann einkommenn, Sonnder mus zuuor verbauet werdenn, damit mann sich dann ersehenn kann wie Jederzeit dem dringenn vorzukommenn, Geschicke. Jst da sich erstlichenn ein gut enntspreussenn3[?] will,
Ein- und Ausfahren gebraucht, desgleichen vor den Kohlenorten, um dem Schwel und den Kohlen nachzuhauen.
G. Gang. Es sind vielerlei im Gebirge, einer mächtiger als der andere. Darin hat sich der Bergmann nach Gebirge und Gelegenheit zu richten, um Stollen und Schächte anzusetzen, wo diese ihr Streichen, Steigen oder Fallen haben.
Geschiebe. Ist jeweils ein kleines, unbeständiges Gebirge, das die Sintflut jeweils am ganzen Gebirge abgeschoben hat und das nicht steht, so dass man mit Schächten oder Stollen hineinkommen könnte, sondern es muss zuvor verbaut werden, damit man dann ersehen kann, wie dem Drängen jeweils vorzukommen ist.
Geschicke. Ist es, wo sich zuerst etwas Gutes anzuzeigen scheint,
Unsichere Lesungen
- Schweel — Lesung unsicher (Z. 2)
- Ganngk — Stichwort, Schreibung unklar (Z. 5)
- enntspreussenn — Lesung unsicher (Z. 19)
S. 596
Bl. 296vBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
das mann eines guts im bawenn zuuermutenn, vnnd in hoffnung stehet, des orts wo die geschicke oder gelegennheit vorfallenn, etwas annzutreffenn Gestennge. Seindt lannge breite büchenn Bohlenn, welche mann vf die grundtladenn der Sohlenn leget, darauff die Bergkhunde gehenn, Gestuebe Jst klein schwartz Mulechtigk1 gestüebe der kohlen, welche mann zu annfanng, ehe vnnd zuuor mann ann die grobenn Braunenn kolenn kömpt, durchfahrenn müssenn, Welches Jederzeit die Sündtflut vom ganntzenn gebürge der kohlenn abgeschobenn. Grundtladenn. Jst ein lanng holtz vf allenn seittenn beschlagenn, vnd fornnenn vnnd hindenn ausgelocht, Welches mann Jnn die Sohl legt, darinnenn zwenn thüer storke2[?] gesetzt werdenn, so den Stollenn vnntenn von einannder hellet, das er nicht zusammen gehen kan,
so dass man beim Bauen etwas Gutes vermuten und die Hoffnung haben kann, an dem Ort, wo die Geschicke oder die Gelegenheit vorkommen, etwas anzutreffen.
Gestänge. Sind lange, breite buchene Bohlen, die man auf die Grundladen der Sohle legt, auf denen die Berghunde gehen.
Gestübe. Ist der kleine schwarze, mullige Staub der Kohlen, den man zu Anfang, ehe und bevor man an die groben Braunkohlen kommt, durchfahren muss; den hat jeweils die Sintflut vom ganzen Kohlengebirge abgeschoben.
Grundladen. Ist ein langes Holz, auf allen Seiten beschlagen und vorn und hinten ausgelocht, das man in die Sohle legt; darin werden zwei Türstöcke gesetzt, die den Stollen unten auseinanderhalten, damit er nicht zusammengehen kann.
Unsichere Lesungen
- Mulechtigk — Lesung unsicher (Z. 9)
- storke — wohl stocke (Z. 18)
S. 597
Bl. 297rBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
Gezimmer. Heist, wann ein Stoll mit thüerstörke1[?], kappenn vnd Grundtladenn wohl versetzt, vnnd in der Först, vnnd vf den seittenn mit pfelenn wohl verwaret ist, das nichts im Stoll kann eingehenn, oder schadenn zu bringenn. Getriebe. Seindt lannge breite pfele, welcher vber den kappen anngestickt wirdet, damit mann, vnnter dem kleinenn abgeschobenenn gebürge des geröls kann durchfahrenn. Geröls. Jst ein vnnstanndiges gebirge, welches mann vornne am tags hat, vnnd Jederzeit die Sündtfludt am ganntzenn gebirge abgeschobenn, Gebirge. Jst Jederzeit ein fein stanndthafftiges gebirge, darinnenn mann kann fortkommenn, auch Jederzeitt zuersehenn, wie sich Jede Bergkartt will annlassenn.
Der Erste Appendix. Gezimmer. Heißt es, wenn ein Stollen mit Türstöcken, Kappen und Grundladen gut versetzt und in der First und an den Seiten mit Pfählen gut verwahrt ist, so dass nichts im Stollen einbrechen oder Schaden bringen kann.
Getriebe. Sind lange, breite Pfähle, die über den Kappen eingesteckt werden, damit man unter dem kleinen abgeschobenen Gebirge des Gerölls durchfahren kann.
Geröll. Ist ein unbeständiges Gebirge, das man vorn zutage hat und das die Sintflut jeweils am ganzen Gebirge abgeschoben hat.
Gebirge. Ist jeweils ein gutes, standhaftes Gebirge, in dem man fortkommen kann und auch jederzeit ersehen kann, wie sich jede Bergart anlassen will.
Unsichere Lesungen
- thüerstörke — wohl stöcke (Z. 2)
S. 598
Bl. 297vBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
Grube. Wirdt vnnder zeitenn genenndt ann stadt eines Stolles, das mann sagt, da etwann einer nach dem andern fragt, er sey in der Grubenn. Geschworne. Jst sein diennst, das er den arbeiter verdingen mus, vnnd wann die arbeiter solch geding vfgefahrenn, mus er solchs Jhnenn, mit den Lachter abnehmenn, vnnd schreibenn lassenn, wie es mit Jhnenn vberkommenn, mus auch im gebirge zusehenn, das die orter recht getriebenn, die kohlenn verschrembt vnnd die Stoll vnnd Schechte im Bau gehalttenn werde. Grubenn Beill. Hat der Steyger in machung des gezimmers zugebrauchenn, vnnd ist bey nahe die helffte so gros, als ein annder Zimmerbeill. Grubenn Liecht. Habenn die Steyger vnnd Arbeiter in den Stoll vnd
Grube. Wird bisweilen anstelle eines Stollens genannt, so dass man sagt, wenn etwa einer nach dem anderen fragt, er sei in der Grube.
Geschworener. Sein Dienst ist es, dass er den Arbeitern verdingen muss; und wenn die Arbeiter ein solches Gedinge aufgefahren haben, muss er es ihnen nach Lachtern abnehmen und aufschreiben lassen, wie es mit ihnen vereinbart ist. Er muss auch im Gebirge zusehen, dass die Orte recht getrieben, die Kohlen geschrämt und die Stollen und Schächte im Bau gehalten werden.
Grubenbeil. Hat der Steiger beim Anfertigen des Gezimmers zu gebrauchen; es ist beinahe halb so groß wie ein anderes Zimmerbeil.
Grubenlicht. Haben die Steiger und Arbeiter in den Stollen und
S. 599
Bl. 298rBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
Schechttenn, ann stadt der gezogenenn Liechtter, zugebrauchenn, so einem hanngendenn liecht ehnlichenn, vnnd werdenn einstheils vonn Eysenn, kupffer, oder Meßingk gemacht. Ruodenn1[?]. Wirdt im Grubenn liecht ann stadt eines Dochtts gebraucht, welche vonn Leinenn tuch gemachtt, vnnd im vnschlet wie ein hanngeliecht mit Öle brennenn mus, H. Hanngenndes Wirdt vnnd ist der Zechstein oder Dachwelchs vber den kolenn stehet, Haspell Jst ein Rundt geschnittenn holtz, welchs hindenn vnd fornne zweenn Eisernn zapffenn hat, vnnd in die Haspell stützenn gelegt wirdet, das es vmbgehenn kan,
Der Erste Appendix. Schächten anstelle der gezogenen Lichter zu gebrauchen; sie sind einem Hängelicht ähnlich und werden zum Teil aus Eisen, Kupfer oder Messing gemacht.
Ruden. Wird im Grubenlicht anstelle eines Dochtes gebraucht; er ist aus Leinentuch gemacht und muss im Unschlitt wie ein Hängelicht mit Öl brennen.
H. Hangendes. Ist der Zechstein oder das Dach, das über den Kohlen steht.
Haspel. Ist ein rund geschnittenes Holz, das hinten und vorn zwei eiserne Zapfen hat und in die Haspelstützen gelegt wird, damit es sich drehen kann.
Unsichere Lesungen
- Ruodenn — Stichwort, Initiale R/K unklar (Z. 5)
S. 600
Bl. 298vBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
Haspell hornn Seindt zwey krumme höltzer wie ann einem Schleiffstein, Werdenn ann die zapffenn des Haspels anngeschlagenn, damit mann vmb vnnd vmb drehen kan, Haspell stützenn. Seindt zwey beschlagene höltzer, darann werdenn vntenn zapffenn geschnittenn, welche in die Brüch oder pfüel beume gesetzt werdenn, vnnd wirdt an Jedenn obenn ausgeschnittenn, darinnenn der Haßpell lieget, mit dem zapffenn, Henngbanngk. Seindt zwey holtzer, werdenn des Schachts lenngde Jnn die pfüelbeume geschnittenn, welches sich in einer Vierung zusammenn helt, vnnd darauff die kübell, welche aus dem schacht gezogenn abnimmet. Hewer Seindt die Jenige, welche kolenn vorm ortt langen, vnnd das gedinge habenn, Jedes maß vmb —— 6 thlr1[?].
Der Erste Appendix. Haspelhörner. Sind zwei krumme Hölzer wie an einem Schleifstein; sie werden an die Zapfen des Haspels angeschlagen, damit man ihn rundherum drehen kann.
Haspelstützen. Sind zwei beschlagene Hölzer; unten werden Zapfen daran geschnitten, die in die Bruch- oder Pfühlbäume gesetzt werden, und oben wird an jedem eine Kehle ausgeschnitten, in der der Haspel mit dem Zapfen liegt.
Hängebank. Sind zwei Hölzer; sie werden der Länge des Schachtes nach in die Pfühlbäume geschnitten, was sich im Geviert zusammenhält, und darauf nimmt man die Kübel ab, die aus dem Schacht gezogen werden.
Häuer. Sind diejenigen, die die Kohlen vor Ort holen und das Gedinge haben, jedes Maß um —— 6 Taler
Unsichere Lesungen
- thlr — Abkürzung; thlr oder hlr (Z. 19)
S. 601
Bl. 299rBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
auszufuhrdenn, Hündtslauffer. Seindt die welche die kolenn vonn den hewer mit den Berckhündenn vom ortt zutag auslauffenn oder bringenn. Hornnstadt1. Jst ein raum im gebirge, das mann vf die seittenn der Stoll mit Schechttenn zusenckenn vnnter sich kommenn, auch sonnstenn zu anndern vorfallenndenn dingenn, es sey mit wetter, holtz einzubringenn, oder mit den Bergkhündenn einer dem andern zu weichenn kann vortkommenn, Heupt Stoll Zweenn. Beim Rauschenndenn wasser }2 Seindt die da man koHaubtstoll einenn } lenn kann ausfordern Vor der Zauwersch3[?] } oder ausbringenn Halle Jst vorm Stoll der platz, da mann den Bergk oder Schweel4[?] hinlauffet.
auszufördern.
Hundläufer. Sind die, die die Kohlen von den Häuern mit den Berghunden vom Ort zutage laufen oder bringen.
Hornstatt. Ist ein Raum im Gebirge, damit man an der Seite des Stollens mit Schächten senkend nach unten kommen und auch sonst bei anderen vorfallenden Dingen — sei es Wetter oder Holz einzubringen oder mit den Berghunden einer dem anderen auszuweichen — fortkommen kann.
Hauptstollen, zwei: beim Rauschenden Wasser der eine Hauptstollen, vor der Zauversch der andere. Das sind die, aus denen man Kohlen ausfördern oder ausbringen kann.
Halde. Ist der Platz vor dem Stollen, wohin man die Berge oder den Schwel läuft.
Unsichere Lesungen
- Hornnstadt — Stichwort, Lesung unsicher (Z. 6)
- } — Klammer: drei Stollennamen, rechts gemeinsame Erklaerung (Z. 14)
- Zauwersch — Ortsname, Lesung unsicher (Z. 16)
- Schweel — Lesung unsicher (Z. 19)
S. 602
Bl. 299vBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
J. Jöcker. Werdenn vonn vier holtzernn so beschlagenn zusammenn in vierung geschnittenn, welche mann in sennckung der Schechtenn zugebrauchenn, das das gebirge darhinder stehenn kann, K. Kappenn. Jst ein holtz darann fornne vnnd hindenn eine kimme geschnittenn, vnnd obenn in der först vber zwey thüerstörke1[?] in Larffenn, so daran geschnittenn, gelegt, so die thüerstörke2[?] obenn vonn einannder helt. Kastenn. Jst mit vier dielenn zusammenn getragenn, oder genagelt, vnnd habenn die Steyger zum Werckgezeug zugebrauchenn, dasselbige verwarlich darinne zubehaltenn,
J. Joch. Werden aus vier so beschlagenen Hölzern im Geviert zusammengeschnitten, die man beim Senken der Schächte gebraucht, damit das Gebirge dahinter stehen kann.
K. Kappe. Ist ein Holz, an dem vorn und hinten eine Kimme geschnitten ist und das oben in der First über zwei Türstöcke in die daran geschnittenen Larven gelegt wird, so dass es die Türstöcke oben auseinanderhält.
Kasten. Ist aus vier Dielen zusammengefügt oder genagelt; die Steiger haben ihn für das Werkzeug zu gebrauchen, um dieses sicher darin zu verwahren.
Unsichere Lesungen
- thüerstörke — wohl stöcke (Z. 11)
- thüerstörke — wohl stöcke (Z. 12)