Salzbibel · Lesetext · 2. Buch
Das zweite Buch · S. 449
Verhandlungen und Zwischenfälle · S. 449 · Bl. 222r · Band 1
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Verhandlungen und Zwischenfälle
S. 362–502 · Bl. 179r–249v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch
S. 449
Bl. 222rBd. 12. Buch · Verhandlungen und ZwischenfälleFaksimile (ORKA)Das Annder Buch.
Fortsetzung von der vorigen SeiteHeut dinstags post Stephani inuentionis Anno etc. 45. seindt beide Räthe sampt den Salzgrebenn, Wartten, vnnd dem verordenttenn außschos gemeiner pfenner vffm Rathause bey einannder versamblet gewesenn, daselbst nach gelegenenn sachenn vor gut anngesehenn / eintrechtigk geschlossenn, vnnd beuohlenn, das alle pfenner in vnnd ausserhalb dem furstenthumb Hessenn gesessenn, vff schirstkunfftigenn Montags post assumptionis Mariæ Iegenn abenndt alhier einzukommenn, sollenn beschriebenn werdenn, Montags post assumptionis Mariæ Anno 39. seindt etliche vom adell vnnd anndere auslenndische pfenner, souiel derselbenn desmahls annkommenn, sampt beidenn Räthenn, vnnd anndernn pfennernn gemeinlich zu allenderst vff dem Rathause beyenannder versamblet gewesenn, daselbst alle furgefallene beschwerung vnnd handelung, so Ihnenn samptlich Inn Irem Saltzwerck vnnd Erbe vom verschienenn Weynachttenn bis dahero zu wiedder vnnd enndtgegenn dem furstlichenn vffgerichtten vertrage begegnet, Innhalt einer Registratur erholenn vnnd verlesenn lassenn, Damit ein Jeder pfenner dieselben annhörenn,
…Heute, am Dienstag nach Stephani inventionis (August) im Jahr 1545, sind beide Räte samt den Salzgrafen, Warten und dem verordneten Ausschuss der gemeinen Pfänner auf dem Rathaus beieinander versammelt gewesen, haben daselbst nach Gelegenheit der Sachen für gut angesehen, einträchtig beschlossen und befohlen, dass alle Pfänner, die innerhalb und außerhalb des Fürstentums Hessen ansässig sind, angeschrieben werden sollen, am nächstkommenden Montag nach Assumptionis Mariae (Mariä Himmelfahrt, August) gegen Abend hier einzukommen. Am Montag nach Assumptionis Mariae (18. August) im Jahr 1539 sind etliche vom Adel und andere auswärtige Pfänner, soviel derselben damals angekommen sind, samt beiden Räten und anderen Pfännern gemeinsam zu allererst auf dem Rathaus beieinander versammelt gewesen, haben daselbst alle vorgefallenen Beschwerungen und Handlungen, die ihnen sämtlich in ihrem Salzwerk und Erbe von den vergangenen Weihnachten bis hierher wider und entgegen dem fürstlichen aufgerichteten Vertrag begegnet sind, nach Inhalt einer Registratur wiederholen und verlesen lassen, damit ein jeder Pfänner dieselben anhören
vnnd seine wohl gut meinung darzu sagenn, vnd zum bestenn mit anrathenn helffenn möchttenn, Vnd wiewohl allennthalbenn befundenn, das der Landtsfurst wie aus hiebeuor sfgl.1[?] zugeschicktenn Registrirten schrif tenn zuersehenn, etwas weitters dann der vertragk mitpringt, begert vnd furgenommenn, habenn sie doch allesampt nach notturfftiger bewegung allerley sachenn einmutiglich verabscheidet, dahin gerathenn vnd beschlossenn, das sie sfgl. zu vnderthenigem diennst, vnd gnedigem gefallenn, nit aus pflicht,Läuft auf der nächsten Seite weiter
und seine wohlgemeinte Meinung dazu sagen und zum Besten mit anraten helfen möchte. Und wiewohl allenthalben befunden wurde, dass der Landesfürst, wie aus den zuvor von Seiner Fürstlichen Gnaden[?] zugeschickten registrierten Schriften zu ersehen ist, etwas Weiteres, als der Vertrag mit sich bringt, begehrt und vorgenommen hat, haben sie doch allesamt nach notdürftiger Erwägung allerlei Sachen einmütig verabschiedet, dahin geraten und beschlossen, dass sie Seiner Fürstlichen Gnaden zu untertänigem Dienst und gnädigem Gefallen, nicht aus Pflicht,
Unsichere Lesungen
- sfgl. — Kürzel, wohl S. f. g.