Salzbibel · Lesetext · Einleitung
Die Einleitung · S. 26
Die Widmung an den Landgrafen · S. 26 · Bl. 10v · Band 1
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Die Widmung an den Landgrafen
S. 9–41 · Bl. 2–18 · Bd. 1 · Zeitleiste: Einleitung
S. 26
Bl. 10vBd. 1Einleitung · Die Widmung an den LandgrafenFaksimile (ORKA)wo die fuei1[?] zu kommenn konnenn, die nicht vonn fliegenn beschmeist, vnnd vonn den Meusenn benaget vnd zerschrottenn werde, Auch so recht vnnd wohl nichts gethann, noch geredt wirdt, Welches wie der Heyde sagtt, vonn bösenn gifftigenn zungenn, nicht könne Cauillirt vnnd vbell ausgelegt werdenn, also mache Ich mir keinenn zweiuell, es werdenn gifftige Natternn vber diesenn meinenn vleis vnnd arbeytt kommenn, (: denn wer ann den wegk wie mann sagt, bauett, hatt viel meister :) die es mir zu keinem gutenn, was Ich hie gethann, deutenn vnnd auslegenn werdenn, Inn fürwenndung, das dieses meines schreibenns, ganntz nicht vonnötenn, vnnd die sachenn ohne des besser vnd klerer am tag vnnd bekanndt, denn es vonn mir in solchem schreibenn, erkleret vnnd beschriebenn werdenn könne. Werdenn auch sagenn, es sey diese meine arbeit, auch mehr Politisch denn Theologisch, vnnd derohalbenn nicht meines berufs vnnd ampts, vnnd obs gleich einem gelertten zugelassenn, So sey es doch ein Heidtnisches vnnd Philosophisches ding einem Theologo (: der nichts wissen noch hanndtlenn soll, denn was Christi vnnd Gottes sache :)
die nicht, wo die Fliegen hinkommen können, von ihnen beschmutzt und von den Mäusen benagt und zerschroten würde — und wie auch nichts so recht und gut getan oder gesagt wird, dass es nicht, wie der Heide sagt, von bösen giftigen Zungen bekrittelt und übel ausgelegt werden könnte —, so mache ich mir keinen Zweifel: Es werden giftige Nattern über diesen meinen Fleiß und diese Arbeit herfallen. Denn wer an den Weg baut, wie man sagt, hat viele Meister. Sie werden mir, was ich hier getan habe, zu nichts Gutem deuten und auslegen, unter dem Vorwand, dieses mein Schreiben sei gar nicht nötig und die Sache sei ohnehin besser und klarer zutage und bekannt, als sie von mir in solchem Schreiben erklärt und beschrieben werden könne.
Sie werden auch sagen, diese meine Arbeit sei mehr politisch als theologisch und darum nicht meines Berufs und Amtes. Und sei sie auch einem Gelehrten erlaubt, so sei sie doch eine heidnische und philosophische Sache, die einen Theologen — der nichts wissen noch treiben soll als das, was Christi und Gottes Sache ist —
Unsichere Lesungen
- fuei — Wort unklar (Z. 1)