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Salzbibel · Lesetext · 2. Buch

Das zweite Buch · S. 215

Die Rechtsgutachten · S. 215 · Bl. 105r · Band 1

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Seiten am Stück

Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Die Rechtsgutachten

S. 210–361 · Bl. 102v–178v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch

S. 215

Bl. 105rBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)

Das Annder Buch

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedictas Salinas ad eum de Jure communi pertinere, Et per consequens in suo aedificare posse, cum in re sua quilibet1 sit moderator & arbiter.

dass die besagten Salinen ihm nach gemeinem Recht gehören und er folglich auf dem Seinen bauen könne, da in seiner eigenen Sache jeder Lenker und Schiedsrichter ist (cum in re sua quilibet sit moderator et arbiter).

2

L. in re mandata C. manda.

L. in re mandata C. manda.

3

Nam cum salinarum reditus inter regalia computentur c. 1.

Denn da die Einkünfte der Salinen unter die Regalien gerechnet werden, c. 1.

4

Quae sc. regalia. in usib. feu. quae quidem regalia in ditione et prouincia sua recognoscat in feudum ab Imperio Romano, procul dubio ad eum pertinere Videntur Sed his et similibus,

Quae sint regalia, in usib. feu. — welche Regalien er in seinem Herrschaftsgebiet und Land vom Römischen Reich zu Lehen anerkennt —, scheinen sie ohne Zweifel ihm zu gehören. Aber ungeachtet dieser und ähnlicher Gründe,

5

quae adduci possunt, non obstantibus ulterius consideranti, secundum ea quae proponuntur more Scaeuolae Juris consulti contrarium de iure Verius esse arbitror.

die angeführt werden können, halte ich bei weiterer Betrachtung, gemäß dem, was vorgetragen wird, nach Art des Rechtsgelehrten Scaevola das Gegenteil von Rechts wegen für richtiger.

6

Et concludo quod ex quo dictae Salinae existant in praedijs Vel locis priuatis, proprietas earundem non spectat ad principem, sed sunt priuatorum in quo ex praedijs oriuntur.

Und ich schließe, dass, da die besagten Salinen auf privaten Grundstücken oder an privaten Orten liegen, das Eigentum an ihnen nicht dem Fürsten zukommt, sondern sie den Privatleuten gehören, aus deren Grundstücken sie entspringen.

7

Nec obstat quod Salinarum reditus computantur inter regalia. tit.

Dem steht auch nicht entgegen, dass die Einkünfte der Salinen unter die Regalien gerechnet werden, tit.

8

Quae sint Regal. in usib. feu.

Quae sint Regal. in usib. feu.

9

Nam crebriore Doctorum sententia receptum est, hunc tex. intelligi de Vectigali siue telonio solui consueto de Salinis, prout fit in casu nostro, ubi Vectigal Principi soluitur de quolibet caldario.

Denn nach der häufigeren Meinung der Doktoren ist angenommen, dass dieser Text von der Abgabe oder dem Zoll zu verstehen ist, der von den Salinen gezahlt zu werden pflegt, wie es in unserem Fall geschieht, wo dem Fürsten von jedem Kessel eine Abgabe (vectigal) gezahlt wird.

10

Nam huiusmodi Vectigalia solui consueta de Salinis computantur inter publica, et censentur esse principis L. inter publica ff. de Verbo. signi.

Denn solche Abgaben, die von den Salinen gezahlt zu werden pflegen, werden unter die öffentlichen gerechnet und gelten als dem Fürsten gehörig, l. inter publica ff. de Verbo. signi.

11

Vnde in istis sicut et in alijs plerisque2 attenditur loci consuetudo l.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Daher wird bei diesen wie auch bei den meisten anderen Dingen auf die Gewohnheit des Ortes geachtet, l.

Unsichere Lesungen

  1. quilibet — in der Vorlage abgekuerzt qlibet; zahlreiche q-Kuerzungen auf dieser Seite stillschweigend aufgeloest (Zeilen 4, 8, 10)); in praedijs (in der Vorlage abgekuerzt pdijs mit Kuerzungsstrich, ebenso Zeile 12); in quo ex praedijs oriuntur (Lesung 'in quo' unsicher, moeglicherweise gekuerztes in quorum
  2. plerisque — in der Vorlage abgekuerzt plerisq mit Kuerzungsschleife

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