Salzbibel · Lesetext · 4. Buch
Das vierte Buch · S. 820
Die Regierungsordnung von 1552/53 · S. 820 · Bl. 407v · Band 1
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Die Regierungsordnung von 1552/53
S. 767–855 · Bl. 381r–424v · Bd. 1 · Zeitleiste: 4. Buch
S. 820
Bl. 407vBd. 14. Buch · Die Regierungsordnung von 1552/53Faksimile (ORKA)Das Vierdte Buch
zu erstattung solchs Itzigenn Baugeldts, ein zimblich steur nach gelegennheit thun lassenn, Doch das wir solchs zuuor besichtigenn vnnd dauon bericht werdenn, Derhalbenn volgennder vnnser beuelch hernach ausgangk1[?] ist, Philips vonn Gottsgnadenn Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogen Lieber Getreuwer, Nach dem vnnser Stadthalter Lanntzlar selige, vnnd anndere Rethe zu Cassell, vnnsers abwesenns, dich ann Jörgenn Bohmenn vonn Nurmbergk stadt, zu vnnserm Bornmeister vnnsers Saltzwercks zum Sodenn bestelt vnnd verordennt habenn, zu ausbringung der Sole aus dem Saltzbronn Jederzeit leute vnnd kleine thierer zuhaltenn, Wie dann bisher geschehenn ist, So lassenn wir vnns solchs also gefallenn, Dieweil aber zubesorgenn, da sterbenns leufftenn zum Sodenn Innfielenn, das der almechtige gnediglich verhaltenn wolle, das es ann leutenn manngelnn, vnd dardurch grosser schade vervrsacht wurde, So ist vnnser bedennckenn, das solche kunst also, vnnd dermassenn zustundt
zur Erstattung dieses jetzigen Baugeldes eine angemessene Beisteuer nach Lage der Dinge leisten lassen — jedoch so, dass wir es zuvor besichtigen und darüber Bericht erhalten. Deswegen ist folgender unser Befehl ergangen:
Philipp, von Gottes Gnaden Landgraf zu Hessen, Graf zu Katzenelnbogen. Lieber Getreuer!
Nachdem unser Statthalter, der selige Kanzler, und andere Räte zu Kassel dich in unserer Abwesenheit an Jörg Behems von Nürnberg Statt zu unserem Brunnenmeister unseres Salzwerks zu den Sooden bestellt und verordnet haben, um zum Ausbringen der Sole aus dem Salzbrunnen jederzeit Leute und kleine Tiere zu halten, wie es bisher geschehen ist, so lassen wir uns das gefallen.
Weil aber zu besorgen ist, dass, wenn Sterbensläufte zu den Sooden einfielen — was der Allmächtige gnädig verhüten wolle —, es an Leuten mangeln und dadurch großer Schaden verursacht würde, so ist unser Bedenken, dass diese Kunst sogleich so
Unsichere Lesungen
- ausgangk — Wortende mit Schnörkel (Z. 4)