Salzbibel · Lesetext · 4. Buch
Das vierte Buch · S. 812
Die Regierungsordnung von 1552/53 · S. 812 · Bl. 403v · Band 1
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Die Regierungsordnung von 1552/53
S. 767–855 · Bl. 381r–424v · Bd. 1 · Zeitleiste: 4. Buch
S. 812
Bl. 403vBd. 14. Buch · Die Regierungsordnung von 1552/53Faksimile (ORKA)Das Vierdte Buch
Das Vierdte Buch bronn schedtlich ist auch mit gedachtem Jorgenn in viel wege gehanndelt vnnd geredt, solch kunst in anndere vnd bessere wege leichtfertiger zuzurichtenn, vnnd zuuerenndernn, des er dann vermüge seiner hieuor auß Ascherslebenn gethann schrifft, zuthun nit gewust hatt vnnd dann durch beider Hochgedachts vnnsers gnedigk furstenn vnnd Herrnn, vnnd gemeiner Pfenner Salzgreuenn hieuor geschlossenn, vnnd abgeredt, das besser, nüzlicher vnnd dem Salzwergk zutreglicher seÿ, vf anndere kunste zutrachtenn, vnnd zuerfindenn, zu außbringung der Sohle, Leute vnnd keine pferde zugebrauchenn, also hat Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, Jziger Salzwarth zun Boden, Christoffer Hombergk vf annhaltenn der Salzgreuenn zu furderung des Salzwercks, solchenn nottwenndigenn dingenn dermassenn nachgetracht, allerleÿ mittell vnnd wege erdacht, vnnd versucht, wie vnd was gestalt solche kunst konntte oder mochte vfgericht vnnd gebraucht werdenn, vnnd darauß souiel raths erfundenn, das er solchenn manngell dieselbe kunst zu außbringung der Sohl, mit Leutenn zuhalttenn,
Das Vierte Buch — brunnen schädlich ist, und nachdem mit dem genannten Jörg vielfach verhandelt und geredet worden ist, diese Kunst auf andere und bessere, leichtere Weise einzurichten und zu verändern — was er nach seiner zuvor aus Aschersleben gesandten Schrift nicht zu leisten wusste —,
und nachdem die Salzgrafen sowohl unseres hochgedachten gnädigen Fürsten und Herrn als auch der gemeinen Pfännerschaft zuvor beschlossen und verabredet haben, dass es besser, nützlicher und dem Salzwerk zuträglicher sei, auf andere Künste zu sinnen und sie zu erfinden und zum Ausbringen der Sole Menschen statt Pferde zu gebrauchen:
so hat der jetzige Salzwart unseres hochgedachten gnädigen Fürsten und Herrn zu den Siedehäusern, Christoph Homberg, auf Drängen der Salzgrafen zur Förderung des Salzwerks diesen notwendigen Dingen so nachgesonnen, allerlei Mittel und Wege erdacht und erprobt, wie und auf welche Weise eine solche Kunst errichtet und gebraucht werden könnte — und daraus so viel Rat gefunden, dass er diesem Mangel abhelfen und die Kunst zum Ausbringen der Sole mit Menschen betreiben kann,