Salzbibel · Lesetext · 3. Buch
Das dritte Buch · S. 665
Der erste Vertrag, 1538 · S. 665 · Bl. 330r · Band 1
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Der erste Vertrag, 1538
S. 657–696 · Bl. 326r–345v · Bd. 1 · Zeitleiste: 3. Buch
S. 665
Bl. 330rBd. 13. Buch · Der erste Vertrag, 1538Faksimile (ORKA)vnnd siedenn, also das alweg die Pfenner aus Krafft Irer Erbgerechtigkeit, den furzugk habenn sollenn, Wann mann durch Gottes gabe auch vnd menschliche geschicklichkeit einenn bessernn wegk zusiedenn finde, darzu mann vber die gewönlichen sohlenn, mehr Sohlenn zuziehenn, oder zuschepffenn, wurdenn bedurffenn, damitt mann das Holtz sparenn möchte, solche sohlen solten auch die Pfenner zuziehenn, vf Ire tage, zu Iren Pfannen, so Ihnenn wie obgemelt gebuerenn, vnnd in diesem vertrag confirmirt sein, vnuerhindert bleibenn, damit Inen nichts darann gebrechenn muge.
und sieden, weil sie auf deren Seite liegen — so jedoch, dass die Pfänner kraft ihrer Erbgerechtigkeit stets den Vorzug haben sollen.
Wenn man durch Gottes Gabe und menschliche Geschicklichkeit eine bessere Art zu sieden findet, für die man über die gewöhnliche Sole hinaus mehr Sole ziehen oder schöpfen müsste, um Holz zu sparen, so sollen die Pfänner auch diese Sole an ihren Tagen für ihre Pfannen ziehen dürfen, wie es ihnen wie oben gesagt gebührt und in diesem Vertrag bestätigt ist, unbehindert, damit es ihnen daran nicht mangele.
Desgleichenn soll es vnns auch frey sein, dieselbige vbrige Sohlenn zugebrauchenn, vnnd nach notturfft ziehenn zulassenn, vnnd ob gleich ein besser werck fundenn wurde, wie gemelt, das man besser vnnd mehr breite1 könnte habenn, so soll doch die maß der Pfannenn bleibenn, vnnd nicht mehr oder weniger in einer Pfanne vf ein siedenn gesottenn vnnd ausgenommenn werdenn, dann wie obgemelt acht achteyl, vnnd ob sich einer oder mehr der Pfenner knechte gesaumbt hette, So möchte er auff vnsernn tagenn, nachgiessenn vnnd siedenn. Dergleichenn mögenn vnsere Söder
Ebenso soll es uns freistehen, jene überschüssige Sole zu gebrauchen und nach Bedarf ziehen zu lassen. Und wenn auch ein besseres Verfahren gefunden würde, wie gesagt, sodass man eine bessere und größere Ausbeute hätte, so soll doch das Maß der Pfanne bleiben: Es soll bei einem Sud nicht mehr und nicht weniger gesotten und ausgenommen werden als die genannten acht Achtel. Und hätte sich einer der Pfännerknechte oder mehrere versäumt, so dürfte er an unseren Tagen nachgießen und nachsieden. Dasselbe dürfen unsere Sode-
Unsichere Lesungen
- breite — Lesung unsicher (Z. 15)