Salzbibel · Lesetext · 2. Buch
Das zweite Buch · S. 605
Der Weg zur Verpachtung · S. 605 · Bl. 300r · Band 1
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Der Weg zur Verpachtung
S. 503–654 · Bl. 250r–324v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch
S. 605
Bl. 300rBd. 12. Buch · Der Weg zur VerpachtungFaksimile (ORKA)Das ander Buch
Fortsetzung von der vorigen SeiteIrenn Erbenn zweyhundert guldenn muntz, wem sie die legirenn vnnd bescheidenn, enndtrichttenn, Dartegenn auch dieselbigenn gnugsamb verzicht zuthun, schuldigk sein sollenn, Vber das alles soll gedachter Meister Jeorge als Bornn meister, die zeit seines lebenns, vnnd nach in sein Hausfraw anna beidenn Herschafftenn zugleich gelobt vnndgeschworenn, vnnd mit sonnderm Eidtspflichtenn verwanndt seindt, Innsonnderheit den Saltzbronn mit allem vleis zuverwarenn, Darauff vnnd darumb Her aufs aller Reinlichst saubernn vnnd halttenn, Irenn schadenn alzeit trewlich warnenn, bestes werbenn, vnnd sonnst alles anders zuthun vnnd zuleistenn, das trewenn dienernn wohl anstehet, vnnd gepurenn will, auch in Bodeschafft1[?], fewrs, vnnd wassers not, so viel Ihnenn Immer muglich retten helffenn, Innsonnderheit Inn fewrs nötenn, So sollenn alle Knechte vfm Bronn mitallem ernnst vff Irenn Meister Jeorgenn vnnd der seinenn Bestenn gebraucht, also das soviel mennschlich vnnd muglich, das fewr damit gelescht, vnnd die Bodenn gerettet werdenn Derowegenn gedachter Meister Jeorge vnnd die seinenn Jederzeit die pferde, es sey tage oder nacht,
…ihren Erben zweihundert Gulden Münze, wem sie diese vermachen und zuweisen, entrichten, wogegen auch dieselben einen hinreichenden Verzicht zu leisten schuldig sein sollen. Über das alles soll der genannte Meister Jeorge als Bornmeister auf die Zeit seines Lebens, und nach ihm seine Hausfrau Anna, beiden Herrschaften zugleich gelobt und geschworen und mit besonderer Eidespflicht verbunden sein, insbesondere den Salzbrunnen mit allem Fleiß zu verwahren, darauf und darum her alles aufs Allerreinlichste zu säubern und zu halten, vor ihrem Schaden allezeit treulich zu warnen, ihr Bestes zu werben und sonst alles andere zu tun und zu leisten, was treuen Dienern wohl ansteht und gebührt, auch in Botschaft[?], Feuers- und Wassersnot, so viel ihnen immer möglich, retten zu helfen; insbesondere in Feuersnöten sollen alle Knechte auf dem Brunnen mit allem Ernst zum Besten ihres Meisters Jeorge und der Seinen gebraucht werden, sodass, soweit menschlich und möglich, das Feuer damit gelöscht und die Boden (Siedehütten) gerettet werden. Deswegen sollen der genannte Meister Jeorge und die Seinen jederzeit die Pferde, es sei Tag oder Nacht,
in den Bodenn, vnnd was darzu zugebrauchen, notwenndig sein wirdet, bey der Hanndt vnnd aus sonnderlichenn beweglichen vhrsachenn vff sechs pferde duppell geschirr Jederzeit Im Bodenn habenn, Doch mag er zwischenn der Stadt vnnd den Bodenn seine pferde gebrauchenn, nach seiner notturfft vnnd gelegennheit, Er soll auch Jederzeit den Sohlkastenn, vnnd alle anndere geschirr in einem Jeglichen Bothenn vff beidenn seittenn gefult halttenn, das mann solchs zurettung habenn vnnd prauchenn könne, Wie er dann solchs Innsonnderheit zusagenn,Läuft auf der nächsten Seite weiter
in den Boden, und was dazu zu gebrauchen notwendig sein wird, bei der Hand haben und aus besonderen beweglichen Ursachen für sechs Pferde doppeltes Geschirr jederzeit im Boden haben; doch mag er zwischen der Stadt und den Boden seine Pferde nach seiner Notdurft und Gelegenheit gebrauchen. Er soll auch jederzeit den Solekasten und alle anderen Gefäße in einem jeden Boden auf beiden Seiten gefüllt halten, damit man solches zur Rettung haben und gebrauchen könne, wie er denn solches insbesondere zuzusagen,
Unsichere Lesungen
- Bodeschafft — Lesung unsicher