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Salzbibel · Lesetext · 2. Buch

Das zweite Buch · S. 574

Der Weg zur Verpachtung · S. 574 · Bl. 284v · Band 1

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Seiten am Stück

Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Der Weg zur Verpachtung

S. 503–654 · Bl. 250r–324v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch

S. 574

Bl. 284vBd. 12. Buch · Der Weg zur VerpachtungFaksimile (ORKA)

Das ander Buch

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteGeorgenn Nuspickernn Vice Cantzlarnn zu Cassell, Ludewig Kochen Burgermeister daselbst, vnnsernn etc. gunstigenn Herrn, Anttwort Ludewig Kochs Mein willig diennst zuuor, Ernuestenn Erbarnn vnnd Ersamenn gepietenndt gunstig liebe Junckernn, vnnd besonnder gute freunde, Es ist mir gesteriges tages ein schrifft in nahmenn ewer als gemeiner pfenner des Salzwercks vor Allenndorff,

Georg Nuspicker, Vizekanzler zu Kassel, Ludwig Koch, Bürgermeister daselbst, unsere etc. günstigen Herren. Antwort Ludwig Kochs. Mein williger Dienst zuvor, ehrenfeste, ehrbare und ehrsame, gebietende, günstige, liebe Junker und besondere gute Freunde. Es ist mir gestrigen Tages ein Schreiben im Namen von euch als den gemeinen Pfännern des Salzwerks vor Allendorf,

2

welcher Vberschrifft an den Erbarnn vnnd hochgelartenn herrnn Georgenn Nußpicker Vice Cantzlarnn vnnd mich gehalttenn, behenndigt, die Ich abwesens gemelts herrnn Vbergenn in bestenn erbrochenn, vnnd daraus im lesenn souiel, das der mundtlichen einbrachtenn Replicken vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn etc.

dessen Überschrift an den ehrbaren und hochgelehrten Herrn Georg Nußpicker, Vizekanzler, und mich gerichtet ist, behändigt worden, das ich in Abwesenheit des gemeldeten Herrn im Besten erbrochen und daraus beim Lesen so viel verstanden habe, dass von den mündlich eingebrachten Repliken unseres gnädigen Fürsten und Herrn etc.

3

In sachl2 die Reconuention klage belanngenndt, Copien da die furhanndenn, vnnd nachmahls gebürliche dilation euch zuzustellenn, vnnd nachzugebenn gebettenn wirdet, verstanndenn, Weyl ihr euch aber letzter hanndelung nehest verschienenn, Donnerstags nach Hilarij, welcher war der 15.

in Sachen, die die Widerklage (Reconvention) betreffen, Kopien, wo die vorhanden sind, und nachmals gebührende Fristverlängerung (Dilation) euch zuzustellen und zu gewähren gebeten wird. Weil ihr euch aber der letzten Handlung, zuletzt vergangen am Donnerstag nach Hilarius, welcher der 15.

4

Januarij dis Lauffenndenn Jars, ohne zweiuell, vnd was euch damahls zu beidenn partheyenn vonn vns als den deputirten Commissarien fur ein bescheidt vf alles was schrifftlich vnnd mundtlich einbracht, vnd gebettenn wordenn ist, wohl zuerInnernn hapt, Vernet ihr euch hierin selbst der billicheit, vnnd das mir einigenn daruber euch nun erstenns Copien zuzustellenn,

Januar dieses laufenden Jahres (1540) war, ohne Zweifel, und was euch damals gegenüber beiden Parteien von uns als den deputierten Kommissaren für ein Bescheid auf alles, was schriftlich und mündlich eingebracht und gebeten worden ist, gegeben wurde, wohl zu erinnern habt, so beschiedet ihr euch hierin selbst der Billigkeit, und dass es mir allein darüber, euch nun erst Kopien zuzustellen,

5

vnnd weitter dilation zugebenn, keins wegs gebuerenn will, bescheidenn, Doch bin Ich diese ewer schrifftenn gemeltenn herrnn Georgenn Nuspicker zuzuschickenn bedacht, Was dann desselbigenn meinung in deme auch sein wirdet,Läuft auf der nächsten Seite weiter

und weitere Fristverlängerung zu geben, keineswegs gebühren will, beschieden. Doch bin ich bedacht, dieses euer Schreiben dem gemeldeten Herrn Georg Nuspicker zuzuschicken; was dann dessen Meinung darin auch sein wird,

Unsichere Lesungen

  1. Vber= — Trennung; Fortsetzung genn unklar (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
  2. sachl — Wortende verschliffen

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