Salzbibel · Lesetext · 2. Buch
Das zweite Buch · S. 451
Verhandlungen und Zwischenfälle · S. 451 · Bl. 223r · Band 1
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Verhandlungen und Zwischenfälle
S. 362–502 · Bl. 179r–249v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch
S. 451
Bl. 223rBd. 12. Buch · Verhandlungen und ZwischenfälleFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
Fortsetzung von der vorigen SeiteG. zu vnderthenigem diennst, vnnd gnedigem gefallenn, die zwene Monat in gedult vnnd stille gestanndenn habenn wollenn, doch das wir durch diese nachlassung vnd bewilligung aus dem aufgerichtenn vnnd bewilligten vertrag,
…Gnaden zu untertänigem Dienst und gnädigem Gefallen die zwei Monate in Geduld und Stille gestanden haben, doch so, dass wir durch diese Nachlassung und Bewilligung aus dem aufgerichteten und bewilligten Vertrag
in keinem punct oder Artickell geschrittenn habenn woltenn, dauonn wir offenntlich vnnd solenniter protestiren, Mitt vnderthenigem bittenn, E.
in keinem Punkt oder Artikel geschritten haben wollten, wovon wir öffentlich und feierlich (solenniter) protestieren, mit untertäniger Bitte, Euer
G. wollenn vnns des, dem rechtenn vnnd Erbarkeit gemes, ein Reuers gebenn, vnnd, damit die Wenuti=1[?] genn vnnd einfeltigenn gesettigt, zu hanndenn stellen, Dieweil aber nun die zeit der zweyer Monatenn vorlang verflossenn, ist nachmals vmb Gotts vnnd seines ewigk worts willenn, vnnser vleisichs bittenn, E. f gl. wollen die viel gebettene scheidtsrichtter,
Gnaden wollen uns dessen, dem Recht und der Ehrbarkeit gemäß, einen Revers geben und, damit die Wenuti=[?]gen und Einfältigen zufriedengestellt werden, zu Händen stellen. Weil aber nun die Zeit der zwei Monate längst verflossen ist, ist nochmals um Gottes und seines ewigen Wortes willen unser fleißiges Bitten, Euer Fürstliche Gnaden wollen die vielfach erbetenen Schiedsrichter
laut vnnd vermöge des vertrags, gnediglich setzenn, vnnd vnns aller gebrechenn vnnd beschwerung enndtrichttenn vnnd enndtscheidenn lassenn, Daran geschicht Gott dem almechtigen gefallenn,
laut und kraft des Vertrags gnädig einsetzen und uns aller Gebrechen und Beschwerung entrichten und entscheiden lassen; daran geschieht Gott dem Allmächtigen ein Gefallen,
damit wir nit so erbermblich wieder alle billichkeit, vonn E. f gl. dienernn zum ewigenn bettelstab gedrungenn, des lanndes verlauffenn mussenn, Es woltenn auch E.
damit wir nicht so erbärmlich, wider alle Billigkeit, von Euer Fürstlichen Gnaden Dienern zum ewigen Bettelstab gedrängt, das Land verlassen müssen. Es wollten auch Euer
G. dieser vnnser anntwort, welche vber zimbliche zeit verpliebenn, kein vngnedigs gefallenn gegenn vnns armenn E.
Gnaden an dieser unserer Antwort, welche über ziemliche Zeit ausgeblieben ist, kein ungnädiges Gefallen gegen uns arme Euer
G. vnderthanenn tragen, Dieweil wir ohnne vorwissenn, verwilligung vnnd zuthun der auslenndischenn pfenner, etwas weitter, dann der vertragk mitbringt, dem rechttenn vnnd der billichkeit nach nicht antworttenn konttenn noch vns geziemet Das seindt wir vmb E.Läuft auf der nächsten Seite weiter
Gnaden Untertanen tragen, weil wir ohne Vorwissen, Bewilligung und Zutun der auswärtigen Pfänner etwas Weiteres, als der Vertrag mit sich bringt, dem Recht und der Billigkeit nach nicht antworten konnten, noch es uns geziemte. Das sind wir um Euer
Unsichere Lesungen
- Wenuti= — Wortanfang unklar