Salzbibel · Lesetext · 2. Buch
Das zweite Buch · S. 216
Die Rechtsgutachten · S. 216 · Bl. 105v · Band 1
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Die Rechtsgutachten
S. 210–361 · Bl. 102v–178v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch
S. 216
Bl. 105vBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
Fortsetzung von der vorigen SeiteVnde in istis sicut et in alijs plerisque attenditur loci consuetudo l.
Daher wird bei diesen wie auch bei den meisten anderen Dingen auf die Gewohnheit des Ortes geachtet, l.
Porro quod Salinae existentes in praedijs uel locis priuatis non pertineant ad principem sed ad priuatum cuius est praedium in quo sunt Salinae tex. est in l. forma. §.
Ferner, dass Salinen, die auf privaten Grundstücken oder an privaten Orten liegen, nicht dem Fürsten, sondern dem Privatmann gehören, dem das Grundstück gehört, auf dem die Salinen sind, dafür ist der Text in l. forma. §.
Salinae ff. de censi. ubi Albe. de Rosa. ad Verbum nota inquit hic, Salinas esse illorum in quorum praedio nascantur.
Salinae ff. de censi., wo Albe. de Rosa. zu dem Wort sagt: Merke hier, dass die Salinen denen gehören, auf deren Grundstück sie entstehen.
Si Vir ff. solu. matr. l. magis puto ff. de reb. eor. l. generali. §. uxori ff. de usufr. lega. et l. item si fundi ff. de usufr.
Si Vir ff. solu. matr., l. magis puto ff. de reb. eor., l. generali. §. uxori ff. de usufr. lega. und l. item si fundi ff. de usufr.
Nec amantib.[?] DEVM1 dicendum est, quod lex, quae sint rega. corrigat praedictas leges ut inquit Andr. de Ister.[?] in Ver.
Und es ist — bei den Gott Liebenden[?] — nicht zu sagen, dass die lex ‚quae sint rega.' die vorgenannten Gesetze korrigiere, wie Andr. de Ister.[?] sagt in Ver.
Praeterea, Esto, sine Veritatis tamen praeiudicio minimeque concesso, quod memoratae Salinae earumque reditus essent principis tamen receptissima est in Jure sententia, quod reseruata principi in signum specialis priuilegij possunt acquiri usu et consuetudine tanti temporis cuius initij memoria in contrarium non extat.
Außerdem: Gesetzt — jedoch ohne Präjudiz für die Wahrheit und keineswegs zugestanden —, dass die erwähnten Salinen und ihre Einkünfte dem Fürsten gehörten, so ist dennoch die im Recht allgemein angenommene Meinung, dass die dem Fürsten zum Zeichen eines besonderen Privilegs vorbehaltenen Rechte durch Gebrauch und Gewohnheit von so langer Zeit erworben werden können, dass an ihren Anfang keine gegenteilige Erinnerung besteht.
Huiusmodi. n.3 iura per longum usum acquiruntur & in spem[?] est casus in c. super quibusdam §. pterea, extra de Ver: sig: ad hoc l.Läuft auf der nächsten Seite weiter
Denn solche Rechte werden durch langen Gebrauch erworben, und im Besonderen (in spem[?]) ist dies der Fall in c. super quibusdam §. pterea, extra de Ver: sig:; hierzu l.
Unsichere Lesungen
- Nec amantib.[?] DEVM — Lesung amantib. unsicher; Wendung im Kontext unklar); Andr. de Ister.[?] (wohl Andreas de Isernia gemeint; Buchstabenfolge Ister/Iser nicht eindeutig
- praedio — in der Vorlage abgekuerzt pdio mit Kuerzungsstrich; weitere stillschweigend aufgeloeste Kuerzungen: praedijs (Z.2), praeiudicio minimeque (Z.15), earumque (Z.16), Huius= (Z.20)
- n. — Abkuerzung fuer enim, wie in der Vorlage belassen